Eine Liste der Phrasen …

… die mit dem sofortigen Abbruch des Gesprächs beantwortet werden:

1. Gerade wir als Deutsche …

2. Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen.

3. Die da oben machen doch eh was sie wollen.

4. Der kleine Mann …

5. Du hast recht und ich hab meine Ruh‘.

6. Wir drehen uns im Kreis.

7. Die Zeit ist noch nicht reif dafür.

8. Das hat nichts mit X zu tun. X bedeutet Frieden.

9. Das sagst Du nur, weil …

10. Da sind mir die Hände gebunden.

11. Da sollten wir aber wirklich mal die Kirche im Dorf lassen.

12. Ich hab ja nichts gegen …, aber…

13. Einige meiner besten Freunde sind …

14. Ich habs doch gesagt!

15. Ich will ja nichts sagen, aber…

16. Es geht mich ja nichts an, aber…

17. Da kann ich mir ja gleich ’nen gelben Stern anheften.

18. Du widersprichst mir ja nur aus Prinzip.

19. Wenn du mal so alt bist wie ich, wirst du das auch so sehen.

20. Was bist Du denn so aggressiv?

21. Das ist Stammtisch-Niveau!

22. Gerade die Juden, die so viel gelitten haben.

23. Hat mein Volk nicht schon genug gelitten?

24. Irgendwann muss man aber auch einen Schlußstrich ziehen.

25. Er darf das, er ist …

26. Sind wir wieder soweit?

27. Ich möchte mit meiner Kunst auf den Raum aufmerksam machen.

28. Mich interessieren die Widersprüche, die Brüche.

29. Auf You Tube gibt es dazu einen tollen Clip mit Hagen Rether.

30. Aber die Amerikaner haben auch …

31. Unter Freunden muss man sich auch mal kritisieren können.

32. Weihnachten ist zum reinen Konsum verkommen.

33. Typisch Frau.

34. Typisch Mann.

35. Das musste einfach mal angesprochen werden.

36. Das haben Sie zwar nicht gesagt, aber gemeint!

37. Da wird an der Gewaltspirale gedreht.

38. über den Tellerrand schauen.

39. christlich-jüdische Tradition

40. Das besitzt strukturelle Ähnlichkeit.

41. unverschuldete Unmündigkeit

42. Wir müssen Zukunftsperspektiven vermitteln.

43. zum Bleistift

44. Ich kann es nicht ab, wenn Leute sprechen, während ich sie unterbreche.

45. Die sind halt so, kann man nichts machen, muss man akzeptieren.

46. Du musst Dich halt mehr öffnen.

47. Ehrlich gesagt

48. Wie geil ist das denn ?!

49. Es kommt halt auch auf die emotionale Intelligenz an.

50. Sind Sie auch einer von denen?

51. Es ist nicht die Hitze, sondern die Feuchtigkeit.

52. Das sind in D-Mark: …

53. X sind die Juden von Y

54. Jeder Experte sagt Dir das.

55. Das ist etwas völlig anderes!

56. Es gibt da ein Inselvolk, die kennen überhaupt keinen …

57. Bei den Makakenaffen ist es genauso wie bei den Menschen.

58. Die Idee ist gar nicht schlecht, aber der Mensch ist das Problem.

59. Ich weiß das, ich hab das studiert.

60. Das steht mir zu!

61. Sagen Sie das mal der alleinerziehenden Mutter oder dem 59-jährigen Hartz IV Empfänger.

62. Aber wenn man das laut sagt, ist man ja gleich ein …

63. Die Menschen wollen (fühlen, spüren) das.

64. Der Rechtspopulist XY

65. Mit denen redet man nicht.

66. X ist auch nicht besser als Y.

67. So ein Quatsch!

68. unschuldige Opfer

69. Haben wir wirklich keine größeren Probleme?

70. links-grün versifft!

71. Das haben wir schon immer so gemacht.

72. Das haben wir noch nie so gemacht.

73. Wenn das jetzt jeder so machen würde.

und natürlich, der einzig wahre Grunde, das Gespräch abzubrechen:

Noch ein Wort und ich hau Dir auf die Fresse!

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Gerd Buurmann nimmt Abschied

Zum Februar 2011 werde ich die künstlerische Leitung des Severins-Burg-Theaters abgeben. Es waren drei wunderschöne und vor allem inspirierende Jahre, voller Kreativität, Neugier und Mut zum Experiment. Das Deutschlandradio beschreibt es so:

„Gerd Buurmann ist Schauspieler, Autor, Regisseur, Entertainer, Sänger und bei Bedarf auch Barmann. Alles im Severins-Burg-Theater in Köln, in dem er mit 33 Jahren künstlerischer Leiter ist. In den letzten zwei Jahren hat er die kleine Bühne in einen angesagten Kulturort verwandelt.“

Einige Produktionen des Severins-Burg-Theaters sind so erfolgreich geworden, dass sie ausgelagert werden mussten, da das kleine Severins-Burg-Theater die Menge der Zuschauer nicht mehr fassen konnte. Das Theaterkonzept „Kunst gegen Bares“ zum Beispiel lockt jeden Montag so viele Gäste an, dass es mittlerweile im ARTheater in Ehrenfeld stattfindet. Zudem hat es die „Kunst gegen Bares“ geschafft, erfolgreich nach Mannheim und Hamburg verkauft zu werden. Im nächsten Jahr werden unter anderem noch Trier, Leverkusen und Heidelberg folgen. Das WDR 5 Magazin Scala nennt die von mir gegründete „Kunst gegen Bares“ sogar „eine kleine Erfolgsgeschichte“.

Auch die Inszenierung „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine, die Tobias Weber gemeinsam mit mir schon vor meiner Leitung des Theaters im Januar 2007 präsentiert hat, füllt noch heute die Ränge des Severins-Burg-Theaters und hat unter anderem in Essen und Niederdollendorf erfolgreich gastiert. Mit Schmiesters „Macbeth“ wiederum wurde das Severins-Burg-Theater nach Berlin eingeladen.

Im Severins-Burg-Theater wurden König Lear, Macbeth und Shylock von Burkhard Schmiester zum heutigen, bedeutsamen Leben erweckt; Mareike Marx hat mit ihren hinreißenden Inszenierungen „Die kleine Meerjungfrau“ und „Peterchens Mondfahrt“ Kinderherzen höher schlagen lassen; Ali Jalaly hat uns mit „Dem letzten der feurigen Liebhaber“ zum Lachen, mit „Tanz im Paradies“ zum Nachdenken und „Mit brennender Geduld“ zum Weinen gebracht. Seine Inszenierung „Mit brennender Geduld“ bescherte uns sogar eine Nominierung zum Kölner Theaterpreis.

Im Severins-Burg-Theater wurde philosophiert und gestritten, politische Podiumsdiskussionen gehörten zum Bestandteil des Spielplans wie philosophische Vorträge, Literaturveranstaltungen und Comedy Nächte. Ganze 30 Hausproduktionen wurden in den letzten drei Jahren realisiert, darunter sogar neun Uraufführungen. Das Severins-Burg-Theater war ein wunderbarer Raum zur Erweckung kreativer Ideen.

