Margot Käßmann – Inquisition 2.0

Im Mai 2017 kritisierte Margot Käßmann beim Kirchentag in Berlin die AfD scharf. Sie kritisierte besonders die Aussagen des AfD-Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Ralph Weber, der einst erklärte, er fürchte eine „Überfremdung mittels Zuwanderung“. Er verlangte in einer öffentlichen Erklärung „eine klare und deutliche Absage an alle Versuche einer multikulturellen Umgestaltung unseres Vaterlandes und eine ebenso deutliche Absage an alle Versuche, unser Volk durch Überfremdung mittels Zuwanderung auszutauschen.“ Alle „‚Biodeutsche mit zwei deutschen Eltern und vier deutschen Großeltern“ sollten sich dafür einsetzten, dass „unsere Heimat auch in 30 Jahren noch von einer deutschen Leitkultur geprägt und geformt wird.“ Er beendete seine Ausführungen mit dem Slogan: „Deutschland den Deutschen“.

Am 25. Mai 2017 behauptete Margot Käßmann, die Aussagen von Ralph Weber seien Forderungen der Partei AfD und erklärte, die Forderung nach einer höheren Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten.“ Sie fügte hinzu: „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern. Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“

Sie unterließ es allerdings, darauf hinzuweisen, dass die AfD eine Abmahnung gegen Ralph Weber erwirkt hatte mit der Begründung, er habe mit seinen Ausführungen die Grundsätze der Partei verletzt. Käßmann behauptete somit wahrheitswidrig, die Aussagen Webers seien Forderungen der Partei.

Endgültiges Chaos brachte schließlich die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers in die ganze Sache, denn sie berichtete auf ihrer Homepage wie folgt von der Rede:

„Reformationsbotschafterin Margot Käßmann hat in einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Berlin die AfD angegriffen. Die Forderung der rechtspopulistischen Partei nach einer höheren Geburtenrate der „einheimischen“ Bevölkerung entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten“, sagte die ehemalige hannoversche Landesbischöfin am Donnerstagmorgen. „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht'“, kritisierte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter tosendem Beifall.“

Henryk Broder stellte daher in dem ganzen Tohuwabohu die völlig berechtigte Sinnfrage:

„Was will uns Frau Käßmann damit sagen? Vermutlich das: Man wird als Nazi geboren. Alles, was dazu nötig ist, sind zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern. Das ist Rassismus pur, die Fortsetzung der Nürnberger Gesetze, diesmal nur andersrum. Brauchte man früher zwei jüdische Eltern und vier jüdische Großeltern, um als „Volljude“ eingestuft zu werden, wird jeder, der zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern hat, automatisch zum Vollnazi.“

Aufgrund des Durcheinanders wurde Margot Käßmann im Internet heftig attackiert, weil sich die Nachricht verbreitet hatte, sie hätte erklärt, wer zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern habe, schwebe automatisch auf den Wogen eines braunen Windes. Das ist jedoch wahrheitswidrig. Das hat sie nie gesagt. Man muss die gruselige Verehrung von Martin Luther am Kirchentag nicht mögen, man muss nicht mal ein Fan des Christentums sein und kann von Protestanten denken, was man will, aber viele Angiffe gegen Margot Käßmann in den sozialen Medien sind schlicht und ergreifend geschmacklos, unahängig von ihrer eigenen Verantwortung an dem ganzen Durcheinander.

Die Verurteilung eines Menschen mit einem aus dem Kontext gerissenen Zitat ist die neue Waffe der Inquisition 2.0. Diese Methode kennen auch Henryk Broder, Hamed Abdel-Samad, Henriette Reker, Benjamin Netanjahu, Hillary Clinton, Donald Trump und viele mehr, deren Überzeugungen ebenfalls niemand mögen muss, die aber schon oft unverschämt falsch zitiert wurden.

Leider wird diese neue Form der Inquisition durch selektives Zitieren von vielen Menschen nur dann kritisiert, wenn es Leute in den eigenen Reihen betrifft. Ich finde sie jedoch immer unschön, egal ob ich die Person, die es betrifft mag oder nicht. Ich habe Kritik geäußert zu in meinen Augen inakzeptablen Anwürfen gegen Xavier Naidoo, Milo Yiannopoulos, die AfD, Hamed Abdel-Samad, Margot Käßmann, Christian Wulff, George W. Bush, Alice Schwarzer, Sabatina James, Henryk Broder, Avigdor Lieberman, Benjamin Netanjahu, Dunja Hayali, Ayaan Hirsi Ali, Dieter Nuhr, Chris Tall, Sophia Thomalla, Money Boy, Luke Mockridge und vielen anderen mehr, von denen ich einige mag und andere eher weniger.

Laut der Berliner Morgenpost erwägt Margot Käßmann nach der heftigen Kritik an ihrer Rede nun rechtliche Schritte. Es gebe Inhalte, die einfach gelöscht werden sollten, sagte die ehemalige hannoversche Landesbischöfin dem Evangelischen Pressedienst und berief sich auf einen kürzlich gehörten Experten. „Manche Inhalte sollte man demnach aber auch rechtlich verfolgen“, sagte sie und ergänzte: „Das überlege ich mir in diesem Fall.“

Das wiederum halte ich ebenfalls für falsch! Der Umgang mit der Meinung des Anderen sollte nicht der Ruf nach Verboten und Bestrafungen sein!

Sollte es tatsächlich zu einem Rechtsstreit zwischen Margot Käßmann und Henryk Broder kommen, dürfte das wohl die spannendste Performance zum Lutherjahr 2017 sein. Eine Protestantin verklagt einen Juden, weil sie sich missverstanden fühlt. Das wäre eine wahrlich riesige Show und würde Käßmann zu einer echten Lutheranerin machen. Für den Fall der Fälle erwarte ich einige Coverversionen aus Martin Luthers großem Hit „Von den Jüden und ihren Lügen“. Zeitlos ist zum Beispiel dieser Schlager:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

Es kann auch ein Text aus Luthers „Handbuch über die Judenfrage“ sein. Dort steht:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

All dies konnte Martin Luther sagen, als es noch keine Meinungsfreiheit gab!

„Ich missbillige, was du sagst, aber ich werde bis zum Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen.“

Dieser Satz wird oft fälschlicherweise Voltaire zugeschrieben. Er stammt jedoch von Evelyn Beatrice Hall (1868 – 1956). Sie war eine englische Schriftstellerin und verwendete den Satz in ihrer im Jahr 1903 erschienen Biografie „The Life of Voltaire“ als Illustration der Philosophie von Voltaire! Die Behauptung, der Satz stamme von Voltaire, ist somit falsch, aber durch die Meinungsfreiheit geschützt!

Oft höre ich, Meinungsfreiheit schließe keine Hassreden und Falschaussagen ein, aber genau das tut sie. Es ist die exakte Definition von Meinungsfreiheit, dass auch falsche Meinungen geäußert werden dürfen!

Es gibt kein Zuviel an Meinungsfreiheit. Entweder gibt es Meinungsfreiheit oder es gibt sie nicht. So einfach ist das! Es gibt jedoch ein Zuviel an Angst und ein Zuviel an Beleidigtsein. Gegen Meinungen, die schmerzen, mögen sie nun schmerzen, weil sie wahr sind oder schmerzen, weil sie unwahr sind, hilft als Sofortmaßnahme nicht mehr hinhören und auf längere Sicht die Gegenrede als zivilisierte Form der Verteidigung.

Eine Beleidigung, die in die Richtung eines Menschen gefeuert wird, beleidigt den Menschen nur, wenn er die Beleidigung in seinem Kopf annimmt. Eine Faust oder eine Kugel jedoch, die in die Richtung eines Menschen abgefeuert wird, verletzt oder durchlöchert den Kopf unabhängig von der Haltung des Menschen. Wer eine Beleidigung nicht hört, lebt. Wer eine Kugel nicht hört, stirbt. Das ist der große Unterschied!

Wer glaubt, ein Mensch sei eine Gefahr, weil er spricht, glaubt auch, eine Frau sei eine Gefahr, wenn sie ohne Verschleierung aus dem Haus geht. Die Zensur ist für die Redefreiheit das, was der Schleier für die Rechte der Frau ist. Jede Frau darf selbst entscheiden, ob sie einen Schleier tragen möchte, so wie jeder Mensch selbst entscheiden darf, ob und zu was er oder sie schweigen will. Es darf keinen Zwang geben, weder für den Schleier noch für den Mantel des Schweigens!

Meinungsfreiheit gilt auch für die Hassrede! Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie gehen in eine Kneipe und da sitzt ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen und er würde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrüßen, weil das unter Hate Speech fällt. Sie würden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie plötzlich merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot des Hakenkreuzes und des Sagens von „Heil Hitler“ Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet. Außerdem möchte ich mit einem Nazi nicht plaudern. Mit einem Nazi möchte ich ausnahmslos Klartext reden!

Ich gebe den naiven Glauben nicht auf, dass Reden, Zuhören und Streiten helfen, sich zu erkennen, unter Umständen zu verstehen und möglicherweise den Hass zu mindern! Außerdem ist Zuhören ein präventiver Schutzmechanismus. Nur so lerne ich das Innere eines Menschen kennen und kann rechtzeitig entscheiden, ob ich mich vor ihm schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden!

Ich kenne Leute, die durchstöbern Facebook nach Aussagen, die sie für Hassrede halten, nur um sie dann zu blockieren, ganz so, als hätten sie dadurch einen heroischen Akt des Widerstands geleistet, der sie auf eine Stufe mit der Weißen Rose stellt. Es hilft aber nichts, seine politischen Gegner als „Pack“ zu bezeichnen und ihnen den Stinkefinger zu zeigen. Im politischen Diskurs müssen wir mit ihnen reden! Wenn es Leuten schlecht geht, flüchten sie. Manche flüchten in andere Länder, andere flüchten in Ideologien. Einige Länder und Ideologien sind gut, andere weniger. Wer sich das Äußern einer Meinung verbittet, sorgt lediglich dafür, dass die Meinung nur noch gedacht wird! Aber nur weil ich jemanden nicht mehr höre, heißt das nicht, dass er die Sache nicht mehr denkt. Die Meinung wird lediglich erst sichtbar, wenn sie sich zu einer Handlung entwickelt hat. Dann aber ist es oft zu spät!

Wer alles ausklammert und entfreundet, was ihm nicht gefällt, wird blind für das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht und wird entsetzt aus dem Sessel fallen, wenn bei einer Wahl die Menschen in der geheimen Wahlkabine ihre Meinung in ein definitives Kreuz verwandelt haben. Dann fallen sie aus allem Wolken und sagen, sie hätten all das nicht kommen sehen. Natürlich haben sie es nicht kommen sehen! Sie haben ja auch all die Menschen entfreundet. Sie konnten sich nicht mit diesen Menschen auseinandersetzen, ihnen nicht entgegentreten und ihnen nicht widersprechen. Alles nur, weil sie diese Menschen nicht kannten. Sie vermehrten sich im Verborgenen, Geheimen, Verbotenem. Andere Meinungen ausklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen!

„Wehret den Anfängen“ brüllen diese gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die Anfänge einer Zukunft, die sie aus ihrer Angst konstruieren. Aus Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag ermöglicht. Bei der Verleihung des Böll-Preises sagte Herta Müller einst:

„Wenn Hassparolen spazieren gehen, dann geht auch irgendwann ein Messer spazieren.“

Wer mit diesem Satz Meinungen verbieten möchte, muss auch für ein Verbot des Korans plädieren, denn unzählige Terroristen sind mit den Parolen des Korans spazieren gegangen, bevor sie zum Messer griffen. Messer gehen jedoch nicht spazieren, weil vorher Parolen spazierten, sondern weil jene, die die Parolen grölen, die Messer bereits in ihren Hosen haben, um sie in genau dem Moment herauszuholen, da sie in der Lage sind, die Parolen der Anderen zum Schweigen zu bringen! Und die Menschen gleich mit. Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen.

