Während ich auf eine Antwort von Sigmar Gabriel warte

Am 29. März 2017 stellte ich unserem Außenminister Sigmar Gabriel sieben Fragen, da er einen aktiven Judenhasser und Holocaustleugner, der Terror gegen Juden subventioniert und über deren Vernichtung philosophieren lässt, als seinen „Freund“ bezeichnet hat. Während ich auf seine Antwort warte, möchte ich an den März vor fünf Jahren erinnern, als sich Sigmar Gabriel, damals noch nur SPD-Bundesvorsitzender, mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland und dem israelischen Botschafter treffen wollte, um ihnen zu erklären, wie er den Vergleich gemeint hatte, den er am 14. März 2012 auf Facebook getätigt hatte:

„Ich war gerade in Hebron. Das ist für Palästinenser ein rechtsfreier Raum. Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt.“

Sigmar Gabriel suchte nach der Aussage das Gespräch mit Juden. Er suchte nicht das Gespräch mit jenen Menschen, die er mit seinem Vergleich am meisten beleidigt hat!

Die Apartheid war eine Periode der institutionalisierten Rassentrennung in eine „schwarze Rasse“ und eine „weiße Rasse“. Sie endete erst 1994. Sigmar Gabriel setzte mit seinem Vergleich den Staat Israel mit der „weißen Rasse“ gleich und unterstellte somit, es gäbe eine israelische Politik, die auf der Annahme beruht, bei dem Judentum handele es sich um eine „überlegene Rasse“. Dies ist jedoch eine Lüge! In der Unabhängigkeitserklärung von Israel findet sich das genaue Gegenteil:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

In der Charta der Hamas steht jedoch:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Der stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu sagt sogar:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Es war von Sigmar Gabriel somit eine Dreistigkeit zu behaupten, Israel sei ein Regime der Apartheid. Der Apartheidvergleich war so dreist, bitter und gemein, wie die Behauptung, die erfundenen Protokolle der Weisen von Zion seien eine tatsächlich vorhandene jüdische Verhaltensweise. Zwar gab es niemals ein Streben einer mächtig vernetzten, jüdischen Gemeinschaft nach Weltherrschaft und einer damit verbundenen Unterdrückung des deutschen Volkes, aber die Nazis phantasierten sich diese gefährlichen Juden in ihren braunen Träumen zusammen. Die Protokolle der Wannseekonferenz wiederum, auf der die Nazis die weltweite Vernichtung des Judentums planten, waren keine Fälschung! Die gab es wirklich!

Heute verbreiten Islamisten die Lüge, die israelische Politik hinge einer rassistischen Ideologie der Unterlegenheit von Arabern an. Dabei predigen sie selbst die Überlegenheit des Islams und leiten aus ihr das Recht und die Pflicht eines jedes Moslems ab, an der Vernichtung aller Juden aktiv teilzunehmen. Die Charta der Hamas sieht die Vernichtung aller Juden vor und die Fatah predigt Apartheid und fordert Judenhass.

Damals waren die „Protokolle der Weisen von Zion“ die Lüge, an die viele glaubten. Die Protokolle der Wannseekonferenz jedoch waren die Realität, die viele nicht wahr haben wollten. Heute ist die Behauptung, Israel sei ein Regime der Apartheid die Lüge, an die viele glauben. Die Apartheid der Hamas und der Fatah jedoch ist die Realität, die viele nicht wahr haben wollen.

Und was machte Sigmar Gabriel? Er macht genau das, was gerade er als Deutscher machen musste. Für ihn war es wichtig, dem israelischen Premierminister zu sagen, dass es ein Problem sei, wenn Juden im Westjordanland Häuser und Siedlungen bauen, wohl weil das Gebiet ein Anrecht darauf hat, „judenrein“ oder „national befreit“ zu sein. Er hielt es jedoch nicht für wichtig, Mahmus Abbas zu sagen, dass der Wunsch zur Vernichtung Israels und der Verfolgung von Juden eine unschöne Sache ist. Siedelnde Juden waren für ihn das Problem, nicht so sehr verfolgte, diskriminierte, angegriffene und getötete Juden. Heute wissen wir warum: Weil der Judenhasser Abbas sein „Freund“ ist!

Im März 2012 kritisierte Sigmar Gabriel nicht die tatsächlich vorhandene Apartheid gegen Israel, sondern nur Israels Versuch, sich dieser Apartheid zu widersetzen. Sigmar Gabriel schob mit seinem Apartheidsvergleich der israelischen Regierung die Rolle der „Weißen“ in Südafrika zu und behauptete, Israel handele nicht aus Verteidigung, sondern aus rassistischen Gründen. Die „Schwarzen“ wiederum waren für ihn die Araber.

Mit dem Vergleich offenbarte Sigmar Gabriel jedoch seinen eigenen Rassismus, denn niemals haben „Schwarze“ in Südafrika „Weiße“ so behandelt, wie manche Araber im Nahen Osten Juden behandeln.

Schwarze Afrikaner brachen nicht in Häuser von weißen Familien ein, um dort Kinder und Säuglinge zu ermorden, wie es arabische Terroristen mit Juden tun.

Schwarze Afikaner bewaffneten sich nicht mit Raketen, Bomben, Messern, Äxten und LKWs, um weiße Afrikaner zu morden, wie es arabische Terroristen mit Juden tun.

