Der öffentlich-rechtliche Türöffner

Den öffentlich-rechtlichen Sendern wird nicht gefallen, was in diesem Artikel steht. Manch ein Mitarbeiter wird vermutlich sogar empört ausrufen: „Ich kein Antisemit!“ Natürlich nicht! Die wenigsten Menschen sagen: „Ich bin Antisemit!“ Man muss aber kein erklärter Antisemit sein, um judenfeindliche Positionen zu stärken. Ein wenig Doppelmoral und eine Prise schlechtes Gewissen reichen schon aus, um gemischt mit einer gehörigen Portion Überzeugung, objektiv zu sein, dem Antisemitismus die Tür einen Spalt weit zu öffnen.

Der WDR hat den Film „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner produziert und arte angeboten. Arte weigert sich jedoch den Film auszustrahlen und sendete lieber einen Bericht, der radikal und einseitig Israel kritisierte. Da arte sich weigert, diese Dokumentation zu senden, kommen nun Forderungen auf, dass der WDR den Film zeigt. Der WDR erklärt jedoch:

„Solchen Aufforderungen können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachkommen. Zunächst einmal liegen die Ausstrahlungsrechte gegenwärtig exklusiv bei ARTE. Außerdem haben wir den Film nach der Ablehnung durch ARTE einer erneuten Sichtung unterzogen und haben handwerkliche Bedenken. Wir prüfen derzeit intensiv, ob die Dokumentation den journalistischen Standards und Programmgrundsätzen des WDR entspricht. So enthält der Film zahlreiche Ungenauigkeiten und Tatsachenbehauptungen, bei denen wir die Beleglage zunächst nachvollziehen müssen.“

Na, das ist ja mal interessant. Eine ganze Reihe international anerkannter Historiker, Politikwissenschaftler und Antisemitismusexperten wie Prof. Michael Wolffsohn, Götz Aly, Ahmad Mansour, Samuel Schirmbeck und Prof. Monika-Schwarz-Friesel loben die Dokumentation. Prof. Michael Wolffsohn bezeichnet sie als „meisterhaft“, Ahmad Mansour als „großartig und überfällig“ und Götz Aly als „beachtliche und außerordentlich facettenreiche journalistische Leistung.“ Der WDR aber hat handwerkliche Bedenken und will erst mal prüfen und nachvollziehen.

Im Grunde ist gegen eine strenge Prüfung von Fakten gar nichts einzuwenden, gäbe es bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht eine lange Geschichte von ungeprüften Aussagen und Berichten gegen Israel, die sich nach der Ausstrahlung als Lügen herausstellten. Anfang Juli 2016 zum Beispiel behauptete das Magazin ZDF heute+, jüdische Kinder in Israel würden in Schulen dazu erzogen, Palästinenser zu töten. Nachdem Tapfer im Nirgendwo diese Lüge thematisierte hatte, änderte das ZDF seine Behauptung und entschuldigte sich.

Am 14. August 2016 sendete die ARD einen Bericht von Markus Rosch, der mehr aus Propaganda denn aus Fakten bestand. Die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier (SPD) warf daraufhin der ARD vor, mit dem Bericht zu lügen. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist (CDU) sprach sogar davon, die ARD verbreite Propaganda. Tatsächlich war der Film voller handwerklicher Fehler. Die Zahlen des Experten hielten einer genaueren Prüfung nicht stand und nicht mal der Name des Experten war von der ARD richtig wiedergegeben. In einer öffentlichen Stellungnahme räumte die ARD später Versäumnisse ein und drückte ihr Bedauern aus.

In einem anderen Bericht unter dem Titel „Gaza im Winter“ durfte Markus Rosch behaupten, in Gaza Stadt lebten über 100.000 Menschen auf 12 Quadratmetern. Auch diese Zahl war nachweislich falsch!

Kurz vor der Wahl in der Niederlanden am 15. März 2017 sendete der WDR einen alten Bericht aus dem Jahr 2011 über Geert Wilders, in dem Juden ausschließlich als Fanatiker und Gefahr präsentiert wurden. Schon im Jahr 2011 waren dieser Dokumentation zahlreiche handwerkliche Fehler nachgewiesen worden, aber der WDR sendete den Film dennoch über fünf Jahre später wieder.

Dies sind nur ein paar Beispiele. In dem Artikel „Ich klage an!“ habe ich eine lange Liste journalistischer Fehlleistungen dokumentiert. Heute schreibt der WDR als Begründung für seine Weigerung den Film „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner zu zeigen:

„Wir bedauern, dass die redaktionelle Abnahme im WDR offenbar nicht den üblichen in unserem Haus geltenden Standards genügte. Wir arbeiten das derzeit intern auf. Dabei geht uns Sorgfalt vor Schnelligkeit – ungeachtet der aktuellen öffentlichen Diskussion über einen nicht ausgestrahlten Film. Selbstverständlich haben wir ein großes Interesse, die Dokumentation zu veröffentlichen, sofern die darin getroffenen Behauptungen und Informationen belegt und journalistisch sorgfältig geprüft sind.“

Sehr geehrte Damen und Herren vom WDR,

natürlich sind sie keine Antisemiten. Ich muss jedoch feststellen, dass sie in der Vergangenheit schon oft schlampige Reportagen, die Israel kritisieren und voller handwerklicher Fehler waren, in aller Schnelligkeit gesendet haben, nun aber ganz sorgfältig einen Bericht prüfen, der genau diese Schlampigkeit im Umgang mit Israel kritisiert. Teil der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner ist es nämlich zu zeigen, dass Judenhass in Europa von genau den Menschen in gefördert wird, die schlampig, ungenau und einseitig über Israel berichten.

Die Dokumentation zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten in Europa gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Die Dokumentation zeigt ferner, wie dieser Hass in die arabische Welt exportiert wurde und dann nach Europa zurückkehrte und zwar in Form einer brutalen und durch europäische Organisationen finanzierten Kritik an Israel, die sogar vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Ein französischer Jude wird in der Dokumentation mit diesen Worten zitiert:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Die Leute, die diesen Menschen den Hass eingeredet haben, sind Menschen aus Europa, Christen von „Brot für die Welt“ und „Misereor“, linke und rechte Aktivisten, Politiker der Europäischen Union, aber auch Journalisten und Redakteure der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.

Sehr geehrte Damen und Herren vom WDR,

Kann es sein, dass Sie die Dokumentation deshalb so streng prüfen, weil diesmal Sie von der Kritik betroffen sind? Wenn dem so ist und ich sehe keine Anhaltspunkte, daran zu zweifeln, dann sind Sie nicht objektiv, sondern das genaue Gegenteil von objektiv: Sie sind befangen!

Überprüfen Sie ruhig ganz kritisch und ganz sorgfältig und ganz langsam die Dokumentation, die auch Ihre Arbeit kritisiert, ich kann Ihnen versprechen, dass Tapfer im Nirgendwo Sie nicht vergessen wird. Sie werden sich rechtfertigen müssen. Ich bleibe dran!

Ich verrate Ihnen aber gerne jetzt schon, was passieren wird: Sie werden der Dokumentation keinen Fehler nachweisen, der so groß ist, wie die zahlreichen Fehler, die von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in israelkritischen Dokumentationen derart nachweislich gemacht wurden, dass sich die Verantwortlichen dafür später rechtfertigen und um Entschuldigung bitten mussten. Darum sage ich Ihnen:

Wer Lügen über Israel verbreitet, aber ein Bericht über Antisemitismus einer journalistischen Sonderbehandlung unterzieht, der veruntreut in gewissem Sinne die Rundfunkgebühren und öffnet dem Judenhass die Tür genau den Spalt breit, den der Hass braucht, um in deutsche Wohnzimmer zu gelangen.

