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Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Hardly an anti-Semitic cliché was omitted – Jew hatred on Dutch TV

Sanne Wallis de Vries is a Dutch cabaret artist and actress. In May 2018 she presented a parody of Netta Barzilai’s song „Toy“ on Dutch television on the „Sanne Wallis De Show“, in which hardly an anti-Semitic cliché was left out.

Netta Bazilai won the Eurovision Song Contest for Israel in May 2018 with her song „Toy“. Sanne Wallis took the opportunity to present a parody which is unparalleled in tastelessness.

In her parody, Netta is portrayed as a money-loving bitch who enjoys hunting Palestinians and throwing bombs, but who also knows how to innocently leave the world in the dark about her sinister intrigues. The Netta in this song also knows how to subdue the whole world with a sweet smile. That’s Israel. So are the Jews, especially the Jewish women: Money-loving bitches who kill and hunt and seduce the world.

You think I exaggerate? Then watch the parody yourself, but I warn you, it’s really intense:

For those who don’t speak Dutch, here is a translation:

„Ouch Israel. Look at me, I’m such a lovely country. The leaders of the world eat obediently from my hand. With a kiss, I’ll put out any fire. Hey, we’re giving a party, are you coming? Soon at the Al Aqsa Mosque, it’s standing there empty anyway.

From Haifa to the Red Sea there’s great fun and kosher Satay. So just dance to my music!

If your country is threatened by stone throwers, then build a wall that a Trump would dream up. And throw a rocket! Look how beautifully I launch missiles again, yes, Israel will win! The party’s been going on for seventy years. Look how beautiful it’s been.

No, I don’t think so, no Palestinian’s allowed in. I’m a strict door slut. I chase Palestinians through the curtains. It’s my party. Here I shine!

If your party’s crashed, make sure you cash in on embassies, with your ka-ching, ka-ching and your ping-a-ping, with your dollars and cents and your funds, with your ka-ching, ka-ching, ka-ching.

Look how beautiful, one thing is always certain: Israel wins! Look how beautiful, I’m throwing bombs, Israel again wins. The party’s been going on for seventy years. It’s a fucking mess. Great.“

I think it’s accurate to call a person who performs such a disgusting sketch a genuine Jew hater.

***
Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Da wurde kein judenfeindliches Klischee ausgelassen – Judenhass im holländischen TV

Sanne Wallis de Vries ist eine holländische Kabarettistin und Schauspielerin. Im Mai 2018 hat sie im holländischen Fernsehen in der „Sanne Wallis De Show“ eine Parodie auf Netta Barzilais Lied „Toy“ präsentiert, in dem kaum ein judenfeindliches Klischee ausgelassen wird.

Netta Bazilai gewann im Mai 2018 mit ihrem Lied „Toy“ den Eurovision Song Contest für Israel. Das nahm Sanne Wallis zum Anlass, eine Parodie in die Welt zu setzen, die an Geschmacklosigkeit ihresgleichen sucht.

In der Parodie wird Netta als geldgeile Schlampe dargestellt, die es liebt, Palästinenser zu jagen und Raketen zu werfen, die aber auch weiß, wie sie scheinheilig die Welt über ihre boshaften Machenschaften im Umklaren lässt. Die Netta in diesem Lied weiß, mit einem süßen Lächeln die ganze Welt zu unterwerfen. So ist Israel. So sind die Juden, vor allem die jüdischen Frauen: Geldgeile Schlampen, die morden und jagen und die Welt verführen.

Sie denken, ich übertreibe? Dann schauen Sie sich die Parodie selbst, aber ich warne Sie, sie ist echt heftig:

Für alle, die kein Niederländisch können, hier die Übersetzung:

„Autsch Israel. Schau mich an, ich bin ein allerliebstes Land. Die Führer der Welt essen brav aus meiner Hand. Mit einem Kuss lösche ich jedes Feuer. Hey, wir geben ein Fest, kommst Du später mit in die Al-Aqsa-Moschee? Sie wird ohnehin bald leer sein.

Von Haifa bis zum Roten Meer gibt es brillante Spiele und koscheres Satay. Also tanze einfach mit zu meiner Musik!

Ist Dein Land von Steinewerfern gesäumt, dann baue Mauern, von denen sogar Trump in der Nacht träumt. Und wirf eine Rakete! Schau, wie schön ich wieder Bomben werfe, jawohl, Israel wird gewinnen! Seit siebzig Jahren steigt diese Party schon. Schau wie schön.

Nein, das glaub‘ mal nicht, kein Palästinenser kommt hier rein, nicht in mein Gebiet. Ich bin eine gestrenge Türschlampe. Ich jage Palästinenser durch die Gardinen. Es ist meine Party. Hier scheine ich!

Wird Deine Party von Radikalen gecrasht, dann eröffne einfach eine Botschaft. Aber achte darauf, dass in bar bezahlt wird, denn das macht klingeling und Deiner Pingeling. Von Euren Dollars und Cent und Penunzen macht es bei mir klingeling.

Schau wie schön, immer, eins ist sicher: Israel gewinnt! Seit siebzig Jahren geht dieser heiße Scheiss ab. Schau wie schön. Ist das nicht schön? Ich finde das schön. Ein beschissenes Durcheinander. Schön.“

Ich denke, es geht in Ordnung, eine Person, die so einen Sketch in die Welt setzt, als lupenreine Judenhasserin zu bezeichnen.

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Monitor der Einseitigkeit

Würde ich nur öffentlich-rechtliches Fernsehen schauen, ich würde Israel hassen, denn es herrscht bei ARD und ZDF eine geradezu wahnsinnige Einseitigkeit, wenn über Israel berichtet wird. Den aktuellen traurigen Höhepunkt stellt das Magazin „Monitor“ vom 17. Mai 2018 dar. Dort wurde über die Ausschreitungen im Gazastreifen an der Grenze zu Israel wie folgt berichtet:

„Es waren erschütternde Bilder aus dem Gazastreifen am Montag. Rücksichtslos schießt die israelische Armee auf palästinensische Demonstranten, darunter auch Frauen und Kinder.“

„Und nein, das waren keine Zusammenstöße, wie viele deutsche Medien schreiben, sondern ein maßlos übertriebener Einsatz von Gewalt, ein mögliches Kriegsverbrechen, begangen von der israelischen Armee und deren Führung.“

„Die Eskalationsspirale im Nahen Osten dreht sich unaufhaltsam und es sind vor allem der US-amerikanische Präsident und der israelische Premierminister Netanyahu, die zur Zeit Öl ins Feuer gießen.“

Monitor findet deutliche Worte. Was für maßlose, rücksichtslose, schießwütige Verbrecher diese Israelis doch sind! So sieht neutrale Berichterstattung bei der ARD aus.

Mit dieser „neutralen und objektiven“ Berichterstattung befindet sich Monitor ganz auf der Linie mit Recep Tayyip Erdoğan. Er schrieb am selben Tag via Twitter:

„Erinnerung an Netanyahu: Die Hamas ist keine Terrororganisation und die Palästinenser sind keine Terroristen. Es ist eine Widerstandsbewegung, die das palästinensische Heimatland gegen eine Besatzungsmacht verteidigt. Die Welt steht solidarisch mit den Palästinensern gegen ihre Unterdrücker.“

Eine Widerstandsbewegung also, vermutlich sogar friedlich. Der Gründer der Hamas, Mahmud az-Zahar, ist da ehrlicher als Erdoğan und Monitor zusammen. Er erklärt offen, dass die Proteste selbstverständlich nicht friedlich sind und sogar mit Waffen von der Hamas unterstützt werden:

„Wenn Sie Waffen haben, die von Männern eingesetzt werden, die Soldaten der israelischen Armee gefangennehmen oder töten können, ist das dann wirklich friedlicher Widerstand? Das ist kein friedlicher Widerstand! Wenn wir über friedlichen Widerstand sprechen, täuschen wir die Öffentlichkeit. Dieser Widerstand wird von einer Militärmacht und von Sicherheitsbehörden verstärkt und erfreut sich enormer Unterstützung seitens der Bevölkerung.“

Mahmud az-Zahar ist Gründer der Hamas, daher hier ein paar Auszüge aus der Gründungscharta der vermeintlichen „Widerstandsbewegung“:

„Artikel 1: Die Islamische Widerstandsbewegung entnimmt ihre Richtlinien dem Islam.

Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.

Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung.

