Das wäre wirklich der Tiefpunkt!

Was ist befürchtet habe, ist passiert. Der WDR erklärt:

„Es gibt keinerlei Belege dafür, dass der Anschlag auf das Bataclan im November 2015, zu dem sich der IS bekannt hat, antisemitisch motiviert war. Er kann deshalb nicht in eine Aufzählung antisemitischer Attentate aufgenommen werden.“

Bitte teilt diesen Skandal!

Tapfer im Nirgendwo

Das Erste wird am 21. Juni 2017 um 22:15 Uhr die für arte produzierte TV-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ senden und im Anschluss eine Diskussionssendung folgen lassen. In der Presseerklärung des Ersten heißt es:

„Dabei werden auch die vom WDR beanstandeten handwerklichen Mängel der Dokumentation berücksichtigt.“

Welche handwerklichen Mängel genau gemeint sind, da hält sich die Presseerklärung noch zurück. Bisher wurde noch kein handwerklicher Mangel bewiesen. Wir erfahren nur:

„So enthält der Film Tatsachenbehauptungen, für die es nach jetzigem Kenntnisstand des WDR keine ausreichenden Belege gibt.“

Welche Tatsachenbehauptungen sind gemeint? Bisher kann nur vermutet werden. Vielleicht will der WDR leugnen, dass mit den Geldern, die in die Kassen der palästinensischen Autonomie fließen, Terror gegen Israel finanziert wird. Vielleicht will der WDR leugnen, dass Abbas im Europäischen Parlament eine Rede gehalten, in der er nachweislich, wie er später zugeben musste, gelogen hatte, Rabbiner würden Brunnen…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.122 weitere Wörter

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

26 Antworten zu Das wäre wirklich der Tiefpunkt!

  1. American Viewer schreibt:

    Es gibt keinerlei Belege dafür, dass der WDR ein seriöses Medium ist.

  2. Pingback: Causae Augstein, Rolf Verleger & Co. – Teil des Problems? | israelkompetenzkollektion

  3. Philipp schreibt:

    Verleger und Blüm waren einfach nur peinlich. Verleger als selbsthassender Antisemitismusrelativierer und Blüm als ahnungsloser Geschichtenerzähler…

    • Aristobulus schreibt:

      … der WDR hat sich halt Gleiche eingeladen. Also Gleiche im Geiste des WDR. Sofern der einen hat. Indem der WDR genauso provinziellantisemitisch ist wie Blüm und genauso vollgefressen, und genauso politchaotisch wie Verleger.
      Hingegen Wolfsohn und Mansour gelten dem als Exoten, sie hötren denen nicht zu, beschäftigen sich nicht mit dem, was sie zu sagen haben, sie verstehen die nicht, jedoch sie leisten sie sich so wie einst der Fürstbischof Schönborn (Kirchenfürst des 18. Jahrhunderts) sich ein paar Hofnarren leistete, die zwar viel mehr drauf hatten als sonst alle zusammen!, aber was zählt das schon, indem der Fürstbischof Schönborn halt die Macht besaß.

  4. lebeninkambodscha schreibt:

    Der Mainstream hat sich gut selbst hingerichtet. Der WDR hat (wohl unfreiwillig) dem Beweis geliefert, dass es doch politisch nicht ins Bild passt, linken Antisemitismus zu zeigen, weil man selbst Teil des Problems ist.

    Im Prinzip war der O-Ton der Teilnehmer Verleger (selten hab ich gesehen, wie jemand so ins Stottern gebracht wurde, weil er mit seinen eigenen Argumenten geschlagen wurde: Mansour: also doch eine Verallgemeinerung), der Dame, die man nicht kennen muss und Blüm (Die Renten sind sicher – ja, das spricht für Vertrauen in den Mann, der gefühlt das eigentliche Opfer ist, wenn seine Nachbarin von den Nazis abgeholt und ermordert wird):
    
    Antizionismus ist kein Antisemitismus sondern legitime Kritike, schließlich müssen Kritiker gestattet sein.
    
