Die Antworten von Sigmar Gabriel

Am 24. März 2017 schrieb Bundesaußenminister Sigmar Gabriel auf Twitter:

„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen. Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina.“

Am 29. März 2017 stellte ich in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Rundschau sieben Fragen an Sigmar Gabriel. Am 3. April 2017 erhielt ich eine Antwort, jedoch bezog sich die Antwort auf keine der sieben Fragen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher zunächst die Antwort der Pressestelle des Auswärtigen Amts und dann nochmal die sieben gestellten Fragen.

Antwort: „Präsident Abbas ist für die Bundesregierung ein Partner für Frieden und Stabilität in der Region. Er steht für Gewaltverzicht, friedliche Ko-Existenz, palästinensischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt. Diese Positionen hat er seit Jahren immer wieder öffentlich betont, zuletzt auch in seiner Rede am 23. März 2017 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Selbstverständlich spricht die Bundesregierung gegenüber palästinensischen und israelischen Partnern, auch gegenüber Präsident Abbas, die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze.“

Interessant, dass Abbas von der Pressestelle des Auswärtigen Amts Präsident genannt wird, obwohl er seit dem 9. Januar 2009 gar kein durch eine Wahl legitimierter Präsident mehr ist. Das erklärt wohl auch, warum neben Frage 4 auch alle anderen Fragen gar nicht erst beantwortet wurden. Hier die Fragen:

1. Frage: Was zeichnet diese Freundschaft aus, seit wann besteht sie und welche Freundschaftdienste gab es bisher?

Antwort:

2. Frage: Abbas sagte einst: „In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“ Wie stehen Sie zu der vorgeschlagenen Endlösung ihres Freundes?

Antwort:

3. Frage: Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“ Wie stehen Sie zu dem von ihrem Freund gelobten Aufruf zur Vernichtung aller Juden?

Antwort:

4. Frage: Im Jahr 2005 wurde Abbas zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Seine Legislaturperiode endete jedoch am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Was sagen Sie zu der Art, wie Ihr Freund seine Macht missbraucht?

Antwort:

5. Frage: Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten. Was sagen Sie dazu, dass Ihr Freund Judenmörder ehrt und belohnt?

Antwort:

6. Frage: Am 23. Juni 2016 war Abbas zu Gast im Parlament der Europäischen Union. Er nutzte seine Rede, um zu schauen, ob die abfälligen Juden- und Israelbilder in Europa noch wirken und behauptete, es gäbe gewisse Rabbiner, die beauftragt hätten, Brunnen zu vergiften. Warum hat ein großer Teil des Parlaments der Europäischen Union den Judenhass Ihres Freundes nicht erkannt und stattdessen sogar am Ende der Rede stehend applaudiert?

Antwort:

7. Frage: Nennen Sie mir bitte einen deutschen Politiker in einem aktuellen deutschen Parlament, der einer Partei angehört, die Ihrer Meinung nach mörderischer oder hasserfüllter ist als die Partei Ihres Freundes. Können Sie einen aktiven deutschen Politiker nennen, der judenfeindlicher ist als Ihr Freund?

Antwort:

Ich frage mich gerade, bin ich zusammen mit der Jüdischen Rundschau das einzige Medium, das ein paar berechtigte Fragen hat zu der Freundschaft unseres Außenministers mit einem Mann, der offen gegen Juden hetzt, Terror unterstützt und in Schriften den Holocaust geleugnet hat? Bin ich der Einzige, der schockiert ist, dass Sigmar Gabriel ganz bewusst zu all den Verbrechen schweigt? Warum genau ist das (bisher) keine Nachricht in den großen deutschen Medien? Interessiert sich niemand dafür?

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41 Antworten zu Die Antworten von Sigmar Gabriel

  1. Andreas schreibt:

    Hallo Herr Gabriel

    Kürzlich nannten sie Abu Mazen (Abbas) ihren Freund. Würden Sie das auch über Höcke sagen?
    Herr Abbas und Herr Höcke haben beide ein Problem mit der Verurteilung des Holocausts.
    Abbas hat in seiner Doktorarbeit den Holocaust praktisch geleugnet.
    Das ist wirklich ihr Freund? Abbas war für die Finanzierung des Terroranschlags auf die Israelischen Olympioniken in München verantwortlich, ist das also ihr Freund?
    Ich kann es nicht glauben und hoffe darauf, dass sie sich davon distanzieren.
    Ich weiß, Sie werden nicht antworten, weil Sie glauben, dass so die Sache stillschweigend begraben werden wird.
    Ich garantiere Ihnen, das wird nicht der Fall sein.
    Ich bin nicht Jüdisch, aber ich möchte auch keine Holocaust relativierer mehr hier haben. Weder von der AfD noch von der Fatah noch von der SPD!
    Ich erinnere mich noch an ihre Apartheid Äußerungen, entweder Sie wissen nichts über die Apartheid oder sie sind nicht besser als Abbas und Herr Höcke.

