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und Danke für Ihre Unterstützung,
Gerd Buurmann

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Sehr geehrter Außenminister Heiko Maas,

Bei einem Sprengstoffanschlag am 23. August 2019 in der Nähe von Ramallah wurde eine minderjährige Jugendliche ermordet. Erst vor ein paar Tagen hatte sie ihren siebzehnten Geburtstag gefeiert. Ihr Vater und ihr zwei Jahre ältere Bruder wurden bei dem Anschlag schwer verletzt. Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas lobte den Anschlag in einer Stellungnahme. Auf den Straßen Gazas wurde der Tod des Mädchens gefeiert. Zu diesem Anschlag erklärte das Auswärtige Amt: „Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass die Spirale aus Gewalt und Hass überwunden wird“.

Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen. Beenden Sie unverzüglich die Finanzierung der Spirale der Gewalt!

Mehrere Länder, darunter die Schweiz und die Vereinigten Staaten von Amerika haben die Zahlungen an das sogenannte Palästinenser-Flüchtlingshilfswerk UNRWA beendet. Der Grund dafür sind Vorwürfe von Amtsmissbrauch, Missmanagement, Vetternwirtschaft, Unterdrückung abweichender Meinungen, sowie sexueller Diskriminierung und Übergriffe.

Im August 2018 haben Sie in einem Schreiben an Ihre Kolleginnen und Kollegen der Europäischen Union die „Bereitstellung weiterer Mittel in substanzieller Höhe“ angekündigt. Sie fügten hinzu, auch die Europäische Union solle weitere Anstrengungen unternehmen, da die deutsche Aufstockung der Gelder nicht ausreiche, um das aktuelle Defizit auf palästinensischer Seite auszugleichen.

Das aktuelle Defizit auf palästinensischer Seite ist unter anderem dem Umstand geschuldet, dass dort das Geld auf brutale Art und Weise missbraucht wird. Im Jahr 2018 zum Beispiel zahlte die Palästinensische Autonomiebehörde über 290 Millionen Euro an Terroristen und deren Familien und Angehörige aus. Für die Unterstützung von Anschlägen auf Israelis und Juden wurden extra sogenannte “Märtyrer-Fonds” eingerichtet.

Es ist Geld aus Deutschland, das zum Morden in Israel missbraucht wird. Stoppen Sie die Finanzierung der Gewalt unverzüglich!

Es ist Geld aus Deutschland, das in eine Region fließt, in der dieses Video gedreht wurde.

„Das ist Hitler, der die Juden verbrannt und zu Seife verarbeitet hat. Vor drei Wochen haben wir diese Fahne gemacht und hier her gebracht. Wir werden es jetzt jede Woche tun.“

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der im April 2018 die Hakenkreuzflagge gehisst wurde:

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der die Gründungscharta der Regierungspartei erklärt:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der am 9. Oktober 2015 der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in einer Moschee hielt:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der ein Minister erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, das in eine Region fließt, in der so gegrüßt wird.

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der Kindersendungen laufen, wo das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden aufruft. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wird gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der der Vorsitzende der Regierungspartei erklärt:

„Bevor Israel stirbt, muss es gedemütigt und erniedrigt werden!“

Ein Sprecher dieser Partei erklärte am 30. Juli 2014:

„Jeder, der ein Messer, eine Waffe oder ein Auto hat und damit nicht einen Siedler oder einen Juden angreift und mehrere zehn Zionisten tötet, gehört nicht zu Palästina!“

Im Fernsehprogramm Gazas wurde am 28. Februar 2008 erklärt:

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslime ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will.“

Dieser Aufruf zur Vernichtung der Juden darf nicht mit Geld aus Deutschland unterstützt werden.

Stoppen Sie augenblicklich alle Hilfsgelder an sämtliche palästinensische und arabische Organisationen in den Regionen und Ländern, die sich mit Israel im Krieg befinden.

Mit dringlicher Bitte,
Gerd Buurmann

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Neues aus Gaza

Es gibt Journalisten, die sprechen von „friedlichen Protesten“, wenn sie von den Zwischenfällen an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel berichten. Heute, am 24. August 2019, wurde dieses Video von ein paar dieser „friedlichen Männer“ veröffentlicht:

„Das ist Hitler, der die Juden verbrannt und zu Seife verarbeitet hat. Vor drei Wochen haben wir diese Fahne gemacht und hier her gebracht. Wir werden es jetzt jede Woche tun.“

Schon im April 2018 wurde in Gaza die Hakenkreuzflagge gehisst:

Was für eine wahrlich friedliche Protestaktion und so dezent am Tag nach einem Anschlag, bei dem ein Mädchen ermordet wurde, das gerade erst siebzehn Jahre jung war, einzig und allein weil sie Jüdin war.

