Was Sie wissen sollten über die Ausstellung „Frieden ist möglich – auch in Palästina“

Der Pfarrer an der Kölner Lutherkirche, Hans Mörtter, wollte im Oktober 2018 zusammen mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem und dem Café Palestine Colonia die Austellung „Frieden ist möglich – auch in Palästina“ öffentlich in seiner Kirche ausstellen. Am 10. Oktober 2018 jedoch teilte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte, Rolf Domning, mit, die Ausstellung könne dort nicht in stattfinden, weil „im Vorfeld nicht die entsprechenden Gremien der Gemeinde und des Kirchenkreises in die Entscheidungsfindung einbezogen worden sind“.

Stattdessen wurde die Ausstellung öffentlich auf dem Kölner Chlodwigplatz aufgestellt, übrigens in auffallender Abwesenheit von Palästinensern. Es geht den Ausstellenden nicht um Palästinenser. Es geht ihnen um Israel und vor allem darum, dass Israel heute mindestens so böse sein soll wie Luther einst sagte, dass es die Juden seien.

Worum handelt es sich bei dieser Ausstellung?

Im September 2018 wurde die Ausstellung schon mal in einer Evangelischen Jugendbildungsstätte präsentiert und von dem Vorsitzendem des Ausschusses für gesellschaftliche Verantwortung im evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg, Pfarrer Dr. Reinhold Hemker, eröffnet. Dieser Pfarrer erklärte, vor allem Schulklassen einzuladen, um sich bei einem Ausstellungsbesuch mit dem Konflikt intensiver und vor allem in seinem Sinne auseinandersetzen zu können.

Nachdem die evangelische Kirche in der Vergangenheit bereits eifrig bei der Verfolgung der Juden als Religion (Antijudaismus) und als Volk (Antisemitismus) mitgemacht hat, ist sie nun auch in Form von Pfarrer Mörtter und Pfarrer Hemker bei der Verfolgung der Juden als Staat (Antizionismus) dabei. Dr. Martin Luther wäre stolz auf die beiden Pfarrer und würde singen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Wie gut die Indoktrinierung dieser Ausstellung funktioniert, wird anhand der Westfälischen Nachrichten klar. Für dieses Blatt nämlich besuchte Dieter Klein die Ausstellung und erklärte, was man dort auf Schautafeln zu sehen bekommt: „Von der zionistischen Besiedlung, der ersten Vertreibung der Palästinenser, der Gründung des Staates Israel, der Besetzung Palästinas, der Abriegelung von Gaza bis zu den Ergebnissen aus den Irrtümern westlicher Politik. 1947 teilte die UNO Palästina auf. Sie sprach den Juden 56 Prozent des Landes zu. Eine Fläche, die die Israelis– so zeigen es die Dokumente – später durch Eroberung um weitere 22 Prozent erweiterten.“

Mehr Einseitigkeit geht nicht. Daher versuche ich nun, der Einseitigkeit etwas mehr Ausgewogenheit hinzuzufügen. Zunächst einmal, Dieter Klein spricht von der Vertreibung der „Palästinenser“.

Wer sind diese Palästinenser überhaupt?

Zunächst fällt auf, dass der Begriff Palästinenser heute oft als Abgrenzung gegenüber Juden benutzt wird. Das war nicht immer so. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Beispiel wurden fast ausschließlich Juden als Palästinenser bezeichnet. Palästinensische Juden gibt es schon in der Antike, zu einer Zeit, als es noch keinen Islam und noch kein Christentum gab.

Der Begriff „Palästina“ hat einen hebräischen Ursprung. Die erste bekannte Schriftquelle zu „Palästina“ ist die Septuaginta. Hier wird der Begriff als Ableitung von dem hebräischen Begriff „Pleschet“ verwendet. Nach der Zerschlagung des jüdischen Volkes im Jahr 135 durch das Römische Reich, nannten die Römer das Gebiet Palästina, um jeglichen Bezug zum jüdischen Volk zu verwischen. Das Gebiet „Palästina“ ist somit eine Erfindung des antiken Roms.

Der Begriff Palästina ist somit lediglich eine Gebietsbeschreibung und keine Volksbeschreibung. Es gibt keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur, aber dafür eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die durch den Umstand vereint werden, dass sie in einem Gebiet leben, das Palästina genannt wird. Der mit Abstand größte Teil Palästinas liegt im heutigen Jordanien. Hat jemand schon mal gehört, Jordanien halte Palästina besetzt? Nein! Woran das wohl liegen mag? Natürlich an den Juden, denen schon Dr. Luther wenig traute, ebenso wie sein Glaubensgenossen Hemker und Mörtter.

Weitere Gebiete Palästinas sind Golan, Gazastreifen, Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich in Israel, aber alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind Palästinenser. Um dieses Gebiet geht es:

In der Ausstellung „Frieden ist möglich – auch in Palästina“ wird jedoch dieses Bild gezeigt:

Es geht der Ausstellung also nur darum, das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen, denn auf deren Karte werden 75% des Gebiets ignoriert. Diese 75% fielen damals größtenteils an Jordanien. In Jordanien genießen Palästinenser übrigens weniger Rechte als in Israel. Die Ausstellung skandalisiert dennoch ausschließlich die Existenz Israels.

Warum wird nur die Existenz Israels skandalisiert?

Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der ab 1922 das Gebiet verwaltete, das Gebiet und alle dort leben Menschen beschrieb, ob sie nun christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch waren. Heute gibt es in der Region die unterschiedlichsten Länder, aber nur ein Land ist demokratisch: Israel! 1948 wurde Israel von überwiegend palästinensischen Juden gegründet. Sie glaubten an die Möglichkeit einer friedlichen Demokratie im Nahen Osten. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

In der Ausstellung wird diese Unabhängigkeitserklärung als „Eroberung“ bezeichnet. Mehr Einseitigkeit geht kaum, vor allem, wenn man bedenkt, dass an dem Tag der Unabhängigkeitserklärung, Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg erklärten. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Araber ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten.

Wie kam es zu der Flüchtlingssituation?

In der Ausstellung wird die Flüchtlingssituation nur verzerrt und sehr einseitig thematisiert. Bei einer Protestveranstaltung in der Lutherkirche gegen die Absage der Ausstellung in Köln wurde sogar in Richtung Israel behauptet, allen bisherigen Regierungen in Israel wären die Araber egal gewesen: „Es geht nie um Gerechtigkeit!“

Daher wundert es nicht, dass in der Ausstellungwerden die 850.000 jüdischen Flüchtlinge verschwiegen werden.

Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während in Israel heute fast doppelt so viele Araber leben wie 1947, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, leben in den arabischen Ländern heute nur 0,9% so viele Juden wie 1948. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

Es ist schon interessant, dass im Nahen Osten manchmal von Vertreibung und Völkermord gesprochen wird, damit allerdings nicht die Reduzierung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern auf 0,9% gemeint ist, sondern die beinah Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel.

Was geschah mit den 850.000 jüdischen Flüchtlingen?

Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause, und jene, die Hilfe benötigten im Umgang mit ihrer neuen Flüchtlingssituation, fanden spätestens 1951 bei den Vereinten Nationen Unterstützung. Im Jahr 1951 nahm nämlich die UNHCR-Behörde ihre Tätigkeit auf. Das Hochkommissariat ist mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftragt und ist auch im Bereich der humanitären Hilfe tätig. Die Behörde ist Nachfolgeorganisation des Flüchtlingskommissariats des Völkerbundes.

Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 500.000 Flüchtlingen und Auswanderern mittlerweile über 4,7 Millionen „Flüchtlinge“ geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute volle Bürgerrechte besitzen, sind die palästinensischen Israelis. Warum also versagt der UNHCR in diesem Fall? Die Antwort ist so einfach wie verwunderlich: weil er für die arabischen Flüchtlinge, die zu „palästinensischen Flüchtlingen“ erklärt wurden, nicht zuständig ist.

Die „palästinensischen Flüchtlingen“ sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet: UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein temporäres Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Der Hauptsitz des Hilfswerkes war zunächst Beirut, wurde 1978 aufgrund der Unruhen im Libanon nach Wien und 1996 weiter nach Gaza verlegt. Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, bleibt die UNRWA bestehen. Warum?

Warum ist dieser Flüchtling anders als alle anderen Flüchtlinge?

Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Araber in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt. Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die „palästinensischen“ UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus, mit anderen Worten: Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, können „palästinensische Flüchtlinge“ laut UNRWA Flüchtlinge gebären.

Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung ihrer „Flüchtlinge“ in ihrem Gastland. Zudem erhält die UNRWA drei Mal so viel finanzielle Unterstützung von der UN wie der UNHCR und beschäftigt dreißig Mal so viele Mitarbeiter.

Während also der UNHCR mit weit weniger Mitteln erträgliche Lösungen für zig Millionen Flüchtlinge gefunden hat, konnte die UNRWA bisher mit deutlich mehr Mitteln keinem einzigen „palästinensischen Flüchtlingen“ zu einer Staatsbürgerschaft verhelfen. Es bisher nur ein einziges Gebilde im Nahen Osten, das dafür sorgt, dass Palästinenser Menschen mit Bürgerrechten werden: Israel!

Was ist aus den 500.000 Arabern geworden, die Israel verlassen haben?

Sie leben in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben.

Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 500.000 Flüchtlingen 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge geworden. 4,7 Millionen Menschen, denen unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt wird. Bis auf Israel scheint sich niemand wirklich um das Wohl dieser Araber zu sorgen.

Welches Interesse können die arabischen Länder haben, palästinensische Araber zu ewigen Flüchtlingen zu verdammen?

Eine Antwort hat der Präsident Ägyptens schon am 1. September 1960 gegeben: “Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der UN sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit die arabischen Regime die besetzten jüdischen Gebiete räumen.

Wem diese Forderung zu radikal ist, der muss eingestehen, dass sie ebenso radikal ist, wenn es um arabische Flüchtlinge geht. Die ständige Rede von „palästinensischen Flüchtlingen“ ist nichts als pure Einseitigkeit, die nur einer Gruppe nutzt: den Feinden Israels. Am 25. Mai 1953 sagte Pfarrer Karl Baehr:

„Im April 1952 sagte Sir Alexander Galloway, damals Chef von UNRWA für Jordanien, zu unserer Studiengruppe, und das ist wirklich ein direktes Zitat von ihm: ‚Es ist vollkommen klar, dass die arabischen Nationen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen wollen. Sie wollen es als eine offene Wunde behalten, als ein Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel.‘ Dann sagte er mit Betonung: ‚Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.'“

Den arabischen Führern und nicht wenigen Nahostexperten ist das Wohl der Palästinenser egal. Israel nicht! Was Israel den Palästinensern bisher angeboten hat, hat noch keine arabische Nation jemals den Palästinensern geboten. Die meisten Bürgerinnen und Bürger Israels wissen halt aus eigener Erfahrung, wie gefährlich es ist, wenn die Umwelt einen zum ewigen Flüchtling abstempelt.

Die Israelis sind die freiesten Palästinenser der Welt! Sie sind die einzigen Palästinenser, die einen Regierungschef haben, der innerhalb einer Demokratie legitim gewählt wurde. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Im Gazastreifen herrscht die Terrororganisation Hamas. In kaum einem Gebiet der Erde werden Palästinenser brutaler unterdrückt als in Gaza. Der ganze Horror kommt in der Charta der Hamas zum Ausdruck. Artikel 7 erklärt mit Bezug auf den Propheten Mohammed, dass der Frieden erst dann kommen wird, wenn alle Juden weltweit vernichtet wurden.

Die Hamas erklärt, dass man nicht palästinensisch und jüdisch sein kann, so wie die Nazis einst behaupteten, es wäre nicht möglich, deutsch und jüdisch zu sein. Deshalb läßt die Hamas ihre Minister auch Reden im Stil von Joseph Goebbels halten. Am 28. Februar 2010 erklärte der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, in einer öffentlichen Rede:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Wo ist Frieden möglich?

Im Jahr 2013 lebten über 8 Millionen Palästinenser in einem demokratischen Land mit garantierten Menschen- und Bürgerrechten, in dem die Geschlechter gleichberechtigt und die Kunst, Presse, sexuelle Identität und Religionsausübung frei sind. Zu diesen 8 Millionen Palästinensern gehören über 1,6 Millionen Muslime und über 6 Millionen Juden. Das Land heißt Israel!

Einige werden nun einwenden, dass viele Menschen oder ihre Eltern erst kürzlich nach Israel und somit in einen Bereich Palästinas eingewandert sind und deshalb nicht als Palästinenser bezeichnet werden können. Wer dies jedoch behauptet, muss in der selben Logik auch erklären, dass Cem Özdemir, Henryk M. Broder, Roberto Blanco, Mesüt Özil und Necla Kelek keine Deutschen sind! Sie sind aber Deutsche, so wie alle Israelis Palästinenser sind.

Die Hamas erklärt nun, Palästinenser könnten keine Juden sein und das palästinensische Volk müsse „judenrein“ werden. Genau das glaubten einst auch die Nazis. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas daher der Hitlergruß.

Israel ist eine Demokratie, in der jede Kritik, sogar die dümmste und die brutalste Kritik, erlaubt ist und artikuliert werden darf. Jeder Palästinenser kann in Israel seine Meinung frei äußern. Das ist Demokratie! In Jordanien, Syrien, Gaza, Westjordanland aber haben Palästinenser diese Rechte nicht. Warum also werden diese Menschen nicht gestärkt.

Warum nicht dort die Rechte von Palästinensern fordern, wo sie nicht vorhanden sind, statt ständig das Land zu kritisieren, das ihnen diese Rechte garantiert?

Den beiden evangelischen Pfarrern Hemker und Mörtter kümmert eine solche Differenzierungen nicht. Sie sprechen lieber auch von einer „israelischen Besatzung“.

