Fünfzehn Fragen an einen Schulleiter, der keine Erfahrung mit jüdischen Schülern hat, die offen mit ihrer Religion umgehen

Sehr geehrter Schulleiter der Friedenauer Gemeinschaftsschule Uwe Runkel,

„Du bist ein cooler Typ, aber du bist Jude, und ich bin Muslim. Wir können nicht befreundet sein.“

Das sind die Worte, die sich ein 14-jähriger Schüler an Ihrer Schule anhören musste! Der Junge wurde geschubst, getreten und mit der Faust in den Rücken geschlagen, weil er ein Jude ist. Mitte März 2017 wurde er sogar außerhalb der Schule an einer Bushaltestelle von zwei Schülern gewürgt und mit einer Spielzeugpistole bedroht, während andere Schüler zugeschaut und gelacht haben. All dies ist an einer deutschen Schule siebzig Jahre nach dem Holocaust geschehen. Die Mutter des Jungen wusste sich letztendlich nicht zu helfen und nahm ihren Sohn von der Schule.

Nachdem der Junge die Schule verlassen hatte, erklärten Sie:

„Bei der Anmeldung des Schülers habe ich die Mutter darauf hingewiesen, dass wir keine Erfahrung mit jüdischen Schülern haben, die wie der 14-Jährige offen mit ihrer Religion umgehen.“

„Offen mit ihrer Religion umgehen“ heißt in diesem Fall, der Junge hatte im Ethikunterricht erklärt, Jude zu sein. Das reichte für einen Teil der Schülerschaft schon aus, um gegen den Jungen vorzugehen.

Mein Name ist Gerd Buurmann. Im Auftrag der Jüdischen Rundschau habe ich ein paar Fragen an Sie:

1. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem ersten Schüler gemacht, der an Ihrer Schule offen zu seinem jüdischen Glauben steht?

2. Was haben Sie unternommen, um den jüdischen Jungen zu unterstützen und an Ihrer Schule zu behalten?

3. Würden Sie nach all den Erfahrungen wieder einen Juden, der offen zu seiner Religion steht, an Ihrer Schule aufnehmen?

4. Sehen Sie irgendwelche Versäumnisse auf Ihrer Seite, sowohl im Vorfeld als auch im Verlauf der Angelegenheit?

5. Welche Erfahrungen haben Sie mit den Jugendlichen gemacht, die den jungen Juden gedemütigt und gequält haben?

6. Welche Konsequenzen gab es für die Schüler, die den jungen Juden gedemütigt und gequält haben?

In der Sekundarstufe Ihrer Schule liegt der Anteil an Schülern nichtdeutscher Herkunft bei 75 Prozent. Der Anteil türkischer und arabischer Schüler macht von den 75 Prozent etwas mehr als die Hälfte aus. Sie sagen: „Wir haben fünf Willkommensklassen mit Flüchtlingskindern.“

Wie Sie wissen, hat jeder Mensch in Deutschland heute Zugang zum Internet und kann so auch die arabischen Medien verfolgen. In vielen deutschen Wohnzimmern sind arabische Sendungen in den Flimmerkisten zu sehen. Im arabischen Fernsehen ruft das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden und Ungläubige auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wird gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Die Serie lief zur besten Sendezeit im Feiertagsprogram. Sie war und ist auch heute noch in deutschen Wohnzimmern zu sehen. Im arabischen Fernsehpogrom ist der Hass gegen Juden Alltag. In einer arabischen Quizshow wurde mal gefragt:

Ein Jude ist:

A) eine Kakerlake
B) ein Schwein
C) eine Schlange

Dieses Mädchen weiß die Antwort:

Ihr Name ist Basmallah. Im Mai 2002 erklärte sie im Alter von 3 Jahren vor einem großem Fernsehpublikum, dass Juden Affen und Schweine sind, die sie nicht mag. Heute ist sie 18 Jahre alt. Nicht viel älter, als die Jugendlichen, die an Ihrer Schule einen jüdischen Jungen terrorisiert haben. Daher habe ich noch ein paar weitere Fragen an Sie:

7. Was sagen Sie zu diesen judenfeindlichen Sendungen?

8. Sprechen Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern über die judenfeindlichen Sendungen, die sie im Internet und im Fernsehen konsumieren?

9. Welche Unterschiede sehen Sie zwischen der Propaganda von Neonazis und der alltäglichen Propaganda, der arabische und türkische Jugendliche in Deutschland ausgesetzt sind?

In einem Projekt der Alice-Salomon Fachhochschule aus dem Jahr 2005 wurden jugendliche Migrantinnen und Migranten im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg interviewt. Über Juden sagten sie:

„Die töten sogar ein kleines Baby, was gerade geboren ist.“
„Hitler gefällt mir. Tja der hat’s damals richtig gemacht.“
„Schade, dass nicht alle weg sind.“

Zwölf Jahre später finden sich diese und noch viel schlimmere Aussagen gegen Juden in Hülle und Fülle auf Facebook und anderen sozialen Medien. Unter anderem dieser Hass hat es ermöglicht, dass im heutigen Berlin auf offener Straße wieder dieser Satz von einer Horde gebrüllt werden kann: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“

In Hannover wurden im Jahr 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen mit Steinen beworfen. In Offenbach wurde ein Rabbiner in einer Einkaufspassage von muslimischen Jugendlichen angegangen. Daher diese zehnte Frage:

10. Was unternehmen Sie gegen den islamisch motivierten Judenhass, der an Ihrer Schule grassiert?

Ihre Schule erklärt:

„Die Friedenauer Gemeinschaftsschule versteht sich als „inklusive Gemeinschaftsschule“ von Schulbeginn bis Schulabschluss. Inklusion bedeutet für uns die Akzeptanz und Wertschätzung der Heterogenität aller Kinder, unabhängig von ihren Begabungen, Beeinträchtigungen, Geschlechterrollen, ihrer ethnischen, nationalen und/oder sozialen Herkunft oder anderen kategorialen Eigenschaften.“

11. Wie gehen Sie ganz persönlich mit Ihrem Versagen um, Judenhass an Ihrer Schule nicht frühzeitig erkannt und bekämpft zu haben, so dass ein Jude exklusiert statt inklusiert wurde?

Am 4. April 2017 schrieben die Elternvertreterinnen Anja Kathrin Schultz, Julia Kuhne und Marika Saridou an den Tagesspiegel einen Leserbrief, in dem sich folgende Worte finden:

„Als Eltern von Grundschüler_innen der Schule möchten wir an dieser Stelle unser großes Missfallen über die erschreckend unreflektierte und einseitige Art der Berichterstattung äußern, die sich nachhaltig rufschädigend für eine äußerst engagierte Schule auswirkt.“

Ich habe daher diese zwölfte Frage:

12. Was missfällt Ihnen mehr, dass der Ruf Ihrer Schule geschädigt wird oder dass Ihre Schule eine der ersten deutschen Schulen nach dem Nationalsozialismus ist, auf der ein jüdischer Schüler derart terrorisiert wurde, dass er es nicht mehr ausgehalten hat?

In dem Elterbrief finden sich auch diese Worte:

„Seit Jahrzehnten existiert im Nahen Osten ein nicht enden wollender Konflikt zwischen Arabern und Juden. Eine Stadt wie Berlin, in der Menschen beider Religionen und Kulturen (und noch vieler mehr) leben – was unserer Meinung nach ein enormer Reichtum ist – kann vor den Auswüchsen internationaler Konflikte, wie des Nahostkonflikts, nicht verschont bleiben.“

Der sogenannte „Konflikt“ im Nahen Osten sieht wie folgt aus: Während Israel seit der Unabhängigkeitserklärung die Hand zum Frieden ausstreckt, ruft die arabische Seite zur Vernichtung aller Juden auf. Der „Konflikt“ zwischen Juden und Arabern ist somit heute in etwa so sehr ein „Konflikt“, der von beiden Seiten ausgeht, wie der „Konflikt“ zwischen Deutschen und Juden im Jahr 1933. Damals verließen die ersten jüdischen Kinder deutsche Schulen, so wie es in diesem Jahr in ihrer Schule geschehen ist.

In der israelischen Unabhängigkeitserklärung steht:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

In der Gründungscharta der Hamas steht:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: ‚Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!‘ (…) Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung.“

Das bringt mich zu der Frage, die auch die Elternvertretung in ihrem Brief an den Tagesspiegel gestellt hat.

13. Wie kann eine Schule mit einer Schüler_innenschaft, die sich aus vielen Nationen zusammensetzt, davor gefeit sein, dass es zu religiös motivierten Auseinandersetzungen zwischen Schülerinnen und Schülern kommt?

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch ein paar judenfeindliche Zitate präsentieren, die bisher in dem „Konflikt“ getätigt wurden:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“ (Wiam Wahhab, libanesischer Minister am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV)

„Bevor Israel stirbt muss es gedemütig und erniedrigt werden!“ (Khaled Meshall, Vorsitzender der Hamas am 3. Februar 2006)

„Jeder, der ein Messer, eine Waffe oder ein Auto hat und damit nicht einen Siedler oder einen Juden angreift und mehrere zehn Zionisten tötet, gehört nicht zu Palästina!“ (Fawzi Barhoum, Hamassprecher am 30. Juli 2014)

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“ (Abdallah Jarbu, stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen der Hamas am 28. Februar 2010)

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV (Ägypten), 8. Januar 2008)

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten! Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV (Katar), 9. Januar 2009)

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslime ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will.“ (Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2008)

„Die größten Feinde eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV (Ägypten), 9. Januar 2009)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

Am 9 Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Ich stelle daher noch diese Frage:

14. Was sagen Sie zu dieser Propaganda, die gewiss ebenfalls von einem Teil Ihrer Schülerinnen und Schüler gehört und verstanden wird?