Das Messer in der Hose eines Mörders verschwindet nicht, wenn ihm der Mund verboten wird!

Das Problem in der Zeit des Nationalsozialismus war nicht, dass „Der Stürmer“ käuflich zu erwerben war, sondern die Tatsache, dass sich die Nationalsozialisten zunächst die persönliche und später auch die staatliche Gewalt nahmen, andere Meinungen und Zeitungen zu verbieten, die ohne Probleme die Ideologie der NSDAP hätten entlarven können. Die Nationalsozialisten nutzen somit nicht die Meinungsfreiheit, um das Messer zu ziehen, sondern sie zogen die Messer, um die Meinungsfreiheit zu attackieren! Nichts fürchten jene, die Unrecht haben, mehr als die Meinungsfreiheit! Darum erklärten auch die Nationalsozialisten in ihrem 25-Punkte-Program unter Punkt 23:

„Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewußte politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung, die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volksleben ausübt und die Schließung von Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoßen.“

Aufgrund des „Gemeinwohls“, Meinungen kriminalisieren, Veranstaltungen schließen, Bücher verbieten und Zeitungen abschaffen, das ist die Gedankenwelt der Nazis. Die Nazis wurden im Jahr 1933 gewählt. Im Jahr 1933 gab es noch kein Facebook. Mit anderen Worten, die Tatsache, dass Nazis an die Macht kommen können, ist unabhängig von den Meinungen, die auf Facebook zu lesen sind!

Die Meinung kann daher getrost frei sein! Sie muss es sogar, denn es ist die größte aller menschlichen Freiheiten, frei denken und sprechen zu können.

(Foto: Maxi Gstettenbauer)

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162 Antworten zu Margot Käßmann – Inquisition 2.0

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  3. Kanalratte schreibt:

    Wenn der Kontext der Aussage von Frau Käßmann bei vielleicht 99% aller Zuhörer unbekannt ist, dann ist es sicherlich nicht die Schuld der Zuhörer, wenn sie die Aussage falsch verstehen. Es wurde hier, im Gegensatz zu anderen Fällen, auch nichts von einem Zitat weggelassen, Frau Käßmann hat den Kontext schlichtweg nicht angefügt. Die Existenz eines Ralph Weber dürfte nichtmal allen AfD-Mitgliedern bekannt sein.

  4. Couponschneider schreibt:

    Mich erinnert das ein wenig an Akif P. Er wurde wegen einer Äußerung zur Persona non grata, die vollkommen missverstanden wurde. Hätte man sie richtig verstanden, hätte man ihn auch scharf kritisieren müssen. Ich hab’s hier und da gemacht.

    Käßmann muss man für diese Äußerung aber auch scharf kritisieren, immerhin rückt sie die AfD in die Nazi-Ecke. Sicherlich ist es absurd, dass es Leute in der AfD gibt, die eine Fertilitätsrate von 2,1 Kinder pro Frau ins Grundgesetz verankern wollen. Nun ist aber diese verrückte Forderung nicht vom Parteitag angenommen worden und es ist unredlich, so zu tun, als wäre das offizielles AfD-Programm. Gleichermaßen wäre es unredlich, die Grünen als „Kinderfickerpartei“ abzustempeln, weil es vor 30 Jahren Päderasten in ihren Reihen gab, die Kindesmissbrauch als Straftatbestand abschaffen wollten.

  5. Jakob schreibt:

    Die Sache mit der Meinungsfreiheit ist an sich ganz einfach! Wenn ich sage, „ich finde diesen Blog super“oder „ich finde diesen Blog bescheuert“, dann ist das Meinungsfreiheit. Wenn ich aber sagen würde, „alles im Blog ist durch den Autor erlogen“ oder „der Autor lügt“, könnte der Autor auf Unterlassung klagen, es sei denn ich könnte beweisen, dass es tatsächlich stimmt. Die Meinungsfreiheit deckt eben nicht falsche Behauptungen, die jemand anderen in seiner Ehre verletzten. (Vgl. Straftatbestand der „Üblen Nachrede“ oder „Verleumdung“)

  6. Elfriede Mertens schreibt:

    Sehr gute und loyale Zusammenfassung Herr Burmann. Lesenswert hierzu auch nachfolgende Zusammenfassung. Geradezu bestürzt bin ich über Herrn Broders Verleumdung. Sehr traurig.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Broder hat nicht verleumdet! Er hat ein paar berechtige Fragen ins Chaos gestellt.

    • Aristobulus schreibt:

      Frau Mertens, sie haben hier eine Lüge gepostet: Dass Käßmann „die AfD kritisiert“ habe.
      Sie hat jemanden als Nazi bezeichnet, der gesagt hat „Deutschland den Deutschen“, so wie ein Grönländer „Grönland den Grönländern“ oder ein Israeli „Israel den Israelis“ sagt.
      Warum haben Sie diese Lüge als Wahrheit ausgegeben?

      • ceterum censeo schreibt:

        Die Türkei den Türken, nicht zu vergessen! Steht das nicht sogar auf irgendeiner türkischen Zeitung?

        • Aristobulus schreibt:

          … ui, und wenn jemand gar behauptet, le Sénégal aux Sénégalais!, dann isser ja so ein übler Rassist, dass mans überhaupt nicht mehr aushalten mag.

          • caruso schreibt:

            No klar! Was denn sonst, Ari?:-))) —
            Chag sameach Dir!
            lg
            carusi

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            A guttn Schwuess Dir!, und gutt käsekuch‘.

          • Abifiz schreibt:

            Mais si! Et Kirjat Schmona a moi…
            Frage von Interrogativ aus Erkundung: Wie machen Sie ’s mit dem Liken? Bei biologischen Prolegumena hatt‘ ich ’s ja nur mit dem Laichen… Ich bin nämlich stur digital negativ…

          • Aristobulus schreibt:

            🙂 … das scheint zu gehen, wenn man oben rechts auf die Glocke klixt und sodannigenfalls auf den leikbaren Kommentar, woselbst dann einn Schterndl aufscheint, welchselbiges hinwiederum zu klixen sey.
            A gutte Nacht.

          • aurorula a. schreibt:

            das scheint zu gehen, wenn man oben rechts auf die Glocke klixt und sodannigenfalls auf den leikbaren Kommentar,
            Der erscheint dort allerdings nur, wenn er eine Antwort auf einen eigenen Kommentar war, sonst nicht. Sprich, Du kannst diesen Kommentar liken (wenn er Dir gefällt); ich kann den Kommentar auf den ich hier antworte aber nicht liken (obwohl er mir gefällt, neue Wörter wie „klixen“ finde ich immer gut), weil der eine Antwort auf den Senegalesenkommentar weiter oben war.

            Und wer weiß wie man die anderen Kommentare da „hinholt“ kann mir vielleicht auch gleich erklären wie Wordpress entscheidet, welcher Kommentar in der Reihenfolge wo erscheint…

          • Aristobulus schreibt:

            … alles scheints unkalkulierbar, manchmal geht was, oft geht dann Anderes nicht, und bisweilen geht es täuschenderweise genauso wie man will, ah!, und dann stürzt alles abbb.

      • Lusru schreibt:

        Nehme sofort meine abstruse Sicht auf etliche Ihrer Kommentare zurück für diesen hier, der mitten ins Schwarze trifft!
        Frau Kässmann hat in der Tat nur den Medien gezeigt, wie man politisch Missliebiges (weil nicht das eigene verkörpernd) „unauffällig“ und personenbezogen bashen kann, beleidigen und zu „non grata“ werden lassen kann – mit Gleichnissen, wie weit sie auch herangeschafft werden mussten
        So sehen wir es wieder:
        Generation Kässmann als selbstgefühlte „Deutungsgeneration“ mit reichlich eingestaubten Alleinnvertretungsanspruch gegen Anderes, voll im Stile der „gutsituierten Mitte“, wie die Kässmanner sie verstehen wollen, nicht begrreifend, dass sie nur ein arg begrenzter Teil der Gesellschaft sind.

        • Aristobulus schreibt:

          Nein. Die Kässmänner geben den Ton an, und zwar sehr laut, sehr bestimmend, sehr flach, sehr gewohnt und sehr bossig. Die Käsmänner besetzen alle relevanten Positionen der Republik. Bereits das Strafrecht wird in die Richtung gedreht, die sie wollen, und das gesellschaftliche Mobbing (gegen „rechts“ und gegen Israel) funktioniert längst nach deren Vorgaben.

          • ceterum censeo schreibt:

            Genau das meinte ich mit meinem unbeholfenen Kommentar an Buurmann.
            Deiner sollte ganz oben stehen und an den Verfasser gerichtet sein. Ehe man für die Göbbels dieser Welt eine Lanze bricht, gibt es dringenderes zu tun.

          • Aristobulus schreibt:

            hat er das denn-?
            Neinnein, Dein Kommentar ist überhaupt nicht unbeholfen, Ceterum. Es scheint bloß, dass jeder Leser in dem Artikel seine eigene Meinung wiederfindet, sofern er will, oder deren Gegenteil, sofern er danach sucht.

            Die Dame Mertens, die hier eine Lüge verbreitet hat, fand ja im Artikel ihre Meinung abgebildet („wie loyal!“), und selbst der L_u.sr*ru, der meist die allerjenseitigsten Meinungen vertritt, war begeistert. Und ich las da, dass der Artikel die Käßmännische verurteilt-. Wo?, hmmm. Ich las das da aber irgendwie.

          • ceterum censeo schreibt:

            Schieben wir’s der Hitze in die Schuhe!
            Bei mir wird das Mana im Glase schal, die Buttercremetorte in Deinem Lieblingscafè ranzig, und die Damen bekommen Wallungen, bei denen ein schattiges Plätzchen eher Linderung verschaffte, als der hiesige Kommentarbereich.

        • Abifiz schreibt:

          Nö!
          Allein*Innenvertretungsanspruch, wenn schon!

      • Aristobulus schreibt:

        Frau Meeertens.
        Da war eine Frage an Sie, und die war Ernst gemeint.
        Wie kommen Sie dazu, diese Lüge breitzutreten?

        • Abifiz schreibt:

          Melde gehorsamst: Ist halt Eigenschaft von Lügen breitgetreten werden zu wollen!

          • Aristobulus schreibt:

            Aber dass die Frau Mertens. Also dass die das!, die tut das ja sonst eher wenig oder nie. Und ihre Schuuuhe jetzt. Also nein, da bekommt man ja Anwandlungen der abgewandten Art.

            -Frau Mertens? Immer noch aushäusig? Sind Sie womöglich eine Billigheimerin, weil Sie hier pathetisch herbeirauschen, mal kurz eine Lüge unterschuhen und sodann unbestimmt verreist zu sein vorziehen?
            Sehr loyal übrigens an/für/zu Ihrem Idol Käßmann.

          • aurorula a. schreibt:

            Frau Mertens? Immer noch aushäusig?
            Scheint ein drive-by-posting gewesen zu sein.

          • Aristobulus schreibt:

            … ja, wirkt ganz schön laufmaschig.

    • klartext77 schreibt:

      Was im vorliegenden Fall für Käßmann spricht: Wer Anstöße geben will, muss Anstoß erregen. Hat sie geschafft. Und richtig ist auch, dass der unzutreffende Eindruck pauschaler Deutschen-Feindlichkeit entsteht, wenn man – wie vielfach geschehen – den einleitenden Bezug zur AfD weg läßt.