Von wem hält Israel das Land besetzt? Vom Osmanischen Reich, das es nicht mehr gibt oder von den Römern? Oder sollen wir noch weiter in die Vergangenheit zurück gehen? Vom Königreich Israel?

Hält der Staat Israel das Königreich Israel besetzt?

Es ist alles nur noch absurd und niemand spricht von einer Besatzung Palästinas durch Jordanien. Wer Neutralität im Nahostkonflikt einfordert, muss die einseitige Vokabel „besetzte Gebiete“ gegen „umstrittene Gebiete“ eintauschen, denn um nichts anderes handelt es sich. Wer Israel als Besatzer bezeichnen will, muss auch Palästinenser und Jordanier als Besatzer bezeichnen, denn ihr Recht, dort zu siedeln, ist genauso berechtigt oder umstritten wie das Recht jedes Menschen, dort zu siedeln. Wer behauptet, die jüdischen Siedlungen seien illegal, muss auch die palästinensischen Siedlungen als illegal bezeichnen! Dr. Reinhold Hemker sagt: „Wir dürfen die Thematik nicht den politischen Radikalinskis überlassen.“

Mit der Ausstellung „Frieden ist möglich – auch in Palästina“ zeigt er jedoch, dass er selbst ein „Radikalinski“ ist und Pfarrer Mörtter aus Köln kommt ihm zur Hilfe.

Wenn wenigstens jene, die einseitig sind, endlich zugeben würden, dass sie nicht neutral sind, wäre schon eine Menge gewonnen.

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57 Antworten zu Was Sie wissen sollten über die Ausstellung „Frieden ist möglich – auch in Palästina“

  1. Dante schreibt:

    Dr. Martin Luther wäre stolz auf die beiden Pfarrer…

    …Reinhold Henker und Hans Mörder…
    Sorry, der musste jetzt raus. Für den Namen kann man ja nichts, aber wenn man sich in eine so dunkle Tradition stellt, hat man es verdient, dass er verballhornt wird.

  2. Wolfgang Scharff schreibt:

    Familie Rotbraun setzt Zeichen FÜR EINE OFFENE UND FREIE GESELLSCHAFT:

    Judenhass ist eben #unteilbar.

  3. Katze schreibt:

    Der naiveste Artikel,den ich jemals gelesen habe .Aber stimmt viele werden das ,was hier geschrieben ist, glauben ,weil die genau so naiv oder einsichtig sind wie der schreiber , würde gerne jeden einzelnen Satz ( jede Lüge und jeden Fehler )kommentieren ,aber meine Zeit lässt es leider nicht zu . Aber manche Sachen kann man nicht unkommentiert lassen , das Israel sooooooo nett war und den Israelis das Wohl der Palästinenser nicht egal sei ,dass Israel sogar den Palästinensern bot , innerhalb der neuen Grenzen zu bleiben . Genau das sieht man heute in Khan Al-Ahmer und mehere orten in Palästina .

    Und die Naivität von Kanalratte , da kann man nur lachen , Palästina heißt auf Deutsch Palästina ,nicht auf Arabisch . auf Arabisch heißt فلسطين mit F . Ich habe es auf Arabisch geschrieben, um dich zu ärgern du Arme hahahaha

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Genau, die Zeit lässt es nicht zu. Blödsinn. Dieser Artikel legt Ihren Hass und Ihre Lügen offen.

    • Kanalratte schreibt:

      Die dümmste Aussage die ich jemals gelesen habe.

      Sie können Palästina von mir aus auch auf Birmanisch schreiben. Der Name „Palästina“ kommt nicht aus dem Arabischen, sondern vom Neugriechischen Παλαιστίνη (Palaistínē) und leitet sich aus dem Hebräischen Wort „Peleshet“ ab. Über das Lateinische wurde es dann zu „Palaestina“ was dem Deutschen sehr nahe kommt. Dieser Name hat also rein gar nichts mit dem Arabischen zu tun, was man auch daher erkennt dass das Arabische im Gegensatz zum Hebräischen keinen P-Laut kennt und den Namen mit F- umschreiben muss. Daher wirkt es lächerlich wenn Araber einen Namen für ihr Volk aussuchen den sie im Original gar nicht schreiben können.

      Ähnlich lächerlich wäre es, würden sich Franzosen plötzlich als „Chvarcevelder“ bezeichnen und den Namen für sich beanspruchen. Aber wahrscheinlich würde Katze auch behaupten dass „Schwarzwälder“ falsch sei.

      • Praecox schreibt:

        Das ist ziemlich dummes Geschwätz, @Kanalratte. Die Peleshet waren die Philister, gesprochen: Filister mit Eff-Laut. Aus dem Arabischen stammt auch die Bezeichnung Fars für die Region Pars, im Deutschen bekannt als Persien. Von P zu F oder von F zu P – das sind stinknormale Lautverschiebungen, die nicht nur im Kontext des Arabischen vorkommen. Beispiel: Pentekoste – Pfingsten. P und F sind zwei unterschiedliche Zeichen für ein und denselben Konsonanten, der mal stark, mal schwach ausgesprochen wird. Da wird also nix „umgeschrieben“, wie Sie glauben.

        • Dante schreibt:

          So oder so, das spielt alles keine Rolle. Für Leute, die Juden umbringen oder gar zu Tode foltern, weil sie Juden sind, gibt es in der Bibel einen Ausdruck, der weder mit ‚P‘ noch mit ‚F‘ anfängt, sondern mit ‚A‘: Amalekiter.
          Die gleichfalls biblische Implikation ist übrigens volle Absicht.

        • Kanalratte schreibt:

          Wikipedia sagt:
          1. „Die Landesbezeichnung Persien leitete sich direkt vom altpersischen Parsa ab.“
          2. „Fārs“ ist übrigens Persisch, nicht Arabisch.
          3. „Seven known Assyrian inscriptions refer to the region of „Palashtu“ or „Pilistu“ (wo ist das f, ph oder pf?) (siehe lateinisch Palaestina“)
          4. Dass man „Pfingsten“ sagt hat mit der zweiten deutschen Lautverschiebung zu tun in der das P zu PF wurde. Ich komme aus einem Teil Deutschlands wo man „Pingschde“ und „Peffer“ sagt.

          • Praecox schreibt:

            Kanalratte sagt, Wikipedia zitierend:
            „1. ‚Die Landesbezeichnung Persien leitete sich direkt vom altpersischen Parsa ab.'“
            Praecox sagte:
            „Aus dem Arabischen stammt auch die Bezeichnung Fars für die Region Pars, im Deutschen bekannt als Persien.“

            Kanalratte sagt:
            „2. ‚Fārs‘ ist übrigens Persisch, nicht Arabisch.“
            Das ist falsch (siehe Kanalrattens 1.: „…vom altpersischen Parsa“) Die Region Fars wurde bis ins 7. Jahrhundert Pars genannt, nach der arabischen Eroberung setzte sich die Bezeichnung Fars durch.

