Ein Facebook-Test in Sachen Meinungsfreiheit

Liebe Leserinnen und Leser von Tapfer im Nirgendwo,

wenn Ihr Zeit, Lust und Neugier habt, wie sich die Sache entwickelt, dann postet eines der folgenden Aussagen auf Facebook und schreibt mir eine Mail, für den Fall, dass eine dieser Aussage von Facebook gelöscht wurde an: gerdbuurmann@hotmail.de

Ich bin mal gespannt, ob eine der folgenden Aussagen gelöscht wird:

“Der Islam war bisher das größte Unglück der Menschheit. Ich heiße den Islam den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.”

“Das schlimmste an der muslimischen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität. Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muss man feststellen, dass jedes bisschen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von dem organisierten Islam bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Moscheen organisierte islamische Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.”

“Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde muslimisch.”

“Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen kann, ist der Spott. Es ist nur das Abrakadabra jener Scharlatane, die sich als Imame Mohammeds bezeichnen. Die Geschichte gibt uns, wie ich glaube, kein Beispiel für ein imamverseuchtes Volk, das eine freie zivile Regierung unterhält.”

“Der Islam predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Muslime sind zu Sklaven geschaffen.”


Diese Aussagen stammen allesamt von Menschen, die als Leuchttürme der Aufklärung gelten, deren Gedanken nötig waren: Friedrich Nietzsche, Betrand Russel, Heinrich Heine, Thomas Jefferson und Jean-Jacques Rousseau. Sie schrieben allerdings allesamt vom Christentum. Ich habe die Aussagen lediglich auf den Islam gemünzt, da man nicht nur über den Islam so reden darf wie über das Christentum, sondern es kann. Der Islam ist nämlich mindestens so kritikwürdig wie das Christentum, wenn nicht sogar in der momentanen Welt kritikwürdiger, da im Namen des Islams zur Zeit deutlich mehr Verbrechen verübt werden als im Namen des Christentums.

Hätte es Facebook damals gegeben und beleidigte christliche Leberwürste hätten die oben zitierten Aussagen bei Facebook gemeldet, sie wären vermutlich gelöscht worden.

Wenn ich einen Menschen kritisiere, weil er eine andere Hautfarbe hat, ist das Rassismus. Wenn ich einen Menschen aufgrund seines Geschlechts kritisiere, ist das Sexismus. Einen Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Ideologien zu kritisieren, nennt sich jedoch Aufklärung! Diese Form der Kritik unterbinden zu wollen, ist nichts anderes als anti-aufklärerische Gesinnungstyrannei!

Religionen sind Ideologien. Viele Menschen können sich zwar nicht aussuchen, im Sinne welcher Religion sie erzogen werden, aber solbald sie erwachsen sind, können sie ihre Vernunft nutzen und entscheiden, ob oder inwiefern sie in diesem Glauben weiter denken wollen. Wenn Facebook an dieser Definition von Hassbotschaften festhält, dann müssen die oben genannten Philosophen demnächst konsequent von Facebook gelöscht werden, da ihre Schriften allesamt Hassbotschaften gegen das Christentum darstellen. Hier nun ihre Aussagen im Original:

Friedrich Nietzsche:

“Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung.”

“Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit.”

“Erst das Christentum hat den Teufel an die Wand der Welt gemalt; erst das Christentum hat die Sünde in die Welt gebracht. Der Glaube an die Heilmittel, welche er dagegen anbot, ist nun allmählich bis in die tiefste Wurzel erschüttert: aber immer noch besteht der Glaube an die Krankheit, welchen er gelehrt und verbreitet hat.”

“Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je in Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen. Sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht.”

“Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.”

“Gott ist ein Krankengott, so wie sich Christen Gott vorstellen, ist das nicht nur ein Irrtum, sondern Verbrechen am Leben.”

Bertrand Russell:

“Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst. Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.”

“Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität.”

“Religionen, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden, altern wie Bäume. Das Christentum in der uns bekannten Form hat seine Zeit gehabt. Wir wollen eine neue Form, die in Übereinstimmung steht mit der Wissenschaft und dennoch für ein gutes Leben hilfreich ist.”

“Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muss man feststellen, dass jedes bisschen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.”