Artikel 15: Wenn unsere Feinde islamische Länder usurpieren, ist der Djihad eine bindende Pflicht für alle Muslime.“

Die Hamas fordert die Vernichtung aller Juden weltweit, aber Monitor erklärt, Israel übertreibe es. Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah im Süden des Gazastreifens:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Was für ein maßvoller Kerl. Monitor sagt dazu nichts. Monitor findet Israel maßlos. Der stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Was für ein friedfertiges Gemüt. Monitor sagt dazu nicht. Monitor erklärt stattdessen, Israel gösse Öl ins Feuer. Da wundert es nicht, dass im April 2018 im Gazastreifen im toxischen Rauch von Autoreifen, die Hakenkreuzflagge gehisst wurde und Soldaten der Hamas immer wieder dabei beobachtet werden, wie sie stolz den Hitlergruß machen.

Israel wird angriffen! Die Hamas orchestriert einen Marsch auf den Grenzzaun, um in Israel einzudringen, um dort Massaker anzurichten, wie es die Charta der Hamas verlangt. Die Schlächter von der Hamas motivieren, rekrutieren und finanzieren die Massen am Grenzzaun. Sie schütten großzügige Märtyrerrenten an alle Väter und Mütter aus, deren Kinder im Gefecht sterben, wie jung sie auch immer sein mögen. Die Hamas versteckt Ihre Waffen in Schulen und Hospitälern und missbraucht so das eigene Volk. Selbst Babys werden als Schutzschilde missbraucht. Ganz bewusst wird der Hass auf Juden geschürt, in den Moscheen und Schulen, auf Marktplätzen und im Fernsehen, vor allem auch im Kinderprogramm, wo Kinder lernen, Juden zu hassen und sie zu töten.

All diesen brutalen Hass gibt es in Israel nicht! Der Unterschied zwischen Israel und dem Gazastreifen ist so groß wie zwischen einer Demokratie und einer Diktatur. Sowohl in der Demokratie als auch in der Diktatur gibt es böse Menschen, aber auf das Umfeld kommt es an. Israel will in Frieden leben mit seinen Nachbarn, die Hamas aber will Israel für ihren Frieden vernichten. Das ist der Konflikt!

Wenn man in Deutschland über diesen Konflikt berichtet, gehört es zum journalistischen Anstand, in jedem Bericht und in jedem Artikel zu dem Thema, den Hass gegen Juden und Israel wenigstens zu erwähnen, denn dieser brutale Hass ist die Wurzel des Übels und der Grund für den Konflikt. Diesen Hass zu verschweigen, ist unverantwortlich! Monitor tut genau das. Monitor schweigt!

Monitor verschweigt, dass die deutliche Mehrheit aller bei dem Angriff auf Israel getöteten Menschen Mitglieder der Hamas waren. Monitor verschweigt alles, was helfen könnte, einen objektiven Blick zu entwickeln. Stattdessen bedient Monitor die Rhetorik der Israelkritiker und Israelhasser. Wer Monitor gesehen hat, ist sich sicher: Israel ist unser Unglück!

Es ist eine Schande, dass Juden in diesem Land dazu gezwungen werden, zusammen mit allen anderen Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes, für so eine tendenziöse, dämonisierende, einseitige und wichtige Fakten unterschlagende Berichterstattung zu zahlen. Selten wurde es in Deutschland Juden so übel genommen, sich zu wehren, wenn Sie vernichtet werden sollen.

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Die Wa(h)re Frau

Neulich stellte Sandra Kreisler auf Facebook folgende Frage:

„Liebe Leute, ich hab mal eine Frage – ich krieg was nicht zusammen:

1. Ich finde diese neue Prüderie, die ausbricht, schauderhaft. Kein Sex vor der Ehe, kein Knutschen in der Öffentlichkeit, keine Nacktszenen im Fernsehen, keine FKK Strände, keiner sonnt mehr oben ohne und so fort.

2. Ich finde die Girlies, die immer weniger anhaben und sich bemühen, Po und Busen besonders freizustellen, schauderhaft. Sie laufen rum wie Pornomodels und bemühen sich nicht mal mehr darum, als Person gesehen zu werden oder gar als intelligente Person: nur noch ziemlich nackt und mit baumelnden Brüsten als Sexobjekt – ich sehe sie immer häufiger.

3. Ich finde Niqabs und Burkas schauderhaft. Auch das trägt zur Sexualisierung der Frau bei – oder besser eben: Es bestätigt eine Sexualisierung die im Mann stattfindet und gibt diesem damit Recht, indem es die Frau möglichst versteckt.

Drei Dinge, die nicht zusammenpassen. Was soll ich davon halten?“

Ich habe lange darüber nachgedacht. Die Antwort, die mir kam, ist erschreckend:

Die drei Dinge passen sehr gut zusammen. Sie sind das Vorspiel zu etwas grausamen, das kommen kann, wenn wir nicht aufpassen!

Immer wieder wurden und werden Kriege in männlich geprägten Kulturen am Körper der Frau verhandelt. Die Frau als Symbol der Ehre steht am Anfang vieler und vor allem der ältesten Kriege, zum Beispiel die „schöne Helena“.

Im 21. Jahrhundert stehen sich auf unserem Erdenball zwei große in ihren Grundsätzen unterschiedliche Kulturblöcke gegenüber. Es ist wichtig, diese Unterscheidung zu erkennen, zu beschreiben und zu analysieren, denn nur so kann eine Katastrophe verhindert werden. Es gibt natürlich viele Abstufungen, Gemeinsamkeiten, Verbindungen und vor allem gibt es noch unzählige weitere Kulturen, aber es kommt mir jetzt auf die zwei großen Kulturen an, die sich heute so gegenüberstehen, wie im 20. Jahrhundert die USA und die UDSSR, wobei dort die Gemeinsamkeiten deutlich größer waren, als bei den heutigen zwei Blöcken, die ich westliche Welt und islamische Welt nennen möchte, auch wenn ich weiß, dass der Islam im Westen leben kann, obwohl ich mir nicht so ganz sicher bin, ob der Westen im Islam leben kann.

Sowohl im Westen als auch im Islam gibt es eine lange Geschichte der Frauenunterdrückung. Im Westen jedoch fand eine Emanzipationsbewegung der Frau statt. Sie ist zwar noch nicht vollendet, aber deutlich weiter vorangeschritten als im Islam, wo in den Ländern, in denen der Islam herrscht, Frauen in Stoffgefängnisse gesperrt, unter Kopftüchern gezwängt und manchmal sogar gesteinigt werden.

Das Prinzip der Freiheit des einzelnen Menschen, das im Westen ganz oben auf der Liste der Werte steht, weicht im Islam dem Prinzip der Unterwerfung unter Gott. Der Westen sucht Gleichberechtigung in der Differenz der Menschen, der Islam sucht Frieden in der Einzigartigkeit von Gott, beide Ziele, Gleichberechtigung und Frieden, sind edel, die Wege aber sind unterschiedlich.

Jeder Mensch, egal welchen Geschlechts, darf selbst entscheiden, was er oder sie anzieht, mögen es nun kurze Hosen, Röcke, Anzüge, Stöckelschuhe, so unbequem sie auch immer sein mögen, Kopftücher, Niqabs, Bikinis, Schulterpolster oder Sandalen mit Socken sein, obwohl ich bei letzterem Kleidungsstil gegen ein Verbot nicht unbedingt demonstrieren würde.

Die Selbstverständlichkeit der freien Kleidungswahl gibt es in vielen islamisch geprägten Ländern nicht und wird gerade auch im Westen, wo Muslime selbstverständlicher Teil der Kultur sind, massiv in Frage gestellt. Dabei herrschen Glaubens-, Gewissens-, Kunst- und Meinungsfreiheit im Westen. Dafür haben mutige Frauen und Männer vor uns gekämpft.

Heute wird an allen Ecken der Gesellschaft darüber diskutiert, was die „wahre Frau“ anziehen soll. Soll sie Kopftuch tragen oder soll es ihr verboten werden? Darf sie sich sexy kleiden oder soll sie stets züchtig sein? Über die Frage, was die „wahre Frau“ ist, wird sie zur „Ware Frau“ und es ist genau diese Ware, mit der oft gehandelt wird, bevor ein Krieg beginnt.

Ich hoffe, ich habe unrecht, aber ich sehe in der Art und Weise, wie heute wieder über die Ehre der „schönen Helene“ verhandelt wird, die Vorboten eines neuen Kriegs am Horizont.

Menschen aus der eher christlich geprägten westlichen Welt mit ihren aufgeklärten Werten, die sich oft auch gerne gegen christliche Dogmen richten, kollidieren geraden massiv mit Menschen aus der islamisch geprägten arabischen Welt mit ihren patriarchalen Werten, wo Individualismus nicht gerade gefördert wird. Und wieder ist es der Körper der Frau, an dem sie ihre Differenzen abhandeln. Es ist erschreckend, wieviele Frauen auf beiden Seiten bei diesem Spiel mitmachen.

