Was für ein undifferenzierter, polemischer und einseitiger Artikel!

„Was für ein undifferenzierter und einseitiger Artikel. Der Autor ist ein echter Polemiker. Ich bin ganz seiner Meinung!“

Einen solchen Satz werden Sie nie hören! Menschen tendieren nämlich dazu, nur jene Menschen als polemisch, undifferenziert und einseitig zu bezeichnen, deren Meinung sie nicht teilen. Nur ihnen werfen sie vor, die Themen zu verflachen. Das wusste schon Vera F. Birkenbihl, die erklärt, dass es Menschen leicht fällt zu kommunizieren, wenn wie sich einig sind oder Dinge ähnlich sehen.

„Interessanterweise finden die Leute so ein Gespräch, bei dem es nur darum geht, festzustellen, dass sie Überschneidungen haben, spannend; das halten sie für eine gute Diskussion; der Gesprächspartner ist intelligent und sympathisch.“

Schwieriger wird es, wenn Menschen sich uneinig sind. Was habe ich mir nicht schon alles von Menschen anhören müssen, weil ich es wagte, eine andere Meinung zu haben. Ein Hauptvorwurf ist stets, ich sei nicht objektiv. Was für ein irrsinniger Vorwurf.

Es gibt keine objektive Berichterstattung! Jede Nachricht ist zugleich auch Meinung!

Jede Nachricht ist allein schon deshalb Meinung, weil vorher entscheiden wurde, über dieses Ereignis zu berichten, während andere Ereignisse unter den Tisch gefallen sind. Nehmen wir nur mal die Tagesschau. Sie hat ganze fünfzehn Minuten, um die Nachrichten der Welt für ein deutsches Publikum zu präsentieren. Wer die Weltgeschehnisse mit Schwerpunkt auf Deutschland und Fussball auf 15 Minuten zusammenstaucht, kannunter keinen Umständen objektiv sein!

Die verschiedenen Tageszeitungen in Deutschland beweisen, wie unterschiedlich der Blick auf die Welt ausfallen kann. Objektivität ist bestenfalls die Summe aller subjektiv berichtenden Medien.

Es gibt keine Neutralität. Jedes Buch, jeder Verlag, jeder Blog, jeder Sender wird von Interessen geleitet. Auch die Tagesschau ist subjektiv! Sie wird von Menschen gemacht. Menschen haben Meinungen, Einstellungen und Interessen. Die eigene Subjektivität zu dementieren, ist verlogen. Objektivität ist ein Mythos!

Ich habe daher wenig Angst vor Leuten, die ihre Interessen offen artikulieren, sondern vor jenen, die behaupten objektiv, differenziert und neutral zu sein. Sie erinnern mich nämlich an Fundamentalisten, die behaupten, Gott verstanden zu haben und allen anderen Menschen mit einer unsäglichen Überheblichkeit begegnen. Kritik ist für sie sofort Polemik und ein Witz eine unentschuldbare Beleidigung. Manchmal rufen sie zum Wohl des Volkes sogar zur Zensur. Dabei ist eine Institution, die Zensur üben darf, noch gefährlicher als ein rassistisches Arschloch, das menschenverachtende Scheiße brüllt.

Wer behauptet, objektiv zu sein, formuliert einen Machtanspruch. Nur Subjektivität ist Freiheit! Aufklärung bedeutet, sich seines eigenen Verstandes ohne Anleitung eines Dritten zu bedienen und sich mündig aus den Angeboten der Subjekte ein eigenes Bild zu machen. Schon Immanuel Kant sagte:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit! Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen gerne zeitlebens unmündig bleibt; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.“

Erinnern Sie sich noch an jene Lehrerinnen und Lehrer, die damals mit dem Fernsehschrank ins Klassenzimmer kamen und dann die Hälfte der Stunde damit verbrachten, die Geräte anzuschließen? Sie waren studierte Männer und Frauen, die Elite der Bildungsgesellschaft, dennoch waren sie zu bescheuert, einen einfachen Videorekorder zu bedienen. Am Ende waren sie auf die Hilfe ihrer Schüler angewiesen. Die Erwachsenen waren klug und gebildet, aber leider hatten sie den Fortschritt verpennt. So geht es momentan den Kritikern des Internets. Sie haben den Fortschritt verschlafen und machen nun genau das, was viele Privilegierte machen, wenn sie merken, dass ihre Privilegien schwinden, sie klagen: „Damals war alles besser!“

So wie einst der Buchdruck die Menschen aufforderte, nicht mehr blind der Kirche und dem Kaiser zu vertrauen, so müssen wir heute lernen, nicht mehr blind der Tagesschau, CNN, dem Spiegel und der Welt zu vertrauen. In der Zeit vor dem Internet waren die Menschen nicht besser informiert. Es gab einfach nur viel mehr Menschen, die über die selbe Sache informiert waren. Was das Tagesthema war, entschied vor dreißig Jahren in Deutschland noch die ARD mit der Tagesschau und die BILD. Heute aber ist das anders und das ist auch gut so!

