Endlich streiten wir uns!

Auf Facebook habe ich ein wunderbares Streitgespräch geführt. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten. Endlich streiten wir uns. So muss es sein. Alles fing an mit einer deutlichen Kritik an eine Ideologie mit Absolutheitsanspruch:

Gerd: Wer im Namen Mohameds tötet, ist ein gefährlicher Spinner. Und wer bei all dem Mist noch kritiklos in dem Laden bleibt, ist ein unfassbar toleranter Mensch.

Michael: Ehrlich? Ist das wirklich Deine Meinung? Das fände ich sehr schade.

Gerd: Was ist daran schade? Ich bin für deutlich weniger aus der christlichen Kirche ausgetreten!

Michael: Du kannst nicht von gemäßigten, vernünftigen, harmlosen Menschen verlangen, ihr Leben drastisch über den Haufen zu werfen, bloß weil ein völlig anderer Mensch, den sie wahrscheinlich nicht mal kennen, in einem Anflug von Wahnsinn (oder was auch immer) Menschen getötet hat? Wer hat denn von Katholiken verlangt, einfach mal eben so von heute auf morgen ihrem Glauben, dem Grundpfeiler ihrer Moral, den Rücken zu kehren, als beispielsweise die IRA gemordet hat? Oder Breivik?

Gerd: Doch. Ich fordere Menschen auf, sich kritisch mit ihren Ideologien und Überzeugungen auseinanderzusetzen. Ich fordere es von Christen, Muslimen, Kommunisten, von allen Menschen!

Moustafa: Gerd, dass ist AfD Rhetorik. Du willst, dass “islamischer Terror“ aufhört, Menschen sich nicht in die Luft sprengen, keine Flüchtlinge nach Deutschland kommen, und die “Islamisierung des Abendlandes“ stoppen? Dass sich über eine Milliarde Muslime täglich von Terroristen distanzieren? Kein Problem. Dann sorge dafür, dass die “zivilisierte westliche Welt“ doch erstmal selbst ihre Truppen aus den Ländern, der “Islamisten“ abziehen, aufhören ihre Rohstoffe zu “klauen“, diese Länder wieder aufbauen, so wie eure Regierungen sie zerstört haben, natürlich auf Kosten “eurer Länder“, dann können die Menschen auch wieder zurück in ihre Heimat. Sorgt dafür, dass Waffenexporte an Warlords eingestellt werden. Und wo ihr dabei seid. Bekennt euch schuldig des Massenmordes, an hunderttausende Menschen in Afghanistan, im Irak, Libyen, Somalia, Palästina, Syrien, Namibia, etc, die Liste ist lang. Und dann distanziert euch bitte jeden Tag von den Kreuzzügen, der Kolonialisierung, von Nazis, von Joseph Kony, von Anders Breivik, George Bush, Barack Obama, allen europäischen Präsidenten. Na, wie fühlt sich das an? Passt der Schuh?

Gerd: Natürlich war die Inquisition widerlich. Schuld daran tragen die Christen! Wer sonst? Bush und Obama wurde die Macht irgendwann entzogen und während ihrer Amtszeiten wurden sie in einer Form kritisiert, wie noch nie ein islamischer Führer aus dem eigenen Volk kritisiert wurde, ohne dafür im Kerker zu landen. Von den Nazis distanziere ich mich natürlich und das Grundgesetzt tut es ebenfalls in klaren Worten jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde. Die Kolonialisierung hat die Welt in Brand gesteckt und natürlich trägt Europa daran die Schuld. Wer sonst? Der Schuh passt daher leider sehr gut, aber als erwachsener, aufgeklärter Mensch, weiß ich mit dieser berechtigten Kritik umzugehen.

Moustafa: Jaja. Ursache und Wirkung nicht durcheinander bringen. Über eine Million ermordete Muslime seit 2001. Die Menschen wissen, was für Fahnen auf den Uniformen sind, und was auf den Waffen steht. Waffen und Bomben für den Frieden funktionieren nicht.

Michael: Dann kannst Du genau so gut verlangen, dass Menschen, die dieselbe Sorte Eiscreme mögen, gefälligst sofort und ohne zu zögern auf eine andere umsteigen müssen.

Gerd: Wenn die Eiscreme giftig ist, dann kann ich das fordern. Natürlich darf jeder die Eiscreme dennoch fressen, kein Problem, aber wenn sie mir jemand in den Mund zwingen will, dann ist endgültig Schluss mit meiner Toleranz.

Michael: Aber das macht doch keiner!

