BDS-Bewegung bekämpfen – keinen Raum für Antisemitismus an der Universität zu Köln!

Das Studierendenparlament hat in seiner Sitzung vom 30.10.2018 den folgenden Antrag beschlossen:

Die Organe der Studierendenschaft der Universität zu Köln bekämpfen die antisemitische BDS-Kampagne (Boycott, Divestment and Sanctions) gegen den jüdischen Staat Israel mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Mitgliedschaften in BDS-Organen, finanzielle Zuwendungen an oder Kooperationen mit BDS-Funktionär*innen werden ausgeschlossen. Diese sollen an der Universität zu Köln keine Bühne geboten bekommen. Das Studierendenparlament und der AStA wirken auf die Verhinderung BDS propagierender Veranstaltungen an der Universität zu Köln hin.

Der AStA wird aufgefordert sich gegenüber der Universität für ein Verbot von Veranstaltungen an der Universität einzusetzen, die dem BDS nahestehen, oder auf andere Weise versuchen, den Staat Israel zu delegitimieren. Er wird außerdem aufgefordert, die Begründung dieses Antrages zu veröffentlichen.

Das Studierendenparlament verurteilt auch den auf den Staat Israel bezogenen Antisemitismus in jeglicher Form. Es versteht sich als solidarisch mit dem Staat Israel, was somit auch bedeutet, dass dessen Recht auf Existenz und Selbstverteidigung außer Frage steht.

Der Senat der Universität zu Köln wird ebenfalls dazu aufgefordert, sich klar gegen jegliche Form von Antisemitismus zu positionieren. Dieser Antrag wird ihm zur Abstimmung und Beschlussfassung vorgelegt.

Begründung

Antisemitismus ist auch im Jahr 2018 ein Thema mit schockierender Aktualität. Kippa tragende Personen werden in deutschen Städten auf offener Straße angegriffen. Dieser Zustand darf niemals akzeptiert werden und gerade deshalb muss ihm immer wieder mit Empörung und Widerstand begegnet werden. Allerdings beginnt Antisemitismus nicht erst dann, wenn vermeintlich als Jüd*innen identifizierte Personen auf offener Straße körperlich angegriffen, Synagogen attackiert oder jüdische Friedhöfe geschändet werden. Antisemitismus ist eine wahnhafte Imagination, in der eine Bevölkerungsgruppe als verantwortlich für alle Übel der Vergesellschaftung deklariert wird.

Der moderne Antisemitismus richtet sich nicht selten insbesondere gegen den Staat Israel. Regelmäßig wird von verschiedenen Seiten versucht, die Existenz des Staates Israel zu delegitimieren, angefangen dabei, dass die Staatsgründung bereits “unrechtmäßig” gewesen sei, gefolgt von der Darstellung, Israel sei der autoritäre und rassistische Staat schlechthin, bis hin zu Behauptungen, welche Israel als einen “Apartheidstaat” verunglimpfen. Dabei ist gerade Israel die einzige noch funktionierende Demokratie im Nahen Osten. Völlig außer Acht gelassen wird von solchen selbsternannten “Kritiker*innen” ebenfalls, dass Israel der einzige Staat ist, dessen Existenz offen von Vernichtungsdrohungen anderer Länder im Nahen Osten real gefährdet ist. Darüber hinaus wird auch die historische Situation und Prekarität der Lebensbedingungen von Jüd*innen nicht berücksichtigt. Jüd*innen werden seit Jahrhunderten weltweit verfolgt und als “Sündenböcke” für die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Probleme verantwortlich gemacht. Die millionenfache systematische Ermordung der Jüd*innen durch die Nazis in Europa und das lange Wegschauen der übrigen Staaten der sogenannten Weltgemeinschaft haben gezeigt, dass das Leben der Jüd*innen in keinem der existierenden Staaten gesichert ist. Umso verheerender ist es, dass Jüd*innen heute gerade dort am stärksten bedroht werden, wo sie sich am sichersten wähnten – in Israel. Wenn es um Israel geht, sind auch Doppelstandards oft auf der Tagesordnung. In vielen politischen, gesellschaftlichen und insbesondere medialen Kontexten wird der Staat Israel häufig anders beurteilt oder behandelt als andere Staaten.