Das Internet hat dafür gesorgt, dass Millionen Menschen eine Informations-Unabhängigkeit erklären konnten. Das bedeutet natürlich auch, dass es unübersichtlicher geworden ist.

Wer früher eine Meinung hatte und wollte, dass sie gehört wird, musste einen Brief schreiben und dann eine Hose anziehen, rausgehen, den Brief versenden und darauf hoffen, der Brief möge eine Plattform zu finden. Heute können wir in Unterhose im Bett an unserem iPad sitzen und unsere Gedanken in die Welt gießen. So wie ich es gerade mache.

Wir werden uns fremder werden, weil es kein großes Lagerfeuer am Samstag Abend mehr gibt, wo die ganze Nation nach der Tagesschau zusammenkommt, um zu erkennen, dass Gottschalk der große Einheitsspender ist, auf den sich alle irgendwie einigen können. Dafür aber wird unsere Welt bunter werden, individueller und abenteuerlicher. Ja, dabei wird auch gelogen und sehr viele vermeintliche Wahrheiten gefühlt werden. Das passiert halt in einer Demokratie. Die Macht verwässert. In einem Königreich muss man einen König schmieren, um was zu erreichen, aber in der Demokratie muss Du viele Bürgerinnen und Bürger auf Deine Seite ziehen, um an Dein Ziel zu kommen. Darum können Könige und Diktatoren auch atemberaubend schnell bauen, während in Demokratien Flughäfen, Philharmonien und Bahnhöfe ewig dauern. Jeder redet halt mit und keiner hat die Macht allein in seinen Händen, auch nicht, wenn er Recht hat!

Natürlich birgt das Internet auch Gefahren, aber auch der Buchdruck brachte Katastrophen mit sich. Die erste Hochphase der Zensur kam mit der Erfindung des Buchdrucks. Pessimisten sahen in dem Buchdruck nämlich damals das Ende der Welt nah und beklagten sich über einen Verlust des guten Anstands. Der Buchdruck, so raunten die Kritiker, würde das Gewöhnliche, Ordinäre und Schundhafte fördern und so war es auch. Mit dem Buchdruck erlebte die gossenhafte, polemische und pornografische Literatur einen Aufschwung, wie ein paar Jahrhunderte später durch das Internet.

Der Buchdruck machte zudem den Beruf des Kopisten überflüssig. Vor dem Buchdruck vervielfältigten Kopisten in Handarbeit Schriften. Sie waren überwiegend Mönche. Mit der Erfindung des Buchdrucks verlor die Kirche diesen großen Herrschaftsanspruch über die Verbreitung von Wissen. Die Kirche wehrte sich daher verständlicherweise und unkte, mit dem Buchdruck verschwimme die Grenze zwischen relevantem und unnützen Wissen.

So wie die kirchlichen Kopisten damals in dem Buchdruck das Ende des anständigen Wissens sahen, so gerieren sich heute die großen Medienkonzerne und die staatlich geförderte Fernsehsender bei dem Internet als die Bewahrer des sittlichen, guten, anständigen Journalismus‘. Oft haben sie dabei nichts als Verachtung übrig für die Schmuddelkinder vom Internet und malen Horrorbilder an die Wand, indem sie behaupten, mit den neuen Medien würde alles viel schlechter werden.

Dank des Internets prallen jetzt deutlich mehr Subjekte unkontrolliert aufeinander. Das können wir beklagen, aber es wird sich nicht ändern. Als der Mensch das Feuer für sich entdeckte, ging dadurch auch viel in Flammen auf und Schaden wurde angerichtet, aber dennoch emanzipierte das Feuer den Menschen und daher lernte er, mit der Gefahr umzugehen.

Martin Luther konnte Dank des Buchdrucks nicht nur seine Thesen der Reformation vervielfältigen, sondern auch seine judenfeindlichen Traktate. In seinem Werk „Handbuch über die Judenfrage“ fordert Martin Luther jene Dinge, die im 20. Jahrhundert am Wannsee in Berlin zur deutschen Staatsräson unter Hitler werden sollten:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Diesen Müll konnte Martin Luther veröffentlichen, weil es den Buchdruck gab. Genauso werden judenfeindliche Schriften heute massenhaft im Internet geteilt. Dank des Buchdrucks und des Internets bekamen nicht nur viel mehr Menschen Zugang zu Bildung, es konnten auch mehr Menschen ihre Meinung veröffentlichen und zwar unabhängig vom Inhalt. Der Buchdruck presste den Judenhass in den Mainstream, so wie heute das Internet.

