Offener Brief von Gerd Buurmann an Schwulissimo

Das deutsche Lifestyle-Magazin Schwulissimo ist alarmiert:

„Deutschland, Land der Freiheit und der Toleranz. Diesen Ruf genießt unser Land weltweit. Doch wie sieht es tatsächlich aus und wie sicher können sich sexuelle Minderheiten innerhalb unserer Landesgrenzen fühlen. Der jährliche Gay Travel Index gibt nun zum fünften mal in Folge Grund zur Sorge. Nachdem sich die Bundesrepublik noch im Jahr 2012 auf dem elften Platz der schwulenfreundlichsten Reiseländer befand, bleibt aktuell nur noch der 22. Platz. Bleibt die Frage, was getan werden kann, um im Gay Travel Index künftig wieder auf eine bessere Position zu kommen? Zum einen gilt es, religiösen Extremismus zu bekämpfen, der laut Forschern eines der wichtigsten Motive für die Politik ist, eine schwulenfeindliche Agenda zu vertreten.“

Liebe Schwulissimosen,

Welchen religiösen Extremismus meint Ihr genau? Den christlichen Extremismus vielleicht? In Deutschland wird es schließlich gesetzlich toleriert, dass Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und andere Einrichtungen, die zwar staatlich finanziert werden, aber unter kirchlicher Organisation stehen, ihre Mitarbeiter entlassen dürfen, wenn sie “in Sünde” leben, also eine sexuelle Beziehung ohne Ehe hegen. Die Arbeitgeberin Kirche befiehlt unter staatlichem Schutz in die Betten ihrer Arbeitnehmer. Homosexuelle und Geschiedene dürfen entlassen werden.

Das erklärt jedoch nicht, warum Deutschland in der Liste gefallen ist, denn die Situation hat sich nicht verschärft.

Welchen religiösen Extremismus also meint Ihr? Vielleicht diese gefährlichen Hinterhoftempel der Buddhisten, von denen man immer mal wieder hört? Oder sind es gar die Juden? Von denen hört man schließlich ständig nur schlimme Sachen. Bestimmt sind es die Juden! Oder doch die Mormonen?

Ich bin verwirrt.

Könntet Ihr mir bitte sagen, ob es gerade gewisse religiöse Extremisten gibt, die besonders viel Ärger machen? Ist der Islam des Irans genauso schlimm wie das Christentum Italiens und das Judentum Israels?

Vielleicht könntet Ihr mir auch noch sagen, welche Religion in den Ländern vorherrscht, die in dem Gay Travel Index ganz unten vertreten sind, weil dort Homosexuelle hingerichtet werden und welche Religion in den Ländern vorherrscht, die im Gay Travel Index ganz oben vertreten sind, weil dort Homosexuelle heiraten dürfen.

Das wäre eine echte Hilfe.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

17 Antworten zu Offener Brief von Gerd Buurmann an Schwulissimo

  1. Großer Bruder schreibt:

    Die Behauptung, daß Scheidung oder Homosexualität bei kirchlichen Arbeitgebern zur Kündigung führt und dies „gesetzlich toleriert“ sei, kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen:
    Eine Scheidung führt schon mal gar nicht zur arbeitsrechtlichen Konsequenzen, da den Kirchen eine „weltliche“ Trennung ohnehin schnurz ist. Allenfalls kann also eine erneute Heirat problematisch sein. Oder ein uneheliches Kind oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft.
    Zur Kündigung führt das heute aber allenfalls in speziellen Einzelfällen, wenn es Personen mit besonderem „Verkündigungsauftrag“ betrifft, also z, B. Pfarrerinnen oder Diakone. Ein Altenpfleger, der Hausmeister eines Kindergartens oder eine Ärztin haben in solchen Fällen wohl nichts zu befürchten.
    Und schon gar nicht wird es „gesetzlich toleriert“: zwar gab es immer wieder mal Versuche, Mitarbeitern aus solchen Gründen zu kündigen, vor den Arbeitsgerichten verloren die Kirchen in diesen Fällen regelmäßig
    Siehe den ausführlichen Artikel zum kirchlichen Arbeitsrecht:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsrecht_der_Kirchen#Sexuelle_Orientierung_und_standesamtliche_Lebenspartnerschaft

  2. O.Paul schreibt:

    Warum werden die Fakten nicht genannt?
    Die steigende Judenfeindlichkeit in Deutschland ist wohl kaum auf die Deutschen zurückzuführen, ebenso wenig der steigende Schwulenhass.