Aber die wichtigste Frage ist:

15. Warum muss ein jüdischer Junge in Berlin an Ihrer Schule unter dem Krieg leiden, der gegen Israel geführt wird?

Mit der Bitte um Beantwortung der Fragen verbleibe ich,
Gerd Buurmann

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152 Antworten zu Fünfzehn Fragen an einen Schulleiter, der keine Erfahrung mit jüdischen Schülern hat, die offen mit ihrer Religion umgehen

  1. Kanalratte schreibt:

    Der Ausdruck „Schule ohne Rassismus“ impliziert übrigens, dass es in anderen Schulen „mit“ Rassismus zugeht. Wir leben in Zeiten wo aus gesellschaftlichen Selbstverständlichkeiten besondere Prädikate werden. Würde mich kaum noch wundern, wenn es auch eine „Schule gegen Krieg“ und eine „Schule gegen schlechtes Wetter“ gäbe.

  2. Kanalratte schreibt:

    Schule ohne Rassismus? Welcher Rassismus ist hier gemeint? Ich nehme an der deutsche Rassismus. Ich gehe davon aus, dass wenn ein deutscher Schüler einen Juden öffentlich beleidigt, er direkt von der Schule verwiesen wird. Bei Arabern wird dies mit der Kultur und dem ach so pösen Staat Israel relativiert. Ausdrücke und Sätze wie „Scheiß Deutscher“ oder „Wir machen euch Deutsche platt“ dürften dagegen längst zur Alltagssprache dieser Muslim-Kulti-Schule gehören.

  3. TheCat77 schreibt:

    Die Reaktionen der Schule, insbesondere der deutschen(!) Elternschaft sind widerwärtig! Nicht um das Kind und seine Familie, um mögliche Wiedergutmachung, adäquate Aufarbeitung bzw. (zukünftige) Konsequenzen für entsprechende Taten geht es ihnen, sondern schlicht UM DEN RUF DER SCHULE! Um Gottes Willen…! Icke kann jar nicht soviel fressen, wie ick kotzen möchte..
    Von jedem Grundschullehrer(!) wird heute erwartet, dass er mit solchen „Konflikten“ -übrigens eine bewusst verzerrende oder euphemistische Beschreibung für schlicht ausgelebten Hass – umgehen kann, was offensichtlich durchaus möglich ist. (Überhaupt: Was bitte hat ein 13jähriges Kind mit der Nahostpolitik zu tun?!)
    Auch wird Niemand zur Schulleitung gezwungen -die nicht nur einen größeren persönlichen und öffentlichen Finanzrahmen beinhaltet, sondern auch die dazugehörige Verantwortlichkeit-, erst recht nicht zu entsprechendem Leitmotto. Ein Ruf ist etwas, das man sich redlich erarbeiten muss. Alles andere wäre Propaganda. Also: Ehre wem Ehre gebürt…An ihren TATEN werdet ihr sie erkennen.
    Diese Schule und ihre Klientel ruiniert sich ihren Ruf gerade höchstselbst.

  4. davboe schreibt:

    Hmmm?
    Wer bastelt solch kranke Videos?
    Wenn der Arm des Herrn Maas und seine geballte Faust, mit der er „Fake News“ zerschmettern will, wenn beides bis in die Tiefen des Internets reichten, ja dann könnte er die zahlreichen Videos wegen „hatespeech“ wegzensieren. Das wäre ja mal eine Leistung!

  5. anti3anti schreibt:

    Warum muss ein jüdischer Junge in Berlin an Ihrer Schule unter dem Krieg leiden, der gegen Israel geführt wird? *

    Deutsche betrachten Juden als Religionsgemeinschaft, Araber (und Juden) betrachten Juden als Nation.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Ich halte die Juden für ein ziemlich verrücktes, schizophrenes Volk – zerrissen zwischen Stolz und Selbsthass.

      • Aristobulus schreibt:

        Och 🙂 , also der jüdische Selbsthass hält sich sehr in Grenzen, wenn man ihn mit den schweren Alt- und Neulasten etwa des deutschen Selbsthasses vergleicht, und der jüdische Stolz hält sich auch ziemlich in Grenzen (wenngleich Mendelssohn, Einstein und Ilja Richter ja wirkkklich Jidn sind 😛 )

        • Eitan Einoch schreibt:

          Nach dem, was ich bei Tuvia Tenenbom gelesen habe, bin ich nicht so optimistisch. Jüdischer Selbsthass scheint ziemlich weit verbreitet zu sein. Es ist sehr lesenswert und erschütternd, was Tuvia (in mehreren Büchern) dazu beobachtet und schriftlich festgehalten hat. Ich frage mal ganz offen und bewusst provokant: Reicht es nicht aus, dass Millionen Gojim euch und Israel hassen? Müsst ihr euch auch noch selbst gegenseitig in die Suppe spucken?

          • Aristobulus schreibt:

            Nope, Eitan 🙂 , das müss’mer eben nicht.
            Hmm, es wäre jedenfalls vernünftiger, das nicht zu tun.

          • Aristobulus schreibt:

            Weswegen sich die Jidn zusätzlich zu all dem Mist da draußen z.B. mit -> sowas beschäftigen müssen, so wie Wanda Landowska, die a) als Jüdin und b) als Frau in Polen keine Chance hatte, weswegen sie nach Paris ging, Cembali baute und aller Welt zeigte, wie man darauf den Bach so spielt, wie es keiner zuvor je gehört hatte:

          • Kanalratte schreibt:

            Juden und Deutsche sind die einzigen Völker, die sich selbst hassen.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Und die Deutschen sind die einzigen, die daraus eine Tugend machen und darauf stolz sind.

          • Aristobulus schreibt:

            Leute, noch etwas zum jüdischen Selbsthass, denn der scheint hier plötzlich als ein schier existierendes Ding zu gelten:
            Nein, das ist nicht so. Glaubt’s mir.

            Warum ist das nicht so:
            1) Wenn der jüdische Selbsthass virulent wäre, würde Israel längst nicht mehr existieren. Israel existiert jedoch bestens, hat Wirtschaftswachtum und hält sich mitten in einem Dauerkrieg sehr gut am Leben, ohne je in rechten oder linken Irrsinn abgeglitten zu sein.
            Das kann nur funktionieren, indem man einfach gern Jude ist.

            2) Tuvia Tenenbom nimmt nie ein Blatt vor den Mund, er verschweigt nichts. Warum: Nicht wegen der Sucht zur Selbstkritik oder aus Selbsthass 🙂 , sondern wegen der uralten jüdischen Tradition, nichts auszublenden. Schon die Tojre blendet nichts aus: Etwa die Fehler König Davids, obwohl er einer unserer größten Gestalten ist, werden unbestechlich benannt und kritisiert.
            Diese jüdische Eigenschaft, nicht einmal Davids, Salomons oder Moses negative Seiten auszublenden, sondern alles zu benennen, so wie es ist, wegen der Wahrheit!, missverstehen die Anderen immer wieder.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Dann wäre also deutscher Selbsthass eine unverstandene und im Ergebnis schlechte Nachahmungsbemühung, auf die man stolz wäre…?

          • Aristobulus schreibt:

            Hmmm. Der deutsche Selbsthass war wohl schon virulent, als Zvi Rex sagte, „die Deutschen werden uns die Schoah nie verzeihen“.
            Aber merkwürdig, dass schon zu Kaiser Wilhelms Zeiten der deutsche Selbsthass durch allgemein kaiserimitierendes Säbelrasseln und Schnurrbartzwirbeln auffiel, nicht?, und noch ganz ohne ein bisschen Holocaust veranstaltet zu haben, protzte Adolfs Lieblingsarchitekt Albert Speer unerhört herum, indem er alles, was auf der Welt einst groß gebaut war, um so größer selber bauen wollte. Aus Granit, mit Reichadlern drauf. Dazu gehört viel Selbsthass.
            Schon das reaktionäre Muckertum der Kleinbürger des 19. Jahrhunderts war wohl vom Selbsthass zerfressen, als Leute wie Ernst Moritz Arndt oder der Turnvater Jahn bis zum alten Treitschke und dem linken Wilhelm Marr herumschrieen, dass der frivol demokratische Franzos‘ und besonders der freche Jud‘ immer schon Deutschlands Untergang gewesen seien.
            Wann hat das begonnen mit dem deutschen Selbsthass-? Wohl im 30jährigen Krieg.

            Hingegen der jüdische Selbsthass ist vergleichsweise sehr neu (wohl seit Otto Weininger gibt’s den), und ungleich mehr als jemals über den deutschen wurde über ihn geschrieben, von Juden über Juden!, die bekanntlich gern und gerner ihre eigenen schwarzen Seiten so schwarz hinmalen, als würden sie wirklich existieren.

