Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann!

Der folgende Text erschien zum ersten Mal in der New York Sun am 21. September 1897 und wurde von Francis Pharcellus Church verfasst. Mit diesen wunderbaren Worten wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine frohe und gesegnete Weihnacht:

„Mit Freude beantworten wir sofort und damit auf herausragende Weise die folgende Mitteilung und geben gleichzeitig unsere großen Auszeichnung Ausdruck, dass ihre gewissenhafte Autorin zu den Freunden der Sun zählt:

Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt.
Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt.
Papa sagt: ‚Wenn du es in der Sun siehst, ist es so.‘
Bitte sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es einen Weihnachtsmann?

Virginia O’Hanlon.
115 West Ninety-fifth Street.

Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, dass nichts sein kann, das für ihre kleinen Geister unfassbar ist. Alle Geister, Virginia, seien sie nun von Erwachsenen oder Kindern, sind klein. In diesem unseren großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her ein bloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch Gefühl und Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.

Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebensogut nicht an Elfen glauben! Du könntest deinen Papa veranlassen, Menschen anzustellen, die am Weihnachtsabend auf alle Kamine aufpassen, um den Weihnachtsmann zu fangen; aber selbst wenn sie den Weihnachtsmann nicht herunterkommen sähen, was würde das beweisen? Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis dafür, dass sie nicht dort sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen oder sie sich vorstellen.

Du kannst die Babyrassel auseinanderreißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller stärksten Männer aller Zeiten, auseinanderreißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseiteschieben und die übernatürliche Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger.

Kein Weihnachtsmann! Gottseidank! Er lebt, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen.“

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BühnenMenschen

Gerd Buurmann zu Gast bei Pierre Schäfer.

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Willkommen im System!

Wie konnten so viele Menschen Donald Trump wählen? Diese Frage stellen sich gerade viele. Die beste Antwort darauf gibt meiner Meinung nach ein Rapper. Sein Name ist Tom MacDonald.

Tom MacDonald lebt in Los Angeles, wurde in Kanada geboren und wuchs in British Columbia und Alberta auf. Für einige Zeit war er als Wrestler unter dem Namen „Allstar“ tätig. Mit achtzehn Jahren begann er zu rappen. Seinen ersten Erfolg hatte er Anfang 2018 mit dem Song „Dear Rappers“. Kurz zuvor, im Jahr 2017, erlitt er einen schweren Zusammenbruch infolge einer Alkoholsucht, unter der er seit seiner Jugend litt. Seine Lieder spiegeln den Geist, den Protest und die Philosophie vieler Menschen wider, die Trump gewählt haben. Tapfer im Nirgendwo präsentiert seine Lieder mit deutscher Übersetzung.

Willkommen im System!

Willkommen auf der Welt, kleiner Junge, ich male dich rot, weiß und blau an. Die Indoktrination beginnt, sobald du aus dem Mutterleib kommst. Ziemlich schnell machen wir dich dumm mit Lehrplänen in der Schule und wenn das Klassenzimmer nicht reicht, lassen wir dich die Nachrichten schauen. Wähle dein Team, rechts oder links. Nimm die rote oder die blaue Pille. Du kannst wählen, aber selbst wenn du gewinnst, verlieren trotzdem alle!

Vergiss nicht, Designerklamotten zu kaufen, denn Gucci macht dich cool. Wir bevorzugen materielle Besitztümer über die Wahrheit. Such dir einen Job, den du hasst, nur um ein paar Dosen Futter zu kaufen. Zieh in den Krieg für die Freiheit, wir könnten etwas Öl gebrauchen. Unsere Demokratie existiert, damit du glaubst, dass du die Wahl hast. Doch unsere Algorithmen bringen dich dazu, dass zu tun, was wir wollen!

Was ist dein Problem? Du bist depressiv? Die Gesellschaft hat dich verwirrt? Wir haben Medikamente für dich! Du wirst sie wahrscheinlich missbrauchen. Heirate eine Frau, die auch keinen Plan hat und bring ein paar Kinder zur Welt, die genauso sind wie du!

Willkommen im System, jeder ist ein Opfer, egal ob schwarz oder weiß. Es hasst euch alle. Hier im System ist Gewalt ein Symptom. Kämpfen für das Richtige, aber irgendwie liegt jeder falsch.

Willkommen auf der Welt, kleines Mädchen, ich male dich rosa, wenn das okay ist. Wir fördern deine Selbstzerstörung durch die Musik, die du hörst. Wir haben alle Männer durch Politik und Hautfarbe gespalten, und ehrlich gesagt funktioniert es großartig. Also machen wir das Gleiche bei dir. Wir bringen dir nie bei, dich selbst zu lieben, sondern füllen dich mit Hass, objektivieren deine Sexualität und geben dir dann die Schuld an Vergewaltigung!

Und wir machen die Unterschiede, die Männer und Frauen großartig machen, zur Waffe, und um dich dann richtig zu verarschen, lösen wir die Geschlechter auf. Alle sind gleich! Wir geben dir Rechte, zu wählen und für gleichen Lohn zu kämpfen und dann lassen wir die Männer zu Frauen werden, und du musst wieder für deine Rechte kämpfen! Aber du dachtest, du hättest es verstanden, doch alles hat sich geändert!

Willkommen im System, genieße deinen Aufenthalt. Hier ist eine Bibel und die billigste Flasche Schnaps, die wir haben. Finde einen Mann, der dich versorgen kann, um die Löcher zu füllen, die wir gemacht haben. Kauf ein Haus, lass dich nieder, erfülle deine Pflicht, pflanze sich fort und mache ein paar Kinder, die dasselbe tun werden!

Willkommen in der Welt, alle miteinander. Ich male euch schwarz und weiß. Ich lasse euch einander hassen, damit jeder gegen jeden kämpft. Ich gebe euch Religion, damit die Gerechten das Licht finden können, aber ich gebe euch auch die Wissenschaft, um das Wort Christi zu widersprechen. Und ich gebe euch Grenzen, imaginäre Linien, wenn ihr sie überschreitet, dann führt Kriege und ihr gewinnt, wenn alle sterben!

Und ich gebe euch Geld, das ihr mehr schätzt als das Leben und lasse das eine Prozent alles haben, während ihr ums Überleben kämpft. Dann gebe ich euch Politik, ich nenne es links und rechts und während ihr euch selbst spaltet, erobere ich beide Seiten!

Seht ihr nicht? Ich bin das System. Mein ganzes Ziel ist Spaltung! Was ihr wählt, spielt keine Rolle, denn alles gehört mir!

Willkommen im System, jeder ist ein Opfer, egal ob schwarz oder weiß. Es hasst euch alle. Hier im System ist Gewalt ein Symptom. Kämpfen für das Richtige, aber irgendwie liegt jeder falsch.

Fakten!

Sie nennen mich anstößig, kontrovers. Es gibt nur zwei Geschlechter: Jungen und Mädchen. Sie können meine Botschaft nicht canceln, denn ich bin der größte unabhängige Rapper auf der ganzen Welt.

