Ich klage an: Den Deutschen Bundestag

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages,

mit Erstaunen habe ich Ihren einstimmigen Beschluss vom 30. Juni 2010 zur Kenntnis genommen. Es kommt wahrlich selten vor, dass CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke einer Meinung sind. Der letzte bedeutende einstimmige Beschluss, an den ich mich erinneren kann, wurde im September 2009 gefasst und zwar mit der längst überfälligen Rehabilitierung sogenannter Kriegsverräter. 64 Jahre nach Kriegsende beschloss der Bundestag einstimmig, die entsprechenden Urteile der NS-Justiz aufzuheben.

Es ist bezeichnend, dass es 64 Jahre gebraucht hat, bis der Deutsche Bundestag in der Lage war, seine Reihen über alle ideologischen Differenzen hinaus zu schließen. Bei diesem Tempo dürfte es schon im Jahre 2074 soweit sein, dass der Deutsche Bundestag einen einstimmigen Beschluss zur Hamas oder dem Diktator Ahmadinedschad fasst.

Während es „lediglich“ der Wunsch Ahmadinedschads ist, die Existenz Israels zu beenden, hat sich die Hamas das ganz große Ziel gesetzt: die Vernichtung aller Juden. In der Charta der Hamas heißt es:

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Wer so etwas in seine Charta schreibt, darf mit Fug und Recht ein Nazi genannt werden. Ja, die Hamas sind die Nazis von heute, sie wollen es sogar sein. Sie stellen sich ganz bewusst in die Tradition der Muslimbruderschaft, die vor 75 Jahren die Nazis für sich entdeckt hat. Diese muslimischen Nazis hassen Juden und wünschen sich nichts mehr als ihre Vernichtung.

Sie haben Juden schon gehasst, bevor es die Blockade gegen den Gazastreifen gab.
Sie haben Juden schon gehasst, bevor der Gazastreifen von Israel besetzt wurde.
Sie haben Juden noch gehasst, nachdem der Gazastreifen geräumt wurde.
Sie haben Juden gehasst, bevor israelische Siedlungen gebaut wurden.
Sie haben Juden gehasst, nachdem israelische Siedlungen geräumt wurden.
Sie haben Juden gehasst, bevor Israel angefangen hat, sich zu verteidigen.
Sie haben Juden sogar schon gehasst, bevor es Israel überhaupt gab.

Für diese Nazis ist es egal, was Israel tut oder unterlässt, denn die pure Existenz von Juden ist schon ein Problem für sie. Nichts kann diesen Judenhass stoppen oder mildern, nichts ausser Wehrhaftigkeit.

Genau diese Wehrhaftigkeit greifen Sie nun an, meine verehrten Damen und Herren des Deutschen Bundestages. Obwohl Sie nicht in der Lage sind, einen einstimmigen Beschluss zu dem Vernichtungswunsch der Hamas oder Ahmadinedschad zu fassen, ist es Ihnen möglich einen Beschluss gegen Israels Verteidigung zu fassen. Wenn es die Juden in Israel wagen, sich nicht einfach abschlachten zu lassen, wenn sie mit Selbstverteidigung drohen, ja sie sogar anwenden, dann plötzlich ist der Bundestag von einer fraktionsübergreifenden Einigkeit beseelt.

Es lohnt daher ein genauerer Blick in Ihren Beschluss.

„Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die Forderung nach einer internationalen Untersuchung des Einsatzes gegen die „Solidaritätsflotte“, wie sie der Generalsekretär der Vereinten Nationen erneut gefordert hat, zu unterstützen, die das Vorgehen beider Seiten, einschließlich möglicher Verbindungen von Organisatoren zur radikalislamistischen Hamas und anderen radikalen islamistischen Organisationen, in den Blick nehmen sollte.“

Das ist ja interessant. Ich frage mich nur, warum Sie sich für die Untersuchung dieser Angelegenheit stark machen? Wenn ich Ihren Beschluss richtig interpretiere, ist die Sache für Sie schon längst geklärt. In Ihrem Beschluss stellen Sie folgendes fest:

„Die Schiffe der „Solidaritätsflotte“ mit etwa 680 Aktivisten an Bord transportierten Hilfsgüter und Baumaterialien für die Menschen in Gaza. Sie hatten nach eigener Aussage Beteiligter aber vor allem das Ziel, die bestehende Seeblockade, die Israel über Gaza verhängt hat, zu durchbrechen.“

Was also soll untersucht werden, was sie nicht schon längst zu wissen glauben? Sie behaupten schon vor der Untersuchung, dass es sich um eine „Solidaritätsflotte“ gehandelt haben soll, die Hilfsgüter in den Gaza-Streifen schicken wollte. Es ist Ihnen dabei völlig egal, dass die Hamas die “Hilfsgüter”, die auf den Schiffen der “Freedom Flotilla” waren, gar nicht haben wollte, da es sich um abgelaufene Medikamente und anderen Schrott handelte, den die edlen Spender loswerden wollten, wohl um „die Sperrmüllgebühr nicht bezahlen zu müssen“, wie Henryk M. Broder vermutete.

Die Möglichkeit, dass es sich nicht um eine Hilfsflotte, sondern um ein Kriegsschiff gehandelt haben könnte, mit der erklärten Absicht, Israel derart zu schwächen, dass das verfassungsmäßig erklärte Ziel der Hamas, nämlich die totale Vernichtung Israels und aller Juden näher rückt, schließen Sie mit Ihrem Duktus der Feststellung schon im Vorfeld kategorisch aus.

Im Grunde kann ich Ihre Handlung sogar verstehen. Es wäre für den Deutschen Bundestag wirklich hochnotpeinlich, wenn heraus käme, dass es sich nicht um eine Hilfs-, sondern um eine terroristische Flotte gehandelt hat; schließlich waren einige Abgeordente der Partei Die Linke mit an Bord. Bei so einem Ergebnis hätten dann deutsche Abgeordnete eine kriegerische Aktion gegen Israel geführt.

Deutsche Abgeordnete erklären Israel den Krieg!

Das wäre wirklich eine katastrophale Nachricht. Sie muss unter allen Umständen verhindert werden. Als Rettungsanker zur Verhinderung dieser schlechten Nachricht, bleibt Ihnen nur noch der Ruf nach einer „unabhängigen“ Untersuchung. Was unabhängig allerdings in Ihrem Sinne bedeutet, das machen Sie im Beschluss deutlich klar:

„Das israelische Kabinett hat am 14. Juni 2010 eine Untersuchung des Einsatzes gegen die „Solidaritätsflotte“ unter internationaler Beteiligung beschlossen. Die Vorgänge sollten im Rahmen der Untersuchung umfassend aufgeklärt werden, wobei auch die Beteiligung von Vertretern des Nahost-Quartetts, dem die EU, die Vereinten Nationen, Russland und die USA angehören, sinnvoll wäre.“

Natürlich: Die Vereinten Nationen. Wer sonst? Die Vereinten Nationen sind wahrlich Ihr letzter Rettungsanker. Soviel gutes es auch über die Organisation der Vereinten Nationen zu berichten gibt, so sehr ist sie ungeeignet, in dieser Angelegenheit unabhängig zu untersuchen. Die Vereinten Nationen haben sich in der Vergangenheit leider mehrfach als absolut einseitig erwiesen, wenn es darum ging, Urteile über den einzigen jüdischen Staat der Welt fällen .

Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. Der Anteil der Israelis zur Weltbevölkerung beträgt 0,1089%. Diese 0,1089% erhalten mehr Kritik und Resolutionen von den Vereinten Nationen als die restlichen 99,9% zusammen. Glauben die Vereinten Nationen eigentlich wirklich, dass Israel schlimmer ist als Iran, Nordkorea, Deutschland, die USA, Brasilien, Russland, China, Südafrika, Ägypten, Lybien und all die anderen Länder dieser Erde zusammen? Wer das glaubt, kann mit Fug und Recht als Antisemit bezeichnet werden. Die Vereinten Nationen jedenfalls scheinen dies zu glauben und handeln dementsprechend. Sie können sich daher um viel kümmern, aber nicht um eine unabhängige Untersuchung in Sachen Israel – die Kompetenz haben sie in dieser Sachfrage mehr als deutlich verloren.