            Dir gutte Feiertage, Clas.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Sätze, die ich mir bei Gelegenheit einrahmen lasse: „Juden und Deutsche sind die einzigen Völker, die sich selbst hassen.“ Mag schon die Theorie des jüdischen Selbsthasses, auf die sich Theodor Lessing 1930 bezog, zumindest zweifelhaft sein, so ist die hier gewählte Verknüpfung nichts weniger als obszön: Denn der „deutsche Selbsthass“ tarnt sich sehr gut als Hass auf alles als fremd Empfundene und Lessing, um einmal dieses Beispiel zu nehmen, erfuhr das bei seiner Entlassung 1926 aus dem Hochschuldienst (auf Druck deutschnationaler Studenten), ganz zu schweigen von seiner Ermordung im Exil.
            Auch die Annahme, die Vertreter der politischen Romantik, die aus den Freischärlern der Befreiungskriege und ihren geistigen Wegbereitern hervorgingen, so Typen wie Arndt und Jahn, seien „wohl vom Selbsthass zerfressen“, ist nichts weniger als originell – oder doch wohl eher ironisch, denn wer sich selbst hasst, verbrennt nicht den Code Napoleon oder die Schriften Aschers.
            Und Speer? An dem ist doch weniger seine Karriere als Nazi bemerkenswert als vielmehr die danach — wie sie sich alle verguckt haben in den liebenswerten Technokraten, der von gar nichts wusste und dem Joachim Fest den Ghostwriter gab…Auch da von Selbsthass keine Spur. Eher von Narzissmus.

          • Aristobulus schreibt:

            … warum „obszön“?
            Das hier sind alles bloß Thesen über’n Selbsthass, manches daran mag stimmen, manches daran mag zu ergänzen sein. Obszön jedoch ist nichts daran.

            Warum sollte sich der deutsche Selbsthass als etwas Anderes tarnen? Und warum so verdammend moralisch, Thomas, dass es am getarnten Selbsthass liegen solle, wenn jemand z.B. nicht möchte, dass Mohammedaner sich da breitmachen, wo es ohne solche recht gut funktioniert hat?
            Es verhält sich genau anders herum: Diejenigen, die darauf bestehen, dass Deutschland ein Einwanderungsland extra für Syrer sei, möchten ja lieber ein Klein-Syrien vor der Haustür als das, was zuvor gewesen ist. Das sind sie, die Selbsthasser.

            Zum Selbsthass der Arndt, Jahns usf.: Woran sonst als am Selbsthass sollte es liegen, dass jene „Freiheit!“ gerufen haben und damit nicht Saul Aschers individuelle Freiheit gemeint haben, sondern die kollektive und folglich vermeintliche Freiheit der Großgruppe, sprich des Herrschers?
            Wer den Code Napoléon wegschmeißt und das Kollektivrecht restaurieren will, der hasst die individuelle Freiheit. Meine These ist, dass das der Selbsthass sei. Was ist daran falsch?

            Speer, nu ja, der war wohl ein Narzisst, aber mehr noch ein perverser Lügner. Keine Ahnung, wieviel Selbsthass er wohl intus hatte. Aber einer, der ein Buch schreibt (damals Bestseller), indem nichts als eitle Lügen stehen, kann wohl kein eben ehrliches oder positives Verhältnis zum eigenen Leben gehabt haben.

  6. klartext77 schreibt:
    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Der Artikel von Letsch ist zum einen – wie üblich – schlecht geschrieben: („Ja, die Situation an der Schule sei schon sehr speziell, es gäbe einen hohen Anteil an Migrationshintergründen (…), und „zusätzliche finanzielle Ressourcen“ – ein schöner Euphemismus für „mehr Geld“ – müsste wohl am besten in den Bau einiger weiterer Schulen und die Einstellung neuer Lehrer und Sicherheitspersonal fließen“ usw.), zum anderen ahnungsfrei: „wenn wir zwar einerseits marode Schulen, zu wenig Lehrer und miserable Ausstattungen an den Schulen haben, aber andererseits jede Menge Geld für politische Indoktrination vorhanden ist. Nein, für solche Dinge hat Frau Schwesig schließlich einen fetten Fördertopf, der mit 105 Millionen Euro gut gefüllt ist.“
      Blöd, wenn man nicht einmal weiß, dass weder die „Ausstattungen an den Schulen“ noch die Beseitigung des Lehrermangels in die Zuständigkeit des Bundesfamilienministeriums fällt.
      Aber wem bleibt schon Zeit für Recherche, wenn einen die klammheimliche Freude darüber, dass auch „eine als besonders multikulturell geltende Schule“ nicht frei von Antisemitismus ist, an den Schreibtisch ruft? Und woher hat Letsch die Information, „dass die Eltern „gutbürgerlicher“ Kinder nichts unversucht lassen, um ihre Sprösslinge lieber auf eine der beiden anderen Schulen im Kiez zu schicken“? Liest man den Bericht der Berliner Zeitung (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/friedenau–sag-niemandem–dass-du-jude-bist–26681436), so war das eher nicht der Fall („Lange Zeit hatte die Schule einen schlechten Ruf. Inzwischen melden auch Mittelschichtfamilien ihre Kinder dort an.“).

      P.S.: Was den verlinkten Bericht anbelangt, so ist er auch hilfreich, um Buurmanns Behauptung, es sei die Friedenauer Schule “ eine der ersten deutschen Schulen nach dem Nationalsozialismus ist, auf der ein jüdischer Schüler derart terrorisiert wurde, dass er es nicht mehr ausgehalten hat“, zu widerlegen. Dort erfahren wir vom Großvater des Jungen: „Nach Kriegsende schickten seine Eltern ihn auf ein Jesuitenkolleg in Berlin. Dort schikanierten ihn die Lehrer. Wann immer es in der Literatur um Juden ging, etwa bei Shakespeare, stichelten sie: „Und? Jankowski? Das ist doch was für sie.“ Aber seine Eltern wollten ihm nicht glauben. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus, wollte aus dem Fenster springen, traute sich dann doch nicht, schluckte aber alle Tabletten, die er im Haus fand.“

      P.P.S.: Die antisemitische Scheiße, die durch die BRD schwappt, stinkt nicht dadurch weniger, dass man sie auf eine bestimmte Herkunft und eine bestimmte Religion reduzieren will.

      • Roger Letsch schreibt:

        Die Information mit den „gutbürgerlichen“ Eltern und Schülern hat Letsch aus dem Leserbrief, den er pflichtschuldigst in seinem Artikel verlinkt hat – und zwar wörtlich! Aber wem bleibt heute schon Zeit das zu lesen, was andere recherchiert haben.

        Lieber ex Gotha, ich bin aber kein Unmensch und erteile Ihnen hiermit Dispens, meine stets schlecht geschriebenen Artikel zu lesen. Nicht, dass Sie sich noch charakterlich erkälten!

      • Aristobulus schreibt:

        Die antisemitische Scheiße, Thomas!, die kocht derzeit AUSSCHLIESSLCH 1) aus der mohammedanischen Ecke und 2) aus der diffuslinken Ecke heraus.
        Als Jude wird man derzeit AUSSCHLIESSLICH durch diese mohammedanisch-diffuslinke Seite gefährdet, gemobbt, verprügelt, niedergeschrieen und mitten auf der Straße mit dem Ruf „Juden ins Gas!“ bedroht.

        Die paar übrigen Rechten hingegen sind absolut marginal.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Thomas ex Gotha: „Die antisemitische Scheiße, die durch die BRD schwappt, stinkt nicht dadurch weniger, dass man sie auf eine bestimmte Herkunft und eine bestimmte Religion reduzieren will.“

        Wer hat denn behauptet, dass sich die antisemitische Scheiße auf eine bestimmte Herkunft und eine bestimmte Religion reduziert?

        • Aristobulus schreibt:

          … hmmm, Gutartigster, die Berichterstattung hat das getan. Also hmja die Fakten, ähmdoch!, denn es ist eine faktische Berichterstattung hier – also eine, die einfach berichtet, was passiert.
          Es gib nun mal keine Übergriffe, Mobbereien, Spuckereien, Schlägereien gegen Juden von irgendwelchen Ex-Glatzenstiefeln. Die hat es vielleicht vor 20 Jahrhen mal gegeben, nicht?, ekelhaft genug. Aber hier wird ja nicht über die Zeit vor 20 Jahren berichtet, sondern genauestens über 2017.
          Und durch die Republik schwappt genauestens 2017 antisemitische Scheiße.
          WER lässt sie schwappen: Ausschließlich Mohammedaner und deren diffuslinke Gutfinder.
          So.

          Und um das mal wieder feststellen dürfenkönnen zu sollen 🙂 , so ganz faktisch und zweifelsfrei, hat und Thomas ex Gotha uns hieseine unausrottbaren Fundamentalzweifel hingeschrieben, ob der wahre Feind nicht doch nur die Rechten seien, so wie immer schon.
          Wir sollten ihm dankbar sein 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            … pardongk, meine Tsattatur klemmbt. Vielleicht liegts an irgend Krümeln drin?, ja Krümel!, schlimmbe Krümbbel!, denn die sind wohl balde-baldigst Chametz, denn in Kürze beginnt Pessach, und da essen wir acht Tage lang nichts und wieder nichts, das irgendwie mit Gärung getreidig gesprossen haben könnte, und dann klemmbt vielleicht manchmal die Tastatur.
            So wie damals in der Wüste. Also sie so verflixt klemmbte, dass sie überhaupt nicht ging.

            Jedem, der’s feiert, a guttes und koscheres Pessach, gut Jonteff und viel Matzess, und ein ersprießliches Entkommen aus der ägyptischen Sklaverei 😀

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „… hmmm, Gutartigster, die Berichterstattung hat das getan.“

            Hatte denn die Berichtbestattung die selbe Zielgruppe im Visier wie Ex Gotha?

          • Aristobulus schreibt:

            Ich habe wirklich-wirklich nicht den geringsten blauen Dämmerschein von irgend Ahnung, wer dem Thomas die Berichte erstattet.
            Nur dass er welche liest, die ihn sehr rassürieren, also darüber kann man sich sicher sein.
            Aber welche-? Von wo-?

