Heute ist das Ordnungsamt Sittenwächter 

An Karfreitag erinnern Christen der Menschwerdung ihres Gottes. Sie glauben, dass Gott Mensch wurde, indem er litt, starb und im Sterben an Gott, also an sich selbst, zweifelte. In den Evangelien des Markus und Matthäus finden sich folgende letzte Worte von Jesus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen.“ Der Zweifel macht den Menschen aus. Jesus hadert mit Gott. Gott zweifelt an Gott. Da muss man erst einmal drauf kommen!

An Karfreitag hören Christen keine Musik, tanzen nicht und die Kirchenglocken werden nicht geläutet. Karfreitag ist für Christen ein besonderer Tag. Jede Religion kennt besondere Tage.

Juden zum Beispiel feiern gerade Pessach. Das Fest dauert mehrere Tage und erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Es gibt während Pessach viele Rituale und Gebote, aber das bekannteste Gebot ist das Verbot von gesäuerten Nahrungsmitteln. Über Pessach wird kein Brot verkauft, besessen oder verzehrt. Dies soll an die biblische Überlieferung erinnern, nach der die Israeliten so rasch aus Ägypten ausziehen mussten, dass zum Säuern und Gären der Brote als Reisenahrung keine Zeit mehr blieb. Während der acht Festtage wird daher nur ungesäuertes Brot gegessen.

Kein Jude kommt in Deutschland auf die Idee, von allen Bürgerinnen und Bürgern zu verlangen, während der Zeit von Pessach kein Brot zu essen. Es gibt kein Gesetz, das jedes Geschäft, das es wagt, in der Zeit Brote zu verkaufen, mit empfindlichen Geldstrafen sanktioniert. Trotz der viel beschworenen christlich-jüdischen Tradition in Deutschland verzichtet das Judentum darauf, alle Bürger mit ihren Sitten und Bräuchen zu belästigen. Religion ist Privatsache. Beim Christentum sieht das jedoch anders aus.

Das Land Nordrhein-Westfalen zum Beispiel untersagt es allen Bürgerinnen und Bürgern, mögen sie nun christlich sein oder nicht, an Karfreitag Theater zu spielen oder öffentliche Tanzveranstaltung zu besuchen. Von Mitternacht bis zum Samstag um 6 Uhr morgens, also ganze 30 Stunden, untersagt das Land NRW folgende Aktivitäten: Märkte, gewerbliche Ausstellungen, Sportveranstaltungen einschließlich Pferderennen, Zirkus, Volksfeste, Freizeitanlagen, soweit dort tänzerische und artistische Darbietungen erfolgen, alle Unterhaltungsveranstaltungen einschließlich sämtlicher, auch klassischer, Theater- und Musikaufführungen wie Opern, Operetten, Musicals, Puppenspiele und Ballett, Spielhallen, Wettannahme, musikalische sowie sonstige unterhaltende Darbietungen in Gaststätten sowie alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Tanz. Mit anderen Worten: Karfreitag ist NRW ein Gottesstaat und das Ordnungsamt sind Sittenwächter, die darauf achten, dass die religlöse Sitte eingehalten wird!

An Karfreitag nutzt der Staat sein Gewaltmonopol, um eine religiöse Sitte zu erzwingen!

Das Feiertagsgesetz ist Ländersache. Es gibt Bundesländer, in denen das Verbot herrscht und andere, die dieses Verbot nicht kennen. Da stellt sich mir die Frage, wenn ich nun an der Grenze zweier Bundesländer, auf der Seite spiele und tanze, wo das Spielen und Tanzen an Karfreitag erlaubt ist, mein Publikum aber ganz ruhig und still auf der Seite sitzt, wo es verboten ist, macht sich dann wer strafbar?

