Wie radikal darf Widerstand sein?

„Trump ist ein Verräter. Trump hat unsere Demokratie zerstört. Es ist an der Zeit, Trump und Co. zu zerstören.“

Diese Aussage schrieb der Amerikaner James T. Hodgkinson auf seine Facebookseite. Am 14. Juni 2017 schoss er den republikanischen Senator Steve Scalise nieder. Der Spiegel schreibt zu diesem Anschlag:

„Nach allem, was bislang bekannt ist, dürfte der Fall vor allem die Kritiker Trumps auf der Linken belasten: Er wirft die Frage auf, wie radikal Widerstand sein darf.“

Gute Frage. Wie radikal darf Widerstand sein?

Als im Frühjahr 2017 ein Auftritt des Trump-Unterstützers Milo Yiannopoulos an der Universität Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien geplant war, kam es zu derat gewaltsamen Protesten, dass die Bürgerrechte auf Meinungsfreiheit für Milo Yiannopoulos nicht mehr verteidigt werden konnten und sein Auftritt abgesagt werden musste. Hier ein paar Aufnahmen der Gewalt:

Ab Minute 0:30 werden einer Frau die Augen mit Pfefferspray verätzt! Ab Minute 0:40 wird auf Menschen eingeprügelt. Es fließt Blut. Ab Minute 0:50 wird Feuer gelegt. Ab Minute 2:00 werden Brandsätze geworfen. Ab Minute 3:00 eskaliert das Feuer. Milo Yiannopoulos musste evakuiert werden. Später erklärte er:

„Sie lassen keine gegenteilige Meinung mehr zu, nicht mal mehr so einen albernen, harmlosen, schwulen Redner wie mich. Sie wollen nicht, dass Studenten andere Meinungen hören. Sie sind total versteinert, wenn ihnen jemand widerspricht und mit Argumenten, Fakten und Vernunft einen alternativen Blick auf die Welt präsentiert. Ich musste heute von der Universität Berkeley evakuiert werden. Diese Universität war einst die Sperrspitze der freien Meinung, was die ganze Angelegenheit besonders traurig macht. Dieser Campus steht nicht länger für freie Meinung. Ich komme aus dem Vereinigten Königreich, wo es keinen ersten Verfassungszusatz gibt. Ich habe gehofft, hier in den Vereinigten Staaten einen Ort zu finden, wo ich meine Meinung artikulieren, ein paar gute Gags absetzen und Menschen zum Lachen und zum Nachdenken bringen kann, ohne Angst vor Gewalt haben zu müssen. Ich dachte, Amerika sei der Ort, wo das möglich ist. Natürlich bin ich kein Rassist oder Sexist, wie sie behaupten. Sie behaupten es nur, um so die Gewalt gegen mich zu rechtfertigen. Und selbst wenn alles, was sie über mich sagen, wahr wäre, wäre das immer noch keine angemessene Reaktion auf Ideen! Indem sie behaupten, ich würde mit meinen Worten Gewalt ausüben, rechtfertigen sie ihre tatsächlich physische Gewalt gegen mich, weil sie glaubhaft gemacht haben, ich sei eine physische Gefahr für die Sicherheit der Studenten.“

Wie radikal darf Widerstand sein?

Solche Ausschreitungen, wie wir sie zur Zeit in Amerika erleben, habe ich 2009 bei der Amtseinführung Obamas vom Klu Klux Klan erwartet, nicht aber 2017 an der Universität Berkeley nach der Amtseinführung Donald Trumps.

„Wenn wir es zulassen oder gutheißen, dass Menschen mit Gewalt aus dem Diskurs entfernt werden, und möge ich ihre Aussagen noch so sehr verabscheuen, glaub‘ mir Gerd, dann sind wir Juden die Nächsten.“

Das sind die Worte meines Gastvaters Jim Davidson. Ich habe ihm einiges zu verdanken. Die Gespräche mit ihm haben mich geprägt. Er ist erfolgreicher Jurist in den Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Warnung hat sich in mein Hirn eingebrannt.