    Mir fielen dazu schlagartig die beinahe schon runtergebetenten Stellungnahmen der letzten Jahre zu anderen Themen ein:
    
    – wer die EU kritisiert, ist kein EU-Kritiker sondern antieuropäisch und Nazionalist (nicht mal nur Nationalist)
    – wer den Islam für die Attentate veranwortlich macht, ist kein Kritiker, sondern ist Rassist
    – wer gegen unkontrollierte Zuwanderung ist, ist kein kritiker, er ist Rassist
    – wer den Euro kritisiert, ist kein Kritiker, er ist Europahasser
    – wer gegen Gendergaga ist, ist nicht rational klar denkend, der ist diskriminierend
    
    Noch deutlicher aber wird aus der Obama Zeit: wer den Friedennobelpreisträger, der ohne UN-Mandat mehrere souveräne Länder angriff, also Kriegsverbrechen beging, auch nur ansatzweise dafür kritisierte, der war sofort antiamerikanisch. Und heute ist man, btw., kein US-Patriot mehr, wenn man Trump nicht bashed. Schon seltsam selbstredend, dass der nämlich für die einzige tatsächlich gegen das Völkerrecht verstoßende Aktion, nämlich ebenfalls mal schnell ein souverändes Land ohne UN-Mandat mit Bomben zu beglücken, nicht, für alles andere aber sehr wohl an den Pranger gestellt wird.
    
    Jedenfalls hat insbesondere die Maischberger-Sendung in meiner Wahrnehmung nur noch mehr herausgearbeitet, wie tief Antisemitismus tatsächlich hierzulande verwurzelt ist. Im Prinzip sehe ich die Diskussionsrunde als den „Director´s Cut“ der eigentlichen Doku. Es ist die Verlängerung der Doku, die veranschaulicht, wie sehr Atisemitismus gelebt und gleichzeitig hin zu Antizionismus und Israelkritik relativiert, verklärt und in höchstem Maße legitimiert wird. Denn die, die sich da hinstellten, um die Dokumentation als falsch zu zerreißen, belegten lediglich, wie sehr sie deren Kritik bestätigen …
    

    PS: leider klappt das Kommentieren über den FB-Log-in nicht mehr (Tom H.). Daher jetzt mit meinen WP-Daten.

    • Aristobulus schreibt:

      Hi.
      In Ihrer Argumentliste steckt ein Fehler: Sie berufen sich auf die UNO, indem Sie Kriege als Bruch des Völkerrechts bezeichnen, die nicht von der UNO angeordnet sind. Gleichzeitig sind Sie angewidert vom Antisemitismus. Das passt nicht zusammen, indem just die UNO permanent den Antisemitismus fördert, ihn gutheißt, ihn bezahlt und belohnt.

  5. cm schreibt:

    Fuck den Check
    Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie subtil und virulent der Antisemtismus in D/EU ist, dann zeigt es genau der Faktencheck, der dies widerlegen will.
    Natürlich mutet der Film manchmal wie ein Oberstufenfilmprojekt an, und auch der Humor ist hölzern bis platt, also alles längst nicht so gut und unterhaltsam gemacht wie bei Michaeel Moore.
    Aber die Akribie mit der versucht wird, häufig ebenso beleglos, belangloses zu widerlegen, erinnert ein wenig an die Akribie der Schädelvermesser und Rassekundler, die ihre falsche Hypothese (der Neger ist dumm und der Jud ein Parasit) durch besonders genaue Schädelvermessungen beweisen wollten.
    Auch argumentativ fuckt der Faktencheck ab. Daraus, dass eine Person mit einer Organisation rechtliche Auseinandersetzungen hatte, lässt sich a) nicht beweisen, dass die in diesem Fall gemachte Aussage falsch ist, und b) die Nichtwerwähnung des Ausgangs der gerichtlichen Streitfälle ist eher Nebelkerzentaktik. Und selbst wenn: manchmal ist es wie beim Herrn Mollath, der wahrscheinlich schon schwer einen an der Klatsche hat, aber dennoch richtig lag mit seiner Behauptung seine Frau und deren Bank trieben illegales.
    Möglicherweise war aber auch die Angst vorm talmudgeschulten, sophistischen Denken der Antrieb zu solcher Genauigkeit, Sturheit aus den falschen Gründen (Tacitus über die Germanen), oder das Beispiel der Wirksamkeit von Fakenewslawinen Ursache für das ganze falsche Kleinklein. Nichts ist halt schlimmer als wenn Dumme fleißig sind.