Als Israel im Mai 2018 angegriffen wurde, erklärte Georg Restle vom ARD-Magazin Monitor:

„Rücksichtslos schießt die israelische Armee auf palästinensische Demonstranten, darunter auch Frauen und Kinder (…) Das waren keine Zusammenstöße, wie viele deutsche Medien schreiben, sondern ein maßlos übertriebener Einsatz von Gewalt, ein mögliches Kriegsverbrechen, begangen von der israelischen Armee und deren Führung (…) Die Eskalationsspirale im Nahen Osten dreht sich unaufhaltsam und es sind vor allem der US-amerikanische Präsident und der israelische Premierminister Netanyahu, die zur Zeit Öl ins Feuer gießen.“

Georg Restle erwähnte nicht, dass der Gründer der Hamas, Mahmud az-Zahar, offen erklärt hatte, dass die Proteste an der Grenze nicht friedlich sind und mit Waffen von der Hamas unterstützt werden:

„Wenn Sie Waffen haben, die von Männern eingesetzt werden, die Soldaten der israelischen Armee gefangennehmen oder töten können, ist das dann wirklich friedlicher Widerstand? Das ist kein friedlicher Widerstand! Wenn wir über friedlichen Widerstand sprechen, täuschen wir die Öffentlichkeit. Dieser Widerstand wird von einer Militärmacht und von Sicherheitsbehörden verstärkt und erfreut sich enormer Unterstützung seitens der Bevölkerung.“

Georg Restle erwähnte nicht die Anweisung, die die Hamas via Facebook an die Bevölkerung von Gaza verschickt hatte:

„Der Montagmorgen beginnt mit einer Versammlung um 10 Uhr auf der Jacher Route von Beit Hanoun nach Rafah. Die Startzeit wird bekannt gegeben und von diesem Zeitpunkt an werden alle Demonstranten in Massen losgehen, um mit tapferem Herzen in Richtung des Zauns zu gehen, bis er niedergerissen ist. Der Marsch wird von Lautsprechern begleitet, um die Menge zu entflammen und zu verhindern, dass die Gruppe zerstreut wird. Der Vormarsch wird hinter Bulldozern erfolgen, die den Zaun niederreißen und den Demonstranten den Weg frei machen werden.

Die Demonstranten sind aufgefordert, entsprechend der Forderungen zu handeln und ein Messer oder eine Waffe mitzubringen, sie unter ihrer Kleidung zu verstecken und sie nicht zu benutzen, außer wenn es nötig ist, Soldaten oder Einwohner Israels gefangen zu nehmen. Es wird darum gebeten, sie nicht zu töten, sondern sie den Widerstandskräften zu übergeben, da dies eine wichtige Verhandlungsmasse ist, vor der sich Israel fürchtet.

Es ist notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, um die Scharfschützen von ihren Positionen zu jagen. Es ist notwendig, ihre Positionen zu offenbaren und Maßnahmen gegen sie gut zu planen. Kümmert Euch nicht um Verwundete oder Tote – dafür sorgen die medizinischen Teams. Eure Aufgabe (als Demonstranten) besteht darin, weise zu handeln und den Anweisungen zu folgen.“

Georg Restle erwähnte nicht, warum es die Anweisung gab, Israelis nicht zu töten, um sie als „Verhandlungsmasse“ zu haben. Es gab die Anweisung, da es sonst eigentlich die klare Ansage der Hamas ist, Juden zu töten, wo immer man sie trifft. In der Gründungscharta der Hamas heißt es im Artikel 7:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah im Süden des Gazastreifens:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der Gruß der „Widerstandskräfte“ gegen Israel ist der Hitlergruß:

Wenn man in Deutschland über den Konflikt berichtet, darf es keinen einzigen Bericht und keinen einzigen Artikel zu dem Thema geben, in dem all dieser Hass nicht wenigstens erwähnt wird. Dieser Hass ist die Wurzel und der Grund für den Konflikt. Ihn zu verschweigen, ist unverantwortlich!

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Kennen Sie die Menschen, nach denen in Deutschland Straßen benannt sind?

Wenn man schaut, was manche Menschen, nach denen in Deutschland Straßen benannt sind, so alles gesagt und getan haben, verschlägt es einem manchmal die Sprache. Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar Sätze und Taten von Menschen, die in Deutschland mit Straßennamen geehrt werden. In Klammern stehen die Ortschaften, in denen laut Google Map Straßen, Wege, Plätze und Höfe nach ihnen benannt sind:

Agnes Miegel (Bergisch Gladbach, Bottrop, Bergheim, Haan, Hagen, Hilden, Herten, Kamp-Lintfort, Niederkassel, Sankt Augustin, Wermelskirchen, Wuppertal, Velbert):

„Der Nationalsozialismus trat erst in mein Leben, als er andere schon lange erfüllte. Das ist eine Schuld – und ich habe es gebüßt durch die vielen inneren, nicht nur inneren Kämpfe, durch die ich dann in gedrängter Zeit gehen musste: (…) Durch ein Hinauszögern und ein Grauen dafür, mit mir Ungleichen als Gelegenheitsjäger zu scheinen, stehe ich ausserhalb der Partei, der ich nur durch den RDS [Reichsverband des deutschen Schrifttums] und die Volkswohlfahrt angehöre. Vielleicht ist dies, was ich als eine Art Busse für mein spätes Aufwachen ansehe, das Richtige für mich, vielleicht wirkt mein Einstehn dann überzeugender auch auf Andere. – Denn ich bin Nationalsozialist. (…) Wenn ich über meine Heimat und ihr Geschick etwas glaube, so ist es das: Wir werden ein nationalsozialistischer Staat sein – oder wir werden nicht sein! Und das wäre der Untergang nicht nur Deutschlands – es wäre der Untergang des weißen Mannes.“ (In einem Brief an den NS-Politiker Hans Friedrich Blunck)