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

98 Antworten zu Der öffentlich-rechtliche Türöffner

  1. Passant schreibt:

    Zwei interessante Zitate:
    1. A Post request to interview Tom Buhrow, the head of WDR in Cologne, who receives a salary of more than $335,000 a year from taxpayer funds, was not returned.

    http://www.jpost.com/BDS-THREAT/Franco-German-TV-outlet-snubs-German-Jews-pleas-to-air-film-on-antisemitism-496581

    Author, actor and director Gerd Buurmann also believes that the WDRs allegation against Schröder and Hafner’s documentary are cynical, given the “German public TV network’s long history of broadcasting uncorroborated anti-Israeli statements that later on were exposed as lies.”
    On his blog, Buurman published a long list of anti-Israeli rumors that were disseminated by the public TV networks. He believes that, in fact, WDR and Arte are withholding the film because its findings are “inconvenient.” The documentary raises the idea that Europeans and especially their social elites incite anti-Semitism among Muslims. This is an allegation, Buurmann says, people at WDR and Arte don’t want to face.

    http://www.timesofisrael.com/european-tv-stations-shun-the-anti-semitism-documentary-they-commissioned/

    Ich hoffe sehr, dass der Widerstand genügend an Fahrt gewinnen kann, um nach der kaum mehr vermeidbaren Ausstrahlung der Dokumentation auch zwei sehr wichtige Fragen zu diskutieren: Das europäische (Steuer)Geld, das in Strömen direkt und indirekt für die Zerstörung Israels fließt und ö-r Rundfunk in Deutschland, samt Konzept, Auftrag, Finanzierung und allem, was nun für alle ganz sichtbar daraus geworden ist.

    Als erfahrener Pessimist verspreche ich mir keine revolutionären Erfolge. Trotzdem, gutta cavat lapidem…

    • Aristobulus schreibt:

      … sehr gut möglich, dass die Debatte um den verhinderten Film mittlerweile mehr Leute erreicht hat, als der Film selbst, wenn er gesendet worden wäre.
      Besonders die überall in Varianten wiederholte Feststellung, dass der Film für die Staatssender zu wenig ‚israelkritisch‘ und deshalb weggesperrt worden ist, erreicht sehr viele.
      Das ist doch schon mal was!

      • Passant schreibt:

        „… sehr gut möglich, dass die Debatte um den verhinderten Film mittlerweile mehr Leute erreicht hat, als der Film selbst, wenn er gesendet worden wäre.“

        https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

      • aurorula a. schreibt:

        * lol! *
        Inzwischen schon, ja. Als Ari das vor Tagen schonmal vorgeschlagen hat mit dem Streusalz-Effekt habe ich ja noch gesagt nö… sorry dafür. 😦

        Man sollte das arte-Logo in eine brennende Ente ändern.
        (Die Ente am Lagerfeuer war eines der berühmten Bilder die Fäzesbuck zu unrecht gesperrt hat, weil irgendein Algoritmus meinte die Ente brennt – per Streiand-Effekt war diese Ente dann überall. Und die gute, altehrwürdige Zeitungsente gibt es ja auch noch.)

        • Hessenhenker schreibt:

          Hinterher wird irgendein Nazi sagen, da steckten doch die Juden dahinter, daß das nicht gesendet wurde.
          Um heimtückisch den schlimmen Effekt auszulösen.

          • Aristobulus schreibt:

            Allerhöchstwahrscheiniglichst wohl ja doch dieses.
            Zumal die französische Wikipedische einen auf die Schreibweise „Alain Le Disorder“ umleiten will, wenn man jedoch nach „Alain Le Diberder“ sucht.
            Der Jud‘ jedochement ist la Macht de la Disorder!, das weiß ja jeder Links- und Rechtsnazi.

  2. klartext77 schreibt:

    Unterdrückte Dokumentation über den Hass gegen Juden: Keine Haltung. Dafür eine redaktionelle Linie http://www.achgut.com/artikel/keine_haltung._dafuer_eine_redaktionelle_linie

  3. klartext77 schreibt:

    „Vorauseilender Gehorsam gegenüber dem islamistischen Terror“ | Streit um Antisemitismus-Doku: Zensur bei Arte? http://www.tagesspiegel.de/medien/streit-um-antisemitismus-doku-zensur-bei-arte/19907424.html
    +
    Unterdrückter Film über den Hass gegen Juden: Bei arte sind die Teufel los http://www.achgut.com/artikel/bei_arte_sind_die_teufel_los

  4. taurus1953 schreibt:

    Unterdrückter Film über den Hass gegen Juden: Bei arte sind die Teufel los
    http://www.achgut.com/artikel/bei_arte_sind_die_teufel_los

  5. Luba Dessiatova schreibt:

    Diese Verhalten der Öffentlich-rechtlichen gegenüber filmografischen Aufdeckung der Antisemitischen Vorfällen ist nur Spitze von Eisberg an Vertuschung/ Verweigerung wahrheitsgemässen Berichtserstattung. ich, Luba Dessiatova, judischer Kontingentflüchtling in Köln, überreichte Wdr/Ard seit dezember 2016 Berichte mit seitenlangen Protokollen der Mobbing/Gewaltanwendungen gegenüber mir und meinem 6-jährigen Kind an öffentlichen Grundschulen Gilbachstr./ Dagobertstr. Verbot Jüdischen essens in OGS, Betrug bei Schulplatzvergaben, Nötigungen zur Schulmesse, ST, Martins Verehrung, 4Wöchigen Adventsbräuchen, Vorenthalten der Stundenpläne/Schulbücher, blutige Körperverletzung, vollbewaffneter Polizeihetzjagd auf Mama mit Kind wegen Beschwerde über unbefugte ÜBERGRIFFE/Zwangskontakte der OGS-Betreuuer zur Schülerin ohne OGS-Vertrag ect.. Sender hüllen sich in Schweigen. Auch Kardinal Woelki, OB Recker, Die Linke, Die Grüne, SPD, CDU, Landtag,Schulministerin, Bezirksregierung.. Bleiben in Sachen Abstellen Antisemitischen Gewalt völlig untätig. Schulamt übertiet mich als Mutter mit Strafen/Drohungen, verweigert , anders als im Falle des Jungen in Berlin(Judenmobbing) den Schulwechsel. Morgen werden wir unsere hochgradig traumatisierte Kleine erneut, genötigt duch Schulpflicht , um 8.20uhr, in Dagobertstr. 79, Gewalt ausliefern müssen. Bitte, liebe Schuleltern, wenn ihr das liest- helft wenigstens ihr dem Kind!! Mutter darf, wegen Aufdeckung der Gewalt mit Hausverbot traktiert, in die Schule nicht rein.

  6. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  7. ceterum censeo schreibt:

    „…der veruntreut in gewissem Sinne die Rundfunkgebühren…“
    Rundfunkgebühren sind vergleichbar mit der Beute eines Raubüberfalls, wobei der Staat der Räuber ist und das Opfer noch nicht einmal die Polizei rufen kann, welche dem Räuber sogar noch hilft. Rundfunkgebühren kann man daher nicht veruntreuen. Sie sind Unrecht und gehören abgeschafft.
    Es gibt sogar eine Partei, die das will.

    • Nordland schreibt:

      Hier bin mal ausnahmsweise anderer Meinung als du. Rundfunkgebühren sind eine gute Sache. Oder besser: wären.

      Wir brauchen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, damit es nicht nur Sender gibt, hinter denen riesige Medienkonzerne stecken. Und damit wir unabhängige Berichterstattung haben. Allerdings fehlen derzeit zumindest zwei Rahmenbedingungen:

      Zum einen geht es um die Besetzung der Rundfunkräte. Nur die üblichen Verdächtigen sind darin vertreten, wie Kirchen, Gewerkschaften, neuerdings natürlich vermehrt auch Migrantenvertreter. Was ist mit Humanisten? Was ist mit Personen, die nicht dem Glauben an die Integration nachhängen, sondern dem Wunsch nach Erhalt und Stärkung der eigenen Identität?

      Zum anderen fehlt die Unterscheidung zwischen Bericht und Kommentar. Entgegen Hajo Friedrichs berechtigtem Ausspruch (leicht verändert: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“) wird dem Zuschauer heute gleich mitgeliefert, was gut ist und wie er sich zu verhalten habe. Dabei soll der Rundfunk primär dazu dienen, zu informieren. Die Wertung trifft der gut informierte Bürger dann selber. Stattdessen werden Unwahrheiten verbreitet, wie etwa, dass es ein Fachkräftemangel gebe oder dass man Zuwanderung gegen den demografischen Wandel bräuchte. Die EU wird als Heilsbringer dargestellt und Angstkampagnen vor einem Auseinanderbrechen der EU lanciert. Fehlentwicklungen infolge der offenen Grenzen und der gescheiterten Integration werden unter den Teppich gekehrt.