    Wie man wissen sollte, und die Psychologen in der Diskussion später hätten es zwingend wissen müssen, bilden sich in unserem Gehirn sogenannte assoziative Netzwerke, d.h. wenn gewisse Begriffe oder Themen genannt werden steigt die Wahrscheinlichkeit, dass in der Nähe liegende Begriffe aktiviert werden.
    Wenn also ein braunes Herzjesublümchen postuliert: “Ich bin kein Antisemit, wenn ich Israel kritisiere oder das internationale Bankwesen.”, gibt das einen Blick frei in ein Gehirn in dem Israel und internationales Bankwesen ganz eng beisammen liegen. Wenn das nicht das alte Narrativ vom Geldjuden ist. Aber leider hat den Herrn Blüm keiner darauf hingewiesen.

    So muss man also sagen, es war ein rundum gelungener Abend, denn was der Film, möglicherweise mangels Qualität nicht hingkriegt hat, haben Faktencheck und Diskussionsrunde mehr als verdeutlicht. ES lebt und wuchert.

    • Aristobulus schreibt:

      Torpedotreffer auf die Zwölf, und zwar einer nach dem Anderen.
      Leider ist jedoch das Schiff zu gepanzert, zu angeberisch und zu voll beflaggt, als dass die Torpedos was ankratzen könnten. Aber gezuckt hat man.

      • cm schreibt:

        Es ist ja leider eine Kernpanzerung, denn zuerst kommt der Antisemit und dann die Panzerung. Will sagen, das Problem ist der Antisemitismus als (möglicherweise unbewusster) Bestandteil der Einstellung, der Haltung, der Weltsicht, der Persönlichkeit ist schon vorher da. Und dieser Kern ist fast unangreifbar. Wenn dann jemand aufgeklärt und antisemitisch ist, und ein wenig humanistische Kultur innehat, dann verurteilt er 200 Jahre Vertreibung, Pogrome und Holocaust natürlich. Und natürlich noch mehr den Antisemitismus. Denn bei sich selbst nimmt er ihn gar nicht wahr. Aber danach mit dem Staat Israel, speziell ab 67, hat er plötzlich die „richtigen“ Argumente, also nicht so einen Blödsinn wie Brunnenvergiften (obwohl…), sondern Politik, und UNO und so, die „richtigen“ Argumente für etwas von dem er schon immer heimlich überzeugt war. Und daher haben Sie recht, es nutzt letztendlich nichts auf die Panzerung und Argumente zu ballern, der Kern ist leider viel härter.

        • Aristobulus schreibt:

          „ES lebt und wuchert“ eben.
          Wie ist das mit dem Judenhass und der jeweiligen Zeit: Eindeutig. Nämlich so:

          -So lange der Tod Jesu alle beschäftigte (von der christlichen Spätantike bis in die Aufklärung hinein), galten die Juden als Gottesmörder und als verstockte Antichristen, die den Messias ablehnten und also Unglück über die ganze Menschheit brächten.

          -So lange die Werte von Nation, weißer Überlegenheit und Bürgertum alle beschäftigten (im 19. Jahrhundert), galten die Juden als Vergifter der weißen Rasse, als Unterwanderer des Staates, als Parasiten und als Verführer unschuldiger arischer Mädchen, die Unglück über die ganze Menschheit brächten.

          -So lange die hmm Werte von arischer Welteroberung alle beschäftigten (1933 bis 1945 war das), galten die Juden als Ungeziefer, das zu vergasen sei, um kein Unglück mehr über die ganze arische Menschheit zu bringen.

          -Und so lange noch Werte wie Menschenrechte, Antirassismus, nationale Befreiung unterdrückter Ethnien und das Recht des Schwächeren alle beschäftigt, so lange werden die Juden noch als Imperialisten, Rassisten, Völkermörder und Vergifter arabischer Brunnen gelten, die Unglück über die ganze Menschheit brächten.

