Der Außenminister, sein Freund und die Antworten des Auswärtigen Amts

Am 24. März 2017 schrieb unser Bundesaußenminister Sigmar Gabriel auf Twitter:

„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen. Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina.“

Am 29. März 2017 stellte ich in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Rundschau ein paar Fragen an Sigmar Gabriel. Am 3. April 2017 erhielt ich folgende Antwort von der Pressestelle des Auswärtigen Amts:

„Präsident Abbas ist für die Bundesregierung ein Partner für Frieden und Stabilität in der Region. Er steht für Gewaltverzicht, friedliche Ko-Existenz, palästinensischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt. Diese Positionen hat er seit Jahren immer wieder öffentlich betont, zuletzt auch in seiner Rede am 23. März 2017 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Selbstverständlich spricht die Bundesregierung gegenüber palästinensischen und israelischen Partnern, auch gegenüber Präsident Abbas, die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze.“

Da ich nicht wusste, welche Fragen das Auswärtige Amt mit dieser Antwort genau beantworten wollte, fragte ich nach und bekam diese Antwort:

„Bitte beachten Sie bei Ihrer Berichterstattung, dass es sich um eine Gesamtantwort handelt, die sich auf Ihre Anfrage insgesamt bezieht.“

Ich schrieb daher dem Auswärtigen Amt:

Sehr geehrte Pressestelle des Auswärtigen Amts,

Dann muss ich jetzt wohl aus Ihrer Antwort die Antworten auf meine Fragen basteln. Hiermit sende ich Ihnen meinen ersten Entwurf. Dürfen diese Antworten so in der Jüdischen Rundschau erscheinen oder stimmt etwas nicht?

Frage: Was zeichnet die Freundschaft von Sigmar Gabriel und Abbas aus?

Antwort: Sag ich nicht!

Frage: Seit wann besteht diese Freundschaft?

Antwort: Sag ich nicht!

Frage: Welche Freundschaftdienste gab es bisher?

Antwort: Sag ich nicht!

Frage: Abbas sagte einst: „In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“ Wie stehen Sie zu der vorgeschlagenen Endlösung ihres Freundes?

Antwort: Präsident Abbas steht für Gewaltverzicht, friedliche Ko-Existenz, palästinensischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt. Diese Positionen hat er seit Jahren immer wieder öffentlich betont, zuletzt auch in seiner Rede am 23. März 2017 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Frage: Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“ Wie stehen Sie zu dem von ihrem Freund gelobten Aufruf zur Vernichtung aller Juden?

Antwort: Selbstverständlich spricht die Bundesregierung gegenüber palästinensischen und israelischen Partnern, auch gegenüber Präsident Abbas, die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze.

Frage: Im Jahr 2005 wurde Abbas zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Seine Legislaturperiode endete jedoch am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Was sagen Sie zu der Art, wie Ihr Freund seine Macht missbraucht?

Antwort: Er ist Präsident! 

Frage: Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten. Was sagen Sie dazu, dass Ihr Freund Judenmörder ehrt und belohnt?

Antwort: Präsident Abbas ist für die Bundesregierung ein Partner für Frieden und Stabilität in der Region.

Frage: Am 23. Juni 2016 war Abbas zu Gast im Parlament der Europäischen Union. Er nutzte seine Rede, um zu schauen, ob die abfälligen Juden- und Israelbilder in Europa noch wirken und behauptete, es gäbe gewisse Rabbiner, die beauftragt hätten, Brunnen zu vergiften. Warum hat ein großer Teil des Parlaments der Europäischen Union den Judenhass Ihres Freundes nicht erkannt und stattdessen sogar am Ende der Rede stehend applaudiert?

Antwort: Sag ich nicht!

Frage: Nennen Sie mir bitte einen deutschen Politiker in einem aktuellen deutschen Parlament, der einer Partei angehört, die Ihrer Meinung nach mörderischer oder hasserfüllter ist als die Partei Ihres Freundes. Können Sie einen aktiven deutschen Politiker nennen, der judenfeindlicher ist als Ihr Freund?

Antwort: Sag ich nichts zu!

Ich denke, ich habe Ihre Antworten korrekt wiedergegeben, oder möchten Sie statt „Sag ich nicht“ lieber was anderes dort stehen haben? Dann wäre es schön, wenn Sie auf die Fragen antworten würden.

***

Das Auswärtige Amt antwortete schnell, sogar telefonisch:

Antwort: Wir bitten Sie, in Ihrer Berichterstattung keine Aussagen zu verwenden, die von uns nicht getätigt wurden. Im Übrigen möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass es sich um eine Gesamtantwort handelt, die sich auf Ihre Anfrage insgesamt bezieht.

Gut, dann nehme ich das als keine Antwort, denn keine Frage wurde wirklich beantwortet.

Ich frage mich gerade, bin ich zusammen mit der Jüdischen Rundschau das einzige Medium, das ein paar berechtigte Fragen hat zu der Freundschaft unseres Außenministers mit einem Mann, der offen gegen Juden hetzt, Terror unterstützt und in Schriften den Holocaust geleugnet hat? Bin ich der Einzige, der schockiert ist, dass Sigmar Gabriel ganz bewusst zu all den Verbrechen schweigt? Warum genau ist das (bisher) keine Nachricht in den großen deutschen Medien? Interessiert sich niemand dafür? Was ist eigentlich schlimmer, dass Thilo Sarrazin sich mit der AfD trifft oder das Sigmar Gabriel erklärt, Abbas sei sein Freund?

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45 Antworten zu Der Außenminister, sein Freund und die Antworten des Auswärtigen Amts

  1. Ludwig schreibt:

    Hallo Herr Buurmann,

    Die aktuellen Erklärungen der Bundesregierung bieten reichlich Bausteine für die Konstruktion einer weiteren Gesamtantwort:

    „Viele in Deutschland, die in tiefer Verbundenheit an der Seite Israels stehen, lässt [diese Posse] enttäuscht zurück. Das Vertrauen, das wir in das Bekenntnis der [Pro-Israel-Community] zur Zwei-Staaten-Lösung haben mochten, ist nachhaltig erschüttert.