Das Internet stellt uns vor ganz neue Herausforderungen. Die Erfindung ist jedoch da. Sie wird uns nicht mehr verlassen. Die Frage ist daher, wie gehen wir mir den neuen Gefahren um? Ein Verbot wird nichts bringen! Stattdessen sollten wir dem freien Markt der freien Gedanken vertrauen. Der stinkende Prophet auf der Orangenkiste in der dunklen Ecke des Marktplatzes entlarvt sich selbst. Die Gedanken sind frei!

Ich kenne Leute, die durchstöbern Facebook danach, wer die AfD wählt oder mit Pegida-Leuten diskutiert, nur um sie dann zu blockieren, ganz so, als hätten sie dadurch einen heroischen Akt des Widerstands geleistet, der sie auf eine Stufe mit der Weißen Rose stellt. Es hilft aber nichts, seine politischen Gegner als „Pack“ zu bezeichnen und ihnen den Stinkefinger zu zeigen. Im politischen Diskurs müssen wir mit ihnen reden! Wenn es Leuten schlecht geht, flüchten sie. Manche flüchten in andere Länder, andere flüchten in Ideologien. Einige Länder und Ideologien sind gut, andere weniger. Wer sich das Äußern einer Meinung verbittet, sorgt lediglich dafür, dass die Meinung nur noch gedacht wird! Aber nur weil ich jemanden nicht mehr höre, heißt das nicht, dass er die Sache nicht mehr denkt. Die Meinung wird lediglich erst sichtbar, wenn sie sich zu einer Handlung entwickelt hat. Dann aber ist es oft zu spät!

Zuhören ein präventiver Schutzmechanismus. Nur so lerne ich einen Menschen kennen und kann rechtzeitig erkennen, ob ich mich vor ihm schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden!

Wer alles ausklammert und entfreundet, was ihm nicht gefällt, wird blind für das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht und wird entsetzt aus dem Sessel fallen, wenn bei einer Wahl die Menschen in der geheimen Wahlkabine ihre Meinung in ein definitives Kreuz verwandelt haben. Dann fallen sie aus allem Wolken und sagen, sie hätten all das nicht kommen sehen. Natürlich haben sie es nicht kommen sehen! Sie haben ja auch all die Menschen entfreundet. Sie konnten sich nicht mit diesen Menschen auseinandersetzen, ihnen nicht entgegentreten und ihnen nicht widersprechen. Alles nur, weil sie diese Menschen nicht kannten. Sie vermehrten sich im Verborgenen, Geheimen, Verbotenem. Andere Meinungen ausklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen!

Wir sind alle subjektiv und einseitig, allein schon deshalb, weil es immer die Anderen geben wird und keine Aussage ohne Gegenteil ist.

Ein WDR-Redakteur sagte einst, er sei stolz, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ein so hohes Vertrauen genießen. Es sei froh, dass die Bürgerinnen und Bürger an die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten glaubten. Vertrauen und Glauben sind jedoch höchst religiöse Prinzipien. An Wissen und Information soll man jedoch nicht glauben. Der Motor der Wissenschaft ist nicht Glauben sondern Zweifel. Ein Medium, an das man glauben können soll und das auch noch vorgibt, das Gewandt der Objektivität zu tragen, obwohl es nackt ist, sollte uns alle beunruhigen.

Objektivität ist nicht etwas, das mit Zwang und staatlicher Gewalt geschaffen werden kann. Der Staat kann Objektivität nur schützen, indem er als Hüter der Grundrechte aller auftritt. So schwer es auch fällt, der Staat muss das Recht auf freie Meinung verteidigen, auch wenn die Meinung nicht allen Bürgerinnen und Bürgern gefällt.

Wir sollten daher aufhören, Medien blind zu vertrauen. Alle haben eine Agenda!

Mein Name ist Gerd Buurmann, ich bin pro-israelisch, feministisch und Mitglied der FDP. Ich bin gegen Rundfunkgebühren und für eine radikale Meinungsfreiheit. Mir ist der Islam suspekt und ich mag weder rechts noch links, finde aber, dass wir in Anbetracht des Hasses nicht wegschauen dürfen. Ich habe für die Öffnung der Ehe für Homosexuelle gekämpft, streite für eine bedingungslose Trennung von Staat und Kirche und gegen ein staatliches Tanzverbot und für mehr Offenheit und eine freie Kunst. Mir machen Jürgen Todenhöfer und Jakob Augstein mit ihrem Israelhass und Milo Yiannopoulus mit seiner Vernarrtheit in Trump deutlich weniger Angst als ein öffentlich-rechtlicher Sender, der aus selbstergriffen erklärter Objektivität und Neutralität heraus versucht, einen Bericht über Judenhass erst unter Verschluss zu halten und dann nur verstümmelt sendet.

Ich habe Interessen. Natürlich habe ich die. Ich verheimliche sie jedoch nicht. Ich spiele mit offen Karten. Jeder weiß, wo ich stehe. Es wäre schön, wenn andere Medien diese Ehrlichkeit auch an den Tag legen könnten. Undifferenziert, polemisch und einseitig sind nämlich nicht nur die Anderen! Das sage ich mal ganz subjektiv!