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „…, und da essen wir acht Tage lang nichts und wieder nichts, das irgendwie mit Gärung getreidig gesprossen haben könnte, und dann klemmbt vielleicht manchmal die Tastatur.“

            Könntest Du nicht wenigstens etwas TRINKEN, was irgendwie mit Gärung getreidig gesprossen hat? Damit ließe sich die verklemmte Tastatur vermutlich besser ertragen.

          • Aristobulus schreibt:

            … also nichts Hefehaltiges oder Korngärungshaltiges, aber Leitungswasser geht immer.
            Und Wein aus Israel koscher-schel-Pessach. Der ist irgendwie ohne Hefe geweint worden. Huch?, isser aber. So haben die Rabbiner das festgestellt, und wenn die, ja dann haben die das nun mal. Also festgeschtollen.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Ari: „Es gib nun mal keine Übergriffe, Mobbereien, Spuckereien, Schlägereien gegen Juden von irgendwelchen Ex-Glatzenstiefeln.“

          Es reicht schon, wenn es sie in der Absicht gibt, worum es hier allerdings nicht geht. Entscheidend ist, dass dummes Zeug behauptet wurde.
          Wer hat die antisemitische Scheiße auf eine bestimmte Herkunft und eine bestimmte Religion reduziert?

          • Aristobulus schreibt:

            Eben, Gutartigster, das hatte ja keiner. Es war nur berichtet worden, wer die antsemitische Scheiße gemacht hat, und wer sie anschließend als genießbar ja als notwenig erklärt hat.
            Was weiß ich!, wegen der Parität und überhaupt wegen der Rechten hätt‘ vielleicht ab und zu ein kleiner Bericht über Nazis gesucht werden müssen, in dem steht, dass drei Nazis einen jüdischen Stolperstein schief angesehen hätten.
            Hach, da sucht und sucht man.

          • Aristobulus schreibt:

            … pardon, notwenDig. Meine Tzattaturr klemmt immer noch. Es legt am Pessach und am Deh, denn es ist sehr deutsch, dieses Deh.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            So viel Verve, so wenig Verstand; „Entscheidend ist, dass dummes Zeug behauptet wurde. Wer hat die antisemitische Scheiße auf eine bestimmte Herkunft und eine bestimmte Religion reduziert?“
            Sie lesen nicht zufälligerweise die Seite, die Sie so diarrhoeig kommentieren? Und weil er mir einen Gefallen tun will, lässt Aristobulus unmittelbar davor verlauten: „WER lässt sie schwappen: Ausschließlich Mohammedaner und deren diffuslinke Gutfinder.“ Genau. Wobei es ihm schwer fallen dürfte, zu erklären, was er unter „diffuslinken Gutfindern“ versteht, aber ich bin dennoch nur halb gespannt, welche Querfrontwirrköpfe er da als Gewährsmänner vorführt.
            Da wir gerade von Wirrköpfen sprechen: Um auf Sie zurückzukommen, gg, empfehle ich Ihnen eine der wenigen amtlichen Untersuchungen über Antisemitismus in der BRD: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/077/1707700.pdf.
            Was lesen wir da auf S. 172? „Das rechtsextremistische Lager, das nach Erkenntnissen
            des Verfassungsschutzes zurzeit etwa 26.000 Anhänger umfasst, stellt nach wie vor den
            bedeutendsten politischen Träger des Antisemitismus in Deutschland dar.“ Und wir lesen ebenso (S.174): „Als gesichert gelten kann die tiefe Verankerung antisemitischer Stereotype und Wahrnehmungsmuster in der Alltagskultur, doch ist völlig ungeklärt, in welchem Umfang sich dieser Bodensatz an Vorurteilen und Ressentiments in konkreten Handlungen (einschließlich verbaler Angriffe) in der alltäglichen gesellschaftlichen Interaktion äußert und welche Folgen dies für Juden und Nichtjuden hat.“
            Und damit erst einmal genug.

            @Letsch: Sie schrieben: „Ja, die Situation an der Schule sei schon sehr speziell, es gäbe einen hohen Anteil an Migrationshintergründen, die sich offenbar schon soweit in den Vordergrund gedrängt haben, dass die Eltern „gutbürgerlicher“ Kinder nichts unversucht lassen, um ihre Sprösslinge lieber auf eine der beiden anderen Schulen im Kiez zu schicken.“
            Sie behaupten (von sich, der offenbar wie Caesar und Lothar Matthäus gerne in der 3. Person über sich spricht): „Die Information mit den „gutbürgerlichen“ Eltern und Schülern hat Letsch aus dem Leserbrief, den er pflichtschuldigst in seinem Artikel verlinkt hat – und zwar wörtlich!“
            Das ist, zitieren wir den Elternbrief, leider auch falsch: „Damit unterscheidet
            sich die Schule mit ihren Voraussetzungen sehr von den anderen Schulen in Friedenau, die vorwiegend von Kindern und Jugendlichen aus gutbürgerlichen Familien ohne
            Migrationshintergrund besucht werden. Diese Situation führt wiederum dazu, dass sich jedes Jahr viele der hier wohnhaften Eltern potentieller neuer Grundschüler_innen sehr engagiert darum bemühen, dass ihre Kinder einen Platz an einer der drei weiteren Grundschulen im Ortsteil Friedenau bekommen.“

          • Aristobulus schreibt:

            Pardon, Thomas, das geht mir wirklich etwas zu weit.
            Was just der Bundestag mit seiner Mehrheit (die am 2. Juili 2010 EINSTIMMIG die israelische Seite verurteilt hat, ohne diese israelische Seite jemals angehört zu haben – was den Bundestag jedoch nicht daran gehindert hat, EINSTIMMIG die Israelis zu verurteilen, die sich mal wieder, wie so oft, bloß gegen etwas Antisemitismus gewehrt hatten), also was just dieser Bundestag in irgend Hochglanzschriften über den Antisemitismus herumzurteilen habe, wahrscheinlich wieder einstimmig?, und höchstwahrscheinlich ohne die Juden zuvor zu befragen?, das geht mir gelinde gesagt völlig und am Allervölligsten an meinem jidischen Tochess vorbei.

            Ihnen a guttn Jonteff oder friedlichen Montagabend.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Thomas ex Gotha

            Ihr streben nach Intelligenz ist wie immer sehr reizend, Herr ex Gotha, aber wer hat denn nun behauptet, dass sich die antisemitische Scheiße auf eine bestimmte Herkunft und eine bestimmte Religion reduziert?

          • Aristobulus schreibt:

            Der Dipbt.Bundestag.de hat den Antisemitismus auf die Herkunft von 26tausend Rechten und deren bestimmter Religon reduziert.

  7. aurorula a. schreibt:

    Eine „Schule ohne Rassismus“ verhält sich zum Rassimus wie ein Bild ohne Rottöne zu einem Mohnfeld.

    • Aristobulus schreibt:

      Aber der Rassismus blüht doch immer und überall.
      Selbst um Mitternacht im kalten Polar.

      • aurorula a. schreibt:

        Wahr, nur treibt er nicht gerade seltsame Blüten; weil schließlich nicht die Blüten das seltsame sind, sondern die Sichtweise.
        Genau wie beim Mohnfeld.

        (Erst wollte ich „Schlachtfeld“ schreiben, aber ich habe schon ein Hörnchen gegessen, das zu schade ist um es sich angesichts dummschwatzender Bessermenschen nocheinmal durch den Kopf gehen zu lassen. DIe Aussagen der Bessermenschen dagegen sollte man sich meistens in diesem Sinne nocheinmal durch den Kopf gehen lassen.)

      • Hessenhenker schreibt:

        Was können die Eisbären dafür, daß sie nicht braun sind?

        • Aristobulus schreibt:

          Das liegt an den Pinguinen da.
          Die siedeln schamlos und jedes Völkerrecht mit Flossen tretend, und dazu fressen sie den Eisbären den letzten Mohn weg, sodass die nie rotbraun werden können. Sodass der Arktiskonflikt seitdem dramatisch in alle Zoos der Welt schwappst!, und die Zoodirektoren haben alle Hände voll zu tun, das den Pinguinen einzubläuen.

          • aurorula a. schreibt:

            Wenigstens können die Pinguine noch an den Äquator umziehen, wenn es ihnen zu bärig wird.

            Und bevor jemand fragt: ja, die gibt es dort. DIe nördlichste bekannte Pinguinkolonie befindet sich auf der Insel Isabella (die gehört zu den Galapagosinseln), so ungefähr achtzehn Winkelminuten nördlich des Äquators. Auf der Südhalbkugel gibt es Pinguine so gut wie überall. Das ist ein unwesentliches Bißchen größer als Hessen. Also, die Südhalbkugel der Erde, nicht die Insel. Wer auf die Idee gekommen ist, Pinguine mit den Polarregionen zu assoziieren – und vor allem warum – wäre auch mal interessant zu wissen…
            … und jetzt habe ich wieder Kopfkino von einem Zoo mit Pinguinen im Tropenhaus (kann man machen, wenn sie da leben und alles), und den Reaktionen der Ökonaturromantik-Bessermenschen darauf. Und den ganzen Beschwerden darüber, daß die Realität doch so verdammrt unrealistisch ist, und die Natur nicht den Vorstellungen davon entspricht, wie sie idealerweise zu sein hat.
            Da kann man nix machen. Gegens Kopfkino.