Sie behaupten, ich sei rassistisch, ja, klar. Ich schäme mich nicht, weil ich weiß bin. Wenn jeder Weiße ein Rassist ist, dann ist wohl jeder Muslim ein Terrorist und jeder Liberale hat immer recht. 

Ich will nicht mit Leuten reden, die es nicht verstehen. „Go woke, go broke“ – keine Hoffnung, das ist erbärmlich. Pro-Choice, Pronomen, Pro-Liebe – ihr seid progressiv, aber ihr seid nicht pro-Waffen, also wer soll euch beschützen?

Wo sind die amerikanischen Flaggen hin? Erinnert ihr euch, als man sie aufgehängt hat? Sie wurden abgenommen, alle ersetzt durch BLM-Flaggen oder Regenbogenfarben.

Das ist kein Rap, es geht nicht um Geld, Autos oder Kleidung. Wir verkaufen keine Drogen, wir werden nicht überdosieren. Wir propagieren keine Waffen, keine Werbung für Strip-Stangen. Wir machen eure Söhne nicht zu Gangstern oder eure Töchter zu Prostituierten.

Es ist mir egal, ob ich dich beleidige. Ich bin hier, um dich aufzuregen. Du kannst weinen, du kannst schreien, du kannst auf die Straßen gehen. Ihr habt der Polizei die Mittel entzogen, jetzt ist niemand mehr da, um euch zu schützen.

Ich hoffe, ich beleidige dich. Ich frage mich: „Was würde Ben tun?“ Lass uns ehrlich bleiben. Fakten kümmern sich nicht darum, wie du dich fühlst Wenn du meine Pronomen wissen willst: Ich bin „der Mann“, der Mann, der dich nicht respektiert. 

(Ben Shapiro: Schau dir die Statistiken an, ich habe die Fakten. Mein Geld ist wie Lizzo. Meine Taschen sind fett. Kumpel, ich bin episch, sei keine „WAP“. Dude, das ist eine Jarmulke, keine „Cap“. Schau dir die Diagramme an, schau dir meine Charts an. Du verschwendest Geld für Stripperinnen und Autos. Du gehst ins Gefängnis. Ich bin im Fernsehen. Dude, niemand weiß, wer du bist. Verbreite weiter Hass auf mich im Internet. Meine Kommentarspalte ist voll mit woke Karens. Und ich mache Kohle durch Zinseszins, während ihr noch bei euren Eltern lebt. Nicki, mach dir Notizen, ich habe das hier nur zum Spaß gemacht. Alle meine Leute laden das herunter, lass uns die Billboard-Charts auf Platz eins bringen.)

Du bist wütend, wütend, wütend. Es scheint cool zu sein, das Opfer zu spielen, aber ich werde der Mann sein. Du bist traurig, traurig, traurig. Alles, was du hast, ist getriggert zu sein, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Du bist wütend, wütend, wütend. Du gibst jedem anderen die Schuld für jedes Problem, das du finden kannst. Du bist traurig, traurig, traurig. Ich werde niemals sagen, dass es mir leid tut, ich nehme nichts zurück.

Fake Woke

Ich finde es verrückt, dass ich derjenige bin, der als kontrovers bezeichnet wird, während Cardi B das Vorbild für zwölfjährige Madchen ist. Es gibt Rapper, die Xanax an der Spitze der Billboard-Charts pushen, aber wenn ich Hautfarbe in einem Song erwähne, habe ich Angst, dass man mich dafür umbringt. 

Es ist verrückt, es wird exponentiell dümmer Es ist schwieriger, einen Job zu bekommen, als eine Waffe zu kaufen. Eminem bashte früher Homosexuelle und mordete seine Mutter, und jetzt will er keine Fans, die für Trump gestimmt haben.

Wir schämen uns, Amerikaner zu sein. Du solltest es aber lieber lieben, denn du hast das Recht, es zu sagen, ohne öffentlich aufgehängt zu werden. Als Kinder lernten wir, wie man geht und spricht, aber das System möchte, dass Erwachsene sich hinsetzen und den Mund halten. 

Die Cancel Culture regiert jetzt die Welt. Der Planet ist verrückt geworden. Sie bezeichnen alles, was wir sagen, als homophob oder rassistisch. Wenn du weiß bist, dann bist du privilegiert, schuldig durch Assoziation. Alle unsere Kindheitshelden wurden #MeToo-Opfer oder sind Vergewaltiger. 

Sie haben die Sklaven nie befreit, sie haben erkannt, dass sie keine Ketten brauchen. Sie gaben uns stattdessen kleine Bildschirme, wir denken, wir sind frei, weil wir den Käfig nicht sehen können.

Sie wussten, dass ein Rassenkrieg das Spiel sein würde, das sie spielen müssen. Um Menschen dazu zu bringen, sich in Gruppen zu spalten, nutzen sie die Medien, um das Feuer zu schüren. 

Sie sind so fake woke. Fakten kümmern sich aber nicht um Gefühle! Sie wissen, dass sie mir nicht sagen können, woran ich glauben soll. Sie sind so fake woke, immer die gleichen Schutzräume. Sie sind so fake woke! Fakten kümmern sich nicht um deine Gefühle! Ich finde es verrückt, dass all diese Leute Fakten schreien, aber sie sind fake woke.

Der hasst seinen Nachbarn, weil er eine Maske trägt oder zu Hause bleibt. Der hat eine Tochter, aber sein Lieblingskünstler sagt, dass er Huren schlägt. Der holt sie von der Schule ab und Musik läuft auf dem Heimweg.

Zensur ist ein Problem, weil sie entscheiden, was sie löschen. Es gibt einen Unterschied zwischen Hassrede und Rede, die du hasst! 

Ich finde, „Black Lives Matter“ war der dümmste Name, weil das System jeden gleich verarscht. Ich will einfach nur das Erntedanktagfest mit Essen und meiner Familie verbringen, ohne dafür beschuldigt zu werden, den Mord an den Ureinwohnern zu feiern.

Wir sind so gespalten, es ist schwarz und weiß und politisch, Republikaner sind Bigotten, Lib-Tards, wenn du liberal bist. Es gibt Aufstände auf unseren Straßen, und es wird immer schlimmer.

Ihr schreit „Entzieht der Polizei die Mittel!“. Ihr seid wirklich Genies. Sie sind bereits unterfinanziert! Sie sind viel zu beschäftigt, um zu arbeiten. Bestell dir mal Essen und ruf die Polizei und schau, was als erstes kommt.

Segregation ist vorbei, das ist eine Lüge. Das war eine Strategie, um uns glauben zu lassen, dass sie versuchten, uns zu helfen. Sie wussten, dass Rassismus heiß sein würde, weil sie es nur gut genug verkauft bekommen. Wir kaufen jedes einzelne Produkt und spalten uns selbst dabei. 

Wir benutzen Gewalt, um Frieden zu bekommen, und fragen uns, warum es nicht tunktioniert. Das ist, wie mit einem Fußballteam zu schlafen, um Jungfrau zu bleiben. Politiker stehen zum Verkauf, und jemand macht immer den Kauf. Aber du und ich können es uns nicht leisten. Unsere Demokratie ist wertlos.

