Der Nathan-Komplex als Online-Vortrag

Dem Corona-Virus zum Trotz gibt es meinen Vortrag „Der Nathan-Komplex“ nun auch online. NĂ€chster Termin: Montag, 26. April 2021 um 19 Uhr.

Sie sitzen sicher daheim und können live meinem Vortrag folgen, Fragen stellen und in ein GesprÀch eintauchen. Sollten Sie dem Vortrag folgen wollen, klicken Sie einfach auf diesen Link:

Montag, 26. April 2021 um 19 Uhr: https://us02web.zoom.us/j/85318526234?pwd=TnZWcGNwRzF5cnJBOHhLQ2xmNWRYUT09

Meeting-ID: 853 1852 6234
Kenncode: 443892

Der „Nathan-Komplex“ handelt von der zweitausend Jahre alten Kulturgeschichte der christlich-jĂŒdischen Beziehung und durchleuchtet dabei besonders drei jĂŒdische Figuren, die das Abendland geprĂ€gt haben: Jesus, Shylock und Nathan.

„Mit Humor und viel EinfĂŒhlungsvermögen versteht es Gerd Buurmann, die Dinge auf den Punkt zu bringen, den Menschen zu vermitteln, sie zum Denken anzuregen. Wir schĂ€tzen seine Arbeit, sein Engagement sehr.“ (Abraham Lehrer, VizeprĂ€sident des Zentralrats der Juden in Deutschland)

„Buurmann ist ein scharfsinniger Beobachter des Homo Politicus. So muss Herzensbildung, so muss Wahrheit sein.“ (Sandra Kreisler, Musikerin und KĂŒnstlerin)

„Rhetorisch gut strukturiert schaffte Gerd Buurmann es, das komplizierte Thema Antisemitismus auf eine so eingĂ€ngige und anschauliche Art und Weise darzulegen, dass man in den Gesichtern seiner Zuhörer förmlich sehen konnte, wie sie von Buurmanns Worten zum Nachdenken angeregt wurden.“
(Marc Neugröschel, Hebrew University, Jerusalem)

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Weitere Termine aufgrund hoher Nachfrage: „Schalom und Alaaf“

Im Jahr 321 wird die JĂŒdische Gemeinde in Köln erstmals schriftlich erwĂ€hnt. Das Jahr 2021 ist somit das JubilĂ€umsjahr 1700 Jahre schriftliche ErwĂ€hnung des Judentums am Rhein.

Gerd Buurmann prĂ€sentiert in diesem JubilĂ€umsjahr eine ganz besondere StadtfĂŒhrung.

Da in Deutschland in den ersten Monaten des Jahres 2021 keine StadtfĂŒhrungen draußen stattfinden dĂŒrfen, geht Gerd Buurmann alleine durch Köln und lĂ€dt Sie ein, ihn via Zoom von Ihrem Wohnzimmer aus zu begleiten, wĂ€hrend er viele spannende Geschichten ĂŒber das jĂŒdische Köln erzĂ€hlt.

„Schalom und Alaaf“
Ein Spaziergang durch das jĂŒdische Köln
mit Gerd Buurmann
am So, 18. April 2021 um 16 Uhr.

Welcher jĂŒdische Komponist aus Köln wird jeden Tag vom Glockenspiel des Kölner Rathausturms gespielt? Welcher jĂŒdische Bankier aus Köln fĂŒhrte im Jahr 1824 den Rosenmontagszug als Prinzessin Venetia an? Welcher jĂŒdische Dichter aus DĂŒsseldorf schrieb ein Gedicht ĂŒber die ewige Baustelle Kölner Dom? Diese und viele weiteren Fragen beantwortet Gerd Buurmann auf seiner humorvollen Reise durch das jĂŒdische Köln. Es gibt viel zu entdecken!