Boycott, Divestment and Sanctions (abgekürzt BDS) ist eine transnationale politische Kampagne, die den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will und sich dabei diverser antisemitischer Stereotype bedient. Die Umsetzung dieser Kampagnenziele – wie auch die damit zusammenhängende Forderung, Israel solle allen Palästinensern, das heißt nicht nur jenen, welche aus dem Land ausgezogen sind, sondern auch all ihren Nachkommen eine „Rückkehr“ ermöglichen -, würde jedoch die faktische Auflösung des Staates Israel – und somit des weltweit einzig souveränen Ortes für die Sicherheit jüdischen Lebens bedeuten. Der ideologisch motivierte und auf die Delegitimierung Israels ausgerichtete Geschichtsrevisionismus und die Zusammenhangsverkürzungen der BDS-Bewegung müssen als solche klar benannt und verurteilt werden. Jegliche Zusammenarbeit mit BDS ist daher strikt abzulehnen. Das Studierendenparlament sowie der AStA unterstützen BDS nicht; weder in Form von Mitgliedschaften, noch dadurch, BDS-Funktionär*innen eine Bühne an Hochschulen zu bieten. Das Studierendenparlament und der AStA wirken daher auf die Verhinderung BDS propagierender Veranstaltungen an Hochschulen hin.

Die BDS-Bewegung versucht auch in Köln, antiisraelischen Antisemitismus im akademischen und kulturellen Bereich salonfähig zu machen. Gelegenheiten dazu hatte sie bereits in prominentester Form: Vor zwei Jahren erhielt die Forscherin und BDS-Ikone Judith Butler die Kölner Albertus-Magnus-Professur. Die Universität nahm die daran vorgebrachte Kritik des AStA allerdings schulterzuckend und relativierend zur Kenntnis und unterließ eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Vorwürfen. Dabei war schon 2011 mit Noam Chomsky eine der globalen BDS-Leitfiguren an der Universität zu Köln auf die gleiche Professur berufen worden. Der Musiker Roger Waters, der auf seinen Konzerten gerne mal unter dem Vorwand der Kritik an Israels Siedlungspolitik Plastikschweine zerstören lässt, die unter anderem einen Davidstern und Dollarzeichen tragen, machte sich 2018 auf einem Kölner Konzert über dahingehende Proteste lustig. Er verhöhnte namentlich Malca Goldstein-Wolf, die eine Petition gegen die Übertragung seines Konzerts beim WDR startete – und Erfolg hatte. Der Rat der Stadt Köln erkannte die Dringlichkeit an, mit der Antisemitismus im Kölner Raum bekämpft werden muss und verabschiedete am 5.7.2018 fraktionsübergreifend einen entsprechenden Antrag.

Auch wir als Studierendenparlament verurteilen daher insbesondere auch den auf Israel bezogenen Antisemitismus in jeglicher Form. Das Studierendenparlament versteht sich als solidarisch mit Israel, was bedeutet, dass dessen Recht auf Existenz und Selbstverteidigung außer Frage steht.

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39 Antworten zu BDS-Bewegung bekämpfen – keinen Raum für Antisemitismus an der Universität zu Köln!

  1. Kanalratte schreibt:

    Das Problem des blinden Israelhasses (und des Amerikahasses) ist in Deutschland größer als das Problem des klassischen Antisemitismus. Der Grund warum viele Leute in D gegen Israel sind ist mehr in der politischen Position der Menschen zu suchen. Israelhass gibt es vorwiegend bei den politisch Linken und bei den Rechtsextremen.

  2. gunther schreibt:

    Die Fakten für Ben, der angeblich argumentiert:
    Einige jüdische Siedlungen, wie in Hebron, existierten in den Jahrhunderten ottomanischer Herrschaft durchgehend, während Siedlungen wie Neve Ya’acov nördlich von Jerusalem, der Siedlungsblock Gush Etzion im südlichen Judäa und die Gemeinden nördlich des Toten Meeres während der britischen Mandatsverwaltung vor der Gründung des Staates Israel und in Übereinstimmung mit dem Völkerbundsmandat entstanden.

    Allein die jordanische Besatzungsmacht verbot die jüdische Siedlungen in diesen Gebieten, indem sie während der neunzehn Jahre ihrer Herrschaft (1948-1967) den Landverkauf an Juden zum Kapitalverbrechen erklärte.

    Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte befanden sich Jerusalem und das Westjordanland unter palästinensisch-arabischer Hoheit.