Nach drei Jahren jedoch ist selbst der schönste Raum abgespielt. Wie sagte schon Hermann Hesse so passend in seinem Gedicht „Stufen“:

„Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

Allerdings sang auch schon unsere Trude Herr:

„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier!“

Ich bin mir sicher, dass ich Köln erhalten bleiben werde, ob nun im ARTheater mit der „Kunst gegen Bares“ oder an anderen Spielorten. Ich habe noch viele Ideen und freue mich auf eine ungewisse Zukunft, ganz nach dem Motto des größten Theaterschaffenden aller Zeiten, Kermit der Frosch, der da einmal sagte:

„Nimm was Du hast und flieg damit!“

Jetzt gilt es nur noch Danke zu sagen, Danke, an all jene, die die letzten drei erfolgreichen Jahre des Severins-Burg-Theaters ermöglicht haben.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

PS: Man sieht sich!

 

Sehr geehrte Kulturredaktion,
Verehrte Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Freundinnen und Freunde,

zum Februar 2011 werde ich die künstlerische Leitung des Severins-Burg-Theaters abgeben. Es waren drei wunderschöne und vor allem inspirierende Jahre, voller Kreativität, Neugier und Mut zum Experiment. Das Deutschlandradio beschreibt es so:

„Gerd Buurmann ist Schauspieler, Autor, Regisseur, Entertainer, Sänger und bei Bedarf auch Barmann. Alles im Severins-Burg-Theater in Köln, in dem er mit 33 Jahren künstlerischer Leiter ist. In den letzten zwei Jahren hat er die kleine Bühne in einen angesagten Kulturort verwandelt.“

Einige Produktionen des Severins-Burg-Theaters sind so erfolgreich geworden, dass sie ausgelagert werden mussten, da das kleine Severins-Burg-Theater die Menge der Zuschauer nicht mehr fassen konnte. Das Theaterkonzept „Kunst gegen Bares“ zum Beispiel lockt jeden Montag so viele Gäste an, dass es mittlerweile im ARTheater in Ehrenfeld stattfindet. Zudem hat es die „Kunst gegen Bares“ geschafft, erfolgreich nach Mannheim und Hamburg verkauft zu werden. Im nächsten Jahr werden unter anderem noch Trier, Leverkusen und Heidelberg folgen. Das WDR 5 Magazin Scala nennt die von mir gegründete „Kunst gegen Bares“ sogar „eine kleine Erfolgsgeschichte“.

Auch die Inszenierung „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine, die Tobias Weber gemeinsam mit mir schon vor meiner Leitung des Theaters im Januar 2007 präsentiert hat, füllt noch heute die Ränge des Severins-Burg-Theaters und hat unter anderem in Essen und Niederdollendorf erfolgreich gastiert. Mit Schmiesters „Macbeth“ wiederum wurde das Severins-Burg-Theater nach Berlin eingeladen.

Im Severins-Burg-Theater wurden König Lear, Macbeth und Shylock zum Leben erweckt; Mareike Marx hat mit ihren hinreißenden Inszenierungen „Die kleine Meerjungfrau“ und „Peterchens Mondfahrt“ Kinderherzen höher schlagen lassen; Ali Jalaly hat uns mit „Dem letzten der feurigen Liebhaber“ zum Lachen, mit „Tanz im Paradies“ zum Nachdenken und „Mit brennender Geduld“ zum Weinen gebracht. Seine Inszenierung „Mit brennender Geduld“ bescherte uns sogar eine Nominierung zum Kölner Theaterpreis.

Im Severins-Burg-Theater wurde philosophiert und gestritten, politische Podiumsdiskussionen gehörten zum Bestandteil des Spielplans wie philosophische Vorträge, Literaturveranstaltungen und Comedy Nächte. Ganze 30 Hausproduktionen wurden in den letzten drei Jahren realisiert, darunter sogar neun Uraufführungen. Das Severins-Burg-Theater war ein wunderbarer Raum zur Erweckung kreativer Ideen.

Nach drei Jahren jedoch ist selbst der schönste Raum abgespielt. Wie sagte schon Hermann Hesse so passend in seinem Gedicht „Stufen“:

„Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

Allerdings sang auch schon unsere Trude Herr:

„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier!“

Ich bin mir sicher, dass ich Köln erhalten bleiben werde, ob nun im ARTheater mit der „Kunst gegen Bares“ oder an anderen Spielorten. Ich habe noch viele Ideen und freue mich auf eine ungewisse Zukunft, ganz nach dem Motto des größten Theaterschaffenden aller Zeiten, Kermit der Frosch, der da einmal sagte:

„Nimm was Du hast und flieg damit!“

Jetzt gilt es nur noch Danke zu sagen, Danke, an all jene, die die letzten drei erfolgreichen Jahre des Severins-Burg-Theaters ermöglicht haben.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

PS: Man sieht sich!

Veröffentlicht unter Theater

Geißler verdreht Kant

Bin ich eigentlich der einzige Mensch in ganz Deutschland, der sich darüber aufregt, dass Heiner Geißler am 30. November 2010 Immanuel Kant nicht nur falsch zitiert hat, sondern seine ganze Philosophie dreist ins Gegenteil verkehrt hat?

Heiner Geißler hat in seinem Schlichtspruch zu Stuttgart 21 folgendes gesagt:

„Die Schlichtung war daher auch moderne Aufklärung im besten Sinne von Immanuel Kant, nämlich die Menschen zu befähigen, sich aus, wie er sagte, „unverschuldeter Unmündigkeit zu befreien“ und dadurch, so seine Formulierung, „jederzeit selbstständig denken zu können“, das heißt, sein eigenes Urteil sich bilden zu können.“

Unverschuldete Unmündigkeit?

Welchen Immanuel Kant bitte zitiert Heiner Geißler hier? Der Aufklärer aus Königsberg kann es nicht sein, denn er schreibt genau das Gegenteil:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

Selbst verschuldete Unmündigkeit!

Ja, bei Immanuel Kant ist die Unmündigkeit selbst verschuldet. Der Wahlspruch der Aufklärung heißt schließlich: „Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“ und nicht „Habe Mut, einen Schuldigen zu finden!“ Außerdem ist die Betonung der Selbstverschuldung notwendiger Bestandteil der aufklärerischen Philosophie. Wäre die Unmündigkeit nicht selbst verschuldet, so würde dem Fatalismus das Wort geredet, ganz nach dem Motto: „Da kann man halt nichts machen!“ Doch, man kann was machen, man kann sich befreien, kann ausbrechen, kann selbständig werden, weil man erkannt hat, an der Situation nicht ganz unschuldig zu sein. 

So beispielhaft die Schlichtung auch ist, sie wurde nicht notwendig, weil über unschuldige Bürger hinweg unverschuldete Urteile beschlossen wurden, sondern weil es vielen Bürgern schlicht und einfach viel zu lange scheißegal war, sich an politische Prozesse zu beteiligen und sie erst dann aktiv wurden, als es schon zu spät war.

