Wir senden die Doku auf arte und WDR

Bitte alle mitmachen!

Es ist geschehen. Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner wurde ins Netz gestellt und verbreitet sich dort rasend schnell.

Da sich arte und der WDR weigern, die Dokumentation zu senden, schlage ich vor, wir senden die Dokumentation auf arte und WDR. Postet den Film auf den Facebookseiten von arte und dem WDR. Unter jedem Bericht soll diese Dokumentation erscheinen, unzählige Male, wieder und wieder und immer wieder. Egal worum es in den Berichten geht, die von arte und dem WDR gepostet werden, diese Dokumentation soll darunter erscheinen, massenhaft und unübersehbar, damit es den Sendern richtig peinlich ist!

Was bisher geschah:

Jeden Monat muss ich 17,50 Euro bezahlen, damit die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gute Fernsehsendungen für mich einkaufen. Ohne diesen Zwang, so sagen sie, gäbe es kein gutes Fernsehen in Deutschland. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber sie sagen es.

Diese öffentlich-rechtlichen Sender haben nun eine deutlich sechststellige Summe ausgegeben, um eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa einzukaufen. Nachdem sie den Film jedoch gesehen haben, erklären sie, die Dokumentation sei nicht gut genug für mich. Darum schließen sie den Film weg, damit ihn niemand sehen kann. Sie tun dies, weil sie es können. Der Film ist in ihrem Besitz und ohne ihre Erlaubnis kann der Film nicht öffentlich gezeigt werden.

Können wir nicht froh sein, in einem Staat zu leben, der so gut auf uns aufpasst? Hoffentlich kaufen die Sender bald mal wieder einen Film, in dem Israel so richtig schön kritisiert wird, damit wir wieder gutes deutsches Fernsehen mit bösen jüdischen Siedlern sehen können.

Das klingt unglaublich? Genau das ist jedoch geschehen! Arte und der WDR haben die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner gekauft und entscheiden, die Dokumentation nicht zu senden. Die Aufführungsrechte liegen bei arte und dem WDR. Die Zeitung Le Monde spricht gar von Zensur.

Eine ganze Reihe international anerkannter Historiker, Politikwissenschaftler und Antisemitismusexperten loben die Dokumentation. Prof. Michael Wolffsohn bezeichnet die Dokumentation als „meisterhaft“, Ahmad Mansour als „großartig und überfällig“ und Götz Aly als „beachtliche und außerordentlich facettenreiche journalistische Leistung.“ Das WDR Social Media-Team aber erklärt:

„Der Film entspricht nicht dem Auftrag von arte, nämlich den „Antisemitismus in Europa“ zu beleuchten. Das behandelt der Film allerdings nur in Teilen. Der WDR kann die Kritik von arte nachvollziehen, da der Film nicht liefert, was beauftragt war.“

Weil der WDR das Geld hat, interessiert es nicht, was Experten sagen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben das Geld des Volkes und deshalb entscheiden sie, was das Volk sehen darf. Es geht schließlich um gutes Fernsehen. Es darf nicht sein, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer über folgende Ereignisse informiert werden:

Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten.

Am 19. März 2012 wurden drei Kindern und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren.

Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen.

Im Sommer 2014 wurden auf deutschen Straßen diese Parolen gebrüllt:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“
„Adolf Hitler!“
„Tod den Juden!“

Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: „Ihr seid Juden, also seid ihr reich!“ Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten die selben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt.

Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden.

Am 13. November 2015 wurde das Bataclan Theater in Paris Ziel eines Anschlags, bei dem neunzig Menschen ermordet wurden. Das Theater wurde nicht zufällig ausgesucht. Jahrelang hatten die jüdischen Besitzer des Theaters Spendengalas für Israel organisiert. Das Theater wurde seit 2008 massiv bedroht und entging im Jahr 2011 erstmals einem Terroranschlag.

