Offener Brief von Gerd Buurmann an das ZDF

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion von ZDF heute,

auf Ihrer Facebookseite fand ich am 15. Mai 2017 diese Nachricht:

„Nach unterschiedlichen Schätzungen wurden 700.000 Palästinenser vertrieben.“

Da sie als öffentlich-rechtliche Anstalt gewiss niemals Fake News verbreiten würden, möchte ich Sie fragen, woher Sie die Information haben, im Jahre 1948 seien 700.000 Palästinenser vertrieben worden. In meinem Geschichtsbuch steht nämlich was anderes. Dort steht:

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme ihres unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte.

Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges zur totalen Vernichtung Israels und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die „israelreine“ Region zurückkehren, verließen (laut meinem Geschichtsbuch) rund 500.000 Menschen ihre Heimat. Sie wurden somit nicht dazu gezwungen, jedenfalls nicht von Israel. Sie gingen in der Gewissheit, das jüdische Volk würde vernichtet werden und in der Absicht, der Vernichtung der Juden nicht im Wege zu stehen. Sie wollten nicht zu einem Kollateralschaden des arabischen Holocaust werden.

Die arabische Welt plante einen Holocaust an Juden und holte sich dafür Wissen von den Experten im organisierten Judenmord. Im Jahr 1941 trafen sich der Großmufti von Jerusalem, Hadsch Muhammad Amin al-Husseini und der Führer von Nazideutschland, Adolf Hitler in Berlin. Es ging um die “Endlösung der Judenfrage”. Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt von diesem Bauplan zur Judenvernichtung gewesen sei.

Das alles steht in meinem Geschichtsbuch. Sie sagen nun aber, dass das nicht stimmt und sprechen stattdessen von einer Vertreibung der Palästinenser. Sagen Sie mir bitte, wie diese Vertreibung ausgesehen hat und auf welche Quellen Sie sich berufen. In meinem Geschichtsbuch steht nämlich, dass die Araber nicht vertrieben wurden, sondern dass Israel im Gegenteil den Arabern sogar angeboten haben soll zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an. Mittlerweile gibt es 1.250.000 arabische Israelis.

Das heißt nicht, dass es keine Vertreibung gab. Es wurden Menschen vertrieben. Die Vertriebenen waren jedoch Juden!

Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während somit in Israel heute 190% so viele Araber leben wie 1948, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, leben in den arabischen Ländern heute nur 0,9% so viele Juden wie 1948. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

Es ist interessant, dass in diesem Zusammenhang sehr oft von Vertreibung und Völkermord die Rede ist, damit allerdings nicht die fast vollständige Vertreibung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern gemeint ist, sondern die beinah Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel.

Was geschah mit den 850.000 vertriebenen jüdischen Flüchtlingen? Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause! Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 500.000 arabischen Auswanderern mittlerweile über 4,7 Millionen Flüchtlinge geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute Bürgerrechte besitzen, sind die 1,25 Millionen israelischen Palästinenser.

Die palästinensischen Flüchtlinge sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet: UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Der Hauptsitz des Hilfswerkes war zunächst Beirut, wurde 1978 aufgrund der Unruhen im Libanon nach Wien und 1996 weiter nach Gaza verlegt. Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, ein Hochkommissariat der Vereinten Nationen, das mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftrag ist, bleibt die UNRWA bestehen.

Der Grund dafür ist im Selbstverständnis der beiden Flüchtlingsbehörden zu finden. Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Palästinenser in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt:

Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die palästinensischen UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus.

Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, können palästinensische Flüchtlinge laut UNRWA Flüchtlinge gebären.

Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung palästinensischer Flüchtlinge in ihrem Gastland. Zudem erhält die UNRWA mehr finanzielle Unterstützung von der UN als der UNHCR und beschäftigt deutlich mehr Mitarbeiter.

Während also der UNHCR mit weit weniger Mitteln erträgliche Lösungen für zig Millionen Flüchtlinge gefunden hat, konnte die UNRWA bisher mit deutlich mehr Mitteln keinem einzigen palästinensischen Flüchtling zu einer Staatsbürgerschaft verhelfen. Im Grunde gibt es bisher nur ein einziges Gebilde, das dafür sorgt, dass Palästinenser Menschen mit Bürgerrechten werden: Israel!

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, das die Menschenrechte der Palästinenser garantiert.

1,25 Millionen arabische Israelis gibt es bisher. Was aber ist aus den 500.000 Arabern geworden, die Israel verlassen haben? Sie leben in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben.

Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 500.000 Flüchtlingen 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge geworden. 4,7 Millionen Menschen, denen unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt wird. 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge, die nicht das Glück haben, zu den 1,25 Millionen Palästinensern zu gehören, die in einem Land leben, das mit ihrem Wunsch auf Freiheit verbündet ist: Israel!

Bis auf Israel scheint sich niemand wirklich um das Wohl der Palästinenser zu sorgen. Warum? Welches Interesse können die arabischen Länder haben, Palästinenser zu ewigen Flüchtlingen zu verdammen? Eine Antwort hat der Präsident Ägyptens schon am 1. September 1960 gegeben: “Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der UN sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit die arabischen Regime die besetzten jüdischen Gebiete räumen.

Wem diese Forderung zu radikal ist, der muss eingestehen, dass sie ebenso radikal ist, wenn es um palästinensische Flüchtlinge geht. Die ständige Rede von palästinensischen Flüchtlingen ist nichts als pure Einseitigkeit, die jedoch leider zum Mainstream geworden ist.

Der ewige palästinensische Flüchtling nutzt nur einer Gruppe: den Feinden Israels.

Am 25. Mai 1953 sagte Pfarrer Karl Baehr:

„Im April 1952 sagte Sir Alexander Galloway, damals Chef von UNRWA für Jordanien, zu unserer Studiengruppe, und das ist wirklich ein direktes Zitat von ihm: ‚Es ist vollkommen klar, dass die arabischen Nationen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen wollen. Sie wollen es als eine offene Wunde behalten, als ein Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel.‘ Dann sagte er mit Betonung: ‚Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.'“

Das ZDF hat sich daran beteiligt, diese Wunde offen zu halten und übernimmt sogar die judenfeindliche Propaganda. Dem ZDF ist das Wohl der Palästinenser somit so egal wie den arabischen Führern. Israel das Wohl der Palästinenser nicht egal! Was Israel den Palästinensern bisher angeboten hat, hat noch keine arabische Nation jemals den Palästinensern geboten. Das ZDF aber behauptet:

„Diese Schlüssel symbolisieren die verlassenen Häuser.“

Ja, die Schlüssel symbolisieren die verlassenen Häuser; sie wurden jedoch bewusst verlassen, um der Vernichtung von Juden nicht im Wege zu stehen. Was ist eigentlich mit den Schlüsseln all der 850.000 Juden, die tatsächlich vertrieben wurden? Die zeigt das ZDF nicht. Neutralität und Objektivität scheint in der öffentlich-rechtlichen Anstalt nicht gefragt zu sein. Darum nochmal meine Frage:

Wie kommen das ZDF dazu, von vertriebenen Palästinensern zu sprechen? Bitte erklären Sie Ihre Wortwahl, denn entweder stimmt mein Geschichtsbuch nicht oder Sie haben eine Lüge über Israel verbreitet. Dann aber frage ich: Warum?