Gerd: Doch, Christen machen es in Deutschland. Ich sag‘ nur Karfreitag, wo ich als Nicht-Christ gezwungen werde, mich an das christliche Tanz- und Theaterverbot zu halten, um nur ein Beispiel zu nennen, ganz zu schweigen, von all den zwar als kirchlich bezeichneten, aber staatlich finanzierten Einrichtungen, in denen die Weigerung, sich an die Sexualmoral der Kirche zu halten, zur Kündigung führen kann. Und Muslime machen es in vielen Ländern, wo ich Einreiseverbot habe, weil ich in Israel war oder mich töten würden, weil ich Schwänzelutschen als Mann okay finde.

Moustafa: Warum sollen sich 1,2 Milliarden Muslime, von denen 99,9 Prozent friedlich sind, sich von ihrem Glauben losreißen, weil 0,1 Prozent Vollasis sind, die keine Wertvorstellungen haben?

Gerd: 99,9 sind nicht friedlich!

Moustafa: Hahaha. Sehr sinnlos die Diskussion. Also über eine Milliarde sind Gewalttäter und Mörder?

Michael: Moustafa, das klingt jetzt schon wieder fast nach Rechtfertigung von IS-Terror. Das ist auch nicht zielführend. Natürlich braucht kein Mensch zwingend Religion. Es gäbe immer noch Ethik, Philosophie, und den Kindern würde auf andere Weise eine gesunde Mischung aus Vernunft und Mitgefühl beigebracht, nicht mit irgendwelchen Göttern und Propheten.

Gerd: Moustafa, die Mehrheit der Muslime weltweit hält Homosexualität für falsch. Zeige mir nur eine Statistik, die was anderes zeigt. In allen Ländern, wo Schwule hingerichtet werden, herrscht der Islam. Deine 99,9% ist eine erfundene Zahl. Verarsch‘ mich nicht! Aber nehmen wir Dich mal beim Wort. Schätzungsweise gibt es 1,3 Milliarden Muslime und 15 Millionen Juden auf der Welt. Das bedeutet, selbst wenn „nur“ 1% aller Muslime fanatische Judenhasser sind, die bereit sind, eine Bluttat zu begehen, dann gibt es mehr wahnsinnige, muslimische Judenhasser auf der Welt als Juden. Sehr beruhigend klingt das nicht.

Michael: Aber es gibt nun einmal Menschen, denen religiöse Konstrukte helfen. Sei es, weil sie an Steintafeln glauben, an die Bergpredigt oder an den Koran. Und solange sie niemandem schaden, sollen sie doch. Und wenn ein einzelner von ihnen eben doch anderen Menschen schadet, dann ist dieser Einzeltäter zu verdammen. Und nur er. Nicht alle, die dieselbe Schuhgröße haben. Nicht alle, die denselben Lieblings-Bond-Darsteller haben. Nicht alle, die dieselbe Religion ausüben.

Gerd: Michael, 100% Deiner Meinung. Mir zum Beispiel hilft es, Lieder von Barbra Streisand zu hören. Wenn wer sagt, ich sei deshalb ein Spinner, hat er vermutlich zu 99,9% recht!

Moustafa: Michael, sicher keine Rechtfertigung für Arschlöcher die eine ganze Religion in Verruf bringen. Bei dem Rest gebe ich dir größtenteils Recht.

Gerd: Was soll man denn in Verruf bringen, wenn nicht Religionen?

Moustafa: Und was ist mit den christlichen Ländern? Wie oft wurde die Gleichstellung der Homoehe noch mal in Deutschland vertagt?

Gerd: Zu oft. Mitschuld daran tragen Christen! Alle großen Philosophinnen und Philosophen haben Religionen in Verruf gebracht. Einige wurden von den Vertretern der großen Religionen daraufhin verbrannt, gefoltert, verfolgt, ermordet. Zu den Arschlöchern, die diese Religionen in Verruf gebracht haben und bringen, geselle ich mich gerne als kleines Arschloch dazu.

Michael: Homosexualität in Umfragen für falsch zu halten und Homosexuelle zu verfolgen oder zu töten sind zwei völlig verschiedene Dinge. Das eine ist schade, lässt sich aber vielleicht durch das Kennenlernen anderer Menschen und ihrer Situation ändern. Niemand hat sich bewusst für die Heterosexualität entschieden. Aber nicht alle haben schon verstanden, dass das bei Homo-, Bi-, Pan-, A- und anderen Sexualitäten genauso ist. Das andere hat mit Regierungen, Gesetzen und Richtern zu tun. Die sich vielleicht für Anhänger ihrer Religion halten, aber trotzdem nicht stellvertretend für alle anderen stehen.