Wenn ein Mann eine geistige Krankheit hat, nennen sie ihn verrückt, sagen es leise, aber wenn das Land verrückt wird, akzeptieren wir es als Gesellschaft. Werd krank und nimm eine Pille, wenn die Nebenwirkungen dich benebelt, wirst du süchtig wie diese Rapper, die sterben, während sie gegen die Abstinenz kämpfen.

Die Zensur der Fakten macht unsere Kinder zu Idioten. Sie behaupten, es sei alles nur zu unserer Sicherheit. Aber ich sage dir, was es wirklich ist: Es löscht die Informationen, die alle Bürger stärken würden. Die Wahrheit schadet keinen legitimen Standpunkten. 

Sie versuchen, Amen zu „A-Men“ und „A-women“ zu ändern. Wie haben wir es nur zulassen können, dass Beten zu einer Mikroaggression wird? Anstatt Gott um Kraft zu bitten, weiter zu kommen, betrügen wir, um voranzukommen, und bitten ihn dann um Vergebung.

Der Feminismus war früher der gerechtfertigteste aller Kämpfe, aber heute scheint es, als ob sie heimlich Männer hassen. Ich vertraue niemandem, der eine Woche lang blutet und nicht stirbt. Ich mache nur Spaß, aber alles andere, was ich gesagt habe, ist richtig.

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Das ist Widerstand, sagt Jürgen Todenhöfer!

„Sind Hamas, Hisbollah und die Huthis wirklich „Terrororganisationen“?“ Das fragt sich Jürgen Todenhöfer und kommt zu dem Ergebnis: Nein!

„Die brutalen Anschläge der Hamas am 7. Oktober waren unstreitig terroristisch. Ich habe sie von Anfang an uneingeschränkt verurteilt. Doch das macht die Hamas, die gegen die rassistische Unterdrückung und Entmenschlichung der Palästinenser kämpft, nicht zu einer „Terrororganisation“ im Stil von Al-Qaida, IS oder RAF – wie unsere Politiker papageienhaft den USA und Israel nachplappern. Die Hamas ist im Kern vor allem eine Widerstandsbewegung, die darüber hinaus in Gaza die Regierung stellt, und keine „Terrororganisation“. Der Westen und Israel machen es sich zu leicht, wenn sie einfach all ihre Feinde „Terroristen“ nennen.“

Dies sind die Worte von Jürgen Todenhöfer. Lassen wir uns mal auf seine Gedankenwelt ein und lassen die Gräueltaten vom 7. Oktober 2023 außen vor. Schauen wir uns einfach mal an, wofür die Hamas vor dem 7. Oktober alles gestanden hat.

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah im Süden des Gazastreifens:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

DAS IST IM KERN WIDERSTAND, SAGT JÜRGEN TODENHÖFER!

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

DAS IST IM KERN WIDERSTAND, SAGT JÜRGEN TODENHÖFER!

Fathi Ahmad Hamad war von 2009 bis 2014 Innenminister im Gazastreifen und erklärte im Juli 2019.

„Wir müssen alle Juden auf dem Antlitz der Erde angreifen, sie schlachten und töten mit der Hilfe Gottes. Das ganze palästinensische Volk ist bereit, sich in die Luft zu sprengen. Wir bauen Fabriken für Sprengstoffgürtel mit Gottes Hilfe. Unsere Schwestern sind bereit, sie zu tragen. Wir alle sind bereit, die Sprengstoffgürtel zu tragen auf dem Weg zu Gott. Wir werden die Spengstoffgürtel massenhaft verteilen. Wir wollen, dass Ihr die Messer schwenkt. Sie kosten nur fünf Schekel das Stück. Was muss uns die Kehle eines Juden kosten? Fünf Schekel oder weniger.“

DAS IST IM KERN WIDERSTAND, SAGT JÜRGEN TODENHÖFER!

Am 24. August 2019 erklärten ein paar Widerstandsbewegte im Gazastreifen:

„Das ist Hitler, der die Juden verbrannt und zu Seife verarbeitet hat. Vor drei Wochen haben wir diese Fahne gemacht und hier her gebracht. Wir werden es jetzt jede Woche tun.“

DAS IST IM KERN WIDERSTAND, SAGT JÜRGEN TODENHÖFER!

Schauen wir uns den „unterdrückten und entmenschlichten Palästinenser“ etwas genauer an:

DAS IST IM KERN WIDERSTAND, SAGT JÜRGEN TODENHÖFER!

In der Gründungscharta der Hamas heißt es im Artikel 7:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

DAS IST IM KERN WIDERSTAND, SAGT JÜRGEN TODENHÖFER!

Im April 2018 wurde in Gaza die Hakenkreuzflagge gehisst:

DAS IST IM KERN WIDERSTAND, SAGT JÜRGEN TODENHÖFER!

Nachdem man dies alles gesehen hat, fragt man sich, was Jürgen Todenhöfer wohl im Kern ist.

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Tischtennisplatten

Tapfer im Nirgendwo präsentiert „Tischtennisplatten“ von Viktoria Burkert.

Zerrissene Jeans und jede Woche eine neue Haarfarbe. Grün ging gar nicht, aber blau, das sah gut aus und das wächst ja raus.

Weißte noch Susanne? Die musste um 18 Uhr zu Hause sein. Susanne sagte zu allem „Amen“ und „Ja“, wir sagten zu allem „Nein“, auch zu Susanne.

Die Stadt in der Nacht, eine erste Zigarette auf dem Spielplatz. Wir kickten Coladosen gegen die Wand, Jugend ohne Zukunft, Welt ohne Dosenpfand.

Wir lagen auf Tischtennisplatten und sahen in den Wolken nur Wolken, das wär jetzt’n Problem, aber früher war das schön.

Das Leben ist kein Kampf, das Leben ist Lachen und Alf zitieren. Sommerferien und Wassereis, auf ne frisch gestrichne Wand ein paar Sprüche schmiern.

Tage im Wald, ein Skateboard und aufgeschlagene Knie. In deinem Keller wohnte Pennywise, wir werden ihn besiegen, wir wussten schon wie, aber erstmal mit ein paar Groschen zum Kaugummiautomaten an der Ecke, warmer Regen und Erdbeergeschmack, man weiß halt erst was man hat, wenn man es hat.

Wir lagen auf Tischtennisplatten und sahen in den Wolken nur Wolken, das wär jetzt’n Problem, aber früher war das schön.

Wir konnten alle Lieder von Meat Loaf mitsingen, auch die ganz langen; das musste erstmal bringen, zwölf Minuten ein einziger Song, when everything’s right, nothing is wrong.

Oh, leere Zimmer, die Poster aus der Bravo längst im Altpapier. Die Freundschaftsbändchen fielen von alleine ab, am Bahndamm ein Graffiti, „wir waren hier“.

Ein erstes Tattoo, und Jahre später immer noch wissen: Niemand konnte, was wir wirklich sind, zerstören: Spul mal zurück, ich will das Lied nochmal hörn.

