Ich klage an!

Dies ist eine Sammlung der schlimmsten, einseitigen und anti-israelischen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten der letzten Jahre. Ich fände es auch schöner, wenn der Artikel kürzer wäre, aber die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben sich einfach zu viel zu Schulden kommen lassen.

Es sind allerschimpflichste und unauslöschlichste Flecken, unversehrt aus niedrigsten Verleumdungen hervorgegangen und sie erobern die Herzen der deutschen Fernsehzuschauer. Es wird Zeit, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten für diese Form der Berichterstattung zur Rechenschaft gezogen werden, denn es ist geschehen; ARD und ZDF tragen eine Besudelung auf der Wange. Nun, da sie es gewagt haben, so will auch ich es wagen! Die Wahrheit, ich werde sie sagen, denn ich habe versprochen, sie zu sagen, wenn nicht eine ordnungsgemäß gehandhabte Rechtsprechung ihr voll und ganz zum Siege verhilft. Meine Pflicht ist es, zu sprechen, ich will nicht Mitschuldiger sein. Meine Nächte würden gestört werden durch das Gespenst des Unschuldigen. Ich will sie entgegen schreien, diese Wahrheit, mit aller Macht der Empörung. Ich klage an!

Anfang Juli 2016 behauptete das Magazin ZDF heute+, jüdische Kinder in Israel würden dazu erzogen, Palästinenser zu töten.

„Erzogen zum Hass? Wie israelische und palästinensische Kinder dazu gebracht werden sollen, sich gegenseitig zu verachten – und zu töten.“

Auf Nachfrage von mir erbrachte das Magazin keinen einzigen Beweis für die Behauptung und löschte den Vorwurf einfach. Der Bericht hatte jedoch tagelang die Welt vergiftet. Nachdem ich diese Lüge thematisierte hatte, änderte das ZDF seine Behauptung und erklärte:

„Erzogen zum Hass? Wie israelische und palästinensische Kinder dazu gebracht werden sollen, sich gegenseitig zu verachten.“

Damit machte das ZDF jedoch alles noch viel schlimmer! In der erster Version der Schlagzeile war schließlich neben der Lüge über Israel auch eine wahre Aussage enthalten. Zwei Aussagen steckten der der Urversion. Erstens: Israelische Kinder sollen dazu gebracht werden, Palästinenser zu verachten – und zu töten. Zweitens: Palästinensische Kinder sollen dazu gebracht werden, Israelis zu verachten – und zu töten. Die erste Aussage war eine Lüge. Die zweite Aussage jedoch nicht! Das ZDF löschte jedoch beide Aussagen. Da ich mich mit dieser Löschung nicht zufrieden geben wollte und schrieb an die Redaktion des ZDF: „Welche Grund hatte heuteplus dafür zu behaupten, dass an israelischen Schulen Kindern das Töten von Palästinensern beigebracht wird?“

Die Redaktion des ZDF reagierte mit diesen Worten:

„Besten Dank für Ihre Post und die Kritik an dem „heute+“-Beitrag, die wir sehr ernst nehmen. Wir haben die unangemessen verkürzte und zu Missverständnissen Anlass gebende Formulierung auf Facebook und in der Beschreibung des Mediatheks-Videos unmittelbar entfernt. Wir bedauern natürlich sehr, wenn sich durch die ursprüngliche Formulierung jemand verletzt fühlte. Die Korrektur war vor allen Dingen deshalb notwendig, weil im Beitrag selbst tatsächlich das eine nicht mit dem anderen gleichgesetzt wird: Die Autorin geht mit dem Thema differenziert um und zeigt, wie palästinensische Kinder schon im Kinderfernsehen zu Messerangriffen ermuntert werden oder im Gazastreifen im Kindertheater Tunnelbau, Hass und Krieg gegen Israel propagiert werden. Der Film beschreibt aber auch, dass für israelische Jugendliche Palästinenser teilweise als Problem dargestellt werden, als Flüchtlinge, Bauern und Menschen, mit welchen kein Frieden zu haben ist.“

Ich antwortete:

„Sie sprechen von einer „unangemessen verkürzten und zu Missverständnissen Anlass gebende Formulierung“. Nein! Die Formulierung ist nicht verkürzt. Sie ist falsch. Falsch! Sie wissen schon: das Gegenteil von Richtig! An israelischen Schulen wird nicht systematisch wie an palästinensischen Schulen das Töten von Menschen gelehrt! Sie sagen, Sie bedauern, wenn sich durch Ihre Formulierung jemand verletzt fühlt. Sie haben nicht nur Gefühle verletzt. Durch Ihre Formulierung wurden Vorurteile und Hass geschürt. Bedauern Sie das auch? Unabhängig davon, ob Sie es bedauern, Sie haben Schaden angerichtet!“

Das ZDF reagierte kurz:

„Wir haben in unserer Antwort unser Bedauern zum Ausdruck gebracht, und wir haben Ihnen mitgeteilt, dass wir die von Ihnen angesprochene Passage auf dem Facebook-Post und in der Beschreibung des Mediathek-Videos korrigiert haben. Und wir haben Ihnen geschrieben, dass wir im Beitrag das eine nicht mit dem anderen gleichgesetzt haben. Wir haben also durchaus auf Ihre Kritik regiert.“

Ich schrieb zurück:

„Ihr Bedauern habe ich zur Kenntnis genommen, möchte jedoch betonen, was Sie genau bedauern. In Ihrer ersten Reaktion schreiben Sie: „Wir bedauern natürlich sehr, wenn sich durch die ursprüngliche Formulierung jemand verletzt fühlte.“ Sie bedauern also mein Gefühl, nicht Ihre Tat. Mein Gefühl braucht aber kein Bedauern! Es ist eine ganze natürliche Reaktion auf Ihre Lüge, die in meinen Augen eine der schlimmsten öffentlich-rechtlichen Verleumdungen von Juden der jüngeren deutschen Geschichte darstellt.“

Die Blindheit des ZDF gegenüber dem Hass gegen Juden, der überall in der arabischen Welt gepredigt wird, ist atemberaubend. Im arabischen Fernsehen ruft das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden und Ungläubige auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

Im Mai 2002 erklärte die kleine Basmallah im Alter von 3 Jahren vor einem großem Fernsehpublikum, dass Juden Affen und Schweine sind, die sie nicht mag.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wurde zur besten Sendezeit gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Dieser Hass ist real! Er findet sich nicht nur auf einer Seite. Das ZDF löschte jedoch sowohl die Lüge, in Israel gäbe dieses Hass, als auch die vollkommen korrekte Aussage, dass es diesen Hass gegen Israel und Juden gibt. Wenn Juden nicht zu Hass erziehen, dann ist die Tatsache, dass zum Hass gegen Juden und Israelis erzogen wird, für das ZDF offensichtlich keine Nachricht wert.

Wer diesen Hass in Schulen und Kindergärten leugnet, wird blind für Judenhass. Es wundert daher nicht, dass das Magazin ZDF heute+, nachdem wieder ein kleines Mädchen zur Terroristin geworden war, am 26. Mai 2016 ganz naiv die Frage stellte: „Wollte die 12-jährige Dima töten?“

So schrecklich es klingt, die Antwort lautet: Ja, Dima will Juden töten! Sie „will“ es, weil sie von ihren Eltern, Lehrern und religiösen Führern, seelisch, religiös und nicht selten sexuell missbraucht wurde, so dass der letzte Funken kindlicher Neugier und Liebe in ihr erstickt wurde. Zurück blieb ein zerstörtes Wesen, bereit zu töten!

Im Gazastreifen herrscht die Hamas. Sie missbraucht Kinder als Schutzschilde für ihre Waffen, die sie nutzen, um Artikel 7 der eigenen Gründungscharta zu befolgen, wo die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit gefordert wird. Die Kinder, die sterben, weil sie von der Hamas in den Kugelhagel geworfen wurden, werden nicht selten Israel zu Last gelegt, was zeigt, wie pervers die Situation geworden ist.

In dem ganzen Bericht um die kleine Dima erwähnte das ZDF die programmatische Erklärung zur Vernichtung des jüdischen Volks nicht ein einziges Mal! Stattdessen wurden in dem Bericht Israelis angeklagt, die sich gegen den Judenmord wehren. Die Hamas will Israel vernichten und opfert dafür das eigene Volk. Israel versucht jedoch, so viele Tote wie möglich zu vermeiden und weint über jedes tote Kind. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir hat es in wenigen Worten auf den Punkt gebracht:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Das ZDF ließ ebenfalls die Eltern der Kindersoldatin zu Wort kommen. Sie wurden jedoch nicht gefragt, warum sie die eigene Tochter nicht vor dem Hass bewahren. Stattdessen durften sie gegen Israel wettern. Am Ende zeigte das ZDF, wie das Mädchen gefeiert wird. Spätestens hier wäre es angebracht gewesen zu erwähnen, dass die Familien von Terroristen und Judenmördern von der Hamas und der Fatah fürstlich belohnt werden, nicht selten mit Geldern aus Deutschland, aber das ZDF schwieg. Das ZDF erwähnte nicht, dass eine arme Familie nur eine Tochter braucht, die Juden absticht, damit ihre Armut gemindert wird!

Der Hass gegen Juden wird überall gepredigt, aber das ZDF schweigt dazu. Schweigen, wenn es um Judenhass geht, hat in Deutschland Tradition. Das ZDF führt im Grunde nur eine lange deutsche Tradition fort. In diesem Video zum Beispiel sagen Menschen folgende Dinge in die Kamera:

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“

„Der größten Feinden eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

All diese Videos sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom. Sie sind Alltag! In dem Bericht über die kleine Kindersoldatin Dima hätte ZDF heute+ diesen Hass erwähnen müssen. Das ZDF aber schwieg! Dieses Schweigen ist in etwa so, als hätte das ZDF einen Bericht über die Hitlerjugend gemacht mit der Frage: „Wollte der 12-jährige Herrmann töten?“

Am 15. Mai 2017 haute das ZDF diese Nachricht raus:

„Nach unterschiedlichen Schätzungen wurden 700.000 Palästinenser vertrieben.“

Ich stellte dem ZDF daraufhin diese Fragen:

Da sie als öffentlich-rechtliche Anstalt gewiss niemals Fake News verbreiten würden, möchte ich Sie fragen, woher Sie die Information haben, im Jahre 1948 seien 700.000 Palästinenser vertrieben worden. In meinem Geschichtsbuch steht nämlich was anderes. Dort steht:

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme ihres unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte.

Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges zur totalen Vernichtung Israels und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die „israelreine“ Region zurückkehren, verließen (laut meinem Geschichtsbuch) rund 500.000 Menschen ihre Heimat. Sie wurden somit nicht dazu gezwungen, jedenfalls nicht von Israel. Sie gingen in der Gewissheit, das jüdische Volk würde vernichtet werden und in der Absicht, der Vernichtung der Juden nicht im Wege zu stehen. Sie wollten nicht zu einem Kollateralschaden des arabischen Holocaust werden.

Die arabische Welt plante einen Holocaust an Juden und holte sich dafür Wissen von den Experten im organisierten Judenmord. Im Jahr 1941 trafen sich der Großmufti von Jerusalem, Hadsch Muhammad Amin al-Husseini und der Führer von Nazideutschland, Adolf Hitler in Berlin. Es ging um die “Endlösung der Judenfrage”. Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt von diesem Bauplan zur Judenvernichtung gewesen sei.