Es gibt nur einen Weg heraus aus diesem Dilemma. Bedingungslose Emanzipation der Frau! Eine Frau im Westen darf so natürlich ein Kopftuch tragen, wie eine Frau in der islamischen Welt sagen können muss: „Fick Dich Mohamed, ich zieh mich an, wie es mir gefällt. Dein islamischer Scheiß geht mir am Arsch vorbei!“

Und ja, jede Frau darf so reden!

***

„Die Menschenrechte haben kein Geschlecht!“ (Hedwig Dohm)

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Kennst Du die Hamas-Charta?

Kennst Du die Gründungscharta der Hamas? Hast Du sie gelesen? Weißt Du, was Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas fordert?

Wenn Du es nicht weißt, dann schweige still in diesem Konflikt! Du hast keine Ahnung!

Wer heute über den Gazastreifen spricht, aber nicht weiß, was in Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas steht, ist wie ein Mensch, der 1936 eine Meinung zu Deutschland hatte, aber die Nürnberger Rassegesetze nicht kannte.

Wer heute über die Hamas spricht, aber nicht weiß, was Gründer, Politiker und Prediger der Hamas so alles verkünden, ist wie ein Mensch, der 1938 über die Nazis sprach, ohne zu wissen, was Hitler und Goebbels so alles sagten.

Wenn Du die Antwort nichts weißt, aber sie wissen willst, klicke hier.

Und bevor Du Dich aufregst: Nicht ich habe den Vergleich der Hamas mit den Nazis angestellt, der Vergleich kommt von der Hamas selbst. Die Mitglieder der Hamas verehren die Nazis und nutzen öffentlich ihre Symbole und Gesten, wie das Hakenkreuz und den Hitlergruß. Ach ja, und der Gazastreifen ist judenrein.

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Ein Bauernopfer

Ein Nachtrag von Sandra Kreisler zu ihrem offenen Brief an Dieter Hanitzsch.

Ich habe vorgestern einen langen offenen Brief über eine antisemitische Karikatur von Dieter Hanitzsch in der Süddeutschen Zeitung (15.5.2018) geschrieben, und das hat einiges an Reaktion nach sich gezogen. Und es wurde aufgrund des allgemeinen Shitstorms der Zeichner entlassen. Ich finde das ärgerlich.

Der Brief war von mir bewusst als offener Brief konzipiert, weil er eben nicht ausschließlich den Zeichner zum Ziel nahm. Ich verwendete die Karikatur als Anlass, um anhand ihrer Form auf das zutiefst einseitige, uninformierte, ja oft genug auch hetzerische Narrativ aufmerksam zu machen, dem wir in den allermeisten deutschsprachigen Medien ausgesetzt sind.

Es ist nichts „repariert“ wenn man einen in seinen Überzeugungen eingefahrenen Mann, der nicht verstehen kann und will, was er falsch macht, zum Sündenbock stempelt und sonst genau so weiter macht wie bisher.

Die Süddeutsche hat eine lange Geschichte der anti-Israelischen Agitation, der einseitigen und falschen Berichterstattung,  so lange, dass sie es sogar selbst nicht ganz leugnen kann.

Es geht eben nicht nur um Herrn Hanitzsch, 85 jähriger und – so legen es seine Reaktionen auf den Shitstorm nahe – ein unbelehrbarer Bauchdenker gegen Israel, wie so viele andere seiner Generation. Von seinesgleichen gibt es viele und sie sind ärgerlich und zutiefst verletzend, aber: Sie sind nicht das Problem, sie sind Resterscheinungen, auch Symptome, aber eben keineswegs die Ursache für Antisemitismus und Anti-Israelismus, was in den meisten Fällen dasselbe ist.

Dass man so tut, als sei er das Problem gewesen und jetzt ist es ja weg, wie fein, das ist wohlfeil und keine Hilfe.

Ja, man kann durchaus auch alte Antisemiten zur Rechenschaft ziehen, aber man sollte auch wissen, dass das nichts bringt, denn Ändern wird sich dadurch ganz sicher nichts.

Der Antisemitismus ist strukturell.

Morgen wird wieder eine andere Sau durch’s Dorf getrieben, wie das Sprichwort sagt und der Antisemitismus, und zwar bei den Jüngeren wie bei den Entscheidungsträgern, dieser viel gefährlichere Antisemitismus bleibt bestehen.

Diese strukturelle antisemitische Gefahr bedroht nicht nur Juden in Deutschland, die inzwischen tagtäglich darauf warten, dass auch hierzulande eine alte Frau gefoltert und aus dem Fenster geworfen wird, weil sie Jüdin ist. Diese Art von Antisemitismus trägt, und das wird hierzulande nicht erkannt oder ignoriert, enorm dazu bei, dass sich im sogenannten Nahostkonflikt keine Lösung finden lässt.

Ich weiß, der Artikel ist lang. Haben Sie Geduld. Ich werde es erklären.

Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf. Der Zeichner Dieter Hanitzsch ist bestenfalls williger Erfüllungsgehilfe. Hier sind nun die Köpfe dessen, was bei uns den Antisemitismus und den Hass im Gewand einseitiger Israelkritik so in die Höhe schnellen lässt:

Die UN verurteilt Israel häufiger als alle anderen Länder weltweit zusammengenommen, also auch mehr als Syrien, Nordkorea, Iran, Saudi Arabien, die übrigens lustiger Weise gerade den Vorsitz im Menschenrechtsrat haben – und was es sonst noch so an Schurkenstaaten gibt. Das soll Sinn machen? Ein Land von der Grösse Hessens ist schlimmer als China? Als Pakistan? Nordkorea?

Israel wird verurteilt, weil man als Frau in Israel kein Kopftuch tragen muss, und aus hunderten fadenscheinigen Gründen mehr, die alle bei näherer Betrachtung nicht standhalten. Es gibt Listen.

Gerade eben wurde Israel wieder mal verurteilt, weil es als exzessive Gewalt angesehen wird, wenn von über 10.000 (!) Menschen, die mit Äxten, Macheten, Molotowcocktails und Messern an eine international anerkannte Grenze stürmen, um diese niederzurennen und die Menschen dahinter zu ermorden, wenn von diesen 10.000 Menschen 62 Personen dafür ihr Leben lassen.

Die Hamas hatte diesen Massenterror schon Wochen vor der Verlegung der Botschaft geplant, es hatte also, anders als stets von den deutschen Öffentlich-Rechtlichen Medien betont, nichts mit Trumps Entscheidung zu tun, eine US-Amerikanische Ankündigung nach 22 Jahren auch umzusetzen.

Von den 62 getöteten Personen waren mindestens 50 Hamas-Terroristen, von der Hamas anerkannt. Es ist dies, wenn man sich wirklich mal die Begleitumstände bildhaft vorstellt, geradezu ein Beweis für die Genauigkeit auch in Stresssituationen auf Seiten der jungen israelischen Soldaten, so schlimm dies klingt. Ich finde es schlimmer, eine derartige Zurückhaltung auf Seiten der Angegriffenen in sein Gegenteil zu verkehren – nämlich: immer, ausschließlich. Kein Ausrutscher.

Der Vorfall ist nämlich auch der klare Beweis, dass einem Haufen Menschen, die natürlich einen friedlichen Protest, Picknick ohne Äxte und Macheten, hätten abhalten können, offensichtlich wichtig war, dass sie der Weltgemeinschaft Tote vorlegen können.

Die Angreifer wurden aber natürlich nicht dafür verurteilt, dass sie ohne Not eine Grenze überrennen wollten, die international längst unumstritten ist, also schlicht in fremdes Gebiet einfallen, wobei nicht zu vergessen ist, dass keine 200 Meter hinter dem angegriffenen Grenzzaun Familienwohnhäuser liegen. Niemand hat sich überlegt, dass die Gewalt eben nicht von Israel ausging. Die Palästinenser sind gestorben, also sind sie die Armen. Dass diese Toten von der Palästinenserführung zynisch geplant, bezahlt (!) und gewünscht waren – die UN verurteilt all das nicht! Die UN verurteilt ganz allein Israel, das seine Grenze schützt.

Und dankbar wird das dann verbreitet, ohne auch nur eine Gehirnzelle dabei zu strapazieren.

Die EU, der nächste Kopf im Kampf gegen Israel, sagt ausdrücklich, dass die Waffenherstellung en masse, die Aufstockung des Militäretats im Iran um 40% (!) und die Expansion in den Libanon, den Irak, nach Syrien, die Finanzierung des Islamischen Staats und der Hamas, dass all das kein Problem sei, sie würden es gerne ausklammern, damit sie weiter Geschäfte machen können.