“Ich bin selbst gegenüber allen bekannten Religionen Dissident, und ich hoffe, dass jede Art religiöser Gläubigkeit ausstirbt.”

“Das Christentum unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen.”

“Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.”

“Die Christen versichern uns, dass ihre Religion eine Religion der Liebe sei, aber die Annahme des Christentums durch den römischen Staat zu Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen.”

Heinrich Heine:

“Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”

Thomas Jefferson:

“Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen kann, ist der Spott. Vorstellungen müssen klar umrissen sein, erst dann kann die Vernunft sich mit ihnen beschäftigen; und von der Dreieinigkeit hatte kein Mensch jemals eine klar umrissene Vorstellung. Es ist nur das Abrakadabra jener Scharlatane, die sich als Priester Jesu bezeichnen.”

“Die Geschichte gibt uns, wie ich glaube, kein Beispiel für ein priesterverseuchtes Volk, das eine freie zivile Regierung unterhält.”

Jean-Jacques Rousseau:

“Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.”

***

Diesen Test habe ich entwickelt, nachdem ich diesen Auffruf von Hamed-Abdel Samad auf Facebook gelesen hatte. Ich rufe dazu auf, ebenfalls seinen Aufruf zu unterstützen:

„Die Facebook-Seite von Imad Karim ist gelöscht worden. Ich habe Imad einige Male getroffen. Er ist weder Rassist noch Muslimhasser, sondern ein weltoffener Mensch, der sich nur Sorgen um seine Wahlheimat Deutschland macht. Man muss nicht immer seine Meinung zum Islam oder zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung teilen, aber es bleiben Meinungen, die die Demokratie aushalten muss. Dass Facebook nun seine Seite löscht, ist kein Zeichen von Toleranz gegenüber Migranten noch vom starken demokratischen Bewusstsein, sondern eine klare Zensur, die eher die Willkür und Unsicherheit der staatlichen Institutionen zum Ausdruck bringt.

Wir können nicht Erdogan für seinen Umgang mit kritischen Medien in der Türkei kritisieren und gleichzeitig ähnliche Methoden gegen unliebsamen Meinungen in Deutschland anwenden. Ich richte hiermit die Bitte an Facebook, sich nicht zum politischen Instrument der Regierung zu machen und das Prinzip der Meinungsfreiheit zu achten.

Ich verlange hiermit die sofortige Freischaltung der Seite von Imad Karim! Ein Kritiker wie er hat weder die Kanzel einer Moschee um seine Gedanken zu verbreiten noch ein Verband der hinter ihm steht. Er ist auf die sozialen Netzwerke angewiesen, um seine Meinung zu verbreiten. Bitte haben Sie mehr Vertrauen in der Demokratie und haben Sie keine Angst vor kritischen Meinungen. Nicht Imad Karim ist eine Gefahr für die Demokratie, sondern die, die ihn zum Schweigen bringen wollen!

Alle, die diesen Aufruf unterstützen, mögen diesen Beitrag teilen, damit Facebook erfährt, dass viele für Imad Karims Recht auf Meinungsfreiheit einstehen!“

Dieser Beitrag wurde unter Liberalismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Antworten zu Ein Facebook-Test in Sachen Meinungsfreiheit

  1. Ralf Weber schreibt:

    Dazu passend:

    2.Korintherbrief 3:17- 18:
    „Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.

  2. davboe schreibt:

    Ein Zitat, das Atatürk zugeschrieben wird, fehlt in der Sammlung der löschenswerten Aussagen – will leider auch gerade nicht an Aktualität verlieren:
    „Seit mehr als 500 Jahren haben die Regeln und Theorien eines alten Araber-Scheichs und die abstrusen Auslegungen von Generationen von schmutzigen und unwissenden Pfaffen in der Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und für Schlafen, den Schnitt der Kleider, den Lehrstoff in der Schule, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken. Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet.“ (Aussage Atatürk in einem Interview: http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/diss/2003/fu-berlin/2001/57/5Kap2.pdf)

  3. max schreibt:

    Deutschland macht wieder Sorgen. Es war noch nie gut, wenn Deutsche „Haltung“ gezeigt haben. Vielleicht ist es wieder mal an der Zeit, gefüllten Hosenanzügen, Heikos und Küstenblondies Grenzen aufzuzeigen. Denn sonnenklar ist das, was die Blockparteien fröhlich abnicken werden, Zensur im Reinformat. Nach dem Motto. „Ich halte Dir mal eine Waffe an den Kopf und Du wirst dann schon vernünftig sein“. In einem Rechtsstaat entscheiden Gerichte und nicht Bussenandrohungen. Was wird wohl geschehen, wenn Fatzebook mit 50 MIo Euro Busse bedroht wird? Werden die sich wirklich auf die Aeste der Meinungsfreiheit herauswagen? Kaum. Die werden alles löschen, was auch nur im Entferntesten Bussenbedroht sein könnte. Und genau das ist ja vom Heiko, dem Mann, der eine Zierde jeder totalitären Junta wäre, beabsichtigt.
    Und jetzt wieder zurück zur Besorgnis über die Deutschen. Kein Zwangsgebührenmedium, kein Mainstreammedium scheint das auch nur im Geringsten zu interessieren. Viele unterstützen sogar diese grundgesetzwidrige Vorhaben. Deutsche kennen offensichtlich kein Mass. Man muss es ihnen von Zeit zu Zeit von aussen aufdrücken.

    • aurorula a. schreibt:

      Was ich vermute, daß passieren wird, ist folgendes: Vera Lengsfeld wird irgendetwas geschrieben haben, das Heiko Maas nicht passt, vielleicht „Guten Morgen, so war das aber nicht gedacht von Artikel 3!“, oder daß sie in der DDR schonmal einen ähnlichen Prozess an der Backe hatte und dessen schlimme Folgen, und so wird er achgut und die ganzen anderen Links die der Gothische aufgezählt hat jeweils auf eine astronomische Summe verklagen, sie sollten das doch löschen, was sie nicht tun. Bis ihre Verfassungsklage durch ist, kann sie diese Summen natürlich nicht vorstrecken, und so wird sie entweder in einem Land Asyl bekommen das nicht ausliefert, oder erneut wegen ihrer Überzeugungen eingesperrt.
      Das ZDF wird dazu ohrenbetäubend schweigen oder mediales Victim Blaming betreiben.
      Dann wird der Verfassungsklage irgendwann stattgegeben, das Gesetz gekippt, Frau Lengsfeld freigelassen und recht knauserig entschädigt – und wie bei Jan Böhmermann wird das keine alte Rundfunkanstalt interessieren.
      Fäzesbucket und Konsorten werden trotz gekippten Gesetzes weiterhin so agieren, als gäbe es dieses noch. Klagen zwecklos.
      Und bis dahin sind mehrere Wahlen vorbei und Heiko Maas hatte die ganze Zeit über einen schönen Posten irgendwo und jetzt saftige Rentenansprüche.

  4. O. Paul schreibt:

    Es ist schon erstaunlich, dass Deutschland von einer Diktatur in die nächste stolpert.
    In der DDR haben wir gelernt, dass die Freiheit immer die Freiheit der Andersdenkenden ist. Aber nur, wenn man auf Linie blieb. Echt shizzophren. So wie heute auch.

  5. klartext77 schreibt:

    Aktuelle Info (Stand 16. April – 19 Uhr: Das FB-Konto von Imad Karim ist wieder online. Einfach so, ohne Gründe und Erläuterungen. Offensichtlich haben die Proteste gewirkt. Die Tatsache, dass er einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, dürfte ebenfalls geholfen haben. Wer nicht „prominent“ ist, bleibt der Willkür weitgehend hilflos ausgesetzt.

  6. caruso schreibt:

    Es gibt leider viele selbsthassende Juden. Komischerweise denken die meisten nicht daran ihr Judentum aufzugeben, Aber ob es bei Zuckerberg & Co „nur“ darum geht, ob nicht irgendwelche geschäftliche Erwägungen dahinter stehen, weiß ich nicht. Von Geschäften jeder Sorte habe ich nur so viel Ahnung, daß es sie gibt. Wie auch immer, ich würde diese Leute gerne auf den Mond schießen, wenn ich es könnte. Leider….
    lg
    caruso

    • klartext77 schreibt:

      Selbstverständlich spielt das Geld bei Leuten, die wie Zuckerberg & Co. weltweit agieren, eine wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Rolle: Es gibt 1,5 Milliarden Muslime, aber nur etwa 16 Millionen Juden, 57 islamische Länder und nur einen jüdischen Staat. Das erklärt fast alles, entschuldigt aber nichts.