„Laß in deine Hand,
Führer, uns vor aller Welt bekennen;
Du und wir,
nie mehr zu trennen
stehen ein für unser deutsches Land.“

Ina Seidel (Kerpen, Ratingen, Sankt Augustin, Wülfrath, Neukirchen-Vluyn):

„Dort, wo wir als Deutsche stehen, als Väter und Mütter der Jugend und der Zukunft des Reiches, da fühlen wir heute unser Streben und unsre Arbeit dankbar und demütig aufgehen im Werk des einen Auserwählten der Generation — im Werk Adolf Hitlers.“ (Huldigung zum 50. Geburtstags von Adolf Hitler am 20. April 1939)

Hermann Stehr (Bergheim, Köln, Ulm, Velbert):

„Uns sollen die Zähne ausfallen und die Zunge im Munde verdorren, wenn wir am 10. April nicht dem Führer und seinen Taten ein begeistertes Ja zurufen.“ (In einem Brief aus dem Jahr 1938)

Ludwig Finckh (Bad Liebenzell, Emmingen-Liptingen, Engen, Leonberg, Kirchheim unter Teck, Lichtenstein, Öhringen, Reutlingen, Rielasingen-Worblingen, Rietheim-Weilheim, Sindelfingn, Stockach, Tuttlingen, Villingen-Schwenningen, Wendlingen am Neckar):

Finckh hielt als Dozent für das Gebiet der „Sippenkunde und Vererbung“ in der Gaienhofener Gauschule des Nationalsozialistischen Lehrerbundes ab 1935 regelmäßig Vorträge über Ahnenforschung und Erbbiologie. Auch vor Absolventen der Waffen-SS-Unterführerschule in Radolfzell hat Finckh solche Vorträge ab 1941 nachweislich gehalten.

Rudolf Huch (Bad Herzburg):

Huch ist Autor der im Jahr 1934 veröffentlichten antisemitischen Propagandaschrift „Israel und wir„.

Heinrich Lersch (Mönchengladbach, Bergkamen, Düsseldorf, Duisburg, Herten, Hilden, Köln, Münster, Zwickau)

Lersch hielt Vorträge vor der Hitlerjugend und anderen nationalsozialistischen Organisationen. Lerschs Spruch „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen!“ wurde 1935 ein Motto der Nationalsozialisten. Am 19. August 1934 unterzeichnete er einen Aufruf der Kulturschaffenden anlässlich der sogenannten Volksbefragung zur Vereinigung des Amtes des Reichskanzlers und Reichspräsidenten in der Person von Adolf Hitler.

Gustav Frenssen (Barlt, Büdelsdorf, Burg bei Dithmarschen, Dingen, Heiligenhafen, Kaltenkirchen, Marne)

Frenssen bejahte offen die Ausgrenzung der Juden und trat für die Euthanasie ein. Im Oktober 1933 ließ sich Frenssen in die gleichgeschaltete Preußische Akademie der Künste Sektion Dichtung aufnehmen war zum Ehrensenator einer Unterabteilung der Reichsschrifttumskammer. 1938 verlieh ihm Hitler die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Er war Vorstandsmitglied des Eutiner Dichterkreises, einer der bedeutendsten Autorengruppen in Nazi-Deutschland. Im Jahr 1940 erschien seine Autobiographie „Lebensbericht“, die von Judenhass geprägt ist. Im selben Jahr erschien sein Werk „Recht oder Unrecht – mein Land!“, in dem er die Verfolgung der Juden und die Politik der Nationalsozialisten rechtfertigt.

***

Alle oben genannten Autorinnen und Autoren gaben das „Gelöbnis treuester Gefolgschaft“ gegenüber Adolf Hitler ab. Insgesamt 88 deutschen Schriftstellerinnen und Schriftsteller unterzeichneten den Treueschwur, der am 26. Oktober 1933 deutschlandweit in der Presse verbreitet wurde. Dort heißt es:

„Friede, Arbeit, Ehre und Freiheit sind die heiligsten Güter jeder Nation und die Voraussetzung eines aufrichtigen Zusammenlebens der Völker untereinander. Das Bewusstsein der Kraft und der wiedergewonnenen Einigkeit, unser aufrichtiger Wille, dem inneren und äußeren Frieden vorbehaltlos zu dienen, die tiefe Überzeugung von unseren Aufgaben zum Wiederaufbau des Reiches und unsere Entschlossenheit, nichts zu tun, was nicht mit unserer und des Vaterlandes Ehre vereinbar ist, veranlassen uns, in dieser ernsten Stunde vor Ihnen, Herr Reichskanzler, das Gelöbnis treuester Gefolgschaft feierlichst abzulegen.“

