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Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Ruprecht Polenz und Tel Aviv

„Die Funktion der Stolpersteine ist, zu erinnern. Wer in Tel Aviv abhängt, erinnert sich nicht.“ (Ruprecht Polenz, CDU)

Ruprecht Polenz kommentierte auf Facebook mit diesen Worten diesen Artikel:

„Die Familie Stolperstein“

Veröffentlicht unter Israel, Politik | 25 Kommentare

The German Federal Foreign Office hits the wrong note on Israel

Imagine a hostage situation whereby several hostages have already been shot. Let us suppose that among the many surviving hostages there is one who hasn’t paid a traffic ticket, another who evaded taxes and another who’s committed some other crime. What would you think if the police described both the hostage-takers and the hostages as equally criminal? What would you say if German politicians were to call on both sides to practice restraint and do everything in their power to ensure that the situation doesn’t escalate? What would you say if an attempt by the hostages to free themselves were to be criticized by any of the media outlets as just pouring oil on the flames and thereby perpetuating violence ?

Well, the German Federal Foreign Office did just that!

On January 9, 2018, rabbi Raziel Shevach, who is also a volunteer worker at the humanitarian aid organization Red Star of David, was murdered in a drive-by shooting near Nablus. He died later in the hospital, leaving behind a wife and six children, the youngest of whom is only ten months old. Germany’s Foreign Office commented on the attack as follows:

„Those who are responsible for this, or welcome this attack, are stirring up violence which makes it difficult to resolve the Middle East conflict through negotiation. We expect both sides to contribute actively to a de-escalation.“

The Federal Foreign Office actually said just that.

They wrote „both sides“ and thus expressly included the victim to actively contribute towards a de-escaltation.

Article 7 of Hamas‘ founding charter calls for the extermination of the entire Jewish people worldwide, and Article 13 declares war against Israel until it is completely annihilated. Even on Fatah’s anniversaries, the extermination of the entire Jewish people is preached, while Abbas regularly turns Jewish murderers into „heroic martyrs“. These terrorists hate Jews, because Jews are alive, because they exist. The only recourse Jews are left with is to simply cease to exist.

Of course, the conflict in the Middle East continues. But this is due to the fact that Jews in Israel have been defending themselves militarily against annihilation since 1948. A conflict will only escalate if one side resists being wiped out by the other side. For Israel, de-escalation can only mean self-destruction. That’s why the German Foreign Office’s statement is not only distasteful but also scandalous. After this cowardly terrorist attack, there is only one possible reaction:

We condemn the terrorist attacks against Jews and Israelis. We call on all Arab governments in the region to condemn terrorist attacks, to fight those terrorists and to accept an Israeli hand of peace in good will, and to maintain peaceful progress in the Middle East. Any support for terrorists is also terrorism. Excusing terrorist attacks is excusing murderous hatred of Jews. We expect the Arab governments to do everything in their power to combat this hatred and end the violence, and we support the Israeli government in its efforts to track down and bring those responsible for the recent attack to justice.

It’s actually quite simple: As long as a hostage-taker holds a gun to the head of a hostage, you don’t criticize the hostage, no matter what he or she may have done. Anyone who feels a hostage must be criticized, must first ensure his or her safety. The loaded gun pointing at the hostage’s head must be taken away. The same goes for Israel. Anyone who feels Israel must be criticized, must first of all ensure that all threats of extermination cease, and above all, the attacks, the bombings and the murders.

Must the German Federal Foreign Office be reminded on what is right? Presumably, those with such an attitude would have called on the rebels in the Warsaw Ghetto in 1944 to practice restraint and works towards de-escalation.

