Ein Dank an Markus Lanz

Ein Brief an Markus Lanz von einem unbekannten Verehrer.

Sehr geehrter Herr Lanz,

mit großem Gewinn und Genuss habe ich Ihre Sendung „Mit Markus Lanz im Heiligen Land“ gesehen. Ich fand brillant, wie Sie mit großem Feingefühl herüberzubringen vermochten, dass die Juden im Heiligen Land einfach überall ein klein wenig im Weg stehen, und zwar nicht, weil sie böse wären, nein, und genau das ist ja der springende Punkt, sondern einfach, weil sie dort überall sind und folglich umher wirtschaften und sich vor sich hin verteidigen.

Wie ich verstanden habe, ist es verständlich, dass sie jene – für das Herz eines Christenmenschen natürlich nicht anders als abscheulich zu betrachtende – Mauer um Bethlehem bauen, aber so radikalisieren sie eben auch die armen Kinder und am Ende schießen sie diese Kinder dann sogar ab.

Und dann dieser ganze Dreck in Gaza. Und die Christen, die sich dort fürchten, obwohl sie eigentlich gut behandelt werden, nun ja, wie soll es denn auch anders sein bei dem unmenschlichen Grenzzaun, den die Juden um dieses Freiluftgefängnis gebaut haben!

In drei Jahren werden dort dann drei Millionen Menschen auf tragische Weise einfach mausetot sein, am eigenen Dreck erstickt, weil, nun ja, eben weil dieser unglückliche Grenzzaun das Atmen des Gazastreifens nicht mehr erlaubt. Sie hätten noch erwähnen können, dass die Bewohner von Gaza sich regelmäßig, durch Belüftungstunnel nach Israel, Luft zu verschaffen suchen, aber selbst dort wird ja gerade wieder eine Mauer gebaut, unter der Erde, und den zwanghaften jüdischen Mauerbau und seine Auswirkungen hatten Sie ja bereits beschrieben.

Überhaupt fand ich es sehr einleuchtend und erleuchtend, was ich vorher so gar nicht wusste, nämlich dass Steinewerfen und Geigespielen vom Wesen her ähnliche Tätigkeiten sind, und so kann ich jetzt auch die Raketen aus dem Gazastreifen besser einordnen: Sie sind dann nämlich eine Art Violoncello-Ersatz, und die Raketen der Hisbollah im Libanon sind wohl einfach nur noch eine weitere Stufe größer, also das Äquivalent zum Kontrabass.

Alles in allem also ein rundum gelungener, informativer Film, wie ich finde. Es hat mich sehr gefreut, ihn mit meinen Rundfunkgebühren mitfinanzieren zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen.

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