Gerd: Das ist klar. Aber ich zitiere mal die Geschwister Scholl: „Jedes Volk verdient die Regierung, die es erträgt.“ Ich finde, wenn wir von Lagern für Homosexuelle in Tschetschenien sprechen, von islamischen Ländern mit Todesstrafe für Schwule, von Mord, Elend und Ausbeutung weltweit durch Menschen, die erklären, dem Islam zu folgen, dann darf bitte auch mal das Relativieren in der Schublade bleiben. Das alles ist keine Minderheit mehr. Können wir mit diesem relativierenden Zeug aufhören? Die Nazis waren 1933 auch keine deutsche Minderheit!

Michael: Na ja. 43,9 % der gültigen Stimmen. Eine Mehrheit ist das auch nicht.

Gerd: Aber genug, um den Deutschen den Krieg zu erklären.

Michael: Das sind jetzt aber Äpfel und Birnen.

Moustafa: Das Bomben überlassen wir lieber den Deutschen Christen. Ihr habt da seit Jahrhunderten mehr Erfahrung.

Gerd: So wie die Nazis damals die Feinde jedes aufgeklärten Deutschen waren, so sind die Eiferer vom Islamischen Staat heute die Feinde jedes aufgeklärten Menschen. Nur eine bedingungslose Kapitulation der Islamisten und all ihrer Sympathisanten wird das Sterben auf allen Seiten beenden! Ich bin Deutscher. Ich hoffe, dass der Islam einst so frei sein wird, wie das Christentum Dank der Aufklärung und Deutschland Dank der Alliierten heute ist. Die Geschwister Scholl schrieben in ihrem dritten Flugblatt:

„Unser heutiger „Staat“ aber ist die Diktatur des Bösen. „Das wissen wir schon lange“, höre ich Dich einwenden, „und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.“ Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben, bis eines Tages nichts, aber auch gar nichts übrig bleiben wird als ein mechanisiertes Staatsgetriebe, kommandiert von Verbrechern und Säufern? Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat. Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.“

Die Geschwister Scholl waren klar in ihrer Ansage: Ein deutsches Volk, das sich nicht selbstständig von den Nazis befreien kann, verdient es, unterzugehen und wie Staub zerstreut zu werden. Es war damals ein brutaler Krieg gegen Deutschland, aber der deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker nannte sie später eine Befreiung. Im vierten Flugblatt der Geschwister Scholl heißt es, vor mir nur leicht abgeändert:

„Obgleich wir wissen, dass die nationalislamistische Macht militärisch gebrochen werden muß, suchen wir eine Erneuerung des schwerverwundeten arabischen Geistes von innen her zu erreichen. Dieser Wiedergeburt muss aber die klare Erkenntnis aller Schuld, die das islamische Volk auf sich geladen hat, und ein rücksichtsloser Kampf gegen die Islamisten und seine allzu vielen Helfershelfer, Parteimitglieder, usw. vorausgehen. Mit aller Brutalität muss die Kluft zwischen dem besseren Teil des Volkes und allem, was mit dem Nationalislamismus zusammenhängt, aufgerissen werden. Für die Islamisten und ihre Anhänger gibt es auf dieser Erde keine Strafe, die ihren Taten gerecht wäre. Aber aus Liebe zu kommenden Generationen muss nach Beendigung des Krieges ein Exempel statuiert werden, dass niemand auch nur die geringste Lust je verspüren sollte, Ähnliches aufs Neue zu versuchen. Vergesst auch nicht die kleinen Schurken dieses Systems, merkt Euch die Namen, auf dass keiner entkomme! Es soll ihnen nicht gelingen, in letzter Minute noch nach diesen Scheußlichkeiten die Fahne zu wechseln und so zu tun, als ob nichts gewesen wäre! Wir schweigen nicht, wir sind Euer böses Gewissen; die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe! Bitte vervielfältigen und weitersenden!“

Michael: Islamisten =/= Islam

Gerd: Alkoholismus =/= Alkohol. Kreuzzug =/= Christentum. Nazis =/= Deutsche. Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir es hier mit dem sanften Rassismus niedriger Erwartungshaltung zu tun haben. Wer jetzt zum Islam schweigt, hätte auch zu der Inquisition und zum Nationalsozialismus geschwiegen. Der Islam muss natürlich nicht verschwinden, aber er braucht gerade eine klare Ansage, so wie einst Deutschland und das Christentum eine klare Ansage brauchten!

Moustafa: Oh mein Gott, Gerd, so viel geschrieben und so viel Mist. Sorry. Aber ich habe selten so viel Mist gelesen. Das Deutsche Reich wäre nicht besiegt worden von innen heraus.

Gerd: Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen massenhaft auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das Vielfache lauter sein! Wenn nach der Bluttat in Manchester nicht mehr Muslime auf die Straße gehen, als nach dem Zeichnen einer dänischen Karikatur von Mohamed, dann stimmt was nicht in der islamischen Gemeinschaft.

