Theater in Zeiten von Corona – Gerd Buurmann lĂ€dt ein!

Erleben Sie Theater in Form eines Stadtspaziergangs.

Erleben Sie in diesen schweren Zeiten wieder etwas Theater, gute Literatur und lernen dabei Köln neu kennen. Gehen Sie mit Gerd Buurmann auf einen dramatischen und komödiantischen Spaziergang durch Köln.

Gerd Buurmann prÀsentiert:
„Köln – Ein FrĂŒhlingsmĂ€rchen“
Ein Theater-Spaziergang durch Köln
mit Texten von Heinrich Heine

Termine: Sonntag, 5. Juli / Samstag 11. Juli / Sonntag 12. Juli – jeweils um 13h und 16h.

Treffpunkt: Kreuzblume vor dem Kölner Dom, Kardinal-Höffner-Platz 1

Kontakt per Telefon: 0160 985 20 957 / Kontakt per Mail: gerdbuurmann@hotmail.de

Gerd Buurmann geht mit Ihnen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln durch Köln und prĂ€sentiert dabei an OriginalschauplĂ€tzen Texte von Heinrich Heine. Sie erleben, wie sich Heine mit den heiligen drei Königen am Kölner Dom prĂŒgelt, wie er mit Vater Rhein redet und was er sonst noch so alles in Köln erlebt und gegessen hat. Dazu erfahren Sie noch eine Menge spannende Geschichten ĂŒber die Stadt.

Preis: 20,- Euro pro Person.

(Bilder: Ruth Wennemar)

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Aethervox Ehrenfeld mit Gerd Buurmann

Jeden Donnerstag erscheint eine Folge des Podcasts Aethervox Ehrenfeld von Christian Schneider. Jeden Donnerstag heißt es: â€žGossip, Rants und ‎Lebenshilfe. Aus Köln.“

Hier gibt es alle frei verfĂŒgbaren Folgen mit Gerd Buurmann:

Am 11. Juni 2020 erschien Folge 318 mit Gerd Buurmann: FOLGE 318 – Legion

Am 16. April 2020 erschien Folge 310 mit Gerd Buurmann: FOLGE 310 – Androhung von Gewalt

Am 28. MĂ€rz 2019 erschien Folge 255 mit Gerd Buurmann: FOLGE 255 – Golan Heights

Am 7. April 2016 erschien Folge 92 mit Gerd Buurmann: FOLGE 92 – Tapfer im Nirgendwo

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#CoronaKunst

Liebe Leserinnen und Leser,

Die momentane Situation rund um COVID-19 trifft freischaffende KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler mitten ins Mark. Daher habe ich eine persönliche Bitte an Sie.

Auf alle selbststĂ€ndig arbeitenden KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler kommen jetzt harte Zeiten zu. Das in vielen FĂ€llen eh schon am Existenzminimum gefĂŒhrte Leben wird durch die AusfĂ€lle im Theaterbereich auf eine harte Probe gestellt.

Kunst und die Arbeit von kunstschaffenden Menschen ist wertvoll.

Aufgrund des Virus werden Sie in den nĂ€chsten Tagen weniger ausgehen und vermutlich kein Theater besuchen. Sie wĂŒrden mich sehr glĂŒcklich machen, wenn Sie die so freigewordene Zeit nutzen, um im Internet zu schauen, ob Sie dort Kontakt zu einem KĂŒnstler oder einer KĂŒnstlerin ihrer Vorliebe aufnehmen können.

Wenn es eine Dichterin, einen Musiker, eine Kabarettistin, einen Stand-Up-Comedian, eine Schauspielerin, einen TĂ€nzer, eine Slam Poetin oder irgendeine andere Person gibt, deren Kunst sie wertschĂ€tzen, weil die Kunst etwas bei Ihnen bewegt hat und sei es auch nur ein Lachen oder eine TrĂ€ne gewesen, dann kontaktieren Sie diesen Menschen und bitten ihn um die Möglichkeit, ihm einen kleinen Beitrag zu ĂŒberweisen.

Wen es auch nur 10,- Euro sind, oder vielleicht 20,-, 50,- oder 100,- Euro, diese Geste wird unglaublich viel bewegen. Die Kunst ist eh schon ein hartes Brot, aber die kommenden finanziellen AusfĂ€lle werden viele freie KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler vor große Herausforderungen stellen.

Wenn Sie immer schon mal Danke sagen wollte fĂŒr die Kunst, die sie bewegt hat, so ist jetzt der richtige Augenblick gekommen.

Ich bin auch KĂŒnstler. Selbst wenn ich nur von einem Menschen angeschrieben werde, der mir etwas Geld ĂŒberweisen möchte, so wird mir damit schon geholfen sein. In Zeiten der Ungewissheit ist schon ein kleines Pflaster der Zuversicht und SolidaritĂ€t sehr wirksam.

UnterstĂŒtzen Sie einen KĂŒnstler oder eine eine KĂŒnstlerin Ihrer Wahl.

Sollten Sie diese Aktion unterstĂŒtzen, teilen Sie diesen Text gerne mit dem Hashtag #CoronaKunst

Sollten Sie eine KĂŒnstlerin oder ein KĂŒnstler sein, der oder die etwas Hilfe gebrauchen kann, nutzen Sie diesen Hashtag: #CoronaKĂŒnstler oder #CoronaKĂŒnstlerin

So weiß jeder, dass Sie von dieser Aktion wissen und muss Sie nur noch fragen, wie auf auf welches Konto er oder sie die Überweisung tĂ€tigen soll. Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten, wenn Sie gebraucht wird.

Lassen Sie diese Aktion ein Virus fĂŒr die Kunst und fĂŒr das Leben werden.

#CoronaKunst soll sich grĂ¶ĂŸtmöglich verbreiten, damit es so viel Hilfe wie möglich geben kann.

Lassen Sie sich infizieren von der Hilfsbereitschaft.

Alles Liebe und bleiben Sie gesund,
Gerd Buurmann

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Kunst gegen Bares 2020

Die Kunst gegen Bares in Köln findet zur Zeit aufgrund der Coronakrise nicht statt.

Kunst gegen Bares mit Hildegart Scholten und Gerd Buurmann
jeden Montag um 20 Uhr
im ARTheater, EhrenfeldgĂŒrtel 127 in Köln

Die Show in der Kunst und Kapital aufeinander treffen.

KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler prĂ€sentieren auf der BĂŒhne des ARTheaters ihre Talente – vom Schauspielmonolog zum KabarettbrĂŒller, von eigenen Gedichten bis zur Eier-Jonglage im Kopfstand – eigentlich eine typische Offene BĂŒhne Show. Kunst gegen Bares ist die Muppet Show, nur mit Menschen statt Schweinen, Fröschen, Hunden und BĂ€ren. Alles nach dem Motto von Onkel Kermit: “Nimm, was Du hast und flieg damit!“

Das Besondere ist zudem die Form, wie die Kunst entlöhnt wird. Das Publikum entscheidet selbst, wieviel Bares die jeweilige Kunst wert ist. Vor jeder KĂŒnstlerin und vor jedem KĂŒnstler steht ein eigenes Sparschwein, in das nach GutdĂŒnken Geld geworfen werden kann. Bei der Kunst Gegen Bares trifft Kunst auf Kapital, und alles ohne ZwischenhĂ€ndler! Hier ist das Publikum Chef!

Es gibt genau sieben Regeln fĂŒr die Kunst gegen Bares:

1. Zuschauer und KĂŒnstler kommen den selben Weg und sitzen zusammen im Publikum.

2. Die KĂŒnstler werden von der Moderation aus dem Publikum auf die BĂŒhne geholt.

3. Die PrĂ€sentationszeit muss fĂŒr alle KĂŒnstler gleich beschrĂ€nkt sein.

4. Jeder KĂŒnstler erhĂ€lt nach der PrĂ€sentation ein Sparschwein.

5. Das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren.

6. Das Geld in den Sparschweinen geht zu 100% an die KĂŒnstler.

7. Der KĂŒnstler oder die KĂŒnstlerin mit dem meisten Geld wird zum „Kapitalistenschwein des Abends“ gekĂŒrt.

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UnterstĂŒtzen Sie Gerd Buurmann

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler, Comedian, Schauspieler und Meinungsmacher unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Meine Kontodaten erhalten Sie von mir via Mail oder Telefon. Kontaktieren Sie mich einfach:

gerdbuurmann@hotmail.de
016098520957

Alles Liebe
und Danke fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung,
Gerd Buurmann

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Der Witz ist ein VerrĂ€ter!

Bei Humor hört der Spaß auf.

Wenn zwei Menschen nicht den gleichen Sinn von Humor haben, stehen sie sich so unversöhnlich gegenĂŒber wie Menschen, die an unterschiedliche Götter glauben. So wie Fundamentalisten einander vorwerfen, nicht an den richtigen Gott zu glauben, werfen sich Menschen mit unterschiedlichen Humorvorstellungen vor, einen schlechten oder gleich gar keinen Humor zu haben. Humor und Religionen sind wie FĂŒrze: Man glaubt, nur die der Anderen stinken.

