„Das Verbrennen des Davidsterns ist ein legales Recht!“ (Evelyn Hecht-Galinski)

„Niemals konnte ich mir vorstellen, dass gerade in Berlin diese versuchte Einflussnahme unter wie gesagt einem rot-roten Senat und unter einem Unkultursenator Lederer kommt. Dafür muss man sich schämen und nicht für Davidsternflaggen, die hier verbrannt werden. Das ist ein legales Recht, solange der jüdische Staat versucht, sein Recht in Anspruch zu nehmen, Palästina illegal zu besetzen.“

Das sind die Worte von Evelyn Hecht-Galinski. Sie sprach diese Worte am 14. Dezember 2017 bei einer Protestkundgebung der sogenannten „Querfront für Meinungsfreiheit“ in Berlin.

Der Mann, der ihr Mikrofon hält, ist übrigens Andreas Neumann. Er haut die NRhZ-Online raus, eine Online-Postille, in der er erklärt, ich sei ein „zionistischer Propagandist“. Im April 2012 flog er zusammen mit anderen Fans in das klerikal-faschistische Regime Iran, um dort Mahmud Ahmanidedschad zu besuchen. In seinem Reisebericht schrieb er:

„Gibt es ein Land, in dem die 30 Stunden-Woche mit sechs Stunden an fünf Tagen eingeführt ist? Gibt es ein Land, in dem jeder Mensch, ob Mann oder Frau, ob Baby oder Greis, ein bedingungsloses Grundeinkommen erhält? Gibt es ein Land, in dem auch die Tätigkeit der Frau in der Familie als vollwertige Arbeit honoriert wird? Gibt es ein Land, in dem das Prinzip der Vergebung einen hohen Rang hat, in dem betroffene Angehörige eine Tat – selbst Mord – vergeben können, um damit die Haft- oder Todesstrafe in eine Geldstrafe umzuwandeln? Gibt es ein Land, in dem die höchstgestellten Politiker Atomwaffen verurteilen? Das Land heißt Islamische Republik Iran. Wir haben es mit einer Gruppe von kulturell und politisch Interessierten vom 19. bis 29. April bereist.“

Ich bin vor einiger Zeit dem Artikel 5 Club beigetreten. Dieser Club kennt nur eine Aufnahmeregel: Verteidige das Recht einer Person, deren Meinung Du verabscheust, ihre Meinung zu sagen. Es darf aber keine Meinung sein, die Du nur blöd findest oder wo Du lediglich eine andere Meinung hast, nein, es muss eine Meinung sein, die Dein Blut zum Kochen bringt! Die Meinung muss Dich richtig anekeln und Dir Angst machen.

Oft höre ich, Meinungsfreiheit schließe keine Hassreden und Falschaussagen ein, aber genau das tut sie. Es ist die exakte Definition von Meinungsfreiheit, dass auch falsche Meinungen geäußert werden dürfen. Es gibt kein Zuviel an Meinungsfreiheit. Entweder gibt es Meinungsfreiheit oder es gibt sie nicht. So einfach ist das! Es gibt jedoch ein Zuviel an Angst und ein Zuviel an Beleidigtsein. Gegen Meinungen, die schmerzen, mögen sie nun schmerzen, weil sie wahr sind oder weil sie unwahr sind, hilft als Sofortmaßnahme ein einfaches Weghören und auf längere Sicht die Gegenrede als zivilisierte Form der Verteidigung.

Wer glaubt, ein Mensch sei eine Gefahr, weil er spricht, glaubt auch, eine Frau sei eine Gefahr, wenn sie ohne Verschleierung aus dem Haus geht. Die Zensur ist für die Redefreiheit das, was der Schleier für die Rechte der Frau ist. Jede Frau darf selbst entscheiden, ob sie einen Schleier tragen möchte, so wie jeder Mensch selbst entscheiden darf, ob und zu was er schweigen will. Es darf keinen Zwang geben, weder für den Schleier noch für den Mantel des Schweigens! Meinungsfreiheit gilt auch für die Hassrede! Sonst müsste der Koran schon längst verboten worden sein, denn da stehen einige deutliche Aufrufe zur Gewalt drin.

Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie gingen in eine Kneipe und da säße ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen und er würde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrüßen, weil das unter Hassrede fällt. Sie würden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie plötzlich merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot des Hakenkreuzes und des Sagens von „Heil Hitler“ Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet. Außerdem möchte ich mit einem Nazi nicht plaudern. Mit einem Nazi möchte ich ausnahmslos Klartext reden!