Tobias: Gerd, ich finde deine Argumentation absurd. Wegen Attentätern, die sich auf denselben Gott berufen, sollen alle anderen, die an diesen Gott glauben, unweigerlich … was genau nochmal tun? Und was brächte das? Du kannst die schwarzen Schafe in keinem System verhindern, ganz egal, wie pauschal du das System anpackst, „kritisierst“ oder, was deiner Argumentation näher kommt, verurteilst. Vor allem kannst du das System nicht einfach abschalten oder ausmerzen, und damit ‚wär’s gut‘. Die Attentäter sind in keine Glaubenssystematik integriert, nur weil sie sich auf den gleiche Gott berufen, der ihnen ihren Kampf legitimiert. Die Gründe sind allen Attentätern im Grunde egal – sie verneinen schlicht ihre Menschlichkeit, ohne es zu wissen; damit meine ich: sie sind gegen ALLE Menschen. Und wer das nicht versteht, und wie du Ausschlusskriterien anhand von Glaubensprofilen anwendet, der schließt wiederum Menschen aus und spielt damit keiner Freiheit, sondern sogar den Attentätern in die Hände.

Gerd: Ich schließe keine Menschen aus. Ich will das System auch nicht „ausmerzen“. Ich kritisiere es, scharf, deutlich und polemisch. Warum fühlt sich da wer beleidigt? Wie sehr muss man mit einer Ideologie verschmolzen sein, um Kritik an diese Ideologie oder die Frage nach der Unterstützung dieser Ideologie, persönlich zu nehmen? Alle Spinner sind Menschen und für jeden Menschen habe ich Respekt. Jeder Mensch ist mal ein Spinner! Und ich schreibe es gerne immer wieder: Natürlich ist das System Islam Fakt und wird es bleiben. Und es gehört zu Deutschland, wie das Christentum, die Currywurst, der CSD und die NPD. Man muss nur nicht alles daran mögen.

Sulaiman: Gerd, dein Hass ödet mich an und ist pathologisch. Ich hab mir deinen Blog mal angesehen. Aus jeder Pore deiner Sätze trieft der Hass auf den Islam, den du kaum verhüllen kannst. Es hat eine traurige Komik. Du willst Leute von deiner Meinung überzeugen, aber da du wahrhaft nicht mal ein guter Polemiker bist, nicken bei deiner eindimensionalen Rhetorik nur Leute die sowieso deiner Meinung sind. Im Endeffekt änderst du nichts. Du bildest mit deinen Claqueren lediglich einen virtuellen Berechtigungsraum, in dem ihr euch bei euren inzestuösen Hassfantasien gegenseitig Zuspruch geben könnt. Leute mit Empathie und gesunden Menschenverstand, denen du hier begegnest in den Kommentaren, können nur müde darüber lächeln. Ich finde das ein wenig traurig und ich habe Mitleid mit dir denn für mich wirkst du wie Don Quichotte. Nur sind deine Windmühlen alle Moslems und der Riese den du eigentlich bekämpfen solltest, ist der pathologische Zorn in dir.

Gerd: Wo findet sich mehr Hass, im Koran oder Tapfer im Nirgendwo? Wo findet sich mehr Liebe zu den Menschen in ihrer wunderbaren Fehlbarkeit und Diversität, im Koran oder Tapfer im Nirgendwo? Solange ich kein Mohammed bin, in dessen Namen gemordet wird, ist mein Blog harmlos. Außerdem: Tapfer im Nirgendwo bedeutet Frieden. Du hast alles aus dem Kontext gerissen.

Michael: Selbst wenn irgendwer erklärt, dass er im Namen Deines Blogs mordet, wäre Dein Blog harmlos. „Catcher in the Rye“ hat ja auch nicht zum Töten aufgerufen. Oh, und der Koran auch nur in extremen Ausnahmefällen, auf die sich kein geistig gesunder Mensch berufen würde.