  6. anti3anti schreibt:

    Der Faktencheck ist irrelevant. Durch das stupide Verhalten von ARTE und WDR ist der Film über den weltweiten Antisemitismus über alle Grenzen hinweg bekannt geworden. In postfaktischen Zeiten von Trump, Putin und Merkel sind Fakten tertiär. Was alleine zählt, ist die erfolgreiche Propaga.
    Ich war bisher der Überzeugung, dass in der medialen Öffentlichkeit angesehene Antisemiten über einen gewissen IQ verfügen. Der alte Trottel hat mich eines Besseren belehrt. Er hat nicht einmal das Thema der Sendung mitbekommen.
    Der selbsthassende Jude und BDS-Befürworter passt seine äußere Häßlichkeit der inneren an. Er hofft, von den Antisemiten verschont zu werden, weil er Ihnen antisemitische Munition liefert. Wahrscheinlich zieht er bald aus Deutschland ab, um in Israel in Sicherheit zu leben.
    Die Journalistin mit Israel-Erfahrung sieht wie eine Kostümjüdin aus.
    MW wird immer besser! Früher hat er öffentlich Israel kritisiert.
    Meinem palästinensischen Bruder islamischer Konfession kann ich stundenlang zuhören. Seinetwegen bin ich heute hundemüde.

  7. Yorn schreibt:

    Der WDR hat dieser Dokumentation durch die Einblendungen mit dem Verweis auf das im Internet abrufbare „Handbuch zum Film“ den Stempel „Unseriös“ aufgedrückt, unterstützt durch die teilweise fragwürdige Auswahl der Teilnehmer der nachfolgenden Gesprächsrunde (z.B. Norbert Blüm in seiner jovial-arroganten Art). Mit dem begleitenden „Faktencheck“ im Internet hat sich der WDR dazu die Deutungshoheit über die Inhalte der Doku verpasst. Auf ihre „Israelkritik“ lassen sie halt nichts kommen.
    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

  8. igoritkin schreibt:

    +++ignoriert Forschungsergebnisse, etwa zum Antisemitismus Richard Wagners, der in der neueren Forschung nun gerade als nicht rassistisch bewertet wird+++

    Eine Doku aus dem Jahr 2017. Ab Minute 33, kein Wort über die neuen Forschungsergebnisse. Wo hat WDR da bloß hingeschaut?

  9. igoritkin schreibt:

    Lasst uns diesen erbärmlichen Faktencheck auseinander nehmen. Ich habe versucht den Anfang zu machen, um 3 Uhr morgens:

    +++Der Judenhass ist zudem keine Erfindung des Christentums. Schon die antiken Griechen waren teils ausgesprochen judenfeindlich, beispielsweise Apion oder Epiphanes.+++

    Apion hat griechisch geschrieben und gesprochen. Er war aber kein Grieche, sondern Ägypter, der in Alexandrien geboren ist. Die „Encyclopaedia Judaica“ zum Artikel Apion:
    „Evidently of Egyptian origin“
    Im Buch „Judenhaß und Judenfurcht. Die Entstehung des Antisemitismus in der Antike“ von Peter Schäfer heißt es auf S. 49:
    „Apion, der Grammatiker ägyptischer Herkunft…“
    Apion war also kein in Ägypten geborener Grieche, sondern ein Ägypter. Er hat auch ein (verloren gegangenes) 5 bändiges (Buchrollen) Buch über die Ägyptische Geschichte geschrieben Namens Αἰγυπτιακά.

    Mit Epiphanes ist hier wahrscheinlich Antiochus IV. gemeint. Seine grausame Herrschaft wird in den Büchern der Makkabäer (I und II) dargelegt. Doch seine Judenfeindlichkeit ist nicht eindeutig. In der Forschung ist es umstritten, ob Antiochus tatsächlich die Juden hasste oder ob er nur seinen eigenen politischen Interessen folgte, die gegen alle Aufrührer gleichermaßen standen. Siehe das oben genannte Buch von Schäfer S. 101-104. Siehe auch das 2. Buch der Makkabäer 9:15-17, wo Antiochus sogar verspricht zum Judentum zu konvertieren.