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140 Antworten zu Offener Brief von Gerd Buurmann an das ZDF

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  2. Bärbel schreibt:

    Gibt es mittlerweile eine Stellungnahme vom ZDF? Facebook-Eintrag und Tweet sind offenbar gelöscht?

  3. Ralf Weber schreibt:

    Wachsamkeit ist immer geboten, wenn mit
    einseitigen und negativ emotionalisieren Darstellungen postfaktisch bestimmte Meinungen entsprechend eines bestimmten politischen Programms erzeugt werden sollen.

    Kommt hier womöglich Hektik auf, weil dieses erfolglose politische Programm nach dem Abtritt Obamas und seiner Gefolgsleute und dem klaren Knick der linken Machtentfaltung bei uns in Deutschland in Frage gestellt wird?

  4. hermanitou schreibt:

    Hat dies auf Vorwärts und nicht vergessen! rebloggt und kommentierte:

    Ich danke dem Autor für diesen sehr guten Beitrag.

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  6. caruso schreibt:

    Vielen Dank für die drei Sonnen! Ihr seit lieb!!!
    Gerade war ich bei /www.mena-watch.com.vo – Da gibt es einen Artikel über dieses Thema von Florian Markl. Nicht nur daß er Gerd bestätigt, sondern er zitiert aus der Autobiografie von Salah Khalaf (Abu Ijad), der der zweite Mann nach Arafat war. Schon deswegen sollte man den Artikel lesen, denn er hatte klarerweise kein Interesse daran, Israel positiv darzustellen oder es zu verteidigen. — So, nun muß ich ins Heia. Bin müde.
    lg und allen (mit Ausnahme der Zwei) eine gute Nacht, schöne Träume
    caruso

  7. jabberwocky schreibt:

    Es gibt keinen Ralph Galloway, siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Alexander_Galloway

  8. Matthias Mala schreibt:

    Hat dies auf Sehen, was ist. rebloggt und kommentierte:

    Über die Vertreibung der Juden aus den Ländern des Nahen Osten habe ich schon mehrmals berichtet. Ich reblogge aus diesem Grund nachstehenden Artikel. Ein weiterer Grund ist der zunehmende Antisemitismus und die Rechtsradikalität in der esoterischen und spirituellen Szene. Der Topos des brunnenvergiftenden und die Weltherrschaft an sich reißenden Juden ist iin diesen Kreisen wieder salonfähig geworden. Buurmann liefert mit diesem Blogbeitrag Argumentationshilfe gegen den bornierten Zeitgeist. Denn der Antisemitismus ist nicht nur in esoterischen Kreisen salonfähig geworden, sondern auch ich linken und mittelständischen Kreisen. Wer nicht gerade sein Mütchen an den Einwanderern kühlt, kühlt es an den Juden, die durch die Existenz ihres Staates Israels, mittelbar für die Flüchtlingskrise verantwortlich gemacht werden.

  9. caruso schreibt:

    Mit Ausnahme von „Ben“ und „Emily J.“ habt ihr alles gesagt, was zu sagen gibt und was
    zu lesen ist. Für mich blieb nichts:-(((((( Das ist schlimm, ich quatsch doch so gerne:-)))))
    lg
    caruso

  10. AMC schreibt:

    Lieber Gerd Buurmann, ich bin dankbar, dass man Sie außer in diesem Blog jetzt regelmäßig in der „Jüdischen Rundschau“ lesen kann und dadurch Ihr Engagement und Ihre immer treffenden Gedanken einen breiten Leserkreis erreichen können.

  11. galut schreibt:

    Der Artikel ist sehr gut und sicher ist vieles, womöglich das meiste drin richtig und zutreffend. Jedoch verbietet mir bereits der einfache Verstand, die kategorische Aussage zu glauben, es hätte 1947 keine Vertreibung von von Arabern durch die Juden stattgefunden. Im Text wird ja behauptet, alle 500.000 Araber seien geflohen, um dem erwarteten Völkermord an den Juden nicht im Wege zu stehen. Das ist eine pauschale Aussage, die heute sicher nicht überprüft werden kann, denn jene 500.000 sind tot. Woher will der Autor wissen, es habe keine Vertreibungen damals gegeben? Alleine mein (durch traurige Leseerfahrungen geschulter) Verstand lässt mich vermuten, dass es sicherlich so etwas gab in jenen grausamen Zeiten, in jenem grausamen Krieg. Und wenn ich dem Regal hinter meinem Rücken das erstbeste Buch entnehme ( Shlomo Sand: Die Erfindung des Landes Israel. Berlin: Propyläen 2012), so finde ich dadrinnen auf S. 326 folgendes Zitat aus den Erinnerungen eines damaligen Befehlshabers: „Wir zogen durchs [arabische] Dorf und sorgten dafür, dass alle wussten, die Stern-Bande ist da, un ihnen der Schreck in die Glieder fuhr […] Diese beiden Auftritte, der Rundgang und das Treffen, genügten schon, um sie in Angst zu versetzen. Sie begannen, das Dorf zu verlassen. Wir unsrerseits übten weiter Druck auf die Araber des Dorfes aus“. Sand zählt danach mehrere geplante und durchgeführte Terroraktionen gegen die Araber auf. Dass es keine Verteibungen gegeben hätte, ist demnach historisch nicht haltbar. Jetzt werfen natürlich viele Leute Sand vor, ein schlechter Historiker etc. zu sein. Zu beachten ist jedoch, dass es in Israel einen ganzen Kreis an Leuten gibt, die sog. „neuen Historiker“, die sehr wohl die Verteibung eines Teils der arabischen Bevölkerung nachweisen, darunter z. B. Ilan Pappe mit seinem Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Ilan_Pappe). Der Sache Israels, d.h. einer objektiven und somit Israel empathischen Berichterstattung dient man mit der Wahrheit bestimmt mehr und besser als mit Unwahrheiten.

    • Aristobulus schreibt:

      Ein Buch von Shlomo Sand als „das erstbeste Buch“ ist allerdings erstaunlich. Ziehen Sie auch so schnell ein Buch von David Duke oder Alber Speer aus dem Regal?

      P.S.
      Sand ist überhaupt kein ‚Histioriker‘, sondern ein selbsthassender Lügner, der just dafür bezahlt wird, um seine Jauche gegen die Juden auszukippen.