***

Translation: William Wires

http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Das Auswärtige Amt vergreift sich im Ton

Stellen Sie sich eine Geiselnahme vor, bei der schon einige Geiseln erschossen wurden. Nehmen wir mal an, unter den vielen Geiseln wären auch ein Mann, der einen Strafzettel nicht bezahlt hat, eine Frau, die Steuern hinterzogen hat und noch ein anderer Mensch, der eine Straftat begangen hat. Was würden Sie denken, wenn die gerufene Polizei erklären würde, dass auf beiden Seiten der Geiselnahme Verbrecher seien, sowohl auf der Seite der Geiseln, als auch auf der Seite der Geiselnehmer? Was würden Sie sagen, wenn deutsche Politiker beide Seiten dazu aufrufen würden, besonnen zu handeln und alles dafür zu tun, dass die Situation nicht eskaliert? Was würden Sie davon halten, wenn ein Versuch der Geiseln, sich zu befreien, von Teilen der Medien kritisiert werden würde als ein „Öl ins Feuer“ gießen und ein „Drehen an der Gewaltspirale“?

Das Auswärtige Amt hat genau das getan!

Am 9. Januar 2018 wurde der Rabbiner und freiwilliger Mitarbeiter der humanitären Hilfsorganisation „Roter Davidstern“, Raziel Shevach, in der Nähe von Nablus in seinem Wagen während der Fahrt von einem Terroristen aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen und hinterlässt eine Frau und sechs Kinder, von denen das jüngste erst zehn Monate alt ist. Das Auswärtige Amt Deutschlands erklärt zu diesem Anschlag:

„Der tödliche Anschlag gestern auf einen Bewohner eines israelischen Siedlungsaußenpostens im Westjordanland bestürzt uns sehr. Wir verurteilen diesen hinterhältigen Mord auf das Schärfste. Der Familie und den Angehörigen des Opfers gilt unser tiefstes Mitgefühl. Diejenigen, die dafür Verantwortung tragen oder diesen Anschlag begrüßen, schüren die Gewalt, die eine Lösung des Nahostkonflikts auf dem Verhandlungsweg erschwert. Wir erwarten, dass alle Seiten aktiv zur Deeskalation beitragen.“

Das Auswärtige Amt hat es tatsächlich getan. Es hat „alle Seiten“ und somit ausdrücklich auch die Seite des Opfers aufgerufen, „aktiv zur Deeskaltation“ beizutragen.

Die Gründugscharta der Hamas fordert in Artikel 7 die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit und erklärt in Artikel 13 den ewigen Krieg gegen Israel bis zu der totalen Vernichtung. Auch bei Jahrestagen der Fatah wird die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes gepredigt, während Abbas regelmäßig Judenmörder zu „heldenhaften Märtyrern“. Diese Terroristen hassen an Juden, dass sie leben, dass es sie gibt. Das Einzige, was diese Juden tun können, um zur Deeskalation beizutragen, ist schlicht und ergreifend, nicht mehr zu existieren.

Natürlich eskaliert der Konflikt im Nahen Osten. Aber das liegt daran, dass sich Juden seit 1948 als Soldaten eines eigenen Landes gegen die Vernichtung wehren können. Aufgrund dieser Möglichkeit der militärischen Verteidigung eskaliert die Auseinandersetzung. Eine Situation eskaliert immer erst dann für beide Seiten eskaliert, wenn sich die eine Seite wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden. Deeskalieren heißt für Israel, aufhören, sich zu verteidigen. Deshalb ist die Erklärung des Auswärtigen Amtes nicht nur geschmacklos sondern ein Skandal. Nach diesem feigen Terroranschlag gibt es nur eine mögliche Haltung:

Wir verurteilen die Terroranschläge gegen Juden und Israelis. Diejenigen, die den Anschlag ausgeführt haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden.Wir fordern sämtliche arabischen Regierungen in der Region auf, die Terroranschläge zu verurteilen, sie zu bekämpfen und die israelische Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft anzunehmen, um in gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk einen Beitrag bei den Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten. Jede Unterstützung des Terroranschlags ist ebenfalls ein Terroranschlag. Jede Relativierung des Terroranschlags ist eine Relativierung von mörderischem Judenhass. Wir erwarten von den arabischen Regierungen, alles zu tun, um gegen diesen Hass vorzugehen und die Gewalt zu beenden und wir unterstützen die israelische Seite dabei, die Verantwortlichen an diesem Anschlag zu jagen, zu finden und im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit zu richten.