FĂŒr einen Zugang zu der StadtfĂŒhrung nutzen Sie am 18. April um 16 Uhr diesen Link: https://us02web.zoom.us/j/86056069319?pwd=KzhnNXdMOEcyVHIvb2MvRk1ROEs4dz09

Meeting-ID: 860 5606 9319
Kenncode: 636634

Weitere Informationen zu den Zugangsdaten zu der FĂŒhrung erhalten Sie unter: gerdbuurmann@hotmail.de

Der Eintritt betrÀgt 15,- Euro.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

„Mit Humor und viel EinfĂŒhlungsvermögen versteht es Gerd Buurmann, die Dinge auf den Punkt zu bringen, den Menschen zu vermitteln, sie zum Denken anzuregen. Wir schĂ€tzen seine Arbeit, sein Engagement sehr.“ (Abraham Lehrer, VizeprĂ€sident des Zentralrats der Juden in Deutschland)

„Heute Macbeth, morgen Jago, ĂŒbermorgen Kermit, der Frosch. Gerd Buurmann (1976 im Emsland geboren) ist einer der vielseitigsten KĂŒnstler in Köln.“ (Barbro Schuchardt von der Kölnischen Rundschau)

„So kam Wahlkölner und Multitalent Gerd Buurmann auf die Idee, virtuelle Touren im „Zoom“-Format anzubieten. Mit der Kamera besucht er PlĂ€tze des einstigen und heutigen jĂŒdischen Lebens in Köln, und der Zuschauer ist vom heimischen Wohnzimmer aus live dabei. Die Resonanz auf die ersten Termine fiel durchweg positiv aus. Statt einfach trockene Fakten „herunterzubeten“, sind seine Touren Darbietungen im Stil eines Straßentheaters, gleichermaßen unterhaltsam wie informativ.“ (Daniela Abels, Kölnische Rundschau, 30. Januar 2021)

„Gerd Buurmanns FĂŒhrungen sind nicht nur sympathisch, kurzweilig also besonders unterhaltend, sie sind auch reichlich gespickt mit wertvollen Hinweisen geschichtlicher ZusammenhĂ€nge.“ (Martin Fischer, Teilnehmer)

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Lieder von Viktoria Burkert

Meine wunderbare Frau, Viktoria Burkert, hat bisher sechs Lieder auf Tapfer im Nirgendwo vorgestellt.

„Die Ballade von Herrn Gruber“

„Hetero“

„Alles verloren“

„Party im BĂŒro“

„Liebeslied in drei Minuten“

„Schnee im April“

Sollten Ihnen dieser Lied gefallen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto (Produzent) oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Schreiben Sie als Verwendungszweck gerne „Viktoria“.

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Aethervox Ehrenfeld mit Gerd Buurmann

Jeden Donnerstag erscheint eine Folge des Podcasts Aethervox Ehrenfeld von Christian Schneider. Jeden Donnerstag heißt es: â€žGossip, Rants und ‎Lebenshilfe. Aus Köln.“

Hier gibt es alle frei verfĂŒgbaren Folgen mit Gerd Buurmann:

Am 15. April 2021 erschien Folge 362 mit Gerd Buurmann: FOLGE 362 – Kunstfreiheit

Am 14. Januar 2021 erschien Folge 349 mit Gerd Buurmann: FOLGE 349 – Kristallnacht

Am 1. Oktober 2020 erschien Folge 334 mit Gerd Buurmann: FOLGE 334 – Neusprech

Am 6. August 2020 erschien Folge 326 mit Gerd Buurmann: FOLGE 326 – Hofnarr

Am 11. Juni 2020 erschien Folge 318 mit Gerd Buurmann: FOLGE 318 – Legion

Am 16. April 2020 erschien Folge 310 mit Gerd Buurmann: FOLGE 310 – Androhung von Gewalt

Am 28. MĂ€rz 2019 erschien Folge 255 mit Gerd Buurmann: FOLGE 255 – Golan Heights

Am 7. April 2016 erschien Folge 92 mit Gerd Buurmann: FOLGE 92 – Tapfer im Nirgendwo

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler oder Betreiber von â€žTapfer im Nirgendwo“ unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

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UnterstĂŒtzen Sie Gerd Buurmann

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler, Blogger, Comedian, Schauspieler oder Meinungsmacher unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl via PayPal.

