Anja Reschke macht die Schreinemakers

Der 22. August 1996 ist in die Geschichte des Fernsehjournalismus eingegangen. An diesem Tag wurde die Sendung Schreinemakers Live im Moment der Sendung von den Verantwortlichen des Senders Sat.1 live abgesetzt. Am 14. Juni 2017 machte Anja Reschke die Schreinemakers. Sie wurde jedoch gesendet.

Schreinemakers Live war eine von Margarethe Schreinemakers moderierte Infotainment-Sendung auf Sat.1. Sie wurde zwischen 1992 und 1996 wöchentlich über mehrere Stunden im Programm des Privatsenders Sat.1 ausgestrahlt. Für die Moderation ihrer Show wurde Schreinemakers mit dem Bambi, der Goldenen Kamera und dem Goldenen Kabel ausgezeichnet. Am 22. August 1996 blendete sich Sat.1 dennoch aus der Live-Sendung aus, nachdem Schreinemakers einen Bericht über eine sie betreffende Steueraffäre senden wollte. Die Verantwortlichen von Sat.1 sahen es als journalistisch fragwürdig an, dass eine Journalistin ihre eigene Sendung als Sprachrohr nutzt, um auf Kritik an die eigene Person zu reagieren. Sat.1 entschied sich somit, aus Gründen der Befangenheit von Margarethe Schreinemakers, die Sendung abzusetzen.

19 Jahre später macht jetzt Anja Reschke für die öffentlichen-rechtlichen die Schreinemakers!

Jeden Monat muss ich 17,50 Euro bezahlen, damit die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gute Fernsehsendungen für mich einkaufen und produzieren. Ohne diesen Zwang, so sagen sie, gäbe es kein gutes Fernsehen in Deutschland. Das kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber sie sagen es und sie haben die Gewalt des Staates hinter sich. Darum zahle ich.

Diese öffentlich-rechtlichen Sender gaben nun eine deutlich sechststellige Summe aus, um eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa einzukaufen. Heraus kam „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner. Als der Film jedoch fertig war, beschlossen die öffentlich-rechtlichen Anstalten, die Dokumentation sei nicht gut genug und schlossen den Film weg.

Können wir nicht froh sein, in einem Staat zu leben, der so gut auf uns alle aufpasst? Hoffentlich kaufen die Sender bald mal wieder einen Film, in dem Israel so richtig schön kritisiert wird, damit wir wieder gutes deutsches Fernsehen mit bösen jüdischen Siedlern sehen können.

Anja Reschke findet es frech, dass Bild die Dokumentation jetzt doch gezeigt hat.

Wenn Anja Reschke schon die Kategorie „frech“ in den Diskurs einführt, dann möchte ich sagen, was ich frech finde. Ich finde es jedoch frech, wenn öffentlich-rechtliche Sender mehrfach Lügen über Juden und Israel verbreiten, für die sie sich später entschuldigen müssen, um dann an einem Bericht über Antisemitismus eine Qualitätsmesslatte anzulegen, die sie in dieser Höhe an israelkritischen Berichten nie angelegt haben. In dem Artikel „Ich klage an“ habe ich eine lange Liste von handwerklich inakzeptablen Berichten der öffentlich-rechtlichen Sender gesammelt, die radikal einseitig gegen Israel berichteten und sogar teilweise Lügen enthielten, für die sich die Verantwortlichen später entschuldigen mussten.

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner zeigt, dass unter anderem dieser von den öffentlich-rechtlichen Sendern forcierte einseitige Blick auf Israel dafür gesorgt hat, das der Judenhass in Europa wieder mörderisch wurde. Mehrere Historiker und Antisemitismus-Experten loben die Qualität der Dokumentation.