    Die Bundesregierung setzt sich für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts ein. Sie wird keine Veränderung der vor 1967 bestehenden Grenzen anerkennen, die nicht zwischen den Parteien vereinbart wurde. Nur eine verhandelte Zwei-Staaten-Lösung kann dauerhaft Frieden bringen und im Interesse Israels sein. Sie ist und bleibt der Grundpfeiler unserer Nahostpolitik.

    Die Bundesregierung erwartet von der [Pro-Israel-Community] Klarheit, welche Lösung sie für einen dauerhaften Frieden mit den Palästinensern verfolgt. Nach den befremdlichen Äußerungen einzelner [Israel-Fürsprecher], die offen zu einer Annexion von Teilen des Westjordanlands aufrufen, ist das nun eine Frage der Glaubwürdigkeit.“

    Quellen:
    http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Meldungen/2017/170331_AA_Israel.html
    http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Meldungen/2017/170207-ISR_Gesetz_Legalisierung_Aussenposten.html?nn=341278

    So betrachtet, Herr Buurmann, wirkt Ihre Geschmacksrichtung von Zionismus in Deutschland unglaubwürdig und kaum noch dialogfähig. Oder, wie es einige der hier versammelten Palästinenserhasser vielleicht ausdrücken mögen: Durch die getweetete Aufbauhilfe für den Staat „Palästina“ bekennt sich Deutschland offen zum Anti-Zionismus.

    Zwar finde ich die Polemiken auf Tapferimnirgendwo nett und kurzweilig. Die politisch relevante Frage ist jedoch: Wieso ist es gut für den Staat Israel, wenn Sie im Namen der jüdischen Nation in dieser Kunstform polarisieren?

    Beste Grüße

    Ludwig

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Ludwig

      Sie sollten sich auf Themen beschränken, die in Ihrer geistigen Reichweite liegen.

      • Ludwig schreibt:

        @Geschwulst. Noch mal klarer formuliert, für alle Freunde des binären Denkens.

        Wir sehen hier einen Rohrkrepierer, der es gerne zum Shitstrom gebracht hätte. Damals, 2012, das waren noch wunderbare Zeiten für atemlose Name-and-Shame-Inszenierungen:
        http://www.jpost.com/Jewish-World/Jewish-News/German-chancellor-hopeful-Israel-is-apartheid

        Seither haben die israelischen Regierungsfraktionen die moralische Glaubwürdigkeit des jüdischen Staates systematisch verzockt: 2015 rund um die EU-Herkunftsbezeichnungen, 2016 für Amona und dieses Jahr mit dem Annexionsgesetz light.

        Mir scheint, für die Bundesregierung ist der politische Dialog mit Israel zur Beendigung des Jüdisch-Palästinensischen Krieges vorerst gescheitert. Während vordergründig die Beziehungen zum jüdischen Staat als Teil der deutschen Erinnerungskultur weiter laufen, sanktioniert Deutschland das israelische Kabinett im Hintergrund:
        http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4922255,00.html

        Dementsprechend kanzelt das Auswärtige Amt polemische Kunstprojekte wie Taperimnirgendwo ab und die hier versammelte Community der „libertären Zionisten für die Entnazifizierung Palästinas“ spielt nun in Liga der irren Polit-Sekten. Im Wettbewerb mit den „Türken gegen Naziholland“, den „Reichsbürgern für die Grenzen von 1938“ und den „Spartanern für die Rettung des Abendlandes“ kämpft man darum, wer sich aus alternativen Fakten das hübscheste Paralleluniversum basteln kann.

        Mal angenommen, Israel diskreditiert sich weiter mit dem gleichen Tempo und lässt wie schon seit 2009 keine Gelegenheit aus, um Gelegenheiten für politische Lösungen zu verpassen. Dann wird es bald geradezu alternativlos für die europäischen Demokratien, den Staat Palästina in den Grenzen von 1967 anzuerkennen. Wie sollte Europa sonst verhindern, dass sich die jüdische Demokratie innerhalb der Grünen Line weiter zu einem Apartheidstaat von Meer bis zum Jordan entwickelt?

        Wir werden sehen, wie und wann die jüdischen Nation und der Zionismus ihre Grenzen finden. Gerade wir als Deutsche sollten Verständnis haben für solch eine schwierige nationale Pubertät. Schließlich haben wir im vergangenen Jahrhundert unsere eigenen langwierigen und schmerzhaften Erfahrungen gemacht – mit halsstarrigem, kollektivem Realitätsverlust.

        Daher nochmal die Frage: Warum ist diese Form von Aktivismus im politischen Abseits gut für das jüdische Volk und den jüdischen Staat?

        Oder ist diese Veranstaltung hier nur ein virtueller Kindergarten für selbstverblendete „Pro-Israel“-Chauvinisten?

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          „Gerade wir als Deutsche sollten Verständnis haben für solch eine schwierige nationale Pubertät. Schließlich haben wir im vergangenen Jahrhundert unsere eigenen langwierigen und schmerzhaften Erfahrungen gemacht – mit halsstarrigem, kollektivem Realitätsverlust.“
          Putzig. „Nationale Pubertät“ – klingt nach nationalen Pickeln und nationalem Dauerphallos. Ist aber, wenn man bedenkt, dass „im vergangenen Jahrhundert“ weniger „wir“, als vielmehr Millionen Menschen, die das Pech hatten, nicht zu „uns“ zu gehören, „schmerzhafte Erfahrungen“ machen mussten, so obszön wie es nationaler Dreck gemeinhin ist. Und zum deutschen nationalen Dreck gehört wie der Eiter zum Pickel der Antisemitismus, der sich hier nur mühsam als Sorge um den „jüdischen Staat“ („Israel diskreditiert sich weiter (…) Apartheidstaat (…) selbstverblendete „Pro-Israel“-Chauvinisten“) kaschiert.

          • Aristobulus schreibt:

            Auch der Ludwig setzt sich haargenau für die selben Leute ein, für die sich 1943 der Reichführer-SS Himler eingesetzt hatte. Aber der Ludwig ist nicht national, Thomas… Nationale behaupten schließlich nicht, dass der Zionismus Apartheid betreibe. Derlei arrogant daherlügen möchten nur diffuslinke Mohemmedanerversteher.