Wir lagen auf Tischtennisplatten und sahen in den Wolken nur Wolken, das wär jetzt’n Problem,aber früher war das schön.

Es ist wirklich vorbei, doch wir waren da, objects in the rear view mirror may appear closer than they are,

closer than they are.

Text, Musik & Gesang: Viktoria Burkert / Arrangement: Markus Schimpp

Sollten Ihnen dieses Lied so gut gefallen, dass Sie etwas Geld für diese Kunst geben möchten, dann überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Vergessen Sie nicht, als Verwendungszweck „Tischtennisplatten“ anzugeben, denn dadurch unterstützen Sie konkret das Lied, die Autorin und den Arrangeur.

(TINVB)

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Die öffentlich-rechtlichen Gewalttätigen

Es ist teilweise erschreckend bis abscheulich, welches Framing von einigen Leuten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten betrieben wird.

Alle Menschen haben das Recht auf Framing. Sie dürfen den politischen Gegner dämonisieren und Kritiker verteufeln. Die Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten genießen jedoch das Privileg, alle Bürger des Landes unter Nutzung staatlicher Gewalt zu zwingen, ihr Framing zu finanzieren.

Jeder Mensch hat das Recht, mit seinen Mitmenschen hart ins Gericht zu gehen. Die Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zwingen jedoch die von ihnen in die Mangel genommenen Personen dazu, für diese Behandlung zu bezahlen. Sie zwingen die von ihnen angegriffenen Menschen dazu, die mediale Waffe zu finanzieren, mit der sie konfrontiert werden. Zu fürchten haben diese Sender nichts, denn die konfrontierte Person verfügt gar nicht über vergleichbare mediale Mittel, um sich effektiv verteidigen zu können. Der Sender ist stärker. Dafür sorgt der Staat.

Sollte eine von öffentlich-rechtlichen Söldnern konfrontierte Person doch einmal etwas mehr Verteidigungsmöglichkeiten erhalten, zum Beispiel durch ein soziales Netzwerk wie X, wird das Netzwerk von den Hofnarren des öffentlich-rechtlichen Hofstaates verunglimpft. Der Rundfunkbeitrag finanziert somit die Angreifer, nicht die Angegriffenen.

Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung über das Internet zu verstärken. Das öffentlich-rechtliche System jedoch verteilt zwangsfinanzierte TV-Megafone an ausgewählte Burgwächter, die durch ihre mit Gewalt finanzierte und dadurch etablierte Fernsehpräsenz Millionen Follower auf X, Facebook, Instagram und anderen sozialen Netzwerken generieren und dadurch ihre Macht ausbauen.

Die Verteidiger des Zwangs zum Rundfunkbeitrag behaupten immer wieder, ohne die Öffentlich-Rechtlichen würde alles noch viel schlimmer werden. Dieses Argument ist allerdings besonders aus zwischenmenschlichen Beziehungen bekannt. Dort sind es allerdings für gewöhnlich die Brutalen und Gewalttäter, die behaupten: „Ohne mich wird es dir noch viel, viel dreckiger gehen.“

Der Inhalt und die Qualität der Sendungen sind zudem völlig irrelevant für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit des öffentlich-rechtlichen Systems. Selbst ein edler Fürst macht mich nicht zum Anhänger der Aristokratie. Sogar ein König mit den schönsten Kleidern und Gedichten lässt mich nicht an den Vorzügen einer demokratischen Republik zweifeln. Ein Mann kann der beste Liebhaber der Welt sein, er kann die besten Qualitäten haben, aber wenn er mein Nein nicht akzeptiert, ist und bleibt es eine Vergewaltigung.

Ich möchte daher dem Framing der öffentlich-rechtlichen Anstalten etwas entgegensetzen und rahme die Menschen, die für ARD und ZDF arbeiten, ebenfalls klar ein. Ich werde mir dabei ein Beispiel an der Unverschämtheit nehmen, die die öffentlich-rechtlichen Hofnarren, Burgwächter und Söldner teilweise an den Tag legen.

Da der Rundfunkbeitrag von allen Bürgern mit Gewalt entrichtet werden muss, sind für mich alle, die für diese Anstalten arbeiten, Nutznießer von Gewalt. Da auch jene die Gebühr zahlen, die überzeugte Nazis sind, gilt ebenfalls, dass sich die Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sender wissentlich von Nazis finanzieren lassen. Da auch politische Meinungsmacher, die ihren politischen Gegnern mit ihren Aussagen schaden wollen, durch den Zwang finanziert werden, sind für mich alle Menschen, die für ARD und ZDF arbeiten: „Nutznießer von Gewalt, die sich auch von Nazis finanzieren lassen, um den politischen und gesellschaftlichen Gegnern zu schaden.“

Das nächste Mal also, wenn Sie wieder einen öffentlich-rechtlichen Hofnarren, Burgwächter oder Söldner hören, wie er sich selbstgerecht im Ton vergreift, dann nennen Sie ihn einfach einen Nutznießer von Gewalt, der sich von Nazis finanzieren lässt, um den politischen Gegnern zu schaden.

Wenn jemand nach einer Quelle für diese Behauptung verlangt, dann teilen Sie einfach diesen Artikel.

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Gedanken zur Trump-Harris-Debatte

In der Bewertung der ersten Präsidentschaftsdebatte zwischen Kamala Harris und Donald Trump hört man aus manchen Kreisen die Behauptung, die beiden Moderatoren der Debatte, David Muir und Linsey Davis, hätten keine gute Arbeit geleistet. Diese Kritik trifft jedoch nicht ganz zu.

Wenn es um den ehemaligen Präsidenten und Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ging, bewiesen die Moderatoren durchaus ihre journalistischen Fähigkeiten. Sie stellten Trump mehrfach zur Rede und korrigierten ihn live, wenn er in ihren Augen Falschaussagen getätigt hatte. Muir und Davis führten eine hartnäckige Befragung durch, die von Trump verlangte, sich zu rechtfertigen und Verantwortung zu übernehmen. Einen solchen Umgang mit einem Kandidaten darf man von einem Menschen erwarten, der erneut das höchste Amt der Vereinigten Staaten anstrebt.

Die beiden Moderatoren kritisierten Trump offen, was wichtig ist, denn als Präsident muss Trump in der Lage sein, nicht nur mit Kritikern im eigenen Land, sondern auch mit internationalen Politikern wie Putin oder anderen autokratischen Herrschern umzugehen. Die Moderation zeigte, dass Trump durchaus in der Lage ist, solchen Herausforderungen zu begegnen, Kritik zu ertragen und Druck auszuhalten.

Anders sah es hingegen bei Kamala Harris aus. In Bezug auf sie machten die Moderatoren einen mangelhaften bis ungenügenden Job. Obwohl Harris mehrere Falschaussagen tätigte, wurde sie kein einziges Mal von Muir und Davis zur Rechenschaft gezogen. Als sie behauptete, Donald Trump habe mit einem Blutbad gedroht, falls er die Wahl nicht gewinnt, wurde sie nicht von den Moderatoren korrigiert. Trump hatte nämlich nicht mit einem Blutbad gedroht, sondern lediglich erklärt, es würde wirtschaftlich ein Blutbad geben, falls die Wirtschafts- und Zollpolitik der Biden-Harris-Administration nicht überdacht würde. Sogar mit der „Feine-Leute-Lüge“ kam Harris um die Ecke und wurde von den Moderatoren nicht korrigiert.