Es darf nicht sein, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, wie es zu diesen Morden kam, vermutlich weil ein Teil dieser Antworten die Bevölkerung nur verunsichern würde. Im November 2015 hielt der deutsche Innenminister Thomas de Maizière Informationen über terroristischen Hass mit der Begründung zurück, Teile der Antwort könnten die Bevölkerung verunsichern. Im Jahr 2017 übernehmen die öffentlich-rechtlichen Sender diese Logik und kaufen eine Dokumentionen über terroristischen Judenhass auf, damit sie nicht gesendet wird. Sicher ist sicher!

Teile der Antwort sind aber wirklich sehr beunruhigend! Die Dokumentation beschäftigt sich nämlich unter anderem mit der Verbindungen zwischen der deutschnationalen und der palästinensischnationalen Bewegung und legt erstaunliche Parallelen offen. In Zeiten, da der Terror, wie wir ihn von palästinensischen Terroristen kennen, die mit Autos und Lkws in Menschenmengen rasen und wahllos Passanten abstechen, auch in Europa um sich greift, birgt eine Dokumentation, die zeigt, dass dieser Terror von europäischen Organisationen finanziert wird, ungeheuren Zündstoff. Das würde die Bevölkerung wirklich verunsichern!

Die Macher der Dokumentation haben zum Beispiel herausgefunden, dass der Hass auf Juden im Gazastreifen und in der palästinensischen Autonomie durch Gelder aus Deutschland und Europa finanziert wird. Gelder von Brot für die Welt, Misereor und der Europäischen Union werden im 21. Jahrhundert benutzt, um im Nahen Osten Judenhass zu finanzieren. Die Dokumentation zeigt zudem, wie Gelder aus Europa und von den Vereinten Nationen benutzt werden, um arabische Kinder zu missbrauchen, indem sie dazu gezwungen werden, als Schutzschilde zu fungieren.

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten in Europa gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Die Dokumentation zeigt ferner, wie dieser Hass in die arabische Welt exportiert wurde und heute nach Europa zurückkehrt und zwar in Form einer brutalen und durch europäische Organisationen finanzierten Kritik an Israel, die sogar vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Nachdem man die Dokumentation gesehen hat, versteht man die letzten Sätze der Dokumentation:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Die Leute, die diesen Menschen den Hass eingeredet haben, sind Menschen aus Europa, Christen von „Brot für die Welt“ und „Misereor“, linke und rechte Aktivisten, Politiker der Europäischen Union, aber auch Journalisten und Redakteure der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Die Dokumentation macht deutlich, dass die bisherige Art, wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten über Israel berichtet haben, in einer Form einseitig und unausgewogen war, dass dadurch judenfeindliche Ressentiments geschürt wurden. Die lange Liste der Verfehlung öffentlich-rechtlicher Berichterstattung über Israel hat ebenfalls Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „Ich klage an“ dokumentiert.

Hier wird es besonders pikant: Ein öffentlich-rechtlicher Sender kauft eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa, in der deutlich wird, dass die Art der Berichterstattung über Israel auch durch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mitverantwortlich ist an dem explodierenden Judenhass, um diese Dokumentation dann wegzusperren. Das lässt vermuten, dass hier aus Befangenheit geschwiegen und verheimlicht wird und alles unter öffentlich-rechtlicher Hand.

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36 Antworten zu Wir senden die Doku auf arte und WDR

  1. scottberlin schreibt:

    Ich bin Passant dankbar für den Link zu dem Spiegelartikel. Ich hatte mir die Doku angeschaut und finde den Bericht von Arno Frank treffend, auch sein Fazit am Schluss: „Es ist von keinem richtigen Journalisten zu verlangen, über gezielten Hass und traditionelle Dummheit „ausgewogen“ zu berichten. Er sollte dann aber nicht fahrlässig Lücken lassen, durch die der Zweifel einsickern kann. Was stimmt, das muss auch sitzen. Seine Unschärfen sind es, mit denen der Film im Eifer des Gefechts seine eigene Haltung schwächt. Deshalb ist es kein Verdienst, dass diese Dokumentation nun über Umwege doch gezeigt wurde. Mit ein wenig mehr Arbeit hätte sie wesentlich mehr Wucht entfalten können.
    In ihrem gegenwärtigen Zustand ist sie nur etwas, das man im Internet sehen, das man glauben kann oder auch nicht. Und das ist schlimm.“
    Was mich an dem Von BILD veröffentlichen Video besonders stört, ist der Kommentar des Historikers Wolffsohn am Schluss. So behauptet er, der Film zeige, dass es neue Formen des Antisemintismus gebe. So wurde das Video ja auch angekündigt und ich war sehr gespannt, wie diese These vom neuen Antiseminismus belegt würde. Tatsächlich wurde sie mitnichten belegt. Es wurde mal wieder Kritik an Israel ohne Begründung gleichgesetzt mit Antisemintismus. Diese Verknüpfung mag zwar für weite Teile der muslimischen Welt plausibel sein, nicht aber für linksliberale Kritik an der Politik der israelischen Regierung. Dass diese teilweise auf falschen Fakten basiert, macht sie noch lange nicht zum Antisemintismus. Der zweiten Schlussfolgerung von Wolffsohn, dass in dem Film die Verknüpfung des Antisemitismus in Europa mit der bevölkerungspolitischen Verflechtung mit dem nahen Osten deutlich wird, stimme ich zu. Das stützt aber eher meine Sicht auf Punkt eins. Punkt drei und vier sind auch ok, aber ohnehin unumstritten. Die von Wolffsohn wohl irrtümlich mit fünftens nummerierte Aussage, „konfliktpolitisch ist Europa längst Nahost“, ist keine wissenschaftliche sondern eine politisch-provokante. Sie wird aber in der Tat in der Doku untermauert und ich halte sie für richtig und wichtig. Der eigentliche fünfte Punkt ist dann quasi eine Wiederholung von Nummer eins: wir sähen, sagt Wolffsohn, dass die … Trennung zwischen Antisemitismus und Antizionismus eine künstliche sei. Und das eben sehen wir in dem Film genau NICHT. Da werden Behauptungen mit Fakten verwechselt. Peinlich für einen Historiker. Und, Punkt sechs, dass es auch um die Frage geht, ob gebührenfinanziertes Fernsehen zensurfrei ist, darum geht es in der Doku nicht, wohl aber in der Auseinandersetzung über das bisherige Nicht-Senden der Doku – wieder eine Unsauberkeit des Wissenschaftlers, die mit korrekter Formulierung leicht vermeidbar gewesen wäre und ein schlechtes Licht auf die wissenschtliche Selbstdisziplin des Kommentators wirft. Aber er hat in der Sache recht, dass die Frage gestellt werden muss. Er selbst gibt hier keine explizite Antwort auf die Frage, doch sie schwingt natürlich mit seinen Schlussfolgerungen eins bis fünf mit: es ist Zensur. Da Wolffsohn die handwerklichen Schwächen der Doku – siehe Arno Frank – verkennt oder ignoriert, kommt ihm eine andere, weniger spektakuläre Interpretation nicht in den Sinn. WDR und Arte haben die Doku vielleicht ganz einfach in der nun veröffentlichten Fassung deshalb nicht gezeigt, weil sie handwerklich (noch) nicht sauber ist. Dass der WDR auch schon andere journalistisch unsaubere Dokus gezeigt hat, wie etwa die über die mangelhafte Wasserversorgung von Palästinensern, kann kein Argument dafür sein, es hier erneut zu tun. Es wäre aber doch interessant und wichtig zu erfahren, wie die beider Sender die Nichtveröffentlichung begründen. Insofern bin ich Buurmann dankbar, dass er den Vorgang thematisiert hat.

    • Aristobulus schreibt:

      Den selben ellenlangen, verlogenen, verdrehenden Sermon hat der Typ hier zweimal gepostet, einmal hier, einmal im anderen Strang.

