Eine kleine Frage

Vor ein paar Tagen stellte Malca Goldstein-Wolf folgende Frage: „Wann hat eigentlich das letzte Mal ein Jude einen Muslim krankenhausreif geschlagen, nur weil er Muslim ist?“

Sie stellte die Frage, nachdem in Hamburg ein 60-jähriger Jude von einem 16-jährigen Jungen zusammengeschlagen worden war. Ein paar Tage zuvor war in ihrer Heimat Köln ein 18-jähriger Jude von einer Gruppe junger Menschen verprügelt und in Hagen ein Anschlag eines 16-jährigen Jungen auf eine Synagoge vereitelt worden. Die Ermittlungen zeigten später: Die Täter in Köln haben teilweise türkische Wurzeln und die Täter von Hagen und Hamburg haben syrische Wurzeln. Alle Täter waren jünger als zwanzig Jahre. Was hat sie so brutalisiert?

Es ist die Erziehung!

Der Hass gegen Juden wird in der muslimischen Welt heute so brutal und offen propagiert wie in Deutschland in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Kinder und Jugendliche werden zum Hass auf Juden erzogen. Das lustige Hamas-Häschen Assud ruft Kinder zum Krieg gegen Juden auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten.

Die Hamas Maus stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wird gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Die Serie lief zur besten Sendezeit im Feiertagsprogramm.

In der muslimischen Welt wird im Fernsehen, auf Plätzen, in Stadien und in Moscheen zur Vernichtung aller Juden aufgerufen. Juden werden als Ungeziefer und Bakterien bezeichnet, deren Kehlen durchgeschnitten und Familien ermordet gehören. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 sprach der libanesischer Minister, Wiam Wahhab, am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Am 9 Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Dieser ganze Hass ist mittlerweile ebenfalls auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken zu finden. Dort rufen junge Menschen massenhaft im vermeintlichen Namen Allahs und des Korans zum Hass gegen Juden auf. Sie schreiben: „Juden ins Gas“, „Hitler hat es richtig gemacht“ und „Tötet die Juden!“

Es ist genau dieser Hass, der dazu führte, dass ein wütender Mob auf offener Straße in Berlin brüllte: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“

Das Video mit dem Ruf „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ stammt aus dem Jahr 2014. In genau diesem Jahr nahm Nemi El-Hassan an der judenfeindlichen Demonstration in Deutschland teil. Sieben Jahre später wäre sie beinahe vom WDR zur Moderatorin der Wissenschaftssendung „Quarks“ gemacht worden, hätte es nicht einige Beschwerden über diese Besetzung gegeben. Schließlich entschied sich der WDR dagegen, sie als Moderatorin einzustellen. Im Rahmen der Debatte um ihre Teilnahme distanzierte sich Nemi El-Hassan gegenüber dem SPIEGEL von ihrer Teilnahme an der Demonstration im Jahr 2014 und erklärte:

„Jetzt, wo ich diese Zeit meines Lebens reflektiere, kann ich nicht ausschließen, Dinge gesagt zu haben, die antizionistisch sind und Israelfeindlichkeit bedienen. All das tut mir sehr leid. Ich schäme mich für diese Zeit.“

Der Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus in Baden-Württemberg, Michael Blume, erklärte daraufhin, Antisemitismus sei kein Schicksal und sprach sich als jemand, der über Identitätsbildung gearbeitet habe, für Nemi El-Hassans Chance aus, beim WDR zu arbeiten, da er ihr ihre Wende abnehme.

Es ist nur sehr schwer vorstellbar, dass Michael Blume ebenso milde geurteilt hätte, wenn sie an einer rechtsradikalen Demonstration teilgenommen hätte.

Eben dieser Michael Blume, der so nachsichtig ist mit Nemi El-Hassan, veröffentlichte am 16. März 2019 einen Artikel unter dem Titel: „Eichmann, Breivik, Spencer und der Terrorangriff von Christchurch – Der Ethnonationalismus als Verbindung aus Antisemitismus und Rassismus“. In diesem Artikel kritisiert er scharf Malca Goldstein-Wolf und warf ihr vor, Online-Hass zu verbreiten.