Die Unmündigkeit war selbst verschuldet! Das wusste schon Immanuel Kant und das sollte auch Heiner Geißler wissen. Nur mit dieser Ehrlichkeit und Selbstkritik ist es zu verhindern, dass irgendwann wieder einmal die Polizei ihren Kopf herhalten muss, nur weil es sich die Bürger in ihrer selbst verschuldeten Unmündigkeit bequem gemacht haben.

Veröffentlicht unter Deutschland, Nachrichten, Philosophie, Politik

Wo waren Sie?

Es gibt Ereignisse in der Geschichte, die uns so berührt haben, dass wir heute noch genau wissen, wo wir waren, als sie geschahen. Wenn Sie Zeit und Lust haben, lassen Sie in der Kommentarspalte Ihrer Erinnerung freien Lauf.

11. September 2001
9. November 1989
20. Juli 1969

Die Erinnerungen werde ich hier auf Tapfer im Nirgendwo veröffentlichen:

11. September 2001

„In meinem Buchladen, jemand kam mit einem tragbaren Fernseher hereingestürzt und rief wo ist eine Steckdose. Wir sahen fassungslos die Türme rauchen und einstürzen. Ein im Laden anwesender Freund versuchte sofort einen Cousin zu erreichen, von dem er annahm der könnte gerade in einem der Gebäude sein. Tags darauf wurde mir von Schülern erzählt, viele muslimische Mädchen in deren Klassen hätten entsetzt erzählt, wie die Familien die Nacht gefeiert hätten. Wenige Tage später wurde geleugnet, daß irgendwer gefeiert habe und daß ein Anschlag stattgefunden habe. Die Zeitdauer vomEreignis bis zur Leugnung war von 30 Jahren auf 3 Tage geschrumpft.“

***

„In der Beratungsstelle in Bergkamen saß ich mit Kollegen zusammen, als der Jahrespraktikant hereinstürzte und was von Flugzeugen im WTC faselte. Im Fernseher sahen wir dann ungläubig die rauchenden Türme. Als ich zu Hause war, stürzten die Häuser hinter einer überforderten Anne Will zusammen.“

***

„Am Rechner im Büro. Im Radio kam eine Kurzmeldung, dass ein Flugzeug ins WTC gestürzt sein. Genaueres später. Dann ins Internet und nachgeschaut, war aber nochh wenig los. Später Live – Reportage von einen Radioreporter des WDR, der von seinem Hotelzimmer die Tower sehen konnte. Während der Reportage flog das zweite Flugzeug in den anderen Turm. Ab da war der Arbeitsalltag vergessen. In der Behörde, unterwegs im Zug und auch zuhause: Überall wurde diskutiert, Erschütterung usw. Den Tag werde ich nicht vergessen.“

***

„Ich war im Einkaufszentrum, als vor einem TV-Händler im Untergeschoss eine Menschenmenge stehen blieb und durchs Fenster ungläubig auf die Monitore starrte. Da ich wenig Zeit hatte und auf Grund der Menge auf den Monitoren zunächst auch gar nichts erkennen konnte, ging ich weiter und sah, wie auch ein paar andere Händler ihre Geräte Richtung Fenster drehten (n-tv statt MTV) oder das Radio auf Nachrichten umstellten oder die Dauermusik zumindest leise, bekam erst da mit, was passiert war. Ich erinnere mich daran, weil das ganze Einkaufszentrum, sonst sehr lebhaft, nach und nach sehr still wurde, verlangsamt, während den Menschen eine Mischung aus Unglaube und Entsetzen im Gesicht stand. Ein paar Jugendliche feixten und fielen in dieser angespannten, verhaltenen Stille noch unangenehmer auf, sie verstummten sehr schnell von alleine wieder.

Über den Tag hat wohl jeder jede freie Minute genutzt, um Nachrichten zu sehen und das Geschehene, Unfassbare, Ungreifbare irgendwie doch zu begreifen. Was gar nicht gelingen konnte. Tatsächlich gab es im Wesentlichen nur noch dieses eine Thema, alles andere wurde nebensächlich.“

***

„Ich war unterwegs zum Zahnarzt, dann kam auf dem Infoscreen in der Kölner U-Bahn die Nachricht, dass ein Flugzeug in ein Hochhaus geflogen ist, da war noch nicht von einem Terroranschlag die Rede. Als ich zuhause war, kamen nur diese Bilder im Fernsehen und die Sender konnten sie noch nicht richtig zuordnen und haben ersucht etwas zu kommentieren, aber es gelang nicht so richtig. Dann habe ich den ganzen Abend bei RTL angesehen, wie Peter Kloeppel versucht hat, zu berichten. Ich fand ihn sehr beeindruckend. Das hat sich etwas wie lautes Nachdenken angehört.“

***

„Ich kam gerade zurück vom Zahnarzt. Die Meldung kam im Radio und meine (damalige) Freundin schickte mir eine SMS mit dem schlichten (aber wahren) Inhalt: “Es gibt Krieg.”“

***

„Habe für meine Tochter den Dachboden ausgebaut, bis sie hinaufstürzte und rief “da ist ein Flugzeug in ein Haus geflogen”. Ich, ja und kann doch mal passieren und arbeitete weiter. Nach einer Zeit lief sie wieder zu mir rauf und schrie “noch ein Flugzeug in ein Haus geflogen”. Ich versuchte sie zu beruhigen und sagte das das wohl ein Blödsinn sei, ging allerdings jetzt neugierig, in der Hoffnung meine Tochter wieder eines besseren zu belehren, die Treppen runter. Vor dem TV der Schock, auf vielen Kanälen immer das Gleiche! Bin wie eine Leiche dagesessen und konnte nur weinen. Ein Reporter hielt zu diesem Zeitpunkt es sogar für möglich, daß es deutsche Terroristen sein könnten, da kam bei mir die Panik hoch und die Angst und nicht schon wieder …! Danach holte ich meinen Sohn vom Kindergarten ab, dort war alles ruhig, Mütter quatschten miteinander, ich erzählte das Geschehen (damals mußte man mit 20.000 Toten rechnen), eine der Mütter sagte darauf “ja ja so sind die Amis “, da entstaute sich einiges bei mir, … war nicht nett, aber so effektiv, daß ich wieder mal weniger Bekannte hatte. Danach kam ich ca. 3 Tage nicht mehr vom Fernseher weg, einfach kaputt.“

***

„Ich war gerade in New York City in der Uni angekommen und habe das durch Kommilitonen erfahren. Von der Straße aus konnten wir die 5th Ave hinunter die beiden Tower brennen sehen. Die Atmosphäre war ziemlich erschreckt und unsicher, weil es Gerüchte von weiteren Terroranschlägen gab.“