Wenn Sie finden, ein Text oder ein Kunstwerk von mir hat sie so wach gemacht wie eine Tasse Kaffee oder so munter wie ein Glas Bier, dann geben Sie gerne 2,- Euro.

NatĂŒrlich können Sie meine Werke auch wie Champagner oder einen edlen Rotwein behandeln, aber zögern Sie nicht, auch einfach mal nur den Preis einer Dose Cola zu ĂŒberweisen. Als Pfand bekommen sie prickelnde Texte zurĂŒck. Versprochen.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Sollten Sie kein PayPal-Konto besitzen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto. Meine Kontodaten erhalten Sie von mir via Mail oder Telefon. Kontaktieren Sie mich einfach:

gerdbuurmann@hotmail.de
016098520957

Alles Liebe
und Danke fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung,
Gerd Buurmann

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Der heiße Brei #6 – Ausgangssperre

Gerd Buurmann und Bernd Gast im GesprÀch mit sich selbst.

Wenn Sie das „Der heiße Brei“ unterstĂŒtzen möchten, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal. Schreiben Sie als Verwendungszweck bitte „Der heiße Brei“.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

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Freedom is dangerous

Humans are beings who are aware of their mortality. Humans are animals with morals. Humans are creatures who can invent worlds and create art. Humans make laws and throw parties. Humans experience community and measure themselves against each other. They laugh, sing, dance and bawl. They hug, cuddle, scuffle, wrestle and fight. People want to feel life. They want to get out. People want to make an impression. They want to let go sometimes and rule sometimes. People are free.

Freedom is dangerous.

The human species is a lout. The more anyone is forced to do something, no matter how right and important it may be, the will to resist increases, especially if measures suppress primeval human behavior.

I love freedom. It allows me to be a privatized communist who tries to be a just person. I rejoice when I succeed and I’m irritated when I fail. But when I’m imposed upon, when I’m declared to be a problem, a sense of resistance arises in me.

Of course, rules are needed to maintain a social community, but when the rules become inhumane, when the human being becomes the problem, either everything breaks down or oppression increases.

There are those who’ve lost their livelihoods during this state of emergency, whose relationships have been ruined and whose children are suffering depression. The crisis leaves behind desperate people who cannot eat cake in their home offices because there is already a shortage of bread. There are people for whom the soccer stadium, the theater, the pub or the club were vital distractions, and a social form of stress relief and anger management. All of those venues are closed.But, people need diversions. If they are deprived, they will devise their own diversions. They will go out on the streets.

When people feel the roof is falling on their heads, they will leave their homes. When they are at the end of their ropes, they will break the quarantine rules. They don’t need punishment. Nor do they need moral lectures from people who can afford wine in a crisis especially when they themselves are up to their necks in deep water.

Some can afford the lockdown. Many can’t.

If you want to support me, Gerd Buurmann, in my work as an author, artist and operator of this blog, please consider to transfer an amount of your choice to my account on PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

(Translation: William Wires)

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Wir wollen tanzen!

Überall in Europa erhebt sich tanzender Widerstand gegen die autoritĂ€ren Maßnahmen zur BekĂ€mpfung des Coronavirus. Menschen versammeln sich, um gemeinsam das Lied „Danser encore“ von HK zu singen und dazu zu tanzen. Tapfer im Nirgendwo prĂ€sentiert eine deutsche Übersetzung.

Wir wollen wieder weiter tanzen! Sehen, wie unsere Gedanken unsere Körper umschlingen. Verbringen wir unser Leben in Akkordfolgen.

Wir sind Zugvögel, weder zÀhmbar, noch brav. Wir schwören keine Treue, im Morgengrauen und unter allen UmstÀnden kommen wir, um die Stille zu brechen.

