Alice in Würzburg und was sie dort fand

Am 12. Mai 2017 hielt Alice Schwarzer einen Vortrag an der Universität Würzburg. Sie sprach über strukturelle Gewalt gegen Frauen, über die Kölner Silvesternacht 2015 und über die sogenannten „Ehrenmorde“. Sie referierte über einen Mann in Hameln, der seine Frau, nachdem sie sich von ihm getrennt hatte, niedergestochen und an sein Auto angeseilt durch die Innenstadt geschleift hatte. Da in den meisten Fällen die Täter erklärte Muslime waren, betonte Alice Schwarzer immer wieder, dass sie zwischen dem Islam als Glauben und dem Islamismus als Ideologie strikt unterscheide und die Opfer der Täter schließlich größtenteils auch Muslime seien. Sie berichtete zudem, wie sie im Jahr 1979 zusammen mit einer kleinen Gruppe von Frauen aus Frankreich nach Teheran flog, um dort den Frauen in Teheran im Kampf gegen den religiösen Terror zur Seite zu stehen. Sie berichtete von Folter und Todesurteilen und von Frauen, denen von den Revolutionsgarden ein verrutschter Schleier auf den Kopf genagelt wurde.

Als sie fertig war, ergriffen einige Frauen das Wort und erklärten:

„Ich dachte, Sie reden über Feminismus, aber Sie haben bisher nur gehetzt: Frauen gegen Männer. Und Deutsche gegen alle Algerier.“ / „Sie verteufeln alle Muslime!“ / „Sie sind eine Rassistin!“ / „Sie wollen das Kopftuch verbieten!“ / „Sie sind dagegen, dass Frauen sich freiwillig für die Burka entscheiden.“ / „Frau Schwarzer, Sie verteufeln alle Muslime!“ / „Sie sind eine echte Rassistin!“

Diese Diffamierung von Alice Schwarzer ist mir nur allzu bekannt. Sie wird diffamiert, weil sie es wagt, den Islam zu kritisieren. Eine Frau, die den Frauenhass im Islam kritisiert, gerät heute ebenso in das Schussfeld von Fundamentalisten, wie ein Mann, der den Judenhass im Islam kritisiert. Ich weiß, wovon ich spreche. Ich kritisiere religiösen Fundamentalismus (und somit auch den Islam) schon seit Jahren und bekomme dafür regelmäßig Hass zu spüren. So wie mir geht es vielen Menschen.

Am 27. Oktober 2016 wurden Juden aus einer Londoner Universität entfernt, da die Polizei nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren konnte. Als die Polizei den Tatort des Judenhasses erreichte, zeigte sich ihnen eine schreckliche Szene:

Die rund 25 Studentinnen und Studenten des angegriffenen Vortrags hatten sich gemeinsam mit ihrem Dozenten Hen Mazzig in einem kleinen Raum eingeschlossen, während sich draußen der gewalttätige Mob formierte. Eine Studentin beschreibt die Situation wie folgt:

„Es gab viel Geschrei und viele schlugen gegen die Türen. Wir alle hatten Angst, aber wir versuchten uns, auf den Vortrag zu konzentrieren. Es war wahnsinnig. Trotz der Schläge von draußen sprach Hen weiter von Frieden. Das war wirklich sehr schön, denn wir waren vereint und sangen das Lied der Hoffnung trotz des Lärms von draußen.“

Der Dozent Hen Mazzig, der als Beauftragter für humanitäre Angelegenheiten eingeladen war, erklärte später: „Ich bin überrascht, dass sie ausgerechnet meine Botschaft des Friedens und der Koexistenz anvisiert haben. Es war wirklich schwer, über den ganzen Lärm zu sprechen.“

Als es einigen Menschen im Mob gelang, ein Fenster gewaltsam zu öffnen, war der Polizei klar, dass die Gewalt explodierte. Da jedoch nur rund 20 Polizeibeamte anwesend waren und der judenhassende Mob zu groß war, konnte nicht gegen den Mob vorgegangen werden. Stattdessen wurden die Angegriffenen aus der Universität entfernt. Als Hen Mazzig mit den Studierenden die Universität verlassen musste, waren sie gezwungen durch eine lange Gasse von hasserfüllten Menschen zu gehen, die auf sie einbrüllten: „Schämt Euch!“

Ich kann mir gut vorstellen, warum ausgerechnet Hen Mazzig anvisiert wurde. Er ist Jude, Israeli und schwul. Das sind drei Eigenschaften, die sowohl von der Hamas als auch der Fatah verfolgt werden! Die Verantwortlichen der palästinensischen Bewegung machen keinen Hehl daraus, dass „Free, Free Palastine“ nichts anderes bedeutet als: Tötet die Juden, vernichtet Israel und richtet die Homosexuellen hin. Immer wieder bricht sich dieser Hass Bahn. Vor ein paar Jahren wurden Musiker in der Royal Albert Hall in London niedergebrüllt, weil sie Israelis waren:

Israelis werden aus Hörsälen vertrieben und niedergebrüllt:

Konzerte werden gestört, weil die Musiker Israelis sind:

Unter „Allahu Akbar“-Rufen werden Künstler wie Lars Vilks in Hörsälen attackiert:

Für Juden und Israelis sind Universitäten, Konzertsäle und Vortragsräume in Europa und Amerika mittlerweile zu Kriegszonen geworden. Sie werden sogar von der Polizei entfernt, weil die Sicherheitsorgane nicht mehr ihre Sicherheit garantieren können.

Ich kenne die Motivation der Störenfriede. „Wehret den Anfängen“ brüllen diese gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die Anfänge einer Zukunft, die sie aus ihrer Angst konstruieren. Aus Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken als Präventivschlag ermöglicht.

Wer einmal einen Menschen erfolgreich aus dem Diskurs entfernt hat, weil er ihn zum Rassisten erklärt hat, wird diese Strategie weiterverfolgen. Es ist daher kein Zufall, dass heute Juden und besonders Israelis als Rassisten bezeichnet werden. Es fällt dann leichter, sie zu entmenschlichen. Am 12. Mai 2017 wurde Alice Schwarzer zur Rassistin erklärt, nur weil sie es gewagt hatte, den Sexismus innerhalb es Islams zu kritisieren. Dabei ist Kritik am Islam kein Rassismus!

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner völkischen oder ethnischen Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse jedoch nennt sich Kritik. Es ist stets die eigene Entscheidung, die uns zu unseren Taten treibt. Es geschieht in unserem Kopf! Dabei ist es nicht wichtig, welche Farben die Haut, die Haare und die Augen des Kopfes, es kommt darauf an, was in dem Kopf ist! Es ist auch nicht entscheidend, wieviele Narben im Gesicht sind. Schlechte Erfahrungen sind kein Grund, sich daneben zu benehmen!

Jahrhundertelang wurden Juden auf dieser Welt vertrieben und verfolgt. Sie entkamen oft nur knapp den Kreuzen, dem Feuer und den Gaskammern. Dennoch gibt es in der Geschichte und heute keine jüdischen Terroristen, die in New Yorker Hochhäusern, Pariser Theatern, Londoner U-Bahnen und auf Märkten in Tel Aviv Menschenmassen morden. Es widerspricht der jüdischen Kultur, das Böse so billig zu erklären und sich derart verantwortungslos für die eigenen Taten herauszureden. Vielleicht werden Juden deshalb von so vielen Menschen gehasst, weil sie durch ihr gelebtes Vorbild zeigen, dass es kein noch so schlimmes Leid rechtfertigt, sich daneben zu benehmen! Es ist so viel leichter, wenn ich für alles eine Entschuldigung finde. Die jüdische Tradition ist jedoch eine Philosophie der Eigenverantwortung und diese Freiheit zur Verantwortung wird von vielen Menschen gehasst.

Die Freiheit zur Verantwortung muss jedoch erstritten werden. Es bringt rein gar nichts, den Islam vor harscher Kritik zu schützen. Wer Islamismus und Islam trennen möchte, kann auch gleich versuchen, Alkoholismus von Alkohol zu trennen. Mir ist egal, was der Islam bedeutet!

Ich würde die Muslime, die brüllen und morden auch am liebsten schlicht Arschlöcher nennen, aber ich kann nicht ignorieren, dass sie sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für den Islam zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle und stechen Juden ab. Diejenigen jedoch, die sich und anderen immer wieder einreden, Islam bedeute Frieden, ignorieren diese Tatsachen einfach. Sie ignorieren die Tatsache, dass die muslimischen Staatsoberhäupter der Länder, in den Homosexuelle getötet, Frauen unterdrückt und Juden verfolgt werden, den Islam anders sehen als sie. Und sie ignorieren, dass diese Oberhäupter von Millionen Muslimen in ihren Überzeugen unterstützt werden.

Was soll „moderater Islam“ überhaupt bedeuten? Religionen sind nicht moderat! Sie sind immer radikal. Ein Buch mit dem Anspruch, Gottes Wort zu sein, kann nicht moderat sein. Dafür ist Gott selbst zu radikal! Alle Religionen sind immer nur dann tolerant, wenn sie keine staatliche Macht haben. Das Christentum wurde erst tolerant, nachdem die Aufklärung gesiegt hatte. Zurück ins Mittelalter möchte ich nicht. Dafür fürchte ich das Christentum zu sehr. Ich fürchte auch den Islam, denn ich weiß, wozu religiöse Menschen im Stande sind. Muslimische Täter erklären, ihre unmenschlichen Taten im Namen des Islams zu tun! Wem das nicht gefällt und wer den Islam retten möchte, soll mit den Tätern reden und ihnen erklären, was der Islam bedeutet.

Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen die Muslime, die im Namen Gottes hassen, schlimmer sein als alle Menschen, die den Koran verbrennen. Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das vielfache lauter sein!

Eine weitere Gruppe von Menschen, die immer wieder zum Opfer dieser Form von Gewalt werden, sind Homosexuelle. Es wundert daher nicht, dass Alice Schwarzer am 12. Mai 2017 auch über Tschetschenien berichtete, wo Islamisten bereits im Jahr 1994 die Scharia eingeführten. Seit einiger Zeit findet daher in Tschetschenien berichtete eine brutale Verfolgung von Homosexuellen statt. Homosexuelle Männer werden in Lager verschleppt, wo sie geschunden und gefoltert werden. Es ist sogar von von „tschetschenischen Konzentrationslagern für Homosexuelle“ die Rede. Der britische Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten, Sir Alan Duncan, sagte im Parlament:

„Uns teilen Menschenrechtsgruppen mit, dass antischwule Kampagnen, sowie Tötungen vom Oberhaupt der tschetschenischen Republik, Ramzan Kadyrow, orchestriert werden. Einige Quellen berichten sogar davon, dass er die LGBT Gemeinschaft bis zum Beginn des Ramadans eliminieren will.“

Ein Sprecher des tschetschenien Oberhaupts erklärte dazu:

„Diese Publikation ist eine absolute Lüge. Man kann nicht jemanden festnehmen und unterdrücken, den es in der Republik gar nicht gibt.“

Diese Antwort erinnert an den ehemaligen Präsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, der im Jahr 2007 an der Columbia-Universität in den Vereinigten Staaten von Amerika erklärte: „Im Iran gibt es keine Homosexuellen.“

Kadyrow selbst erklärte: „Homosexuelle sind schlimmer als Krieg.“ Er war sich ebenfalls sicher, dass es keine Homosexuellen in Tschetschenien gibt und betonte: „Auch wenn es solche Menschen in Tschetschenien gegeben hätte, hätten die Sicherheitsbehörden keine Probleme mit ihnen, denn ihre eigenen Verwandten hätten sie dorthin geschickt, woher niemand zurückkommt.“

In der Presse wurde nur sehr wenig über diese Verfolgungswelle berichtet und in den wenigen Artikeln, die dazu verfasst wurden, tauchte bei den meisten das Wort Islam kein einziges Mal auf, wie zum Beispiel in der Welt. Ich schrieb dazu:

„Ihr würdet es vermutlich auch schaffen, über den Nationalsozialismus zu schreiben, ohne ein einziges Mal das Wort „deutsch“ zu benutzen. Stattdessen benutzt Ihr in Eurem Artikel das Wort „russisch“. Der Judenhass in Tschetschenien ist jedoch so russisch, wie das Vernichtungslager in Auschwitz polnisch war. Ja, viele Russen und Tschetschenen hassen Schwule. Es gab 1942 auch Polen, die Juden so gehasst haben, aber Auschwitz war so klar ein deutsches Lager, wie die Gefängnisse für Homosexuelle in Tschetschenien heute Lager des muslimischen Oberhaupts Tschetschenien sind. Sein Name ist Ramsan Kadyrow.“

Kritik am Islam ist bitter notwendig und sie muss klar und deutlich ausfallen. Der Islamexperte Hamed Abdel-Samad zum Beispiel sagt:

“Ich könnte sagen, dass die Terroristen vom IS Mohammed missverstanden haben und fehlinterpretieren, wenn aus den authentischen Quellen und Texten herauszulesen wäre, dass Mohammed ein Mönch gewesen ist, der unter einer Palme seine Botschaft verkündet hat, dann friedlich gestorben ist, und die Menschen nach seinem Tode eine Religion begründet haben, die dann missbraucht wurde. So war es aber nicht. Mohammed war Kriegsherr, er hat das Gleiche getan, was die IS-Terroristen heute tun. Es ist die Geisteshaltung Mohammeds, der den Menschen misstraute, die sich bis heute erhalten hat. Die Geisteshaltung eines größenwahnsinnigen Narzissten, der einen inneren Kreis von Gefolgsleuten definiert und alle, die außerhalb dieses Kreises stehen, als Feinde betrachtet, die ausgelöscht gehören. Der IS ist das legitime Kind von Mohammed, in Wort und Tat. Niemand versteht Mohammed so gut wie der IS. Genau wie die Religionspolizei in Saudi-Arabien, die Fanatiker in Indonesien, Boko Haram in Nigeria, al-Schabab in Somalia und die Hamas im Gazastreifen. Sie stammen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, berufen sich aber alle auf die gleichen multiplen Krankheiten des Propheten und damit auch seiner Religion.”