            Kanalratte sagt:
            „3. „Seven known Assyrian inscriptions refer to the region of „Palashtu“ or „Pilistu“ (wo ist das f, ph oder pf?) (siehe lateinisch Palaestina“)“
            Da ist kein F, PF, oder PF.

            Kanalratte sagt:
            „4. Dass man „Pfingsten“ sagt hat mit der zweiten deutschen Lautverschiebung zu tun in der das P zu PF wurde. Ich komme aus einem Teil Deutschlands wo man „Pingschde“ und „Peffer“ sagt.“
            Was Sie nicht sagen! Die „zweite deutsche Lautverschiebung“ also. Praecox sagte:
            „Von P zu F oder von F zu P – das sind stinknormale Lautverschiebungen, die nicht nur im Kontext des Arabischen vorkommen.“

          • Kanalratte schreibt:

            Du hast recht damit dass „Fars“ aus dem Arabischen kommt, weil es im Zuge der islamischen Expansion das Persische „Pars“ abgelöst hat. Allerdings zeigt das doch sehr gut dass die arabische Sprache die ursprünglichen Namen mit P-Laut als F-Laut schreiben muss, weil P im Arabischen nicht existiert.

            Weiteres Beispiel: Das Russische kennt kein H, weswegen man im Russischen Hamburg zu Gamburg (Гамбург) umwandelt.

            Was willst du damit sagen? Dass Pfingsten vor der Lautverschiebung nicht „Pingsten“ war, oder dass man zu Pfeffer wie heute noch im Niederdeutschen nicht einst „Pepper“ sagte?

            Meine Grundthese dass das Arabische „Falastin“ nicht dem Orginial mit P-Anlaut gleicht und es somit schon ein wenig verwunderlich ist dass Araber Anspruch auf den Namen erheben, hat bisher keine widerlegt.

        • Eugen Karl schreibt:

          Aber die Philister waren nun einmal keine Araber, das steht fest. Womöglich waren sie Reste der sog. Seevölker und vielleicht gehörten sie nicht einmal zu den semitischen Völkern. Deswegen ist auch die hebräische Bezeichnung wahrscheinlich nicht originalsprachlich, und das ganze Anlautproblem löst sich so in Luft auf. Entscheidend ist, daß die Bezeichnung Palestinenser/Philister/Palestina weder im Lateinischen, noch im Griechischen, noch auch im Hebräischen jemals ein arabisches Volk meinte.

    • Dante schreibt:

      Die Israelis sind vielleicht nicht „sooo nett“, was aber auch nicht ihr „Job“ ist. Die Maxime könnte man auf die Formel „nie wieder ein Gang nach Babi Yar“ bringen.
      Judendiskriminierung und -verfolgung durch Nichtjuden, nicht nur Christen, sondern auch durch Muslime, durch Jahrhunderte hindurch ist Fakt. Dennoch gab es zeitweise ein gutes Zusammenleben zwischen Juden und Arabern, auch in Palästina. Und dann kam der Mufti, der später in Deutschland SS-Gruppenführer wurde.
      Wären die Juden nur von den Europäern verfolgt worden und hätte es Übergriffe von arabischer Seite nie gegeben, wäre Israel niemals der militärisch wehrhafte Staat geworden, der er heute ist, einfach weil das nie erforderlich gewesen wäre.
      Was „Lügen“ betrifft: Gerade Juden waren und sind fast schon traditionell massiven Verleumdungen ausgesetzt, und in Bezug auf Israel setzt sich das fort. Der Fall Tuvia Grossman war sicher kein Einzelfall. Daher halte ich es eher für (bestenfalls) naiv, die ganzen Erzählungen über israelische Schandtaten zu glauben als etwa diesen Artikel. Und selbst wenn alles stimmte, wäre nichts dabei, das nicht von einem der Nachbarstaaten oder einem anderen muslimischen Staat getoppt würde. Wer hat denn z.B. 1988 zwei kurdische Dörfer unter Giftgas gesetzt? Das waren keine Israelis.

      • Praecox schreibt:

        „Und dann kam der Mufti, der später in Deutschland SS-Gruppenführer wurde.“

        Genauer:
        Es war die kroatische „Handschar“, die 13. Gebirgsdivision der Waffen-SS.

  4. Paul schreibt:

    Lieber gerd,
    es ist unmöglich den Judenhass in Deutschland auszurotten. Wird der Hydra ein Kopf abgeschlagen, wachsen zwei andere nach.
    Das geht leider immer noch quer durch die Bevölkerung, die Parteien und auch die Kirchen.

    Dieser Judenhass hat sich so tief in der „Volksseele“ verankert, dass Hitler ein leichte Spiel hatte.
    Auch heute noch hat der Judenhass in Deutschland einen fruchtbaren Nährboden.

    Lieber Gerd, der Kampf dagegen ist der Kampf des Sisyphus. Lass dich aber nicht entmutigen und kämpfe weiter.

    Herzlich, Paul

    • Dante schreibt:

      Das beschränkt sich nicht auf Deutschland, sondern ist in anderen Ländern Europas heutzutage schlimmer. Als Deutschland von einer mörderisch judenfeindlichen Partei regiert wurde, flohen Juden u.a. in weniger dezidiert judenfeindliche Staaten wie Großbritannien. Heute, nach dem Brexit-Votum, wollen z.B. britische Juden Deutsche werden.

      • Paul schreibt:

        Werter Dante,
        Du hast natürlich recht. Der Judenhass ist natürlich nicht auf Deutschland beschränkt, auch nicht auf Europa, weil er in der ganzen Welt leider sehr verbreitet ist.
        Leider ist die Katholische Kirche, meine Kirche, die Ursache für diesen Judenhass.

        Herzlich, Paul

        • Dante schreibt:

          Die Römische Kirche ist nicht Ursache für den Judenhass, sie hat sich immer wieder dafür entschieden und konnte durchaus anders. Übrigens waren Orthodoxe und später Protestanten nicht immer besser, nicht umsonst ist „Pogrom“ ein russisches Wort.
          Da das Wort ‚Antisemitismus‘ etwas abgegriffen ist und ursprünglich ohnehin ein Euphemismus war und immer wieder als-dumm-Verkäufer auf den Plan ruft (wer alles nicht Antisemit sein könne, da er „Semit“ sei), schlage ich ein Wort aus der Bibel vor: „Amalekiter“.
          Die Implikationen dieses Wortes sind Absicht.

  5. Kanalratte schreibt:

    Das was diese Organisation in der Grafik als „Das historische Palästina“ bezeichnet ist der Teil des Mandatsgebietes indem der ursprüngliche Judenstaat gegründet werden sollte. Transjordanien war für die Araber vorgesehen. Das heißt man hat den Juden und späteren Israelis große Teile ihres Landes geraubt. Legt man die Balfour-Deklaration zu Grunde müssten die Araber eigentlich rein rechtlich das Westjordanland und Gaza räumen. Ja wen kümmert’s, laut Verträgen ist Stettin auch nicht Polnisch.