Im Grunde ist es ganz einfach: Solange ein Mörder eine Knarre an den Kopf einer Geisel hält, kritisiert man nicht die Geisel, egal, was sie getan hat. Wer möchte, dass die Geisel kritisiert wird, muss erst mal für ihre Sicherheit sorgen und dafür, dass die geladene Pistole von ihrem Kopf verschwindet. Für Israel gilt das Selbe. Wer möchte, dass Israel kritisiert wird, muss erst mal dafür sorgen, dass die Vernichtungsdrohungen aufhören und vor allem die immer wieder daraus resultierenden Angriffe, Anschläge, Bombardements und Morde.

Muss dem Auswärtigen Amt diese Selbstverständlichkeit wirklich erklärt werden? Vermutlich hätte dieses Amt im Jahre 1944 auch die Aufständischen im Warschauer Ghetto dazu aufgerufen aktiv zur Deeskalation beizutragen.

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Tel Aviv oder Auschwitz?

„Easyjet hat einen dramatisch größeren Betrag gegen Antisemitismus geleistet, als alle staatlichen Erziehungsprogramme zusammen! Wer einmal in Tel Aviv feiern war, ist immun gegen die Berichterstattung, die Juden ausschließlich als Schläfenlockenträger oder Soldaten zeigt.“ (David Harnasch)

Die Berliner Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli (SPD), spricht sich dafür aus, dass Asylbewerber verpflichtend ein Konzentrationslager besuchen sollen. Sie halte es für sinnvoll, „wenn jeder, der in diesem Land lebt, verpflichtet würde, mindestens einmal in seinem Leben eine KZ-Gedenkstätte besucht zu haben.“ Das gelte „auch für jene, die neu zu uns gekommen sind. KZ-Besuche sollten zum Bestandteil von Integrationskursen werden.“

Als in Deutschland die Wehrpflicht und die Einberufung zum Grundwehrdienst noch nicht auf den Spannungs- und Verteidigungsfall beschränkt waren, als jeder junge Deutsche zum Dienst verpflichtet wurde, gab es die Möglichkeit, den Dienst an der Waffe zu verweigern und stattdessen einen sogenannten Zivildienst zu absolvieren. Ich möchte daher den Vorschlag von Sawsan Chebli um die Möglichkeit eines zivilen Dienstes am Judentum erweitern: Der Pflichtbesuch in einer KZ-Gedenkstätte kann durch einen zivilen Strandbesuch in Tel Aviv oder durch einen zivilen Besuch in einer jüdischen Gemeinde ersetzt werden. Ich bin mir sicher, dass ein solcher ziviler Dienst mehr bringt, als ein Pflichtbesuch einer KZ-Gedenkstätte, denn es sind die lebendigen Juden, die gehasst werden, nicht die toten.

In Deutschland findet Judentum fast nur noch in Gedenkstunden statt. Juden sind Gespenster von damals. In Schulen taucht das Judentum deutlich öfter im Geschichtsunterricht auf, als im Philosophie-, Ethik-, Religions- oder Gesellschaftskundeunterricht. Wenn man in New York sagt: „Heute gehen wir in ein jüdischen Stück“, dann freuen sich alle. Jüdisches Theater, das steht in Amerika für spritzige Dialoge, humorvoller Tiefgang, für Woody Allen und Neil Simon. Wenn man aber in Deutschland sagt: „Heute gehen wir in ein jüdisches Theaterstück“, dann kommen deprimierte Gesichter. In Deutschland steht jüdisches Theater für Auschwitz, Holocaust und Anne Frank. Juden sind für viele Deutsche nur die Opfer von damals, nicht die Lebenden von heute. Genau da ist das Problem.

