Eine kleine Botschaft an den Papst

„Unser Herz möge nicht verschlossen sein, wie es die Häuser von Betlehem waren.“

Das hat der Papst am ersten Weihnachtsfeiertag 2017 auf dem Petersplatz in Rom gesagt.

Lieber Papst,

ich muss Sie leider etwas korrigieren. Es muss nicht „waren“ heißen. Die Häuser in Bethlehem sind verschlossen!

Maria und Josef würden heute in Bethlehem nicht mal mehr eine Krippe finden, denn Juden werden heute in der Geburtsstadt Jesu verfolgt. In Bethlehem herrscht nämlich die Fatah und sie erklärt allen Juden den Krieg. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Abbas selbst sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten.

Heute würden Maria und Josef in Bethlehem von Terroristen ermordet werden, weil sie als „illegale jüdische Siedler“ gelten würden und die Vereinten Nationen und der deutsche Außenminister würden nach dem Anschlag beide Seiten zur Mäßigung aufrufen.

Lieber Papst,

in Ihrer Predigt haben Sie sich ebenfalls mahnend über die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt geäußert. Ich finde diese Worte sehr bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass ich noch kein einziges kritisches und ebenso prominent gesetztes Wort von Ihnen vernommen habe zu der Gründungscharta der Hamas, in der die Vernichtung aller Juden weltweit (Artikel 7) und die Vernichtung Israels (Artikel 13) gefordert wird. Ihr Vorgänger Pius XII. wurde unter anderem dadurch bekannt, dass er nicht nur zu der Forderung der Nazis schwieg, das jüdische Volk zu vernichten, sondern auch ohrenbetäubend laut schwieg, als eben diese Vernichtung durchgeführt wurde. Daher frage ich Sie heute:

Wie lange gedenken Sie heute zu schweigen?

Was soll ich von einem Mann halten, der zwar noch nichts zu der expliziten Forderung der Vernichtung der Juden gesagt hat, aber zu Weihnachten die Zeit fand, die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels zu kritisieren?

Befinden Sie sich mit dieser verzerrten Art der Kritik nicht eher in der überholt geglaubten und mehr als unseligen Tradition des Christentums?

In Israel herrscht Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit und Wissenschaftsfreiheit. Egal, woran man glaubt, welches Geschlecht man hat und mit wem man schläft, in Israel stehen einem alle und selbst die höchsten Ämter offen. In Israel stehen alle Türen offen! In Bethlehem aber sind für viele Menschen sämtliche Türen verschlossen.

Im Gaza-Streifen, in Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen haben Juden nicht mal eine Aufenthaltsgenehmigung. Am 28. Februar 2010 sagte der stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Als die Nazis das sagten, schwieg Pius XII. Heute sagen das Minister der Hamas. Diesmal schweigen Sie!

Frohe Weihnacht!

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