Und wenn am Abend im Fernsehen der gute Herr König gesprochen hat, gekommen, um das Urteil zu verkĂŒnden, sind wir respektlos, aber immer mit Eleganz.

Auto-U-Bahn-Arbeit-Konsum, Selbstattest, eigenhÀndig unterschrieben, verschreibungspflichtige AbsurditÀt. Und wehe dem, der denkt. Und wehe dem, der tanzt.

Jede autoritĂ€re Maßnahme, jeder ĂŒble Beigeschmack von Sicherheit, löst unser Vertrauen in Luft auf. Sie sind so beharrlich, im EinschrĂ€nken unseres Bewusstseins.

Lasst uns nicht beeindruckt sein von all diesen unvernĂŒnftigen Leuten, diesen VerkĂ€ufern der Angst im Überfluss, diesen Ängstlichen bis zur Schamlosigkeit. Wisst, wie wir sie auf Distanz halten.

FĂŒr unsere geistige Gesundheit, sozial und fĂŒr die Umwelt, fĂŒr unser LĂ€cheln, unsere Intelligenz, seien wir nicht ohne Widerstand die Instrumente ihres Wahnsinns.

Text im Original:

Nous on veut continuer Ă  danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords
Oh, non non non non non non
Nous on veut continuer Ă  danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords

Nous sommes des oiseaux de passage
Jamais dociles ni vraiment sages
Nous ne faisons pas allégeance
À l’aube en toutes circonstances
Nous venons briser le silence

Et quand le soir à la télé
Monsieur le bon roi a parlé
Venu annoncer la sentence
Nous faisons preuve d’irrĂ©vĂ©rence
Mais toujours avec élégance

Nous on veut continuer Ă  danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords
Oh, non non non non non non
Nous on veut continuer Ă  danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords

Auto-métro-boulot-conso
Auto attestation qu’on signe
Absurdité sur ordonnance
Et malheur Ă  celui qui pense
Et malheur Ă  celui qui danse

Chaque mesure autoritaire
Chaque relent sécuritaire
Voit s’envoler notre confiance
Ils font preuve de tant d’insistance
Pour confiner notre conscience

Nous on veut continuer Ă  danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords
Oh, non non non non non non
Nous on veut continuer Ă  danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords

Ne soyons pas impressionnables
Par tous ces gens déraisonnables
Vendeurs de peur en abondance
Angoissants, jusqu’Ă  l’indĂ©cence

Sachons les tenir Ă  distance
Pour notre santé mentale
Sociale et environnementale
Nos sourires, notre intelligence
Ne soyons pas sans résistance
Les instruments de leur démence

Nous on veut continuer Ă  danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords
Oh, non non non non non non
Nous on veut continuer Ă  danser encore
Voir nos pensées enlacer nos corps
Passer nos vies sur une grille d’accords.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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Ein paar Fragen an die Tagesschau

Sehr geehrte Damen und Herren der Tagesschau,

einen Bericht aus Amerika haben Sie wie folgt ĂŒberschrieben:

„In der NĂ€he von Minneapolis hat ein Polizist den 20-jĂ€hrigen Afroamerikaner Daunte Wright bei einer Verkehrskontrolle getötet.“

Da Sie sich fĂŒr eine gendergerechte Sprache stark machen, darf ich fragen, warum Sie einfach so angenommen und behauptet haben, die Person, die geschossen hat, sei mĂ€nnlich gewesen? Es war eine Polizistin!

Darf ich zudem fragen, warum sie die Hautfarbe zum Thema machen?

Da Sie es aber tun, darf ich fragen, welche Hautfarben die Polizist*innen haben, die ihn festgenommen hatten? Welche Hautfarbe hatte der Polizist, der ihn aus dem Auto zog?

Aber die wichtigste Frage ist: Warum ist Ihnen das alles so wichtig, dass Sie es in die Überschrift gepackt haben?