So unterschiedlich kann der Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus über Menschen urteilen. Einer Muslimin, die sich judenfeindlich betätigt hat, begegnet er mit Milde, einer Jüdin jedoch, die Judenhass in allen Erscheinungsformen deutlich bekämpft, begegnet er mit Härte und Verdammung.

Womit wir wieder bei der kleinen Frage von Malca Goldstein-Wolf sind: „Wann hat eigentlich das letzte Mal ein Jude einen Muslim krankenhausreif geschlagen, nur weil er Muslim ist?“

Die Antwort ist: Nie! Dafür kommt es seit Jahrzehnten immer wieder zu teilweise mörderischen Angriffen auf Juden, ausgeführt von Muslimen, die glauben, dadurch ihrem Gott zu gefallen und ihrem Glauben zu dienen.

Am 23. März 2018 wurde die Holocaust-Überlebende Mireille Knoll in Paris mit Messerstichen brutal abgeschlachtet und dann verbrannt. Das Wort „Holocaust“ kommt aus dem Altgriechischen (ὁλόκαυστος / holókaustos) und bedeutet: „Vollständig verbrannt“. Mireille Knoll überlebte den Holocaust, aber im Jahr 2018 wurde sie verbrannt, weil sie Jüdin war.

In der Nacht zum 4. April 2017 wurde ebenfalls in Paris die 66-jährige Jüdin Sarah Lucy Halimi von einem 27-jährigen Mann schlafend in ihrem Bett mit diversen Messerstichen gemeuchelt und dann vom Balkon ihrer Wohnung auf die Straße geworfen. Der Täter schrie während der Tat „Allahu Akbar!“ Im späteren Verhör erklärte der Täter, der Koran habe ihm den Auftrag gegeben und er habe ganz bewusst die Frau getötet.

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo im Januar 2015 in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Menschen getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: “Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Der Mörder glaubte, es im Namen Allahs zu tun. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen. Die Täter glaubten, damit dem Propheten zu gefallen.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem Mann niedergeschossen, der sich als Kämpfer des Islams verstand. Drei der Opfer waren Kinder.

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er wurde nackt auszogen, gefesselt und mit Messerstichen verletzt. Auf seinem Gesicht und an seinem Körper wurden Zigaretten ausgedrückt und er wurde mit brennbaren Flüssigkeiten übergossen und angezündet. Ihm wurde ein Ohr und ein Zeh abgetrennt. Am 13. Februar 2006 wurde Halimi in der Nähe einer Eisenbahnstrecke in einem Pariser Vorort gefunden. Er war nackt und mit Handschellen an einen Baum gefesselt. Seine Haut war zu achtzig Prozent mit Säure verätzt. Holocaust bedeutet „vollständig verbrannt“. Auf dem Weg zum Krankenhaus erlag Halimi seinen schweren Verletzungen.

All diese Anschläge wurden von Muslimen verübt.

Am 9. Oktober 2919 versuchte ein rechtsextremer Mann mit Waffengewalt in die Synagoge einzudringen um dort ein Massaker anzurichten. Da es ihm misslang in die Synagoge einzudringen, erschoss er vor dem Gebäude eine Passantin und kurz darauf einen Gast in einer Döner-Imbiss.

In einem Video gab der Mörder das Motiv für seinen Anschlag an. Er behauptete, der Feminismus führe dazu, das weniger deutsche Kinder geboren werden und der Kindermangel solle durch durch eine Masseneinwanderung kompensiert werden. Hinter diesem bösartigen Plan, so erklärte es der Mörder, solle „der Jude“ als Strippenzieher stehen.

Der Mörder bediente damit den klassischen Antisemitismus, der die Moderne verabscheut und „den Juden“ zum allgemeinen Sündenbock für so ziemlich alles erklärt, was in der eigenen kranken Welt schief läuft. Für Judenhasser dieser Art sind Juden gleichermaßen am Kommunismus und am Kapitalismus schuld.