Dennoch legen Sie, verehrte Damen und Herren des Deutschen Bundestages, all Ihre Hoffnungen in die Vereinten Nationen. Nur von ihr können Sie eine Untersuchung erwarten, die auch wirklich zu dem „unabhängigen“ Ergebnis kommt, das Ihrer vorgefestigten Feststellung entspricht. Nur in den Vereinten Nationen, einer Organisation, die selbst die patriarchalsten Gesellschaften noch zu Verteidigern der MenschenMännerrechte erklärt, können Sie eine Partnerin finden, die blind genug ist, damit ihr nicht schon die Tatsache verdächtig vorkommt, dass es auf der Flotte ein separates Frauendeck gegeben hat, um die männlichen Frauenfeinde, Schwulenkiller und Antisemiten auch ja nicht von der weiblichen Verführung an ihrem Hass zu hindern.

Den Höhepunkt erreicht Ihr Beschluss jedoch an folgender Stelle:

„Israels legitime Sicherheitsinteressen müssen gewahrt bleiben. Das setzt voraus, dass der Raketenbeschuss aus Gaza sofort aufhört und dass durch ein Grenzkontrollregime Waffenlieferungen nach Gaza unterbunden werden, wie es der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Resolution 1860 (2009) gefordert hat. Das Existenzrecht Israels muss allgemein anerkannt werden, insbesondere durch die Hamas.“

Als ich diese Zeilen las, war ich drauf und dran, all meine Bedenken über Bord zu werfen und Ihnen Lob aussprechen, wäre auf diese Forderung nicht das gefährlichste aller deutschen Worte gefolgt:

„Israels legitime Sicherheitsinteressen müssen gewahrt bleiben. Das setzt voraus, dass der Raketenbeschuss aus Gaza sofort aufhört und dass durch ein Grenzkontrollregime Waffenlieferungen nach Gaza unterbunden werden, wie es der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Resolution 1860 (2009) gefordert hat. Das Existenzrecht Israels muss allgemein anerkannt werden, insbesondere durch die Hamas.
Aber …“

Verehrte Damen und Herren des Deutschen Bundestages, wäre Ihnen wirklich eine Stein aus Barbarossas Krone gefallen, wenn sie Ihrer Forderung nach dem Recht auf Israel zu exisitieren und dem Stopp des Raketenbeschusses aus Gaza kein einschränkendes Aber hätten folgen lassen?

Aber die Blockade Gazas ist kontraproduktiv und dient den politischen und Sicherheitsinteressen Israels letztlich nicht. Das erklärte Ziel der Freilassung des von Kräften der Hamas widerrechtlich festgehaltenen Angehörigen der israelischen Streitkräfte Gilad Shalit ist bislang nicht erreicht.“

Wie kommen Sie nur zu dieser Behauptung? Die Blockade ist nicht kontraproduktiv! Die Hamas fordert und forderte schon lange vor ihrer Wahl die Vernichtung aller Juden und stellt sich somit in die Tradition der Muslimbruderschaft, die diese Vernichtung schon vor der Staatsgründung Israels gefordert hat und zusammen mit Hitlers Nationalsozialisten sogar aktiv an der „Endlösung“ gearbeitet hat.

Die Hamas fordert die Vernichtung aller Juden! Es gibt nur eine Sache, die noch schlimmer ist: Die Realisierung dieser Forderung, die Vernichtung selbst. Der Staat Israel jedoch vereitelt genau diese Realisierung der Vernichtung mit der Blockade. Die Blockade ist somit nicht kontraproduktiv, sondern im Gegenteil mehr als produktiv. Es hat weniger Angriffe auf Israel gegeben als vor der Blockade!

Der Hass war bereits da, auch ohne Blockade. Er konnte auch nicht mehr gesteigert werden; er betraf und betrifft jeden Juden, ob Mann, ob Frau oder Kind. Nur die Umsetzung dieses Hasses ist noch schlimmer. Das aber weiß Israel zu verhindern.

Auch der Sperrzaun ist produktiv. Seit Jahrzehnten schon schicken die Judenhasser Selbstmordattentäter nach Israel um Angst, Mord und Schrecken zu verbreiten. Sogar Kinder werden auf den mörderischen Judenhass eingeschworen. Seit der Errichtung des Sperrzaunes jedoch wird es vielen Selbstmordattentätern unmöglich gemacht, ihren Tod nach Israel zu tragen. Die Anzahl der Selbstmordattentäter ist jedenfalls sehr zurück gegangen. Der Sperrzaun ist somit auch mehr als produktiv; oder um es mit der Worten von Dieter Nuhr zu sagen:

„Wenn mein Nachbar ständig in meinen Garten kommen würde, um etwas in die Luft zu sprengen, dann würde ich auch irgendwann einen Zaun bauen.“

Den Antisemiten ist es egal, was Israel tut oder unterlässt. Antisemitismus ist nicht das Resultat jüdischen Handelns, ganz gleich was auch immer Sie mit Ihrem einstimmigen Beschluss anzudeuten wagen! Antisemiten stören sich nicht an den Handlungen von Juden, sie stören sich an der Existenz von Juden generell.

Es reicht schon ein Blick auf den Alltag in Europa, weit weg von Israel, um zu sehen, dass Juden nichts weiter tun können, den Antisemitismus zu bekämpfen, als wehrhaft zu sein.

Es war den Antisemiten in Hannover egal, ob die tanzenden Juden, die sie mit Steinen beworfen haben, proisraelisch oder israelkritisch waren. Sie wurden attackiert, weil sie Juden waren! Es war den Antisemiten, die in Worms eine Synagoge angezündet hatten egal, ob die Juden, die in der Synagoge beten, proisraelisch oder israelkritisch sind. Sie wurden attackiert, weil sie Juden waren! Es war den Antisemiten, die in Rostock die Fenster eines jüdischen Gemeindehauses eingeworfen hatten egal, ob sich in dem Gemeindehaus proisraelische oder israelkritische Juden treffen. Sie wurden attackiert, weil sie Juden waren! Es ist den Antisemiten, die auf Facebook und auf deutschen Strassen die Vergasung von Juden fordern egal, ob die zu vergasenden Juden proisraelisch oder israelkritisch sind. Sie sollen vergast werden, weil sie Juden sind!

Es war den Antisemiten in Frankreich, die einen Juden entführt, gefoltert und ermordet haben egal, ob der Jude proisraelisch oder israelkritisch war. Sie haben ihn ermordert, weil er Jude war!

Und es ist den Antisemiten der Hamas, die Gilad Shalit seit dem 25. Juni 2006 gefangen halten egal, ob er proisraelisch oder israelkritisch ist. Sie halten ihn gefangen, weil er ein Jude ist!

Wie können Sie nur diesen offensichtlichen Antisemitismus leugnen und verharmlosen und auch nur auf die Idee kommen, Israel könne anders denn mit Wehrhaftigkeit auf diesen Hass reagieren? Woher nehmen Sie die geradezu anmaßende Frechheit zu behaupten, Juden oder Israelis könnten an diesem Hass eine Mitschuld tragen?

In Ihrem Beschluss heißt es unter anderem:

„Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, deutlich zu machen, dass legitime Sicherheitsinteressen Israels voll gewahrt werden müssen, wozu insbesondere der Raketenbeschuss aus Gaza sofort beendet werden und der Waffenschmuggel nach Gaza unterbunden werden muss, wie es der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Resolution 1860 (2009) und der Rat für Auswärtige Angelegenheiten der Europäischen Union in seinen Schlussfolgerungen vom 14. Juni 2010 gefordert haben.“

Sehr geehrte Damen und Herren des Deutschen Bundestages, genau diese Forderung hätte an sich genügt. Sie hätten Zeit, Tinte und Papier sparen können (wenn auch nur der Umwelt zuliebe), denn alle anderen Forderungen ergeben sich just aus der Einhaltung eben dieser ersten Forderung. Sollte die Existenz Israels jemals anerkannt und die Gewalt gegen Israel beendet werden, so wird auch die Blockade des Gazastreifens aufgehoben und der Sperrzaun abgerissen! Das wissen Sie!