Hamed Abdel-Samad übt diese Kritik unter ständiger Todesangst, weil von islamischen Gelehrten ein Todesurteil über ihn gefällt wurde, Seitdem steht er unter ständigem Polizeischutz. Er wird sich sein Leben lang nicht mehr frei und sicher bewegen können.

Frauen, Juden, Homosexuelle und Kritiker sind die ersten Opfer der Gewalttäter, die erklären, im Namen des Islams zu morden. Diesen Opfern Nachhilfe in Islamkunde zu geben, ist schlicht und ergreifend unanständig, denn sie schweben in permanenter Lebensgefahr. Sie müssen sich nicht um das Image des Islams Gedanken machen, und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht steht. Sie müssen sich vor Muslimen schützen, die glauben, den Koran so gut verstanden zu haben, dass sie sie töten dürfen – und sie müssen den Islam kritisieren können und zwar mit klaren und deutlichen Worten!

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Ich klage an!

Dies ist eine Sammlung der schlimmsten, einseitigen und anti-israelischen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten der letzten Jahre. Ich fände es auch schöner, wenn der Artikel kürzer wäre, aber die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben sich einfach zu viel zu Schulden kommen lassen.

Es sind allerschimpflichste und unauslöschlichste Flecken, unversehrt aus niedrigsten Verleumdungen hervorgegangen und sie erobern die Herzen der deutschen Fernsehzuschauer. Es wird Zeit, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten für diese Form der Berichterstattung zur Rechenschaft gezogen werden, denn es ist geschehen; ARD und ZDF tragen eine Besudelung auf der Wange. Nun, da sie es gewagt haben, so will auch ich es wagen! Die Wahrheit, ich werde sie sagen, denn ich habe versprochen, sie zu sagen, wenn nicht eine ordnungsgemäß gehandhabte Rechtsprechung ihr voll und ganz zum Siege verhilft. Meine Pflicht ist es, zu sprechen, ich will nicht Mitschuldiger sein. Meine Nächte würden gestört werden durch das Gespenst des Unschuldigen. Ich will sie entgegen schreien, diese Wahrheit, mit aller Macht der Empörung. Ich klage an!

Anfang Juli 2016 behauptete das Magazin ZDF heute+, jüdische Kinder in Israel würden dazu erzogen, Palästinenser zu töten.

„Erzogen zum Hass? Wie israelische und palästinensische Kinder dazu gebracht werden sollen, sich gegenseitig zu verachten – und zu töten.“

Auf Nachfrage von mir erbrachte das Magazin keinen einzigen Beweis für die Behauptung und löschte den Vorwurf einfach. Der Bericht hatte jedoch tagelang die Welt vergiftet. Nachdem ich diese Lüge thematisierte hatte, änderte das ZDF seine Behauptung und erklärte:

„Erzogen zum Hass? Wie israelische und palästinensische Kinder dazu gebracht werden sollen, sich gegenseitig zu verachten.“

Damit machte das ZDF jedoch alles noch viel schlimmer! In der erster Version der Schlagzeile war schließlich neben der Lüge über Israel auch eine wahre Aussage enthalten. Zwei Aussagen steckten der der Urversion. Erstens: Israelische Kinder sollen dazu gebracht werden, Palästinenser zu verachten – und zu töten. Zweitens: Palästinensische Kinder sollen dazu gebracht werden, Israelis zu verachten – und zu töten. Die erste Aussage war eine Lüge. Die zweite Aussage jedoch nicht! Das ZDF löschte jedoch beide Aussagen. Da ich mich mit dieser Löschung nicht zufrieden geben wollte und schrieb an die Redaktion des ZDF: „Welche Grund hatte heuteplus dafür zu behaupten, dass an israelischen Schulen Kindern das Töten von Palästinensern beigebracht wird?“

Die Redaktion des ZDF reagierte mit diesen Worten:

„Besten Dank für Ihre Post und die Kritik an dem „heute+“-Beitrag, die wir sehr ernst nehmen. Wir haben die unangemessen verkürzte und zu Missverständnissen Anlass gebende Formulierung auf Facebook und in der Beschreibung des Mediatheks-Videos unmittelbar entfernt. Wir bedauern natürlich sehr, wenn sich durch die ursprüngliche Formulierung jemand verletzt fühlte. Die Korrektur war vor allen Dingen deshalb notwendig, weil im Beitrag selbst tatsächlich das eine nicht mit dem anderen gleichgesetzt wird: Die Autorin geht mit dem Thema differenziert um und zeigt, wie palästinensische Kinder schon im Kinderfernsehen zu Messerangriffen ermuntert werden oder im Gazastreifen im Kindertheater Tunnelbau, Hass und Krieg gegen Israel propagiert werden. Der Film beschreibt aber auch, dass für israelische Jugendliche Palästinenser teilweise als Problem dargestellt werden, als Flüchtlinge, Bauern und Menschen, mit welchen kein Frieden zu haben ist.“

Ich antwortete:

„Sie sprechen von einer „unangemessen verkürzten und zu Missverständnissen Anlass gebende Formulierung“. Nein! Die Formulierung ist nicht verkürzt. Sie ist falsch. Falsch! Sie wissen schon: das Gegenteil von Richtig! An israelischen Schulen wird nicht systematisch wie an palästinensischen Schulen das Töten von Menschen gelehrt! Sie sagen, Sie bedauern, wenn sich durch Ihre Formulierung jemand verletzt fühlt. Sie haben nicht nur Gefühle verletzt. Durch Ihre Formulierung wurden Vorurteile und Hass geschürt. Bedauern Sie das auch? Unabhängig davon, ob Sie es bedauern, Sie haben Schaden angerichtet!“

Das ZDF reagierte kurz und schnippig:

„Wir haben in unserer Antwort unser Bedauern zum Ausdruck gebracht, und wir haben Ihnen mitgeteilt, dass wir die von Ihnen angesprochene Passage auf dem Facebook-Post und in der Beschreibung des Mediathek-Videos korrigiert haben. Und wir haben Ihnen geschrieben, dass wir im Beitrag das eine nicht mit dem anderen gleichgesetzt haben. Wir haben also durchaus auf Ihre Kritik regiert.“

Ich schrieb zurück:

„Ihr Bedauern habe ich zur Kenntnis genommen, möchte jedoch betonen, was Sie genau bedauern. In Ihrer ersten Reaktion schreiben Sie: „Wir bedauern natürlich sehr, wenn sich durch die ursprüngliche Formulierung jemand verletzt fühlte.“ Sie bedauern also mein Gefühl, nicht Ihre Tat. Mein Gefühl braucht aber kein Bedauern! Es ist eine ganze natürliche Reaktion auf Ihre Lüge, die in meinen Augen eine der schlimmsten öffentlich-rechtlichen Verleumdungen von Juden der jüngeren deutschen Geschichte darstellt.“

Die Blindheit des ZDF gegenüber dem Hass gegen Juden, der überall in der arabischen Welt gepredigt wird, ist atemberaubend. Im arabischen Fernsehen ruft das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden und Ungläubige auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

Im Mai 2002 erklärte die kleine Basmallah im Alter von 3 Jahren vor einem großem Fernsehpublikum, dass Juden Affen und Schweine sind, die sie nicht mag.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wurde zur besten Sendezeit gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Dieser Hass ist real! Er findet sich nicht nur auf einer Seite. Das ZDF löschte jedoch sowohl die Lüge, in Israel gäbe dieses Hass, als auch die vollkommen korrekte Aussage, dass es diesen Hass gegen Israel und Juden gibt. Wenn Juden nicht zu Hass erziehen, dann ist die Tatsache, dass zum Hass gegen Juden und Israelis erzogen wird, für das ZDF offensichtlich keine Nachricht wert.

Wer diesen Hass in Schulen und Kindergärten leugnet, wird blind für Judenhass. Es wundert daher nicht, dass das Magazin ZDF heute+, nachdem wieder ein kleines Mädchen zur Terroristin geworden war, am 26. Mai 2016 ganz naiv die Frage stellte: „Wollte die 12-jährige Dima töten?“

So schrecklich es klingt, die Antwort lautet: Ja, Dima will Juden töten! Sie „will“ es, weil sie von ihren Eltern, Lehrern und religiösen Führern, seelisch, religiös und nicht selten sexuell missbraucht wurde, so dass der letzte Funken kindlicher Neugier und Liebe in ihr erstickt wurde. Zurück blieb ein zerstörtes Wesen, bereit zu töten!

Im Gazastreifen herrscht die Hamas. Sie missbraucht Kinder als Schutzschilde für ihre Waffen, die sie nutzen, um Artikel 7 der eigenen Gründungscharta zu befolgen, wo die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit gefordert wird. Die Kinder, die sterben, weil sie von der Hamas in den Kugelhagel geworfen wurden, werden nicht selten Israel zu Last gelegt, was zeigt, wie pervers die Situation geworden ist.

In dem ganzen Bericht um die kleine Dima erwähnte das ZDF die programmatische Erklärung zur Vernichtung des jüdischen Volks nicht ein einziges Mal! Stattdessen wurden in dem Bericht Israelis angeklagt, die sich gegen den Judenmord wehren. Die Hamas will Israel vernichten und opfert dafür das eigene Volk. Israel versucht jedoch, so viele Tote wie möglich zu vermeiden und weint über jedes tote Kind. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir hat es in wenigen Worten auf den Punkt gebracht:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Das ZDF ließ ebenfalls die Eltern der Kindersoldatin zu Wort kommen. Sie wurden jedoch nicht gefragt, warum sie die eigene Tochter nicht vor dem Hass bewahren. Stattdessen durften sie gegen Israel wettern. Am Ende zeigte das ZDF, wie das Mädchen gefeiert wird. Spätestens hier wäre es angebracht gewesen zu erwähnen, dass die Familien von Terroristen und Judenmördern von der Hamas und der Fatah fürstlich belohnt werden, nicht selten mit Geldern aus Deutschland, aber das ZDF schwieg. Das ZDF erwähnte nicht, dass eine arme Familie nur eine Tochter braucht, die Juden absticht, damit ihre Armut gemindert wird!

Der Hass gegen Juden wird überall gepredigt, aber das ZDF schweigt dazu. Schweigen, wenn es um Judenhass geht, hat in Deutschland Tradition. Das ZDF führt im Grunde nur eine lange deutsche Tradition fort. In diesem Video zum Beispiel sagen Menschen folgende Dinge in die Kamera:

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“

„Der größten Feinden eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

All diese Videos sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom. Sie sind Alltag! In dem Bericht über die kleine Kindersoldatin Dima hätte ZDF heute+ diesen Hass erwähnen müssen. Das ZDF aber schwieg! Dieses Schweigen ist in etwa so, als hätte das ZDF einen Bericht über die Hitlerjugend gemacht mit der Frage: „Wollte der 12-jährige Herrmann töten?“

Am 15. Mai 2017 haute das ZDF diese Nachricht raus:

„Nach unterschiedlichen Schätzungen wurden 700.000 Palästinenser vertrieben.“

Ich stellte dem ZDF daraufhin diese Fragen:

Da sie als öffentlich-rechtliche Anstalt gewiss niemals Fake News verbreiten würden, möchte ich Sie fragen, woher Sie die Information haben, im Jahre 1948 seien 700.000 Palästinenser vertrieben worden. In meinem Geschichtsbuch steht nämlich was anderes. Dort steht:

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme ihres unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte.

Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges zur totalen Vernichtung Israels und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die „israelreine“ Region zurückkehren, verließen (laut meinem Geschichtsbuch) rund 500.000 Menschen ihre Heimat. Sie wurden somit nicht dazu gezwungen, jedenfalls nicht von Israel. Sie gingen in der Gewissheit, das jüdische Volk würde vernichtet werden und in der Absicht, der Vernichtung der Juden nicht im Wege zu stehen. Sie wollten nicht zu einem Kollateralschaden des arabischen Holocaust werden.

Die arabische Welt plante einen Holocaust an Juden und holte sich dafür Wissen von den Experten im organisierten Judenmord. Im Jahr 1941 trafen sich der Großmufti von Jerusalem, Hadsch Muhammad Amin al-Husseini und der Führer von Nazideutschland, Adolf Hitler in Berlin. Es ging um die “Endlösung der Judenfrage”. Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt von diesem Bauplan zur Judenvernichtung gewesen sei.

Das alles steht in meinem Geschichtsbuch. Sie sagen nun aber, dass das nicht stimmt und sprechen stattdessen von einer Vertreibung der Palästinenser. Sagen Sie mir bitte, wie diese Vertreibung ausgesehen hat und auf welche Quellen Sie sich berufen. In meinem Geschichtsbuch steht nämlich, dass die Araber nicht vertrieben wurden, sondern dass Israel im Gegenteil den Arabern sogar angeboten haben soll zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an. Mittlerweile gibt es 1.250.000 arabische Israelis.

Das heißt nicht, dass es keine Vertreibung gab. Es wurden Menschen vertrieben. Die Vertriebenen waren jedoch Juden!

Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während somit in Israel heute 190% so viele Araber leben wie 1948, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, leben in den arabischen Ländern heute nur 0,9% so viele Juden wie 1948. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

Es ist interessant, dass in diesem Zusammenhang sehr oft von Vertreibung und Völkermord die Rede ist, damit allerdings nicht die fast vollständige Vertreibung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern gemeint ist, sondern die beinah Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel.

Was geschah mit den 850.000 vertriebenen jüdischen Flüchtlingen? Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause! Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 500.000 arabischen Auswanderern mittlerweile über 4,7 Millionen Flüchtlinge geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute Bürgerrechte besitzen, sind die 1,25 Millionen israelischen Palästinenser.

Die palästinensischen Flüchtlinge sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet: UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, ein Hochkommissariat der Vereinten Nationen, das mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftrag ist, bleibt die UNRWA bestehen.

Der Grund dafür ist im Selbstverständnis der beiden Flüchtlingsbehörden zu finden. Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Palästinenser in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt: Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die palästinensischen UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus. Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, können palästinensische Flüchtlinge laut UNRWA Flüchtlinge gebären. Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung palästinensischer Flüchtlinge in ihrem Gastland. Zudem erhält die UNRWA mehr finanzielle Unterstützung von der UN als der UNHCR und beschäftigt deutlich mehr Mitarbeiter.

Während also der UNHCR mit weit weniger Mitteln erträgliche Lösungen für zig Millionen Flüchtlinge gefunden hat, konnte die UNRWA bisher mit deutlich mehr Mitteln keinem einzigen palästinensischen Flüchtling zu einer Staatsbürgerschaft verhelfen. Im Grunde gibt es bisher nur ein einziges Gebilde, das dafür sorgt, dass Palästinenser Menschen mit Bürgerrechten werden: Israel! Es ist das einzige Land im Nahen Osten, das die Menschenrechte der Palästinenser garantiert.

1,25 Millionen arabische Israelis gibt es bisher. Was aber ist aus den 500.000 Arabern geworden, die Israel verlassen haben? Sie leben in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben. Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 500.000 Flüchtlingen 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge geworden. 4,7 Millionen Menschen, denen unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt wird. 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge, die nicht das Glück haben, zu den 1,25 Millionen Palästinensern zu gehören, die in einem Land leben, das mit ihrem Wunsch auf Freiheit verbündet ist: Israel!

Bis auf Israel scheint sich niemand wirklich um das Wohl der Palästinenser zu sorgen. Warum? Welches Interesse können die arabischen Länder haben, Palästinenser zu ewigen Flüchtlingen zu verdammen? Eine Antwort hat der Präsident Ägyptens schon am 1. September 1960 gegeben: “Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der UN sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit die arabischen Regime die besetzten jüdischen Gebiete räumen.

Wem diese Forderung zu radikal ist, der muss eingestehen, dass sie ebenso radikal ist, wenn es um palästinensische Flüchtlinge geht. Die ständige Rede von palästinensischen Flüchtlingen ist nichts als pure Einseitigkeit, die jedoch leider zum Mainstream geworden ist. Der ewige palästinensische Flüchtling nutzt nur einer Gruppe: den Feinden Israels. Am 25. Mai 1953 sagte Pfarrer Karl Baehr:

„Im April 1952 sagte Sir Alexander Galloway, damals Chef von UNRWA für Jordanien, zu unserer Studiengruppe, und das ist wirklich ein direktes Zitat von ihm: ‚Es ist vollkommen klar, dass die arabischen Nationen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen wollen. Sie wollen es als eine offene Wunde behalten, als ein Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel.‘ Dann sagte er mit Betonung: ‚Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.'“

Das ZDF beteiligte sich daran, diese Wunde offen zu halten und übernahm sogar die judenfeindliche Propaganda und behauptete:

„Diese Schlüssel symbolisieren die verlassenen Häuser.“

Ja, die Schlüssel symbolisieren die verlassenen Häuser; sie wurden jedoch bewusst verlassen, um der Vernichtung von Juden nicht im Wege zu stehen. Was ist eigentlich mit den Schlüsseln all der 850.000 Juden, die tatsächlich vertrieben wurden? Die zeigt das ZDF nicht. Neutralität und Objektivität scheint in der öffentlich-rechtlichen Anstalt nicht gefragt zu sein. Ich stellte daher dem ZDF die Frage: „Wie kommen das ZDF dazu, von vertriebenen Palästinensern zu sprechen? Bitte erklären Sie Ihre Wortwahl, denn entweder stimmt mein Geschichtsbuch nicht oder Sie haben eine Lüge über Israel verbreitet. Dann aber frage ich: Warum?“

Ich erhielt keine Antwort auf meine Fragen. Bei dem ZDF scheine ich es nicht mehr wert zu sein, eine Antwort zu erhalten. Ich hoffte daher auf die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier (SPD), die der Vorsitzenden des ZDF Fernsehrates schrieb, mit „Fassungslosigkeit“ habe sie den Bericht zur Kenntnis genommen:

„Der Beitrag schafft es, in einem erschreckenden Ausmaß unreflektiert die Geschichte Israels zu verdrehen. Kurze Aussagen wie diese sind eine systematische Verkürzung der hochkomplexen historischen Begebenheit in dieser Region. Hier wird ein Konflikt behandelt, der seine Wurzeln in der Vergangenheit hat und seit Jahrzehnten ungelöst ist, trotz aller internationalen Bemühungen. Ein derartiges Thema in einigen wenigen Sätzen behandeln zu wollen, setzt größtes Fingerspitzengefühl voraus, welches den Autoren des Beitrages scheinbar scheinbar in Gänze fehlt.“

Es war nicht das erste Mal, dass Michaela Engelmeier die unwahren Behauptungen bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten anprangerte. Am 14. August 2016 sendete die ARD zum Beispiel einen Bericht von Markus Rosch, der mehr aus Propaganda denn aus Fakten bestand. Die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier (SPD) warf daraufhin der ARD vor, mit dem Bericht zu lügen:

„Warum zeigt man in der Tagesschau einen schlecht bis gar nicht recherchierten Bericht, zitiert dort mehr als zweifelhafte „Experten“ und erzählt echte Unwahrheiten? Ich protestiere energisch und mit aller Schärfe gegen diese, so einseitigen und unwahren Behauptungen in diesem unsäglichen Bericht und erwarte eine Richtigstellung! Dieser Bericht, liebe ARD ist ein Fall für den Rundfunkrat und eine Richtigstellung ist mehr als nötig!“

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist (CDU) sprach sogar davon, die ARD verbreite Propaganda:

„Meine Kollegin Engelmeier hat recht – ein so einseitiger Bericht ist eben keiner, sondern kritiklose Übernahme von Propaganda. Leider ist die ARD in den letzten Jahren immer wieder mit solchen einseitigen Darstellungen in Erscheinung getreten.“

In dem Bericht über die Wasserversorgung in den palästinensischen Autonomiegebieten wurde behauptet, Israel sei verantwortlich für den Wassermangel in diesen Gebieten. Es wurde behauptet, „dass Palästinenser keine Baugenehmigungen für Brunnen erhielten, um sich selbst zu versorgen.“ Es wurde jedoch verschwiegen, dass Israel dies nur tut, um Trinkwasser für alle Menschen in der Region zu retten. Als sich nämlich im Jahr 2005 Israel komplett aus dem Gazastreifen zurückzog, fielen dort auch die Kontrollen weg, was dazu führte, dass jeder nach Wasser bohrte und so das Grundwasser in Gaza schnell sank. Dadurch floss dann Salzwasser aus dem Mittelmeer nach, was dazu führte, dass heute 95% des Süßwassers im Gazastreifen ungenießbar ist. Damit die Bürger im Gazastreifen nicht verdursten, pumpt Israel jetzt Trinkwasser in den Gazastreifen, obwohl Israel das nicht müsste, da die Regierung von Gaza Krieg führt gegen Israel und erklärt, alle Juden weltweit vernichten zu wollen und keinen einzigen Juden im Gazastreifen erlaubt. Welches Land der Welt pumpt auf eigene Kosten Trinkwasser in das Land seiner Feinde?

In dem Bericht wurde jedoch nicht nur verschwiegen, sondern auch ganz klar gelogen. In den sogenannten A und B Gebieten ist nämlich die palästinensische Autonomie verantwortlich für die Wasserversorgung und nicht Israel. Nur in dem sogenannten C Gebiet ist Israel verantwortlich und natürlich versorgen die Israelis zunächst ihre eigenen Leute. Da die palästinensische Autonomiebehörde nicht demokratisch konstituiert ist, verteilt sie das Wasser willkürlich und nicht selten zu Gunsten der herrschenden Kreise, wie diese Bilder beweisen. Darum gibt es in Ramallah mehr Wasser als in den kleinen Dörfern im C Gebiet. Die Wasserknappheit hat somit fast nichts mit der israelischen Regierung zu tun, aber dafür sehr viel mit der palästinensischen Autonomie.

Die israelische Regierung hat eine Infrastruktur gebaut, während die palästinensische Regierung nichts gemacht hat, um seine Leute mit Wasser zu versorgen. Dies aber nun Israel vorzuwerfen, ist eine Hetze gegen Juden, wie sie an das Mittelalter erinnert. Als im Mittelalter die Pest wütete und viele Christen daran starben, erhoben sie den Vorwurf der Brunnenvergiftung gegen Juden. Der Vorwurf fiel nicht zufällig auf Juden, denn lange zuvor waren in ganz Europa sogenannte Judenbilder verbreitet worden, die den sozial ausgegrenzten Juden Heimtücke, Schadenzauber und Verschwörungen gegen die Christenheit zugeschrieben hatten. Außerdem wurden Juden aufgrund ihrer religiös verankerten Hygienevorschriften oft weniger von Epidemien getroffen als die übrige Stadtbevölkerung. Statt aber die Schuld bei sich selbst zu suchen und dem Versäumnis, sauberes Wasser zu erschließen, verfolgten Christen Juden, weil sie sauberes Wasser erschlossen hatten.

Das war das Mittelalter. Heute ist es nicht viel anders! In Israel haben Juden ab der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts eine Vielzahl moderner Wasseranlagen gebaut. Statt das zu bewundern, wird Israel heute von der Tagesschau kritisiert, weil Araber keine modernen Wasseranlagen gebaut haben, ganz so als sei es die Schuld der Juden, wenn Araber heute kein sauberes Wasser erschließen wie Christen im Mittelalter.

Richtig tief in die Lügenkiste griff die ARD Tagesschau jedoch mit dem Bericht über die Ortschaft Salfit. Der Ort Salfit gilt als grüne Oase der Region, weil Israel es mit Wasser versorgt. Vor einigen Wochen jedoch kam es zu einen Rohrbruch bei einer Hauptleitung. Daraufhin war in dem Ort einige Tage lang das Wasser knapp. In dieser Zeit drehte die ARD den Bericht, lässt eine Familie über die Wassernot lamentieren und behauptet somit, Israel sei Schuld an dem Rohrbruch. Das ist eine Lüge, die der Brunnenvergifterlegende aus dem Mittelalter locker das Wasser reichen kann. Da frage ich mich, ob ARD für Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland steht.