    Die bilateralen Übereinkünfte, die zwischen Israel und den Palästinensern getroffen wurden und ihre Beziehungen regeln, beinhalten kein Verbot von Siedlungsbau bzw. -ausbau.
    Die Parteien haben sogar ausdrücklich – im Israelisch-Palästinensischen Interimsabkommen von 1995 – übereingestimmt, dass die palästinensische Autonomiebehörde keine juristische Zuständigkeit oder Kontrolle über Siedlungen oder Israelis hat und die Siedlungen bis zum Abschluss eines dauerhaften Statusabkommens ausschließlich israelischer Gerichtsbarkeit unterstehen.

    • Ben schreibt:

      Argumente die dagegen sprechen sind Ihnen nicht bekannt?

      Präsident Trump hat Herrn Netanyahu vor laufenden Kameras ermahnt sich bei den Siedlungen zurück zu halten. Warum?
      Ich bezweifle das der ein Antisemit ist.

      Für Sie habe ich damit erneut den Staat Israel verletzt und primitivste Hetze gegen Juden betrieben.
      Da können Sie wirklich keinen Fanatismus erkennen?

  3. gunther schreibt:

    „…die Tendenz, aktuellen Antisemitismus in seiner besonders frequenten Manifestationsvariante des Anti-Israelismus zu leugnen, zu bagatellisieren oder semantisch als „legitime Kritik“ umzudeuten.“ (Prof.Schwarz-Friesel)

    Genau ist das Problem von Ben.

  4. Kanalratte schreibt:

    @Ben
    Über israelische Siedlungen im Westjordanland kann man doch ohne den Kontext des Nahostkonfliktes gar nicht diskutieren. Warum gibt es die denn?

    -Weil bis heute nicht geklärt ist wo genau die Grenzen des Staates Israel verlaufen.
    -Weil sich diverse arabische Nachbarstaaten de facto immer noch im Krieg mit Israel befinden.
    -Weil die arabischen Nachbarstaaten Israel nicht anerkennen.
    -Weil es keinen offiziellen Staat Palästina gibt.
    -Weil Juden wie Araber historischen Anspruch auf das Westjordanland haben

    Deutschland hat nach 1945 u.a. Schlesien an Polen verloren. Das war aber nur möglich weil Polen ein bereits existierender Nationalstaat war. Das Westjordanland gehört aber heute immer noch zu keinem Nationalstaat. Warum sollten die Juden das Westjordanland aufgeben? Das wäre ja dumm.

    Mir kommt es aber so vor als würde der Kontext die meisten Kritiker des israelischen Siedlungsbaus überhaupt nicht interessieren. Die möchten meist nur ihren plumpen Hass auf Israel loswerden.

    • Ben schreibt:

      Sie verwechseln das Thema:

      Ich hatte Zweifel angemeldet ob man gleich ein Antisemit ist wenn man die Siedlungen kritisch sieht, darauf hatte mich Gunther als Antisemiten durchschaut der den Staat Israel diffamiert und primitivste Hetze gegen Juden betreibt.

      Trotz Nachfrage konnte mir Gunther den Gedankengang nicht genauer erläutern.

      Wie sehen Sie die Lage?
      Können Sie sich vorstellen das es ein Fanatismusproblem gibt unter Israelfreunden geben könnte?

      • Kanalratte schreibt:

        Das Kritisieren der israelischen Siedlungspolitik alleine macht noch niemand zum Antisemit oder Israelfeind. Bei Antisemitismus via Israelkritik oder bei Israelhass geht es ja meistens darum welche Grundhaltung hinter den Aussagen steht. Und Fanatismus kann es ja bei allem geben.

  5. gunther schreibt:

    @ Ben

    Wenn es „normal“ ist, dass in Israel 1,2 Mio. Araber leben, mit denselben Rechten wie alle anderen Staatsbürger, wenn in Israel immer mehr Araber an den Unis studieren, wenn im Parlament Araber sitzen, wenn Araber Verwaltungsbeamte und Richter sind, gleichzeitig aber Juden in Westjordanland als böse Siedler verunglimpft werden, dann ist das Judenfeindschaft.
    Wissen Sie denn, wer als „Siedler“ da lebt? Wissen Sie, warum in den Siedlungen Israelis leben?

    Wer pauschal Siedlungen angreift, betreibt einseitige Propaganda gegen Israel. Derjenige hetzt primitiv gegen Juden, der übernimmt die palästinensische Propaganda.
    Das ist Antisemitismus. Sie können es ruhig eingestehen. In Deutschland geht das wieder.