Es gibt Menschen, die haben Humor und Ironie und dann gibt es jene, die bevorzugen den Spott mit Gesinnungsgarantie. Sie verlangen nach dem Scherzkeks, der ein Feindbild zum Auslachen erwĂ€hlt. Sie wollen eine Horde sein und gemeinsam schenkelklopfend auslachen. Sie brauchen ein Feindbild. FĂŒr sie ist das Lachen ein ZĂ€hnezeigen. Sie wollen mit ihren Witzen vernichten. Nicht selten findet sich diese Form des vernichtenden Spotts im Karneval und Kabarett.

Mitlachen statt Auslachen ist die Kunst.

Alle Menschen haben Meinungen, das ist nichts besonderes, aber nicht alle haben ein feines GespĂŒr fĂŒr Humor oder ein ausgeprĂ€gtes Gehör fĂŒr Harmonie. Alle Menschen haben Überzeugungen, aber nicht alle sind Komponisten oder Humoristen. Wenn ich wĂ€hlen muss zwischen Ideologie und Witz, wĂ€hle ich den Witz, denn eine Überzeugung hat jeder, Sinn fĂŒr Humor jedoch nicht. Das gilt fĂŒr jeden kunstschaffenden Menschen: Mach, was Dich besonders macht. Eine Meinung hat jeder. Das macht auch Dich nicht besonders. Deine Kunst macht Dich besonders!

Es gibt Komiker, die zeigen mit dem Finger auf andere und es gibt Komiker, die zeigen mit dem Finger auf sich.

Jeder Mensch gibt Grund zu lachen, denn Menschen haben Ideologien, Religionen und Überzeugungen und die sind immer auch saukomisch. Es ist absolut berechtigt, darĂŒber Witze zu machen! Wenn jemand glaubt, ich beleidigte ihn, nur weil ich ĂŒber den Koran, das Evangelium, ein Manifest, Marx, Mohammed oder Jesus lache, dann soll er sich beleidigt fĂŒhlen. Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze ĂŒber seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Ideen!

Lachen ist keine freiwillige Sache.

Ein Mensch hört nicht einen Witz, sortiert ihn in seine Schubladen ein und entscheidet dann, ob er lacht. Wenn ein Witz gut ist, muss man lachen. Man kann gar nicht anders. Die Frage „Darf man darĂŒber lachen?“ ist daher absurd. Man lacht, weil man lachen muss! Man kann sich hinterher zwar schĂ€men, gelacht zu haben, so wie man sich schĂ€mt, in aller Öffentlichkeit eine Erektion bekommen zu haben, aber die Scham hilft nicht weiter. Das Lachen lĂ€sst sich nicht unterdrĂŒcken. Man kann höchstens hinterher lĂŒgen und sagen, man habe das ĂŒberhaupt nicht komisch gefunden, so wie manche ihre SexualitĂ€t verleugnen.

Das Lachen ist vom Willen entkoppelt wie die Lust.

Wenn jemand einen Witz macht, ĂŒber den man nicht lachen kann, dann lohnt es sich, die Ohren zu öffnen. Wenn nĂ€mlich andere lachen, dann wird es deren erogenen Lachmuskeln offenkundig stimuliert haben. Welches Recht haben wir, diesen Menschen das Lachen zu verbieten? Der Humor der Anderern ist keine krankhafte Perversion. Man muss den Humor nicht teilen, aber fĂŒr jede humoristische Spielart gibt es eine Zielgruppe.

Lachen ist Urlaub vom Leid. Lachen hilft, mit Dingen fertig zu werden und nicht zu verzweifeln.

Ein Comedian sucht nicht nach der universellen Wahrheit, sondern nach dem einzigartigen Lacher. Diese Suche ist stets auch ein Tanz am Abgrund des guten Geschmacks und jeder Comedian stolpert mal oder fliegt gehörig auf die Schnauze. Humor lebt von wilden Gedanken, von GrenzĂŒberschreitung und Unangepasstheit. Wer auf einer BĂŒhne ist und fĂŒr den Witz steht, betreibt Hochleistungssport. Die BĂŒhne ist stets Ausnahmezustand.

Dem Humor freien Lauf zu lassen, ermöglicht dem GegenĂŒber einen tiefen Blick in die eigene Seele, vor allem in die unbewussten Flecken dieser Seele und jede Seele hat Flecken. Schon oft habe ich mich durch mein Lachen verraten.

Der Witz ist ein VerrÀter!

Darum gehört der Witz auch zu den ersten Dingen, die Diktaturen verbieten.

Lachen ist gefÀhrlich!

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Ein radikales PlĂ€doyer fĂŒr Meinungsfreiheit

„Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafĂŒr einsetzen, dass Du es sagen darfst.“

Dieser Satz wird oft fĂ€lschlicherweise Voltaire zugeschrieben. Er stammt jedoch von Evelyn Beatrice Hall (1868 – 1956). Sie war eine englische Schriftstellerin und verwendete den Satz in ihrer im Jahr 1903 erschienen Biografie „The Life of Voltaire“ als Illustration der Philosophie von Voltaire. Die Behauptung, der Satz stamme von Voltaire, ist somit falsch, aber durch die Meinungsfreiheit geschĂŒtzt.

Oft höre ich, Meinungsfreiheit schließe keine Hassreden und Falschaussagen ein, aber genau das tut sie. Es ist die exakte Definition von Meinungsfreiheit, dass auch falsche Meinungen geĂ€ußert werden dĂŒrfen.

Es gibt kein Zuviel an Meinungsfreiheit. Entweder gibt es Meinungsfreiheit oder es gibt sie nicht. So einfach ist das!

Es gibt jedoch ein Zuviel an Angst und ein Zuviel an Beleidigtsein. Gegen Meinungen, die schmerzen, mögen sie nun schmerzen, weil sie wahr sind oder weil sie unwahr sind, hilft nur die Gegenrede als zivilisierte Form der Verteidigung.

Eine Beleidigung, die in die Richtung eines Menschen gefeuert wird, beleidigt den Menschen nur, wenn er die Beleidigung in seinem Kopf annimmt. Eine Faust oder eine Kugel jedoch, die in die Richtung eines Menschen abgefeuert wird, verletzt oder durchlöchert den Kopf unabhÀngig von der Haltung des Menschen. Wer eine Beleidigung nicht hört, lebt. Wer eine Kugel nicht hört, stirbt. Das ist der Unterschied.

Wer glaubt, ein Mensch sei eine Gefahr, weil er spricht, glaubt auch, eine Frau sei eine Gefahr, wenn sie ohne Verschleierung aus dem Haus geht.

Die Zensur ist fĂŒr die Redefreiheit das, was der Schleier fĂŒr die Rechte der Frau ist. Jede Frau darf selbst entscheiden, ob sie einen Schleier tragen möchte, so wie jeder Mensch selbst entscheiden darf, ob und zu was er oder sie schweigen will. Es darf keinen Zwang geben, weder fĂŒr den Schleier noch fĂŒr den Mantel des Schweigens.

Meinungsfreiheit gilt auch fĂŒr die Hassrede! Sonst mĂŒsste der Koran schon lĂ€ngst verboten worden sein, denn da stehen einige deutliche Aufrufe zur Gewalt drin.

Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie sehen in eine Kneipe einen Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie wĂŒrden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trĂŒge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten wĂ€re. Sie wĂŒrden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen und er wĂŒrde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrĂŒĂŸen, weil das unter Hassrede fĂ€llt. Sie wĂŒrden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das GesprĂ€ch auf ein Thema fĂ€llt, bei dem Sie plötzlich merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spĂ€t. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot des Hakenkreuzes und des Sagens von „Heil Hitler“ Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist.

Ich möchte wissen, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet.

Meinungsfreiheit ist ein prĂ€ventiver Schutzmechanismus. Nur durch die Artikulation der Gedanken lerne ich das Innere eines Menschen kennen und kann so rechtzeitig entscheiden, ob ich mich vor ihm schĂŒtzen sollte oder von ihm lernen kann. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden.

Wenn es Leuten schlecht geht, flĂŒchten sie. Manche flĂŒchten in andere LĂ€nder, andere flĂŒchten in Ideologien. Einige LĂ€nder und Ideologien sind gut, andere weniger. Wer das Äußern einer Meinung verbietet, sorgt lediglich dafĂŒr, dass die Meinung nur noch gedacht wird. Aber nur weil ich jemanden nicht mehr höre, heißt das nicht, dass er die Sache nicht mehr denkt. Die Meinung wird lediglich erst sichtbar, wenn sie sich zu einer Handlung entwickelt hat. Dann aber ist es oft zu spĂ€t.