  6. Kanalratte schreibt:

    Logikfehler:
    Das Arabische kennt überhaupt keinen P-Laut. Wie soll dann „Palästina“ Arabisch sein?

    Es gibt kein Volk der Palästinenser, genauso wie es kein Volk der Schwarzwälder gibt. Entweder bist du Jude bzw. Israeli oder Araber, und eben Badener oder Schwabe.

    Die „palästinensischen“ Flüchtlinge alias „staatenlose Araber“ dienen nur dem Zweck ein Druckmittel gegen Israel zu haben und die UN macht da munter mit. Und der einzige der neben Netanyahu diesen Unsinn begriffen hat, ist Donald Trump.

  7. A. Folke schreibt:

    Wer gibt diesem Wahrheitsverdreher und Judenhasser D. Klein von der Westfälischen eigentlich mal Kontra? Habe kein Facebook und kann somit dort nicht kommentieren. So ein Schmarrn darf jedoch nicht unwidersprochen dort stehen bleiben. Sonst glauben’s die Leute noch!

  8. Passant schreibt:

    Danke für diese zwei Gebiet-Bilder nebeneinander, genau diese Gegenüberstellung meiden die modernen Antisemiten wie der Teufel das Weihwasser. Das ganze große Gebiet oben wurde (auf dem Papier natürlich) an Juden gedacht, jedoch mit der Auflage, dass die bürgerlichen und religiösen Rechte der Nichtjuden gewahrt bleiben. Heute würde so was 50+ heißen.

    Gut, das Selbstverständliche wird noch immer in Israel gewahrt. Was hat aber Israel wirklich erhalten? Mehr als drei viertel hat die britische Verwaltungsmacht zügig veruntreut, indem sie ihre Saudis-Klan Verbündeten mit abgetrenntem Land Transjordanien bezahlt hat. Juden haben alles hingenommen. Auch die Teilung des verbleibenden Viertels! Nur die Araber wollten von Anfang an alles, alle 100%, mit voller Unterstützung dieser glühenden Antisemiten.

    Daher würde die einzig noch verbleibende relativ gerechte Lösung „Transfer“ heißen, die drei viertel (wenn ich mich nicht irre – 77%), sollten schon ausreichen. Die in Israel lebenden Araber natürlich ausgenommen. Man wird doch wohl noch träumen dürfen

    • Heike Melles schreibt:

      Es ist unverschämt, dass westliche Staaten einfach Land, das den israelischen und arabischen Einwohnern gehört, nach Belieben aufteilen.

  9. heplevplev schreibt:

    Gerd, wie kommst du auf „Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel“? Diese ist von 160.000 im Jahr 1947 auf gut 2 Millionen heute gestiegen. Der Bevölkerungsanteil 1947 betrug ca. 25%, heute ist er ca. 23%. Ich komme bei beiden Vergleichen nicht auf Verdoppelung.

  10. Ludwig schreibt:

    Ich sag’s mal vorsichtig, mit einem Buurman-Zitat: „Wie wäre es, mit der Instrumentalisierung und Verharmlosung des Nationalsozialismus einfach mal aufzuhören, indem wir abenteuerliche Vergleiche einfach mal sein lassen, vor allem wenn sie so unverschämt aus dem Zusammenhang gerissen werden wie in diesem Fall?

    Es geht auch ohne.“

    https://tapferimnirgendwo.com/2018/10/11/was-halten-sie-von-diesen-aussagen/

    Alternativ wäre natürlich auch eine sprachliche Gleichbehandlung von palästinensischen „Nazis“ und deutschen „Nazis“ möglich:

    Genauso „… wie die Nazis einst behaupteten, es wäre nicht möglich, deutsch und jüdisch zu sein…“, behauptet die AfD heute es sei nicht möglich deutsch und islamisch zu sein.

    Genauso wie die IDF die Progrome der Pali-Nazis aus Gaza bekämpft, sollte die deutsche Bundespolizei Nazi-Progrome in Chemnitz und anderswo einfach mal zusammenschießen.

    • Praecox schreibt:

      Die IDF schießt auf Bewohner von Gaza, weil die den Hitlergruß zeigrn?

      • Ludwig schreibt:

        So in etwa scheint sich Herr Buurmann das vorzustellen, Praecox. Pali-Nazis, die Hakenkreuzflaggen schwingen und Progrome gegen jüdische Zäune veranstalten, müssen von der IDF zusammengeschossen werden.

        https://tapferimnirgendwo.com/2018/04/06/palaestina-unterm-hakenkreuz/

        Da sag ich mal: Von der IDF lernen, heißt siegen lernen. Den dunkeldeutschen Aber-Nazis geht es in der Bundesrepublik Deutschland halt ähnlich wie den Pali-Nazis in Erez Israel. Sie bekommen kein Recht auf nationale Selbstbestimmung.

        • A.S. schreibt:

          Pali-Nazis in Erez Israel. Sie bekommen kein Recht auf nationale Selbstbestimmung.

          Das haben die 1948 selber abgelehnt. Diesen Fehler könnten die Pali-Nazis aber jederzeit korrigieren, wenn sie eine Staatsgründung mit einem Friedensvertrag anbieten würden.
          Aber einen neuen Staat, der als erste Handlung einen Vernichtsungskrieg gegen den Nachbarn erklären würde, will man international dann doch nicht anerkennen. Irgendwie verständlich.

          • Ludwig schreibt:

            Stimmt, A.S., deutsche Nazis und National-Konservative haben ab 1918 mit Rechtspopulismus, Rassismus und Terror eine nationale Revolution gegen die Republik initiiert, die uns Deutsche schließlich ins Dritte Reich führte.

            Dann hat sich der deutsche Rechtsextremismus ganz feste eingebildet, das Reich würde eine Neuauflage des Großen Krieges gewinnen, wenn man rechtzeitig vorher alle „Volksverräter“ wie Juden und Sozialisten ausschaltet.

            Das war dumm, extrem unmoralisch und hat bekanntlich nicht geklappt.

            Warum sollte die wehrhafte Bundesrepublik die Vorbereitung einer weiteren nationalen Revolution nach dem gleichen Schema dulden?

          • A.S. schreibt:

            Sie haben völlig Recht, Currywurst mit Dinkelsalat ist eine völlig unpassende Kombination. Und warum sollte man ein derartiges Ungericht noch dazu in einem Ort namens Dinkelscherben ( https://de.wikipedia.org/wiki/Dinkelscherben ) dulden?

          • Ludwig: „Warum sollte die wehrhafte Bundesrepublik die Vorbereitung einer weiteren nationalen Revolution nach dem gleichen Schema dulden?“

            Weil Österreich am 02 Juni gegen Kleindeutschland 2:1 gewonnen hat.

        • Pali-Nazis, die Hakenkreuzflaggen schwingen und Progrome gegen jüdische Zäune veranstalten, müssen von der IDF zusammengeschossen werden. (…) Alternativ wäre natürlich auch eine sprachliche Gleichbehandlung von palästinensischen „Nazis“ und deutschen „Nazis“ möglich:

          Aber gerne, deutsche Nazis: „Wir wollen keine Gefühlsantisemiten sein, die Pogromstimmung erzeugen wollen, sondern es beseelt uns die unerbittliche Entschlossenheit, das Übel an der Wurzel zu packen und mit Stumpf und Stiel auszurotten.“ Adolf Hitler am 6. April 1920.