    Wer vernachlässigt, welcher Terror von Arabern gegen Israel ausgeht, gerade aus dem Westjordanland, der rechtfertigt Terrorismus und Mörder.

    • Ben schreibt:

      Nein, es ist keine Judenfeindschaft die Siedlungen zu kritisieren wenn man vernünftige Argumente anführt und sich um Fairness bemüht. Und das Araber in Israel Bürgerrechte haben rechtfertigt doch nicht Rechtsbruch in der Westbank.
      Wenn Sie von der Polizei raus gewunken werden und einen Strafzettel bekommen weil Sie durch eine Einbahnstraße gefahren sind, dann werden Sie genau sowenig „verunglimpft“ wie Siedler wenn man sagt das die Siedlungen illegal sind.

      Für Sie ist jede Aussage über Israel unterhalb uneingeschränkter Unterstützung primitive Judenhetze und Rechtfertigung von Terrorismus. Das nenne ich Fanatismus.

      Wann sollte etwas kritisiert werden? Wenn etwas kritikwürdig ist.
      Wer das bestreitet ist kein zivilisierter Mensch, ein vernünftiger Dialog unmöglich.
      Fundamentalistische Moslems denken so.

      Können Sie sich nicht vorstellen das sich Nazis über solche Aussagen freuen?

      Und hören Sie bitte auf das Wort böse zu benutzen. Kindergartenkinder benutzen das, aber noch nie habe ich gehört jemand würde Siedler als „böse“ bezeichnen. Sie tun so als würde man denen einen schäbigen Charakter attestieren.

      Hass auf Seite von Israelfreunden können Sie keinen ausmachen bzw. würden Sie solchen kritisieren?

      • Zsolt Öry schreibt:

        Viele israelkritische Kommentare kann man für sich genommen in der Tat oft rechtfertigen oder zumindest tolerieren. Das Problem ist die Masse solcher Kommentare und ihr Kontext: Sehr, sehr oft wird Israel für Handlungen kritisiert, die man anderen Akteuren regelmäßig „durchgehen“ lässt oder diese deshalb sogar lobt. Israelkritik in einem solchen Kontext und in dieser Massierung und ohne dieselben Aktionen bei Anderen in gleicher weise und Engagement zu bekämpfen definiert eine antisemitische Gemeinschaft, einen antisemitischen Kontext. Wenn man sich in einen solchen Kontext begibt, werden Handlungen, die man für sich genommen rechtfertigen und tolerieren könnte, antisemitisch.

  6. In Niedersachsen ringen sie noch um den „gerechten Frieden in Nahost“:
    Göttinger Friedenspreis Proteste gegen Jury-Entscheidung
    http://m.goettinger-tageblatt.de/Die-Region/Goettingen/Goettinger-Friedenspreis-Proteste-gegen-Jury-Entscheidung

  7. Ben schreibt:

    @gunther
    „Ben, die entscheidende Frage beantworten Sie natürlich nicht:
    Wie kommt es, dass islamische Araber mit gleichen Rechten in Israel leben, aber die Existenz von Juden im Westjordanland tabu ist?“
    Sie drücken sich um die wirklichen Fragen, sondern verbraten Anti-Israelismus.
    Anti-Israelismus ist die heutige Form des Antisemitismus.
    Ich diffamiere?
    Sie diffamieren Israel!“

    Über die Ihrer Meinung nach entscheidende Frage können wir uns gleich gerne weiter unterhalten. Gefragt habe ich ob mein ein Antisemit ist wenn man die Siedlungen ablehnt.
    Und das ist klar nicht der Fall. Wo besteht hier die Diffamierung?
    Wo lege ich einen doppelten Maßstab an?
    Kritik = Anti-Israelismus = Antisemitismus
    Das ist schlicht Fanatismus, damit ist man jeder Aussage unterhalb uneingeschränkter Zustimmung ein Judenhasser

    • Georg B. Mrozek schreibt:

      @Ben Es geht hier doch gar nicht um das Für und Wider der Siedlungen. Kritisieren Sie solche Dinge auch anderswo? In derselben Vehemenz? Oder benutzen Sie die Kritik, um damit als Werkzeug gegen Israel zu argumentieren? Ich habe noch nie von Ihnen gelesen, dass beispielsweise die israelische Regierung XY zu kritisieren sei, die Opposition YZ hingegen zu unterstützen. Es ist so ähnlich, als würde jemand sagen, Amerika sei schlecht, da Amerika eine Mauer zu Mexiko baut. Absurd, nicht wahr? Die letzte Stufe einer solchen Verallgemeinerung wäre der Austausch der Begriffe Israel und Juden. Machen Sie das doch mal und hören sich dabei selber zu. Vielleicht fällt dann bei Ihnen der Groschen, wo genau der Unterschied zwischen Kritik und Antisemitismus liegt.