Mit Gewalt wurde an einer amerikanischen Universität ein Diskurs verhindert, ausgerechnet dort, wo der freie Diskurs gelebt werden sollte wie sonst nirgendwo, wo die Elite der Bildung lebt, die in der Lage sein sollte, die Freiheit der Gedanken zu leben, wo kluge Geister streiten, forschen und um Erkenntnis ringen, wo Akademiker und Akademikerinnen begabt genug sein sollten, das Falsche analytisch zu erkennen, so dass es keinen Grund gibt, Gedanken zu verbannen, weil dort aufgeklärte Menschen den Mut besitzen, sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines Anderen zu bedienen. Werden an der Universität Berkeley auch bald die Schriften von Martin Luther und der Koran verbannt? Was dort steht, ist nämlich schlimmer als alles, als alles was Milo jemals zum Besten gegeben hat.

Woher weiß ich, dass jene Menschen, die heute Milo das Recht nehmen, sich am Diskurs zu beteiligen, nicht auch morgen mich aus dem Diskurs entfernen, weil sie glauben, ich sei eine Gefahr? Ich weiß es nicht! Ich weiß aber, dass mein Gastvater Recht hat. Juden sind immer die Nächsten, wenn nicht sogar die Ersten. Am 27. Oktober 2016 wurden Juden aus einer Londoner Universität entfernt, da die Polizei nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren konnte. Als die Polizei den Tatort des Judenhasses erreichte, zeigte sich ihnen eine schreckliche Szene:

Die rund 25 Studentinnen und Studenten des angegriffenen Vortrags hatten sich gemeinsam mit ihrem Dozenten Hen Mazzig in einem kleinen Raum eingeschlossen, während sich draußen der gewalttätige Mob formierte. Eine Studentin beschreibt die Situation wie folgt:

„Es gab viel Geschrei und viele schlugen gegen die Türen. Wir alle hatten Angst, aber wir versuchten uns, auf den Vortrag zu konzentrieren. Es war wahnsinnig. Trotz der Schläge von draußen sprach Hen weiter von Frieden. Das war wirklich sehr schön, denn wir waren vereint und sangen das Lied der Hoffnung trotz des Lärms von draußen.“

Der Dozent Hen Mazzig, der als Beauftragter für humanitäre Angelegenheiten eingeladen war, erklärte später: „Ich bin überrascht, dass sie ausgerechnet meine Botschaft des Friedens und der Koexistenz anvisiert haben. Es war wirklich schwer, über den ganzen Lärm zu sprechen.“

Als es einigen Menschen im Mob gelang, ein Fenster gewaltsam zu öffnen, war der Polizei klar, dass die Gewalt explodierte. Da jedoch nur rund 20 Polizeibeamte anwesend waren und der judenhassende Mob zu groß war, konnte nicht gegen den Mob vorgegangen werden. Stattdessen wurden die Angegriffenen aus der Universität entfernt. Als Hen Mazzig mit den Studierenden die Universität verlassen musste, waren sie gezwungen durch eine lange Gasse von hasserfüllten Menschen zu gehen, die auf sie einbrüllten: „Schämt Euch!“

Ich kann mir gut vorstellen, warum ausgerechnet Hen Mazzig anvisiert wurde. Er ist Jude, Israeli und schwul. Das sind drei Eigenschaften, die sowohl von der Hamas als auch der Fatah verfolgt werden! Die Verantwortlichen der palästinensischen Bewegung machen keinen Hehl daraus, dass „Free, Free Palestine“ nichts anderes bedeutet als: Tötet die Juden, vernichtet Israel und richtet die Homosexuellen hin.

Wie radikal darf Widerstand sein?

Vor ein paar Jahren wurden Musiker in der Royal Albert Hall in London niedergebrüllt, weil sie Israelis waren:

Israelis werden aus Hörsälen vertrieben und niedergebrüllt:

Konzerte werden gestört, weil die Musiker Israelis sind:

Unter „Allahu Akbar“-Rufen werden Künstler wie Lars Vilks in Hörsälen attackiert:

Wie radikal darf Widerstand sein?

Für Juden und Israelis sind Universitäten, Konzertsäle und Vortragsräume in Europa und Amerika mittlerweile zu Kriegszonen geworden. Sie werden sogar von der Polizei entfernt, weil die Sicherheitsorgane nicht mehr ihre Sicherheit garantieren können.