          • Aristobulus schreibt:

            Pinguine haben nun mal rein antarktisch zu pinguineln, alles Andere ist siedelnd-orthodoxer Imperialismus.
            So wie mit den Juden, nicht? Wobei die nicht mal in Judäa siedeln dürfen, denn solches, so die allgemeine Meinung, zwinge die Anderen dazu, sich in die Luft zu sprengen oder mit Lastwagen in Menschenmengen zu rasen.

        • aurorula a. schreibt:

          Was können die Eisbären dafür, daß sie nicht braun sind?
          Das hört sich fast an, als ob morgen die Bessermenschen verlangen, daß die Eisbären sich sonnen.

          • Aristobulus schreibt:

            Man beginnt bessermenschlicherseits damit, den Pinguinen vorzuwerfen, sich so verdammt pinguinisch zu verhalten, die Arntarktis vollzusiedeln und den Eisbären die Sonne wegzunehmen.

          • A.S. schreibt:

            Die Eisbären dürfen weiß sein, solange sie am Aussterben sind. Wichtig noch, der Grund des Aussterbens muss Klimawandel sein.

          • aurorula a. schreibt:

            Den Eisbären geht es zur Zeit besser – so gut, daß es zur Zeit so ungewöhnlich viele gibt daß sie für die Bewohner der Nordpolarregion gefährlich werden. Also, Bären egal welcher couleur sind selbstredend immer sehr gefährliche Raubtiere, Eisbären besonders, aber die Chance tatsächlich einem zu begegnen ist natürlich größer wenn es viele gibt.
            Wirklich am aussterben sind die tropischen Pinguine:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Gal%C3%A1pagos-Pinguin
            Und zwar weil der Guano-Abbau für Bio-Dünger ihren Lebensraum gefährdet. Und weil die Markierung der Pinguine mit Plastikbändern, um die vermuteten Verhaltensänderungen aufgrund des angenommenen Klimawandels beobachten zu können, die Tiere derartig behindert daß sie beim schwimmen, Futter suchen und brüten jeweils massiv eingeschränkt sind (die Dinger haben wohl einen Wasserwiderstand, der nicht mehr feierlich ist).
            Die Realität ist unrealistisch, und „Bio“ gefährdet Pinguine.
            Aber den Eisbären gehts gut.

          • Aristobulus schreibt:

            * brummmm *

            http://kidsweb.wien/fileadmin/processed/csm_eisbaer_01_6fd648a829.jpg

    • Hessenhenker schreibt:

      Wieso kann denn der angegriffene Schüler einfach so die Schule wechseln?
      Müssen das nicht die „gesellschaftlich relevanten Kräfte“ entscheiden?
      Die SPD zum Beispiel?
      Also, da könnte doch einfach jeder kommen.
      Oder gehen .
      Beliebte Behördensätze: „Wer hat das genehmigt?“ oder
      „Entscheiden SIE das?“ (mit drohendem Unterton).

  8. Taly Almagor schreibt:

    Der „deutsche Weg“, mit (antisemitschem – vielleicht auch anderem) Mobbing an Schulen umzugehen, ist, das betroffene Kind in aller Stille umzuschulen. So haben wir und unsere Freunde und Bekannte es gemacht, nebst diversen anderen Fällen ebenfalls im Fall einer Stadtteilschule „mit Courage gegen Rassismus“. Außenstehende Institutionen einzuschalten, gilt als Tabubruch. Wir wurden von Lehrern sowie Eltern bereits als Unruhestifter und Denunzianten bezeichnet, da wir aufgrund der Untätigkeit der Klassenlehrer uns an die Vermittlungsstelle der Schulbehörde gewandt hatten. Der Tabubruch der englischen Eltern ist noch gravierender, da sie die Presse eingeschaltet hatten. Vermutlich meinen die Eltern des Jungen, dass die Sicherheit des Opfers wichtiger ist als der Ruf der Schule, daß antisemitische Gewalt nicht hingenommen, Probleme nicht unter den Teppich gekehrt werden sollen. Welch Illusion. Viele Kommentare aus dem liberalen Mainstream der Gesellschaft spiegeln dies wieder, verhöhnen die Eltern des Opfers für ihre „Naivität“ und „Überempfindlichkeit“. Es wird relativiert, geleugnet und die Schuld letztendlich auf das Opfer und seine Eltern geschoben, da sie öffentlich sichtbar gemacht haben, was die Öffentlichkeit nicht sehen will.

    • Aristobulus schreibt:

      !!!
      Danke für Ihre Stellungnahme.
      Es geht da um einen grundlegenden Mentalitätskonflikt, nicht? (der kein Konflikt ist, weil die Gegenseite ohnehin die Oberhand hat): Im Judentum (so wie im klassischen Journalismus übrigens auch) geht es um’s klare Benennen von Dingen und Geschehnissen möglichst ohne Beschönigung und ohne Rücksichtnahmen auf irgend jemandes Interessen, jedoch in der gesamtdeutschen Tratition, grad in der linken, geht es nicht darum, sondern um das große WIR & das Selbstbild, dessen guter Ruf nicht gestört werden darf.

      Fazit: Der Jud‘ stört.

      • Hessenhenker schreibt:

        Wer der Gewalt weicht, kriminalisiert die Mobber unnötig.
        Jetzt stehen die Armen doch als Täter da!
        „Perfides Albion“.

        • Aristobulus schreibt:

          🙂
          Aber die müssen eben die Opfer von Rassismus sein, weswegen die Schule ohne Rassismus eben diesen selbigen für sich abschafft, damit die Opfer als WIR einen kleinen Täter wegmobben.Wer’s kritisiert oder gar, oh weh, draußendrüber redet, der gilt erst recht als Täter, Denuntiant, Verräter und Miesmacher (Ministerin Künast sagte neulich „Zersetzung!“ und meine eben dieses).

          • Bruno Becker schreibt:

            Ministerin Künast sagte neulich „Zersetzung!“

            Hat die das echt gesagt?? Da fällt einem doch nichts mehr ein. In welchem Zusammenhang? Haben Sie vielleicht einen Link? Google spukt mir da nichts aus.

        • Aristobulus schreibt:

          … es war im vorigen Monat (März), es ging der Dame Künast um die Störung der allgemeinen Harmonie durch „die Rechten“ (also durch alle, die nicht links und flüchtlingslieb sind), und da geißelte sie auch „die Zersetzung“, die von denen ausgehe.
          Einen Link hab ich leider nicht. Wenn ich auf die Rede stoßen sollte, verlinke ich sie hier.

          • Bruno Becker schreibt:

            Vielen Dank! Mit den Informationen komme ich vielleicht schon selber weiter. Bin ich schneller als Sie, werde ich hier verlinken. Cheers!

          • Aristobulus schreibt:

            … schooon gefunden:
            http://www.deutschlandfunk.de/hasskommentare-im-netz-diese-poebelei-wirkt-sich-auf-das.694.de.html?dram:article_id=381264

            Es geht da um die grünlinke Regelungssucht der öffentlichen Meinung, sofern diese nicht der Staatsmeinung entspricht. Künasts Geschwätz zeigt überdeutlich, worauf sie hinaus will: Sie will a) definieren, was zersetzend sei, um b) dem Facebook und auch allen Blogbetreibern (!) vorzuschreiben, solches umgehend zu löschen. Sofern es der Künastschen Definition von Zersetzung entspricht, wohlgemerkt.

          • aurorula a. schreibt:

            Wenn ich das Interview im Deutschlandfunk lese, habe ich förmlich den damaligen britischen Vizepremier Nick Clegg im Ohr, der einem Terrorapologeten punctuated for emphasis entgegenhält: In a free society, people have. GOT. To have. The RIGHT. To offend. Each other!
            (vollständig übersetzt von mir hier: https://aurorula.wordpress.com/2015/01/09/die-einzig-wahre-antwort/ )
            Es wäre bestimmt lohnend, wenn auch leider wahrscheinlich nicht möglich, beide zusammen zu interviewen.

          • aurorula a. schreibt:

            Das war im Interview mit dem Deutschlandfunk über justiziable Inhalte im Netz; auf eine Frage etwa in die Richtung wie mit Aussagen umzugehen sein sollte, die „noch“ nicht strafbar sind. Wobei der Interviewer dieses „noch“ inhaltlich interpretiert hat, nicht zeitlich. Bei Frau Künasts Antworten war ich mir diesbezüglich nicht immer sicher. Das ganze Interview ist hier zu lesen:
            http://www.deutschlandfunk.de/hasskommentare-im-netz-diese-poebelei-wirkt-sich-auf-das.694.de.html?dram:article_id=381264

          • aurorula a. schreibt:

            Nachklapp: das hatte Ari schon gepostet, ich habs nicht gesehen, sorry! 😳

          • Aristobulus schreibt:

            … genaugenaugenau, „noch nicht strafbar“, das Noch hervorgehoben. Die Dame Künast behält sich die Strafbarkeit vor, nicht?
            Klar!, abwecheinde Meinungen gehören bestraft, damit dann nur noch Aussagen über Juden und Massenmorde stehenbleiben, jedoch Aussagen über Mohemmedaner und Massenmorde müssen gelöscht werden, und der Meinende kriegt’s mit der groben Staats-Kelle.
            Dafür steht die Künast mitsamt ihrer hässlichen Künastfresse.
            Auch Innenminister Maas mit seiner hässlichen Heikofresse steht dafür.
            Wenn sie es schaffen, werden sie es tun.

          • aurorula a. schreibt:

            „Hässlich“ kommt in dem Fall von „Hass“, ja?