Andere Meinungen auszuklammern, ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die HĂ€nde vor die Augen hĂ€lt und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man wĂŒrde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie BĂŒcher zu verbrennen!

Es gibt Menschen, die sind so frei von jedem Zweifel und so sicher, auf der richtigen Seite des Lebens zu stehen, dass sie Gewalt rechtfertigen oder billigend in Kauf nehmen, um ihre Gewissheit zu manifestieren. Jeder Mensch lÀuft Gefahr, in das Schussfeld dieser Selbstgerechtigkeit zu geraten.

„Wehret den AnfĂ€ngen“ brĂŒllen diese gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die AnfĂ€nge einer Zukunft, die sie aus ihrer Angst konstruieren. Aus Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitĂ€ren Denkens, die Gewalt ĂŒber Gedanken als PrĂ€ventivschlag ermöglicht.

Das Verbieten von Meinungen ist stets ein PrĂ€ventivschlag! Kann so ein PrĂ€ventivschlag gerechtfertigt sein? Bei der Verleihung des Böll-Preises sagte Herta MĂŒller einst:

„Wenn Hassparolen spazieren gehen, dann geht auch irgendwann ein Messer spazieren.“

Wer mit diesem Satz Meinungen verbieten möchte, muss auch fĂŒr ein Verbot des Korans plĂ€dieren, denn unzĂ€hlige Terroristen sind mit den Parolen des Korans spazieren gegangen, bevor sie zum Messer griffen.

Messer gehen jedoch nicht spazieren, weil vorher Parolen spazierten, sondern weil jene, die die Parolen grölen, die Messer bereits in ihren Hosen haben, um sie in genau dem Moment herauszuholen, da sie in der Lage sind, die Parolen der Anderen zum Schweigen zu bringen. Und die Menschen gleich mit. Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen. Gedanken verschwinden nicht, nur weil sie nicht mehr gesprochen werden.

Aus Worten werden Taten. Das stimmt. Aber Worte mĂŒssen nicht gesprochen werden, um zu Taten zu werden. Es reicht, wenn sie gedacht werden. Daher bringt es gar nichts, Taten dadurch verhindern zu wollen, dass man die Artikulation der Worte verbietet. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Wer die Artikulation von gewissen Worten verbietet, verhindert dadurch nicht, dass die Worte zu Taten werden. Er verhindert jedoch, dass die Tat rechtzeitig erkannt und gebannt werden kann.

Nur wer die brutalen Gedanken hört, kann sich wehren. Das Verbieten von Worten bringt rein gar nichts! Der Mensch, der in den Augen eines anderen Menschen ein Schwein ist, bleibt fĂŒr ihn ein Schwein, auch wenn er es nicht mehr sagen darf und auch das Messer in der Hose verschwindet nicht, wenn einem der Mund verboten wird.

Worte können zu Taten werden. Gerade deshalb mĂŒssen die Worte artikuliert werden dĂŒrfen.

Das Problem in der Zeit des Nationalsozialismus war nicht, dass „Der StĂŒrmer“ zu erwerben war, sondern die Tatsache, dass sich die Nationalsozialisten zunĂ€chst die persönliche und spĂ€ter auch die staatliche Gewalt nahmen, andere Meinungen und Zeitungen zu verbieten, die ohne Probleme die Ideologie der NSDAP hĂ€tten entlarven können.

Die Nationalsozialisten nutzen nicht die Meinungsfreiheit, um das Messer zu ziehen, sondern sie zogen die Messer, um die Meinungsfreiheit zu attackieren!

Nichts fĂŒrchten jene, die Unrecht haben, mehr als die Meinungsfreiheit! Darum erklĂ€rten auch die Nationalsozialisten in ihrem 25-Punkte-Program unter Punkt 23:

„Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewußte politische LĂŒge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung, die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volksleben ausĂŒbt und die Schließung von Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoßen.“

Aufgrund des „Gemeinwohls“, Meinungen kriminalisieren, Veranstaltungen schließen, BĂŒcher verbieten und Zeitungen abschaffen. Das ist die Gedankenwelt der Nazis. Sie lĂ€sst sich so zusammenfassen: „Wenn die LĂŒge spazieren geht, geht irgendwann auch die Zersetzung spazieren.“

Da trinke ich lieber englischen Tee mit Evelyn Beatrice Hall als diesen deutschen Muckefuck.

***

Ich hatte nicht immer diese radikale Haltung zur Meinungsfreiheit. Die Haltung kam mit der Erfahrung. Wenn Sie mein persönlicher Weg zur radikalen Meinungsfreiheit interessiert, lesen Sie auch: „Der Artikel 5 Club“

(Foto: Maxi Gstettenbauer)

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Ein kurzer digitaler CSD

Heute wÀre die Christopher Street Day Parade durch Köln gezogen. Da sie heute aber aufgrund von Corona nicht stattfinden kann, lÀsst Tapfer im Nirgendwo eine kurze digitale Parade mit Bildern aus den letzten Jahren durchs Netz rollen.

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Es tut mir leid, dass ich Ihr Bild zerstören muss, weißer Mann.

In der Kommentarspalte von Tapfer im Nirgendwo auf Facebook entwickelte sich Anfang Juli 2020 ein GesprĂ€ch zwischen einem Mann aus Deutschland und einem Mann aus dem Gazastreifen. Dieses GesprĂ€ch gebe ich hier in einer deutschen Übersetzung von mir wieder. Die Debatte wurde im Original auf Englisch gefĂŒhrt.

Alles begann damit, dass ich von einem Leser gefragt wurde, warum ich die Diskriminierung arabischer Israelis und Nicht-Juden in Israel leugnen wĂŒrde. Gestellt wurde diese Frage mit Verlinkung zu einem Artikel der SĂŒddeutschen Zeitung.

Ich schlug vor, statt nur die falsche Interpretation des Gesetzes durch die SZ zu lesen, lieber das Gesetz selbst zu lesen und verwies zu einem Link zu dem Gesetzestext. Daraufhin klinkte sich ein weiterer Leser in das GesprÀch ein und fragte den SZ-Leser:

Al-Jabari Ahmed: Welche Version haben Sie gelesen? Die arabische, die hebrĂ€ische oder die englische Presseversion, fĂŒr die sich die verantwortlichen Journalisten spĂ€ter entschuldigen mussten, da die Übersetzung absoluter bullshit war? An diesem Gesetz ist nichts falsch. Arabisch hat nie an Wert verloren. Es war noch nie eine „Staatssprache“, aber es ist jetzt eine spezielle Statussprache. Kann es vielleicht sein, dass Sie AuslĂ€nder nicht damit leben können, dass dieser Staat unabhĂ€n wurde, um die jĂŒdische Geschichte zu schĂŒtzen? Nun, dass Israel so ein Land ist, wussten wir Nichtjuden schon, als wir dort hin gezogen sind, um zu leben. Das diskriminiert mich nicht, ich werde nicht gezwungen, auf HebrĂ€isch zu beten.

SZ-Leser: Ich lehne den parteipolitischen jĂŒdischen Nationalismus ab, der von Menschen wie Ihnen mit der israelischen Flagge als Profilbild gefördert wird. Diese Art von Aktivismus kenne ich sehr gut. Zu gut, fĂŒrchte ich. Danke Ihnen!

Al-Jabari Ahmed: Ich bin PalĂ€stinenser, also bin ich mir ziemlich sicher, dass Sie einen Kehricht ĂŒber meine Art von Aktivismus wissen. Sie AuslĂ€nder sind nicht in der Lage, ein angeblich „anti-arabisches“ Gesetz vor jemandem mit einer arabischen IdentitĂ€t zu kritisieren. Deshalb benutzen Sie mein Profilbild als Ausrede.

SZ-Leser: Nicht, dass ich Ihnen kein Wort glaube, aber wie wÀre es, auf meine Argumentation zu antworten.

