Bernd Lucke an Universität Hamburg niedergebrüllt

„Wenn wir es zulassen oder gutheißen, dass Menschen mit Gewalt aus dem Diskurs entfernt werden und mögen ihre Aussagen auch noch so verabscheuenswert sein, glaub‘ mir Gerd, dann sind wir Juden die Nächsten.“

Das sind die Worte meines Gastvaters Jim Davidson. Ich habe ihm einiges zu verdanken. Die Gespräche mit ihm haben mich geprägt. Er ist erfolgreicher Jurist in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er erzählte mir von einer Demonstration der Nationalsozialistischen Partei Amerikas, die im Jahr 1977 in der amerikanischen Kleinstadt Skokie in der Nähe von Chicago stattgefunden hatte. Die Nazis hatten den Ort bewusst ausgesucht, denn dort lebte damals eine sehr große jüdische Gemeinde. Viele hatten den Holocaust überlebt.

Jim hatte damals das Recht der Nazis auf freie Meinung verteidigt, obwohl er Familienmitglieder im Holocaust verloren hatte. Er war fest davon überzeugt, dass das Recht auf freie Meinung höchste Priorität habe, da nicht die abscheuliche Meinung der Nazis das eigentliche Problem gewesen sei, sondern die brutale Unterdrückung aller anderen Meinungen, die die Ideologie der Nazis hätte in Frage stellen können, wären sie nicht verboten gewesen. Jim war der Ansicht, nicht die Meinungsfreiheit habe die Juden entrechtet, sondern die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch die Nazis.

Am 16. Oktober 2019 sollte an der Hamburger Universität eine Vorlesung von Bernd Lucke zur Makroökonomik stattfinden. Da der Professor einst AfD-Mitglied war, fühlten sich mehrere Studentinnen und Studenten berechtigt, die Vorlesung zu stören. Einige riefen „Nazi-Schweine raus aus der Uni!“ Andere brüllten: „Verpiss dich, hau ab!“ Von einem Studenten wurde Bernd Lucke sogar körperlich angegangen. Nachdem Bernd Lucke seinen Platz hinter dem Pult verlassen hatte, nahm er im Plenum Platz. Dort wurde er mit Papierkügelchen beworfen. Die Vorlesung wurde schließlich abgebrochen. Gegen 14 Uhr verließ Bernd Lucke unter Polizeigeleit das Uni-Gelände.

Mit Gewalt wurde an einer deutschen Universität eine Vorlesung verhindert. An einem Ort, wo eigentlich der freie Diskurs gelebt wird, wo sich die Elite der Bildung geistig rüstet, wo die Freiheit der Gedanken lebt, wo kluge Geister streiten, forschen und um Erkenntnis ringen, wo Akademiker und Akademikerinnen daran arbeiten, das Falsche analytisch zu erkennen, wo es keinen Grund gibt, Gedanken zu verbannen, weil dort aufgeklärte Menschen den Mut besitzen, sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines Anderen zu bedienen, ausgerechnet an so einem Ort waren am 16. Oktober 2019 ein paar wenige aber dafür laute Menschen nicht in der Lage, mit der Freiheit der Wissenschaft und Meinung umzugehen.

Was ist los mit diesen Menschen? Muss Bernd Lucke wirklich verbannt werden, weil er mal in der AfD war? Sollen jetzt etwa auch die Schriften von Martin Luther, Friedrich Nietzsche und Mohammed verbannt werden? Was die gesagt haben, ist deutlich schlimmer als alles, was Bernd Lucke jemals von sich gegeben hat.

Mir machen diese Studentinnen und Studenten Angst. Woher soll ich schließlich wissen, dass sie, die heute Bernd Lucke das Recht nehmen, sich am Diskurs zu beteiligen, nicht auch irgendwann mich aus dem Diskurs entfernen, weil sie glauben, ich sei eine Gefahr?