      • galut schreibt:

        Das ist aber eine intellektuell ziemlich dürftige Antwort, finden Sie nicht auch? Sie greifen einfach den Namen eines (zugegeben: umstrittenen) Historikers heraus, setzen sich aber inhaltlich weder mit seinen Aussagen noch mit jenen Aussagen auseinander, die in eine ähnlich Richtung argumentieren (Pappe, die „Neuen Historiker“ usw.). Intellektuell nicht gerade anregend…

        • Aristobulus schreibt:

          Dieser Billigheimer behauptet schamhaft, Shlomo Sand sei „zugegeben umstritten“. Jeeez, was’ne Lächerlichkeit zum Freitagabend. Shlomo Sand ist ein schäumender Antisemit und Israelhasser, der für die Verbreitung seiner Lügen BEZAHLT wird.
          Wenn der umstritten ist, dann werden wohl auch David Duke, Tarik Ramadan und Evelyn Hechtinski nur missverstanden, weil sie kontrovers schreiben.

          • aurorula a. schreibt:

            Der möchte doch garkeine ernsthafte Antwort, der will sich doch nur damit amüsieren den Hiesigen aus dem festen Gefühl der moralischen und intellektuellen Überlegenheit heraus nacheinander die vorgefertigten Antworten aus seinem schon existierenden Wie-diskutiere-ich-mit-Rechten-Schema vor die Füße zu kippen; völlig unabhängig davon, was irgendwer sagt.
            (Ich hätte noch eine ganze Liste Bücher, in denen das Gesuchte einwandfrei steht aber was nutzt es?
            Als da wären:
            David Nirenberg. Anti-Judaismus, Eine neue Geschichte des westlichen Denkens
            Tilman Tarach. Der ewige Sündenbock
            Manfred Gerstenfeld. The War of a Million Cuts
            Caroline Glick. The Israeli Solution
            Martin Ros. Die Schakale des Dritten Reiches
            Hannah Arendt. Eichmann in Jerusalem
            Henryk Broder. Kritik der reinen Toleranz
            undsoweiter…)

          • Aristobulus schreibt:

            Yep, Aurorula, und Tuvia Tenenbom nicht zu vergessen, den Ehrlichsten aller Ehrlichen.
            Solche fallen einem aus dem Bücherregal in die Finger, wenn man mal dran stößt.

          • aurorula a. schreibt:

            🙂 Gerade das Fach ist bei mir ziemlich vollgestopft, da würde wahrscheinlich zuerst etwas rausfallen ais dem Regal, wenn ich dranstieße. Da oder bei der SciFi/Fantasy… vielleicht auch ein Comic, you never know.
            Tuvia Tenebom jedenfalls schreibt wirklich gut.

    • Jan schreibt:

      Zunächst: ich habe das Buch von Shlomo Sand nicht gelesen; ich habe einfach Vorurteile. Wenn ein Buch den Titel “Die Erfindung des Landes Israel trägt” trägt, dann denke ich aus bestimmten Gründen einfach: das muss ich nicht lesen. So weit, so gut.
      Wenn Sie schreiben “Der Artikel ist sehr gut und sicher ist vieles, womöglich das meiste drin richtig und zutreffend”, dann räumen Sie ein, dass ein Text auch Fehler haben kann. Sie zitieren dann aus dem Buch von Sand und folgern: “Dass es keine Vertreibungen gegeben hätte, ist demnach historisch nicht haltbar.” Diese Folgerung ist jedoch (Achtung, Wortspiel) auf Sand gebaut 🙂 denn sie setzt als unumstößliche Tatsache voraus: Sand schreibt immer die Wahrheit. Bei Beurteilung des Textes von Gerd Buurmann fügen Sie ein “womöglich” hinzu. Warum dieser unwissenschaftliche und unlogische Unterschied? Nicht überzeugend ist auch Ihre Argumentation: Ilan Pappe sagt dasselbe wie Shlomo Sand, also muss es ja stimmen, was er schreibt.

      Die Motive solcher Leute wurden oben von Aristobulus in die passenden Worte gefasst. Denn: die Erwähnung der vereinzelten Vertreibungen von Arabern durch Juden verfolgt stets nicht den Zweck der Wahrheitsfindung, sondern der Relativierung arabischer Gewalt und des Vorgaukelns einer Objektivität, die einem in Westeuropa so viele Fans und hohe Verkaufszahlen verschafft. Sinn des Ganzen, sowie des verlogenen “Nakba”-Kults überhaupt, ist immer die Verschleierung der Ursache des israelisch-arabischen Konflikts: der durch den Islam generierte Judenhass und die ersehnte ethnische Säuberung.

      Wahrheit? Gerne, kein Problem. Dann aber bitte die ganze Wahrheit. Meine Bitte an Sie, Galut: gehen Sie nicht den falschen Leuten auf den Leim.

      • Aristobulus schreibt:

        Danke, Jan.
        -Jedoch der Obige ist längst die falschen Leute 😉 , der wurde hier schon ca. siebenmal gesperrt, schleicht sich aber immer wieder unter falschen Vorgaben herein.
        Warum: Der wird dafür bezahlt.

        • Jan schreibt:

          Hätt´ ich das gewusst … 😉 Dir auch danke und einen schönen Shabbat!

        • galut schreibt:

          Ich gebe mein Ehrenwort, auf diesem Blog noch nie kommentiert zu haben. Demnach kann ich auch nicht gesperrt worden sein. Interessant finde ich weiterhin, dass sich niemand die Mühe macht, sich mit den Werken etwa eines I, Pappe auseinanderzusetzen, also inhaltlich zu argumentieren (Ausnahme: Jan; danke dafür), aber dafür werde ich mit Beschimpfungen überhäuft. Damit kann ich gut leben, bedauere euch nur ob eurer geistigen Beschränktheit, die euch hindert, wenigstens mal paar Namen zu googeln, denn sie könnten eure Weltsicht verändern; aber, was soll’s,. ich verabschiede mich aus eurer illustren Runde und lasse euch weiter in eurem Saft schmoren.

          • Aristobulus schreibt:

            Arrogant, dümmlich und selbstbezogen wie erwartet.
            Zumal der hier Scheindiskussionen über Ilan Pappnase und den schäumenden Shlomo Sand herbeizwingen möchte. Wozu?, man muss ja auch nicht über Ernst Zündel, Abraham Melzer oder den Rentner aus Dortmund ‚diskutieren‘.

          • aurorula a. schreibt:

            Manche kommen den Naturwissenschaftlern auch mit Däniken, da kann man nix machen. 😦

          • aurorula a. schreibt:

            Sie irren, über den Pape wurde schon vor Jahren vorwärts rückwärts seitwärts und ein fallenlassen diskutiert, weil der einfach so unrettbar blöd ist. Eine zeitlang hielt sich der Spruch „das ist nicht von Pape“ für „das hat Substanz“, aber so etwa 2014 wurde der langweilig.
            Links folgen heute Abend, kann man aber auch über die Suchfunktion finden.

  12. mühlstein schreibt:

    Die Araber wurden genauso wenig vertrieben, wie die Deutschen in der Nachkriegszeit. Denn wenn es wirklich eine Vertreibung gewesen wäre, dann dürfte kein einziger Araber in Israel leben bzw. kein einziger Deutscher in Osteuropa leben. Das ist aber nicht der Fall.