    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Boldt

    • Aristobulus schreibt:

      Wenn Höcke z.B. ein türkischer Funktionär wäre (also schon als Höcke inclusive aller höckeschen Äußerungen, ja?, aber halt als Erdogan-Funktionär arbeitend, etwa als Deutschland-Referent im Erdogan-Außenministerium), dann hätte Außenminister Gabriel nicht das geringste Problem, ihm sämtliche vorhandenen Schultern zu klopfen und ihn ohne zu zögern zu sich nach Hause einzuladen.

      • Hessenhenker schreibt:

        Aber sieht es beim Gabriel auch orddentlisch aus?
        Höcke geht ja nicht zu Besuch irgendwo hin, wo es aussieht wie bei westdeutschen Hempels unterm Sofa.
        (ja ja, ich weiß).

        • Aristobulus schreibt:

          Wenn Frau Gabriel unterm Sofa nicht orddentlisch saubermacht, schreit Herr Gabriel, dass sein Freund Abbas das viel besser kann.
          Solche Anzweifelungen ihrer Kompetenz machen der Frau Gabriel sehr zu schaffen.

  2. Melanie schreibt:

    Inhaltlich zu Euch Allen nicht anders denkend – glaube auch, da käme nicht viel an Inhalt/Erwiderungen zurück – ABER: Jemandem (selbst einem deutschen Minister) mal zugestehen, dass er nicht sämtlich an ihn herangetragene Anfragen innerhalb von 4 Tagen beantwortet werden wird können (inkl. eines Wochenendes dazwischen, was auch selbst einem Minister bzw. seinen Schreiberlingen zusteht an freier Zeit); also erstmal Sutsche bitte. Wenn innerhalb von Wochen nichts kommt: D’acord. – Und: „Nein, leider interessiert sich anscheinend sonst niemand dafür“. Traurig und unfassbar. Und dies leider auch nichts Neues. Wenn’s anders wäre (gerne!) würde ich sonst nicht Abend für Abend TiN/Achgutcom/menawatch/haolam usw. weitere Seiten nach anderen Meldungen durchforsten (müssen) …

    • Aristobulus schreibt:

      Da steht dieses (der Einfachkeit halber hier hinkopiert) :


      Hallo M. S.,
      Präsident Abbas ist für die Bundesregierung ein Partner für Frieden und Stabilität in der Region. Er steht für Gewaltverzicht, friedliche Ko-Existenz, palästinensischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt. Diese Positionen hat er seit Jahren immer wieder öffentlich betont, zuletzt auch in seiner Rede am 23. März 2017 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin (siehe: http://t1p.de/3hdf). Selbstverständlich spricht die Bundesregierung gegenüber palästinensischen und israelischen Partnern, auch gegenüber Präsident Abbas, die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze.
      Ihre Facebook-Redaktion des Auswärtigen Amts

      Irre. Gespenstisch. Parallelgedanklich, Kunstwelt und ist flach, man baut sich sein 42-Dings und lebt darin, und schwarz ist weiß, und gestreift ist garnix, und Nachts ist es kälter als draußen, und im Keller hat man immer die sieben Kisten Rotwein aus der Toscana, die werden und werden nicht weniger, egal wie unverzagt man ihnen zuspricht. Nuff said!