Als ich über diese Bespiele Verleumdung berichtete und die Stellungnahme von Michaela Engelmeier veröffentlichte, reagierte die Redaktion der ARD wie folgt:

„Wir schätzen das Interesse und die kenntnisreichen Hinweise unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sehr. Wir nehmen uns berechtigte Kritik zu Herzen, berücksichtigen sie und lernen daraus. Allerdings bitten wir darum, dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben. Beim Thema Wasserversorgung in den palästinensischen Gebieten scheinen wir jedenfalls einen hochsensiblen Nerv getroffen zu haben (…) Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.

Schließlich erreichte uns über einen Blog der Aufruf der SPD-Bundestagsabgeordneten Michaela Engelmeier, die in dem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ von Gerd Buurmann u.a. damit zitiert wird, die Tagesschau erzähle Unwahrheiten, sie erwarte eine Richtigstellung und die Anrufung des Rundfunkrates. Dieses Zitat ist allerdings nicht auf der Facebook-Seite der Politikerin wiederzufinden, die sich – wie dort zu lesen ist – offenbar gerade in Rio befindet.

Da sich dieses für uns derzeit nicht zu verifizierende Zitat im Wesentlichen auf die von uns oben bereits richtiggestellten Unterstellungen der Kritiker stützt, sowie in dem besagten Blog noch mit unrichtigen Behauptungen zur Situation zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten sowie Behauptungen/Beleidigungen verbunden ist, wonach die ARD in die „Lügenkiste“ greife, weil es sich bei dem Kürzel ARD in Wahrheit um „Antisemitischer Rundfunk Deutschlands“ handle, wollen wir es an dieser Stelle bei den oben dargelegten Ausführungen belassen.

Für das ARD-Studio Tel Aviv,
Susanne Glass und Markus Rosch“

Meine Antwort auf diese Stellungnahme fiel wie folgt aus:

„Vielen Dank für diese Stellungnahme, liebe ARD.

Der Kommentar von Michaela Engelmeier findet sich auf der Facebook-Seite der ARD Tagesschau direkt unter dem Artikel zur Wasserversorgung. Der Kommentar von Michaela Engelmeier hat sogar so viele Likes bekommen, dass er prominent und unübersehbar angezeigt wird, um genau zu sein, genau unter Ihrer Stellungnahme, in der Sie schreiben, den Kommentar nicht zu finden.

Dafür gibt es ein Fachwort: Peinlich! Wenn die Tagesschau es nicht mal schafft, diesen Kommentar auf ihrer eigenen Seite, unter ihrem eigenen Bericht, unter der eigenen Stellungnahme zu finden, dann kann es mit der Recherche der Tagesschau nicht so weit her sein. Wenn die Tagesschau schon daran scheitert, ihre eigene Seite zu lesen, dann möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie sehr sie in anderen Bereichen scheitert. Wenn die Tagesschau so über Israel recherchiert, wie sie auf ihrer eigenen Seite recherchiert, dann gute Nacht Qualitätsjournalismus. Ich nehme daher alles zurück. ARD steht nicht für Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland sondern offenkundig für Arbeitsverweigernde Rundfunkanstalt Deutschland.“

Am 4. April 2015, sendete die Tagesschau einen Bericht über die Osterfeierlichkeiten in Jerusalem, die jedes Jahr von israelischen Verteidigungsstreitkräften wegen ständiger Terrorgefahr gesichert werden müssen. Die Feierlichkeiten können nur aufgrund Israels Sicherheitskonzept in Jerusalem stattfinden. In dem Bericht wurden jedoch folgende Worte gesprochen:

„In Jerusalem leben jüdische Siedler, Christen und Muslime auf engstem Raum“

Die Worten kamen von Markus Rosch! Mit diesem Satz offenbarte er am Tag nach Karfreitag sein ganzes Ressentiment. Er sagte nämlich nicht, dass in Jerusalem Juden, Christen und Muslime leben, sondern er machte aus Juden „jüdische Siedler“ – und zwar nur aus Juden! Christen waren für ihn Christen, Muslime Muslime, aber Juden waren „jüdische Siedler“.

Siedeln Muslime und Christen in Jerusalem etwa nicht? Haben Muslime und Christen etwa keine Häuser und Wohnungen? Natürlich haben sie das! Warum also machte Markus Rosch eine Ausnahme bei Juden? Weil sie etwas besonderes sind und somit eine Sonderbehandlung von der deutschen Arbeitsgemeinschaft ARD verdient hatten. Die ARD rechtfertigte die Wortwahl von Markus Rosch auf Nachfrage so:

„Anzumerken bleibt, dass es in unmittelbarer Nähe der Altstadt zahlreiche Siedlungen in Ostjerusalem inmitten eines arabischen Gebietes gibt. Laut Definition sind das auch Siedlungen, da Ostjerusalem mit der Altstadt bis 1967 jordanisches Gebiet war („jenseits der grünen Linie“). Jerusalem wurde zwar de facto von Israel annektiert, international ist das aber nicht anerkannt. Und der Status von Jerusalem ist umstritten.““

Ich erwiderte darauf:

„Anzumerken bleibt aber auch, dass Markus Rosch nicht von israelischen Siedlern spricht, sondern von jüdischen Siedlern! Das heißt also, die Tagesschau erklärt nicht nur, dass die Frage, ob Jerusalem zu Israel gehört, umstritten ist, sondern auch, dass die pure Existenz von Juden in Jerusalem umstritten ist. Jerusalem ist, nebenbei bemerkt, die Hauptstadt Israels!“

Juden haben in Jerusalem schon gelebt, als es noch keine Christen und Muslime gab! Juden leben seit Jahrtausenden im Norden, Süden, Westen und Osten von Jerusalem! Markus Rosch aber sprach von „jüdischen Siedlern“, nicht aber von muslimischen und christlichen Siedlern. Damit war er auf einer Linie mit sämtlichen islamischen Parteien, die im Nahen Osten regieren. Für sie ist jeder Jude eine Gefahr und illegal. Sie nennen Juden Bakterien und Parasiten und fordern ihre physische Vernichtung. Aus der Sicht dieser Judenhasser macht es Sinn, nur Juden zu Siedlern zu erklären. Markus Rosch bediente genau diese Sicht und die ARD sendete diesen Blick auch noch.

Das war aber nicht der größte Quatsch, den die ARD über Israel sendete. In einem anderen Bericht unter dem Titel „Gaza im Winter“ durfte Markus Rosch behaupten, in Gaza Stadt lebten über 100.000 Menschen auf 12 Quadratmetern. Das sind über 8333 Menschen auf einem Quadratmeter.

Ich kommentierte diese Behauptung mit einer Polemik:

„Wenn Menschen richtig eng zusammen stehen, können mit etwas gutem Willen und wenn Karneval in Köln oder Rushhour in Tokio ist, 10 Menschen auf einem Quadratmeter Platz finden. Es müssen also über 833 Menschen übereinander stehen, damit 8333 Menschen auf einem Quadratmeter Platz finden können. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Körpergröße eines Menschen in Gaza Stadt von 1,68 Meter erreicht man so schon eine Höhe von 1400 Metern. Das sind bereits 393 Meter mehr als sich das höchste Gebäude der Welt in den Himmel streckt.

Der Kingdom Tower in Saudi-Arabien ist lediglich lächerliche 1007 Meter hoch. In Gaza Stadt jedoch wurde bereits eineinhalb Kilometer hoch gebaut, wie wir jetzt in einem Nebensatz des ARD Studio Tel Aviv erfahren durften. Das höchste Gebäude der Welt steht somit in Gaza Stadt! Das Komische ist nur, kaum jemand weiß davon. Wie kann das sein?

Wenn das nicht an den Juden liegt! Mit Sicherheit nutzen die Juden schon seit Jahren ihren Einfluss in den Medien, um der Welt vorzuenthalten, dass das achte Weltwunder in Gaza Stadt steht! Sowas machen die Juden ja schon mal. Sieht ihnen ähnlich. Die sperren schließlich auch 100.000 Menschen auf nur 12 Quadratmetern.

Ich möchte dem ARD Studio Tel Aviv zu Gute halten, dass Markus Rosch vermutlich schlecht in Mathematik ist, aber warum werden die Zahlen und Fakten nicht gecheckt, bevor sie in die Welt gesendet werden? Wenn es um Israel geht, scheint der ARD keine Horrorzahl zu absurd zu sein, als dass sie sie nicht senden würde. Vermutlich traut die ARD Juden so ziemlich alles zu. Die Wahrheit ist, es sind 100.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern und das ist im internationalen Vergleich nicht viel.

In Tel Aviv leben knapp 70.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern, in München über 55.000 Menschen, in New York Stadt knapp 130.000 Menschen, in Tokio fast 180.000 Menschen und in Paris sogar über 250.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern! 100.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern ist eine ganz normale Größe für eine Stadt und wenn Gaza Stadt den Frieden mit Israel nicht immer wieder gebrochen hätte und vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2015 nicht über 7500 Raketen auf Israel abgefeuert hätte, und die Milliarden von Euro, die Jahr für Jahr nach Gaza geflossen sind, in den Aufbau von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Infrastruktur gesteckt hätte, statt in den Aufbau kriegerischer Infrastruktur, wie dem Bau von Terrortunneln und Kriegszellen, dann wäre Gaza Stadt heute auch eine lebenswerte Metropole wie Tel Aviv.“

Auf all die Lügen, die ARD und ZDF über Israel verbreiten, kann man teilweise nur noch mit Spott, Hohn un Polemik reagieren. Kurz vor der Wahl in der Niederlanden am 15. März 2017 sendete der WDR einen Bericht über Geert Wilders, in dem Juden nur als Fanatiker präsentiert wurden. Bei dem Bericht handelt es sich größtenteils um eine Aufwärmung der BBC 2 Produktion „Wilders: Europe’s Most Dangerous Man?“ von Mags Gavan and Joost van der Valk aus dem Jahr 2011. Dementsprechend veraltet war auch das meiste Filmmaterial, das in diesem Bericht geboten wird. Seriöser Journalismus sieht anders aus.

Der WDR wärmte vergammeltes Essen auf und würzte das abgelaufene Zeug mit frischen Kommentaren, um so den Schimmelgestank zu übertünchen. Der WDR entfernte nicht mal jene Stellen, die sechs Jahre vorher zum Himmel gestunken hatten. In dem Bericht tauchten Juden ausschließlich als durchgedrehte Blogger, hassschürende Aktivisten (Jewish Task Force), rechte Politiker und unrechtmäßige Siedler auf. Wenn es um amerikanische Finanziers ging, zeigte der Bericht religiöse Juden in New York, ganz so als läge bei den Juden das Geld und Gold der Welt. Genüßlich wurde Geert Wilders mit Kippa und vor der Klagemauer gezeigt, um zu zeigen, wer wirklich hinter Geert Wilders stecke. Der Bericht erwähnte auch, dass Geert Wilders eine jüdische Großmutter und eine jüdische Frau hat, ganz so als habe er dadurch seine politischen Ansichten im Blut. Der Bericht unterstellt zudem, Wilders sei in Israel von Juden, „die sogar in Israel als rechts gelten“ (O-Ton des Films, man beachte das Wort „sogar“) indoktriniert worden. Mit dieser Behauptung trug der WDR eine Verschwörungstheorie in deutsche Haushalte. Ich schrieb daraufhin:

„Wenn Geert Wilders ein rechtspopulistischer Politiker ist, dann ist der WDR eine rechtspopulistische Fernsehanstalt.“

Im August 2014 war beim Tagesgespräch auf WDR5 der ehemalige Botschafter Israels, Shimon Stein, zu Gast. Es war ein sehr ausgewogenes Gespräch. Shimon Stein sprach sich zu jeder Sekunde für den Frieden aus. Niemals artikulierte er einseitige Kritik in Richtung aller Palästinenser. Seine Kritik richtete sich ausschließlich an die Hamas. Die meisten Anrufer jedoch übten einseitige Kritik an Israel. Jedem Anrufer begegnete er mit Respekt. Er sprach sogar über Fehler auf israelischer Seite und gestand ein, dass keine Seite ohne Makel sei.

Ein Tag später war die sogenannte Botschafterin Palästinas, Kholoud Daibes, zu Gast beim Tagesgespräch. Schon mit ihrem ersten Monolog setzte sie zu einer Hetze gegen Israel an. Sie weigerte sich, die Terrororganisation Hamas zu verurteilen und sprach stattdessen von legitimer Verteidigung. Sie verurteilte nicht die Charta der Hamas, die zur Vernichtung aller Juden auffordert. Sie hielt unerträgliche Monologe des Hasses. Obwohl die Hamas einen Krieg gegen alle Juden führt und Israel versucht, die geforderte Vernichtung des jüdischen Volkes zu verhindern, behauptete Daibes, es ginge Israel nur darum, Palästinenser zu töten. Für sie war Israel das pure Böse!