Mein Gastvater hatte Recht. Juden sind immer die Nächsten, wenn nicht sogar die Ersten, die aus einem Diskurs entfernt werden. Am 27. Oktober 2016 wurden Juden aus einer Londoner Universität entfernt, da die Polizei ihre Sicherheit nicht mehr garantieren konnte. Als die Polizei den Tatort des Judenhasses erreichte, zeigte sich ihnen eine schreckliche Szene:

Die rund fünfundzwanzig Studentinnen und Studenten des angegriffenen Vortrags hatten sich gemeinsam mit ihrem Dozenten Hen Mazzig in einem kleinen Raum eingeschlossen, während sich draußen der gewalttätige Mob formierte. Als es einigen Menschen im Mob gelang, ein Fenster gewaltsam zu öffnen, war der Polizei klar, dass die Gewalt explodierte. Da jedoch nur rund zwanzig Polizeibeamte anwesend waren und der Mob zu groß war, konnte nicht gegen die Aggressoren vorgegangen werden. Stattdessen wurden die Angegriffenen aus der Universität entfernt. Als Hen Mazzig mit den Studentinnen und Studenten die Universität verlassen musste, waren sie gezwungen, durch eine lange Gasse von hasserfüllten Menschen zu gehen, die auf sie einbrüllten: „Schämt Euch!“

Hen Mazzig ist Jude, Israeli und schwul, drei Eigenschaften, die sowohl von der Hamas als auch der Fatah verfolgt werden! Die Verantwortlichen der palästinensischen Bewegung machen keinen Hehl daraus, dass „Free, Free Palestine“ nichts anderes bedeutet als: Tötet die Juden, vernichtet Israel und richtet die Homosexuellen hin. Immer wieder bricht sich dieser Hass Bahn.

Vor ein paar Jahren wurden Musiker in der Royal Albert Hall in London niedergebrüllt, weil sie Israelis waren:

Israelis werden aus Hörsälen vertrieben und niedergebrüllt:

Konzerte werden gestört, weil die Musiker Israelis sind:

Unter „Allahu Akbar“-Rufen werden Künstler wie Lars Vilks in Hörsälen attackiert:

Für Juden und Israelis sind Universitäten, Konzertsäle und Vortragsräume in Europa und Amerika mittlerweile zu Kriegszonen geworden. Sie werden sogar von der Polizei entfernt, weil die Sicherheitsorgane nicht mehr ihre Sicherheit garantieren können.

Was treibt die Studenten an, die Freiheit der Lehre zu attackieren?

Hochmut und Überheblichkeit treiben sie dazu an! Sie glauben, anderen vorschreiben zu müssen, was sie hören dürfen. „Wehret den Anfängen“ brüllen sie dabei selbstergriffen und „Nazis raus“. Sie bemerken dabei gar nicht, dass sie sich selbst wie Nazis benehmen. Die Anfänge, die sie meinen, sind jedoch nichts anderes als die Anfänge einer Zukunft, die sie selbst konstruieren. Sie nehmen andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung aus Angst. Genau das ist die Wurzeln totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als vermeintlichen Präventivschlag ermöglicht.

Es ist doch bezeichnend, dass sämtliche Aggressoren, die heute andere Menschen niederbrüllen, dabei erklären, die Menschen, die sie angreifen, seien Nazis, selbst wenn sie Juden sind. Sie unterstellen ihren Gegner gewalttätig zu sein, um damit die eigene Gewalt zu rechtfertigen. Für diese Schreihälse ist der Begriff „Nazi“ nur noch eine Beleidigung, die beliebig gebrüllt wird, sobald einem Gegner Gewalt angetan oder ihm wenigstens das Reden verboten werden soll. Dass sie dabei die wahren Nazis verharmlosen, Juden beleidigen und den Holocaust relativieren, ist ihnen egal. Sie fühlen sich moralisch erhaben.

Alles Nazis außer wir!

Es ist an Gerichten, darüber zu entscheiden, ob ein Mensch ein Nazi ist und somit ein Verfassungsfeind, der bestraft gehört. Es ist nicht die Aufgabe eines aufgebrachten Mobs für Ordnung zu sorgen. Wer schreit, hat nicht unbedingt Recht. Brüllen ist Gewalt!

