Nehmen Sie meine Herausforderung an, Herr Journalist?

Eine öffentliche Richtigstellung von Yonatan Shay.

Sehr geehrter Herr Andreas Zumach,

in Folge Ihrer fortdauernden, zahlreichen Beleidigungen, Vorwürfen und Lügen, bekam ich von der Jewish Agency die Genehmigung, auf diese Lügen und die unfassbare Hetze gegen mich zu reagieren. Als offizieller israelischer Gesandter soll ich stets diplomatisch bleiben, auch angesichts fortlaufender Hetze und Lügen, aber in diesem Fall kann ich Ihre Anfeindungen und Lügen nicht unkommentiert stehen lassen.

Ich möchte diese nachweislichen Unwahrheiten in Bezug auf meine Person offiziell und offen widerlegen. Durch diesen Brief sollen die Leser selbst entscheiden, ob Sie ein Antisemit sind oder nicht.

Vor ein paar Wochen hat Mathias Döpfner, Geschäftsführer des Axel-Springer Verlags, offenbart, dass sich zahlreiche deutsche Journalisten unjournalistisch verhalten. Bei Ihrer Zeitung, der taz, heißt es im Artikel „Im Kern getroffen“ von Susanne Knaul am 26.03.2019:

„Zwischen Tel Aviv, dem Herzstück Israels, und Sderot unweit der Grenze zu Gaza bestehe kein Unterschied, sagt Netanjahu. Doch das ist eine glatte Lüge. Mit den Raketen auf die grenznahen israelischen Ortschaften kann man sich arrangieren. Öffentliche Gebäude sind sicher konstruiert, die Bevölkerung ist geschützt, erhält Steuervergünstigungen und ist die seit Jahren regelmäßig aufheulende Sirenen gewohnt.“

Man soll sich als Jude damit arrangieren, dass eine terroristische Gruppierung einen aus purem Hass und Antisemitismus umbringen will? So etwas zu schreiben, hat nichts mit seriösem Journalismus zu tun. Das ist ein Akt des Antisemitismus!

Und diesem nicht genug, haben Sie es geschafft, dem noch eins drauf zu setzen: Ein neues Tief im Niveau an niederer Hetze und schäbiger Kampagne, die auf mich persönlich abzielt.

Es begann am 7. November 2018, fast auf den Tag genau achtzig Jahre nach der Reichspogromnacht, als Sie ihren Israelhass an der LMU München öffentlich zur Schau stellten. Anstatt etwas Sensibilität gegenüber den Juden in München und den Opfern von damals walten zu lassen, entschieden Sie sich gemeinsam mit Prof. Michael Meyen eine von Einseitigkeit strotzende Hetzveranstaltung gegen den einzigen Jüdischen Staat, gegen Israel, abzuhalten. Ihr Recht auf „Redefreiheit“ über die Gefühle der Opfer und die der Münchner Juden zu stellen, ist unentschuldbar. (Dabei macht es auch keinen Unterschied, dass Prof. Meyen, in der DDR aufgewachsen ist, wo es keine Aufarbeitung der Vergangenheit gab und Hetze gegen Israel an der politischen Tagesordnung stand).

Und selbstverständlich geht es hier nicht um das unbestreitbare Recht, Israel zu kritisieren, doch gibt es einen großen Unterschied zwischen Dämonisierung, Delegitimierung, Doppelstandards und einer sachlichen Kritik. Doch selbst dabei beließen Sie es nicht. Ihre Diffamierungen erreichten ein höchst persönliches Niveau und waren dabei zutiefst antisemitisch verankert.

Bei dieser Veranstaltung haben Sie mich vor dem gesamten Publikum als „eingefleischten rechtsextremistischen-Agitator“ beschimpft. Ich finde es komisch, dass ausgerechnet der einzige erkennbar religiöse und die Kippa tragender Jude im Raum, nämlich ich, von Ihnen beleidigt wurde, obwohl andere Personen im Raum waren, die Sie tatsächlich lautstark angegriffen hatten und Sie gar als „Nazi“, „Goebbels“ und „Judenhasser“ bezeichnet hatten, wobei ich betonen möchte, dass ich keiner von diesen Leuten war!

Auch wenn ich innerlich über Ihren Vortrag kochte, verhielt ich mich zu jedem Zeitpunkt diplomatisch. Das hinderte Sie jedoch nicht daran, Ihre Attacken auf mich alleine zu fokussieren. Soll das ein Zufall oder ein Versehen gewesen sein?