  7. American Viewer schreibt:

    Facebook kann da wenig machen. Maas und der deutsche Bundestag haben das entsprechende Zensur-Gesetz im Hau-Ruck-Verfahren durch den Bundestag gepeitscht und dieses Gesetz wird nun umgesetzt. Dass Menschen wie Karim nun für ihre Meinungen gesperrt werden, ist exakt so gewollt. Man darf auch nicht vergessen, dass viele Bundesbürger diese Methoden wahrscheinlich sogar unterstützen.

    • caruso schreibt:

      Wie es scheint ist D dabei, sich in eine Diktatur zu verwandeln. Und es schreien viel zu
      wenige auf. Was soll man da über die Bio-Deutschen denken? Daß Leute mit einem speziellen migrantischen Hintergrund solche Gesetze gutheißen, ist klar. Aber die anderen!!!??
      lg
      caruso

    • klartext77 schreibt:

      Es ist im Bundestag noch nicht durch, sondern bislang „nur“ von der Bundesregierung beschlossen. FB handelte im Fall Karim wohl in vorauseilendem Gehorsam, aber die islamfreundliche Willkür war schon vorher da. Das (a)soziale Netzwerk ist arg linksgrün. Immer schön dem Zeitgeist folgen!

      • Aristobulus schreibt:

        Ja, das Gesetz muss noch ratifiziert werden, also zugestimmtifiziert, auf dass die Republik damit infiziert werde.
        Dann wird jemand Verfassungsklage erheben.
        Das Verfahren wird sich lange hinziehen-.
        Derweil, da das Gesetz bis zum Einspruch des Bundesverfassungsgerichts trotzdem gelten wird, jede Menge Meinungen verboten und mit Geldbußen belegt werden.

        • aurorula a. schreibt:

          Auf Mehrheiten, lese ich gerade bei unbesorgt, ist auch kein Verlass:
          http://unbesorgt.de/wie-man-sich-eine-70-mehrheit-bastelt/
          Schade, daß ich nicht weiß, ob Abstimmungen über Gesetze im Bundestag genauso ablaufen – ich fürchte fast, ja.
          Zumindest bei Bürgerentscheiden scheint das der Fall zu sein, lehrt die Erfahrung: meine Eltern kommen aus einer mittelkleinen Stadt in der Nähe von Augsburg. In dieser Stadt gab es einen historischen Marktplatz, den ein Stadtrat nach dem anderen umbauen, „modernisieren“ und wahrscheinlich totrestaurieren wollte. Worauf sich dann jedesmal eine Bürgerinitiative dagegen bildete, es eine Unterschriftenaktion gab, und, im bayerischen Staatsrecht ist das manchmal so und Großbauprojekte gehören zu den manchmal-Fällen, ein Referendum darüber abgehalten werden mußte. Die Einwohner der Stadt stimmten mit großer Mehrheit jedesmal dafür, daß sie ihren Marktplatz doch bitte so behalten wollten, wie er war. Woran der Stadtrat drei Jahre gebunden war, und in diesen drei Jahren den Marktplatz nicht umbauen konnte. Und kaum waren die drei Jahre um, plante der Stadtrat wieder den Marktplatz zu „modernisieren“ (obwohl sie teilweise explizit vor ihrer Wahl versprochen hatten, genau das nicht zu tun), es gab eine neue Abstimmung, die Modernisierung wurde mit großer Mehrheit abgelehnt, und drei weitere Jahre war Bausperre, bis, wieder… So ging das etwas mehr als zwanzig Jahre lang, bis der Bürgermeister auf die Idee kam, einmal von sich aus abstimmen zu lassen – und die Frage ähnlich zu formulieren wie es YouGov in der von unbesorgt zitierten Umfrage tat. Im Endeffekt stimmten die Befragten unter vielen Schichten rhetorischer Tricks also darüber ab ob sie den bestehenden Marktplatz als neue Form des Marktplatzes weiterbehalten wollten. Oder sowas in der Richtung. Zu einem termin mitten in den Sommerferien, to boot. Nun hat die Stadt etwas ganz besonderes, nämlich eine gute, objektive und sehr informierte Zeitung. Die versuchte nach Kräften, dem Bürgermeister in die Suppe zu spucken, und schrieb tagelang Artikel in denen sie genau aufdröselte, worüber die Abstimmung war, wie sie sich von den vorherigen unterschied, und wie man stimmen mußte wenn man was wollte, damit die Stimme auch im Sinne des ankreuzenden gezählt wurde.
          Allein, es half nichts. Irgendwie kam das Ergebnis heraus, das sich Bürgermeister und Stadtrat vorgestellt hatten. Der Marktplatz wurde umgebaut. Heute gibt es ein shared-space-Verkehrschaos mehr, das ein glänzendes Beispiel von unästhetisch und uneinladend ist. Die Stadt verhob sich finanziell, und ist inzwischen pleite. Der Bürgermeister wurde wohl mit Schimpf und Schande aus ihr hinausgejagt …. wegen etwas anderem, nämlich wohl Verdacht darauf, Gelder veruntreut zu haben.