      Die aktuelle Arte/WDR-Geschichte ist ein Ausdruck davon. Berichtet wird zwar in der Doku offenbar die Wahrheit. Die Wahrheit ist aber nicht „gut“, denn gut ist nur das, wo Migranten und der Islam gut bei wegkommen.

      • Aristobulus schreibt:

        Der Fehler liegt schon in der ersten Annahme begründet: „Wir brauchen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, damit es nicht nur Sender gibt, hinter denen riesige Medienkonzerne stecken“, aus der sich dieser Fehler über die folgenden Annahmen fortzieht.
        Denn: Der Staatsrundfunk ist nämlich der riesigst vorstellbare Medienkonzern überhaupt. Ferner gerät er duch seine unauflösbare Vermischung mit der Regierung um so riesiger.

        • Nordland schreibt:

          Politik bedeutet immer Verleihung von Macht auf Zeit. Es kann keinen Sender geben, in dem niemand das Sagen hat. Aber es braucht dann eben geeignete Kontrollinstanzen.

          Die – zweifelsohne sehr kritisch zu bewertenden – Fehlentwicklungen der letzten Jahre sollten nicht dazu führen, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Lieber brauchen wir Reformen. Der ö-r Rundfunk muss seinem Informationsauftrag wieder nachkommen.

          Doch wer weiter Union oder FDP wählt, braucht sich am Ende nicht zu beschweren, wenn der Reformprozess ausbleibt.

          • Aristobulus schreibt:

            … Sie haben den Hinweis „unauflösbare Vermischung mit der Regierung“ überlesen?
            So bald sich eine Firma mit der Staatsverwaltung oder mit der Regierung vermischt, steht da glerich ein unangreifbarer Staatskonzern, der niemandem mehr Rechenschaft schuldig ist. Sowas geht immer schief.

            Wie schief das aktuell geht, sieht man daran, wie extrem tief dieser Staats-TV-konzern reicht: Bis in jeden einzelnen deutschen Haushalt. Jeder einzelne deutsche Haushalt wird gezwungen, monatlich siebzehnfuffzich an den Staatsmeinungskonzern zu überweisen. Niemandem ist er dabei Rechenschaft schuldig!, am Wenigsten diesen Haushalten, denn die sind keine Kunden, sondern Untertanen.
            Wer den Zwangsbetrag nicht zahlt, bekommt sofort Strafgebühren mit Gefängnisdrohung nicht von einem ignorierbaren Abmahnungs-Winkeladvokaten, nö, sondern vom Staat höchstpersönlich.

            Sowas darf es nicht geben.

          • Nordland schreibt:

            Dann wird der Rundfunk demnächst eben steuerfinanziert. Und? Was ändert das?

            Der Fehler ist, dass man im Prinzip alles über Steuern finanziert, nur den Rundfunkbeitrag nicht. Den muss man per Hand überweisen. Der enttäuschte Bürger meint deswegen, ein Machtinstrument in der Hand zu haben.

            Der Fehler liegt nicht in den Siebzehnfuffzich. Der Fehler liegt in der systemtreuen Berichterstattung. Und in der Dummheit der Zuschauer. Diese fliegen doch jetzt schon wieder auf Merkel, weil angeblich keine Flüchtlinge mehr kommen. Dabei sind es weiterhin hunderttausende.

          • Aristobulus schreibt:

            … nein encore une fois 🙂 , es ist doch ganz einfach: Der Fehler ist das Konzept des Staatsrundfunks selbst.
            Lincoln-republikanisch formuliert: Der Staat hat keine Staatskonzerne zu betreiben, so wenig wie er Staatskirchen zu betreiben hat.
            Zu apodiktisch gesagt?
            Gut, dann messen wir einfach das Resultat, so bald der Staat etwa staatliche Firmen, staatliche Banken und staatliche Sender betreibt: Schleichende Staatskorruption sozialistischer Art.

          • Nordland schreibt:

            Der Staat sollte ja auch Schulen betreiben. Oder Universitäten. Oder die Bundeswehr.

            Warum? Es darf hierbei nicht nur um Gewinnerzielung gehen, sondern um übergeordnete Aufgaben: Bildung, Sicherheit, oder Erfüllung des Informationsbedürfnisses der Bürger.

            Der Fehler liegt also gerade nicht in der Grundentscheidung. Nur kann es passieren, dass die Schulen für Verbreitung von Bullshit missbraucht werden. Oder dass in den Hochschulen Kritiker unterdrückt werden. Oder dass die Armee für das falsche genutzt wird.

            Das muss man eben verhindern. Die Aufgabenerledigung aber ins Private zu verlagern, ist die denkbar schlechteste Variante. Was würde sich denn ändern? Die Hetze eines Herrn Augstein oder eines Herrn Prantl wäre dann in Radio und Fernsehen zu hören. Dazu wäre sie jeglicher parlamentarischer Kontrolle entzogen.

            Leider sind deine Argumente schlicht nicht überzeugend genug, dabei kommt es nicht darauf an, wie viele Male du sie vorbringst.

          • Aristobulus schreibt:

            … man sollte diese Dinge nicht alle zusammenwerfen. Nur indem man sie trennt, lassen sie sich unterscheiden.
            Der Verteidigungsminister wird vom Parlament kontrolliert, nicht?, also entscheidet (theoretisch) das Parlament, wo die Armée eingreift. Analog beim Kultusminister.

            -Prantl und Augstein. Worin bitte soll der Unterschied zum Manipulationismus des Staatsfernsehens liegen? Inhaltlich besteht kein Unterschied. Es ist haargenau der selbe Mist.

  8. Couponschneider schreibt:

    Hier ist wieder Futter für die TIM-Leserschaft: https://de.yahoo.com/nachrichten/das-ist-der-wahre-islam-121343859.html

    Ich komme mir langsam vor wie in der DDR. Im täglichen Leben stand man in langen Schlangen und vor leeren Regalen, aber in der in der Aktuellen Kamera wurde ein neuer Produktionsrekord nach dem anderen gefeiert.

    Hätte die Frau auf dem Bild kein Kopftuch, sondern wäre vielleicht eine Atheistin, eine Christin oder Jüdin, dann würde man doch gar Aufhebens drum machen, weil es eine normale menschliche Regung ist, die die Frau unterm Kopftuch zeigt. Aber wo sind die atheistischen, christlichen und jüdischen Terroristen, die uns seit Jahren bedrohen?

    So wie es der Beiträge in der Aktuellen Kamera hätte es nicht bedurft hätte, wenn die DDR tatsächlich so produktiv gewesen wäre, so gäbe es diesen Facebook-Beitrag eines Users nicht, wenn der Islam und die islamische Glaubensgemeinschaft keine Probleme hätten. In Anwandlung eines Zitates Bertold Brechts: Traurig die Religion, die solche Helden nötig hat.

    • Aristobulus schreibt:

      Also dann mal Folgendes, bloß zum Abgleich: Ein aktueller Artikel aus ähm Jeezhoo.com über den Terrorismus des CS (der bekanntlich behauptet, der wolle das vatikanische Christentum über die ganze Welt ausbreiten), der jedoch überhaupt nichts mit dem Christentum zu tum hat.

      „Das ist das wahre Christentum“
      Auch so kann das Christentum aussehen: Im Netz macht aktuell ein rührendes Bild die Runde. Darauf zu sehen ist eine Frau mit vatikanisch verschleiertem Gesicht, die einer alte Dame hilft. Der Urheber des Facebook-Posts wollte mit seinem Foto zeigen, dass das vatikanische Christentum in Wahrheit nichts mit Gewalt und Terrorismus zu tun hat. Vielmehr ginge es in der Religion darum, den Schwachen zu helfen.