Während Trump mehrmals hart ins Verhör genommen wurde, blieb Harris ohne kritische Rückfragen und wurde im Vergleich buchstäblich mit Samthandschuhen angefasst. Das lässt die Frage offen, ob sie in der Lage ist, mit echtem Gegenwind umzugehen, eine Frage, die in einer Präsidentschaftsdebatte jedoch von zentraler Bedeutung sein sollte.

Die Debatte lieferte kaum Hinweise darauf, ob Harris in der Lage ist, dem außen- und innenpolitischen Druck, der mit dem Amt der Präsidentin verbunden ist, standzuhalten. Es wurde lediglich gezeigt, dass Donald Trump das Potenzial hat, als Präsident mit Kritik und Widerständen umzugehen, während bei Kamala Harris große Zweifel bestehen bleiben.

Donald Trump selbst stellte in der Debatte eine entscheidende Frage: Warum hat Harris, die seit dreieinhalb Jahren als Vizepräsidentin im Amt ist, nicht bereits das umgesetzt, was sie als zukünftige Präsidentin verspricht? Er sagte sinngemäß, sie solle doch jetzt die Diskussion verlassen und nach Washington gehen, um das zu tun, was sie hier behauptet, tun zu wollen, denn sie könne das ja jetzt schon, da sie als Vizepräsidentin Teil der Regierung ist. Dies war ein klarer Seitenhieb auf ihre bisherige, sehr bescheidene politische Bilanz.

Trump bemerkte in der Debatte ebenfalls, dass Kamala Harris nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kurz darauf gemeinsam mit der ganzen Welt Zeugin des Ausbruchs des Ukraine-Krieges wurde. Kamala Harris traf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj erstmals im Februar 2022 während der Münchner Sicherheitskonferenz. Dies geschah nur wenige Tage vor Beginn der russischen Invasion in die Ukraine. Trump deutete dies als Zeichen dafür, dass Harris nicht die nötige Durchsetzungskraft gegenüber Putin besessen habe, um den Krieg zu verhindern. Er erklärte zudem, dass der Biden-Harris-Administration generell das Geschick fehle, in herausfordernden Zeiten entschlossen zu handeln, was sich besonders an der desaströsen Lage im Nahen Osten sowie an der Südgrenze zu Mexiko mehr als deutlich zeige.

Ein Tiefpunkt der Debatte wurde erreicht, als die Moderatoren gemeinsam mit Kamala Harris spekulierten, ob Donald Trumps Rhetorik zur Spaltung Amerikas beigetragen habe. Ausgerechnet der Mann, über den seitens der Demokraten behauptet wurde, er sei eine Bedrohung für die Demokratie, ein abgrundtief böser Mensch, der die Republik gefährde, musste sich gegen Vorwürfe verteidigen, seine Worte könnten das Land spalten. Ironischerweise wurde in diesem Zusammenhang nicht einmal der kürzliche Attentatsversuch auf Donald Trump erwähnt. Trump selbst musste die Debatte auf dieses ernste Thema lenken, indem er erklärte: „Ich habe wahrscheinlich eine Kugel in den Kopf bekommen wegen dem, was sie über mich sagen.“

„I probably took a bullet to the head because of what they say about me.“

Die Moderatoren und Kamala Harris ignorierten diese berechtigte Klage von Donald Trump. Zudem wurde die Frage, ob die Aussagen von Harris oder anderen führenden Demokraten zur Polarisierung beigetragen und womöglich sogar Hass gegen Trump geschürt haben könnten, nicht gestellt.

Trump wurde in der Debatte gefragt, ob seine Aussagen über Kamala Harris Rassismus befördern könnten und ob ihre Hautfarbe für ihn eine Rolle spiele. Seine Antwort war klar: Ihm sei es egal, welche Hautfarbe Kamala Harris habe. Was ihm jedoch auffalle, sei, dass für Harris ihre Hautfarbe und ihr Geschlecht eine bedeutende Rolle zu spielen scheinen. Trotz dieser klaren Antwort unterstellte Harris ihm Rassismus. Sie wurde jedoch nicht gefragt, ob ihre eigenen Aussagen über Trump möglicherweise zu dem Hass geführt haben könnten, der in einem Mordversuch gegen ihn gipfelte.

Ein weiteres Beispiel für diese unausgewogene Behandlung zeigt sich darin, dass Harris nicht dazu befragt wurde, wie sie damit umgeht, dass einige Menschen öffentlich ihr Bedauern darüber geäußert haben, dass der Anschlag auf Trump nicht erfolgreich war. Es war eine erschreckende Doppelmoral seitens der Moderatoren, die nicht nur in diesem Zusammenhang deutlich wurde.

Die Debatte zeigte, wie unterschiedlich Politiker von den Medien behandelt werden, je nachdem, welchem Lager sie angehören. Streng genommen fand bei der Präsidentschaftsdebatte keine Debatte zwischen Kamala Harris und Donald Trump statt, moderiert von zwei Journalisten, sondern eine Debatte zwischen Donald Trump auf der einen Seite und Kamala Harris gemeinsam mit den zwei Journalisten auf der anderen Seite. Es gab teilweise Momente, in denen man sich fragte, warum Harris die Debatte nicht tatsächlich verließ, da sie gar nicht mehr gebraucht wurde. Sollte Kamala Harris und ihr Vize Tim Walz aus irgendeinem Grund in den nächsten Tagen vom Wahlzettel entfernt werden, wie vor ein paar Wochen Joe Biden, könnte man einfach das Moderatorenteam auf den Wahlzettel setzen, da sie sich in der Debatte klar wie Kandidaten der demokratischen Partei verhalten haben und nicht wie Journalisten. 

Dennoch muss man der Moderation eines zugestehen: Sie hat gezeigt, dass Trump ein Präsident ist, der mit feindlich gesinnten Gegnern und harscher Kritik umgehen kann. Im Gegensatz dazu ließ die Behandlung von Kamala Harris die Frage offen, ob sie das gleiche Durchhaltevermögen besitzt. Die Erkenntnis aus der Debatte ist also nicht, dass Donald Trump an einigen Stellen laut, harsch, ungehalten und nervös wurde, sondern dass er all dem Druck standgehalten hat, während wir bei Kamala Harris nicht wissen, ob sie einem solchen Druck standhalten kann, da sie ihm nicht ausgesetzt wurde, obwohl es durchaus möglich gewesen wäre und geboten war.

Die Debatte zeigte somit einen ehemaligen Präsidenten, der auch in Zeiten größter Angriffe standhaft bleibt, und eine als Vizepräsidentin amtierende Präsidentschaftskandidatin, geschützt von einer millionenschweren Propagandaindustrie der Medien, von der niemand weiß, wie sie mit Widerständen umgeht. Wir wissen jedoch, dass unter ihrer Administration die Welt in ein kriegerisches Chaos gestürzt ist, ob nun in der Ukraine oder in Israel und die Grenze im Süden keinen Schutz mehr bietet vor Menschenhändlern und anderen Kriminellen.