Selbst wenn man die Gedanken eines Menschen verabscheut, wo, wenn nicht an einer Universität, sollte man die Möglichkeit haben, seine Gegner kennenzulernen? Kenne Deinen Gegner. Studiere ihn!

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25 Antworten zu Bernd Lucke an Universität Hamburg niedergebrüllt

  1. Bernhard Kaiser schreibt:

    Diese elendigen Fanatiker „linker“ und muslimischer Couleur sind das größte Übel dieser Welt !!

  2. Rainer Möller schreibt:

    Lieber Herr Buurmann,
    mit den Nazis in Skokie liegen Sie nicht ganz richtig. Die Nazis wollten ursprünglich, wie schon zuvor, in einem Park nahe bei ihrem Zentrum demonstrieren. Als ihnen das von der Stadtverwaltung verboten wurde, meldeten sie als Gegenmaßnahme Demonstrationen in einer großen Zahl verschiedener Stadtteile an.
    Skokie wurde dann für die Verbotsklage ausgewählt, weil Skokie die meisten jüdischen Einwohner – und daher die besten Erfolgschancen für die Verbotsklage – hatte.
    Aber Sie haben natürlich Recht: Die sehr stark jüdisch geprägte ACLU hat sich damals vorbildlich und uneigennützig für das Demonstrationsrecht in die Bresche geworfen (um den Preis, ein Drittel ihrer Mitglieder zu verlieren). Übrigens: Am Schluss erreichten die Nazis das bescheidene Ziel, das sie angestrebt hatten: die Demonstration im nahe gelegenen Park.

  3. petraristow schreibt:

    Lucke ist kein Jude. Punkt.
    Die komplette Argumentation ist obsolet.

  4. pieter zandstra schreibt:

    1.Korinther 3
    19Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben: „Die Weisen erhascht er in ihrer Klugheit.“ 20Und abermals: „Der HERR weiß der Weisen Gedanken, daß sie eitel sind.“…

    Hiob 5:13
    er fängt die Weisen in ihrer Listigkeit und stürzt der Verkehrten Rat,

    Sprueche 14:8
    Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seinen Weg merkt; aber der Narren Torheit ist eitel Trug.

    Sprueche 21:30
    Es hilft keine Weisheit, kein Verstand, kein Rat wider den HERRN.

    1.Korinther 1:20
    Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?

    1.Korinther 4:6
    Solches aber, liebe Brüder, habe ich auf mich und Apollos gedeutet um euretwillen, daß ihr an uns lernet, daß niemand höher von sich halte, denn geschrieben ist, auf daß sich nicht einer wider den andern um jemandes willen aufblase.

    Epheser 4:14
    auf daß wir nicht mehr Kinder seien und uns bewegen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menschen und Täuscherei, womit sie uns erschleichen, uns zu verführen.

    Jakobus 3:15
    Das ist nicht die Weisheit, die von obenherab kommt, sondern irdisch, menschlich und teuflisch.
    Rekurs
    Mit de zustanden dieser Welt in Allen Bereiche wird deutlich das wir uns Inder Wüste befinden wie Damals Israel aber Gott ist Langmut und Gnädig. Kehret um zu Ihm. Er wird dich Trösten.

  5. ulv hjort schreibt:

    Warum nur erinnern mich solche aktionen immer an die Weimarer Republik ? Warum nur , ich komm nicht drauf … Diese primitivitæt , schlagworte , unfæhig zum zuhøren , diese arroganz zu behaupten ,wir haben das recht und die wahrheit fuer uns alleine gepachtet … Mich kotzt das alles nur noch an . —Wieso eigentlich „wir Juden werden die ersten sein „? Wieso -werden -? Sie sinds doch schon wieder ! Schaut euch doch um in eurem tollen Deutschland ! Sie stehen doch schon auf der abschussliste , und nicht erst seit Halle …