      • Aristobulus schreibt:

        Herrjemineh.
        Es lässt einem ja keine Ruh.
        Alors!, nur um’s mal eins zu eins in leicht andere, aber sonst völlig gleiche Umstände zu übersetzen: Im Sommer 1939 schrieb das britische Außenministerium in einer Facebook-Stellungnahme an Honestly Concerned (sie hatten zuvor dringend nachgefragt, wie zum dreimal verdammichten Geier der britische Außenminister seinen Amtskollegen Ribbentrop seinen Freund und einen gewissen Herrn Hitler seinen geschätzten Friedenspartner nennen könne!), und das foreign office nahm dazu Stellung wie folgt:

        „dear sir,
        die deutsche Reichsregierung ist für das foreign office und für das ganze britische Empire ein Partner für Frieden und Stabilität in der Region. Sie steht für Gewaltverzicht, friedliche Ko-Existenz, jüdische Bürgerrechte, polnischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung im Danziger-Korridor-Konflikt. Diese Positionen hat die deutsche Reichsregierung seit Jahren immer wieder öffentlich betont, zuletzt auch in der Führerrede im Berliner Reichsfriedenssportpalast. Selbstverständlich spricht die Regierung des britischen Empire gegenüber reichsdeutschen, polnischen, tschechischen, italienischen und japanischen Partnern, auch gegenüber dem sowjetischen Vorsitzenden Stalin, die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze, besonders jener von zionistischer Seite.
        Ihre Facebook-Redaktion des foreign office“

  3. Mike schreibt:

    Ich stelle mir gerade die Frage, warum niemand den Ausschluss Gabriels aus der SPD fordert. Abbas als seinen Freund zu bezeichnen, steht auf einer Stufe mit dem geistigen Dünnschiss, den Gedeon von der AfD abgesondert hat. Der ist immerhin und zu Recht rausgeflogen. Duldet damit die SPD eher Antisemitismus als die AfD???

    • klartext77 schreibt:

      Ganz einfach: Der muslimische und der linksgrüne Hass gegen Juden und Israel ist gut, der rechte Antisemitismus ist böse. Schließlich kämpfen die Muslime und ihre Verbündeten im Westen um die „Befreiung“ des „kolonisierten Palästina“. Dass dies auch von Rechten und Nazis befürwortet wird, fällt da nicht ins Gewicht. Wenn Tatsachen das Weltbild stören, umso schlimmer für die Fakten! Im übrigen gab’s schon immer linken und rechten Antisemitimsus und seit einiger Zeit hat er sowohl in Europa als auch in Amerika vielfach auch die Mitte der Gesellschaften erfaßt.

      • Kanalratte schreibt:

        Der Nationalsozialismus ist auch, entgegen der weit-verbreiteten Meinung, keine klassische rechte (konservative) Ideologie, sondern ein Mischmasch aus rechten (völkischen Ideen) und linken (sozialistischen) politischen Feldern. Die rechten völkischen Parteien konnten ihren Antisemitismus nie erfolgreich an den Mann bringen. Erst als es Hitler gelang mit dem Nationalsozialismus eine Verbindung zwischen völkischen- und sozialistischen Ideen zu schaffen, konnte der Antisemitismus und die übrigen völkischen Ideen erfolgreich an das deutsche Volk gebracht werden. Fälschlicherweise wird Antisemitismus seit den Nazis fast nur noch mit den „Rechten“ in Verbindung gebracht, obwohl die rechten völkischen Parteien einst nur kleine Splitterparteien der klassischen Konservativen waren.

        Hätte Deutschland 1932 (wie Bayern & Rheinland) mehrheitlich klassische rechte Parteien gewählt, hätte es den Holocaust niemals gegeben. Stattdessen hat man sich vor allem in ex SPD-Hochburgen für die neue nationale und sozialistische Arbeiterbewegung Hitlers entschieden.

        • Aristobulus schreibt:

          … also DNVP?, mag sein, Kanalratte. Jedoch die DNVP war verdorben bis ins Mark und wirtschaftlich unfähig. Papens einziger Schritt bestand in der Zerschlagung der preußischen Regierungsmacht (beim Preußenschlag im Sommer 1932), und wenn die Mehrheit dann seine Partei gewählt hätte, was dann: Ende der Republik auf jeden Fall.
          Für’s Ende der Republik gab es genau zwei Möglichkeiten: Ein kommunistischer Umsturz mit Stalin im Hintergrund & Bürgerkrieg, oder Hitlers Führerstaat ohneBürgerkrieg. Beide Möglichkeiten bedeuteten Massenmord, diesen einen!, oder einen leicht anderen.