Die Dokumentation zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten in Europa gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Die Dokumentation zeigt ferner, wie dieser Hass in die arabische Welt exportiert wurde und dann nach Europa zurückkehrte und zwar in Form einer brutalen und durch europäische Organisationen finanzierten Kritik an Israel, die sogar vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Ein französischer Jude wird in der Dokumentation mit diesen Worten zitiert:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht.“

Zu den europäischen Organisationen, die so fahrlässig gehandelt haben, dass der Judenhass wieder mörderisch wurde, gehören auch manche Berichte auf den öffentlich-rechtlichen Anstalten. Für mich ist daher das Verhalten der öffentlich-rechtlichen Anstalten in Bezug auf die Dokumentation von Joachim Schroeder und Sophie Hafner ein aktives Schweigen über die Existenz von Antisemitismus in Europa. Die israelische Botschafterin in Frankreich spricht sogar von einer „Verletzung des Rechts der Öffentlichkeit auf Information, insbesondere, wenn es um wichtige Themen wie Antisemitismus geht, der sich wieder gefährlich in Europa verbreitet.“

Was in Deutschland gerade gebührenfinanziert geschieht, ist eine freche deutsche Untugend, nämlich Schweigen über Judenhass. Übrigens, Bild hat wie kaum ein anderes Medium in Deutschland stets viel Geld ausgegeben, um gegen Antisemitismus zu kämpfen. Axel Springer, der die Bild gründete, verband eine enge Freundschaft mit dem Staat Israel und dem israelischen Volk. Die Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen und das Eintreten für die Lebensrechte des israelischen Volks waren für ihn Grundüberzeugungen, nach denen er handelte und die er in den Essentials seines Verlages manifestierte.

Als im Jahr 2014 der Judenhass in Deutschland hochkochte, als Menschen in Deutschland auf die Straße gingen, um die Vergasung von Juden zu fordern, da starte die Bild die Kampagne „Nie wieder Judenhass“. Im selben Jahr erklärte Sabine Rau in einem Kommentar in den Tagesthemen, die Sprüche, Juden zu töten, seien zwar „absolut inakzeptabel“, doch unter den Demonstranten seien schließlich auch „Palästinenser, die die Verzweiflung auf die Straße treibt“ und „Deutsche, die sich empören über den brachialen Feldzug“ Israels. Sabine Rau erklärte, es ginge nicht an, einseitig nur die Hamas zu verurteilen.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Hamas in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden fordert, während die israelische Unabhängigkeitserklärung erklärt, im Frieden mit allen arabischen Nachbarn leben zu wollen, war Sabine Raus Kommentar so geschmackvoll wie die Aussage: „Es ist nicht gerade mutig zu sagen, am Holocaust seien nur die Deutschen Schuld. Kritik an Juden muss erlaubt, gerade unter Freunden.“

Man kann von der Bild halten, was man will, aber zu verschwiegen, dass Bild die Speerspitze im Kampf gegen Judenhass in Deutschland ist und war, ist mindestens frech und maximal eine Unverschämtheit, wenn sie von einer öffentlich-rechtlichen Journalistin kommt, wissend dass die Bild im Jahr 2014 Judenhass ohne wenn und aber verurteilt hat, die Tagesthemen jedoch nicht!

Und jetzt stellt sich ausgerechnet das öffentlich-rechtliche Magazin Zapp da hin und berichtet über die ganze Angelegenheit, obwohl die Befangenheit in der Sache mehr als offenkundig ist. Die berechtigte Vermutung steht schließlich im Raum, dass die Dokumentation nur deshalb so streng geprüft wird, weil diesmal die öffentlich-rechtlichen Sender selbst von der Kritik betroffen sind. Sie sind somit nicht mehr objektiv, sie sind befangen!

Im Jahr 2017 benimmt sich das öffentlich-rechtliche Zapp wie das private Schreinemakers Live im Jahr 1996. Es gibt jedoch einen Unterschied: Die Privaten haben sich 1996 geweigert, befangene Berichterstattung als unabhängigen Journalismus zu tarnen. Die Öffentlich-Rechtlichen 2017 jedoch nicht!