    In Wirklichkeit war es so, dass die osteuropäischen Länder sagten, entweder die Deutschen leben in ihrem Staat und passen sich uns an, oder sie verlassen den Staat, wenn sie das nicht wollen.
    Genauso sagte auch Israel, dass die Araber in Israel leben dürfen, wenn sie sich friedlich mit den Juden verhalten, wer das nicht will, soll den Staat verlassen.

    Sowohl Deutsche als auch Araber hatten die Wahl und es gab keine Pflicht. Nur wollten die meisten Deutschen und Araber nicht mehr mit den anderen zusammenleben und gingen und fühlten sich deshalb vertrieben. Formal ist es in beiden Fällen aber keine Vertreibung.

    • Aristobulus schreibt:

      Huch?, noch so ein schmutziger Lügner (weiter oben wurden grad zwei Lügner in anderer Sache zitiert, und hier gibt’s als Dessert nu weitere Lügen über Anderes), der Jauche über die vertriebenen Deutschen auskippt. Hat der keinen Anstand?
      Der leugnet die Massenvergewaltigungen und brutalen Vertreibungen der Deutschen aus den Ostgebieten. Igitt. Leugnet der auch, dass die Deutschen kurz zuvor die Juden zusammengetrieben und vergast haben?, wohl schon, denn die sollen freiwillig mitgegangen sein, hört man in manchen Ecken murmeln.

      • Kanalratte schreibt:

        Historische Tatsachen interessieren sich nicht für den Kontext einer Sache. Daß die Deutschen bzw. die deutsche Regierung unter den Nazis die Bevölkerung in Osteuropa unterworfen, massakriert und ermordet haben, ändern nicht den Fakt daß die Deutschen nach dem Krieg zum Teil in brutalster Art und Weise aus den Ostgebieten vertrieben wurden.

        • mühlstein schreibt:

          Kanalratte,
          es ist allerdings auch so, dass eine Vertreibung mit brutalster Art und Weise nicht gegen die brutale Behandlung der Osteuropäer durch die Nazis bzw. den Völkermord aufgerechnet werden darf. Das machen nur Rechtsextreme, die die Verbrechen der NS-Zeit verharmlosen wollen und die Verharmlosung der NS-Zeit ist verboten.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie ekliger Lügner. Pfui Deibl.
            Und dass grad Sie plötzlich mit Verboten und mit Rechtsextremen wedeln; ah Schande über Sie.

  13. P.M. schreibt:

    Jetzt gibt es wieder eine neue Schlagzeile „Israel fordert Tötung Assads“. Wenn man aber in die Artikel schaut, dann hat wohl nur der Bauminister eine ähnliche Aussage getroffen.
    Aber die Überschrift bleibt natürlich sitzen..

  14. Ben schreibt:

    Kann mir Herr Buurmann die ISBN-Nummer seines Geschichtsbuches nennen wo drinn steht das es nie Vertreibungen gegeben hat, das es zu keinen Gräultaten gekommen ist, keine arabischen Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und keinem Flüchtling die Rückkehr verwehrt wurde?

    Die Flüchtlinge durch Ihre Flucht aktive Beihilfe zum Völkermord geleistet? Stehen die alle auf der selben Stufe wie SS-Wachtruppen in KZ´s?
    Durch das bleiben in Ihren Häusern im Kriegsgebiet hätten die den geplanten Völkermord erschwert? Wie das?

    Halten Sie sich für Neutral und Objektiv, Herr Buurmann?

    • Markus Leuthel schreibt:

      Wirres Zeug.
      Vermutung: eigentlich willst nur etwas Anerkennung für deinen etwas peinlichen Versuch ernten, etwas Sand ins „Buurmann’sche Getriebe“ – das ist es deinerm Gefühl nach nämlich – gestreut zu haben. Um die eigentliche Angelegenheit geht es dir doch gar nicht, da du selbst dich längst „in der Wahrheit“ wähnst.

      • Ben schreibt:

        Was genau ist daran wirr und peinlich?
        Und woher willst du wissen was ich in Wirklichkeit will?

        • Aristobulus schreibt:

          Was Sie wollen, ist völlig uninteressant: Weil Sie a) wirr schreiben, b) noch wirrer schreiben, und weil Sie c) „Neutral“ haben wollen.
          Na wie überaus langweilig und billig.
          So todöde, neutrale Herumsteher hatten wir schon mal, denen es egal war, ob oder wie Streicher über die Juden daherlog, und ob sie dann abgeholt wurden.

  15. Sebastian Knoth schreibt:

    „Bitte erklären Sie Ihre Wortwahl, denn entweder stimmt mein Geschichtsbuch nicht oder…“

    Ihr Geschichtsbuch stimmt nicht. Es wurde von Juden geschrieben…

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Ich lass das mal stehen als ehrliche Antwort, die vermutlich so auch die ZDF Redaktion denkt und mir deshalb nicht antwortet.

      • Aristobulus schreibt:

        Tscha, in Bebra beim Knothischen denkt man mittlerweile ähhnlich wie in der glitzernden Metropole Mainz.
        Soll nochmal einer behaupten, dass es keinen Fortschritt gebe 🙂

  16. DuDu schreibt:

    meanwhile in the usa mobile.twitter.com/TurkeyObserved/status/864641924539572224
    beim bezahl tv zdf find ich nix zu

  17. Mike schreibt:

    Da war beim ZDF wahrscheinlich jemand für die Endredaktion zuständig, der statt profunder Geschichtskenntnisse ein erfolgreiches Studium der Sozial oder Politikwissenschaften aufweisen kann und die Hochschulzugangsberechtigung dadurch bekommen hatte, dass sie/er die Fünf in Mathe und die 4- in Geschichte durch eine 1 in Sozialkunde und gute Mitarbeit in den anderen Fächern ausgleichen konnte.

  18. Bruno Becker schreibt:

    „Der ewige palästinensische Flüchtling “ – obwohl in diesem Falle 100%ig richtig, hoffe ich, dass Ihnen der Ausdruck nicht um die Ohren fliegt, lieber Herr Buurmann!

  19. Aristobulus schreibt:

    Nu, warum verbreitet das ZDF diese Lüge:

    1) Weil es als Naturgesetz gilt, dass Juden nun mal vertrieben werden: Das sei so, denn das leige in der Natur der Welt, und es sei sinnlos, darüber Worte zu verlieren: Weil jüdische Vertriebene nun mal der jüdische Naturzustand sei.
    Das Naturgesetz sagt, dass dem jüdischen Volk daher kein Landstrich gehören könne, nicht einmal ein sehr kleiner wie das Land Israel (das bis zur vermehrten Einwanderung jüdischer Flüchtlinge in den 1890ern ein verödetes, von keinem gewolltes Stück Wüste gewesen ist).
    Dem Jud‘, so das Naturgesetz, kann kein Land gehören.

