„Enteignungsversuch der Qumran-Rollen“

Ein Beitrag der Werteinitiative.

Wir sind von der Entwicklung, dass die Qumran-Rollen nicht in Deutschland ausgestellt werden können, enttäuscht und befremdet.

Die Begründung, nach welcher die Bundesrepublik der israelischen Regierung diesbezüglich keine Immunitätszusage erteilen könne, halten wir für bedenklich und für eine Fehlentscheidung.

Die Tatsache, dass die Qumran-Rollen in einem Gebiet gefunden wurden, welches international als umstritten gilt, ändert nichts daran, dass es sich bei diesen, auf das antike Judentum zurückgehenden und in weiten Teilen auf Althebräisch verfassten Rollen, um jüdisches und somit israelisches Kulturgut handelt.

Der Gründer der WerteInitiative, Elio Adler, erklärte dazu: „Wir sehen es als Wert an, dass Völker Ihre Geschichte als integralen Bestandteil ihrer Selbstdefinition behandeln; dass sie mit ihrer Geschichte leben und Schlüsse aus ihr ziehen. Die Qumran-Rollen sind historische Dokumente, welche für Juden weltweit ein Teil ihrer Geschichte und damit ihrer Identität widerspiegeln.“

In den Augen der Bundesbeauftragten für Kultur, Frau Monika Grütters, sind die Besitzverhältnisse ungeklärt. Das ist uns in keiner Weise nachvollziehbar, zumal Frau Grütters in kulturellen Fragen in der Regel eine hohe Expertise hat.

Wie jüngst bekannt wurde, hatte Frau Grütters im Fall Gurlitt sehr engagiert eine ca. 1500 Werke umfassende  Kunstsammlung beschlagnahmen wegen des Verdachts der Raubkunst lassen und  nach intensiven Nachforschungen vier Jahre später bei lediglich fünf bis sechs Werken feststellen konnte, dass es sich tatsächlich um Raubkunst handelte.

Dieses massive Vorgehen begründete Frau Grütters mit der Verpflichtung Deutschlands, dafür zu sorgen, dass die Werke an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückgeführt werden sollten.

Nun dagegen stellt die Ministerin das Eigentum des jüdischen Volkes und des jüdischen Staates an den Relikten seiner Ursprünge in Frage, mehr noch, sie zieht in Erwägung, dass von palästinensischer oder jordanischer Seite legitime Ansprüche auf diese Rollen erhoben werden könnten.

Den jüdischen Besitz der Qumran-Rollen anzuerkennen käme unserer Auffassung nach keiner Anerkenntnis eines jüdischen Anspruchs auf die Westbank, dem Fundort der Rollen, gleich. Die fehlende Besitz-Anerkennung der Rollen dagegen positioniert sich eindeutig.

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20 Antworten zu „Enteignungsversuch der Qumran-Rollen“

  1. Couponschneider schreibt:

    Ich denke, Herr Buurmann wird auch noch die richtigen Worte finden für: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-12/israel-jerusalem-hauptstadt-usa-eu-deutschland

    Man muss nur mal die Kommentare lesen. Die üblichen Hasskommentare gegen Israel, Bibi und Donald kann en masse lesen, aber es gibt wenigstens deutlich mehr Widerspruch. Interessant ist, dass viele es als redliches Anliegen ansehen, dass die arabische Seite Ostjerusalem bekommt. Dann wird mit dem Völkerrecht gewuchert. Ostjerusalem war aber vor 1948 ein Hort der Juden. Diese wurde von den jordanischen Besatzern vertrieben. Die Hurva-Synagoge wurde zerstört. https://de.wikipedia.org/wiki/Hurva-Synagoge

    In der Wikipedia heißt es: ‚Der jordanische Kommandeur der Operation Major Abdullah el Tell kommentierte seinen Sieg: „Zum ersten mal seit 1000 Jahren verbleibt kein einziger Jude im Jüdischen Viertel. Kein einziges Gebäude verbleibt intakt. Das macht eine Rückkehr der Juden unmöglich.“‚

    Wer den Anspruch der arabischen Seite auf Ostjeruslaem billigt, billigt den Antisemitismus und konterkariert sämtliche selbst gehaltene moralisierende Reden über Völker- und Menschenrecht, um zu begründen, dass die „Palästinenser“ ein Rückkehrrecht hätten. Er ist selbst Antisemit, so wie Augstein, Grass, Blüm und Streicher.