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52 Antworten zu Anja Reschke macht die Schreinemakers

  1. ceterum censeo schreibt:

    Was einem manchmal so in den Sinn kommt. Ilse Kling oder Koch. Oder so ähnlich. Schon verrückt.

  2. Dante schreibt:

    Inwiefern macht Frau Reschke die Schreinemakers? Frau Schreinemakers hatte sich in eigener Sache geäußert. Wenn Frau Reschke dasselbe getan hätte, wäre das keinen TiN-Artikel wert gewesen.

    • Aristobulus schreibt:

      … wenn man die beiden Fälle so direkt miteinander vergleicht, Dante, fallen einem mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten auf, ja.
      Aber nicht auf der nächsten Ebene: Da hat die Frau Schreinemakers in eigener (untergeordneter, weil tja ’nur‘ persönlicher) Sache geredet und wurde deswegen aus übergeordneten Gründen abgeschaltet.
      Während die Frau Reschke ja höchstselbst in übergeordneter, oberster!, ja heiliger weil staatlicher Sache redet, und es findet desob Mangels alleroberster Instanz jedoch leider keine Selbstabschaltung dieses Senders statt, der die Republik also weiterhin mit einem unabschaltbaren, peinlich selbstbezogenen, selbstbeweihräuchernden, ganz ausschließlichen In-Eigenster-Sache-Ding beschallt und so tut, als spräche er für das Große Ganze Gute.

      • Dante schreibt:

        Aber nicht auf der nächsten Ebene: Da hat die Frau Schreinemakers in eigener (untergeordneter, weil tja ’nur‘ persönlicher) Sache geredet und wurde deswegen aus übergeordneten Gründen abgeschaltet.
        Während die Frau Reschke ja höchstselbst in übergeordneter, oberster!, ja heiliger weil staatlicher Sache redet,…

        Das ist doch gerade wieder ein Unterschied. Frau Reschke redet nicht in eigener Sache, d.h. sie verteidigt nicht sich selbst gegen öffentliche Kritik, sondern wirft BILD vor, dass sie den Film gezeigt hat. Und sie wird auch nciht abgeschaltet.

        Übrigens argumentiert sie rein formal, ihr Vorwurf lautet darauf, dass BILD Rechte verletzt habe. Wenn man nun der Meinung ist, dass hier Rechte verletzt wurden, so gibt es freilich einen Weg, dies klären zu lassen, statt sich über BILDs Frechheit zu empören: Die Klage.

        Stattdessen stellt sie die rhetorische Frage, ob BILD neuerdings die Rächerin der Entrechteten sei, in der Erwartung, man werde hier brav einen Rückzieher machen, weil man so weit nicht gehen will. Diese Erwartung sollte man brechen, indem man einfach kackendreist „ja“ sagt, oder, etwas differenzierter: „Soweit es jüdische Belange betrifft, ja, und dies nicht erst neuerdings.“

        • Aristobulus schreibt:

          Yeppp. Aber sowas von.
          Womit die innere Widersprüchlichkeit ja Idiotie dieser machtvollen Selbstbezogenheit (im Fall Reschke, „Rechte verletzt!“) hach so eindeutig dasteht.

  3. American Viewer schreibt:

    Wie es in Reschke tickt, weiß man leider schon lange. Im Grunde sind das die gleichen Bonzen und Kader, die es schon in der DDR und im NS-Staat gab. Früher war es nur einen Tick teurer, heute lassen sie einen mit 210€ davonkommen. Für Reschke allerdings viel Geld, ihren Vertrag würde ich gerne mal sehen, der dürfte sich locker auf Kanzlerniveau bewegen.

  4. Couponschneider schreibt:

    Frau Resche ist eine nichtglühende Antisemitin.