Auch an diesem Tag kritisierten die meisten Anrufer, die durchgestellt wurden, wie am Tag zuvor Israel. Der erste Anrufer behauptete, die Fakten seien klar, Israel wolle niemals Frieden, sondern nur noch mehr Zerstörung und Boden rauben! Er betonte, Israel sei ein Unrechtsstaat, aber nicht wegen seiner Handlungen, sondern durch seine Gründung. Die Existenz Israels erklärte er zum Unrecht. Der Moderator schritt nicht ein. Er schritt erst ein, als der Anrufer zu lange sprach.

Auf jede Kritik an Israel stürzte sich Daibes mit Wolllust. Sie malte immer hässlichere Fratzen von Israel. Eine Anruferin wurde durchgestellt, die zunächst die „Gräueltaten“ Israels verurteilte, aber dann doch anmerkte, dass Daibes Wortwahl etwas problematisch sei. Daraufhin unterbrach Daibes sie und brüllte sie regelrecht nieder. Es dauerte lange, bis der Moderator einschritt. Als der Moderator bat, die Anruferin aussprechen zu lassen, war die Anruferin schon eingeschüchtert.

Die Frage des Moderators, ob Kholoud Daibes sich vorstellen könne, mit Shimon Stein über Frieden zu verhandeln, beantwortete sie durch die Weigerung, die Frage zu beantworten. Stattdessen nannte sie Israel, wo 1,2 Millionen Araber als gleichberechtigte Bürger leben, einen Apartheidsstaat, aber nicht Gaza, wo keine Juden leben dürfen. Dafür behauptete Daibes, die Tatsache, die Hamas benutze die Zivilbevölkerung als Schutzschild, um die Waffen zu schützen, die in der Intention des Massenmords auf Israel abgefeuert werden, als Lüge und Propaganda Israels. Ein Anrufer sagte darauf: „Ich muss das jetzt glauben. Es gibt keinen Grund, das nicht zu glauben.“

Da hatte der WDR ganze Arbeit geleistet. Im öffentlich-rechtlichen Radio gab es in Anwesenheit von Shimon Stein Kritik an Israel und der Hamas und in Anwesenheit von Kholoud Daibes hemmungslose Hetze gegen Israel und die Weigerung, die Hamas zu kritisieren. Shimon Stein erklärte, Israel sei nicht ohne Makel. Kholoud Daibes bestand darauf, Israel sei purer Makel. Das ist die Ausgewogenheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks!

Bei solch einer „Ausgewogenheit“ verstehe ich, warum so viele Menschen beim einseitige Kritik an Israel richten. Wären die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten meine Hauptinformationsquelle, ich würde auch einseitig Israel kritisieren. Zum Schluss des Tagesgespräch mit Daibes wurde ein Anrufer durchgestellt, der nach all der einseitigen Hetze zum großen Schlag ausholen durfte. Es war der Höhepunkt der Veranstaltung. Als großes Finale forderte er, die ganze Welt möge sich gegen Israel richten, dem Land jede Hilfe verweigern und das Land ächten. Daibes hob an, um auch noch ihren Senf dazuzugeben, aber der Moderator sagte, es täte ihm leid, die Zeit sei nun zu Ende. Er sagte: „Ich unterbreche sie ungerne!“ Das glaube ich gerne. Beim Tagesgespräch wird Hetze gegen Israel offensichtlich gern gehört.

Am 25. Januar 2016 sendete der Deutschlandfunk den Bericht „Zehn Jahre Hamas in Palästina“ von Peter Philipp. Der Bericht wurde auf der Internetseite des Deutschlandfunks mit diesen Worten angekündigt:

„Am 25. Januar 2006 gewann die islamistische Hamas die Wahlen in Palästina. Die Bewegung ist Sprössling der konservativ-religiösen Muslimbrüder. Sie vertritt eine fast antisemitische Ideologie und entwickelte sich schnell zum gefährlichsten Gegner Israels. Seit Beginn ihrer Herrschaft verstärkten sich die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Orte – und Israel schlug immer härter zurück.“

Die Hamas ist also nur fast antisemitisch, aber nicht wirklich. Werfen mir mal einen Blick in die Gründungscharta der Hamas:

„Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten!“

Das ist fast antisemitisch, aber nicht wirklich, sagt der Deutschlandfunk!

In Artikel 28 erlärt die Charta, die Juden stünden „hinter der Verbreitung von Drogen und Giften aller Art, die ihr Machtausübung und Machtausdehnung erleichtern sollen“ und in Artikel 32 wird gesagt, woher all das Wissen über die Boshaftigkeit der Juden kommt:

„Ihr Komplott wurde in den Protokollen der Weisen von Zion niedergelegt: Ihre derzeitiges Verhalten ist der bester Beweis für das, was dort gesagt wurde.“

Diese Charta treibt die Hamas an. Es wundert daher nicht, dass allein in den Jahren vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2016 knapp 7500 Raketen von Gaza auf Israel abgefeuert wurden, um den in der Charta erklärten Willen zur Vernichtung aller Juden weltweit ein Stückchen näher zu kommen! Das ist fast antisemitisch, aber nicht wirklich, sagt der Deutschlandfunk!

Ich schrieb daraufhin der Artikel „Deutschlandfunk deckt auf“. Kaum war der Artikel online, kam schon folgende Reaktion vom Deutschlandfunk:

„Liebe Hörer, die Formulierung „fast antisemitisch“ hat zu Protesten geführt, die wir verstehen können. In der geläufigen Verwendung des Wortes „antisemitisch“ im deutschen Sprachraum wird darunter „judenfeindlich“ verstanden. Dies entspricht aber nicht der ursprünglichen Bedeutung. Die Araber sind nämlich selbst Semiten, daher können sie schwerlich antisemitisch sein. Das gilt auch für die Hamas. Wie sehr viele Araber sprechen aber auch die Hamas-Anhänger meist nicht von „den Israelis“, sondern von „den Juden“ (Al Yehud), denn es waren ja Juden, die als Zionisten nach Palästina kamen, dort siedelten und einen Staat gründeten. Dadurch wird die arabische Ablehnung und Feindseligkeit gegenüber den Israelis sprachlich „fast“ identisch mit dem Antisemitismus der Nazis. Aber eben nur „fast“. Wir bedauern, dass das zu Missverständnissen geführt hat.“

Ein Neonazi hätte Antisemitismus nicht relativierender erklären können, vor allem nicht in einer Zeit, in der sich Judenhass wieder auf deutschen Straßen ausbreitete und Sprüche wie diese gebrüllt wurden:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“

Am 22. Juli 2014 erklärte Sabine Rau in einem Kommentar in den Tagesthemen, diese Sprüche seien zwar „absolut inakzeptabel“, doch unter den Demonstranten seien schließlich auch „Palästinenser, die die Verzweiflung auf die Straße treibt“ und „Deutsche, die sich empören über den brachialen Feldzug“ Israels. Sabine Rau erklärte, es ginge nicht an, einseitig nur die Hamas zu verurteilen.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Hamas in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden fordert, während die israelische Unabhängigkeitserklärung erklärt, im Frieden mit allen arabischen Nachbarn leben zu wollen, war Sabine Raus Kommentar so geschmackvoll wie die Aussage: „Es ist nicht gerade mutig zu sagen, am Holocaust seien nur die Deutschen Schuld. Kritik an Juden muss erlaubt, gerade unter Freunden.“

Wenn in Deutschland Brandsätze und Steine auf Synagogen geworfen werden, Juden attackiert und „Scheiß Juden“ gebrüllt wird, dann sind nur die Nazis zu verurteilen, die das tun. Nur die Täter! Sabine Rau aber gab Israel eine Mitschuld. Stünden in Deutschland marodierende Banden vor Moscheen, flögen Wurfgeschosse auf Moscheen und Muslime, ich würde in einem Kommentar zum Thema „antimuslimische Parolen“ nicht eine Sekunde damit verbringen, den Islam zu kritisieren oder ein islamisches Land!

Der Konflikt im Nahen Osten ist leicht zu erklären, schwer zu lösen vielleicht, aber leicht zu erklären: Die Seite der Hamas will die jüdische Seite vernichten! Alles andere ergibt sich daraus. Die Frage, ob Israel sich verteidigen darf und wie, welche Fehler Israel dabei macht, wo Juden leben dürfen, wo sie vertrieben werden dürfen (was für eine grausame Debatte, die aber leider geführt wird, auch von Sabine Rau), alles ist Folge der Ausgangslage: Die Hamas will die jüdische Seite vollständig vernichten.

Israel will Frieden! Israel ist eine Demokratie und hat tausendmal lieber Geschäftspartner als Nachbarn als Feinde. Jeder israelische Bürger kann Jude, Christ, Moslem, Araber oder Palästinenser sein. Überall in Israel siedeln Juden, Christen, Moslems, Araber oder Palästinenser. Warum sollen in einem zukünftigen Palästina keine Juden siedeln dürfen? Warum tun sich so viele so leicht damit, Sonderregelungen für Juden zu schaffen? Warum werden Juden so ganz besonders beurteilt? Warum sind siedelnde Juden in arabischen Ländern oft ein Problem, siedelnde Muslime in Israel aber nicht? Warum reicht es nicht, dass Israel es besser macht als alle anderen Nationen? Warum muss nur Israel perfekt sein? Warum muss Israel so heftig kritisiert werden? Welche Lust steckt dahinter? Warum muss selbst ein Kommentar über antisemitische Parolen in Deutschland nach 19 Sekunden zu einer Nachhilfestunde für Israel werden? Vor einiger Zeit fand ich auf Facebook diesen Kommentar:

„Unfaire Berichterstattung besteht auch darin, negatives – und nur negatives – über Israel zu publizieren, arabische Angriffe jedoch zu verschweigen, was gerade momentan vor allem bei den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten praktiziert wird. Gegen diese perfide Vorgehensweise kann man nicht anders angehen, als die Fakten aufzuzeigen und Hintergrundinformation zu liefern. Sowohl bei der ARD wie auch beim ZDF wird nur von den „überzogenen“ Absichten Israels gesprochen, gegen Terror härter anzugehen. Israels Handeln wird so als „Aktion“ hingestellt und nicht als „Reaktion“. Für Zuschauer, die dieses Thema nicht verfolgen, wird Israel so zum Aggressor.“

Die Worte stammten von einer deutschen Jüdin, die dazu gezwungen wird, die einseitige Berichterstattung gegen Israel zu bezahlen. Sie kann nicht einfach sagen, ich bestelle ARD und ZDF ab, so wie sie jede Zeitung, jedes Abo und jeden anderen nicht öffentlich-rechtlichen Bezahlsender abbestellen kann. Sie wird mit der Gewalt des Staates dazu gezwungen, diese Sender zu finanzieren. Diese Gewalt nennt sich Rundfunkgebühren. Sie kann nicht schreiben:

„Sehr geehrte Damen und Herren der Rundfunkbeitragzentrale,

hiermit setze ich Sie darüber in Kenntnis, dass ich keine Rundfunkbeiträge mehr zahlen werde. Meine Begründung: Ich bin Jude und die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender ist im höchsten Maße tendenziös gegen Israel gerichtet. Ich weigere mich, in Deutschland von einer Nichtregierungsorganisation dazu gezwungen zu werden, mit meinem Geld ein Medienunternehmen zu finanzieren, das gegen mich und mein Volk tendenziös berichtet und nicht selten Fakten zu Ungunsten Israels verdreht. Die Zeiten, wo Juden gezwungen wurden, Kritik am jüdischen Volk zu finanzieren, sollten der Vergangenheit angehören. Dies ist ein freies Land. Sie dürfen berichten wie Sie wollen, aber ich darf auch entscheiden, ob ich diese Nachricht kaufe! So halte ich es mit jeder Zeitung, mit jedem Buch, mit jedem Verlag, mit jedem Bezahlsender und so ab heute auch mit Ihnen!“

Die öffentlichen-rechtlichen Sendeanstalten berichten unter dem Schutz des deutschen Staates in atemberaubend einseitiger und ressentimentgeladener Art und Weise über Israel. Wenn aber mal ein Bericht produziert werden soll, in dem Israel nicht dämonisiert wird, dann weigern sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten, diesen Bericht zu senden.

Im April 2015 wurde von Arte die Dokumentation „Antisemitismus in Europa“ in Auftrag gegeben. Im Dezember 2016 nahm die zuständige Redakteurin Sabine Rollberg den Film ab. Die Dokumentation wurde jedoch nicht gesendet, da der Programmdirektor von Arte, Alain Le Diberder, sich gegen die Dokumentation mit der Begründung aussprach, es mangele dem Bericht an „Ausgewogenheit“. Soweit sind wir also schon gekommen: Ein deutscher Bericht über Judenhass muss ausgewogen sein!