          • Ludwig schreibt:

            @Thomas, ich finde, Du hast das normale deutsche Verhältnis zur Nation. Wir sind halt stolz darauf nicht stolz auf Deutschland zu sein. Das ist unsere etwas verschrobene Art von Nationalismus, die für uns in den vergangenen Jahrzehnten recht gut funktioniert hat.

            Es stimmt selbstverständlich, was Du über Vernichtungskrieg und industriellen Völkermord sagst. Doch zunächst war der Zweite Weltkrieg einfach ein Krieg, den wir Deutschen geführt haben, weil wir uns nach 1918 selbst belogen hatten. Wir hielten uns für „Im Felde unbesiegt“ und wollten eine „Revanche für Versailles“. Das war dumm und schlecht für Deutschland.

            Für den verlorenen Großen Krieg machten die post-wilhelminischen Deutschen bekanntlich die üblichen Vaterlandsverräter verantwortlich, also Linke und Juden. Für die zionistische Rechte von heute sind „Linker“ und „selbsthassender Jude“ die gängigen Synonyme für „Vaterlandsverräter“. Auch darüber hinaus kultivieren Teile des Zionismus Lebenslügen, durch die Israel leicht und blindlings in Kriege stolpern kann. Unsere deutsche Erfahrung besagt, dass solche pubertären nationalistischen Mythen und Illusionen zu sehr schmerzhaften Fehlentscheidungen führen können.

            Andererseits sind Grenzerfahrungen einfach Teil des Erwachsenwerdens. Voraussichtlich werden die israelischen Juden noch einige kleinere Kriege gegen die Palästinenser verlieren, bevor sie ihre Lektionen lernen, eine internationale Grenze zwischen Palästina und Israel akzeptieren können und den mittlerweile dysfunktionalen Zionismus als Befreiungsideologie einer unterdrückten Minderheit weiter entwickeln zum erwachsenen Nationalismus eines Nationalstaates.

            Wie bei jeder schwierigen Pubertät, kann man auch Israel auf diesem Weg nur Glück wünschen und die Kollateralschäden begrenzen. Die Aussichten für weitere relativ zivilisierte und damit beschränkte Kriege sind eigentlich ganz gut. Zumindest, wenn man die bisherigen Kriege der Juden und Palästinenser mit den Kriegen zwischen Alawiten/Schiiten und Sunniten in der Nachbarschaft vergleicht.

            @Aristobulous, ich verstehe zwar immer noch nicht, warum Du glaubst, Dein Palästinenserhass wirke weniger abstoßend als der palästinensische Judenhass, aber sei‘s drum. Trotzdem vielen Dank für diese Kostprobe vom Kindergarten-Chauvinismus, das war eine prima Variation zum Thema „Gutes zionistisches Förmchen gegen böses palästinensisches Nazi-Schäufelchen.“

            Ich wünsche allen ein frohes Pessach- bzw. Oster-Fest!

            Ludwig

          • Aristobulus schreibt:

            Ludwig ist ein arroganter, flacher, selbstgefälliger Antisemit, der ausgerechnet die Juden lehren will, wie sie sich zu verhalten hätten.
            Ferner will der Ludwig tote Juden, denn er wünscht sich, dass die Israelis Kriege verlieren. Weil denen eine Lektion gebühre.
            Ferner wurde dieser Ludwig mitsamt seinem Irresein hier schon siebzehnhundertmal gesperrt, aber er ist so süchtig nach Aufmerksamkeit und nach dem Lehrenerteilen an die Adresse der Juden, dass er immer wieder angescheest kommt.

          • Ludwig schreibt:

            Gevalt, Aristobulus!

            So ein paar verlorene Kriege hauen einen ausgewachsenen Nationalstaat wie Israel nicht um. Selbst Polen ging – trotz allem Schrecken der letzten Jahrhunderte – nicht verloren. Israel hat seit 1973 keinen existentiellen Krieg mehr geführt und seit den 1980ern in mehreren kleinen Kriegen mit den Palästinensern politisch-militärische Niederlagen erlitten.

            Der verlorene Sommer-Krieg von 2014 führte israelische Sicherheitspolitiker in Verhandlungen über die Saudische Friedensinitiative, eine politische Gelegenheit, die Israel seit 2002 verpasst hat. Auch die sogenannte Intifada der Messer ab Oktober 2015 hat Spielräume für Lösungen des jüdisch-palästinensischen Dauerkrieges eröffnet, die vergessen waren.

            Wenn solche politische Dynamiken entstehen, mit weniger jüdischen Kriegstoten als israelischen Verkehrstoten, dann stimmt mich das vorsichtig hoffnungsvoll für die Pubertät der jüdische Nation.

            Andererseits gibt es diese Armee von fanatischen Tastaturkriegern wie Dich Aristobulus, die träumen sie wären Hasmonäer und auf mich wirken wie die Jünger von Bar Kochba. Das lässt zweifeln.

            Wie wäre es mit einem kleinen Geschäft unter politischen Gegnern?

            Du unterbrichst Dein endloses Wechselspiel von Rächerrolle und Opferrolle, indem Du etwas Neues und Überraschendes schreibst.

            Und ich schenke Dir dafür den moralischen Sieg.

          • Aristobulus schreibt:

            LÜGE, dass die Israelis seit den 1980ern militärische Niederlagen erlitten hätten.
            LÜGE, dass es eine saudische Friedensinitiative gegeben habe, die den hochtrabenden Namen verdient.
            LÜGE, dass nach den fantastinensischen Messerattacken die Israelis in Vorleistung hätten treten können: Wem gegenüber, der Hamas?, oder mit dem Terrorpaten Abbas?
            LÜGE, dass Israel in der Pubertät sei: Das Land ist so alt wie das Judentum, also dreitausend Jahre.
            LÜGE, dass die „Jünger von Bar Kochba“ fanatisch gewesen seien. Jaja, Juden, die sich gegen Ausrottungsversuche wehren, gelten Ihnen als fanatisch.

            Was soll man von einem plumpen Duzer, Fälscher und Verlogenheits-Scheinmoralisten schon erwarten.

          • Ludwig schreibt:

            Dank sei Euch, oh großer Aristobulus, König und Priesterfürst!