Der Schwur wurde auch von diesen mit Straßen geehrten Person unterzeichnet:

Walter Bloem (Rieneck)
Otto Brües
(Krefeld, Viersen)
Herrmann Claudius (Heide, Hemer, Rohrsen, Gröhnwold)
Max Dreyer (Göhren)
Otto Flake (Baden-Baden, Gaggenau, Gütersloh, Oberkirch)
Friedrich Griese (Möllenhagen, Groß Grönau)
Max Halbe (Düsseldorf, Hamburg, München)
Rudolf Herzog (Bonn, Wuppertal)
Karl Lange (Bochum, Willich)
Heinrich Lilienfein (Karlsruhe)
Josef Ponten (Aachen, Düsseldorf, Ingolstadt)
Rudolf Presber (Frankfurt am Main, Graal-Müritz)
Heinz Schauwecker (Parsberg)
Johannes Schlaf (Magdeburg, Mücheln, Querfurt, Weimar)
Anton Schnack (Alzenau, Kahl am Main)
Wilhelm Schussen (Bad Schussenried, Herbertingen, Lichtenstein, Tübingen, Wangen im Allgäu, sowie eine Schule in Kehlen und eine Stadthalle in Eriskirch)
Heinrich Sohnrey (Dransfeld, Osterode am Harz)
Diedrich Speckmann (Bremen, Faßberg, Hermannsburg, Kutenholz, Lilienthal, Osterholz-Scharmbeck, Soltau, Stade, Tarmstedt)
Lulu von Strauß und Torney (Bückeburg)

Die folgenden Autoren unterzeichneten ebenfalls das Gelöbnis, distanzierten sich jedoch später davon oder gerieten selbst mit dem Regime in Konflikt:

Gottfried Benn, (Caan, Hannover, Hürth, München, Neuss, Saarlouis, Westerstede)
Peter Dörfler
(Augsburg, Biberbach, Gaimersheim, Grundelfingen,
Ichenhausen, Illertissen, Meitingen, Mindelheim, München, Schwabmünchen, Schwandorf, Tierhaupten, Wittslingen
)
Leo Weismantel (Würzburg, Münnerstadt)

Aber selbst für jene, die sich irgendwann von den Nazis distanzierten, gilt:

Solange nicht jedes Opfer der Nationalsozialisten eine Straße in Deutschland nach sich benannt bekommen hat, ist es nur schwer zu rechtfertigen, dass jene, die das Regime unterstützt oder einen Treueschwur auf Adolf Hitler abgegeben haben, eine solche Ehrung erhalten. Gewiss hat manch eine oben erwähnte Person auch Dinge geschrieben, die eine Ehrung erklären könnten, allerdings gilt dies auch für die Millionen Menschen, die im Zuge der Ideologie ermordet wurden, die von den mit Straßen geehrten Personen zeitweise oder bis zu ihrem Tod verteidigt wurde.

Sollten Sie in einem Ort leben, in dem eine der oben genannten Personen geehrt wird, fragen Sie gerne mal bei der Stadt nach, was dort von dieser Ehrung gehalten wird und senden Sie mir gerne die Reaktionen.

Gerdbuurmann@hotmail.de

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Das Auswärtige Amt dreht an der Gewaltspirale

Was würden Sie denken, wenn bei einer Geiselnahme, bei der schon einige Geiseln erschossen wurden, die gerufene Polizei erklärt, beide Seiten, also auch die Geiselnehmer, sollten nicht an der Spirale der Gewalt drehen? Was würden Sie sagen, wenn deutsche Politiker beide Seiten dazu aufrufen, besonnen zu handeln? Wie würden Sie reagieren, wenn die Bundesregierung beide Seiten bittet, alles dafür zu tun, dass die Situation nicht eskaliert? Was würden Sie davon halten, wenn ein Versuch der Geiseln, sich zu befreien, von Teilen der Medien kritisiert wird als ein „Öl ins Feuer“ gießen und ein „Drehen an der Gewaltspirale“?

Das Auswärtige Amt hat genau das bereits mehrmals getan!

Bei einem Sprengstoffanschlag am 23. August 2019 in der Nähe von Ramallah wurde eine minderjährige Jugendliche ermordet. Erst vor ein paar Tagen hatte sie ihren siebzehnten Geburtstag gefeiert. Ihr Vater und ihr zwei Jahre ältere Bruder wurden bei dem Anschlag schwer verletzt. Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas lobte den Anschlag in einer Stellungnahme. Auf den Straßen Gazas wurde der Tod des Mädchens gefeiert. Zu diesem Anschlag erklärte das Auswärtige Amt:

„Der heutige Anschlag auf drei Israelis, einem Vater mit zwei Kindern, im Westjordanland macht uns tief betroffen. Der Familie gilt unsere aufrichtige Anteilnahme, wir wünschen den Verletzten eine rasche Genesung.

Wir verurteilen solche Gewaltakte genau wie Anstiftung dazu oder Rechtfertigung derselben mit allem Nachdruck. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass die Spirale aus Gewalt und Hass überwunden wird und die Perspektive einer Zwei-Staaten-Lösung, die allen Israelis und Palästinensern ein Leben in Frieden und Sicherheit ermöglicht, erhalten bleibt.“

Welche „Spirale der Gewalt“ meint das Auswärtige Amt? Israel feiert das Leben, in Gaza jedoch wird der Tod gefeiert!