Reden lassen und Zuhören ist ein präventiver Schutzmechanismus. Nur so lerne ich das Innere eines Menschen kennen und kann rechtzeitig entscheiden, ob ich mich vor ihm schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden! Wer alles ausklammert, was ihm nicht gefällt, wird blind für das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht und wird entsetzt aus dem Sessel fallen, wenn bei einer Wahl die Menschen in der geheimen Wahlkabine ihre Meinung in ein definitives Kreuz verwandelt haben. Andere Meinungen ausklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen!

Das Verbieten von Meinungen ist ein Präventivschlag, ein Kampf gegen eine Zukunft, die aus der eigenen Angst konstruiert wurde. Wer Meinungen verbietet, nimmt andere Menschen als Geisel der eigenen ängstlichen Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag ermöglicht.

Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen. Gedanken verschwinden nicht, nur weil sie nicht mehr gesprochen werden. Der Mensch, der in den Augen eines anderen Menschen ein Schwein ist, bleibt für ihn ein Schwein, auch wenn er es nicht mehr sagen darf. Das Messer in der Hose eines Mannes verschwindet nicht, wenn ihm der Mund verboten wird! Die Nazis wurden groß in einer Welt, in der es kein Internet gab. Meinungsfreiheit ist nicht das Problem, im Gegenteil: Eine der ersten Aktionen der Nazis, nachdem sie die Macht dazu bekommen hatten, bestand darin, Meinungen zu kriminalisieren und Kunst zu verbieten.

Daher verteidige ich das Recht von Evelyn Hecht-Galisnki, ihre Meinung frei und offen zu sagen, denn nur so erfahren wir, was für eine durchgedrehte Israelhasserin sie ist.

In ihrem fanatischen Hass macht sie nicht mal davor halt, das Ansehen ihres Vaters zu schänden. Sie verbündet sich sogar offen mit Judenhassern, wohl im irren Glauben, als Jüdin dem Judenhass zu entgehen, wenn sie sich nur heftig genug an die Hälse der größten Judenhasser wirft. Sie füttert das Krokodil in der Hoffnung, als Letzte gefressen zu werden.

Bis in das Jahr 2015 stellte ein judenhassender Rentner nahezu täglich vor dem Kölner Dom eine antisemitische Galerie auf, in der er Israel für all das Übel in der Welt verantwortlich machte. Er verglich Juden mit Nazis, zeigte Karikaturen, wo Juden Kinder fressen und verharmloste den Terror gegen Juden. Diese Galerie wurde von Evelyn Hecht-Galinski unterstützt und mitfinanziert. Im Jahr 2014 erklärte der Rentner sogar den Völkermord an Juden als legitimen Widerstand, indem er titelte: “HAMAS = Volks-Widerstand”. Mehrere Menschen erstatteten daraufhin Anzeige. Eine Anzeige las sich wie folgt:

„Die Hamas fordert meinen Tod! Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas fordert den Tod aller Juden weltweit, also auch in Deutschland. Das ist der Grund, warum die Hamas in Deutschland als Terrororganisation eingestuft wird. Ich bin Jüdin! Die Hamas fordert meinen Tod. Vor dem Kölner Dom wird diese Forderung als legitimer Widerstand verharmlost. Ich erstatte daher Strafanzeige. So lange vor dem Kölner Dom der Aufruf zum Judenmord als Widerstand bezeichnet wird, werde ich in Köln als Jüdin beleidigt, bedroht und verfolgt.”

All diese Anzeigen wurden von der Kölner Staatsanwaltschaft abgelehnt. Es war eine Zeit, in der auch ich noch nicht dem Artikel 5 Club beigetreten war. Ich war von der Karikatur, die einen Juden zeigt, wie er ein Kind frisst und sein Blut trinkt, so entsetzt, dass ich die Polizei anrief und eine Anzeige wegen des Verdachts auf Volksverhetzung nach §130 StGB stellte. Das Simon Wiesenthal Center applaudierte mir damals zu diesem Schritt. Die Kölner Staatsanwaltschaft entschied jedoch, die Karikatur sei nicht antisemitisch, da die dargestellte Person auf der Karikatur nicht als Jude erkennbar sei, da sie keine „Krummnase“ habe. Unglaublich, aber wahr, die Staatsanwaltschaft erklärte tatsächlich:

„Typisch für antijüdische Bilddarstellungen zu allen Zeiten ist die Verwendung von bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen. Dabei werden insbesondere Gesichtsmerkmale überzeichnet, um den Juden als hässlich, unansehnlich und rassisch minderwertig erscheinen zu lassen (jüdische „Krummnase“, etc.) Einer solchen Bildsprache wird sich vorliegend nicht bedient.“

Die Kölner Staatsanwaltschaft entschied: Wo keine Krummnase, da kein Jude! Es war das erste Mal, dass ich mich arge Zweifel plagten, ob der Staat das Recht haben sollte, die Meinungsfreiheit einschränken zu dürfen.

Der Rentner vor dem Kölner Dom tat sich bis zu seinem Tod immer wieder mit hasserfüllten Aussagen hervor. An seiner Galerie behauptete er zum Beispiel, das israelische Volk erpresse bereits seit Jahrhunderten die Welt, womit er klar machte, dass er nicht das Volk des Staates Israel meinte, das es schließlich erst seit dem Jahr 1948 gibt, sondern das israelische Volk, das es bereits seit Jahrhundert gibt: Juden. Zudem verglich der Rentner Israel mit Hitler und behauptete: „Wie früher die Deutschen mit den Juden – so heute die Israelis mit den Palästinensern.“ Da die Holocaustleugnung und die Billigung, Leugnung und Verharmlosung des Nationalsozialismus laut §130 StGB ebenfalls eine Straftat ist, erstatte ich aufgrund dieser Parolen erneut Anzeige, da die Behauptung, die Nazis damals seien so gewesen wie die Israelis heute, eine klare Verharmlosung des Holocausts darstellt. Wieder entschied die Kölner Staatsanwaltschaft, bei der Aussage handele es sich um erlaubte Kritik am Staate Israel:

„Ferner bleibt entscheidend zu berücksichtigen, dass im Falle einer Mehrdeutigkeit des Erklärungsgehalts solange nicht von einer allein strafrelevanten Deutung auszugehen ist, bis andere Deutungsmöglichkeiten auszuschließen sind.“

Die ständige Ablehnung der Kölner Staatsanwaltschaft, brachte mich im Jahr 2014 dazu, einen Test zu starten. Für meinen Blog Tapfer im Nirgendwo schrieb ich eine Glosse, in der ich die Parolen des Rentners vor dem Kölner Dom nahm und lediglich das Wort Israel mit dem Namen des Rentners austauschte. Ich wurde daraufhin von dem Rentner angezeigt und siehe da, die Kölner Staatsanwaltschaft forderte prompt 100,- Euro von mir, damit kein Verfahren wegen Beleidigung gegen mich eingeleitet wird. Es war der Tag, da mein Zweifel in Gewissheit kippte. Der Staat darf keine Zensur üben, auch nicht für einen vermeintlich guten Zweck. Es trifft nämlich die Falschen!

In einem Flugblatt, das er im April 2013 vor dem Kölner verteilte, bezeichnete er mich als „kriminellen Israel-Lobbyisten“ und holt weit aus gegen mich. Eine Anzeige meinerseits endete am 12. Februar 2014 vor dem Kölner Amtsgericht mit der Entscheidung, dass ich als „krimineller Israel-Lobbyist“ bezeichnet werden dürfe, da dies zulässige Kritik sei. Als zulässige Kritik wurde auch eingestuft, was ein Rentner aus Dortmund über mich verbreitete. Dieser Rentner stelle mich als Schwein, Terrorist und Bombenmohammed dar. Alles „legitime Kritik“.

Ich habe mich viele Jahre mit den Gesetzen, die die Meinungsfreiheit in Deutschland einschränken, beschäftigen und muss feststellen: All diese Gesetze schützen nicht! Sie schützen mich nicht davor, als Schwein bezeichnet zu werden und sie schützen Juden nicht davor, dass ihre Vernichtung als „Widerstand“ verharmlost wird. Sie schützen auch nicht davor, dass die Israelfahne verbrannt wird. Stattdessen aber verbieten diese Einschränkungen das Zeigen der Fahne Israels.