  6. A.S. schreibt:

    DIese Typen benehmen sich nicht nur wie Nazis, sie sind Nazis. Noch scheinen die Feindbilder ausgetauscht, aber die Fassade bröckelt längst.
    Der linke Antisemitismus ist längst bekannt obwohl er sich hinter „Pro Palästina“ zu verbergen sucht. Dass das ein Feigenblatt ist erkennt man daran, dass sich kein einziger „Pro Palästina“ Antisemit für die Palästinenser außerhalb von israelischem Einflussgebiet interessiert.
    Die Amerikafeindlichkeit ist wieder ganz offen da, „perfides Albion“ kann man auf allen Kanälen hören, die Ostländern werden noch nicht offen als „Untermenschen“ tituliert, aber schon als moralisch minderwertige Menschen dargestellt denen der helldeutsche Herrenmensch den Weg weisern muss.
    Anspruch auf die Länderreien unserer östlichen Nachbarn erheben Linke seit 2015 ganz offen und würden am liebsten gleich die dortigen Regierungen selber einsetzen.

    Es brauch nicht viel Phantasie um zu wissen, was passieren würde wenn sich diese SA-Typen durchsetzen würden. Zur Erinnerung: Das dritte Reich hat nicht mit Vernichtung angefangen, sondern mit Straßenschlägern, die Andersdenkenden ihre Rechte verweigern wollten.

  7. Bernd L. Mueller schreibt:

    Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den Mordtaten 9/11 – 2001 in den USA durch Mohammed Atta mit seinen 4 mörderischen Schergen und den gewalttätigen Protesten des AStA mit Studenten.

    Mohammed Atta studierte in Hamburg von 1992 bis 2001, gepampert mit allen Privilegien die Studenten kostenfrei erhalten, einschl. eigenem Gebetsraum ( ! ) .

    Aber perfide ist es doch dass die unrühmliche Vergangenheit von Hamburger Unis so schnell in Vergessenheit geraten ist.

    “ ….das Thema interessiert hier niemanden mehr “ meint die Pressesprecherin der TU Hamburg-Harburg. Diese Aussage muss man sich mal reinziehen !!!!

    Und das sieht man an den gewalttätigen Protesten der Studenten mit AStA einschl. Antifa, und besonders u n r ü h m l i c h die lauwarmen Erklärungen vom Uni – Präsidenten und der Wissenschafts-Senatorin am Prof. Lucke.

    Wo fängt Terror an, wo hört er auf ? Das diskutieren wir doch aktuell wg. Morde in Deutschland , quer durch alle Medien. Wo ist Schuldbewusstsein der Hamburger Verantwortlichen gegen jedwede Gewalt von Menschen ?

  8. bm98600 schreibt:

    Herr Lucke, was hat der überhaupt jemals Schlechtes gesagt?
    Er wurde schon , als er Kritik am Eurofinanzsystem äusserte , versucht, in die rechtsextreme Ecke zu drängen, und zwar von den etablierten Politikern.
    Das war schon damals Futter für die hasserfüllten Nichtsnutze von Antifa.
    Davon spricht niemand, wenn man der AfD die Schuld an der „Spaltung des Landes“ vorwirft.

  9. SPDdlerin in einer alten Doku:
    Die,die vorher Kommunisten waren-waren später die schlimmsten Nazis…

    • wayakauri schreibt:

      Das mag auf einige zutreffen, aber man sollte schon wissen, dass Kommunisten von den Nazis verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet wurden. Ebenso erging es Gewerkschaftern und anderen, links stehenden Gegnern der Nazis.

      Da viele „alte SPDler“ ebenso antikommunistisch waren und sind, wie es in diesem Land eben so üblich ist, sollte man sich auf deren Ansichten über das Thema nicht blind verlassen.

  10. Georg B. Mrozek schreibt:

    Studierende als die kommende Elite für ein Land zu betrachten, entspringt wohl dem uralten Ideal des Bildungsbürgertums, ist aber seit vielen Jahrzehnten nicht mehr der Fall. Dennoch verharrt dieses Bild als eine Art „positives Vorurteil“ in vielen Köpfen, was auch prima zeigt, wie hartnäckig Vorurteile, gleich welcher Art, sich grundsätzlich in die Gehirne sogar mehrerer Generationen festsetzen kann. Die Eliten Deutschlands schicken ihre Kinder längst auf ausländische Universitäten – unter anderen ist Hamburg bis auf wenige technische Fakultäten, deren Studierende beim Lucke-Protest wahrscheinlich gar nicht anwesend waren, eher eine Kaderschmiede für angehende NGO-Funktionäre oder dient als ein dreijähriges Selbstfindungsseminar quasi als eine Große-Kinder-Verwahrstation 😉

