Sachsen bestimmen, wer Muslim ist

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) ist die Landesrundfunkanstalt für das Land Sachsen-Anhalt sowie für die Freistaaten Sachsen und Thüringen. Am 5. Oktober 2019 erklärte die Redaktion von MDR AKTUELL:

„Islamisten sind keine Muslime (früher: Moslems). Islamisten nutzen den Islam nicht aus religiösen Gründen, sondern instrumentalisieren ihn für extremistisch-politische Zwecke.“

Jetzt bestimmen also Sachsen, was der wahre Islam ist.

Die deutliche Mehrheit aller Sachsen sind keine Muslime. Es ist nicht die Aufgabe von Nicht-Muslimen zu erklären, was der Islam bedeutet. Muslime müssen das tun!

Wenn im Namen des Islams ein Verbrechen begangen wird, dann braucht es keine Mitteldeutschen, die erklären, was der angeblich wahre Islam bedeutet, ganz so, als sei ein terroristischer Anschlag eine Einladung zum Islamunterricht. Nach religiös motivierten Anschlägen braucht es kritische Analysen, die nicht vor religiösen Gefühlen halt machen.

Wenn ein Terrorist bei der Tat „Allahu Akbar“ ruft, dann muss man das ernst nehmen. Religionen sind Ideologien, in die man hineingeboren wird. Die wenigsten Menschen suchen sich eine Religion aus. Sobald ein Mensch jedoch erwachsen ist, entscheidet er sich frei, ob und wie er in seinem Glauben weiter denken und handeln will.

Es gibt nicht wenige Muslime, die erklären, Islam bedeute Friede, aber es gibt auch Millionen Muslime, die haben sich zu der Überzeugung entschieden, einen Frieden könne es nur im Islam geben und alle, die nicht zum Islam gehören, dürfen um des lieben Friedens Willen verfolgt, unterdrückt und ermordet werden. Zur Zeit vereint keine andere Religion zur so viele Menschen hinter staatlich gefördertem Hass und Intoleranz wie der Islam. In allen Ländern, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft wird, wird dies von islamischen Regierungen vorgeschrieben.

Wenn uns Sachsen nun einreden wollen, Islamisten seien keine Muslime, dann stellen sie sich gegen all die muslimischen Staatsoberhäupter in jenen Ländern, in denen Homosexuelle getötet, Frauen unterdrückt und Juden verfolgt werden. Wissen etwa Sachsen besser was Islam bedeutet als Muslime in islamischen Staaten? Früher nannte man so eine Arroganz westlichen Imperialismus!

Mir ist egal, was der Islam bedeutet. Menschen können glauben, was sie wollen, solange sie mir nicht gefährlich werden. Leider höre ich jedoch immer wieder, dass jene, die Menschen Köpfe abschneiden, Frauen steinigen, Homosexuelle hängen und Juden schlachten, dabei den Namen Allahs rufen und erklären, alles im Namen des Islams zu tun. Nicht wenige Muslime weltweit feiern diese Taten und verteilen Süßigkeiten aus Begeisterung über diese Schändungen. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen diese Muslime, die im Namen Gottes Kriege führen und Menschen morden, schlimmer sein als alle, die den Koran verbrennen.

Der radikale Islam ist ein Problem innerhalb des Islams. Die menschenfeindlichen Interpretationen des Korans und die daraus resultierenden mörderischen Praktiken können daher nur von Muslimen selbst beendet werden. Es ist einzig und allein ihre Verantwortung. Es bringt rein gar nichts, zu sagen, das alles habe nichts mit dem Islam zu tun.

Wer Islamismus und Islam trennen möchte, kann auch gleich versuchen, Alkoholismus von Alkohol zu trennen. So wie ein Alkoholiker bereit sein muss, sein Problem zu erkennen, bevor ihm geholfen werden kann, so muss auch ein Islamist zunächst sein Problem erkennen.

Es wird Zeit, dass der Islam in Frage gestellt wird, wie einst das Christentum in Frage gestellt wurde. Das geht allerdings nur mit Aufklärung, Kritik, Spott und Hohn und sie muss von innen kommen! Was die Welt jetzt braucht sind Mohammed-Karikaturen von Muslimen, die die muslimische Welt in Frage stellen, so wie einst Voltaires Karikaturen die christliche Welt in Aufruhr versetzt haben. Wir brauchen geistige Hämmer, die den Islam zerschlagen, so wie Nietzsche einst auf das Christentum einschlug. Ist das islamophob? War die Aufklärung christophob?

Der Islam muss ebenso heftig durch den Reißwolf der Aufklärung gedreht werden wie das Christentum.

Aufklärung tut weh. Wer jedoch glaubt, er müsse Muslime vor diesen Schmerzen schützen, erklärt damit, Muslime seien schwächer, dümmer oder unfähiger mit Kritik umzugehen als Christen. Wer Muslime schützen möchte vor Kritik, erklärt sie zu geistigen Mündeln, die intellektuell unfähig sind, mit Kritik umzugehen. Das ist jedoch purer Rassismus!

So wie Sachsen für ihre Politik verantworlich sind, sind Muslime für den Islam verantwortlich. Der Satz „Islamisten sind keine Muslime“ ist daher so dämlich wie diese Sätze:

„Nazis waren keine Deutsche.“
„Kreuzritter waren keine Christen.“
„Alkoholiker sind keine Trinker.“

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