„Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“

Jens Maier ist Richter und Politiker. Bis 1986 gehörte er der SPD an. Im April 2013 trat er der AfD bei. Auf Twitter findet sich ein Beitrag, der von Twitter zurückgehalten wird:

„Dieser Tweet von @JensMaierAfD wurde in Deutschland aufgrund lokaler Gesetze zurückgehalten.“

In dem Tweet hat Jens Maier einen 23-jährigen jungen Mann als „Halbneger“ bezeichnet.

Stellen Sie sich mal vor, Sie gingen in eine Kneipe und da säße ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“

Jetzt stellen Sie sich mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen. Er würde auch nicht von „Halbnegern“ faseln, weil das unter Hassrede fällt. Sie würden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie dann doch merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet. Außerdem möchte ich mit einem Nazi nicht plaudern. Mit einem Nazi möchte ich ausnahmslos Klartext reden!

Stellen Sie sich jetzt auch noch vor, es gäbe die AfD nicht. Jens Maier wäre nur ein ehemaliges SPD-Mitglied.

Durch das Löschen des Beitrags ist Jens Maier jetzt nicht mehr als das erkennbar, was er ist, nämlich ein Politiker, der ohne Sorge das rassistische Wort „Halbneger“ benutzt. Durch diese Löschung fällt es somit jetzt schwerer, das rassistische Innere von Jens Maier zu erkennen.

Vor jeder Tat kommt der Gedanke. Dazwischen kann das Reden liegen, muss aber nicht, denn der Denkende kann schweigen oder zum Schweigen gezwungen werden.

Denken –––> Reden –––> Handeln

Denken –––––Reden–––> Handeln

Eine Auswirkung auf die Tat hat die Tatsache, dass dem Denkenden das Reden verboten wird, nicht! Das Redenlassen hilft allerdings, um zu erfahren, ob man sich vor jemanden schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden! Wer das öffentliche Reden verbieten möchte, sagt damit, dass es besser ist, über jemandem hinter seinem Rücken zu reden. Das ist jedoch niemals besser.

Wer alles ausklammert, was ihm nicht gefällt, wird blind für das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht und wird entsetzt aus dem Sessel fallen, wenn bei einer Wahl die Menschen in der geheimen Wahlkabine ihre Meinung in ein definitives Kreuz verwandelt haben. Dann fallen sie aus allem Wolken und sagen, sie hätten all das nicht kommen sehen. Natürlich haben sie es nicht kommen sehen! Es wurden ja auch all die Beiträge gelöscht, in denen das sichtbar war. Sie konnten sich nicht mit diesen Menschen auseinandersetzen, ihnen nicht entgegentreten und ihnen nicht widersprechen. Alles nur, weil sie diese Meinungen und Haltungen nicht kannten. Sie vermehrten sich im Verborgenen, Geheimen, Verbotenem.

Andere Meinungen ausklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen!

Jens Maier nutzt rassistische Begriffe! Ich finde, jeder hat das Recht, das zu wissen, denn Jens Maier stellt sich zur Wahl, ist Mitglied des Bundestags und vor allem Richter. Um ihn wegen Befangenheit ablehnen zu können und um zu wissen, dass er auf keinen Fall gewählt werden sollte, muss ich wissen, wie er tickt. Dafür muss man ihn aber reden lassen!

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93 Antworten zu „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“

  1. Wolfgang Scharff schreibt:

    @Thomas ex Gotha: „Zum deutschnationalen Geschwafel gehört eben auch ein ordentlicher Schuss Rassismus.“

    Wie halten Sie es denn mit dem Rassismus, Herr ex Gotha? Empfehlen Sie immer noch Karl Marx zu lesen, der einen Menschen danach bewertete, ob „seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Nigger kreuzten“?
    Wie stehen Sie außerdem zur Partei DIE LINKE, die doch im Gegensatz zur AfD nicht nur einige Rassisten beherbergt, was zweifellos unentschuldbar und widerlich ist, sondern den ekelhaften Rassisten Marx sogar zu einer „der größten Persönlichkeiten der deutschen Geschichte“ zu erheben wünscht?
    Zur gefälligen Beachtung, Rassisten und ihr Vordenker:

    • Praecox schreibt:

      Es lohnt durchaus, dieses ekelerregende Zitat in voller Länge zu kennen:

      „Der jüdische Nigger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist, hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren… Es ist mir jetzt völlig klar, daß er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Nigger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.“ Marx an Engels, 1862 (MEW 30, 257).

      Lasalle war bei Marx zu Gast, als dieser den Brief an Engels verfasste, der dieses Zitat enthält.

  2. Aurin schreibt:

    Praecox

    Ich bezog mich auf das Wort Neger. Richtig lesen soll manchmal helfen.
    Im übrigen Latein war die Sprache der alten Römer im antiken Reich.
    Was glaubst Du wie sie die schwarzen Sklaven aus Afrika nannten umgangssprachlich ?
    Vielleicht Afrikan ?? Oder doch Niger, Neger, Negro, Nigrum ?? Ironie aus.

    • Praecox schreibt:

      Die Römer verwendeten das Sunstantiv AETHIOPS (Sing.), AETHIOPES (Plural

      • Aurin schreibt:

        … umgangssprachlich
        Wie ich schon sagte lesen können soll helfen. Und die Sklaven kamen nicht alle aus Äthiopien.

        • Praecox schreibt:

          Wird das hier jetzt eine Satire?

          Äthiopien gab es zur Zeit des römischen Imperiums noch nicht. Fall sie das seit 980 vor Christus bestehende Kaiserreichs Abessinien meinen: von dort kamen gewiss nicht alle Sklaven. Ganz richtig. Das ist aber auch unerheblich denn die Römer verwendeten das griechische Wort Aethiopes, um damit alle dunkelhäutigen Afrikaner zu bezeichnen, ganz gleich woher diese kamen.
          Als AETHIOPIA wurde zudem jegliches Gebiet am Südrand der bekannten Welt bezeichnet, also alles, was südlich von Ägypten lag.

          Hoffe sehr, dass dies als Erklärung ausreicht.

          • Aurin schreibt:

            Kamen wie ich sagte nicht alle aus dieser Gegemd. Die Römer kannten auch die andere ( West ) Seite bis hinter der Sahara.
            980 v.Chr. gab es Rom der Legende nach noch garnicht
            Wie ich ebenfalls schon bemerkte weicht die Umgangssprache oft von der offiziellen ab.

          • Praecox schreibt:

            Is ok.

  3. „Im Vergleich zu London oder Paris ist Berlin eine weiße Stadt“.

    So ganz ohne ist dieser Satz von Noah Becker auch nicht.

    Was würde eigentlich in deutschen Redaktionsstuben und in den Foren abgehen, wenn man diesen Satz Geert Wilders, einem Politker der AfD, oder gar Donald Trump in den Mund legen würde?