      Warum hält der nicht seine lügende Fresse, wenn sich Erwachsene unterhalten?

      • scottberlin schreibt:

        War nicht beabsichtigt. Nachdem ich den Text zu Passant geschrieben hatte und veröffentlichen wollte, erhielt ich eine Fehlermeldung, dass die Veröffentlichung nicht möglich sei. Ich habe dann auf der Basis dieses Textes als Antwort auf die neue Mitteilung in TiN, dass der WDR die Doku bringen will, einen leicht modifizierten Text gepostet. Da muss man also nichts Illegitimes reininterpretieren, wie Aristobulus das mal wieder tut.

      • aurorula a. schreibt:

        Warum hält der nicht…
        Wenn ich jemandem etwas mitteilen wollte, daß sonst keiner wissen darf, würde ich es ihm in einer Disco mit 180 Dezibel ins Ohr flüstern. Das bekäme nicht mal der Nächststehende mit, wenn der das wollte. Dementsprechend die guten und sinnvollen Beiträge in einer ganzen Menge Lärm zu ersäufen stellt auch sicher, daß die kaum jemand liest.

  2. Roger Lithmus schreibt:

    Vielen Dank für die Veröffentlichung der Dokumentation hier auf dem Blog. Ich habe sie gestern gesehen und mir war sofort klar, warum ARTE diese schockierend ehrliche Dokumentation nicht zeigen wollte. Wir finanzieren den Terror mit unseren Steuergeldern.
    Guckt man sich die Bilder aus Frankreich an, dann weiß man, wie es bei uns in 10 Jahren aussehen wird. Jeder sollte diese Doku sehen! Danke nochmal!

  3. Eitan Einoch schreibt:

    Ein erheblicher Teil der Kommentare unter dem Video belegt, wie zutreffend und wichtig dieser Film ist. Und wichtig die Existenz Israels als Lebensversicherung für Juden weltweit ist. Kurz gesagt lautet der übliche Tenor: Die Juden sind schuld und basta! Und wer das anders sieht, ist „einseitig“, „nicht ausgewogen“ etc. Das ist der ganz normale Kulturantisemitismus in zeitgemäßer Verpackung und absolut Mainstream. Ich schätze mal, 70-80 Prozent der Otto-Normal-Verbraucher sind in dieser Form antisemitisch.

  4. Paul schreibt:

    Lieber Gerd,
    habe mir die Dokumentation zwei mal angesehen.
    Jetzt kann ich verstehen, warum Arte und WDR das nicht senden wollten. Diese Dokumentation zeigt auf, dass diese Sender in ihrer Berichterstattung zu dem Themenkomplex bisher weitgehend Lügen verbreitet haben. Wer entlarvt sich schon gerne selber? Deshalb konnten sie diese Sendung nicht zeigen.

    Für mich hat diese Dokumentation nicht wirklich etwas Neues gebracht. Darüber schreibst Du Dir, lieber Gerd, hier in Deinem Blog schon seit Jahren die Finger wund.
    Neu ist für mich dieser umfassende Bericht durch seine Komprimierung. Nichts wird ausgelassen. Alles wird dokumentiert. Alles ist faktenorientiert.

    Schleierhaft ist mir, wie die Produzenten finanziell zurecht gekommen sind. Für 165 000 € kann diese Dokumentation unmöglich kostendeckend erstellt worden sein. Wenn da nicht noch Sponsoren im Hintergrund mitgeholfen haben, dürfte das ein Verlustgeschäft gewesen sein. Jedenfalls habe ich das Engagement der Produzenten bei dieser Produktion gespürt. Deshalb mein Dank auch an alle Beteiligten. Das Produkt ist für mich preiswürdig.