          Palästinensische Nazis bei ihrem „Progrom gegen jüdische Zäune“, nachdem sie solchen durchbrochen haben: “Allah Akbar! Remember Khaybar, O Jews, we’re coming to slaughter you!”

          Khaybar – https://de.wikipedia.org/wiki/Chaibar_(Feldzug)

        • Praecox schreibt:

          „Pali-Nazis, die Hakenkreuzflaggen schwingen und Progrome gegen jüdische Zäune veranstalten, müssen von der IDF zusammengeschossen werden.“

          Ludwig, jetzt mal Tacheles, Sie sind doch nicht auf den Kopf gefallen. Das, was Sie da schreiben, glauben Sie doch selbst nicht, oder? Es handelt sich doch nicht um einen x-beliebigen jüdischen Jägerzaun, der verhindern soll, dass die Meerschweinchen der Kinder weglaufen, sondern einen Zaun, der Mörder vom Morden abhalten soll. Die Mörder – nicht auf den Kopf gefallen – schießen täglich Feuerwerkskörper über den Zaun in der Hoffnung, die jüdischen Kinder zu treffen, während diese im Vorgarten ihre Meerschweinchen füttern, gleich neben dem Luftschutzbunker, den Papa in den Garten gebaut hat, schließlich sind Juden ja auch nicht auf den Kopf gefallen. Weil die jüdischen Kinder sich andauernd in diesen noch jüdischeren Bunker flüchten, ersannen die Mörder ( nicht auf den Kopf gefallen) eine Alternative für Gaza und beschlossen, den blöden Zaun einem Pogrom, wie Sie es nennen, Ludwig, zuzuführen und so den Weg frei zu machen in die Vorgärten mit den Meerschweinchen und den vielen jüdischen Kindern, deren Blut der Herrgott der Mörder fordert.

          • Ludwig schreibt:

            Werter Praecox, wir können gerne experimentieren, wie man Tacheles und Respekt angemessen verbindet – angesichts unserer wohl abgegrenzten, gegensätzlichen Wahrheitssysteme. Sicher ist, der realen Tod an Zäunen, Mauern und Sperranlagen existiert. Offen bleibt, ob man eine schwarze Fahne der Illegalität erkennen kann, wenn man darunter steht.

            Das Verstehen hier auf TiN über die Situation an der Grünen Linie zu Gaza und einige andere Themen, entspricht nach meinem Eindruck ganz gut der „Eisernen Mauer“ mit der sich Ze’ev Jabotinsky zufolge die Juden von den Arabern trennen sollten. Nur ist diese zionistische „Eiserne Mauer“ hier ein virtuelles Wahrheitssystem zur kognitiven Abschottung.

            Jede theoretische oder ideologische Abbildung der Wirklichkeit, muss sich daran messen lassen, ob sie bessere oder schlechtere Lösungen für konkrete praktische Fragen bewirken kann. Das gilt für Zionismus und Palästinensertum genauso wie für deutsche nationale Identitätsentwürfe.

    • A.S. schreibt:

      Ludwig findet es schade, dass die Hamburger Krawallbrüder nicht zamgeschossen wurden? Gut zu wissen.

    • Kanalratte schreibt:

      Das hat die AfD nie gesagt. Frau von Storch hat vor ein paar Tagen sogar Muslime dazu aufgefordert der AfD beizutreten.

      • Ludwig schreibt:

        Bei der AfD-Kundgebung „Zukunft für Deutschland“ redete Beatrix von Storch am 27.5. zu ihrem Parteivolk ausschließlich zum Thema, die „Schicksalsfrage lautet: Freiheit oder Islamisierung“. Wer im Stile von „Die Moslems sind unser Unglück!“ redet, die Höcke-Nazis marschieren lässt und beständig wie ein Nazis mausruscht, braucht sich nicht zu wundern, wenn man ihn für einen Nazis hält.

        Aber, kanalratte, selbstverständlich hat auch eine von Storch die Möglichkeit, sich die über Jahre verspielte Unschuldsvermutung wieder zu erarbeiten.

        • Dante schreibt:

          Es gibt Leute, die die Losung „gegen Islamisierung“ für rassistisch halten. Das ist Schwachsinn. Weder ist der Islam eine „Rasse“ noch ist Islamisierung harmlos. Es bedeutet nämlich nicht Zuzug von Muslimen oder den freiwilligen Übertritt Einzelner zum Islam, sondern die Umgestaltung einer Gesellschaft – auch einer bereits mehrheitlich muslimischen – nach Maßgaben des Islam, und das war bisher noch nie ein menschenfreundlicher Khorchide’scher Islam, eher ein autoritärer bis totalitärer, und um dagegen zu sein, muss man nicht Rassist sein, sondern lediglich liberal.

          • Ludwig schreibt:

            Dante, so könnte es sein, wenn der Begriff „Islamisierung“ entsprechend differenziert, reflektiert und abwägend verwendet würde.

            Wenn ich mir allerdings anschaue, wie die Neue Rechte redet und handelt, dann ist diese Art von „Islamisierung“ gleichbedeutend mit „Verjudung“, „papsthörigem Ultramontanismus“ oder „Slawengefahr“.

            Einfach ein weiterer billiger Kampfbegriff für Fremdenhasser, xenophobe Verschwörungstheoretiker und Kulturrassisten.

          • Kanalratte schreibt:

            Warum müssen die Gegner „der Rechten“ eigentlich immer so pauschalisieren. Wenn man sich die Argumentation gegen die Rechten anschaut dann hat man schnell den Eindruck alle Rechten wären der gleichen Meinung und diese Meinung wäre immer gleich Nationalsozialisistisch.

            Die Furcht vor einer Islamisierung wäre vielleicht übertrieben würde es sich um ein Komplett neues Phänomen handeln, aber dieser Begriff existiert bereits (gerne mal nachschlagen) und kann abgesehen von den historischen Zeugnissen in Spanien in Ländern Nordafrikas, dem Balkan, in Subsahara-Afrika und in Ländern des Mittleren Ostens begutachtet werden.

            Sowohl Islamisten wie auch normale Muslime und auch Staatsmänner wie Erdogan betonen immer wieder dass der Islam entweder durch das Schwert oder den Bauch der islamischen Frau die Welt erobert.

            Und was diese Islamisierung für Atheisten und Andersgläubige bedeutet kann man praktischerweise auch im Geschichtsbuch nachlesen. Hinrichtung, Zwangskonversion, Zwangsverheiratung, demografische und soziale Marginalisierung (siehe Kopten, das aktuelle Verschwinden Christen z.B. in Syrien), ein Leben als Mensch 2.Klasse, bis hin zum Völkermord wie im Osmanischen Reich.