      Was gegen Käßmann spricht: Wer austeilt, muss auch einstecken können. Sie sollte nicht so weinerlich sein. Das gilt auch für die leider ziemlich große Schar ihrer Anhänger. Wer mit heftiger Polemik agiert (Nazi-Keule ist da ziemlich ultimativ, wenngleich inzwischen auch arg abgedroschen), muss damit rechnen, heftig angegriffen zu werden. So ist das nun mal im freien Meinungskampf.

      Insgesamt viel Lärm um arg wenig Substanz. Es ist nicht das erste und wird wohl nicht das letzte Mal sein, dass Käßmann und Konsorten sich verrennen.

    • Frase0815 schreibt:

      Zu dem von Frau Mertens zitierten Lügenpresse-Artikel der „Übermedien“ (welch eine Realsatire, dieser Name), hat Alexander Wallasch bereits alles Nötige geschrieben:

      Aber das verrückte Narrenstück geht noch weiter: Denn ausgerechnet gegen den von Frau Käßmann zitierten AfDler Ralph Weber aus dem Facebook hatte die AfD eine Abmahnung erwirkt mit der Begründung, er habe mit seinen Ausführungen die Grundsätze der Partei verletzt. Naheliegend also: Frau Käßmann ebenso wie Übermedien behaupten wahrheitswidrig die Aussagen Webers seien Forderungen der AfD, wie es auch die Landeskirche behauptet hatte. Dass man nun annehmen könnte, es gäbe sicher diverse AfDler, die es gedanklich lieber sehen, wenn hier Kinder geboren würden von deutschen Eltern und Großeltern, steht auf einem ganz anderen Blatt.

      https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/uebermedien-zur-causa-kaessmann-verleumdung-durch-verleumdungsvorwurf/

  7. ceterum censeo schreibt:

    Also es ehrt sie wirklich, Herr Buurmann, daß sie jedem seine Meinung lassen und viele Menschen gegen Angriffe und echte oder vermeintliche Verleumdungen in Schutz nehmen. Ehrenwerter ist nur noch, daß Sie sich auch für jene einsetzen, welche wehrlos sind und keine Lobby haben. Wie Frau Clinton und eben jetzt Frau Margot K.
    Da Walter Hermann nicht mehr unter den Mißverstandenen und Verleumdeten weilt, wäre es vielleicht eine gute Sache, mal Herrn Erdogan oder Herrn Kim unter die Arme zu greifen. Die beiden fallen mir gerade so ein. Sind auch wehrlos und haben keine Medien und Sympathisanten hinter sich. Es gibt viel zu tun!
    http://www.pi-news.net/abgekanzelt/

    • Aristobulus schreibt:

      Wo hat er den die Käsegemannte in Schutz genommen, oder wo könnte er es haben-?, hmm, die ominöse Stelle lässt sich nicht finden 😉

      • ceterum censeo schreibt:

        Schelm!

        • Aristobulus schreibt:

          … da steht ja nun aber doch, Ceterum, dass Gerd Buurmann es doll findet, dass die Käsebemannte den Broder angezeigt hat (oder anzeigen will, oder gesagt hat, dass sie’s können wolle, wenn denn), aber da steht nicht, dass er das doll gut und den Broder doll schlecht finde 😉

          Und über guten Käse find ich auch nichts. Ich find nur eppes über schlechten und immer schlechteren.

  8. holger schreibt:

    @gerd
    „Inquisition 2.0“
    wer im glashaus sitzt sollte sich 2 mal überlegen mit steinen zu werfen.

    ich stimme deiner kritik von luther in bezug auf juden zu.

    allerdings reduzierst du luther immer wieder auf genau dieses thema.
    kannste machen nur dann solltest du das auch bei allen anderen machen und jeden auf sein moralisch fragwürdigsten meinungen reduzieren.
    als bsp wäre da darwin und seine sichtweise zu den „Rassen“
    was hat ghandi zu sklaverei gesagt?
    und um noch mal zu den usa zurückzu schauen.
    deine so hoch geschätzt frau clinton hat verbindungen zum KKK (ein mentor von ihr ist/war im KKK) oder das die demokraten den KKK gegründet haben…
    es könnte endlos so weitergehen (was haben die grünen für ideen zu sex mit kindern gehabt?)
    du ignorierst das alles oder?

    glashaus halt…

    • Aristobulus schreibt:

      … ziemlich dummer Whataboutism resp. Ablenkung vom Thema:
      Es ging hier nicht um die obsolete Clinton oder um den mausetoten Gandhi, sondern just um die fanatische Bessermenschin Käsemann.

  9. Lusru schreibt:

    Noch eins drauf:
    Man kann allerdings die (verbale / gesellschaftliche) Gewalt zur Ausübung inquisitorischer weil undurchsichtiger Zensur im Netz auch anstelle der Gesellschaft (des Staates) den privaten Global-Konzernen an die Backe hängen unter Androhung von Höchststrafen, um so die gesamte heikle eigentliche politische und nicht juristische Problematik der Hassrede (wie bei der heutigen Lutherei) aus dem eigenen (politischen) Verantwortungsbereich verdrängen. Dann wird global sogar noch mit der so erzwungenen Meinungsdurchsiebung privat Geld verdient und die letzte inhaltliche Werte-Kontrolle solcher Durchsiebungen den Monopolen überlassen.
    Was wohl dann WIRD, oder BLEIBT ?

    • Aristobulus schreibt:

      … mal wieder unklarer als unklar, dazu so undurchdringlich umwölkt usf.
      Was raucht der wieder?
      Irgendwer habe da was gemacht, steht da, aber man erfährt nicht, wer wann was warum oder wieso, oder was das mit der bessergemenschten Fanatikübermenschin Käsefrau zu tun haben könnte.

      • aurorula a. schreibt:

        Bessergemenschte Fanatikübermenschin Käsefrau 🙂
        Wäre die Sache nicht so ernst, die Bezeichnung made my Nachmittag 😀

        Was jene Käsefrau hierzu: http://www.thegatewaypundit.com/2017/05/video-peaceful-muslim-beats-crucifix-board-christian-austria/ sagen würde, würde ich gerne hören.
        (persönlich sage ich: gut daß den Kindern nichts passiert ist die das gefilmt haben)

        • Aristobulus schreibt:

          Jeeez-.
          Anstatt sich selber in einem Club totzuclöbben, clubbt er den Jeez to death.
          Dabei hat der’s lang hinter sich 🙂

          • aurorula a. schreibt:

            Würde mich trotzdem interessieren, was die Käsefrau zum symbolischen Angriff auf ihre eigene Religion sagen würde. Entweder sie sagt sie ist kein Mullah und jeder hat das Recht seine Meinung in Wort, BIld, Schrift und Zaunlatte kundzutun – dann muß sie einräumen daß, wäre sie ein Mullah, sie wahrscheinlich nach dem Kopf des Zaunlatters grölen würde. Oder sie erinnert sich an ihr Amt und verurteilt den symbolischen Vandalen direkt, der auf das Zeichen ihres Glaubens einprügelt und alle Christen damit meint.
            Die Verbalgymnastik, die herauskäme wenn sie versucht, weder das eine noch das andere zu tun (was wahrscheinlich ist), die würde ich gerne lesen.

          • Aristobulus schreibt:

            … sie könnte auch sagen, dass der Clöbber den Jeez auch noch auf die rechte Backe schlagen möge, wenn er ihn schon auf die linke.

  10. Lusru schreibt:

    Wenn ein laues Lüftchen, wie z.B. ein Kirchentag oder eine anschliessende öffentliche Diskussion sich gelegt hat, steht noch immer im Raum, auf den Bühnen:
    WAS BLEIBT ?
    Was bleibt, nachdem ich diese wieder mal hervorragend sprachlich wie sachlich und hochpolitisch engagiert gefasste Ausführung vom Gerd Buurmann gelesen habe?
    RECHT hat er.
    Und das sollte nicht nur den diversen Kirchenfürsten sondern auch unserem obersten sogar amtlichen „Rechthaber“, dem Minister für Justiz, als „Erinnerung“ wie ein Handzettel mit gegeben werden, auf dass da ein „glücklicheres Händchen“ als bisher sich Recht verschafft, nicht pubertierend mathematisch naiv sondern erfüllt von Wissen um die Wirkungen in menschlichen Gemeinschaften, die MEINUNGEN als extrem hohes Gut der Demokratie schätzen (wollen).
    Dazu habe ich mal kurz einiges vom Gerd Buurman in „Kurzfassung“ zusammengestellt, wollen sehen, ob das nicht auch einem amtlichen „Rechthaber“ zu Denken geben kann:

    WAS BLEIBT

    Wer alles ausklammert und entfreundet, was ihm nicht gefällt, wird blind für das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht und wird entsetzt aus dem Sessel fallen, wenn bei einer Wahl die Menschen in der geheimen Wahlkabine ihre Meinung in ein definitives Kreuz verwandelt haben. Dann fallen sie aus allem Wolken und sagen, sie hätten all das nicht kommen sehen.

    „Wehret den Anfängen“ brüllen diese gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die Anfänge einer Zukunft, die sie aus ihrer Angst konstruieren. Aus Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung.
    Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag ermöglicht.

    Bei der Verleihung des Böll-Preises sagte Herta Müller einst:

    „Wenn Hassparolen spazieren gehen, dann geht auch irgendwann ein Messer spazieren.“

    Wer mit diesem Satz Meinungen verbieten möchte, muss auch für ein Verbot des Korans plädieren, denn unzählige Terroristen sind mit den Parolen des Korans spazieren gegangen, bevor sie zum Messer griffen.
    Messer gehen jedoch nicht spazieren, weil vorher Parolen spazierten, sondern weil jene, die die Parolen grölen, die Messer bereits in ihren Hosen haben, um sie in genau dem Moment herauszuholen, da sie in der Lage sind, die Parolen der Anderen zum Schweigen zu bringen!

    Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen.

    Das Messer in der Hose eines Mörders verschwindet nicht, wenn ihm der Mund verboten wird!

    Das Problem in der Zeit des Nationalsozialismus war nicht, dass „Der Stürmer“ käuflich zu erwerben war, sondern die Tatsache, dass sich die Nationalsozialisten zunächst die persönliche und später auch die staatliche Gewalt nahmen, andere Meinungen und Zeitungen zu verbieten, die ohne Probleme die Ideologie der NSDAP hätten entlarven können.

    Die Nationalsozialisten nutzen somit nicht die Meinungsfreiheit, um das Messer zu ziehen, sondern sie zogen die Messer, um die Meinungsfreiheit zu attackieren!

    Darum erklärten auch die Nationalsozialisten in ihrem 25-Punkte-Program unter Punkt 23:

    „Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewußte politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung, die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volksleben ausübt und die Schließung von Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoßen.“ <

    Zu spät ist zu spät, bleibt zu spät, das gilt auch für Meinungen, ihre permanente Versteckung schickt irgendwann „die Messer“ auf den Weg
    Dies vielleicht auch für andere „Aktivisten“ zur „freundlichen Erinnerung“, danke Gerd Buurman für diese stringente Konsequenz !