Ich kenne die Motivation der Störenfriede: Hochmut und Überheblichkeit. Das treibt Menschen dazu, anderen vorzuschreiben, was sie hören dürfen. „Wehret den Anfängen“ brüllen diese Menschen und meinen damit doch nur die Anfänge, die sie aus eigener Angst konstruieren. Sie nehmen andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung aus Angst, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag rechtfertigt. Genau das ist die Wurzeln totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken ermöglicht.

Milo Yiannopoulos macht mir keine Angst. Angst machen mir Studenten, die sich so im Recht fühlen, dass sie Feuer legen. In Deutschland geschah das einst im Jahr 1817. Damals waren es Studenten einer deutschnationalen Bewegung, die sich auf der Wartburg genau jener Mittel bedienten, die exakt 200 Jahre später in Kalifornien zum Einsatz kamen. Der Dichter Heinrich Heine beschrieb das Ereignis wie folgt:

“Auf der Wartburg krächzte die Vergangenheit ihren obskuren Rabengesang, und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt und getan, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren! (…) Auf der Wartburg herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anderes war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand, und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu erfinden wusste als Bücher zu verbrennen!”

Siebzig Jahre nach Heines Tod im Jahr 1933 wurden seine Schriften zusammen mit vielen anderen Büchern verbrannt, wieder von deutschnationalen Studenten, diesmal jedoch in Berlin.

Wie radikal darf Widerstand sein?

Im amerikanischen Wahlkampf habe ich Hillary Clinton unterstützt. Ich bin Mitglied bei der FDP und setze mich stark für Israel, die Rechte von Homosexuellen, Feminismus und die freie Kunst ein. Ich organisiere Israeltage, feministische Lesungen, Flüchtlingskonzerte und marschiere bei dem CSD mit. Es gibt nichts, das mich dazu bringen würde, die AfD zu wählen. Teile ihrer Politik verabscheue ich sogar. Wenn jedoch Gewalt angewendet wird, dann verteidige ich selbstverständlich die Bürgerrechte der AfD.

Bei einer geplanten Veranstaltung der AfD an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg kam es am 12. Januar 2017 zu Tumulten. Laut MDR kam sogar zu einer tätlichen Auseinandersetzung und ein kleiner Feuerwerkskörper wurde geworfen, der neben einem Vortragenden explodierte. Die Veranstalter mussten daraufhin in einen kleinen Raum hinter dem Podium fliehen. Sie verließen die Universität später unter Polizeischutz. Im Frühjahr 2016 wurde in Arnsberg auf ein Parteibüro der AfD geschossen und in Karlsruhe wurde auf einen Menschen geschossen, weil er Werbung für die AfD gemacht hatte.

Wie radikal darf Widerstand sein?

Mit vielen Punkten Trumps, der AfD und Milo Yiannopoulos stimme ich nicht überein. Ich bekämpfe sie sogar politisch. Wenn ich jedoch sehe, mit welcher Gewalt und Gehässigkeit manche meiner Zeitgenossen gegen andere Menschen vorgehen, dann frage ich mich, ob sie nicht schon längst selbst zu den Monstern geworden sind, die sie in den Objekten ihres Hasses zu sehen glauben.

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35 Antworten zu Wie radikal darf Widerstand sein?

  1. Bergstein schreibt:

    Die von Spiegel aufgeworfene Frage ist bei Licht betrachtet beängstigend. Widerstand kann es gegenüber dem politischen Gegner nur in einem einzigen Fall geben, nämlich den des Art. 20 Abs. 4 GG. Ansonsten gibt es politischen Kampf und Wahlen. Die Letzteren sind insbesondere dafür da, Widerstand für unnötig zu machen. Das heißt außerhalb des Rahmen des GG ist jeder Widerstand radikal und offener Rechtsbruch sowie Verrat an der Demokratie.

    • Aristobulus schreibt:

      Ja, eindeutig.
      Jedoch der SPIEGEL gebraucht den Begriff nicht in seinem juristischen Sinn, sondern allein in seiner propagandistischen Verzerrung (analog: „Widerstand gegen die zionistische Besatzung“, wenn Fantastinenser-Gutfinder reden, oder „Widerstand gegen das Schweinesystem“, wenn am ersten Mai die Antifa redet).
      Der SPIEGEL verzerrt damit den juristischen Begriff bis zur Unkenntlichkeit.