    2) Dieses Naturgesetz bestimmt ferner, dass die Juden jeden Landstrich, in den sie fliehen und in dem sie gar anfangen sollten, nach dem eigenen Gesetz zu leben, wieder herausgeben müssen: Denn es könne und dürfe nicht sein, dass sie es wagen, darin als Volk souverän zu sein.
    Christlicherseits gelten Juden als Umherirrende, die an unheimlichen, mutmaßlich blutigen und seit zweitausend Jahren überholten Bräuchen festhielten, und mohammedanischerseits dürfe dort, wo etwas den Mohammedaner gehöre, keinerlei jüdische Souveränität existieren: Weil Juden dem Islam unterworfen zu sein hätten.

    3) Die Konklusion dieses Naturgesetzes lautet, dass nichts gelte, was die Juden dagegen unternähmen. So bald die Juden gegen dieses Naturgesetz opponierten, sei das alles null und nichtig, und man müsse einschreiten: ‚Humanitär‘, theologisch, militärisch, diplomatisch, durch Wirtschaftsboykotte und mit internationalen Resolutionen, bis die angemaßte, ja widernatürliche jüdische Souveränität plattgemacht sei, damit wieder der naturgegebene Zustand herrsche.

    Daher lügt das ZDF auf ethno-romantische Weise etwas über „ein Volk“ daher, das von Juden vertrieben worden sei und immer weiter vertrieben, entrechtet, gedemütigt und gemordet werde (wegen der jüdischen Auflehnung gegen das Naturgesetz!), und verschweigt die Million Juden, die nach 1948 aus den islamischen Ländern vertrieben worden ist (laut dem Naturgesetz sei das der jüdische Normalzustand, oder es sei nie geschehen, oder am Besten beides zugleich).

    P.S.
    Der vierte Absatz des Artikels stammt übrigens aus einem Artikel von mir 🙂 , aus diesem:
    https://tapferimnirgendwo.com/2014/05/29/palastinenser-der-grosmufti-und-die-spd/

  20. Emily J. schreibt:

    Schade, dass ein interessanter Post mit solchem rechten Stumpfsinn kommentiert wird.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Emily J.

      Können Sie diesen „rechten Stumpfsinn“ konkret benennen oder bleibt es beim inhaltsleeren Geschreibsel?

      • Ben schreibt:

        Siehe Kommentar Aristobulus

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Ben

          Konkret bitte!

          • Ben schreibt:

            Wer behauptet das Juden kein Land haben dürfen?

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ben

            Inwiefern hat Aristobulus es behauptet? Wer des Lesens mächtig ist, wird seine diesbezüglichen Aussagen eindeutig als Negativbeispiel verstehen.

          • Markus Leuthel schreibt:

            @ „Ben“:

            Wer das behauptet?
            – der nazioide Teil der deutschen Rechten
            – die regressiven Anteile der deutschen Linken
            – die Mehrheit der rettungsringsuchenden SPD-Brückenbesatzung
            – praktisch alle Antisemiten des Deutschlands im Jahre des Herrn 2017
            – eine Menge Deppen, die nur Schlagzeilen lesen
            – das kleine Arschloch
            – der kleine Mann im Ohr des Herrn Ströbele
            – Edith Gicht-Halunkski
            – Maddin LeSchönnnn
            – Tylman Knychtel
            – etc.

            Du hast leider den gedanklichen Transfer zu „Ironie, Sarkasmus, teilweise Resignation“ in Aristobulus‘ Text völlig übersehen.

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            Schankedön, Markus.
            -Also, dieses ‚Naturgesetz‘, das ich da genannt hatte: Das existiert durchaus. Es zieht sich quer durch die Geschichte, es wirkt, man kann (und muss) es selbstverständlich ablehnen, aber man kann die davon ausgehende Normsetzung nicht negieren.

            -Übrigens hält die gesamte mohammedanische Welt strikt und starr und irr am Wortlaut dieses ‚Gesetzes‘ fest, und es existiert keine einzige OIC-Verlautbarung und keine einzige Fatwa irgend einer islamischen Lehrautorität, die lautete, dass Israel als jüdisches Land existieren dürfe.

            P.S.
            Der sogenannte „Ben“ ist übrigens mal wieder der hiesigenfalls zehnmal Rausgeschmissene, der zum x-ten Mal versucht, sich wieder hereinzuschleichen. Der wird hier bekanntlich das Dreckstück genannt, eine sehr nüchterne weil sachlich-wahrheitsgemäße Bezeichnung.

          • aurorula a. schreibt:

            In its 1988 founding charter, Hamas makes clear that its goal is to wipe Israel off the map. It rejects a „two-state solution“ because, as it interprets Islamic scripture, any land conquered by Muslims at any time in history is as an endowment from Allah to the Muslims. No one has the authority to surrender such territory to non-Muslims.
            weiß dieser Artikel beizutragen: http://www.cliffordmay.org/19882/hamas-new-charter
            Das ist zwar kein Naturgesetz, steht für viele Hamasniks aber damit auf einer Stufe.

          • Aristobulus schreibt:

            … das ist koranisch. Steht da drin, das.
            Ja, was passiert mit jemandem, der als Mohammedaner sagt, dass dies oder das im Koran gequirlte Falaffel sei und weggemacht gehöre?
            Hu, der gilt dann gleich-gleich als Islamophober, der den Toood verdient (oh Tod!), usw. usf.

          • Markus Leuthel schreibt:

            Scherngedehen, Ari! 🙂
            – Nadduurgesätz (und -gesäss): is wohl noch so, leider.
            – Muselmanische Welt: will grösstenteils zurück in die antiquierte Zeit vor der Antike, aber die Tür aus zeitaffinen Jadeversatzstücken ist und bleibt zu.
            – Ben: Wiedergänger alles Wiedergängerischen im Wiedervergangenen… gehe er doch finalmente ’naus!

          • Aristobulus schreibt:

            … kann er ja nicht. Ach, er hält’s nicht aus, dass man nicht vor seinen Lügereien ins Gestaubte niederfällt und ihm die Füße kischt, einfach so, weil’s ihm zusteht, obwohl er ja nix Nettes oder nur einigermaßen Halbwahres je hinschreibt. Der ist schon arm dran.

          • Markus Leuthel schreibt:

            @ Ari: ja, ein ArmaSchwarzaKata, wohl. Oder etwas in der Art…

      • Emily J. schreibt:

        Bezog sich hauptsächlich auf den inhaltsleeren, auf persönlichen Hass und unbegründete Angst zentrierten Kommentar von @Kanalratte weiter unten (und was für ein passender Name noch dazu).

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Emily J.

          Noch immer unpräzise! Inwiefern ist Kanalrattes Kommentar „rechter Stumpfsinn“?
          Weil Sie es sagen?

          • Emily J. schreibt:

            Hilfe, Hilfe, da kommentiert jemand, der die Inhalte des Posts interessant und bedenkenswert findet, sie aber nicht nutzt, um Islamhass, Flüchtlingsparanoia und Medienfeindlichkeit zu propagieren.

          • aurorula a. schreibt:

            @ Emily J:
            nicht ablenken, konkret, bitte.