Martin Luther King Jr. sagte einst:

„Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden.“

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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„Mein Herz schlĂ€gt ruhig, aber ich bin richtig entsetzt, fassungslos. Das sollen Sie hören!“

Seit November 2020 ist der Spielbetrieb an den Theatern in Deutschland eingestellt. Schon davor waren die SpielstĂ€tten ĂŒber Wochen geschlossen. Sie durften nur fĂŒr einige Zeit unter starken EinschrĂ€nkungen und Auflagen, sowie mit deutlicher Reduzierung des Publikums öffnen.

Seit ĂŒber einem Jahr gibt es in Deutschland kein echtes Theaterleben mehr.

Johannes B. ist BĂŒhnenschauspieler und von dem Berufsverbot fĂŒr Theater besonders betroffen. Daher organisiert er regelmĂ€ĂŸig Demonstrationen in Köln, auf denen er sich kritisch mit den Maßnahmen auseinandersetzt, die von den deutschen Regierungen zur BekĂ€mpfung des Coronavirus‘ erzwungen werden. Über die inhaltliche Ausrichtung sagt er:

„Die VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit der Maßnahmen mit dem, was tatsĂ€chlich geschieht, da ist eine große Kluft zwischen. (…) Es gilt die Unschuldsvermutung. Und es ist nunmal mein Körper und wenn ich sage „Nein“, dann hat mir da niemand dran rumzufummel, weder mit einem LĂ€ppchen, noch mit einer Spritze.“

Über die AtmosphĂ€re auf den Demonstrationen, auf denen er sich seit Monaten befindet, sagt er:

„Bei uns geht es ganz und gar friedlich zu. Die Demos sind angemeldet. Wir haben eigentlich einen ganz guten Kontakt zur Versammlungsbehörde, auch zu den Polizisten vor Ort, das ist ganz friedlich. (…) Es tragen auch alle diese TĂŒcher im Gesicht, außer sie haben Atteste. Das wird dann auch immer kontrolliert. Also alles ist, wir machen es so geschmeidig, diesen ganzen Irrsinn und Wahnsinn machen wir so geschmeidig mit, wie das irgendwie geht. (…) Die HerzenswĂ€rme, die da ist, die lĂ€sst mich ganz gut wieder, wie sagt man, Resilienz finden, also wieder Steh-auf-MĂ€nnchen sein, die HerzenswĂ€rme unter den Menschen. Die Menschen dort sind so friedlich. Was immer in der Tagesschau kommt, ist, sage ich, inszeniert. Die großen Demos, es ist so eine schöne, stĂ€rkende AtmosphĂ€re.“

Diese Beschreibung beißt sich mit manchen negativen Aussagen ĂŒber die sogenannten „Querdenker“. Diese jedoch sind ihrerseits oft recht einseitig, bewertend und ideologisch gefĂ€rbt. Es herrscht ein großes Misstrauen.

Persönlich bin ich bisher an den Kölner Demonstrationen gegen die geltenden Anti-Corona-Maßnahmen immer nur zufĂ€llig vorbeigekommen. Manchmal blieb ich stehen und hörte zu, wenn es mir meine Zeit ermöglichte. Es sind Demonstrationen im Stil des offenen Dialogs, bei denen so ziemlich jeder Mensch, der etwas sagen oder prĂ€sentieren möchte, das Mikrophon bekommt. Dies fĂŒhrt dazu, dass es Wortmeldungen aus den unterschiedlichsten politischen Lagern gibt. Ich habe sowohl BeitrĂ€ge gehört, von denen ich was gelernt habe, als auch welche, bei denen ich nur den Kopf schĂŒtteln konnte. Bei einigen Wortmeldungen wurde ich sogar wĂŒtend und wenn ich eine Aussage gar nicht mehr ertragen konnte, habe ich den Platz verlassen.