Das alles steht in meinem Geschichtsbuch. Sie sagen nun aber, dass das nicht stimmt und sprechen stattdessen von einer Vertreibung der Palästinenser. Sagen Sie mir bitte, wie diese Vertreibung ausgesehen hat und auf welche Quellen Sie sich berufen. In meinem Geschichtsbuch steht nämlich, dass die Araber nicht vertrieben wurden, sondern dass Israel im Gegenteil den Arabern sogar angeboten haben soll zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an. Mittlerweile gibt es 1.250.000 arabische Israelis.

Das heißt nicht, dass es keine Vertreibung gab. Es wurden Menschen vertrieben. Die Vertriebenen waren jedoch Juden!

Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während somit in Israel heute 190% so viele Araber leben wie 1948, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, leben in den arabischen Ländern heute nur 0,9% so viele Juden wie 1948. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

Es ist interessant, dass in diesem Zusammenhang sehr oft von Vertreibung und Völkermord die Rede ist, damit allerdings nicht die fast vollständige Vertreibung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern gemeint ist, sondern die beinah Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel.

Was geschah mit den 850.000 vertriebenen jüdischen Flüchtlingen? Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause! Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 500.000 arabischen Auswanderern mittlerweile über 4,7 Millionen Flüchtlinge geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute Bürgerrechte besitzen, sind die 1,25 Millionen israelischen Palästinenser.

Die palästinensischen Flüchtlinge sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet: UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, ein Hochkommissariat der Vereinten Nationen, das mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftrag ist, bleibt die UNRWA bestehen.

Der Grund dafür ist im Selbstverständnis der beiden Flüchtlingsbehörden zu finden. Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Palästinenser in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt: Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die palästinensischen UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus. Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, können palästinensische Flüchtlinge laut UNRWA Flüchtlinge gebären. Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung palästinensischer Flüchtlinge in ihrem Gastland. Zudem erhält die UNRWA mehr finanzielle Unterstützung von der UN als der UNHCR und beschäftigt deutlich mehr Mitarbeiter.

Während also der UNHCR mit weit weniger Mitteln erträgliche Lösungen für zig Millionen Flüchtlinge gefunden hat, konnte die UNRWA bisher mit deutlich mehr Mitteln keinem einzigen palästinensischen Flüchtling zu einer Staatsbürgerschaft verhelfen. Im Grunde gibt es bisher nur ein einziges Gebilde, das dafür sorgt, dass Palästinenser Menschen mit Bürgerrechten werden: Israel! Es ist das einzige Land im Nahen Osten, das die Menschenrechte der Palästinenser garantiert.

1,25 Millionen arabische Israelis gibt es bisher. Was aber ist aus den 500.000 Arabern geworden, die Israel verlassen haben? Sie leben in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben. Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 500.000 Flüchtlingen 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge geworden. 4,7 Millionen Menschen, denen unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt wird. 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge, die nicht das Glück haben, zu den 1,25 Millionen Palästinensern zu gehören, die in einem Land leben, das mit ihrem Wunsch auf Freiheit verbündet ist: Israel!

Bis auf Israel scheint sich niemand wirklich um das Wohl der Palästinenser zu sorgen. Warum? Welches Interesse können die arabischen Länder haben, Palästinenser zu ewigen Flüchtlingen zu verdammen? Eine Antwort hat der Präsident Ägyptens schon am 1. September 1960 gegeben: “Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der UN sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit die arabischen Regime die besetzten jüdischen Gebiete räumen.

Wem diese Forderung zu radikal ist, der muss eingestehen, dass sie ebenso radikal ist, wenn es um palästinensische Flüchtlinge geht. Die ständige Rede von palästinensischen Flüchtlingen ist nichts als pure Einseitigkeit, die jedoch leider zum Mainstream geworden ist. Der ewige palästinensische Flüchtling nutzt nur einer Gruppe: den Feinden Israels. Am 25. Mai 1953 sagte Pfarrer Karl Baehr:

„Im April 1952 sagte Sir Alexander Galloway, damals Chef von UNRWA für Jordanien, zu unserer Studiengruppe, und das ist wirklich ein direktes Zitat von ihm: ‚Es ist vollkommen klar, dass die arabischen Nationen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen wollen. Sie wollen es als eine offene Wunde behalten, als ein Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel.‘ Dann sagte er mit Betonung: ‚Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.'“

Das ZDF beteiligte sich daran, diese Wunde offen zu halten und übernahm sogar die judenfeindliche Propaganda und behauptete:

„Diese Schlüssel symbolisieren die verlassenen Häuser.“

Ja, die Schlüssel symbolisieren die verlassenen Häuser; sie wurden jedoch bewusst verlassen, um der Vernichtung von Juden nicht im Wege zu stehen. Was ist eigentlich mit den Schlüsseln all der 850.000 Juden, die tatsächlich vertrieben wurden? Die zeigt das ZDF nicht. Neutralität und Objektivität scheint in der öffentlich-rechtlichen Anstalt nicht gefragt zu sein. Ich stellte daher dem ZDF die Frage: „Wie kommen das ZDF dazu, von vertriebenen Palästinensern zu sprechen? Bitte erklären Sie Ihre Wortwahl, denn entweder stimmt mein Geschichtsbuch nicht oder Sie haben eine Lüge über Israel verbreitet. Dann aber frage ich: Warum?“

Ich erhielt keine Antwort auf meine Fragen. Bei dem ZDF scheine ich es nicht mehr wert zu sein, eine Antwort zu erhalten. Ich hoffte daher auf die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier (SPD), die der Vorsitzenden des ZDF Fernsehrates schrieb, mit „Fassungslosigkeit“ habe sie den Bericht zur Kenntnis genommen:

„Der Beitrag schafft es, in einem erschreckenden Ausmaß unreflektiert die Geschichte Israels zu verdrehen. Kurze Aussagen wie diese sind eine systematische Verkürzung der hochkomplexen historischen Begebenheit in dieser Region. Hier wird ein Konflikt behandelt, der seine Wurzeln in der Vergangenheit hat und seit Jahrzehnten ungelöst ist, trotz aller internationalen Bemühungen. Ein derartiges Thema in einigen wenigen Sätzen behandeln zu wollen, setzt größtes Fingerspitzengefühl voraus, welches den Autoren des Beitrages scheinbar scheinbar in Gänze fehlt.“

Es war nicht das erste Mal, dass Michaela Engelmeier die unwahren Behauptungen bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten anprangerte. Am 14. August 2016 sendete die ARD zum Beispiel einen Bericht von Markus Rosch, der mehr aus Propaganda denn aus Fakten bestand. Die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier (SPD) warf daraufhin der ARD vor, mit dem Bericht zu lügen:

„Warum zeigt man in der Tagesschau einen schlecht bis gar nicht recherchierten Bericht, zitiert dort mehr als zweifelhafte „Experten“ und erzählt echte Unwahrheiten? Ich protestiere energisch und mit aller Schärfe gegen diese, so einseitigen und unwahren Behauptungen in diesem unsäglichen Bericht und erwarte eine Richtigstellung! Dieser Bericht, liebe ARD ist ein Fall für den Rundfunkrat und eine Richtigstellung ist mehr als nötig!“

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist (CDU) sprach sogar davon, die ARD verbreite Propaganda:

„Meine Kollegin Engelmeier hat recht – ein so einseitiger Bericht ist eben keiner, sondern kritiklose Übernahme von Propaganda. Leider ist die ARD in den letzten Jahren immer wieder mit solchen einseitigen Darstellungen in Erscheinung getreten.“

In dem Bericht über die Wasserversorgung in den palästinensischen Autonomiegebieten wurde behauptet, Israel sei verantwortlich für den Wassermangel in diesen Gebieten. Es wurde behauptet, „dass Palästinenser keine Baugenehmigungen für Brunnen erhielten, um sich selbst zu versorgen.“ Es wurde jedoch verschwiegen, dass Israel dies nur tut, um Trinkwasser für alle Menschen in der Region zu retten. Als sich nämlich im Jahr 2005 Israel komplett aus dem Gazastreifen zurückzog, fielen dort auch die Kontrollen weg, was dazu führte, dass jeder nach Wasser bohrte und so das Grundwasser in Gaza schnell sank. Dadurch floss dann Salzwasser aus dem Mittelmeer nach, was dazu führte, dass heute 95% des Süßwassers im Gazastreifen ungenießbar ist. Damit die Bürger im Gazastreifen nicht verdursten, pumpt Israel jetzt Trinkwasser in den Gazastreifen, obwohl Israel das nicht müsste, da die Regierung von Gaza Krieg führt gegen Israel und erklärt, alle Juden weltweit vernichten zu wollen und keinen einzigen Juden im Gazastreifen erlaubt. Welches Land der Welt pumpt auf eigene Kosten Trinkwasser in das Land seiner Feinde?

In dem Bericht wurde jedoch nicht nur verschwiegen, sondern auch ganz klar gelogen. In den sogenannten A und B Gebieten ist nämlich die palästinensische Autonomie verantwortlich für die Wasserversorgung und nicht Israel. Nur in dem sogenannten C Gebiet ist Israel verantwortlich und natürlich versorgen die Israelis zunächst ihre eigenen Leute. Da die palästinensische Autonomiebehörde nicht demokratisch konstituiert ist, verteilt sie das Wasser willkürlich und nicht selten zu Gunsten der herrschenden Kreise, wie diese Bilder beweisen. Darum gibt es in Ramallah mehr Wasser als in den kleinen Dörfern im C Gebiet. Die Wasserknappheit hat somit fast nichts mit der israelischen Regierung zu tun, aber dafür sehr viel mit der palästinensischen Autonomie.

Die israelische Regierung hat eine Infrastruktur gebaut, während die palästinensische Regierung nichts gemacht hat, um seine Leute mit Wasser zu versorgen. Dies aber nun Israel vorzuwerfen, ist eine Hetze gegen Juden, wie sie an das Mittelalter erinnert. Als im Mittelalter die Pest wütete und viele Christen daran starben, erhoben sie den Vorwurf der Brunnenvergiftung gegen Juden. Der Vorwurf fiel nicht zufällig auf Juden, denn lange zuvor waren in ganz Europa sogenannte Judenbilder verbreitet worden, die den sozial ausgegrenzten Juden Heimtücke, Schadenzauber und Verschwörungen gegen die Christenheit zugeschrieben hatten. Außerdem wurden Juden aufgrund ihrer religiös verankerten Hygienevorschriften oft weniger von Epidemien getroffen als die übrige Stadtbevölkerung. Statt aber die Schuld bei sich selbst zu suchen und dem Versäumnis, sauberes Wasser zu erschließen, verfolgten Christen Juden, weil sie sauberes Wasser erschlossen hatten.

Das war das Mittelalter. Heute ist es nicht viel anders! In Israel haben Juden ab der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eine Vielzahl moderner Wasseranlagen gebaut. Statt das zu bewundern, wird Israel heute von der Tagesschau kritisiert, weil Araber keine modernen Wasseranlagen gebaut haben, ganz so als sei es die Schuld der Juden, wenn Araber heute kein sauberes Wasser erschließen wie Christen im Mittelalter.