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67 Antworten zu Was für ein undifferenzierter, polemischer und einseitiger Artikel!

  1. aurorula a. schreibt:

    Wer viiieeeeell Zeit hat (drei Stunden) und gut Englisch kann, kann sich die Anhörung vor dem amerikanischen Kongress zur Redefreiheit an Universitäten anhören:

    Ich habe mir das auch nicht ganz angetan, nur in Auszügen; aber es lohnt sich.

  2. Ludwig schreibt:

    Hallo Buurmann,

    Ihr Standpunkt stammt aus einem libertären Elfenbeinturm, in dem es keinen Zusammenhang gibt zwischen Kommunikation und Gewalt.

    Schaut man sich die Kollateralschäden der Meinungsfreiheit an, ist in der Praxis eine gewisse Vorsicht beim Umgang mit neuen Medien geboten. Der Buchdruck beispielsweise führte Deutschland in den Dreißigjährigen Krieg und brachte so mittelbar etwa die Hälfte der Deutschen um. Die Erfindung des Volksempfängers war eine der Voraussetzungen für den Erfolg des Nationalsozialismus. Und der sogenannte Arabische Frühling wäre ohne Facebook & Co. nicht möglich gewesen.

    Daher sollte der Staat die öffentliche Kommunikation in den Neuen Medien mit seinem Gewaltmonopol regulieren. Nach dem Prinzip, je mehr Freiheit zu Kommunizieren, desto mehr Verantwortung für die Konsequenzen dieser Kommunikation.

    Beste Grüße

    Ludwig

    • Dante schreibt:

      Ihr Standpunkt stammt aus einem libertären Elfenbeinturm, in dem es keinen Zusammenhang gibt zwischen Kommunikation und Gewalt.

      Ich glaube nicht, dass dies so gemeint ist.
      Die Freiheit der Meinungsäußerung ist nicht gleichbedeutend mit einem Recht, jeden überall zu belästigen (also sogar eine Beerdigung zu stören, wie es die Familie des „fags dy, God laughs“-Predigers fred Phelps bei der Beerdigung eines gefallenen US-Soldaten getan hat), Schmierereien zu verbreiten oder zur Gewalt aufzurufen.
      Sie ist auch nicht das Recht darauf, dass die eigene Meinung unwidersprochen bleibt.
      Wir müssen uns halt darüber im Klaren sein, was eigentlich Meinungsfreiheit bzw. ihr Gebrauch ist und was nicht.

    • Hm schreibt:

      Wie kommen Sie darauf, dass die Forderung, nach Meinungsfreiheit auch dien Handlungsfreiheit beinhaltet?

    • A.S. schreibt:

      Etwas gewagt, wenn man fehlende (!!) staatliche Meinungskontrolle zur Teilursache des Nationalsozialismus macht.

      • HM schreibt:

        Nee, eben genau das nicht. Wenn es bei der geäusserten Meinung geblieben wäre und keine selbst erteilte Handlungsvollmacht erfolgte,wäre es eben nur eine merkwürdige Meinung gewesen.
        Mit der zugestandenen Meinungsfreiheit, fällt nicht das staatliche Gewaltmonopol.

      • Ludwig schreibt:

        Stimmt, das war schlecht formuliert. Zum Ausdruck bringen, wollte ich den Zusammenhang von technischem Fortschritt in Massenkommunikation mit der Entwicklung von politischer Herrschaft. Ohne Radio, kein Hitler (und kein Churchill). Ohne TV kein Kennedy. Und ohne Twitter kein Trump…

        • Aristobulus schreibt:

          Und ohne die vielen kleinen fälschenden Ludwige kein Schönfinden des allgegenwärtigen Islam-Appeasements, und kein weitverbreitetes Gutfinden des allgegenwärtigen Israelhasses.

        • American Viewer schreibt:

          Ohne Buchdruck kein 30jähriger Krieg. Ohne Radio, kein Hitler (und kein Churchill). Ohne TV kein Kennedy. Und ohne Twitter kein Trump…

          Reichlich gewagte, aber in gewisser Hinsicht auch interessante Thesen. Allerdings folgt aus den Thesen (fast schon) ein Fehlschluss im Sinne des Bonmots, das man gerne Stalin zuschreibt: „Ein Mensch, ein Problem. Kein Mensch, kein Problem.“ Oder auch: „Fackeln wir doch unser Haus ab, dann kann es nicht mehr angezündet werden.“
          –> Formallogisch alles korrekt ja, aber mehr auch nicht.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Ludwig: „Die Erfindung des Volksempfängers war eine der Voraussetzungen für den Erfolg des Nationalsozialismus. … Daher sollte der Staat die öffentliche Kommunikation in den Neuen Medien mit seinem Gewaltmonopol regulieren.“

      Erkennen Sie rechtzeitig den Widerspruch oder sind Sie eine entsetzlich dumme Kreatur?