In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile mehr Stolpersteine als lebendige Juden, so dass eine Mehrheit der Deutschen heute im Alltag deutlich öfter auf tote Juden trifft als auf lebendige. Auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Party und nach Hause, überall trifft man in Deutschland auf tote Juden. Dabei erfahren wir jedoch nicht, was diese Juden großes erreicht haben oder wen sie geliebt und worüber sie sich gefreut haben, wir erfahren, wann, wo und wie sie ermordet wurden. Wer Menschen auf ihren Status als Opfer reduziert, erwartet irgendwann auch von ihnen, Opfer zu sein. Der Schritt, sie zu Opfern zu machen, ist dann nicht mehr weit.

Natürlich ist es wichtig, das unfassbare Verbrechen nicht zu vergessen, aber es ist nicht hilfreich, das Judentum auf den Moment der Verfolgung und der Ermordung zu reduzieren. In Deutschland haben mehr Juden Denkmäler dafür bekommen, ermordet worden zu sein, als dafür, etwas geschaffen zu haben. Solange in Deutschland mehr Denkmäler für ermordete Juden stehen als für Juden, die aus ihrer eigenen Schöpfungskraft etwas erreicht haben, werden es lebendige Juden in diesem Land schwer haben.

Das größte Denkmal für Juden in Deutschland ist ein Mahnmal des Todes, das Holocaust Mahnmal in Berlin. Warum gibt es in Deutschland nicht ein Denkmal, das mindestens ebenso groß ist, wie das Holocaustmahnmal und das all die herausragenden und erhabenen Errungenschaften ehrt, die Juden in und für Deutschland geleistet haben? Ich würde gerne zu einem solchen Denkmal gehen. Altkanzler Gerhard Schröder aber sagte, das Holocaust-Mahnmal sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

Deutschland ist stolz auf seine Vergangenheitsbewältigung, die es ohne die Vergangenheit natürlich nicht gäbe. Eine deutsche Straße, die was auf sich hält, hat mindestens einen Stolperstein. Ohne Stolperstein findet man als Straße heute gar nicht mehr statt. Der Trend geht zum Zweitstolperstein! Bei dem ganzen Stolz um die Vergangenheitsbewältigung vergessen viele Deutsche jedoch den Hass auf lebende Juden, der sich heute wieder auf deutschen Straßen breit macht.

Während deutsch Schülerinnen und Schüler in Konzentrationslager pilgern, wird auf deutschen Straßen wieder gegen Juden gehetzt. Synagogen werden attackiert und Juden angegriffen. In Belgien und Frankreich wurden in den letzten Jahren sogar Juden gefoltert und ermordet, darunter Kinder, weil sie Juden waren, zum Beispiel in Toulouse, Paris und Brüssel. Seit über 60 Jahren sieht sich zudem das kleine demokratische Land Israel von Feinden umzingelt, die einen Krieg führen, an dessen Ende die Radikalen von der Hamas die Vernichtung aller Juden weltweit fordern (Endlösung), während die sogenannten Gemäßigten von der Fatah nur die Vernichtung des Staates Israels in Aussicht stellen (Lokallösung). Seit Jahrzehnten muss sich Israel gegen seine Vernichtung verteidigen. Und was macht die deutsche Mehrheitsgesellschaft? Sie kritisiert Israel, weil der Konflikt eskaliert!

Natürlich eskaliert der Konflikt, weil sich Juden seit 1948 als Soldaten eines eigenen Landes gegen die Vernichtung wehren können. Aufgrund dieser Möglichkeit der militärischen Verteidigung eskaliert die Auseinandersetzung, weil die Situation immer erst dann für beide Seiten eskaliert, wenn sich die eine Seite wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden. Deshalb mögen viele Deutsche Israel nicht. Aber sie lieben die Juden, die in den Konzentrationslager ermordet wurden. Die haben sich schließlich so schön vernichten lassen und außerdem gäbe es ohne Auschwitz den Soundtrack von „Schindlers Liste“ nicht und das wäre wirklich schade, denn den hören Deutsche so gerne, weil der so schön traurig ist.