          Ach, warum überhaupt diese 1932er Scheinalternative bloß zwischen Pest und Cholera: Weil das Wahlvolk keine Republik wollte. Man wollte was Anderes. Also stärkte man nicht mehr die Ebert-SPD (Eberts großer Geist war schon noch anwesend) oder die beiden liberalen Parteien (Stresemanns und Rathenaus Geister waren auch noch anwesend) oder die altkonservative Zentrumspartei, sondern man wollte einen WIR-Massenrausch mitsamt kollektiver Satisfaktion & Konvulsion, sei’s den stalinistischen Schnapsrausch in Rot, sei’s den nazistischen Starkbierrausch in Braun.

          Was hat das mit der ewigen Merkel und dem grässlichen Außenminister Gabriel von anno 2017 zu tun: Die stehen für das, wofür sie gewählt werden. Gewählt werden sie ja nicht für strenge Gewaltenteilung, Meinungsfreiheit, Rechtssicherheit!, sichere Grenzen und Stabilität – sondern für etwas diffus Anderes. Wie lässt sich das beschreiben: Antirassismus, Welterlösung auf die Antireale, wacklige Wiedergutmachung der eigenen, als merkwürdig empfundenen Existenz, Verteilung des Geldes (das Andere erwirtschaftet haben) nach dem Gießkannenprinzip, und das diffuse „währet den Anfängen!“ und „wir schaffen das!“
          So bald die Deutschen keine Realität wollen, sondern DIFFUS werden und irgendwohin aufbrechen, indem sie die Anderen Schuld an ihrem unerlösten, darbenden, unbefriedigten, zerrissenen Ich sein lassen, wird’s gespenstisch.

          • Kanalratte schreibt:

            Martin Schulz macht mir am meisten Angst. Dieser Typ ist der Populismus in Person.

          • Aristobulus schreibt:

            … der Typ hat 100% bekommen. Der ist jetzt der Hundertprotzentmartin und sein irres Grinsen wird seitdem noch tiefschulziger. Einstimmig hat man den gewählt – ich traue mich seitdem nicht nachzusehen, wie viele Anwesende es gewesen sind.
            Bei Einstimmigkeit muss man flüchten

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Mike: „Abbas als seinen Freund zu bezeichnen, steht auf einer Stufe mit dem geistigen Dünnschiss, den Gedeon von der AfD abgesondert hat. Der ist immerhin und zu Recht rausgeflogen.“

      Leider ist Claudia Roth noch immer nicht bei den GRÜNEN rausgeflogen, obwohl sie sich fast wortgleich wie Gedeon geäußert hat:
      „Wir trauern um alle Menschen, die ihr Leben beim Angriff der israelischen Spezialeinheiten auf die Solidaritätsflotte ,Free Gaza‘ verloren haben. Wir verurteilen auf das Schärfste den blutigen Einsatz gegen die Friedensaktivisten, die der notleidenden Bevölkerung in Gaza helfen und auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen wollten.
      Der Vorfall ist ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht auf internationalen Gewässern. Die Kriegsrhetorik, mit der Hardliner in Israels Armee und Regierung die Aktion verteidigen, ist vollkommen fehl am Platze. …
      Die völkerrechtswidrige Blockade von Gaza, die von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Recht verurteilt wurde, ist umgehend aufzuheben. Sie wird jeden Tag mehr zu einer humanitären Katastrophe für die anderthalb Millionen Bewohner des Gaza-Streifens. Sie stürzt Menschen in Verzweiflung und schafft ein politisches Pulverfass.
      Der politische Schaden der Aktion ist verheerend. Sie birgt eine erhebliche Gefahr für eine Gewalteskalation in der ganzen Region und ist vor allem auch eine Provokation für die Türkei, die eine verantwortliche und konstruktive Vermittlerrolle im Konflikt einnahm.
      Die internationale Gemeinschaft und insbesondere die EU und die USA müssen jetzt neue Friedensinitiativen ergreifen und den politischen Druck aufbauen, der nötig ist, um der ideologisch verbrämten Gaza-Politik der Hardliner in Israels Militär und Regierung ein Ende zu setzen. Die Blockade von Gaza war und bleibt eine politische Sackgasse. Sie spricht jeder Vorstellung von Humanität Hohn.“
      Zu finden hier:
      http://gruene-muslime.de/aktuell.html

      • Aristobulus schreibt:

        jaulll! *
        Ah, Gutartigster. Welch ein entsetzlicher, hart an Schwachsinn grenzender, unsäglich dumpfer und absolut verlogener Mist, den die Grünste aller GrünInnen da geäußert hat.
        Raaah, vor etwa 25 Jahren war derlei noch die lachhafteste aller linksextremen Positionen, nicht?, die nur in studentischen Flugblättern und Quasselgrüppchen breitgetreten wurde. Jetzt ist das jedoch offizielle Polletick, und Ministerien argumentieren ernstlich SO.
        Was ist da passiert?