  3. A.S. schreibt:

    Um Dieter Bohlen abgewandelt zu zitieren:
    Mach einem undifferenzierten Überzeugungsverbreiter wie Jörg Schönenborn klar, dass er ein undifferenzierter Überzeugungsverbreiter ist.

    • Aristobulus schreibt:

      Yep, Andreas.
      Oder man mache jenem WDR-Redakteur klar, der das mit dem Glauben an den WDR gesagt hat, dass er glatt wie ein Pfarrer der WDR-Religion daherredet.
      Zweifel an der Staatszensur?, Häresie! Der WDR will unser aller Großbestes, weil wir ja nichtmal wissen, was kleingut für uns ist.

    • American Viewer schreibt:

      Man muss diesen Leuten gar nichts klar machen, man muss ihnen „nur“ endlich den GEZ-Saft abdrehen. Demnächst kauft die ARD noch die Chose, bei der Autos im Kreis herumfahren. Die wissen offenbar nicht mehr wohin mit ihren 8 Milliarden im Jahr.

      • Aristobulus schreibt:

        …und wenn dermaleinst diesen Leuten der GEZ-Staatsgeldfluss endlich abgedreht sein wird (äußerst optimistisch gesprochen jetzt), ach, dann wird denen ohnehin nie klarwerden, weshalb und wieso.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Müsste es das denn?

        • American Viewer schreibt:

          Man stelle sich mal vor ein Privatsender wie HBO oder Sky Deutschland hätte ein Budget wie der deutsche ÖRF. Was würde man dafür wohl bekommen? Eine gelungene TV-Serie nach der anderen plus alle wichtigen Sportereignisse der Welt? Ohne Werbung? Und das ganze wahrscheinlich kombiniert mit einer Beitragsreduzierung um 50%.

          • Aristobulus schreibt:

            Yep, Viewer. Ach allemal.
            Und sogar ein naturgemäß-Privatsender wie Fox News schafft Qualität, Dauerqualität mit oft sogar exzellenten Journalisten (seriös) ganz ohne den schamlosen Zwangsgriff in Steuerzahlers Tasche.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Es ist ja kein Staatsgeld. Es ist meines, mein weniges, das sie zu sich hinzwingen wollen. Titelfestsetzenderweise.

          Und ich hab doch dieses Psychoding mit dem Fernsehn: Ich kann das nicht bezahlen. Ich bringe es nicht über mich, übergroßen Abscheus wegen. Schon mehrmals stand ich in der Bank am Automaten und bin weinend wieder gegangen, weil es einfach nicht ging.

          Kennt jemand wen, der das diagnostizieren könnte?

          Und man entrinnt ihnen nur durch den Tod, und der ist auch teuer. Und diesen Ausweg empfehlen die kaltschnäuzig, wie auch kaltschneuzig…

          • Aristobulus schreibt:

            Du hast definitiv GEZeritis, Tendenz zur GEZerose (morbus schönenhorneris miserabile).
            Ursache: Du kannst dieses Zwangselend einfach nicht ertragen. Prognose: Ungünstig. Dieses Übel ist unheilbar!, denn es ist überall.
            Das ist die schlechte Nachricht-.

            Die gute Nachricht jedoch: Wer diese Seuche NICHT hat, ja?, der ist ja noch ungleich massivstangekränkelter als unsereiner.

  4. American Viewer schreibt:

    Besonders den vorletzten Absatz finde ich sehr gelungen, undifferenziert und einseitig. 100% Zustimmung dafür.

  5. goldsteinweb schreibt:

    Das Problem mit Ihnen ist halt, dass sie schlau sind.

    • Aristobulus schreibt:

      Nein.
      Abgesehen von diesem platten, hilflosen Scheinkompliment: Das Problem mit Gerd Buurmann ist, dass er seine Methoden offenlegt (was Diffuslinke, Theaterrechte, Islamiker, Gruppen-Moralisten und Primitivpopulisten hassen, je mehr, um so schlauer sie sind), und dass er sich nicht von seinen eigenen Ansichten abspeisen lässt.

      • goldsteinweb schreibt:

        Ich geb Ihnen einfach mal ein Like. Sie sind ein Kotzbrocken, aber das wissen Sie bestimmt. Ich glaub auch fast, dass Sie zum Teil das auch nur vorspielen. Es amüsiert Sie. Ich gönne es Ihnen.

        • Aristobulus schreibt:

          Keiner außer Ihnen selbst interessiert sich dafür, was Sie äußern.

          • Dante schreibt:

            Wenn das so war, hat sich das gerade geändert. Wenn Du mit jemandem im Clinch liegst, will ich wissen, warum.