Al-Jabari Ahmed: NatĂŒrlich glauben Sie mir kein Wort. Ein PalĂ€stinenser, der sich fĂŒr Israel ausspricht, ist gegen Ihre kleine Weltanschauung, in der die Menschen so sind, dass Sie alle stĂ€ndig gegeneinander kĂ€mpfen und keinen Kontakt miteinander haben. Willkommen in der RealitĂ€t

SZ-Leser: Es gibt keine Religionsgleichheit mehr in Israel. Lesen Sie mal das hier: Aljazeera

Al-Jabari Ahmed: Aljazeera? Warum teilen Sie nicht gleich etwas von der Fatah? Hat die gleiche NeutralitĂ€t. Israel wurde als sicherer Staat unabhĂ€ngig, als einziger Staat weltweit, in dem Juden offen jĂŒdisch leben können, ohne diskriminiert zu werden. Wenn Sie das wegnehmen wollen, dann wollen Sie genau den gleichen Bullshit, der bei Hexenjagden gegen Juden endete. Wenn Menschen diese Werte nicht mögen, können sie gerne woanders leben. Dies ist ein Einwanderungsland, niemand kam dort hin, ohne zu wissen, was ihn erwartet. Das ist, als wĂŒrden Sie sich ein Haus neben einem Flughafen kaufen und sich dann wegen des LĂ€rms beschweren. Ich habe alle Rechte in diesem Land. Ich kann alles werden, sogar Politiker. Ich könnte verdammt nochmal sogar Premierminister werden. Alle meine Dokumente kann ich in vier verschiedenen Sprachen haben, einschließlich Arabisch. Die Knesset und die Gerichtssprache sind HebrĂ€isch und Arabisch. Ich kann sogar an mehr Orte gehen als Juden, denn Juden dĂŒrfen selbst in diesem Land nicht alle arabischen Stellen besuchen, aber die Araber dĂŒrfen alle jĂŒdischen Stellen besuchen. Ich kann wĂ€hlen, ob ich zum MilitĂ€r möchte. Ich kann wĂ€hlen, ob ich eine arabische oder eine hebrĂ€ische Schule besuchen möchte. Ihr Artikel von Aljazeera spricht von Besetzung und vom RĂŒckkehrrecht. Es gibt keine Besetzung. PalĂ€stinensische Zivilisten waren immer gegen die Definition des UNRWA-RĂŒckkehrrechts. Wen interessiert es, was Nicht-Israelis denken? Israel macht das Gesetz fĂŒr Israel. Die PalĂ€stinensische Autonomiebehörde macht das Gesetz fĂŒr palĂ€stinensische Gebiete. Da beschweren Sie sich aber nicht. Wann hĂ€tte ich das letzte Mal in meinem Leben dort wĂ€hlen können? Lassen Sie mich nachdenken. Oh, stimmt ja, nie. Ich bin einfach zu jung. In PalĂ€stina gibt es seit ĂŒber fĂŒnfzehn Jahren keine Wahlen mehr.

SZ- und Al-Jazeera-Leser: In den USA oder in der Apartheid in SĂŒdafrika gab es immer Schwarze, die rassistische Gesetze verteidigten. Aber natĂŒrlich war es immer eine winzige Minderheit. Gleiches gilt hier fĂŒr Sie als angeblicher PalĂ€stinenser zugunsten Israels.

Al-Jabari Ahmed: Sie wissen nicht mal wer ich bin. „Angeblicher PalĂ€stinenser“. Was kommt als nĂ€chstes, Junge? Die palĂ€stinensische Arbeiterklasse ist fĂŒr Israel. Ihre Meinung ist eine Meinung, die von Fatah und Hamas gestĂŒtzt wird. Ich bin ĂŒbrigens gegen Netanyahu und ich muss kein Fan von ihm sein. Es ist aber keine „Apartheid“, wenn man das gleiche Stimmrecht hat, die selben Straßen benutzt, in der selben Regierung ist, die selbe Sprache spricht und die gleichen Arbeitsbedingungen hat. Es tut mir leid, dass ich Ihr Bild zerstören muss, weißer Mann.

Dieses GesprÀch bringt einiges auf den Punkt. Hier sehen wir die typischen Arroganz eines Deutschen, der einem PalÀstinenser seine IdentitÀt abspricht, wenn er es wagt, sich nicht so zu verhalten, wie es von ihm erwartet wird, nÀmlich als Israelkritiker.

In Deutschland gibt es sehr viele Menschen, die ein großes Interesse daran haben, Araber, Muslime, PalĂ€stinenser und Juden gegeneinander aufzubringen, selbst wenn sie alle vier in Frieden in Israel leben. Diese Deutsche befeuern den Streit und den Hass. Sie wollen keine AnnĂ€herung und keinen Frieden. Darum versuchen sie, jene zum Schweigen zu bringen, die bereit sind, Frieden mit Israel schließen. Sie rufen sogar zu deren Boykott auf.

Wenn Sie mehr muslimische und arabische Menschen kennenlernen möchten, die Frieden mit Israel geschlossen haben und dies gut begrĂŒnden können, klicken Sie auf diesen Link: „Muslime fĂŒr Israel“.

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Unsere Petersilienhochzeit

Am 4. Juli 2020 feiern meine Frau und ich Petersilienhochzeit. Das sind 12,5 Jahre Ehe, also eine halbe Silberhochzeit. Am 4. Januar 2008 haben wir geheiratet.

Am 4. Juli feiern wir ebenfalls unsere zwanzigjÀhrige Beziehung, denn seit dem 4. Juli 2000 sind wir ein Paar. Der 4. Juli ist quasi unser ganz privater Independence Day.

Ohne meine Frau wĂŒrde es diesen Blog nicht geben. Als ich mal auf die Frage, wo ich denn politisch stehe, „Tapfer im Nirgendwo“ geantwortet hatte, sagte meine Frau: „Das ist ein toller Name fĂŒr einen Blog. Du solltest Blogger werden. Ich kann mir vorstellen, dass Deine Stimme Gehör findet.“

Das war im Jahr 2008. Der Rest ist Geschichte.

Viktoria Burkert ist Liedermacherin, Autorin, Philosophin und Hundetrainerin. Sie ist mir Inspiration, gibt mir Kraft und bringt mich zum Lachen. Sie ist meine Heimat.

Zur Feier des Tages ein paar Bilder von uns (und unserem Hund Moses):

Wir drei im Fahrstuhl
Hochzeit am 4. Januar 2008 im Severins-Burg-Theater
Halloween
Unser erster gemeinsamer Halbmarathon
Bitte lÀcheln
On the road
Theaterprobe
Am Strand in Holland

Und ein paar Bilder nur von Viktoria Burkert:

Kurzes Haar
Langes Haar
In Köln
In Herzlake
In Berlin
In Haren
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Gregor Gysi und der Ruf der Juden

Der Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi (Die Linke) hĂ€ngt dem Irrglauben an, Juden könnten durch ihr Verhalten Judenhass mindern. Damit offenbart er, das Wesen des Judenhass‘ nicht verstanden zu haben.

Auf Twitter schreibt Gregor Gysi: „Der Ruf von Israel wird bei Realisierung der AnnexionsplĂ€ne weltweit deutlich negativer. Das trifft auch ĂŒberall JĂŒdinnen und Juden. Weder sie noch Israel werden dadurch sicherer, im Gegenteil.“

Dieser Kommentar ist vollkommen meschugge!

Egal, was Juden tun oder lassen, Judenhasser hassen Juden. Sie hassen Juden, weil sie leben. Es gibt nichts, was Juden tun können, um diesen ressentimentgeladenen Ruf zu verbessern. Juden können sich lediglich vor diesem Ruf schĂŒtzen und sich gegen die daraus entstehenden Gewalttaten wehren. Genau diese Wehrhaftigkeit der Juden mögen Judenhasser nicht und kritisieren sie.

Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert, weil Juden sich wehren. Eine Situation eskaliert immer erst dann fĂŒr beide Seiten, wenn sich die eine Seite dagegen wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden. Deeskalation heißt fĂŒr Israel, aufhören, sich zu verteidigen, aufhören zu sein, aufhören, Gebiete zu befreien, von denen aus sie angegriffen werden. Eskalation heißt, gegen die Vernichtung zu kĂ€mpfen. Eskalation heißt zu leben.

Solange der Konflikt eskaliert, existiert Israel. Solange Israel existiert, können Juden sich verteidigen. Solange Juden sich verteidigen können, leben sie. Wenn dadurch der Ruf von Juden leidet, bin ich mir sicher, dass Juden mit diesem schlechten Ruf leben können. Schließlich bin auch ich lieber ungeliebt und lebendig als beliebt und tot.

Es gibt allerdings einen Weg, wie die Eskalation zu verhindern ist: Der Hass auf Israel muss ein Ende haben.

Warum also kĂŒmmert sich Gregor Gysi nicht lieber um die Menschen, die hassen, als sich um den Ruf derer zu sorgen, die gehasst werden?

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler oder Betreiber von â€žTapfer im Nirgendwo“unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

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DefĂ€kiere auf Political Correctness!

Da Facebook mit der originalen Überschrift dieses Artikels ein Problem hat, prĂ€sentiert Tapfer im Nirgendwo hier eine nicht vulgĂ€re Version.

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Mein Kollege und Freund ÖzgĂŒr Cebe hat mich in seinem Vlog zitiert. Ich möchte ihm antworten.

Lieber ÖzgĂŒr,

erst einmal vielen Dank, dass Du aus meinem Artikel „Ein radikales PlĂ€doyer fĂŒr Meinungsfreiheit“ zitiert hast. Wie Du Dir denken kannst, habe ich einige kritische Anmerkungen. Du sagst: „Wenn es meine Absicht ist, eine Minderheit herabzusetzen, wie es die Rassisten tun, dann ist die Intention keine gute.“

Neonazis sind in Deutschland zur Zeit eine Minderheit. Du setzt sie in Deinem Video herab. SelbstverstÀndlich hast Du das Recht dazu. Ist Deine Intention jetzt etwa keine gute? Wenn Du Deine eigene Philosophie zugrunde legst, dann nicht.