          • Aristobulus schreibt:

            … also da hat jemand überhaupt nicht gelesen, was in Kanalrattes Kommentar drinsteht!, sondern beißt sofort wirr in der Gegend herum.
            Ja hat die überhaupt keine Ahnung?
            Kennt die keinen einzigen Vertriebenen aus Breslau oder Königsberg-?
            Oder hat die sich je mit einem alten Polen z.B. in Jelenia Gora (Hirschberg) unterhalten, was der über deutsche Vertreibungen und polnische Vertreibungen erzählen kann?

            Vielleicht ist sie zu jung. Nu. Aber dann so ignorant zu sein und Ideologie den Tatsachen vorzuziehen, na meine Herrn, ja was lernt man denn heut so im Proseminar-?, nur diskutier‘ und nix-wiss‘?

        • Jan schreibt:

          Die Kommentare von Kanalratte lese ich hier seit Jahren besonders gern; sie sind aussagekräftig und zeigen den Kern des Problems auf. Der Vergleich mit den ehemals deutschen Ostgebieten ist hervorragend geeignet, die widerliche Heuchelei des stets einseitig zu Gunsten der „Palästinenser“ betriebenen Opferkultes zu entlarven. Wenn man´s denn aushält.
          „Passender Name“? 1. Warum? 2. Warum solche persönlichen Angriffe? 3. Wie wäre es mit Inhalten?

          • Aristobulus schreibt:

            À propos Ostgebiete und Fantastinenser, Jan.
            Wenn man die Vertreibung von mindestens zehn Millionen Deutscher als Verbrechen bezeichnet, ist das ja weder eine rechte noch eine nichtrechte Aussage, sondern einfach eine Tatsache.
            Und man subtrahiert NICHT den Nazismus von dieser Tatsache weg!, indem man diese Vertreibungen als das Verbrechen bezeichnet, das sie sind.

          • Jan schreibt:

            Völlig einverstanden. Es ist halt nur wichtig, sich von Leuten fern zu halten, die diese Subtraktion gerne hätten. Den Nazismus ausblenden, das wird auch gern beim islam gemacht (Meistens weil dieser dies fordert). Das führt dann zu Vorwürfen wie „Islamhass“, „Paranoia“, etc. Siehe in einem Kommentar weiter oben. Sehr gefährlich.

          • Aristobulus schreibt:

            Ah, eben-eben, Jan. Danke für Deinen Hinweis.
            ‚Türlich gibt es da draußen noch immer einige, die die Vertreibungen der Deutschen aus den Ostgebieten seit 1945 auf widerliche Weise benutzen!, um damit was aufzurechnen.

            Komisch, nicht?, wie leichthinnig skrupellos Leute wie etwa der Abgeordnete Czaja derlei getan hat. Dabei war Czaja selbst ein Vertriebener. Pfui Deibel, er hat nochmal auf die Vertriebenen draufgetreten, indem er den Nazismus zu Gunsten des Vertreibungsverbrechens reinwaschen wollte.
            Selbsthass

          • Kanalratte schreibt:

            Die Araber könnten von den Deutschen lernen wie man einen Schlussstrich unter historischen Kapiteln zieht ohne seine Ehre zu verlieren. Wir können mittlerweile gut mit unseren polnischen Nachbarn leben. Leider spielen die hiesigen Medien da bekanntlich nicht mit und unterstützen den arabischen Revanchismus gegen alle Andersgläubigen.

          • Aristobulus schreibt:

            … also Ehrverlust und Ehrgewinn im Zusammenhang mit Deutschen und Polen, Kanalratte?, hmnein.
            Die Deutschen haben drei Millionen Polen umgebracht, Zivilisten (Nichtkombattanten), einfach um sie als Minderwertige und wie Ungeziefer zu ermorden.
            Die meisten polnischen Familien haben Angehörige, die so ermordet worden sind.

            Jetzt sind eine bis zweieinhalb Generationen vergangen, und man hat offene Grenzen zwischen beiden Ländern. Das ist alles.

            P.S.
            Nein, ist es nicht… hör Dir mal an, was viele bis sehr viele Deutsche so über ‚die Polen‘ sagen: Verächtliches Zeug wie eh und je. Dabei waren sie nie dort. Polen ist ein schönes Land mit einer sehr langen Ostseeküste usf., aber fahren deutsche Urlauber da jemals hin?, nee.

    • DuDu schreibt:

      Überall Nazis, Alerta, Emily, Alerta!

      • Emily J. schreibt:

        Gut erkannt.

        • DuDu schreibt:

          erkannt haben das offenbar nur du und deine bessere hälfte ben. wer so linksgrün alternativlos versifft ist wie du sieht selbst auf einem (links)liberalen blog nur noch nazis. ich kann gar nicht beschreiben wie ich solche wie euch inzwischen verachte…

    • Markus Leuthel schreibt:

      Schade, dass hier Mobbingversuche in Richtung einzelner Kommentatoren durch „Emily J.“ sowie „Ben“ stattfinden. Dabei könnte doch alles so einfach sein:

      „…Ich poste hier so viele Gilmore Girls-Bilder, weil es so niedliche Symbole und Erinnerungen sind, wie wir bingewatchend mit Herzschmerz und einem Riesenpappkarton von Café Perfekt auf meinem Bett liegen. …“

      Netzquelle:
      https://emmajeux.wordpress.com/2017/04/17/familienfest-im-gruenen-1704/

      • Emily J. schreibt:

        Uh, haben Sie sich durch einen Monat linksversiffter Posts gelesen, um ein passendes Zitat zu finden? Der folgende Satz lautet übrigens

        „Aber es ist auch ein bisschen irreführend, weil dieses zuckerüberzogene Sepia-Städtchen, dessen größte Dramatik im Jess-Dean-Konflikt liegt und in der Opa im Zweifelsfall das Auto und das neue Haus bezahlt, weit weg ist von unserer Wuppertaler Realität. Das ist auch okay.“

        Das nur am Rande.

    • Couponschneider schreibt:

      Antisemitischer Stumpfsinn ist nicht zwangsläufig rechts. Ich sehe den Antisemitismus heute verstärkt auf linker Seite. Traditionell ist das auch nichts besonderes. Wilhelm Marr, der Gründer der Antisemitenliga, war ein Linker.

      Ich sehe mich nicht als der Antisemitismusexperte, aber ich kann sagen, dass ich darüber durchaus mehr weiß als der durchschnittliche Deutsche. Ich habe viel gelesen. Ich bin einer von Gerd Buurmanns Stammlesern. Er hat mich derart sensibilisiert, dass ich immer mehr Antisemitismus in den Medien feststelle. Vor 15 Jahren war ich ja noch auf Möllemann-Kurs und auch der Meinung, man müsse Israel kritisieren dürfen. Was mir damals nicht auffiel: Israel wurde ständig kritisiert, aber mit der Opfer-Attitüde, hier würde man einen machtlosen Israelkritiker mundtot machen wollen, konnte Möllemann damals bei bestimmten Wählergruppen reüssieren. Sobald heute jemand diese Attitüde auslebt, weiß ich sofort: Antisemit oder zumindest Schwachkopf. Jakob Augstein gehört dazu genauso wie Günter Grass. Viele SPON-Forum-Schreiberlinge entblödeten sich nicht in diese Richtung.