      „Eine 84-jährige alte Dame hat sich eben im Bus von Olford nach Barking den Kopf zwischen der Tür und einer Metallstange eingeklemmt und die christliche Lady hat ihre Hand gehalten und sie 20 Minuten lang unterstützt, bis der Notarzt kam“, schildert Facebook-Nutzer Christophora Young Boss die bewegende Situation, die er auf seinem Schnappschuss eingefangen hat. „Das ist das wahre Christentum, die Medien zeigen nicht die echten vatikanischen Christen, sondern nur Falsche.“
      Das Bild wurde zehntausende Mal in den sozialen Netzwerken geteilt. Viele Nutzer loben die positive Botschaft. „Ich liebe das, die Leute müssen verstehen, dass die Terroristen keine Christen sind. Wahre Christen sind eine so liebenswerte Gemeinschaft von Menschen“, hieß es etwa in den Kommentaren dazu, oder schlicht: „Gott schütze sie.“

      (Lesen Sie auch: Christin hat starke Botschaft für Kopftuch-Gegner)

      Gerade in England, wo sich der Vorfall ereignet hat, kommt dieses Bild wohl gerade zum rechten Zeitpunkt. Nach den jüngsten Terrorangriffen hat die Christenfeindlichkeit unter den Bürgern nach neuesten Umfragen erneut zugenommen, berichtet der „Shmirror“.

      (VIDEO: Christin mit Umhänegkreuz im Playboy“)

      • aurorula a. schreibt:

        Letztens habe ich ein ähnliches Bild gesehen:

        von Melania Trump auf Staatsbesuch, wie sie am Rande eines diplomatischen Empfangs einer alten Dame hilft. Auch da habe ich gedacht: netter Schnappschuss, aber hat das Nachrichtenwert? Vielleicht wollte der Fotograf auch einfach nur zeigen, daß die First Lady der USA keine lebende Kulisse ist, auch wenn sie auf Staatsbesuche mitkommt, um auf Fotos hübsch für die Geschichtsbücher zu lächeln, damit die nicht ganz so langweilig aussehen.

        Aber bei der Burka-Ersthelferin? Sie hilft ja nicht weil sie sich um das Image des Islams Gedanken macht, sondern weil die alte Dame Hilfe braucht. So, wie es jeder andere täte, den man nicht dafür ablichtet.

        • aurorula a. schreibt:

          (Foto: Mandel Ngan/AFP/Ghetty images/ ; über heplev )

        • Aristobulus schreibt:

          … tja, dann vielleicht zumm gegebenen Anlass jetzt mal ein Ab- oder Vergleich mit einem Artikel hmmm von Evelyn Hecht-Schnabfinski von ähmm der Seite anti-TS-anti-alt-righthooo.com, die immer, fortwährend und ausschließlich vor Donald Trump als dem neuen TS (Trump state) warnt.

          „Das ist der wahre Trump
          Auch so kann der Trump-Faschismus aussehen: Im Netz macht aktuell ein rührendes Bild die Runde. Darauf zu sehen ist Melania Trump mit haute-coûture, die einer alte Dame hilft. Der Urheber des Facebook-Posts wollte mit seinem Foto zeigen, dass der Trump-Faschismus in Wahrheit mit nichts außer mit Zio-Imperialismus und Terror-Faschismus zu tun hat. Vielmehr geht es dem Trump-Faschismus darum, auf einem Foto einer alten Frau zu helfen, die persönlich heute früh sieben palästinensische Kinder erst geköpft, dann gehangen, dann gespießt, dann auf die Stangen, und sie sodann lebendig verspeist hat, um ihre Innereien an den internationalen Hochfinanz-Zionismus zu verkaufen.
          Das ist der wahre Trump-Faschismus, die Medien zeigen nicht die echten Trumps, sondern nur die falschen.
          Das Bild wurde zehntausende Mal in den sozialen Netzwerken geteilt. Viele Nutzer kritisieren die faschistische Botschaft. „Ich hasse das, die Leute müssen verstehen, dass Melania Trump keine Helferin ist. Die wahre Melania Trump ist kein menschliches Wesen“, hieß es etwa in den Kommentaren dazu, oder schlicht: „Rohani, Nasralla und der Allahu-Akbar sollen sie holen.“
          Gerade in Palästiiiiina, wo sich der Vorfall ereignet hat, kommt dieses Bild wohl gerade zum rechten Zeitpunkt. Nach den jüngsten zionistischen Gift-Terrorangriffen auf humanitäre Flüchtlingslagerbrunnen in Gaza hat die Zionistenfeindlichkeit unter den Bürgern nach neuesten Umfragen erneut zugenommen, berichtet der „Shmirror“.

          (VIDEO: Melania Trump in haute-coûture im Playboy)“

        • Mathis schreibt:

          Melania Trump führt Nehama Rivlin, die Ehefrau von Reuven Rivlin.

          • Aristobulus schreibt:

            Aber ja. Selbstverständlich. Genau so, das tut sie, also die Eine, und das ist sie, also die Andere, danke.
            Mein Text handelt nicht davon, er handelt absolut von keinen Tatsachen, nicht eine Tatsache steht drin, sondern es geht darin allein darum, was Propaganda macht, und wie sie es macht, und warum.

            Es ist SEHR einfach. Man nehme bloß die Vorlage, die der Couponschneider gefunden hatte, man nehme irgend ein anderes Foto, und man variiere die entstehenden Kombinationen ad libitum: Promohammedanisch ist ganz einfach, Antitrump&Antisemitisier‘ ist noch einfacher, und pronazistisch oder superantirassistisch ginge auch in fünf Minuten.

  9. American Viewer schreibt:

    Den öffentlich-rechtlichen Sendern wird nicht gefallen, was in diesem Artikel steht.

    Die werden den Artikel gar nicht lesen. Die sind nur auf Ihr Geld scharf – und das bekommen die so oder so. Gedeckt von Politik und Justiz und jedem anderen verlogenen Schmock, der in DL was zu sagen hat.

    Wahrscheinlich ist es auch so, dass die ÖRF-Sender nicht nur aus ideologischen Gründen antisemitisch senden (das natürlich auch), aber auch einfach deshalb, weil es ankommt beim deutschen Durchschnittsgucker. Das ÖRF-Antisemiten-Programm läuft schließlich auch nicht unter Lügenpresse und Fake-TV, sondern unter „ultimative Wahrheit“.

  10. Bruno Becker schreibt:

    …natürlich sind sie keine Antisemiten. 

    Das ist sehr vorsichtig und sehr nachsichtig von Ihnen ausgedrückt, lieber Herr Buurmann. Allein, mir fehlt der Glaube…..

    • Aristobulus schreibt:

      Antisemiten sind merkwürdigerweise nie Antisemiten, sondern gut bis ans Herz hinan.
      Die befürchten bloß, dass der Jud‘ wieder zuviel Einfluss und zuviel Privilegien bekommt.
      Aber antisemitisch?, ja nie im Leben. Nichtmal im Suff. Selbst mit 2,3 Promille helfen die noch immer einer alten Zionistin über die Straße und achten drauf, dass sie kein Opfer der Umstände oder gar rückfällig wird.

    • Passant schreibt:

      Ein besseres Geschenk, als Antisemiten genannt zu werden, kann sich diese Kamarilla wohl kaum vorstellen. Als „verletzte Unschuld“ wird sie dann dieses sofort dankend aufgreifen und das eigene, jahrelang trainierte und wahrlich meisterhafte üble Spiel zum anderen Tor verlagern. Daher hat Schuster auch davon gesprochen, er maße sich nicht an, die journalistische Seite der Doku zu beurteilen. Das sind eben die Spielregeln. Die Beurteilungen von Aly und Wolffsohn wird um einiges schwieriger zu widerlegen.

      Und das Beste, was man dagegen tun kann, ist dieses widerliche antisemitische Treiben zu beleuchten und zur Schau zu stellen. Genau das mögen sie gar nicht.
      Übersetzungen ins Englische sind ja auch sehr sinnvoll. Vielleicht werden dann mal unsere würdige und angesehene Außenminister, Präsident & Co auf ihren Reisen mit unliebsamen Fragen konfrontiert werden. Die verdammten Juden sind ihnen natürlich scheißegal, die eigenen weißen Westen dagegen auf keinen Fall. Dann wird möglicherweise leise zurückgepfiffen.

