Sag ich mal so

Ich finde es immer wieder lustig, wenn ich selbsternannte Pazifisten höre, die sich für Verbote ausprechen. Wie soll man bitte ohne Gewalt etwas verbieten? Verbote sind Gewalt!

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20 Antworten zu Sag ich mal so

  1. O. Paul schreibt:

    Oh Mann, Herr Burmann: Zu den Kindern sag ich immer, dass sie halt die Klappe halten sollen, wenn sie nichts gescheites zu sagen haben.

    • Aristobulus schreibt:

      Sie haben das vielleicht nicht verstanden.
      Also nochmal das Ganze lesen bitte. Ja? Vielleicht dreimal.
      -Ist Ihnen vielleicht das Wort „Pazifismus“ aufgefallen? Ah, ja doch schon jezze immer so. Um den geht’s da nämlich, also um die Forderungen der Pazifisten nach Verboten geht’s.
      Ja?

      Als Hausaufgabe müssen Sie bis morgen um Achte herausfinden, warum es da um Pazifisten und um deren Verbote geht, und was das mit Gewalt und/oder mit dem Gewaltverbot durch Pazifisten zu tun hat.

      Aber nicht schummeln oder abschreiben.

      • O.Paul schreibt:

        Ich denk schon, dass ich den Sinn begriffen habe, allein der Zweck des aufgeworfenen Problems erschlie0t sich mir nicht. Das sind Themen, die man bei Langeweile anspricht, wenn niemanden nichts gescheites einfällt.

        • Aristobulus schreibt:

          War eben ein Aperçu. Über Pazifisten. Sowas passiert einem.

          Er saß höchstwahrscheinlich einfach so da und dachte außer an die gewohnte Änigmatik des Kosmos an nichts Böses, und plötzlich sah er einen Pazististen vor sich, der jemanden mit Gewalt zum Seinlassen einer bösen Untugend zwingt, und da dachte er sich, oh Driss!, noch ein Änigma mehr!, und schrieb’s hin.

        • limbischessystem schreibt:

          Ainigma, als alpha iota ist eben schwer zu transkribieren. Aber ich schreibe auch Änigma in der Hoffnung, das möge der Originallautung am nächsten kommen, obwohl sich dafür wahrscheinlich ei eher anböte, aber Einigma läßt sich nicht so gut verkaufen, verwende das Wort in der Regel nur, wenn ich will, daß ich nicht verstanden werde, also dann doch recht häufig. Finde es aber legitim, dieses schöne Wort um seiner Originalitiät will zu nutzen.

  2. limbischessystem schreibt:

    Jetzt geht es hier aber los! Können Sie nicht mehr zwischen Gewalt und Gewaltandrohung unterscheiden? Wieso liegt im Verbot keine Fürsorge.
    Also sagen wir mal so: Ist es nicht ein gutes Verbot, während der Zugfahrt nicht die Türen zu öffnen? Ist es nicht ein gutes Verbot, auf der Autobahn nicht die Gegenfahrbahn zu benutzen? Ist es nicht in gutes Verbot, die NSDAP und mögliche Nachfolgeorganisationen zu verbieten, auch wenn das Verbot dann nicht durchgesetzt wird? Wäre es nicht sinnvoll, das Verbot – falls es denn überhaupt noch verboten sein sollte – am ersten Mai Autos abzufackeln, durchzusetzen? M.a.W. liegt die Gewalt nicht womöglich in der Verbotsübertretung?
    Si tacuisses, Buurmann!

    • Aristobulus schreibt:

      Burmann hatte jedoch eine rein logische Frage gestellt, Limbisches, er hatte nichts über richtige und falsche oder sinnlose Verbote gesagt, ja?, denn auch das sinnvolle Verbot, dass man nicht links auf der Autobahn fahren darf ( bloß weil da immer mehr Platz ist und weil es da bestimmt wieder näher ist), wird ziemlich brachial durchgesetzt, Falls es einer wagt. Also ganz unpazifistisch wird es durchgesetzt.
      Bleibt die Frage, wie Pazifisten das Kriegsverbot durchsetzen wollen würden. Indem man dann nicht hingeht, wenn ‚Krieg ausbricht‘? Hahaa.