Gerd: Okay, du siehst also selbst den Unterschied. Und zu den extremen Ausnahmefällen sagt Hamed Abdel-Samad: “Ich könnte sagen, dass die Terroristen vom IS Mohammed missverstanden haben und fehlinterpretieren, wenn aus den authentischen Quellen und Texten herauszulesen wäre, dass Mohammed ein Mönch gewesen ist, der unter einer Palme seine Botschaft verkündet hat, dann friedlich gestorben ist, und die Menschen nach seinem Tode eine Religion begründet haben, die dann missbraucht wurde. So war es aber nicht. Mohammed war Kriegsherr, er hat das Gleiche getan, was die IS-Terroristen heute tun. Es ist die Geisteshaltung Mohammeds, der den Menschen misstraute, die sich bis heute erhalten hat. Die Geisteshaltung eines größenwahnsinnigen Narzissten, der einen inneren Kreis von Gefolgsleuten definiert und alle, die außerhalb dieses Kreises stehen, als Feinde betrachtet, die ausgelöscht gehören. Der IS ist das legitime Kind von Mohammed, in Wort und Tat. Niemand versteht Mohammed so gut wie der IS. Genau wie die Religionspolizei in Saudi-Arabien, die Fanatiker in Indonesien, Boko Haram in Nigeria, al-Schabab in Somalia und die Hamas im Gazastreifen. Sie stammen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, berufen sich aber alle auf die gleichen multiplen Krankheiten des Propheten und damit auch seiner Religion.”

Michael: Warum sind dann Millionen von Moslems friedlich? Haben die alle ihr eigenes Buch nicht verstanden?

Gerd: Ja! Sie sind eben in aller erster Linie Menschen und weigern sich, den Koran ganz zu verstehen. Sie lesen den Koran mit Liebe und blenden somit einen großen Teil aus! Was meinst Du, warum Schwule von den meisten Leuten in Deutschland nicht gehasst werden? Weil ihre religiösen Bücher nichts schlechtes über Schwule schreiben? Komm schon. Keep real. Sie lehnen diese Worte der Bibel einfach ab! So einfach ist das.

Michael: Jedes Jahrhunderte alte Buch muss mit Liebe und Verstand gelesen werden. Das ist der richtige Weg. Auch in der Thora, auch in der Bibel sind Passagen, die man nicht allzu wörtlich nehmen sollte. Es geht um die Gesamtaussage des Werks, und die ist in allen Fällen ein friedliches Miteinander. Wer aufgrund seiner Auslegung der Bibel anderen Menschen die Liebe verwehren will, hat genauso Unrecht wie der IS.

Gerd: Das stimmt nicht! Das ist die christliche Lesart des Korans! Das ist kulturelle Aneignung. Hier wird Mohamed zu einem Jesus vergewaltigt und behauptet, jede Religion habe im Grunde den selben Kern. Jesus war ein fundamentalistischer Hippie, der mit Huren, Sündern und Trinkern abhing, dem kaum eine Droge fremd war, der sich weigerte, zu sehr in die weltliche Politik einzugreifen und erklärte, wie man in den Himmel kommt, nämlich am besten arm und krank und natürlich nur durch ihn. Mohamed jedoch war ein Feldherr mit Vorliebe für Ehefrauen unter zehn Jahren, der deutlich und kriegerisch ins politische Weltgeschehen eingriff und im Namen Gottes erklärte, wie man sich am besten unterwirft, nämlich ganz und gar. Das sind gewaltige Unterschiede, die man nur mit einem gehörigen Willen zur Missionierung unterschlagen kann. Dennoch war auch Jesus ein Spinner manchmal. Also manche Sprüche von ihm sind echt krass:

„Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.“ (Mt 10, 34-35)

„Meinet ihr, dass ich hergekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht.“ (Lukas 12, 51)

“Es ging eine große Menge mit Jesus; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.” (Lukas 14, 25-26)

Michael: Das passiert halt, wenn die Frohe Botschaft jahrzehntelang nur in mündlicher Tradition weitergegeben wird, bevor die ersten Leute mal was schriftlich festhalten. Und wenn dann jahrhundertelang übersetzt, verfälscht und willkürlich zu Apokryphen degradiert wird.

Gerd: Mohamed und Jesus sind nicht Hanni und Nanni. Das sind zwei völlig unterschiedliche Konzepte. Bayern und Schalke sind sich näher! Sogar Trump und Obama sind sich näher als Mohamed und Jesus.

Michael: Und doch ist der Kern ihrer Aussagen die Anleitung zu einem friedlichen Miteinander.

Gerd: Ja klar, aber das kann man so sogar Mein Kampf unterstellen! Frieden soll kommen durch die Vernichtung aller Parasiten. Mein Friedensbegriff ist das nicht!

Michael: Den Koran mit Mein Kampf zu vergleichen, ist der Diskussion nicht unbedingt förderlich, fürchte ich.

Gerd: Warum? Wer Evangelium und Koran miteinander vergleicht, hat die Tür zu absurden Vergleichen aufgestoßen! Ich vergleiche auch Luthers Schriften mit Mein Kampf! Und das ist alles andere als absurd!

Moustafa: Gerd, jetzt habe ich absolute Gewissheit, dass du nichts über den Islam und die Anfänge des Islams oder über den Propheten Mohammed a.s.w.s weißt. Noch weniger als ich von rhythmischer Sportgymnastik. Und das ist gen Null.

