US-Politikerin ruft zum Boykott einer politischen Talk-Show auf

Die amerikanische Kongressabgeordnete Rashida Tlaib hat zum Boykott der politischen Talk-Show „Real Time with Bill Maher“ des Senders HBO aufgerufen, weil ihr nicht gefiel, was der Moderator dort gesagt hatte.

„Real Time with Bill Maher“ ist eine Mischung aus Stand Up Comedy und politischer Talk Show und ist für die herbe Kritik in Richtung von Donald Trump bekannt. Der Gastgeber der Show, Bill Maher, ist besonders für seine Dokumentation „Religulous“ bekannt, in der er mit beißendem Spott über diverse Religionen berichtet.

Anfang August 2019 bezeichnete Bill Maher die Kapagne BDS als „bullshit purity test“ („beschissener Reinheitstest“). Er machte auf die Verfolgung und Vertreibung von Juden in mehreren arabischen Ländern aufmerksam und zitierte ein paar Aussagen von Mitgliedern und Unterstützern von BDS, in denen Israels‘ Existenz in Frage gestellt und Juden als geldgierig charakterisiert wurden. Er zitierte ebenfalls die Kongressabgeordnete Ilhan Omar, die einst erklärt hatte, Israel würde die Welt hypnotisieren.

All dies war zu viel für Rashida Tlaib, weshalb sie nun zum Boykott der Show aufruft. Alles nur wegen dieser Szene:

Warum ruft Rashida Tlaib zum Boykott der Show auf? Weil sie weiß, dass die dort angesprochenen Fakten zutreffen und diese schlichten Wahrheiten ihr Narrativ vom bösen Israel in Gefahr bringen.

Es ist spannend zu sehen, wie das Publikum im Studio ungewöhnlich still wird, als Bill Maher die Runde mit dem Fakt der massenhaften Vertreibung und Verfolgung von Juden in arabischen Ländern konfrontiert. Ein großer Teil des Publikums scheint diese Fakten vorher noch nie gehört zu haben. Bill Maher betont:

„Irgendwie wird diese Seite niemals repräsentiert in den amerikanischen Medien. Das finde ich sehr merkwürdig.“

Es ist tatsächlich so. Selbst in der Medienlandschaft des Landes, das als größter Verbündeter des Staates Israels bezeichnet werden darf, finden sich immer wieder eine Menge Auslassungen, die dafür sorgen, dass die Nation Israel als einseitige Verursacherin des Konflikts erscheint. Darauf angesprochen kann Carl Hulse von der New York Times nur spekulieren, dass diese Einseitigkeit vielleicht darauf zurückzuführen sei, dass viele Demokraten verärgert seien über die israelische Regierung und einige ihrer Reden („still very mad“).

Rashida Tlaib bezeichnet Israel als Apartheid-Staat und unterstützt die BDS Kampagne. Sie hat somit ein enormes Interesse daran, dass die Fakten, die Bill Maher präsentiert hat, keine große Öffentlichkeit finden.

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Liebe Leserinnen und Leser von Tapfer im Nirgendwo,

bitte helfen Sie mit, dass die Fakten, die Bill Maher angesprochen hat, gehört werden. Im Folgenden präsentiere ich ein paar Artikel, die auf Tapfer im Nirgendwo erschienen sind. Bitte teilen und verbreiten Sie diese Artikel besonders dort, wo sie von „Israelkritikern“ gelesen werden.

Ich erkenne erfolgreiche Verbreitung meiner Artikel daran, dass ich vermehrt hasserfüllte Mails bekomme und meine Internetseiten massiv gemeldet werden. Bitte sorgt dafür, dass ich besonders viele Meldungen abbekomme. Daran erkenne ich nämlich, dass meine Argumente Wirkung zeigen. Schont mich nicht! 🙂

Setzt dem Aufruf zum Boykott eine bewusste Verbreitung und Vervielfältigung entgegen. Hier beispielhaft ein paar Artikel zum Teilen:

Auszug aus „Eine Marlene Dietrich des Islams“:

„1948 lebten in Marokko 265.000 Juden. Im Jahr 2001 waren es 5.700. 1948 lebten in Tunesien 105.000 Juden. Im Jahr 2001 waren es 1.500. 1948 lebten in Jemen 55.000 Juden. Im Jahr 2001 waren es zweihundert. 1948 lebten in Algerien 140.000 Juden. Im Jahr 2001 waren es null.