Richtig tief in die Lügenkiste griff die ARD Tagesschau jedoch mit dem Bericht über die Ortschaft Salfit. Der Ort Salfit gilt als grüne Oase der Region, weil Israel es mit Wasser versorgt. Vor einigen Wochen jedoch kam es zu einen Rohrbruch bei einer Hauptleitung. Daraufhin war in dem Ort einige Tage lang das Wasser knapp. In dieser Zeit drehte die ARD den Bericht, lässt eine Familie über die Wassernot lamentieren und behauptet somit, Israel sei Schuld an dem Rohrbruch. Das ist eine Lüge, die der Brunnenvergifterlegende aus dem Mittelalter locker das Wasser reichen kann. Da frage ich mich, ob ARD für Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland steht.

Als ich über diese Bespiele Verleumdung berichtete und die Stellungnahme von Michaela Engelmeier veröffentlichte, reagierte die Redaktion der ARD wie folgt:

„Wir schätzen das Interesse und die kenntnisreichen Hinweise unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr. Wir nehmen uns berechtigte Kritik zu Herzen, berücksichtigen sie und lernen daraus. Allerdings bitten wir darum, dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben. Beim Thema Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten scheinen wir jedenfalls einen hochsensiblen Nerv getroffen zu haben (…) Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.

Schließlich erreichte uns über einen Blog der Aufruf der SPD-Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier, die in dem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ von Gerd Buurmann u.a. damit zitiert wird, die Tagesschau erzähle Unwahrheiten, sie erwarte eine Richtigstellung und die Anrufung des Rundfunkrates. Dieses Zitat ist allerdings nicht auf der Facebook-Seite der Politikerin wiederzufinden, die sich – wie dort zu lesen ist – offenbar gerade in Rio befindet.

Da sich dieses für uns derzeit nicht zu verifizierende Zitat im Wesentlichen auf die von uns oben bereits richtiggestellten Unterstellungen der Kritiker stützt, sowie in dem besagten Blog noch mit unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten sowie Behauptungen/Beleidigungen verbunden ist, wonach die ARD in die „Lügenkiste“ greife, weil es sich bei dem Kürzel ARD in Wahrheit um „Antisemitischer Rundfunk Deutschlands“ handle, wollen wir es an dieser Stelle bei den oben dargelegten Ausführungen belassen.

Für das ARD-Studio Tel Aviv,
Susanne Glass und Markus Rosch“

Meine Antwort auf diese Stellungnahme fiel wie folgt aus:

„Vielen Dank für diese Stellungnahme, liebe ARD.

Der Kommentar von Michaela Engelmeier findet sich auf der Facebook-Seite der ARD Tagesschau direkt unter dem Artikel zur Wasserversorgung. Der Kommentar von Michaela Engelmeier hat sogar so viele Likes bekommen, dass er prominent und unübersehbar angezeigt wird, um genau zu sein, genau unter Ihrer Stellungnahme, in der Sie schreiben, den Kommentar nicht zu finden.

Dafür gibt es ein Fachwort: Peinlich! Wenn die Tagesschau es nicht mal schafft, diesen Kommentar auf ihrer eigenen Seite, unter ihrem eigenen Bericht, unter der eigenen Stellungnahme zu finden, dann kann es mit der Recherche der Tagesschau nicht so weit her sein. Wenn die Tagesschau schon daran scheitert, ihre eigene Seite zu lesen, dann möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie sehr sie in anderen Bereichen scheitert. Wenn die Tagesschau so über Israel recherchiert, wie sie auf ihrer eigenen Seite recherchiert, dann gute Nacht Qualitätsjournalismus. Ich nehme daher alles zurück. ARD steht nicht für Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland sondern offenkundig für Arbeitsverweigernde Rundfunkanstalt Deutschland.“

Am 4. April 2015, sendete die Tagesschau einen Bericht über die Osterfeierlichkeiten in Jerusalem, die jedes Jahr von israelischen Verteidigungsstreitkräften wegen ständiger Terrorgefahr gesichert werden müssen. Die Feierlichkeiten können nur aufgrund Israels Sicherheitskonzept in Jerusalem stattfinden. In dem Bericht wurden jedoch folgende Worte gesprochen:

„In Jerusalem leben jüdische Siedler, Christen und Muslime auf engstem Raum“

Die Worten kamen von Markus Rosch! Mit diesem Satz offenbarte er am Tag nach Karfreitag sein ganzes Ressentiment. Er sagte nämlich nicht, dass in Jerusalem Juden, Christen und Muslime leben, sondern er machte aus Juden „jüdische Siedler“ – und zwar nur aus Juden! Christen waren für ihn Christen, Muslime Muslime, aber Juden waren „jüdische Siedler“.

Siedeln Muslime und Christen in Jerusalem etwa nicht? Haben Muslime und Christen etwa keine Häuser und Wohnungen? Natürlich haben sie das! Warum also machte Markus Rosch eine Ausnahme bei Juden? Weil sie etwas besonderes sind und somit eine Sonderbehandlung von der deutschen Arbeitsgemeinschaft ARD verdient hatten. Die ARD rechtfertigte die Wortwahl von Markus Rosch auf Nachfrage so:

„Anzumerken bleibt, dass es in unmittelbarer Nähe der Altstadt zahlreiche Siedlungen in Ostjerusalem inmitten eines arabischen Gebietes gibt. Laut Definition sind das auch Siedlungen, da Ostjerusalem mit der Altstadt bis 1967 jordanisches Gebiet war („jenseits der grünen Linie“). Jerusalem wurde zwar de facto von Israel annektiert, international ist das aber nicht anerkannt. Und der Status von Jerusalem ist umstritten.““

Ich erwiderte darauf:

„Anzumerken bleibt aber auch, dass Markus Rosch nicht von israelischen Siedlern spricht, sondern von jüdischen Siedlern! Das heißt also, die Tagesschau erklärt nicht nur, dass die Frage, ob Jerusalem zu Israel gehört, umstritten ist, sondern auch, dass die pure Existenz von Juden in Jerusalem umstritten ist. Jerusalem ist, nebenbei bemerkt, die Hauptstadt Israels!“

Juden haben in Jerusalem schon gelebt, als es noch keine Christen und Muslime gab! Juden leben seit Jahrtausenden im Norden, Süden, Westen und Osten von Jerusalem! Markus Rosch aber sprach von „jüdischen Siedlern“, nicht aber von muslimischen und christlichen Siedlern. Damit war er auf einer Linie mit sämtlichen islamischen Parteien, die im Nahen Osten regieren. Für sie ist jeder Jude eine Gefahr und illegal. Sie nennen Juden Bakterien und Parasiten und fordern ihre physische Vernichtung. Aus der Sicht dieser Judenhasser macht es Sinn, nur Juden zu Siedlern zu erklären. Markus Rosch bediente genau diese Sicht und die ARD sendete diesen Blick auch noch.

Das war aber nicht der größte Quatsch, den die ARD über Israel sendete. In einem anderen Bericht unter dem Titel „Gaza im Winter“ durfte Markus Rosch behaupten, in Gaza Stadt lebten über 100.000 Menschen auf 12 Quadratmetern. Das sind über 8333 Menschen auf einem Quadratmeter.

Ich kommentierte diese lächerliche Fehlleistung mit einer Polemik:

„Wenn Menschen richtig eng zusammen stehen, können mit etwas gutem Willen und wenn Karneval in Köln oder Rushhour in Tokio ist, 10 Menschen auf einem Quadratmeter Platz finden. Es müssen also über 833 Menschen übereinander stehen, damit 8333 Menschen auf einem Quadratmeter Platz finden können. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Körpergröße eines Menschen in Gaza Stadt von 1,68 Meter erreicht man so schon eine Höhe von 1400 Metern. Das sind bereits 393 Meter mehr als sich das höchste Gebäude der Welt in den Himmel streckt.

Der Kingdom Tower in Saudi-Arabien ist lediglich lächerliche 1007 Meter hoch. In Gaza Stadt jedoch wurde bereits eineinhalb Kilometer hoch gebaut, wie wir jetzt in einem Nebensatz des ARD Studio Tel Aviv erfahren durften. Das höchste Gebäude der Welt steht somit in Gaza Stadt! Das Komische ist nur, kaum jemand weiß davon. Wie kann das sein?

Wenn das nicht an den Juden liegt! Mit Sicherheit nutzen die Juden schon seit Jahren ihren Einfluss in den Medien, um der Welt vorzuenthalten, dass das achte Weltwunder in Gaza Stadt steht! Sowas machen die Juden ja schon mal. Sieht ihnen ähnlich. Die sperren schließlich auch 100.000 Menschen auf nur 12 Quadratmetern.

Ich möchte dem ARD Studio Tel Aviv zu Gute halten, dass Markus Rosch vermutlich schlecht in Mathematik ist, aber warum werden die Zahlen und Fakten nicht gecheckt, bevor sie in die Welt gesendet werden? Wenn es um Israel geht, scheint der ARD keine Horrorzahl zu absurd zu sein, als dass sie sie nicht senden würde. Vermutlich traut die ARD Juden so ziemlich alles zu. Die Wahrheit ist, es sind 100.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern und das ist im internationalen Vergleich nicht viel.

In Tel Aviv leben knapp 70.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern, in München über 55.000 Menschen, in New York Stadt knapp 130.000 Menschen, in Tokio fast 180.000 Menschen und in Paris sogar über 250.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern! 100.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern ist eine ganz normale Größe für eine Stadt und wenn Gaza Stadt den Frieden mit Israel nicht immer wieder gebrochen hätte und vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2015 nicht über 7500 Raketen auf Israel abgefeuert hätte, und die Milliarden von Euro, die Jahr für Jahr nach Gaza geflossen sind, in den Aufbau von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Infrastruktur gesteckt hätte, statt in den Aufbau kriegerischer Infrastruktur, wie dem Bau von Terrortunneln und Kriegszellen, dann wäre Gaza Stadt heute auch eine lebenswerte Metropole wie Tel Aviv.“

Auf all die Lügen und Fehler, die ARD und ZDF über Israel verbreiten, kann man teilweise nur noch mit Spott, Hohn und Polemik reagieren. Kurz vor der Wahl in der Niederlanden am 15. März 2017 sendete der WDR einen Bericht über Geert Wilders, in dem Juden nur als Fanatiker präsentiert wurden. Bei dem Bericht handelt es sich größtenteils um eine Aufwärmung der BBC 2 Produktion „Wilders: Europe’s Most Dangerous Man?“ von Mags Gavan and Joost van der Valk aus dem Jahr 2011. Dementsprechend veraltet war auch das meiste Filmmaterial, das in diesem Bericht geboten wird. Seriöser Journalismus sieht anders aus.