      Auch @gunther begeht denselben Fehler, wenn er sagt, die AfD sei eine Nazi-Partei. Es wird gegenwärtig im Lande immer schlimmer und ist für viele Zeitgenossen heutzutage kaum noch möglich, sachlich zu debattieren. Fakten werden schlicht nicht wahrgenommen oder rhetorisch absichtlich verdreht – Meinungen treten an ihre Stelle. Es geht nur noch um eine vermeintlich richtige Haltung in einem persönlichen Dauerwahlkampfgetöse. Diese mehr und mehr zu beobachtende Entwicklung trägt im höchsten Maße religiöse Züge. Der Glaube an das Gute und das Böse, wobei das Böse stets beim Anderen zu finden ist und das Gute bei einem selber. So etwas nimmt mit Sicherheit kein gutes Ende. Gesellschaftlich ist es gefährlich aber auch persönlich nimmt die eigene Seele irgendwann daran Schaden.

      Ich empfehle dringend wieder, miteinander zu reden statt sich gegenseitig zu bekämpfen, dem Gegenüber zuzuhören, statt es zu verunglimpfen und zu akzeptieren, dass auch mehrere Wahrheiten gleichberechtigt nebeneinander existieren können.

      • Georg B. Mrozek schreibt:

        Ein Beispiel hatte ich noch vergessen, ist jetzt doof, es hintenan zu schieben, geht nuꞌ aber nichꞌ anders:

        Verwenden Sie bei Kritik immer klare Begriffe und meiden Sie Kunstwörter oder politische Kampfbegriffe. Die sogenannte „Westbank“ ist das beste Beispiel dafür. Setzen sie den Jahrtausende alten Begriff Judäa dafür ein. Lassen Sie anschließend den unpersönlichen Begriff Israel beiseite, wie in meinem Amerikabeispiel bereits angedeutet und sprechen Sie Tacheles. Dann hieße es: „Juden raus aus Judäa!“ Und schon wird die Absurdität dieser Forderung offensichtlich. Franzosen raus aus Frankreich! Finnen raus aus Finnland! Wer so etwas fordern würde, dem zeigte man einen Vogel. Also wird begrifflich getrickst und getäuscht. Ich bin sicher, auch Sie würden so etwas unredlich finden.

        Deshalb ist der Kölner AStA-Beschluss auch so einzigartig, denn hier sind politisch linke Leute über ihren Schatten gesprungen, da sie erkannt haben, wie sehr die BDS-Bewegung ihre eigentlichen Intentionen begrifflich tarnt.

    • A.mOr schreibt:

      Ben: „Gefragt habe ich ob mein ein Antisemit ist wenn man die Siedlungen ablehnt.“

      Ben.
      1.) Wer die jüdischen Bewohner in Judäa und Samaria ablehnt und sie vertreiben will, der arbeitet den Judenfeinden zu.
      2.) Und solche „guten Wünsche“ der Vertreibung von Juden werden wohl kaum von jemanden geäußert und gewünscht, der eine freundliche Haltung zu Juden hat.

      Ben.
      3.) Lehnen Sie die jüdischen Bewohner von Judäa und Samaria ab? Wenn ja, warum?
      4.) Lehnen Sie das Recht auf nationale Selbstbestimmung des jüdischen Volkes ab? Wenn ja, warum?

      • Ben schreibt:

        @A.mor
        „Wer die jüdischen Bewohner in Judäa und Samaria ablehnt und sie vertreiben will, der arbeitet den Judenfeinden zu.“

        Dann arbeitet man für Sie mit jeder Aussage unterhalb 100% Unterstützung den Judenfeinden zu? Was ist mit den polizeilichen Ermittlungen gegen den Bibi?
        Arbeiten die nicht auch den Judenfeinden zu? Sollten die deswegen eingestellt werden?

        „Und solche „guten Wünsche“ der Vertreibung von Juden werden wohl kaum von jemanden geäußert und gewünscht, der eine freundliche Haltung zu Juden hat.“

        Sie wissen schon das jede einzelne Regierung dieses Planeten die Siedlungen ablehnt?
        Sie bleiben dabei dass man damit ein Antisemit ist? Präsident Trump hat den Bibi vor laufenden Kameras aufgefordert sich bei den Siedlungen zurück zu halten. Hat der auch was gegen Juden?