Schwarze Afrikaner verübten keine Terroranschläge auf Busse, um soviele weiße Menschen wie möglich zu töten, wie es arabische Terroristen mit Juden tun.

Schwarze Afikaner hatten nicht zu einer Intifada gegen das weiße Südafrika aufgerufen, wie es arabische Terroristen mit Israel tun.

Schwarze Afrikaner waren keine Fans der Nazis und posierten mit Hitlergruß, wie es die arabischen Terroristen tun, wie dieses Bild beweißt, und dieses und dieses und dieses und dieser kleine Flakhelfer hier.

Im März 2012 beleidigte Sigmar Gabriel mit einem unpassenden Vergleich Juden und Schwarze. Im März 2017 ist er Außenminister Deutschlands und erklärt, ein aktiver Judenhasser und Holocaustleugner, der Terror gegen Juden subventioniert und über deren Vernichtung philosophieren lässt, sei sein Freund. Ich kann seine Antwort kaum erwarten.

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23 Antworten zu Während ich auf eine Antwort von Sigmar Gabriel warte

  1. Ralf Weber schreibt:

    Hier ein aufschlussreiches Dokument, welches auch heute noch erschreckende Querbeziehungen aufzeigt:

    https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/03/31/telegramm-himmlers-an-jerusalemer-grossmufti-wiederentdeckt/

    • Aristobulus schreibt:

      Danke für Ihren Fund-.
      Also hat der Reichsführer-SS Himmler haargenau die selben Leute unterstützt, die heute der Außenminister Gabriel unterstützt.
      Nein, das ist keine Polemik… das ist FAKT.

  2. A.S. schreibt:

    Wetten es wird keine Antwort geben? Was soll Gabriel auch antworten.
    Der Drang, Abbas irgendwie in ein gutes Licht zu stellen, entstammt nicht der Vernunft, keiner Abwägung von Argumenten, sondern einem unreflektiertem Gefühl.
    Nichts worüber er was sagen könnte. Er könnte höchstens anfangen darüber nachzudenken. Aber ein Mensch, der die Ochsentour durch Parteigremien hinter sich hat kann nicht mehr über sich reflektieren.

    • Aristobulus schreibt:

      Das liegt an genau zwei Gründen:
      1) Alle Rotgrünen haben panische Angst vor der Erkenntnis, dass Judenhass nicht mit dieser ideologietriefende Floskel „rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ beschreibbar ist. Denn 90% der sog. Flüchtlinge sind hardcore-Antisemiten, aber keine Rechten und keine klassischen Rassisten, und BDS, obzwar antisemitisch, kommt von stramm Linken.
      2) Rotgrüne wollen auf gar keinen Fall, dass Mohammedaner bei einer solchen Antisemitismus-Meldestelle angezeigt werden. Weil Antisemiten schließlich Rechte zu sein haben. Aber Mohammedaner??, unerträglich, dass die das sind. Weswegen sie es nicht sein dürfen. Denn: Die sind doch Opfer!, a) von weißen Rassisten, b) vom Zionismus. KANN also nicht sein, dass die antisemitisch sind. Also wird die Meldestelle verhindert, frei nach Heinrich Heine, damit nicht sein kann, was nicht sein darf.

  3. Ralf Weber schreibt:

    Hierzu treffende und ernüchternde Artikel. Populismus gibt es nun leider auch von der linken Seite, auch wenn er geschickter daherkommt und versucht, sich als vermeintlich „gut“ zu verkaufen:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article13923353/Gabriel-nennt-Israel-Apartheid-Regime.html

    https://lizaswelt.net/2015/05/23/die-maer-von-der-apartheid/

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article143080744/Die-verlogene-Politik-der-Israel-Boykotteure.html

  4. klartext77 schreibt:

    Der letzte Satz ist sicher nur rhetorisch: Gabriel wird nicht antworten. Er steht in deutscher Tradition:
    It shouldn’t be forgotten: Himmler hailed ‚joint struggle‘ against Jews in newly uncovered telegram to mufti of Jerusalem

    Selbstverständlich haben die Israel-feindlichen deutschen Medien auch das nicht berichtet. Noch Fragen?

    • Aristobulus schreibt:

      Gabriel wird gut nachdenken, ehe er antwortet, sonst könnte seine Antwort wie die von Jürgen Möllemann lauten: „Arafat mein Freund ist ein Semit. Wie könnte ich da ein Antisemit sein?“
      Nur Möllemanns feistes Lächeln fiele ihm schwer. Er hat mehr die treuherzige Variante einstudiert.

      • Clas Lehmann schreibt:

        Es steht aber zu befürchten, dass trotz ausufernder Nachdenkfrist sowas Möllemannoides dabei rauskäme, vielleicht noch mit einer Ranke Solidatätteräimmergrün geschmückt…?

        • Aristobulus schreibt:

          … aber er wird wieder darin die Floskel einflechten, „Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina“. Die Floskel wird man wohlwollend hören, denn es gilt als guter Ton, wenn einer den 23. arabischen failed-state haben will, bloß weil die Juden das ärgert. Aber die möllemannoide Solidatäterranke wird man ebenso wohlwollend überhören wie die andere Möllemanoidica-Floskel über seinen Freund Abbas.

  5. Hessenhenker schreibt:

    Der göttliche Sigmar Gabriel hat keine Zeit, sich mit den Fragen kleiner Menschlein zu beschäftigen.
    Er ist voll damit ausgelastet, Visa für seinen Freund zu besorgen.

Seid gut zueinander!

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