    Ich muss sagen, dass mir Trump immer besser gefällt. Für Fidel Castro fand er auch schon die richtigen Worte. Er traute sich, mit Taipeh zu telefonieren; Peking war erzürnt, aber hat sich mittlerweile beruhigt. Trump weiß, dass er einen keinen Luschipräsidenten abgeben darf, wie es sein Vorgänger war. Und manche Drohung wirkt einfach. Lieber mal scharf reden, als riskieren, dass scharf geschossen wird. Die Nordkoreaner werden es sich nicht mehr trauen, koreanische Schiffe zu torpedieren. Das haben sie gerne in der Vergangenheit getan. Ich hoffe, er findet nun auch noch die Kraft für eine ordentliche Steuerreform.

  2. Couponschneider schreibt:

    Antisemitismus at its best.

    Den Gurlitt hat man auch nur deswegen in die Mangel genommen, weil man selber an die Bilder wollte und er sich nicht wehren konnte. Der arme Mann ist ja dann leider verstorben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch wegen des Stresses war. Es war ein unglaublicher Vorfall. Dass er aus Trotz und Zorn eine Schweizer Galerie zum Erben machten, kann ich sehr gut nachvollziehen.

    An die Raubkunst, die in deutschen Museen lagert, trauen sich die Staatsanwaltschaften nicht ran.

    Diese Solidarität mit den Paliidioten ist doch krankhaft. Welches andere Volk erhält so viel Solidarität? Gibt es überhaupt ein palästinensisches Volk. Ich finde nicht. Es gibt eine Region Palästina in der Araber, Drusen und Juden leben. Die Araber hätten in Palästina zwei Staaten haben können: Palästina und Jordanien. Jordanien gab es bereits, aber Israel lehnte man mehrheitlich ab und man führte Krieg.

    Wie kann man auf den Trichter kommen, dass die „Palästinenser“ unterdrückt würden? Woher kommt diese verrückte Parteinahme und Solidarität? Warum nicht mit dem syrischen Volk, dass von Assad geknechtet wird? Warum nicht mit den Iranern, die von den Ajatollahs unterdrücken werden. Warum wollte interessiert einen das Schicksal der Iraker und Libyer erst, als die Amerikaner eingriffen? Dass Irak ein heruntergekommenes Land ist, ist keine Folge, dass die Amis da einmarschierten. Es ist eine Folge der Misswirtschaft Saddam Husseins.

    Für die Obsession, sich um die „Palästinenser“ kümmern zu müssen, gibt es nur einzige schlüssige Erklärung: ein tief sitzender Antisemitismus.

  3. Heimchen am Herd schreibt:

    Deutschland droht Israel mit Beschlagnahme der Schriftrollen aus Qumran

    FRANKFURT / JERUSALEM, 03.12.2017 (TM) – Die weltberühmten Schriftrollen aus Qumran werden 2019 nicht in Frankfurt / Main zu sehen sein. Die geplante Ausstellung im dortigen Bibelmuseum ist geplatzt. Der Grund: Die Bundesregierung hatte Israel nicht verbindlich zugesichert, dass die Bibelmanuskripte wieder an Israel zurückgegeben werden. Aus Sicht der Bundesregierung sind die Besitzverhältnisse ungeklärt; auch Jordanien oder die Palästinenser könnten darauf Ansprüche erheben.
    Alle großen israelischen Zeitungen berichten aktuell über den Vorfall. Die Niederlande und Österreich hatten keine Probleme damit, eine pauschale Immunitätszusage abzugeben. Nur die Bundesrepublik Deutschland tut sich schwer damit, heilige Schriften des jüdischen Volkes als Eigentum des jüdischen Staates zu betrachten.