            Es ist wahr und unbestreitbar, Eure Majestät ist der moralische Sieger. Die Gewaltherrschaft der Juden über die Palästinenser ist die moralischste Gewaltherrschaft im Nahen Osten. Viele despotische Völker und despotische Herrscher täten gut daran von dieser Moralität zu lernen. Die Welt würde so zu einem besseren Ort und Israels Auftrag als Licht unter den Nationen könnte sich erfüllen.

            Jedoch, was Ihr „LÜGEN“ nennt, sind nur unbequeme Tatsachen, die nicht in Euer Weltbild von „Israel als dem Juden unter den Staaten“ passen. Eure Tiraden sind Ausdruck Eurer kognitiven Dissonanzen, die durch die Widersprüche zwischen Wunsch und Wirklichkeit entstehen. Nichts besonderes im postfaktischen Zeitalter. Bekanntlich kann sich heutzutage jeder aus „alternativen Fakten“ ein beliebiges Paralleluniversum zusammenbasteln.

            Israels politisch-militärische Niederlagen sollten offensichtlich sein. In den 1980ern lebten alle Palästinenser unter direkter jüdischer Militärherrschaft. Durch zwei Intifada-Kriege haben die Palästinenser den Juden einiges an Souveränität abgenommen. Nun besitzen sie zwei halbwegs autonome Proto-Staaten mit halbwegs funktionierender Abschreckung gegenüber Israel.

            Ich weiß, so etwas passt nicht in Euer Weltbild, deshalb werdet Ihr den Überbringer schlechter Nachrichten angreifen oder einfach blindlings schreiend im Kreis laufen. Das ist ein ganz normales Verhalten für cholerische Könige oder pubertierende Nationen, die unfähig sind nationale Interessen abzuwägen.

            Zwei aktuelle Beispiele aus Israel:

            Der nächste Krieg mit Gaza zieht herauf. Man wird sehen, ob die Palästinenser wieder den Flughafen von Tel Aviv stilllegen oder auf Dimona feuern. Währenddessen wirkt die jüdische Nation nicht klüger als vor dem letzten Krieg.

            http://www.timesofisrael.com/rehashing-gaza-war-leaders-do-little-thinking-outside-pillbox-to-avoid-next-one/

            Dies hätte ein ergiebiger Streit darüber werden können, ob ein Krieg mit der Palästinensischen Autonomiebehörde gut für die Juden ist. Stattdessen kultivieren die verfeindeten jüdischen Stämme ihre jeweiligen Opfermythen.

            http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/228086

            Lange fand ich sowas zum Fremdschämen. Inzwischen denke ich, Oh großer König Aristobulus, wenn Ihr wollt, könnt Ihr Krieg mit den Römern führen oder mit Gewalt über die Palästinenser herrschen. Israels Kriege sind seine souveräne Entscheidung und die jüdischen Nation trägt die Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Kriege. Wie jede andere Nation auch.

            Aber – wie gesagt – bei genauerer Betrachtung ist die Lage weniger dramatisch als sie zunächst scheint. An der Grenze zwischen Israel und Gaza stabilisiert sich langsam ein Gleichgewicht des Schreckens. Und in der Westbank ist es relativ egal, was die Kriegstreiber auf beiden Seiten träumen, sagen oder wählen.

            Viel wichtiger ist, was jüdische und palästinensische Generäle dort tun, für den langfristigen Erhalt Israels als jüdischer Staat und für den weiteren Aufbau des palästinensischen Staates.

            Beste Grüße

            Ludwig

          • Aristobulus schreibt:

            „…die Gewaltherrschaft der Juden über die Palästinenser“: LÜGE.

            „…die Palästinenser zwei halbwegs autonome Proto-Staaten mit halbwegs funktionierender Abschreckung gegenüber Israel“: LÜGE.

            „…Israels Kriege sind seine souveräne Entscheidung“: LÜGE.
            Die Kriege gegen Israel sind keinmal von den Israelis vom Zaun gebrochen worden. Die arabsche Seite will die Israelis ins Meer treiben (Fatach) oder alle umbringen (Hamas), das ist alles. Während die Ludwig-Anwanzer das Ganze verhübschen und sich moralisch als Weltretter & Judenfreunde aufspielen.

          • Ludwig schreibt:

            „…die Gewaltherrschaft der Juden über die Palästinenser“: LÜGE.

            Statt „LÜGE“ solltest Du ehrlicherweise „Lebenslüge des Zionismus“ schreiben. Offenbar können viele Juden nicht begreifen, dass auch eine halbwegs moralische Gewaltherrschaft auf Dauer einfach töricht ist. Natürlich ist es in dieser Lage erstmal am einfachsten, die Realität zu leugnen und sich in eine Fantasiewelt zu flüchten, anstatt Verantwortung zu übernehmen.

            „…die Palästinenser zwei halbwegs autonome Proto-Staaten mit halbwegs funktionierender Abschreckung gegenüber Israel“: LÜGE.

            Stimmt, das war grob vereinfacht.

            Der Proto-Staat in Gaza funktioniert halbwegs schlecht, dafür wird seine Abschreckung gegenüber Israel von Krieg zu Krieg stärker, was man leicht an der stetig steigenden Raketen-Reichweite ablesen kann.

            Der „Staat Palästina“ in der Westbank funktioniert besser und ist friedlicher, weil es dort zwischen Juden und Palästinensern den „Frieden der Generäle“ gibt. Dafür fühlen sich viele israelische Juden von der Palästinensischen Autonomiebehörde kaum noch abgeschreckt. Ich finde, das ist eine sehr riskante Fehleinschätzung.

            „…Israels Kriege sind seine souveräne Entscheidung“: LÜGE.
            Die Kriege gegen Israel sind keinmal von den Israelis vom Zaun gebrochen worden. Die arabische Seite will die Israelis ins Meer treiben (Fatach) oder alle umbringen (Hamas), das ist alles.“

            Das ist der Opfermythos des jüdischen Nationalstaates. Dieser Mythos war bis 1973 halbwegs stimmig und wird seither immer unsinniger, weil sich die jüdische Nation damit für eine selbstverschuldete Unmündigkeit entscheidet. So bleiben die Juden unfähig, die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu gestalten. Sowas lässt sich mit allein „nationaler Pubertät“ kaum noch erklären.

            Aristobulus, Oh großer König und Priesterfürst, wie wollt Ihr auf Dauer König bleiben und Gottes Willen verwirklichen, wenn Ihr offensichtlich nicht wie ein Souverän denken könnt?