Der WDR wärmte vergammeltes Essen auf und würzte das abgelaufene Zeug mit frischen Kommentaren, um so den Schimmelgestank zu übertünchen. Der WDR entfernte nicht mal jene Stellen, die sechs Jahre vorher zum Himmel gestunken hatten. In dem Bericht tauchten Juden ausschließlich als durchgedrehte Blogger, hassschürende Aktivisten (Jewish Task Force), rechte Politiker und unrechtmäßige Siedler auf. Wenn es um amerikanische Finanziers ging, zeigte der Bericht religiöse Juden in New York, ganz so als läge bei den Juden das Geld und Gold der Welt. Genüßlich wurde Geert Wilders mit Kippa und vor der Klagemauer gezeigt, um zu zeigen, wer wirklich hinter Geert Wilders stecke. Der Bericht erwähnte auch, dass Geert Wilders eine jüdische Großmutter und eine jüdische Frau hat, ganz so als habe er dadurch seine politischen Ansichten im Blut. Der Bericht unterstellt zudem, Wilders sei in Israel von Juden, „die sogar in Israel als rechts gelten“ (O-Ton des Films, man beachte das Wort „sogar“) indoktriniert worden. Mit dieser Behauptung trug der WDR eine Verschwörungstheorie in deutsche Haushalte. Ich schrieb daraufhin:

„Wenn Geert Wilders ein rechtspopulistischer Politiker ist, dann ist der WDR eine rechtspopulistische Fernsehanstalt.“

Im August 2014 war beim Tagesgespräch auf WDR5 der ehemalige Botschafter Israels, Shimon Stein, zu Gast. Es war ein sehr ausgewogenes Gespräch. Shimon Stein sprach sich zu jeder Sekunde für den Frieden aus. Niemals artikulierte er einseitige Kritik in Richtung aller Palästinenser. Seine Kritik richtete sich ausschließlich an die Hamas. Die meisten Anrufer jedoch übten einseitige Kritik an Israel. Jedem Anrufer begegnete er mit Respekt. Er sprach sogar über Fehler auf israelischer Seite und gestand ein, dass keine Seite ohne Makel sei.

Ein Tag später war die sogenannte Botschafterin Palästinas, Kholoud Daibes, zu Gast beim Tagesgespräch. Schon mit ihrem ersten Monolog setzte sie zu einer Hetze gegen Israel an. Sie weigerte sich, die Terrororganisation Hamas zu verurteilen und sprach stattdessen von legitimer Verteidigung. Sie verurteilte nicht die Charta der Hamas, die zur Vernichtung aller Juden auffordert. Sie hielt unerträgliche Monologe des Hasses. Obwohl die Hamas einen Krieg gegen alle Juden führt und Israel versucht, die geforderte Vernichtung des jüdischen Volkes zu verhindern, behauptete Daibes, es ginge Israel nur darum, Palästinenser zu töten. Für sie war Israel das pure Böse!

Auch an diesem Tag kritisierten die meisten Anrufer, die durchgestellt wurden, wie am Tag zuvor Israel. Der erste Anrufer behauptete, die Fakten seien klar, Israel wolle niemals Frieden, sondern nur noch mehr Zerstörung und Boden rauben! Er betonte, Israel sei ein Unrechtsstaat, aber nicht wegen seiner Handlungen, sondern durch seine Gründung. Die Existenz Israels erklärte er zum Unrecht. Der Moderator schritt nicht ein. Er schritt erst ein, als der Anrufer zu lange sprach.

Auf jede Kritik an Israel stürzte sich Daibes mit Wolllust. Sie malte immer hässlichere Fratzen von Israel. Eine Anruferin wurde durchgestellt, die zunächst die „Gräueltaten“ Israels verurteilte, aber dann doch anmerkte, dass Daibes Wortwahl etwas problematisch sei. Daraufhin unterbrach Daibes sie und brüllte sie regelrecht nieder. Es dauerte lange, bis der Moderator einschritt. Als der Moderator bat, die Anruferin aussprechen zu lassen, war die Anruferin schon eingeschüchtert.

Die Frage des Moderators, ob Kholoud Daibes sich vorstellen könne, mit Shimon Stein über Frieden zu verhandeln, beantwortete sie durch die Weigerung, die Frage zu beantworten. Stattdessen nannte sie Israel, wo 1,2 Millionen Araber als gleichberechtigte Bürger leben, einen Apartheidsstaat, aber nicht Gaza, wo keine Juden leben dürfen. Dafür behauptete Daibes, die Tatsache, die Hamas benutze die Zivilbevölkerung als Schutzschild, um die Waffen zu schützen, die in der Intention des Massenmords auf Israel abgefeuert werden, als Lüge und Propaganda Israels. Ein Anrufer sagte darauf: „Ich muss das jetzt glauben. Es gibt keinen Grund, das nicht zu glauben.“

Da hatte der WDR ganze Arbeit geleistet. Im öffentlich-rechtlichen Radio gab es in Anwesenheit von Shimon Stein Kritik an Israel und der Hamas und in Anwesenheit von Kholoud Daibes hemmungslose Hetze gegen Israel und die Weigerung, die Hamas zu kritisieren. Shimon Stein erklärte, Israel sei nicht ohne Makel. Kholoud Daibes bestand darauf, Israel sei purer Makel. Das ist die Ausgewogenheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks!

Bei solch einer „Ausgewogenheit“ verstehe ich, warum so viele Menschen beim einseitige Kritik an Israel richten. Wären die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten meine Hauptinformationsquelle, ich würde auch einseitig Israel kritisieren. Zum Schluss des Tagesgespräch mit Daibes wurde ein Anrufer durchgestellt, der nach all der einseitigen Hetze zum großen Schlag ausholen durfte. Es war der Höhepunkt der Veranstaltung. Als großes Finale forderte er, die ganze Welt möge sich gegen Israel richten, dem Land jede Hilfe verweigern und das Land ächten. Daibes hob an, um auch noch ihren Senf dazuzugeben, aber der Moderator sagte, es täte ihm leid, die Zeit sei nun zu Ende. Er sagte: „Ich unterbreche sie ungerne!“ Das glaube ich gerne. Beim Tagesgespräch wird Hetze gegen Israel offensichtlich gern gehört.

Am 25. Januar 2016 sendete der Deutschlandfunk den Bericht „Zehn Jahre Hamas in Palästina“ von Peter Philipp. Der Bericht wurde auf der Internetseite des Deutschlandfunks mit diesen Worten angekündigt:

„Am 25. Januar 2006 gewann die islamistische Hamas die Wahlen in Palästina. Die Bewegung ist Sprössling der konservativ-religiösen Muslimbrüder. Sie vertritt eine fast antisemitische Ideologie und entwickelte sich schnell zum gefährlichsten Gegner Israels. Seit Beginn ihrer Herrschaft verstärkten sich die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Orte – und Israel schlug immer härter zurück.“

Die Hamas ist also nur fast antisemitisch, aber nicht wirklich. Werfen mir mal einen Blick in die Gründungscharta der Hamas:

„Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten!“

Das ist fast antisemitisch, aber nicht wirklich, sagt der Deutschlandfunk!

In Artikel 28 erlärt die Charta, die Juden stünden „hinter der Verbreitung von Drogen und Giften aller Art, die ihr Machtausübung und Machtausdehnung erleichtern sollen“ und in Artikel 32 wird gesagt, woher all das Wissen über die Boshaftigkeit der Juden kommt:

„Ihr Komplott wurde in den Protokollen der Weisen von Zion niedergelegt: Ihre derzeitiges Verhalten ist der bester Beweis für das, was dort gesagt wurde.“

Diese Charta treibt die Hamas an. Es wundert daher nicht, dass allein in den Jahren vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2016 knapp 7500 Raketen von Gaza auf Israel abgefeuert wurden, um den in der Charta erklärten Willen zur Vernichtung aller Juden weltweit ein Stückchen näher zu kommen! Das ist fast antisemitisch, aber nicht wirklich, sagt der Deutschlandfunk!

Ich schrieb daraufhin der Artikel „Deutschlandfunk deckt auf“. Kaum war der Artikel online, kam schon folgende Reaktion vom Deutschlandfunk:

„Liebe Hörer, die Formulierung „fast antisemitisch“ hat zu Protesten geführt, die wir verstehen können. In der geläufigen Verwendung des Wortes „antisemitisch“ im deutschen Sprachraum wird darunter „judenfeindlich“ verstanden. Dies entspricht aber nicht der ursprünglichen Bedeutung. Die Araber sind nämlich selbst Semiten, daher können sie schwerlich antisemitisch sein. Das gilt auch für die Hamas. Wie sehr viele Araber sprechen aber auch die Hamas-Anhänger meist nicht von „den Israelis“, sondern von „den Juden“ (Al Yehud), denn es waren ja Juden, die als Zionisten nach Palästina kamen, dort siedelten und einen Staat gründeten. Dadurch wird die arabische Ablehnung und Feindseligkeit gegenüber den Israelis sprachlich „fast“ identisch mit dem Antisemitismus der Nazis. Aber eben nur „fast“. Wir bedauern, dass das zu Missverständnissen geführt hat.“

Ein Neonazi hätte Antisemitismus nicht relativierender erklären können, vor allem nicht in einer Zeit, in der sich Judenhass wieder auf deutschen Straßen ausbreitete und Sprüche wie diese gebrüllt wurden:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“

Am 22. Juli 2014 erklärte Sabine Rau in einem Kommentar in den Tagesthemen, diese Sprüche seien zwar „absolut inakzeptabel“, doch unter den Demonstranten seien schließlich auch „Palästinenser, die die Verzweiflung auf die Straße treibt“ und „Deutsche, die sich empören über den brachialen Feldzug“ Israels. Sabine Rau erklärte, es ginge nicht an, einseitig nur die Hamas zu verurteilen.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Hamas in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden fordert, während die israelische Unabhängigkeitserklärung erklärt, im Frieden mit allen arabischen Nachbarn leben zu wollen, war Sabine Raus Kommentar so geschmackvoll wie die Aussage: „Es ist nicht gerade mutig zu sagen, am Holocaust seien nur die Deutschen Schuld. Kritik an Juden muss erlaubt, gerade unter Freunden.“

Wenn in Deutschland Brandsätze und Steine auf Synagogen geworfen werden, Juden attackiert und „Scheiß Juden“ gebrüllt wird, dann sind nur die Nazis zu verurteilen, die das tun. Nur die Täter! Sabine Rau aber gab Israel eine Mitschuld. Stünden in Deutschland marodierende Banden vor Moscheen, flögen Wurfgeschosse auf Moscheen und Muslime, ich würde in einem Kommentar zum Thema „antimuslimische Parolen“ nicht eine Sekunde damit verbringen, den Islam zu kritisieren oder ein islamisches Land!

Der Konflikt im Nahen Osten ist leicht zu erklären, schwer zu lösen vielleicht, aber leicht zu erklären: Die Seite der Hamas will die jüdische Seite vernichten! Alles andere ergibt sich daraus. Die Frage, ob Israel sich verteidigen darf und wie, welche Fehler Israel dabei macht, wo Juden leben dürfen, wo sie vertrieben werden dürfen (was für eine grausame Debatte, die aber leider geführt wird, auch von Sabine Rau), alles ist Folge der Ausgangslage: Die Hamas will die jüdische Seite vollständig vernichten.