Meinungsfreiheit schließt auch die Hassrede mit ein. Es ist die exakte Definition von Meinungsfreiheit, dass auch falsche Meinungen geĂ€ußert werden dĂŒrfen. WĂŒrden alle immer nur das Richtige sagen, brĂ€uchte es keine Meinungsfreiheit. Es gibt auch kein Zuviel an Meinungsfreiheit. Entweder gibt es Meinungsfreiheit oder es gibt sie nicht. So einfach ist das!

Jeder Mensch hasst irgendwas. Wem ist daher geholfen, wenn die Artikulation des Hasses verboten wird?

Aus Worten werden Taten. Das stimmt. Aber Worte mĂŒssen nicht gesprochen werden, um zu Taten zu werden. Es reicht, wenn sie gedacht werden. Daher bringt es gar nichts, Taten dadurch verhindern zu wollen, dass man die Artikulation der Worte verbietet. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Wer die Artikulation von gewissen Worten verbietet, verhindert dadurch nicht, dass die Worte zu Taten werden. Er verhindert jedoch, dass die Tat rechtzeitig erkannt und gebannt werden kann. Meinungsfreiheit ist ein prĂ€ventiver Schutzmechanismus. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden.

Andere Meinungen auszuklammern, ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die HĂ€nde vor die Augen hĂ€lt und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man wĂŒrde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie BĂŒcher zu verbrennen.

Lieber ÖzgĂŒr,

Du sagst: „Political Correctness bedeutet fĂŒr mich Anstand, Respekt und Höflichkeit.“

Das hast Du sehr schön gesagt. Anstand, Respekt und Höflichkeit, wer kann schon dagegen sein? Weißt Du, was noch sehr schön klingt? Das hier:

„Militaristische und revanchistische Propaganda in jeder Form, Kriegshetze und Bekundung von Glaubens-, Rassen- und Völkerhass werden als Verbrechen geahndet.“

Klingt gut, oder? Wer kann da schon widersprechen? Wer ist schon ein Freund von Kriegshetze und Rassismus? Es ist doch gut, wenn all das verboten ist. Es gibt nur ein Problem: Der zitierte Absatz fand sich an fĂŒnfter Stelle des sechsten Artikels der Verfassung der DDR. Es war genau dieser Absatz, mit dem Kritikerinnen und Kritiker des Regimes in Knast und Folter gesperrt wurden.

So verfĂŒhrerisch der Absatz klingt, die Antwort auf die Artikulation von extremen Positionen darf nicht ein staatliches Verbot sein. Wie Du bin ich fĂŒr Anstand, Respekt und Höflichkeit. Es ist unschön, ĂŒber andere Menschen schlecht zu reden. Aber nicht alle Menschen ticken so wie Du und ich.

Dennoch möchte ich einem Staat nicht die Macht geben, ĂŒber die Sprache zu regieren. Der Staat ist nĂ€mlich bewaffnet. Das letzte Mittel jeder staatlichen Forderung ist die Gewalt. Am logischen Ende jeder staatlichen Forderung befindet sich die Waffe.

Ich finde den Gedanken unertrĂ€glich, dass der Staat mit gezogener Waffe einem Menschen befehlen darf, was er sagen soll oder wozu er zu schweigen. Ich finde diesen Gedanken deshalb unertrĂ€glich, weil ich weiß, dass in einer Demokratie immer auch mal mein politischer Gegner an die Macht kommt. Daher beurteile ich jedes Gesetz nach diesem Prinzip: Kann ich bei diesem Gesetz wollen, dass meine politischen Gegner an die Macht kommen? Wenn ich das nicht kann, stimmt etwas mit dem Gesetz nicht.

Lieber ÖzgĂŒr,

Du sagst: „Aber das merkwĂŒrdige ist, dass Rassisten, Rechte und Populisten sich selbst nicht als solche wahrnehmen.“

Das liegt manchmal daran, dass sie keine Rassisten, Rechte oder Populisten sind, sondern zu solchen Unmenschen erklÀrt wurden. Die haben lediglich eine andere Meinung. Nicht jeder ist das, wozu Du ihn erklÀrst.

FĂŒr die Schergen der DDR zum Beispiel waren Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Schmidt Faschisten. In der DDR wurden Menschen in GefĂ€ngnisse gesteckt und gefoltert, weil sie zu Rechten, Faschisten und westlichen Populisten erklĂ€rt wurden. Um Gewalt gegen Menschen rechtfertigen zu können, mĂŒssen sie zunĂ€chst entmenschlicht werden. Diese Entmenschlichung findet statt, wenn Menschen in eine böse politische Ecke gedrĂ€ngt werden, obwohl sie sich dort selbst nicht sehen.

Wer erklĂ€rt, ein Mensch wĂŒrde Gewalt ausĂŒben, weil er spricht, möchte damit nur die tatsĂ€chliche Gewalt rechtfertigen, mit der er zum Schweigen gebracht werden soll.

Die Nazis wurden damals von den Deutschen nicht verhindert. Das nagt heute an der Seele vieler Deutschen, die stolz darauf sind, nicht stolz zu sein. Sie wollen beweisen, dass sie selbst niemals auf die Nazis reingefallen wĂ€ren. Um das jedoch zu beweisen, brauchen sie Nazis. Deshalb sehen sie ĂŒberall Nazis und wo es keine gibt, schaffen sie einfach welche. Sie brauchen Nazis, um ĂŒber achtzig Jahre zu spĂ€t die NSDAP zu verhindern. Darum jazzen sie ihre politischen Gegner zu Nazis hoch und skandalisieren jedes unbedachte Wort. Es gibt in Deutschland eine Lust nach Nazis, eine Todessehnsucht nach der DĂ€mmerung der Demokratie, um endlich beweisen zu können, dieses Mal auf der richtigen Seite zu stehen.

Es ist immer Vorsicht geboten, wenn sich eine Gruppe von Menschen gegen ein Feindbild formiert, möge das Feindbild auch noch so schlecht sein. Sehr schnell entsteht in solchen Gruppen nĂ€mlich eine Dynamik, die dafĂŒr sorgt, dass jede abweichende Meinung zum Verrat erklĂ€rt wird. â€žWer nicht fĂŒr uns ist, ist gegen uns“, ist die Rhetorik dieser neuen Patrioten und die Aufforderung zur Distanzierung ihr Mittel der UnterdrĂŒckung.

Lieber ÖzgĂŒr,

ich plĂ€diere fĂŒr mehr Gelassenheit. Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit von Hassenden, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen. Gedanken verschwinden nicht, nur weil sie nicht mehr gesprochen werden. Der Mensch, der in den Augen eines anderen Menschen ein Schwein ist, bleibt fĂŒr ihn ein Schwein, auch wenn er es nicht mehr sagen darf. Das Messer in der Hose eines Mannes verschwindet nicht, wenn ihm der Mund verboten wird!

Eine der ersten Aktionen der Nazis, nachdem sie die Macht dazu bekommen hatten, bestand darin, Meinungen zu kriminalisieren und Kunst zu verbieten. Deshalb ist ein Staat, der Zensur ĂŒbt, immer schlimmer als ein Arschloch, das menschenfeindliche Scheiße redet.

Ich finde, wir sollten viel weniger Angst vor den Worten der Arschlöcher haben. Aber vor allem finde ich: DefÀkiere auf Political Correctness!

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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Veröffentlicht unter Liberalismus | 4 Kommentare

Scheiß auf Political Correctness!

Mein Kollege und Freund ÖzgĂŒr Cebe hat mich in seinem Vlog „Scheiß auf political correctness?!“ zitiert. Ich möchte ihm antworten.

Lieber ÖzgĂŒr,

erst einmal vielen Dank, dass Du aus meinem Artikel „Ein radikales PlĂ€doyer fĂŒr Meinungsfreiheit“ zitiert hast. Wie Du Dir denken kannst, habe ich einige kritische Anmerkungen. Du sagst: „Wenn es meine Absicht ist, eine Minderheit herabzusetzen, wie es die Rassisten tun, dann ist die Intention keine gute.“

Neonazis sind in Deutschland zur Zeit eine Minderheit. Du setzt sie in Deinem Video herab. SelbstverstÀndlich hast Du das Recht dazu. Ist Deine Intention jetzt etwa keine gute? Wenn Du Deine eigene Philosophie zugrunde legst, dann nicht.

Meinungsfreiheit schließt auch die Hassrede mit ein. Es ist die exakte Definition von Meinungsfreiheit, dass auch falsche Meinungen geĂ€ußert werden dĂŒrfen. WĂŒrden alle immer nur das Richtige sagen, brĂ€uchte es keine Meinungsfreiheit. Es gibt auch kein Zuviel an Meinungsfreiheit. Entweder gibt es Meinungsfreiheit oder es gibt sie nicht. So einfach ist das!