          • Aristobulus schreibt:

            Was für ein sinnlos arroganter, grundsätzlich verlogener, fratzenhaft langweiliger Patron, der immer was an den Juden zu meckern hat, immer die jüdischen Verbrechen sucht, immer die jüdische Gewaltherrschaft herbeifantasiert.
            So ein billiges, todlangweiliges Stück.

  2. davboe schreibt:

    Sehr geehrter, lieber Herr Burrmann.
    Sie sind ein Schlingel. Und einer, der mir langsam ans Herz wachsen tut.
    Danke für Ihr Engagement.
    Ich verneige mich.

  3. Paul schreibt:

    Lieber Gerd,
    dass Gabriel Abbas als seinen Freund bezeichnet ist ein Skandal.

    Die Antwort des Auswärtigen Amtes ist der Skandal hinter dem Skandal.

    Als mündiger Bürger dieses Landes richtest Du eine berechtigte Anfrage an das AA.
    Mit einer aalglatten an den Fragen vorbei gehenden „Gesamtantwort“ wirst Du abgebürstet.

    Das ist der Skandal hinter dem Skandal. Der mündige Wahlbürger dieses Landes erfährt durch seine Regierung eine kaum noch zu überbietende Missachtung. So hat der Großgrundbesitzer seine Untertanen behandelt. Halten die uns für doof? Es fehlt nur noch der Zusatz: Lassen Sie uns mit Ihren dämlichen Fragen in Ruhe, Sie behindern nur die Regierungsarbeit. Wenn Sie keine Ruhe geben, dann werden wir andere Maßnahmen ergreifen müssen.
    Dazu passt dann die telefonische Antwort auf Deine Nachfrage. Das eröffnet die Möglichkeit des Abstreitens. „So habe man das nicht gesagt. Da liegt ein Missverständnis vor.“

    Diese Selbstherrlichkeit der Regierenden ist für mich ein Skandal. Für die Folgen, die daraus entstehen, will dann sowieso niemand verantwortlich sein.

    Herzlich, Paul

    PS: Es fehlt nur noch, dass man Dir und uns in Deinem Blog die Schariapolizei , ich meine Blogpolizei, auf den Hals hetzt. Ach nee, Entschuldigung, die gibt es nur bei Facebook. Na, was nicht ist, kann ja noch werden.

  4. Horst Nietowski schreibt:

    Diese „Antworten! sind doch reine Verarschung.

    • Paul schreibt:

      So sehe ich das auch.
      Es fehlt nur noch die Ergänzung:
      „Sehr geehrter Herr Buurmann, wie wir aus zuverlässiger Quelle soeben erfahren haben, ist der Mond doch ein Klappstuhl.
      Diese Mitteilung ist exklusiv für Sie bestimmt und unterliegt der Geheimhaltung. Dafür haben Sie doch sicherlich Verständnis.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Pressestelle des Auswärtigen Amtes“

  5. Holger Müller-Brandes schreibt:

    Lieber Herr Buurmann, Sie sind nicht der Einzige, der über das Schweigen von Siegmar Gabriel zu Ihren Fragestellungen schockiert ist. Ich war bereits schockiert, als er Israel einen Apartheidstaat nannte, und ich bin auch schockiert über den unverhohlen zur Schau gestellten Antisemitismus des Martin Schulz. Meine Wahrnehmung ist, dass seit einigen Jahren die öffentliche Stimmungmache gegen Israel, gegen Zionismus und mittelbar auch gegen Juden im Allgemeinen wirklich massiv geworden ist und insbesondere von SPD, Grünen und Linken sowie relevanten Teilen der CDU getragen wird. Die Berichterstattungen von Süddeutscher Zeitung, FAZ, Zeit und Spiegel sind seit Jahren von einer Grundströmung getragen, durch welche die Grenzlinie zum Antisemitismus immer wieder durchbrochen wird. Im Ergebnis passen sich die Menschen opportunistisch diesen Tendenzen an, entwickeln Ängste und befürchten Nachteile, wenn sie hier dem Strom entgegenschwimmen. Siegmar Gabriel unterstreicht durch die Reaktion seines Büros meines Erachtens sehr deutlich, was er präzis durch seinen Tweet bereits zum Ausdruck gebracht hat – dass Juden sich beim Führungspersonal der SPD keine Hoffnung mehr auf Solidarität zu machen brauchen, weil die Schwerpunkte bereits anders gesetzt sind. Die Wählerschaft der SPD rekrutiert sich im Wesentlichen eben nicht aus Juden, sondern zu relevanten Anteilen aus solchen Palästina-Sympathisanten, die den Holocaust für ein unabgeschlossenes Projekt halten. Wer hierüber ernsthaft schockiert ist, versteht im selben Moment auch, dass Solidarität mit Juden inzwischen gefährlich geworden ist und wird sich ggf. entsprechend zurückhalten.

    • Paul schreibt:

      Lieber Herr Holger Müller-Brandes,
      das haben Sie sehr gut zum Ausdruck gebracht. Leider haben Sie Recht.
      Egal, ob Antisemitismus, Antizionismus oder Israelkritik – für mich sind das alles nur unterschiedliche „Verpackungen“ für den Judenhass.
      Was 2000 Jahre lang durch die Katholische Kirche, die Protestanten haben es mit Luther übernommen, in die Herzen der Menschen eingepflanzt wurde, lässt sich nicht in Jahrzehnten beseitigen. Auch deshalb nicht, weil es aktuell durch den Islam immer wieder neu „befeuert“ wird.

  6. Ralf Weber schreibt:

    Wenn man sich mit der Geschichte der Hintergründe befasst, hier ein aufschlussreiches und wiedergefundenes Dokument, welches auch heute noch bedeutsame Querbeziehungen aufzeigt:

    https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/03/31/telegramm-himmlers-an-jerusalemer-grossmufti-wiederentdeckt/

    • Aristobulus schreibt:

      Danke für die Wiederholung des Funds. Er ist so aufschlussreich, weil der Reichsführer-SS Himmler sich 1943 für haargenau die selben Leute und für das selbe Ziel (Terrorismus gegen die Juden) eingesetzt hat, für die sich 2017 der Außenminister Gabriel in seiner Freundschaftsadresse an Abbas einsetzt.