  4. David schreibt:

    Kann ich diese Fragen mal auf Abgeordnetenwatch eingeben? Ich fürchte zwar, daß die Fragen dort gekürzt werden, aber vielleicht kommt die eine oder andere durch.

  5. American Viewer schreibt:

    Eines muss man Siggi Pop ja lassen: Das sind die klügsten Antworten, die er je getätigt hat.

    Besser nicht den Mund auf machen, Siggi. Eine weise Entscheidung. Wenn er das jetzt nur immer so machen würde.

  6. Clas Lehmann schreibt:

    Irgendwie so nonverbal, die Antworten…

    Aber wie schrieb Roger und singt Sandra?

    „…denn es hat sich gezeigt
    dass man auch etwas sagt,
    wenn man schweigt.“

    Sieht man hier gerade wieder…

  7. Matthias Mala schreibt:

    Welches Mainstreammedium interessiert sich schon für Sachverhalte, die nicht Mainstream sind? Und Antisemitismus ist nun mal Mainstream …

    • Aristobulus schreibt:

      Das ist der allergrößte, verfälschende, verharmlosende Unsinn, der in dem Zusammenhang zu äußern ist.
      Merkel sagte wiederholt, „Israels Existenz ist die deutsche Staatsräson“. Es werden offizielle Gedenktage begangen, viele deutsche Städte unterhalten jüdische Museen, deutsche Polizei garantiert für die Sicherheit jüdischer Kindergärten, Altenheime, Synagogen (z.T. bewacht wie Festungen).
      Hingegen zu behaupten, Antisemitismus sei hierzulande nun mal normal, also nix Besonderes, geht gezielt an Gabriels Bemerkung vorbei.
      Sein Praktikant, der freilich kein Blatt vor den Mund nehmen muss, hätte genauso gesagt, etwa in der Kneipe!, „welches Mainstreammedium interessiert sich schon für Sachverhalte, die nicht Mainstream sind? Und Antisemitismus ist nun mal Mainstream“.
      Wofür er hoffentlich vom Wirt was in die Fresse bekommen hätte.

  8. caruso schreibt:

    Lieber Gerd, hast Du vielleicht erwartet, daß er Dir antwortet? Daß er womöglich eingesteht, was für
    ein Idiot, was für er fieser Kerl er ist? Das ist zu viel verlangt, vor allem von einem Politiker..
    lg
    caruso.

    • Aristobulus schreibt:

      Ja komisch, Caruso, nicht? Man erwartet gar nicht von einem Politiker, dass er überhaupt antwortet, selbst wenn’s um dessen verheerende Freundschaftsbemerkung für einen mafiösen Terroristenboss geht.

      Seit wann ist das eigentlich so-? Heuss, Renner, Adenauer und auch noch Vranitzky haben doch noch in Zeitungen auf Fragen oder auf Vorwürfe geantwortet. Der Kreisky auch.
      Aber neuerdings äußern sich Staatspolitiker aussschließlich, wenn das Staatsfernsehen sie was fragt. Wie in der DDR. Da haben Honecker, Mielke, Krenz usf. auch nur was gesagt, wenn Funktionäre nachgefragt hatten.