      • limbischessystem schreibt:

        Ja, genau, da muß ich was überlesen ahben, da steht doch tatsächlich: Verbote sind Gewalt! Am Fragezeichen ist ja gut zu sehen, daß es eine logische Frage ist,
        Mich würde auch interessieren, was eine rein logische Frage ist? Steht das auf der Ebene der Kritik der reinen Vernunft? Worin besteht der Unterschied von einer logischen und einer rein logischen Frage? Anders gefragt, warum hat kannt nicht eine Kritik der Vernunft geschrieben? Oder keine Kritik der rein praktischen Vernunft?
        Oh, jetzt habe ich ein Fragezeichen gesetzt, ein Ausrufezeichen würde eventuell angemessener, oder? Sind auch nur Fragen, weder logische noch reine, noch rein logische.

        • Aristobulus schreibt:

          😀 😀

          -Kant war allzusehr damit beschäftigt, wie man sich an seine eigene-aber-hach!-allgemeine-Gesetzgebung halten könne, um z.B. mal nachzufragen, warum grad Pazifisten am Unerträglichsten von allen moralisieren, wenn’s um deren Gewissensfragen geht.
          Pazifisten fördern den Krieg.
          Es gibt kein einziges Gegenbeispiel.
          Es endet immer so wie nach den pazifistischen 1930ern in Frankreich: Wegen der pazifistischen Linksregierungen war die Armée in völlig desolatem Zustand, sodass die Deutschen nach drei Wochen das ganze Land überrollt hatten.
          Uh, wie stolz waren die französischen Linkspazifisten vorher auf ihre hmmm Friedensarbeit, ihr Gewaltverbot und ihre Kriegsverhinderung gewesen. Zehn Jahre lang nichts als Aktivismus.
          Dafür haben sie dann um so lieber mit den Deutschen kollaboriert. Merkwürdig, grad die Rechten haben das jedoch mehrheitlich nicht getan.

  3. A.S. schreibt:

    Widersprüche und Pazifismus passen doch bestens zusammen. Ein pazifistisches Weltbild muss inkonsistent sein, sonst lässt sich Pazifismus beim Anblick eines Massakers nicht durchhalten.

    • O.Paul schreibt:

      Nun, ich bin Radikal- Liberal. Wert das nicht glaubt, kriegt auf die Fresse.

      • Aristobulus schreibt:

        * seifz *
        Nein, das passt leider nicht. Ein Radikalliberaler kann durchaus jemandem eine reinhauen, Radikalliberalität schließt das ja nicht aus. Der Liberalismus muss sogar Liberalität durchsetzen, und sei’s mit Gewalt: Weil sonst die Dirigisten, Reaktionäre, Sozialisten und anderen Kollektivisten übernehmen.

        Die Aussage ginge etwa so: „Ich bin Radikalskeptiker. Wer’s nicht glaubt, kriegt auf die Fresse.“

        • ZetaOri schreibt:

          Aristobulus April 19, 2017 um 4:35 pm

          „[…]
          Ein Radikalliberaler kann durchaus jemandem eine reinhauen, …“

          Rischtisch. Er muss dann nur dazu sagen:

          Ich bin so frei!

          • Aristobulus schreibt:

            Hm, das tät‘ der Nietzscheaner so machen, und gutt.
            Aber der Liberale hat eingesehen, dass ein Schlag zurückkommt 🙂

          • ZetaOri schreibt:

            @Aristobulus April 20, 2017 um 6:13 pm

            „[…]
            Aber der Liberale hat eingesehen, dass ein Schlag zurückkommt“

            Und das wird er, ganz im Sinne der radikalen Liberalität, konzedieren müssen (nennt man wohl ‚konkludente Einwilligung‘). Der intelligente Radikalliberale sucht sich daher für diesen ‚Meinungsaustausch‘ besser keinen Klitschko aus! >;o)

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