Bei einer Demonstration vor dem Hauptbahnhof am 27. März 2011 entfernte die Berliner Polizei eine Israelfahne und nahm zwei Menschen in Gewahrsam, weil sie sich weigerten, ihre friedliche Solidaritätsbekundung mit Israel zu unterlassen. Im Januar 2009 stürmten Einsatzkräfte in Duisburg eine private Wohnung in Abwesenheit der Mieter, um eine Israel-Flagge aus dem Fenster zu entfernen, da eine aufgeputschte Meute von israelfeindlichen Judenhassern auf der Strasse den Anblick eines blauen Davidsterns nicht ertragen konnte und in guter alter Tradition deutscher Pogrome damit begonnen hatten, das Fenster mit Steinen zu bewerfen. Die Polizei hätte zwar dafür sorgen können, dass die Meute mit ihrer Gewalt aufhört, aber stattdessen stürmte sie lieber die Wohnung und machte somit die Mieter der Wohnung nicht nur zu Opfern der Judenhasser, sondern gleich auch zu Opfern des Deutschen Staates. Wieder einmal kapitulierte der Deutsche Staat vor dem Terror der Sturmtruppen auf der Strasse.

Im selben Monat fand in Bochum eine Demonstration von über 1500 Personen gegen den Staat Israel statt, zu der vier Moscheegemeinden aufgerufen hatten. Im Zuge dieser Demonstration wurden Parolen wie „Kindermörder Israel“, „Stoppt den Holocaust in Gaza“ und „Terrorist Israel“ laut. Alles schien darauf hinaus zu laufen, dass gleich jemand eine Israel-Flagge verbrennt. Als jedoch eine Studentin die Israel-Flagge herausholte und nicht verbrannte, sondern stolz schwenkte leitete die Staatsanwaltschaft später ein Strafverfahren gegen die Studentin ein, das mit einer Geldstrafe von 300,- Euro gegen die Studentin endete. Die Richterin hielt der Angeklagten vor: „Das war keine ungefährliche Situation, die Sie geschaffen haben.“

Nicht das Werfen von Steinen gegen ein Fenster mit Davidstern wurde unterbunden, sondern der Davidstern! Wer jüdische Symbole an manchen Orten zur Sicherheit unterbindet, muss auch Hautfarben in manchen Orten Deutschlands unterbinden, denn echte Nazis fühlen sich von Schwarzen so provoziert wie von Juden und Israelis.

Wenn ein Gesetz dazu führt, dass die Fahne des Staates Israels nichts mehr gezeigt werden darf, dann ist das Gesetz falsch! Ich lebe lieber in einem Land, in dem Gott, der Präsident und eine Fahne geschmäht werden können, es aber wenige tun, als in einem Land, wo all das verboten ist, sich aber unzählige Unterdrückte danach sehnen, es tun zu können! Der Staat hat nicht zu entscheiden, was ich über Gott, einen Präsidenten, eine Fahne, ein Land, einen Propheten, einen Bürger oder einer Bürgerin sage.

Ich habe in den letzten Jahren erkennen müssen, dass sämtliche Gesetze, die dem Staat die Macht geben, darüber zu entscheiden, was angemessene Meinung ist, letztendlich missbraucht wurden. Ich habe einen Staatsbeamten kennengelernt, der eine offenkundig judenfeindliche Karikaturen zugelassen hat, während eine andere Staatsbeamtin, das Zeigen der Israelfahne unter Strafe gestellt hat.

Darum bin ich jetzt im Artikel 5 Club!

Evelyn Hecht-Galinski darf sagen, das Verbrennen der Israelfahne sei ein legales Recht. Mich interessiert jedoch, was ein illegales Recht ist. Es ist allerdings auch mein Recht zu erklären, dass sie eine durchgedrehte Israelhasserin ist, die nicht mal davor zurückschreckt, Judenhasser fördert. Ihr Hamster ist schon vor langer Zeit gestorben, aber das Rad dreht sich immer noch. Ihr Käse fiel vor langer Zeit von ihrem Brötchen. Sie hat den kleinen Zug nach Dummkopfhausen genommen. Es ist mein Recht zu sagen: Wer es nicht uneingeschränkt verurteilen kann, dass einem 13-jährigen Kind im Schlaf die Kehle durchgeschnitten wird, ohne dabei ein „aber man darf nicht vergessen, dass“ hinterherzuschieben, ist ein gottverfluchtes Nazi-Arschloch! Nachdem einem 13-jährigen Kind in Israel von einem Terroristen die Kehle durchgeschnitten worden war, schrieb Evelyn Hecht-Galinski am 6. Juli 2016:

„Natürlich ist es furchtbar, wenn ein 13jähriges Mädchen in ihrem Bett erstochen wird. Aber ebenso furchtbar ist es, dass jüdische Nationalisten, Zionisten, im Schutz ihrer räuberischen Regierung in illegale jüdische Siedlungen auf geraubtes palästinensisches Land ziehen und dieses Land langsam in Besitz nehmen! Was hat eine US-Familie in der Siedlung Kirjat Arba, die an das illegal besetzte Hebron grenzt, verloren? Warum zieht es vor allem jüdische US-Bürger in das illegal besetzte Palästina? Warum bleiben sie nicht im Kernland Israel, wo sie legal wohnen könnten, ohne gegen internationales Völkerrecht zu verstoßen?“

Evelyn Hecht-Galinski fügte hinzu, der Terrorist, „der das 13jährige US-Siedlermädchen im Bett erstach, war ein Verzweifelter, der mit der Ermordung eines nahen Verwandten durch „jüdische Verteidigungssoldaten“ nicht fertig wurde und nur noch dafür lebte, um zu sterben, nachdem er diesen Mord gesühnt hatte (…) Für uns mag das unverständlich sein, aber wenn man die ausweglose Situation im illegal besetzten Palästina einmal gesehen hat und sich damit beschäftigt, und sich in die Situation dieser verlorenen Jugend herein versetzt, kann man es zumindest nachvollziehen, dass diese jungen, verzweifelten Menschen nichts mehr hält auf Erden.“

In einem Interview sagte sie zudem: „Jerusalem verkommt bewußt immer mehr zu einer jüdischen Stadt.“

Evelyn Hecht-Galinski erklärte offen, dass etwas verkommt, wenn es gar zu jüdisch wird. Stellen wir uns nur mal vor, sie hätte gesagt, Berlin verkomme immer mehr zu einer muslimischen Stadt. Sawsan Chebli würde sich die Finger wund twittern, die Bundeskanzlerin würde erklären, der Spruch sei nicht hilfreich und Anne Will, Maybrit Illner und Sandara Maischberger würden Sondersendungen produzieren. Es herrschen offenkundig unterschiedliche Auffassungen darüber, was in diesem Land Juden und Muslimen zugemutet werden darf. Dabei gibt das Grundgesetz die richtige Form des Umgangs vor: Muslime dürfen in Deutschland nicht anders behandelt werden als Juden und diese wiederum dürfen nicht anders behandelt werden als Christen, die wiederum wie alle anderen Menschen auch behandelt werden müssen!

Rassismus ist die Verurteilung eines Menschen aufgrund seiner Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse jedoch nennt sich Kritik. Kritik ist kein Rassismus. Kritik ist der Motor der Aufklärung! Wer einen Moslem verurteilt, weil er Araber ist, betreibt Rassismus. Wer einen Araber jedoch beurteilt, weil er Muslim ist, betreibt Aufklärung. Wer das Judentum als „patriarchale, überholte Wüstenreligion“ bezeichnet, übt Kritik. Wer jedoch einen Juden verurteilt, weil er dem Volk der Juden abgehört, weil also seine Mutter jüdisch ist, der ist ein Antisemit. Wer sagt, „das Christentum ist die Pest“, verdammt die Religion, aber nur wer sagt, ein Christ sei die Pest, verdammt den Menschen und ist somit Rassist! Das Christentum wurde in den letzten Jahrhunderten arg kritisiert und beleidigt. Heute nennen wir es Aufklärung! Gelten Heine, Böll, Nietzsche, Jefferson, Rousseau und Camus heute als rassistisch? Nein. Obwohl sie gegenüber Christen deutliche Worte gefunden haben, von „priesterverseucht“ bis „mies und dreckig“, gelten sie heute als Leuchttürme der Aufklärung.

Ein Rassist geht gegen den Menschen selbst, denn kein Mensch kann aus seiner Haut. Der aufgeklärte Mensch jedoch respektiert alle Menschen und geht ausschließlich gegen Überzeugungen und Ideologien, die er kritisiert und hinterfragt. Ein Moslem, der von sich selbst sagt, ein gläubiger Mensch zu sein und nicht zur Gewalt gegen Ungläubige, Homosexuelle oder Juden aufruft oder diese Gewalt toleriert, stellt für einen aufgeklärten Menschen kein Problem dar. Im Gegenteil, ein aufgeklärter Mensch wird sogar sein Recht verteidigen, diese Form der Religion ausüben zu dürfen, ohne dabei von staatlicher Seite diskriminiert zu werden. Wenn aber ein Terrorist bei der Tat „Allahu Akbar“ ruft, dann nimmt ein aufgeklärter Menschen diesen Terroristen ernst und kritisiert den Allah und die Religion, für die der Allah steht, dessen Namen von dem Täter im Moment des Mordens voller Innbrunst gerufen wurde.