    Das Verhalten von Arte und WDR ist kritikwürdig. Wenn ich als Auftraggeber ein Produkt geliefert bekäme, das nicht meinen Wünschen oder dem Auftrag entspricht, würde ich die Abnahme und Bezahlung verweigern. Dadurch würden Die Produzenten in die Lage versetzt ihr Produkt auf dem Medienmarkt anzubieten. Das haben die Sender nicht gemacht. Sie haben abgenommen und bezahlt, aber die Sendung verweigert. Damit wurde die Dokumentation vom Markt genommen und wäre im Giftschrank der Sender beerdigt worden. Ein Hundsfott, wer Böses dabei denkt?

    Allerdings scheint Arte, als Rechteinhaber, wohl jetzt zur Vernunft gekommen sein. Es hat die Veröffentlichung von Bild nicht sanktioniert, sondern sogar befürwortet, gleichzeitig aber um Verständnis dafür gebeten, dass Arte das nicht veröffentlichen konnte. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    Jedenfalls können jetzt alle über den Sachverhalt sich eine eigene Meinung bilden.

    Herzlich, Paul

    • aurorula a. schreibt:

      Es hat die Veröffentlichung von Bild nicht sanktioniert,
      äh, doch, haben sie wohl schon, sonst hätte die Zeitung das nicht zeigen können ohne verklagt zu werden? Insofern müssen sie das wohl absegnen, wenn auch nur durch Verzicht auf rechtliche Schritte.
      * verwirrtsei *
      Seit wann ist „befürworten“ ein Gegensatz zu „offiziell absegnen“/“sanktionieren“?

  5. Dr. W, Degenhardt schreibt:

    Habe gerade die Doku gesehen. Beschäftige mich mit dem Thema als Historiker seit 25 Jahren intensiv. Das bei weitem Beste und Sachlichste, was dazu seit 1990 produziert worden ist.
    Die Verweigerung der Ausstrahlung ist definitiv rassistische Zensur.
    Herr Wolffsohn als Historikerkollege ist nicht, was ich einen Freund oder Vorbild nennen würde, aber wo er Recht hat, hat er eben Recht.

  6. Melanie schreibt:

    Ich finde diese Doku – nachdem ich sie mir jetzt angesehen habe – noch nicht mal als besonders überraschend/neu/wertvoll. Sondern einfach nur als „ganz normal“, im Sinne dessen, was mann/frau doch eh schon mitverfolgt hat die letzten 40 Jahre. Alleine, dass da so ein Bohai drum veranstaltet worden ist: Warum sollte/durfte ich mir nicht einen Film angucken, um dessen Realitäten ich doch längst informiert war?!? – Und auch: Hätte ich lieber die Gesichter der vielen lieben normal lebenden Menschen angeguckt, die von Hass/relig. Fundamentalismus brutal ermeuchelt worden sind – anstatt die Hackfressen der fund./rel. brutalen Mörder! Warum? In Israel zeigt man ganz menschlich immer die Leben/Gesichter der Umgekommenen – in DE/F/GB zeigt man stattdessen immer die Namen u. Hintergründe und Fotos der Mörder?!? – Wer ist denn da wohl wichtiger/wertvoller?!? Muss ich echt nicht verstehen; oder?

    Und „die Juden“ sollen FR retten oder die Welt gleich? Wie krank ist denn das schon wieder?

    Ich verfolge die Schlagzeilen. Heute um 16 Uhr auch endlich was in SPON dazu:
    http://www.spiegel.de/kultur/tv/umstrittener-antisemitismus-beitrag-bild-veroeffentlicht-doku-a-1151965.html

    Danach auch noch was woanders, wo Leute versucht haben, einen anderen Menschen in’s ewige Feuer zu schicken:
    http://www.n-tv.de/panorama/21-Jaehriger-muss-ins-Gefaengnis-article19887594.html
    Sprich: Man zündet einen schlafenden Menschen an, und statt hernach versuchten feigen Mordes ist einfach nur „Versuch des Aufschreckens eines schlafenden Menschen“ und kein Tötungsversuch. Okay, ich probier das bei meiner Gift-Spritz-Nachbarin von oben auch einfach mal ..
    Nee, ich versteh die Welt nicht !

