Facebook sperrt Arye Sharuz Shalicar

„Ich finde es echt erbärmlich wie die Palästinenser jede Ungerechtigkeit auf der Welt sofort für ihre Propaganda ausnutzen. Sie sind nicht bereit sich weiter zu entwickeln. Ein Grossteil ihres Einsatzes beruht auf Hass, Lügen und Terror.

Dann werden sie nicht weiter kommen und nach wie vor die Opferrolle vortäuschen, um Gelder geschenkt zu bekommen.“

Diese Sätze veröffentliche Arye Sharuz Shalicar am 5. Juni 2020 auf seiner Facebook-Seite. Shalicar hat den Offiziersrang eines Majors bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften, war als Hip-Hop-Musiker unterwegs und ist Politologe, Publizist und Buchautor. Für den oben zitierten Satz wurde er nun von Facebook für sieben Tage gesperrt. Der Vorwurf lautet: Hassrede.

Was Facebook hier veranstaltet, ist keine Seltenheit. Das Netzwerk sperrte Nutzer schon öfter aus nichtigen Gründen, während Beiträge, die unverhohlen und offen Hass predigen, nicht gelöscht wurden. Ich wurde schon drei Mal gesperrt.

Mein Account wurde mehrmals ohne Angaben von Gründen gesperrt und erst nach juristischer Hilfe wieder freigeschaltet. Bei allen Sperrungen erklärten manche Personen öffentlich ihre Freude darüber. Sie hatten im Vorfeld sogar dazu aufgerufen, die Sperrungen der Accounts durch massenhaftes Melden der Beiträge zu erwirken.

Immer wieder führt ein Meldemob einen Zermürbungskrieg gegen Menschen, die bedroht werden. Eine wichtige Waffe im Kampf gegen diese Gewalt ist das freie Wort und die Möglichkeit, diese Worte zu veröffentlichen. Ein Meldemob tut daher alles, seinen Gegnern diese Waffe zu entreißen. Leider erweisen sich Twitter, Facebook und YouTube oft als willige Vollstrecker dieses Mobs.

Es wurden schon viele Menschen, die sich brutaler Gewalt ausgesetzt sehen, von diesen Netzwerken temporär entwaffnet, zum Beispiel Hamed Abdel-Samad, Amed Sherwan und Seyran Ateş.

Jetzt wurde auch Arye Sharuz Shalicar temporär dieser wichtigen digitalen Selbstverteidigungswaffe beraubt.

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke („Gehirne am Strand“), sowie Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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