  5. AMC schreibt:

    Etwa 2004 gab es in Europa eine ungewöhnliche Hitzewelle, der hunderte Menschen, vorwiegend in Frankreich, zum Opfer fielen. Das war Thema eines Fernsehgesprächs mit Anja Reschke (Sendung weiß ich nicht mehr), bei dem mir die Frau das erste mal auffiel. Die Gesprächspartnerin meinte, das Sterben würde erst aufhören, wenn die Hitze aufhört, und A.R. kreischte in ihrem klimatisierten Studio los: „Das mag ich mir ja gar nicht vorstellen, dass das schöne Wetter aufhört“. Da zeigte sie ihre wahre Geisteshaltung, und ich fand das schon damals „frech“.

  6. Stopp den Siedlungsbau sonst ist aber alles OK schreibt:

    ich befürchte es um solche Typen (ich weiß es ist nicht Frauen …Gendergerecht formuliert) wie Reschke und Fräulein Rau viel schlimmer bestellt. Sie meinen es gar nicht böse. Die leben in einer Welt wo sich alle lieb haben und gefälligst haben müssen. Da ist dieses Verhalten, wenn irgendwas das Wolkenkuckucksheim stört, dieses zu attackieren, nur konsequent.

  7. Eitan Einoch schreibt:

    Getroffene Hunde bellen. Goebbels Enkel fühlen sich (zurecht) ertappt und entlarvt. Ich habe ein kleines bisschen Hoffnung, dass der brillante Film eine kleine Wende in der Israel-Berichterstattung, die i.d.R. einer Rufmordkampagne gleichkommt, herbeiführen wird.

  8. klartext77 schreibt:

    Der Flachsinn von Anja Reschke richtet sich in mehrfacher Hinsicht selbst. Fast nicht der Rede wert. Daher – aus gegebenem Anlaß mal wieder (hab’s hier schon einige Male gepostet) – ein wichtigerer Hinweis:

    Antisemitische Pseudoberichte und Kommentare gibt es nicht „nur“ von den öffentlich-rechtlichen Sendern, sondern im gleichen Maße auch seitens der privaten Medien: SPIEGEL, stern, RTL/n-tv, ZEIT, SZ – um nur die wichtigsten Beispiele zu erwähnen – betreiben seit Jahren die selbe Israel-feindliche Propaganda. Ebenso wie etwa die ach so liberalen Organe NYT, Guardian, Independent oder CNN.

    Leider hat die Art und Weise der Finanzierung von Presse, Hörfunk und Fernsehen weder positiv noch negativ einen Einfluß darauf, wie sie arbeiten und welche politische Richtung sie vertreten. Da spielen ganz andere Faktoren eine ungleich wichtigere Rolle.

    Natürlich kann man der Meinung sein, dass es keine Gebührenpflicht für Medien geben sollte. Aber das hat bedauerlicherweise nichts damit zu tun, wo die jeweiligen Redaktionen inhaltlich stehen. Übrigens nicht nur bei den Themen Antisemitismus und Israel, sondern z. B. auch in der Asyl- und Umweltpolitik, um wiederum nur zwei wichtige Bereiche zu nennen.

    Lieber Gerd Buurmann, vielen Dank und Anerkennung für Ihr unermüdliches Engagement – aber vielleicht können auch Sie Ihren Blick auf die Medienlandschaft entsprechend erweitern.

    • Frase0815 schreibt:

      Sie haben selbstverständlich Recht, was die privaten Medien betrifft. Bei einer Quote von wohl mehr als 60% von Journalisten die sich grün/links sehen, wohl auch kein Wunder.
      Allerdings kann ich selbst entscheiden, ob ich den Stürmer Spiegel kaufe oder nicht, bei den ÖR werde ich dazu gezwungen, den judenfeindlichen Dreck mit zu finanzieren. Das ist schon ein gewichtiger Unterschied.