      • caruso schreibt:

        Möglicherweise ein Blödsinn, aber ich vermute, die früheren, von Dir erwähnten Politiker
        lebten nicht in einer so hermetisch abgeschlossenen Blase wie die jetzigen. Sie hatten vielleicht mehr Ahnung vom mensch als die heutigen. Und sie hatten aller Wahrscheinlichkeit nach eine wesentlich bessere Bildung. Oft habe ich das Gefühl, daß sie von nichts eine Ahnung haben, was natürlich ziemlich übertrieben ist. Aber wo ich das Wissen tatsächlich vermisse, ist Geschichte (Welt, eigenes Land), das Informiertsein über die Tagespolitik sowie das Wissen über die Verträge die sie selbst oder ihre Vorgänger geschlossen haben. Ich weiß selbstverständlich, daß kein Mensch das alles im Kopf behalten kann, aber wozu haben sie Hilfen? Diese könnten doch das Material zusammenstellen, bevor die Chefs den Mund aufmachen, z.B. bei einem Interview oder einer Rede. Dann würden sie auch einem, der selbst ziemlich ungebildet ist wie ich es bin, nicht so unwissend, so ahnungslos vorkommen.
        lg und gute Nacht
        caruso

      • ceterum censeo schreibt:

        Je länger ich das Elend unserer Demokratie im Endstadium beobachte, desto mehr relativiert sich leider mein Blick auf die Regierenden in der Ostzone. So dämlich und engstirnig die auch daherkamen, hatten sie doch nicht eine solche Verachtung für ihr Volk und haben auch nicht versucht, uns mit Ansage auszutauschen und herbeigeholten Barbaren als Vogelfreie zum Fraß vorzuwerfen, wie die derzeitige Politikergeneration. Das Elend, in welchem wir leben mußten, war dem real existierendem Sozialismus geschuldet. Lediglich die Praxis, uns mit Waffengewalt an der Flucht aus dieser Ödnis zu hindern, muß man ihnen zum Vorwurf machen. Aber auch das wird hier noch kommen. Wenn noch mehr Leistungsträger der Bunten Hölle den Rücken kehren, wird man die Grenzen in eine Richtung dichtmachen. Das geht dann plötzlich ganz einfach und mit dem Schießgewehr. Gegen fremde Eindinglinge aber ist schon die Erwähnung von bewaffnetem Grenzschutz ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

        • ceterum censeo schreibt:

          dem real existierenden Sozialismus natürlich

          • Aristobulus schreibt:

            … sehr seltsam, dass der Sozialismus jedoch immer nicht real existiert, sondern nur als papiernes Konzept der ewig Besseren, nicht?, wobei er leider allzu real nur für jene existiert, die hingegen auf Realität bestehen, und besonders wenn sie schittebön darauf bestehen!, dass schittebön ein fetter Unterschied zwischen den bessermenschelnden Schein-Irrealismen und der dürren Realität zu sehen sei.

            Und dann kommt der Sozialismus doch wieder an und meint Zeug aus dem Jenseits. Etwa das Auswärtige Amt heut oder gestern in seiner Stellungnahme an Honestly Concerned. Sowas von irreal-antireal, auf so eine bierernst vorgetragene, übergeschnappte Normalweise, gegen die Du ja gar nicht widersprechen kannst, weil Du nie gehört wirst!, die haargenau gleiche Gespensterweise übrigens, als wenn z.B. ein irrer Zufalls-Eisenbahnmitreisender, dem Du über sieben Stunden Fahrt nicht entkommst, Dir sieben Stunden lang inin unendlichen Variationen mitteilt, „ein fesches Alu-Mützchen ist für den arbeitenden Menschen ein Partner für Frieden und Stabilität in der Region seines Fokus. Es steht für Gewaltverzicht in der Hohlerde, friedliche Ko-Existenz mit den Aliens, palästinensischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung in den Supraleitern der Existenz und den schwarzen Löchern jenseits der Keller. Diese Positionen haben selbst die weltberühmten Lethalisten Quirinus Müller und Dankwart Feddersen seit Jahren immer wieder öffentlich betont“, usw. usf., und man entkommmmmt ihm einfach nicht und fängt dann glatt selber an, innerhalb dieser Unwelt krummmmmzudenken

  9. Bruno Becker schreibt:

    Interessiert sich niemand dafür?

    So dürfte es sein. Was für ein verblödetes, antisemitisches, idiologisiertes, dummes Land.

    Am 1.Mai gehe ich mit Familie weg, hoffentlich für immer. Aber TiN bleibe ich treu!

    • ceterum censeo schreibt:

      Immer mehr der Besseren gehen weg und überlassen dieses schöne Land den Fremden, den Siechen und Stupiden und nicht zuletzt den sogenannten Eliten, heute Abschaum. Der Untergang nimmt dadurch rasend an Fahrt auf. Vielleicht besser so.
      Ihnen viel Glück!

Seid gut zueinander!

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