Nein, das war purer Antisemitismus und passte zu der Gesamtausrichtung Ihres Vortrags und Ihrer Haltung!

Sie mögen mir vorwerfen, dass ich eine der Personen war, die zusammen mit jüdischen Organisationen wie dem Verband jüdischer Studenten Bayern (VJSB), der DIG München usw., einen öffentlichen Aufruf zur Absage Ihrer Veranstaltung unterschrieben hatte, damit der 80. Gedenktag an die widerliche Pogromnacht nicht für Israelhass missbraucht würde, doch entschuldigt auch dies nicht Ihre Angriffe gegen mich. So wie Sie das Recht auf „Redefreiheit“ verlangen, so habe ich das Recht, mich gegen Hass und Einseitigkeit zur Wehr zu setzen. Dabei habe ich Sie weder persönlich angegriffen, noch diffamiert!

Wie berechtigt unsere Kritik im Vorfeld war, belegt auch die Teilnahme von bekannten Aktivisten der antisemitischen BDS-Bewegung, wie z.B. der Linksextremist Kerem Schamberger, der wohlgemerkt sogar vom Verfassungsschutz beobachtet wurde, und anderen Befürwortern dieser Bewegung an Ihrer Veranstaltung. Einige werden sogar als Mitorganisatoren aufgeführt, was uns u.a. darin bekräftigt hatte gegen diese Veranstaltung zu protestieren. Zur Erinnerung, die antisemitische BDS-Bewegung fordert einen Boykott jeglicher Waren aus Israel und erinnert daher an die Nazi Rhetorik “Kauft nicht beim Juden“. Deswegen wurde auch von den städtischen Einrichtungen und Organisationen in Frankfurt am Main, Berlin und München eine Zusammenarbeit mit BDS ausgeschlossen.

Am Ende hat das Präsidium der Universität die Veranstaltung im Namen von Pluralismus und Redefreiheit erlaubt und bedauert es bis heute. Viele Leute im Publikum, darunter Uni-Mitarbeiter, waren dabei und verwiesen darauf, dass es eine hasserfüllte, einseitige Hetzveranstaltung voller Verdrehungen und Lügen gegen den Staat Israel und die dort lebenden Juden war.

Zwei namhafte Personen, mit denen ich gesprochen hatte, der Büroleiter des Antisemitismusbeauftragen Dr. Spaenle, Herr Fritz, wie auch Dr. Matthias Fahrmeier von der LMU gaben an, dass alle Versprechen von Prof. Meyen an die Leitung der Universität, von vor der Veranstaltung, gebrochen wurden. Eine politisch-einseitige Veranstaltung wie diese wird nicht mehr in den Räumen der Universität stattfinden. Prof. Meyen wurde wegen Ihrer Worte von der Leitung getadelt.

Die Juden riefen warnend, aber keiner reagierte auf die Warnungen. Die Veranstaltung fand statt und diejenigen, die protestiert hatten, wurden bitter im Stich gelassen. Wie bitter zeigt der Verlauf dieser Veranstaltung.

Herr Zumach, Sie zitierten den unsäglichen „Goldstone-Report“ über den Gaza-Krieg 2009. Sie nutzen den Report, um Israel mutmaßliche Kriegsverbrechen vorzuwerfen. Dabei haben Sie aber gänzlich ausgelassen, dass sich Richter Richard Goldstone zwei Jahre nach dem Report öffentlich dafür entschuldigt hat und diesen als falsch zurückzog! Ist diese Verdrehung der Tatsachen nicht ein Akt von vorsätzlichem Antisemitismus?

Solche Verdrehungen sind reine Hetze. Außerdem meinten Sie auch, dass die israelische Regierung Elemente eines „Apartheidregimes“ gegen die arabische Minderheit in Israel aufweisen würde. Für diese abstruse Aussage lieferten Sie kein einziges Beispiel! Wie auch, sieht es in der Realität doch so aus, dass im demokratisch von allen Staatsbürgern (egal welcher Religion oder Herkunft) gewählten Parlament Israels, der Knesset, mehr als 16 arabische Abgeordnete sind, eine Vielzahl arabischer Offiziere in der israelischen Armee Führungsrollen haben, arabische Ärzte in israelischen Krankenhäusern Seite an Seite mit ihren jüdischen Kollegen arbeiten und arabische Richter an Israels Oberstem Gerichtshof mit über das Land richten. Sie sind volle Staatsbürger Israels mit allen Rechten. Wenn es darum geht, Israel zu diffamieren, scheinen Ihnen alle Mittel „koscher“ zu sein. Mit seriösem Journalismus für eine renommierten Zeitung im demokratischen Deutschland hat das was Sie so von sich geben nichts mehr zu tun!