          • Aristobulus schreibt:

            … wahrscheinlich ja. So wie scheußlich höchstwohlwahrscheins‘ von Scheuß kommt.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Aber es geht ja doch nicht um eine Definition des Tatbestandes der Zersetzung oder Nestbeschmutzung oder dergleichen mehr, ging es damals auch nicht. Es geht um das Gefühl, was das sei, und wie zu strafen…

          • Clas Lehmann schreibt:

            Genauer: um das Volksempfinden, das gesunde, das dies schon wissen lässt…

            Elastomere Paragraphenverarbeitung…

          • Aristobulus schreibt:

            … weswegen die Küngeastete schon so verbittert kautschuckig aussieht (behaupte ich mal so ojfn Sonntagabend), und der Maass so kaugetschuckt hölzern.

          • aurorula a. schreibt:

            Unter dem Künastinterview steht ein Paragraph, der so oder ähnlich wohl unter jedem Interview steht:
            Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.
            Hier klingt es beinahe so, als hätte man es extra für dieses Interview erfinden müssen, stünde es nicht so und so schon dort.

          • Aristobulus schreibt:

            … irgendwer wird’s wieder nicht verstehen, warum das da steht, indem da doch jemand was sagt, der/die/das nicht der Deutschlandfunk ist, sondern halt jemand, der was sagt.
            Es müsste da stehen:
            Äußerungen von Gesprächspartner, die etwas äußern, geben deren eigene Äußerungen wieder. Jemand, der etwas äußert, macht sich seine eigenen Äußerungen in Interviews, Diskussionen und Selbstgesprächen so gut wie immer zu eigen.

          • aurorula a. schreibt:

            Aaaaabeeer das EiiiiiiiiiiiiiiijjjjjjjgggggeeeÄÄÄÄeeentliiiiiiiiichäääÄÄÄÄäääääh! 😛

          • Aristobulus schreibt:

            Hapüh. Waah, hab ich glatt vergessen.
            Also nochmal:

            Eigentliche Äußerungen von Gesprächspartnern, die etwas über Eigentlichkeit äußern, geben eigentlich und im Sinne von Eigentlichkeit an sich deren eigene Äußerungen wieder, seien es Äußerungen es über mehr Eigentlichkeit, über weniger Eigentlichkeit oder, seltener, über gar keine Eigentlichkeit. Jemand, der etwas über Eigentlichkeit in diesen verschieden Nuancen, Abstufungen und Unterschieden von Eigentlichkeit äußert, macht sich vermöge seiner eigenen Eigentlichkeit seine eigenen Äußerungen über Eigentlichkeit in Interviews, Diskussionen und Selbstgesprächen eigentlich so gut wie immer zu eigen. Über das Strafmaß beim Fehlen von Eigentlichkeit entscheidet ein Bundesgesetz.

          • aurorula a. schreibt:

            Eijeijei 🙂

          • Clas Lehmann schreibt:

            Nee, nee, eigentlich meinen manche das, was sie gesagt haben, nicht, indem sie des Sinnes, der dem unterlegt werden kann, erst im Nachhinein eigentlich inne werden und es dann nicht gewesen sein oder gesagt haben wollen… Sein oder Haben, eben.

            Kommt auch in Interviewen vor.

          • Aristobulus schreibt:

            … wehe, wenn man meint, man habe gemeint, was man gemeint haben könnte, wenn man es gemeint hätte, und dann ziehen Andere draus immer so gemeine Schlüsse.

          • Aristobulus schreibt:

            … und meinen die dann.

          • Aristobulus schreibt:

            … nämlich so.

      • aurorula a. schreibt:

        Dazu ein passendes Zitat über die Journaille hierzulande:

        . (gesprochen von Tuvia Tenenbom und zitiert von heplev)

    • Couponschneider schreibt:

      Vor allem wird das Offensichtliche nicht benannt, wenn nicht gar negiert. Das Muster ist bekannt. Als in einer sächsischen Kleinstadt Inder durch die Straßen gejagt wurden, versuchte man es als „Wirtshausschlägerei“ abzutun.

      Der größte soziale Sprengstoff mittlerweile ist der hohe Anteil Arabisch- und Türkischstämmiger in unserer Bevölkerung. Soll man mich doch „xenophob“ nennen. Lieber „xenophob“ als dumm. Zudem habe ich ja nichts gegen Fremde im Allgemeinen. Japaner, Chinesen, Vietnamesen, christliche Schwarzafrikaner und auch trinkfeste Russlanddeutsche mögen ihre Stärken und Schwächen haben, aber ich kenne keine japanisch motivierten Terrorismus, Schwarzafrikaner haben auch nicht versucht, eine Synagoge anzuzünden und tauchen vielleicht als Dealer in Polizeiakten auf oder wegen Nichtzahlen des Unterhalts. Vietnamesen sollen in Berlin Lichtenberg steuerfrei Zigaretten verkaufen und tun damit einen Dienst für die Gesellschaften.

      Das sind ja nun eine ganze Latte von Klischees, nur erkenne ich diese als Klischee an. Der aufgebrachte, judenhassende Türke/Moslem aber ist kein Klischee, sondern Realität. Hier geht’s nicht um eine kleine Minderheit in dieser Gruppe. Die Selbstverständlichkeit, mit der diese Leute ihren Antisemitismus ausleben, lässt Udo Pastörs vor Neid erblassen. Man sollte nicht zulassen, dass sie all das, was seit 1945 in diesem Land an zivilen Errungenschaften entstanden ist, wieder vor die Hunde geht.

    • Bruno Becker schreibt:

      Vielen Dank, Frau Almagor, für Ihren Bericht. Er bestätigt, was ich in meinem ersten Kommentar unterstellte: nämlich dass der Vorfall nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist!

    • A.S. schreibt:

      Es ist vor allem ein Problem in linksdrehenden Bundesländern und daher auch kein Wunder, dass Berlin mal wieder negativ hervorsticht.
      Gerade Linke neigen dazu, die eigenen Wünsche mit der Realität zu verwechseln und jeden anzugehen, der diese emotionale Komfortzone stört.
      Man kann über die CSU in Bayern sagen was man will, aber bei den wenigen „Getto-Mentalität“ Problemen, die wir bisher hatten, wurden wir bei der Lösung (oder den Versuchen, nicht jedes Problem ist lösbar) vom Kultusministerium unterstützt. Und zwar ohne, dass irgendwie versucht wurde irgendwas zu vertuschen.

    • TheCat77 schreibt:

      Sehr richtig: Es ist der „deutsche Weg“. Und zwar der typische.
      Auch das Abschieben von Schuld bzw. sogenanntes „Opfer-Bashing“ ist ganz typisch für Mobbing (in D.). (Und Mobbing ist bekanntlich eine Vorstufe von „Holocaust“).
      Mobbing funktioniert NUR mit Unterstützung der Verantwortlichen (Machtträger), d.h.: ohne entsprechende Elternschaft und (Schul-)Leitung kein entsprechendes Mobbing. Wo Kinder die Schule wechseln müssen, ist die Schulleitung allerdings IMMER (mit)verantwortlich.

  9. Pingback: Nachrichten sind ungesund, | Letters from Rungholt

  10. anti3anti schreibt:

    Das Problem muss von verschiedenen Seiten durchleuchtet werden. Von Seite der „Schule ohne Rassismus“, der antisemitischen muslimischen Jugendlichen und von jüdischer Seite.

    Die Schule ohne Rassismus beweist durch ihr Logo und ihr Tun, dass Antirassismus bedeutungslos, schlimmer noch, zur Untätigkeit gegenüber Rassismus verpflichtet. Wir müssen akzeptieren, dass das postfaktische Zeitalter schon lange vor Trump in Deutschland existiert. Das Logo „Antirassismus“ enthebt die Schule, antirassistisch zu handeln. Jeder von uns kennt den Satz: Ich bin kein Antisemit, ich habe jüdische Freunde. Hier gilt: Die Schule ist nicht antisemitisch, ist sie doch nachweislich antirassistisch. Postfaktisch, wo man hinschaut und hinhört.

    Den muslimischen Antisemitismus erfahren die muslimischen Schüler zu Hause von Eltern und islamischen Fernsehstationen und auf der Straße. Judenhass ist für manche eine größere Selbstverständlichkeit als das Warten an einer roten Ampel. Der Drang mancher Flüchtlinge aus islamischen Ländern nach Deutschland basiert nicht allein auf die vorgegaukelte materielle Rundumversorgung, sondern vor allem auf die Hoffnung, auf antisemitisches Hitler-Gedankengut zu stoßen, um sich mit den Deutschen zu verbrüdern. Noch ist dies postfaktisch.

    Die Warnung des Jüdischen Zentralrates ist nicht allein wortwörtlich zu verstehen. Ein Jude darf sich nicht gefährden, indem er sich als solcher offen zu erkennen gibt. Er kann eine jüdische Schule aufsuchen, die es in einigen Großstädten Deutschlands gibt. Ansonsten ist er nach der Halacha verpflichtet, Deutschland zu verlassen.

    • Aristobulus schreibt:

      Nach welcher Halacha?

    • Roger Letsch schreibt:

      „Schule ohne Rassismus“ ist der Persilschein des 21. Jahrhunderts. Weiße Weste, blutige Hände. Es kommt nur darauf an, den Schein zu wahren und so zu tun, als täte man etwas. Es ist ein einziges „Aufstehen gehen Diskriminierung“ und sich schnell wieder hinsetzen, damit man erneut gegen irgendwas anderes „aufstehen“ kann. Hohle Phrasen und Scheinbeschäftigung mit einem Thema, bei dem die Lufthoheit nicht in der Schule, sondern in durch und durch antisemitischen Elternhäusern und Milljöhs liegt. Deutschland ist Weltmeister im „sich-was-vormachen“.

