Gerd Buurmann zwitschert – 2022

Hier finden Sie eine Auswahl der Worte, die ich im Jahr 2022 auf Twitter gepostet habe. Bis zum 31. Dezember 2022 werden gewiss noch einige Gedanken hinzukommen.

***

Die Kartoffel hat einen Migrationshintergrund. Sie wanderte im 17. Jahrhundert nach Europa ein und wurde in Preußen am 24. März 1756 durch einen sogenannten „Kartoffelbefehl“ von Friedrich II integriert. (18. Juni)

Star Trek ist rassistisch! Kein einziger Vulkanier wird von einem echten Vulkanier gespielt und alle Klingonen sind geklingonfaced! (18. Juni)

Ich schlage folgende neue Gruppenbeschreibung vor: FLINTAM* – Es steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans, agender Personen und Männer. (16. Juni)

Gestern wurde ich gefragt, was ist das Gegenteil von Freiheit? Mein erster Gedanke war: Paradies! Ja, der Garten Eden war wohl das schönste aller bekannten Gefängnisse. Ich mag die Freiheit. (10. Juni)

Wie wäre es mal mit einem Antisemitismusbeauftragten, der sich ausschließlich mit dem Antisemitismus innerhalb von Regierungsparteien beschäftigt? (1. Juni)

Ich hab da eine tolle Idee: Eine 9-Euro-Telefonkarte, womit man dann einen Monat lang von jeder Telefonzelle deutschlandweit im Festnetz telefonieren kann. (25. Mai)

„Lebe nicht so, als wäre es der letzte Tag in Deinem Leben, lebe so, als wäre es der letzte Tag in dem Leben eines Menschen, den Du liebst.“ (8. Mai)

Die Mehrheit der öffentlich-rechtlichen Journalisten ist eher links mit Schwerpunkt bei den Grünen. Natürlich sind sie für den Medienstaatsvertrag. Aber wären sie es auch, wenn die Mehrheit eher rechts wäre mit Schwerpunkt AfD? Oder würden sie dann die Gefahren erkennen? (2. Mai)

Es gibt vielleicht keinen „gerechten Krieg“, aber einen „ungerechten Frieden“. Niemand muss sich unterwerfen. Ein Frieden ohne Freiheit und Selbstbestimmung ist ein Gefängnis oder der Tod. (1. Mai)

Elon Musk zahlt freiwillig 44 Milliarden Dollar für Twitter. Ich aber gehöre zu all jenen, die jedes Jahr zusammen über 8 Milliarden Euro für die Öffentlich-Rechtlichen zahlen müssen, nicht freiwillig, sondern unter der Drohung staatlicher Waffengewalt. Das ist der Unterschied! (26. April)

Vielleicht sollte mal jemand Jan Böhmermann stecken, dass mir Elon Musk im Gegensatz zu ihm keine Gewalt antut, denn Elon zwingt mich nicht mit Gewalt, seine Produkte zu finanzieren. Der Unterschied zwischen Elon und Jan ist weniger der Reichtum als mehr die Gewaltbereitschaft. (26. April)

Jede Richterin, Tischlerin, Ärztin, Spargelstecherin, Kellnerin, Lehrerin, Fahrerin, Müllfrau hat mal keinen Bock und arbeitet doch. Wenn aber eine Prostituierte keinen Bock hat, findet der Sex ohne Konsens statt. Das ist per Definition Vergewaltigung. Das ist der Unterschied. (23. April)

Es wissen deutlich mehr Leute, wann Hitler Geburtstag hatte, als wann Merkel Geburtstag hat. Dabei war Angela deutlich länger im Amt als Adolf. Was ist da los? (20. April)

Mit über 1,6 Milliarden Muslimen auf der Welt und diversen Ländern, die nach der Scharia leben, ist der Islam eine der mächtigsten Ideologien der Welt. Der Islam ist kein Opfer. Der Islam herrscht! (18. April)