Es ist im Grunde wie bei einer typischen Talksendung im Fernsehen. Da bin ich auch immer mindestens bei einem Gast völlig anderer Meinung. Nicht selten schĂŒttele ich sogar ĂŒber die Moderation den Kopf. Immer öfter schalte ich ganz einfach weg, so wie ich eben einfach einen Platz verlasse.

Am 10. April 2021 verließ auch der Schauspieler Johannes B. den Platz einer Demonstration auf dem Rudolfplatz in Köln, allerdings nicht freiwillig.

Es war eine Demonstration, bei der unter hundert Demonstrierende anwesend waren, was vermutlich dem Regenwetter geschuldet war. Der Regen war jedoch nicht der Grund fĂŒr Johannes B. zu gehen. In einem Interview bei „Der heiße Brei“ erklĂ€rt er den Grund:

„Es kamen also zwei Ordnungsamtler auf mich zu und forderten, mein Attest einzusehen. Ich trage keine Maske aus gesundheitlichen GrĂŒnden. Das ist gut belegt. Es gibt da ĂŒberhaupt keinen Zweifel dran und ich hatte ein gĂŒltiges Attest; ich sage, ich habe immer noch ein gĂŒltiges Attest, denn die Kurzversion ist: Es wurde konfisziert. Das Ordnungsamt hat es eingeleitet. Die Polizei hat sich da, wie ich meine, zum BĂŒttel machen lassen, aber das mĂŒssen die Menschen vor Ort selbst erkennen. Die Menschen vor Ort kennen mich gut, weil sie mich auch bei meinen Demos, wenn ich das leite, sehr gut beobachten. Das weiß ich. Plötzlich war dann mein Attest futsch. Ich bekam von irgendjemandem, den ich nicht kannte, einen blauen Durchschlag und eine Asservatennummer. (…)

Ich hatte vorher schon durch das Mikro gehört, jemand erzĂ€hlte durch das Mikro, dass ihm gerade sein Attest konfisziert worden ist. Dann sagte ich zu den Ordnungsamtlern, zu Mann und Frau waren das, sehr große Menschen, ich bin nicht so groß, aber fĂŒr mich sind sie sehr groß und sagte: „Ich habe gehört, das sie die Atteste konfiszieren. Das möchte ich nicht. Ich brauche dieses Attest um zum Beispiel im Supermarkt meine Lebensmittel zu kaufen.“ Und dann nickten beide und sagten: „Ja, wir möchten es nur sehen.“ Das war eine glatte LĂŒge. Das weiß ich heute.

Der eine drehte sich mit meinem Attest nach hinten weg, vom Ordnungsamt ging zur Polizei, die zahlreich vertreten war. Die Andere hatte mein Personalausweis in der Hand und dann bekam ich das Attest nicht wieder, denn sie hatten mit Blick auf den Namen des Arztes schlichtweg entschieden, das Attest sei ein Beweismittel in einem Strafverfahren gegen meinen Arzt. (…)

Dann war das Attest futsch. Es war hochgradig demĂŒtigend, insbesondere schlimm, weil mich Teile der Polizistinnen und Polizisten wirklich seit November mindestens kennen, seit ich die Demos am Heumarkt leite und wissen, dass ich jede Demonstration mit dem Satz beginne: „Ich begrĂŒĂŸe alle Menschen hier auf dem Heumarkt, ausdrĂŒcklich alle!“ Und ich meine immer alle. Ich meine alle Ordungsamtler, alle Polizisten, alle Teilnehmer, alle Passanten. Ich begrĂŒĂŸe immer aller Menschen auf dem Heumarkt und sage auch immer wieder wĂ€hrend meiner Moderation: „Wir wuppen das Ding hier immer gemeinsam.“ Und zwar meine ich damit die ganze Coronakiste.