Das bedeutet: Ihr könnt gerne weiter dran arbeiten, Israel zu umzingeln und dann ins Meer zu treiben, Hauptsache ihr macht mit uns weiter Geschäfte. Zugleich wird die USA der Erpressung und des rücksichtslosen Turbokapitalismus geziehen. Und dann zahlt die EU fürstliche „Hilfsgelder“, teils für Organisationen, die es seit über 10 Jahren nicht mehr gibt, teils für jene Töpfe, aus denen dann die Terroristen alimentiert werden.

Der letzte Kopf, den ich aufzähle, ist die Hydra. All das wird nämlich mit Bedacht und nachgerade synchronisiert den Menschen als Lauf der Dinge ‚verkauft’.

Die hierzulande angesehensten Medien wie ZDF, ARD, Spiegel, dpa, der Focus (der sich die schöne Schlagzeile leistete: „Israel droht mit Selbstverteidigung“), natürlich eben die Süddeutsche und einige mehr, sie sind sich alle darin einig, dass es nur einen einzigen Schurkenstaat auf der Welt gibt. Vergessen die Geschichte, die der Teilung und der Schaffung Israels als Staat vorausging, vergessen, dass Jordanien auf immerhin mehr als 75% des historischen Gebietes Palästina liegt, oder dass die Araber die Zwei-Staaten-Lösung von vornherein ebenso ablehnten, wie jedes weitere Mal, als sie das nach Staatsgründung angeboten bekamen. Sie haben mit ihren zahlreichen Ablehnungen rechtlich in Wahrheit den Anspruch verwirkt.

Aber Israel ist der Kriegstreiber.

Eine funktionierende Demokratie, die längst Frieden gäbe, wenn sie Frieden bekäme, beweisbar durch die vielen Landaufgaben, die vielen unterschriebenen Friedensabkommen, die allesamt, wenn es um die Palästinenser ging, einseitig blieben – vergessen.

Israel ist der Stein des Anstoßes für all diese Medien, und sie zeigen das durch einseitige und von unausgewogen bis offen hetzerische Berichterstattung. Aber wer will das hören? Vor allem: Wer will das öffentlich sagen?

Ich kann hier nicht alle Beweise anführen, es sind schlicht zu viele! Seitenweise Meldungen von der dpa, die Täter und Opfer umkehren, die Israels Reaktionen als Tat darstellen und die Angriffe der Gegner als undifferenziertes „es begab sich“ (wie „es regnet“, niemand tut etwas, es geschieht halt) oder als „mutmaßlich“. Tausende Überschriften á la „Israel bricht Waffenruhe nach Beschuss“. Oder der Vorwurf, dass Israel, böse-böse, Friedensverhandlungen abbräche, weil die Palästinenser, die Armen, weiter schießen würden. Gäbe es nicht wahre Tonnen an einseitigen Berichten, verzerrten Darstellungen, verdrucksten Richtigstellungen und Täter-Opfer-Verdrehungen, die jeden Psychiater vor Glück jauchzen lassen, gäbe es all dies nicht; könnte man an eine Verschwörungstheorie denken, an eine hysterische Kreisler, die hinter jeder Ecke Antisemiten wittert. Aber es gibt sie, die Beweise.

Es gibt Sprachwissenschaftler, die einseitige Sprache und antisemitische Codes im Dutzend nachweisen. Es gibt seitenweise Artikel, bei denen erst ab Zeile zwanzig irgendwie erkennbar wird, wer angriff. Es werden serienmäßig Begriffe wie „Ausschreitungen“ , „Zusammenstöße“ und „Demonstrationen“ für Ereignisse verwendet, die in Wahrheit „bewaffnete Angriffe“, „Mordversuche“, „blutige Provokationen“  von Palästinensern waren – und zwar auf unumstritten israelischem Gebiet – denn die Grenze Gaza / Israel, um ein aktuelles Beispiel zu nennen, ist nur dann umstritten, wenn man Israels Existenz nicht anerkennt.  Gern wird auch Äquidistanz zwischen Angreifer und Angegriffenen hergestellt, indem man mit dem beliebten Wort der „Spirale der Gewalt“ schlicht unter den Tisch fallen lässt, wer angreift und wer verteidigt.

Mit einem Wort: Es gibt die Beweise für strukturellen und bewussten antisemitischen Israelhass in Wort und Tat in deutschen Medien en masse.  Es ist klar erkennbar, dass stets Israel sehr einseitig verurteilt wird. Nur werden all diese Beweise nie so laut dargestellt, dass sich irgendwer bemüßigt fühlte, ernsthafte Konsequenzen zu fordern. Der Presserat winkt regelmäßig ab, egal wie stichhaltig und wie akribisch gesammelt die Belege sind, die ihm vorgelegt werden.

Man will sich wohl nicht anlegen mit mächtigen Medienmachern, und es geht ja auch nur um Juden. Man weiß die öffentliche Meinung auf seiner Seite, und da muss wohl die Wahrheit dahinter zurückstecken. Nicht einmal „die Wahrheit“, wir wollen nicht vorgreifen, allein schon die gerechte Berichterstattung scheint uninteressant zu sein.

Es sind auch in den seltensten Fällen Nichtjuden, die sich hierfür einsetzten, und offenbar niemals Menschen, die wichtig genug scheinen, dass sich etwas täte. Das Nichtstun ist wichtiger. Und das ist das Strukturelle daran. Es ist Konsens. Wer nicht mittut, fällt aus der Reihe.

Stattdessen backt man sich nolens volens einen „Antisemitismusbeauftragten“, der natürlich nicht jüdisch sein darf, denn die Frauenbeauftragten sind ja auch Männer, weil die sich besser auskennen mit … oh, Moment …

Dann kommen noch ein paar Antisemitismusforscher, auch Nichtjuden, zu Wort, die bestätigen, was alles nicht antisemitisch sein kann. Und als Zuckerguss sucht man sich die wenigen notorischen selbsthassenden Juden oder nichtjüdische Wir-tun-als-ob-Juden, um sich das eigene Vorurteil bestätigen zu lassen.

Mit Recherche, mit beidseitiger Ansicht der Gegebenheiten hat das nichts zu tun, und man will es auch genau so.

Bei gefühlt gut 95 % der Berichte über Israel, sogar bei stundenlangen und über Zeit hinweg erarbeiteten Dokumentationen findet man zum Himmel schreiende Einseitigkeit, wesentliche Fakten werden verschwiegen, verharmlost, verdreht. Israel wird delegitimiert, dämonisiert und mit doppelten Standards bemessen. Ab und zu ist dann ein Shitstorm über die Einseitigkeit ein bisschen zu gross. Das wird mit Oberflächlichkeiten und Selbstgerechtigkeit „repariert“, dann ist wieder Business als usual.

Immer wieder kommt dann in Diskussionen, wenn ich Fakten aufzähle, die Reaktion: „Ja, das kann ich ja alles nicht so rasch nachprüfen, das hab ich ja noch nicht gehört!“

Zuletzt übrigens gehört bei einer öffentlichen Diskussion zwischen Univ. Doz. Stefan Grigat und der Nahost Korrespondentin der taz, Frau Susanne Knaul und da ging es um Fakten, die jeder in meinem Umfeld längst schon wusste, nur die taz-„Expertin“ hatte keinen Schimmer.

Ja, wenn Du keine Ahnung hast, wieso hast Du dann eine Meinung, Du Trulla? Möchte ich dann rufen.

Ich sage nicht, dass Israel das Unschuldslamm ist, das alles richtig macht. In einem derartigen Konflikt, der schon so lange dauert, ist es unumgänglich, dass auch der Wohlmeinendste Fehler macht. Es ist unumgänglich, dass ein Volk, das seit Jahrzehnten unter derartigen Angriffen leidet, wo jeder Besuch eines Caféhauses, eines Marktes, jede Busfahrt ein Akt des Widerstands ist, weil ein Selbstmordattentäter kann Dich auslöschen, dass so ein Volk nach rechts driftet. Deutschland driftet nach Rechts, und hat nicht einen Bruchteil dieser Gefahren zu erleiden. Aber es gibt, wenn man sich alle Beweise, alle Abläufe, alle historischen Wahrheiten objektiv und ausgiebig ansieht, ganz klar einen Aggressor, die arabische Seite, und einen Verteidiger, die jüdische.

Es wäre längst Frieden, wenn die arabische Führung die Geschichte und die Gegenwart akzeptierte. Sie sind die Nachbarn Israels. Immer schon gewesen.

Und hier ist der Grund, warum diese „Köpfe“ den Nahostkonflikt befördern und den Frieden unmöglich machen.

Es ist ganz einfach: Die Lügen, die Betrügereien, die tödlichen Angriffe, die Propaganda der Palästinenserführung, das alles fällt auf so fruchtbaren Boden, dass sie dumm wären, Frieden zu schließen. Es ist ein Geschäftsmodell.