    Und zu erklären, das man seine Reaktion auf eine Begrüssung, von der Hautfarbe des Gegenüber abhängig macht, kann sich auch nicht jeder leisten zu erzählen, ohne einen Shitstorm zu ernten.

    • Kanalratte schreibt:

      Was eindeutig an der Hautfarbe von Noah Becker liegt. Ein Hellhäutiger würde in einem Interview über Rassismus in Südafrika niemals ungestört ein „wissen Sie, im Gegensatz zu München ist Johannesburg auch eine schwarze Stadt“ sagen können. Noah Becker impliziert nämlich mit der Aussage, dass er eine sehr weiße Stadt als unangenehm empfindet und unterstellt somit einer weißen Majorität pauschal Rassismus. Komischerweise sind es immer nur Länder die von Weißen bewohnt sind, von denen man eine ethnische Diversität verlangt. Niemand würde auf die Idee kommen und sich in Tokio über die vielen Japaner und die wenigen Migranten beschweren. Ebenso würde wohl niemand über die vielen Schwarzen in Lagos klagen.

      ps: Ich wohne in einer sog. weißen Stadt, weißer als Berlin, und ich habe schon von schwarzen Personen gehört, dass sie hier noch nie Rassismus erfahren haben.

  4. Lancelot schreibt:

    Wer noch niemals „Neger“ gesagt hat, der werfe den ersten Stein. Es ist noch keine 30 Jahre her, da war dieses Wort im alltäglichen Sprachgebrauch zu hören. Denn „Neger“ ist kein verbotenes Wort. Nur weil das amerikanische Wort „Nigger“, welches ein Schimpfwort ist, in die deutsche Sprache aufgenommen wurde und ähnlich wie „Neger“ klingt, soll „Neger“ vermieden werden. Verboten ist es aber nicht.

    • American Viewer schreibt:

      Der Begriff wurde mit Sicherheit nicht aus dem Amerikanischen übernommen, so viel ist schon mal klar.

      • Lancelot schreibt:

        Klar kommt es aus dem amerikanischen Englisch.
        https://www.openthesaurus.de/synonyme/Nigger

        • American Viewer schreibt:

          Neger kommt NICHT aus dem amerikanischen Englisch, wie man in jedem normalen Wörterbuch nachlesen kann. Aber Einbildung ist eben auch eine Bildung…

          • Lancelot schreibt:

            Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Wir reden über das Wort „Nigger“. Habe ich auch verlinkt. 🙂

          • American Viewer schreibt:

            Ja stimmt, es ist mein Fehler. Hätte nicht gedacht, dass jemand so „schlau“ ist und meint er müsse schreiben, dass Nigger aus dem Englischen kommt. Das hätte wohl niemand für möglich gehalten.

            Ich bleibe dabei: Nigger hat die gleiche Geschichte wie Neger. Bis weit ins 19. Jahrhundert war es eine gängige Bezeichnung für Schwarze. Erst sagte man Nigger, dann Negro, dann Blacks, dann Afroamerikaner und mittlerweile ist Afroamerikaner auch wieder out. Ich habe ehrlich gesagt mittlerweile so ein bisschen den Überblick verloren, was man überhaupt noch sagen darf.

  5. Martin Landvoigt schreibt:

    Ohne Frage ist der Rassismusvorwurf für diesen Sprachgebrauch zutreffend. Doch wie ist dieser zu bewerten. Immerhin schreibt auch der Spiegel:

    ‚Maier bedauert „diese Panne“

    Maier selbst erklärte intern, sein Tweet-Kommentar sei nicht sein Stil. Er bedauere diese „Panne“ und wolle sich „bei Herrn Becker dafür entschuldigen“. Dem twitternden Mitarbeiter habe er eine Abmahnung erteilt. Ferner seien „die organisatorischen Konsequenzen gezogen“ worden, damit so etwas nicht mehr vorkomme.‘

    Das kann zwar die Wogen nicht glätten und es bleibt ein sehr unangenehmes Gefühl. Aber ist daraus wirklich ein seriöser Nazi-Vorwurf zu begründen? Ich denke, jede abfällige Assoziation und Unterstellungen des Bösen sollten mit Bedacht erfolgen. Sonst bläst man schnell in das gleiche Horn wie jene, die man kritisiert. Allein der Wortgebrauch im Namen des Abgeordneten reicht nicht zur Verurteilung mit Höchststrafe.

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Schlimme Panne? Wer sich den Blödsinn durchliest, den Maier sonst so in die Welt pustet („Wer heute für Deutschland ist, wird verfolgt, bedroht, sogar körperlich angegriffen.“ / „Eine Anzeige wegen „Volksverhetzung“ ist in diesen Zeiten das neue #Bundesverdienstkreuz.“ / „Mit der Integrationsromantik muss Schluss sein! Unser Land, unsere Kultur, unsere Regeln.“ / „Einen Schutz für unsere Frauen und Kinder wird es nur mit einer sofortigen Beendigung des #Multikulti-Experiments geben.“ usw.), der wird feststellen, dass diese Beleidigung nicht sonderlich aus dem Rahmen fällt. Zum deutschnationalen Geschwafel gehört eben auch ein ordentlicher Schuss Rassismus.

      • Martin Landvoigt schreibt:

        Ich kenne Maier nicht und habe auch keine Bedürfnisse, mich mit ihm zu beschäftigen. Warum tun Sie das denn? Auf der Suche nach einem Aufreger? Munition, um die AfD zu diskreditieren? Aber ganz gleich, was einen Herrn Maier umtreibt: Eine derartige Kommunikation ist eine schlimme Panne, selbst wenn er tatsächlich so denkt.

        Im übrigen denke ich nicht, dass eine national ausgerichtete Politik im Sinn des Grundgesetzes ist, denn dieses adressiert das deutsche Volk. Rassimus hat darin aber keinen Platz.

