An alle Anständigen: Gebt Euren ECHO zurück!

Die Deutsche Phono-Akadamie hat das Album „Jung, brutal, gut aussehend 3“ von Farid Bang und Kollegah mit dem ECHO gewürdigt. Somit geht ein deutscher Preis an ein Album, in dem es in einem Song heißt: „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“.

Es herrschen Kunst- und Meinungsfreiheit in Deutschland. Das ist auch gut so! Diese Freiheiten ermöglichen es mir, andere Menschen und ihre Einstellungen zu hören. Durch diese Freiheiten erfahre ich, was Menschen denken und kann dann wiederum meine Freiheiten nutzen, um mich zu diesen Äußerungen zu verhalten. Dadurch zeige ich, wie ich zu solchen Äußerungen stehe.

Ich kann Äußerungen ignorieren, missbilligen oder loben. Ich kann gewissen Ansichten sogar Preise geben und damit ehren.

Die Deutsche Phono-Akadamie hat sich dazu entschieden, Kollegah & Farid Bang mit dem ECHO für das Album „Jung, brutal, gut aussehend 3“ zu ehren. Die Künstler sind bekannt für sexistische, schwulen- und judenfeindliche Äußerungen. Sie dürfen diese Äußerungen tätigen. Es herrscht Meinungsfreiheit. Es ist auch die Freiheit der Deutschen Phono-Akademie, das zu ehren. Ich verteidige diese Freiheit. Sie ermöglicht es mir, deutlich zu sehen, wo die Künstler stehen und wo die Akademie steht.

Es ist ebenfalls die Freiheit aller Künstlerinnen und Künstler, die den ECHO irgendwann einmal bekommen haben, diesen Preis zurückzugeben oder zu behalten.

Wer unter diesen Umständen den ECHO behält, zeigt, wo er steht.

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