Warum also haben Sie es nicht bei dieser einen alles andere bedingenden Forderung belassen?

Ist es vielleicht möglich, dass eine solche Forderung nicht die Einstimmigkeit des Deutschen Bundestages erhalten hätte? Ist es möglich, dass diese Einstimmigkeit nur deshalb zustande gekommen ist, weil sich der Beschluss einseitig gegen Israel richtet? Ist es möglich, dass erst durch das rhetorische Inverantwortungnehmen Israels an der Existenz von Antisemitismus durch die Unterstellung der Kontraproduktivität der Blockade gegen eine Regierung, die die Vernichtung aller Juden fordert und fördert, der Beschluss die Duftnote bekommt, die es braucht, um Sie zu einigen?

Ich wage zu behaupten: Es ist möglich! Genau deshalb rufe ich die zwei Worte, die Émile Zola vor 112 Jahren berühmt gemacht hat: J’accuse!

Ich klage an: Den deutschen Bundestag, wegen einer offenkundigen Einseitigkeit und der Kriminalisierung des Willens des Israelischen Volkes und von Juden in Sicherheit zu leben und vor allem zu überleben.

Ich klage an: Volker Kauder, Dr. Hans-Peter Friedrich, Dr. Frank-Walter Steinmeier, Birgit Homburger, Renate Künast und Jürgen Trittin, die für die Verfassung des Beschlussen hauptverantwortlich sind und dabei nicht merken, dass sie eine europäische Stimmung anheizen, in der es immer gefährlicher wird für Juden, ob in Frankreich, England, Schweden oder Deutschland.

Ich klage an: Die Bundestagsabgeordneten der Partei die Linke Inge Höger und Anette Groth, sowie den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Norman Paech wegen der aktiven Unterstützung einer terroristischen Aktion gegen den Staat Israel auf dem Schiff der „Free Gaza-Flotte“, auf der laut israelischen Angaben die israelischen Soldaten mit Schusswaffen, Äxten, Stahlrohren und Messern in der Absicht angegriffen worden sein sollen, um diese zu ermorden. Die Aktivisten, mit denen sich Hoger, Groth und Paech gemein gemacht haben, sollen in Liedern und Sprechchören „Tod den Juden“ und „Mohammeds Armee wird über die Juden kommen“ skandiert haben. Der Kapitän wird gar mit den Worten zitiert „Go back to Auschwitz“ und „Don’t forget 9/11″. Ich folge hier ganz den Ausführungen des Herausgebers des deutsch-israelischen Onlinemagazins haOlam.de, der Strafanzeige gegen die Abgeordneten der Linken gestellt hat.

Drei Deutsche Bundestagsabgeordnete haben ein Terrornetzwerk unterstützt, das die Vernichtung der Juden fördert und fordert. Im Anschluss daran hat der Deutsche Bundestag einstimmig einen einseitigen Beschluss zur Forderung der Maßregelung des Israelischen Staates durch die deutsche Bundesregierung gefasst, statt sich kritisch mit der eigenen Schuld an dem Verlust von den neun Menschenleben auseinanderzusetzten.

Ich klage an: Den Deutschen Bundestag, der Mitschuld und Verantwortung trägt an den tragischen Ereignissen vom 31. Mai 2010. Hätte die Flotte mit den drei Deutschen Bundestagsabgeordneten ihre propagandistische Reise gegen Israel nicht unternommen, so würden die neun Opfer heute noch leben!

(Sie können diesem Artikel in der Form einer Petition an den Deutschen Bundestag Ihre Unterschrift geben, und zwar hier: Petition Online)

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Nazi of Jood

Wanneer werden voor het laatst in Duitsland de ramen van een Iraanse kiosk ingegooid om zo tegen de Iraanse regering en Ahmadinejad te protesteren?

Wanneer hebben Joden in Duitsland voor het laatst stenen naar dansende Palestijnen gegooid om zo een signaal af te geven tegen Hamas en diens wens tot vernietiging van Israël?

Wanneer hebben Joden in Duitsland voor het laatst een moskee in brand gestoken om de aandacht te vestigen op het geweld in het Midden-Oosten?

Wanneer werd er op Facebook en in Duitse straten voor het laatst van joodse zijde en in het Duits massaal en gedirigeerd opgeroepen tot de vernietiging van Israël?

Het antwoord is gemakkelijk. Zoiets is in Duitsland nooit gebeurd! Nog nooit is het in Duitsland tot anti-islamitische en islamofobe onlusten van joodse zijde gekomen. Nooit!

Echter:

In Hannover werden joodse dansers met stenen bekogeld. In Worms werd een synagoge in brand gestoken. In Rostock werden de ramen van een joods gemeentehuis ingegooid. Op Facebook en in Duitse straten klinkt steeds vaker de islamitische en Duitse roep naar de vergassing van de Joden.

Kwam het in Europa ooit tot aanvallen van joodse zijde op moslims om zodoende te wijzen op de verklaarde vernietigingswil van veel islamisten tegen Joden?

Ook hier is het antwoord gemakkelijk: daartoe kwam het in Europa nooit! Hoewel er een niet te ontkennen vernietigingswil van vele moslims tegen de Joden bestaat, vindt er geen enkele vorm van joods geweld plaats tegen moslims in Europa.

Echter:

In Frankrijk werd een Jood door moslims ontvoerd, gemarteld en vermoord, omdat hij een Jood was. Ook werden in Frankrijk synagogen door moslims in brand gestoken. In Zweden groeit de haat tegen Joden vooral onder moslims. In Engeland zorgt islamitische Jodenhaat voor een record aan antisemitisme.

Dan vraag ik me toch af:

Als het in Europa bewijsbaar nooit tot overvallen van Joden op moslims is gekomen, als er dus geen joodse haat tegen moslims bestaat, maar dat het in Europa steeds vaker tot overvallen van moslims op Joden komt en er zodoende wel degelijk islamitische haat tegen Joden bestaat, waarom zou dat in het Midden-Oosten dan anders zijn?

Ook in het Midden-Oosten groeit de haat enorm:

In de Israëlische onafhankelijkheidsverklaring wordt gezegd:

”Wij reiken, zoals het goede buren betaamt, in vrede en vriendschap de hand aan alle omringende landen en hun volkeren en nodigen hun uit samen te werken met het soevereine Joodse volk in hun eigen land. De staat Israël is bereid haar deel bij te dragen in een gezamenlijk streven naar vooruitgang voor het gehele Midden-Oosten.”

In het handvest van Hamas wordt gezegd:

”Hamas heeft ernaar verlangd Gods belofte ten uitvoer te leggen, hoeveel tijd dat ook kost. Mohammed … zei: “De dag des oordeels zal niet komen, totdat de Joden zich achter rotsen en bomen verstoppen, die zullen zeggen: ‘O moslims, o Abdullah, achter mij zit een Jood, kom hier en dood hem’.”

Dit is de originele tekst uit het handvest van Hamas, een terreurorganisatie, die in tegenstelling tot Israël de Gazastrook beheerst, houdt van de Hitlergroet, in kinderprogramma’s kinderen verleidt tot het plegen van zelfmoordaanslagen en dagelijks raketten op Israël afvuurt, bij voorkeur op kleuterscholen.

We hebben het hier overigens over Gaza, dat in de media graag wordt omschreven als één grote openluchtgevangenis, waaruit ons echter deze mooie beelden bereiken.

Er bestaat geen enkele joodse televisiezender, die moslims als kindermoordenaars laat zien of ze kakkerlakken en varkens noemt, maar op islamitische zenders wordt vrolijk tot haat tegen Joden aangezet.

Bij al deze overweldigende feiten over het heersende antisemitisme onder moslims bij gelijktijdig gebrek van moslimhaat aan joodse zijde, kan men zich afvragen, hoe het serieus tot een discussie in Duitsland kan komen, waarin er over wordt gefilosofeerd of moslims de Joden van tegenwoordig zijn – de historicus Wolfgang Benz heeft deze absurde discussie veroorzaakt.

Er bestaan vooroordelen over moslims. Daarover is geen twijfel mogelijk. Maar deze vooroordelen komen uit dezelfde hoek, waarin ook veel vijanden van de Joden zitten. Het is de hoek van de xenofobie, de angst voor het vreemde. Moslims en Joden hebben in dezelfde mate te lijden onder deze haat.