        „Lehnen Sie die jüdischen Bewohner von Judäa und Samaria ab? Wenn ja, warum?“

        Die Siedlungen sind illegal und machen einen Frieden unmöglich. Zudem ist die Besatzung PR-mäßig sehr schlecht für Israel. Wenn irgendwann mal Frieden herrscht sollte jeder Israeli dort niederlassen dürfen wo es im gefällt, aber im Rahmen der Gesetze

        „Lehnen Sie das Recht auf nationale Selbstbestimmung des jüdischen Volkes ab? Wenn ja, warum?“

        Ich weiß nicht genau was Sie damit meinen, aber ich unterstütze die Existenz Israels

        Darf ich Sie was fragen? Glauben Sie es gibt ein Fanatismusproblem unter Israelfreunden? Bedenken Sie: Habe zwei Jahre lang angeschaut was auf aro1.com abgegangen ist

        @Georg B. Mrozek

        Noch mal: Ich hatte bezweifelt ob man gleich ein Antisemit ist wenn die Siedlungen kritisiert, daraufhin hatte Gunther mir vorgeworfen Israel zu diffamieren, zweierlei Maßstab zu verwenden und ein Antisemit zu sein. Da können Sie nix kaputtes erkennen?

        „“Kritisieren Sie solche Dinge auch anderswo? “
        Sie reden hier alle ausschließlich über ein Thema: Israel. Und zwar das es alles richtig macht. Wenn man sich einhakt aber nicht die gängige Meinung vertritt, dann kommt das kuriose Argument: „Der will nur über Israel reden. aber nicht übere andere Länder“
        Ja, stimmt, hier und jetzt rede ich nicht über andere Länder, also ganz genau wie absolut alle hier.

        „In derselben Vehemenz?“
        Wo zum Teufel erkennen Sie Vehemenz wenn ich bezweifle das man ein Antisemit ist wenn man bezweifelt das Kritik an den Siedlungen einen zum Antisemiten macht?
        Können Sie bei Herrn Buurmann Vehemenz feststellen?
        Denken Sie es gibt ein Fanatismusproblem unter Israelfreunden? Ihre Meinung zu Kommentaren wie A.Bundy?

        • A.mOr schreibt:

          Ben: „Dann arbeitet man für Sie mit jeder Aussage unterhalb 100% Unterstützung den Judenfeinden zu?“

          Finden Sie das nicht intellektuell armselig, daß Sie erst irgendwelche Thesen erfinden, um diese dann abzuweisen, obwohl sie nicht Gegenstand meines Schreibens waren?

          Ben: „Sie bleiben dabei dass man damit ein Antisemit ist?“

          Ob Sie ein Antisemit sind, das können Sie sich im Stillen selbst fragen und beantworten.
          Und belegen Sie mir doch anhand meines Textes, daß ich irgendjemanden als „Antisemit“ bezeichnet hätte?

          Ben: „Glauben Sie es gibt ein Fanatismusproblem unter Israelfreunden?“

          Glauben Sie’s? (Das deuten Sie zumindest an.)
          Und gibt es solches „Problem“ nur bei „Israelfreunden“?
          Und wenn es sowas auch gibt, warum sind diese dann bei Ihnen „Israelfreunde“?

          Wie ist es mit Ihren „100%“-Gerede?
          Brauchen Sie das, damit Sie Fanatiker „entlarven“?
          Ist es möglich, daß Sie projizieren?

          Noch ein wenig Geschichts-Exkursion.

          Die heute als „Ostjerusalem“ und „besetzte Gebiete/Westjordanland/Siedlungen“ bemäkelten Konfliktfelder wurden zwischen 1948/1949 von der invasiven jordanischen Armee erobert (mit welchem Recht?) und besetzt.
          Die Juden wurden mit mörderischer Gewalt vertrieben aus ihren angestammten Wohnorten, und ihre Hinterlassenschaften wurden teils geraubt und teils zerstört; das von Jordanien eroberte Gebiet wurde gewaltsam „entjudaisiert“ . (Mit welchem Recht?)

          Israel konnte unter schweren Verlusten die eigene nationale Selbstbestimmung behaupten.