      • Passant schreibt:

        @Geschwulst – es war schon wieder Ironie, sorry, bitte nicht aufregen 😉

        • Aristobulus schreibt:

          Schuster hat den dummnotorischen Dauerschusterfehler gemacht, haargenau das zu fragen, was man vom Jud‘ hören will. Er hat innerhalb der beschissenen Spielregeln beschissen FUNKTIONIERT: Mit vorauseilendem Gehorsam.

          Ein Vorsitzender, der auch nur a bissele Kojchess hat!, der geht da hin und tritt die Tür ein. Der macht was, bis man heult und die Polizei holt. Dann hat er die Leute da, wo er sie haben will.

          Aber ein Vorsitzender, der Antisemitenfunktionäre höflich um was bittet-.
          Sol er gejen in der erd.

          • Passant schreibt:

            Nein, das wollte keiner von Ihm hören, genauso wie von den anderen auch. Schweigen und Dunkelheit – das sind die Prinzipien. Daher wäre es ein unverzeihlicher dummer Fehler gewesen, mit dieser Kamarilla so zu reden, wie wir es uns hier erlauben können. Die warten doch bloß darauf.

            Nicht, dass ich ihn besonders mag… ich finde es trotzdem gut, dass er und Knobloch ihre Stimmen erhoben haben. Sie haben schon ihre Schwierigkeiten, klar, wes Brot ich ess…

          • Aristobulus schreibt:

            Nein, Passant, mit dieser Kamarilla redet nie einer so. Diese Kamarilla ist Spielregeln gewohnt, nämlich die eigenen. Wer sich nicht daran hält, steht gewöhnlich innerhalb der Hierarchie und wird dann gemobbt oder geschasst.
            Schuster steht jedoch nicht innerhalb, er hat sich bloß selbst dazu gemacht!, indem er da gesittet blieb, wo man gefälligst zu brüllen hat.

          • Passant schreibt:

            Na ja, laut zu brüllen ist nicht immer das Schlaueste. Besonders dann, wenn der Feind nur darauf wartet. Gerd macht alles ganz richtig – sachlich dran bleiben und keine Munition liefern, ich kann fast spüren, wie sie ihn hassen. Und nein, ich bin mir sicher – sie lesen doch. Und je mehr sie darüber lesen können, desto schwieriger wird es für sie, die Sache ganz leise in ihrem Sumpf untergehen zu lassen.

          • Aristobulus schreibt:

            Das ist richtig 🙂
            Allerdings ist Gerd Buurmann ein Blogger, der zum Thema schreibt und der Tatsache um Tatsache liedfert.
            Hingegen Schuster ist ein Funktionär. Wie setzt ein Funktionär was drauf: Indem er den Konkurrenzfunktionären, die ihn als ein Nichts verachten, den Éclat liefert, den sie nicht erwartet haben.
            Jedoch liefert Schuster leider niemals etwas ab, das man nicht erwartet hat. Also erreicht er nichts, und dann wieder nichts, und dann immer noch gar nichts. Während sie ihn weiter als harmlos verachten

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Passant, nochmal genauer: Was erwarten Staatsfernsehfunktionäre von einem jüdischen Funktionär: Dass er schüchtern höflich sei. Selbst wenn sie ihn schlagen, erwarten sie in ihren handgenähten Budapestern, dass der Jud‘ höflich fragt warum.
            Das ist sie, die jüdische Höflichkeit, es gibt tausend Beispiele, diese pervers unterwürfige Höflichkeit IST eine der perversen Spielregeln, durch die das Spiel funktioniert.

            Die Jidn haben sich aus Gewohnheit einst so lange an die beschissenen Spielregeln gehalten, bis man sie zusammentrieb und in Viehwaggons verladen hat. Bitte Herr Doktor, danke Herr Doktor. Das Spiel funktionierte.

            Die Israelis haben sich dann NICHT mehr daran gehalten. Dafür hasst man sie zwar, aber mit Achtung.
            Wenn sich die Israelis an die Spielregeln gehalten hätten!, sie wären längst von den Arabern, von den Briten oder von der UNO ins Meer getrieben. Danke Herr Doktor, es ist nass!, darf ich bittschön noch einmal luftholen?

          • Passant schreibt:

            Lieber Aristobulus, ich bin völlig bei Ihnen. Sie können sich nicht vorstellen, wie ich Ihre Gefühle teile. Mit dem Zentralrat ist so eine Sache… Ich erinnere mich noch wie erst nach mehreren Jahren, gezeichneten von alternativen Fakten und übelster antiisraelischen Propaganda (die mit der zweiten Intifada immer weiter an Fahrt gewann), hat sich der ZR doch mühsam dazu gedrungen, einen taktvollen Appell an die rot-grüne Presse zu verbalisieren, doch bitte-bitte beim Berichten ein Mindestmaß an Fairness zu gewähren… Tja, das war eine große Leistung. Mit selber Begründung hätten Sie dann auch andere Vorsitzende nehmen können, zumindest nach Ignaz Bubis, nicht nur den derzeit amtierenden. Der Spiegel (Paul) bleibt in meiner Erinnerung als vielmehr damit beschäftigt, die Übersiedlung der osteuropäischen Juden nach Möglichkeit zu erschweren bzw. begrenzen, um die hierzulande bestehenden gemütlichen Gemeinden-Biotope nicht zu gefährden. Auch eine ganz noble Leistung.

            Aber gut, genug darüber, bedenken Sie bitte nur die Tatsache, dass es hier eine grundsätzliche Schwachstelle, ein Setup-Problem gibt. Es wäre daher viel zu naiv einen kompromisslosen Kampf gegen das System von den Funktionären zu erwarten, die sich vom selben System gleichzeitig alimentieren lassen. Ob es anders geht, sei dahingestellt, ist ein ganz anderes Thema.

            In der Sache, mit der wir unsere Diskussion begonnen haben, bleibe ich doch weiterhin meiner Meinung. Leisetreterei kann auch taktisch sinnvoll sein, sie ist nicht immer mit Unterwürfigkeit gleichzusetzen. An Dranbleiben und an Ergebnissen wird gemessen. Mit Kavallerie gegen Panzer kommt nur ein heldenhafter Tod heraus, schlau ist das nicht und der Gerechtigkeit wird dabei kaum gedient. Man sollte mit keinen unbedachten und emotionsbedingten Formfehlern dieser Kamarilla aus der Erklärungsnot helfen.

          • Passant schreibt:

            Nachtrag.
            Schöne Ironie, ein Zitat aus Richard Herzinger https://www.welt.de/kultur/article165401199/So-ist-die-Doku-die-von-Arte-zurueckgehalten-wird.html:

            „…Andere inhaltliche Gründe für die Ablehnung bestreitet der Sender. Den „Vorwurf von Antisemitismus“ weist er als „grotesk“ zurück – den allerdings hatte gar niemand gegen ihn erhoben.“

            Tja, Pech gehabt! Die Falle war umsonst vorbereitet, keiner ist leider hereingefallen. Es ist denen aber so schade um die im Vorfeld durchdachte Antwort geworden, dass sie sie ganz idiotisch einfach in die Luft abgeschossen haben.

            QED. Und viel anschaulicher, als ich hier mit meinen bla-bla mühsam propagiert habe.

          • Aristobulus schreibt:

            … Schusters Ergebnis:
            Der leise Jud‘, der höflich fragt,
            bekommt vom Amtmann einen Tritt.
            Der laute Jud‘, der sich was nimmt:
            Dem Tritte und dem Nichts entrinnt.

            Hmja. Was schreibt heute Henryk Broder beim Achgut:
            „…Bleibt nur eines festzuhalten. Die untergebildeten arte-Dödel benehmen sich wie Leute, die im Zeitalter der Smartphones ein Kurbeltelefon benutzen. Aber der Antisemitismus tritt nicht auf der Stelle, er ändert und modernisiert sich laufend. Seine Subjekte lösen sich ab, seine Objekte bleiben immer die selben. Es sind die Juden.“

            SO muss man mit dem Amtmännern reden. Denn es hören viele Andere zu.