Dieser Judenhass hat in Deutschland eine lange Geschichte. Er findet sich bei christlichen Theologen des 16. Jahrhunderts wie Martin Luther, bei linken Politikern des 19. Jahrhunderts wie Wilhelm Marr und bei rechten Großmüttern des 21. Jahrhunderts wie Ursula Haverbeck. Ob nun Komponisten wie Bach oder Schriftsteller wie Goethe, ob nun in Opern von Wagner oder in Raptexten von Haftbefehl, der Judenhass zieht sich durch die deutsche Kultur.

Heute haben wir gelernt, diesen Judenhass zu erkennen und zu bekämpfen. Die Deutschen von heute haben keine Angst mehr davor, rechtsradikale Täter zu kritisieren. Bei den Tätern in Halle, Hamburg und Köln aber schweigen viele Deutsche. Sie schweigen heute so wie ihre Vorfahren zu den judenfeindlichen Taten der Nationalsozialisten geschwiegen haben, wenn sie sie nicht sogar selbst begangen hatten.

Heute ist es nicht mehr der Nationalsozialismus, der Menschen ins Schweigen versetzt. Es ist der Nationalislamismus. Heute haben viele Menschen Angst vor diesen Tätern, vor ihrer Ideologie und ihren Anschlägen und vor den Reaktionen, wenn sie die Täter beim Namen nennen. Sie fürchten, selbst zu Hassenden erklärt zu werden, wenn sie den Hass benennen und ihn bekämpfen. Sie haben Angst, diffamiert und dämonisiert zu werden. Darum schweigen sie.

Die Nationalsozialisten glaubten, es wäre ihre Aufgabe als anständige Deutsche, die Welt vom Judentum zu befreien. Heute glauben Nationalislamisten Juden seien die Geißel der Menschheit und sie begehen ihre Taten in dem Glauben, als gute Muslime zu handeln. Natürlich waren damals nicht alle Deutsche böse, vielleicht war sogar die Mehrheit gut, aber sie schwieg. So ist es heute auch wieder. Der Mehrheit schweigt. Dabei sind die Mörder mitten unter uns. Albert Einstein hat einmal gesagt:

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

***

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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2 Antworten zu Eine kleine Frage

  1. nouseforislam schreibt:

    Unter einer zu erwartenden Regierung unter rotgrüner Ägide wird das Narrativ des per sé juden- und Israelfreundlichen Moslems noch verstärkt und gefördert. Man darf zwar allen Biodeutschen unterstellen, sie seien „strukturelle Rassisten“, aber Muslimen z. B. zu unterstellen, sie seien strukturelle Antisemiten, erfüllt wahrscheinlich bald den Tatbestand der Volksverhetzung. Bedauerlicherweise ist der Zentralrat der Juden in den letzten Jahren zu einer Ansammlung von rückgratlosen Gesellen geschrumpft, die bei jeder von Haltung getriebenen Aktion unserer Regierung begeistert jubeln, vor allem wenn es um den „Kampf gegen Rechts“ geht. Zugleich wird sich bemüht, dass Paradoxon einer wachsenden Muslimisierung Deutschlands bei gleichzeitigem Schutz der hiesigen Juden am Leben zu erhalten, indem man bunte Wolkenkuckucksheime beschwört. Die Juden befinden sich in fast der gleichen Situation wie viele Schwule und Lesben, die sich immer häufiger muslimischer Aggressionen ausgesetzt sehen, deren Verbände aber einfach wegsehen, weil sie mit dem Virus der linksrotgrünen, diversen Multikultiagenda infiziert sind. s geht unseren Verantwortlichen einfach nicht in den Kopf, dass bestimmte Strukturen der westlichen und der islamischen Zivilisation einfach nicht kompatibel sind. Diese Haltung wird uns noch kaputtmachen.

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  2. Wissen sie seit wann man Moslems Muslime nennt?Seitdem es Hardliner gefordert haben!Niemals habe ich gehört das ein Moslem sich früher Muslim nannte.

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