Die Gründugscharta der Hamas fordert in Artikel 7 die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit und erklärt in Artikel 13 den ewigen Krieg gegen Israel bis zu der totalen Vernichtung. Auch bei Jahrestagen der Fatah wird die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes gepredigt, während Abbas Judenmörder zu „heldenhaften Märtyrern“. Diese Terroristen hassen an Juden, dass sie leben, dass es sie gibt. Das Einzige, was diese Juden tun können, um die „Spirale der Gewalt“ zu überwinden, ist schlicht und ergreifend, nicht mehr zu existieren.

Fordert das Auswärtige Amt Juden etwa auf, nicht mehr zu existieren?

Natürlich eskaliert der Konflikt im Nahen Osten. Aber das liegt daran, dass sich Juden seit 1948 als Soldaten eines eigenen Landes gegen die Vernichtung wehren können. Aufgrund dieser Möglichkeit der militärischen Verteidigung eskaliert die Auseinandersetzung. Eine Situation eskaliert immer erst dann für beide Seiten eskaliert, wenn sich die eine Seite wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden.

Am 9. Januar 2018 wurde der Rabbiner und freiwilliger Mitarbeiter der humanitären Hilfsorganisation „Roter Davidstern“, Raziel Shevach, in der Nähe von Nablus in seinem Wagen während der Fahrt von einem Terroristen aus einem vorbeifahrenden Auto erschossen. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen und hinterließ eine Frau und sechs Kinder, von denen das jüngste erst zehn Monate alt war. Das Auswärtige Amt Deutschlands erklärte damals zu diesem Anschlag:

„Der tödliche Anschlag gestern auf einen Bewohner eines israelischen Siedlungsaußenpostens im Westjordanland bestürzt uns sehr. Wir verurteilen diesen hinterhältigen Mord auf das Schärfste. Der Familie und den Angehörigen des Opfers gilt unser tiefstes Mitgefühl. Diejenigen, die dafür Verantwortung tragen oder diesen Anschlag begrüßen, schüren die Gewalt, die eine Lösung des Nahostkonflikts auf dem Verhandlungsweg erschwert. Wir erwarten, dass alle Seiten aktiv zur Deeskalation beitragen.“

Deeskalieren heißt für Israel, aufhören, sich zu verteidigen. Solange ein Mörder eine Knarre an den Kopf einer Geisel hält, kritisiert man nicht die Geisel, egal, was sie getan hat. Selbst wenn eine Geisel selbst ein Vergehen begangen hat, ist im Moment ihrer Geiselnahme nur der Geiselnehmer zu kritisieren! Wer möchte, dass eine Geisel kritisiert wird, muss erst mal für ihre Sicherheit sorgen und erreichen, dass die geladene Pistole von ihrem Kopf verschwindet. Für Israel gilt das selbe Prinzip. Wer möchte, dass Israel kritisiert wird, muss erst mal dafür sorgen, dass die Vernichtungsdrohungen aufhören und vor allem die immer wieder daraus resultierenden Angriffe, Anschläge, Bombardements und Morde.

Das Auswärtige Amt rief damals tatsächlich „alle Seiten“ und somit auch ausdrücklich die Seite des Opfers auf, „aktiv zur Deeskaltation“ beizutragen. Vermutlich hätte das Amt im Jahre 1944 auch die Aufständischen im Warschauer Ghetto dazu aufgerufen, aktiv zur Deeskalation beizutragen.

Ruft das Auswärtige Amt Israel dazu auf, nicht mehr zu existieren?

Nach einem feigen Terroranschlag klingt eine angemessene Stellungnahme so:

Wir verurteilen die Terroranschläge gegen Juden und Israelis. Diejenigen, die den Anschlag ausgeführt haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Wir fordern sämtliche arabischen Regierungen in der Region auf, die Terroranschläge zu verurteilen, sie zu bekämpfen und die israelische Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft anzunehmen, um in gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk einen Beitrag bei den Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten. Jede Unterstützung des Terroranschlags ist ein Terroranschlag. Jede Relativierung des Terroranschlags ist eine Relativierung von mörderischem Judenhass. Wir erwarten von den arabischen Regierungen, alles zu tun, um gegen diesen Hass vorzugehen.

Es war dem Auswärtigen Amt nicht möglich, diese klaren und notwendigen Worte zu formulieren. Stattdessen fabuliert es bei Terroranschlägen gegen israelische Bürgerinnen und Bürger von einer Gewaltspirale und ruft Israel zur Deeskalation auf. Solche Stellungnahmen (und die Tatsache, dass Deutschland den Terror finanziert, wie sie hier lesen können,) lassen nur einen Schluss zu:

Das Auswärtige Amt dreht an der Gewaltspirale!

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Die Spirale der Gewalt

Eine notwendige Medienanalyse von Sandra Kreisler.