Tobias: Schalke? Hippie? Mein Kampf? Islam === Ideologie? Gerd, mit jedem weiteren deiner völlig unzulänglichen, unzutreffenden Analogien stehen mir die restlichen Haare zu Berge. Solch ignorante Vergleiche kann doch kein Mensch ziehen, der sich, wie du von dir behauptest, in die Substanz eingelesen hat. Das sind alles extrem kindische, plumpe und sachlich falsche Ausführungen; bitte tippe doch erst weiter, wenn du wieder argumentieren kannst.

Aylin: Gerd Buurmann unglaublich. Das was du schreibst ist so unglaublich ignorant. Ich bin Muslima und spinnen tu ich deswegen nicht. Ich lebe meine Religion aus, bete zu Allah und finde Kraft in der Religion. Den Islam den ich von Geburt an kennen gelernt habe ist friedlich, tolerant und hilfsbereit. Es ist so schade das es immer noch Menschen gibt die Islamisten mit Muslimen gleichsetzen. Tut mir leid, aber welch eingeschränktes Nachvollziehen muss man haben, um so nen Scheiß wirklich ernst zu meinen? Der IS tötet täglich Menschen. Ich sage bewusst Menschen(!), da die Opfer verschiedene Religionen und Kulturen praktizierten. Das was der IS macht ist wahlloses unkontrolliertes Töten und auch Muslime sind große Opfer des Terrors. Sei es durch die Anschläge des IS oder durch die Schädigung der Bedeutung des Islams weltweit. Wie oft appellieren die Menschen des Nahen Osten an den Westen, dass der IS kein Islam ist? Du hast dich leider viel zu schnell vom Terror und seiner Bedeutung einlullen lassen. Schade.

Gerd: Wenn Euch das alles nicht gefällt, was im Namen des Islams gemacht wird, dann sagt das nicht mir. Ich morde nicht im Namen des Islams. Ich verfolge nicht im Namen des Islams. Geht zu denen, die Eure Religion schänden. Ich bin es nicht!

Tobias: Gerd, du hast immer noch nicht verstanden, dass sich Mörder auf alles mögliche berufen können und das auch immer tun werden. Die einen sehen Gott in ihren Taten, die anderen den Teufel, wieder andere vielleicht gar nichts. Das ist keine Gleichmacherei, das ist Differenzierung, denn Mörder, Attentäter differenzieren sich von der Gesellschaft insgesamt, auch in einem pervertierten Umfeld. Letzteres möchtest du im Islam sehen, verwechselt es aber mit Islamismus und gerätst dabei ins hemmungslose Hadern. Jede Zivilisation hat und hatte Menschen, die dem Humanismus entgegen stehen, und keine konnte Rezepte entwickeln. Dein Rezept, eine Religion unter Generalverdacht zu stellen, ist das Falscheste.

Gerd: Du hast nicht verstanden, dass ich sage: Ich bin ich die falsche Angriffsfläche. Ich sage doch nur: Islamismus hat mit dem Islam zu tun. Ansonsten gilt: Nicht alle Muslime sind Terroristen. Natürlich nicht! Das habe ich nie gesagt, im Gegenteil sogar: Ich gehe ab und an und gerne in eine Moschee, feiere auch gerne mal das Fastenbrechen und bete mit Muslimen, die ich mag. Es gibt viele Aspekte am Islam, die ich mag und schätze. Die fünf Säulen des Islams können wunderschön sein und ich verstehe Aylins Liebe zum Islam. Sie ist aber dennoch nicht mehr oder weniger spinnert als alle anderen Menschen auch. Wir sind Menschen und daher nicht unfehlbar und schon gar nicht unspinnertbar. Ich werde stets das Recht eines jeden Menschen verteigen, an was auch immer zu glauben und zu zweifeln. Ich sage aber auch: Islamismus hat mit dem Islam zu tun! Ich finde es besser, Ideen oder Ideologien unter Generalverdacht zu stellen, als Menschen. Ich habe hier keinen Menschen unter Generalverdacht gestellt, stehe aber gerade unter einem Generalverdacht. Ist aber okay.

Selbst der größte Ideologe ist noch ein Mensch. Den adressiere ich. Seine Ideen jedoch kritisiere ich, gerne auch generell und general. Ich hasse keinen einzigen Menschen, ganz ehrlich nicht. Ich sage nur, es gibt spinnerte Überzeugungen und wenn ich was mag und in diesem Namen gemordet wird, dann ist mein Problem nicht der Typ, der schreibt, ich sehe da einen Zusammenhang, sondern die, die das, was ich mag, nutzen, um Verbrechen zu begehen.