Wir machen das hier gemeinsam. Es geht nicht darum, einander auszuschließen, in Konflikt zu geraten, also Konflikt in dem Sinne, dass wir einander bekriegen. Sondern es geht darum, diesen Auftrag, den wir ja hier nun durch das Leben gestellt bekommen haben, friedlich gemeinsam zu lösen. Da hat sich in den Monaten viel Vertrauen meinerseits auch aufgebaut und das wurde gestern massiv erschĂŒttert. (…)

Ich blieb dort stehen. Ich meine, es war annĂ€hernd eine halbe Stunde, sollte mich nicht vom Fleck rĂŒhren. Es war also richtig kalt. Ich machte so ein paar Schritte hin und her, aber ziemlich auf dem Fleck. Dann wurde ich angeraunt: „Bleiben Sie stehen!“ „Jetzt ist aber gut hier.“ Und dann habe ich Platzverweis bekommen, denn ich hatte ja kein gĂŒltiges Attest mehr bei mir. (…)

Das Attest wurde mir entwendet und dann wurde mir gesagt: „Sie haben kein Attest. Sie mĂŒssen gehen.“ Punkt. Und dann stand ich da. Und weil es mein Naturell ist, die Sache nicht weiter zu eskalieren, sondern grundsĂ€tzlich den Menschen auch in der Uniform zu erkennen, habe ich es nicht eskaliert, sondern habe schlichtweg dem Menschen, der mich dort am Besten beobachtet hat ĂŒber die Monate, habe ihm schlichtweg gesagt, warum ich mein Attest denn habe und er hat das gehört. Er hat mich verstanden. Und im Moment hatte ich das Empfinden, da sehe ich einen Mann, der noch ein paar Jahre Ă€lter ist als ich, aber Ă€hnlich meines Alters, der irgendwann mal zur Polizei gegangen ist, um zu schĂŒtzen. Das glaube ich dem komplett. Der ist zur Polizei gegangen, um bei den Guten zu sein. Und der hat im Moment verstanden, er schĂŒtzt die Bösen.

So klar mĂŒssen wir es benennen. Denn was hier geschieht, das ist Rechtsbruch, der unfassbar ist. Alles, was um diese Maskenproblematik geht, dass Kindern diese TĂŒcher ins Gesicht gezwungen werden. Vor zwei Jahren wĂ€re das noch als Kindesmisshandlung aufgenommen worden, also da wĂ€ren Eltern den Kindern weggenommen worden. Heute wird es durch, tja, seltsame KrĂ€fte in der Welt als gut benannt. Also den Mann, da bin ich mir sicher, den habe ich als Menschen erreicht, aber ich weiß nicht, welche Konsequenzen er zieht.

Der Platzverweis geht nur von der Polizei aus. Sie machen das als Amtshilfe. Deshalb sage ich, sie machen sich da, meines Erachtens, zum BĂŒttel, denn dieses Ordnungsamt ist hochbewaffnet. Die haben diese Elektroschocker im Halfter. Die kratzen auch gerne am Halfter rum. Die benehmen sich wie Polizei. Die stehen da rum, kommen immer zu nah, also sie sind immer auf dieser, auch jenseits von Corona wĂ€re das zu nah. Du stehst in der IntimsphĂ€re eines dir unbekannten. Das tust Du nicht. (…)

Dann wurde ich vor die Auswahl gestellt, also entweder ich gehe selbst, ich erhalte einen Platzverweis oder, wenn ich den nicht befolge, dann komm ich ins GefĂ€ngnis. Und dann sagte ich: „Vielen Dank. Ich bin entsetzt.“ Ich habe mehrfach gesagt: „Ich bin entsetzt.“ Dann sagte er zu mir: „Kommen Sie mal runter. Ich kenne Sie doch ganz anders.“ Und ich: „Ich bin aber entsetzt. Das dĂŒrfen Sie hören. Mein Herz schlĂ€gt ruhig, aber ich bin richtig entsetzt, fassungslos. Das sollen Sie hören!“ Und das hat er. Das haben auch die anderen. Aber das Ordnungsamt zeichnet sich immer dadurch aus, wenn es menschlich wird, dann rennen die weg. Das halten die nicht aus.“