          Das geschah den Juden sehr kurz nach dem millionenfachen Massenmord in Europa, der ihnen durch die Nationalsozialisten angetan wurde.
          Sechs Millionen ermordete Juden von neun Millionen, das waren zwei Drittel aller europäischen Juden.
          Im Deutschen Reich lebten 300000 bis 350000 Juden.
          Überlebende dieses Holocausts wurden von arabischen Angreifern ermordet.

          Nach 1967 konnten die Israelis die jordanische Herrschaft dort zumindest teilweise abwerfen. Auf dem Tempelberg (in dessen Richtung Mohammed, den seine Anhänger als „Propheten“ bezeichnen, nach islamischer Überlieferung seinen Darm entleerte, denn so „heilig“ war ihm das) behielten die Jordanier das Sagen.

          Mal salopp ausgdrückt:
          nach der Gründung des Staates Israel, nach dem Überlebenskampf gegen die arabischen Armeen, nach einem weiteren Kapitel des Überlebenskampfes 1967 (usw.), wirft man Israel vor „Kolonisatoren und Imperialisten“ zu sein, wie es die britischen und französischen Kolonialherren zuvor waren, und man wirft ihnen vor Besatzer zu sein (die zwar nicht „araberrein“ machen), wie es die Jordanier dort zwischen 1949 bis 1967 waren.

          Erkennen Sie eine Ungereimtheit, und finden Sie das in Ordnung?

          • Ben schreibt:

            „Finden Sie das nicht intellektuell armselig, daß Sie erst irgendwelche Thesen erfinden, um diese dann abzuweisen, obwohl sie nicht Gegenstand meines Schreibens waren?“

            Noch mal zurück zum Ausgang: Als ich bezweifelte dass das kritisieren der Siedlungen einen zum Antisemiten macht warf mir der gute Gunther vor ein Antisemit zu sein, primitive Hetze zu treiben und Israel zu diffamieren. Ich habe keine These erfunden.
            Meine Rückfragen an Gunther hat dieser natürlich nicht beantwortet. Niemand hier hat Gunther widersprochen.

            „Ob Sie ein Antisemit sind, das können Sie sich im Stillen selbst fragen und beantworten.“
            Darf ich Sie nach Ihrer Meinung dazu fragen?

            „Glauben Sie’s? (Das deuten Sie zumindest an.)
            Und gibt es solches „Problem“ nur bei „Israelfreunden“?
            Und wenn es sowas auch gibt, warum sind diese dann bei Ihnen „Israelfreunde“?

            Selbstverständlich herrschen unter Israelfreunden Fanatismus und Hass. Das ist Ihnen nie aufgefallen? Auch bei aro1.com nie? Haben Sie jemals jemandem dort widersprochen?
            Natürlich haben Israelfreunde dieses Problem des Fanatismus nicht alleine.

            „Wie ist es mit Ihren „100%“-Gerede?
            Brauchen Sie das, damit Sie Fanatiker „entlarven“?
            Ist es möglich, daß Sie projizieren?“

            Siehe Punkt 1
            Ist Ihnen entgangen das Herr Mrozek etwa jede Kritik ( also buchstäblich jede Aussage unterhalb 100% Zustimmung ) als Antisemitismus durchschaut? Wie ist dies von einem Jerry, Dieter Dohmen, Mike Hammer oder einem Aristobulos – der hier auch schon rausgeflogen ist – gehandhabt worden? Lesen Sie mal was der A. Bundy schreibt ohne das jemand protestiert. Ist das nur Gerede von mir?
            Wie beurteilen Sie Herrn Buurmann? Einfach ein ganz normaler Typ und Israelfreund?

            „Noch ein wenig Geschichts-Exkursion….“

            Habe ich behauptet Juden und dann Israel seien immer korrekt behandelt worden?
            Kennen Sie einen der das tut? Verteidigt jemand der Einmarsch der arabischen Armeen? Sie schreiben „man“ werfe Israel dies und jenes vor. Wer ist „man“?
            Die hier allgemein verhasste Europäische Union? Die Bundesregierung? Irgendeine Partei die im Bundestag sitzt?
            Man behauptet auch die Mondlandung sei gefälscht. Aber eben nur Spinner.
            Versuchen Sie konkret jemanden zu benennen. Ich kann das.
            Und weil die Jordanier unrechtmäßigerweise die Westbank besetzt haben ist es jetzt in Ordnung wenn Israel das tut?