Was mir während Ihres Auftritts auch auffiel, war Ihre Vorliebe, Juden zu zitieren. Tatsächlich handelt es sich bei den von Ihnen zitierten Personen um marginale Randpersonen der israelischen Demokratie, linksextremistische Stimmen, die keinen nennenswerten Rückhalt irgendeiner Art haben. Bei Personen wie Noam Chomsky, Norman Finkelstein, Moshe Zuckermann, oder Moshe Zimmermann handelt es sich um selbsthassende, anti-zionistische Juden, die dem Staat Israel zumeist das Existenzrecht absprechen, BDS unterstützen und in ihrer Rolle als „Alibi-Juden“ oft von den Feinden des Jüdischen Staates als Kronzeugen angeführt werden. Am besten kann man diese mit einem sehr radikalen Teil der anti-deutschen Szene vergleichen, welche Deutschland weiterhin als einen judenhassenden Nazi-Staat bezeichnet. Ein paar von ihnen haben auch zu einer Wiederbesatzung Deutschlands durch die Alliierten aufgerufen, da Deutschland sich nicht selbst verwalten kann. Einige von ihnen schreiben als Journalisten für die Jungle World und das Vice.

Nie würde ich solche Leute zitieren, da ich weiß, dass Deutschland kein Nazi-Staat ist und ich die Intelligenz der Menschen hier nicht beleidigen möchte. Warum zitieren Sie aber solche extremen, lächerlichen Stimmen, die keiner ernst nimmt Herr Zumach?

Zum Schluss, Herr Zumach, haben Sie auch wiederholt über die „Notwendigkeit“ gewaltfreier Aktionen, wie eines ökonomischen Boykott Israels – BDS – aufgerufen, um so die „Befreiung Palästinas“ durchzusetzen. Doch wie weit her ist es mit Ihrem Sinn für „Gewaltfreiheit“, wenn Sie mit keinem Wort auf die Menschenrechtsverbrechen von Hamas und Fatah an der eigenen Bevölkerung eingehen; wenn Sie mit keinem Wort den täglich gegen Israel gerichteten Terrorismus und die ständigen Raketenangriffe verurteilen; die Finanzierung von Mord und Totschlag in Form von lebenslangen Gehältern für Terroristen erwähnen, geschweige denn Israels legitimes Recht auf Selbstverteidigung, erst recht nachdem man den Gazastreifen schon vor Jahren komplett geräumt hatte?

Herr Zumach, Ihr ganzer Auftritt war gefüllt voller Hass und Hetze, ohne wahre Bezüge zur Realität und voller Lügen.

Mir ist klar, dass Sie diese Dämonisierungskampagne gegen Israel und die dort lebenden Juden, welche um ihr Überleben kämpfen, als Alibi für ihre eigenen antisemitische Grundhaltung nutzen. So verwundert mich auch nicht, dass Sie ihre Hetzkampagne gegen mich persönlich, als offiziellen Vertreter des Staates Israel, richten. Das passt in das Bild des modernen Antisemiten, zumindest wenn man nach den anerkannten Definitionen dessen geht, egal ob nach der von der Bundesregierung anerkannten Definition der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken (IHRA), der EUMC „Arbeitsdefinition Antisemitismus“, der 3-D Definition von Natan Sharansky oder sonstigen anerkannten modernen Definitionen.

In dem Blog Der Semit haben Sie mich als „rechtsextremen RadikalNationalisten“, der die 2000-jährige Besiedlung Samarias und Judäas legitimiert, bezeichnet. Herr Zumach, ein Yonatan Shay kann nachweislich nicht legitimieren, was bereits seit 3000 (sic!) Jahren Realität und Faktum ist! Der Aufbau Jerusalems durch David, die zwei jüdischen Tempel, die Königreiche Juda und Israel, das Hasmonäer Reich, all das ist historisch belegt. In Judäa und Samaria gab es immer Juden, ganz gleich ob vor tausend oder siebzig Jahren, mit Ausnahme der jordanischen Besatzung von 1948-1967, in der das Gebiet genauso „judenrein“ war, wie der Großteil der gesamten arabischen Welt.