          • Aristobulus schreibt:

            🙂 Klar willst Du das wissen. Es ist richtig, dass Du das wissen willst (würd ich wohl auch wissen wollen, anders herum).
            Weil da ein Fälscher am Werk ist, der nix macht als zu fälschen: Tatsachen ohnehin, aber auch sich selbst. Wer sich selbst fälscht, ist wahrscheinlich keine Tatsache mehr, nicht?
            -Will man selber doch hoffen, dass man immer Tatsache bleibe und nie anfange, Selbste zu erfinden zum Zwecke.

            A guttn Sonntag Dir

  6. Couponschneider schreibt:

    Im letzten Jahr verriss ich die Bücher von Friedrich und Weik. Natürlich erlaubte ich mir die eine oder andere polemische Spitze. Ich setzte mich natürlich inhaltlich auseinander. Die wenigen Spitzen nahm man zum Anlass, mir Polemik und Unsachlichkeit vorzuwerfen. Sowas habe ich nie ernst genommen. Die haben nicht verstanden, wozu Kritik da ist. Und wenn Kritik auch noch unterhaltsam, was ist so schlimm daran? Viele Antworten auf Kritik immer auch: „Jeder soll seine eigene Meinung haben dürfen.“ – Die haben’s auch nicht verstanden, da eine Kritik nicht zwangsläufig die Artikulation eines Verbotes darstellt. Es gibt keine unsachlichere Art der Auseinandersetzung, als die Auseinandersetzung auf die Meta-Ebene zu ziehen. Das macht man dann, wenn einem die Argumente ausgehen.

    • Aristobulus schreibt:

      „Jeder soll seine eigene Meinung haben dürfen.“
      Das wird derzeit von zwei Seiten geäußert, nicht?, und zwar in völlig konträrer Absicht und in völlig konträrer Auffassung, was Meinung ist, und wie man dazu kommt.

      -Eine Seite äußert das, weil die Meinungsfreiheit in Gefahr ist, indem dagegen mit Gruppenmoral und mit dem ubiquitären Rassismusvorwurf gewedelt wird, weswegen andere Meinungen rundweg zu verbieten seien.

      -Die andere Seite äußert das, um die eigene Meinung frei von anderen Meinungen zu halten. Bloß das eigene Gekreise um sich selbst nicht stören. Bloß keine störenden Tatsachen hören wollen. Diese Seite argumentiert nicht, sondern moralisiert und will safe-spaces haben gegen hate-speech. Hahaa.

      • Couponschneider schreibt:

        In meinen Fall ging es um „Daytrading“. Wenn Sie Zeit haben und lachen möchten, dann googlen Sie mal Koko Petkov. Da sind so viele Abzocker unterwegs, die nicht einmal vor Halbwüchsigen Halt machen. Ein Abzocker ist selber noch halbwüchsig: Tobias Knebel. (Ich anonymisiere nicht, da diese Leute offen im Netz ihre Angebote unterbreiten.) Ich warnte in einer Diskussion, in der eben jener Knebel interviewt wurde: Daytrading funktioniert nicht. Ich begründete dies, gab mir Mühe. Der Kanalbetreiber: „Jeder darf seine Meinung haben.“ – Dahinter steckt aber eine Unterstellung, ich hätte mich für irgendein Verbot stark gemacht. Eigentlich ist es die Kapitulationserklärung, denn so erstickt man jede weitere Diskussion.

        Ich merke auch, dass es kaum noch meinungsstarke Schreiber gibt. Viele Finanzblogschreiber schreiben, jede solle das machen, was ihn glücklich mache. Selbst eine eindeutige Meinung zum Daytrading ist nur schwer zu entlocken, obwohl es so einfach wäre, Daytrading in Bausch und Bogen zu verdammen.

        Auf der Achse gab es neulich einen interessanten Artikel über dieses Äquidistanzgebabbel. Mir sprach der Artikel aus der Seele. Das war der Artikel, den ich selber gerne geschrieben hätte, weil es mir auf den Nägeln brennt. Gerd Buurmanns Artikel geht ja in die gleiche Richtung wie der Achse-Artikel: http://www.achgut.com/artikel/aequidistanz_die_geissel_des_qualitaetsjournalismus

        Es regt mich auf, dass viele Leute ihren Antiamerikanismus und ihren Antisemitismus hinter dieser Äquidistanz verstecken.

        Die Putinversteher sagen: Man gerade die USA kritisieren dürfen, denn die USA hätten seit ihrer Gründung 238 Kriege geführt. (Woher haben die diese Zahl?) Da werden einfach Kriege zusammengezählt und gegenübergestellt, ohne zu berücksichtigen, welchem Zweck der Krieg diente, ob es ein Verteidigungskrieg war, oder ob es ein UN-Einsatz war. Die Antiamerikaner schämen sich nicht, den Amis den Koreakrieg vorzuwerfen, dabei war es ein Krieg zwei Parteien: Nordkorea mit sowjetischer und chinesischer Unterstützung gegen Südkorea mit UN-Truppen.