Das Narrativ, es sei eine Bedrohung für den Frieden, dass irgendwo Juden wohnen, kommt einfach zu gut an. Vergessen die vielen Juden, die in anderen Ländern keinen Krieg machen, und auch in einem neu geschaffenen Staat Palästina entweder auswandern oder dort bleiben könnten. Ignoriert, dass die Palästinenser, die in Israel leben, nie als Hindernis für den Frieden gesehen werden. Alle Welt frisst das Argument, dass der Bau von Häusern und die Ansiedlung  von kaufkräftigen Bürgern und Infrastruktur gefährlicher für einen Frieden sei, als die tödliche Bedrohung von Messer-Auto-Brand-Anschlägen auf das Gebiet der anderen. Die Araber wollen eben judenrein leben, das muss man doch verstehen, also sind die Juden das Friedenshindernis.

Ebenso vergessen ist die Tatsache, dass Israel mehrfach Friedensabkommen unterschrieb, die alles zugestanden, was die Palästinenser angeblich wollten. Nur die haben dann doch nicht mehr mitgemacht und stattdessen wieder mal eine Intifada aus fadenscheinigen Gründen angezettelt. Sie wollen nicht ein Land neben Israel, das wird auch von ihnen oft genug betont. Sie wollen ein Land statt Israel.

UN, EU und die Berichterstattung hier erzeugen nicht nur immer mehr Antisemiten, es wird der arabischen Welt gezeigt, dass sie mit ihren Wünschen durchkommt. Warum also sollten sie aufhören? Warum sollten sie an einem Frieden interessiert sein, wenn dann die Hilfsgelder nicht mehr fließen?

Wenn man dann vielleicht fragt, warum die Palästinenser trotz all dieser Millionen immer noch kein funktionierendes Staatswesen haben können? Warum Palästinenser in arabischen Ländern bis heute in Lagern leben müssen? Das Narrativ der Palästinenser wird übernommen, weil Narrative offenbar mehr zählen als Fakten.

Das ist der Grund, warum wir mit dem strukturellen Antisemitismus und der anti-israelischen Berichterstattung beitragen zum immerwährenden Konflikt mit den Palästinensern. Es gibt überhaupt keinen Druck für Palästinenser, mal einfach ein halbes Jahr lang kein Attentat zu begehen oder sich darauf einzulassen, Israel auch ganz offiziell als Staat anzuerkennen. Die Palästinenser müssen nicht, denn die Weltgemeinschaft unterstützt sie moralisch und finanziell in ihrem ewigen Dschihad gegen den jüdischen Nachbarn.

Die Palästinenserführung kann sich mit Millionenhilfsgeldern himmlische Villen bauen und Luxushotels. Sie können weiter ihre Leute verhetzen und Kinder zu Mördern erziehen.

Deutschland, die EU, die UNO, die Medien, alle sorgen dafür, dass sich Hamas und Konsorten sicher sein können, dass die finanziellen Hilfsleistungen (immerhin mehr als alle Flüchtlinge Weltweit zusammengenommen) nicht versiegen werden. Die antisemitische Struktur sorgt dafür, dass die EU weiterhin fröhlich Geschäfte mit Antisemiten und Todfeinden Israels („Staatsräson“?) machen kann, weil sie keiner dafür verurteilt, außer dem, von uns allen längst als nicht satisfaktionsfähig verulkten, US Präsidenten.

Sie sorgt dafür, dass die Palästinenser genau wissen: Entweder die Kinder, die sie in die Feuerlinie schieben, sterben, dann ist Israel böse, oder sie sterben nicht, dann ist Israel schwach. In jedem Fall haben die Palästinenser nicht zu befürchten, dass man sie mal zum Frieden zwingt.

Und Europa kann gut damit leben, dass man zwar hier keine arabischen Flüchtlinge will, aber dort sind sie die armen Opfer, die man bemitleiden und denen man Steuergelder in den Hintern schieben kann. Diese antisemitische Struktur, die dazu noch rassistisch ist, weil sie schlicht ignoriert, dass auch Araber sehr genau wissen, was sie tun, perpetuiert den Konflikt um Israel und er steigert den Antisemitismus hier. Damit das nicht zu offensichtlich wird, kommt alle Nase lang einer unter die Räder. So kann man sagen, man kämpft gegen Antisemitismus.

Dieter Hanitzsch ist genau so ein Bauernopfer. Und dann glauben alle, das reicht als „Entschuldigung“. Und dann können alle weiter machen wie bisher, und behaupten, es sei „politisch“, dass der Eurovision Song Contest in der Hauptstadt jenes Landes, dort also, wo Parlament und Regierungssitz angesiedelt sind, aus welchem der Letztjahres-Sieger stammt, stattfinden wird.

Und alle dürfen wieder ein bisschen antisemitisch sein. Geht ja nicht gegen die Juden hier. Die sind nur Kollateralschaden.

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Laudationes für Henryk M. Broder

Der diesjährige Johann-Heinrich-Voß-Preis hätte eigentlich an Henryk M. Broder gehen sollen, da aber gerade heftig gegen ihn agitiert wird, verzichtet er auf die Auszeichnung. Er erklärt:

„Da läuft eine Kampagne gegen mich, gegen die ich mich nicht zur Wehr setzen will. Das ist mir alles zu anstrengend.“

Die Vorwürfe gegen Broder sind geradezu hanebüchen. Einige Kritiker behaupten sogar, er sei „menschenverachtend“. So ein Schwachsinn. Ein SPD-Mitglied des Stadtrats von Otterndorf entblödet sich nicht zu behaupten, Broder sei ein „Brandstifter“, der die Gesellschaft spalte: „Er lässt nahezu an keinem Menschen etwas Gutes. Das ist dermaßen verletzend! Er entblößt Menschen und verletzt sie.“

Es ist schon erstaunlich, wie menschenverachtend und verletzend einige Menschen über Broder schreiben können, der alles andere ist als das, was ihm seine hasserfüllten Gegner vorwerfen. Er ist ein wunderbarer Mensch, ein guter Freund und ein hervorragender Autor. Es schmerzt mich, wenn ich sehe, wie mit ihm umgegangen wird.

Da ich ihm viel zu verdanken, sowohl persönlich als auch als Autor, Humorist und Teil der deutschen Gesellschaft und weil ich weiß, dass ich mit meiner Dankbarkeit nicht alleine bin, rufe ich alle Leserinnen und Leser meines Blogs auf, ihm eine Laudatio zu verfassen, damit er sie lesen kann und sieht, was er uns allen bedeutet.

Ich werde alle Laudationes veröffentlichen und ihm persönlich schicken. Ich weiß, dass er sich darüber freuen wird.

Laudationes an: gerdbuurmann@hotmail.de

Die Laudationes für Henryk M. Broder:

„Ich bin mir sicher, in hundert Jahren werden die kommenden Generationen auf jene Zeitgenossen, die Broder heute mit den blumigsten Worten verteufeln, mit so viel Unverständnis blicken, wie wir heute auf jene blicken, die einst Heinrich Heine verteufelten. Heute wissen wir, was damals die Hauptgründe für das Heine-Bashing und für die Herabsetzungen waren. Heinrich Heine war stets klar, deutlich und direkt mit seinen Worten. Oft lüftete er das Mieder der deutschen Sprache. Er kritisierte Religionen und Majestäten. Sein Spott traf Rechte wie Linke. Und er war Jude.

Henryk ist wie Heinrich, ein Charakter, der sich selbst keinen Maulkorb verpasst, aus Angst, die Falschen könnten ihn zitieren. Er muss sich nicht rechtfertigen. Seine Haltung ist so klar wie die Heines. Deutschland wäre ärmer ohne ihn. Deutschland ist Broders zu Hause, seine Beute, und zu Hause ist dort, wo man die Buxe aufmacht!

Lieber Henryk,

egal, ob Du bleibst oder gehst, ob nun nach Paris wie Heinrich Heine oder nach Reykjavik, bitte schreibe noch lange weiter über Deutschland, über die Linken und die Rechten, über die Hybris der Deutschen, die im Luftreich des Traums die Herrschaft so unbestritten zu behaupten suchen, dass sie auf ihren Wegen gar manches Sternlein ausputzen mit ihren Flügelschlägen und lass Dir nicht einreden, Deine deutlichen Worte über Majestäten und Religionen seien Beleidigungen. Schreibe noch viele, viele gesunde Jahre weiter über Dein persönliches Wintermärchen.

Dein Freund,
Gerd Buurmann“

***

„Lieber Henryk,

es sind nicht nur Ihre Wortgewandtheit, Ihr Mut und Ihr Scharfsinn, der Sie für mich unverzichtbar macht, es ist vor allem auch Ihr herrlicher schwarzer Humor! Keep on going.

