FDP wählen!

Am 22. September 2013 flog die FDP im hohen Bogen aus dem Bundestag raus. Die FDP hatte sich zu sehr von ihren Grundsätzen entfernt:

„Der Liberalismus ist eine Philosophie der Freiheit, die dem einzelnen Bürger, seiner menschlichen Würde und seinen Menschenrechten der Freiheit und Gleichheit Vorrang vor der Macht des Staates einräumt. Liberalismus will die größtmögliche Freiheit des Einzelnen. Die Freiheit des Einzelnen findet ihre Grenze an der Freiheit der anderen. Deshalb sind individuelle Freiheit und Verantwortung für sich selbst untrennbar. Individuelle Freiheit erfordert ebenso die Bereitschaft, Mitverantwortung für andere zu übernehmen. Liberalismus will Freiheit zur Verantwortung anstatt Freiheit von Verantwortung. Freiheit ist nicht Egoismus. Freiheit ist Verantwortung.“

Scheitern gehört unbedingt zum Wachsen dazu. Scheitern ist Lernen, Entwicklung und der Motor des Besserwerdens. Das radikale Scheitern der FDP hat die Partei verbessert. Heute kann ich guten Gewissens sagen, dass die FDP am 24. September 2017 jede erste und jede zweite Stimme verdient hat.

Denken wir neu, sagt die die FDP, denn„für Liberale verläuft die politische Grenze nicht zwischen rechts und links, sondern zwischen freiheitlich und autoritär.“

Für Menschen, die die Freiheit lieben, sagt die FDP:

„Nicht der Staat gewährt den Bürgern Freiheit, sondern die Bürger gewähren dem Staat Einschränkungen ihrer Freiheit.“

Für jene, die gerne in Europa leben, sagt die FDP:

„Die liberale Bürgergesellschaft denkt kosmopolitisch, handelt europäisch, wurzelt in nationaler und regionaler Identität. Freiheit bedeutet nicht gesellschaftliche Vereinzelung, Egoismus und Bindungslosigkeit. Liberale treten dafür ein, dass Bindungen freiwillig und selbst bestimmt eingegangen werden. Für Liberale sind alle Lebensgemeinschaften wertvoll, in denen Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Verantwortungsgemeinschaften dürfen nicht diskriminiert werden; rechtliche Benachteiligungen für neue Verantwortungsgemeinschaften müssen abgeschafft werden.“

Für jene, die Verantwortung schätzen, sagt die FDP:

„Liberale treten für mehr Freiheit für mehr Menschen ein und wissen, dass sie damit mehr Verantwortungsbereitschaft verlangen. Liberalismus vertraut auf den Willen und die Fähigkeit des Menschen, in eigener Verantwortung zu entscheiden und zu handeln. Für jeden Einzelnen gibt es Situationen, in denen er auf Hilfe angewiesen ist. Die Hilfe zur Selbsthilfe greift in die eigene Freiheit und Verantwortung am wenigsten ein. Sie ist daher die menschlichste und menschenwürdigste Form der Hilfe. Liberale setzen auf den mündigen Bürger, nicht auf den Vormundschaftsstaat mit Rundumbetreuung. Liberale muten den Bürgern mehr zu, weil sie ihnen mehr zutrauen.“

Für jene, die Klartext sprechen, sagt die FDP:

„In Deutschland hat sich die Politik immer mehr daran orientiert, was bei den Betroffenen gut ankommt, was gefällt. Sie hat sich zur Gefälligkeitspolitik entwickelt, bei der es nicht mehr darauf ankommt, ob eine Entscheidung gut oder schlecht ist, sondern nur noch darauf, ob sie ankommt oder nicht. Die Gefälligkeitspolitik, die allen alles verspricht, ist unfinanzierbar und kann daher nicht halten, was sie verspricht. Der Bürokratiestaat bevormundet den Bürger. Liberalismus will Menschlichkeit durch Vielfalt. Freiheit ist Vielfalt. Vielfalt in der Marktwirtschaft heißt Wettbewerb. Vielfalt in der Gesellschaft heißt Toleranz. Die Dynamik der Freiheit entfaltet sich gleichermaßen auf dem Markt der Ideen, Entwürfe und Lösungen, wie auf dem Markt der Interessen und Güter. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Freiheit sind unteilbar. Liberale treten dem Vorurteil entgegen, das wirtschaftliche Freiheit für rechts hält und gesellschaftliche Freiheit für links.“