Vom Verbot nicht betroffen sind Kino, Radio und Fernsehen. Die dürfen senden, was sie wollen. Soviel zum Thema Gleichheitsgrundsatz! Vom Verbot ebenfalls nicht betroffen, sind ein paar religiöse Stücke. Heinrich Heine ist verboten! Woody Allen, Hedwig Dohm, Kurt Tucholsky und Neil Simon auch. Felix Mendelssohn Bartholdy sowieso. Nicht verboten ist jedoch die Oper „Parsifal“ von Richard Wagner! Im Jahr 2013 wurde das Werk in der Oper Köln gegeben, während allen anderen Theatern in Köln das Spielen unter Androhung empfindlicher Geldstrafen verboten wurde. Die Kölner Studiobühne zum Beispiel öffnete an dem Tag seine Tore nicht. Am 2. April 2010 jedoch öffnete sich der Vorhang in der Studiobühne an Karfreitag. Raten Sie mal, was an dem Tag gegeben wurde? Richtig! Wagners „Parsifal“.

Wenn die Politik entscheidet, welche Stücke gespielt werden dürfen und welche nicht, so ist das Zensur!

Im “Parsifal” gibt es eine Figur, die Kundry heißt. Sie ist von Richard Wagner als eine Art “ewige Jüdin” angelegt. Kundry ist eine Frau, die Jesus auf seinem Weg zur Kreuzigung verspottet und ausgelacht hatte und daher dazu verflucht wurde, in ständiger Wiederkehr durch die Welt zu wandern. Erlöst wird sie erst im dritten Akt an Karfreitag. Es ist der Tag, an dem sie Jesus erkennt und schließlich getauft wird. Mit der Taufe endet der Fluch und Kundry findet ihren Frieden. Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet diese Oper zu den wenigen Stücken gehört, die an Karfreitag in NRW gezeigt werden dürfen. In der Geschichte des Christentums hatten es Juden nämlich besonders an Karfreitag schwer, da sie jahrhundertelang für den Tod von Jesus verantwortlich gemacht wurden.

Nirgends wurde dieser christliche Vorwurf an Juden deutlicher propagiert, als während der Karfreitagsfürbitte für Juden, den die römischen Katholiken, Altkatholiken und manche Anglikaner über Jahrhunderte verwendeten und teilweise immer noch verwenden. Im 6. Jahrhundert tauchen die ersten Karfreitagsfürbitten auf, in denen Gott darum gebeten wird, Juden den „Schleier von ihren Herzen“ wegzunehmen, ihnen die christliche Erkenntnis zu schenken und so der „Verblendung ihres Volkes“ und „Finsternis“ zu entreißen. Ab 750 wurden Juden in den Karfreitagsfürbitten perfidis („treulos“) genannt und ihr Glauben als iudaica perfidia („jüdische Treulosigkeit“) bezeichnet. Eine zaghafte Kritik an der traditionellen Judenfürbitte wurde erst nach der Shoa formuliert, aber 2008 erlaubte Papst Benedikt XVI. eine abgeschaffte Karfreitagsfürbitte für die alte lateinische Messe schon wieder. Der Wortlaut lautet: “Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.”

Im “Parsifal” erkennt Kundry Jesus als Retter und wird getauft. “Parsifal” darf an Karfreitag in NRW gespielt werden.

Wenn es für einen vor zweitausend Jahren durch Römern ermordeten Juden ein Tanzverbot gibt, aber für 6 Millionen von Deutschen vor 70 Jahren ermordeten Juden nicht, dann bist Du in Deutschland.

Als Hauptgrund für die Entscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, an dem Feiertagsgesetz festzuhalten, wird immer wieder der Ruf nach Respekt angeführt. An einem Tag im Jahr, so heißt ed, dürfe der christliche Teil der Gesellschaft durchaus mal Respekt für seinen Glauben verlangen. Ein einziger Freitag im Jahr ohne Kunstfreiheit, Tanzen und dem Recht auf freie Entfaltung könne schließlich nicht so schlimm sein.