    • andi0077 schreibt:

      Ich muss das jetzt hier einwerfen.
      Es heißt: Studenten
      Bitte nicht bei der Sprach Verhunzung mitmachen.
      Ich lasse mir z.B. von Niemandem die Sprache vorschreiben.
      Es heißt Studenten und als E-Mail Antwort benutze ich das generische Maskulinum „Sehr geehrter Absender“
      Wer damit emotional nicht klar kommt, sein Problem.
      Man muss nicht immer überall nachgeben.

  11. AddiB schreibt:

    Bernd Lucke war nicht nur „mal in der AfD“, er hat sie gegründet. Ist aber kein Grund, ihn „mit Papierkügelchen“ zu bewerfen. Das wiederum ist kein Grund, die Studenten als „Schande für Deutschland“ zu bezeichnen oder deren böse Aktion als „Verhalten wie die Nazis“ zu brandmarken.
    Das ist Verharmlosung der Taten der Nazis. Genau so unmöglich wie der Vergleich der Aktion mit den Hass-Attacken gegen jüdische Studenten. So lenkt man ab von den wichtigen Problemen. Und bedient die Heuchler.

    • bm98600 schreibt:

      Der Zusammenhang ist der, dass die Nazis ebenfalls andere Meinungen unterdrückten. ( Wie diese überall auffalenden Agitatoren mit aller Macht versuchen, auch mit Gewalt)
      So gesehen ist der Vorwurf gerechtfertigt. Zudem haben sie nicht nur einen ehrenwerten Bürger und Dozenten mit Papierkügelchen beworfen, sondern Als „Nazi-Schwein“ bezeichnet.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Wenn Menschen aufgrund ihrer politischen Einstellung sabotiert und mundtot gemacht werden sollen, dann ist genau DAS totalitär. DAS ist lupenreiner Faschismus! Es fängt immer mit EINER einzigen unterdrückten Meinung an – und endet in Gaskammern und Erschießungskommandos.

      Ich muss Bernd Luckes Meinung nicht teilen – aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass er sie äußern darf. Meinungsfreiheit ist die Mutter aller Freiheit. Wer diskutieren will, sollte an einer Universität willkommen sein – wer diktieren will, gehört im hohen Bogen rausgeschmissen! Diese Brüllaffen sind ein erbärmlicher Haufen.

      Das typische Argument, es würde den Faschos in die Hände spielen, wenn man ihnen Raum zum reden gibt, ist eine glatte Lüge! Die Wahrheit ist: Es spielt den Faschos in die Hände, selbst Fascho-Methoden anzuwenden und ihnen das reden zu verbieten.

      Wohin hat euer infantiles „Zeichen setzen“ hingeführt? In den USA ist Trump Präsident. Und hierzulande ist die AfD nun in allen Parlamenten vertreten. Und ihr habt noch immer nichts gelernt?

      Nicht mal die ultralinke TAZ steht noch auf eurer Seite. Und das will schon was heißen. Siehe: https://taz.de/Bernd-Lucke-an-der-Uni-Hamburg/!5631576

      Hört endlich auf zu pöbeln – fangt an zu diskutieren! Oder macht weiter so und gewöhnt euch daran, dass die „Rechten“ sich dauerhaft etablieren.