Es kracht nicht mehr zwischen Christen und Juden. Es kracht nicht zwischen Juden und Buddhisten, nicht zwischen Christen und Hindus. Es kracht zwischen Juden und Muslimen, zwischen Christen und Muslimen, zwischen Buddhisten und Muslimen. Woran mag das nur liegen? (17. April)

Meine Pronomen: Darfste/Dir/Aussuchen (17. April)

Nur, wer angreifen kann, wer eine Waffe besitzt, kann Pazifist sein. Wer nicht zur Gewalt greifen kann, ist kein Pazifist, sondern machtlos. Pazifismus ist eine Entscheidung. (16. April)

Ich möchte nur noch einmal daran erinnern, dass von 1998 bis 2021 die CDU nur 16 Jahre an der Regierung war, die SPD aber 19 Jahre. Uns regiert somit immer noch die Partei, die uns den ganzen Rotz eingebrockt hat! (13. April)

Es gibt kaum etwas, das so gefährlich ist, wie mächtige Menschen, die glauben, sie seien Opfer. (12. April)

Heute morgen um 7:30 Uhr ist Moses in unseren Armen gestorben. Elf wunderschöne Jahre tollen, buddeln, knuddeln, dumme Sachen machen und neugierig sein. Moses, Du warst einfach perfekt. (9. April)

Ich habe gerade nach langer Zeit mal wieder das Lächeln meines Bäckers gesehen. Schön. (5. April)

Gestern stand ich seit langer Zeit endlich mal wieder auf einer Bühne ohne Corona-Regeln. Keine Maskenpflicht. Kein Abstand. Keine Impfpflicht. Es galt wieder das herrliche Wort: „Hereinspaziert!“ Es war für mich das erste Mal seit dem 10. März 2020. Es war einfach wunderbar. (5. April)

Es gibt Menschen, die behaupten, Worte seien Gewalt, nur um dann tatsächliche physische Gewalt gegen die Person anzuwenden, die gesprochen hat. Ob eine Fresse, die redet, Gewalt ist, steht zur Diskussion, aber: Ein Schlag in die Fresse ist definitiv Gewalt! (29. März)

Noch sieben Tage bis alle Maßnahmen fallen. Ab dann gilt wieder dieser wahnsinnige Ansatz von Selbstbestimmung, Vertrauen, Respekt, Freiheit und freiwilliger Rücksichtnahme. Krass. (27. März)

Sich anzumalen und zu verkleiden und dann zu behaupten, man sei jemand anderes, ist gesellschaftlich okay, wenn es um das Geschlecht geht, aber überhaupt nicht okay, wenn es um die Hautfarbe geht. Woran, glaubt Ihr, liegt das? (27. März)

Ist Transsexualität eigentlich sexuelle Aneignung? (24. März)

Es ist vielleicht nur ein Gefühl, aber mir scheint, als würden zwar immer mehr Menschen Mitgefühl zeigen, aber immer weniger Menschen Mitgefühl fühlen. (22. März)

Jeder Vorschlag einer Problemlösung, bei dem der Mensch zum Problem erklärt wird, ist unmenschlich. Eine solche Lösung will nicht das Problem beenden, sondern den Menschen. (19. März)

Wie wäre es mit einer Impfung, die so gut ist, dass sich Geimpfte nicht vor Ungeimpften fürchten müssen? (18. März)

Betroffenheit ist in Deutschland ein Gefühl, das sich zwischen zwei Tagesordnungspunkten bemerkbar macht. (17. März)

Wenn es zur Impfpflicht kommt, würde ich mir am liebsten meine drei Impfungen aus meinem eigenen Körper saugen und sie dem Deutschen Bundestag vor die Füße spucken! (17. März)

Die westliche Welt lässt Putin gerade wissen: „Weil Du Atomwaffen hast, werden wir nichts tun, um Dich aufzuhalten.“ Ich denke mal, das Regime im Iran nimmt das mit besonderem Interesse zur Kenntnis und könnte dadurch zu einer höheren Anstrengung motiviert werden. (14. März)