      Schon der subtile Hinweis, Journalisten bei Springer müssten Grundwerte unterschreiben und seien deshalb nicht unabhängig, deutet schon auf Antisemitismus hin. Ich zitiere mal:

      Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa.
      Wir unterstützen die Lebensrechte Israels.
      Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
      Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus ab.
      Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein.

      Ich bin der Meinung: Wer diese fünf Grundsätze nicht unterschreiben kann, wer damit Probleme hat, der disqualifiziert sich als politischer Extremist. Da der subtile Hinweis auf diese Grundsätze häufig in Israel-Diskussionen erfolgt, muss ich annehmen, dass die mit Artikel 2 ein Problem haben. Mit anderen Worten: Es sind Antisemiten.

      Und seltsamerweise zitiert kaum jemand diese Grundsätze, denn sie sind so banal, dass jeder, der bis drei zählen kann und das Herz am rechten Fleck hat, diese unterschreiben kann. Da steht nichts drin von bedingungsloser Solidarität mit irgendwas oder irgendwem. Der subtile Hinweis darauf, dass Springer-Journalisten etwas unterschreiben müssen, wirkt ohne Zitat viel eindrucksvoller auf schlichtere Gemüter, die sich die Recherche sparen.

      • Aristobulus schreibt:

        Voilà. Stimmt ungemein.

        -Wann und warum ist Ihnen aufgefallen, Couponschneider, dass diese Masche zionistisch‘-Lobby-machtlosen-Israelkritiker-mundtot-machen-woll‘ nix als eine antisemitische Masche ist?

      • Kanalratte schreibt:

        Es ist immer schlecht wenn man ein Land kritisieren „muss“. Es kommt mir so vor als hätten viele den Eindruck „sie müssen Israel kritisieren“, weil sie Deutsche sind.

        Dabei klingt ein „man muss Russland kritisieren dürfen“ ebenso falsch und feindlich wie ein „man muss Israel kritisieren dürfen“.

    • Kanalratte schreibt:

      • Aristobulus schreibt:

        😀 ah ja, der Adolf Schmidtler (‚Aralld Schmiet, frönzösiesch aoußgöschprochönn)

        • Kanalratte schreibt:

          Das hat nichts mit Adolf zu tun, denn Harald Schmidt weiß genau wie man Anspielungen auf die Nazizeit zu subtilen Witzen macht, die gerade in Deutschland sehr gut funktionieren. Das zeigt einfach wie gut der Mann ist.

  21. Kanalratte schreibt:

    Hätten die Nachfahren deutscher aus den Ostgebieten einen ähnlichen vererbaren Flüchtlingsstatus wie die sog. Palästinenser, so bestünde wohl heute mindestens 1/3 der Bevölkerung in Deutschland aus Vertriebenen. Aber das ist ja nationalistisch, darf man ja in Deutschland nicht sein, nur im Ausland. Dann lieber die den nationalistischen Kampf der Araber gegen die Juden unterstützen.

    ps: Sind für euch eigentlich Polen die in Deutschland leben auch illegale polnische Siedler oder gibt es diesen Begriff nur für Juden?

    • Aristobulus schreibt:

      Juden wird nun mal vorgeschrieben, wo sie leben dürften, und wo nicht. So bald irgendwer meint, dass irgendwo zu viele Juden leben oder dass irgend Juden dort leben, wo sie nicht dürften, wird „Jude Jude feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ geschrieen, und man hört darauf: Weil da was dran sein muss.

      Für Polen, Deutsche oder Eskimos gilt das selbstverständlich nicht. Die sind ja keine Juden, sondern Erdentsprossene.

      • Kanalratte schreibt:

        Die israelische Armee ist alles andere als feige. Immerhin waren „die Juden“ 2012/2014 im Gazastreifen, woraufhin die Araber mal wieder mehr oder weniger zu jammern anfingen. (Soll da so ein Volkssport sein) Ich möchte nicht verallgemeinern, aber dafür daß Männer aus dem muslimischen Kulturkreis auch in Deutschland immer so auf Stärke & Ehre machen, trauen sie sich auffällig häufig nur im Rudel andere anzugreifen.

    • Hessenhenker schreibt:

      Illegale arabische Siedler in Deutschland kann es nicht geben, denn entweder die fast immer mitregierende CDU oder die fast immer mitregierende SPD haben sie ja hereingelassen.

    • Couponschneider schreibt:

      Wieso „nur im Ausland“. Es gilt nur für sogenannte Palästinenser. Allen anderen wird vernünftigerweise geraten, sich mit dem Status quo zu arrangieren, sofern er erträglich ist.

  22. Kanalratte schreibt:

    700.000? Soll das ein Witz sein. Nach 1945 hat man 12.000.000 Deutsche aus ihrer Heimat vertrieben, liebes ZDF. Eine Katastrophe für Millionen von Menschen. Warum berichtet ihr nicht darüber? Seid ihr zu feige? Sind euch Königsberg, Breslau und Stettin völlig egal? Etwa zu deutsch? Ja, ich weiß es hat mit unserer Geschichte zu tun. Die Araber müssen das fortführen was uns nicht gelungen ist, nämlich zeigen wie man sich ein Stück Land von vermeintlichen Feinden zurückholt. Deswegen liebt ihr die Araber so sehr, weil sie ganz Nordafrika mit ihrer Sandkultur eingenommen haben und jetzt auch noch den bösen Juden äh Zionistenstaat einnehmen möchten. Und selbst das ist euch noch nicht genug, denn ihr schaut schon der glorreichen Zukunft entgegen, wenn auch bei uns in Hamburg, München oder Berlin überall der Muezzin zum Gebet ruft und die Araber das nächste Land, nämlich unser schönes Nazi-Land erobert haben. Merkels Söhne und Töchter, an denen ihr euch ja so erfreut, kommen da wie gerufen.

    ps: Man kann den Kommentar als satirische Kritik der Doppelmoral der medialen Berichterstattung in Deutschland werten. Wir wissen alle wie unterschiedlich das ZDF z.B. über den deutschen Revanchismus und den arabischen Revanchismus denkt.

    • Aristobulus schreibt:

      Zack, mittendrauf, Kanalratte.

      • Markus Leuthel schreibt:

        Nur „Emily J.“ und „Ben“ haben leider den gedanklichen Transfer auf „Ironie“, „Sarkasmus“ usw. in Kanalrattes Post nicht geschafft. Rattus Canalis ist jetzt für Frau Emil und Herrn Pennjamin „ganz ultra und sehr reschts“, weil die immer die taz lesen (wenigstens die Schlagzeilen), und sich dann dabei denken, dass man vom taz-Lesen immer „ganz links und gut und frey und informiret“ werde. So ähnlich wie beim Herrn Pfarrer in der Kirch‘, der einem anerkennend das Schülterchen tätschelt, sobald man was ganz, ganz Liebes gedacht hat.