            Aber was sag ich denn, der Rechte lügt natürlich. Er ist nur ein elender Fremdenfeind, auch wenn er immer nur über den Islam spricht. Wenn der Islam alles Fremde und Muslime alle Ausländer sind, dann sind die Franzosen, Deutsche, Italiener und Polen die gemeinsam feststellen dass 90% der Ausländerprobleme in Westeuropa durch den Islam entstehen sicherlich alles Nazis und Fremdenfeinde…

          • Dante schreibt:

            Früher habe ich schon mal etwas von „Bastardisierung“ der Bundesrepublik Deutschland gelesen – das war rassistisch. Wer „Islamisierung“ im Sinne von „Bastardisierung“ meint, ist Rassist. Übrigens auch, wer sich bei seiner Empörung über sexuelle Übergriffe speziell darüber aufregt, dass sie die Täter „südländisch“ und die Opfer „blonde Maiden“ seien.

          • Ludwig schreibt:

            @Dante, etwa so ziehe auch ich eine Rote Linie zwischen fundierter und lösungsorientierter Islamkritik und rassistischer Hetze im Stile von „Bastardisierung“ oder „Afrikanisierung“ Deutschlands.

            Kommt Theologie ins Spiel, wird die Sache nochmal deutlich komplizierter. Beispielsweise legt mein recht oberflächliches Verständnis von Judaismus den Gedanken nahe, die Gleichsetzung von Palästinensern und „Amalekitern“ könne als Aufruf zum religiösen Vernichtungskrieg gemeint sein. Ähnlich heikel ist die Wahrheitsfindung, wenn Nicht-Moslems beständig von „Jihad“ sprechen ohne dabei zwischen gewalttätigem „kleinen Jihad“ und spirituellem „großen Jihad“ zu unterscheiden.

            @kanalratte, die Dynamik der Auseinandersetzung zwischen Bundesdeutschen und Dunkeldeutschen lässt sich leicht beschreiben: Nazi-Pauschalisierung hier für rassistische Pauschalisierung dort, staatliche Repression für Nationalrevoluzzer und gesellschaftliche Empathielosigkeit für neu-rechte Märtyrerkulte.

            Ob dies als Strategie zur Zerstörung des Nazi-Flügels in der AfD wirkt, wird sich zeigen. Anhaltspunkte dafür sind seit Chemnitz sichtbar.

          • Praecox schreibt:

            „Beispielsweise legt mein recht oberflächliches Verständnis von Judaismus den Gedanken nahe, die Gleichsetzung von Palästinensern und „Amalekitern“ könne als Aufruf zum religiösen Vernichtungskrieg gemeint sein.“

            Selbst, wenn die Gleichsetzung als ein solcher Aufruf gemeint wäre, würde dem vorausgehen, dass Amalek das Volk Israel vernichten will. So also, wie es die Hamas fordert. Was gegen einem solchen Aufruf steht, sind die jüdischen Lehrer, die die Möglichkeit einer solchen Option kontrovers diskutier(t)en.

          • Ludwig schreibt:

            Islamisten, werter Praecox, würden vergleichbar argumentieren und behaupten der „kleine Jihad“ sei ein Verteidigungskrieg, der nur nach ausführlicher und kritischer Abwägung durch qualifizierte islamische Rechtsgelehrte begonnen und geführt wird.

            Es ist kaum möglich die – selbstverständlich hypothetischen – Konsequenzen eines „jüdischen Jihadismus“ oder eines „jihadistischen Zionismus“ mit der seit dem Westfälischen Frieden in Europa üblichen Herangehensweise abzuwägen.

            Grundsätzlich müssen sich jedoch alle Religionskrieger mit drei sehr praktischen Fragen auseinandersetzen: Wie viele Gläubige der Allmächtige und seine Sachwalter im Diesseits zu opfern gedenken und wie viele Ungläubige zu töten sind, um welche Ziele damit zu erreichen?

          • Praecox schreibt:

            „Islamisten, werter Praecox, würden vergleichbar argumentieren und behaupten der „kleine Jihad“ sei ein Verteidigungskrieg, der nur nach ausführlicher und kritischer Abwägung durch qualifizierte islamische Rechtsgelehrte begonnen und geführt wird.“

            Lieber Ludwig! Weder kann noch will ich Ihnen in diesem Punkt widersprechen.

            „Grundsätzlich müssen sich jedoch alle Religionskrieger mit drei sehr praktischen Fragen auseinandersetzen: Wie viele Gläubige der Allmächtige und seine Sachwalter im Diesseits zu opfern gedenken und wie viele Ungläubige zu töten sind, um welche Ziele damit zu erreichen?“

            Auch hier kann ich Ihnen zustimmen insofern, als meine Interpretation Ihrer letzten Frage („um welche Ziele damit zu erreichen?“) eine unterschiedliche Bewertung unterschiedlichlicher religiöser Systeme zulässt. Zweifel daran kommen mir angesichts Ihrer Formulierungen „alle Religionskrieger“ und „der Allmächtige und seine Sachwalter“. Deshalb wiederhole ich gerne, was ich auch bezüglich Ihrer Sichtweise auf den Zaun um Gaza zu problematisieren gedachte: einerseits ist Äquidistanz geboten, um Ideologien und deren reale Auswirkungen möglichst objektiv zu bewerten sowie Neutralität zu wahren. (Beide, Objektivität und Neutralität wärens eigens zu diskutieren…) Gleichzeitig verhindert ein Steckenbleiben in der Äquidistanz um der Äquidistanz willen aber die Sicht auf wesentliche Unterschiede, so etwa auf den Unterschied zwischen islamisch-nazistischem Vernichtungswillen und israelischer Selbstverteidigung.

            „Es ist kaum möglich die – selbstverständlich hypothetischen – Konsequenzen eines „jüdischen Jihadismus“ oder eines „jihadistischen Zionismus“ mit der seit dem Westfälischen Frieden in Europa üblichen Herangehensweise abzuwägen.“

            Verstehe ich nicht. (Die Bewertung, dass der WF zur Herausbildung des modernen Völkerrechts geführt habe, ist nicht völlig unumstritten.)

          • Ludwig schreibt:

            Werter Praecox, vordergründig beginnt es hier auf TiN mit Prozentrechnung, trolligen Detaildiskussionen zur Phonetik des Wortes „Palästina“ und zur Theologie der „palästinensischen Amalekiter“, es geht weiter mit kontroversen Bewertungen zum Niederschießen gewalttätiger Demonstrationen, was wiederum grundsätzliche Differenzen über die Parameter der zionistisch-palästinensischen Kriege aufzeigt.

            Im Hintergrund ist PI-News seit Jahren das reichweitenstärkste deutschsprachige Medium für „proisraelischen“ Aktivismus und „Islamkritik“. Seit einiger Zeit entwickelt sich die AfD zur einzigen deutsche Partei, die nach den Maßstäben zionistischer Rechtspopulisten „Pro-Israel“-Positionen vertritt. Dazu passend bekundet ein einflussreicher nationalreligiöser Rabbi aus der Gegend von Sichem in Samaria, er habe die europäische Neue Rechte, speziell die FPÖ, erfolgreich „entnazifiziert“.