Die abenteuerlichsten Vorwürfe wurden gegen die Dokumentation vorgetragen. So wurde behauptet: „Der Film ist eine Provokation.“ Zudem wurde moniert, die Dokumentation „schüttet Öl ins Feuer“ und könne „angesichts der Terrorlage in Frankreich nicht gezeigt werden“, da sie „antiprotestantisch, antimuslimisch und proisraelisch“ und nicht „ergebnisoffen“ sei.

Ganz schön harte Worte für die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, die in den letzten Jahren ganze Galonen von Öl ins anti-israelische Feuer gepumpt haben und selbst vor offensichtlich antijüdischen Lügen und Gerüchten nicht zurückgeschreckt haben, um ihre negativen Nachrichten über Israel zu würzen. Wie soll überhaupt eine „ergebnisoffene“ Dokumentation über Judenhass aussehen? Sollen etwa auch Gründe für Judenhass aufgezeigt werden? Wo beginnt Judenhass überhaupt? Der Deutschlandfunk hat eine spannende Antwort.

Siebzig Jahre nach dem Holocaust werden die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands dazu gezwungen, „ergebnisoffene“ Berichte über Judenhass zu finanzieren! Ich klage an!

Die Leute, die ich anklage, kenne ich nicht, ich habe sie nie gesehen, ich hege weder Groll noch Hass gegen sie. Sie sind für mich nur Erscheinungen, Symptome der Krankheit der Gesellschaft. Und die Handlung, die ich hier vollziehe, ist nur ein radikales Mittel, um den Ausbruch der Wahrheit und der Gerechtigkeit zu beschleunigen. Ich habe nur eine Leidenschaft, die des Lichtes, im Namen der Menschheit, die so viel gelitten hat und die ein Recht auf Glück besitzt. Mein flammender Protest ist nur der Schrei meiner Seele. Man wage es also, mich vor ein Schwurgericht zu stellen und die Untersuchung beim hellen Tageslichte vor sich gehen zu lassen. Ich warte darauf.

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The new xenophobia

„Rising levels of crime due to foreigners.“

During the past few weeks such headlines have been frequent in the German media. They are very xenophobic!

French, Spaniards, Chinese, Koreans, Canadians and Icelanders are all foreigners. But, in Germany there is no increase in crime in relation to those nationalities. Yet, as foreigners, they are all thrown into an undifferientated statistical basket.

Crime doesn’t correlate or originate with physical appearence. Whoever propogates such nonsence is a racist. It’s also not personal experience that drives people to evil deeds.

For centuries, Jews have been expelled and persecuted worldwide. Some just barely escaped executional crosses, fire and gas chambers. Yet, historically and today there are no Jewish terrorists who attack skyscrapers in New York, theaters in Paris, London subways, Tel Aviv markets and commit mass murder. It contradicts Jewish culture to explain evil away so cheaply and to be so irresponsible for one’s own deeds. Perhaps, Jews are hated so much because they prove through their own example that no amount of terrible suffering can justify evil deeds! The Jewish tradition, however, is a philosophy of responsibility, an attitude rejected by many people who’d rather hide behind excuses.

We decide which deeds we carry out. Those actions begin in our own heads. How we act is not determined by skin color, hair type, eye shape or facial scars, but rather by what originates in our heads.

Our beliefs, ideologies and faith influence our actions. Judging a person on the basis of his origins is racism; judging a person on the basis of his or her convictions and actions is criticism.

Why, then, do foreigners who detest the German value system of democracy and fundamental rights so much that they commit crimes against the society in which they live? Do they believe in Jesus? In Karl Marx? In Milton Friedman? In Hedwig Dohm? In liberalism? In capitalism? In communism? In feminism? What ideology lies at the root of this alienation from modern society? What evil ideology is seething in the minds of those criminals?

One thing is certain: it’s not because they are foreigners. That would be a xenophobic explanation!

***

Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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The Jewish settlers are not the problem!

Are you surprised by the title of this article? Don’t you hear and read all the time that the Jewish settlers are the biggest obstacle to peace in the Middle East? Have you ever heard someone defend Jewish settlers? Then take a few minutes and read this article by Gerd Buurmann. And if you become aware of some points that you haven’t considered, then share this article every time you read that Jewish settlers are a problem.

Settlements are not a hindrance to peace. Jews are not a problem because Jews have the right to build homes along with any other human being!

In every Israeli settlement Israeli law applies. Thus, every Israeli settlement in the Middle East is a place where people are not persecuted no matter what religion they belong to, which gender they are or may love, and whatever opinion they may express. I am in favor of Israel, not because I believe somebody long ago was first to put his foot on some piece of land, or a god invited a bearded man for a coffee to discuss dividing up the world, but because Israel is the only country in the Middle East where women and men have equal rights, homosexuality is recognized by the state; where there’s freedom of expression, art and science, no religion is discriminated against, and where Jews are classified neither better nor worse than all other people. Each square meter in the Middle East which emulates Israel is a win.

Why should I criticize those settlement towns where I could live as I wish? Nevertheless, a clear majority in Germany and in the United Nations strongly reject Israel’s settlement policy and declare: „The Jewish settlers are the greatest obstacle to peace.“ Can the whole world be wrong? Yes, it can! Concerning Jews, the whole world has already been wrong!

Whoever thinks that Jewish settlements are the greatest obstacle to peace in the Middle East should simply replace the word „Jewish“ with „Muslim“, „Christian“ or „Arabic“, then ask why of all the settlers in Judea and Samaria only the Jewish settlers should represent a problem.

Jews had settled Judea and Samaria long before Christians and Muslims even existed. The name Judea is quite clear in origin. That’s why those who think Jews are illegal there say West Bank instead. Independent of the territory’s name, at present, the area doesn’t belong to any national state. The area once belonged to Jordan, a country which now comprises over 80 per cent of Palestine and, unlike Israel, does not offer full citizenship to Palestinians. Prior to that, the territory was administered by the League of Nations. Before that, the area belonged to the Ottoman Empire and before that to the Roman Empire and originally to a Jewish empire, as the name “Judea” proves. The Jewish people are the oldest people still existing in the Middle East.

Although the territories of Judea and Samaria do not belong to any state today, people live there. Some live in houses, others in tents. There are Arab, Jewish, stateless and many other kinds of settlers, who all live in an area which remains controversial because there is no state structure governing it. But only the Jewish settlers are called „illegal“! The problem these accusers have with just these settlers is the fact of them being Jewish!

The radical Hamas declares the annihilation of all Jews as the duty of all Muslims! Fatah is likewise convinced of this duty. On the 47th anniversary of Fatah, Mufti Muhammad Hussein, who was personally appointed by Mahmud Abbas as the „spiritual leader of Palestinian autonomy,“ reaffirmed the idea that peace can only be attained when all Jews are exterminated. Whoever demands Jews must be annihilated can never conclude peace with them. Whoever shouts „Jews, get out of my country, my city, my neighborhood“ doesn’t want peace with Jews, but to be free of them. There are two forms of peace in the Middle East: one peace is a peace with Jews. The other peace is a peace without them.

The desire for a peace without Jews is omnipresent in the Arab world. When the Gaza Strip was handed over to the Palestinian administration in 2005, all Jews were expelled from Gaza within a few days. On the morning of September 12, when the last Jews left the area at the Kissufim border crossing, Arabs celebrated frenetically with gun shots in the air and motorcades. Abandoned synagogues were torched. It was a real “Gaza Kristallnacht“. Gaza signed for a peace without Jews, not with Jews. During the following years, Hamas fired countless rockets at Israel with murderous intent. A Hamas minister summed up his position in 2010 with the following words:

“They (Jews) want to present themselves to the world as if they have rights, but, in fact, they are foreign bacteria – a microbe unparalleled in the world. It’s not me who says this. The Koran itself says that they have no parallel: ‘You shall find the strongest men in enmity to the believers to be the Jews.’ May He annihilate this filthy people who have neither religion nor conscience. I condemn whoever believes in normalizing relations with them, whoever supports sitting down with them, and whoever believes that they are human beings. They are not human beings. They are not people. They have no religion, no conscience, and no moral values.”

With such words, it’s no coincidence that Hezbollah and Hamas greet each other with the Hitler salute. Jewish settlers are a problem for such a Jew-haters. However, for those who want to make peace with Jews, a Jewish settlement is not a problem, but the solution to a problem, because only the acceptance of Jewish settlements will lead to the simple realization that Jews can be neighbors and fellow citizens.

Jews who settle and build houses are not the problem! They’re not a problem in Israel, in America and in Europe. They shouldn’t be a problem in the Middle East. Everywhere in the world, there are Jewish settlements and neighborhoods in various countries. In Germany, there are Jewish, Muslim and Christian communities. They are understood as cultural enrichment and as evidence of peaceful coexistence, by promoting diversity, tolerance and acceptance. In Cologne, Germany there is the predominantly Muslim Keupstraße neighborhood and in Paris the Marais in the third and fourth arrondissements, a predominantly Jewish neighborhood. In Israel there are many Muslim neighborhoods and settlements. Nearly twenty percent of all Israelis are Muslims. For Israel, Muslim settlements inside and outside the country are not a hindrance to peace, but livable democracy.

Jewish settlers are no better or worse than Muslim or Arab settlers. The Arab governments in the Middle East should therefore respect Jews as citizens with all the rights and obligations as any other citizen, or they will never be able to conclude peace with Jews. However, Fatah and Hamas have declared that peace will not come „as long as we have not destroyed the Jews.“ They mean it seriously. Hamas has succeeded where Hitler had failed: the Gaza Strip has been „judenrein“ since 2005.

There are over 8 million citizens living in Israel, of which 1.6 million are Muslim Arabs. According to a current study, 77 percent of these Arabs don’t want to live anywhere else than in Israel! Israel is even preferred over Germany. Whoever criticizes Israel should take a look at how Muslims live in Germany. Wherever a mosque is planned, thousands of Germans turn up and protest. In Germany, many Muslims live in undesirable areas and are often subject to discrimination. In German cities such as Dresden and Leipzig tens of thousands of Germans demonstrate against Muslims. In the German Parliament, Muslims are underrepresented.

In Israel, however, Muslims account for 20 per cent of the population. Muezzins sing from minarets. There are mosques on every corner. There are lively and livable Muslim neighborhoods. Muslims are represented in the Israeli parliament. Even in the Supreme Court of Israel there are Muslim judges. I would bet that a majority of Muslims would prefer Israel over Germany. I would even say that a majority of Jewish settlers have a better opinion about Muslims than a majority of Germans!

In the Declaration of Independence of Israel one can read the following:

„WE EXTEND our hand to all neighboring states and their peoples in an offer of peace and good neighborliness, and appeal to them to establish bonds of cooperation and mutual help with the sovereign Jewish people settled in its own land. The State of Israel is prepared to do its share in a common effort for the advancement of the entire Middle East.“

On the day on which this statement was made public, Egypt, Saudi Arabia, Jordan, Lebanon, Iraq and Syria unified in a war of extermination against the small country of Israel. Just as Germans once proclaimed that Jews could not be Germans, today’s Palestinians include only Arabs and exclude Jews. On the contrary! The former Prime Minister of Israel, Golda Meir, once said: „I am a Palestinian.“

In the 1960s, however, the PLO decided that Jews are not Palestinians, just as the NSDAP had decided a few decades earlier that Jews are not Germans. Only within the dominant PLO concept of Palestine can Jewish settlers be defined as illegal.

The destruction of Israel and the expulsion of Jews cannot be the basis of debate. I wouldn’t negotiate with a person who wishes to exclude – or even kill – me or my family! A two-state solution isn’t possible with any party calling for the destruction and expulsion of Jews! We need people for whom Jewish settlers are not more or less a problem than any other settlers.

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Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
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Die neue Ausländerfeindlichkeit

„Die Ausländerkriminalität nimmt stark zu.“

Diese Schlagzeile war in den letzten Wochen öfters in deutschen Medien zu lesen, dabei ist sie zutiefst ausländerfeindlich!

Franzosen, Spanier, Chinesen, Koreaner, Kanadier und Isländer sind allesamt Ausländer. Unter ihnen hat die Kriminalität in Deutschland jedoch nicht stark zugenommen. Dennoch werden sie als Ausländer in Sippenhaft genommen für Straftaten, die von Menschen begangen wurden, die zufälligerweise auch Ausländer sind.

Es ist nicht das Aussehen, das Menschen zu ihren Taten motiviert. Wer das glaubt, ist ein Rassist. Es ist auch nicht die Erfahrung, die Menschen zu bösen Taten treibt.