    +++Das Kruzifix ist beispielsweise nicht, wie es der Text implizieren könnte, ein Symbol für Judenhass, sondern für das Schultern der Sünden dieser Welt.+++

    Die Doku behauptet nicht, dass das Kreuz ein Symbol des Judenhasses sei, sondern das Christentum. Siehe das Zitat von WDR, dort steht:„… die christliche Kultur. Die Mutter allen Judenhasses. Jedes Kruzifix ein Zeugnis des christlichen Plots.“ Was mit Plot, eng. Verschwörung, gemeint sein könnte:
    In der Theologische Realenzyklopädie zum Artikel „Antisemitismus“ heißt es:
    „Früh bildete sich die Vorstellung, daß die Juden zuerst die Propheten, dann Jesus getötet hätten und überhaupt ein mordlustiges Volk seien, das auch heute noch die Gerechten bei jeder sich bietenden Gelegenheit erschlug. Die Schuld an der Kreuzigung (von der man die Römer, die nie ein ähnlicher Vorwurf getroffen hat, zugleich entlastete) wurde den Juden als eine Erbschuld aufgebürdet, die sich auf alle künftige Generationen übertrug und allein durch die Bekehrung zum Christentum abzubüßen war.“

    Und was will WDR sagen mit: „Hier ist allerdings wichtig zu unterscheiden, dass der Begriff des Antisemitismus erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. “ ??? Was hat das hiermit zu tun?

    • Großer Bruder schreibt:

      Weiterer „Faktencheck: „12:55 Min. – Geschichtliche Einordnungen – Mufti Al-Husseini“
      Behauptung des WDR:
      +++“Mohammed Al-Husseini wurde 1921 zum Mufti ernannt. Bis zu den großen Unruhen ab 1936 war er pro-britisch eingestellt. Erst in diesem Jahr, 15 Jahre nach seiner Ernennung, initiierte er das Hohe Arabische Komitee, das sich für die Unabhängigkeit von den Briten einsetzte.
      Im selben Jahr suchte er die Unterstützung von Mussolini gegen die Briten. Erst 1937 gab es die ersten Kontakte zur deutschen nationalsozialistischen Regierung, die sich ab 1940 intensivierten.
      Der Kommentartext vermittelt hingegen den Eindruck, als habe es bereits seit den 1920er Jahren eine entsprechende Allianz zwischen Palästinensern und europäischen Faschisten gegeben. +++

      Der Kommentator des Films sagt lediglich, daß Al Husseini „kurz darauf“ (nach seiner Ernennung) „zum Führer der palästinensisch-arabischen Bewegung geworden sei und finanzielle und militärische Unterstützung von Hitler und Mussolini.“ erhalten habe.

      Der Kommentator spricht ja von zwei verschiedenen Ereignissen (Führer der palästinensich-arabischen Bewegung und finanzielle Unterstützung durch Hitler und Mussolini). Zumindest für das erste trifft „kurze Zeit später“ auf jeden Fall zu.
      Spätestens ab 1931 spielte El Husseini auch offiziell eine führende Rolle, gekennzeichnet durch seine Wahl zum Präsidenten eines in Jerusalem stattfindenden internationalen islamischen Kongresses.

      Daß sich El Husseini schon VOR seiner Ernennung zum Mufti an Ausschreitungen gegen jerusalemer Juden beteiligt hatte und deshalb zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, verschweigt der „Faktencheck“ genauso wie seine 1929 gemachte Äußerung, das “ House of Commons sei„nichts anderes als ein Rat der Weisen von Zion“,
      Im Wikipedia-Artikel wird die Familie El Husseinis zudem als „streng antibritisch“ bezeichnet.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini#Ernennung_zum_Mufti_von_Jerusalem

      An der vom WDR behaupteten bis 1936 anhaltenden pro-britischen Einstellung des Mufti darf man also zweifeln.

      • Philipp schreibt:

        Es ist in der Tat so, dass der Mufti bereits früh vom Faschismus/NS in Europa angetan war und sich lediglich aus politischem Kalkül nicht sofort offen auf deren Seite stellte. Antibritisch war er seit jeher. Nur wollte er sich nicht sofort mit den Briten anlegen.