  11. Lusru schreibt:

    Also, Gerd Buurmann, ich habe nicht feststellen können, dass auf diesem Kirchentag auch nur ein einziger Redner die Hassbotschaften, die grossen Jüdensauereien des „grossen Reformators“ (auf denen erhebliche Teile seiner Reformationsbestrebungen BAUEN), seine vielfachen und vielfältigen unmenschlichen Verunglimpfungen mit Anstiftungen zur direkten Gewalt gegen ALLE (!!) Jüden, erwähnt geschweige verurteilt wurden – nein, der Mann wurde sogar mit ungeheurer gelenkter Massenempathie und unter höchster staatlicher Beteiligung und mit aktiver Wahlkampfunterstützung aus dem „befreundeten Ausland“ gefeiert und hochgelobt.
    Sollte Frau Kässmann – die ich mal richtig mochte wegen ihres einstigen Mutes – , der NIEMAND dort ihre verschweigende Meinung dazu verbot, dazu mal eine echte weil offene Reformationsbotschaft zu überbringen haben, soll sie sich künftig wehren wogegen auch immer. Aber mit diesem Rucksack der verschweigenden Jüdenverteufelung auf dem Buckel dürfte es nicht nur schwer sondern äusserst fragwürdig ankommen.
    Ob da wohl mal eine tatsächliche Reformation fällig wäre?

  12. Sophist X schreibt:

    …Margot Käßmann und Henryk Broder kommen, dürfte das wohl die spannendste Performance zum Lutherjahr 2017 sein…

    Ich fürchte, sie überschätzen Käßmann ein wenig. Es wird wohl nicht mal zur peinlichsten und wirresten Performance zum Lutherjahr 2017 reichen.

    • Aristobulus schreibt:

      Es wird die allerverkästeste Antiperformance in nur irgend einem Jahr seit dem Spätherbst 1517 werden, als jemand immerhin einen Käse mit leider dann doch viel Käsepapier an die Tür zur Wittenberger Käsekammer anschlug.

  13. Meinungsfreiheit ist solange unbeschränkt, solange sie ncht zur Gewalt anstiftet und zu Gewalttaten führt.

    • Lusru schreibt:

      Nun, @Hermanitu, und WER entscheidet, WAS Anstiftung ist? WAS Anstiftung zur Gewalt ist? Und wenn Anstiftung zur Gewalt, dann Gewalt gegen wen? Durch wen? Des Staates gegen Beleidiger?

      So naiv wie Sie das hier posaunen, funktioniert Welt nicht. Schlage vor, Sie lesen sich GANZ EINFACH den Text von Gerd Buurmann nochmal richtig und vollständig durch, dort ist das alles bildhaft und gut verständlich erklärt – und finden dann garantiert heraus, dass genau Ihr Denken dazu das falsche ist …

      • Aristobulus schreibt:

        Ah?, da will einer jemanden abkanzeln, weil ihm nicht passt, dass es nun mal Meinungsfreiheit ist, so lange nicht zur Gewalt aufgerufen wird.

        • aranxo schreibt:

          Nun, ich denke, genau bei dieser Grenze der Meinungsfreiheit muss man auch sehr genau mit der Wortwahl sein. Ich gehe mit Ihnen d’accord, wenn ein Aufruf zur Gewalt nicht zur Meinungsfreiheit gehört. @Hermanitu hat aber nicht von „Aufruf“ geredet, sondern von „Anstiften“, was schon mal ein ganzes Stück indirekter ist. Und bei Meinungen, die „zu Gewalt führen“, wird es vollends schwammig. Auf dieser Grundlage müsste man den Koran oder Luthers Schriften sofort verbieten.

          Um das zu verdeutlichen: Ein Aufruf zur Gewalt ist z.B.
          „Polier dem doch mal einer die Fresse!“
          Ein Anstiften, aber noch kein direkter Aufruf ist:
          „Dem müsste mal anständig die Fresse poliert werden!“

          Ich hoffe, man bemerkt den feinen Unterschied. Letzteres dürfte des öfteren auf einschlägigen Seiten (z.B. Facebook) zu lesen sein. Dennoch ist das wohl genau die Grenze, die gerade noch von der Meinungsfreiheit gedeckt sein dürfte. Man hätte auch viel zu tun, wenn man all diese Leute bestrafen wollte.

          IANAL, also alles ohne Gewähr. Das ist nur das, was mir mein Sprachgefühl sagt.

          • Aristobulus schreibt:

            Das mag ja alles so sein, aber der entsprechende Paragraph verknüpft dem Aufruf, die Anstiftung usf. anders mit der Gewalt: „… geeignet ist, um den öffentlichen Frieden zu stören“.
            So sollen Anstiftung, Aufruf usf. kausal fassbar und bestrafbar mit der Gewalt selbst verknüpft werden.
            Aber auch das funktioniert sehr schlecht, denn was ist der öffentliche Frieden?, ab wievielen Gestörten gilt der als gestört?

          • aurorula a. schreibt:

            Vor allem steht da, daß es reicht wenn es nur „geeignet ist“ – nicht erst wenn es das auch tatsächlich nachweislich tut. Letzteres müßte belegt werden, ersteres ist Schwamm.

            Nach der Logik könnte man das kommunistische Manifest, den Koran und die Entstehung der Arten alle drei sofort verbieten und hätte selbst bei der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte noch gute Karten.

          • Aristobulus schreibt:

            … nur müsste dafür der Nachweis erbracht werden (vom Kläger), dass diese Schriften den-öffentlichen-Frieden-faktisch-stören („geeignet sind, um“).
            Tja, der öffentliche Friede war in dem Sinne nichtmal im Sommer 2014 auch nur a bissele gestört, als hunderttausend Mohemmedaner nebst Gutfindern in deutschen Straßen schrieen „Juden ins Gas!“
            Also wenn dann nicht, dann weiß ich auch nicht.

            Vielleicht gibt es sowas wie den öffentlichen Frieden & Störung garnicht.
            Vielleicht steht das nur im Paragraphen, so wie „Katasteramt“ oder „Verböserung“ usf., damit irgendwann irgend ein Gericht aus irgendwelchen Gründen da Urteile wegen des bloßen Leerbegriffs fällen soll, kann, darf oder möchte.
            Nicht, weil da draußen ein reales, beschreibbares, ausgemachtes Ding Namens „Störung des öffentlichen Friedens“ wäre. Sondern bloß, damit Gerichte da was befinden können, oder nein!, eben nix befinden müssen. Wofür sie aber auch zusammenkommen, tagen und bezahlt werden müssen.

          • aurorula a. schreibt:

            Egal ob das mit dem gestörten öffentlichen Frieden oder dem daß der Islam Friede sei zuerst war: das bedingt sich irgendwie gegenseitig. Beides zusammen heißt: nichts ist zu veröffentlichen, das den Islam stören könnte. Abgesehen davon, daß der sowieso gestört ist, dauernd, von allem, egal was wer wie warum: eine ziemlich treffende Beschreibung. Diese beiden Aussagen sind quasi bei der Geburt getrennte Zwillinge.
            Wozu boolsche Algebra alles gut ist.

          • Aristobulus schreibt:

            Nach etwas Rumboolen also neuer §aragraph zum Tage:

            § 13. Der öffentlich gestörte Islam.
            Abs.1. Wer den Islam stört oder öffentlich, und wer dazu geeignet ist, den Islamfrieden zu stören, öffentlich oder klammverheimlicht, wird mit siebzehn Stockhieben bestraft.
            Abs.1.1.
            Wer nicht, der auch, denn ob ist wenn, und keinmal ist einmal.

            Hugh.

  14. Hessenhenker schreibt:

    Was ist mit muslimischen Eltern und Großeltern, die einen deutschen Paß oder eine Doppelstaatsbürgerschaft besitzen?
    Die hat Käßmann ja pauschal mitdiffamiert.
    Ist logisch, oder?

    • Hessenhenker schreibt:

      Ich lauf gleich mal los und kläre im Ramadan die muslimischen Mitbürger darüber auf.
      Oft wissen die ja nicht, wie ihre Eltern und Großeltern auf Kirchentagen beleidigt werden.

      • Aristobulus schreibt:

        Die gelten naturgemäß als die echten Buntmenschen und Inkarnationen aller Wilkommenskultur, und die können ja schon deswegen keine Nazis sein, weil auch Erdogan oder Abbas bekanntlich edle Wilde sind, die gute Börek backen können.

  15. Hessenhenker schreibt:

    Wieso darf sich Mensch*in Käßmann in Deutschland aufhalten,
    meine Verlobte, die noch nie irgendwelche Eltern und Großeltern anderer Leute und deren Enkel pauschal beleidigt hat,
    aber nicht?
    Meine Verlobte hat weder deutsche Eltern noch deutsche Großeltern.
    Kann man sie nicht gegen Käßmann austauschen?

    • Dave schreibt:

      Du willst deine Verlobte gegen Margot Käßmann austauschen? Na hoffentlich liest das deine Verlobte nicht!

  16. Paul schreibt:

    Lieber Gerd,
    zur Frage der Meinungsfreiheit stimme ich Dir zu. Nur das Strafrecht begrenzt die Meinungsfreiheit. Sonst nichts.

    Das gilt auch für Käßmann. Jeder Meinung darf aber widersprochen werden. Broder darf das auch. Der Käßmann wünsche ich viel Erfolg bei einer Klage gegen Broder. Sie wird sich dabei nur „warme Ohren“ holen.

    Du zitierst Käßmann:“Sie fügte hinzu: „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern. Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“

    Das ist doch eine eindeutige Aussage, die nicht missverstanden werden kann. Wenn jemand diese Voraussetzungen erfüllt und etwas sagt, was der Käßmann nicht gefällt, verbreitet braunen Wind.
    Da bin ich fein raus, weil die einen Großeltern nicht Deutsche waren. 🙂 Ist dann der Wind bei mir hellbraun?

    Herzlich, Paul

    PS: Die Verwahrlosung im deutschen Sprachgebrauch greift immer mehr um sich. Wer hat schon zwei(!) Eltern und vier(!) Großeltern? Ich jedenfalls habe nur die einen Eltern und zwei Großeltern.

    • Aristobulus schreibt:

      … mit dem Einwand, dass es keine vier Großeltern gebe, fahren Sie Brodern in die Parade. Selbstverständlich war es im dritten Reich höchst relevant, ob alle vier Großeltern oder nur zwei Großeltern jüdisch gewesen sind.
      Ferner ist das Wort „Eltern“ ein Plural, „der Elter“ gibt es ja nicht. Deswegen meint jemand Vater & Mutter, indem er „beide Eltern“ sagt.

      • ceterum censeo schreibt:

        Mann was bist Du hinterm Mond, Du ewig gestriger Sexist!
        http://www.deutschlandfunk.de/elter-1-und-elter-2.691.de.html?dram:article_id=54614

        • Paul schreibt:

          Lieber cc,
          wenn Du mich meinst, dann fasse ich das als Kompliment auf.

          Vielen Dank auf den Europaschwachsinn. Übrigens, wenn ein Volk, in diesem Fall das deutsche, zerstört werden soll, beginnt man bei der Sprache. Aber die Zerstörung Deutschlands liegt ja voll auf der Linie Merkels. Jedenfalls hat sie bei G7 voll auf Europa gesetzt.

          Herzlich, Paul

          • ceterum censeo schreibt:

            Lieber Paul,
            Du hast vollkommen Recht.
            Meine Antwort galt, wie Du wohl ahnst, Ari, dem ich ein kleines Bonbon zur Weiterbildung in Sachen Untergang des Abendlandes zustecken wollte.
            Dein cc.
            Halt die Ohren steif in der Hauptstadt der Bekloppten und Bescheuerten! Und meide, wenn möglich jene, die Deine Religion beschmutzen wollen, also solche PfaffInnen wie Dröge und die abgehalfterte Alkoholikerin, von der dieser Artikel handelt! Wenn es einen Gott gibt, möchtest Du sicher nicht in deren Nähe sein, wenn ihm der Kragen platzt.