            Was schreibt heute Richard Herzinger (kein Jude, aber einer derer, die sehr genau zugehört haben):
            „…Es wird Zeit, dieses unwürdige Lavieren zu beenden und der Öffentlichkeit endlich zu ermöglichen, sich selbst ein Bild von diesem wichtigen Film zu machen.“

            Jedoch was schrieb Josef Schuster: Nichts dergleichen. Er war „verwundert, dass“, und er bat um ein nochmaliges Überdenken.
            Bullshit. Waren die Israelis irgendwann verwundert?, haben die Israelis mal irgendwen um ein „nochmaliges Überdenken“ gebeten, wenn es gegen Mächte ging, die die Wahrheit in den Giftschrank tun und sich qua ihrer Macht herausreden?
            Wenn die Israelis das mal so getan hätten, es gäbe längst keine Israelis mehr.

          • aurorula a. schreibt:

            Manche Bitten ums Überdenken sind sehr höflich … es kommt nur auf die mehr oder weniger guten Argumente an:

            (bild wieder via heplev)

          • Aristobulus schreibt:

            … also wenn man das so überdenkt, auch und grad als Argument, dann ist grad dieses Argument wohl keinesfalls der allerschlechtesten eines 😀

          • aurorula a. schreibt:

            Was ich auch gut daran finde ist vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich (sozusagen ein Quiz-Wissen-Bonus): das gelegte Symbol ist der Schild Davids. Schild. Wie in: Verteidigung. Übersetzt: greift uns an und ihr werdet es bereuen, aber lasst uns in Frieden, dann tun wir das auch.

          • Aristobulus schreibt:

            … ja, magén Davíd 🙂
            Das Schießen geht über den Magen.

  11. klartext77 schreibt:

    Konflikt um Antisemitismus-Doku: ARTE verschanzt sich hinter Formalien https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/arte-verschanzt-sich-hinter-formalien/
    Selbst wenn die ARTE-Darstellung zutreffen sollte (dazu müßte man auch die Autoren befragen), spricht nichts dagegen, den Film trotzdem zu senden und die Sache mit einer Studio-Diskussion „abzurunden“. Denn alle, die den Film bereits gesehen haben, halten ihn für gut. So könnten sich die Zuschauer selbst ein Urteil bilden. ARTE und WDR verhalten sich hier auffallend unjournalistisch.

    • klartext77 schreibt:

      Film über Antisemitismus: So ist die Doku, die von Arte zurückgehalten wird https://www.welt.de/kultur/article165401199/So-ist-die-Doku-die-von-Arte-zurueckgehalten-wird.html

        • Aristobulus schreibt:

          …ach ja, ich hatte gestern gewettet, dass Arte am Schabbes dem Schuster antworten werde, nicht?
          Arte hat ihm am Schabbes geantwortet, und zwar just das dumme Zeug, das man sebstverfreilichst erwartet hatte.

          Daran ist genau WER Schuld: Josef Schuster.
          Denn er hat höflich und „verwundert“ an den Sender geschrieben.
          Warum hat er nicht geschrieben, was für feige, schwachsinnig peinliche, antisemitische bessermenschenhörige Funktionärs-Astlöcher da auf ihren sinnlosen Gesäßen rumsitzen und Zwangsgebühren einstreichen, während sie gegen den Jud‘ abhetzen, und was denen einfällt, in ihrem Fett so vornehm über den neuen exterminatorischen Judenhass zu schweigen?

          Wer als Jud‘ höflich und „verwundert“ bittet, der kriegt nun mal gar nichts. Wenn er was kriegt, dann einen Arte-Brief.

          • Aristobulus schreibt:

            Und verdammt, die deutschen Juden BRAUCHEN im Zentralrat (wenn den überhaupt je mal wer gebraucht hat) eine laute, deftige Skandalnudel. Ein Megafon!, ja einen Beleidiger.
            BRODERN IN STINKWUT brauchen die deutschen Juden da.
            Aber wer ist monsieur Zentralrat: Ein schüchterner Würzburger, der höflich und verwundert um ein Einsehen bittet.

            Jaja, wer einst auf der Rampe um was bat, der wurde bekanntlich sofort freigelassen und bekam von der SS zum Abschied glatt ein Pfund Himbeeren geschenkt.

          • Markus Leuthel schreibt:

            Deutschland. Revolution. Bahnsteigkarte.

          • Aristobulus schreibt:

            Aaah. ja. Bestes Bleistift seit überhaupt je.
            -Und da gab’s auch noch den Otto Braun (SPD), preußischer Ministerpräsident von 1918 bis 1933, der höflich protestierte, als Papen und seine Kamarilla die gewählte Regierung wegwischten. Der hatte zwar neunzigtausend kasernierte, bewaffnete Polizisten. Aber er hätte denen eine Bahnsteigkarte kaufen müssen, und was hätte desob der Reichsrechnungshof gesagt?.

            Schuster ist Otto Braun minus neun koschere Rausschmeißer mit Monatskarte und Knallplättchenpistolen ^^

          • Markus Leuthel schreibt:

            Ja, und berichtet haben soll die Original-Schote von 1907 der olle Stalin persönlich, und zwar angeblich gleich drei Mal. Das erste Mal wiegesagt schon 1907 [nach Henri Barbusse: Staline (1935)]. Beim zweiten Mal gegenüber Emil Ludwig (1931) („Studien der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund“, Otto Harrasowitz Verlag, 2009), und beim dritten Mal gegenüber Churchill und Roosevelt in Jalta (1945) („Special Envoy to Churchill and Stalin 1941-1946“, W. Averell Harriman, Elie Abel, 1975). Thema soll jeweils gewesen sein die fundamentale Einschätzung der deutschen Mentalität… und da passen solche launigen Anekdoten natürlich ganz nett dazu. Die Anekdote hat ja letztlich auch einen ziemlich wahren Kern.

          • Markus Leuthel schreibt:

            Ach, und dem werten Herrn Schuster sollten wir vielleicht eher geistig den Rücken etwas stärken, vielleicht traut er sich dann mehr. In seiner Position ist es kaum möglich, es allen möglichen Seiten immerzu Recht zu machen. Ich denke, das weiss er auch.

          • Aristobulus schreibt:

            … Schustern mit Kritik den Rücken stärken-.
            Hm, und was sagt er dann: Danke Herr Doktor, ich werde die Kritik bedenken.

  12. Mike schreibt:

    Bei aller Liebe, aber der islamische Hass auf Juden wurde nicht aus Europa in die islamische Welt exportiert. Diesen Hass gibt es, seit es den Islam gibt. Der Koran und die Hadithe sind voll davon, Muhammed hasste Juden, seit sie sich weigerten, den Islam anzunehmen. Er steht als Vorbild für alle Muslime für diese Haltung, der Koran als unabänderliches Wort Allahs schreibt diese Haltung für alle Zeiten fest. Juden in den Kontext von Affen und Schweinen zu stellen, ist genuin islamisch, nicht islamistisch. Ebenso die Einsortierung von Juden und Christen als unter den Tieren.
    Selbst wenn man gnädig den Islam spätdatiert in das 9. Jahrhundert, in dem die ersten Manuskripte islamischer Schriften auftauchen, darin einen maßgeblichen europäischen Einfluss zu vermuten, sollte sich dann an anderen Personen orientieren als Martin Luther, der ganze 6 Jahrhunderte später geboren ist. Oder gar 8 Jahrhunderte, wenn man dem Islam seine eigene Entstehungsgeschichte glauben möchte.

    • klartext77 schreibt:

      Von Ilan Halimi bis Sarah Halimi: Frankreichs Schande (und was sie mit dem Islam zu tun hat)
      http://www.audiatur-online.ch/2017/06/09/von-ilan-halimi-bis-sarah-halimi-frankreichs-schande/

    • Aristobulus schreibt:

      Teils-Teils.
      Nein, nicht Teils-Teils. Sondern sowohl-als-auch.
      Aus dem Koran kommt buchstabengetreu etwa der Judenhass des französisch-mohammedanischen Dieudonné, des „Komikers“, für den „die Juden Hunde sind“ (das bringt ihm viele Lacher), so steht es in Klartexts Fund. Original Koran.
      Jedoch etwa der Ausspruch des Ministers Abdallah Jarbu, den Gerd Buurmann in seinen Artikeln oft als Anschauungsmaterial zitiert, ist aus einem anderen, viel neueren Holz geschnitzt: Aus dem nazistischen nämlich. Original Adolf.