Maar, als moslims net als Joden het slachtoffer van deze vooroordelen worden, zijn enkele moslims bovendien ook daders als het om antisemitisme gaat. De ergste overvallen op joodse instellingen in de laatste tijd hebben allemaal een islamistische achtergrond.

Dan vraag ik me af hoe het serieus tot deze discussie kon komen: ”Zijn de moslims de Joden van vandaag?”

Wat een onzin! De Joden zijn de Joden van vandaag. Hun synagogen worden aangestoken (Worms), hun gemeentehuizen worden aangevallen (Rostock) en ze worden met stenen bekogeld (Hannover) – en altijd is er een islamitische achtergrond.

Ik durf daarom een andere vergelijking te maken en zou het fijn vinden als er in het medialandschap net zo heftig over zou worden gediscussieerd als de uitspraak van Wolfgang Benz: ”Zijn de moslims de nazi’s van vandaag?”

Gezien de feiten vind ik deze vraag minstens zo wijs en origineel als die van Dr. Benz en hij is net zo gemakkelijk te beantwoorden: Nee! ”De moslims” zijn per slot van rekening net zo’n constructie als ”de Joden”. Net zomin dat alle Joden voor het gedrag van individuele Joden verantwoordelijk gemaakt kunnen worden, kunnen alle moslims niet verantwoordelijk worden gemaakt voor individuele moslims.

Desondanks kan niet worden verzwegen, dat het Duitsland van Hitler en de Moslimbroederschap in 1936 een bondgenootschap hebben gesloten en dat daarmee in ieder geval de Moslimbroederschap tot de nazi’s van gisteren gerekend kan worden.

”Zijn de moslims de nazi’s van vandaag?”

Een overdonderende vraag met een onvoorstelbaar domme vergelijking. Maar helaas is deze vergelijking noodzakelijk om te wijzen op de domheid van de geprovoceerde vraag van Dr. Benz te wijzen: ”Zijn de moslims de Joden van vandaag?”

Omdat we nu toch bezig zijn met het maken van domme vergelijkingen, hier ter afsluiting mijn Top-10 van de beste vergelijkingen, omdat ze de slechtste vergelijkingen zijn:

10)  ”Wat de staat Israël tegenwoordig met de Palestijnen doet, is in principe ook niets anders dan datgene wat de nazi’s in het Derde Rijk met de Joden hebben gedaan.”

9)  ”Adolf Hitler was een charismatische spreker. Oskar Lafontaine is dat ook!”

8 )  ”Helmut Schmidt spreekt verder nog van plichtsbesef, berekenbaarheid, maakbaarheid, standvastigheid. Dat zijn secundaire deugden. Heel precies gezegd: daarmee kan men ook een concentratiekamp leiden.”

7)  ”Eerst Herodes, die de kinderen van Bethlehem liet vermoorden, daarna o.a. Hitler en Stalin, die miljoenen mensen laten vernietigen, en nu, in onze tijd, worden ongeboren kinderen met miljoenen vermoord.”

6)  ”In iedere crisis wordt naar schuldigen gezocht, naar zondebokken. In de economische crisis van 1929 waren in Duitsland de Joden de pineut, nu zijn het de managers.”

5)  ”In de jaren-30 waren het de Joden. Nu zijn het de scientologen.”

4)  ”Laten we eens kijken naar de leefomstandigheden in de Gazastrook: dat lijkt steeds meer op een reusachtig concentratiekamp.”

3)  ”De Holocaust op uw bord.”

2)  ”We willen in geen geval eieren van concentratiekampkippen!”

1)  De eerste plaats is voor: Sedika Weingärtner!

Dr. Benz, de beurt is aan u!

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Nazi oder Jude?

Werden in Deutschland Fenster iranischer Kioske eingeworfen, um so gegen die iranische Regierung zu demonstrieren?

Werden in Deutschland Steine auf tanzende Palästinenser geworfen, um so ein Zeichen gegen die Hamas zu setzen?

Werden in Deutschland Moscheen angegriffen, um auf die Gewalt im Nahen Osten aufmerksam zu machen?

Nein! Aber:

In Hannover wurden jüdische Tänzer mit Steinen beworfen. In Worms wurde eine Synagoge angezündet. In Rostock wurden die Fenster eines jüdischen Gemeindehauses eingeworfen. Auf Facebook und auf deutschen Strassen häufen sich muslimische, deutsche Rufe nach der Vergasung von Juden.

Kam es in Europa jemals zu Angriffen von jüdischer Seite auf Muslime, um so auf den erklärten Vernichtungswillen vieler Islamisten gegen Juden hinzuweisen?

Nein! Aber:

In Frankreich wurde ein Jude von Muslimen entführt, gefoltert und ermordet weil er Jude war. Ebenfalls in Frankreich werden Synagogen von Muslimen angezündet. In Schweden wächst der Hass auf Juden besonders unter Muslimen. In England sorgt muslimischer Judenhass für ein Antisemitismus-Rekordhoch.

Wenn es in Europa nachweislich nie zu Angriffen von Juden auf Muslime gekommen ist, es aber in Europa vermehrt zu Angriffen von Muslimen auf Juden kommt, warum soll es im Nahen Osten anders sein?

Auch im Nahen Osten ist das Hassgefälle massiv.

In der Israelischen Unabhängigkeitserklärung heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden den und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf.“

In der Charta der Hamas heißt es:

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Bei all diesen Fakten, wie konnte soweit kommen, dass in Deutschland darüber philosophiert wird, ob Muslime die Juden von heute sind? Es gibt Vorurteile gegen Muslime, das steht ausser Frage. Aber diese Vorurteile kommen aus der selben Ecke, in der auch viele Feinde der Juden hocken. Es ist die Ecke der Xenophobie, der Angst vor dem Fremden. Unter diesem Hass haben Muslime und Juden gleichermaßen zu leiden.

Aber, während Muslime wie Juden Opfer dieser Vorurteile werden, sind einige Muslime zudem auch Täter, wenn es um Antisemitismus geht. Die schlimmsten Übergriffe auf jüdische Einrichtungen der letzten Zeit haben allesamt einen islamistischen Hintergrund.

Die Muslime sind nicht die Juden von heute. Die Juden sind die Juden von heute. Ihre Synagogen werden angezündet (Worms), ihre Gemeindehäuser werden attackiert (Rostock) und sie werden mit Steinen beworfen (Hannover) – und immer gibt es einen muslimischen Hintergrund. Deshalb sollte man eher fragen:

„Sind die Muslime die Nazis von heute?“

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Freiheit für Gaza

Sonntag, 13. Juni 2010. Es ist 14:30 Uhr. Ich stehe in einer Menge von Menschen vor dem Kölner Dom und jubele der Rednerin auf der Tribüne zu. Sie ruft: „Freiheit für Gaza!“ Ein tosender Applaus brandet in der Menge auf. Die Rednerin fährt fort: „Freiheit für Gaza von Krieg und Terrorismus!“ Wieder erklingt ein stürmischer Applaus auf dem Roncalliplatz. „Freiheit für Gaza von Gewalt gegen Homosexuelle und Andersgläubige!“ Der Applaus ebbt nicht ab und schwillt sogar noch an, als die Rednerin ihre Stimme erhebt und ruft: „Freiheit für Gaza von der Hamas!“

Ich befinde mich zusammen mit mehr als 1000 Menschen (laut Polizeiangabe) vor dem Kölner Dom und demonstriere friedlich aber laut für die Freiheit Gazas, ganz unter dem Motto der Veranstaltung: Fairplay für Israel – für Wahrheit und Solidarität“.

Ein Polizist, der neben mit steht, sagt zu seinem Nachbarn: „Das ist mal eine Musterdemo. So muss es laufen!“ Vermutlich muss der Polizist auch gerade an jene Demonstration denken, die eine Woche zuvor auf dem Roncalliplatz stattgefunden hatte. An dem Tag hielten etwa 300 Demonstranten, die gegen Israel protestierten, die Polizei in Atem. Die Demonstranten schwenkten die in der EU verbotenen Fahnen der Terroristengruppe Hamas; eine rechtsextreme Partei, die laut eigener Verfassung die totale Vernichtung aller Juden fordert. Ein junger Mann, der an der Demonstration vorbeikam, wurde von einem Mann aus der Menge aggressiv gefragt: „Bist Du Jude?“ Als der so angesprochene erwiderte, er sei Deutscher, wurde der junge Mann von der Polizei entfernt und erhielt aus Sicherheitsgründen (sic!) einen Platzverweis.