Vor kurzem las ich eine Meldung auf ORF.online mit der Überschrift: „Israels Armee erschießt vier Palästinenser“. Im Fließtext, wenn man sich denn die Mühe machte, die Überschrift anzuklicken, erfuhr man, dass vier Männer – mit Granatwerfern, einer Panzerfaust, Handgranaten und Schnellfeuergewehren bewaffnet – sich angeschickt hatten, den Grenzzaun bei Gaza zu überwinden, um zu den nur wenige hundert Meter entfernten Israelischen Dörfern zu gelangen, aber nach einem Schusswechsel mit einigen Grenzsoldaten getötet worden waren.

Obwohl, nein, so genau erfuhr man das nicht.

Wie viele Waffen die Männer bei sich hatten, und dass dem Ereignis ein Schusswechsel vorausging – das las ich dann in Israelischen Medien, zusammen mit Fotos der mitgetragenen Ansammlung von Waffen, die in etwa ein ganzes Schaufenster hätte füllen können.

Denselben einseitig formulierten Artikel brachten auch in Deutschland mehrere Zeitungen, und es stellte heraus, dass diese Medien eine Meldung eines Nachrichtenpools unbearbeitet gedruckt hatten.

So etwas geschieht regelmäßig. Dpa, dpd, apa, AP, AFP und diverse andere vor-ort Redakteure schreiben eine Meldung, diese wird dann ohne Überprüfung wörtlich von anderen Medien übernommen, und der Medienkonsument glaubt dann, die Süddeutsche, die FAZ, die Zeit oder sonst ein Medium drucke hier gut recherchierte Wahrheiten.

Wollte man die schiere Menge der zumindest mangelhaften, meist sogar nachweislich tendenziös formulierten Artikel über Geschehnisse in Israel seitens der deutschen und österreichischen Medienlandschaft aufzählen, hätte man über Stunden zu tun. Bereits 2014 schrieb der renommierte Publizist Matti Friedmann einen vielgelesenen Bericht über die gewollt einseitige Berichterstattung von Nachrichtenagenturen, im Speziellen jene der AP. Und auf die Entgegnung des Direktors dieser Nachrichtenagentur bestätigte ein anderer hochrenommierter (übrigens nichtjüdischer) Reporter die Anschuldigungen. Geändert hat sich seither nichts.

Sowohl dpa als auch dpd wurden wegen ihrer einseitigen Meldungen aus der Nahostregion schon von Kollegen beim Deutschen Presserat angezeigt, allein: auch dessen Mitarbeitende haben weder das Wissen noch das Wollen, um die schiefe, oft antisemitisch konnotierte Berichterstattung zu erkennen, trotz der Berge von Beweisen, die vorgelegt worden waren. Ebenso, wie der online Redakteur von FAZ.net auf Facebook partout nicht verstehen wollte, dass „Die Armee“ gegen „vier Palästinenser“ eine zumindest unfaire Sprachwahl ist, weil es nicht eine ganze Truppe, sondern einzelne Grenzschützer waren, die von den Terroristen angegriffen wurden.

Journalisten, angeblich doch sprachgeübt, sind urplötzlich blind, wenn man sie auf die Wirkung ihrer Wortwahl anspricht. Selbst wenn es Sprachwissenschaftler tun; es ändert sich nichts.

Noch weniger sind Journalisten offenbar in der Lage, selbst auch nur die geringsten historischen oder politischen Zusammenhänge zu recherchieren: Sie glauben wirklich, dass Palästinenser ein uraltes Volk sind, sie glauben wirklich, Palästina sei ein arabisches Land gewesen und habe allein die Grenzen des heutigen Israel umfasst. Diese eklatanten Bildungslücken sind erzeugt, sie sind bequem, und: sie sind antisemitisch.

Struktureller Israelhass

Medien werden von Menschen gemacht, die nun mal eben eine Meldung reinbekommen, die ebenfalls von Menschen geschrieben wird, und in der das steht, was diese Menschen gewöhnt sind zu hören. Keiner hält sich für antisemitisch, weil bekanntlich nicht sein kann was nicht sein darf.

Der Teppich der Vorurteile, geknüpft aus Halbwissen, verdeckter Schuldabkehr und Gewohnheitsdenken legt sich schwer über alles, und genau das ist es, was strukturell bedeutet: Man erkennt es nicht mehr, weil jeder Komplize ist und jeder Unschuldig. Irgendwann packt nun mal praktisch jeder in seinen geistigen Wahrheitskoffer, was wieder und wieder gehört wurde: „Nach dem Essen soll man nicht schwimmen gehen. Katzen und Igeln muss man Milch geben. Juden sind reich und haben Macht. Israel ist böse, rassistisch und hat Palästina von den Arabern gestohlen.“

Die Korrespondenten in Israel und den Gebieten sprechen zudem selbst meist weder hebräisch noch arabisch. Sie haben ihre Reiseleiter, Arabisch-Dolmetscher und andere Einflüsterer, die meist schon seit Jahren in Amt und Würden der jeweiligen Redaktion sind, und die ihre eigene Agenda verfolgen. Und wenn dann der Herr Kleber vom ZDF zum Beispiel etwas über die Wassersituation in den umstrittenen Gebieten machen möchte, dann weiß er natürlich schon von vornherein, was er sagen möchte. Er hat es ja schon oft genug so gesagt – also überprüft er nicht, woher der „Experte“ kommt, der geliefert wurde, so lange er die vorgefasste Meinung auch bestätigt. Wenn eine vorgefasste Meinung mal nicht bestätigt wird, ist der Teufel los.