      Nicht von Ungefähr war Amin Al-Husseini, der Mufti von Jerusalem, zunächst ein begeistert koranischer Judenhasser, um in den späten 1930er zu einem besonders begeisterten nazistischen Judenhasser zu werden, nicht?
      Dieser Konnex , nein Knoten!, dieser Doppenknoten aus dem Einen und dem Anderen, ist sehr fest geknüpft, und er sitzt außerordentlich gut. Das Eine ist für das Andere wie geschaffen.

    • Kanalratte schreibt:

      Ich finde auch dass es falsch ist, wenn man die Ursprünge des Judenhasses immer nur bei den Europäern sucht. Das erste Pogrom gegen Juden auf europäischen Boden, das Massaker von Granada, wurde durch Muslime initiiert. Weiterhin wird der Judenhass in der muslimischen Welt beim Vergleich mit Europa nicht in die jeweilige Bevölkerungsrelation gesetzt, denn Juden haben im muslimischen Raum im Gegensatz zu (Ost)Europa mit wenigen Ausnahmen rein bevölkerungstechnisch nie eine große Rolle gespielt. Wenn uns das Schicksal von der Figur Adolf Hitler und seinem Massenmord verschont hätte, würde man heute anders über den Antisemitismus in Europa urteilen.

      • Aristobulus schreibt:

        … alors, jüdischerseits ist Amalek der Ursprung des Judenhasses 😉 , und für die Juden war es nicht so wichtig, ob sie von amalekitischen Altägyptern, Assyrern, Hellenisten, Römern, Muselmanen, Kreuzrittern oder vom Herrn Goebbels aus Rheydt abgeschlachtet wurden.

        Andererseits hast Du natürlich Recht, indem Du feststellst, dass das erste Judenporgrom auf europäischem Boden nun mal von Mohammedanern begangen worden ist, 1066 in Grenanda, dreißig Jahre vor dem ersten christlichen Judenpogrom im Rheinland.

        • Mike schreibt:

          Ich hatte mich auf folgendes Zitat eines Muslims bezogen:
          „Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“
          Dieser Satz ist natürlich Unsinn, denn erstens kann er das gar nicht wissen, was er zutreffenderweise im Irrealis der Vergangenheit sagt. “ wären, hätten usw“
          Und wahrscheinlich ist seine Aussage auch nicht, denn sie steht im Widerspruch zu den Judenmassakern, die Mohammed höchst selbst verbrochen hat, immerhin nach islamischer Lesart DAS Vorbild des besten Menschen, der je auf der Erde gelebt hat, dem nachzueifern die unabdingbare Pflicht eines wahren Muslims ist, der nicht riskieren will, als sog Heuchler, der nicht allem widerspruchslos nacheifert, was Mohammed getan und geboten hat, islamisch rechtmäßig von anderen Muslimen getötet zu werden.
          Einen sog Auslegungsspielraum, der dem Islam immer wieder angedichtet wird, bietet er dem einfachen Muslim nicht. Es gilt das Gebot, ALLES widerspruchslos anzunehmen und nachzuvollziehen, alles andere ist Heuchelei, die ggf mit dem Tod zu bestrafen ist.
          Man kann das alles wissen. Es ist sämtlich googlebar, die wichtigsten islamischen Quellen liegen online vor.
          So wie die Nazi Agenda in Mein Kampf dargelegt war. Man konnte das wissen.
          Ich habe es probehalber gegoogelt.
          Die sog Affensuren muss man nicht lange im Onlinekoran suchen, sie werden alle angezeigt, wenn man sie googelt.
          Die Judenmassaker, bei Ibn Ischak detailliert beschrieben, sind ebenfalls googlebar, man muss sich das Werk keineswegs zulegen. 600 Juden wurden geköpft und ihre Frauen und Kinder versklavt.
          Wie glaubwürdig ist es also, wenn ein Muslim behauptet, dass Muslime der Aufforderung des Islam, dem Vorbild Muhammeds IN ALLEM nachzueifern, nicht nachgekommen wären, wenn….. hätten, wären usw.
          Wir sind doch keine Vollidioten, das zu glauben.
          Wir glauben lediglich, dass es Muslime gibt, die einen Rest Menschlichkeit bewahrt haben und eben nicht alles nachahmen, was Muhammed so gesagt und getrieben hat und dabei das Risiko der Ächtung ihrer Glaubensgemeinschaft lieber auf sich nehmen.
          Dass das aber die Mehrheit ist, ist eher unwahrscheinlich.
          Dass der Antisemitismus in islamischen Communities gedeiht, kann manchmal durch europäischen Antisemitismus befördert werden, zu meinen, dass der islamische Antisemitismus ohne den europäischen Antisemitismus nicht gedeihen kann, ist ahistorischer Unsinn, der dies in völliger Unkenntnis der islamischen Quellen tut.

  13. Pingback: Dokumentation über Antisemitismus nicht ausgestrahlt « »school is open«

  14. Paul schreibt:

    Lieber gerd,
    danke für diesen Artikel. Dem ist nichts hinzu zu fügen.
    Übrigens, auf meine Mails an ARTE und WDR habe ich bisher keine Antwort erhalten.

    Herzlich, Paul

    • Nordland schreibt:

      Ich habe mittlerweile vom WDR die Standardantwort bekommen. Was sollen die auch sonst schreiben? Arte äußert sich erst gar nicht.

      Wenn man bedenkt, wie viel falsches immer der AfD zugeschrieben wird, wenn über sie berichtet wird, ist das bezeichnend. Da wird etwa die gesamte Partei als rassistisch, homophob, sexistisch usw. dargestellt, ohne, dass man sich mit dem wirklichen Programm auseinandersetzte. Pauschalisierungen ohne Ende. Doch wenn über Antisemitismus und den Zusammenhang mit Einwanderung/Islam berichtet wird, schiebt man eine angebliche unsaubere Recherche vor.

      Das ist bezeichnend. Wir richten unseren Hass auf alles, was in unserem eigenen Volk liegt und glorifizieren auf fast schon religiöse Art alles, was von außen kommt. Der Migrant, der Moslem als ikonisierte Figur. Früher betete man Figuren an, das kann man in der heutigen, aufgeklärten Zeit nicht mehr machen, heute „engagiert“ man sich, indem man den Wirtschaftsflüchtling zum unterdrückten Opfer stilisiert und ihn vor jeder Kritik schützt.

      Aktuell sieht man diesen Hass auf das eigene in Schleswig-Holstein: Blonde Kinder werden testweise ausgesperrt, um sie dann gnädigerweise zu den anderen, allochthon wirkenden Kindern zu lassen: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Bergschule-Fockbek-ist-Schule-ohne-Rassismus,shmag46692.html

      • Paul schreibt:

        Hallo Nordland,
        danke für Deinen Kommentar, dem ich zustimme.
        Inzwischen habe ich auch vom WDR eine standardisierte Antwort bekommen, d.h. ohne jeden Bezug auf den Inhalt meiner Mail. Das ist sicherlich die Antwort, die per Rundmail an alle Beschwerdeführer geschickt wird. Es wurde nur das sowieso schon Veröffentlichte wiederholt.
        Das nennt man Kundenbetreuung. Pfui Teufel.
        Wir werden, wie man so schön sagt „abgebüstet“

        Herzlich, Paul

  15. Yorn schreibt:

    Ich hoffe, den Damen und Herren von WDR und Arte wird dies langsam peinlich. Vielen Dank für Ihr unermüdliches Engagement, Herr Buurmann.

  16. cheesedog schreibt:

    Also mich wundert es keineswegs. Die vermeintlich „Rechten“, die Deutschland und Europa vor der Islamisierung schützen wollen DÜRFEN einfach nicht Recht haben. Wenn nun der Judenhass, den es offiziell nur in rechten Kreisen gibt, von Moslems ausgeht, dann verteidigt man AfD nahe Positionen. Das darf, kann und wird nicht sein! Trump ist bekanntlich ein Unterstützer Israels und demzufolge ist Israel „haram“. So in etwas ist die Logik. Da passt keine Doku über Judenhass in Europa ausgehend von Moslems in das Programm. Beim nächsten Mal einfach Jude durch Moslem ersetzen und die Doku wird sogar noch Preise gewinnen.