          • Aristobulus schreibt:

            Dabnke für das bitterste Bonbon des Tages, Ceterum. Ah, da muss man ja glatt Stumpen rauchen, damit der Ung’schmack wieder weggeht.

            Und Paul meint mal wieder, dass das deutsche Volk zerstört werde. Komisch, dass das deutsche Volk jedenfalls immer zerstört wird: Als Napoléon kam, wurde es völlig zerstört, mit der Judenbefreiung wurde es dann endgültig zerstört, und mit der Frauenbefreiung am Allerendgültigsten, wobei auch die grässliche Rechtschreibreform von 1997 viel Deutschvernichtungshöll‘, Schwefel und Verderbnis beigetragen hat 😀

          • ceterum censeo schreibt:

            Von Napoleon und Juden schreibt kein Paul was.
            Aber wenn man das Tun der dekadentesten Staaten Europas in den letzten Jahren verfolgt hat, kann man nur von Zerstörungswillen sprechen. (Die schwedischen Sozis haben beispielsweise das Land ihrer dämlichen Wähler mit ANSAGE in eine Hölle verwandelt.)
            Und da Deutschland heute die treibende Kraft dieses Wahnsinns ist, werden wir wohl am Ende die Gearschten sein. Denn leider werden die anderen, vielleicht überlebenden Völker, für den Blutzoll, den sie heute für das bunte Experiment schon entrichten und noch entrichten werden müssen, nicht unseren Politikern, sondern uns allen die Schuld geben.
            Gute Nacht wünscht Euch allen der Optimist vom Dienst,
            Euer cc.

          • Aristobulus schreibt:

            … ja, es begann 1973 mit dem Beschluss der sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien (Pompidou war aber auch dabei), dass die bisherigen Wähler zu spießig und zu faschistisch und überhaupt zu unwillig seien, weswegen man sie mit frischen, lenkbaren und von Traditionen unbeleckten Mohammedanern austauschen müsse, nicht? (Bat’Yeor kennt alle Akten darüber).

            Es begann allerdings nicht mit Sprachverballhornungen. Ach, die. Eine ganz andere Ebene sind die. Jargon halt. Der Elter1 des Broilers.

            -Dir a gutte Nacht, Ceterum

      • Paul schreibt:

        Danke für die Antwort.
        Eltern ist ein Plural. Das sehe ich auch so, weil mit Eltern immer Vater und Mutter gemeint sind. „Beide“ Eltern ist dann doppelt gemoppelt und deshalb falsch. Meint man nur Vater oder Mutter schreibt man auch Elternteil.
        Der Hinweis auf den Sprachgebrauch bei den Nazis als Beweis für 4 Großeltern, kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist das nur der Hinweis auf eine Sprachverwahrlosung bei den Nazis.

        Nicht nachvollziehen kann ich, dass ich damit Broder in die Parade gefahren bin. Er hat nur die Bemerkung der Käßmann thematisiert und den Nebenschauplatz weg gelassen, um nichts zu verwässern. Ich habe es im PS nur als Hinweis erwähnt. Sie haben es zum Hauptthema Ihrer Antwort gemacht. Das ist aber Ihr Problem.

        Paul

        • Aristobulus schreibt:

          Es ist wirklich sehr schön, dass die „Sprachverwahrlosung“ der Nazis Sie so viel stört als die Konsequenzen, die vier reale Großeltern für manche hatten.
          Real wären Sie da vernichtet worden, wenn alle vier Ihrer Großeltern oder nur zwei oder vielleicht einer jüdisch gewesen wäre. Aber egal, es geht bei dieser Sache ja nur etwas Lümmelei von denen, nicht?, um etwas schlechte Sprache.
          Fein, dass die Ihrige soviel besser ist.

    • Couponschneider schreibt:

      Ich bin aber schon der Meinung, dass Broder hier etwas missinterpretiert.
      Wenn man das im Zusammenhang liest, intrepretiert man folgendes: „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern.“ – Unterstellung, dass das die Wunschvorstellung der AfD ist. Der AfD wird unterstellt, sie wäre in der Tradition der NSDAP.

      Broder aber schreibt: „Was will uns Frau Käßmann damit sagen? Vermutlich das: Man wird als Nazi geboren. Alles, was dazu nötig ist, sind zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern.“

      Ich denke, da hat sich Broder vergaloppiert.

      Aber selbst im Kontext ist Käßmanns Äußerung eine unglaubliche Entgleisung. Wie ich schon anmerkte, erinnert mich das an Akif Perinci, dem unterstellt wurde, er wünsche, dass die Flüchtlinge in die alten KZs kommen. Tatsächlich hat Perinci den Pegida-Kritikern unterstellt, sie könnten es kaum erwarten, die alten KZs zu reaktivieren, um dort Pegidianer zu internieren.

      Wer jemanden wegen seiner Äußerung kritisiert, sollte es tun, aber er sollte es richtig tun.

      Ich fand die Missinterpretation im Falle Perinci schon recht erbärmlich. Perincis Aussage ließ eigentlich keine Interpretierungsmöglichkeit zu. Käßmanns Äußerung dagegen schon.

      Broder ist intelligent und ein kleines Schlitzohr. Der ist nicht blöd und schreibt aus dem Bauch heraus irgendwelchen Blödsinn.

      • Aristobulus schreibt:

        Couponschneider, die Käsmännische hat sofort an den zitierten Satz mit den zwei deutschen Eltern und vier Großeltern ihre Bemerkung gehängt, dass da her der braune Wind wehe, nicht?
        Das lässt im Grund nur zwei Interpretationsmöglichkeiten zu: Dass sie es voll nazistisch findet, wenn jemand kein schwedisches Großelternteil hat 😉 , oder nein im Grund nur die eine, dass ihr daran gelegen war, dem Professor Ralph Weber den Nazi reinzuwürgen, und egal wie oder wieso, sie hat es gemacht.
        Warum: Um sich anno 2017 glatt mal als Widerstandskämpferin zu profilieren. Was kost‘?!, na nix.

        Dieses Egal-Wie, diese lächerliche Beliebigkeit hat Broder zum Anlass genommen, um sie streng im Wortsinne beim Wort zu nehmen. Wobei man sie im Grund nicht beim Wort nehmen kann, nicht?, weil das, was sie dem Weberschen da reingeschmiert hat, so erstaunlich dumm und erstaunlich unfundiert und so furchtbar billig ist.
        Übrigens wie bei jeder modischen Nazi-Gleichsetzung.

        Die Absicht zählt.
        Wird Broder sich gesagt haben.
        Woraufhin er sie beim Wort genommen hat.
        Jedoch Käßmann ist nicht Manns genug, die ist bloß Käse, und also steht sie nicht zu ihrer wirklich sehr dämlichen Dummheit, sondern sie nimmt sich so Ernst und so wichtig, dass sie Brodern wegen dessen lèse-majesté verklagen zu wollen ankündigungsgedroht hat.

        P.S.
        Danke für Ihre Erwähnung von Afik Pirincci. So war’s. Das darf man nicht vergessen. Man erwähnt ja immer Akif Pirincci nicht oder viel zu wenig!, obwohl man ihn oft erwähnen muss. Wegen dieser Nazi-Gleichsetzungs-Intrige, die ihn zur Unperson gemacht hat.

        P.Peh .Ess.
        Deniz Yücel erwähnt man auch nicht mehr. Dabei sitzt er noch immer als politischer Gefangener in einem furchtbaren Gefängnis, bloß weil er einen Diktator kritisiert hat.
        Man muss auch Deniz Yücel erwähnen, wenn man schon wen erwähnt.

  17. Pingback: Margot Käßmann – Inquisition 2.0 | psychosputnik

  18. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    „Zudem wurde Margot Käßmann im Internet heftig attackiert, weil sie angeblich erklärt habe, wer zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern habe, schwebe automatisch auf den Wogen eines braunen Windes. Das ist natürlich Quatsch.“

    Es ist nicht nur Quatsch, sondern auch widerlich. Leider ist das absichtliche Missverständnis ein beliebter Bestandteil der heutigen politischen Kultur. Diesmal hat es halt die Käßmann getroffen.
    Schluchz!

    • Hessenhenker schreibt:

      Zitat von Achse des Guten: „Bleibt nur die Hoffnung, dass Gott keine deutschen Vorfahren hat und kein Ebenbild von Frau Käßmann ist.“

      • Aristobulus schreibt:

        … und gut, dass Karel Gott also immerhin Tscheche war/ist/wäre.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Hessenhenker: „Bleibt nur die Hoffnung, dass Gott keine deutschen Vorfahren hat und kein Ebenbild von Frau Käßmann ist.“

        Was spricht dagegen? Letzterenfalls hätte Gott zumindest die Fähigkeit zur Selbstironie.

        • Aristobulus schreibt:

          Wahrscheinlich werden wir nie wissen, jedenfalls nicht genau, ob er vielleicht doch Gründe hatte, als er die Käsemännische erschuf, oder ob er einfach einen Moment nicht aufgepasst hat, oder ob es bloß dem Broder oder den Talibanen zum Gaudium gewesen ist.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „Wahrscheinlich werden wir nie wissen, …, ob er vielleicht doch Gründe hatte, als er die Käsemännische erschuf, oder ob er einfach einen Moment nicht aufgepasst hat, …“

            Vermute mal, dass ER sie, nach anfänglichem Entsetzen, einfach nur verschämt ins Regal gelegt hat. Warum auch nicht? Hatte ER doch genug Deppen erschaffen, die sie kaufen würden.

          • Aristobulus schreibt:

            Aber des wiss’mer wieder nicht :-), oder nicht genau, was leider fast auf’s Selbe hinausläuft.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Hach ja. Hätt‘ er sie nicht in einem geschlossenen Regal erschaffen können-?
            Also manchmal macht er Fehler, doch.

          • Clas Lehmann schreibt:

          • Aristobulus schreibt:

            „… eine Daaame, Clothilde ist ihr Naaame, und g’nauso schaut sie aus“ 😀 😀

            Ach einst waren Regalia die Insignien des Gekaiserten. Was blieb übrig: Ein Stapelsystem für die Ex-Bischöfin Camembertmann.
            Hätte Maria-Theresia sich das träumen lassen?

          • aurorula a. schreibt:

            😀 Mein Vetter ist verschwunden, das Regal blieb stehn 😀

          • Clas Lehmann schreibt:

            Nu ja, Inziegnien der Macht, genauer: der Orrrtnunnnckmachchcht, sind sie ja noch immer, die Regale, um dass Macht sei in der Zicke…

            Basst scho! würde man in Nürnberg exclamativement brummeln.

  19. Eitan Einoch schreibt:

    Was bin ich froh, keine deutschen Eltern und Großeltern zu haben… Deutschsein scheint ein Fluch und eine Bürde zu sein. Bleibt mir bloß weg damit!

    • Aristobulus schreibt:

      Na zdrowie 🙂
      -Jedoch auch mit vier jüdischen und kryptojüdischen Großeltern hat man’s im käßmännischen Sinne nicht leicht, wenn die zugleich alle deutsch gewesen sein sollten, oder wäre es auch nazistisch, wenn einer vier katholisch-deutsche Großeltern gehabt haben würde?
      Ach, Fragen übber Fragen mal wieder.