So hört man dann hierzulande auch immer denselben Topfen, Entschuldigung, Quark. Ganz egal wie oft und wie klar wissenschaftliche Untersuchungen und historische Fakten belegen, dass ein Gros der deutschsprachigen Medien unsauber berichtet – die Mär vom bösen Israel bleibt in der Welt und wird von den Medien weiter bedient.

Ein Österreichischer Auslandskorrespondent, der sich über Jahre hinweg als mein Freund bezeichnete, kündigte mir die Freundschaft, als ich es wagte, ihn öffentlich auf seine einseitigen Israel-Berichte – bei klarer Benennung der Fakten, die er ausließ! – anzusprechen. Wie gesagt: weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Diese Medienvertreter sind vermutlich nicht alle einfach böse. Aber sie haben nun mal die Mehrheit im Rücken, was gut für die Karriere und das Gehalt ist. Und bei ihrer Einschätzung der Lage (denn es ist bestenfalls eine Schätzung, von Wissen, ja auch nur Ahnung weit entfernt) hilft ihnen, dass sie wie alle Deutschen und Österreicher seit Jahr und Tag eine zunehmende Delegetimierung Israels erlebt haben: In den 70er und 80er Jahren, hatte das Fernsehen, wenn etwas über Israel gesagt wurde, noch stets die gesamte Karte der Region eingeblendet – wo die Größenverhältnisse deutlich zu sehen waren. Aber schleichend, unmerklich – und dadurch wirksam – änderte sich das. Heutzutage wird nur noch Israel selbst einblendet, mit den typischen „Bissspuren im Kuchenstück“ der Palästinensergebiete. So wird suggeriert, dass Israel in diesem Konflikt ein größeres Land sei, das dem „armen kleinen Palästina“ nichts gönne – der gierige Jud. Auch das Wort der „Besatzung“, gerne auch für das längst „judenreine“ Gaza verwendet, hatte ziemlich Inflation in den letzten Jahrzehnten, ebenso wie heute Privatpersonen gerne „Siedler“ sind, weil die, das wurde längst etabliert, sind ja eigentlich wie eine böse und landgierige Armee.

Kaum einer reagiert auf Faktenaufzählung mit einem: „Ach, das muss ich noch mal überprüfen“ – es kommt vielmehr: „Das ist eine Lüge!“ oder „Wie kannst Du es wagen…!“ und alle suhlen sich weiter in ihrem eingespeichelten Gedankenbrei. Denn nichts ist schlimmer, als wenn die eigene geistige Ordnung und Denkgewohnheit in Frage gestellt wird.

Wenn aber nach mehrfachem, auch wissenschaftlich erwiesenem Hinweis auf diese Einseitigkeit partout weder Aufmerksamkeit dafür noch ein Ansatz von Unrechtsbewusstsein entstehen will, bleibt unsereins nichts übrig, als irgendwann Absicht für diese Spirale zu unterstellen. Und zwar antisemitische Absicht.

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Schlagzeilen à la Deutschlandfunk

Nachdem der Deutschlandfunk eindrucksvoll gezeigt hatte, wie man Schlagzeilen mit klarer Schlagseite verfasst, kreierte Tapfer im Nirgendwo ebenfalls ein paar Schlagzeilen zu bekannten Ereignissen. Dies brachte einen Leser dazu, ebenfalls ein paar Schlagzeilen mit Schlagseite zu verfassen.

Mir haben diese Schlagzeilen mit Schlagseite so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, hier auf Tapfer im Nirgendwo nun die besten Schlagzeilen à la Deutschlandfunk zu veröffentlichen. Senden Sie mir gerne auch Ihre Vorschläge!

Schlagzeilen à la Deutschlandfunk:

Deutschlandfunk über den Aufstand im Warschauer Ghetto:

Polen – Über hundert Deutsche in Warschau von jüdischen Truppen getötet.

Deutschlandfunk über den Kniefall von Willy Brandt:

Warschau – Deutscher Bundeskanzler geht vor jüdischem Militarismus in die Knie. Keine Kritik in Richtung der jüdischen Truppen.

Deutschlandfunk über Kennedys Rede „Ich bin ein Berliner“:

Berlin – US-Präsident täuscht deutsche Öffentlichkeit über seine Herkunft.

Deutschlandfunk über den Sieg Muhammad Alis 1966:

Frankfurt – Karl Mildenberger neuer Vizeweltmeister im Schwergewicht.

Deutschlandfunk über den Mauerfall 1989:

Ost-Berlin – Vertreter der DDR-Grenztruppen zeigen sich besorgt über neueste Entwicklung. Tausenden Mitarbeitern drohen betriebsbedingte Kündigungen.