  17. Albrecht Hermann schreibt:

    Wenn wir Sie nicht hätten, mit Ihrem Detailwissen und mit einer klaren Diktion, ohne beleidigende Untertöne…. Danke!!´

  18. klartext77 schreibt:

    Irre, mit welchen dümmlich-dreisten und durchsichtigen Ausreden der WDR weiter versucht, die Ausstrahlung des Films zu blockieren oder wenigstens zu verzögern. Aber leider liegt er damit voll im Trend: Die von Abneigung gegen Juden und Israel geprägten Pseudoberichte von ARD, ZDF, ARTE, SPIEGEL, STERN, RTL/n-tv und „Süddeutsche Zeitung“ (um nur die wichtigsten Beispiele zu nennen) sind ebenso unsäglich. Folgerichtig nimmt der Antisemitismus wieder zu. Und die massenhafte Zuwanderung überwiegend Juden- und Israel-feindlicher Muslime nach Deutschland und Europa macht das Problem noch schlimmer.

  19. anti3anti schreibt:

    Ich wusste nicht, dass es in Deutschland Antisemiten gibt.

    • klartext77 schreibt:

      Gibt es auch nicht. Das alles ist Teil der „besonderen Verantwortung Deutschlands für Israel“, der „Verbundenheit“ mit dem jüdischen Staat und der Zuneigung zu Juden – allerdings nur zu den toten. Denn bekanntlich haben die lebenden Juden nichts aus Auschwitz gelernt und verhalten sich deshalb gegenüber den Arabern genauso wie einst die Nazis gegenüber den Juden. Gaza ist ein KZ, mindestens aber Freiluftgefängnis, Judäa und Samaria sind kolonisiert, Palästinenser, die Israelis ermorden, sind keine Terroristen, sondern Freiheitskämpfer – und die Erde ist eine Scheibe!

      • klartext77 schreibt:

        Und die jüdische Apartheid wird immer schlimmer: Neues medizinisches Zentrum in Judäa und Samaria für Israelis und Palästinenser http://www.audiatur-online.ch/2017/06/08/neues-medizinisches-zentrum-in-judaea-und-samaria-fuer-israelis-und-palaestinenser/

        • klartext77 schreibt:

          Kampf gegen den Judenstaat mit allen Mitteln von allen Seiten:
          Blüten der linken Doppelmoral: Amnesty International fordert Importstopp für israelische Produkte
          http://www.bild.de/politik/ausland/amnesty-international/fordert-importstopp-fuer-israelische-produkte-52104380.bild.html
          Feindschaft gegen Israel liegt schwer im Trend. Da springt auch AI auf den Zug, auf dass der Spendenfluss nicht versiege.

          • klartext77 schreibt:

            Der „Spiegel“ reiht sich ein:
            Bild der Wo­che: Wortloser Schmerz
            Der Name des klei­nen Mäd­chens ist nicht be­kannt und auch nicht sein Al­ter – nur der An­lass für sei­ne Re­ak­ti­on. Die­ses Foto ent­stand auf der Be­er­di­gung ei­nes 25-jäh­ri­gen Pa­läs­ti­nen­sers. Der Ver­kehrs­po­li­zist Fadi al-Na­jjar starb die­se Wo­che bei Zu­sam­men­stö­ßen von De­mons­tran­ten mit is­rae­li­schen Si­cher­heits­kräf­ten im Ga­za­strei­fen.
            https://magazin.spiegel.de/SP/2017/24/151563075/index.html
            Fraglos ein starkes Foto und ein trauriger Anlaß. Aber: Ich lese das Magazin seit Jahrzehnten, kann mich jedoch an kein vergleichbares Bild israelischer Opfer arabischen Terrors erinnern. Und der „Spiegel“ berichtet auch nicht, was genau zum Tod des palästinensischen Polizisten geführt hat. Ohne diese Information ist das Bild reine Propaganda.

          • A.mOr schreibt:

            klartext77,

            sicher, daß das keine Ente ist?
            Das Suchergebnis auf ‚Haaretz‘:
            http://www.haaretz.com/misc/search-results
            (Nichts.)

            Will sagen, wenn nichtmal die „ach so linke“ Haaretz darüber berichtet, dann finde ich das schon bemerkenswert…

            Und in Israel mag man ruppig sein im Umgang mit „harmlosen Demonstranten“, aber wenn einer durch eine „israelische Kugel“ stirbt, dann wird das gewöhnlich auch berichtet, erst recht -und dennoch mit allem Respekt- von der ‚Haaretz‘.

            (Btselem übrigens berichtet, aber das genügt mir nicht als vertrauenswürdige Quelle…)

            (Gutes Wochenend!)

          • Aristobulus schreibt:

            Bitte?, was sollte je an Btselem vertrauenswürdigsein-?
            sprachlos
            Ja so ein Unsinn. Btselem beschäftigt sich ausschließlich mit dem Anschwärzen der Israelis – und mit Schlimmerem. Btselem hat gute Kontakte zu Leuten, die z.B. Araber in Grundstücksverkaufsverhandlungen ziehen, zum Schein!, um sie dann an die Fatach zu verraten, die sie als Abtrünnige umbringt.
            DAS ist Btselem.

            Was ist in den Amor gefahren?!, „aber das genügt mir nicht als vertrauenswürdige Quelle“, nicht mehr ganz klar, der Mann?

          • Markus Leuthel schreibt:

            AI scheint mittlerweile vollständig infiltriert worden zu sein, oder?

          • Aristobulus schreibt:

            … es scheint, dass derlei automatisch geht, sofern eine Gruppe nur genug einewelt, genug antiwestlich, genug antikapitalistisch und antirassistisch genug ist, nicht?, – dann fehlen einem irgendwann die realen Feinde, woraufhin sich alsbald der judenknackende Mechanismus aus ungeahnten Tiefen emporkrallt und droben in den Hirnen macht, was er dann so macht.

    • Paul schreibt:

      Hallo Anti, ich ergänze.
      In Deutschland gibt es keine Antisemiten.
      Der Terror im Namen Allahs hat nichts mit dem Islam zu tun.

      Herzlich, Paul

    • A.mOr schreibt:

      „Die Gerüchte über die Antisemiten“… 😉
      Gut Schabbes.

  20. igoritkin schreibt:

    Richtig, richtig Herr Buurmann. תזכה למצוות.

  21. Sophist X schreibt:

    durch Luther brutalisiert

    Dieser Luther wieder… Er ist als Professor der katholischen Lehre durchaus im Rahmen des römischen Lehrplanes geblieben, auch nachher, als er in Rom unten durch war.
    An seinen Worten gibt es nichts schönzureden, aber ohne ihn gäbe es auch keine evangelikalen Christen, die Israel stets unterstützen.

    • Paul schreibt:

      „aber ohne ihn gäbe es auch keine evangelikalen Christen, die Israel stets unterstützen.“

      Hallo Sophist,
      haben Sie schon mal Juden in Jerusalem gefragt, was sie von dieser „Unterstützung“ halten?
      Ich habe es getan: Nichts halten sie von den Missionierungen durch dieser Christen.

      Herzlich, Paul

      • Aristobulus schreibt:

        … sowas weiß grad der Sophist genau, Paul. Der weiß sowas. Den müssen Sie sicher nicht korrigieren.
        Nein, die Unterstützung evangelikaler Christen ist selbstverständlich wichtig: Weil sie z.B. in den USA überhaupt nicht auf antisemitische Propaganda hereinfallen. Verlässlicher als fast jeder sonst.

        • Sophist X schreibt:

          Danke, lieber Aristobulus ^^

          Ich hatte in der Tat in einem früheren Onlineleben recht häufigen Kontakt mit Evangelikalen. Es waren in der Mehrzahl kluge, gut erzogene Menschen, und ihre Marotte, mich vor dem Höllenfeuer erretten zu wollen, habe ich wohlwollend, aber mit Ablehnung zur Kenntnis genommen. Nebenbei habe ich mich über Brüder im Unglauben amüsiert, die darob hochgingen wie die Rumpelstilzchen.

          Ich wollte aber auch keine wilden Diskussionen mit dem geschätzten Paul vom Zaun brechen, da ich weder Jude bin noch in Israel wohne und ich die Sache eher für eine Marginalie hielt.

Seid gut zueinander!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s