Die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten ist kein Hofstaat, in dem der Präsident oder die Präsidentin hofiert wird. Vielmehr muss sich eine Person in dieser Position der Kritik und den Herausforderungen stellen. Trump bewies, dass er dazu in der Lage ist, während bei Harris große Zweifel bleiben. Daher ist es eindeutig: Donald Trump ging als eigentlicher Sieger des Abends hervor.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

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Was ist ein Theatermensch? 

Gerd Buurmann im Gespräch mit Pierre Schäfer.

„Wer bereit ist, aus Liebe zu einigen Quadratmetern Bretterboden und aus Begeisterung für das Stück Leben, das auf diesen Brettern entstehen kann, alles auf sich zu nehmen und jede Kleinigkeit und jede Schmutzarbeit mit der gleichen Liebe zu tun, mit der er eine große Rolle spielt oder eine faszinierende Regie führt – das ist ein Theatermensch. Wer sich nur auf sein Rollenfach beschränkt und sich mit den unscheinbaren Nebensächlichkeiten des Theaterberufs bloß abfindet, kann ein hervorragender Theaterkünstler sein, aber niemals ein Theatermensch.“

Das sind die Worte von Jean-Louis Barrault und sie beschreiben perfekt, was ein Theatermensch ist.

In einem Gespräch unter Künstlerkollegen trifft der Comedian Pierre Schäfer auf den Theatermensch Gerd Buurmann. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht Buurmanns europaweit erfolgreiche Bühnenshow Kunst gegen Bares, die er 2007 in Köln ins Leben gerufen hat.

Die Show, bei der Kunst und Kapital direkt aufeinander treffen, hat sich längst zu einem Phänomen in der Kleinkunstszene entwickelt. Kunst gegen Bares bietet Künstlerinnen und Künstlern jeder Art eine Bühne, auf der sie ihr Können zeigen können, sei es Stand-up-Comedy, Schauspiel, Musik, Zauberei, Jonglage oder was auch immer eine kleinere Bühne tragen kann. 

Das Publikum wird zum aktiven Teil des Abends, denn es entscheidet selbst, wie viel Bares die dargebotene Kunst wert ist. Über Sparschweine wird direkt für die Performance bezahlt, ohne jegliche Zwischenhändler und Subventionen. Dieses Konzept hat sich schnell verbreitet und wird heute in über 80 Städten in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Österreich und Spanien erfolgreich umgesetzt.

Gerd Buurmann teilt in diesem Gespräch Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Kunst gegen Bares, die Herausforderungen einer subventionsfreien Kunstszene und seinen Glauben an die direkte Verbindung zwischen Künstler und Publikum. Ein inspirierender Austausch über Kunst, Freiheit und die Kraft der Eigenverantwortung.

Bild: Antonio Ruiz Tamayo
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„Sie fürchten die Wahrheit“

Robert F. Kennedy Jr. hat seine Präsidentschaftswahlkampagne zugunsten von Donald Trump beendet. In seiner diesbezüglichen Rede hat er erklärt, die Partei der Demokraten sei „die Partei des Krieges, der Zensur, der Korruption, der großen Pharma-, Technik- und Agrarunternehmen sowie des großen Geldes geworden.“ Hier seine Hauptvorwürfe ich Deutscher Übersetzung: 

„Als die Demokraten sich von der Demokratie verabschiedeten, indem sie die Vorwahlen absagten, um den kognitiven Verfall des amtierenden Präsidenten zu verbergen, verließ ich die Partei, um als Unabhängiger zu kandidieren. Der Mainstream der amerikanischen Politik und des Journalismus verspottete meine Entscheidung. (…)

In einem ehrlichen System glaube ich, dass ich die Wahl gewonnen hätte, in einem System, wie es mein Vater und meine Onkel erlebten, mit offenen Debatten, fairen Vorwahlen und einem wirklich unabhängigen Medien, das nicht durch Regierungspropaganda und Zensur beeinträchtigt wird. In einem System mit unparteiischen Gerichten und Wahlgremien wäre alles anders verlaufen. Schließlich zeigten Umfragen konstant, dass ich sowohl in Beliebtheit als auch in direkten Vergleichen gegen die anderen Kandidaten gewonnen hätte. Leider muss ich sagen, dass die Demokratie zwar an der Basis noch lebt, aber für unsere politischen Institutionen, unsere Medien und unsere Regierung kaum mehr als ein Slogan geworden ist. Und am traurigsten für mich ist, dass die Demokratische Partei im Namen der Rettung der Demokratie sich darauf konzentrierte, sie abzubauen. Die Partei hatte nicht das Vertrauen, dass ihr Kandidat in einer fairen Wahl gewinnen könnte.

Bei den Wahlen führte das Demokratische Nationalkomitee einen ständigen Rechtskrieg sowohl gegen Präsident Trump als auch gegen mich. Jedes Mal, wenn unsere Freiwilligen die riesigen Kisten mit Unterschriften abgaben, die notwendig waren, um auf den Wahlzettel zu kommen, zog uns das Demokratische Nationalkomitee von Bundesstaat zu Bundesstaat vor Gericht, um ihre Arbeit zu annullieren und den Willen der Wähler zu untergraben, die diese Petitionen unterschrieben hatten. Das Demokratische Nationalkomitee setzte von ihm unterstützte Richter ein, um mich und andere Kandidaten von den Wahlzetteln zu entfernen und Präsident Trump ins Gefängnis zu werfen. Es führte eine gefälschte Vorwahl durch, die so manipuliert war, dass jede ernsthafte Herausforderung für Präsident Biden verhindert wurde. 

Als dann eine vorhersehbar schlecht verlaufene Debatte einen Putsch gegen Präsident Biden auslöste, ernannten die gleichen zwielichtigen Vertreter des Demokratischen Nationalkomitee seine Nachfolgerin, ohne eine Wahl abzuhalten. Sie setzten eine Kandidatin ein, die bei den Wählern so unbeliebt war, dass sie 2020 ohne einen einzigen Delegierten auszusteigen musste. Mein Onkel und mein Vater liebten Debatten.

Sie waren stolz darauf, sich jeder Debatte über Ideen zu stellen. Sie wären erstaunt, dass ein demokratischer Präsidentschaftskandidat, wie Vizepräsidentin Harris, seit 35 Tagen in keinem Interview oder einer unvorbereiteten Begegnung mit Wählern aufgetreten ist. Das ist zutiefst undemokratisch. Wie sollen die Menschen wählen, wenn sie nicht wissen, wen sie wählen? Und wie sieht das für den Rest der Welt aus? 

Mein Vater und mein Onkel waren sich immer bewusst, welches Bild Amerika im Ausland abgibt, da unser Land als Vorlage für Demokratie dient – als Vorbild für demokratische Prozesse und als Anführer der freien Welt. Anstatt uns ihre Substanz und ihren Charakter zu zeigen, inszenierten das Demokratische Nationalkomitee und seine Medien einen Popularitätsschub für Vizepräsidentin Harris, basierend auf nichts, keine Politik, keine Interviews, keine Debatten, nur Rauch, Spiegel und Ballons in einer hochproduzierten Show in Chicago.