    • Lusru schreibt:

      Irgendwie gerät dem Einoch hier wohl was durcheinander:
      Deutsch – Staatsbürgerschaft
      Jüdisch – Religion, wie katholisch, evangelisch, muslimisch etc. etc.
      Falls dem Einoch das nit klar ist:
      Es gibt auch deutsche Eltern, die jüdisch sind, oder jüdische Eltern, die deutsche Eltern sind.
      Man kann allerdings auch meinen, das Jüdischsein sei genau so eine Sache wie das Deutschsein – dann sieht das mächtig wie Rassismus aus, als ob Deutsches und Jüdisches wie ein (dann nur rassisches) Erbgut seien, das man ver- rsp. ererben könnte, was spätestens dann sich als Blödsinn offenbart, wenn auch noch behauptet würde, das Polnische sei vererbbar, oder das Katholische, das Protestantische – auch wenn manch ein in der Geschichte zurück Gebliebener das alles gern so hätte ….
      Und nun, wats hat Einoch für Eltern: deutsche Juden nicht, dann wohl polnische?

      • M.S. schreibt:

        @Lusru: Kostümjude „Einoch“ hat nach eigenen Angaben polnische, nichtjüdische Eltern. Warum ein Goj sich einen so explizit „koscheren“ Nick zulegt, entzieht sich meiner Kenntnis, hat m.E. jedoch in jedem Fall ein Geschmäckle.

        • Aristobulus schreibt:

          Was für ein widerlicher Lügenbold: Eitan Einoch hat nie auch nur von ferne behauptet, dass er Jude sei. Sein Pseudonym geht Sie nicht das Geringste an.

        • Kanalratte schreibt:

          Usernamen im Internet sind häufig nichtdeutscher Herkunft. Es gibt Leute die nennen sich „SunnyBoy95“, „LittleCat17“ oder „Mark Twain“ obwohl deren Eltern nicht aus einem englischsprachigen Land kommen. Ziemlich verblüffend, finden Sie nicht?

      • Aristobulus schreibt:

        Was für ein idiotischer Kommentar.
        Das Adjektiv „jüdisch“ bezeichnet die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk, Sie Antisemitchen.

        • M.S. schreibt:

          Lernen Sie lesen, Botulus; Sie haben sich doch gerade bei Thomas ex Gotha hinreichend blamiert. Da steht (Versalien mangels Hinkriegens kursiver oder fetter Schrift), E.E. habe NACH EIGENEN ANGABEN nichtjüdische Eltern. Eben. Ihr hilfreicher Hinweis über die Bedeutung des Adjektivs „jüdisch“ tut wieder mal gar nichts zur Sache, es sei denn, jemand könne nicht sowohl Jude als auch Deutscher/Pole/ you name it sein.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie Fälscher wollten jemandem an den Karren fahren, aus bewährt intriganter Dreckstückigkeit, und nun, da es mal wieder nicht geklappt hat, gießen Sie dies & das hin, um abzulenken, dass Sei erwischt wurden.

            Zehnmal Gesperrter, der sich so bescheuert unentbehrlich wähnt, dass er sich nebst notorischer Verlogenheit immer wieder aufdrängt. Ganz allein isser, ganz hohl, ganz leer. Unfähig zu jedem Dialog, es sei denn, mit den eigenen lachhaften Siebtpseudonymen.

          • aurorula a. schreibt:

            Jedenfalls sind diejenigen (aus dem Buch von Pratchett) seit heute nicht länger allein, die halluzinieren, sie wurden von einem Haggis angegriffen.
            Nun sind Innereien nicht so meins (wegen Haggis) – aber lieber die als eine Krankheit.

          • Aristobulus schreibt:

            Uiuiui. Angreifendes Haggis ist g’fährlisch:

          • aurorula a. schreibt:

            LOL! 😀 :rofl:

          • Frase0815 schreibt:

            Es sei denn, er hat Hörner

  20. klartext77 schreibt:

    Nix Inquisition 2.0: Broder hat korrekt zitiert (s. http://www.achgut.com/artikel/margot_kaessmann_holt_die_nuernberger_gesetze_aus_der_versenkung und https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2017/05/2017_05_26_2). Der linksgrüne Schwachsinn, den Käßmann immer wieder verzapft, richtet sich selbst. Leider wird sie von Politikern und Medien hofiert; „Bild am Sonntag“ beschäftigt sie als Kolumnistin. Kein Wunder, dass so viele Leute den Quatsch bejubeln.

    • Aristobulus schreibt:

      Vor Allem, warum soll Ralph Weber (nein nicht der hiesige mit F 😀 , sondern der Professor mit Peh-Hah) das nicht sagen dürfen, was er gesagt hat? Warum gehört darauf die Nazikeule, und wie beschränkt käßmännisch muss jemand sein, um daraufhin gleich „Hiddler!“ zu schreien?
      Die will eben keine Ahnung von den Nazis oder über die Nazis haben, sonst würde sie nicht so naziverharmlosender- und nazibanalisierenderweise eine Aussage nazikeulen, die freilich kritisiert gehört: Aber nicht so.

    • caruso schreibt:

      Habe gerade die von klartext77 angegebene Artikel gelesen. Broder hat korrekt zitiert und das Zitierte zurecht scharf kritisiert. Broder gehört also nicht zu den Inquisitoren. Was mich
      auch gewundert hätte.
      Frau Käßmann redet leider viel Dummes. Oft ist mein Eindruck, sie redet schneller als sie denkt. Dann wiederum kommt die Frage auf, ob sie überhaupt denkt? Und, obwohl es absolut nicht meine Sache ist: Hat die Evangelisch-Lutherische Kirche in D keinen entsprechenderen Aushängeschild? (Frage: der?,die?, das? Schild? – Bin faul aufzustehen, um im WB nachzuschauen; es ist zu warm hier).
      lg
      caruso

    • Jakob schreibt:

      Broder zitiert richtig, aber unvollständig! Und daher unterstellt er Käßmann etwas, was sie nicht gesagt hat. Sollte sie es so unvollständig gesagt und gemeint haben, wie er es zitiert, würde seine Ausführung allerdings Sinn machen.

      • Aristobulus schreibt:

        Behauptung. WO zitiert Broder unvollständig, und Falls er etwas ausgelassen hat, inwiefern wäre es in der Sache relevant?
        Belegen Sie’s am Text, und lassen Sie die Behauptungen ins Blaue bleiben.

        • Jakob schreibt:

          Zitat im Zusammenhang: „Und weiter: [Frau Käßmann zitiert aus dem Wahlprogramm 2017 der AfD:] „Den demografischen Fehlentwicklungen in Deutschland muss entgegengewirkt werden. Die volkswirtschaftlich nicht tragfähige und konfliktträchtige Masseneinwanderung ist dafür kein geeignetes Mittel. Vielmehr muss mittels einer aktivierenden Familienpolitik eine höhere Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung als mittel- und langfristig einzig tragfähige Lösung erreicht werden.“ Keine Frage mehr, jetzt ist es klar. Frauen sollen Kinder bekommen, wenn sie „biodeutsch“ sind. Das ist eine neue rechte Definition von einheimisch gemäß dem so genannten kleinen Arierparagraphen der Nationalsozialisten: zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern. Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht. So einfach klein und eng können selbst die Neonazis sich die Welt im Jahr 2017 nicht malen.“ (Redetext nach http://www.landeskirche-hannover.de)

          Insofern wird deutlich, dass Frau Käßmann eine Parallele – ob berechtigt oder nicht – zwischen Wahlprogramm der AfD und dem kleinen Arierparagraphen herstellt. Aus dem Kontext wird deutlich, dass das „Da weiß man, woher der braune Wind weht“ sich auf die AfD (und die von ihr nahegelegte Verbindung zum Arierparagraphen) beziehen soll und nicht auf die Tatsache der deutschen Vorfahren, wie Broder das (aus dem Zusammenhang getrennt) interpretiert.

          Vergleiche auch: http://uebermedien.de/16125/afd-broder-und-tichy-verleumden-margot-kaessmann/

          • aurorula a. schreibt:

            ob berechtigt oder nicht

            Wenn sie nur die Stelle hat, die sie hier vorliest, dann nicht. Denn, was steht denn dort?
            Dort steht: die Gesellschaft überaltert. (Anm: Nun gibt es verschiedene Wege, das aufzufangen: über technologischen Fortschritt – wie etwa Japan das mit Erfolg tut – den insbesondere Kirchentagsbesucher aber für des Teufels halten; über eine steuerliche Förderung von Kindern – das funktioniert zum Beispiel für Israel wunderbar – und auszugleichen daß Kinder hier und heute ein Armutsrisiko sind würden besagte Kirchentagler schon eher unterschreiben; und über qualifizierte Zuwanderung. Zwei dieser Möglichkeiten werden weiter erläutert.) Dort steht ferner: ein Ausgleich durch Zuwanderung wurde versucht und funktioniert nicht, da Zuwanderung (Anm: im Nachhinein betrachtet) die Staatskasse be- und nicht wie gehofft entlastet, und zu unvorhergesehenen Konflikten führt. Dort steht also schließlich: Kinder zu fördern ist wohl sinnvoller.
            Kann man machen. Könnte auch von einer etablierten Partei stammen und niemand würde denen einen Strick aus geplanter Familienförderung für die Rentenkasse drehen.

            Jetzt hängt sich die Frau Bischöfin an der Formulierung „der einheimischen Bevölkerung“ auf. Und an dieser Stelle fängt sie an etwas hineinzulesen das einfach nicht dasteht.
            Ein anderes Beispiel für dieselbe Formulierung: Am Gebäude des Bundestags in Berlin (und schon wie ich das bezeichne macht mich ähnlichen rhetorischen Tricks gegenüber offen wie sie die Bischöfin hier erfolgreich versucht) gibt es ein Fries mit der Inschrift: dem deutschen Volke. Zu Zeiten der Wiedervereinigung, als das Parlamentssitz werden sollte, wurde überlegt, wegen aller Implikationen die diese Bezeichnung im Laufe der Geschichte seitdem das Gebäude gebaut wurde angesammelt hat, nicht nur das Gebäude umzubenennen sondern auch dieses Fries irgendwie zu überbauen. Man hat es letztenendes nicht getan, sondern quasi als Gegengewicht ein Kunstprojekt in den Innenhof des Gebäudes gestellt; nicht in Stein gemeißelt sondern in Unkrautbeeten so gewachsen wie es von selbst entstünde, aber in derselben Schrift wie das Fries: der Bevölkerung. Die „Bevölkerung“ sollte im Gegensatz zum „Volke“ alle meinen die hier leben – egal welcher Herkunft, egal wie lange schon. Damals fanden das viele „political correctness gone mad“, die ursprünglich ja genau so wie die Neufassung gemeinte Inschrift an einem historischen Gebäude quasi zeitgerecht zu transkribieren (sie fühlten sich wohl an die Umschrift von Kinderbüchern erinnert). Nun ist das andererseits nichts neues, daß Wörter ihre Bedeutung verschieben und im ursprünglichen Wortsinn durch neue ersetzt werden (man denke nur an die englischen „special“ oder „gay“), auch wenn das öfter bei Euphemismen passiert („Geschäft“ etc.). Die Ablehnung der explizit inkludierenden „Bevölkerung“ war also vielleicht eine Überreaktion.
            Heute, fünfundzwanzig Jahre später, dreht die Bischöfin mit Gewalt etwas an einer Euphemismentretmühle – die garnicht stattgefunden hat! – nur weil es ihr in den Kram passt. Da wird die gehobenere Bezeichnung für „Leute die schon hier leben“ (die man irgendwie ja nennen muß; kein Wunder daß Frau Merkel vor kurzem genau das gesagt hat) – im Gegensatz zu jemandem den man zusätzlich noch einlädt, deswegen steht es da – zum Nazisprech. Einfach nur, um den Vergleich ziehen zu können. Nirgendwo steht über „einheimisch“ (=wohnen hier) hinaus eine irgendwie geartete Beschreibung der Leute – es steht nicht eingeboren, es steht nicht biodeutsch, es steh nicht endemisch; es steht überhaupt nichts außer daß sie zwischen Alpenrand und Dänemark siedeln.

