Heute ist Mariä Lichtmess

Heute, 2. Februar, ist Tag der Darstellung des Herrn, auch Mariä Lichtmess genannt. Worum handelt es sich bei diesem Feiertag?

Die Erzählung von der Darstellung Jesu im jüdischen Tempel in Jerusalem, findet sich im Evangelium von Lukas (Lk 2,21). Nach der jüdischen Tora gilt der erstgeborene Sohn in Erinnerung an die Pessach-Nacht als Eigentum Gottes und wurde daher zu Zeiten des Tempels eben dort übergeben, wo er dann durch ein Geldopfer wieder ausgelöst wurde. Am selben Tag, vierzig Tage nach der Geburt, unterzog sich zudem die Mutter von Jesus, María, einem rituellen Bad, wie es in der Tora vorgeschrieben wird. Deshalb wird der Tag an einigen Orten auch Mariä Reinigung genannt.

Mit dem 2. Februar beginnt ebenfalls das sogenannte „Bauernjahr“, da den Umständen entsprechend von diesem Tag an die Feldarbeit wieder aufgenommen werden kann. Daher gibt es einige interessante Bauernregeln für den 2. Februar:

„Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.“

„Ist’s zu Lichtmess klar und hell,
kommt der Frühling nicht so schnell.“

Mariä Lichtmess gilt für viele Christen als der Tag, an der zum ersten Mal im Jahr wieder das Sonnenlicht zur Frühmesse in der Kirche. Daher gibt es auch viele Mythen, die sich um die Bedeutung von Schatten ranken. So heißt es im Volksmund:

„Wenn an Lichtmess der Dachs seinen Schatten sieht, geht er noch einmal für sechs Wochen in seinen Bau.“

Das ist auch der Grund, warum in Teilen Amerikas am 2. Februar der Murmeltiertag gefeiert wird. Er wird überwiegend in Nordamerika gefeiert. Besonders bekannt ist das Murmeltier Punxsutawney Phil aus dem Ort Punxsutawney in Pennsylvania. Zu seinen Ehren feiert die dortige Gemeinde seit 1887 den „Grundhog Day“.

An diesem Tag wird im Rahmen eines Rituals eine Wettervorhersage über den weiteren Verlauf des Winters getroffen. Das Murmeltier wird zum ersten Mal im Jahr aus seinem Bau gelockt und wenn es dann seinen Schatten sieht, soll der Winter noch weitere sechs Wochen dauern. Wenn er seinen Schatten jedoch nicht sieht, soll ein früher Frühling kommen.

Ach ja, und Hella von Sinnen hat heute auch Geburtstag!

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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