Das Mittel der Aufklärung ist Kritik. Wer sie unterbinden will, betreibt anti-aufklärerische Gesinnungstyrannei. Religionen sind Ideologien. Viele Menschen können sich zwar nicht aussuchen, im Sinne welcher Religion sie erzogen werden, aber sobald sie erwachsen sind, können sie ihre Vernunft nutzen und entscheiden, ob und wie sie in diesem Glauben weiter denken wollen.

Wenn eine Ideologie nicht mehr kritisiert werden darf, wird sie totalitär. Egal ob Islam, Christentum, Judentum oder Kommunismus, das Recht, Überzeugungen zu kritisieren und zu verarschen, sorgt dafür, dass sie menschlich bleiben. Wer sagt, der Soldat Mohammed, der vor eineinhalb Jahrtausenden gelebt hat, dürfe nicht karikiert werden, jedoch schweigt, wenn ein Bäcker aus Mekka hingerichtet wird, weil er Christ geworden ist, der ist ein fundamentalistischer Fanatiker und hat die volle Breitseite Kritik verdient. Ein Moslem, der den Koran wörtlich nimmt und sein Leben nach einem mordenden Feldherren aus der Mitte des ersten Jahrtausends ausrichtet, ist für mich bescheuert. Ist das islamophob? War die Aufklärung christophob?

Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze über seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch aber ist mehr als die Summe seiner Ideen! Ich zum Beispiel bin ein christlich getaufter Deutscher und so sehr ich mein Land und Weihnachten auch liebe, Deutschland und die Kirche dürfen verarscht werden. Ich halt das aus, Juden halten das aus und Buddhisten machen auch wenige Probleme. Ich kann das Selbe auch von Muslimen erwarten. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer, aber schieb am 31. Mai 2017 auf ihrer Facebookseite:

„Islamophobie muss wie Antisemitismus als Bedrohung des Zusammenlebens klar benannt und bekämpft werden.“

Diese Aussage ist so falsch, das nicht mal das Gegenteil stimmt. Islamophobie bedeutet nämlich nicht, Muslime zu hassen! Islamophobie ist vielmehr die Angst vor der Ideologie Islam und diese Angst ist berechtigt. Antisemitismus jedoch bedeutet, Juden zu hassen. Malu Dreyer wusch mit ihrem Kommentar diesen Unterschied weg und relativierte damit den Judenhass.

Der Begriff „Antisemitismus“ geht zu einem nicht unerheblichen Teil auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und er hasste Juden! Er grenzte sich jedoch von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreiben. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Benutzung des Begriffs „Antisemitismus“. Marr prägte wesentliche Klischees und Schlagworte. Er legte 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat. Wilhelm Marr kritisierte nicht das Judentum aufgrund seiner Annahmen, Philosophie und Ideologie, das wäre vollkommen in Ordnung gewesen, sondern er verachtete Juden als Rasse!

Wenn Evelyn Hecht-Galinski Judenhasser unterstützt und das Verbrennen von Davidsternen schön redet, dann ist auch sie eine Rassistin und nur die Meinungsfreiheit gibt uns die Möglichkeit, genau das zu erkennen. Henryk M. Broder schrieb einst:

„Jeder kölsche Jeck mit zwei Promille im Blut würde sogar an Weiberfastnacht erkennen, dass Frau EHG eine hysterische, geltungsbedürftige Hausfrau ist, die für niemanden spricht außer für sich selbst und dabei auch nur Unsinn von sich gibt. Ihre Spezialität sind antisemitisch-antizionistische Gedankenlosigkeiten.“

Ohne Meinungsfreiheit wäre Evelyn Hecht-Galinski nur die Tochter von Heinz Galinski, dem ehemaligen Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland. Mit Meinungsfreiheit aber wird sie als das erkennbar, was sie wirklich ist: Eine vollkommen durchgedrehte und vom Hass zerfressene

נאַריש משוגע

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