      • Aristobulus schreibt:

        … zumal „Schule ohne Rassismus“ dazu so maßlos kitschig ist, nicht?, aber merkwürdig auf die Unfreiwillige kitschig und absurd euphemistisch, so wie „Kirche ohne Bosheit“, „XXL-Mode ohne Übergrößen“ oder „Kochstudio ohne Überfresserei“.

        „Schule ohne Rassismus“ ist halt linker Gutsprech ohne Inhalt (die programmatisch daherkommende Inhaltslosigkeit wird dann durch faktischen Judenhass ersetzt), da hilft alles nix.

        • caruso schreibt:

          Ich empfinde es als ziemlich schlimm, was in D geschieht. TiN samt allen oder fast allen Kommentatoren kämpft dagegen an. Das ist wunderbar! Ob es genug ist? Was könnte
          noch tun, um die Verantwortlichen aufzurütteln, damit sie nicht nur schöne Sonntagsreden halten oder Kommissionen bilden sondern etwas t u n. Oder ist es naiv von Politikern, Medienleuten, Schulbehörden und was es sonst in D noch gibt, gerade d i e s zu erwarten?
          lg
          caruso

          • Aristobulus schreibt:

            … die Verantwortlichen wollen es so, liebe Caruso. Und sie wollen es mehr, und das wird laufend gesteigert.
            Was vor 20 Jahren noch linke Position war, ist heut nicht mehr links genug – weswegen es noch linker sein muss.
            Wohin das führt? Wahrscheinlich will, will und will man einfach umfallen, oder man will endlich die grundgute Welt und besonders das eigenen finale Entschuldetsein, und man will den Himmel auf der Erde haben und jeden Tag sein Lieblingsessen.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Da war mal (und ist noch) diese bestimmte, alte Frage, die schon bei jeder Wendung im römischen Reich und im 30jährigen Krieg gestellt worden ist: Ob das nun gut oder schlecht für die Juden sei.
            – Antwort nicht nötig. Man SIEHT es an der Antirassistenschule in Berlin, wie das für den Jidn gewesen ist.

        • A.S. schreibt:

          Auf Nachfrage im Kollegium, ob ich mich bei „Schule ohne Rassismus“ engagieren will, hab ich mal geantwortet, ich würde das nur machen, wenn die Schule gleichzeitig ein Programm „Schule ohne Pädophilie“ startet.
          Die Reaktionen waren besser als jedes Kino. Die blanke Überforderung stand in den Gesichtern.

      • Couponschneider schreibt:

        „Schule ohne Rassismus“ erinnert mich an den den Antifaschismus der DDR. Weil sich die DDR offiziell antifaschistisch nannte, glaubte sie, sie könne nicht antisemitisch sein und umso freier Israel kritisieren. Für die Linken im Westen traf es ja auch zu. Tatsächlich gedieh in der Antisemitismus, aber auch allgemeine Ausländerfeindlichkeit, in der DDR-Gesellschaft äußerst gut. Die vietnamesischen Gastarbeiter hatte man vor der DDR-Bevölkerung weggesperrt, wohl auch zum Schutze der Vietnamesen.

        • Aristobulus schreibt:

          Ja, der verordnete Antifaschismus der DDR ist zum verordneten Antirassismus der gesamtdeutschen Gegenwart mutiert.
          Wie konnte das passieren-? Na, durch Scham an sich selbst. Es war faschistisches Verhalten, Vietnamesen wegzusperren, Israel dauerzukritisieren, die Landesgrenzen mit einem Schießbefehl für Inänder zu schließen, jeden Häuserblock mit Denunzianten zu kontrollieren und allgemeine Einheitsmeinung-Gehirnwäsche zu betreiben. Die Selbstscham gebot, das alles mit Phrasen zu beschönigen, während man es weiter und weiter tat.
          Analog ist es rassistisches Verhalten, wenn man Mohammedaner als edle Wilde behandelt, die nicht für sich selbst verantwortlich sein können und unerziehbar bleiben. Die Selbstscham nennt das dann „Schule ohne Rassismus“. Das Resultat, während man weiter und weiter so agiert!, hat man ja nun gesehen.

          • Couponschneider schreibt:

            Passend zur „Schule ohne Rassismus“ schreiben die von „Schüler_innen“ und „Lehrer_innen“. Wer so schreibt, ist verdächtig. Gegen Sexismus sind die wahrscheinlich auch: “ Bei uns werden Mädchen unterdrückt? Wir sind gegen Sexismus. Seht her, wie toll wir die Gender-Gaps setzen.“ Vermutlich hätten die kein Problem damit, wenn ein Mädchen plötzlich vollverschleiert zur Schule käme. Wenn jemand Ernst Jünger läse, dann gäb’s eine Grundsatzdiskussion, gegen „Faschismus“ und gegen den Einfluss der „neuen Rechten“.

        • Kanalratte schreibt:

          Wie der Name schon sagt, war die DDR (Deutsche Demokratische Republik) der Teil Deutschlands wo es Demokratie gab und die BRD (Bundesrepublik Deutschland) der Teil wo ein Bund bzw. ein Verband über alle Menschen herrschte.

          • Aristobulus schreibt:

            … weil da aber noch was unklar blieb, haben manche Länder sich sogar „demokratische Volksrepublik“ genannt, damit da bloß keiner zu zweifeln begann, dass das republikanische Volk da nicht demokratisch über selbiges horrsch (geschtorckenes Verb).

      • Antje Aging schreibt:

        Ganz genau; so wie der 9. November abgehalten wird: Die Schüler lassen es über sich ergehen, in die örtliche Synagoge hineingepeitscht zu werden (sofern eine vorhanden), sitzen dort ihre Zeit ab – mal im Halbschlaf, mal anderweitig beschäftigt; die Schlauesten machen die betroffenen Gesichter. Die Lehrer sind heilfroh, die Synagoge nach dem „Gedenken“ zu verlassen und bewerben sich, „Schule ohne Rassismus“ benannt werden zu dürfen. Bis zum nächsten Mal, wir kommen gerne wieder, die toten Juden zu begrüßen… äh, zu gedenken!

        • Aristobulus schreibt:

          Wenn man lehrerseits da überhaupt hingeht, nicht? Viererorts wird gern darauf verzichtet, um den mohammedanischen Schülern nicht zuzumuten, sich an einen Ort begeben zu müssen, wo Affen und Schweine sind.
          Konsequenterweise wird sehr häufig der Holocaust aus dem Geschichtsunterricht ausgespart, denn man fürchtet die Überforderung der Schüler (uh, und gar die Konflikte mit deren Selbstbild!) und den wütenden Einspruch von Moslemverbänden, wie man es wagen könne, zionistische Propaganda in unschuldige Rechtgläubigenseelen zu gießen.

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Letsch: „Schule ohne Rassismus“ sei „der Persilschein des 21. Jahrhunderts“. Wenn man nur eine entfernte Ahnung davon hat, von welchen Taten die Persilscheine des 20. Jahrhunderts freisprechen sollten, wird die Obszönität dieser Metapher evident.
        Von der „Wiedergutwerdung der Deutschen“ schrieb Eike Geisel. Heute kämpfen diejenigen, die nichts so sehr umtreibt wie die Sorge ums Vaterland (in dem eigentümlichen Letschdeutsch heißt das: „Deutschland ist Weltmeister im „sich-was-vormachen“. ), nicht mehr gegen „Islamisierung“, sondern guten Gewissens gegen „durch und durch antisemitische Elternhäuser und Milljöhs“. Denn Deutschland selbst ist ja längst wieder gut geworden und über jeden Verdacht erhaben.
        Das Böse kommt, wie stets, von außen.

        • Aristobulus schreibt:

          Ja, es kommt diesmal von außen.
          Komisch, wie einfach diese Sache derzeit liegt, wie banal-primitiv einfach glagert!, so ganz simpel linear: Schwulenhass, Frauenhass, Judenhass kommen in ihrer gewalttätigsten, bedrohlichsten Ausprägung derzeit ausschließlich aus den mohammedanischen Millieus.

  11. A.S. schreibt:

    Soviel zum Thema „Schule ohne Rassismus“. Ich könnte ein Jahresgehalt verwetten, dass die Schulleitung bei „ohne Rassismus“ immer nur als deutsche Rechte gedacht hat.
    Wieder eines dieser Beispiele, dass diese „gegen Rechts“ Hysterie völlig blind macht.

    • Couponschneider schreibt:

      Da ich aus Mecklenburg-Vorpommern komme und in den 90ern Jugendlicher war, muss ich sagen: Die Neonazis ist schon lange nicht mehr präsent wie vor 20 Jahren. Der „Kampf gegen rechts“ von heute wirkt auf mich surreal.

      • A.S. schreibt:

        Es ist ein Kampf gegen Scheinriesen, gegen einen eingebildeten Gegner. Gutmenschen bleiben dabei unter sich und versichern sich gegenseitig die gute Gesinnung. Konsequenterweise taucht auch niemals ein „gegen Rechts“-Dödel auf, wenn tatsächlich mal einer der wenigen Nazis irgendwo aktiv ist.