      • Aristobulus schreibt:

        … und die WDR-Behauptung ist ja glatt gelogen!, dass der Mufti bis 1936 probritisch gewesen sei. Wer war dort pro-britisch: Der Clan der Nashashibi war das. Der Chef dieses Clans hat mit den Briten zusammengearbeitet und mit der Yischuf, auch mit den Juden aus Osteuropa. Hingegen der Clan Al-Husseinis hat den Nashashibi-Clan umnieten lassen.
        Jaja, probritisch. Fuck the sog. Faktencheck.

    • Aristobulus schreibt:

      Zu Antiochos IV Epiphanes: „In der Forschung ist es umstritten, ob Antiochus tatsächlich die Juden hasste oder ob er nur…“

      Nö. Wie kann dessen Absicht, das Judentum zu vernichten, „umstritten“ sein? Die Beschneidung hat er verbieten lassen, Juden durften keine Haustüren mehr besitzen (was bedeutet, dass jeder Syrer hereinkommen konnte, um zu plündern), die Jüdinnen von Jerusalem ließ er systematisch vergewaltigen, und den Tempel hat er meit Schweineopfern zu einem Ort des Götzendienstes gemacht.
      Antiochos IV Epiphanes, der hellenisierte Syrer, hat als erste historisch fassbare Persönlichkeit versucht, das Judentum zu vernichten.

      Solches hat kein Hellenist jemals mit irgend einer anderen Religion versucht, nicht? Weswegen er in der jüdischen Tradition seit je her als Amalekiter gilt.

      P.S.
      Und der WDR- Faktencheck ist der größte Müll, den ich seit Wochen gelesen habe. Und ich habe in den letzten Wochen sehr, sehr viel sehr großen Müll gelesen überall.

      • igoritkin schreibt:

        Schau dir das Buch an „Der Gott der Makkabäer“ von Elias Bickerman. Das gibt es hier: https://portal.dnb.de/bookviewer/view/1032739355#page/n0/mode/1up

        Schau auch im Buch „Hellenistic Civilization and the Jews“ von Viktor Tcherikover.

        Man darf weder Josephus noch die Makkabäer als objektive Geschichtsschreibung lesen. Im grunde sagt Bickerman (meiner Meinung nach der genialste jüdische Historiker ), dass die Juden selbst Schuld seien. Nicht weil sie an der Tora sich festhielten und sich dem Hellenismus nicht hingaben. Sondern weil es radikale jüdische Hellenisten gab, wie Jason und Menelaos (die Oberarschkricher), die sich bei Antiochus prostituierten, um an Geld zu kommen. Dabei kammen viele Antijüdische Gesetze von ihnen selbst. Antiochus hatte dabei andere Interessen als Juden zu töten. Ein sehr interessantes Thema.

        • Aristobulus schreibt:

          Die These, dass da irgend zwei Juden mal wieder an einem großstaatlich gelenkten Antisemitismus Schuld seien sollen, ist ja total absurd.
          Genauso absurd wie die These z.B. des Herrn Abbas, dass die israelischen Siedllungen am Terrorismus in der Welt Schuld seien.

    • Großer Bruder schreibt:

      ++07:51 Min. – Einsatz von wissenschaftlichen Expertisen++

      Da schreibt der WDR zum Interview mit der Linguistin Frau Prof. Dr. Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, in der die Expertin antisemitische Redemuster erläutert.

      … Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel wird zu ihrer Studie zur „Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert“ interviewt. Diese Studie hat sie gemeinsam mit Jehuda Reinharz 2012 publiziert.

      Darin untersuchten die Wissenschaftler über 14.000 Zuschriften an den Zentralrat der Juden in Deutschland und an die Israelische Botschaft in Deutschland. Die Studie befasste sich folglich mit dezidiert antisemitischen Schriftstücken. “

      geht daraus nicht hervor, daß sich Frau Prof. Schwarz-Friesel von der Verwendung des Interviews distanziert oder falsch verstanden gefühlt hätte.
      Steht das, was der WDR behauptet, so jedenfalls nicht im Verlagstext zur Publikation der Studie, auf den der WDR selbst verlinkt. Dort liest man:

      „…Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Sprach- und Kognitionswissenschaftlerin Monika Schwarz-Friesel und der Historiker Jehuda Reinharz anhand einer datenreichen Untersuchung des aktuellen judenfeindlichen Sprachgebrauchs. Die detaillierte Analyse der diversen Manifestationsformen von direktem und indirektem Verbal-Antisemitismus zeigt, welche geistigen Konzepte und emotionalen Ressentiments judeophoben Einstellungen zugrundeliegen. Diese äußern sich in uralten Klischees und Verschwörungstheorien ebenso wie in neuen, israelbezogenen Stereotypen.