Heute schwenken über 1000 Menschen friedlich ihre Fahnen und rufen „Lang lebe Israel“. Diese Demonstranten geben ihre Hoffnung nicht auf. Sie glauben weiter an die Möglichkeit des Friedens.

Die Veranstalterin der Demonstration, Michaele Fuhrmann, hatte schon vor knapp vier Jahren zu einer zentralen Kundgebung in Köln eingeladen. Damals betete sie gemeinsam mit den Anwesenden für Gilad Schalit, einem israelischen Soldaten, der am 25. Juni 2006 durch militante Palästinenser in Israel entführt wurde und anschließend über die Demarkationslinie an einen unbekannten Ort im Gazastreifen gebracht wurde.

Heute, am 13. Juni 2010 haben wir wieder für Gilad Schalit gebetet, da er immer noch von der Hamas gefangen gehalten wird.

Über 1000 Menschen setzten ein Zeichen der Verbundenheit mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten und bezeugten ihre Solidarität mit Israel. Es war ein schöner Tag für Demokratie, Toleranz und Menschenrechte und ein schöner Tag für alle Palästinenser, die sich nach Freiheit und Frieden sehnen.

Die Freunde der Palästinenser fanden sich am 13. Juni in Köln bei der Demonstration „Fairplay für Israel“. Die angeblichen Freunde Palästinas aber arbeiten mit den Mördern der Palästinenser (Hamas) zusammen oder veranstalten Demonstrationen, auf denen Rufe nach totaler Vernichtung Israels hörbar sind. Aber auf dem Roncalliplatz erklang am 13. Juni der Ruf nach Freiheit.

„Freiheit für Gaza von der Hamas“

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Offener Brief an PI-News

Sehr geehrte Damen und Herren von PI,

ich habe mir mal erlaubt, auf Ihrer Seite vorbeizuschauen und ich kann nur sagen: Ich bin entsetzt!

Auf der Frontseite von PI ist eine Karikatur zu sehen, auf der ein Mensch mit Turban, Bart und Koran als Schwein dargestellt wird, der von einer blonden Europa in die Türkei getreten wird.

PI zeigt mir mal wieder, warum mein Blog Tapfer im Nirgendwo heißt. Ich bin tausend Mal lieber Tapfer im Nirgendwo als auch nur in der Nähe Ihres Bunkers.

Ihre Seite verspricht auf der Frontseite vollmundig „proamerikanisch, proisraelisch, gegen die Islamisierung Europas und für Grundgesetz und Menschenrechte“ zu sein.

Darf ich Ihnen als Blogger, der Tapfer im Nirgendwo steht, mal ein kleines Geheimnis verraten: Wären Sie wahrhaftig für das Grundgesetz und die Menschrechte, so würde sich die Kampfansage „Gegen die Islamisierung Europas“ erübrigen. Die Sharia hat nämlich mit der Aufklärung nur sehr wenig bis gar nichts zu tun und deshalb reicht es schon, sich klar und deutlich für die Freiheit der Aufklärung auszusprechen. Genauso wie die Aufklärung immer im Widerstreit mit christlichen Fundamentalisten stand und manchmal immer noch steht, steht jeder religiöse Wahn dem Gedanken der Modernen entgegen. Andere Religionen werden bei Ihnen aber nicht gesondert angeführt. Meine Oma sagt zu sowas: „Das riecht nicht gut. Das würd ich nicht essen.“

Was Sie mit vielen Extremisten gemeinsam haben ist die offensive negative Kampagne. Sie brüllen lautstark, wogegen sie sind. Aber dieses Gebrüll wäre unnötig, würden Sie es ernst meinen mit Ihrer Behauptung: „Für das Grundgesetz und die Menschenrechte.“

PI lebt von einem Feindbild, das es sich selber schafft und das kritisiere ich stark. Ich habe auch viele Feinde, aber diese Feinde haben mich ausgesucht, ich nicht sie.

Manche Parteien machen gegen Moscheen Front. Warum? Ich bin nicht gegen eine Moschee, ich bin für Freiheit und Aufklärung.

Ich bin nicht gegen Palästina. Ich bin für die Demokratie.

PI-News stellt einen Türken als Schwein dar. Ich bin nicht gegen die Türkei. Ich bin für Menschenrechte!

Meine Kritik geht immer an das Individuum als handlungsfähige selbstverantwortliche Instanz. Sie soll, sie darf, sie muss kritisiert werden. Wenn mir da auch mal eine grobe Verallgemeinderung widerfährt, wie z.B. „die Medien“ (das passiert mir schon mal) oder „die Deutschen“ (da bin ich halt in dem Heinischen Zwiespalt), dann entschuldige ich mich und sage:

Ich mache Fehler. Ich versuch mich zu bessern. Das nennt man Leben! Verantwortliches Leben.

Sehr geehrte Damen und Herren von PI-News,

dieses verantwortliche Leben vermisse ich bei Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

Veröffentlicht unter Deutschland, Philosophie

Es ist Mitternacht

Der folgende Artikel hat dazu geführt, dass die Verfasser und Verfasserinnen der antisemitischen Parolen zur Rechenschaft gezogen und bestraft wurden. Da die Profile sämtlich von Facebook gelöscht wurden, wird Tapfer im Nirgendwo nun die Verlinkungen und die Namen löschen. Ich bedanke mich bei allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, die dafür gesorgt haben, dass diese Form des Judenhasses geschlagen werden konnte. Danke!

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Es ist Mitternacht. Ich bin gerade auf facebook unterwegs und habe Angst. Im Mai 2010 wurde eine Synagoge in Worms angezündet. Ob es was damit zu tun hat, dass es Menschen in Deutschland gibt, die folgende Meinungen öffentlich und mit vollem Stolz ganz unanonym im Netz verbreiten?

Das ist M. K. Er weiß zu brichten: „USA finaziert ISRAIL bomabadiert! -.- der rest der Welt schläft, stellt euch vor es wären eure Kinder und Mütter … am besten hätte hitler alle Juden vergaßen sollen (schade)“

Das ist F. A. Er hofft: „soll mal so einer wie hitler wieder an die macht und die juden alle verrecken lassen!!!“

Das ist H. F. Er ärgert sich: „ärgert sich über Juden, die abgesehen davon das sie hässlig sind und stinken, ihn noch mächtig auf die Eier gehen!!“

Das ist E. I. Sie ist sich sicher: „AGAINST ISRAEL! jetzt wissen wir warum ADOLF H. die Juden vernichten wollte! Schickt die Israelis in die Gaskammern!!!!“

Das ist O. I. Er schließt sich an: „AGAINST ISRAEL! jetzt wissen wir warum ADOLF H. die Juden vernichten wollte! Schickt die Israelis in die Gaskammern!!!!“

Das ist R. Adolf F. O. Er mach den Adolf: „Tod für Israel und alle Juden! Sie sind Bestien … Death to Israel and all Jews! They are beasts … Mort à Israël et tous les Juifs! Ils sont bêtes … „

Das ist F. A. Er verteidigt Jesus: „scheiss juden echt http://www.youtube.com kein behnemen die juden  sie beleidigen jesus & die deutschen.Das eine Frechheit obwohl Deutschland Israel bis heute noch Geld bezahlt wegen dem Holokaust beleidigen sie die Deutschen bis aufs übelst & ihre Religion auch Sie Hassen unseren Geliebten Heiligen Jesus. http://www.Islami.de http://www.Islamglaube.de Schaut euch die juden an wie sie mit den Deutschen umgehen“

Das ust B. Ö. Einen hat er noch: „?????????? BEKO BABY HAT EiNE FRAGE ?????????? Warum haben JUDEN große Nasen ???? vllt weil Luft umsonst ist ?? 😀 hahahahahah“