Israel will Frieden! Israel ist eine Demokratie und hat tausendmal lieber Geschäftspartner als Nachbarn als Feinde. Jeder israelische Bürger kann Jude, Christ, Moslem, Araber oder Palästinenser sein. Überall in Israel siedeln Juden, Christen, Moslems, Araber oder Palästinenser. Warum sollen in einem zukünftigen Palästina keine Juden siedeln dürfen? Warum tun sich so viele so leicht damit, Sonderregelungen für Juden zu schaffen? Warum werden Juden so ganz besonders beurteilt? Warum sind siedelnde Juden in arabischen Ländern oft ein Problem, siedelnde Muslime in Israel aber nicht? Warum reicht es nicht, dass Israel es besser macht als alle anderen Nationen? Warum muss nur Israel perfekt sein? Warum muss Israel so heftig kritisiert werden? Welche Lust steckt dahinter? Warum muss selbst ein Kommentar über antisemitische Parolen in Deutschland nach 19 Sekunden zu einer Nachhilfestunde für Israel werden? Vor einiger Zeit fand ich auf Facebook diesen Kommentar:

„Unfaire Berichterstattung besteht auch darin, negatives – und nur negatives – über Israel zu publizieren, arabische Angriffe jedoch zu verschweigen, was gerade momentan vor allem bei den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten praktiziert wird. Gegen diese perfide Vorgehensweise kann man nicht anders angehen, als die Fakten aufzuzeigen und Hintergrundinformation zu liefern. Sowohl bei der ARD wie auch beim ZDF wird nur von den „überzogenen“ Absichten Israels gesprochen, gegen Terror härter anzugehen. Israels Handeln wird so als „Aktion“ hingestellt und nicht als „Reaktion“. Für Zuschauer, die dieses Thema nicht verfolgen, wird Israel so zum Aggressor.“

Die Worte stammten von einer deutschen Jüdin, die dazu gezwungen wird, die einseitige Berichterstattung gegen Israel zu bezahlen. Sie kann nicht einfach sagen, ich bestelle ARD und ZDF ab, so wie sie jede Zeitung, jedes Abo und jeden anderen nicht öffentlich-rechtlichen Bezahlsender abbestellen kann. Sie wird mit der Gewalt des Staates dazu gezwungen, diese Sender zu finanzieren. Diese Gewalt nennt sich Rundfunkgebühren. Sie kann nicht schreiben:

„Sehr geehrte Damen und Herren der Rundfunkbeitragzentrale,

hiermit setze ich Sie darüber in Kenntnis, dass ich keine Rundfunkbeiträge mehr zahlen werde. Meine Begründung: Ich bin Jude und die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender ist im höchsten Maße tendenziös gegen Israel gerichtet. Ich weigere mich, in Deutschland von einer Nichtregierungsorganisation dazu gezwungen zu werden, mit meinem Geld ein Medienunternehmen zu finanzieren, das gegen mich und mein Volk tendenziös berichtet und nicht selten Fakten zu Ungunsten Israels verdreht. Die Zeiten, wo Juden gezwungen wurden, Kritik am jüdischen Volk zu finanzieren, sollten der Vergangenheit angehören. Dies ist ein freies Land. Sie dürfen berichten wie Sie wollen, aber ich darf auch entscheiden, ob ich diese Nachricht kaufe! So halte ich es mit jeder Zeitung, mit jedem Buch, mit jedem Verlag, mit jedem Bezahlsender und so ab heute auch mit Ihnen!“

Die öffentlichen-rechtlichen Sendeanstalten berichten unter dem Schutz des deutschen Staates in atemberaubend einseitiger und ressentimentgeladener Art und Weise über Israel. Wenn aber mal ein Bericht produziert werden soll, in dem Israel nicht dämonisiert wird, dann weigern sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten, diesen Bericht zu senden.

Im April 2015 wurde von Arte die Dokumentation „Antisemitismus in Europa“ in Auftrag gegeben. Im Dezember 2016 nahm die zuständige Redakteurin Sabine Rollberg den Film ab. Die Dokumentation wurde jedoch nicht gesendet, da der Programmdirektor von Arte, Alain Le Diberder, sich gegen die Dokumentation mit der Begründung aussprach, es mangele dem Bericht an „Ausgewogenheit“. Soweit sind wir also schon gekommen: Ein deutscher Bericht über Judenhass muss ausgewogen sein!

Die abenteuerlichsten Vorwürfe wurden gegen die Dokumentation vorgetragen. So wurde behauptet: „Der Film ist eine Provokation.“ Zudem wurde moniert, die Dokumentation „schüttet Öl ins Feuer“ und könne „angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden“, da sie „antiprotestantisch, antimuslimisch und proisraelisch“ und nicht „ergebnisoffen“ sei.

Ganz schön harte Worte für die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, die in den letzten Jahren ganze Galonen von Öl ins anti-israelische Feuer gepumpt haben und selbst vor offensichtlich antijüdischen Lügen und Gerüchten nicht zurückgeschreckt haben, um ihre negativen Nachrichten über Israel zu würzen. Wie soll überhaupt eine „ergebnisoffene“ Dokumentation über Judenhass aussehen? Sollen etwa auch Gründe für Judenhass aufgezeigt werden? Wo beginnt Judenhass überhaupt? Der Deutschlandfunk hat eine spannende Antwort.

Siebzig Jahre nach dem Holocaust werden die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands dazu gezwungen, „ergebnisoffene“ Berichte über Judenhass zu finanzieren! Ich klage an!

Die Leute, die ich anklage, kenne ich nicht, ich habe sie nie gesehen, ich hege weder Groll noch Hass gegen sie. Sie sind für mich nur Erscheinungen, Symptome der Krankheit der Gesellschaft. Und die Handlung, die ich hier vollziehe, ist nur ein radikales Mittel, um den Ausbruch der Wahrheit und der Gerechtigkeit zu beschleunigen. Ich habe nur eine Leidenschaft, die des Lichtes, im Namen der Menschheit, die so viel gelitten hat und die ein Recht auf Glück besitzt. Mein flammender Protest ist nur der Schrei meiner Seele. Man wage es also, mich vor ein Schwurgericht zu stellen und die Untersuchung beim hellen Tageslichte vor sich gehen zu lassen. Ich warte darauf.

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91 Antworten zu Ich klage an!

  1. bernard Cremer schreibt:

    In den Niederlanden gibt es ein Buch (1040 Seiten ) von Dr. Hans Jansen mit dem Titel: „Van Jodenhaat naar zelfmoordterrorisme“ mit dem Untertitel: „Islamisering van het Europees antisemitisme in het Midden-Oosten“. Das Buch ist das Ergebnis einer jahrenlange Forschung ebenso wie sein Buch „Waarom mag Israel niet bestaan in het Midden-Oosten ? “ auch 1000 Seiten.

  2. Pingback: Ich klage an! | DIG Aachen e. V.

  3. Achim Beck schreibt:

    Es waren nicht die (wirklichen) Christen, die im Mittelalter die Juden verfolgten, sondern die Katholiken! Die wahren Christen wurden doch genauso verfolgt, Stichwort „Heilige Inquisition“.

    • Aristobulus schreibt:

      Nein.

      Die spanische Inquisition war nicht wahrer christlich als Andere, die sich als die noch wahreren Christen bezeichneten. Auch die Hussiten waren nicht christlicher als die Franziskaner, und selbst der hl. Simeon, der als Einsiedler auf einer Säule lebte und aus Gründen von Heiligkeit und wahrer Christlichkeit nie herunterkam, war so an-sich auch nicht christlicher als Papst Alexander VI himself.

      Analog zum Islam, in dem es auch immer um das Wahrere und Eigentlichere und um die Verachtung des Anderen geht: Da sind Sunniten auch die allerwahrsten Mohammedaner, so wahr, dass sie die viel unwahreren Schiiten umbringen, wo sie nur können. So, wie es dann die allerwahrsten Schiiten mit den ungläubigen Sunniten halten.

    • Aristobulus schreibt:

      Und Ihre Aussage, dass nicht die ‚wirklichen‘ Christen die Juden verfolgt hätten, ist ja eine Lüge.
      Die Pogrome von 1096 wurden von umherziehender christlicher Soldateska verübt, die Pogrome und Massaker von 1348 und am Ende des 15. Jahrhunderts wurden von Stadtbevölkerungen begangen. Wenig später, als manche Christen als Reformierte noch eigentlicher und wahrer geworden waren, schrieb Luther seine judenhasserischen Hetzschriften, und Johann Andreä Eisenmenger, der 1701 seinen antisemitischen Wälzer „Endecktes Judenthum“ schrieb, war weder katholisch, noch Inquisition.

  4. Pingback: Fake News: ein Schreiben an das ZDF und weitere Medien in eigener Sache – EIKE – Europäisches Institut für Klima & Energie

  5. Pingback: Neues von den öff.-rechtl. Zensoren « Ampelmaennchen und Todesschuesse

  6. Pingback: ARTE UND WDR VERWEIGERN AUSSTRAHLUNG VON DOKUMENTION ÜBER ANTISEMITISMUS | UN-Politisch

  7. igoritkin schreibt:

    Warum holen die sich nicht jemanden wie Herrn Buurmann oder Herrn Broder oder jemanden, der Ahnung hat und sie berät? Wer zieht hier die Fäden? Wer steckt hier hinter dem Judenhass? Gibt es vom ZDF auch positive Beiträge über Israel?

  8. igoritkin schreibt:

    Ich bin gerade auf diesen Blog gestoßen und habe den ganzen Artikel gelesen. Der Autor hat alles mit Scharfsinn recherchiert und verständlich erklärt. Ich danke Ihnen dafür. Ich wünsche mir, dass die ZDF, ARTE und WDR bald untergehen werden.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Untergehen? Ich wäre schön mit besser werden zufrieden.

      • igoritkin schreibt:

        Ich wäre damit auch zufrieden. Aber solange der Rundfunk mit Milliarden finanziert wird, kommt keine Einsicht. Der Hass auf Israel ist ja nicht zufällig in die Sendung geraten. Erst wenn die Sender um ihren Arbeitsplatz bangen müssen wird neutral berichtet werden. Solange das Geld fließt kann das denen egal sein was Du kritisierst. Sie werden immer neue Ausreden erfinden,wie Antisemiten das gerne so machen.

  9. tapferimnirgendwo schreibt:

    Hat dies auf Tapfer im Nirgendwo rebloggt und kommentierte:

    Die Tagesschau hat es schon wieder getan. Während der WDR keine Kosten und Mühen scheut, eine Dokumentation über Antisemitismus zu verhindern, präsentiert die Tagesschau diese bis über die Grenze der Lüge hinausverkürzte Schlagzeile:

    Tapfer im Nirgendwo veröffentlicht daher noch einmal den Artikel „Ich klage an!“

  10. Pingback: French/German public TV refuses to show documentary on European anti-semitism – film is too honest – 24/6 Magazine

  11. Universa schreibt:

    Genau das sind die Quellen für religiös-politische Ideologie. Nicht nur in Palestina. So funktioniert die islamisch, konservativ ausgelegte und gelebte Religion.
    Das ehrliche Benennen dieser Ursachen für Terror und Tote, sowie für den alltäglichen „Dissens“ über Vorstellungen eines sich mit gegenseitigem Respekt und Achtung Begegnen im Alltag, manifestiert in dieser religiösen, menschenverachtenden, politischen Ideologie fällt einer in den westlichen Demokratien falsch verstandenen und durch Politik und Medien bewusst manipulierten PC zum Opfer.
    Ich schäme mich für „meine“ Politiker, „meine“ Bundesregierung und klage die öffentlich-rechtlichen Medien an, durch gezieltes Unterlassen, Falschinformieren, absichtliches tendenziösen Berichten die deutsche Öffentlichkeit zu manipulieren. Das ist nicht mehr mein Deutschland, wenn ich mich hier nicht mehr sicher fühle.
    Wenn ich feststelle, dass das offizielle Deutschland einer historischen Verantwortung gegenüber den Juden nicht gerecht wird. Besonders dafür schäme ich mich.
    Als Christin schäme ich mich für meine christliche Kirche, die sich hier offenbar nicht deutlich genug für jüdische Mitmenschen positioniert.
    Unbegreiflich, dass sich die Medien im Bewusstsein des Horrors des 3. Reiches in einer unausgesprochenen Quasigleichschaltung üben.
    Das eigentliche Menschenverbrechen liegt in dem Missbrauch der eigenen Kinder, diese mit Hass auf Juden und Ungläubige zu indoktrinieren. Kinder, die die Zukunft in sich tragen, auf Basis des Erfahrungswissen und Bildung der Eltern mit einem Wissensvorsprung in eine bessere, humanere, sicherere Zukunft starten sollten, werden als „Kanonenfutter“ verheizt.
    Mir fehlen die Worte. Wo bleiben die Vereinten Nationen und deren angeschlossene Organisationen, diese armen Kinder zu befreien?