            Der ganze braune Mist der nach dem Zitat folgt ist also auf dem Mist der Bischöfin gewachsen, nirgends sonst.
            (und, pardon, ein Vergleich a la: Stalin hat Zucker gegessen! Jeder der Zucker isst, ist also Stalinist. Beziehungsweise: Die Nazis hatten einen echt kranken Familienkult. Jeder, der Familien fördern will und das Geld dafür aus der Einwanderung nimmt, ist also Nazi.)

          • aurorula a. schreibt:

            P.S: So sieht das Kunstwerk aus:

            (Kunstwerk: de Vries; Foto: Tokhvadze )

          • Aristobulus schreibt:

            Dank, Aurorula 🙂 , und stimmt überhaupt!, die Käsemännische hat es wohl an „Bevölkerung“ aufgehängt. Ich bezweifle jedoch, dass sie es vor sich selbst zugäbe oder rekonstruieren könnte, warum es sie bei welchem Begriff ideologisch gezwiebelt hat. Sie wird zu dumm für sowas sein, vor Allem zu verheuchelt und zu selbstgerecht

          • Aristobulus schreibt:

            Danke Jakob. Sehen Sie: So stimmt’s, es steht alles da: Die Vorlage, und was die Bischgeschöfte draus häkelt.
            Pardon, dass ich zuvor wohl etwas harsch gewesen bin, aber in der Sache wird woanders soviel insinuiert undherumgelogen, darauf wird man ja langsam aber sicher superalgerisch.

          • Aristobulus schreibt:

            Wobei der „braune Wind“ wirklich unmittelbar nach den „Großeltern“ steht: Käßmanns wirre Ideologisiererei, mit einigem Dafürhalten, lässt sich schon so interpretieren, wie Broder es gemacht hat. Glaubhaft widerlegen lässt es sich jedenfalls nicht.

            P.S.
            Rezeptionsgeschichte! Also: Ereignisse selber sagen erst richtig etwas aus, indem man beachtet, wer was darüber geäußert hat. Dadurch werden die Ereignisse rückwirkend bis zur Erkennbarkeit geklärt.
            Was hat Käßmann geäußert ( -> Rezeptiosgeschichte also): Dass sie ein Opfer sei und verleumdet werde.
            Dadurch erklärt sie ja alles. Sie hat NICHTS erklärt, was wie gemeint gewesen sei. Warum nicht: Weil sie es so gemeint hatte. Aber wehe, wenn es einer feststellt, dazu noch ein Juuude wie Broder: Dann ist sie sofort das arme Opfer.
            Käßmann, das arme Naziopfer via Afd 😀 😀

          • Jakob schreibt:

            @Aristobulus: Ich meine, wenn man die Rede von Käßmann im Kontext liest, dann ist schon sehr eindeutig, was sie gemeint hat. Ich glaube in dieser ganzen Debatte kommen wir nur weiter, wenn wir uns wieder die Mühe machen, den anderen verstehen zu wollen – auch wenn er anderer Ansicht oder mir unsympathisch ist. Dann könnte man – wenn man will – sachlich kritisieren, dass Käßmann das Wohlprogramm der AfD mit dem kleinen Arierparagraphen in Verbindung bringt – natürlich mit sachlichen Argumenten. Man könnte sein Bedauern ausdrücken, dass Käßmann sich an dieser Stelle missverständlich ausgedrückt hat. Man könnte evtl. den Stil ihrer Rede zu populistisch gefunden haben etc.
            Ihr aber zu unterstellen, was im Kontext der ganzen Rede ihr eben nicht zu unterstellen ist, zeugt eher von Ignoranz und Selbstgefälligkeit. Das ist kaum eine gute Voraussetzung für menschliches Miteinander – egal ob jüdisch, christlich, muslimisch, humanistisch, atheistisch usw.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie erscheinen eindeutig als sehr voreingenommen pro-Käßmann.

            Sie will glauben machen, der AfDler sei ein Nazi, und dass der Jude Broder habe sie verleumdet.
            -Liegt Ihnen etwas daran, dass jemand, der eine gänzlich unnazistische Meinung äußert!, öffentlich von dieser predigenden, selbstgefälligen Staatskirchenkanzelschwalbe rufmörderischerweise als Nazi bezeichnet wird?
            -Und liegt Ihnen etwas daran, dass Broder mal wieder öffetlich von einer Staatskirchenfunktionärin als Verleumder bezeichnet wird, und wenn ja, warum?

          • aurorula a. schreibt:

            Eine Metadiskussion ( /Diskussion auf der Metaebene / diskutieren übers Diskutieren ) ist aber auch nicht gerade guter Stil, if I may say so.

          • aurorula a. schreibt:

            (sollte zu Jakobs Kommentar – da kam was dazwischen)

          • Jakob schreibt:

            @Aristobulus: Ich weiß jetzt nicht, wie Sie zu dieser Einschätzung über mein Verhältnis zu Frau Käßmann kommen. Ich bin darüber erstaunt. Darf ich es aus meiner Sicht vielleicht so darstellen: Ich bin dafür, dass Menschen, die etwas sagen, sachlich kritisiert werden können, aber nicht diffamiert werden. Gerne kann Broder – wenn er denn möchte – z.B. sachlich darstellen, warum das AfD-Wahlprogramm nicht mit dem kleinen Arierparagraphen in Verbindung gebracht werden kann oder darf. Vielleicht finden sich dafür ja hilfreiche Aussagen im Gesamtkontext des Wahlprogramms. Dann wäre hier Käßmann tatsächlich zu widerlegen und wenn das gelingt, könnte man ihr z.B. Geschmacklosigkeit durch diesen Vergleich vorwerfen etc. – Dass Broder allerdings durch ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat Käßmann eine Meinung unterstellt, die sie garnicht hat, sondern in bereits sinnentstellenden Posts der AfD auftauchen, dagegen protestiere ich hier. Es geht mir hier nicht um eine Verteidigung von Frau Käßmann um jeden Preis, sondern um das jeweilige Verhältnis der Kritiker in dieser Debatte zur Wahrheit und um ihre Aufrichtigkeit in ihrer Argumentation und Wahrheitssuche. Der Tonmitschnitt (sehr zu empfehlen!) ist übrigens neben einer immerhin schon anfänglich hilfreichen Chronologie der Ereignisse und Zitate (mit diversen Quellen) veröffentlicht: http://uebermedien.de/16231/was-margot-kaessmann-wirklich-ueber-die-afd-gesagt-hat/

            @aurorula a.: Da habe ich eine ganz andere Ansicht als Sie. Ich meine es ist gerade wichtig hier und da das eigene Verhalten und den Gesprächs- und Argumentationsverlauf zu reflektieren. Auf einer Suche nach der Wahrheit ist dies unumgänglich. Warum das also kein guter Stil sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.

          • Aristobulus schreibt:

            Ist leider völlig inkohärent, was Sie schreiben: bin dafür, dass Menschen, die etwas sagen, sachlich kritisiert werden können, aber nicht diffamiert werden.“
            Die Käßmann hat ohne Not und Sinn jemanden, der ihr nichts getan hat, als „braunen Wind!“ bezeichnet.
            In einer Predigt.
            Wer diese Widerlichkeit leugnet, der hat ein Problem mit der Wahrheit.

          • Aristobulus schreibt:

            Diese seltsame Seite Ubermedien ist eine GmbH, und ‚Jakob‘ wird dafür bezahlt, um diese Seltsamseite hier zu propagieren.
            Kann man ja machen, denn Geld zu verdienen ist nicht ehrenrührig.
            Diesen Grund jedoch zu verschweigen, aber dafür mit Allgemeinmoral zu wedeln, ach nein, das kommt schlecht an.

          • aurorula a. schreibt:

            Warum das [Metadiskussion] also kein guter Stil sein soll,
            praktischer Grund: Weil es die Diskussion über das eigentliche Thema im Endeffekt beendet.
            zwischenmenschlicher Grund: auf der Metaebene kommen meistens nur noch ich-Botschaften – Totschlagargumente: ichichich (im Gegensatz zu Ihnen) kann überhaupt argumentiertern / weiß worum es hier überhaupt geht / bin ein guter Mensch und zivilisierter Gesprächspartner.

            Sie glauben mir nicht? Dann glauben Sie Ihrer eigenen Reaktion auf diesen meinen Post (der ist selbstdemonstrierend, Metadiskussion, Ich-Botschaft 😈 ).

          • Jakob schreibt:

            @Aristobulus: Inkohärent ist es nicht: Ich habe nicht Broder diffamiert, sondern ihm vorgeworfen, Frau Käßmann eine Aussage zu unterstellen, die sie nicht gemacht hat. Diese meine Kritik haben Sie nicht sachlich widerlegt. Gegen Kritik an Käßmanns Aussage habe ich auch nichts. Sie äußern ja einen wesentlichen Punkt: „Die Käßmann hat ohne Not und Sinn jemanden, der ihr nichts getan hat, als „braunen Wind!“ bezeichnet. – In einer Predigt.“ Wenn Broder sich so geäußert hätte, wäre ihm aus meiner Sicht hier auch nichts vorzuwerfen.
            Leider greifen Sie nun aber selbst zu solchen Mitteln und greifen mich mit Unterstellungen, die jeder Grundlage entbehren, an. Ist das Ihr Umgangsstil?

            @aurorula a.: Das ist natürlich auch eine Methode! 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            Käßmann hat gesagt, dass jeder, der zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern habe, damit zum braunen Wind werde.
            So steht es auf der Seite der Landeskirche Hannover, und so steht es auf Broders Seite.
            Diese Aussage hat Käßmann laut der Seite der Landeskirche Hannover gemacht.
            Sie jedoch behaupten, sie habe sie nicht gemacht.

            Es ist unwahrscheinlich, dass Sie den Sachverhalt nicht begriffen hätten: Dafür äußern Sie sich hier zu explizit und zu suggestiv. Also möchten Sie mit einem Trick dort Verwirrung stiften, wo keine Verwirrung vorliegt, sondern ein Faktum.

          • Jakob schreibt:

            @Aristobulus: Wir drehen uns im Kreis! Ich habe dazu oben bereits alles gesagt. Und davon, dass Sie jetzt Käßmann nochmals falsch zitieren: „Käßmann hat gesagt, dass jeder, der zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern habe, damit zum braunen Wind werde.“ und dafür genau Broder als Quelle angeben, wird die Sache auch nicht besser. Ihre Ideologie wird nur sichtbarer… Sie könnten genau so gut diverse Offizielle der AfD und den AfD-Facebook-Account als Quelle angeben. In der angegebenen Quelle der Landeskirche steht allerdings auch der Kontext. Da könnten Sie – wenn Sie wollten – weiter kommen und bemerken, dass dieses von Ihnen aufgeführte Zitat nur gemacht werden kann, wenn man eine sehr kurze selektive Passage der Rede aus dem Kontext reisst und somit bewusst missverständlich macht und es dann bewusst auch so falsch interpretiert. Aber das habe ich ja schon geschrieben und die Rede im Ganzen scheint also entweder Ihr Sprachverständnis zu überfordern oder Sie wollen sich nicht die Mühe machen. Aber Sie brauchen wohl diese Bühne für Ihre Propaganda und Verleumdungen!? Und die verträgt sich ja schlecht mit gewissenhafter Quellenforschung oder gar Wahrheitssuche.

          • Jakob schreibt:

            Nachtrag: Aururola a. hat oben unter der Überschrift „ob berechtigt oder nicht“ eine aus meiner Sicht sehr sachliche und auch berechtigte Kritik an Käßmann vorgebracht, der ich ja auch nicht widersprochen habe. Dass wie in jeder inhaltlichen Diskussion auch andere Einschätzungen gegeben werden können, steht auf einem anderen Blatt. Aber mindert diese Kritik ja nicht.