    http://www.fokus-jerusalem.tv/2017/12/03/deutschland-droht-israel-mit-beschlagnahme-der-schriftrollen-aus-qumran/

    Deutschland tut sich immer schwer, wenn es um Israel geht! Das sagt einiges aus
    über das deutsch/jüdische Verhältnis! Ich kann Israel nur raten, die Schriftrollen
    nicht nach Deutschland zu schicken, die sehen sie dann nie wieder!

  4. Ludwig schreibt:

    Wie feige von der israelischen Regierung die Ausfuhr von Qumran-Fragmenten zu verbieten, nur weil sich die Bundesregierung wie üblich mädchenhaft anstellt und keine klare Stellung bezieht.

    Eine wirklich zionistische Antwort wäre es, das im Westjordanland entdeckte und von Israel verwaltete Erbe der jüdisch-christlichen Religionsgemeinschaften nach Frankfurt auszuleihen.

    Bestimmt hat der Staat Israel eindeutige und unwiderlegbare Beweise für seine Rechtspositionen hierzu, so dass es keinerlei Prozessrisiken geben kann, weil es keine Zweifel geben darf.

    • besucher schreibt:

      weil sich die Bundesregierung wie üblich mädchenhaft anstellt und keine klare Stellung bezieht.

      Die geschäftsführende Bundesregierung hat, sollte sie diesen Vorgang wie Frau Grütter bewerten, eindeutig Stellung bezogen und folgt der Auffassung des „Staates“ Palestina und der UNESCO, dass die Artefakte aus einem von der „israelischen Besatzungsmacht“ [ controlled by Israeli occupation authorities http://whc.unesco.org/en/tentativelists/5707/advanced_search ] „kontrolliertem“ Gebiet stammen sollen. Das ist jedoch unhaltbar.

      • Ludwig schreibt:

        Sicherlich gut gemeint, Besucher. Aber Sie verlieren sich in gefährlichen Details. 😉

        Ihr Link führt zum bedeutungslosen Gestammel der lupenrein-antisemitischen Unterorganisation einer antisemitischen Weltorganisation, die sich zum obsessiven Sprachrohr des nicht-existenten Staates eines erfundenen Volkes gemacht hat.
        Vollkommen irrational, irrelevant und gefährlich. Solche Gedanken sind ein mentaler Virus, der Ihren Verstand vergiften kann, wenn Sie nicht aufpassen, Besucher.

        Es ist egal was die Bundesregierung tut oder lässt. Kein Gericht der Welt würde solche wahnhaften Texte als Rechtsgrundlage für Besitzansprüche zulassen.

        Zumindest kein Gericht, das auf dem Planeten Zion tagt …

        • A.Bundy schreibt:

          Na da schau her…
          Judenhasser Ludwig lässt die Hosen runter.
          War ja klar, dass die Maske des sich ‘ausgewogenen’ gerierenden Labersacks und Oberlehrers nicht allzu lange halten würde.
          Na dann, jerk it out…

          • Ludwig schreibt:

            Israel wird mit so einer weichgespülten Larifari-Haltung, wie sie in obiger Presse-Erklärung zum Ausdruck kommt, niemals seinem Auftrag als „Licht der Nationen“ gerecht werden.

            Das wäre Ihnen klar, wenn Sie eine inhaltliche Position hätten. Aber das ist wohl zuviel verlangt, von einem post-faktischen, post-nationalistischen und demnach post-zionistischen Troll.