Die toten Juden sind die gute Juden, verbrannte Wohlfühljuden quasi. Die lebendigen Juden nerven nur. Darum können viele Deutsche auch ohne Probleme zeitgleich mit der einen Hand einen Kranz für tote Juden an einem Mahnmal abwerfen und mit der anderen Hand einen Protestbrief gegen Israel verfassen, nicht obwohl, sondern weil es denn Holocaust gab und sie aus dem Holocaust gelernt haben, nämlich Israel zu kritisieren, gerade als Deutscher, damit sich die Juden dort so benehmen, wie sie es in Deutschland gelernt haben: wie ein Opfer!

Deshalb wünsche ich mir für den Fall, dass in Deutschland Besuche von KZ-Gedenkstätten verpflichtend werden, dass es einen zivilen Dienst gibt, wo man Juden nicht als Opfer kennenlernt, sondern als lebendige und wehrhafte Menschen.

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Friends, Americans, countrymen and women, lend me your ears

My dear American friends,

As a citizen of Germany I’d like to share some of my thoughts concerning the future.

Last year I noticed something happening a little more often than during the previous eight years. Americans were apologizing to me for their newly elected President. In recent months, I hear and read more Americans apologizing to Germans and Europeans for the elected President of the United States. Please stop it!

Your apologies only confirm an annoying attitude present in Europe, and above all, in Germany: a condescending moral superiority.

There’s really nothing to apologize for!

I couldn’t imagine any other country besides the United States which can manage transformations of presidential power from the likes of a Bill Clinton, to a George Bush, to a Barack Obama and even to a Donald Trump. It’s unimaginable that such handovers of power would function peaceably in any European country. There are European nations which would descend into civil war over a change of power from a man like Bush to Obama and then again from Obama to Trump. A peaceful transition of power between such extremes is unthinkable in Europe.

Only in the USA are such transitions possible. Why? Because the United States of America has the most beautiful documents ever put in writing: The Constitution and the Bill of Rights.

Sure, with a president like Trump, there’s certainly more heated discussion at the Thanksgiving table. Parents and children may argue a little more under the Christmas tree. Brothers and sisters haggle more than usual during the Seder. Ultimately, you’re being held together by something that had saved Europe from at least two disasters: The American flag, which stands for the Constitution of the United States of America and the Bill of Rights.

Your men and women fought for Europe. Today, I live in freedom because Americans of Asian and African descent, of different beliefs, Americans from all walks of life fought for a free Europe and a free Germany.

America has a constitution that gives every person and every group the right to play a part in the national destiny. Indeed, Donald Trump was able to unite enough men and women to make him President. But he won’t be President in seven years at the latest. Maybe not in three years. Maybe even sooner.

At present, however, he is the President. You can praise and criticize him. You can insult and belittle him. The Constitution allows you. You may even be ashamed of him and apologize for him. Nevertheless, I’m asking you to refrain from apologizing at every opportunity to Germans and Europeans.

These know-it-alls, to whom you’re apologizing simply can’t get over the fact that the banjo playing and bubble gum chewing black Jew from America had to bail out a highly cultivated Europe not once, but twice during the last century. Even today, many German poets and philosophers resent the fact that Germany had to be liberated from self-inflicted barbarism by Yankee Doodle Dandy.

Today’s Germany would presumably drift back into its barbaric ways if a change of government to a Trump-like politician were to occur. Already fearful people in Germany are restricting freedom of expression and letting themselves be intimidated by neo-Nazi and Islamic violence to such an extent that they are willing to compromise fundamental rights and European treaties. I see Germans who’d rather hold their religious and quasi-religious ideals above the German Constitution so much so that human lives are jeopardized.

It is the legal constitution of a state that ensures security and is the best means of protection against tyranny. A constitution can be changed at any time, but it must never be broken.