          • Aristobulus schreibt:

            „diese Bühne für Ihre Propaganda und Verleumdungen!?“

            Das ist freilich jetzt die Unwahrheit. Haben Sie das nötig? Welches Licht wirft es auf die Käßmannseite in der Landeskirche Hannover, wenn einer, der vorgibt, auf Käßmanns Seite zu stehen, auf diese Weise leugnet, was sie gesagt hat?
            Broders Käßmannzitat ist korrekt, zumal es dem Käßmannzitat auf der Seite der Landeskirche Hannover entspricht.

            Und zumal Käßmann sonst nichts gesagt hat, das den Nazivorwurf an Herrn Weber auf andere Weise begründen würde. Da steht nun mal a) Familienpolitik der AfD, und 2) die vier deutschen Großeltern, weswegen der Herr Weber deswehen „brauner Wind“ sei.
            Das hat sie gesagt.

          • aurorula a. schreibt:

            @ Jakob: Sie diskutieren ja immer noch auf der Metaebene. Ihnen geht es garnicht darum, was ich sage, sondern nur, wie ich das sage. Es geht aber um das Käsezitat; niemand will lesen wie B-Noten an die Diskussionspartner verteilt werden; wer liest wird gelangweilt und wer schreibt wird nicht ernstgenommen.

          • Aristobulus schreibt:

            … zumal der Jakob ja immerfort behauptet, nein, es stehe nicht da und es sei nicht gesagt worden, was jedoch da steht und gesagt worden ist.
            Das behauptet er mit merkwürdig steigendem Druck, nicht? Erst scheinsachlich, dann immer aufgeregter.

            Ich glaub ja wirklich, dass es da nur um diese Seite Ubermedien und ums Promoten geht. Arme Käsemann 😀 , jetzt muss sie sogar als Werbefläche dienen. Hat sie das verdient-?

  21. Michael Sander schreibt:

    Die Aussage von Prof Weber kannte ich nicht. Die Kenntnis dieser Aussage ist aber erforderlich, wenn man das Zitat von Frau Käßmann verstehen will. Im Grund genommen hat sie sich selbst ein Bein gestellt, indem sie diesen Zusammenhang nicht erklärt hat.
    Ihre Aussage, dass die Forderung der AFD nach einer höheren deutschen Geburtenrate einem „Arierparagraphen“ gleichkäme, ist aber ebenfalls sehr problematisch.
    Prof Weber hat für seine Aussage übrigens eine Abmahnung seiner eigenen Partei erhalten.

    • Jakob schreibt:

      Das ging mir genauso: Diese Aussage von Prof. Weber macht die gedankliche Brücke von Familienpolitik der AfD zum „Biodeutschen“ und damit zum „kleinen Arierparagraphen“ besser nachvollziehbar. Indem Käßmann das erläutert hätte, wäre es verständlich geworden. Der Hinweis, dass solche Gedanken, wie die von Prof. Weber in der AfD geäußert werden – auch wenn sie förmlich abgemahnt werden – allerdings auch keine drastischeren Konsequenzen haben! -, hätte sie als Beleg für die Salonfähigkeit solcher Gedanken in der AfD anführen können. – Das wäre gewagt, aber verständlicher für den Hörer.

      • Aristobulus schreibt:

        Sie scheinen ein Gesinnungsschnüffler zu sein, ferner ein Hospitant in Sachen Denunziation. Pardon.
        Wie kommen Sie darauf, die Lüge vom klainen Arierparagraphen zu wiederholen, ao als stamme sie nicht von Käßmann, sondern vom Herrn Weber aus der AfD?
        Der Versuch sei geschickt, denken Sie. Ach, der Versuch ist dumm, weil so überaus schnell erkennbar.

        Mir san Leut‘ zwider, die des tun.

        • aurorula a. schreibt:

          Wenn „das Zitat von Ralph Weber“ die Passage über die „einheimische Bevölkerung“ ist, die oben auftaucht – dann erscheint nichts dem käsigen Satz auch nur entfernt ähnliches in diesem Zitat.

          Die TV-Tropischen machen sich über sowas lustig:

          als Bischöfin sollte man das besser können als die zitierte Englischlehrerin.

        • Jakob schreibt:

          @Aristobulus: Wie komme ich jetzt zu der Ehre, dass Sie unter der Gürtellinie mit persönlichen Angriffen fortsetzen? Und dazu mir jetzt auch absurdes unterstellen?
          Was ich oben schrieb, scheint also für Sie noch immer nicht nachvollziehbar zu sein, merke ich. Oder Sie wollen es nicht verstehen?

          • Aristobulus schreibt:

            Erstaunlich schillernd Ihre unbekümmerte Selbstgerechtigkeit, die Sie zwar jede Andeutung eines persönlichen Angriffs auf Ihre anonyme Person zwar streng ahnden lässt, die Sie jedoch keineswegs daran hindert, eine „gedankliche Brücke von der Familienpolitik der AfD zum kleinen Arierparagraphen“ hinbauen zu wollen.

            Diese modisch verheuchelte, herbeikonstruierte, ganz und gar willkürliche Nazi!-Ruferei und Dämonisierung eines politisch Andersdenkenden (bloß weil er AfD heißt) werde ich nie verstehen.

  22. Ralf Weber schreibt:

    Solche unsinnigen und diffamierenden Äußerungen wie von Frau Käßmann haben nichts mehr mit dem ursprünglich versöhnenden Auftrag von uns Nachfolgern von Jesus zu tun, sondern sind Folge einer einseitigen, ideologischen und demagogischen Vereinnahmung, wie sie jetzt auch erschreckend auf dem Kirchentag in Berlin sichtbar wurde:

    http://the-germanz.de/da-weiss-man-wo-der-braune-wind-wirklich-weht/

    http://www.focus.de/politik/experten/kelle/evangelischer-kirchentag-in-berlin-wo-man-den-pragmatismus-predigt-der-bei-uns-laengst-versagt_id_7180024.html

    http://the-germanz.de/evangelischer-kirchentag-berlin-wo-man-den-pragmatismus-predigt-der-bei-uns-laengst-versagt/

  23. Mike schreibt:

    Wer so austeilt wie die Kässmann, sollte sich nicht als Mimöschen hinstellen. Das wirkt einfach lächerlich. Eine überwiegende Mehrheit von heute lebenden Deutschen einfach aufgrund ihrer Abstammung zu verunglimpfen, ist eine Unanständigkeit, weil sie keine anderen Kriterien genannt hat. Es ist nicht Inquisition, darauf schlicht hinzuweisen, sondern verdienstvoll von Broder. Im Zusammenhang damit ihre besoffene Autofahrt aufzuwärmen, wäre dann unangemessen, wenn es sich nicht die Richterpose wäre, die ihr seitdem nicht mehr so gut steht und die das eindeutig legitimiert. Schließlich will man ja auch wissen, wer so etwas sagt und warum sie so wenig Demut gelernt hat, weil man ihr so schnell verziehen hat. Ich auch. In zahlreichen Threads. Weil ich die Richter von damals gern an ihre eigenen unentdeckt gebliebenen besoffenen Autofahrten erinnern musste.
    Aber diese Richterpose eines wohlfeilen Rundumschlages, mit der sie viele in Generalverdacht genommen hat, die alle Großeltern deutscher Nationalität hatten und im Traum nicht mit Nazi Ideen sympathisieren würden und denen Antisemitismus und Antiisraelismus ein Graus sind, ist eine Ungeheuerlichkeit. Es ist erfreulich, dass sie wenigstens einer für diesen Versuch, billigen Beifall zu bekommen, bei den Hammelbeinen kriegt. Meine Prognose: Die wird nicht klagen. Wetten?
    Und es reute mich, dass ich sie seinerzeit verteidigt habe.

    • Aristobulus schreibt:

      🙂
      Wetten, Mike, dass Broder gern dem Brief vom Gericht entgegen sieht, indem stehen wird, dass die Käßmännische ihn angezeigt hat?
      Und wenn er nicht eintrifft, der geharnischte Brief, wird Broder gern öffentlich daran erinnern, dass und wie die Käßgemannte sich in der Drohung mit einer Anzeige gefallen hat.
      Nein, sich gefallen haben wird.

  24. Aristobulus schreibt:

    Die Hall sagte quasi mit Voltaire: „I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.“
    „I will defend to the death“ ist eine ungleich bessere Formulierung als „ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass“, nicht? Weil der Bezug von „death“ spannend ungeklärt bleibt: Es könnte sich auch auf denjenigen mit der abweichenden Meinung beziehen.
    Jedenfalls besitz der Satz auf Englisch noch voltairesche Mehrstimmigkeit.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Ari: “ „I will defend to the death“ ist eine ungleich bessere Formulierung als „ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass“, nicht?“

      Es ist nicht nur eine ungleich bessere, sondern auch eine ungleich ehrlichere Formulierung.
      Rund um den Erdball werden Menschenrechte verletzt. Wer also sein „Leben dafür einsetzen“ will, dass andere ihre Meinung äußern dürfen, macht sich doch lächerlich, wenn er nicht zügig ein Flugzeug nimmt, dass ihn in eines der betreffenden Länder bringt, wo er sein Leben für die Meinungsfreiheit einsetzen kann.
      Am Geld kann es kaum liegen, da die Kosten für den Rückflug entfielen.

      • Aristobulus schreibt:

        … ach möge sich die Käsemännische doch möglichst zügig in eine Zeitmaschine setzen, um da hin zu reisen, wo sie echte Nazis braunwinden kann.
        Die AfD… jemineh. Die ist streckenweise etwas komisch und allermeist bloß konservativ, aber nazi?, nimmermehr. Trotz Höcke. Der ist deutschnational & marginal.

        Was sagt die Käsedame jedoch zum totalitären Angriff des Islams (wieder überall Anschläge!, ein Kind wurde vorgestern mit Sprensätzen bestückt, die ferngesteuert gezündet wurden, und in den Kliniken von Manchester ächzen noch immer die Verwundeten, und hierzulande haben Islamiker gestern einen Kurden auf allahu-achbarische Weise umgebracht, der im Ramadan am Tag geraucht hat) : Nichts und wieder mal nichts.
        Hingegen sie wollte „mit den Taliban beten“.

        • aurorula a. schreibt:

          Mehrere Kinder wurden an Sprengfallen gefesselt. Widerlich! Genauso widerlich wie die Eisdiele letzte Woche, die extra deswegen gesprengt wurde um möglichst viele Kinder zu ermorden.

          Hat die Käsefrau eigentlich jemals dazugesagt, zu wem sie zusammen mit den Taliban beten wollte?

          • Aristobulus schreibt:

            Na zu denen höchstwahrscheins‘, die gestern in London wieder ein paar umgebracht haben. Oder mit denen, weil für die („Täter haben auch Rechte!!“)

            Es wird sich schon irgend eine despotische Großillusion finden, derdiedas solche Gebete annimmt, mit den Brauen wedelt und es wieder rumssen lässt.

          • Frase0815 schreibt:

            Wie sagt Douglas Murray? They blow us up, we sing ‘Imagine’

          • Aristobulus schreibt:

            … überhaupt Douglas Murray, Frase. Warum kennt man den so wenig?, der ist sehr geistreich, gebildet und immer mitten auf den Punkt, besser als Yiannopoulos.

          • Frase0815 schreibt:

            Wie wahr, er ist der distinguierte Gegenentwurf zu Milo. Beide aber sagen das, was gesagt werden muss.

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