Das ist S. J.-D. Er setzt einen drauf: „Wieviele Juden passen in einen VW Polo ? 100 : 2 Vorne, 2 Hinten und der Rest in den Aschenbecher !!!“

Das ist C. C. Er ist ganz ehrlich: „diggggaaaaaaah ich bin auch dabei!!! ziel ist nicht rathausmarkt sondern die juden ZERSTÖREN!!! GAZA DEMO * Hamburg *“

Das ist M. K. Er kauft nicht bei Juden: „ich kaufe keine Juden Produkte mehr ein………… Kundgebung gegen Israel (Organisation: Dachverband Islamischer Vereine)“

Das ist S. B. Sie sagt: „scheiß Juden ich wünschte. Hitler hätte euch alle vergast“

Das ist B. Y. Sie sagt: „könnte mann nur die zeit zurückholen…dann wären alle fuck juden tot….“

Das ist C. C. Er fordert: „scheizzzzz judennn am besten wieder alle vergasen!!!“

Das ist B. M. Er hat ein Gefühl für Hitler: „So langsam habe ich das Gefühl dass Hitler damals mit dem vergasen nicht falsch lag…Er konnte wahrscheinlich vorhersehen wie erbarmungslos und blut-geil die Juden sein werden…Ich habe keinen Mitleid mehr mit Juden, moslems werden auch nicht bemitleidet… !!!“

Das ist E. D. Er fordert: „HURENSÖHNE ISARELLLLLLLLLL BASTARDE ALLE VERGASEN“

Das ist A. A. Er sagt: „ISRAEL ihr HURRENSÖHNE , Ihr könnt nur unschuldige MENSCHEN angreifen die nichmal Waffen dabei haben IHR MISSGEBURTEN euch sollte man alle aufeinmal VERGASEN ihr ferfickten HURRENKINDER !!!!!“

Das ist T. S. Er findet: „Hinterhältiges affengesindel. Vergasen sollte man euch zum 2. mal“

Das ist E. Y. Er sagt: „Scheis Israel ich hoffe ihr werdet irgendwann wieder vergasst o man hitler du hast so viele noch vergessen du bist viel zu früh gestorben.“

Das ist Y. K. Er fragt: „Herr hitler jetz frage ich dir??? warum hast du restliche juden vergessen????? Herkes 1 Kere Paylaşsın İsraili Lanetliyoruz..!Kayrolsun İsrail !“

Das ist N. I. Er sagt: „ISRAEL MUSS BRENNEN DIESE VERFLUCHTEN DRECKS JUDEN ALLAHU AKBAR!“

Das ist E. I. Er fragt: „Sehr geehrter Herr Hitler, warum haben sie es nicht gebacken bekommen die restlichen JUDEN zu vergasen??????????? Bir Gün Gelecek, Öldürmediğim Her Yahudi İçin Bana Lanet Okuyacaksınız; Adolf Hitler..“

Das ist M. K. Er ruft: „SIIIIIG HEIL IHR SCHEIß JUDEN“

Das ist T. G. Sie sagt: „Jetzt gebe ich Hitler recht. Herr Hitler sollte die Juden alle vernichten.“

Das ist B. G. Er gesteht: „ja ich bin rechtsradikal und was solls ! die juden haben es nciht anders verdient ;)“

Das ist T. E. Er hofft: „Fuck Israel !! Hoffentlich kommt nioch ein Adolf Hitler an die Mact und zerstört die Juden !“

Das ist M. G. Er gesteht: „ICH HASSE JUDEN“

Das ist H. Y. Er droht: „heute jagen wir mit okan paar juden weiber:)“

Das ist I. T. Er fordert: „schlitzen wir die juden auf wuhahaha xD“

Das ist B. K. Für ihn ist die Sache klar: „Der Adolf Hitler war der Lösung für die Juden…fuck u Israel“

Das ist K. A. Ö. Er gratuliert: „Adolf hitler hatte eines gut gemacht das er die Juden vernichtet hat……..ISRAEL IHR SOLLT ALLE VERRECKEN IHR HURENSÖHNE::::::ICH WÜNSCHTE ADOLF HITTLER HÄTTE EURE GANZE RASSE VERNICHTET!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

Das ist B. A. Er fordert: „tötet jedes juden schwein denn die yahudis sind unser feind….“

Das ist A. Z. Er sagt: „drecks juden …. geschieht euch recht was damals die nazis mit euch gemacht haben …. PAYLAŞALIM Kİ PROFİLLERDEN HİÇ DÜŞMESİN …“

Das ist E. D. Er ist sich sicher: „alle juden sind und bleiben Hurensöhne! :))“

Das ist B. G. Er sagt: „der einzige der was gegen diese juden machen kann (bzw sich traut) ist ahmedinejad…der rest von deutschland frankreich insbesondere türkei ist gelaber…“

Das ist O. B. Er befindet: „ADOLF HITLER DER MANN HATT ALLES RICHTIG GEMACHT EINZIG FALSCHE WAR DASS PAAR VERFICKTEN JUDEN ÜBERLEBT HABEN !!!! HITLER <3″

Das ist R. S. A.: „!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ADVENT,ADVENT ein JUDE brennt. Erst die Arme, dann die Beine, dann die ganzen JUDEN SCHWEINE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! F*** you all :@:@:@“

Das ist K. A. Er hat einen Wunsch: „ich würde gerne alle juden auf ein haufen versammeln und dan extrem amok laufen.“

Das ist J. M. Er macht einen Vorschlag: „wir mussan die juden ausrotten“

Das ist H. M. Er bedauert: „Schade dass Adolf Hitler die juden nicht vergast hat und es nicht voll enden Konnte fuck of juden land israel bald übernehmen wir euch samsonblinded.org samsonblinded.org“

Das ist B. G. Er erbittet: „gib jeden juden ein kopfschuss Lütfen Videoyu Paylaşın… TÜRKİYE’DEN GAZZEYE GİDEN YARDIMININ ÖNÜNÜ KESEN MASUIM İNSANLARI ÖLDÜREN ADİ İSRAİL’E İNAT PAYLAŞIYORUZ… İSRAİLİN HAZMEDEMEDİĞİ GÖRÜNTÜLER…İNADINA PAYLAŞ… [HQ]“

Das ist H. A. Er macht es kurz: „Scheiss auf die Juden…“

Das ist B. K. A. Er war sich schon immer sicher: „Ich hab doch schon mal gesagt Juden (Israel) sind die größten Hurensöhne der Welt“

Das ist A. M. Er macht einen Witz: „Wie viele Juden passen in einen Eimer? 9 1/2 Schaufeln!“

Das ist E. A.: Er ruft: „SCHEIß JUDEN SIEG HEILLLLL“

Das ist O. G. Er lehrt: „ihr ferfickten juden ihr hurensöhne ich fick euer land ich scheiss auf euren grab hitler war der besste nur der hat euch paar vergessen und die werden wir vergassen ================================ http://www.facebook.com/uyanma.projesi.turkiye ================================ GEMİNİN GÜVERTESİNDE VURULAN TÜRK! İŞTE O ANLAR“

Das ist A. T. Er liest die BILD: „diese hurensöhne scheiss juden alle wieder vergasen http://www.bild.de Israelische Soldaten stürmten einen Schiffskonvoi von Palästinenser-Aktivisten, mindestens neun Menschen starben. BILD zeigt, wer an Bord war. Israel stürmt Schiffskonvoi auf dem Weg zum Gaza-Streifen: Neun Tote bei blutigem Zwischenfall“

Das ist G. K. Er hat einen Traum: „Wenn ich einmal wirklich an der Macht wäre, dann wird die Vernichtung der Juden meine erste und wichtigste Aufgabe sein. Sobald ich die Macht dazu habe, werde ich zum Beispiel in Istanbul auf dem Bosborus Galgen neben Galgen aufstellen lassen. Dann werden die Juden gehängt, einer wie der andere, und sie bleiben hängen, bis sie stinken.“

Das ist Y. A. Er prophezeit: „weltkrieg kommt… fickt die juden die hurensöhne..“

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Die Auschwitzkeule

und wie sie entdeckt wurde.