      • klartext77 schreibt:

        Sie finanzieren den judenfeindlichen Dreck auch bei den privaten Medien zwangsweise mit, und zwar unabhängig davon, ob Sie die kaufen oder nicht: Für Zeitungen und Zeitschriften gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% (statt der üblichen 19%). Der Rabatt wird aus dem allgemeinen Steueraufkommen subventioniert. Die Werbe-Erlöse der privaten Radio- und TV-Sender wiederum stammen sämtlich aus den Kaufpreisen von Waren und Dienstleistungen, auf die größtenteils niemand verzichten kann/will.

        Noch einmal: Man kann der Meinung sein, dass es für Medien weder Gebühren noch Steuervorteile geben soll. Aber selbst wenn es so wäre, würde es an der inhaltlichen Ausrichtung der Journalisten und ihrer Vorgesetzten nichts ändern. Da spielen andere Faktoren eine ungleich wichtigere Rolle. Das darzustellen, würde hier zu weit führen, ist aber an dieser Stelle vielleicht auch nicht nötig. Manches – vor allem die politischen Einstellungen von Reportern, Kommentatoren und Aufsichtsgremien – liegt auf der Hand. Wie gesagt: Nicht „nur“, wenn es um Antisemitismus und Israel geht.

        • Aristobulus schreibt:

          … der Verweis auf die allgemeine Steuererleichterung für Zeitungen/Zeitschriften passt aber nicht so ganz-ganz gut auf den Topf drauf, denn neben Schmierblättern wie der SZ usf. gibt es immerhin noch die WELT, die Bildzeitung auch nicht zu vergessen (gut zu wissen, dass es sie gibt), ferner liegen da noch ein paar andere Zeitungen & Zeitschriften aus, die überhaupt nicht mit dem Chor der Israelbasher des Staatsfernsehens grölen.
          Während beim Staatsfernsehen ja NUR das Eine und immer das Eine vorkommt. Ausschließlich!

          Ich besitze schon seit zehn Jahren keinen Fernseher mehr, ich sehe nie fern! (weiß aber durch die zahlreichen Skandale immer Bescheid, was da gezeigt wird und gesagt wird). Jeden Monat muss ich von Staats wegen die sibbenzehnfuffzich Euronen bezahlen, für eine durch und durch verdorbene, miese Pseudoware, für eine perverse Staatsware, für eine reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für fürchterliche Journalisten und Berufsfunktionäre mit Scheiß-Gesinnung, mit denen ich nix zu tun haben will, aber ich MUSS von Staats wegen die Judenfeinde mitbezehlen!, muss für einen Tinnef sondergleichen mitbezahlen Monat für Monat, und ich habe nichtmal einen Fernseher. Während diese Staatsmeinungsmaschinerie andauernd gegen meine Leute hetzt und das Land dämonisiert, delegimiert und mit Doppelstandards überzieht, das einzige Land, in dem ich sicher bin, wenn irgendwo mal wieder die Judenverfolgerei losgeht.

          • klartext77 schreibt:

            Wie gesagt: Man kann dafür eintreten, dass Gebührenpflicht und Steuervorteile für Medien abgeschafft werden. Ich hätte nichts dagegen. Aber auch mit reiner Werbefinanzierung würde sich an der Israel-feindlichen Haltung der meisten Redaktionen nichts ändern.
            Denn mit jedem Euro, den man unvermeidbar für Waren und Dienstleistungen ausgibt, finanziert man zwangsläufig die Werbe-Etats der Unternehmen, die das Geld dann u. a. für Reklame in den Medien verwenden. In vielen Firmen gehören die Werbe-Etats zu den größten Posten in den Haushaltsplänen.
            Die Einnahmequellen von Zeitungen, Zeitschriften, Sendern und online-Medien entscheiden nicht darüber, wie Redaktionen arbeiten und welche politischen Meinungen sie vertreten. „Spiegel“, „stern“, RTL/n-tv, SZ & Co. bekommen keine Gebühren, sondern ausschließlich Werbegelder und sind trotzdem (bzw. unabhängig davon) systematisch Israel-feindlich; ebenso wie zahlreiche andere Privatmedien im Ausland. Der Springer Verlag ist mit seiner überwiegend Israel-freundlichen Haltung eine rühmliche Ausnahme, die jedoch nur den Regelfall bestätigt.
            M. E. lenkt die ständige Fokussierung darauf, wie Medien finanziert werden, von viel wichtigeren Fragen ab – etwa der, warum die meisten Journalisten tendenziös arbeiten statt sachlich-neutral und umfassend zu informieren und weshalb es dagegen so wenig Widerstand gibt. Übrigens nicht „nur“, wenn es um Juden und Israel geht.