      Und um’s nochmal zu wiederholen: Das ist keine Polemik, sondern FAKTUM.

  7. caruso schreibt:

    Eine vielleicht nicht ganz zum Thema passende Frage: Wohin steuert D? Wird es überhaupt
    von jemanden gesteuert oder fährt es nur hin und her, ohne mindestens ungefähr zu wissen,
    in welche Richtung es fahren soll? Ich frage es deshalb, weil ich in den letzten 2-3 Jahren ca.
    ein immer verwirrenderes, viel zu oft trübes Bild von D erhalte – von Zeitungen, Zeitschriften,
    Blogs wie dieser oder die Achse oder Numeri 24:9 usw. Es ist oft Besorgnis erregend, was ich
    da über Politik (Innen und Außen) und Justiz lese. Was ist los mit D? Noch immer die Nachwirkungen der NS-Zeit, die ja nicht erst in ’33 begann, sondern in manchen Dingen schon früher begann?O
    Oder? Ich empfinde Desorientierung in Ds Politik, auch bei der Justiz mit ihren oft unbegreiflichen
    Urteilen. Könnt ihr mir bitte helfen?
    Durch die Musik bin ich mit D so ziemlich verbunden: Bach, Buxtehude, Beethoven, Brahms,
    Schumann, Schütz, viel später kam ein wenig Literatur dazu und auch die Malerei. Ganz
    zuletzt (da war ich schon 60) eine phantastische Psychotherapie. So habe ich D auch manches verdanken, trotz allem was ich weder vergessen noch verzeihen kann.
    lg
    caruso

    • klartext77 schreibt:

      Es ist eigentlich ganz einfach: Deutsche Gegenwart und Zukunft sind grün: linksgrün und islamgrün. Erklärt so ziemlich alles.

      S. dazu u. a.:
      Wohin die „Reise“ gehen soll (leider kein Aprilscherz):
      … Özoguz’ Ausführungen enden mit einer klaren Botschaft: „Wir stehen vor einem fun-damentalen Wandel. Unsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein.“ Das Zusammenleben müsse täglich neu ausgehandelt werden. Eine Einwanderungsgesellschaft zu sein heiße, „dass sich nicht nur die Menschen, die zu uns kommen, integrieren müssen“.

      „Alle müssen sich darauf einlassen und die Veränderungen annehmen“, fordert die stellvertretende SPD-Chefin. „Schon heute hat jeder fünfte Bürger einen Migrations-hintergrund: Deutschland ist längst nicht mehr der ethnisch homogene Nationalstaat, für den ihn viele immer noch halten. Es wird Zeit, dass sich unser Selbstbild den Realitäten anpasst, davon profitieren wir alle.“ …
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article146582999/Das-ist-der-Masterplan-zur-Integration-der-Fluechtlinge.html

      • Aristobulus schreibt:

        Özoguz ist eine äußerst arrogante, familiär belastete, fürchterliche Politikerin, die kein halbwegs getroster Mensch wählen kann.

        • Aristobulus schreibt:

          P.S.
          Übrigens lügt Özogut schamlos daher, indem sie behauptet, Deutschland sei nicht mehr ein ethnisch homogener Nationalstaat. Dieses Land ist noch nie ethnisch homogen gewesen, es haben hier immer Polen, Dänen, Italiener, Wenden, Russen gelebt.

          Ozoguz lügt, tönt und arrogantet herum, weil sie von Mohammedanern gewählt werden will, die aufs Grundgesetz spucken, und die in der dritten Generation aushäusiger sind denn je.

    • Aristobulus schreibt:

      … aber ja. So ist das. Und eine Antwort auf Deine Frage hab ich ja auch nicht. Was hat jene Leute getrieben, die Brahms, Hugo Wolf und Richard Strauß noch gekannt hatten!, sich den Nazis in die Arme zu schmeißen?
      Was treibt einen Außenminister Gabriel dazu, der vielleicht auch Bach, Buxtehude, Händel und Mendelssohn hört, sich dem mafiösen Terroristenboss Abbas als Freund anzudienen und zu behaupten, dass die Juden „Apartheid!“ betrieben?

      Saj gesunt, liebe Caruso.

  8. Ralf Weber schreibt:

    Hier mal markant und aktuell auf den Punkt gebracht von Dr. Rafael Korenzecher::

    Ein jüdischer Junge muss seine Schule in Berlin-Friedenau wegen antisemitischer Anfeinungen und tätlicher Angriffe durch seine Mitschüler verlassen.

    Der „Tagesspiegel“ schreibt dazu: „An der Friedenauer Gemeinschaftsschule haben rund 75 Prozent der Schüler eine andere Herkunftssprache als Deutsch, viele kommen aus türkischen oder arabischen Familien. Dies trifft nach Angaben von Schulleiter Uwe Runkel auch auf die tatverdächtigen Jugendlichen zu.“

    Der Herausgeber der JÜDISCHER RUNDSCHAU, Dr. Rafael Korenzecher, kommentiert den Fall:

    „Islamischer Judenhass an Berliner Schule

    Trotz Kenntnis der widerwärtigen Vorfälle duldete die Schulleitung der Friedenauer Gemeinschaftsschule in Berlin Monate lang ohne jede Abhilfe von islamischen Schülern verübtes antisemitisches Dauermobbing und massive physische Gewalt gegen einen jüdischen Mitschüler und Enkel von Holocaust-Überlebenden.

    Nun haben die Eltern das Martyrium des Jungen beendet und ihn in einem Akt resignativer Notwehr von der Schule genommen.

    So weit, so gut – ein weiterer in einer nicht enden wollenden Reihe ebenso bedauerlicher wie einschlägiger Einzelfälle eben.

    Wahrscheinlich hätte diese, sozusagen freiwillig, vor allem aber ohne großes Aufsehen und lärmfrei vollzogene Entfernung des jüdischen Unruhestifters und die Schaffung eines weiteren, quasi judenreinen Bereichs in unserer ohnehin zunehmend von Islam-dominierten No-Go-Areas für Juden durchzogenen Stadt auch weiterhin in gewohnter Weise keine Aktion oder zumindest Reaktion des Schulleiters hervorgerufen.