      Das heißt also, sofern Frau Prof. Schwarz -Friesels Arbeit nicht in diesem Verlagsflyer falsch widergegeben wird, daß sie ihre Studie keineswegs nur eng begrenzt auf „Schriftstücke“ begrenzt sehen will, sondern allgemein „aktuellen judenfeindlichen Sprachgebrauch“ und „diverse Manifestationsformen von Verbal-Antisemitismus“ untersucht hat. Daß sie der Meinung wäre, ihre Untersuchung ließe sich auf gesprochene Hetze nicht anwenden, würde mich überraschen.

      Der zweite aspekt im Einwand des WDR, die Studie befasse sich „mit dezidiert antisemitischen Schriftstücken“ wäre fast putzig zu nennen, offenbarte er nicht das riesige Brett vor dem Kopf der WDR-Autoren. Die Logik ist offenbar: Bei den Anti-Israelischen Parolen handelt es sich nicht um „dezidierten Antisemitismus“, also ist die Studie darauf nicht anwendbar. Diese Argumentation ist natürlich hochgradig idiotisch, und wird ebenfalls nicht vom Flyer zur Studie gestützt, in dem es ja heißt Diese [Manifestationsformen des Antisemitismus] äußern sich in uralten Klischees und Verschwörungstheorien ebenso wie in neuen, israelbezogenen Stereotypen.
      Das heißt, Frau Prof. Schwarz-Friesel benennt genau das als Antisemitismus, was die diversen Israelfeinde, die im Film auftreten, so von sich geben.

  10. Aristobulus schreibt:

    Man sollte dem Herrn Coulibaly mitteilen, dass seine Antwort auf die Frage, was er denn da mache, leider ganz unnütz gewesen ist, weil sein Ausruf „ja!, die Juden!“ nicht beim WDR angekommen ist.
    Man müsste dem Herrn Coulibaly mitteilen, dass er bitte kurz mal auferstehen möge, um den Ausruf persönlich im Gebäude des WDR zu wiederholen.

    Es könnte jedoch sein, dass der WDR dann erklärt: „Es gibt keinerlei Belege dafür, dass der Ausruf eines Zombies, „ja, die Juden!“, antisemitisch motiviert ist. Er kann deshalb nicht in eine Aufzählung antisemitischer Ausrufe aufgenommen werden.“

    • aurorula a. schreibt:

      Das meinte ich, als ich im anderen Thread schrieb: „ich hoffe das Erste sendet den Film ungeschnitten und mit den passenden Untertiteln“. Verdammt, ich hasse es wenn Vorraussagen eintreffen!
      Haben sie denn die fehlenden Untertitel beim arabischen ergänzt? Und wie?

      Beim betreuten Fernsehen (ich weiß leider nicht mehr auswendig wer den in die Welt gesetzt hat) durch und für das Wir kann einfach nichts g’scheites bei rauskommen. Die Staatsfernsehmacher halten die Leute für so dämlich daß sie ihnen nicht zutrauen einen faktischen Beleg zu erkennen wenn er ihnen entgegengrinst, den von der gegengestellten Trickserei zu unterscheiden, und sich eine eigene Meinung zu bilden ohne daß die von viel freundlicher Kuschelpropagandapädagogik schmackhaft gemacht wird.
      Yorns Bulimieclub trete ich sofort bei.

      (Fußnote: ich habe übrigens tatsächlich die (Onlineausgabe der) Bildzeitung abonniert. Die „Mann beißt Hund“-Geschichten brauche ich ja nicht zu lesen, aber die Unabhängigkeit um einfach so zu zeigen was das Staatsfernsehen verschweigt gbit es nicht umsonst – und Kinokarten kaufe ich mir schließlich auch, wenn ich Filme sehen will)

Seid gut zueinander!

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s