Deutschlandfunk über den 11. September 2001:

New York – Zehn politische Aktivisten sterben bei Protesten am World Trade Center.

Deutschlandfunk über die Mondlandung:

USA – Bruch des Völkerrechts? USA marschieren auf dem Mond ein!

Deutschlandfunk über den Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Gleiwitz – Deutschland öffnet Grenze zu Polen. Nationalisten in Polen sind empört.

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Köln – Kopftuch und Armlänge. Was Frauen demnächst beachten müssen.

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Welche Partei kämpfte in den USA vorwiegend für das Frauenwahlrecht?

Vor kurzem feierte Tapfer im Nirgendwo 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland. Nächstes Jahr feiern auch die Vereinigten Staaten von Amerika 100 Jahre Frauenwahlrecht.

Im Jahr 1920 wurde der 19. Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten von Amerika ratifiziert, in dem das Frauenwahlrecht festgesetzt wurde. Welche Partei hat sich für das Frauenwahlrecht stark gemacht und welche Partei hat mehrheitlich dagegen gestimmt, die Republikaner oder die Demokraten?

Die Antwort fügt sich in die Geschichte der Demokraten und der Republikaner ein.

Im 19. Jahrhundert kämpften die Demokraten für den Erhalt der Sklaverei, während sich die Republikaner unter Abraham Lincoln massiv für die Abschaffung der Sklaverei einsetzten. Über diese grundlegende Angelegenheit der Freiheit und des Menschenrechts wurde sogar ein Bürgerkrieg geführt.

Die ersten schwarzen Abgeordneten der USA waren allesamt Republikaner: Hiram Revels, Benjamin S. Turner, Robert DeLarge, Josiah Walls, Jefferson Long, Joseph Rainey und Robert B. Elliott.

Ja, ehemalige männliche Sklaven durften fünfzig Jahre vor Frauen in den USA wählen und gewählt werden.

Nachdem die Sklaverei abgeschafft war, setzten sich in den USA die sogenannten Jim Crow Gesetze durch. Sie waren staatliche Gesetze, die in den Südstaaten eine „Rassentrennung“ erzwangen. Sie wurden bis 1965 durchgesetzt. Schwarze und Weiße mussten unterschiedliche öffentliche Toiletten benutzen und Schwarze mussten im Bus hinten sitzen. Das Motto der rassistischen Gesetzgebung lautete: „Gleichberechtigt aber getrennt“.

Die Jim Crow Gesetze wurden von Abgeordneten der Demokraten und in mehrheitlicher Opposition der Republikaner eingeführt.

Auch beim Thema Frauenwahlrecht leistete die Republikanische Partei Pionierarbeit. Sie war die erste große Partei der USA, die sich für gleiche Rechte für Frauen und den Grundsatz der kompletten ökonomischen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Frauen einsetzte.

Die Frauenrechtskonvention, die 1848 in Seneca Falls, New York, abgehalten wurde, stellt den Beginn der Frauenwahlbewegung in den Vereinigten Staaten dar. Zwei Jahre später fand in Worcester, Massachusetts, ein landesweites Treffen statt. Die ersten weiblichen Delegierten bei einem Parteitag der Republikaner des Staats Massachusetts waren Lucy Stone und Mary A. Livermore. Im Jahr 1892 sandte Wyoming zwei Frauen zum bundesweiten Parteitag in Minneapolis: Therese A. Jenkins und Cora G. Carleton. Sie waren die ersten Frauen, die in einem republikanischen Nationalkongress saßen. Es war auch der erste Parteitag, an dem eine Frau eine offizielle Rede an die Angeordneten richtete. Ihr Name war J. Ellen Foster, Vorsitzende der Republikanischen Frauenvereinigung der Vereinigten Staaten. Sie erklärte: „Wir sind hier, um zu bleiben!“

Auf Antrag von Susan B. Anthony brachte der republikanische Senator A.A. Sargent aus Kalifornien im Jahr 1878 den 19. Verfassungszusatz ein. Er wurde schnell als Susan B. Anthony-Verfassungszusatz bekannt.

Viermal wurde dieser Verfassungszusatz von einem demokratisch kontrollierten Senat abgelehnt. Als die Republikanische Partei 1919 die Kontrolle über den Kongress zurückerlangte, wurde die Änderung des Wahlrechts noch im selben Jahr verabschiedet.

Als die Änderung den Staaten vorgelegt wurde, ratifizierten 26 der 36 Staaten die Änderung. Von den neun Staaten, die gegen die Ratifizierung stimmten, waren acht demokratisch geführt. Sämtliche zwölf Staaten, die bereits vor der Verfassungsänderung Frauen das volle Wahlrecht eingeräumt hatten, waren republikanisch geführt.

Am 18. August 1920 war Tennessee der 36. und letzte Staat, der per Verfassung zur Einführung des Frauenwahlrechts gezwungen wurde. Der US-Außenminister bestätigte die Änderung am 26. August 1920.

Ich bin mir sicher, viele hätten nicht gedacht, dass die Geschichte der beiden großen Partei der Vereinigten Staaten von Amerika so aussieht.

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