  6. Thomas ex Gotha schreibt:

    Für uns Antideutsche und -faschisten sind die Einlassungen der hier versammelten AfD-Trolle zwar einerseits von der erwartbaren Ödnis und Geistesferne, andererseits aber insofern interessant, als sie zeigen, dass bei der AfD und ihren Sympathisanten eine gewisse Uneinigkeit hinsichtlich der weiteren strategischen Ausrichtung herrscht: Die einen wollen, dass sich die Rassisten und Revanchisten ein wenig zurückhalten, bis man denn (Modell Österreich) in die Regierung gelangt ist („Ich frage mich manchmal, ob Leute wie Höcke und Maier wirklich so dumm sind oder ob sie nicht eher für den deutschen V-Schutz arbeiten mit dem Auftrag die AfD zu zerstören. Kann man denn wirklich so dumm sein wie die beiden?“), die anderen wollen, dass die Partei weiterhin das öffentliche Reden offensiv in Richtung Barbarei verschiebt (“ die AfD müsste anders an die Sache herangehen: Sich kleine Söhne von Ex-Tennisspielern als Ziel herauszusuchen, ist keine gute Strategie. Sie sollten lieber offensiv auf die großen Ziele gehen. Merkel zum Beispiel wäre ideal.“), Zwar bleibt unklar, wie das konkret geschehen soll, schließlich bietet Frau Merkel ja rein äußerlich nicht so eine dankbare Angriffsfläche fürs Rassistengemüt wie Herr Becker, aber durch die einzig halbwegs humane Tat ihrer Amtszeit, die Aufnahme von Flüchtlingen, ist sie ja bereits in deren Schusslinie geraten.
    Es spricht für die Schizophrenie der Partei und ihrer Anhänger, dass beide Positionen in einem einzigen Beitrag eines Kommentators vertreten werden.

    • Kanalratte schreibt:

      Was Merkel getan hat war keine klassische Aufnahme von verfolgten Flüchtlingen so wie es andere Länder tun. Merkel hat mit ihrer Zustimmung bzw. mit ihren indirekten Aufrufen zur Aufnahme von Flüchtlingen eine Sogwirkung entstehen lassen. Die Kunde von Merkels Aufrufen, man suche in Deutschland junge Migranten, hat sich dann in Windeseile über die sozialen Medien oder den TV in den arabischsprachigen Ländern verbreitet. Infolgedessen kam/kommt es zu einer unkontrollierten Migration überwiegend durch junge männliche Wirtschaftsmigranten aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika. Die meisten dieser Leute gehören nicht zu den ärmsten Schichten in ihren Heimatländern, die sich die Reise mit dem Bus oder Schiff nach Europa nicht leisten können. Human sieht anders aus.

      • Kanalratte schreibt:

        Hätten wir keine linke Presselandschaft wäre das Narrativ von den armen Flüchtlingen aus Syrien die zu Fuß nach Europa kommen schon längst widerlegt.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Zwei Fragen stellen sich mir:
          1.) Könnten Sie mir diese „linke Presselandschaft“ einfach mal vorstellen? Mir muss da etwas entgangen sein.
          2.) Kennen Sie eigentlich irgendeinen Flüchtling persönlich?

          • Kanalratte schreibt:

            Eine linke Presselandschaft kann man schon dadurch ausmachen, dass es in Deutschland nahezu komplett an rechten bzw. konservativen Blättern mangelt. Außer die Junge Freiheit und mit Abstrichen Welt, FAZ und Bild gibt es nichts was mir da einfiele. Im TV gibt es gleich gar nichts. Was die GEZ-Medien bringen ist zumeist linke Propaganda in Reinform. Wir haben, anders als im Ausland, in Deutschland überhaupt keine Kultur für rechte Medien.
            Persönlich nicht, aber ich sehe immer die Gruppen von gut-gekleideten jungen Männern durch die Stadt laufen, die nicht gerade den Eindruck machen bedürftig zu sein.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            „Wir haben, anders als im Ausland, in Deutschland überhaupt keine Kultur für rechte Medien.“ Außer eben „mit Abstrichen Welt, FAZ und Bild“, also die größten Zeitungen de Landes, und der Jungen Freiheit und Compact und Cicero und dutzende, aberdutzende, tausende Blogs…
            „ich sehe immer die Gruppen von gut-gekleideten jungen Männern durch die Stadt laufen, die nicht gerade den Eindruck machen bedürftig zu sein“ — also junge Männer, von denen, da Sie ja nicht mit Ihnen reden, Sie trotzdem wissen, dass es Flüchtlinge sind?

  7. Heimchen am Herd schreibt:

    der hat Neger gesagt…

    Herrlich…

  8. Ludwig schreibt:

    Manchmal schafft weniger politische Korrektheit bekanntlich größere Klarheit, daher behaupte ich mal:

    In der Diktion von Neo-Nazis ist der „Halbneger“ kein Mensch, sondern ein Säugetier aus der Gattung der Primaten. Demnach hat er keine Menschenrechte und schon gar keine bürgerlichen Grundrechte. In Abwesenheit dieser nur dem Menschen eigenen Rechte unterliegen „Halbneger“ dem Tierschutz und Menschen haben die Freiheit „Halbneger“ so zu behandeln, wie alle anderen nicht-menschlichen Primatenarten auch.

    Ist diese Klarheit über die Nazi-Sprache erstmal geschaffen, zeigt sich hier beispielhaft, dass es häufig keine klaren Grenzen gibt zwischen sprachlicher und physischer Gewalt. An dieser Stelle liegt aus meiner Sicht auch der Fehler im obigen Plädoyer für eine uneingeschränkte Meinungsfreiheit. Im Post oben trennt Herr Buurmann korrekt zwischen „Denken“ und „Reden“, um dann irrtümlich eine genauso scharfe Trennung zwischen „Reden“ und „Handeln“ zu postulieren, die es so zumindest in der politischen Sprache nicht gibt.

    Da unser Staat unter anderem die Aufgabe hat gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Menschen durch sein Gewaltmonopol zu unterdrücken, kann und muss er auch sprachliche Gewalt durch seine Staatsgewalt regulieren. Zu unser aller Glück leben wir in einem demokratisch verfassten Rechtsstaat, in dem wir ausgiebig darüber streiten, wie die Exekutive Gewalt ausüben darf und wie Legislative und Judikative die Staatsgewalt regulieren und kontrollieren.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Die Beziehung zwischen Reden und Handeln gibt es nicht. Sie ist ebenfalls eine Verbindung zwischen Denken und Handeln, nur dass das potentielle Opfer die Gedanken vorher hören kann. Was dem potentiellen Opfer nur nützt!

      • Ludwig schreibt:

        Herr Buurmann, wir haben offensichtlich sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was Gewalt ist, wie sie funktioniert und das gesellschaftliche Zusammenleben beeinflusst. Ihre Plädoyers für die „Meinungsfreiheit“ finde ich als bedingungsloses Eintreten für eine unbeschränkte „Freiheit der Kunst“ völlig überzeugend und angemessen.

        Auf andere Bereiche des Zusammenlebens übertragen, vereinfacht Ihre Theorie für meinen Geschmack zu stark. Im Wirtschaftsleben beispielsweise ist die „Meinungsfreiheit“ auf vielfältige Weise reguliert und beschränkt. Dadurch versucht der Staat „Lügen“ und „Hetze“, die den Wettbewerb verzerren und materiellen Schaden verursachen können, so weit wie möglich einzudämmen.