***

„Ich war gerade in meiner ehemaligen Firma angekommen um den Abschied einer Kollegin zu feiern als die Sekretärin weiß wie die Wand auf mich zukam und mir sagte, dass gerade ein Flugzeug in einen der Türme des World Trade Centers geflogen sei. Wir ging dann zusammen in den Konfi um den Fernseher einzuschalten und nach und nach kamen die anderen Kollegen/innen dazu und wir schauten uns völlig entsetzt die Bilder an, ungläubig und sprachlos. Wir sahen dann noch wie das zweite Flugzeug in den nächsten Turm flog und waren danach alle wie gelähmt. Keiner sagt mehr etwas, wir saßen nur da und einige fingen an zu weinen. Für uns alle waren diese Momente sehr unwirklich und wir haben lange gebraucht um uns wirklich klar zu machen, dass dieses furchtbare Unglück wirklich geschehen ist.“

***

„Ich war arbeiten. Wie immer lief das Radio. Die halbstündigen Nachrichten wurden auch wie immer damals nur mit einem Ohr wahrgenommen. Ich wusste schon seit einer Stunde, dass ein Flugzeug ins WTC gefolgen war, als meine Chefin aus ihrem Büro kam und mich bat das Radio lauter zu machen. Wir hörten gemeinsam erneut die Nachricht aus NY. Die Bilder der einstürzenden Türme sah ich erst abends. Erst nach und nach ging mir die Dramatik der Situation auf, denn seit der ersten Radiomeldung war meine Vorstellung durch eine bestimmte Assoziation geprägt. Meine Vorstellungen waren irgendwie überlagert von Bildern von Matthias Rust und der winzigen Cesna auf dem Roten Platz. Daher verstand ich erst spät am 11. September das Ausmaß der Katastrophe.“

***

„Kam gerade vom Einkaufen und hörte im Autoradio auf NDR-Info die Nachricht von einem Flugzeugunglück in New York. Ich schaltete durch alle Radiosender, und bald alle hatten das Programm unterbrochen, da da anscheinend doch mehr hintersteckte, als ein Flugzeugunglück. Auf “Project 89.0 Digital” lief “Fire Water Burn” von der Bloodhound Gang: “The roof, the roof, the roof is on fire…”

***

„Bin, glaube ich, zum Kunden gefahren. Im Auto habe ich gehört, dass in New York zwei Flugzeuge – so wörtlich “ein grosser und ein kleiner” – mit dem Wolkenkratzer kollidierten. Da ich ca. 2 km von unserem Office wohnte und genug Zeit hatte, bin ich nach Hause gekommen und Fernseher eigeschaltet. Dann konnte ich schon nicht mehr weg. Habe Kolelgen im Office und Kunde angerufen. Und ich habe mit ein Paar Freunden über Internet gechattet.“

***

„Schule schwänzend mit einem Teller Kellogs zu Hause auf der Couch. Ich zappte durchs Programm, als ich bei EuroNews ein brennendes Gebäude sah. Nach und nach setzte sich ds Puzzle zusammen und ich war mit meinen zarten 14 Jahren in einer Mischung aus Betroffenheit und Sensationsgeilheit. Gleich am nächsten Tag versuchte uns der Vater eines Freundes davon zu überzeugen, dass die Freimaurer dahinter stecken würden. Mit kam das damals so lächerlich und abwegig vor, dass ich mich fragte wie überhaupt irgendein Mensch so einen Mist glauben könnte… Diese Einstellung hat sich bis heute nicht geändert.“

***

„Ich ging spazieren und wollte mir in einer Galerie Bilder ansehen. Den Galeristen kannte ich persönlich. Er saß in seinem Laden und sah fern. Ganz aufgeregt holte er mich hinein, als er mich vor dem Schaufenster sah und bat mich, Platz zu nehmen. Erst gingen wir beide von einem furchtbaren Unfall aus. Nachdem ein zweites Flugzeug in den zweiten Turm raste, kam sofort der Verdacht hoch, es wäre ein Anschlag. Wir waren fassungslos. Der Galerist noch mehr als ich, er hatte zu diesem Zeitpunkt Verwandte in New York. Diesen ist nichts passiert, wie ich später erfuhr.“

***

„Bei einem Kunden, Software installierend, ohne Zugriff aufs Internet. Von meiner späteren Ehefrau durch halbstündliche Anrufe unterrichtet, die ihrerseits bereits gleich nach der ersten Kollision von einem Kollegen aus den USA angerufen worden war. Danach bei einem unendlich lange währenden Arbeitsessen mit Kunden auf glühenden Kohlen gesessen, schließlich nach Hause geeilt und nicht mehr vom Fernseher gewichen.“

***

„Ich war an diesem Tag mit einer bezaubernden jungen Dame unterwegs. Wir küssten viel. Ich wollte mehr. Sie nicht. Dann liess sie mich mit meinen Träumen allein und fuhr weg in ihrem VW Golf. Ich war traurig. Dann rief jemand an und sagte: Schalt den Fernseher ein! Und dann der Schock.“

***

„Im Urlaub. In Beligien. Am Meer, Campen. Meine Eltern haben im Radio die Nachrichten gehört und wir sind sofort nach Hause gefahren. SOFORT. 4 Stunden später waren die Grenzen dicht. Zuhause den Fernseher an. Die Bilder der Einstürzenden Gebäude und der Verletzten haben dazu geführt, dass ich die nächsten 4 Jahre nur unter Aufsicht Fernsehen durfte. Ich war damals 5 Jahre alt.“

***

9. November 1989

„In Stuttgart und dachte daran, was dann noch geschehen wird, wenn die Freudentränen getrocknet werden und was bedeutet dies für uns Juden.“

***

„Daheim, und kam aus dem Staunen nicht raus, war der Überzeugung – nicht in meinem Leben! Jedoch wartete ich auf die Panzer, zum Gück rollten sie nicht!“

***

„Ich weiß es noch genau: Mein Schwager fuhr mich und meine hochschwangere Frau in seinem beigen alten Fiat über die B51 von Wermelskirchen nach Köln, im Kofferraum ein gebrauchter Kinderwagen, den wir seiner Schwester abgekauft hatten. Im Radio kam die Meldung, dass die Mauer gefallen war und wir fuhren der untergehenden Sonne entgegen. Unvorstellbar, dass die Mauer fallen konnte! Neun Tage später kam unsere älteste Tochter zur Welt.“

***

„Zu hause vor dem Fernseher, ungläubig und staunend. Ich sah die Bilder der Menschen und hörte die Kommentatoren. Ich habe mich einfach nur gefreut.“

***

„Es war kurz vor 21.00, ich war gerade auf dem Weg nach Hause, als das Autoradio plötzlich seine synthetische Musik mit einer Sondermeldung unterbrach: „…verkündete Schabowski auf einer Pressekonferenz, DDR-Bürgern die Reisefreiheit zu gewährleisten. Dies gälte ab sofort“

Die Mauer war gefallen.

Ich hielt an der nächsten Tankstelle und rief Freunde an. Einer hatte es schon gehört und zog sich gerade an, die anderen konnten es nicht glauben bis das Heute-Journal die ersten Bilder und Liveinterviews ausstrahlte. Wir verabredeten uns am Brandenburger Tor.