  12. jeanfairtique schreibt:

    Gar fein aufbereitet.
    Ich hatte vor über 10 Jahren schon mal die Gelegenheit , mich intensiver mit „Palästina“ und in dem Zusammenhang mit Pallywood (kann man googeln, leider nicht mehr alle Filme aka Dick und Doof vorhanden) zu befassen. es war einfach unglaublich. Nicht nur, dass man aus ein paar Lümmel ein Pali-Volk machte (es gibt noch Menschen, die wissen, dass der allergrößte Teil ein zusammengewürfelter Haufen von Moslems aus „aller Herren Ländern“ war). und dass Israel buchstäblich NUR durch die Israelis erblühte. Würde man Hamas und Co Israel überlassen, wäre das Land innerhalb weniger Jahre ruiniert und heruntergewirtschaftet. Es gab hierzu auch mal eine Untersuchung, dass von dem Geld, was die EU und andere Spendenheinis gezahlt haben, jeder palästinenischen Familie eine Villa zur Verfügung stehen müsste. Dafür aber hat sich die Witwe Arafats aber auch mit einer Milliarde Dollar nach Paris verkrümelt…

  13. Pingback: Woher kommt der Israelhass von ARD und ZDF? « Ampelmaennchen und Todesschuesse

  14. davboe schreibt:

    Da ich aus persönlichen Gründen auf einen Fernseher verzichte (aber dennoch zahlen darf, habe sogar eine „Mitgliedsnummer“ und ein „Beitragskonto“ wurde für mich ebenfalls eröffnet), bekomme ich nicht sehr viel mit.
    Aber ich habe begonnen, diese Zusammenstellung über die gebotenen Links und das Material, das auf YT zu finden ist, langsam zu sichten.
    Ich bin schockiert. Wenn so etwas frei zugänglich im öffentlichen Fernsehen gesehen werden kann, dann wird es schwer sei, Schüler, die „Vorbehalte“ gegen Israel – bei manchen bereits „die Juden“ – haben, von ihrer daheim eingeimpften „Ablehnung“ abzubringen: „Lief doch im Fernsehen!“ so wie dann das „Argument“ lauten …
    Ein großes Dankeschön an ZDFARDWDRSWRRBBMDR&Co.

  15. vania schreibt:

    Sehr geehrter Autor,
    sind sie ein jüdischer Mensch? Und wenn ja, leben sie in Deutschland oder Israel?

      • Wanda Bagatto schreibt:

        Aha, wusste auch nicht, dass der Autor ein christlicher Mensch und deutscher Mitbürger ist. Ein grossartiger Autor iss’er jedenfalls. Danke für den super Artikel.

    • Aristobulus schreibt:

      Inwiefern sollte es einen Unterschied ergeben, ob der Autor des Artikels nun Buddhist und Eskimo oder bloß ein ex-episkopalischer Espressotrinker aus Heidelberg (Missouri) ist?
      Wenn es regnet, dann regnet es. Egal, wer’s feststellt.

      • davboe schreibt:

        Nun, lieber Aristobulus.
        Für manche Menschen ist schon entscheidend, wer etwas sagt oder tut.
        Warum?
        Weil eben.
        Hoffen wir, die fragestellende Person hatte keine Hintergedanken.
        Aber ich Ihre Regen-Regel möchte ich nutzen, um einmal ein Zitat von V.E.Frankl zu bringen:
        „1 + 1 ergibt 2, auch wenn’s ein Schizophrener sagt.“ (Er war Nervenarzt).
        Dieses Hochschätzung gegenüber ein Einschätzung unabhängig von der Person kommt uns langsam aber sicher abhanden. Korrigieren Sie mich.
        Bitte.
        Ich muss mich irren.

        • Aristobulus schreibt:

          … also wenn es sich um einen rechten Schizophrenen handelt, Davboe, dann ist dessen Regenaussage selbstverfreilich eine rassistische Antihagelaussage.

          Oder wenn der Schizophrene gar jüdisch ist, oder wenn man munkelt, er sei es vielleicht, dann muss dessen Regenaussage selbstverfreilich eine über Goldregen und dessen Manipulation sein.

  16. Ben schreibt:

    @Aururola
    Diesen Herr Nirenberg kenne ich nicht, aber der Rest…

    Da kann ich ja gleich bei Heplev, Achse des Guten und der Jüdischen Rundschau bleiben – wo die Personalüberschneidungen sehr heftig sind. Gegen Frau Glick von der Jerusalem Post wirkt Herr Netanyahu schon fast wie ein Linker.

    Die halten Sie echt für unvoreingenommen?

    • Clas Lehmann schreibt:

      Ich dachte so bei mir: Wann wird er Netanyahu! exklamieren? und siehe, kaum gedacht, da ruft er es, um Frau Glick einzuordnen und zu belegen, es könne nicht zutreffen, was sie schreibt… Wegen Netanyahu und rechts…!

      Die Frage, ob Fakten zutreffend referiert sind, lässt sich doch nicht durch eine wie auch immer geartete Verortung des sie referierenden Autoren relativ zu Netanyahu klären.

      Es geht nicht um Voreingenommenheit, es geht um die Frage, ob die referierten Fakten zutreffen.

      • aurorula a. schreibt:

        es geht um die Frage, ob die referierten Fakten zutreffen.
        Eben. Und da ist der zur Hälfte aus Fußnoten mit Quellenangaben bestehende 587-Seiten-Türstopper des Geschichtsprofessors einer renommierten Universität doch wesentlich zitatfähiger als Argumente a la „Stalin hat Zucker gegessen, also ist Zucker böse“, respektive „die sind alle rechts, weil das was sie sagen rechts ist, also ist das was sie sagen rechts, weil sie rechts sind“.

        Was Professor Nirenberg betrifft, zitiere ich den Klappentext des erwähnten Buchs (Anti-Judaismus. Eine andere Geschichte des westlichen Denkens; London, New York, 2013): „David Nirenberg, geboren 1964, ist […] Professor of Social Thought, Medieval History, and Middle East Studies […sowie Dekan der] Social Sciences Division an der University of Chicago. Sein Forschungsschwerpunkt sind die Beziehungen zwischen den Kulturen von Christen, Juden und Muslimen vor allem im Mittelalter.“

        Und dann ergänze ich auch gleich noch das andere von mir zitierte und von Ben praktischerweise vergessene Buch:
        Martin Ros: Schakale des Dritten Reiches. Untergang der Kollaborateure 1944-1945, Amsterdam, Antwerpen, 1995

        • Aristobulus schreibt:

          … sehr schön, aber solches wird der sog. B. nie lesen, und wenn er hineinsehen sollte, dann nur, um schrecklich rechte Aussagen zu suchen, sie nicht zu finden und sie sodann hineinzufälschen.

          • aurorula a. schreibt:

            In einem Fast-600-Seiten-Werk über die Geschichte des Antisemitismusses sind mehr als ein paar schrecklich rechte Aussagen. Allerdings nicht vom Autor.

            In dem Fall bietet sich für B. eher das Außer-Kontext-Zitat an.

  17. Ben schreibt:

    Wie heißt den nun Ihr Geschichtsbuch und in welchem Verlag ist es erschienen, Herr Buurmann?

    • aurorula a. schreibt:

      Auf diese Frage besser nicht antworten: jede Antwort wird die Ansichten des Fragenden bestätigen, fürchte ich.

      Entweder, es ist ein spezialisierter kleiner Verlag, der wissenschaftliche Literatur für Historiker druckt – dann kennt den wieder niemand (der keine Geschichtsbücher liest oder selbst Historiker ist). Und die Geschichte des Nahen Ostens ist geographisch weit genug entfernt, daß es wahrscheinlich eine Übersetzung eines Buchs von jemandem ist, der sich besser auskennt (ein Chinese soll sich besser in China auskennen, wo bleibt da der Konsens?) – dann wird gefragt warum nicht alle „Experten“ von hier das auch so fundiert wiedergeben.
      Oder, was ich eher glaube, es ist ein bekannter, großer Verlag und der Autor ist nicht nur aner- sondern auch bekannter Historiker – dann ist entweder a) der Autor trotzdem nicht von hier und qua Geburt befangen b) der Verlag hat in seiner langen Geschichte irgendein Buch herausgegeben das irgendwann überholt war (Aderlasse waren auch mal Schulmedizin!) oder c) zufällig jemand böses gelesen und nicht in Grund und Boden verdammt haben könnte (Stalin! hat Zucker gegessen), mit dem man dann den ganzen Verlag, und dadurch den Autor, assoziieren kann.

      Beides wird dann eine Überleitung zum Historiker-Äquivalent zu Däniken, Illan Pape.
      Sicher kann man auch fragen, warum sich ein Astrophysiker nicht mit Däniken auseinandersetzt. Viele tun das, aber nicht die Astronomen.

      • aurorula a. schreibt:

        (davon abgesehen hatte ich unter dem anderen Artikel eine Literaturliste gepostet, die Buurmanns Buch bestätigt)

        • Ben schreibt:

          Herr Broder / Herr Tarach ( in Zusammenarbeit mit Herrn Feuerherdt ) / Herr Gerstenfeld / Caroline Glick
          Ich weiß nicht ob man denen unbedingt bescheinigen sollte unvoreingenommen zu sein. Wie sehen Sie das?

          • Clas Lehmann schreibt:

            Hätten Sie es gerne faktenferner?

          • aurorula a. schreibt:

            (P.S: für Clas Lehmann: David Nirenberg hatte ich auch zitiert; den hat Ben aus dieser Aufzählung wohlweislich ausgelassen – dem Professor für Geschichte (/Mediävistik) und Nahoststudien der Universität Chicago in dieser Frage Sachunkenntnis zu bescheinigen hat wohl selbst er sich nicht getraut.)

  18. Alreech schreibt:

    Jeder der Rundfunkbeiträge bezahlt finanziert damit diese einseitig Propaganda.
    Sich darüber bei den Rundfunkräten zu beschweren bringt nichts, der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein rechtsfreier Raum der sich selber kontrolliert und in dem sogar Schleichwerbungsskandale keine Folgen für die Verantwortlichen haben.

    Das einzige was hilft ist ziviler Ungehorsam: die Zahlung der Rundfunkbeiträge einstellen und gegen die Beitragsbescheide widerspruch einlegen, gegen dessen Ablehnung klagen.

  19. Aron schreibt:

    Einfach nur Danke.

  20. Eitan Einoch schreibt:

    Dr. Goebbels wäre stolz auf den heutigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland! Ein Propagandaministerium ist heutzutage unnötig – das besorgen ARD, ZDF & Co. ganz von alleine.