        Wenn Nordkorea wieder mit dem atomaren Erstschlag droht, dann gibt’s immer welche im SPON-Forum, die Nordkorea verteidigen und meinen, die Amerikaner hätten ja kein Grund, sich zu empören, denn sie wären ja die einzigen gewesen, die Atomwaffen eingesetzt hätten. Da wird einfach mal der Kontext, warum diese zwei Atombomben auf Japan niedergingen, nonchalant beiseite gewischt. Auch der Umstand, dass Japan ein Verbündeter Hitlers war, interessiert Deutsche Linke nicht mehr. Japan als amerikanisches Opfer ist wertvoller. Kroatien dagegen wurde noch in den 90ern von deutschen Linken das Bündnis mit Hitler vorgeworfen. Übrigens bin ich nach längerem Nachdenken zu der Überzeugung gelangt, dass die beiden Atombombenabwürfe richtig waren, bei heutigem Wissensstand und erst recht beim damaligen. Ein konventioneller Bombenhagel hätte mehr Verwüstung angerichtet, den Krieg in die Länge gezogen und mehr Opfer gefordert. Die Japaner hätten die gewonnen Zeit genutzt, um in den besetzten Ländereien die Zeugnisse ihrer Schreckensherrschaft zu beseitigen, so wie die Nazis die Gaskammern beim Vorrücken der roten Armee beseitigt haben und die Häftlinge auf den Todesmarsch schickten.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Couponschneider

          Ihr Kommentar gefällt mir sehr, Couponschneider, obwohl ich nicht völlig übereinstimme!

    • Dante schreibt:

      Es gibt keine unsachlichere Art der Auseinandersetzung, als die Auseinandersetzung auf die Meta-Ebene zu ziehen.

      Das habe ich allerdings auch schon gemacht, besonders wenn ich mit einem GdRT zu tun hatte. Deren „Argumentation“ ist oft – SEHR oft – derart hanebüchen, dass man das fast schon automatisch tut.

      Das macht man dann, wenn einem die Argumente ausgehen.

      In diesem Fall eher, weil man Argumente bringen kann, bis man schwarz wird. Statt sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen, zerpflückt der GdRT das Argument, verdreht es und macht da eine Polemik draus. Manchmal versucht er durch die Sinnentstellung des Argumentes zu „beweisen“, dass derjenige, der es gebracht hat, „ein Vollidiot“ sein müsse.

      • Aristobulus schreibt:

        * kopfkratz‘ * GdRT-. Hm
        Genosse der Richtigen Theorie?
        Grandmenteur du Raisonnement Toxique?
        Gimpel der Radabbigkeit Tonnerstags?
        Generator des Ratzfatz-Todenhöferismus?

        • aurorula a. schreibt:

          Gepachtet-das-Recht-Troll?
          Größter der Rechthaber, Totalitärer?
          …. pV=nRT ? …. äh, nö, das war nix als heiße Luft ….
          Großinquisitor der Rechtgläubigen Totalerleuchtung?
          Gibt der Rationalität Todesstoß?
          Ganz dummer Redeschwall-Totalidiot?
          Ganz dämliches Rudeltier?

          • Aristobulus schreibt:

            Gauleiter der Rattigkeit-Tautologie?
            grand dorky rectified think

          • aurorula a. schreibt:

            Gutmensch des Rechtschaffenen Tuns?
            Gläubiger der Reinsäkularen Trinität? (Nein, ich weiß auch nicht was die ist und wieviel sie ihm schuldet)
            Gläubiger des Rektifizierten Totaldurchblicks?
            Genosse der Roten Totalitären?

        • Dante schreibt:

          Gegner der Relativitätstheorie. Ich habe vergessen, das zu erklären.

          • Aristobulus schreibt:

            Ah! Klar. – Es sprach für sich selbst 😉
            Ich hatte einen physikalischen Bezug gesucht, kam aber nich‘ drauf

          • aurorula a. schreibt:

            Ah.
            Garantiert die richtige Tatsachenbeschreibung gibt dem recht trotteligen Gimpel des Ratens (=mir) Trost. Oder ohne das Akronym: da wär ich nie drauf gekommen.

          • aurorula a. schreibt:

            Gleich der richtige Tip gelingt durch rare Treffer, gut daß ……

            …. gaaaaah, jetzt habe ich einen gdrt-Ohrwurm. Vielleicht sollte ich mir die drei Stunden Kongressanhörung antun, da muß ich mich drauf konzentrieren und denke nicht mehr gdrt.
            ommmmmmmmm…..

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            Gutt Dir drei Stunden antu‘.