Ich kaufte schnell eine Flasche Sekt in der Tankstelle, die ohnehin aussah wie ein Supermarkt, und setzte mich Richtung Straße des 17. Juni in Bewegung, nur um dort inmitten all der anderen Schaulustigen zum Stillstand zu kommen. Erst drei Tage später sollte es mir gelingen, mein Auto aus dem größten Stau der Geschichte Berlins zu befreien.

Es war ein typischer grauer Herbstabend an diesem ereignisreichsten aller Donnerstage, ich folgte dem Strom von Menschen, die instinktiv jenem Stück der Berliner Mauer zustrebten, das unmittelbar vor Schinkels Monument den Weg zum Ostteil unserer Stadt blockierte.

Als ich gegen 21.45 dort ankam, hatten sich schon rund 30.000 Menschen angefunden, im Verlaufe der Nacht sollten es Hunderttausende werden. Rührende Szenen spielten sich ab, einige Weitdenkende hatten Leitern mitgebracht, doch die übliche Methode das 3.40m hohe und an dieser Stelle mehrere Meter breite Bollwerk zu überwinden, war die Räuberleiter.

Ein hilfreicher Mitmensch, und ausnahmsweise schien es in dieser abgebrühten Großstadt an diesem Tag davon zu wimmeln, lehnte sich rückwärts gegen den antifaschistischen Schutzwall, faltete die Hände, so dass ein anderer Mitmensch einen Fuß dort und den anderen auf die Schultern des Helfers setzen konnte.
Oben auf der Mauer standen West- und Ostberliner und zogen die Wessis in den Osten, sowie die Ossis in den Westen. Fasziniert beobachtete ich einen Mann, Ende Dreißig, der in einen beigefarbenen Kaschmirmantel gekleidet einem nach dem anderen die Räuberleiter gab. Tränen der Freude liefen über sein Gesicht während matschigdreckige Straßenschuhe seinen über 2000 Mark teuren Mantel ruinierten (1989er Preis!).

Was für ein Tag!

Oben auf der Mauer angekommen sah ich West- und Ostdeutsche, die sich nie begegnet waren, in den Armen liegen. An diesem 9. November konnte man noch deutlich an der Kleidung erkennen, von welcher Seite ein jeder kam. Die Ossis strebten zur Siegessäule Gepäck und/oder Rotkäppchensekt in der Hand. Auf der anderen Seite, Unter den Linden, fand man fast ausschließlich Leute in Westklamotten. Hinter einem hüfthohen Metallzaun (hinter von der Ostseite aus gesehen) liefen ostdeutsche Grenzsoldaten wie in Trance umher. Gestern hätten sie noch geschossen, doch heute waren sie funktionslos, Leute steckten Blumen in ihre Gewehrläufe, der eine oder andere zynische Wessi pappte schon mal eine Banane drauf. Stoisch ließen sie es geschehen, und ich sah mehr als einen, der, Gewehr mit Banane verziert, versuchte, Blickkontakt zu vermeiden.

Am Metallzaun beobachtete ich herzzerreißende Szenen. Egon Krenz hatte verlauten lassen, ein jeder DDR-Bürger könne ein Visum beantragen, jedoch war an jenem Donnerstagabend noch nicht klar, ob auch ein jeder eins bekäme.

Tausende verließen die DDR in dieser Nacht, nur um auf Nummer Sicher zu gehen. Hastig wurden einige tragbare Wertsachen und der rote Passport in irgendeine Tasche geworfen und dann nichts wie ab über die Mauer!

Diese Menschen, die mir da unentwegt entgegen strömten sahen nicht aus wie Touristen – es waren Flüchtlinge! Ich ging zurück, setzte mich direkt unter das Brandenburger Tor und begann, an dieser historischen Stelle zu dieser historischen Stunde einen Joint zu bauen. Ein junges Pärchen mit einwandfreiem sächsischen Akzent setzte sich zu mir und entkorkte ein Rotkäppchen. Auf einmal fiel mir ein, dass ich meine Flasche im Westen gelassen hatte, ich hatte sie abgestellt, bevor ich dem Kaschmirmantel den Rest gab, und hoffte nun inständig, dass der wundervolle Kaschmirmann sie gerade trank. Ich zündete den Joint an.

,,Ist das Marihuana?“, fragte mich das Mädchen, neugierig schnüffelnd. ,,Willkommen im dekadenten Westen!“, antwortete ich, ,,Magst Du die erste Frau sein, die einen Joint unterm Brandenburger Tor raucht?“ „Na Logo!“ Ich reichte ihr die Tüte, nahm jedoch vorher einen Zug, um meinen Platz in der Geschichte Berlins zu sichern. ,,Es sind noch 50 Meter.“, mahnte ihr Begleiter vorsichtig.
„Keine Sorge“, versuchte ich ihn zu beruhigen, „heute ist Tag der offenen Tür.“
Gegen Mitternacht bildete sich eine Menschenkette, man fasste sich an der Hand und begann „Einigkeit und Recht und Freiheit“ zu singen. Der deutschen Geschichte gegenüber kritisch eingestellt, hatte ich unserer Nationalhymne nie viel abgewinnen können. An diesem Donnerstag aber war ich gerührt, ich weinte wie nie zuvor in meinem Leben.

Für fast zwei Monate war Berlin das Zentrum der Glücksseligkeit auf Erden. Reiche Berliner verteilten Geldscheine an ihre ‚Brüder‘ aus dem Osten als diese in Scharen nach Westberlin strömten. Die Grenzübergänge, zuvor Orte maschinenpistolenbewehrter Unmenschlichkeit, wurden Schauplätze rührender Hilfsbereitschaft. Westberliner standen an, wildfremde Ostberliner zum Essen oder ins Kino einzuladen. Wer einen Ostpass vorzeigte, konnte am Kurfürstendamm ein Bier für eine Ostmark (entspräche heute 5 Eurocent) erwerben – ein Verlustgeschäft, das keiner so empfand. Sah man einen Trabi, winkte man den Insassen freundlich zu oder zeigte gespreizten Zeige- und Mittelfinger, das Siegeszeichen.

Alle Widersprüche und Gegensätze schienen vergessen.

Zwei bis dato beinahe verfeindete Gruppen von Menschen, Wessis und Ossis, identifizierten sich auf einmal als eine Gruppe: Deutsche. Als geborener Berliner muss ich dennoch klarstellen, dass uns die Ostdeutschen uns, was den „Wessi“ angeht, enteignet haben. Vor dem Mauerfall war „Wessi“ ein Berliner Schimpfwort für westdeutsche Touris, die in den 80ern noch mit Schlaghosen am Ku-Damm rumrannten und die „Ossis“ hießen damals noch „Zonis“, aber seitdem hat man sich auf „Wessis“ und „Ossis“ geeinigt, was nur uns Ur-Berliner schmerzt, denn kein echter Berliner ist ein „Wessi“ und so beleidigt diese Bezeichnung die älteren von uns noch heute, aber der Autor schweift mal wieder ab…
Eine Woche später spielte Hertha BSC und alle Ossis wurden umsonst eingelassen.