  5. anti3anti schreibt:

    Der siegreiche General Mosche Dajan hat jüdische Artefakte im Sinai (heute ägyptisch) gesammelt, die er auf Druck der damaligen israelischen Regierung Ägypten zurückgegeben worden ist.

    • besucher schreibt:

      Gem. Convention for the Protection of Cultural Property in the Event of Armed Conflict war man im Fall Sinai dazu verpflichtet. Sollte Frau Grütters diesen Rechtsgrundsatz hier auch als Basis heranziehen wollen, sollte der Staat Israel seine Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland neu ausrichten bzw. eine Klärung herbeiführen lassen, warum eine Beauftragte der Bundesregierung hier und in diesem Fall diese Rechtsauffassung anwenden will wie auch, wer diesen Vorgang autorisiert hat.

  6. Ich weiß nicht, wer Anspruch auf die Rollen hätte erheben können, aber ich glaube, das Wort fängt mit Pal an und hört ästinenser auf. Wen würde wundern, dass Leute, die ihre Krallen nach dem gesamten Staat ausstrecken, auch das archäologische Erbe dieses Staates haben wollen (sofern es Dollar$ oder Publicity bringt). Und wen würde wundern, dass sich die Regierung Merkel zum Eintreiber dieser Leute machen ließe.
    Die Rollen sind in Israel besser aufgehoben als im ‚israelkritischen‘ Deutschland 2017.

  7. David schreibt:

    Die Regierung schwingt sich sehr gern auf das hohe Roß und meint, andere belehren zu müssen – handelt aber vorsätzlich und skrupellos selbst anders. Im Beitrag wurde der Fall Gurlitt angesprochen. Hierzu verweise ich auf die Achse des Guten, in der alles Notwendige gesagt wird:

    http://www.achgut.com/artikel/der_fall_gurlitt_staatlicher_raub_als_hoehere_moral/

    Der Staat ist der größte Räuber (frei nach Augustinus), beginnend bei den Steuern bis hin zu konkreten Fällen wie dem von Herrn Gurlitt. Jetzt den (vermeintlich) moralischen Zeigefinger zu heben und die Rollen von Qumran wegen „ungeklärter Besitzverhältnisse“ nicht zurückgeben zu wollen, ist der Versuch offenen staatlichen Diebstahls.

    Bei dieser abgewirtschafteten Regierung wundert mich aber selbst das nicht mehr. Spontan denke ich da auch an Fälle, wo der Staat ganz offen als Hehler auftritt (Steuer-CDs).

    • Leopard schreibt:

      Es sagt schon viel über die „Moral“ der Regierung aus, das man im Fall Gurlitt nur nach Schuld suchte…
      Statt das man sich darüber gefreut hätte das jemand Kulturgut bewahrt hat…

  8. HM schreibt:

    „…. um jüdisches und somit israelisches Kulturgut handelt.“

    Das hieße ja, wenn irgendwo in Europa, wie z.B. in Köln, bei Bauarbeiten, jüdisches Kulturgut zu Tage gefördert wird, wäre es sofort auch israelisches Kulturgut? Merkwürdiger Kausalschluss.

  9. Sehr schön! Demnächst wird die Bundesregierung wohl erklären, es sei umstritten, ob das Judentum zu Israel gehört. Immerhin haben die Araber ja schon behauptet, Jesus sei Palästinenser gewesen.

    • Albrecht Lohrbächer schreibt:

      Hervorrgende Argumentation!
      Danke!

    • Leopard schreibt:

      Wenn man noch weiter zurückschaut stellt man fest, das die Muslime den Juden den Tempelberg entwendet und als Waffe gegen sie verwendet haben, so wie bereits vorher die Christen das mit dem Alten Testament getan hatten.
      Es ist offensichtlich, das es den muslimischen Palästinensern nur darum geht, sich auf Kosten anderer Legitimation zu verschaffen. Die Deutsche Regierung sollte sie dabei nicht unterstützen!

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