Frieren für die Freiheit! Was bedeutet Frieren? Für MdBs bedeutet Frieren, mal auf Diäten verzichten und für die ÖR Sendeanstalten, mal ein paar Monate keine Beiträge zu bekommen. Seid Ihr dazu bereit? Oder fordert Ihr Opfer nur von jenen, die nicht so privilegiert sind wie Ihr? (13. März)

Liebe Mitglieder der Regierung, Ihr diskutiert nie darüber, ob ihr uns unsere Freiheit wieder gebt, sondern immer nur darüber, ob Ihr uns weiterhin unsere Freiheit mit Gewalt nehmt. (13. März)

Wie schwach muss man sein und wie schlecht müssen die eigenen Werte und Überzeugungen sein, dass man die Propaganda des Feindes verbieten muss? (13. März)

Nach den zwei Wochen Maßnahmen gegen Corona kann ich die zwei Wochen Maßnahmen gegen Putin kaum erwarten. (10. März)

Während der McCarthy-Ära war Stalin an der Macht. Viele Künstler wurden damals gecancelt, wenn sie sich nicht klar distanzierten. Heute empfinden wir diese Ära als falsch. Heute ist Putin an der Macht und wieder werden Künstler entlassen, wenn sie sich nicht distanzieren. (2. März)

Warum soll man die Lüge blockieren? Verstehe ich nicht. Ich will wissen, was der Gegner denkt. Zensur ist das Mittel Putins. Ich will alles hören, was Putin und seine Schergen sagen. Schon aus Selbstschutz. (1. März)

Putin bezeichnet in einer Fernsehansprache seinen Angriff als Entnazifizierung der Ukraine. Menschen, die angegriffen werden sollen, zu Nazis zu erklären, ist mittlerweile eine international sehr beliebte Taktik von Tätern geworden. (24. Februar)

Freedom Day in Deutschland ist, wenn man das Fenster im Gefängnis auf Kipp stellt. (21. Februar)

Haben Sie auch schon Kontakt zu den Konzernspitzen von Papierherstellern hergestellt? Was via #Papier verbreitet wird, ist nämlich teilweise erschreckend. (4. Februar)

❤️ Mehrdad Karimpour 🏳️‍🌈 Farid Mohammadi ❤️ Diese zwei Männer wurden im Iran hingerichtet, weil sie schwul waren. Nennt ihre Namen. Gegen das Totschweigen. (3. Februar)

Natürlich sind viele Journalistinnen und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für eine Impfpflicht. Sie sind schließlich auch für den Zwang, ihre Sendungen bezahlen zu müssen. Passt. (3. Februar)

Das Problem ist: Es gibt viel zu viele Menschen, die die Kuchen verteilen wollen und viel zu wenig Menschen, die sie backen. (29. Januar)

Wenn eine Partei, die nirgendwo in Regierungsverantwortung ist, abdriftet, beunruhigt mich das deutlich weniger, als wenn eine Partei in Regierungsverantwortung abdriftet und dabei ihre Macht missbraucht. (29. Januar)

Wichtig ist nicht, wer in Zeiten der Angst mitgemacht hat. Wichtig ist, wer, wann, wie aufhört. Ich befürchte, Deutschland zieht mal wieder gnadenlos alle Maßnahmen bis zur Götterdämmerung und bis zum bitteren Untergang durch. (28. Januar)

Oft bemerkt man Ungerechtigkeiten erst, wenn man selber betroffen ist. (28. Januar)

Wie wäre es mit einer Boosterwahl alle sechs Monate, um den Status der Volksvertretung für unsere Politikerinnen und Politiker aufzufrischen? (26. Januar)

Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Was auch immer Du glaubst, Deine Freiheit erlaubt es Dir nicht, gegen den erklärten Willen des Anderen, in seinen Körper einzudringen. (23. Januar)

Nicht die sofortige Beendigung aller Maßnahmen muss gerechtfertigt werden, sondern die Fortführung. (20. Januar)

Ich verstehe die Sache mit der Kritik an kultureller Aneignung nicht. Alles, was ich in meinem Leben benutze, habe ich mir angeeignet. Ich habe nichts davon selbst erfunden. (4. Januar)

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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Eine Antwort zu Gerd Buurmann zwitschert – 2022

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