Dort, in Chicago, erwähnten die demokratischen Redner am ersten Tag Donald Trump 147 Mal. Wer braucht eine Politik, wenn man Trump zum Hassen hat? (…)

Trump, der tatsächlich nominiert wurde und eine Wahl gewonnen hat, führt täglich Interviews. Wie hat es die Demokratische Partei geschafft, eine Kandidatin zu wählen, die während des gesamten Wahlzyklus kein einziges Interview oder eine Debatte geführt hat? Wir kennen die Antworten. Sie taten es, indem sie Regierungsbehörden instrumentalisierten. Sie taten es, indem sie die Demokratie aufgaben. Sie taten es, indem sie die Opposition verklagten und die amerikanischen Wähler entrechteten.

Was mich alarmiert, ist der Griff zur Zensur und zur Medienkontrolle sowie die Instrumentalisierung der Bundesbehörden. Wenn ein US-Präsident mit Medienunternehmen kollaboriert oder sie sogar dazu zwingt, politische Reden zu zensieren, ist das ein Angriff auf unser heiligstes Recht, die freie Meinungsäußerung. Und genau dieses Recht ist die Grundlage, auf der alle unsere anderen verfassungsmäßigen Rechte beruhen. 

Präsident Biden verspottete Wladimir Putins 88-prozentigen Erdrutschsieg bei den russischen Wahlen und stellte fest, dass Putin und seine Partei die russische Presse kontrollierten und ernsthafte Gegner daran hinderten, auf den Wahlzetteln zu erscheinen. Doch auch in den USA hat das Demokratische Nationalkomitee Gegner daran gehindert, auf die Wahlzettel zu gelangen, und unsere Fernsehsender entlarvten sich über mehr als ein Jahr hinweg als Organe der Demokratischen Partei. 

In einer Wahlkampagne, in der meine Umfragewerte zeitweise bis in die hohen Zwanziger stiegen, verhängten die dem Demokratischen Nationalkomitee nahestehenden Mainstream-Medien ein nahezu perfektes Interview-Verbot über mich. Während seiner zehnmonatigen Präsidentschaftskampagne im Jahr 1992 gab Ross Perot 34 Interviews auf Mainstream-Sendern. Im Gegensatz dazu gaben mir ABC, NBC, CBS, MSNBC und CNN zusammen nur zwei Möglichkeiten zu einem Live-Interview in den sechzehn Monaten, seit ich meine Kandidatur erklärt hatte. 

Stattdessen überfluteten mich diese Sender kontinuierliche mit Angriffen, die oft falsche, beleidigende und verleumderische Aussagen enthielten. Einige dieser Netzwerke arbeiteten auch mit dem Demokratischen Nationalkomitee zusammen, um mich von den Debatten auszuschließen. Vertreter dieser Netzwerke sind jetzt hier im Raum, und ich möchte nur einen Moment innehalten, um Sie zu bitten, darüber nachzudenken, auf wie viele Arten Ihre Institutionen ihre wirklich heilige Verantwortung aufgegeben haben, die Pflicht einer freien Presse, die Demokratie zu schützen und stets die herrschende Partei in Frage zu stellen. Anstatt diese skeptische Haltung gegenüber der Autorität beizubehalten, haben sich Ihre Institutionen zu Sprachrohren der Regierung und zu Schreibern für die Machtorgane gemacht. Sie haben den Niedergang der amerikanischen Demokratie nicht verursacht, aber Sie hätten ihn verhindern können. Die Zensur der sozialen Medien durch die Demokratische Partei war noch offensichtlicher eine Ausübung exekutiver Macht.

Diese Woche bestätigte ein Bundesrichter, Terry Doty, meine einstweilige Verfügung gegen Präsident Biden und bezeichnete das Zensurprojekt des Weißen Hauses als den schwerwiegendsten Verstoß gegen den ersten Verfassungszusatz in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die frühere 155-seitige Entscheidung beschreibt, wie Präsident Biden und sein Weißes Haus nur 37 Stunden nach seiner Amtseinführung, bei der er schwor, die Verfassung zu wahren, ein Portal eröffneten und dann den Geheimdienst CIA, das Bundesamt für Ermittlung FBI, die CISA, eine Zensurbehörde und das Zentrum des industriellen Zensurkomplexes, das Ministerium für innere Sicherheit, die Steuerbehörde und andere Behörden einluden, politische Dissidenten in den sozialen Medien zu zensieren. Selbst heute erhalten Benutzer, die versuchen, meine Wahlkampfvideos auf Facebook oder YouTube zu posten, Nachrichten, dass dieser Inhalt gegen Gemeinschaftsstandards verstoße. (…)

Die Mainstream-Medien waren einst die Hüter des ersten Verfassungszusatzes und der demokratischen Prinzipien und haben sich diesem systematischen Angriff auf die Demokratie angeschlossen. Die Medien rechtfertigen ihre Zensur auch mit der Bekämpfung von Fehlinformationen, aber Regierungen und Unterdrücker zensieren keine Lügen. Sie fürchten keine Lügen. Sie fürchten die Wahrheit, und genau die zensieren sie.“

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

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„Wir vergiften uns“

Robert F. Kennedy Jr. hat seine Präsidentschaftswahlkampagne zugunsten von Donald Trump beendet. In seiner diesbezüglichen Rede hat er viele Themen angesprochen. Die Medien haben zwar darüber berichtet, doch ein zentraler Aspekt seiner Rede wird in den meisten Berichterstattungen kaum erwähnt: seine scharfe Kritik am Gesundheitszustand der amerikanischen Bevölkerung. Erste Anzeichen dafür, dass Europa denselben ungesunden Weg wie die Vereinigten Staaten einschlägt, sind bereits sichtbar. Daher sollte gerade dieser Teil der Rede besondere Aufmerksamkeit erhalten. Hier ist er in deutscher Übersetzung:

„Zwei Drittel der amerikanischen Erwachsenen und Kinder leiden unter chronischen Gesundheitsproblemen. Vor fünfzig Jahren lag diese Zahl bei weniger als 1%, das heißt, wir sind in Amerika von 1% auf 66% gestiegen. 74% der Amerikaner sind heute übergewichtig oder fettleibig, und 50% unserer Kinder ebenfalls. Vor 120 Jahren wurden Menschen, die fettleibig waren, in den Zirkus geschickt. Es wurden es wortwörtlich. Es wurden Fallstudien über sie gemacht. Fettleibigkeit war fast unbekannt. 

In Japan liegt die Adipositasrate bei Kindern bei 3% im Vergleich zu50 % hier. Die Hälfte der Amerikaner hat Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes.