Michael: Aber wenn der Typ, der schreibt, er sehe einen Zusammenhang, von mir fordert, ich müsse mich sofort von dem Mörder distanzieren, selbst wenn das schon geschehen ist, sonst sei ich mit den Nichtstuern im Dritten Reich gleichzusetzen? Dann gibt es ein Problem.

Gerd: Ich zwinge ja nicht. Ich sage nur, ich würde als Moslem schauen, okay, was ist da schief gelaufen.

Tobias: Gerd, du schließt Menschen aus, weil du nicht eine Ideologie attackierst, sondern die Anhänger einer (vieler!) Religionen mehr oder weniger verhohlen zwingen willst, von ihrem Glauben abzuschwören – oder Distanz zu nehmen –, weil der Glaube in deinen Augen der falsche ist. Alleine damit, dass du Distanzierung von ihnen verlangst, wirfst du ihnen eine pauschale Mitschuldigkeit vor.

„Jeder Mensch ist mal ein Spinner!“ ist eine banale, verharmlosende Aussage und impliziert gleichzeitig ein Nichternstnehmen diverser Absichten und einen ungenauen Angriff in Richtung der muslimisch Gläubigen; selbst wenn du dich selbst als „Spinner“ nicht ausnehmen wollen würdest. Es gibt kein „System Islam“, ich implizierte mit dem Terminus ‚System‘ oben nicht, dass Islam ein System mit der Konnotation einer zentralen Absicht oder Aufgabe sei. Nein, man muss nicht alles mögen, aber man darf vor allem nicht pauschalisierte Verurteilungen vorantreiben. Deine Agenda treibt Hass und Spaltung voran und ist damit leider kein Argument für Humanismus.

Gerd: Ich zwinge doch keinen Moslem mehr oder weniger verholen, seinen Glauben zu verlassen, wenn ich Teile des Glaubens kritisiere. Wo kommt diese Unterstellung denn her? Wenn sich der Mensch nicht mehr als potentiellen Spinner sieht und sich Kritik verbietet, dann ist der Humanismus am Ende!

Michael: Wenn ich mich jetzt als König der Rechtshänder bezeichne und Linkshänder umbringe, dann kann man keinen einzigen anderen Rechtshänder dafür verantwortlich machen.

Gerd: Doch, weil sie Dich frei rumlaufen lassen. Ein Mörder gehört eingesperrt, verurteilt, geächtet. Jeder Deutsche, der 1933 geschwiegen hat, hatte Mitschuld an Hitler! Jeder Katholik, der zum Missbrauch schweigt, macht sich mitschuldig! Jeder Moslem der schweigt, ebenfalls! Es war die Schuld der Deutschen, dass Hitler an die Macht kam. Es ist die Verantwortung der Muslime, dass es islamische Staaten gibt!

Michael: Der IS bekommt Widerstand durch andere Moslems. Der Täter von Manchester wurde vorher den Behörden gemeldet, durch andere Moslems.

Gerd: Das ist mir doch klar! Aber sie üben diesen Widerstand, weil sie Menschen sind! Nichts im Islam hat sie dazu getrieben, gewisse Teile im Koran einfach zu ignorieren. Sie tun es, weil sie Menschen sind. Warum muss der Islam für Dich heilig sein?

Michael: Der Islam ist mir nicht heilig. Aber ich verteidige das Recht derer, denen er heilig ist.

Gerd: Das tue ich auch! Nur wird gerade kein Mensch getötet, weil er den Koran für heilig hält, aber viele, weil sie den Koran nicht für heilig halten. Die Menschen mit Polizeischutz in Deutschland sind die Muslime, denen der Koran nicht heilig ist. Das Schlimmste, was gläubige Moslems in diesem Land ertragen müssen, ist Kritik von Arschlöchern wie mir. Muslimische Kritiker des Islams jedoch fürchten den Tod an jeder Ecke. Gläubige Muslime müssen nur die Macht des Grundgesetzes fürchten. Kritiker des Islams jedoch fürchten die Macht des Korans. Ich finde, da muss ich nicht lange überlegen, wohin meine Energie und Empathie geht.