          • aurorula a. schreibt:

            Och, nicht alles, dann bin ich morgen früh noch dabei 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            … Gegner der Relativitätstheorie. Ach, seufz. Die gibt es tatsächlich. Mit solchen musst Du Dich rumschlagen, Dante?, waah.
            Ja, mit solchen schlägt man sich herum, und mit Gegnern der israelischen Selbstverteidigung schlägt man sich auf die gleiche Weise herum, denn es geht bei diesen und bei jenen immer um den Jud‘, nicht?, der alles falsch mache, was er auch mache, weswegen man als Gegner desselben jede Menge Zeit und Schwitz hineinsteckt.

            Gibt es auch Gegner der Relativitätstheorie, die nicht bloß wegen der Person Albert Einstein dagegen sind? Neulich las ich ein paar Artikel solcher Einsteingegner, und die akribische Wut auf Einstein fiel auf. Das Rattern: EinsteinEinsteinEinstein.
            So wie bei den Gegnern der israelischen Selbstverteidigung das Rattern: VölkerrechtUnverhältnismäßigGewaltspirale.

            Daraus lässt sich wohl nur Folgendes schließen:
            a) Wenn z.B. Heisenberg und Fermi beide Relativitätstheorien formuliert hätten, wäre eine eventuelle Physikerdebatte dagegen sachlich, jedoch nicht so verrückt antifaktisch.
            b) Wenn Israel ein Land von syrisch-orthodoxen Christen wäre, würden Gegner der syrisch-orthodoxen Selbstverteidigung wohl nur sachlich über Taktiken diskutieren, und zwar nur sehr, sehr wenige sehr, sehr selten, und die Debatte wäre weder so hasserfüllt aufgeheizt, noch so verrückt antifaktisch.

  7. Furbaz schreibt:

    Hochachtung Herr Buurmann für ihre Offenheit. Ja es ist richtig, fast jeder/jede kann das lesen was er/sie für wahr hält. Für mich besteht das Problem dahin, dass das verstehen des gelesenen das Problem darstellt. Liegt es nicht daran von welcher Seite ich das gelesene betrachte? Oder daran was ich glauben möchte? Als Luther den Buchdruck nutzte um seinen Judenhass niederzuschreiben, gab es nur wenige die, die Möglichkeit hatten es zu lesen.
    Für mich ist es immer wieder erstaunlich was man so, bei den anderen liest. Oft gerade ich in Zweifel, ob und was richtig ist. Was ist richtig was falsch? Für mich ist das reflektieren meinerseits sehr wichtig.
    Mit vielem was sie schreiben bin ich sehr einverstanden mit einigem aber auch nicht das hindert mich aber nicht,sie als Mensch sehr zu schätzen.
    Lieben Dank für Ihren Blog. Schön gibt es Sie.
    Shabbat Shalom
    Furbaz

  8. Dante schreibt:

    Mir ist es schon öfters passiert, dass ich einen Artikel und noch viel häufiger einen Kommentar zu einseitig und polemisch fand, obwohl ich im Kern derselben oder ähnlichen Meinung bin.
    Es so zu empfinden und es auch auszusprechen oder (gar) zu schreiben sind allerdings zwei Paar Schuhe.

    • Clas Lehmann schreibt:

      Ist das dann aber nichtr die Furcht davor, jemand drittes könnte durch die Zuspitzung abgeschreckt werden? Oder manchmal auch eine Frage des Geschmackes oder der Schiefe des gewählten Bildes?

      Mir jedenfalls ist es bisher meist gelungen, bei einer solchen Anmutung zu präzisieren, was eigentlich mich störte.

      Polemik mag ich in aller Regel, wenn sie gut getroffen ist, bin ich eher in Gefahr, die Meinung, die da zum Ausdruck kommt, gegen meine Überzeugung gutzuheißen…

      • Dante schreibt:

        Ist das dann aber nicht die Furcht davor, jemand drittes könnte durch die Zuspitzung abgeschreckt werden?

        Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal finde ich einfach, dass der Polemiker jemandem Unrecht tut.
        Aber natürlich haben Sie nicht Unrecht: Wenn jemand extrem platt gegen eine Sache herumpolemisiert, finde ich das u.U. gerade besonders ärgerlich, wenn ich selbst gegen diese Sache bin: Ich befürchte, der Polemiker mache gleichsam Werbung für sie.

        • Aristobulus schreibt:

          Etwa beim Michael Klonovsky geht mir das so. Er polemisiert gegen linke Ideologie auf eine unlogische, scheinlustige, antisystematische, ach verkrampfte (und manchmal glatt alt-nationalistische) Weise, dass ich Lust bekomme, links zu werden, wenn ich seine Texte lese.
          Vielleicht em>beabsichtigt er das.
          Hmaj, das wohl doch nicht, denn er glaubt so schrecklich inständig an seine Mission

  9. phips243 schreibt:

    Sehr gut auf den Punkt gebracht!

Seid gut zueinander!

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