Jahrhundertelang wurden Juden auf dieser Welt vertrieben und verfolgt. Sie entkamen oft nur knapp den Kreuzen, dem Feuer und den Gaskammern. Dennoch gibt es in der Geschichte und heute keine jüdischen Terroristen, die in New Yorker Hochhäusern, Pariser Theatern, Londoner U-Bahnen und auf Märkten in Tel Aviv Menschenmassen morden. Es widerspricht der jüdischen Kultur, das Böse so billig zu erklären und sich derart verantwortungslos für die eigenen Taten herauszureden. Vielleicht werden Juden deshalb von so vielen Menschen gehasst, weil sie durch ihr gelebtes Vorbild zeigen, dass es kein noch so schlimmes Leid rechtfertigt, sich daneben zu benehmen! Es ist so viel leichter, wenn ich für alles eine Entschuldigung finde. Die jüdische Tradition ist jedoch eine Philosophie der Eigenverantwortung und diese Freiheit zur Verantwortung wird von vielen Menschen gehasst.

Es ist stets die eigene Entscheidung, die uns zu unseren Taten treibt. Es geschieht in unserem Kopf! Dabei ist es nicht wichtig, welche Farben die Haut, die Haare und die Augen des Kopfes haben oder wieviele Narben im Gesicht sind, es kommt darauf an, was in dem Kopf ist!

Unsere Überzeugungen, Ideologien und unser Glauben bestimmen unser Handeln. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Herkunft ist Rassismus, die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse jedoch nennt sich Kritik.

Woran also glauben die Ausländer, die das deutsche Wertesystem, die Demokratie und die freiheitliche Grundordnung derart verabscheuen, dass sie Verbrechen gegen die Gesellschaft verübt, in der sie leben? Glauben sie an Jesus? An Karl Marx? An Milton Friedman? An Hedwig Dohm? An den Liberalismus? An den Kapitalismus? Am Kommunismus? Am Feminismus? Welche Überzeugung hat sie dieser Gesellschaft so sehr entfremdet? Gibt es eine Ideologie, die gerade in den Köpfen vieler Täter brodelt?

Eins ist jedenfalls gewiss, es liegt nicht daran, dass sie Ausländer sind. Das zu glauben, ist nämlich ausländerfeindlich!

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Offener Brief von Gerd Buurmann an Schwulissimo

Das deutsche Lifestyle-Magazin Schwulissimo ist alarmiert:

„Deutschland, Land der Freiheit und der Toleranz. Diesen Ruf genießt unser Land weltweit. Doch wie sieht es tatsächlich aus und wie sicher können sich sexuelle Minderheiten innerhalb unserer Landesgrenzen fühlen. Der jährliche Gay Travel Index gibt nun zum fünften mal in Folge Grund zur Sorge. Nachdem sich die Bundesrepublik noch im Jahr 2012 auf dem elften Platz der schwulenfreundlichsten Reiseländer befand, bleibt aktuell nur noch der 22. Platz. Bleibt die Frage, was getan werden kann, um im Gay Travel Index künftig wieder auf eine bessere Position zu kommen? Zum einen gilt es, religiösen Extremismus zu bekämpfen, der laut Forschern eines der wichtigsten Motive für die Politik ist, eine schwulenfeindliche Agenda zu vertreten.“

Liebe Schwulissimosen,

Welchen religiösen Extremismus meint Ihr genau? Den christlichen Extremismus vielleicht? In Deutschland wird es schließlich gesetzlich toleriert, dass Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und andere Einrichtungen, die zwar staatlich finanziert werden, aber unter kirchlicher Organisation stehen, ihre Mitarbeiter entlassen dürfen, wenn sie “in Sünde” leben, also eine sexuelle Beziehung ohne Ehe hegen. Die Arbeitgeberin Kirche befiehlt unter staatlichem Schutz in die Betten ihrer Arbeitnehmer. Homosexuelle und Geschiedene dürfen entlassen werden.

Das erklärt jedoch nicht, warum Deutschland in der Liste gefallen ist, denn die Situation hat sich nicht verschärft.

Welchen religiösen Extremismus also meint Ihr? Vielleicht diese gefährlichen Hinterhoftempel der Buddhisten, von denen man immer mal wieder hört? Oder sind es gar die Juden? Von denen hört man schließlich ständig nur schlimme Sachen. Bestimmt sind es die Juden! Oder doch die Mormonen?

Ich bin verwirrt.

Könntet Ihr mir bitte sagen, ob es gerade gewisse religiöse Extremisten gibt, die besonders viel Ärger machen? Ist der Islam des Irans genauso schlimm wie das Christentum Italiens und das Judentum Israels?

Vielleicht könntet Ihr mir auch noch sagen, welche Religion in den Ländern vorherrscht, die in dem Gay Travel Index ganz unten vertreten sind, weil dort Homosexuelle hingerichtet werden und welche Religion in den Ländern vorherrscht, die im Gay Travel Index ganz oben vertreten sind, weil dort Homosexuelle heiraten dürfen.

Das wäre eine echte Hilfe.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Ich schweige nicht!

Oft werde ich gefragt, woher ich die Zeit und Kraft nehmen, über all Dinge zu sprechen, die hier auf Tapfer im Nirgendwo immer wieder Thema sind. Die Antwort ist ganz einfach: Es bedarf deutlich mehr Zeit und Kraft zu schweigen!

Ich kritisiere den Islam, weil ich weiß, wohin das Schweigen aus Angst vor einer Religion führen kann. In meiner Kindheit war ich Messdiener in dem kleinen Dorf Haren-Erika. Dort habe ich die komplette katholische Erziehung erhalten: Taufe, Beichte, Kommunion, Firmung, Missbrauch – das volle Programm eben. Der Missbrauchsskandal in meiner Heimat wurde deutschlandweit bekannt. Im Jahr 1996 berichtete der Spiegel:

„Im Zollgrenzörtchen Haren-Erika an der holländischen Grenze sind die Straßen wie mit dem Lineal gezogen. Die Bewohner dulden kein Unkraut in ihren Rosenbeeten, und die Zierzäune vor ihren Haustüren sind immer frisch gelackt. Auffallend ist auch ein Kruzifix aus massivem Stein, das sich vor dem Gehöft des Bauern Josef Bonnarens erhebt. Bonnarens ist ein handfester Anfangsfünfziger im karierten Baumwollhemd und zählt zu den Dorfpatriarchen von Haren-Erika. Er gehört zu den Schlüsselfiguren einer Tragödie, die fast zehn Jahre unter Verschluss gehalten wurde und die die rund 1000 Erikaner nun doch mit voller Wucht getroffen hat.

Jahrelang hatte der Dorfpfarrer der Marienkirche ihm anvertraute Kommunionskinder und Messdiener sexuell mißbraucht. Bonnarens war schon früh über einen der ersten Fälle informiert. Doch der Mann schwieg. Und er schweigt bis heute. Wie er schweigt das ganze Dorf.

Die Bürger von Haren-Erika wünschen sich, daß diese furchtbare Geschichte nicht wahr ist, obwohl der Täter gestanden hat. Sie wollen nicht glauben, daß vorgefallen ist, wofür ihr ehemaliger Gemeindepfarrer Alois Bruns, 64, am vergangenen Mittwoch zu – überaus milden – zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde: Von 1987 bis 1995 hat der Geistliche 14 Jungen aus dem Ort 227mal sexuell bedrängt, hat sie unsittlich berührt und gestreichelt. Und das, was vor Gericht verhandelt wurde, ist nur ein Teil der Vorgänge in Haren-Erika, wie aus der Anklageschrift hervorgeht.

Zunächst offenbarten sich über 20 Geschädigte, doch dann war ein Teil der Eltern plötzlich „nicht mehr an Strafverfolgung interessiert“, heißt es bei der Polizei. Die gläubigen Bürger von Haren-Erika hatten am Ende doch mehr Respekt vor ihrer Kirche, die den Geistlichen schützen wollte, erklärt Friedrich Lücken, Anwalt betroffener Eltern, den Mechanismus. Das alles sei doch „aufgebauscht“, lautet nun die gängige Formel im Ort.

Es fing an im April 1987. Die Nachricht erreichte Bonnarens, damals noch stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, telefonisch: Ein achtjähriger Junge war vom Pfarrer der Marienkirche mißbraucht worden und sei nun völlig verstört, erklärte eine Verwandte des Buben. Der Priester hatte das Kind nach dem Kommunionsunterricht dabehalten, es auf seinen Schoß gesetzt, Hose und Unterhose heruntergezogen und sein Geschlechtsteil betastet.

„Überlegen Sie sich das gut mit der Anzeige, wenn Sie in Zukunft friedlich in Erika leben wollen“, rieten Bonnarens und der Kirchenvorstandsvorsitzende den Eltern unmissverständlich.“

An diesen Herrn Bonnarens muss ich jedes Mal denken, wenn Kritik am Islam als rassistisch bezeichnet wird.

In dem Dorf, in dem ich groß wurde, war Schweigen die große Tugend. Wer sich dem kollektiven Schweigegelübde widersetzte, galt schnell als „Netzbeschmutzer“. Als ich im zarten Alter von neunzehn Jahren das Thema des Missbrauchs durch meinen Pfarrer auf die Bühne meines Ortes brachte, titelte die lokale Zeitung:

„Inszenierung bis an die Grenzen des Geschmacks“

„Mutig sind sie schon, Gerd Buurmann, Christoph Lammers, Mella Ebel und Hanno Schulz, die jetzt zum zweiten Mal im Forum des Schulzentrums als Kabarettgruppe ‚Kulturschock‘ auftraten und es in keiner der rund dreistündigen Veranstaltung an Deutlichkeit fehlen ließen. (…) Kein Thema, und sei es noch so tabuisiert in einer Kleinstadt, war ‚Kulturschock‘ zu heiß. Da wird die ‚braune Vergangenheit‘ in Verbindung gebracht mit dem 9. November 1992 als vor einem Geschäft in Haren ein Reisigbesen Sinti und Roma das Betreten desselben vermiesen soll, die pädophile Vergangenheit eines ehemaligen Pastors gegeißelt und die Haltung der Amtskirchen dazu. Kindererziehung, Konsumverhalten und das ‚Einflößen von Gottesangst‘ wurden ebensowenig ausgespart wie der Geschichtsunterricht in Schulen, Reality-TV, Fernsehkonsum, Talkshows, die aktuelle Stadt- und Bundespolitik. Bewundernswert der Mut der vier Harener, in ihrer Heimatstadt so offen aufzutreten. Dennoch kann nicht verschwiegen werden, daß an manchen Stellen die Symbolik der Handlung übertrieben war und damit trotz künstlerischer Freiheit nicht mehr im Bereich akzeptablen Geschmacks lag.“

Der akzeptable Geschmack, mit dem war ich damals schon im Clinch. Es ist heute nicht anders. Aber ich schweige dennoch nicht, nicht damals, nicht heute, nicht morgen. Das habe ich mir damals in Haren geschworen. Reden ist nämlich keine Schande. Schweigen, wo Unrecht geschieht, das ist eine Schande!

Ich hatte damals Glück. Ich hatte zwar Eltern, die lange Zeit mit dem Dorf schwiegen, aber als ich begann, über all die Dinge zu sprechen, unterstützten sie mich, wo sie nur konnten (Danke Mama und Papa). Außerdem hatte ich gute Freunde in dem Dorf, die mir zur Seite standen (Danke Stefan, Anita und ‚Kulturschock‘). Es gab da vor allem ein Paar, das mir half, meine Angst und meinen Zorn in etwas konstruktives und kreatives zu verwandeln (Danke Horst und Günther). Damals lernte ich: Das Gegenteil von Krieg ist nicht Frieden, es ist Schöpfung! Wenn ich gefragt werde, was ich Menschen rate, denen was Schlimmes zugefügt wurde, sage ich folgende fünf Sätze:

Schweige nicht. Du bist stark! Es ist nicht Deine Schuld. Entmachte den Täter. Weigere Dich, das Opfer zu sein.

Wer andere Menschen unterdrücken will, wird immer versuchen, Worte zu kontrollieren. Worte nämlich können uns zum Weinen und zum Lachen bringen und im Lachen und im Weinen wohnt die Erkenntnis. Darum ist der größte Feind der Unterdrücker stets das freie Sprechen. Sie müssen dafür sorgen, dass die Opfer schweigen. Ich schweige nicht!

Am 10. Februar 2016 war Sabatina James zu Gast bei Markus Lanz. Sie berichtete von ihrem Leben als Muslimin, wie sie in Pakistan zwangsverheiratet werden sollte und von der Gewalt, die muslimische Frauen in ähnlichen Situationen immer wieder erleben müssen. Vor einigen Jahren konvertierte Sabatina James zum Christentum, was ihr ein Todesurteil eingebrachte. Seitdem hat sie keinen festen Wohnsitz mehr, da sie ständig auf der Flucht ist. Ohne Sicherheitskräfte kann sie keinen einzigen Schritt mehr in der Öffentlichkeit machen, da sie jederzeit und überall umgebracht werden kann. Mit in der Runde saß der Journalist Ulrich Kienzle. Seine Aufgabe bestand darin, die Erfahrungen von Sabatina James zu relativieren.