Für mich haben Kunst, Kultur, Aufklärung und Liberalismus den gleichen Stellenwert wie für andere Menschen ein religiöser Glaube. Theater ist für mich Menschendienst, wie die Kirche für Christen Gottesdienst ist. Wie würden Christen reagieren, lebten sie in einem Land, in dem ihnen die Heilige Messe oder der Gottesdienst für nur einen einzigen Sonntag im Jahr untersagt wäre, mit der Begründung, einmal im Jahr dürfe die Religion durchaus mal ruhen, es sei schließlich nur ein Tag im Jahr!

Respekt kann nicht erzwungen werden. Respekt ist eine Form der Wertschätzung, ein Geschenk der Aufmerksamkeit und der Ehrerbietung. Respekt ist nur da möglich, wo sich ein Mensch frei dazu entscheidet, seine Wertschätzung und seine Aufmerksamkeit zu schenken. Alles andere ist Zwang. Es ist wie ein Kind, das von der Mutter gezwungen wird, Danke zu sagen. Ein erzwungenes Danke ist kein Dank und erzwungener Respekt ist kein Respekt!

Das Karfreitagsgesetz ist zudem eine staatlich vorgeschriebene Gotteslästerung! Es ist nämlich gotteslästerlich zu glauben, der allmächtige Gott brauche menschliche Institutionen und Regierungen, um seine Macht zu bezeugen. Ein Staat, der sich so etwas anmaßt, reduziert den Allmächtigen zu einem Wesen, so schwach, so mickrig und so unbedeutend, dass er sogar der Hilfe der Landesregierung NRW bedarf. Respekt und Ehrfurcht vor Gott sehen anders aus!

Ein Glaube, der es nicht schafft, die Herzen seiner Anhänger ohne staatlichen Zwang zu erreichen, ein Glaube, der nicht stark genug ist, dass er sich auch unter Nachbarn mit fremden Sitten und Gebräuchen entfalten kann, ein Glaube, der nur leben kann, wenn er anderen Menschen Fesseln anlegt, ist ein schwacher Glaube. Ein Gott, der auf Staatsdiener angewiesen ist, um seinem Wort Nachdruck zu verleihen, ist ein armseliger Gott!

Warum müssen die Christen in NRW alle Menschen an Karfreitag zwingen, sich an ihre Gesetze zu halten? Warum fühlen sich diese Christen von Theaterstücken, Konzerten oder Tanzveranstaltungen gestört, obwohl sie in separaten Räumen stattfinden und sie nichts davon mitkriegen, wenn sie zu Hause oder in der Kirche ihren Karfreitag begehen?

Es gibt Christen, die mir sagen, ich solle dankbar sein, dass mir ein stiller Tag geschenkt wird. Für mich ist Karfreitag aber kein stiller Tag, im Gegenteil: So wie der Karfreitag zur Zeit abläuft, ist er für mich purer Stress. Den ganzen Tag lang muss ich aufpassen, nicht ich selbst zu sein, weil ich mich sonst strafbar mache. Ruhe sieht anders aus!

Ich wünsche mir mehr Gelassenheit. Glaube, woran Du willst, ich hindere Dich nicht daran. Du kannst still sein, Deinen Laden zu lassen und beten. Aber bitte zwinge mich nicht dazu, mitzumachen! Ich respektiere Dich. Bitte respektiere Du auch mich!

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35 Antworten zu Heute ist das Ordnungsamt Sittenwächter 

  1. O. Paul schreibt:

    Für Atheisten ein Scheißtag heute: Waren mit dem Auto in und um Meissen unterwegs und es war sterbenslangweilig.

  2. Alexei Pavlovic schreibt:

    Es kommt noch hinzu, dass eine Berufsgruppe betroffen ist, die ihren Lebensunterhalt mehrheitlich selbstständig bestreitet und vom Staat weder subventioniert noch für die finanziellen Einbußen entschädigt wird, nämlich die freien Künstler und Spielortbetreiber, für die der Karfreitag eigentlich ein perfekter und finanziell einträglicher Spieltag wäre. Ich glaube, dass die Kirche hier absichtlich den Wettbewerb verzerrt, damit die Leute sich vor Langeweile und mangels Alternative in den Gottesdienst statt ins Theater setzen.