    Wozu auch — Die nahezu 75% Muslime an der Schule, die meisten aus türkischen und arabischen Familien, werden nach diesem Sieg sicher bald wieder ein neues Hassobjekt finden und den verlustig gegangenen Juden bestimmt nicht sehr vermissen. Allzu viel Geräusch um den deplatzierten jüdischen Trouble-Maker hätte doch ohnehin nur der engagierten Reputation der Friedenauer Schule geschadet, die sich doch seit 2016 pikanter Weise selbst als Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage bezeichnet. Allerdings gilt das wohl nicht dem Kampf gegen den blindwütigen islamischen Judenhass, der ja — wie wir alle genau wissen — nichts mit dem Islam und seiner Kindererziehung zu tun hat.

    Das große, im Falle des malträtierten jüdischen Schülers vermisste rechtzeitige Engagement des Schulleiters Runkel und der türkischen Patin des falsch etikettierten Antirassismus-Programms der Gemeinschaftsschule, der Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Frau Dilek Kolat (SPD) gilt aber dafür umso mehr der so schrecklich und vor allem grundlos grassierenden Islamophobie, die ja bekannter Weise schon so viele muslimische Schüler gezwungen hat das Handtuch vor dem allgegenwärtigen jüdischen Mobbing zu werfen.

    Obwohl unsere Leitmedien sonstig bei so viel Herz-anrührendem Engagement in die unserer Bessermensch-Politik gefällige Richtung durchaus gern kooperieren, wurde es dann doch nichts mit der geräuschlosen Abwicklung des kleinen Judenproblems an der Friedenauer Gemeinschaftsschule.
    Die Angelegenheit wurde von dem Jewish Chronicle, einem fehlgeleiteten jüdischen Publikationsorgan im Ausland, dass sich nicht den hiesigen Omerta-Regeln unterworfen sah, aufgegriffen. Wie bei den wehleidigen Juden so üblich wurde dieser bedauerliche Einzelfall maßlos aufgebauscht und unzulässiger Weise als für unser linkslastiges, Islam-affines System nicht wirklich untypisches Geschehen gebrandmarkt.

    Die unverdiente Beachtung, die der englische Artikel über diese Petitesse in den Social-Media erfahren hat, löste geradezu eine Flut von Veröffentlichungen in der hiesigen Presse aus, die ihre Leser zwar lieber mit Gedenkfeier-Berichterstattungen für tote Juden bei Laune hält, hier aber wild entschlossen die Flucht nach vorne antreten und über eine Anfeindung gegenüber einem lebenden Juden berichten musste. Natürlich wären dies nicht unsere Medien, wenn dabei etwa vergessen worden wäre, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass der Islam-generierte Antisemitismus wenn er denn überhaupt existiert, dann aber in jedem Falle die geringere Gefahr für jüdisches Leben darstellt.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die jüdischen Propaganda-Lügen aus dem Ausland keinen Karriere-Schaden für die aufrechten Verteidiger der jüdischen Sache, den Schulleiter Runkel und die in Sachen islamische Selbstbemitleidung hochverdiente Senatorin Dilek Kolat, verursachen werden.

    Wäre ja ach wirklich schade. Mit ihrer unterstützenden Duldung und Vernebelung derartiger Auswüchse und mit der einfallsreichen Gleichsetzung von mit der Muttermilch genährtem, islamischem Judenhass mit einer vermeintlichen Islamophobie der sich wehrenden Gesellschaft, sind doch schließlich — und zwar noch noch vor den jungen muslimischen Schlägern — genau diese Lichtgestalten und ihre pseudo-gutmenschlichen Gesinnungsfreunde aus dem Lehrerkollegium, der Politik und Nachrichten-Filter-Medien die wirklichen Verantwortlichen für den im wahrsten Sinne durchschlagenden Erfolg der islamischen Auslegung friedlicher Koexistenz nicht nur an unseren Schulen sondern in fast allen Bereichen unserer schwindenden freiheitlich demokratischen und religionstoleranten Lebenswelt.

    Schlichtweg: Die Verdienste der Runkels, Kolats und all der anderen nicht minder mutigen Wegschauer und Wegbereiter einer judenfreien Antirassismus-Schule können nicht hoch genug eingeschätzt werden.

    Eine glänzende Laufbahn steht nach bravourös bestandener Bewährungsprobe wohl auch den jungen islamischen Tätern bevor, die jedenfalls im Gegensatz zu dem jüdischen Schüler die Schule bislang nicht verlassen mussten, sondern bei Erfordernis für weitere Heldentaten im gemeinsam mit der Schulleitung geführten Kampf gegen den Rassismus zur Verfügung stehen dürfen.

    Die schnell zusammengeschusterten, an scheinheiliger Heuchelei kaum zu überbietenden, inkohärenten und ebenso peinlichen wie Fragen nach der versäumten Rechtzeitigkeit offen lassenden Rechtfertigungsversuche der Schulleitung auf der Home-Page der einseitig erblindeten Anti-Rassismus-Schule aus Friedenau und das Bemühen von Verteidigungs-Anleihen durch stets gut einsetzbare, nunmehr jüdische Alibi-Konvertiten vom Schlage Armin Langers erfüllen uns angesichts des wundervollen Bessermensch- und Islam-Versteher-Umfeldes dieser Republik mit großer Zuversicht.

    Dr. Rafael Korenzecher“

    Bericht des Jewish Chronicle, der Israel Nachrichten und der Beitrag auf der Homepage der Friedenauer Gemeinschaftsschule: bitte untenstehende Links klicken )

    ( https://www.thejc.com/news/world/classmates-at-berlin-school-turn-from-friends-to-attackers-after-boy-reveals-he-is-jewish-1.434990)

    (http://www.israel-nachrichten.org/archive/28936)

    (http://www.gemeinschaftsschule-schoeneberg.de/home/ )

    Dort Photo: Friedenauer Gemeinschaftsschule , Grazer Platz 1-3,
    Rubensstraße 63 in 12157 Berlin, Schulleiter Runkel, Senatorin Dilek Kolat)

    • Jan schreibt:

      Am selbst verliehenen und selbstverliebten Prädikat „Schule ohne Rassismus“ werden wohl nur noch Wenige etwas Pikantes entdecken. „Ohne Rassismus“ heißt ja einfach nur, dass Mohammedaner schikanieren und vermöbeln können, wen sie Lust haben. So bemäntelt man das Böse mit etwas scheinbar Gutem und kann weiterdösen. Und bei Bedarf vor Rassismus warnen. Kritik oder Strafe, also Rassismus, brauchen die Schläger nicht zu fürchten.
      Die Typen, die die Abwicklung unserer ehemals toleranten (im Großen und Ganzen) und freien Gesellschaft verwalten, haben Terminologie und „Denk“weise des Mohammedanismus schon voll verinnerlicht.

