Erschreckend viel Hass auf Facebook

Der Gaza-Chef der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas, Jahia al-Sinwar, hat am 19. Oktober 2017 erklärt, Israel vernichten zu wollen.

„Es geht nicht darum, ob wir Israel anerkennen oder nicht, sondern um die Frage, wann wir es auslöschen und seine Existenz beenden.“

Ebenfalls im Oktober 2017 wurden auf der Facebook-Seite „Freiheit für Palästina“ diese Sprüche gepostet:

Ein solcher Hass unter den vermeintlichen Freunden Palästinas verwundert nicht, denn in der Gründungscharta der Hamas steht:

“Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.”

“Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. (…) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit.”

Die Hamas fordert den totalen Krieg gegen Israel, sowie die Vernichtung aller Juden der Welt. Auch die Fatah predigt oft und in wunderbaren Worten von der heiligen Pflicht, Juden zu töten. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah bekräftigte Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt wurde, die These, dass es Frieden nur durch die Vernichtung aller Juden geben könne. Die Fatah gilt übrigens als „gemäßigt“.

Als im Jahr 2005 der Gazastreifen der palästinensischen Verwaltung übergeben wurde, wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. In den folgenden Jahren feuerte die Hamas zudem unzählige Raketen auf Israel ab, alle in dem Willen, so viele Juden wie möglich zu töten.

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, brachte die eigene Politik im Februar 2010 mit diesen Worten auf den Punkt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Das sind die Worte eines Mannes, der glaubt, schon die pure Existenz von Juden im Nahen Osten sei nicht legitim. Die Welt hat dafür einen politisch korrekten Begriff entwickelt: „Illegale jüdische Siedler“. Nicht wenige Politiker auf der ganzen Welt haben diesen Begriff übernommen und erklären, Juden dürften an gewissen Orten nicht siedeln, weil sie Juden sind. Sie nennen das „legitime Israelkritik unter Freunden“.

Überall in Jerusalem dürfen Muslime siedeln. Sie sind kein Friedenshindernis! Juden jedoch, die im Osten Jerusalems siedeln und Häuser bauen, sind für viele ein Friedenshindernis! Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis! Für viele arabischen Extremisten und erschreckend vielen westlichen Beobachtern jedoch ist die pure Existenz von Juden schon ein Friedenshindernis.

Jüdische Siedlungen sind nur für jene ein Friedenshindernis, die einen Frieden von Juden wünschen. Für jene, die sich einen Frieden mit Juden wünschen. sind jüdische Siedlungen kein Problem, sondern ein Garant für die Möglichkeit eines Friedens! Für diese Nachbarn bleibt die israelische Hand weit ausgestreckt. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir wenden uns – selbst inmitten mörderischer Angriffe, denen wir seit Monaten ausgesetzt sind – an die in Israel lebenden Araber mit dem Aufrufe, den Frieden zu wahren und sich aufgrund voller bürgerlicher Gleichberechtigung und entsprechender Vertretung in allen provisorischen und permanenten Organen des Staates an seinem Aufbau zu beteiligen. Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden den und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

In der arabischen Welt aber wird überall der Hass auf Juden gepredigt. Sogar die Kinder werden auf den Judenhass eingeschworen. In arabische Kinderserien ruft das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wird gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Die Serie lief zur besten Sendezeit im Feiertagsprogramm. Sie war und ist auch heute noch in deutschen Wohnzimmern zu sehen. Im arabischen Fernsehpogrom ist der Hass gegen Juden Alltag.

Das 3-jährige Mädchen Basmallah zum Beispiel erklärte im Mai 2002 vor einem großem Fernsehpublikum, dass Juden Affen und Schweine sind, die sie nicht mag. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 sprach der libanesischer Minister, Wiam Wahhab, am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Der Hass ist allgegenwärtig:

„Bevor Israel stirbt muss es gedemütigt und erniedrigt werden!“ (Khaled Meshall, Vorsitzender der Hamas am 3. Februar 2006)

„Jeder, der ein Messer, eine Waffe oder ein Auto hat und damit nicht einen Siedler oder einen Juden angreift und mehrere zehn Zionisten tötet, gehört nicht zu Palästina!“ (Fawzi Barhoum, Hamassprecher am 30. Juli 2014)

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV (Ägypten), 8. Januar 2008)

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten! Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV (Katar), 9. Januar 2009)

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslime ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will.“ (Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2008)

„Die größten Feinde eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV (Ägypten), 9. Januar 2009)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

Am 9 Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Bei so viel Hass wundert es nicht, dass sich auf der Facebook-Seite „Islam Fakten“ ein hasserfüllter Mob freute, als im November 2016 Israel in Flammen stand und über 75.000 Israelis auf der Flucht waren.

Im November 2016 wurde Israel von verheerenden Waldbränden heimgesucht. Auf Facebook häuften sich in der Zeit Ausdrücke der Freude. In dem traurigen November 2016 wurde klar, warum der 9. November 1938 möglich war.

Der Judenhass auf Facebook ist kein neues Phänomen, sondern hat eine lange Tradition. Erstmals fiel mir der Judenhass auf Facebook im Juni 2010 auf, als ich auf dem sozialen Netzwerk ganz bewusst nach judenfeindlichen Aussagen suchte. Die Masse des Hasses entsetzte mich. In den Jahren 2011 und 2012 überprüfte ich Facebook erneut an jeweils einem zufällig gewählten Tag. Die Ergebnisse waren ebenso erschreckend und können hier nachgelesen werden:

Judenhass auf Facebook 2010
Judenhass auf Facebook 2011
Judenhass auf Facebook 2012

Es fällt auf, dass der Judenhass, der sich in deutscher Sprache auf Facebook verbreitet, zum überwiegenden Teil von Menschen kommt, die sich als muslimisch oder arabisch definieren. Bei all dem Judenhass, der in diesem Milieu gepredigt wird, ist das auch kein Wunder. In der Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner erklärt ein Mitglied einer jüdischen Gemeinde in Frankreich:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Zuvor hat man in der Dokumentation gesehen, wie in Berlin Demonstrationen folgende Parolen auf offener Straße gerufen wurden:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“
„Adolf Hitler!“
„Tod den Juden!“

Der Judenhass in Europa beschränkt sich aber nicht nur auf Worte.

Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten.

Am 19. März 2012 wurden drei Kindern und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren.

Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen.

Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: „Ihr seid Juden, also seid ihr reich!“ Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten die selben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt.

Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden.

Am 13. November 2015 wurde das Bataclan Theater in Paris Ziel eines Anschlags, bei dem neunzig Menschen ermordet wurden. Das Theater wurde nicht zufällig ausgesucht. Jahrelang hatten die jüdischen Besitzer des Theaters Spendengalas für Israel organisiert. Das Theater wurde seit 2008 massiv bedroht und entging im Jahr 2011 erstmals einem Terroranschlag.

All diese Verbrechen wurden von Menschen begangen, die glaubten, die Taten als Muslime und Verteidiger der arabischen Ehre begehen zu müssen. Wer Juden tötet, gilt in der palästinensischen Autonomiebehörde als Held. Regelmäßig werden dort Straßen und Plätze nach Menschen benannt, die Juden vernichtet haben. Die Hinterbliebenen der Judenmördern werden zudem von der Fatah und der Hamas fürstlich belohnt, nicht selten von sogenannten Entwicklungshilfegeldern, die auch aus Deutschland und der Europäischen Union kommen. Der Hass im Internet und auf den Straßen hat viele Ursachen.

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