      • Abifiz schreibt:

        Spiegelt zur Un- die Kenntlichkeit.

      • aurorula a. schreibt:

        “Widerstand gegen…
        Das klingt eben viel besser als „Gewalt“. Widerstand klingt nacht Borg und zwecklos und underdog; während Gewalt ganz ehrlich das beschreibt, was sie ist.
        Aber auch nicht immer. Bei sich selbst sprechen die Begriffsumdeuter nie von „Gewalt“, immer von „Widerstand“. Bei anderen sprechen sie dafür nie von „die eigene Meinung sagen“, sondern von „verbaler Gewalt“. Oder von „struktureller Gewalt“, wo andere „schlechtere Lebensumstände“ (oder schlicht „Pech“) sagen.
        Das ist ausgleichende Ungerechtigkeit.

  2. Sophist X schreibt:

    Der Spiegel: Der Milliardär hatte …damit geprahlt, er könne ungestraft Menschen erschießen.

    Man muss nie lange suchen: Lügenpresse. Hetzerisches Lügengesindel wie dieses ist definitiv mitschuldig an der Tat.

    http://edition.cnn.com/2016/01/23/politics/donald-trump-shoot-somebody-support/index.html

  3. Melanie schreibt:

    Denen fehlt Herz! Herzgefühl, Herzblut, Wärme, Liebe zum Leben, Wertschätzung zu Kindern, zu Eltern, zu Familie, Leidenschaft einfach für’s Leben! Ist mir schon früh aufgefallen, als ich vor gefühlt 30 Jahren im StuPa (Studentenparlament) saß, und mich auf jeder Sitzung mit den „Antifas“ gestritten habe. Zu uns („pragmatischen Feministinnen“, im Unterschied zur „apo Lesben-Fraktion“) waren sie damals noch recht nett zu uns: Wir wären nur „die Falschen“, nicht aber „die Bösen“! Immerhin, he? – Ich finde bis heute, dass Antifas keine Wertschätzung des „normalen Lebens“ haben und genausowenig Herzblut für Andersdenkende … Kein intellektueller Beitrag hier, aber damit würden sie mich ja auch intellektÜll übererrennen: Es fehlt einfach Herz/Pragmatismus/“echte“ Probleme/Lebenserfahrung! Darf ich das mal hier so spontan und noch nicht weiter überlegt hier einfach mal in die Tasten hauen? Beschäftigt mich schließlich schon seit sehr vielen Jahren …..

    • Aristobulus schreibt:

      … vor Allem sind die Aktuellen so durchideologisiert und dabei moralisierend und dogmatisch wie nie. Wie die Roboter, die einer aufs Zuschlagen & Brüllen-pro-Bessermensch programmiert hat.

      • Aristobulus schreibt:

        Wohlstandsverwahrlosung

      • aurorula a. schreibt:

        Stimme zu: sowohl radikal als auch Widerstand sind etwas anderes. Statt radikal sind die Leute verblendet, und statt widerstand üben sie Gewalt. Nichts sonst. Alles andere wären Umdeutungen.

        • Jan schreibt:

          Obwohl ja … also immerhin: der „Spiegel“ stellt ja sich selbst und seinen Lesern die Frage, ob das so ok ist. Ob man Leute überhaupt erschießen darf, selbst wenn sie eine unzulässige politische Meinung vertreten. Oder ob eine solche Lösung nicht unter Umständen vielleicht doch zu radikal ist. Der „Spiegel“ möchte also zu einer, wie heißt es so schön, ergebnisoffenen Diskussion anregen. Das ist doch wahre Größe, und das obwohl Donald Trump ja immerhin die Demokratie abgeschafft hat, denn: ein Republikaner wohnt jetzt da, wo eigentlich ein Demokrat hingehört, und: Demonstrationen gegen Trump und Kritik an ihm sind auch verboten. Jedenfalls nach Ansicht von Widerständlern, bei denen der Colt locker sitzt. Aber darüber muss man sich halt austauschen, so vor allem unter den Kritikern Trumps auf der Linken. Die belastet diese Frage nämlich so. Glaubt der „Spiegel“.