Als mein Onkel Präsident war, war ich ein kleiner Junge. Jugenddiabetes existierte praktisch nicht. Ein typischer Kinderarzt sah während seiner gesamten Karriere, die 40 bis 50 Jahre dauerte, einen einzigen Fall von Diabetes. Heute ist eines von drei Kindern, die durch seine Tür gehen, diabetisch oder prädiabetisch. Die mitochondriale Störung, die Diabetes verursacht, verursacht auch Alzheimer, das nun als Diabetes eingestuft wird, und diese Krankheit kostet dieses Land mehr als unser Militärbudget.

Jedes Jahr gibt es eine Explosion von neurologischen Erkrankungen, die ich als Kind nie gesehen habe: ADHS, Sprachstörungen, Sprachentwicklungsverzögerungen, Tourette-Syndrom, Narkolepsie, Autismus-Spektrum-Störungen, Asperger-Syndrom, Autismus. Im Jahr 2000 lag die Autismusrate bei eins von 1500. Jetzt liegt die Autismusrate bei Kindern bei eins von 36 laut CDC national. Niemand spricht darüber. 

Eins von 22 Kindern in Kalifornien hat Autismus, und dies ist eine Krise, in der 77% unserer Kinder zu behindert sind, um im Militär der Vereinigten Staaten zu dienen. Was passiert mit unserem Land, und warum steht das nicht jeden Tag auf den Titelseiten? Niemand sonst auf der Welt erlebt das. Dies passiert nur in Amerika, und übrigens gab es keine Veränderung in der Diagnose, wie die Industrie manchmal behauptet. Es gab keine Veränderung im Screening. Dies ist eine Veränderung der Inzidenz. 

In meiner Generation, bei 70-jährigen Männern, lag die Rate bei etwa 1 zu 10.000, in der Generation meiner Kinder bei 1 zu 34. Ich wiederhole, in Kalifornien 1 zu 22. Warum lassen wir das zu? Warum lassen wir das mit unseren Kindern geschehen? Sie sind die wertvollsten Güter, die wir in diesem Land haben. Wie können wir das zulassen? 

Etwa 18% der amerikanischen Teenager haben jetzt eine Fettlebererkrankung. Das ist etwa jeder Fünfte. Diese Krankheit betraf zu meiner Zeit nur alkoholabhängige ältere Menschen im Endstadium. Die Krebsraten steigen bei Jung und Alt rasant an, die Krebserkrankungen bei jungen Erwachsenen haben um 79% zugenommen. Eine von vier amerikanischen Frauen nimmt Antidepressiva ein. 40% der Jugendlichen haben eine psychische Diagnose, und 15% der Oberschüler nehmen Adderall, und eine halbe Million Kinder nehmen SSRIs. Also, was verursacht dieses Leiden? Ich nenne zwei Schuldige. 

Erstens und am schlimmsten ist hochverarbeitete Nahrung. Etwa 70% der Ernährung amerikanischer Kinder besteht aus hochverarbeiteten Lebensmitteln. Das bedeutet industrielle Fertigung in einer Fabrik. Diese Lebensmittel bestehen hauptsächlich aus verarbeitetem Zucker, hochverarbeiteten Getreiden und Saatölen. Labortechniker, viele von ihnen haben früher in der Zigarettenindustrie gearbeitet, die in den 1970er und 80er Jahren alle großen Lebensmittelunternehmen aufkaufte, haben Tausende von Wissenschaftlern eingesetzt, um neue Chemikalien zu finden, die das Essen süchtig machender machen. Diese Zutaten gab es vor hundert Jahren nicht. Menschen sind biologisch nicht daran angepasst, sie zu essen. Hunderte dieser Chemikalien sind in Europa verboten, aber in amerikanischen verarbeiteten Lebensmitteln allgegenwärtig. 

Der zweite Schuldige sind giftige Chemikalien in unserer Nahrung, unserer Medizin und unserer Umwelt. Pestizide, Lebensmittelzusätze, pharmazeutische Medikamente und toxische Abfälle dringen in jede Zelle unseres Körpers ein. Diese Angriffe auf die Zellen und Hormone unserer Kinder sind unaufhörlich. Um nur ein Problem zu nennen: Viele dieser Chemikalien erhöhen den Östrogenspiegel, weil junge Kinder so viele dieser Hormonstörer aufnehmen. In Amerika tritt die Pubertät jetzt im Alter von 10 bis 13 Jahren ein, was sechs Jahre früher ist als bei Mädchen, die im Jahr 1900 die Pubertät erreichten. Unser Land hat die frühesten Pubertätsraten aller Kontinente der Erde, und nein, das liegt nicht an besserer Ernährung. Das ist nicht normal. Brustkrebs wird ebenfalls durch Östrogen angetrieben und trifft jetzt eine von acht Frauen. 

Wir vergiften massenhaft all unsere Kinder und Erwachsenen. Angesichts der schweren menschlichen Kosten dieser tragischen Epidemie chronischer Krankheiten erscheint es fast plump, den wirtschaftlichen Schaden zu erwähnen, aber ich werde sagen, dass es die Finanzen der Nation lahmlegt. 

Als mein Onkel Präsident war, gab unser Land null Dollar für chronische Krankheiten aus. Heute entfallen fast alle staatlichen Gesundheitsausgaben auf chronische Krankheiten, und diese Ausgaben sind doppelt so hoch wie das Militärbudget und wachsen am schnellsten im Bundeshaushalt. Chronische Krankheiten kosten die Wirtschaft insgesamt mindestens vier Billionen Dollar, das Fünffache unseres Militärbudgets, und das ist eine Belastung von 20% für alles, was wir tun und anstreben. Minderheitengemeinschaften leiden unverhältnismäßig stark darunter.

Menschen, die sich um DEI oder Bigotterie jeder Art sorgen, sollten sich dies genauer ansehen. Wir vergiften die Armen. Wir vergiften systematisch Minderheiten in diesem ganzen Land. Lobbyisten der Industrie haben dafür gesorgt, dass der Großteil des Lebensmittelmarkenprogramms und etwa 70% der Schulessen aus verarbeiteten Lebensmitteln besteht. Es gibt kein Gemüse, nichts, was man essen möchte. Wir vergiften die ärmsten Bürger, und deshalb haben sie die höchste chronische Krankheitsbelastung aller Bevölkerungsgruppen in unserem Land und die höchste der Welt. 

Dieselben Lobbyisten der Lebensmittelindustrie haben sichergestellt, dass fast alle landwirtschaftlichen Subventionen an Nutzpflanzen gehen, die der Rohstoff für die verarbeitende Lebensmittelindustrie sind. Diese Politik zerstört kleine Bauernhöfe und unsere Böden. Wir vergeben etwa achtmal so viele Subventionen an Tabak als an Obst und Gemüse. Das macht keinen Sinn, wenn wir ein gesundes Land wollen. Die gute Nachricht ist, dass wir all das ändern können.

Wir können das sehr, sehr schnell ändern. Amerika kann wieder gesund werden. Dafür müssen wir drei Dinge tun. Erstens müssen wir die Korruption in unseren Gesundheitsbehörden ausrotten. Zweitens müssen wir die Anreize in unserem Gesundheitssystem ändern, und drittens müssen wir die Amerikaner dazu inspirieren, wieder gesund zu werden.“

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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