    Ou da gibt es noch soo viele andere Themen/Ideen/Bauchgefühle/Dimensionen – Ich platz! gleich!!!

  7. DuDu schreibt:

    Im Kommentarbereich zur Doku auf Youtube wird schon ordentlich gebolzt. Ekelhafte Linke die nur so mit „Ihr Faschisten…scheiss Nazis…“ um sich scheissen, auch gut, einem der die Doku wichtig und gut findet wird empfohlen „Geh doch AfD wählen“…. die Koordinaten dieser Linken hat sich derbe verschoben … und mit solchen gehen manche „GEGEN RECHTS“ demonstrieren…. vielleicht fällt irgendwann auch im links-liberalen Milieu der Groschen?
    PS: Die Doku, also der Inhalt, hat mich unglaublich wütend gemacht!

  8. Kanalratte schreibt:

    Diese Doku kommt zwar locker 80 Jahre zu spät, aber immerhin bekommen wir sie jetzt kostenlos via Internet.

  9. Eitan Einoch schreibt:

    Goebbels Enkel im öffentlich-rechtlichen Propagandaministerium haben sich nicht durchgesetzt!

  10. Kanalratte schreibt:

    Wundert mich auch nicht, das sowas nicht gezeigt werden will. Diese Doku bricht mit sehr vielen Dogmen und Denkmustern die uns die Post-68er Generation mit Hilfe vieler Medien seit nunmehr Jahrzehnten einredet.

    Immerhin kann man jetzt nicht mehr sagen, es gäbe keine deutschen Dokumentation die positiv über Israel berichtet. Denn die gibt es jetzt! Eine, eine einzige! 🙂

  11. wreinerschoene schreibt:

    Schon auf YouTube unter: https://youtu.be/rRLSnDkNm74, Sehr guter Bericht, und nun weiß man auch warum er nicht kam. Wir werden von Linken unterwandert und schon regiert, und das sind diejenigen die einen solchen Bericht verbieten können und aber auch die Hauptschuld tragen am Haß gegen Israel und Antisemitismus.

  12. A.mOr schreibt:

    Peter Finkelgruens Brief an Tom Buhrow auf ‚Hagalil‘.
    http://www.hagalil.com/2017/06/wdr/

  13. max schreibt:

    Kein Wunder will das Arte oder der WDR nicht senden. Da hat man sich bei den beiden linken Sendern doch etwas ganz anderes vorgestellt. So eher etwas mit Nazis, vielleicht auch noch etwas die AfD oder Le Pen anscheissen.
    Und nun sind sie und ihr ganzes verdorbenes, degeneriertes, schmieriges Umfeld Ziel der Kritik! So was geht natürlich überhaupt nicht. Wie kann man denn die bigotten, verlogenen Kässmann-Adeptinnen kritisieren, Frauen, mit denen man noch vor wenigen Tagen auf dem evangelischen Bessermenschentag die eigene, selbstzuerkannte moralische Ueberlegenheit gefeiert hat? Wie die linken Medien, die man für die Aufrechterhaltung des verlogenen Weltbildes der Linken so unglaublich nötig hat?
    Und weil man kein, wirklich gar kein Argument auf seiner Seite hat, schwafelt man nun etwas vun „handwerklichen Mängeln“. Wenn ich diesen Film mit problemlos ausgestrahlten „Dokus“ auf Arte vergleiche (z.B. Dokus über Vietnam, bei denen man unweigerlich das Gefühl bekommt, es sei eine Aussendung der Propagandaabteilung des Vietcongs himself), so hätte ich doch gerne eine detaillierte Erklärung, was denn an diesem Film handwerklich so viel schlechter sein soll, dass man ihn nicht ausstrahlen kann.
    Die Unterstützung, die das Verhalten von Arte/WDR in deutschen Leserforen, z.B. Tagesspiegel geniesst (z.B. Leser „ruebenkraut, p.maxwell etc.“), zeigt exemplarisch, wo der Antisemitismus noch heute floriert. Und das ist ganz klar (also, bei den schon etwas länger hier wohnenden) links. Die paar rechten Hanseln, die zwar einzeln keinen Dreck besser sind als ihr linkes Pendant, andererseits aber eben wenige sind, machen den Kohl schon lange nicht mehr fett. Und denen fehlt auch jegliche Beziehungen zur Macht. Und zum Geld. Mit dem dann wieder feine Organisationen wie BDS, UNRWA und andere Menschenfreunde finanziert werden.