    • Aristobulus schreibt:

      Aber da wird heut auch nur Tragödie gegeben 😦

      • ZetaOri schreibt:

        Außerdem wäre das in etwa so, als würde ich Urlaub in Marxloh machen, weil alle Hotels auf Gran Canaria ausgebucht waren.
        Nix gegen ’nen gepflegten Masochismus, abba wat zuviell is is zuviell!

        • Aristobulus schreibt:

          … in Marxloh soll sogar ein Blumengarten neben der Synag- ähmnein!, neben der Moschee sein, den eine gewisse Gitti angepflanzt hat, damit dorten Muselmanen, Christen und Juden zusammenkommen.
          Aber außer der Gitti und ein paar Rechtgläubigen und wenigen Blumen kommt da nie einer hin. Und die machen da nichtmal Urlaub. Ach die wissen schon, warum

          • ZetaOri schreibt:

            @Aristobulus April 14, 2017 um 7:29 pm

            „… in Marxloh soll sogar ein Blumengarten neben der Synag- ähmnein!, neben der Moschee sein, den eine gewisse Gitti angepflanzt hat, …“

            Gitti, … Gitti …?
            Aahhh, ich glaub‘ mir Schwant es. ;o)
            War das nicht die, die den Imam verpetzt hat, dass der sich mangels Messwein mal das ein- oder andere KöPi zischt … oder so? 😀
            Und die dann den Tuvia Tenenbom verklagt hat, weil der gesagt hat, dass sie das gesagt hat?
            Und die Blümchen waren Rosen, nich? Drunter tut man’s nicht (z.B. mit, dem intellektuellen Niveau angemessenen, schlichten Gänseblümchen).
            Die duist da immer noch rum? Lebendig? Hat man ihr den Verrat verziehen?
            Na, egal. Ein Grund mehr, um Marxfloh ’nen großen Bogen zu machen, selbst wenn nirgendwo mehr ein Hotelzimmer frei ist.

          • Aristobulus schreibt:

            … ich würd ja gern in Marxloh einfach mal so aus Dawke nachfragen, ob der Imam die Gitti noch in ihren kleinen Blumenbegegnungsgarten reinlässt wegen des Bierskandals, aber da ist ja immer kein Hotelzimmer frei.
            Also wird man’s wohl nie wissen

  3. A.S. schreibt:

    Hm. Karfreitag. Freunde haben sich ein Haus gekauft das n bissi renoviert werden muss. Nachher werden wir dort Bauschutt wegräumen, dass muss Morgen fertig werden. Mal schauen ob das Ordnungsamt kommt ……

    • Marcus Vorbrüggen schreibt:

      … um mit anzupacken. Machen die bestimmt. So ehrenamtlich wie die drauf sind. Falls nicht, einfach freundlich rüberwinken, anlächeln, Kuchen und Kaffeekanne bereithalten …

      • ZetaOri schreibt:

        @Marcus Vorbrüggen April 14, 2017 um 12:19 pm

        „[…] freundlich rüberwinken, anlächeln, Kuchen und Kaffeekanne bereithalten …“

        DAS könnte schon wieder ein Tick zuviel „Unterhaltung“ sein! >;D

        • Aristobulus schreibt:

          Ja. Wenn schon Bauschutträumen am Karlfreitag, dann jefällichs‘ ohne Kaffee oder Kuchen, denn als Buße ist das Bauschuttarbeiten heut völlig und am Allervölligsten koscher.

    • ZetaOri schreibt:

      @A.S. April 14, 2017 um 10:52 am

      „[…]
      Nachher werden wir dort Bauschutt wegräumen, dass muss Morgen fertig werden. Mal schauen ob das Ordnungsamt kommt ……“

      Hmm, Bauschutt wegräumen als „der Unterhaltung dienende öffentliche Veranstaltung“?
      Nee, ich denke, da sied Ihr nicht in Gefahr.
      (Es sei denn, Ihr tanzt dabei, … oder so.)