You should be proud of your country and a Constitution which will survive even a transition such as that from Barack Obama to Donald Trump.

That Donald Trump can be President after Barack Obama without your country sinking into chaos and barbarism is not something you should take for granted. Instead, you should remind yourselves that the following truths are „self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.—That to secure these rights, Governments are instituted among Men, deriving their just powers from the consent of the governed, That whenever any Form of Government becomes destructive of these ends, it is the Right of the People to alter or to abolish it, and to institute new Government, laying its foundation on such principles and organizing its powers in such form, as to them shall seem most likely to effect their Safety and Happiness.”

A Trump can come and a Trump will go. But the Constitution will remain. Be proud!

Love,
Gerd Buurmann (Cologne, Germany)

(Translation: William Wires)

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Tanzen am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

An Karfreitag erinnern Christen an die Ermordung eines Juden durch Römer vor gut 2000 Jahren. Am 27. Januar erinnern Deutsche an die Ermordung von sechs Millionen Juden durch Deutsche vor über 70 Jahren. An einem dieser beiden Tage herrscht ein striktes Tanzverbot in einigen deutschen Bundesländern.

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag: „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Der Jahrestag bezieht sich auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz. Auch die Vereinten Nationen erklärten im Jahr 2005 den 27. Januar zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“.

Ein Tanzverbot gilt in einigen Bundesländern an Karfreitag.

Am „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ findet im Jahr 2018 der Hamburger Presseball statt. Die Veranstalter erklären:

„Der Hamburger Presseball ist mit seiner fast 70-jährigen Tradition eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse der Hansestadt und ein exklusiver Treffpunkt für Journalisten und Medienmacher zum Tanzen, Feiern und Flanieren, zum Sehen und Gesehen werden. Ausgebuchte Säle, prominent besetzte Gästelisten und die einhellig positive Presseresonanz zeugen Jahr für Jahr aufs Neue von seinem Erfolg.

Auch der 69. Hamburger Presseball, der am 27. Januar 2018 stattfindet, wird dies wieder bestätigen: ein rauschendes Fest im Hotel Atlantic Kempinski, Prominente aus Politik, Kultur und Wirtschaft, ein hochkarätiges Unterhaltungsprogramm, beste Stimmung und volle Tanzflächen bis in den frühen Morgen.“

Man kann zu einem Tanzverbot stehen, wie man will, ich habe meine Kritik an ein staatlich verordnetes Tanzverbot in dem Artikel „Erzwungener Respekt ist kein Respekt“ in Worte gefasst:

„Respekt kann nicht erzwungen werden. Respekt ist eine Form der Wertschätzung, ein Geschenk der Aufmerksamkeit und der Ehrerbietung. Respekt ist nur da möglich, wo sich ein Mensch frei dazu entscheidet, seine Wertschätzung und seine Aufmerksamkeit zu schenken.“

Die Entscheidung des Hamburger Presseball, ein „rauschendes Fest im Hotel Atlantic Kempinski“ zu feiern, ist nicht mit Respekt gefallen. Der Name des Hotels erinnert an den Weinhändler Berthold Kempinski, der in Berlin im Jahr 1872 einen Imbiss mit Weinprobierstube in der Friedrichstraße 76 eröffnete. Im Jahr 1927 wurde ein weiteres Weinhaus am Kurfürstendamm 27 eröffnet. Dort steht heute das Hotel Bristol. Das Weinhaus Kempinski ging am 1. Mai 1937 mit allen seinen Betrieben unter Billigung der zuständigen Partei-Dienststellen in sogenannte „arische“ Hände über. Viele Angehörige der einst erfolgreichen Kempinskis wurden von den Nazis verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet. Berthold Kempinskis Enkel Friedrich Unger errichtete 1951 ein Hotel auf dem rückgeführten Grundstück am Kurfürstendamm 27. Das Hotel Kempinski wurde 1952 eröffnet. Friedrich Unger verkaufte 1953 seine Anteile und den Namen Kempinski an die Hotelbetriebs-AG. Ein Hotel dieser Aktiengesellschaft steht in Hamburg und dort wird jetzt am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ausgelassen getanzt.