    • Aristobulus schreibt:

      Danke Max, ein Treffer nach dem anderen, und dann wieder ein paar.

    • pork_soda schreibt:

      Volltreffer! Danke.

    • Passant schreibt:

      “ so hätte ich doch gerne eine detaillierte Erklärung, was denn an diesem Film handwerklich so viel schlechter sein soll, dass man ihn nicht ausstrahlen kann.“

      Ja, ich habe schon auch darüber nachgedacht. Hier ist ein widerliches, aber anschauliches Beispiel: http://www.spiegel.de/kultur/tv/umstrittene-antisemitismus-dokumentation-von-arte-und-wdr-mit-elan-ins-minenfeld-a-1152010.html

      Ein Zitat: So hat Joachim Schroeder die NGOs vermutlich zu Recht angeklagt, sie zu seinen Vorwürfen aber keine Stellung beziehen lassen. Er habe nicht erwartet, „dass diese Organisationen mir etwas Originelles dazu sagen können“. Wenn das kein handwerklicher Fehler ist, gibt es kein Handwerk.

      In unzähligen tief antiisraelischen Berichten, die bislang die ganze Medienlandschafft geprägt haben, hat jemand die israelische Seite wirklich zu Wort kommen lassen? Für solche Beispiele wäre ich sehr dankbar, ganz ehrlich. Irgendwas hatte schon immer gestört, auch mal die offiziellen Feiertage, die in jedem Kalender stehen. Ich kann mich leider nicht daran erinnern, dass dieser Herr seinen Unmut darüber geäußert hätte… muss wohl schlecht aufgepasst und überflogen haben.

      Immerhin schreibt er am Ende: Es ist von keinem richtigen Journalisten zu verlangen, über gezielten Hass und traditionelle Dummheit „ausgewogen“ zu berichten.
      Jawohl, ein bisschen Zugeständnis muss schon sein, eigenes Alibi sollte unbedingt gepflegt werden. Und somit nicht der Elan per se ist schlecht, sondern einfach die falsche Seite, der er gegolten hat.

      Mich hat schon immer fasziniert, wie manche das vorstellen, über Antisemitismus „ausgewogen“ und „ergebnisorientiert“ zu berichten. Wie geht das überhaupt? Ungefähr so wie bei Vergewaltigungen, wenn angemerkt wird, dass der Rock auch um einen Tick länger hätte sein können? Dass die Juden durch ihr Tun/Unterlassen auch selber daran schuld sind? Ist ja nicht neu, seit langer Zeit erprobt, eine gute alte europäische Tradition.

      Einfach widerlich.

      • A.mOr schreibt:

        @Passant:
        Einfach widerlich.
        Das stimmt. Hatte mich ein Freund auf den Artikel hingewiesen, da habe ich mich zu wenigen Passagen aus Arno Franks Erguß geäußert.

        Arno Frank: So heißt es, nachdem Annette Groth von der Linken den Israelis mal eben die Vergiftung der Brunnen, pardon, die Einleitung toxischer Chemikalien ins Meer zum Vorwurf gemacht hat: „Schade um das schöne Mittelmeer, wir haben es so sehr gemocht“.