Als der Stadionsprecher sie mit den Worten willkommen hieß „Wir begrüßen Brüder und Schwestern aus dem Ostteil der Stadt“, sprangen wir – über 80.000 – alle auf und umarmten unseren Nebenmann. Es gab – und ich spreche vom Hertha-Fanblock, der hartgesotten Ostkurve – nicht einen einzigen Menschen, der in dieser Minute nicht Rotz und Wasser heulte, und ich habe selbst heute noch, da ich dies niederschreibe, Pipi in den Augen.“

***

20. Juni 1969

„Als der erste Mensch auf dem Mond spazierenging, saß ich gebannt vor dem Fernseher! Es dauerte wohl 30 Jahre, bis ich davon hörte, dass Menschen die Mondlandung anzweifelten und behaupteten, ich habe eine Fälschung gesehen.“

***

„Die erste Mondlandung war der Fernsehhöhepunkt des Jahres! Dieses Ereignis erlebte ich als 21jähriger mit meiner Freundin zu Hause auf dem Sofa. Gebannt saßen wir an diesem Montagmorgen vor der Glotze, und konnten es nicht fassen, als der erste Mensch um 3:57 h den Mond betrat.“

***

„War noch klein und lebte in einem sozialistischem Land – keine Live-Übertragung! Eine gut funktionierende Zensur – dieser Tag hat nicht stattgefunden.“

***

„In meinem Bettchen seelig schlafenden und nichts ahnend, denn ich war gerade mal 18 Monate alt und da waren andere Themen viel wichtiger ;-) .“

***

„Ich war 19 Jahre alt und es waren Sommerferien. Diese verbrachte ich als Betreuerin in einer Ferienfreizeit in der Jugendherberge in Menden im Sauerland. Da es in der Jugendherberge keinen Fernseher gab, organisierten wir (die Betreuer) einen Fernseher, damit wir uns das Ereignis live anschauen konnten. Gebannt saßen wir zusammen mit den von uns betreuten Kindern vor dem Apparat. Ich hatte damals das Gefühl, etwas ganz außergewöhnliches mit erleben zu dürfen.“

***

„Ich kann mich an eine fast meditative Fernsehnacht erinnern: Kein Klamauk, keine Einspieler, sobald’s mal ruhiger wird, keine künstliche Dramatisierung. Und das Gefühl, bei etwas ganz großem dabei zu sein.“

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„Ich war fast zehn. In dieser Nacht holte mein Vater mich aus dem Bett, dass ich die Männer auf dem Mond sehen konnte, deren Flug ich täglich verfolgte, mitfieberte. Die ganze Fernsehberichterstattung war fantastisch und zog mich in ihren Bann. Günter Siefarth ist mir bis heute in Erinnerung. Manchmal bin ich dankbar, doch etwas älter zu sein und große Momente miterlebt zu haben.“

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Offener Brief an das Auswärtige Amt

Sehr geehrte Damen und Herren vom Auswärtigen Amt,

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mir in einem Schreiben von 5. November 2010 geraten, mich an das Auswärtige Amt zu richten, da die folgende Situation in Ihren Aufgabenbereich falle. Ich wende mich also im Anraten unserer Bundeskanzlerin an Sie, in der festen Überzeugung, dass Sie sich der Situation angemessen und schnell annehmen werden.

Seit einigen Wochen wird eine 19-jährige deutsche Staatsbürgerin im Libanon als Geisel gehalten und die deutschen Behörden weigern sich, sich für die Freilassung der Geisel stark zu machen. Stattdessen arbeiten die deutschen Behörden mit dem Geiselnehmer zusammen.

Die 19-jährige Souikana heiratete 2008 einen Libanesen und bekam kurz danach mit ihm ein Kind. Die Ehe entwickelte sich schnell zu einer Gewaltherrschaft. Immer wieder wurde die Frau von ihrem Mann geschlagen. Als sie sich schließlich trennen will, bereitet ihr Mann einen gemeinsamen “Versöhnungsurlaub” in Beirut vor. Eine Reise ohne Wiederkehr. Als die Frau das Land wieder verlassen will und am Flughafen ihren deutschen Pass vorzeigt, den sie zunächst erst wieder in der deutschen Botschaft beantragen musste, da ihr Mann ihren deutschen Pass entwendet hatte, wurde ihr erklärt, dass sie nicht ausreisen dürfe, da ihr Mann eine “Ausreisesperre” für sie verhängt habe. Nach libanesischem Recht ist es offenkundig möglich, dass ein Mann seiner Frau die Ausreise verweigern darf.

Natürlich ging die Frau sofort zur deutschen Botschaft und bat um Hilfe. Da aber wurde ihr gesagt, die deutsche Botschaft sei nicht zuständig, da sie libanesische Wurzeln habe. Das muss man sich mal vorstellen: Eine deutsche Frau wird von einem Libanensen unter Mithilfe der libanisischen Regierung als Geisel genommen und die deutsche Botschaft hält es für unnötig zu intervenieren, weil die Deutsche libanesische Wurzeln hat.

Zur gleichen Zeit hockt der Libanese in der gemeinsamen Wohnung in Berlin und lässt es sich gut gehen. Die deutschen Behörden halten sich für machtlos. Das ARD-Magazin Panaroma berichtet:

“Universelle Menschen- und Freiheitsrechte scheinen gegen das schiitische Privatrecht nichts ausrichten zu können. Formal kann nur der Ehemann die Ausreisesperre schnell aufheben lassen. Bisher sieht er offenbar kein Motiv dafür – äußern wollte er sich gegenüber Panorama nicht.

Dabei hat der libanesische Ehemann seine Aufenthaltserlaubnis nur deshalb, weil er mit Soukaina, einer Deutschen, verheiratet ist und mir ihr ein Kind hat. Dass die Behörden sein befristetes Aufenthaltsrecht dennoch weiter gelten lassen, obwohl er seine Ehefrau im Libanon festhalten lässt, erstaunt und wirft Fragen auf. Strengere Nachfragen der Behörden zu seinem Aufenthaltsrecht hätten seine Motivlage durchaus beeinflussen können.”

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie entsetzt ich über das Verhalten der deutschen Behörden bin. Bitte sorgen Sie dafür, dass Souikana schnellstmöglich als das angesehen wird, was sie ist, nämlich eine deutsche Geisel im Libanon, die ihre Hilfe braucht.

Bitte reden Sie sich nicht damit heraus, dass Souikana eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt. Die juritische Problematik der doppelten Staatsbürgerschaft ist mir bekannt, aber all dies darf und kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade eine deutsche Staatsbürgerin Ihre Hilfe braucht.

Meine Bundeskanzlerin hat mich zu Ihnen verwiesen. Enttäuschen Sie mich nicht. Helfen Sie!

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

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Liebe Leserinnen und Leser,

bitte schreiben auch Sie an das Auswärtige Amt. Wenn die Zeit nicht reicht, dann einfach mit der wunderbaren Funktion des copy/paste. Kopieren Sie ruhig diesen Text.