          Und das passiert, wenn man nicht fragt, um tatsächlich eine Antwort zu bekommen.

      • American Viewer schreibt:

        Stimmt Sie haben Recht, die Bundesregierung hat es beschlossen.

        Der Beschluss im Bundestag ist jetzt noch reine Formsache, da bekanntlich alle vier Parteien dort Zensur lieben. Das wird man vor der Sommerpause und den Wahlen schnell noch durchdrücken – und selbst wenn nicht, nach den Wahlen werden immer noch die gleichen Parteien das Sagen haben wir vor den Wahlen. Alternativen nicht in Sicht.

        Wozu gehen Menschen in DL überhaupt wählen? „Wahlen“ sollten bedeuten, dass man auch eine Wahl hat.

  8. markus schreibt:

    @ A.S.

    „Wenn dann müsste man den Text gleich zweimal posten. Einmal mit Christentum und einmal mit Islam. Dann wird’s erst interessant.“

    Interessant wird es erst wenn man noch Judentum mit dazu nimmt.

    Ich lehne übrigens alle drei sog. abrahamitischen Religionen gleichermaßen ab.

    Dennoch frohe Ostern. Ein Fest was hier schon lange gefeiert wurde bevor Christentum und Judentum hier aufschlugen.

    • A.S. schreibt:

      Es geht darum, ob beim Islamkritik mit anderem Maß gemessen wird. Da ist der Vergleich mit dem Christentum deutlich besser, einfach weil Kritik am Christentum längst Allgemeingut geworden ist. Da kommt die Doppelmoral (auf die ich fast ein Jahresgehalt verwetten würde) richtig gut zur Geltung.

  9. A.S. schreibt:

    Wenn dann müsste man den Text gleich zweimal posten. Einmal mit Christentum und einmal mit Islam. Dann wird’s erst interessant.
    Und bevor die Frage kommt: Ich mache das nicht, ich habe kein Facebook.

    • Aristobulus schreibt:

      Ick ooch nich.
      Ja, und das müsste man so machen-. Wenngleich es auf die Weise dem Leser etwas Abstraktionsvermögen abfordert, nicht? Nu, wer hat das schon 😦 . Die Allermeisten denken reflexhaft innerhalb ihres nie kritisierbefragten Selbstbildes; denken also eher gar nicht.

      • A.S. schreibt:

        Ich konfrontiere gerne Leute mit derartigen Vergleichen. Oft „wachen“ die dann auf und fangen an über gewisse Sachen mal nachzudenken. Vieles wird ja einfach übernommen.
        Dieser Schutzreflex gegenüber dem Islam wird ja auch oft als Begleiterscheinung eines Antirassismus in die Köpfe gepflanzt. Wenn diese Leute dann merken, dass sie bei einem Text über Islam empört sind, den gleichen Text über das Christentum aber problemlos akzeptieren, setzt besagtes Denken oft ein.

        • Aristobulus schreibt:

          Ja, Andreas: Analogien zu setzen, die verstören.
          So wie im anderen Zusammenhang, wenn es um die weithin als Wahrheit übernommene Annahme geht, dass jüdische Siedler den gefährdeten Weltfrieden verschulden, nicht? denn da zwingt die einfache Frage, warum ausgerechnet Juden irgendwo nicht leben dürften, gar manchen zum Pausemachen und Überlegen.