Am 11. Oktober 1998 wurde in Frankfurt am Main eine der bedeutendsten Funde in der Geschichte Deutschlands gemacht. Unter allgemeiner Begeisterung grub Dr. Martin Walser in der Paulskirche die Auschwitzkeule aus. Seit dieser Entdeckung, die in ihrer Bedeutung der Entdeckung Trojas in nichts nachsteht, hat die Auschwitzkeule einen Siegeszug durch ganz Deutschland angetreten. Heute gibt es kaum noch eine Person in Deutschland, die sich vor der Auschwitzkeule nicht fürchtet. Was in Walsers Worten noch so klang: „Auschwitz eignet sich nicht dafür, Drohroutine zu werden, jederzeit einsetzbares Einschüchterungsmittel oder Moralkeule“, hörte sich später bei dem TAZ-Journalisten Bodemann wie so an: „Vor allem in Deutschland kann der Antisemitismusvorwurf tödlich sein, und so hüten sich viele Juden wie Nichtjuden davor, den Mund aufzumachen.“

Die Auschwitzkeule hat gesiegt! Überall in Deutschland sitzen verzweifelte Menschen in den Exilen ihrer Deutschen Wohnzimmer. Gerne würde sie etwas Kritisches sagen, zum Beispiel über Israel, aber die Auschwitzkeule droht ihnen. Deutschland ist ein in Knechtschaft gehaltenes Land, in dem Israel nicht kritisiert werden darf. Jede Form der Kritik an die politische Ausnutzung des Holocausts auch und gerade durch die Juden in Deutschland und der ganzen Welt wird im Keim erstickt. In keiner deutschen Zeitung findet sich auch nur kleinste Hinweise auf politische Verfehlungen Israels. Norman Finkelsteins Buch „Die Holocaust Industrie“ ist in Deutschland de facto käuflich nicht zu erwerben.

Halt
Stehengeblieben!
Achtung!

Spätestens jetzt gilt es, diese weltweit berühmt geworden deutschen Worte zu brüllen.

Das soeben beschriebene Szenario gibt es nicht, im Gegenteil: Israelkritik findet sich in jeder deutschen Tageszeitung und das nicht nur ab und zu, sondern fast wahrhaft täglich. Die Angst vor Israel ist in der Bevölkerung nicht nur sehr hoch, sondern sie wird auch laut und gut vernehmlich artikuliert. 65% der Deutschen erklärten laut einer durch die ZEIT am 4.11.2003 veröffentlichen Umfrage der EU, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstelle. Die Zeitungen kommen zudem nicht nach, die Leserbriefe mit israelkritischen Inhalten nachzudrucken und Menschen wie Norman Finkelstein werden zur besten Sendezeit in Talk-Shows eingeladen.Man fühlt sich in Deutschland wie in einem Land, in dem sieben von zehn Menschen behaupten, erst kürzlich von einem Raumschiff entführt worden zu sein. Anstatt nun aber diese Sieben einfach zum nächsten Nina Hagen-Konzert zu schicken, gelangen sie ungefiltert in die Leserbriefspalten deutscher Zeitungen. Kritik an Israel ist in Deutschland nicht nur möglich, sondern des Deutschen Zeitvertreib. Die Solidarität mit Israel jedoch wird regelmäßig in Deutschland behördlich sanktioniert. Folgende Entscheidungen wurden in den letzten Jahren in deutschen Gerichten gefällt:

Da eine Frau in Bochum öffentlich eine Israel-Flagge gezeigt hatte, wurde sie zu einer Geldstrafe von € 300,- verurteilt. In Duisburg stürmte die Polizei eine private Wohnung, um eine Israel-Flagge, die an dem Fenster der Wohnung befestigt war, zu entfernen. In Köln ist derweil das Zeigen einer Karikatur erlaubt, auf der ein Jude ein Kind verspeist. Juden und Israelis dürfen in Deutschland beleidigt werden, das ist Meinungsfreiheit, jüdischer und israelischer Stolz jedoch werden schon mal behördlich beschränkt, da hört die Freiheit auf. Das ist jedoch nicht typisch deutsch sondern gilt auch international.

In den Vereinten Nationen findet sich eine geradezu manische Fixiertheit auf Israel. Während dort 99,9% der Weltbevölkerung mit Milde beäugt werden, bekommen die restlichen 0,1%, die einen israelischen Pass besitzen, eine Sonderbehandlung zu spüren. Obwohl nur 0,22% aller Menschen jüdisch sind, hält sich der wackere Glaube vom starken und stets präsenten Juden. Es ist fast amüsant, wieviele Menschen an die Macht der Juden glauben. Fragt man diese Menschen, wie es um den Einfluss der Holländer (0,25% der Gesamtbevölkerung), der Deutschen (1,22%), der Chinesen (19,5 %), der Muslime (19,26%) oder der Christen (31,11%) bestellt ist, schauen sie nur verwirrt, ganz so als habe man gerade eine völlig absurde Frage gestellt. Nur die Frage nach dem Einfluss der Juden ist nicht absurd. Die Juden sind halt etwas ganz besonderes. Und weil sie etwas ganz besonders sind, müssen sie sich auch ganz besonders benehmen. Solange sie sich abschlachten lassen, werden sie von allen geliebt; aber wehe, sie fangen an, sich zu wehren, dann hört der Spaß auf. Der Israel-Gaza-Konflikt ist dafür das beste Beispiel.

Obwohl die sogenannte gemäßigte palästinensische Autonomieregierung unter Abbas die Todesstrafe für alle Palästinenser bestätigten lies, die Land an Juden verkaufen, ganz gleich ob sie einen israelischen Pass besitzen oder nicht, findet sich dazu keine Verurteilung von Seiten der Vereinten Nationen. Für die gemäßigte Palästinenserorganisation ist eben nur ein Palästina ohne Juden ein gutes Palästina. Wenn das gemäßigt ist, wie sieht dann erst radikal aus? Radikal ist es, Raketen auf Israel abzufeuern. Das macht die Hamas regelmäßig, während die Minister der Hamas folgende Reden halten:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Die Vereinten Nationen schweigen dazu! Sie schweigen auch dazu, dass die „Protokolle der Weisen von Zion“ in Ägypten (2002) und im Libanon (2004) als Fernsehserie gezeigt wurden. In den palästinensischen Autonomiegebieten ist das judenhassende Machwerk sogar Lehrstoff in der 10. Jahrgangsstufe. Kleine Kinder werden im palästinensischen Fernsehen zudem dazu erzogen, Juden töten zu wollen. Die Hamas hat die „Protokolle der Weisen von Zion“ sogar als Begründung in ihre Charta im Artikel 32 aufgenommen. In Artikel 7 erklärt die Hamas sogar:

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Was von der Hamas nur gefordert wird, ist in vielen anderen Ländern schon Realität. In Ägypten, im Irak, im Libanon, in Syrien und in Jemen lebten im Jahr 2001 gerade mal 600 Juden. Die Länder Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen erklärten 2001 sogar stolz, dass überhaupt keine Juden in ihrem Land leben. Im Jahr 1948 lebten in der ganzen Region noch 850.000 Juden. So gut wie alle wurden vertrieben! Werden diese Länder dafür kritisiert? Erklingt ein öffentlicher Aufschrei? Nein! Die Welt ist leider zu sehr damit beschäftigt, Israel zu kritisieren.

Wir fassen zusammen: Die Bücherregale schwappen vor lauter Israelkritik über. Das deutsche Volk und die Vereinten Nationen belehren mehrheitlich und regelmäßig laut vernehmlich Israel. Leserbriefe mit kritischem Inhalt werden wie selbstverständlich gedruckt. Dennoch glaubt die Mehrheit der Deutschen fest daran, mundtot zu sein – ein geradezu beispielhafter Salto Teutonale. Mit Schaudern und Zittern möchte man da fragen: Wenn das der Deutsche Mundtod ist, was passiert wohl erst, wenn die Deutschen geschwätzig werden?