    • A.S. schreibt:

      „In der Diktion von Neo-Nazis ist der „Halbneger“ kein Mensch, sondern ein Säugetier aus der Gattung der Primaten.“
      Das denkt Ludwig und benutzt diesen unsäglichen Begriff daher nicht.
      Ob Neo-Nazis tatsächlich so denken ist eine Behauptung die irgendwie belegt werden müsste.
      Behauptungen in den Raum zu stellen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen ist unredlich.

      • Ludwig schreibt:

        @A.S.: Es lässt sich mühelos belegen, dass der Nationalsozialismus die Menschen- und Bürgerrechte von „Nicht-Ariern“ in der von mir skizzierten Form bis zur Entmenschlichung beschränkt hat. Wie „redlich“ meine Behauptung ist, „Neo-Nazis“ würden das rassenpolitische Programm des Nationalsozialismus verfolgen, mag jeder für sich beurteilen.

        • A.S. schreibt:

          Du hast aber von Neo-Nazis geredet, nicht vom Nationalsozialismus. Du hättest Recht, wenn Neo-Nazi nur für Menschen benutzt würde, die den Nationalsozialismus in Reinform wieder aufkochen wollen.

          • Praecox schreibt:

            Was unterscheidet den Neonazi vom Nationalsozialisten?

            Dass er erfolgreicher sein will als Opa?

          • A.S. schreibt:

            Das ist die Frage. Dafür ist die Extremismusforschung zuständig, nicht irgendwelche Behauptungen.

          • Praecox schreibt:

            Was sagt die Extremismusforschung?

          • Lancelot schreibt:

            „Was unterscheidet den Neonazi vom Nationalsozialisten?“

            Unterschiede gibt es einige. Das beginnt damit, dass NPD eben für Nationaldemokratische Partei Deutschland steht. So wollen nur wenige Neonazis wieder eine Diktatur, viele sind lieber mit einer straffen Demokratie zufrieden, die eben doch mehr Freiheiten bietet. Neonazis haben auch nicht mehr die Juden als Hauptgegner, sondern stecken alle Ausländer bzw. Nichtdeutsche in eine Schublade und hassen alle mehr oder weniger gleich. Die Wirtschaft soll unter Neonazis auch nicht verstaatlicht werden und mangels Religiösität in der heutigen Zeit interessiert man sich auch nicht mehr für Deutsche Christen.

          • Praecox schreibt:

            Es sind aber doch nicht alle Neonazis in der NPD.

          • Kanalratte schreibt:

            Die NPD besteht zur Hälfte aus V-Leuten

  9. American Viewer schreibt:

    Ich frage mich manchmal, ob Leute wie Höcke und Maier wirklich so dumm sind oder ob sie nicht eher für den deutschen V-Schutz arbeiten mit dem Auftrag die AfD zu zerstören. Kann man denn wirklich so dumm sein wie die beiden? Geht das? Offenbar ja.

    Grundsätzlich haben Buurmann und die AfD natürlich recht: Es gibt keine echte Meinungsfreiheit in Deutschland. Aber die AfD müsste anders an die Sache herangehen: Sich kleine Söhne von Ex-Tennisspielern als Ziel herauszusuchen, ist keine gute Strategie. Sie sollten lieber offensiv auf die großen Ziele gehen. Merkel zum Beispiel wäre ideal. Trump hat fast jede Woche einen neuen Spitznamen für seine politischen Gegner erfunden. Man denke nur an „Crooked Hillary“. Ein guten, passenden Spitznamen finden und dann ständig wiederholen. So muss man es machen.

    • Kanalratte schreibt:

      Die AfD hat ein Problem mit Proleten und Nationalisten in ihren Reihen.

      • American Viewer schreibt:

        Das stimmt sicherlich. Vielleicht ist ein Teil der Erklärung der massive politisch korrekte Druck in Deutschland. Wer politische Haltungen im Bereich der AfD in Deutschland öffentlich vertritt, kann sich eigentlich gleich die Kugel geben. Das ist der soziale Tod.

        Da liegt es fast schon in der Natur der Sache, dass man relativ viele komische Leute in der Partei hat, wenn man nicht aufpasst. Leute, die schon vorher Außenseiter und Dorftrottel waren.

        Die Theorie erklärt allerdings nicht, warum es in den anderen deutschen Parteien (mindestens) vergleichbar viele Dorftrottel gibt.

        • Kanalratte schreibt:

          Herr Maier wusste sicherlich was er schreibt, aber er war sich den Konsequenzen nicht im Klaren. Er war sich nicht bewusst, dass unsere linken Medien nur darauf warten, einem (uncleveren) AfD-Politiker einen weiteren Skandal anzuhängen, um die Partei zu schwächen. Er dachte wohl sein Twitter-Account wäre zu unbedeutend für einen Skandal und er könnte mit diesem Tweet mal richtig die Sau rauslassen. Diese Dummheit des Mannes, so wie auch seine kleingeistige Formulierung ist nicht zu entschuldigen. Sein Tweet war abwertend und rassistisch (wenn auch noch vergleichsweise harmlos). Der Partei fehlt es leider an vielen Stellen an einer gewissen Professionalität, gerade auch was die Außendarstellung im Netz anbelangt.

        • Kanalratte schreibt:

          Die AfD spricht als noch relativ junge Partei Menschen an die sich der herrschenden politischen Gesellschaft nicht angepasst bzw. von dieser abgewendet haben. Darunter sind natürlich viele Querulanten, Außenseiter und Dorftrottel. Ich denke es ist auch ein Stück weit normal, dass man in 5 Jahren Parteibestehen (in einer politischen Richtung die in Deutschland quasi unterdrückt wird) noch keine allumfassend seriöse Basis aufbauen kann. Das gilt natürlich auch für die Politiker der AfD, die entweder komplette Polit-Neulinge sind oder aber in ihren alten Parteien häufig die Partei-Querulanten waren.

        • A.S. schreibt:

          „Vielleicht ist ein Teil der Erklärung der massive politisch korrekte Druck in Deutschland.“
          Mit Sicherheit ist das ein wesentlicher Grund für den Erfolg der AfD. Diese Partei hat von Anfang an die Themen bedient, die andere als zu heiße Eisen nicht anfassen wollten. Und das zieht nicht nur die vernünftigen besorgten Bürger an sondern eben auch Leute wie Höcke, Gedeon oder Maier (oder wer auch immer das geschrieben hat).
          Entscheidend wird am Ende sein, wie die AfD mit solchen Leuten umgeht. Im Idealfall werden die eingebunden und politisch quasi Rückstandsfrei verdaut.

          • American Viewer schreibt:

            Im Idealfall werden die eingebunden und politisch quasi Rückstandsfrei verdaut.