Offensichtlich haben Sie kein Problem mit judenfreien arabischen Ländern. Aber die arabische Minderheit in Israel, welche die einzigen 1.5 Millionen Araber im Nahen Osten umfasst, die wahlberechtigt sind, sollen unter einem israelischen „Apartheitsregime“ leben. Ihre Logik, Herr Zumach, ist ziemlich krank.

Mit dieser Aussage offenbaren Sie ganz klar Ihre wahren Absichten, wonach Sie es nicht ertragen können, dass Juden in ihrer historischen Heimat leben können. Dies hat absolut nichts mit dem Staat Israel oder dessen Politik zu tun, sondern mit purem Hass auf Juden.

Wenn ich auf historische Tatsachen verweise, dann bin ich ein rechtsextremer, die Kippa tragender „RadikalNationalist“? Zeigen diese Aussagen nicht eher, dass Sie ein Antisemit sind?

Ich habe im Mai 2016 in einem Artikel für Channel 20 über meine Erfahrungen als Praktikant im Bundestag (bei einer Abgeordneten der Linkspartei!) und als Jude in Berlin geschrieben. Der antisemitische Hass, den ich persönlich erlebt hatte, kam nicht nur von Salafisten und Neonazis, sondern auch von antizionistischen, linksextremistischen Juden und ehemaligen Israelis. Das steht schwarz auf weiß im Artikel und nicht so, wie Sie es formuliert haben, wonach die in Berlin lebenden Israelis angeblich schlimmer wären als Salafisten und Neonazis.

Kann es sein, dass Sie einfach kein Hebräisch können und daher den Artikel gar nicht gelesen, bzw. verstanden haben? Wie dem auch sei, für die taz ist so ein Verhalten ein pures Armutszeugnis! Wissen Sie überhaupt, dass der angeblich rechtsextreme Kanal Channel 20 regelmäßig linken Aktivisten wie Yariv Oppenheimer von Shalom Achschav, Ori Zaki oder mehreren arabischen Abgeordneten, welche Terror gegen Juden gutheißen und Israels jüdischen Charakter bekämpfen, eine Plattform bietet? Ist so ein pluralistischer Kanal etwa für Sie rechtsextrem? Haben Sie ihn überhaupt mal auf Hebräisch geschaut? Diese Lügen entspringen nichts anderem als antisemitischer Hetze.

Zuallerletzt Herr Zumach, gibt es eine weitere große Lüge, die ich gerne aufklären möchte. 2017 habe ich Solidarität mit dem Soldaten Elol Azaria gezeigt, der einen Terroristen, aus meiner Sicht in Notwehr, erschossen hat. Und es stimmt, dass dieser Fall innerhalb der israelischen Gesellschaft stark diskutiert wurde. Im Endeffekt wies die größte Onlineplattform in Israel, Y-Net, durch eine Umfrage auf, dass mehr als 75% der Israelis Elol Azaria für unschuldig hielten. Ist somit die große Mehrheit der Israelis Mordsympathisanten?

Die Sicherheitsbehörden und das Militärgericht in Israel sahen das anders und er wurde wegen Totschlags verurteilt. Als er verurteilt wurde, akzeptierten ich und die große Mehrheit der Israelis dieses Urteil. Zu keinem Zeitpunkt stellte ich das Urteil in Frage und forderte seine Freilassung! Eine jede solche Behauptung ist nachweislich falsch oder haben Sie einen Screenshot von dieser mutmaßlichen Forderung? Bei Gericht werden Sie eben dies beweisen müssen!

Herr Zumach, ich warte schon auf den Anruf von Ihrem Anwalt, genauso wie Sie es immer tun. Wenn Sie mich verklagen wollen, dann machen Sie es, aber hören Sie endlich auf zu drohen und Lügen zu verbreiten! Wie heißt es so schön: „If you want to shoot, shoot, don’t talk!”

Mein Anwalt wartet schon.

Den ganzen Tag hinter der Tastatur zu sitzen, Lügen zu verbreiten und mit Anwälten zu drohen, das kann jeder! Wie ich Ihre Lügen in diesem Brief entlarve, so kann ich das auf jeder Bühne und an jedem Ort tun. Sogar in einer mir fremden Sprache (Deutsch).