        (Wer in diesem Text Zynkasmus findet, darf diesen gerne B. Halten.)

    • Couponschneider schreibt:

      Das ZDF hat darüber nun einige Dokumentar- und auch Spielfilme zur Vertreibung der Deutschen gedreht und ausgestrahlt. Sie scheinen nicht verstanden haben, worum es in Gerd Buurmanns Artikel geht. Das Thema war in Westdeutschland auch nie tabuisiert. In Ostdeutschland schon, aus naheliegenden Gründen.

      Zu den deutschen Flüchtlingen und Deutschland sei gesagt: Krieg begonnen, Krieg verloren, Pech gehabt. Meine Oma kommt aus Ostpreußen. Ich käme nicht im Traum auf die Idee, irgendwelche Ansprüche zu stellen. Das hat was mit Anstand zu tun.

      Wenn es Tabus in Deutschland gibt, dann betreffen sie die tiefergehende Analyse, was die Sozialstruktur und ideologischen Wertekanon der Nazis angeht. Das Wort Sozialismus in Nationalsozialismus wird im Geschichtsunterricht nicht ausgeleuchtet. Das Selbstverständnis der Nazis trifft es aber gut: die sahen und sehen sich als nationale Sozialisten, die eine stark staatlich regulierte Wirtschaft befürworteten, ohne orientalisches Gefeilsche. Im Geschichtsunterricht konnte ich noch damit punkten, indem ich behauptete, dass KPD und NSDAP extrem unterschiedliche Weltanschauungen hatten. Heute weiß ich, dass das Schwachsinn ist, denn beide waren sich ähnlich: antiamerikanisch, gegen freien Handel, gegen Kosmopolitismus, gegen Demokratie, gegen den freien Menschen. Unterschiede: Die NSDAP war machtpolitisch pragmatisch; die wussten, dass sie 1933 nicht alles auf einmal umkrempeln konnten. Die Freiheit wurde scheibchenweise beschnitten. Die Nazis haben sich mit manch unliebsamen arrangiert, wie sich manche Industrielle – leider – auch arrangiert haben. Die sozialistischen Geschichtsfälscher mieden das Wort Nationalsozialismus, sprachen immer von Faschismus. Die Unterstützung durch manche Industrielle dagegen dient als Beweis, dass die Industrie (bzw. „die Konzerne“) geschlossen hinter Hitler gestanden hätte.

      • Kanalratte schreibt:

        Zu den Arabern: Krieg gegen Israel begonnen, verloren, Pech gehabt. Im Gegensatz zu den Deutschen heulen die Araber aber heute immer noch rum.

    • Couponschneider schreibt:

      Eine Anmerkung wollte ich noch geben: Ich find’s schwierig, die Ironie zu identifizieren. Manche Zeilen sind sehr ironisch, andere halte ich für etwas verfehlt, daher bin ich hin- und hergerissen, zwischen Kritik und Zustimmung. Inbesondere der Hinweis, das ZDF hätte nicht über die Vertriebene „berichtet“, ist verfehlt. Dokumentarfilme gibt’s in Hülle und Fülle, und kaum erträgliche Schmonzetten vor dem Kriegs- und Fluchtsujet („Unsere Mütter, unsere Väter“, oder Maria Furtwängler als anständig gebliebendes, flüchtendes und deutsches Superweib).

      • Aristobulus schreibt:

        Schon. Und was fällt dabei auf: Die Verkitschung mit sofortiger Kolportagewirkung (eben, Sie haben’s schon Schmonzetten genannt).
        Die Schmonzetten werden vom Staatsfernsehen wohl als Schmonzett‘ mit starken Frauen usf. produziert, aber so bald es um Tatsachen geht, produziert das Staatsfernsehen in der Hinsicht gar nichts mehr außer Vernebelung. Arte hat neulich einen aufwändigen Dokumentarfilm über Antisemitismus abgelehnt (ihn zuvor in Auftrag gegeben habend), warum: Weil dessen Folgerungen „nicht ergebnisoffen“ gewesen seien. Na, LOL.

        Zuück zu den durchaus existierenden Dokumentarfilmen über deutsche Vertriebene im Staatsfernsehen: In denen wird z.B. der untrennbare Knoten zwischen etwa den Sudetendeutschen und der NS-Henlein-Partei deutlichst benannt.
        Ja, und wo wird der untrennbare Knoten zwischen geflohenen/verjagten Arabern und deren untrennbarer Identifikation mit dem Mufti Al-Husseini und dessen exterminatorischem Judenhass deutlich gemacht: Nirgendwo. Nie! Weggelogen wird’s.

        Dabei die eine Verknotung ein ebenso unbestreitbares Faktum wie die andere Verknotung.

        • aurorula a. schreibt:

          Findet sich immer noch nicht, dieser Film. Momentan dafür das hier, auch nicht schlecht:

          .

          • Markus Leuthel schreibt:

            Gar nicht schlecht, Broder hat wie immer den Punkt genau erwischt. Brilliant formuliert und nie weg vom eigentlichen Kern der Angelegenheit.

        • Markus Leuthel schreibt:

          Ari: ja, aaaaber… wenn’s denn wenigstens richtiges „Staatsfernsehen“ wäre. Aber es ist ja nicht mal das, sondern nur Partikularinteressengewusel direkt aus der ganz grossen Seifenoper der Politik- und Medienhofschranzerei. Bei echtem Staatsfernsehen gäbe es wenigstens einen klar auszumachenden Gegner, gegenüber dessen Ideologiegebilden man gezielt an argumentieren könnte. In der hiesigen Realität jedoch nicht: alles glitscht und aalt sich glattaalig und verglitscht bis verkitscht durch’s Mediengeschäft, von Buffet zu Buffet, von Sesselpups zu Sesselpups.

          Mit einer unlängstigen Ausnahme: die Miniserie „Charité“ (ARD) fand ich nun wirklich gelungen.

      • Kanalratte schreibt:

        @Couponschneider: Der Vorwurf bzw. die Feststellung ist auch nicht daß das ZDF keine Berichte oder Filme über die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten zeigt, sondern daß man in Deutschland immer sehr bedacht mit Begriffen wie „Vertriebene“ umgeht bzw. solche Themen mit „angezogener Handbremse“ darstellt. Die Feststellung war weiterhin daß dieser Schema bei außereuropäischen Völkern eben NICHT angewendet wird. Die „Palästinenser“ werden nämlich im krassen Gegensatz zu den Deutschen heroisiert.

        • Aristobulus schreibt:

          … vor Allem werden die vertriebenen Fantastinenser notorisch als komplette Nichtnazisten dargestellt (deren Mitjubeln mit dem Mufti Al-Husseini über jeden toten Juden wird komplett ausgeblendet), während die vertriebenen Deutschen notorisch mitten im Konnex mit dem Nazismus dargestellt werden.

          Das Erste ist total verkehrt – und das Zweite ist total verkehrt bis zum Teil falsch.

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