            Ausgebunden und mit Arschtritt rausgeschmissen wäre mir deutlich lieber. Die AfD muss klüger agieren oder sie wird schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Die FPÖ in Österreich hat diesen Wandel zu meiner großen Überraschung hinbekommen. Das hätte ich denen nie zugetraut. Bei der AfD habe ich bisher allerdings große Zweifel.

          • Kanalratte schreibt:

            Sofern die AfD sich nicht selbst zerlegt, wird die Partei so schnell nicht wieder von der politischen Bühne verschwinden. Dafür sind die Probleme Deutschlands mit Flüchtlingen, Islam und Co viel zu groß und die linken Politiker zu unfähig diese zu lösen. Die Frage wird nur sein, ob die AfD in Zukunft eine Kleinpartei bleibt oder wie die FPÖ eine politische Größe werden wird. Persönlich muss ich sagen, dass die AfD, trotz all der Querelen und Schwächen, die einzige Partei ist mit der ich mich als politisch Konservativer aktuell politisch identifizieren kann. Die CDU ist schon lange nicht mehr rechts, die FDP enttäuscht immer wieder und die CSU, die ich eh nicht wählen kann, entwickelt sich immer mehr zu einem Schuhputzer von Merkel.

          • A.S. schreibt:

            „Ausgebunden und mit Arschtritt rausgeschmissen wäre mir deutlich lieber.“

            Dann kann sich schnell die Situation ergeben, dass wieder eine neue, noch rechtere Kraft entsteht. Die AfD ist entstanden, weil die CDU im „anti-rechts-Wahn“ Leute wie Lucke, Merz oder Gauland ins Abseits gedrängt hat. Knochenrechte Personen gehören zum politischen Spektrum genau so wie knochenlinke und werden entsprechende Parteien wählen. Das Straus-Diktum „rechts von uns ist die Wand“ und daraus folgend das Einbinden auch rechter Kräfte in die CDU/CSU hat jahrzehnte lang eine wirklich rechte Partei verhindert.

          • Ludwig schreibt:

            Wenn ich „knochenrechts“ lese, A.S., dann denke ich spontan an das Emblem der SS-Totenkopfverbände. Zu „knochenlinks“ fällt mir die Piratenpartei ein. 😉

            So gesehen gehört eine „knochenrechte Neo-Nazi-Partei“ nicht zu Deutschland sondern dahin, wo die Nazis bereits liegen, auf den Friedhof. Alternativ kann die Bundesrepublik für „knochenrechte“ Parteien auch politische Reservate einrichten, wie es das Verfassungsgericht im letzten NPD-Verbotsverfahren getan hat. Das Urteil lautete bekanntlich: Extremistisch und staatsfeindlich aber bedeutungslos und damit irrelevant. Wenn die AfD so eine „knochenrechte Neo-Nazi-Partei“ sein will, haben Jens Maier, Beatrix von Storch, Alice Weidel und ihre Social-Media-Knechte schon mal einen gelungenen Start ins neue Jahr geliefert.

            Ihr Gedanke von der „rückstandfreien Verdauung“ politischer Extremisten, A.S., gefällt mir. Aus der politischen Mitte betrachtet, kann der nachkriegsdeutsche Parlamentarismus solche Verdauungsvorgänge leisten. Das hat sich bei den Grünen gezeigt, deren revolutionär-internationalistischen Flügel die Bundesrepublik Deutschland ab Mitte der 1980er „verdaut“ hat. Dieser Prozess war aus meiner Sicht Anfang 1999 abgeschlossen, als sich die Grünen unter ihrem frischgebackenen Außenminister Joschka Fischer bewusst für den Krieg der NATO gegen Serbien entschieden haben. Das nenne ich mal „rückstandfrei verdaut“.

            Wie es mit der AfD im Sinne von „Ausbinden“ und „Einbinden“ weiter geht, wird sich zeigen. Ich persönlich bin der Ansicht, dass Deutschland rechts von der CSU keine weitere rechtspopulistische Partei braucht.

          • A.S. schreibt:

            Vermutlich verstehen wir unter knochenrechts nicht das gleiche. Rechtsextrem wäre für mich noch mehr.

            *“Ich persönlich bin der Ansicht, dass Deutschland rechts von der CSU keine weitere rechtspopulistische Partei braucht.“‚
            Das war mal so, bis die CDU angefangen hat ihre Aufgabe als Brandmauer gegen Rechts zu verweigern. Wird sich zeigen ob die CDU wieder zur Vernunft kommt und den Schaden reparieren kann (was ich nicht glaube). Und wo die AfD letztlich landet. Wird sie die neue Brandmauer oder der Branddurchbruch, das steht noch nicht fest.

            Sicher ist nur: Wenn man weiter mit Nazi-Rufen und Ausgrenzung auf jede Lächerlichkeit (z.B. der von Storch-Tweet) reagiert kommt der Durchbruch garantiert.

  10. Ich glaube, das die Beleidigung „Halbneger“, ganz bewußt dem Begriff „Neger“ vorgezogen wurde. So wie im schwäbischen, das Schimpfwort „Halbdackel“ eine Steigerung des Schimpfwortes Dackel darstellt. https://de.wikipedia.org/wiki/Halbdackel
    Wobei ganz ausdrücklich festgestellt werden muss, das zwischen der Beleidigung „Halbdackel“ und „Halbneger“, ein himmelschreiender Unterschied besteht.

    Die Assoziation zum „Halbjuden“, schwingt bei Herrn Maiers „Halbneger“ ganz ordentlich mit und das ist fatal und irritierend und letztendlich eine eklige Steigerung der Beleidigung „Neger“.
    Denn es ist noch nicht so lange her, das die deutsche Justiz mit Gesetzen hantierte, die die Ehe von Noah Beckers Eltern, wegen Rassenschande unter Strafe stellte.

    Wenn ich bei Wikipedia Herrn Maiers Positionen zu „NPD“ und „Mischvölkern“ nachlese, fällt es mir nicht schwer zu glauben, dass der Begriff „Halbneger“ eben ganz bewußt gewählt wurde und Herr Maier – Richter am Landgericht Dresden – es wohl tief in seinem Innersten Bedauert, das er Boris Becker wegen erwiesener Rassenschande nicht hinter Gitter bringen kann.

    PS: Herrn Maiers Positionen zur NPD, Mischvölkern, Andre Breivik und aktuell die Beleidigung von Noah Becker als Halbneger, macht aus Herrn Meier keinen Halb-, sondern einen echten reinrassigen Vollpfosten!

  11. J. Maier sollte man bestrafen, aber nicht weil er Neger gesagt hat (was legal ist), sondern weil er dumm ist. Nur deswegen, und man müsste ihn hart bestrafen.