Für jene, die die Vielfalt unterstützen, sagt die FDP:

„Marktwirtschaft braucht eine freiheitliche, vielfältige und tolerante Gesellschaft. Eine freiheitliche, vielfältige und tolerante Gesellschaft braucht Marktwirtschaft. Liberale wollen Markt und Wettbewerb in der Wirtschaft ebenso wie den Markt der Meinungen, den Wettbewerb der Ideen und die Vielfalt der Lebensformen in der Gesellschaft. Denn Freiheit ist Vielfalt.“

Für jene, die Gleichberechtigung nicht nur für ein Wort halten, sagt die FDP:

„Jeder Mensch hat das Recht, seine Lebensziele zu bestimmen, nach seinem Glück zu streben, seine Chancen zu suchen, um seine Neigungen und Begabungen zu entwickeln – alleine oder in frei gewählten Gemeinschaften. Jeder hat ebenso das Recht, auf die Frage nach dem Sinn und den Werten des Lebens seine eigenen Antworten zu suchen. Er kann sie in den Kirchen, anderen Religionsgemeinschaften oder Weltanschauungsgemeinschaften finden. Grundlage der offenen Bürgergesellschaft ist darum die Freiheit des Gewissens, des Bekenntnisses und der Religion.“

Für jene, die nicht bevormundet werden möchten, sagt die FDP:

„In der liberalen Bürgergesellschaft ist es nicht die Aufgabe des Staates, die Bürger ihrer Probleme zu “enteignen”. Die Bürger regeln ihre Angelegenheiten in Freiheit und Verantwortung selbst. Wo der Bürger staatliche Entscheidungen braucht, müssen diese so nah am Bürger wie möglich getroffen werden: Vorrang hat die Gemeinde, erst dann folgen das Land, der Bund und die Europäische Union. Die jeweils höhere Entscheidungsebene darf nur regeln, was die untere Ebene nicht besser regeln kann. Subsidiarität heißt für Liberale: Vorrang für die kleinere Einheit.“

All das sagt die FDP. Es benötigte ein radikales Scheitern, damit sie sich wieder daran erinnerte!

Was das alles konkret heißt für die Bundestagswahl 2017, finden Sie hier: FDP Wahlprogramm 2017

Liebe ehemaligen Wählerinnen und Wähler der jetzigen Regierung von CDU und SPD,

Ihr wollt eine echte Alternative zur Regierung? Eine nachhaltige Alternative? Eine Alternative, die regieren kann und schon regiert hat? Eine Alternative, die vieles richtig gemacht und aus Fehlern gelernt hat! Eine Alternative, die auch außerparlamentarische Opposition kennt? Es gibt diese Alternative. Eine Alternative, die nicht radikal linker ist als die SPD oder radikal rechter als die CDU. Sie heißt: FDP!

Die FDP will nicht autoritär führen, sondern freie Möglichkeiten schaffen, um das Leben selbst zu führen. Schaffe Möglichkeiten! Schaffe Alternativen! Das ist der Motor der FDP. Das Motto lautet: „Denken wir neu!“

Es rettet Dich kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun. Dich aus dem Elend zu erlösen, kannst Du nur selber tun!

Die FDP ist die Alternative am 24. September 2017 und ein echter, deutlicher und demokratischer Denkzettel für die jetzige Regierung. Wählt die Alternative. Wählt die FDP!

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29 Antworten zu FDP wählen!

  1. Couponschneider schreibt:

    Ich wähle sie, die FDP. Zweistellig wird’s werden, da bin ich mir sicher. Was Hitler nicht geschafft hat, das vollenden nun Schulz und Gabriel: Die endgültige Entsorgung der SPD.