Jeder Mensch hasst irgendwas. Wem ist daher geholfen, wenn die Artikulation des Hasses verboten wird?

Aus Worten werden Taten. Das stimmt. Aber Worte mĂŒssen nicht gesprochen werden, um zu Taten zu werden. Es reicht, wenn sie gedacht werden. Daher bringt es gar nichts, Taten dadurch verhindern zu wollen, dass man die Artikulation der Worte verbietet. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Wer die Artikulation von gewissen Worten verbietet, verhindert dadurch nicht, dass die Worte zu Taten werden. Er verhindert jedoch, dass die Tat rechtzeitig erkannt und gebannt werden kann. Meinungsfreiheit ist ein prĂ€ventiver Schutzmechanismus. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden.

Andere Meinungen auszuklammern, ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die HĂ€nde vor die Augen hĂ€lt und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man wĂŒrde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie BĂŒcher zu verbrennen.

Lieber ÖzgĂŒr,

Du sagst: „Political Correctness bedeutet fĂŒr mich Anstand, Respekt und Höflichkeit.“

Das hast Du sehr schön gesagt. Anstand, Respekt und Höflichkeit, wer kann schon dagegen sein? Weißt Du, was noch sehr schön klingt? Das hier:

„Militaristische und revanchistische Propaganda in jeder Form, Kriegshetze und Bekundung von Glaubens-, Rassen- und Völkerhass werden als Verbrechen geahndet.“

Klingt gut, oder? Wer kann da schon widersprechen? Wer ist schon ein Freund von Kriegshetze und Rassismus? Es ist doch gut, wenn all das verboten ist. Es gibt nur ein Problem: Der zitierte Absatz fand sich an fĂŒnfter Stelle des sechsten Artikels der Verfassung der DDR. Es war genau dieser Absatz, mit dem Kritikerinnen und Kritiker des Regimes in Knast und Folter gesperrt wurden.

So verfĂŒhrerisch der Absatz klingt, die Antwort auf die Artikulation von extremen Positionen darf nicht ein staatliches Verbot sein. Wie Du bin ich fĂŒr Anstand, Respekt und Höflichkeit. Es ist unschön, ĂŒber andere Menschen schlecht zu reden. Aber nicht alle Menschen ticken so wie Du und ich.

Dennoch möchte ich einem Staat nicht die Macht geben, ĂŒber die Sprache zu regieren. Der Staat ist nĂ€mlich bewaffnet. Das letzte Mittel jeder staatlichen Forderung ist die Gewalt. Am logischen Ende jeder staatlichen Forderung befindet sich die Waffe.

Ich finde den Gedanken unertrĂ€glich, dass der Staat mit gezogener Waffe einem Menschen befehlen darf, was er sagen soll oder wozu er zu schweigen. Ich finde diesen Gedanken deshalb unertrĂ€glich, weil ich weiß, dass in einer Demokratie immer auch mal mein politischer Gegner an die Macht kommt. Daher beurteile ich jedes Gesetz nach diesem Prinzip: Kann ich bei diesem Gesetz wollen, dass meine politischen Gegner an die Macht kommen? Wenn ich das nicht kann, stimmt etwas mit dem Gesetz nicht.

Lieber ÖzgĂŒr,

Du sagst: „Aber das merkwĂŒrdige ist, dass Rassisten, Rechte und Populisten sich selbst nicht als solche wahrnehmen.“

Das liegt manchmal daran, dass sie keine Rassisten, Rechte oder Populisten sind, sondern zu solchen Unmenschen erklÀrt wurden. Die haben lediglich eine andere Meinung. Nicht jeder ist das, wozu Du ihn erklÀrst.

FĂŒr die Schergen der DDR zum Beispiel waren Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Schmidt Faschisten. In der DDR wurden Menschen in GefĂ€ngnisse gesteckt und gefoltert, weil sie zu Rechten, Faschisten und westlichen Populisten erklĂ€rt wurden. Um Gewalt gegen Menschen rechtfertigen zu können, mĂŒssen sie zunĂ€chst entmenschlicht werden. Diese Entmenschlichung findet statt, wenn Menschen in eine böse politische Ecke gedrĂ€ngt werden, obwohl sie sich dort selbst nicht sehen.

Wer erklĂ€rt, ein Mensch wĂŒrde Gewalt ausĂŒben, weil er spricht, möchte damit nur die tatsĂ€chliche Gewalt rechtfertigen, mit der er zum Schweigen gebracht werden soll.

Die Nazis wurden damals von den Deutschen nicht verhindert. Das nagt heute an der Seele vieler Deutschen, die stolz darauf sind, nicht stolz zu sein. Sie wollen beweisen, dass sie selbst niemals auf die Nazis reingefallen wĂ€ren. Um das jedoch zu beweisen, brauchen sie Nazis. Deshalb sehen sie ĂŒberall Nazis und wo es keine gibt, schaffen sie einfach welche. Sie brauchen Nazis, um ĂŒber achtzig Jahre zu spĂ€t die NSDAP zu verhindern. Darum jazzen sie ihre politischen Gegner zu Nazis hoch und skandalisieren jedes unbedachte Wort. Es gibt in Deutschland eine Lust nach Nazis, eine Todessehnsucht nach der DĂ€mmerung der Demokratie, um endlich beweisen zu können, dieses Mal auf der richtigen Seite zu stehen.

Es ist immer Vorsicht geboten, wenn sich eine Gruppe von Menschen gegen ein Feindbild formiert, möge das Feindbild auch noch so schlecht sein. Sehr schnell entsteht in solchen Gruppen nĂ€mlich eine Dynamik, die dafĂŒr sorgt, dass jede abweichende Meinung zum Verrat erklĂ€rt wird. â€žWer nicht fĂŒr uns ist, ist gegen uns“, ist die Rhetorik dieser neuen Patrioten und die Aufforderung zur Distanzierung ihr Mittel der UnterdrĂŒckung.

Lieber ÖzgĂŒr,

ich plĂ€diere fĂŒr mehr Gelassenheit. Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit von Hassenden, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen. Gedanken verschwinden nicht, nur weil sie nicht mehr gesprochen werden. Der Mensch, der in den Augen eines anderen Menschen ein Schwein ist, bleibt fĂŒr ihn ein Schwein, auch wenn er es nicht mehr sagen darf. Das Messer in der Hose eines Mannes verschwindet nicht, wenn ihm der Mund verboten wird!

Eine der ersten Aktionen der Nazis, nachdem sie die Macht dazu bekommen hatten, bestand darin, Meinungen zu kriminalisieren und Kunst zu verbieten. Deshalb ist ein Staat, der Zensur ĂŒbt, immer schlimmer als ein Arschloch, das menschenfeindliche Scheiße redet.

Ich finde, wir sollten viel weniger Angst vor den Worten der Arschlöcher haben. Aber vor allem finde ich: Scheiß auf Political Correctness!

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Veröffentlicht unter Feminismus, Liberalismus, Philosophie, Politik | 5 Kommentare

Annexion? FĂŒr mich ist es eine Befreiung!

Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, in dem das Gesetz Israels gilt, ist ein gewonnener Quadratmeter.

Unter dem israelischen Gesetz kann ich jeder Religion angehören, die Regierung kritisieren, unabhĂ€ngig von meinem Geschlecht frei meine Meinung sagen und werde ich fĂŒr homosexuelle Handlungen nicht verfolgt.

Ich bin fĂŒr Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt, oder irgendein Gott habe irgendeinen bĂ€rtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt aufzuteilen. Ich bin fĂŒr Israel, weil es das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und MĂ€nner gleichberechtigt sind, HomosexualitĂ€t staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein mĂŒssen als alle andere Menschen.

Warum soll ich es kritisieren, wenn es im Nahen Osten bald mehr Orte gibt, wo ich, so wie ich bin, ohne Angst vor Verfolgung leben kann?

Der Ort muss nicht nur Israel sein. Statt Israel zu kritisieren und stĂ€ndig nur voller Hass und Neid auf den kleinen jĂŒdischen Staat zu blicken, könnten sich die Nachbarn auch ein Beispiel an Israel nehmen und etwas fĂŒr das eigene Volk lernen.

Jedes Land, das Frieden schließt mit mir, mit AndersglĂ€ubigen, Kritikerinnen, Komikern, Homosexuellen und vor allem mit Israel, findet meine UnterstĂŒtzung. Der Ort kann meinetwegen sogar PalĂ€stina heißen. Ich werde die Fahne gerne zu den KlĂ€ngen der freien Musikerinnen und Musiker des Landes schwenken.

Diese friedliche und respektvolle Absicht gibt es bei den Feinden Israels jedoch zur Zeit nicht. Daher feiere ich jeden gewonnen Quadratmeter im Nahen Osten, wo das Gesetz Israels Anwendung findet. Manche nennen es Annexion. Ich nenne es Befreiung!