Die Länder Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen erklären heute stolz, dass überhaupt keine Juden mehr in ihrem Land leben. Auch die Hamas und die Fatah betonen immer wieder ihre Absicht, keinen Juden in einem möglichen Palästina zu akzeptieren. Vor der Staatsgründung der Bundesrepublik Deutschland gab es diese Absicht auch in Nazi-Deutschland. Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen haben den Traum Hitlers verwirklicht und die Hamas arbeitet daran.“

Auszug aus „BDS – Eine Kampagne des Hasses“:

„In Israel leben 1,7 Millionen Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben. BDS ruft zum Boykott dieser Muslime auf.

In Israel sind Muslime die Nachbarn von Juden. Sie sind ihre Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordnete, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute. All diese Muslime werden von der weltweit agierenden Kampagne des Hasses BDS diskriminiert.“

Auszug aus „Das ist die Hamas“:

„In der Gründungscharta der Hamas heißt es im Artikel 7:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah im Süden des Gazastreifens:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Im April 2018 wurde in Gaza die Hakenkreuzflagge gehisst.“

Auszug aus „Die volle neutrale Einseitigkeit“:

„Wenn es um den Nahostkonflikt geht, wird stets Neutralität angemahnt. Diese Neutralität gibt es jedoch nicht. Der ganze Diskurs ist durchtränkt von Begriffen, die zwar mittlerweile als neutral verstanden werden, aber in Wirklichkeit einseitig gegen Israel Partei ergreifen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar dieser Begriffe.“

Zum Schluss empfehle ich die Texte zum Thema „Apartheid“ von Hillel Neuer, Ari Lesser, Muhammed Zoabi und Mosab Hassan Yousef:

„Wo ist die Apartheid“ von Hillel Neuer
„Israel soll ein Apartheidsstaat sein?“ von Ari Lesser
„Unterstützt Israel“ von Muhammed Zoabi
„Sie schüren die Flammen des Konflikts“ von Mosab Hassan Yousef

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6 Antworten zu US-Politikerin ruft zum Boykott einer politischen Talk-Show auf

  1. Skandal: Antisemitinnen dürfen nicht nach Israel!
    https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/skandal-antisemitinnen-duerfen-nicht-nach-israel/
    +
    Tlaib and Omar share anti-Semitic cartoon depicting themselves being silenced by Trump and Netanyahu
    https://www.dailymail.co.uk/news/article-7369383/Tlaib-Omar-share-anti-Semitic-cartoon-depicting-silenced-Trump-Netanyahu.html
    +
    Verbindungen zu Neonazis, Islamisten – und mit Fördermitteln der Bundesregierung beglückt:
    Wer steckte hinter der geplatzten Israel-Reise antisemitischer US-Abgeordneter?
    https://haolam.de/artikel/Welt/38541/Wer-steckte-hinter-der-geplatzten-IsraelReise-antisemitischer-USAbgeordneter.html

  2. K.Knerzje schreibt:

    Also mich machen Boykottaufrufe in der Regel neugierig!

  3. Tobias Claren schreibt:

    „als Bill Maher die Runde mit dem Fakt der massenhaften Vertreibung und Verfolgung von Juden in arabischen Ländern konfrontiert“

    Und was hat das mit der Bewertung des Handelns Israel zu tun?
    Das ist Whataboutism der Art, dass Israel aus der schlechtbehandlung von Juden in anderen Ländern, Rechte entstehen im eigenen land bzw. Region Menschen arabischer Herkunft schlechter zu behandeln O_o . Das sind nicht mal Länder die etwas miteinander zu tun haben.
    Diese „arabischen Länder“ ist z.B. nicht Palestina.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Im Gazastreifen wurden alle Juden vertrieben.

    • Passant schreibt:

      …im eigenen land bzw. Region Menschen arabischer Herkunft schlechter zu behandeln…

      Es ist immer unterhaltsam zu beobachten, wie manche Hinterwäldler, die anscheinend erst seit gestern Internet nutzen und bislang nichts außer SZ oder Spiegel gelesen haben, sich hierher verirren und in Krokodilstränen theatralisch ausbrechen. Gut, es ist zum Glück gar nicht vorstellbar, dass z.B. Polen, Tschechen oder wer auch immer die Deutschen mit Raketen regelmäßig terrorisieren und dabei offen bestätigen, keinen einzigen Deutschen neben sich dulden zu wollen, während Deutschland sie mit Wasser und vielen anderen Dingen aus humanitären Gründen weiterhin versorgt. Aber melden Sie sich bitte frühestens dann, wenn ein Richter-Araber einen deutschen Präsidenten (diesmal meine ich das auch völkisch) in Deutschland hinter Gittern schicken sollte.

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