          • Aristobulus schreibt:

            Daran können wir nichts ändern, Klartext: Keiner kann in Köpfe hineingreifen und eingeflüsterten Judenhass wegflüstern oder gar rausbrennen.
            Aber man kann das Gesetz abschaffen, das vorschreibt, dass für derlei Zeug jedem Haushalt die monatliche Zwangsgebühr aus der Tasche gezogen wird, nicht? Dadurch wird zumindest die staatszwangsfinanzierte Verbreitung von Judenhass wegfallen.

            https://www.civilpetition.de/kampagne/gegen-gebuehrenzwang-rundfunk-beitragspflicht-abschaffen/startseite/

          • aurorula a. schreibt:

            eine reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für fürchterliche Journalisten
            Herrr Schroeder und Frau Hafner sind auch Journalisten, die für einen öffentlich-rechtlichen Sender einen Film gedreht haben. Zugegeben, so ganz zieht das nicht als Gegenargument – weil sie nicht fürchterlich sind, wurde ihr Film ja erst weggesperrt.

          • Aristobulus schreibt:

            Yepp, Aurorula. Danke für die Erwähnung!
            DAS isser, der Unterschied.

    • Aristobulus schreibt:

      Grundsätzlich stimmt Ihre Beobachtung, Klartext.
      Andererseits geht es grad um’s Berichten in eigener Sache, nicht?, und das Staatsfernsehen berichtet derzeit ausschließlich in eigener Sache, wenn es um den erwähnten Film geht.

      Ein sehr ekelhaftes, sehr peinliches und sehr schamloses Schauspiel

    • Passant schreibt:

      Natürlich stimmt das oben genannte, im Vergleich mit SZ und Spiegel mag der ö-r Rundfunk manchmal noch relativ ausgewogen erscheinen. Aber gerade wegen wesentlicher Merkmale wie Reichweite, Auftrag und Finanzierung sind solche antisemitischen Ausfälle besonders unerträglich.

  9. Kanalratte schreibt:

    Sieht sie euch doch an!
    Solche Leute kämpfen „gegen Rechts“, für Frieden (der längst existiert), gegen Rechtspopolisten, Trump und die AfD. Kämpfen gegen Rassismus, Islamhass (warum auch immer), Antisemitismus und für westliche Werte wie Meinungsfreiheit, doch sind am Ende stets die ersten die sich feindlich gegenüber dem Staat Israel, feindlich gegenüber den Vereinigten Staaten äußern, menschenfeindliche Staaten wie Iran, China, Russland unterstützen und Gegenmeinungen am liebsten verbieten möchten. Schaut euch die selbstgefälligen Heuchler genau an, diese Moralapostel mit den Leichen im Keller. Ist eine Partei wie die AfD überhaupt imstande, die Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat zu übertreffen, die unsere scheinheiligen linken Medien produzieren? Ich glaube nicht.

  10. benwaylab.com schreibt:

    Ein schönes Beispiel, wie man mit einem Scheinproblem vom eigentlichen Thema ablenkt. Und dazu dieser unfassbar nervige Diplom-Sozialpädagogen-mäßige-Sendung-mit-der-Maus-Ton. Überheblich, selbstgerecht, grauenvoll.