Sie erreichen das Auswärtige hier:

buergerservice@auswaertiges-amt.de

Veröffentlicht unter Deutschland, Feminismus, Nachrichten, Politik

Meine liebe Bundeskanzlerin,

bitte entschuldigen Sie, dass ich Sie persönlich anschreibe, Sie haben wahrlich genug zu tun, aber was gerade einer deutschen Staatsbürgerin angetan wird, ist so unglaublich und rüttelt derart an den Grundfesten Deutschlands, dass eine sofortige Intervention von ganz oben nötig ist.

Sie haben einst gesagt, Sie wollten Deutschland dienen. Nun braucht eine deutsche Staatsbürgerin Ihre Hilfe. Reagieren Sie, helfen und dienen Sie ihr und mit ihr der ganzen Republik, denn mit ihrem Recht steht auch das Recht aller Deutschen auf dem Prüfstand.

Seit einigen Wochen wird eine 19-jährige deutsche Staatsbürgerin im Libanon als Geisel gehalten und die deutschen Behörden weigern sich, sich für die Freilassung der Geisel stark zu machen. Stattdessen arbeiten die deutschen Behörden mit dem Geiselnehmer zusammen.

Die 19-jährige Souikana heiratete 2008 einen Libanesen und bekam kurz danach mit ihm ein Kind. Die Ehe entwickelte sich schnell zu einer Gewaltherrschaft. Immer wieder wurde die Frau von ihrem Mann geschlagen. Als sie sich schließlich trennen will, bereitet ihr Mann einen gemeinsamen „Versöhnungsurlaub“ in Beirut vor. Eine Reise ohne Wiederkehr. Als die Frau das Land wieder verlassen will und am Flughafen ihren deutschen Pass vorzeigt, den sie zunächst erst wieder in der deutschen Botschaft beantragen musste, da ihr Mann ihren deutschen Pass entwendet hatte, wurde ihr erklärt, dass sie nicht ausreisen dürfe, da ihr Mann eine „Ausreisesperre“ für sie verhängt habe. Nach libanesischem Recht ist es offenkundig möglich, dass ein Mann seiner Frau die Ausreise verweigern darf.

Natürlich ging die Frau sofort zur deutschen Botschaft und bat um Hilfe. Da aber wurde ihr gesagt, die deutsche Botschaft sei nicht zuständig, da sie libanesische Wurzeln habe. Das muss man sich mal vorstellen: Eine deutsche Frau wird von einem Libanensen unter Mithilfe der libanisischen Regierung als Geisel genommen und die deutsche Botschaft hält es für unnötig zu intervenieren, weil die Deutsche libanesische Wurzeln hat.

Zur gleichen Zeit hockt der Libanese in der gemeinsamen Wohnung in Berlin und lässt es sich gut gehen. Die deutschen Behörden halten sich für machtlos. Das ARD-Magazin Panaroma berichtet:

„Universelle Menschen- und Freiheitsrechte scheinen gegen das schiitische Privatrecht nichts ausrichten zu können. Formal kann nur der Ehemann die Ausreisesperre schnell aufheben lassen. Bisher sieht er offenbar kein Motiv dafür – äußern wollte er sich gegenüber Panorama nicht.

Dabei hat der libanesische Ehemann seine Aufenthaltserlaubnis nur deshalb, weil er mit Soukaina, einer Deutschen, verheiratet ist und mir ihr ein Kind hat. Dass die Behörden sein befristetes Aufenthaltsrecht dennoch weiter gelten lassen, obwohl er seine Ehefrau im Libanon festhalten lässt, erstaunt und wirft Fragen auf. Strengere Nachfragen der Behörden zu seinem Aufenthaltsrecht hätten seine Motivlage durchaus beeinflussen können.“

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie entsetzt ich über das Verhalten der deutschen Behörden bin. Bitte sorgen Sie dafür, dass Souikana schnellstmöglich als das angesehen wird, was sie ist, nämlich eine deutsche Geisel im Libanon, die ihre Hilfe braucht.

Bitte reden Sie sich nicht damit heraus, dass Souikana eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt. Die juritische Problematik der doppelten Staatsbürgerschaft ist mir bekannt und die CDU hat lange aber  erfolglos auf diese Probleme hingewiesen, aber all dies darf und kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade eine deutsche Staatsbürgerin Ihre Hilfe braucht.

Helfen Sie.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Liebe Leserinnen und Leser,

bitte schreiben auch Sie unserer Bundeskanzlerin. Wenn die Zeit nicht reicht, dann einfach mit der wunderbaren Funktion des copy/paste. Kopieren Sie ruhig diesen Text.

Sie erreichen unsere Kanzlerin hier:

www.bundeskanzlerin.de

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Am 5. November 2010 erhielt ich folgende Antwort im Auftrag der Bundeskanzlerin:

Sehr geehrter Herr Buurmann,

vielen Dank für Ihre E-Mail zu einem Thema der Auswärtigen Politik an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Leider ist es wegen der Vielzahl der an Frau Dr. Merkel gerichteten E-Mails und Schreiben nicht möglich, Ihnen individuell zu antworten. Ich würde mich freuen, wenn Sie dafür Verständnis haben.

Nach der Aufgabenverteilung innerhalb der Bundesregierung ist das Ministerium für die Bearbeitung von Anfragen und Stellungnahmen zuständig, in dessen Aufgabenbereich das Anliegen fällt.

Für viele Themenbereiche und Fragestellungen hat die Bundesregierung ein umfangreiches Informationsangebot entwickelt, das Ihnen einen schnellen Zugriff auf unser Wissen ermöglicht. In Ihrem Fall möchte ich Ihnen dazu den Internetlink http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Startseite.html empfehlen.

Sollten Sie hier die gewünschten Informationen bzw. Klärungen nicht finden, möchte ich Ihnen raten, sich mit Ihrem Anliegen direkt an das Auswärtige Amt (AA) zu wenden. Sie können das Ministerium per E-Mail über buergerservice@auswaertiges-amt.de erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Armin Disput

Dem Vorschlag meiner Bundeskanzlerin komme ich natürlich gerne nach und bitte alle Leserinnen und Leser es mir gleich zu tun – und zwar hier:

Offener Brief an das Auswärtige Amt

Veröffentlicht unter Deutschland, Feminismus, Nachrichten, Politik

Katholische Vernunft

Ab und zu blättere ich gerne im Katechismus der Katholischen Kirche, weil mir einige Glaubensdogmen so sehr gefallen.