Love you,
Malca Goldstein-Wolf

***

„Lieber Herr Broder,

wenn Ihre Artikel unter uns Freunden auf Facebook geteilt werden, schreibe ich immer gerne :”Ich wuerde auch seine Einkaufsliste lesen”. “Der ewige Antisemit” habe ich vor einigen Jahren gebraucht ergattern können, er hat mir persönlich viele Fragen beantwortet. Vielleicht könnten Sie den ersten Teil neu verlegen.

Bleiben Sie gesund bis 120, wenn Sie das möchten und bleiben Sie bitte eines der hellen Lichter in dieser immer dunkler werdenden Zeit. Ihre Klugheit, Weisheit und Ihre ganz feine Ironie sind Pflaster auf unsere immer größer werdenden Wunden.

שלום מתל אביב
Mila Schop

***

„Lieber Herr Broder,

nehmen Sie weiterhin zahlreiche dumme, unnütze, inhaltslose Preise nicht an! Nehmen Sie nur den einen Hauptpreis: die Bewunderung und Liebe Ihrer Leser. Bewunderung für Ihre Standhaftigkeit und Liebe für Ihren Scharfsinn und Humor. Diesen Preis, bittschön, lehnen Sie nicht ab. Alle andere sind wurscht!

Mit riesigem Respekt!
Ihr David Serebryanik

***

„Lieber Henryk,

gäbe es Dich nicht, hätte ich es wahrscheinlich nie gewagt, mit dem Schreiben anzufangen und das befreiende Gefühl, sich den im Alltag angestauten Zorn und den Frust über politische Gleichgültigkeiten und Irrwege von der Seele zu schreiben, nie erlebt. Sich das Schweigen statt den Mund zu verbieten, habe ich von Dir gelernt, mein Freund. Das ist der persönliche Teil meines Dankes. Unser Land verdankt Dir noch so einiges mehr und deshalb ist eigentlich jeder Preis, den man Dir verleihen möchte, eine gute Idee.

Ich fand ja, der Karlspreis hätte in diesem Jahr mal an Dich gehen sollen, aber den hat auch Martin Schulz schon bekommen und wie soll man nur gegen den anstinken. Das Bundesverdienstkreuz wird neuerdings nur an die Soldaten der öffentlich/rechtlichen Sendeanstalten verliehen, nicht an die Ritter der Meinungsfreiheit, kommt auch nicht in Frage. Der Friedensnobelpreis wäre vielleicht angemessen, aber den hat schon Arafat in den Dreck gezogen und mittlerweile ist er zur Wanderhure verkommen, den man fürs Reden halten hinterhergeworfen bekommt. Der Literaturnobelpreis als fachliche Auszeichnung vielleicht? Doch da wird wegen meetoo-Vorfällen gerade feucht durchgewischt. Der Johann-Heinrich-Voß-Preis kann es auch nun nicht sein, denn dazu muss man sich vom Sparkassendirektor aus Hintertupfingen am Nasenring durchs die Moral-Arena führen lassen. Deshalb schlage ich vor, dir den „europäischen Publikumspreis der Selbstdenker“ zu verleihen. Erster Klasse. Denn die Menschen lieben, was Du sagst und schreibst und nur auf die kommt es an.

Danke für Deine Freundschaft, Deine aufmunternden Worte und Deine Neugier. Der nächste Tee geht auf mich.

Roger Letsch

***

„Henryk M. Broder ist als Stimme der Vernunft unersetzlich. Amüsant ist er obendrein. Uninspirierte Schwätzer mögen ihn genau deshalb nicht.“ (Ralf Höcker)

***

„Lieber Herr Broder

seit ich Sie „kenne“ ( leider nicht persönlich ) suche und lese ich Sie, zum Glück findet man Sie auch in er Weltwoche. Ihr klarer Blick auf die Welt und ihr gelegentlicher Sarkasmus begeistern mich und ab und zu geben Sie mir , zusammen mit anderen, fast den Glauben an die Menschheit wieder.

Wenn jemand begeistert ruft „Broder for President“o.ä. , muss ich ihm sagen, dass dies eine Unmöglichkeit sei: ein aufrechter Mann könne sich niemals so verbiegen.

Alle Gute
Brigitte Miller

***

Humor, Offenheit, Freude an Diskussionen, wie oft ist mir beim Lesen oder hören das Lachen im Hals stecken geblieben und hat sich das Gehirn wieder eingeschaltet. DANKE für alles und weiter so! Bis 120 und dann mal schauen.

Shavua tov
Anne de Haas

***

Lieber Henryk M. Broder,

ich danke Ihnen dafür, dass Sie ein Vorbild sind.

Herzlich,
Oktawiusz R. Ahl

***

Lieber Henryk M. Broder,

durch Ihre “Sicht der Dinge” werden mir die Ereignisse dieser (immer verrückter erscheinenden) Welt verständlicher und erträglicher.

Danke dafür❣️
Kerstin Lubs

***

„Hurra, wir sind kleinkariert! Wenn kommunale Wichtigtuer und Sparkassendirektoren die Moralkeule über Autoren schwingen, ist es wohl besser, man lässt sie mit ihresgleichen allein. Henryk M. Broder ist ein Held. Punkt.“ (Birgit Kelle)

***

„Hallo Herr Broder,

obschon Herr Buurmann von seiner Idee der Lobpreisung recht überzeugt ist, er meint es ja gut, denke ich, dass Ihnen das gar nicht so behaglich ist.

Aber, lieber Herr Broder da müssen Sie jetzt einfach mal durch und ich kann auch schlichtweg nicht umhin, Ihnen meinen höchsten Respekt zu zollen.

Ihr Wirken, Ihr Sein ist nicht nur für Sie wichtig, sondern für viele Menschen besonders in diesem Land. Bitte gehen sie nicht zu rasch in Rente, obwohl Sie sich diese wirklich verdient haben.

Mit freundlichem Gruß
Torsten Meyer

***

„Wenn ich einen Preis für einen kritischen unbeugsamen Journalisten und aufrechten Demokraten vergeben sollte, wären Sie mein erster Kandidat. Sie lehrten mich, politische Entwicklungen insbesondere in Deutschland, zu analysieren und zu verstehen. Sie lassen sich nicht vereinnahmen und durchbrechen alte Schablonen was links oder rechts bedeutet. Für mich sind Sie ein kluger Vordenker von Folgen politischer Entscheidungen. Als Freund Israels stehe ich an Ihre Seite.“ (Andre Vogel)

***

„Lieber Henryk, ich bin häufig nicht einverstanden mit Deinem Ton. Und immer wieder auch nicht mit Deiner Meinung. Ich kann Deinen Ärger und Deine Ungeduld sehr gut verstehen. Und ich finde es ungemein wichtig, dass Du weiter rant um rant veröffentlichst, mich ärgerst, mich bestätigst, andere ärgerst, zum Nachdenken anregst. Danke schön.“ (Sandra Kreisler)

***

“These are the other snails in the flock
who all stuck tight to the smooth black rock.”

(The Snail and the Whale by J. Donaldson)

„Das Streitbare, der konträre Standpunkt und die Polemik dürften in einer Gesellschaft, die für Humanismus, Freiheit und Aufklärung steht, nicht fehlen. Es sind inzwischen nur wenige in Europa, die intelligente konträre Positionen einnehmen. Ohne Henryk M. Broder bliebe eine seltsame Vielfalt des Konsens, eine Art Zwangsjacke, ein Widerspruch in sich. Und es wird behauptet, dass die Vielfalt an Meinungen und Ansichten die Gesellschaft spaltet. Nein, er polarisiert nicht wie manche seiner Gegner, sondern polemisiert; die Polemik ist das Gegenteil von der Apologie, die gerne von Fundamentalisten verwendet wird. Bleiben Sie bitte so streitbar und bewahren Sie Ihren Scharfsinn.“ (William Wires)

***

„Lieber Herr Broder,

ich habe großen Respekt vor Ihnen und schätze Ihre Beiträge sehr. Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie mir sehr geholfen haben, mein Weltbild durch Ihre Beiträge wieder zurecht zu rücken. Ich habe irgendwann gemerkt, dass hier in Deutschland etwas mit unserer Berichterstattung für mich nicht mehr stimmt. Es war so ein ganz komisches Gefühl. Ich konnte das nicht einordnen. Es war schrecklich. Auf der Suche nach Antworten haben unter Anderem Sie mir durch Ihre Berichte geholfen. Es tut mir sehr leid, dass Sie Probleme bekommen haben und nun den Weg wählen, diesen Preis abzulehnen, was meiner Meinung nach die richtige Entscheidung war. Überrascht hat es mich unerfreulicher Weise nicht, dass Sie Probleme bekamen. Bitte machen Sie weiter. Es gibt sehr viele Menschen, die hinter Ihnen stehen. Vielleicht trauen sich manche nicht es zu sagen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich einmal eine solche Zeit in Deutschland erlebe, wo ich Angst haben muss, was ich sage. Ja, jetzt ist sie da. Warum? Das weiß ich nicht. Erschreckend ist nur, wie viele Menschen sich daran halten. Das wollten wir doch nie wieder. Manchmal bekomme ich sogar ein Feedback, Du hast ja recht, aber sei lieber vorsichtig. Ich bin allerdings immer noch die selbe seit 50 Jahren, irgendetwas hat sich verändert.