  12. Michaela Lusru schreibt:

    Bingo, Gerd Buurmann:

    „Wehret den Anfängen“ brüllen sie dabei selbstergriffen und „Nazis raus“. Sie bemerken dabei gar nicht, dass sie sich selbst wie Nazis benehmen. <

    Es ist wohl diese Lage, die wieder Gesellschaft spaltet und – wie immer – zuerst die Minderen darunterleiden lässt, denen zuvor ausreichend Öffentlichkeit verwehrt oder diese glatt vergessen wurde.
    Allerdings nein, es sollte nie (wieder) die Sache von Gerichten sein, zu entscheiden (statt festzustellen), WAS ein Nazi ist, denn das ist nicht die Frage, die die Gesellschaft und damit die Gerichte treibt.
    Vielmehr sollte es sehr wohl Sache von Gerichten sein, festzustellen, WAS und damit WER der Gesellschaft schadet, das ist deren originärer Auftrag, und das müssen nicht immer die sein, die nationale Vorstellungen herumtragen, sofern das Totalitäre / Extreme dabei nicht vorweg steht, auch andere sich genau betrachtet weit totalitärer sich gebärdende Unverbesserliche und Leichtfertige, die öffentlich Andersdenkende „bis auf das Messer bekämpfen wollen“ und damit ebenfalls extrem Hass in die Gesellschaft tragen, können so der Gesellschaft extrem schaden und die Hassspiralen in Schwung setzen.

    Aber das hier, Gerd Buurmann, ist blankes Gold des Geistes, der Analyse, des Charakters, der Weisheit, Tugend und Strategie:

    „Wenn wir es zulassen oder gutheißen, dass Menschen mit Gewalt aus dem Diskurs entfernt werden und mögen ihre Aussagen auch noch so verabscheuenswert sein, glaub‘ mir Gerd, dann sind wir Juden die Nächsten.“ – Das sind die Worte meines Gastvaters Jim Davidson. <

    Ja, wie kann man das nur möglichst vielen derzeitigen politischen Verantwortungsträgern, selbsternannten Meinungsbildnern und deren gedankenlosen Nachschwätzern nicht als verbalen Nachtisch sondern als zuförderst zu konsumierende geistige Hauptmahlzeit zum Denken vorsetzen?
    Ich bewundere die Weitsicht und Klugheit und die davon gespeiste Konsequenz deines Gastvaters Jim Davidson bei der Verteidigung des offenen Diskurses ohne diesen als Anwurf zu verstehen.

  13. caruso schreibt:

    Ich kann solche Leute wie diese Studenten nicht ausstehen. Sie sind eingebildet und anmaßend. Sie meinen, sie hätten alle Weisheit der Welt für sich gepachtet, so können sie alle Menschen, alle Geschehnisse beurteilen. Genau das zeigt, wie dumm sie sind. Brüllen muß nur der, der keine Argumente hat. Wer weiß, wer begreift worum es geht, der steht über die Sache und kann mit einigen wohlgesetzten Worten / Sätzen den Gegner / Feind außer Gefecht setzten. Diese Studenten verhalten sich wie die Nazis, die sie angeblich so verabscheuen. Wer bei Verstand ist verhält sich nicht so wie der angeblich so Verhaßte. Diese Studenten sollten zuerst in ihren eigenen Köpfen Ordnung machen. Dann erst mitreden. Denn dann brauchen sie nicht zu brüllen wie wilde Tiere. —–
    Danke, lieber Gerd, für Deine klaren Worte!!
    lg
    caruso
    die urzeitliche Hexe

    • Michaela Lusru schreibt:

      Hi Caruso, von welchen „Studenten“ reden Sie da, ich kann da keine erkennen, und die offensichtlich geistig unreifen Pöbler wollen Sie doch nicht etwa „Studierende“ (!!) nennen, da waren doch offensichtlich Leute nicht lange genug in ausreichenden Kinderstuben oder auf der Weide des gesellschaftlichen Denkens.
      Nein, keine Studenten, höchstens „sich Eintragende“ soziale wie politische totalitaristische Dödel.

      • Rita Bremm schreibt:

        Alleine dieses unsäglche Wort „Studierende “ nervt, es sind und bleiben Studenten, heden Geschlechts. Mit der kritiklosen Übernahme solcher Ideologie verseuchter Wortänderungen fängt es an, dass mir was aufgedrückt werden soll was ich als falsch empfinde.

  14. Eitan Einoch schreibt:

    Diese Studenten sind eine Schande für Deutschland. Spätestens seit Herberts Reichsparteitag ist es aber kein Geheimnis, dass Bessermenschen diktieren, nicht diskutieren wollen.

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