Ich bin nÀmlich auf der Seite des Landes, das mich nicht verfolgt und Menschen nicht aufgrund ihres Lebensstils tötet. Nennt mich ruhig egoistisch, aber Menschenrechte nehme ich persönlich.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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Veröffentlicht unter Israel | 18 Kommentare

Gemeinsamer Brief an alle Nahostexperten

Wir, die UnterstĂŒtzerinnen und UnterstĂŒtzer dieses Briefs, teilen ernsthafte Bedenken ĂŒber jene Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus ganz Europa, die sich in den sogenannten israelisch-palĂ€stinensischen Konflikt einmischen. Wir sind zutiefst besorgt ĂŒber all die PrĂ€zedenzfĂ€lle, die sie durch ihre Einmischungen schaffen und dadurch einen möglichen Frieden verhindern.

Die angesprochenen Parlamentarierinnen und Parlamentarier torpedieren teilweise sein Jahrzehnten eine Lösung des Konflikts, indem sie sich fĂŒr eine Zwei-Staaten-Regelung einsetzen, die von großen Teilen der arabischen Welt abgelehnt wird. Sie erklĂ€ren immer wieder selbstgerecht, im Einklang mit dem Völkerrecht und mit einschlĂ€gigen Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zu stehen. Bedauerlicherweise erklĂ€ren sie jedoch nicht, was dieser Einklang bedeutet.

Das kleine Land Israel wird seit seiner GrĂŒndung immer wieder mit Raketen angegriffen, abgefeuert von militanten Gruppen, Terrororganisationen und hasserfĂŒllten Regierungen, deren erklĂ€rtes Ziel es ist, Israel auszulöschen und das jĂŒdische Volk zu vernichten. Manche LĂ€nder finanzieren diese Gruppen, Organisationen und Regierungen. Keines dieser LĂ€nder wird von den Vereinten Nationen so kritisiert wie Israel. Der sogenannte Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat Israel stattdessen öfter verurteilt als alle anderen LĂ€nder der Welt zusammen.

Die Vereinten Nationen haben das Land Israel öfter in Resolutionen verurteilt als Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Andorra, Angola, Antarktis, Antigua und Barbuda, Äquatorialguinea, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Australien, Bahamas, Bahrain, Bangladesch, Barbados, Belgien, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Botsuana, Brasilien, Brunei, Bulgarien, Burkina Faso, Birma, Burundi, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, DĂ€nemark, Deutschland, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, ElfenbeinkĂŒste, El Salvador, Eritrea, Estland, Falklandinseln, Fidschi, Finnland, Föderierte Staaten von Mikronesien, Frankreich, Französisch Guayana, Gabun, Gambia, Georgien, Ghana, Grenada, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Irland, Island, Italien, Jamaika, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Kamerun, Kanada, Kap Verde, Kasachstan, Katar, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Kongo, Kosovo, Kroatien, Kuba, Kuwait, Laos, Lesotho, Lettland, Libanon, Liberia, Libyen, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Malta, Marokko, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mazedonien, Mexiko, Mikronesien, Moldawien, Monaco, Mongolei, Montenegro, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Niger, Nigeria, Nordkorea, Nordzypern, Norwegen, Oman, Österreich, Pakistan, Palau, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Ruanda, RumĂ€nien, Russland, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Salomonen, Sambia, Samoa, San Marino, SĂŁo TomĂ© und PrĂ­ncipe, Saudi-Arabien, Senegal, Serbien, Seychellen, Sierra Leone, Singapur, Simbabwe, Slowakei, Slowenien, Somalia, Spanien, Sri Lanka, SĂŒdafrika, Sudan, SĂŒdsudan, SĂŒdkorea, Surinam, Svalbard, Swasiland, Schweden, Schweiz, Syrien, Tadschikistan, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tschechien, Tunesien, TĂŒrkei, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Ukraine, Ungarn, Uruguay, Usbekistan, Vanuatu, Vatikan, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Weißrussland, Westsahara, Zentralafrikanische Republik und Zypern zusammen.

DafĂŒr gibt es nur zwei mögliche ErklĂ€rungen: Entweder ist Israel ein Staat, böser, abartiger und verdammenswerter als alle anderen LĂ€nder der Welt zusammen oder die Vereinten Nationen haben ein Problem mit dem jĂŒdischen Staat.

Viele Abgeordnete in Europa unterstĂŒtzen diese international vereinbarten Parameter und Prinzipien und fördern damit effektiv die dauerhafte Aggression gegen Israel und geben den Feinden grĂŒnes Licht fĂŒr ihren Hass. Dies ist fĂŒr die Aussichten auf einen israelisch-arabischen Frieden fatal. Es wird daher Zeit, die grundlegendsten Normen internationaler Beziehungen einschließlich der Charta der Vereinten Nationen in Frage zu stellen.

Wir sind zutiefst besorgt ĂŒber die Auswirkungen der Worte und Taten mancher Parlamentarierinnen und Palamentarier auf das Leben von Israelis und Arabern sowie ĂŒber ihr destabilisierendes Potential in einer Region vor der HaustĂŒr Europas. Diese Besorgnis ist in einer Zeit, in der die Welt mit der COVID-19-Pandemie, dem grĂ¶ĂŸten kollektiven Notstand seit Jahrzehnten, kĂ€mpft, nicht weniger schwerwiegend. Zu den Parlamentarierinnen und Parlamentariern aus Deutschland, die den Frieden mit ihren Besserwissereien und Torheiten am meisten gefĂ€hrden, gehören:

Luise Amtsberg, GrĂŒne; Rasmus Andresen, GrĂŒne; Ulrike Bahr, SPD; Margarete Bause, GrĂŒne: Dietmar Bartsch, Die Linke; Franziska Brantner, GrĂŒne; Leni Breymeier, SPD; Agniesza Brugger, GrĂŒne; Karl-Heinz Brunner, SPD; Birke Buill-Bischoff, Die Linke; Udo Bullmann, SPD; Delara Burkhardt, SPD; Reinhart BĂŒtikofer, GrĂŒne; Dieter Dehm, Die Linke; Özdem Demirel, GrĂŒne; Yasmin Fahimi, SPD; Sylvia Gabelmann, Die Linke; Kai Gehring, GrĂŒne; Stefan Gelbhaar, GrĂŒne; Sven Giegold, GrĂŒne; Katrin Göring-Eckardt, GrĂŒne; Erhard Grundl, GrĂŒne; Gregor Gysi, Die Linke; Robert Habeck, GrĂŒne; Anja Hajduk, GrĂŒne; Heike HĂ€nsel, Die Linke; Gabriela Heinrich, SPD; Anton Hofreiter, GrĂŒne; Andrej Hunko, Die Linke; Dieter Janecek, GrĂŒne; Ulla Jelpke, Die Linke; Achim Kessler, Die Linke; Katja Keul, GrĂŒne; Katja Kipping, Die Linke; Cansel Kiziltepe, SPD; Sylvia Kotting-Uhl, GrĂŒne; Sven Lehmann, GrĂŒne; Sabine Leidig, Die Linke; Stefan Liebich, Die Linke; Tobias Lindner, GrĂŒne; Erik Marquardt, GrĂŒne; Christoph Matschie, SPD; Martina Michels, GrĂŒne, Falko Mohrs, SPD; Niema Movassat, Die Linke; Claudia MĂŒller, GrĂŒne; Zaklin Nastic, Die Linke; Ingrid Nestle, GrĂŒne; Hannah Neumann, GrĂŒne; Cem Özdemir, GrĂŒne; Aydan Özoguz, SPD; Tobias PflĂŒger, Die Linke; Bernd Riexinger, Die Linke; Clauda Roth, GrĂŒne; Margit Stumpp, GrĂŒne; JĂŒrgen Trittin, GrĂŒne; Sahra Wagenknecht, Die Linke; Gerhard Zickenheiner, GrĂŒne; Sabine Zimmermann, Die Linke.

Wir fordern diese Parlamentarierinnen und Parlamentarier auf, sich entschlossen aus dem Konflikt rauszuhalten.

Europa hat den internationalen Akteuren in diesem Konflikt nicht zu erklĂ€ren, wie sie sich zu verhalten haben und welche Lösung sie zu finden haben. Vor allem aber haben europĂ€ische Vertreterinnen und Vertreter zu akzeptieren, dass es nicht unangefochten vonstattengehen kann, dass die Hamas in ihrer GrĂŒndungscharta die Vernichtung Israels fordert und die Fatah großzĂŒgige Renten an Terroristen ausschĂŒttet, die Juden ermordet haben. Da die Fatah von Geldern der EuropĂ€ischen Union unterstĂŒtzt wird, werden diese Terroristen indirekt auch von Europa finanziert.