Bleibt nur die Frage: Wer schwingt sie eigentlich, diese Auschwitzkeule? Blöde Frage. Die Antwort haben uns doch schon „Die Protokolle der Weisen von Zion“ gegeben. Der Jude natürlich! Er schwingt sie und ist deshalb auch selber schuld am Antisemitismus! Das wußte schon Jürgen Möllemann. In einem ZDF-Interview aus dem Jahre 2003 sagte er:

„Ich fürchte, dass kaum jemand den Antisemiten, die es in Deutschland leider gibt und die wir bekämpfen müssen, mehr Zulauf verschafft hat als Herr Scharon und in Deutschland ein Herr Friedman mit seiner intoleranten und gehässigen Art, überheblich. Das geht so nicht, man muss in Deutschland Kritik an der Politik Scharons üben dürfen, ohne in diese Ecke geschoben zu werden.“

Es muss aber gar nicht immer nur um Israel gehen, damit irgendjemand einem Juden die Auschwitzkeule in die Hand drückt, nur um sich dann vor ihm auf den Boden zu werfen, um jammernd „nicht schlagen!“ zu rufen, damit seine Freundin endlich mal sieht, was für ein großes Arschloch dieser Jude doch ist. In einer Debatte um den Bau eines jüdischen Museums in der Altstadt von Köln schaltete sich im Juli 2008 der Chefredakteur des Kölner Stadtanzeigers Franz Sommerfeld in das Gespräch ein und stellte auf prominenter Seite seiner Zeitung fest

„Jeder Versuch, städteplanerische Entscheidungen durch Hinweis auf die deutsche Schuld gegen Kritik zu immunisieren, spielt denen in die Hände, die die Vernichtung der Juden relativieren und auf antisemitische Reflexe spekulieren.“

Die Auschwitzkeule verbreitet in den Exilen Deutscher Wohnzimmer Angst, Schrecken und vor allem ein um sich greifendes Beleidigtsein. Jeder Antisemitismusvorwurf, ob angemessen oder nicht, wird mit der Empörung der Ehrverletzung weit von sich gewiesen. Die Deutschen, die die Auschwitzkeule entdeckt haben, sind fast so schnell beleidigt wie die Islamisten, die am 30. September 2005 die Mohammed-Karikaturen in der Dänischen Jyllands Posten gefunden hatten. Die Macht des Beleidigtseins inspirierte unzählige fanatisierte Islamisten zu weltweiten Protesten mit Flaggenverbrennungen, Gewalttaten und über hundert Toten. Während Islamisten hinter jeder Kritik am Islam und hinter jedem Versuch, dem Propheten Mohamed ein Gesicht zu geben, eine Beleidigung wittern, die die Ehre des Islams verletzt, sehen manche Deutschen hinter jeder Kritik am Antisemitismus und hinter jedem Versuch, dem Antisemitismus durch Vergleiche mit der Geschichte ein Gesicht zu geben, die böse Absicht der Beleidigung und Ehrverletzung.

Viele Deutsche Nicht-Juden (ein komisches, aber nicht untypisches Wort der deutschen Sprache) machen sich mit diesem Trick zu Opfern des Nationalsozialismus und können so mit den Deutschen Juden endlich auf gleicher Augenhöhe diskutieren. Endlich sind alle in Deutschland Opfer und niemand muss mehr einen Juden um seinen Holocaust beneiden. Jetzt haben alle unter den Nazis gelitten. In der Schule wird die neue deutsche Jugend mit dem Nationalsozialismus gequält. Die Geschichtslehrer deportieren die Schülerinnen und Schüler regelmäßig nach Dachau, um sie dort zu zwingen, ein Lager zu besichtigen. Dies nimmt die Jugend so mit, dass sie ihr Trauma nur noch durch Verdrängung und Abstumpfung überwinden können. ¼ aller Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 17 Jahren gaben laut einer repräsentativen Umfrage von Alphons Silbermann aus dem Jahre 2000 an, keine Ahnung zu haben, was Auschwitz ist.

Die deutsche Vergangenheitsbewältigung ist ein wahres Wirtschaftswunder und gehört neben Autos und Bier zum wichtigsten Wirtschaftsgut des Exportweltmeisters Deutschland. Man überlege sich einmal, wie dramatisch die Arbeitslosenzahlen in Deutschland aussähen, wenn es all die Arbeitsplätze in den Lern-, Gedenk- und Dokumenationsstätten, in den Holocaustforschungsinstituten und Universitäten der Antisemitismusforschung nicht geben würde. Berlin wäre um eine ihrer beliebtesten Sehenswürdigkeiten ärmer. Berlin ohne Holocaust Mahnmal. Undenkbar! Von diesem Stelenfeld hat Altkanzler Gerhard Schröder einst gesagt, es sei ein Mahnmal, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“ Beneiden! Eine wahrhaft deutsche Neid-Debatte.

Die deutsche Vergangenheitsbewältigung hat es geschafft, dass einige in Deutschland wieder stolz sind auf den Holocaust; natürlich nicht auf die Perfektionierung des Massenmordes selbst, aber schon irgendwie auf die Perfektionierung der Bewältigung des Massenmordes.

Hätte es den Holocaust nicht geben, dann hätte das ehemalige Waffen-SS-Mitglied Günter Grass niemals „Die Blechtrommel“ geschrieben und somit vermutlich auch nie den Nobelpreis für Literatur erhalten. In 55 Jahren von der SS zum Nobelpreis, das schafft nur Günter! Volker Schlöndorff hätte somit auch niemals „Die Blechtrommel“ verfilmen können und daher nie den Oscar für diesen Film erhalten.

So gut wie alle Oscars für den deutschsprachigen Raum sind Resultate der Vergangenheitsbewältigung: Volker Schlöndorffs „Die Blechtrommel“, Caroline Links „Nirgendwo in Afrika“ und Christoph Waltz Oscar für die Rolle eines Nazis. Wenn es eine Holocaust-Industrie gibt, dann ist Deutschland der Hauptaktionär! Wer einmal in Berlin war und sich in den Hotels die Reiseführer angeschaut hat, erkennt sofort, woran Berlin verdient: „Third Reich Tour“ und „Hitler’s Berlin“ sind die wohl beliebtesten Stadtführungen.

In Deutschland wurde die Vergangenheitsbewältigung so sehr perfektioniert, dass viele Deutsche der ganzen Welt jetzt sogar Nachhilfe in Sachen Vergangenheitsbewältigung geben. Da wird die USA getadelt, weil sie mit „den Indianern“ nicht so vorbildlich umgeht, wie „die Deutschen“ mit „den Juden“ und auch Israel bekommt Nachhilfe in Sachen völkische Aussöhnung mit den Palästinensern, denn „gerade die Juden müssten es doch besser wissen.“ Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. So avanciert Auschwitz vom Ort der industriellen Massenvernichtung von Menschen zu einer sittlich-bildenden Lehranstalt für Juden.

Aber was bitte gibt es aus Auschwitz zu lernen? Dass man Menschen nicht millionenfach vergast? Dass Juden auch Menschen sind? Dass man lieb zueinander sein sollte? Dass man sich wehren darf, wenn man verfolgt wird? Dass man Menschen, die andere Menschen vergasen, den Krieg erklärt? Dass man wahnsinnige Menschen mit allen Mitteln entwaffnet? All dies sollte man auch ohne Auschwitz wissen. Auschwitz ist keine Nachhilfe für moralisch Sitzengebliebene, sondern schlicht ein unvergessbares und unverzeihliches Verbrechen, aus dem es nichts zu lernen gibt!

Dr. Martin Walser aber hat etwas aus Auschwitz gelernt und sagte zu Ignatz Bubis, der es damals gewagt hatte, ihm nicht zu seiner Ausgrabung der Auschwitzkeule zu gratulieren: „Ich habe mich schon mit dem Thema beschäftigt, da waren Sie noch mit ganz anderen Dingen beschäftigt.“ Diesen Satz muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ignatz Bubis, der 1944 im Zwangsarbeitslager Tschenstochau gefangen gehalten wurde und dessen Vater im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde und dessen Bruder und Schwester durch die Nationalsozialisten vernichtet wurden, mußte sich von Dr. Martin Walser, dessen Eintritt in die NSDAP auf den 30. Januar 1944 fällt und der das Ende des 2. Weltkrieges als Soldat der Wehrmacht erlebte, sagen lassen, wie man mit dem Holocaust umgeht – und zu dem Zeitpunkt war die Auschwitzkeule gerade erst gefunden.

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