      • Kanalratte schreibt:

        Sollen ich Ihnen was sagen Couponschneider, ich kenne überhaupt keine Neonazis. Mir kommt das ganze so vor als kämpfe man gegen Phantome. Jeder glaubt dass es überall von Neo-Nazis wimmelt, nur kennen tut keiner solche Leute. Ein Beispiel ohne das miteinander Verknüpfen zu wollen: Es muss ab 1933 auch so gewesen sein, die paar Feiertagsjuden die man kannte waren „ganz okay“ aber irgendwo musste es ja diesen Menschenfresser-Jud geben von dem die Medien und der Volksmund immer sprachen.

        • Aristobulus schreibt:

          Tuvia Tenenbom hat Nazis getroffen, in einer Kneipe für Nazis. Da waren die drin, und auch der Wirt war Nazi, und da drin hingen Nazisachen an der Wand.
          Tenenbom muss lange gesucht haben. Aber doch!, er hat dann wirklich gefunden, was man lange nur vermutet hatte.

          Und neulich hab ich mich mal in einem Blog mit einem unterhalten, der sagte, er sei Nationalsozialist. Er war zwar ganz nett, aber er bestand darauf, Nationalsozialist zu sein. Hab ich’s ihm halt gelaubt und ihm ein Like geschickt.

        • A.S. schreibt:

          Einige Nazis gibt’s schon (siehe NSU), aber das ist eine gesellschaftlich nicht relevante Gruppe. Eigentlich nur etwas für die lokale Polizei (die zu oft pennt).
          Die große Gefahr lauert anderswo.

  12. Eitan Einoch schreibt:

    Man stelle sich vor, der 14jährige Schüler wäre Moslem bzw. „Flüchtling“ gewesen und die mobbenden Mitschüler Neonazis. Da hätte es einen „Aufstand der Anständigen“ sowie Mahnwachen und Lichterketten gegeben. Steinmeier und Merkel würden ihr belangloses Betroffenheitsblabla zum Besten gegeben, Maas hätte eine Moschee besucht und Claudia Roth hätte mal wieder ihr Clowntalent unter Beweis gestellt. Aber naja, es war ja nur ein popeliger Judenbengel… Der soll sich mal nicht so abstellen! Hat er denn nichts aus dem Holocaust gelernt?!

    • Aristobulus schreibt:

      Mitten drauf auf den rabenschwarzen Punkt.

    • Jan schreibt:

      Erst so herum wäre es ja auch Rassismus gewesen, so wie seine Definition ins Weltbild passt. Ebenso, wenn die Täter Juden gewesen wären und das Opfer Mohammedaner (wobei das Problem darin besteht, sich dies vorzustellen). In diesem Fall hätte auch niemand mehr Verständnis für „Auswüchse internationaler Konflikte“ gehabt.

      • Aristobulus schreibt:

        Yepp, Jan.
        Und warum: Weil Juden sich a) immer zu benehmen haben, weil sie sich b) nie genug benehmen, indem sie sich c) immer so verdammt jüdisch benehmen, egal, wie sie sich benehmen.
        Die Anderen aber dürfen wie sie möchten, denn die sind edle Wilde, denen die Kreuzzüge, der US-Kulturimperialismus und der rassistische Zionismus all das zugefügt haben, wovon der Bessermensch träumt.

        • Jan schreibt:

          Zum Einen das. Zum Anderen aber auch, weil sie so absolut glaubwürdig mit Gewalt drohen, wenn ihnen jemand rassistisch kommt, sich also dem islam nicht unterwirft. Gewalt ist unangenehm, und so unterwirft man sich lieber. Von den Juden kriegt man nun ständig diese eigene verantwortungslose Feigheit unter die Nase gerieben, weil Israel das einzige Land der Welt ist, dass diese ekelhafte Masche nicht mitmacht. Das ist wohl unterschwellig doch irgendwie peinlich, und so schwafelt man von Rufschädigung und lässt den Juden büßen. Das ist am einfachsten, weil ohne Folgen.

  13. Roger Letsch schreibt:

    Die Antwort auf Deine Fragen hat die Elternschaft mit ihrem unsäglichen Brief doch schon gegeben: http://unbesorgt.de/stoere-meine-kreise-nicht-berliner-schule-mit-nahostkonflikt/

  14. Bruno Becker schreibt:

    Ah, den muss ich noch loswerden:

    „Seit Jahrzehnten existiert im Nahen Osten ein nicht enden wollender Konflikt zwischen Arabern und Juden….“

    Nein, ihr doofen Trutchens, nicht seit Jahrzehnten, seit Jahrhunderten geht das so! Und es kommt immer aus derselben Ecke: der islamischen! Schreibt’s Euch hinter die Ohren! Und der Schule sei gesagt: Wie wär’s, wenn ihr das mal in Eurer „experimentellen“ Penne zum Thema macht?

  15. Hessenhenker schreibt:

    Der arme Mann!
    Wie wird er sich gegen diese Anfeindungen wehren?
    Und das auch noch im Lutherjahr.

    • Hessenhenker schreibt:

      Das grenzt doch schon an Lehrerdiffamierung.
      Wenn Lehrer eine Rasse wären, wäre das Rassismus?

      • Bruno Becker schreibt:

        Nein, das fällt unter „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Wie Antifaschismus.

        • Hessenhenker schreibt:

          „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ ist im Falle dieser Schule, wenn das verantwortungslose jüdische Kind die unbescholtenen Mitschüler durch seine Existenz (mit schriller Stimme vorgetragen: „provoziiiiierend“) zwingt, als Gruppe gegen das Einzelkind aktiv zu werden (Aktivisten)?
          Demokratie heißt fragen dürfen, hab ich von Renate Künast gelernt.

          • Aristobulus schreibt:

            … aber nur erlaubte Fragen.
            Was unerlaubte Fragen sind, hat die Elternschaft der Berliner Schule ja schon ein- für allemal geklärt.

  16. Bruno Becker schreibt:

    „…dass wir keine Erfahrung mit jüdischen Schülern haben, die wie der 14-Jährige offen mit ihrer Religion umgehen.“

    Wie bescheuert ist das denn? Nach allem, was mir zu der Causa vorliegt, fehlte es ganz offensichtlich nicht an Erfahrung mit jüdischen Jugendlichen, die offen mit ihrer Religion umgehen, sondern es fehlt an Erfahrung mit muslimischen Jugendlichen, die offen mit ihrer Religion umgehen! Bei Schulen, die sich gerne die Plakette „Schule ohne Rassismus“ ans Tor nageln, muss man immer ganz besonders aufpassen. Da wird sich weggeduckt, weggeschaut oder gar offen gehetzt, wenn es um Juden geht! So sieht das nämlich aus mit den „Schulen ohne Rassismus“!

    Kein Einzelfall; man achte auch mal darauf, was in solchen Pennen zum Thema „Nahostkonflikt“ gelehrt wird. Da wundert einen nichts!

    • Hein schreibt:

      Mir fehlt die Frage an den Schulleiter, ob er den Begriff „Courage“ nicht ersetzen möchte.
      Als Lehrer habe ich mich an meiner Schule erfolgreich gegen die Teilnahme an dieser Organisation ausgesprochen. Zwei meiner Schüler kamen von einem Gymnasium, an dem Druck auf die Schüler ausgeübt wurde zu unterschreiben. (Wenn alle in einer Klasse unterschrieben, hätten sie ein Eis bekommen.) Sie haben widerstanden.
      Zum Nahostkonflikt unterrichtete ich, obwohl es im Lehrplan gar nicht vorgesehen war, im Sinne der verlinkten Videos:


      und immer wieder aus der Serie von Danny Ayalon

      • Jan schreibt:

        Genau 🙂 Hein

      • A.mOr schreibt:

        Hein, einen großen Dank Dir!
        Das ist ausgezeichnetes Videomaterial, und bei weitem nicht nur für Schüler, sondern auch -und gerade- für erwachsene „Schüler“ geeignet.

        Ein Punkt ist, diese Videos (in der Hinsicht vor allem das erste) sind für jeden Menschen, den die Situation in Nahost/Israel (und dazu die Reflektion in Deutschland) wirklich interessiert, nachprüfbar, ob für 2012, ob für 2016…
        Wen es wirklich interessiert, der oder die wird sich die Zeit nehmen zu recherchieren. Soviel Zeit (und Geduld) hat nicht jeder Mensch, das ist nachvollziehbar. Für diese Sache jedoch wird es genügen, wenn der „erste israelische Schuß“ fällt (und damit „die Nachricht“ kommt) nochmal ein klein wenig nachzuforschen, was dem alles vorausging.
        Das würde schon genügen. Und die Hohlheit (und Absicht) der Schlagzeilen entblößen.

        Zum zweiten Video.
        Mir scheint, daß mehr und mehr Leute in Deutschland und Europa langsam anfangen zu verstehen, wie sich „der böse Siedler“ fühlt, sozusagen, und das (noch) bei nur relativ geringer Gefahrenlage.
        Es gibt dennoch schon viel zu viele, die über „imagine“ hinaus sind, sie (und ihre Mitbetroffenen) sind in aller Regel „stumm“, während es vielen weiteren offenbar zu schwer ist Empathie (und Mitverantwortung) aufzubringen.

        Was der Lehrer seinen Schülern beibringt, das dürfte diese Schüler ihr Leben lang begleiten.

        Segen und guten Erfolg Dir,
        und möge Deine Saat fruchtbar sein,
        und sei gesund!

      • Bruno Becker schreibt:

        Wow, Klasse! Das gibt mir ein bisschen Hoffnung zurück. Sind doch nicht alle Lehrer so. Natürlich nicht. Manchmal kommt es einem aber so vor. Sehr gut, Hein! Ihnen viel Kraft, den Gruppendruck durchzuhalten.

Seid gut zueinander!

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