  21. lv201080 schreibt:

    Lieber Gerd Buurmann,

    ich ergänze Deinen Artikel mit einem Link, der Deine Überschrift erläutert:

    https://de.wikipedia.org/wiki/J%E2%80%99accuse

    Gruß Lars

  22. rosicante schreibt:

    Persönlich stimme ich nur zum Teil der Auffassung zu, daß die tendenziöse Berichterstattung die Ursache des zunehmenden Antisemitismus auch in der Gestalt eines dämonisierten Israels ist. Ich denke nämlich, daß auf der anderen Seite eben jene Berichterstattung erstens stattfindet und zweitens zustimmend aufgenommen wird, weil sie ja auf zwar mehr oder weniger latenten aber sehr realen und eigentlich robusten schon vorhandenem Antisemitismus stößt, so daß wir darinnen einen üblen circulum vitiosum der immer weiter sich selber bestätigenden Voreinstellung hätten.

    • rosicante schreibt:

      „vorhandenen“ nicht „vorhandenem„! Sorry!

      • Abifiz schreibt:

        Ich sehe, daß meine zwei obigen Kommentare, bzw. mein Kommentar und sein Edit noch mit meinem uralten Nick bei WordPress von 2009 erschienen sind. Ich hatte dann meinen Nick korrigiert und gedacht, der alte würde umgeändert: Schief gelaufen… Immerhin wurde mein Avatar umgeändert. Den alten Nick mit der Maus als Avatar habe ich nur noch bei Heise. So, nun können Historiker beruhigt meine Vestigien weiter untersuchen…

  23. Pingback: Ich klage an! | German Media Watch-Blog

  24. Tony Baxter schreibt:

    Lob an den Schreiber. Der Wahnsinn hat bei ARD ZDF Methode.

  25. klartext77 schreibt:

    Aktuell und sehr lesenswert, vor allem für Chris:
    Peace Through Truth: One Book Dares to Tell the Truth About Israel
    http://www.frontpagemag.com/fpm/266615/peace-through-truth-one-book-dares-tell-truth-daniel-greenfield
    +
    The Ultimate Recipe? How to Solve the Palestinian Problem
    http://www.frontpagemag.com/fpm/266731/how-solve-palestinian-problem-daniel-greenfield

  26. Alles richtig. Aber das endet nicht durch Aufklärung, sondern wohl erst durch Abschaffung dieser zwangsfinanzierten Lügenpresse.

  27. Ralf Weber schreibt:

    Ich muss dem Eindruck zustimmen, dass leider in den letzten Jahren auch die öffentlich-rechtlichen Medien zur einseitigen Meinungsbeeinflussung „einer neuen Zeit“ missbraucht werden und damit ihrem ursprünglichen Auftrag nicht mehr gerecht werden.

    Dazu habe ich auch gefunden:

    Nur etwas über siebzig Jahre nach dem Ende der Shoah, dem schrecklichen Genozid an den Juden Europas und der größten Tragödie in der leidvollen Geschichte des jüdischen Volkes sind neben tradiertem, ewig gestrigem Antisemitismus neuer, durch unkontrollierten suizidalen Islamimport generierter gewalttätiger Judenhass und die Delegitimierung und Dämonisierug des jüdischen Staates Israel zusehends gelebter Alltag in Deutschland und anderen Staaten Europas.

    Unsere öffentlich rechtlichen Staatsmedien und die ihnen gleichgeschaltete Mainstream-Presse sind längst zum Sprachrohr der vielstimmigen Hetze gegen den Staat Israel geworden und bagatellisieren und relativieren die zunehmend Normalität gewordenen gewalttätigen Übergriffe gegen jüdische Einrichtungen und jüdisches Leben vor allem durch die wachsende Zahl muslimischer Täter.

    Nach dem Tode der Shoah-Überlebenden, moralischen Instanzen und jüdischen Funktionsträger Heinz Galinski und Ignatz Bubis ist die Stimme der Anwälte für die jüdische Sache auch seitens der jüdischen Organschaften leise geworden oder sogar faktisch verstummt.

    Als vor drei Jahren das Jahr 2014 unter offensichtlich zustimmender Duldung der hiesigen Politik , ihrer Exekutivorgane und der Justiz , ohne nennenswertes Echo der hiesigen Medien einen traurigen und beschämenden vorläufigen Höhepunkt antisemitischer Umtrieben auf den Straßen unserer Städte markierte, entschloss ich mich zur Gründung eines im allenthalben vernachlässigten jüdischen Interesse für die jüdische Sache stehenden Presseorgans , der Monatszeitung Jüdische Rundschau.

    Die Jüdische Rundschau erscheint seit Juni 2014 und ist die einzige unabhängige jüdische Zeitung Deutschlands.

    Die Jüdische Rundschau ist eine deutschsprachige jüdische Zeitung, die sich vorbehaltlos für die Sache der Juden und des Staates Israel einsetzt .
    Die Jüdische Rundschau kämpft wie kein anderes Medium entschlossen und mit deutlicher Sprache gegen Antisemitismus jeder Couleur und gegen alle Facetten des allgegenwärtigen Hasses gegen den legitimen und demokratischen jüdischen Staat Israel.

    Hierfür benötigt sie in jeder Hinsicht Eure Solidarität und Eure Unterstützung .

    Diese unbeirrbare jüdische Stimme, die zunehmend nicht nur im deutschsprachigen Raum sondern auch weltweit gehört wird, darf gerade in diesen widrigen und besonders für die Juden und den Staat Israel immer schwieriger werdenden Zeiten nicht verstummen.

    Um dieser Herausforderung zu entsprechen ist jedes Abo und jeder noch so kleine Beitrag unverzichtbar.

    Details hierzu findet Ihr auf dem mitgeposteten Bild und /oder auf der Website der Jüdischen Rundschau. ( http://juedischerundschau.de/ )

    Dr. Rafael Korenzecher

  28. Aristobulus schreibt:

    Aha!, Gerd Buurmann hat den ohnehin sehr langen und sehr gehaltvollen Artikel eben weiter ergänzt und ihn um so gehaltvoller gemacht (hinzugefügt wurden die Passagen über den gespenstischen Unterschied zwischen Shimon Stein einerseits und der widerlich hasserfüllten Khouloud Daibes andrerseits, die beide von WDR5 als gleiche Gesprächspartner behandelt wurden, obgleich Stein einfach nur seriös und sachlich und Daibes einfach nur eine maßlos hetzerische, antisemitische Terror-Jejublerin ist. Unglaublich wieder, der WDR. So wie das ZDF. Staats-Antisemitismus als programmatisches Hintergrundrauschen des staatsfrommen Staatsfunks.)

    Also an jene, die’s schon gelesen haben:
    Nochmal lesen!

    • Aristobulus schreibt:

      _B_ejublerin, pardon.
      Ji-, Ja-, Juhuu, endlich wieder Terrorberichterstattung gegen die verhassten Juden, nach so vielen Jahrzehnten des Schweigenmüssens.
      Hurra, ZDF, ARD und überhaupt, endlich ist die Schonzeit gegen den Jud‘ vorüber, und man darf wieder ganz wie früher vom Leder ziehen.

  29. caruso schreibt:

    Und dann wundert man sich, daß der Antisemitismus sich verbreitet/verstärkt. Wie denn nicht,
    wenn die Zuschauer oder die Leser ständig mit Lügen, Verdrehungen, Auslassungen und was ales noch an Techniken gibt um die Realität, um die Tatsachen zu verschleiern, gefüttert wird? Woher
    sollen die Hörenden/Sehenden/Lesenden die Informationen nehmen, die zumindest näher an
    der Wahrheit sind? Man gründet Kommissionen. Glaubt man wirklich, daß das hilft, wenn man
    die Berichterstattung nicht verbessert? In politischen Fragen gibt es nur selten wenn überhaupt je eine eindeutige Wahrheit. Doch kann man objektiv berichten, in dem man sich an Fakten hält
    und keine Stimmung macht gegen die eine oder andere Seite. Der Berichterstatter kann ja selbstverständlich seine Meinung mitteilen, er soll es nur separat tun und nicht mit den Fakten vermischen. So gibt er dem Hörer/Leser die Möglichkeit die eigene Meinung zu bilden, nicht nur das Nachplappern eines anderen. Was den sogenannten Nahostkonflikt betrifft, verdienen die Medien, daß man sie – von seltenen Ausnahmen abgesehen – „Lügenpresse“ nennt.
    lg
    caruso

    • Aristobulus schreibt:

      … wenn der Berichterstatter jedoch ein Antisemitist ist, liebe Caruso, was soll er dann machen?, er kann ja nicht von seinem Antisemitizismus abstrahieren und ihn als Meinung von den Tatsachen unterscheiden, selbst wenn er sich noch so bemüht, nicht-?
      Es sei denn, er wäre ein Übermensch. Wobei er ja nur die kleine Sekundärausgabe des Unmenschen ist.

      Hach ja, wir wollen immer gern von den Antisemitizistikern, dass sie endlich mal a bissele eppes dazulernen. Aber die sind damit ganz schlimm überfordert. Und dann müssen die immer wieder diesen Broder, diesen Tenenbom und diesen Buurmann lesen!, was sie ja im Herzen, so sie eins haben, um so antisemitizistischererer werden lässt, ach weil!, ja weil, und überhaupt, als Antisemitizisticus ist man ganz, ganz arm dran. Ja fast schon Arm ab.

      P.S.
      In jeder Generation mussten und müssen die Jidn einen Vernichtungsversuch erleben, nicht?, also seit der frühen Antike ging und geht es so für jede jüdische Generation. Jetzt, da die Generationenfolge länger geworden ist, müssen Jidn sowas zweimal erleben.
      Da soll nochmal einer behaupten, dass der Spaß in der Welt vermindert werde. Mais non, er nimmt andauernd zu und zuer.

      A gutte woch Dir 🙂

      • caruso schreibt:

        Wahrscheinlich hast Du recht, lieber Ari. Doch ist es so, denke ich, daß die meisten oder nur zu viele Journalisten selbst keine Ahnung haben von der Lage dort, weil sie auch nur den aus den Medien erfahren, was los ist. Auch gibt es ganz sicher viele, die nur wegen des Geldes so schreiben/reden, weil sie mit israelfreundlicheren Schreibe nichts verdienen würden. Und schreiben gedankenlos, ohne daß es ihnen einfiele, was für einen Schaden sie damit anrichten. Daß es unter den Medienleuten auch eine Menge Antisemiten gibt, ohne Zweifel. Allen voran die leitenden Leute. – Bin ich zu optimistisch oder realitätsfern?
        lg
        caruso

      • aurorula a. schreibt:

        Seitdem die öffentlich-rechtlichen die Leute nicht mehr objektiv informieren, sondern zur „richtigen“ Meinung erziehen wollen (was viele Journalisten auch offen zugeben – und sogar von sich aus sagen: Tuvia Tenebom hat viele gefragt wozu ihre Arbeit da ist und quasi unisono diese Antwort bekommen), seitdem ist nicht nur die journalistische Sorgfalt, sondern jede Art von Sorgfalt überhaupt in den Berichten völlig logischerweise dem höheren Ziel untergeordnet.
        Früher hatte die ARD Leute wie Ulrich Sahm, der nicht nur jahrzehntelang in der Region gelebt hat, sondern qua Ausbildung auch tatsächlich ein Nahostexperte war. Der und andere wie er haben dann fundiert und stockseriös, gut, vielleicht stellenweise etwas knochentrocken, aber immer objektiv, aus der jeweiligen Region berichtet, in der sie sich auskannten wie sonst kaum jemand (speziell Ulrich Sahm tut das immer noch, nur nicht mehr für die ARD). Heute gelten schon fast alle als „Experten“ für die Weltgegend aus der sie senden, die sich für ihre Korrespondentenfotos folkloristisch eine Windel um den Hals binden oder eine entsprechende Flagge an den Kragen pinnen. Die erzählen dann in ansprechend gestalteter Zuschauerpädagogik, was jemand über die jeweilige Region zu denken habe.