Kienzle: „Genau an dieser Stelle möchte ich schon widersprechen. Dass sie hier frei reden können, spricht doch gegen das, was sie gerade gesagt haben.“

James: „Ich kann hier nicht frei sprechen, weil ich hier mit einem Personenschützer da bin.“

Kienzle: „Sie können hier doch sagen, was sie wollen. Das kann Ihnen doch niemanden verbieten.“

James: „Hier bin ich da mit einem bewaffneten Personenschützer. Ich kann mich nicht mehr frei auf Deutschlands Straßen bewegen. Ich lebe unter einem Opferschutzprogramm und ich bin immer wieder darüber erstaunt, mit was für einer Leidenschaft die Islamisten verteidigt werden und soviel Einsatz bekomme ich für die Opfer nicht!“

Immer wieder, wenn Gewalttaten im Namen des Islam verübt werden, werden im öffentlichen Diskurs die Opfer weitestgehend ignoriert und stattdessen sofort eine Debatte über den Islam gestartet, die dann größtenteils aus der gebetsmühlenartigen Beteuerung besteht, die Täter hätten den Islam nicht verstanden. Markus Lanz zum Beispiel relativierte reflexartig: „Da gehen uns jetzt gerade etwas die Begrifflichkeiten durcheinander. Islam ist ja nicht Islamismus, also das muss man klar und sauber trennen.“ Kienzle reagierte sofort: „Es gibt den Islam nicht.“ „Genau“, betonte daraufhin Markus Lanz.

Stellen wir uns mal vor, bei Markus Lanz hätte ein Mann von seiner qualvollen Missbrauchsgeschichte in der katholischen Kirche erzählt und in der Runde hätte eine Kienzle gesessen, der dem Opfer erklärt, er solle bei all seinem erfahrenen Leid doch bitte differenzieren, da er sich sonst den Vorwurf gefallen lassen müsse, mit seinen Aussagen das Christentum zu beleidigen. Ich bin daher froh, dass Sabatina James diese Worte an Ulrich Kienzle richtete:

James: „Erzählen Sie das den Opfern, die zu uns kommen, die genauso nicht frei leben können wie ich, weil sie ständig darauf achten müssen, wo könnte ein Verwandter von mir leben, der mir nach dem Leben trachtet. Das ist das Problem! Wenn man selber noch nicht mit der Scharia in Konflikt geraten ist, kann man wunderbar erzählen.“

Kienzle: „Aber das mit Ihrer Hochzeit hat ja gar nichts mit Scharia zu tun.“

James: „Erzählen Sie das meinem Vater und überzeugen Sie ihn davon!“

Viel zu oft wird Opfern religiöser Gewalt erklärt, was die Religion bedeuten soll, aber viel zu selten den Tätern. Warum muss sich in einer Talkshow eine Frau, die Opfer von islamischen Fundamentalismus wurde und nun als ständiger Flüchtling vor islamischen Terror das Leben in Deutschland fristen muss, erklären lassen, was der Islam bedeutet? Wenn Ulrich Kienzle der Islam so wichtig ist, dann soll er mit jenen sprechen, die erklären, im Namen des Islams die Verbrechen zu begehen. Es ist einfach geschmacklos, Opfern religiöser Gewalt Nachhilfeunterricht in Religionslehre zu geben. Es ist so geschmacklos wie einem Holocaustüberlebenden zu erklären, er solle differenzierter über Deutschland sprechen, sonst sei er Rassist und teutonophob.

Richtig geschmacklos wurde es bei Markus Lanz am 11. Mai 2017. An dem Tag war Hamed Abdel-Samad zu Gast in der Sendung. Er verteidigte die Werte der Aufklärung, kritisierte die Werte des Islams und geißelte den Rassismus mancher Deutscher:

„Wir erwarten von uns sehr viel, aber wenn es um Muslime geht, dann haben wir eine gesenkte Erwartungshaltung. Ich halte das eigentlich für Rassismus. Ich nenne das den sanften Rassismus der gesenkten Erwartungshaltung.“

Den Begriff hat Hamed Abdel-Samad aus dem Englischen übersetzt. Er wurde von dem Redenschreiber Michael Gerson geprägt und später öfter vom Comedian Bill Maher benutzt: „soft bigotry of low expectations“.

Ulrich Kienzle saß ebenfalls wieder in der Runde bei Markus Lanz. Nachdem Hamed Abdel-Samad darüber berichtet hatte, dass er seit Jahren in Deutschland unter ständigem Polizeischutz leben muss, weil führende Gelehrte des Islams in öffentlich Medien zu seiner Tötung aufgerufen haben und deutsche Dschihadisten daraufhin erklärten, ihn umbringen zu wollen, sagte Kienzle:

Kienzle: „Sie haben aber auch ein bißchen mit dem Vorschlaghammer hingeschlagen!“

Hamed Abdel-Samad war sichtlich entsetzt über diesen Einwurf.

Abdel-Samad: „Sie rechtfertigen irgendwas, was sie nicht rechtfertigen dürfen gerade. Sie finden das jetzt eine natürliche Entwicklung? Sie akzeptieren das? Jetzt hat er genau die Logik der Fundamentalisten übernommen. ‚Aber Sie haben provoziert.‘ ‚Sie haben den Propheten kritisiert.‘ Wir kritisieren auch Jesus in Europa, Herr Kienzle. Guten Morgen! Warum nicht Mohamed? Sie haben gerade die Logik der Fundamentalisten übernommen, dass sie mich bedrohen, wenn ich Mohamed kritisiere. (…) Ich übe Religionskritik, wie es sie immer in Europa gegeben hat und ohne diese Religionskritik wären wir heute nicht da, sondern wäre Europa eine Diktatur. Diese Religionskritik ist wichtig. Warum versucht man, den Islam vor dieser Kritik zu verschonen? Ich verstehe das nicht!“

Ich verstehe das auch nicht! Aber ich verstehe so vieles nicht an der aktuellen Religionsdebatte, zum Beispiel, wie selbstverständlich manche Christen Mohamed zu einem Jesus vergewaltigen und behaupten, jede Religion habe im Grunde den selben Kern. Jesus war ein fundamentalistischer Hippie, der mit Huren, Sündern und Trinkern abhing, dem kaum eine Droge fremd war, der sich weigerte, zu sehr in die weltliche Politik einzugreifen und erklärte, wie man in den Himmel kommt, nämlich am besten arm und krank und natürlich nur durch ihn. Mohamed jedoch war ein Feldherr mit Vorliebe für Ehefrauen unter zehn Jahren, der deutlich und kriegerisch ins politische Weltgeschehen eingriff und im Namen Gottes erklärte, wie man sich am besten unterwirft, nämlich ganz und gar. Das sind gewaltige Unterschiede, die man nur mit einem gehörigen Willen zur Missionierung unterschlagen kann.

Christen wie Kienzle und Lanz erklären Menschen den Islam, die Opfer von muslimischen Gewalttätern wurden, die selbst erklären, im Namen des Islams zu handeln. Menschen wie Sabatina James und Hamed Abdel-Samad haben ganz andere Probleme. Sie schweben in permanenter Lebensgefahr. Sie müssen sich daher nicht um das Image des Islams sorgen und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht steht. Sie müssen sich vor Muslimen schützen, die glauben, den Koran so gut verstanden zu haben, dass sie sie töten müssen.

Wenn Christen wie Kienzle und Lanz unbedingt jemandem erklären wollen, was der Islam bedeutet, dann sollen sie zu den Muslimen gehen, die den Islam nutzen, um gegen die aufgeklärten und liberalen Werte zu hetzen. Das würden sie jedoch nich lange überleben. Stattdessen zwingen die die Opfer muslimischer Terroristen zum Islamunterricht. Von denen haben sie nichts zu befürchten. Das ist feige! Früher gingen die Kreuzzüge gegen den Islam. Da kämpften wenigstens noch Fundamentalisten gegen Fundamentalisten. Heute aber gehen Christen wie Kienzle und Lanz gegen die Opfer des Islams. Das ist noch ekelhafter!

Ulrich Kienzle soll mit jenen reden, die im Namen des Korans hassen, und Allah benutzen, um Hass zu säen. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen die Muslime, die im Namen Gottes hassen, schlimmer sein als alle Menschen, die den Koran verbrennen. Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das vielfache lauter sein!

Mir ist egal, was der Islam bedeutet! Ich würde die Muslime, die brüllen und morden auch am liebsten schlicht Arschlöcher nennen, aber ich kann nicht ignorieren, dass sie sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für den Islam zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle und stechen Juden ab. Die Christen jedoch, die sich und anderen immer wieder einreden, Islam bedeute Frieden, ignorieren diese Tatsachen einfach. Sie ignorieren die Tatsache, dass die muslimischen Staatsoberhäupter der Länder, in den Homosexuelle getötet, Frauen unterdrückt und Juden verfolgt werden, den Islam anders sehen als sie. Und sie ignorieren, dass diese Oberhäupter von Millionen Muslimen in ihren Überzeugen unterstützt werden. Sogar mehr als die Hälfte aller Muslime in Großbritannien finden, dass Homosexualität verboten werden sollte!

Was soll „moderater Islam“ überhaupt bedeuten? Religionen sind nicht moderat! Sie sind immer radikal. Ein Buch mit dem Anspruch, Gottes Wort zu sein, kann nicht moderat sein. Dafür ist Gott selbst zu radikal! Alle Religionen sind immer nur dann tolerant, wenn sie keine staatliche Macht haben. Das Christentum wurde erst tolerant, nachdem die Aufklärung gesiegt hatte. Zurück ins Mittelalter möchte ich nicht. Dafür fürchte ich das Christentum zu sehr. Ich fürchte auch den Islam, denn ich weiß, wozu religiöse Menschen im Stande sind. Muslimische Täter erklären, ihre unmenschlichen Taten im Namen des Islams zu tun! Wem das nicht gefällt und wer den Islam retten möchte, soll mit den Tätern reden und ihnen erklären, was der Islam bedeutet. Der Opfern religiöser Fanatiker Nachhilfeunterricht in Religionslehre zu geben, ist schlicht unanständig. Sabatina James und Hamed Abdel-Samad wissen, wovon sie reden, sie haben es erlebt! Und Sie sind deshalb keine Rassisten!

Wenn ich einen Menschen kritisiere, weil er eine andere Hautfarbe hat, ist das Rassismus. Wenn ich einen Menschen aufgrund seines Geschlechts kritisiere, ist das Sexismus. Einen Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Ideologien zu kritisieren, nennt sich jedoch Aufklärung! Religionen sind Ideologien. Viele Menschen können sich zwar nicht aussuchen, im Sinne welcher Religion sie erzogen werden, aber sobald sie erwachsen sind, können sie ihre Vernunft nutzen und entscheiden, ob sie in diesem Glauben weiter denken wollen oder ihn lieber kritisieren. Diese Form der Kritik unterbinden zu wollen, ist nichts anderes als anti-aufklärerische Gesinnungstyrannei!

Wenn ein Mann darüber redet, wie er in der christlichen Kirche missbraucht wurde, dann wirft man ihm nicht Christenfeindlichkeit vor, man hört zu!

Wenn eine Frau darüber redet, wie sie in der muslimischen Gemeinde unterdrückt wurde, dann wirft man ihr nicht Islamfeindlichkeit vor, man hört zu!

Wenn ein Jude darüber redet, wie er in Deutschland verfolgt wurde, dann wirft man ihm nicht Deutschenfeindlichkeit vor, man hört zu!

Obwohl, es ist keine Pflicht, zuzuhören. Natürlich kann jeder sagen, was er will und die Kritiker von Ideologien sogar als Rassisten beschimpfen. Wir haben schließlich Meinungsfreiheit in diesem Land und das ist auch gut so, denn nur durch diese Freiheit kann ich erkennen, ob wer ein empathischer Mensch ist, der zuhört, wenn jemamd über seine Leiden berichtet oder vielmehr ein großes Arschloch, das in so einem Moment das Maul aufreißt, unterbricht, belehrt, dem Opfer Vorhaltungen macht oder ihm sogar eine Art Mitverantwortung für die Tat gibt. Solche Arschlöcher fragen eine Frau nach einer Vergewaltigung auch, ob ihr Rock vielleicht zu kurz war.

Ja, ich habe Arschloch gesagt. War das jetzt wieder bis an die Grenzen des Geschmacks? Meinetwegen! Aber es sind nur Worte und ich schweige nicht!

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