Viele Grüße auch an Chico!
Angela Braun

***

„Lieber, sehr geschätzter Herr Broder!

Seit vielen Jahren sind mir Ihre Bücher, Ihre Artikel und Ihre Fernsehinterviews Anker eines klaren Geistes in einer immer neurotischer werdenden Welt.

Großen Dank für Ihre Unbeirrbarkeit, Ihren Mut und Ihren großartigen Humor!

Und bitte machen Sie weiter – wir dürfen den Diskurs nicht ausschließlich den Mediokren überlassen.

Mit den besten Wünschen
Beate Kraml
Linz, Österreich“

***

„Lieber Henryk M. Broder,
durch Zufall bin ich auf Sie gestoßen. Gott segne diesen Zufall.

Zuerst sind Sie mir im Fernsehen begegnet: „Entweder Broder – Die Deutschland-Safari“ mit dem kongenialen Hamed Abdel-Samad. Was ich zunächst für platte Unterhaltung hielt, entpuppte sich schnell als knallharte Satiresendung. Der angriffslustige Henryk und der friedfertige Hamed – Gegensätze können nicht größer sein. Sie ständig mit Vollgas und er auf der Bremse. Ihre Demonstration in Burka vor dem Holocaustdenkmal hat mich förmlich zerrissen.

Das war der Aufhänger nach Ihnen im Internet zu suchen. Seitdem fahnde ich nach jedem Artikel. Ja, Ironie kann unterhaltend sein, Satire und Sarkasmus auch.
Till Eulenspiegel hat den Menschen den Spiegel der Selbsterkenntnis vor’s Gesicht gehalten. Don Quichotte kämpfte gegen die Windmühlen seiner Zeit, Heine verband seine Liebe zu Deutschland mit Kritik an den Zuständen, Tucholsky kämpfte in vielfältiger Gestalt gegen die Missstände seiner Zeit. Ich könnte Sie mit den Genannten vergleichen. Sicherlich steckt ein Stück von jedem in Ihnen. Aber alle Vergleiche gehen am Wesentlichen vorbei:

Broder ist Broder,
unvergleichlich, nicht zu verwechseln.

Dafür danke ich Ihnen und wünsche mir, dass Sie nicht aufgeben.

Herzlich, Paul

***

„Intelligent, scharfzüngig und unabhängig von links oder rechts, mit viel Humor hält er Deutschland den Spiegel vor. Daher absolut unverzichtbar! Weiter so, Herr Broder! Ein Tag, an dem man Broder lesen kann, ist immer ein guter Tag!“ (Franz M. Ronellenfitsch)

***

„Geschätzter be- und gelesener Broder!

Es ist nicht nur dieser Preis, der Ihnen zustünde. Es sind alle Preise dieses Landes, die nicht durch ihre willfährige Verleihung an willfährige Systemspeichellecker und -leckerinnen, Rapper und Plapperinnen längst entwertet und zu billigem Blech verkommen an Sie verliehen werden müssten.

Sie sind ein Licht, ein leuchtender Stern in der dunklen Nacht, welche durch Umnachtete über Deutschland aufgezogen wurde. Sie sind der Leitstern für so viele, die sich dennoch in dieser so finsteren Zeit vor die Tür und auf die Straße wagen. Um dem Licht entgegen zu streben und sich Gürteln, Messern, Stangen, Steinen, Unbill, Ungeist und Unvermögen, Bosheit, Niedertracht, Kriminellen und Kriminalisierung, Deutschlandhass, Heimat-, Kultur- und Wertevergessenheit entgegen treten.

Es entbehrt nicht einer gewissen Chuzpe, dass dieser Leitstern ein deutscher Davidstern ist. Ein jüdischer Stern am ehemals christlichen Himmel, an welchem ein islamischer Blutmond aufzugehen droht.

Seien Sie bedankt für Ihr Licht, Sie Stern, an dem sich noch tausende Weitere orientieren und entzünden mögen!

Mario Finkbeiner
Weimar / Frankfurt“

***

„Sehr ge- und verehrter Herr Broder,

ich muss gestehen: Wäre ich niemals in Israel gewesen, hätte ich nie Ihr Buch ‚Kritik der reinen Toleranz‘ gelesen, wäre ich kein Stammgast auf der ‚Achse des Guten‘, würde ich, aus einem Arbeiterelternhaus kommend, vielleicht und wahrscheinlich immer noch die SPD wählen.

Doch da ich all das getan habe, bin ich ein nahezu bedingungsloser Freund Israels geworden, ein Leser Ihrer Werke und ein Sucher nach alternativen Medien, kurzum: Ich bin ein waschechter ‚Rechtspopulist’…..

Mir ist es ein Bedürfnis, Ihnen zu danken, für Ihren steten Einsatz für die Themen, die auch mir wichtig geworden sind, für Ihre Renitenz gegen all das, was der Mainstream uns als ‚absolute Wahrheit‘ verkaufen will.

Aber ganz besonders danke ich Ihnen dafür, dass Sie, bewusst, oder unbewusst, Ihren Beitrag dazu leisten, dass auch mein kleiner Sohn, der in diesem Jahr eingeschult wird, in einem Land aufwachsen wird, in dem wir wirklich(!) gut und gerne leben….!

Übrigens stammt seine polnische Mutter (meine Frau) aus der Nähe von Kattowitz….was soll ich sagen…? ‚Zufälle‘ gibt’s…..

Bleiben Sie uns noch lange erhalten, oder, wie die Polen sagen: Będziesz żyć 100 lat.

Herzlichst
Ihr
Thomas Schlosser
61231 Bad Nauheim (Hessen)“

***

„Lieber Herr Broder,

erst Mitte der 1980er Jahre begann mein Chemie- und Hormonhaushalt mit der Produktion sogenannter Ü-30 postpubertärer Substanzen, die mein Hirn vergifteten und zum Leidwesen der damaligen progressiven Professoren aus einem ehedem vorbildlichen linken Studenten sukzessive einen denkenden Menschen machten. Der Stein des Anstoßes dieser Verwandlung war ihr Buch „Der ewige Antisemit“, für das ich Ihnen den Rest meines Lebens dankbar sein werde.

Nicht allein die klare Analytik Ihres Denkens fasziniert und fesselt, es ist gleichermaßen die Liebe zu den Menschen, egal welcher Herkunft oder Religion, die zwischen Ihren Zeilen immerfort hervorlugt. Sie sind alles andere als ein Ideologe, keine Schublade böte Ihnen ausreichend Platz und Sie erweisen dem Widerspruch aus Prinzip alle Ehre, denn durch Intelligenz gepaart mit Empathie reizen Sie Ihr Gegenüber dazu, die ausgetretenen Denkpfade zu verlassen, um selbstständig die Welt und die Menschen zu erkennen, um das große Theater des Lebens verstehen zu lernen. Sie, lieber Herr Broder, haben das bei mir in Bewegung gesetzt und Sie bewegen unzählige andere Menschen gleich mehrerer Generationen bis heute.

Verzeihen Sie mir, dass ich nicht in Worte fassen kann, was mich bei den Gedanken an Sie innerlich bewegt, und dass mein Gestammel hier doch arg schwülstig klingt, es ist einfach so.

Viele liebe Grüße und hoffentlich noch eine Menge guter Jahre, das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Georg B. Mrozek

***

Lieber Herr Broder!

Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Ich habe beim Vorwurf „menschenverachtend“ und ausgrenzend immer die Bilder im Kopf, in denen Sie und Hamed Ihre Heimatstadt besuchen und Hand in Hand weggehen. Das ist für mich Freundschaft und Integration! Und es ist das Gegenteil von „menschenverachtend“. Wer auch immer Ihnen das vorwirft, ich verstehe es nicht.

Für mich sind Sie und auch Hamed im Gegenteil ein Musterbeispiel an Menschlichkeit und Freundschaft! Und darüber hinaus an gesundem Menschenverstand!