Kann man machen. Wenn ich jedoch Tanzen und Auschwitz in einem Satz denke, dann nur in diesem Zusammenhang.

In diesem Video tanzt Adam Kohn zusammen mit seinen Kindern und Enkelkindern im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz. Adam Kohn hat Auschwitz überlebt.

Welchen Grund haben die Journalistinnen und Journalisten am 27. Januar 2018 zu tanzen? Was haben Sie überlebt?

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„Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“

Jens Maier ist Richter und Politiker. Bis 1986 gehörte er der SPD an. Im April 2013 trat er der AfD bei. Auf Twitter findet sich ein Beitrag, der von Twitter zurückgehalten wird:

„Dieser Tweet von @JensMaierAfD wurde in Deutschland aufgrund lokaler Gesetze zurückgehalten.“

In dem Tweet hat Jens Maier einen 23-jährigen jungen Mann als „Halbneger“ bezeichnet.

Stellen Sie sich mal vor, Sie gingen in eine Kneipe und da säße ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“

Jetzt stellen Sie sich mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen. Er würde auch nicht von „Halbnegern“ faseln, weil das unter Hassrede fällt. Sie würden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie dann doch merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet. Außerdem möchte ich mit einem Nazi nicht plaudern. Mit einem Nazi möchte ich ausnahmslos Klartext reden!

Stellen Sie sich jetzt auch noch vor, es gäbe die AfD nicht. Jens Maier wäre nur ein ehemaliges SPD-Mitglied.

Durch das Löschen des Beitrags ist Jens Maier jetzt nicht mehr als das erkennbar, was er ist, nämlich ein Politiker, der ohne Sorge das rassistische Wort „Halbneger“ benutzt. Durch diese Löschung fällt es somit jetzt schwerer, das rassistische Innere von Jens Maier zu erkennen.

Vor jeder Tat kommt der Gedanke. Dazwischen kann das Reden liegen, muss aber nicht, denn der Denkende kann schweigen oder zum Schweigen gezwungen werden.

Denken –––> Reden –––> Handeln

Denken –––––Reden–––> Handeln

Eine Auswirkung auf die Tat hat die Tatsache, dass dem Denkenden das Reden verboten wird, nicht! Das Redenlassen hilft allerdings, um zu erfahren, ob man sich vor jemanden schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden! Wer das öffentliche Reden verbieten möchte, sagt damit, dass es besser ist, über jemandem hinter seinem Rücken zu reden. Das ist jedoch niemals besser.

Wer alles ausklammert, was ihm nicht gefällt, wird blind für das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht und wird entsetzt aus dem Sessel fallen, wenn bei einer Wahl die Menschen in der geheimen Wahlkabine ihre Meinung in ein definitives Kreuz verwandelt haben. Dann fallen sie aus allem Wolken und sagen, sie hätten all das nicht kommen sehen. Natürlich haben sie es nicht kommen sehen! Es wurden ja auch all die Beiträge gelöscht, in denen das sichtbar war. Sie konnten sich nicht mit diesen Menschen auseinandersetzen, ihnen nicht entgegentreten und ihnen nicht widersprechen. Alles nur, weil sie diese Meinungen und Haltungen nicht kannten. Sie vermehrten sich im Verborgenen, Geheimen, Verbotenem.

Andere Meinungen ausklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen!

Jens Maier nutzt rassistische Begriffe! Ich finde, jeder hat das Recht, das zu wissen, denn Jens Maier stellt sich zur Wahl, ist Mitglied des Bundestags und vor allem Richter. Um ihn wegen Befangenheit ablehnen zu können und um zu wissen, dass er auf keinen Fall gewählt werden sollte, muss ich wissen, wie er tickt. Dafür muss man ihn aber reden lassen!

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