        Ich verstehe nicht, warum die Rundfunkanstalten das tun. Aufgrund der, hm, zweckgebundenen Wohnsteuer kann es ja schlecht aus Finanznot sein, daß sie sich gute Leute wie Sahm und Tenebom schlicht nicht mehr leisten könnten, in Zeiten wo die Nicht-Zeitungsleser ins Internet gehen statt fernzusehen oder Radio zu hören. Die Zuschauer wollen das nachweislich auch nicht so: im Alternativ-Antrag der Grünen(!) zum (übrigens im Bundestag in erster Lesung beinahe unisono zerfetzten) Netzwerk…[15 Silben zur besseren Leserlichkeit gekürzt]…gesetz wird explizit mehr journalistische Sorgfalt gefordert.
        Es bleibt eigentlich nur die ideologische Verblendung, daß sie besser für alle anderen wissen wollen, was gut für sie ist, als die anderen es selbst wissen (können). In dem Fall haben sie ihren Beruf als „vierte Staatsgewalt“ verfehlt. Der wäre schließlich Kritik, Kritik, Kritik an Visionen von einer besseren Welt, Fahrplänen der Regierung, und ideologischem Lenkdenk. Aber daß das nicht mehr funktioniert, weiß eigentlich jeder spätestens seit der Energiepolitik.

        • caruso schreibt:

          Ich will informiert und nicht erzogen werden! Dazu ist es sowieso zu spät mit meinen 86 Jahren:. Aber Spaß beiseite: Wer entscheidet, was die „richtige Meinung“ ist? Die Partei, die immer recht hat? „Die Partei hat immer recht“, war die Parole in kommunistische Zeiten. Gehen wir wieder in diese Richtung? Auf eine sanfte Weise? Oder ist es das, warum ein so großer Teil der LinksGrünen & Co so begeistert vom Islam sind? Weil man in beiden Fällen das selbständige Denken abgewöhnt werden soll? Merkt es denn keiner, wie entwicklungsfeindlich das ist und dadurch menschenfeindlich? Fragen über Fragen.
          lg
          caruso

  30. klartext77 schreibt:

    Es sind leider nicht „nur“ ARD, ZDF, 3sat und arte – auch private Medien wie „Spiegel“, „stern“, „Süddeutsche Zeitung“ oder RTL/n-tv (um nur einige zu erwähnen) betreiben systematisch eine von arabischer Propaganda geprägte Israel-feindliche Pseudoberichterstattung; frei nach Goebbels: „Tausendmal wiederholte Lügen werden zu Wahrheiten!“. In anderen europäischen Ländern und teilweise auch in den USA sowie in Kanada, Australien und Neuseeland sieht’s ähnlich aus.
    Antisemitismus und Israel-Feindlichkeit sind weltweit Mainstream, in den Medien und als Ergebnis in großen Teilen der jeweiligen Bevölkerung sowie in der Politik von Regierungen, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen usw. Das verstärkt sich dann wechselseitig: Die Medien heizen die Stimmung gegen den jüdischen Staat an, prägen damit die Meinungsbildung und bewirken so israel-feindliche Politik, was wiederum die Medien und die Bevölkerung beeinflußt – ein Teufelskreis. Die massenhafte Zuwanderung übewiegend antisemitischer Muslime nach Deutschland und Europa hat das ohnehin kaum lösbare Problem noch vergrößert.

    • Aristobulus schreibt:

      Voilà, Klartext, so isses.
      Runtergebrochen auf Sub-Alltägliches lautet Ihre Beobachtung etwa wie folgt: Die größten Scheißer scheißen allzu gern auf den größten Haufen, weswegen selbiger durch ständiges Zuscheißen ständig immer scheißiger wird.

  31. Chris schreibt:

    Ist ZEIT auch böse? Oder hetzten auch in Israel Fundamentalisten ihre Kinder zu Hass auf Andere auf? http://www.zeit.de/2015/32/israel-terror-westjordanland-justiz-willkuer
    Dein Artikel ist das übliche Die-anderen-sind-böse. Wer nicht nach Ursachen fragt, wird Probleme nicht lösen. Aber bestimmte Lösungen sind in Israel politisch nicht gewollt, und da schreit es sich leicht „Antisemit“.

    • Jan schreibt:

      Der Artikel fragt tatsächlich nicht nach Ursachen. Er benennt sie, wenn auch nicht alle.

      • Aristobulus schreibt:

        … die herrschende Antijudenmeinung, auch die in der ZEIT (o tempora, o mores) fragt ja überhaupt nie was, sondern sie zieht es vor, sich ständig selbst zu benennen.

        • Jan schreibt:

          Aber nein! Erstens geht es doch gar nicht gegen die Juden an sich. Man darf auf keinen Fall so einfach Juden und Israel gleichsetzen! Weil es doch so viele Juden gibt, die ganz lieb sind und mit dem bösen Israel gar nichts zu tun haben. Das muss man immer hübsch trennen, denn dann ist man superkritisch und intellektuell. Dann nickt man zufrieden, wenn Daniel Tragerman von einer Granate zerfetzt wird, oder bei ähnlichen Erfolgen des „palästinensischen Widerstandes“ und wird lobend in den Medien erwähnt, weil man sich doch so für Annäherung und Verständigung einsetzt, wenn man das so schön trennt. Denn immerhin zeigt man so, dass es gar keinen Antisemitismus gibt. Und zweitens werden sehr wohl Fragen gestellt, jedenfalls solange sie vom eigentlichen Problem ablenken, z.B. woher denn nur die Gewalt „auf beiden Seiten“ kommt, und warum Israel schon wieder nichts tut, um die Gewalt „auf beiden Seiten“ zu verhindern, oder die Zahl seiner „Freunde“ zu erhöhen.

    • weinstock schreibt:

      Was für Quatsch? Welche Fundamentalisten??? Zeit ist linker Schrott, genau wie alle anderen Medien in de. Und sie sind ein Antisemit. Alle, die auf der Seite des aus dem Finger ausgesaugten Volkes steht und relativiert arabischer Terrorismus ist eindeutig ein Antisemit.

    • klartext77 schreibt:

      Ist sie. Allein schon die Prämisse, von der der Artikel ausgeht, ist einseitig und historisch falsch: Das „Westjordanland“ (urprünglich Judäa und Samaria) ist nicht von Israel „besetzt“. Vielmehr haben Juden mindestens das gleiche Recht, dort zu leben wie die Araber, die sich erst seit Arafat Palästinenser nennen.
      Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Israel und Juden sind selbstverständlich nicht frei von Fehlern. Gewalt sowie andere Rechtsverstöße sind konsequent abzulehnen und zu ahnden, gleich von welcher Seite. Aber ein sachlich-neutraler Medienbericht müßte feststellen, dass (und warum) es dort Streit ums Land gibt und auch darauf verweisen, dass die Araber Israel seit dessen Gründung angreifen (und zwar vom ersten Tag an!) und dabei systematisch auch mörderischen Terror anwenden – statt direkt und indirekt den Eindruck zu erwecken, eine Seite (Israel/jüdische Siedler) nehme der anderen (Araber) zu Unrecht etwas weg.
      Vieles von dem, was Israelis und die jüdischen Siedler tun, ist eine Reaktion darauf, dass man sie ständig attackiert und ihnen sogar jegliches Lebensrecht in der Region abspricht. Ich empfehle Dir insoweit dringend die Lektüre einschlägiger Beiträge hier im Blog, aktuell etwa diesen: https://tapferimnirgendwo.com/2017/05/18/die-juedischen-siedler-sind-nicht-das-problem/

      • Aristobulus schreibt:

        Ja,
        Dazu nochmal eine nüchterne Zahl: 1993, als das Abkommen von Oslo greifen sollte, bestanden drei Prozent von Judäa und Samaria (vulgo Westjordanland) aus jüdischen Siedlungen.
        Nochmal: Drei Prozent.
        Anno 2017, während seit 25 Jahren jeder ruft, dass die Juden ständig ihre sog. Siedlungen ausbauten, beträgt der Anteil der jüdischen Siedlungen von Judäa und Samaria noch immer drei Prozent.
        Drei Prozent vor 25 Jahren, drei Prozent heute!
        Wo zum Geier soll da die jüdische Besiedlungswut stattfinden?!

        So, und nun will ich mal Israelkritik betreiben hier!, denn wir betreiben ja viel zu wenig Israelkritik. Warum zum Geier noch immer diese murkeligen drei Prozent?! Die andere Seite hat nichts als Hass und Terror und Selbstmordbomben und Raketen und Hasspropaganda für die Juden übrig, und wenn die Juden zurückweichen (die Kompletträumung von Gaza 2005), wird immer kräftig nachgelegt.
        Hingegen wo vorgedrungen wird, verschafft man sich Respekt. Ich bin für dreißig Prozent jüdische Wohnfläche in Judäa und Samaria. Mindestens.
        British-Palestine ist vor fast siebzig Jahren in einen arabischen und einen jüdischen Teil neudefiniert worden, 80% erhielten die Araber, 20% erhielten die Juden. Jordanien mit seiner großen Landfläche ist seitdem der Teil für die Araber: Zur Gänze. Der jüdische Anteil von British-Palestine, nur 20%, reicht also vom Mittelmeer bis zum Jordan. Aus.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Wenn bei ständig wachsenden Siedlungen der prozentuale Anteil gleich geblieben ist, kann ja nur die Bezugsfläche gewachsen sein. Auf der Erdscheibe tut sie das, mitunter, und wer ist da wieder das Opfer…? Und in die Hohlerde hinein sprosst die Fläche immer so.

          Oder es sind gefühlte Zahlen im Spiel.

          Auch Lügenhaftigkeit könnte erklären, was da propagandet wird.

          • Aristobulus schreibt:

            … oooder, Clas, es liegt daran dass die Juden immer wieder behauptet haben, so, wir bauen jetzt hier noch was und da noch mehr und ja überhaupt bauen wir gern was hin!, woraufhin alle Welt diese jüdisch-losen Behauptungen mal wieder ernstgojisch geglaubt hat.
            Wirde schon so gewesen sein! War ja bei der Behauptung Finanz-und Medienmanipulation auch immer schon so, ja auch beim Brunnenvergiften, und bei den Blutmatzes. Das waren alles-alles jüdische Witze, aber o weia, da draußen nehmen die Gojischn das alles immer furchtbar Ernst.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Nee, ich hab’s: 3% 1992 auf 3% 2017 ist eine Zunahme um 25… Eigentlich auf, und wenn man die Quartale berücksichtigt, sind es 100!

            Also Prozent!

            Also Alles.

            Immer.

            So.

            So, da ist es nun genau vorgerechnet und bewiesen, und gefühlt stimmt es denen auch, wegen Ressentiment.

          • Aristobulus schreibt:

            Muss ja, und wenn nicht, muss es halt doch!, weil, also GabrielSteinmüller und Abbas sagen das ja auch. Ja dann.

  32. Amos Schliack schreibt:

    wie lange hält man diesen windmühlenkampf noch aus? ich verzweifele…

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