          • Aristobulus schreibt:

            … tja, Jan, zumal der SPIEGEL immer wieder feststellt, dass Trump daran Schuld ist, nämlich in seiner Eigenschaft als Spalter. So steht das im SPIEGEL. Öhm, Lügenpresse? Es wäre ja voll rechts, wenn man das nur ganz leise murmelte.

            „…Der Milliardär hatte im Wahlkampf teils offen zu körperlicher Gewalt aufgerufen und damit geprahlt, er könne ungestraft Menschen erschießen. Seit seinem Amtsantritt hat er die Amerikaner in einen solchen Unruhezustand versetzt,… Nach allem, was bislang bekannt ist, dürfte der Fall vor allem die Kritiker Trumps auf der Linken belasten: Er wirft die Frage auf, wie radikal Widerstand sein darf. Zugleich aber lenkt das Attentat den Blick auf den Präsidenten und die Folgen seiner spalterischen Politik…“

            Wahrscheinlich sind die hunderte Übergriffe an Wählern, die von den Uhruheständlern verdächtigt wurden, Trump zu wählen und Spalter zu sein, laut SPIEGEL auch bloß ein bisschen Widerstand. Ja kann es denn radikal sein, oder ist es bloß ein bisschen Widerstand gegen das Spaltertum, wenn während Monaten Hunderte einfach mal auf den Straßen zusammengeschlagen werden, weil sie vielleicht den Falschen gewählt haben? Und der Mordanschlag auf Republikaner, ist er wirklich so radikal? Trump kann ungestraft Menchen erschießen, das habe er geprahlt, so der SPIEGEL. Also immerhin-.

            Erstaunlich nur, dass man irgends findet, wann, wo oder warum Trump gesagt haben soll, er könne ungestraft Menschen erschießen. Selbst der SPIEGEL, dieser leuchtende Palladin der Wahrheit, Abgewogenheit und des Anstands, gibt keine Quelle, kein Datum und keinen Ort an.
            Ja, es ist schwierig mit dem Spaltertum und überhaupt mit Propaganda für’s Gute: Was tun, wenn es jemandem auffältt, dass der SPIEGEL ein rufmörderisches Gerücht verbreitet? Reicht die Frage nach dem Datum, damit der Frager dann gleich als Spalter und Trump-Menschenerschießerunterstützer gilt, oder wird der erst richtig spalterfaschistoid, wenn er auch noch die Quelle und den Ort wissen möchte?
            Fragen über Fragen.

          • guinness44 schreibt:

            Wie sind denn Trumps Äußerungen zu den 2nd Ammendment People und Hillary aus dem Wahlkampf zu interpretieren?

          • aurorula a. schreibt:

            Wie sind denn Trumps Äußerungen zu den 2nd Ammendment People und Hillary aus dem Wahlkampf zu interpretieren?
            Was hat er denn gesagt?

          • guinness44 schreibt:

            „Hillary wants to abolish — essentially abolish the Second Amendment. By the way, if she gets to pick, if she gets to pick her judges, nothing you can do, folks. Although the Second Amendment people, maybe there is, I don’t know,“ Trump said. „But I tell you what, that will be a horrible day, if Hillary gets to put her judges in, right now we’re tied.“

          • Aristobulus schreibt:

            Wenn Trump das so gesagt hat, Guinness, dann hat er völlig Recht: Clinton hätte den 2. Verfassungszusatz bis zur Unkenntlichkeit zusammenstrichen, und auch mit dem ersten (Meinungsfreiheit; Trennung von Staat und jedeweder Religion) hatte sie größte Probleme. Ihre Intima-Beraterin Huma Abedin hat ihr sehr muselmaisch in beide Ohren geflüstert.

            Haben Sie fpr das Trumpzitat eine Quelle? Pardon, es wird so viel behauptet, dass Trump dies oder jenes gesagt habe.

          • guinness44 schreibt:

            Das war ein CNN Artikel vom August 2016. sie finden ihn, wenn Sie bei Google Trump Tweet 2nd Ammendment eingeben. Er hatte auch etwas getwittert zu dem Thema. Das ist das Schöne an Trump, dass er zu fast allem seine Meinung gesagt hat.

          • aurorula a. schreibt:

            Bei Heplev findet sich freilich das hier (Vorsicht: Satire!):

            man könnte noch darüber diskutieren, wen von beiden sie hier aufs Korn nehmen…

          • aurorula a. schreibt:

            Nachklapp zu CNN:

            .