    • A.Bundy schreibt:

      Na da schau her, der kleine, wieselig-verdruckste Judenhasser Bennyboy ist wieder auferstanden. Und laber-rhabarbert den gleichen Seim wie immer.
      Burschl, niemand interessiert es ein Furz, was du blöder Antisemit über “die Siedlungen” denkst, wenn der Tag lang.
      Ganz einfach deswegen, weil es dich einen Scheißdreck angeht, wo Juden beschließen zu wohnen. Capisce?
      Also hopp-hopp, zurück unter’n Stein.

  8. Giessel Roland schreibt:

    das ist ja mal eine richtig gute und eigentlich die erste gute Nachricht in 2019.

  9. Neues Deutschland: Gewalt gegen Juden drastisch gestiegen
    https://goo.gl/W7QCSM
    Wenn Linke fragen, Schwarz-Rote antworten und „Leitmedien“ pseudoberichten, werden die muslimischen Täter natürlich ausgeblendet.

  10. Bruno Becker schreibt:

    Mir bleibt die Spucke weg. Erst singt ein schwuler Moslem in Israel beim ESC, dann positioniert sich auch noch ein deutscher AStA klar und deutlich gegen den BDS. Ein anderer Kommentator hat es hier zuerst erkannt: der Messias ist nah! Die Zeichen verdichten sich!

  11. Sandra Kreisler schreibt:

    feinfein. Als nächstes bitte Amnesty an den Pranger stellen! Die sind renommierter – stossen aber ebenfalls in das anti-Israelische Horn.

    • Der anhaltende Propaganda-Krieg gegen Israel | Amnesty International: Tourismus als Beihilfe zu Kriegsverbrechen? 
      https://www.audiatur-online.ch/2019/02/14/amnesty-international-tourismus-als-beihilfe-zu-kriegsverbrechen/

      • Ben schreibt:

        Ist man für Sie ein Antisemit wenn man gegen die Siedlungen ist?

        • gunther schreibt:

          Ben,
          Sie verstehen wohl doch sehr wenig von der Situation in Israel und der Region.
          Seit 1948 wird der Staat Israel von arabischen Staaten mit Kriegen überzogen.
          Im Westjordanland versucht die Hamas sich zu etablieren und von dort gemäß ihrer Charta Israel zu venichten.
          Arabische Terroristen und Mörder kommen vorzugsweise aus dem Westjordanland.
          Bis 1967 wurde Israel mit Waffengewalt aus den heute „besetzten“ Gebieten angegriffen.
          Dass in Israel 1,2 Mio islamische Araber leben und Bürgerrechte wie alle Bewohner haben, ist völlig normal. Dass aber im Westjordanland Juden leben, ist zu verurteilen.

          Sie wenden zweierlei Standards an. Und das ist nun einmal ein Merkmal von Antisemitismus.

          • Ben schreibt:

            Wenn ich nachfrage ob man ein Antsemit ist wenn man die Siedlungen ablehnt dann wende ich zweierlei Standards an? Und dadurch werde ich dann ein Antisemit?
            Gerne erzählen Israelfreunde wie Israel diffamiert wird.

            Finden Sie nicht das Sie mich gerade diffamieren?

          • gunther schreibt:

            Ben,
            die entscheidende Frage beantworten Sie natürlich nicht:
            Wie kommt es, dass islamische Araber mit gleichen Rechten in Israel leben, aber die Existenz von Juden im Westjordanland tabu ist?
            Sie drücken sich um die wirklichen Fragen, sondern verbraten Anti-Israelismus.
            Anti-Israelismus ist die heutige Form des Antisemitismus.
            Ich diffamiere?
            Sie diffamieren Israel!

  12. Am 30. Oktober 2018 beschlossen. Weshalb wird das jetzt erst bekannt?

    • Bruno Becker schreibt:

      Naja, warum wohl? Ein AStA bezeichnet BDS als antisemitisch. Das geht ja gar nicht! Darüber berichtet der Relot…. äh, der Spiegel nicht. Qualitätspresse eben.

  13. Georg B. Mrozek schreibt:

    Wow! Wusste ich gar nicht, zu lang ist mein lotterliches Studentendasein nun schon her, als dass noch der Fokus auf irgendeine AstA läge, aber wie man sieht, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Hervorragend! Danke für die Info! Werden die Studierenden endlich klug? Jedenfalls eine gute Nachricht und auch noch ausgerechnet aus Köln. Wer hätte das gedacht? 😉

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