    • Aristobulus schreibt:

      -Du wählst dann ausgerechnet Lindnern glatt in ein Ministeramt, Couponschneider. Willst Du das-? Den?

      -Lindner wird, wenn er die Möglichkeit eines Herr-Ministers hat, unverzüglich der Herr-Minister-von-Merkelgnaden werden wollen, während Merkel die dauerhafteste Permenentkantzlerin bleibt, die ganz Syrien je gehabt hat. Willst Du das nicht lieber verhindern?

    • aurorula a. schreibt:

      Das Problem an der FDP ist, daß ich gerne etwa dreiviertel ihres Programms wählen würde, nur auf die Partei und die Kandidaten dazu kann ich verzichten; und insbesondere eine Koalition mit Merkel will ich nicht. Wenn ich ihnen wirklich meine Stimme gebe, passiert das Gegenteil: ich bekomme die Kandidaten, und die Partei verzichten auf dreiviertel ihres Programms, um eine Koalition mit Merkel einzugehen.

      • aurorula a. schreibt:

        Mit der AfD habe ich quasi zum Ausgleich das umgekehrte Problem: die haben teilweise gute Kandidaten, Frauke Petry zum Beispiel, und würden bestimmt weder mit Merkel noch mit Schulz koalieren; dafür ist der Rest Schweigen bzw. Höcke.

  2. Das einzige, was für die FDP spricht, ist die Tatsache, dass sie im Bundestag in den letzten Jahren keine Schei$e bauen konnte. Dabei sollte es auch bleiben.

  3. Aristobulus schreibt:

    Nein.
    Warum nicht: Weil man ja, wenn man wählt, ja?, keinen Text von früher wählt.
    Man wählt nun mal ein Gesicht-von-jetzt, also eine Person und keinen alten Programmtext von früher. Man wählt eine bestimmte Person!, ja?

    Wer um alles in der Welt würde jedoch diese Person Christian Lindnern wählen-??
    Christian Lindner ist genauso wie die hundertmal Merkel oder mehr wie ein Hundertstel Merkel in der Version Zufallsmann-mit-Schlips. Christian Lindner sagt alles, was er nur kann, und dann sagt er das Gegenteil, er sagt irgendwas, nur weil er Zufallsminister werden will.
    Christian Lindnern kann man nicht wählen!, der ist ein Dutzendzufallsgesicht, ein Blass- und Blässestfunktionär, ein gestapelter Dutzendmeiner.
    Er ist nichtmal liberal.

    P.S.
    Man kann doch nicht ernstlich Christian Lindnern wählen!

    P.Peh. Ess.
    Gerd, Du hast wieder ’ne Satire satiriert. Gib’s zu 🙂

  4. davboe schreibt:

    Es braucht eine liberale Kraft; die GroKo hat schon zu viel angerichtet, vir allem Angst geschürt, Bürgerrechte beschnitten und selbst geltendes Recht „ignoriert“.

    Bleibt zu hoffen, dass die FDP wirklich dazu steht und nach der Wahl wen auch immer kräftig in die Waden beißt, wenn’s sein muss. Dadurch hat sie vier Jahre Zeit unter Beweis zu stellen, dass es ihr ernst ist mit der Freiheit von und der Freiheit zu …

  5. aurorula a. schreibt:

    Ich hoffe ja, daß diesmal die Grünen aus dem Bundestag fliegen.
    Nachdem in den letzten sechs Wochen die Umfragewerte wieder gestiegen sind ist das aber wohl eher eine fromme denn berechtigte Hoffung.

  6. Heinrich Glitz schreibt:

    FDP? einmal betrogen und nie wieder!!!
    Die FDP hat die liberalen Ziele veraten wie keine andere Partei.
    Wenn jemand im Stau auf der Autobahn steht, ist es Freiheitsberaubung?
    Die brauch ich nicht!!!