    Die Aussage, dass Twitter den Tweet wegen lokalen (deutschen) Gesetzen sperren musste, ist gelogen. Es wurde gegen kein Gesetz verstoßen, und wenn, dann hätte das ein Richter festzustellen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

  12. A.S. schreibt:

    Was Jens Maier geritten hat übersteigt mein Vorstellungsvermögen. Mit ein bisschen guter Kinderstube sollte es sich verbieten sich so zu äußern. Das Wort „Neger“ ist eh problematisch. Dieses in abwertender Weise zu benutzen geht über reine Dummheit hinaus. Und da Jens Maier von Beruf Richter ist kann man von ihm unterstellen, dass solche Formulierungen nicht einfach so rausrutschen.
    Liebe AfD, ihr habt (mal wieder) einen Problemkandidaten in euren Reihen.

  13. Aurin schreibt:

    Gilt für den Ausspruch Palis genauso wie für Neger. Beides ist rassistisch. Oder wie nannten die Nazis es ? Richtig , „Untermenschen“ oder minderwertige Menschen, Menschen die auf einer unteren Entwicklungsstufe stehen.

    • Sandra Kreisler schreibt:

      Aurin, das ist ein besonders dummer Vergleich. Pali ist die Abkürzung eines Namens, den sich Leute aufgrund einer Regionsbezeichnung selbst gegeben haben. Das ist dasselbe wie Engländer, die sich „Brits“ nennen, wie „Amis“, Wessis“ oder „Ösis“Das N Wort ist aber eine Bezeichnung, die NUR aufgrund der Segregation von Rassen überhaupt VERGEBEN wurde. Es beschreibt keine Herkunft sondern eine Hautfarbe. Und Menschen wegen ihrer Herkunft zu halbieren, haben überhaupt die Nazis eingeführt.

      • Aurin schreibt:

        Versteckt ruhig schön weiter euren Rassismus hinter euren Schutzbehauptungen.
        Ist schließlich nicht leicht nach Jahrzehnten ihn wieder abzulegen, schließlich hat man sich so kuschelig dran gewöhnt und lebt ihn auch zwischen den Israeliten aus.
        Und liebe Sandra da liegst Du vollkommen falsch. Das haben nicht die Nazis eingeführt,daß gab’s schon Jahrhunderte vorher schon. Beim nächstenmal besser in Geschichte aufpassen.
        Und hier ist nicht die Rede von Pali ( Pali, ist eine mittelindische Sprache ) sondern die mit dem S hinten dran der von den Iraelis in herabsetzender Weise von den Besatzern dort benutzt wird.
        . >Sophist X
        Hast Du Dich mal selbst zugehört was für’n Stuß Du hier von Dir gibst ?

    • Sprache funktioniert über Konsens. Es wurde durch Druck von Berufsaktivisten und Medien ein Konsens hergestellt, dass Neger eine Beleidigung sei, und dass Menschen, die das Wort benutzen, eine untaugliche Gesinnung besitzen. Bis etwa in die Achtziger war es eine neutrale Bezeichnung für Schwarzafrikaner. Weil sich Diskursteilnehmer die negative Bedeutung immer wieder gegenseitig bestätigen, gilt das Wort heute als Unwort.

      Palis (für moslemische Palästinenser) ist auf bestimmte Kreise begrenzt und die öffentliche Wirkung liegt bei null. Es gibt keinen Konsens zu diesem Wort, außer dass es abschätzig ist. Das ist weder verwerflich noch sonst von allzu großem Interesse. Und es ist nicht rassistisch, aus mehreren Gründen, unter anderem, weil es ein Wort ist.

      Stepahn Sulke: Wenn ich wenigstens ein Neger wär‘

      https://www.discogs.com/de/Kriwanek-Vincent-I-Bin-F%C3%BCr-Die-Blo%C3%9F-Der-Neger/release/2822416

      • Praecox schreibt:

        Ihre Feststellung, @Sophist X, dass die Bedeutung eines Wortes von den herrschenden Diskursen bzw. den Diskursteilnehmern hergestellt wird, ist zutreffend. Ihre Behauptung, „bis etwa in die Achtziger“ sei das Wort NEGER eine „neutrale Bezeichnung für Schwarzafrikaner“ gewesen, ist dagegen unzutreffend.

        Wie jedes Wort hat auch das Wort NEGER einen Ursprung. Irgendwann, irgendwo wurde es erstmalig verwendet. Die Aussage, „bis in die Achtziger“ ist also nichtssagend, in Hinsicht auf die historische Bedeutung (positiv/negativ) des Wortes NEGER.
        Die historische Bedeutung des Wortes ist sehr gut erforscht und wir wissen heute, dass das Wort NEGER in einer Zeit und einem soziokulturellen Kontext aufkam und populär wurde, als Kolonialismus, Rassentheorien und der Sklavenhandel ihre Blütezeit hatten. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes NEGER war die einer WARE. Mit NEGERN wurde gehandelt wie mit TIEREN oder wie mit DINGEN. Mit dem NEGER konnte man machen, was man wollte. Den NEGER konnte man nach Lust und Laune in Ketten legen, auspeitschen, vergewaltigen, verstümmeln, schinden, verbrennen. NEGER wurden nach Maßgabe ihrer HERREN gezüchtet wie VIEH.

        DAS ist der Kontext, in dem das Wort NEGER entstand und in dem es seine BEDEUTUNG erlangte.

        Dass wenige Jahrhunderte später – in „den Achtzigern“ – dieses rassistische Wort noch immer in Gebrauch ist, besagt nicht viel mehr, als dass die Sprache dem soziokulturellen Wandel eben hinterher hinkt. Normativ, d.h. vom Gesetz her, war die Sklaverei überwunden und durch den Begriff der für alle Menschen gültigen Würde ersetzt. In der Sprache hatte sich die neue Norm aber noch nicht durchgesetzt. Das haben seither Menschen übernommen, die am Diskurs teilnehmen. Nachvollziehbar, dass dies nicht von heute auf morgen passierte, sondern ein längerer Prozess war.

        Dass da ein konspiratives Komplott aus „Berufsaktivisten und den Medien“ ein vollkommen unschuldiges Wörtlein aus reiner Bosheit und Menschenverachtung negativ bewerten, wie Sie, @Sophist, annehmen, ist unzutreffend. Für einen NEGER klingt NEGER nicht neutral, sondern nach der Hölle auf Erden. Aus Respekt und Mitgefühl kann man das Wort NEGER als das anerkennen, was es ist: rassistisch und menschenfeindlich. Muss man aber nicht.

        PS:
        Bereits im Jahr 1957 erschien das „Wörterbuch des Unmenschen“, das Begriffe aus der Sprache der Nationalsozialisten im gegenwärtigen Sprachgebrauch ausmachte. Ein frühes Werk der sogannten „politischen Korrektheit“. Autoren waren Dolf Sternberger, Gerhard Storz und Wilhelm Emanuel Süskind. Der erste prägte den Begriff „Verfassungspatriotismus“, der zweite war CDU-Mitglied und Humanist, der dritte Journalist und Sprachkritiker.