            Wo Sie, Praecox, die Unmoral „moralischer Äquidistanz“ bemängeln, sehe ich zu bestimmten Themen – Nationalismus, Bellizismus, Militärherrschaft und Fremdenhass – kein gemeinsames Wertesystem zwischen dem oben skizzierten „Pro-Israel“ und meiner bundesdeutschen Identität. Fehlende gemeinsame Werte und mitunter gegensätzliche Vorstellungen von Wirklichkeit bedeuten, es fehlt eine einheitliche Grundlage zur Beurteilung von Moralität.

            Diese Kluft zwischen bundesdeutschen und rechtszionistischen Wahrheitssystemen bewirkt andernorts politische Herausforderungen. Beispielsweise hat Deutschland gestern für die Ausweitung der Mitgliedsrechte des Staates Palästina in der UN-Vollversammlung gestimmt. Aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung. Dabei hat sich die Bundesrepublik allerdings nach dem hier auf TiN gängigen Antisemitismusverständnis an einen judenfeindlichen Progrom beteiligt.

            Vermutlich werden solche Gegensätze weiter zunehmen und gelegentlich eskalieren. Mit den Konsequenzen werden alle Beteiligten leben müssen.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Sie haben eine Gemeinsamkeit mit uns. Sie reden hier, kritisieren hier und alles ganz unproblematisch, bis auf schlimmstenfalls ein paar wörtliche Auseinandersetzungen. Ich bin mir sicher, so viel Toleranz bekommen Sie nicht auf manch anderer Seite, ganz gewiss nicht auf sogenannten pro-palästinensischen Seiten, jedenfalls nicht, wenn Sie dort stets Kritik üben. Daher ist die Kluft hier geringer als Sie denken.

          • Praecox schreibt:

            „Wo Sie, Praecox, die Unmoral „moralischer Äquidistanz“ bemängeln, sehe ich zu bestimmten Themen – Nationalismus, Bellizismus, Militärherrschaft und Fremdenhass – kein gemeinsames Wertesystem zwischen dem oben skizzierten „Pro-Israel“ und meiner bundesdeutschen Identität.“

            Wie Sie sich eine Identität konstruieren, ist Ihnen überlassen, da mische ich mich nicht ein, ich fände es im Gegenteil allein deshalb interessant, weil ich mit den Begriff „Identität“ kritisch betrachte, insbesondere dort, wo sie sich auf ein „gemeinsames Wertesystem“ vulgo eine „Wertegemeinschaft“ stützt. Für mich sollte ein liberaler Staat, so auch den bundesdeutsche, wesentlich gekennzeichnet sein durch das Recht bzw. ein Rechtssystem, das insbesondere auch die Verschiedenheit der Werte schützt. Ein solches liberales und demokratisches Staatsverständnis steht m.E. in diametralem Gegensatz zum Staatsverständnis wie es historisch und gegenwärtig vor allem aus religiös sowie ideologisch dominierten Herrschaftssystemen bekannt ist. Tatsächlich scheint auch beim Staat Israel nicht immer eindeutig bestimmt zu sein, ob er eine reine Gemeinschaft des Rechts oder eine Wertegemeinschaft sein will. Ich kann ihm aber zu Gute halten, dass erstens: andere Staatsgebilde (z.B. D oder die EU) das auch nicht immer so genau wissen und zweitens: mir das israelische Konstrukt unendlich angenehmer ist als das palästinensische es sein wird bzw. unter der Regie von Hamas et al. bereits ist.
            Ihnen, werter Ludwig, möchte ich an dieser Stelle aber doch entgegenhalten, dass ihre Fixierung auf eine „bundesdeutsche Identität“ bzw. das entsprechende „Wertesystem“ im normativ-ontologischen Kern, wenn auch nicht zwingend in der politischen Praxis, mehr mit den Zielvorstellungen der von ihnen mehr oder weniger zurecht kritisieren Wahrheitssysteme gemein hat, als ihre Kritik an eben solchen zunächst vermuten lässt.

            „Fehlende gemeinsame Werte und mitunter gegensätzliche Vorstellungen von Wirklichkeit bedeuten, es fehlt eine einheitliche Grundlage zur Beurteilung von Moralität. Diese Kluft zwischen bundesdeutschen und rechtszionistischen Wahrheitssystemen bewirkt andernorts politische Herausforderungen.“

            Widerspruch! „Fehlende gemeinsame Werte“ und „gegensätzliche Vorstellungen von Wirklichkeit“ bedeuten nachgerade nicht das „Fehlen einer einheitlichen Grundlage zur Beurteilung von Moralität“, sondern lediglich das Fehlen einer Grundlage zur Herstellung einheitlicher Moralität nach subjektiven Maßstäben. Schließlich ist die Wirklichkeit nichts, worüber es zwei identische Meinungen gibt oder geben kann. Beispielsweise unterstellen Sie der israelischen Regierung „fehlende gemeinsame Werte“, was sie auf „Nationalismus, Bellizismus, Militärherrschaft und Fremdenhass“ beziehen. Ich habe da eine andere Wahrnehmung von Israel, auch von seiner politisch Rechten, von einigen statistisch notwendigen Spinnern einmal abgesehen.

    • Dante schreibt:

      Wer zwölfjährige Jungen oder Mädchen vergewaltigt, ist ein verdammter Kindesvergewaltiger, ob er eine Soutane trägt oder einen Wollpulli. Freilich auch, wenn er mit seinem Opfer „verheiratet“ ist und von seiner Mutter aufgefordert wird, die „Ehe“ endlich zu „vollziehen“.

      Wer Juden diskriminiert, diffamiert oder gar tätlich angreift und ggf. tötet, weil sie Juden sind, ist ein verdammter Judenhasser, egal, ob er ein Braunhemd, eine Kufyia oder sonstwas trägt, und ob er vielleicht „durch den Nahostkonflikt aufgewühlt“ ist.

      Wer immer Gewalt gegen Juden mit dem Nahostkonflikt rechtfertigt, zählt dazu, und zwar aus drei Gründen:
      1. Es ist menschenverachtend, Gewalt – selbst gezielte – gegen Unbeteiligte mit irgendeinem Konflikt zu rechtfertigen. Selbst der Holokaust rechtfertigt nicht die Vergewaltigung eines 13jährigen Mädchens, nur weil es deutsch ist.
      2. Nur einmal angenommen, Israel benehme sich so, wie es islamisch ausgerichtete Staaten tatsächlich tun: Keiner dieser Israelkritiker käme darauf, rechtsradikale Angriffe gegen Muslime mit dem Verhalten dieser Staaten zu rechtfertigen. Also ist das Diskriminierung von Juden gegenüber Nichtjuden.
      3. Die Behauptung, Israel benehme sich so wie oder schlimmer als die islamisch ausgerichteten Staaten, ist Diffamierung.

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