Falls Sie den Mumm haben, so treffen Sie mich beim Streitgespräch zum Thema Nahostkonflikt. Nehmen Sie meine Herausforderung an, Herr Journalist?

Mit freundlichen Grüßen,
Yonatan Shay,
Gesandter der Jewish Agency für Israel in Deutschland und Enkelkind von Mosche Sauber, Sonderkommando und Hälftig in Mauthausen, Holocaust-Überlebender und von Lea Sauber, Underground- Kämpferin in Ghetto Budapest, Holocaust-Überlebende, die all ihre Familie verloren haben wegen willkürlichem Judenhass.

(Sämtlicher Inhalt dieses Briefes wurde von der Privatperson Yonatan Shay vorgetragen und nicht im Auftrag der Jewish Agency)

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7 Antworten zu Nehmen Sie meine Herausforderung an, Herr Journalist?

  1. Hans schreibt:

    Herr Shay,
    Ihre ‚Herausforderung‘ macht mir Angst.
    Die Wut und der Hass der aus Ihren Worten spricht nimmt mir jede Hoffnung auf einen halbwegs zivilisierten Dialog.
    Das Sie auch noch mit
    „Gesandter der Jewish Agency für Israel in Deutschland“, der nur als Privatperson schreibt –
    ihren blogpost enden vermischt Ihre Rolle und Ihre Person.

  2. Immer wieder die schwierige Frage: Wie umgehen mit Israel-feindlicher Propaganda? Reagiert man darauf (zumal so ausführlich wie im vorliegenden Fall), wird es aufgewertet. Ignoriert man die polemischen Angriffe gegen den jüdischen Staat, besteht die Gefahr, dass sie sich festsetzen und für wahr gehalten werden, frei nach Goebbels: „Tausendmal wiederholte Lügen werden zu Wahrheiten!“.
    Meine Empfehlung: In der Öffentlichkeit (vor allem in den Medien und im Netz) immer widersprechen, weil das die Meinungsbildung der Leute beeinflussen kann. Insoweit hat Yonathan Shay es richtig gemacht. Allerdings ist der Text deutlich zu lang geraten und für Unbeteiligte stellenweise schwer nachvollziehbar. Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es oft ungleich schwieriger ist, Unwahrheiten zu widerlegen als sie zu äußern.
    Sehr gut dagegen die Aufforderung an den Gegner, sich einer Diskussion zu stellen. Möge sie zustande kommen und einen positiven Verlauf nehmen. Es ist im Fall von BDS-Aktivisten zwar unwahrscheinlich, aber eben nicht ausgeschlossen. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben und mindestens einen Versuch ist die Sache allemal wert.

  3. Lusru schreibt:

    hm, was ist denn das …
    wer redet denn heute wie ein Erbsenzähler von anno dunnemals und auch noch so, dass sogar am Ende des Textes nicht verständlich wurde, was denn der Dichter uns hier sagen will – ausser, dass er stinksauer ist auf den Zumach, aber da hätte ein Satz gereicht.
    Würde gern verstehen, was das Anliegen des Herrn Yonathan ist, ohne 3000 Jahre längst zu Staub zerfallener Geschichte zu bemühen, um das Morgen zu begründen.
    Man sollte vermeiden, dass das Schule und jeder macht.
    Sollte das dennoch Schule machen, könnten irgendwelche RechtsradiDödel ankommen und darauf verweisen, dass ja die Ukraine (und bekanntlich nicht nur die) vor knapp 80 Jahren mal deutsch war und deshalb eventuell in den nächsten 3000 Jahren auch deutsch sein sollte (manche ukrainischen „Freunde“ der deutschen Regierung meinen das sogar heute noch ernst, obwohl doch dort viel mehr und viel länger auch Juden zuHause waren …)
    Es geht einfach nicht, die Gegenwart nach Religionsbüchern und dann noch des Altertums gestalten zu wollen – so kommen die Ausführungen des Herrn Jonathan aber schnell an, bleiben sie unkommentiert
    Evtl. interessiert sich Herr Yonathan mal für die gängigsten mitteleuropäischen Betrachtungsweisen, sie scheinen ihm anhand dieses Textes reichlich unbekannt, dabei will er doch gerade hier etwas erklären …

  4. Dr. David Th. SChiller schreibt:

    Kol ha kavod, Yonatan!

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