          • A.S. schreibt:

            Ja, Israel ist da ein super Beispiel.
            Ich treffe oft Leute die noch nie über den Konflikt nachgedacht haben aber irgendwie „wissen“, dass Israel der Aggressor ist und die Palästinenser unterdrückt. Da helfen einfache Fragen.
            Z.B. die Leute gedanklich mal durchspielen lassen, was passieren würde wenn Israel den GAZA-Streifen verlassen würde. Da kommen die schönsten Utopien raus. Wenn man den Leuten dann erzählt, dass der GAZA-Streifen seit über 10 Jahren geräumt ist und das exakte Gegenteil der Utopie eingetreten ist, kracht eine Kinnlade runter. Sehr wirkungsvoll !

          • Aristobulus schreibt:

            Höhö.
            (Stelle mir deren Kinnlade grad so vor.)

          • aurorula a. schreibt:

            🙂 Bin-Laden-Bewunderer-Kinnladenkopfkino 🙂

  10. Beatrice Mayer schreibt:

    „Vor allen Dingen junge Menschen fallen immer noch auf die Propaganda des IS in den sozialen Netzwerken herein, eifern den Ideen dort nach und radikalisieren sich selbst. “
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/ismail-tipi-klartext/im-fokus-der-salafisten-kinder/
    Wäre es nicht wichtiger, hier genau hinzuschauen?

    • Aristobulus schreibt:

      Yepp. Aber das wäre dann doch Überwachungsstaat!.
      Wobei die Mehrheitslinken erstaunlicherweise die Rasterfahndung und Videoüberwachung und gar Moscheenüberwachung usf. voll faschistisch finden, aber nichts gegen Meinungsunterdrückung haben.

  11. klartext77 schreibt:

    Achtung: Wer sich auf FB islamkritisch äußert, läuft Gefahr, dass nicht nur die Postings entfernt werden, sondern das ganze Konto erst vorübergehend gesperrt und dann sogar auf Dauer gelöscht wird (s. Imad Karim). Andererseits: Hier geht’s nicht um Meinungsfreiheit: FB ist – was viele Leute gern vergessen bzw. übersehen – keine staatliche Einrichtung, sondern ein privatwirtschaftliches und gewinnorientiertes Unternehmen. Es kann sperren und löschen, was und wen es will, auch ohne jede Begründung.
    Dass ausgerechnet der Jude Mark Zuckerberg in seinem Laden islamfreundliche Willkür anwendet, während etwa antisemitische und Israel-feindliche Beiträge auch nach Beschwerden unbehelligt bleiben, ist eine pikante Besonderheit. Ähnlich sieht’s übrigens bei Amazon und Google aus, deren Chefs ebenfalls Juden sind. Offensichtlich richtet sich die angebliche jüdische Weltveschwörung vor allem gegen das eigene Volk und den weltweit einzigen jüdischen Staat. Auf jeden Fall läßt es in mehrfacher Hinsicht tief blicken.

    • Aristobulus schreibt:

      Nein, Klartext: Sie messen dem zuviel Bedeutung bei, dass da ein paar Juden irgendwas tun.
      Oder inwiefern wäre es ausschlaggebend, ob jemand protestantisch wäre, indem er nicht eben anständig seine Geschäfte abwickelt?

    • k.knerzje schreibt:

      Zuckerberg stellt seine privatwirtschaftlichen Interessen vermutlich über seine religiösen Ziele sofern diese vorhanden sind. Ähnlich Soros seine politischen Ziele über seine Religion stellt. Ob beide religiöse Menschen sind weiss ich nicht und es steht mir auch nicht zu darüber zu urteilen.
      Das es sich in beiden Fällen um Juden handelt ist absolut unerheblich und es ist unfair an diese höhere Ansprüche zu stellen als an angehörige anderer Religionen. So gibt es durchaus Christen die im wahrsten Sinne des Wortes für Geld ihre Seele dem Teufel verkaufen. Ebenso gibt es genügend Amis, Deutsche, Russen, Israelis etc. die für Geld sogar ihr Land verraten.

Seid gut zueinander!

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s