        „Jüdischer Humor“ von einem Nichtjuden, mir gefällt’s. Arno Frank wohl nicht.
        [Anmerkung. Annette Groth war 2010 eine der deutschen Passagiere auf der ‚Mavi Marmara‘, die unter antisemitischen Hetzgesängen vom türkischen Hafen aus dann gen Gasa losschipperte…]

        Arno Frank: Sie haben sich mit philosemitischem Elan in ein Minenfeld gestürzt – und die Minen sind alle hochgegangen.

        „philosemitischer Elan“, da versteht man wie’s im Arno zickt.
        Kann einem übel werden… (Nicht Vernunft und Verstand -so läßt sich Arno Frank interpretieren- lassen einen Menschen Abstand nehmen von der „Israelkritik“, nein, es könne sich nur um ~“philosemitischen Elan“ handeln…)

        Arno Frank: Beim Grenzübergang nach Gaza können sie sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Jürgen Todenhöfer beschreibt seine beschwerliche Einreise nach Gaza durch einen Tunnel der Hamas. Wir entscheiden uns für die Tür“,…

        Gelungener Seitenhieb. Der „dumme Deutsche“ (J. Todenhöfer) im „Wunderland“. Die „arabischen Freunde“ dürften sich köstlich amüsiert haben. Ihnen kann man aber auch zugute halten, daß sie „lichtscheues Gesindel“ gewesen sein dürften…

        Arno Frank: In seine Helden dagegen ist der Film so verliebt, dass er sie spürbar anschmachtet. Da ist dann der greise zionistische Untergrundkämpfer…

        Mir wird wieder übel…

        Arno Frank: Und da genügt es auch nicht, dass der wackere Bürgermeister von Sarcelle (wo 2014 ein arabischer Mob ein Pogrom gegen seine jüdischen Mitbürger vom Zaun brach) als Repräsentant der Zivilgesellschaft vorgestellt wird. Nein, er sieht auch noch „wunderbar altmodisch aus, wie eine Figur aus einem Jean-Pierre-Melville-Film“.

        „Judenfreunde“ findet Arno Frank offenbar abscheulich, und „zionistische Untergrundkraken“ ebenso…

        Arno Frank: „Und das ist schlimm.“

        • Aristobulus schreibt:

          Tja, der Arno Frank findet es eben unnormal, ja anstößig, wenn wer kein Antisemit ist.
          Also hechelt er den Anti-Antisemiten fleißig hinterher, ganz als ob er dafür bezahlt werde.
          Oh, pardon, er WIRD ja dafür bezahlt. Ah so. Na, dann.

        • Passant schreibt:

          Etwas am Rande: Die Episode mit Groth im Film finde ich übrigens super gelungen, hervorragend, sie hat sich selber oscarreif gespielt. Diese Mimik, diese Augen, auch Gestik und Vokabular – man muss ja kein Arzt sein, um ganz zweifellos zu erkennen, wie unheilbar krank die Dame ist.

          • Aristobulus schreibt:

            … also Hirnerweichung oder Hirnversteinerung wird’s sein, oder gar beiderlei Ding 😀

          • Passant schreibt:

            Pech, sie hat die Gefahr nicht erkannt, dachte wohl – deutsche Journalisten, wie gehabt, was kann da schon gefährlich sein und hat sich selber frei entfaltet. Kein Kommentar ist dazu nötig, alles ist sofort klar. Die Episode kann eigentlich bei Medizinstudenten für die Schulung genutzt werden.

          • Aristobulus schreibt:

            … oder bei werdenden Seelsorgern Zwecks Entstehung unendlichen Mitleids 😀

  14. anti3anti schreibt:

    17,50 Euro monatlich für antisemitisches Fernsehen? Zu viel!

  15. aurorula a. schreibt:

    Habe den Link bei mir auf dem Blog rebloggt.

  16. Pingback: Der Dokumentarfilm ist (kurz) online! | kleines Südlicht

  17. klartext77 schreibt:

    Gute Aktion. Hab‘ den Aufruf auf Twitter und Gab.ai gepostet und per email verbreitet.

Seid gut zueinander!

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