Tobias: Gerd, Kritik ist etwas anderes als die Forderungen, die du stellst. Wo das herkommt? Du gabst einst Ariana Grande als Vorbild an, weil sie die Kirche verließ, als ihr Bruder sich outete und Ablehnung erfuhr. Damit verlangst du pauschal von Muslimen, ihren Glauben zu verlassen, weil sich einige im Namen Allahs in Menschenmassen sprengen. Das ist keine Kritik, das ist Quatsch! „Warum ist Ariane denn einfach vom Problem geflohen und nicht in der Kirche geblieben und hat sie von innen verändert?“ ––– KÖNNTE ich jetzt deinen menschenverurteilenden Argumentationsansätzen folgend fragen, aber ich tue es nicht, denn weder freue ich mich über das Zeichen das sie setzte, noch urteile oder bilde ich mir eine Meinung dazu; ich bin schlicht neutral dazu. Ja, schön, nee, egal! Aber du forderst Entscheidungen ein – dabei aber entscheidet jede*r selbst den für sich richtigen Weg. Du würdest „Als Moslem schauen, okay was ist da schief gelaufen“, und genau dieser Satz zeigt dein beschränktes Menschenbild – wieso nicht ALS MENSCH schauen, was da schief gelaufen ist? Wieso nur als Moslem, was haben Moslems falsch gemacht, wenn sich ein vermeintlicher Glaubenskrieger sprengt? Und das tun eigentlich alle Menschen. Außer dir, der du Systematik erkennen willst, wo keine ist. (*Gut, der IS ist eine Systematik, aber nochmal: diese Systematik hat nichts mit dem Islam zu tun!)

Gerd: Nichts haben Moslems, die die Taten nicht begangen haben, falsch gemacht. Allerdings, ihnen bedeutet der Islam was. Mir nicht. Das ist der Unterschied! Als Menschen sind wir alle erschüttert von Gräueltaten. Als Menschen sind wir zum Beispiel erschüttert von Deutschlands Taten im Nationalsozialismus, aber als Deutscher, dem mein Land wichtig ist, hänge ich da noch ganz anders drin. Wenn jemand als Moslem was macht, bin ich als Mensch erschüttert und als Moslem in meiner Liebe zum Islam betroffen. Ich zwinge deshalb niemanden zu irgendeinem Verhalten. Ja, Ariana Grande hätte auch Christin bleiben können. Ich würde sie nicht mehr oder weniger respektieren deshalb, jedoch fragen: Wie kannst Du nur? Das ist aber nur eine Frage, eine Kritik und alles andere als ein menschenverurteilender Zwang. Fragen und Kritisieren ist nicht unmenschlich! Wenn ich was liebe, und mein geliebtes Etwas wird ge- oder gar missbraucht, um Menschen zu schaden, dann übernehme ich Verantwortung für meine Liebe.

Tobias: Worin hängst du anders drin? Als Deutscher im Deutschland von vor 70 Jahren, als Deutscher im waffenexportierenden Deutschland von jetzt, als Deutscher in einem falschen System aus wirtschaftshöriger Deutsche-Bank-Demokratie? Und wie distanzierst du dich davon, welcher Facette deines strahlenden Vorbilds soll ich als Deutscher folgen? Ich verstehe nicht.

Gerd: Als Deutscher, der von der Vergangenheit profitiert und dazu gehört eben auch die schlimme Vergangenheit. Zudem haben wir eine Regierung, die im Namen des Landes natürlich auch viele Fehler macht. Und ja, ich distanziere mich immer davon, wenn es zum Thema wird und nicht nur alle paar Jahre, wenn mal wieder Wahl ist.

Moustafa: Stehst du dann auch jedes mal vor abgebrannten Asylbewerberheimen oder Moscheen, wenn ein Vollpfosten diese angezündet hat?

Gerd: Dafür ist ganz klar die deutsche Regierung mitverantwortlich, natürlich. Die Flüchtlingssituation und die Unfähigkeit im Kampf gegen rechten Terror liegt im Verantwortungsbereich der deutschen Regierung und somit auch in der Verantwortung von mir als Deutscher. Und ja, ich engagiere mich sehr, denn ich bin verantwortlich für meine Nachbarschaft, meine Umgebung, mein Land, für das, was ich liebe und auch für meine teilweise gewiss spinnerten Überzeugungen. Wenn Nazis demonstrieren, dann stelle ich mich dagegen, natürlich! Ich kämpfe zudem für das Recht eines jeden Moslems, seinen Glauben in Deutschland im Rahmen der Verfassung frei und sicher zu leben und ich kämpfe gegen das Kopftuchverbot und gegen das Verbot, Moscheen zu bauen. Der Islam darf nicht anders behandelt werden als jede andere Religion auch. Es gibt wunderbare Dinge im Islam, die ich nicht mehr missen will.

Tobias: Weißt du was doof am Glauben ist? Ich glaube jetzt nämlich, ich muss mich auf ein ganz undifferenziertes Level hinab begeben, um deiner echt rätselreichen Argumentation (oder deinem fragwürdigen Selbstbild) folgen zu können.

Gerd: Au ja, mach das mal.

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