    • Aristobulus schreibt:

      … laut Regierung (Merkel höchstpersönlich) gibt es aber keine Deutschen in dem Sinne, sondern nur „Menschen, die schon länger hier leben“.
      Erstaunlich bloß, dass die Zeitschrift Schwulissimo in diesem flachen Sinne regierungsangehörig zu sein scheint. Haben die nichts Besseres zu tun?, könnten die nicht etwas schwuler sein bitte?

  3. American Viewer schreibt:

    bleibt aktuell nur noch der 22. Platz. Bleibt die Frage, was getan werden kann, um im Gay Travel Index künftig wieder auf eine bessere Position zu kommen? Zum einen gilt es, religiösen Extremismus zu bekämpfen,

    Oder man macht die 21 Länder vor ihnen wieder schwulenfeindlicher, dann sind sie auch wieder #1. Nur so eine Idee. 😉

    Die sollen sich doch freuen, dass es angeblich ganze 21 Länder auf der Welt gibt, die vor dem vorbildlich homophilen Deutschland liegen.

  4. Bruno Becker schreibt:

    Und hier haben wir wieder ein prächtiges Beispiel der alles zersetzenden, sogar selbstzersetzenden, verlogenen politically correctness: Anstatt Ross und Reiter zu benennen, wird wie üblich herumgeeiert. Der grosse Voodoo! Sag es nicht, sonst kommt es über Dich!
    Ob gesagt oder nicht, es kommt trotzdem, und zwar ganz dicke: der Islam, jene Ideologie, deren Agenda alles Gute, Schöne, Liebenswerte nur ja zu vernichten trachtet, denn es könnte dem lieben Allah missfallen.

  5. bm98600 schreibt:

    🤣

  6. Aristobulus schreibt:

    Die Spaghettisten (die Gläubigen des Fliegenden Spaghettimonsters!) sind radikal und immer radikaler und am Allerradikalsten geworden! Jede Woche hört man von neuen Exzessen auf deutschen Straßen: Schwul-orthodoxe Rabbiner wurden gezwungen, riesige Portionen Spahetti mit Tomatensoße zu verzehren, die sie gar nicht mochten!, und islamisch-schwule Superschariafeministen wurden mit Spaghetti al’arrabbiata traktiert, als ob sie von selber nicht schon rabiat oder arrabisch genug wären!, und schwäbisch-schwule Damen wurden mitten in der Fußgängerzone mit viel zu rattenscharfem Spaghettiauflauf traktiert, den die ja unmöglich runterkriegen können!
    Deutsche Fußgängerzonen verwandeln sich seit dem religiösen Furor der Spaghettisten in die schlimmsten Schneisen von Aleppo! Wo soll das bloß noch hinführen!
    Ferner bekamen schwule Buchhandlungen, die keine extra Pasta-Abteilung haben, fiese Spaghettisten-Drohungen, und Schwule auf offener Straße wurde entsetzlich angepöbelt, weil sie untereinander gern den Ausdruck „du Nudel“ verwenden! Unerträglich! Wo soll das blloß noch hinführen!, in die homophobe Hölle?!

    Und nun hat Schwulissimo, das Magazin für den echten Mann, das jeder kennt, das jeder fortwährend liest und das jeder unauslöschlich liebt!, finale Todesangst vor den Spaghettisten gekriegt! Die erwähnen sie nicht mal! Wo soll das bloß noch hinführen!

Seid gut zueinander!

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s