  11. Frase0815 schreibt:

    Ach ja, die arrogante Frau Reschke. Für sie gilt ganz klar die Abwandlung eines Zitats von Dan Schueftan, dem großen Comedian und nebenberuflichen Leiter des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien an der Universität Haifa („Whenever you don’t know what to do: Ask the Europeans. Then do the opposite“): Was die frech findet, muss gut sein.

  12. Mike schreibt:

    Tja, der Lügensumpf über Israel, den die öffentlich rechtlichen Zwangsanstalten nie trockengelegt haben, kippt halt irgendwann um, weil Wahrheit die unangenehme Eigenschaft hat, auch das festeste Lügengebäude zum Einsturz zu bringen. Die Spagate der Lügner werden immer weiter und irgendwann fallen sie einfach hin. Auch die Folie über dem Lügensumpf gegen den Gestank der Lügen verrottet irgeendwann und dann fängt es an zu stinken. Mit Macht versuchen die Lügner und ihre Freunde nun, neue Folien über den Sumpf zu ziehen. Aber sie wissen, die Ursache des Gestanks werden sie nie wieder los.

    • Abifiz schreibt:

      So optimistisch in puncto Wahrheit war ich ’s mal kurz (paar Wochen?) mit acht Jährchen… Nee, ne, ne, von wegen sich durchsetzen… Catilina (die Frau von Cicero?) gilt immer noch als Verschwörer, obwohl es mehrere Monate her ist, und die „Verschwörung“ eine Phantasmagorie vom ollen Cicero. Will Scotland Yard den Fall wiederaufnehmen? Nö!! Und daß de Jidd in die Brunnen pinkeln, weiß doch jeder, oder? Wenn ein ganzes Parlament zu klatscht, muß es sich ja als Wahrheit nach der These der Antithese zur Subthese auch durchgewurschtelt haben, und an die Tagesfinsternis gelangt sein!

      Die Wahrheit… Ich glaub, die ist so richtig bulimisch-anorektisch…

      • Aristobulus schreibt:

        … ach die Wahrheit steht klapperdürr, darbend, ungespeist und völlig incognito im zugigen Föhrenwalde (hinter Hundersingen, das ist jenseits von Überkingen) und hofft, dass man sie nie erwischt.

      • Dante schreibt:

        …Catilina (die Frau von Cicero?)…

        Catilina war nicht die Frau von Cicero, sondern ein Mann. Es ist ein Cognomen, ein Beiname, wie übrigens auch Cicero selbst, oder auch Caesar.
        Sein Vorname war Lucius (es gab nicht viele solcher Vornamen, Frauen hatten gar keine), und sein nomen gentile (Geschlechtername, Familienname) Sergius. Die Sergier waren ein altes Patriziergeschlecht, das sich auf die Gründungszeit Roms zurückführte.

  13. A.S. schreibt:

    Irgendwie möchte Frau Reschke das Gesicht der Gesinnungspresse werden. Zumindest drängt sich der Eindruck auf. Schon beim Brexit hat sie ein Video veröffentlich, dass ein aristokratisches Demokratieverständnis offenbarte und es (unausgesprochen klar was wo sie selber hingehören würde).
    Dass ein mit öffentlichen (Zwangs)Geldern finanzierter Beitrag eben nicht einfach den Arte- und WDR-Verantwortlichen gehört, ein privat finanzierter Artikel der Bild-Zeitung dagegen Eigentum der Bild ist, das ist ihr anscheinend nicht klarzumachen.

  14. anti3anti schreibt:

    Die Kommentatorinnen sind der Beweis für den Wahrheitsgehalt des von arte und WDR unterdrückten Filmes. Doch dazu bedarf es keinen Beweises. Die Vernunftbegabten wissen es auch so.

Seid gut zueinander!

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