So glaubt der Katholik zum Beispiel an die Unbefleckte Empfängnis Marias, ein Festtag, der am 8. Dezember begangen wird. Damit ist allerdings nicht der Moment gemeint, an dem Jesus gezeugt wurde, schließlich wird sein Geburtstag am 25. Dezember gefeiert, also 17 Tage nach dem 8. Dezember, was nicht ganz die Zeitspanne einer menschlichen Schwangerschaft umfasst, sondern es wird die unbefleckte Empfängnis der Person gefeiert, die am 8. September geboren wurden: Maria! Die Tochter von Anna und Joachim wurde somit laut katholischer Glaubenslehre unbefleckt gezeugt, was jedoch nicht heißt, dass das Sperma und die Eizelle von Joachim und Anna unbefleckt war, sondern in dem Moment wo sich Sperma und Eizelle trafen, also der Moment der Empfängnis unbefleckt war. Anna und Joachim sind somit laut katholischem Glaubensbekenntnis die einzigen Menschen in der Geschichte, die gevögelt haben und dabei eine Tochter gezeugt haben, die unbefleckt empfangen wurde. Nicht mal Maria kann das für sich beanspruchen, denn Maria und der Heilige Geist hatten laut Glaubensdogma im menschlichen Sinne kein Sex. Der Heilige Geist befruchtete nur ihren Schoß, gerüchteweise durch ihr Ohr.

Mein absoluter Favorit in der Katholischen Theologie allerdings ist die Lehre der Transsubstantion (Wandlung). Sie besagt, dass sich im Moment der Eucharistie die Hostie und der Wein in Jesu Fleisch und Blut verwandelt und zwar nicht nur symbolisch, sondern „dem Wesen nach“ und „in seinen Elementen“. So steht es im Katechismus der Katholischen Kirche, bestätigt im Jahre 1992 von Papst Johannes Paul II, dem Stellvertreter des Mannes, über dessen Blut und Fleisch es hier gerade geht.

„Wer leugnet, dass im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft, wirklich und wesentlich der Leib und das Blut zugleich mit der Seele und der Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und folglich der ganze Christus enthalten ist, und behauptet, er sei in ihm nur wie im Zeichen, im Bild oder in der Wirksamkeit, der sei ausgeschlossen.“ [Konzil zu Trient, in Neuner-Roos: Der Glaube der Kirche, Nr. 577. Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1374]

Wer glaubt, die Hostie sei nur ein Symbol, fliegt raus! Nur wer glaubt, bei der Kommunion das Fleisch eines Juden zu essen, ist ein wahrer Katholik im Sinne des Katechismus der Katholischen Kirche. Da wundert es mich nicht, dass im Mittelalter so viele Christen geglaubt haben, Juden würden ihr Mazzebrot mit christlichem Blut zubereiten. Sie haben nur von sich auf andere geschlossen.

Ich frage ich allerdings, was macht eigentlich ein katholischer Vegetarier? Kann er überhaupt das Heil des Leibes Christie empfangen oder gibt es für ihn einen Tofu-Jesus oder einen Gemüse-Christus geben? Was machen die Katholiken, wenn die Grünen einen Vegetariertag verbindlich machen und ihn auf einen Sonntag legen?

„Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi, unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes. Diese Wandlung wurde von der heiligen katholischen Kirche treffend und im eigentlichen Sinne Wesensverwandlung (Transsubstantion) genannt.“ [Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1376.]

Der ganze Jesus ist also in der Hostie anwesend. Da frage ich mich: mit oder ohne Vorhaut? Jesus war Jude und wurde wie die meisten jüdischen Jungen am achten Tag beschnitten. Die Christen feiern das Ereignis acht Tage nach Weihnachten und nennen das Fest Neujahr. Ist Vorhaut in der Hostie?

Die Frage ist mindestens so berechtigt wie die Frage, ob bei Jesus Auferstehung seine Vorhaut mit auferstanden ist. Jesus ist laut Glaubensdogma an Christi Himmelfahrt schließlich körperlich und vor allen unversehrt auferstanden. Kam die Vorhaut also mit? Und wenn ja, passte sie noch? Wo war die Vorhaut in der Zwischenzeit? Und wie ist es möglich, dass im Mittelalter Papst Leo III beanspruchte, im Besitz der Reliquie der Heiligen Vorhaut gewesen zu sein? Was hat er damit gemacht? Angeschaut? Angebetet? Angefasst?

Papst Leo III will die Reliquie der heiligen Vorhaut von Karl dem Großen anlässlich seiner Kaiserkrönung am 25. Dezember 800 geschenkt bekommen haben. Karl der Große wiederum soll die Vorhaut entweder von einem Engel oder von der Kaiserin Irene von Byzanz bekommen haben, die Legende ist da uneins, jedenfalls wurde sie angeblich zusammen mit anderen Reliquien in der Kapelle Sancta Sanctorum im Lateran aufbewahrt. Letztendlich geht das Gerücht, dass die Vorhaut in den Wirren der französischen Revolution verschwunden sein soll. Die Vorhaut hat sich quasi zurückgezogen.

Ich glaube, dass die Vorhaut zusammen mit Jesus an Christi Himmelfahrt zum Himmel aufgestiegen ist, allerdings separat – aber dafür mit eigenen Flügeln! Erst Jesus und dann acht Minuten später der Schmock mit Flügeln hinterher. Vermutlich sitzt der Schmock jetzt zu rechten Jesus auf seiner Schulter und berät ihn. Oder der Schmock ist ein Engel. Vielleicht sind alle Engel in Wahrheit die Vorhäute früher christlicher Heiliger.

Was mich als Bürger der Europäischen Union zudem noch beschäftigt, ist die Frage nach der Haltbarkeit von Jesu Fleisch und Blut. Die Katholische Kirche haut zweitausend Jahre altes Fleisch raus! Wenn das kein Gammelfleischskandal ist. Jede Dönerbude wird für weniger dicht gemacht! Zudem bietet die katholische Kirche Wein aus dem Jahre 33 a.D. an. Hat sie eigentlich eine Schankgenehmigung?

Bis heute haben Hostien kein Verfallsdatum, und dass obwohl jedes Produkt, das in Europa zum Verzehr ausgehändigt wird, laut Europagesetz ein Verfallsdatum angeben und hygienisch rein verpackt sein muss. Eigentlich müsste jede Hostie in Folie eingepackt und mit einem Verfallsdatum versehen werde. Genau dies fordert jüngst auch die EU-Kommissarin Emma Bonino, aber nachgekommen wurde ihre Forderung nicht.

Die spannendste Frage für mich aber ist: Warum nutz die katholische Kirche nicht die moderne Wissenschaft, um die zweite Ankunft des Herrn zu beschleunigen? Wenn sich doch während der Transsubstantion schon der Wein in Jesus Blut verwandelt und zwar seinem Wesen und seinen Elementen nach, warum entnehmen die Katholiken nicht einfach einen Tropfen, entschlüsseln die DNA und klonen einfach die zweite Ankunft des Herrn? Vielleicht hat Gott die Katholiken nur deshalb mit der Vernunft versehen, damit sie ihre Fähigkeiten nutzen können, um die zweite Ankunft des Herrn zu ermöglichen.

Liebe Katholiken,

nutzt Eure gottgegebene Vernunft und sorgt für die zweite Ankunft des Herrn. Ihr könnt es schaffen! Wenn Euch das wirklich gelingen sollte, dann werde ich sofort an Jesus als meinen Messias glauben. Ihr seht also, meine Seele ist noch nicht verloren. Kämpft um mein Seelenheil! Klont Jesus! Ich bitte Euch drum.

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