      • Aristobulus schreibt:

        Wenn die freundlichen Straßenmitarbeiter des Ordnungsamts sagen sollten, dass öffentliches Bauschuttarbeiten an diesem allgemeinen Allgemeinfeiertag für die Allgemeinheit värrbottn sei!, dann sagt, dass Ihr Mohammedaner seid, die- neiiin, sagt „wir sind Musliiime“, die grad büßend den Ramadan vorbereiten.
        -Wenn man nachfragt: Bechimpft sie als Rassisten. Wenn sie dann gehen, ruft ihnen „Allahu Akbar“ hinterher.
        -Wenn man nicht nachfragt, sondern nur weggeht, ruft ihnen trotzdem ein „Allahu Akbar!“ hinterher.

        • ZetaOri schreibt:

          @Aristobulus April 14, 2017 um 5:03 pm

          “ neiiin, sagt „wir sind Musliiime“, die grad büßend den Ramadan vorbereiten.“

          Muslime die Bauschutt räumen?
          Pffft, glaubt keine Sau, nichtmal Ordnungsbeamtete!
          Die erste hier angekommene Generation, die das noch gemacht hat, ist längst in Rente, und die gegenwärtige rapt höchstens noch maliziös über kartoffelige Bauschutt-Räumer.
          Außerdem weiß inzwischen jeder, dass die nicht büßen sondern büßen lassen, jawoll!

          • Aristobulus schreibt:

            Jaha, wir wissen das, ZetaOri.
            Aber wissen das auch die Bessermenschen vom Ordnungsamte-?
            (Und wenn sie’s wüssten, sind sie gehalten, es ganz schnell zu verdrängen, weil sie sich sonst ja des übelsten Rassismusses schuldig machen täten, was man jedoch als Ordnungsamtsbessermensch nimmermehr tun dürfen darf).

          • ZetaOri schreibt:

            @Aristobulus April 14, 2017 um 5:47 pm

            “ […] weil sie sich sonst ja des übelsten Rassismusses schuldig machen täten, was man jedoch als Ordnungsamtsbessermensch nimmermehr tun dürfen darf).“

            Na, vielleicht könnten sie alternativ ’n paar kräftige Jungs vom städtischen Bauhof organisieren, die das Büßen übernehmen. Schwofen gehn können die ja heute eh nicht!
            😀

    • A.S. schreibt:

      Nix…… Nicht mal meckernde Nachbarn. Die waren kurz da und wollten partout kein Ordnungsamt rufen. Statt dessen nen Plausch beim Kaffee.

      • Aristobulus schreibt:

        Dann also nachträglich Dir einen netten Bautrümmer-Kreuzigungstag wünsch‘ 🙂

        • A.S. schreibt:

          Merci. Haben den Estrich erfolgreich gekreuzigt.

          • Aristobulus schreibt:

            Hat’s gekitzelt?
            Ich prophezeih‘: Morgen wird der Estrich wieder auferstehen. Also legt Ihr besser noch paar Bohlen drauf.

          • ZetaOri schreibt:

            @Aristobulus April 15, 2017 um 4:15 pm

            „[…] Ich prophezeih‘: Morgen wird der Estrich wieder auferstehen.“

            Und sich in 40 Tagen zum Himmel erheben? Das würde dann zumindest die Kosten für die Entsorgung einsparen (Bauschutt ist teuer).
            Problematisch ist die Zeit dazwischen: Da könnte er völlig unmotiviert und unerwartet an diversen Orten einfach auftauchen und wieder verschwinden. An manchen Orten (z.B. im Bundestag oder bei ’ner VW-Vorstandssitzung) könnte das zu erheblichen Irritationen führen.
            Und dann haben wir wieder ein paar Zentner Weltraumschrott zusätzlich da oben rumfliegen. Die Mond-Trips werden auch immer gefährlicher.