        • American Viewer schreibt:

          Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes NEGER war die einer WARE.

          Quatsch mit Soße.

        • Praecox schreibt:

          • Aurin schreibt:

            Das Wort bezeichnet ursprünglich die Hautfarbe. Es kommt aus dem Lateinischem zur Zeit des Römischen Reiches.

          • Praecox schreibt:

            Praecox schreibt:
            Januar 4, 2018 um 3:35 am
            Neger von lat. niger = schwarz

            @Aurin
            Zur Zeit der Römer existierte kein Substantiv „Niger“ mit dem sogenannte Schwarzafrikaner bezeichnet worden wären.
            Das Wort NEGER stammt aus dem Lateinischen, nicht aber aus der Sprache der Römer. Das ist ein Unterschied.

            Ein weiterer Unterschied ist der zwischen Zeichen und Bedeutung. Das Zeichen „Neger“ und das Zeichen „Schwarz“ sind identisch. Nicht identisch sind hingegen die Bedeutung von Schwarz und die Bedeutung von NEGER.

          • American Viewer schreibt:

            Der Begriff hat nichts mit Ware zu tun.

            „The term negro, literally meaning „black“, was used by the Spanish and Portuguese as a simple description to refer to the Bantu peoples that they encountered.  From the 18th century to the late 1960s, negro (later capitalized) was considered to be the proper English-language term for people of black African origin.“

            P.S. Habe nicht gesehen, dass du es bist. Dachte du wärst tot oder so, nach dem tausendsten Versprechen hier nicht mehr zu schreiben. Ein Versprechen, das du endlich mal einhaltet solltest. War mein Fehler zu antworten, sorry. Habe nicht gesehen, dass du es bist. Wird nicht wieder vorkommen.

          • Praecox schreibt:

            Zitat ohne Quellenangabe. Copy & Paste aus Wikipedia.

            Anders als der Kommentator „American Viewer“ glaubt, ist der Gegenstand hiesiger Diskussion nicht das englische Wort „NEGRO“, sondern das deutsche Wort NEGER.

            Dennoch ist es an dieser Stelle notwendig, den Kommentar genannten Kommentators durch eine seriöse Replik zu zerlegen:

            Eine Analogie des deutschen NEGER ist das englische NEGAR, erstmals nachweisbar 1619 bei dem englischen Siedler John Rolfe:
            „There came in a Dutch man-of-war that sold us twenty negars.“

            Rolfe beschrieb damit die WARE, die mit dem Schiff nach Virginia geliefert wurde und von der sich 20 Stück kaufte. Das besondere an diesem Vorgang: es war die ERSTE“ Lieferung von NEGERSKLAVEN in die englischen Siedlungen der Neuen Welt. Dieses Ereignis markiert den *BEGINN der amerikanischen Sklaverei!

            Die Sklaverei auf amerikanischen Boden begann mit dem Wort NEGAR. Dieses Wort bezeichnete eine Ware.

            Quelle:
            https://books.google.de/books?id=1_5iwdtJUkoC&pg=PA45&lpg=PA45&dq=Negars+john+rolfe&source=bl&ots=U5k4xpTU2k&sig=Xexg5DD6DRPYPp1Iyw-6MGNYGuI&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjt5c6i6sHYAhXFIJoKHS_MDPMQ6AEIXjAJ#v=onepage&q=Negars%20john%20rolfe&f=false

            Der genannte Kommentator zitiert aus der englischsprachigen Wikipedia, die sich mit dem historischen Begriff „Negro“ befasst. Falls er diesen Artikel ganz gelesen hat, weiß er, dass das Wort „Negro“ die Bezeichnung war, die portugiesische Seefahrer Menschen gaben, auf die sie in Westafrika stießen.

            PREISFRAGE:
            Wer waren die Händler, die John Rolfe die NEGARS verkauften?

            Lösung:
            Portugiesen.

          • Praecox schreibt:

            Kleine Korrektur:
            Die Händler, von welchen Rolfe die Ware erstand, waren natürlich Holländer, wie es im Zitat („dutch man-of-war) heißt. Die NEGER-Ware wurde allerdings zuvor von einem holländischen Schiff geraubt.

            https://www.encyclopediavirginia.org/Virginia_s_First_Africans

          • Praecox schreibt:

            Korrektur der Korrektur:
            von einem PORTUGIESISCHEN Schiff

  14. Paul schreibt:

    Ich bin ein Halbdeutscher, weil meine Mutter halbungarin und halbtschechin war.

    „Halbneger“. Gibt es nichts Wichtigeres über das man schreiben kann?

    Meine Oma sagte zu sowas: „Kümmelspalter“.

    Herzlich, Paul

  15. anti3anti schreibt:

    „Neger“ ist nicht rassistisch, sondern politische inkorrekt. „Neger“ gilt mancherorts als Beleidigung, so wie „Jude“. Ist der im Judentum nicht existierende „Halbjude“ rassistisch? Ist „Halbneger“ rassistisch, weil der Sprecher bei der AfD ist oder weil er nicht mehr bei der SPD ist? Kann ein Halbjude ein Halbneger sein? Gibt es HalbAfDler, die HalbSPDler sind? Und was ist ein Halbnazi? Gibt es denn so etwas?
    Gut, dass ich keine Kneipen aufsuche. Ich trinke lieber zu Hause beim Surfen.

    • Bruno Becker schreibt:

      Das Wort „Neger“, rassistisch oder nicht, wird heute stets verwendet, um entweder zu beleidigen, also im rassistischen Sinne, oder um zu provozieren, wie im erwähnten Beispiel.
      Darüber hinaus gilt: da es keine Entsprechung für die Bezeichnung von z.B. Weissen gibt (oder hat jemand schon mal den Begriff „Blanker“ gehört), ist eine „Sonderbezeichnung“ tatsächlich rassistisch. Das heisst aber nicht, das der Verwendet zwangsläufig Rassist ist. Früher wurde das Wort eben gebraucht, war umgangssprachlich.

      • Martin Landvoigt schreibt:

        Ich sehe PC eher kritisch. In dem hier verwendeten Kontext ist der Wortgebrauch tatsächlich ein rassistischer. Denn unabhängig von der Wortwahl attackiert der Verfasser die Person wegen seiner Herkunft. Und das ist immer ad hominem und verwerflich. Im Konkreten wird auf ein persönliches Merkmal abgehoben, das gemein hin als kassisches ‚Rasse‘-Merkmal gilt. Ich halte aber den Begriff der Rasse und auch Rassismus in Bezug auf Menschen für bedenklich, denn es suggeriert Zuchtwahl, die es so nicht gibt und auch nicht geben sollte.