  7. Elmar Oberdörffer schreibt:

    Die FDP hat bisher noch immer ihre hehren Grundsätze verraten, wenn sie dafür mitregieren durfte. Es wird dieses Mal nicht anders sein. Deshalb: Keine Stimme für die FDP! MfG Elmar Oberdörffer

  8. Frase0815 schreibt:

    Die FDP tut so, als buchstabiere sie „Fortschritt“ – ein aus dem Zeitgeist gerutschter Begriff – völlig neu. Doch der Herr Lindner badet gerne lau. Es ist unbegreiflich, aber wahr. Die einzige ernst zu nehmende Oppositionspartei deutet Opposition nur an. Sie müsste auf 18 Prozent (!) kommen, würde sie gegen die Wohlstandsvernichtungsstrategie der herrschenden Kanzlerin aufstehen. Statt dessen achtet sie sorgsam darauf, dass die Tür nicht zufällt, die zum Tisch der Herrin führt.

    So der hellsichtige Wolfgang Herles bei TE.
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/herles-faellt-auf/der-irrsinn-des-jahres-waehlen-in-deutschland/
    Und er schließt mit der Empfehlung

    Alles wäre besser als ein Weiter-so-mit-Merkel, sogar eine knallrot-rot-grüne Chaotentruppe. Anders wird man Merkel nicht los, und anders kommt ihre Partei nicht zur Besinnung. Wer das jetzt nicht kapiert, kapiert es nimmermehr. Wählen Sie, was sie wollen – aber wählen Sie Merkel ab! Sonst wählen Sie diese Republik ab.

    Tja, und das ist das Dilemma. Die FDP hat die Oppositionsrolle, wie WH richtig bemerkt, nicht ansatzweise in der Form wahrgenommen, wie es bei der herrschenden Politik der Rechtsbrüche und des Kontrollverlustes notwendig gewesen wäre.
    Aber wäre wirklich alles besser als ein Weiter-so-mit-Merkel? R2G? Da schaudert es einen doch ordentlich.
    Und wenn diese Person sowieso nicht vom Thron wegzubekommen ist, wie die Umfragen ja nahelegen, müsste man dann nicht doch FPD wählen, um die schlimmsten Verwerfungen wie eine Frau Göring-Eckardt oder andere Grünlinge am Kabinettstisch zu verhindern?
    Schwierig alles das.

    • Aristobulus schreibt:

      Aber ja, Frase.

      Ferner: Die FDP, sofern gewählt, wird SOFORT mit Merkeln alle nur Erdenkliche mitmachen.
      Wer FDP wählt, der wählt somit Merkeln. Dann kann er auch gleich das Gemerkel wählen: Weil der, der FDP wählt, sich bloß ein sanftes-Gewissen-Ruhekissen gestrickt hat.

  9. Sandra Kreisler schreibt:

    Wahlwerbung macht alle deinen anderen Anliegen kleiner, finde ich.

    • Aristobulus schreibt:

      … hm, manchmal wird Gerd Buurmann wirklich ein Pundit. Ja, es treibt ihn. Wir müssen ihn besser beraten. Wir haben ihn nicht gut genug beraten-.
      (Das ist der Trump-Effekt!)

    • Bruno Becker schreibt:

      Das finde ich gar nicht. Viele, die diesen Blog lieben, tun es wegen des leidenschaftlichen Einsatzes von GB fuer Israel und die Juden. Jeder weiss aber auch, dass das nicht seine die einzigen Anliegen sind, waer ja auch langweilig. Insbesondere sein Einsatz fuer die FDP ist jedem bekannt. Artikel dazu muss man ja nicht lesen, wenn’s einem nicht gefaellt. Nichts wird nach meinem Geschmack dadurch kleiner.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Finde ich nicht. Sich entscheiden und werben, die Widersprüche fest im Blick, gehört für mich zur demokratischen Auseinandersetzung dazu. Es gibt keine Neutralität. Ich werde keine heucheln. 🙂

      • Aristobulus schreibt:

        … also real gesehen: Lindner wird und will mit der Merkelregierung koalieren. Der Typ geiert danach. Wird sich anbiedern, genauso wie jeder Schulz.
        Also ist die aktuelle FDP alles Andere als Oposition oder gar Alternative zur entsetzlichen Dauermerkel-Permanenteinheitspartei

Seid gut zueinander!

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