            Btw.: Der Lattenjupp müsste da oben auch noch rumkreisen. In den zeitgenössischen Berichten sind zumindest keine Hinweise zu finden, dass er ’nen Raumanzug getragen hätte, und spätesten so ab 10 km Höhe dürfte die Luft sehr dünn und es außerdem sehr, sehr kalt geworden sein.
            Glaube kaum, das der das überlebt hat.
            (Und selbst, wenn der da alle drei Tage wieder aufersteht, ist er gleich wieder hinüber. ScheiB Spiel.)
            Es sei denn, natürlich, er wäre auf halber Strecke von ’ner fliegenden Untertasse aufgenommen worden. Hmm, gab’s damals schon Untertassen?

          • Aristobulus schreibt:

            Haunebus gab’s, die gab es ja immer, weil rückwirkend das macht es so schön eindeutig und antilinear mit denen.
            Aber wenn die Müll werden, hat man das allergrößte Problem mit dem ganzen Plutonium, Kryptonit, Nitrosaminen und N’gââch aus denen. Weswegen die ganz schnell wieder auferstehen, so bald das Müllproblem entsteht, damit es nicht.
            Irgendwer hat das wohl wirklich nachhaltig geregelt, ein für allemal 😀 , und wahrscheinlich rückwirkend, also immer vor und zurück und seitwärts ran, aber ineinander-umanand‘, ja geradezu trinitarisch.

          • A.S. schreibt:

            Oh ja, der Estrich wird wieder auferstehen. Am Dienstag. Deshalb musste der auch pünktlich raus.
            Allerding werden wir nicht mit einem Wunder dienen können, ein Himmelsflug ist auch nicht drin.

          • Aristobulus schreibt:

            Ojwej, diese Dienstagsauferstehungen heutzutage. Also früher war das besser.

          • A.S. schreibt:

            Zwei Tage Verspätung wird man durchgehen lassen. Nach DB-Maßstab ist das pünktlich, nach BER-Maßstab nur noch durch übernatürliches Eingreifen zu erklären. 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            … also da spielt der Estrich mit dem Menuhin den Bach, und endlich mal ersteht keiner auf, sondern die beiden bleiben einfach stehen, während selbst der Gebachte liegen bleibt und außer melodiösen Geräuschen keinen verstört oder benachteiligt, oder so.

          • ZetaOri schreibt:

            A.S. April 15, 2017 um 8:31 pm

            „[…] ein Himmelsflug ist auch nicht drin.“

            Schade, eigentlich: Wenn der Estrich-Schutt es bis zum Mond geschafft hätte, wäre er vielleicht angemessen als Fundament für die erste außerirdische Moschee geeignet gewesen.
            Auf der Rückseite natürlich, also: „Hinter’m Mond!“

          • Aristobulus schreibt:

            Die könnte durchaus die anderthalbtheiligste Moschee werden (denn da war doch das Brobläm mit der drittheiligsten, deren Drittklassigkeit oder überhaupt Heiligkeit erst ca. 1938 erfunden worden ist, wobei seit damals immer noch ka‘ Ssau wüsste, welche die Zweitheiligste. Also sein soll. Nein sollte. Also die.
            Weswegen die Mondmoschee eine durchause Schangse haben können müsste, um die aller-allerheiligste zu werden. Man muss es nur oft genug sagen. Also dass sie.

      • ZetaOri schreibt:

        @A.S. April 14, 2017 um 9:45 pm

        „… Nicht mal meckernde Nachbarn. Die waren kurz da und wollten partout kein Ordnungsamt rufen.“

        ʦʦʦ Alles liederliche Atheisten! Bestimmt lesen die auch noch ‚Tapfer im Nirgendwo‘ oder ähnliche lästerliche Machwerke.
        Die Welt ist verloren!!!!111elf

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