        Aber bei aller berechtigten Kritik am Rassismus will ich auch hier nicht alle Dämme brechen lassen. Oft sind unbedachte Äußerungen keineswegs Ausdruck eines tief sitzenden Menschenbildes, sondern unbedachte Äußerungen außer einer krassen Fehleinschätzung heraus. Immerhin hatte Becker die Hautfarbe selbst ins Spiel gebracht. Das entschuldigt zwar die Replik nicht, macht sie aber zumindest eher verständlich.

    • Praecox schreibt:

      Neger von lat. niger = schwarz
      Neger ist wie Hakennase und Schläppern.
      Rassistisch?

      • Bruno Becker schreibt:

        „Neger“ ist wie „Schwarzer“, sonst nichts. Sie sagen’s ja. Rassistisch wird es, weil es keine Entsprechung für die Bezeichnung von Menschen anderer Hautfarbe gibt. Jens Maier diente die Bezeichnung nur, um anzuecken; kindisch, ist aber so. Das Maas’sche Dummgesetz ist in Kraft, und da muss es halt jeder Hinterbänkler mal ausprobieren.
        Kollege Maier hat das N-Wort ja auch sonst nie in seinen Beiträgen benutzt, warum also jetzt plötzlich?

    • A.S. schreibt:

      Die Frage ob „Neger“ rassistisch ist oder nicht stellt sich hier nicht. Jens Maier hat es in offenkundig abschätziger Weise benutzt. Damit ist es zumindest in dem Fall ein klar rassistisches Wort.

    • Kwezi schreibt:

      Also ich fühle mich nicht als Halbneger, sondern – wie Obama und der junge Herr Becker – als Halbweißer bzw Halbkaukasier; die früher dafür übliche Vokabel Mulatte ist ja ebenfalls in Verruf geraten. Zwei junge Verwandte lehnen für sich die Bezeichnung „Halbjude“ ab und sehen sich eher als Halbprotestanten.
      Aber wer mochte, darf „Neger“ zu mir sagen. Ich entscheide dann aus dem Zusammenhang der Situation heraus, ob die Anrede beleidigend gemeint ist – dann riskiert er einen körperlichen Verweis – oder nicht.
      Aber bei dem Werteverfall etlicher die Ethnie betreffender Bezeichnungen – vor Jahren wareen zB die Zintis beleidigt, wenn man Zinti zu ihnen sagte und wollten „Zigeuner“ tituliert werden – wird es Zeit, dass die Regierung dies abschießend regelt.
      Ich wüsste nämlich gern, ob ich nun amtlich halbweiss oder halbschwarz bin.

      • A.S. schreibt:

        Da wird es nie einen Konsens geben. Jede Gruppe wird jedes neue Wort als Kampfbegriff für sich in Anspruch nehmen wollen.
        Man sieht es ja am Begriff Neger. Die erste Gruppe benutzen den als Beleidigung, eine zweite Gruppe möchte ihn als neutralen Begriff benutzen und wieder andere benutzen den Begriff, um die zweite Gruppe zu Rassisten erklären zu können. Statt nach der Intension zu Fragen wird dem Begriff dann ein Weltbild unterstellt.
        Ähnliches kann man beim „Migrationshintergrund“ auch schon beobachten.

  16. Kanalratte schreibt:

    Ein rassistischer und falscher Tweet, aber vor allem eine sehr dumme Antwort auf die befremdliche Aussage von Noah Becker, dass Berlin im Vergleich zu Paris oder London „eine weiße Stadt“ sei. Da beschwert sich der Sohn von Boris Becker erst in typischer Becker-Manier (den Sportler Becker schätze ich übrigens sehr) via Medien wiederholt über Rassismus und dann kommt dieser AfD-Politiker auf nichts besseres als die mediale Effekthascherei des Becker-Sohnes (möchte er ja nicht mehr sein^^) mit einem Tweet auch noch zu bestätigen. Wenn die AfD nicht so viele Idioten in ihren Reihen hätte, könnte sie heute deutlich größer sein.

    ps:
    Dass sich jetzt auch noch Til Schweiger in die Sache einmischt ist bezeichnend. Da haben sich echt 3 Leute gefunden.

    • limbischessystem schreibt:

      Bin Halbschweiger und halb erfroren

    • Bruno Becker schreibt:

      Wenn die AfD nicht so viele Idioten in ihren Reihen hätte, könnte sie heute deutlich größer sein.

      Wenn die AfD nicht so viele Idioten unter ihren Wählern hätte, wäre sie deutlich kleiner. Auch die Höckes und Maiers ziehen Wähler. Ist leider so.

      • David schreibt:

        Wenn die Blockparteien nicht so viele Idioten in ihren Reihen hätte,könnten sie heute deutlich größer sein.
        Wenn die SPD noch so etwas wie Anstand und Verantwortungsgefühl hätte, wäre Pobel-Ralle schon längst ausgeschlossen worden.
        Wenn die CDU…
        Wenn die FDP…
        Wenn die CSU…
        Wenn die Linken…
        Da fällt mir zu allem ganz viel ein.
        Ansonsten schöne Grüße von Herrn Orwell!

      • Lancelot schreibt:

        Bruno Becker, wenn du behauptest, dass viele AfD-Wähler Idioten sind, weil sie blind den AfD-Politikern folgen, ohne zu überprüfen, um welche Partei es sich handelt, dann musst du selbiges aber über alle Wähler der anderen Parteien behaupten.

        So wäre jeder Stammwähler auch ein Idiot, denn er wählt seine Partei, weil er sie immer schon wählte. Ungeachtet, dass Parteien sich im Laufe der Zeit ändern.
        Oder Protestwähler, denen die aktuelle Regierung nicht gefällt und die eine Oppositionspartei wählen. Denn sie interessieren sich nicht für oppositionelle Politik, sondern sind ja nur gegen die Regierungsparteien.
        Oder ahnungslose Wähler, die sich nicht für Politik interessieren, und vor den Wahlen sich von der Wahlwerbung überzeugen lassen oder von Politikersprüchen, die kurz vor der Wahl gesagt werden. Das wären deiner Meinung nach auch Idioten.

        Überspitzt kann man sagen, dass du nur die gut informierten Wähler als intelligent bezeichnest.
        Provokant ausgedrückt: Die dumme Mehrheit bestimmt den Wahlausgang. 😉

    • Sandra Kreisler schreibt:

      Öh… Berlin IST im Vergleich zu anderen Westlichen Grossstädten sehr homogen. Ich kenne die Aussage von Herrn Becker nicht, ich weiss nicht, was er sonst noch zu diesem Fakt gesagt habt – aber DAS stimmt halt nun mal: In Berlin ist die Bevölkerung ethnisch deutlich homogener als in Paris oder London.

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