          • A.S. schreibt:

            Seit Trumps Kandidatur ernst zu nehmen war, gab es ständig Gewaltakte gegen Trump oder dessen Anhänger. Und seit dem ist es zu beobachten, das deutsche Medien diese Gewaltakte quasi wegschreiben wollen und z.B. Überschriften verwenden, die suggerieren, die Trump-Anhänger wären gewalttätig gewesen.

    • A.S. schreibt:

      Antifanten haben meist nur noch Hass in Herzen. Der wird mit einer ideologischen Tünche als Menschlichkeit gefärbt, indem sie vorgeben für Toleranz und Weltoffenheit zu kämpfen. Faktisch sind die aber nur und ausschließlich gegen irgendetwas. Deren Beitrag besteht immer nur im Prügeln und Zerstören.
      Konstruktive Aktionen der Antifa gibt es nirgendwo.

  4. American Viewer schreibt:

    Radikal??? Das sind Schlägertrupps und sonstige Gewalttäter, nichts weiter.

  5. A.S. schreibt:

    Der Begriff „Widerstand“ passt in dem Kontext nicht. Der klingt zu sehr nach Mut.
    Diese Brüllaffen leisten keinen Wiederstand, sie sind der Faschismus unserer Tage gegen den es Wiederstand bräuchte.

    • Aristobulus schreibt:

      Yep.
      Wobei der Ansatz des Artikels den Begriff Widerstand just aus dem SPIEGEL hergenommen hat, nicht?, um in der Folge mehr und mehr festzustellen (nicht ganz deutlich, aber fast deutlich genug), dass es sich bei diesem vermeintlichen Widerstand just um den brüllaffigen Faschismus handelt, den Du erwähnst.

      • A.S. schreibt:

        Ja. Die Kritik geht an den Spiegel.

        • Aristobulus schreibt:

          Ja, es ist unglaublich, was der sich leistet (viele hier haben es festgestellt und belegt).
          Was ist das bloß? Wohin soll das noch führen, diese unausgesetzte Verzerrung allen Faktischen, und diese öffentliche Gesinnungslügerei-?
          Zumal die ja so leicht zu durchschauen ist. Es reicht, kurz mal was nachzuprüfen, und sofort kann JEDER belegen, worin die Lügerei besteht, ja sogar, warum sie versucht worden ist, und dieses Warum ist immer peinlich und immer eklig und beruht immer auf vorigen Lügen von Anderen.

          Wie lässt sich das extreme Dämlichkeitsniveau dieses Gelüges erklären? Ich habe keine Ahnung. Wenn einer schon skrupellos und utilitaristisch genug ist und ’ne Lüge erfindet, die seiner vermeintlich Sache nützt, ja?, dann darf die nicht aufzudecken sein. Weswegen ich diese saumäßig leicht durchschaubaren SPIEGEL-ARD-arte-ZDF-usf.-Lügen einfach nicht begreife.
          Was passiert da?

    • Jan schreibt:

      Meine Zustimmung zu diesem Kommentar ist radikal, auch wenn ich hinzufügen möchte: Widerstand setzt voraus, das man angegriffen wird. Die Aggressoren sind hier die Brüllaffen, auch wenn ihnen (und wohl auch vielen Zuschauern) das Hirn und die moralische Reife fehlt, dies zu erkennen. Radikalität ist nicht per se schlecht; die Frage sollte eher lauten: wie viel Gewaltgeilheit und Primitivität (an Universitäten!) möchten wir uns leisten?

      • A.S. schreibt:

        Manchmal hab ich den Eindruck, dass wir in einem Irrenhaus leben in dem die Insassen langsam die Leitung übernehmen, natürlich streng demokratisch. Damit meine ich explizit nicht Trump, den ich für überfordert, aber psychisch gesund halte. Bekloppt finde ich die Trump-Kritiker.
        Die Demokratie und die Meinungsfreiheit ist nicht bedroht durch Trump, sondern durch die Brüllaffen.

  6. A.mOr schreibt:

    Berkeley?
    Da war doch was?
    http://www.melaniephillips.com/melanie-at-berkeley/

    (Paßt wohl ergänzend zum Artikel.)

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