Wir kritisieren dies voll und ganz: Die gewaltsame Rhetorik zur Vernichtung Israels und des jĂŒdischen Volks hat im Jahr 2020 keinen Platz und muss entsprechende Konsequenzen haben. Die stetige Unterlassung einer angemessenen Reaktion ermutigt immer mehr arabische Politiker, grundlegende Prinzipien des Menschenrechts zu missachten.

Khaled Meshall, Vorsitzender der Hamas, sagte am 3. Februar 2006: „Bevor Israel stirbt muss es gedemĂŒtigt und erniedrigt werden!“

Der ehemalige libanesischen Minister, Wiam Wahhab erklĂ€rte am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV: „Ich unterstĂŒtze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Abdallah Jarbu, stellvertretender Minister fĂŒr religiöse Stiftungen der Hamas, sagte am 28. Februar 2010: „Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ hielt am 9. Oktober 2015 folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah: „Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Mahmud Abbas von der Fatah erklĂ€rt: „In einer endgĂŒltigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen FĂŒhrer der palĂ€stinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Wenn Judenhass zur Regel wird, dann mĂŒssen diese Regeln gebrochen werden.

Wir haben ein starkes Interesse daran und die Verantwortung dafĂŒr, Strukturen, die die Diskriminierung, Verfolgung und Vernichtung von Juden regeln, zu bekĂ€mpfen. Eine dauerhafte Lösung des Konflikts muss dem Menschenrecht gerecht werden und Gleichberechtigung garantieren. Dies wird Juden jedoch bisher verwehrt.

Schon einmal hat Europa versagt, als Juden von Deutschen vernichtet wurden. Europa hat geschwiegen, weggeschaut und teilweise am Morden teilgenommen. Europa verfĂŒgt daher weder ĂŒber die diplomatischen Instrumente noch ĂŒber die moralische Berechtigung, um ein gerechtes Ziel in dem Konflikt des Nahen Ostens zu fördern.

Im Nahen Osten leben Araber, Israelis, Muslime, Juden, Drusen und PalĂ€stinenser. Sie sind einander Nachbarn, Arbeitskollegen, Lehrerinnen, AnwĂ€lte, Richterinnen, Abgeordnete, Polizisten, FeuerwehrmĂ€nner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den BĂ€umen, FlĂŒssen, Bergen, Meeren, Seen, StĂ€dten, Dörfern und WĂŒsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute. All diese Menschen sind mit Vernunft versehen, verantwortlich fĂŒr ihr Handeln und in der Lage, einen Frieden zu schließen.

Wir kritisieren alle europĂ€ischen Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die durch ihre Einmischung von außen einen Friedensprozess torpedieren. Sie hetzen die beiden Seiten gegeneinander auf, indem sie die grausamen Taten der arabischen Seite verharmlosen oder verschweigen und die Taten der israelischen Seite dĂ€monisieren. Das Problem vieler selbsternannter Nahostexperten besteht darin, dass sie bereits jauchzen, wenn ein Politiker in Gaza kein Hitler ist, sie aber garstig einen jĂŒdischen Politiker in Israel in Grund und Boden stampfen, wenn er kein Nathan der Weise ist.

Wir fordern diese Parlamentarierinnen und Parlamentarier daher auf, dem Frieden zu dienen, indem sie sich zurĂŒcknehmen und sich aus dem Konflikt heraushalten.

Wir, das sind alle Menschen, die diesen Artikel öffentlich mit folgenden Worten teilen: Durch das Teilen dieses Artikels erklĂ€re ich, diesen gemeinsamen Brief zu unterstĂŒtzen.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

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Gerd Buurmann in Lingen

Seit etwas ĂŒber hundert Jahren haben Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Eine der Pionierinnen und zugleich eine wunderbar witzige und innovative Autorin war Hedwig Dohm (1831 – 1919). Ihre Texte haben bis heute nichts von ihrer Frische und AktualitĂ€t verloren. Dohms Markenzeichen sind Witz und Ironie. Mit bekannten Zeitgenossen von Friedrich Nietzsche bis Georg Groddeck liefert sie sich in ihren Texten wahre Wortgefechte. Ihre Texte sind wie gemacht fĂŒr BĂŒhne.

Daher haben Nikola MĂŒller, Isabel Rohner und Gerd Buurmann im Jahr 2006 das Hedwig Dohm Trio gegrĂŒndet. Spannend, informativ und dabei höchst unterhaltsam stellen die drei Dohms Leben und Werk vor und geben dem Publikum Einblicke in die Geschichte der Frauenbewegungen.

„Mehr Stolz, Ihr Frauen“ – Eine Femmage an Hedwig Dohm am 11. September 2020 um 19:30 Uhr im Theaterfoyer An der Wilhelmshöhe am Willy-Brand-Ring 44 in Lingen.

Beitrag fĂŒr Teilnehmerinnen und Teilnehmer: 15,- Euro (12,50 Euro mit kfd Ausweis)

Voranmeldung bis zum 1. September 2020 bei Ute Remling-Lachnit, Sekretariat Frauenseelsorge BĂŒro Lingen und Kath. Erwachsenenbildung Emsland-SĂŒd per E-Mail: u.remling-lachnit@bistum-os.de oder per Telefon: 0591 6102-251

Die Presse schreibt:

„Wenn das Nummerngirl ein Mann ist: Emanzipatorische Literatur muss keineswegs staubtrocken und klagend sein, sie kann vor Humor und Ironie nur so triefen. Nikola MĂŒller, Isabel Rohner und Gerd Buurmann lasen unter dem Titel „Mehr Stolz, ihr Frauen!“ aus Texten von Hedwig Dohm, die bereits 1873 das Stimmrecht fĂŒr Frauen forderte – und fĂŒr die völlige rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung der Geschlechter eintrat.“ (Pinneberger Tageblatt)

„Nikola MĂŒller und Isabel Rohner, die Herausgeberinnen des Buchs „Hedwig Dohm – AusgewĂ€hlte Texte“, zelebrieren mit dem Schauspieler Gerd Buurmann die intellektuellen Spitzen einer großen Denkerin.“ (Hamburger Abendblatt)

„In einer hervorragend inszenierten und zum Teil irrsinnig komischen Lesung gab das Dohm-Trio (
) Kostproben der Dohm’schen Texte zum Besten. Das Trio erntete immer wieder Szenenapplaus – der einerseits den großartigen polemischen Textpassagen Hedwig Dohms galt, andererseits aber auch der beeindruckenden Vortragsweise.“ (Kreiszeitung Wesermarsch)

„Nikola MĂŒller, Isabel Rohner und Schauspieler Gerd Buurmann setzten das Leben der Querdenkerin in Szene. Von einer „trockenen Geschichtsstunde“ konnte hier aber keinesfalls die Rede sein. Besonders der oft polemische Schreibstil von Hedwig Dohm wurde in den szenischen Einlagen des fröhlichen Trios deutlich.“ (WAZ)

„Leidenschaftlich bieten Buurmann, MĂŒller und Rohner mit ihrer Femmage ein wunderbares „Best of“ der Dohm dar. Zitate und Ausschnitte der Dohmschen Werke, mal mit Biographischem unterbaut, mal mit Historischem, werden mal leise, mal laut in Szene gesetzt, mal prĂ€sentieren sich die drei im Stile eines literarischen Terzetts, bei dem Buurmann die Herausgeberinnen charmant befragt, mal echauffiert sich Buurmann in der Rolle eines Antifeministen im GesprĂ€ch mit der Dohm.“ (Neon)

„Mit dem Schauspieler Gerd Buurmann touren die beiden Expertinnen mit ihrer geistreichen «Femmage» durch die Lande, um der 1831 geborenen Großmutter von Thomas-Mann-Gattin Katja 90 Jahre nach ihrem Tod zur Wiederentdeckung zu verhelfen. Wirksamstes Mittel: Dohms eigene Essays, Feuilletons und Romane, die den Antifeminismus der bĂŒrgerlichen Gesellschaft im 19. und frĂŒhen 20. Jahrhundert mit spitzester Feder – und teilweise auch selbstironisch – aufs Korn nehmen.“ (Frankfurter Neue Presse)

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BOING mit Gerd Buurmann

Auf Facebook haben Manuel Wolff und Gerd Buurmann sich im Streit entfreundet, aber hier im Podcast schaffen sie es, sich lange zu unterhalten, ohne sich die Köppe einzuschlagen. Es geht darum, wie Barbra Streisand Gerds Leben verĂ€ndert hat. Und Alf. Und die Golden Girls. Und „Hallo, Spencer“. Und Hella von Sinnen. Soll heißen, da ist viel KlĂ€rungsbedarf und es ist nicht verwunderlich, dass die Episode eine der lĂ€ngsten Folgen bisher ist, mit dem sich selbst als flamboyant bezeichnenden Hansdampf in allen Gassen.

Der BOING Podcast – Folge 8 mit Gerd Buurmann

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