  9. Ralf Weber schreibt:

    Gut war jetzt die Kranzniederlegung von unserem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, mir liegt dieses Thema sehr am Herzen. Das ehrliche Gedenken daran muss immer Maßstab unseres Handelns sein. Hier auch ein Bericht zur Reise:

    https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/wirtschaft/2017/03/31/ministerpraesident-kretschmann-in-israel/

    Wenn man sich mit der damaligen schrecklichen Zeit befasst, hier ein aufschlussreiches und wiedergefundenes Dokument, welches auch heute noch bedeutsame Querbeziehungen aufzeigt:

    https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/wissenschaft/2017/03/31/telegramm-himmlers-an-jerusalemer-grossmufti-wiederentdeckt/

    Die WELT hat den bösen Anfeindungen gegenüber einen realistischen und ehrlichen Artikel von Gil Yaron zu Israel veröffentlicht:

    Der Schlussatz sagt es darin eigentlich am besten: „In einem Kriterium sind Israelis sogar Spitzenreiter. Trotz aller Bedrohungen von außen, ungeachtet sozialer Unterschiede und immenser Lebenshaltungskosten gehören sie zu den zufriedensten Bewohnern der Welt – der Solidarität und einer funktionierenden Demokratie sei Dank.“

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article159144604/Ist-Israel-ueberhaupt-noch-eine-Demokratie.html

    • Aristobulus schreibt:

      Warum soll diese Kranzniederlegung irgend etwas Positives oder nur Erwähnenswertes haben?
      Vor toten Juden werden Kränze abgeworfen, jedoch die lebenden Juden werden als Apartheidler, als völkerrechtsbrechende Siedler und als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet.
      Mein Großvater Artur Cohn ist einer der Namen in Yad Vashem.
      Er würde über diesen Kranz wohl recht angewidert den Kopf schütteln.

      • Ralf Weber schreibt:

        Aristobolus, ich verstehe ihre Haltung sehr gut. In diesem Fall aber vertraue ich Winfried Kretschmann, dass er es persönlich ernst meint. Er hat sich auch so schon entsprechend geäußert.

        Bloß bei seinem politischen Umfeld bin ich da vorsichtig:

        http://www.idea.de/gesellschaft/detail/bassam-tibi-linksgruene-und-islamisten-sind-ein-buendnis-eingegangen-100470.html

        • Aristobulus schreibt:

          … er tut das rein als Funktion, und weil man das von seinem Amt erwartet.
          Anstatt wieder (irreal) einen Kranz abzuwerfen, hätte er jedoch z.B. den Bürgermeister von Hebron oder von Maale Adumim offiziell einladen können, um etwas Reales zu tun, nicht?

      • Hoppie schreibt:

        Ja. Alle sind ganz geil darauf zu zeigen wie antirassistisch und nicht-nazi sie sind indem „nie wieder“ gebrüllt wird wie blöde, als gäbe es was zu gewinnen. Und wenn der Mob dann in den Strassen nach der Judenvergasung schreit, dann kommt plötzlich kein Piep mehr. Und wenn man schon dabei ist erklärt man das eine Land im nahen Osten das kein Haufen Scheisse ist und in dem Menschen was wert sind zu den neuen Nazis. Da krieg ich die Birne nicht mehr drumgebogen.

  10. klartext77 schreibt:

    Aus der Sendereihe „Bürger fragen, Politiker antworten (überwiegend) nicht“. Und ja, lieber Gerd Buurmann, Sie sind so ziemlich der Einzige, den die Freundschaft unseres Außenministers mit Abbas aufregt. Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger (= „Biodeutsche“ + muslimische Zuwanderer) findet’s gut, dass die Bundesregierung sich in dem Konflikt Araber gegen Israel pseudoneutral gibt, in Wahrheit aber den heldenhaften Kampf um die „Befreiung Palästinas“ von „jüdischen Kolonisatoren“ unterstützt. In deutscher Tradition: Schon „unser geliebter Führer“ und der „Reichsführer SS“ haben dem damaligen Mufti von Jerusalem die volle Unterstützung im arabischen Kampf gegen die Juden zugesichert. „Sieg heil!“ und „Allahu akbar!“

  11. Hessenhenker schreibt:

    Ich habe gerade zufällig diesen FB-Kommentar gesehen, stimmt das, was da behauptet wird`?

    „eingeladen und herzlichst empfangen hat den Herrn Abbas aktuell die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) der CDU, handelnd durch Hans-Gerd Pöttering, CDU, Ex-Europaparlamentspräsident. „

    • Hessenhenker schreibt:

      Die KAS betreibt verdächtige Umtriebe im Land meiner Freundin.

      • Aristobulus schreibt:

        Nu ja, Hessenhenker, schließlich sind sie alle Kunden des Herrn Abbas: Er verkauft ihnen die Dreiviertelgarantie, dass nicht jeden Monat Terroristenbomben auf europäischen Straßen rummssen, und sie geben ihm dafür sehr viel Geld zum Verbraten.

        Mafia halt: Angebote, die man nicht ablehnen kann. Zu sowas gehören dann auch diese öffentlichen Beklatschungen, Empfänge mit Häppchen und hahalischem Sekt, Tätscheleien, Orden.

  12. anti3anti schreibt:

    Abbas wird geliebt, weil sein baldiger Nachfolger im Amt noch schlimmer werden wird.

  13. Hessenhenker schreibt:

    Wenn Du jetzt ein gefragter Gesprächspartner des Außenministers bist, sag dem doch mal, er soll endlich ein Visum für meinen Schatz rausrücken, oder ich komme mit einem außerirdischen Expeditionskorps und hole es mir selbst ab.

  14. unbesorgt schreibt:

    Der Minister des Äußer’n wird sich nicht äußern…

Seid gut zueinander!

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