Mögen Sie beide mit ihren kritischen Stimmen uns noch lange erhalten bleiben! (Claudia U. Lars)

***

Sehr geehrter Herr Broder,

es gibt nicht mehr viel, was meine Frau und mich hier in Deutschland
hält. Wir sind hier in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin groß und mittlerweile alt geworden. Mit Schrecken müssen wir erkennen, daß die Zusagen der politischen Repräsentanten aller Parteien, man stehe zu Israel, man stehe zu jüdischem Leben in Deutschland, auf unzähligen Veranstaltungen der Gemeinde beschworen, alles nur heiße Luft waren. Um so mehr schätzen wir Ihre Arbeit, die den in diesem Land Verantwortlichen einen Spiegel vorhält. Sie haben nur wenige Mitstreiter, die wie Sie gegen den Mainstream ankämpfen. Wir wissen Ihre
Arbeit zu würdigen und suchen Sie beständig im Internet auf. Wir haben aufgegeben – bitte geben Sie nicht auf!!

Mit freundlichen Grüßen
Manuela und Michael Bleiberg

***

Lieber Herr Broder,

sehr oft lese ich Ihre Texte und im Anschluss ist mein Tag gerettet. Dafür möchte ich mich bedanken. Ich habe Sie persönlich kennengelernt und einen lustigen, schlagfertigen, menschenfreundlichen und unfassbar coolen Typen getroffen. Sie machen den vernüftigen und nachdenklichen Menschen Mut, Sie sprechen deren Sprache, Sie bringen das auf den Punkt, was viele von uns im Kopf und im Herzen tragen. Schreiben Sie weiter, streiten Sie weiter, kämpfen Sie weiter!

Ich wünsche Ihnen ein starkes Herz und gute Nerven! Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße aus Hessen

Ihr
Markus Posern

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Lieber HMB,

„der ewige Antisemit“ war seit den 1980er Jahren, ich saß in Ostberlin fest, immer auch ein Motor für meine Programme. Später habe ich Ihre Bücher stapelweise gekauft und verschenkt. Ich kann sogar aushalten, daß Sie die jiddischen Lieder ablehnen, die ich singe, oder meine Person. Ich wünsche mir dennoch, daß ich immer wieder hören, sehen, lesen kann, was Sie sagen! Zaid gezint bis 120 in a mitvokh dertsi!

Karsten Troyke

***

Lieber Henryk,

seit zweieinhalb Jahren rettet mich von Woche zu Woche die freudig
erfüllte Verpflichtung, wenigstens einmal alle 7 Tage für die Achse des
Guten zu schreiben. Und ich sage „rettet“ nicht einfach so dahin, es ist
wörtlich zu nehmen.

Für diese Insel im Meer des Wahnsinns danke ich dir von ganzem Herzen.
Und dafür, dass dir dieses Land nicht längst und verdient am Arsch
vorbei geht.

In tiefer Verehrung
Dein Archi W. Bechlenberg

***

„Spieglein, Spieglein an der Wand, was ist nur los in diesem Land?“

„Lieber Herr Broder,

in diesen schwierigen Zeiten bin ich regelmaessig froh und dankbar, die treffenden, humorvollen und tiefgruendigen Publikationen eines begnadeten, gebildeten, ehrlichen und charmanten Journalisten lesen zu koennen.
Echte und selten gewordene Gluecksmomente. Zeigen Sie weiterhin auch bei den boesesten Angriffen ein heiteres Gesicht, kein Einknicken.
Das aergert sie am meisten.

Kol ha kavod fuer Ihr bisheriges Lebenswerk! Und machen Sie bitte noch sehr lange genauso weiter!

Alles Gute,
Inga Waidelich“

***

Über viele Jahre war es so, dass immer, wenn ich im Internet Henryk M. Broder begegnete, meine Mundwinkel sich in einer Art Automatismus hoben und ich dachte, ah, jetzt gibt es was Schönes, etwas Lustiges, etwas Neues, jedenfalls immer etwas Originelles und Intelligentes. Darunter macht er es ja nicht.

Heute, wenn ich ein Foto von ihm sehe, denke ich mit demselben Automatismus an Leon de Winter, und zwar an den Leon de Winter, der in „Der ewige Antisemit“ sagt: „Es gibt diese Momente und dann hat man auf einmal diesen glücklichen Gedanken, aber es gibt noch immer Henryk, er ist noch immer da, das ist ja toll! Solange er da ist, gibt es Hoffnung!“

Ja, in dieser trüben Zeit, auf die wir zugehen, wenn de Winter Recht hat, wenn er später im Film sagt, „wir erleben die letzte Phase der jüdischen Existenz in Europa“, da brauchen wir Henryk M. Broder umso dringender und können nur hoffen, dass er noch lange durchhält und dieses schreckliche Land mit uns aushält, so dass wir uns von seiner Kraft und auch von seinem „vernichtenden Humor“ inspirieren lassen können.

Darum seien ihm zum Schluss zwei Shakespeare-Zeilen überreicht: „From fairest creatures we desire increase, / That thereby beauty’s rose might never die“.

Herzliche Grüße
Karl Thönnissen

***

Lieber Henryk,

obwohl ich Dich nicht mehr leiden kann, mag ich Dich. Ich kenne kaum jemanden, der mit so viel Neugierde auf Menschen zugeht, und zwar auf jeden. Dir ist es völlig egal, wer jemand ist, woher jemand abstammt, welche sexuelle Orientierung der Mensch hat und ob Frau oder Mann oder keines von beidem. Wobei, bei sexueller Orientierung und Geschlecht stimmt das nur eingeschränkt, wenn Dir nämlich jemand besonders gut gefällt. Menschenverachtend ist eine Bezeichnung, die auf Dich ganz sicher nicht zutrifft, auch wenn Du ein fieser Stinkstiefel sein kannst.

Viele Deiner Texte in der letzten Zeit haben mich aufgeregt. Aber dafür schreibst Du sie auch. Also nicht, dass sie mich aufregen sollen, sondern dass sie möglichst viele auf die Palme bringen. Das gelingt Dir. Vieles gefällt mir wirklich nicht. Aber ich weiß, Du schlägst nicht über die Stränge, um Menschen zu verletzten – also es soll immer nur einzelne treffen, aber niemals Gruppen – oder weil Du ganze Gruppen nicht leiden kannst. Du bist der Meinung, das muss gesagt werden. In Sachen Antisemitismus stimme ich Dir fast immer zu. In anderem immer weniger. Aber wir müssen nicht einer Meinung sein.

Du sprichst sogar wirklich zugewandt zu den Menschen, die Du nicht leiden kannst. Du sprichst mit ausgewiesenen Antisemiten ehrlich interessiert und würdest Ihnen ein Brötchen spendieren, wenn sie Hunger haben, aber kein Geld. Einzelne Personen, die aus Gruppen stammen, die Du angehst, würdest Du niemals im persönlichen Kontakt nur als Mitglied der Gruppe wahrnehmen oder darauf reduzieren, sondern als Individuum. Und jedem eine Wurst, auch eine, die halal ist, kaufen, wenn jemand hungrig ist.

Von daher weiß ich echt nicht, was Dich manchmal reitet, aber ganz sicher keine Menschenverachtung.

Herzlichst
Stefanie

***

Lieber Henryk M. Broder,

wie kann man Sie nicht mögen? Sie sind ein großartiger Mensch und einer der wenigen aufrichtigen Intellektuellen in unserem Land! Sie schreiben so verdammt gut, dass es ein Genuss ist, Sie zu lesen. Aber das alles ist es nicht. Wer Ihnen persönlich begegnet, wie es mir zufällig im Literaturcafé in Charlottenburg geschah, spürt eine Aura der Warmherzigkeit und Klarheit. Mit der Feder ist es wie in der Kunst: das Leichte ist das Schwere!

Gott möge Sie beschützen!
Dr. Thomas C. Bruns
Berlin

***

Geist, Witz, Charme, dazu Wärme und ein souveräner Umgang mit Sprache, Wissen und Zusammenhängen – Henryk M. Broder ist ein Glück für die, die dessen würdig sind.

Thommie Bayer

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Hallo Herr Broder,

obschon Herr Buurmann von seiner Idee der Lobpreisung recht überzeugt ist, er meint es ja gut, denke ich, dass Ihnen das gar nicht so behaglich ist. Aber, lieber Herr Broder da müssen Sie jetzt einfach mal durch und ich kann auch schlichtweg nicht umhin, Ihnen meinen höchsten Respekt zu zollen.

Ihr Wirken, Ihr Sein ist nicht nur für Sie wichtig, sondern für viele Menschen besonders in diesem Land. Bitte gehen sie nicht zu rasch in Rente, obwohl Sie sich diese wirklich verdient haben.

Mit freundlichem Gruß
Torsten Meyer

***

Die Liste der Laudationes wird stetig erweitert.

Wenn auch Sie was schreiben wollen, gerne an: gerdbuurmann@hotmail.de

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