Eine weitere Teilnehmerin erklÀrte auf Nachfrage:

„Mir wurde mein Attest schon aus der Hand gerissen, mein Mann und ich voneinander separiert, usw. Horror! Wenn ich jetzt Polizei oder Ordnungsamt sehe, dann sehe ich zu, dass ich Land gewinne, und das trotz gĂŒltigem Attest!“

Die Schilderungen wurde an die Polizei in Köln geschickt. Sobald eine Stellungnahme vorliegt, wird sie hier veröffentlicht:

„Vielen Dank fĂŒr Ihr Interesse an der Arbeit der Polizei Köln. Ihre Anfrage beantworte ich Ihnen wie folgt:

Das besagte Attest wurde aufgrund von Ermittlungen des Kriminalkommissariat 51 der Polizei Köln, wegen des Verdachts der Ausstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse, sichergestellt/beschlagnahmt. FĂŒr weitere Informationen bitte ich Sie, sich – aufgrund der Pressehoheit – an die Staatsanwaltschaft Köln zu wenden.“

Die Schilderungen wurde ebenfalls an die Staatsanwaltschaft Köln geschickt. Sobald eine Stellungnahme vorliegt, wird sie hier veröffentlicht:

(Die Polizei hat sich telefonisch gemeldet und erklÀrt, die Staatsanwaltschaft habe gebeten, dass die Polizei das mit mir klÀrt.

Der Polizist am Telefon erklĂ€rte mir, das Attest sei eingezogen worden, weil gegen den ausstellenden Arzt ermittelt werde. Auf die Frage, warum die Person des Platzes verwiesen wurde, obwohl noch kein Vergehen bewiesen sei und somit doch eigentlich die Unschuldsvermutung gelten mĂŒsste, erklĂ€rte der Polizist, es sei eine besondere Ausnahmesituation aufgrund von COVID und daher mĂŒsse besonders entschieden vorgegangen werden. Das sei, so erklĂ€rte er mir, seiner Meinung nach auch im Sinne der BĂŒrgerschaft.

Auf die Frage, was denn die Polizei gemacht hĂ€tte, wenn der Betroffene das Attest nicht in altmodischer Form auf Papier, sondern in digitaler und rechtsgĂŒltiger Form auf seinem Handy gehabt hĂ€tte, so wie man heute auch seinen Personalausweis digital mit sich fĂŒhren kann, vermutete die Polizei, dass es dann wohl nicht so einfach gewesen wĂ€re, das Attest einzuziehen.

Auf meine Frage, ob es nicht schwierig sei, es aus gesellschaftlicher Angst vor einem Virus mit den Grundrechten vielleicht nicht ganz so genau zu nehmen, erklĂ€rte der Polizist, dass diese philosophischen AbwĂ€gungen wichtig seien, er aber versichern könne, dass die Polizei immer im Rahmen der RechtmĂ€ĂŸigkeit handeln wĂŒrde.

Auf die Frage, warum die Situation gerade mit einem Menschen eskalieren musste, der der Polizei als außerordentlich kooperativ bekannt ist, erklĂ€rte der Polizist, dies werde nach Möglichkeit schnell auch mit der betreffenden Person geklĂ€rt.)

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Von Gesinde zu Adel

Bei der Sat1-Show „Promis unter Palmen“ hat ein offensichtlich sehr angetrunkener, wenn nicht gar rotzbesoffener Marcus Prinz von Anhalt erklĂ€rt, in seinen Augen seien homosexuelle MĂ€nner „ekelig“, „unnormal“ und „abartig“.

Die KĂŒnstlerin und Drag-Queen Katy BĂ€hm (bei Facebook Böhm) ist wie der Prinz von Anhalt ebenfalls Teilnehmerin bei „Promis unter Palmen“. Sie erklĂ€rt, die Aussage vom Prinzen sei von Sat1 geschnitten worden und er habe konkret folgendes gesagt:

„Schwule sind eklig. Euch sollte man die SchwĂ€nze abschneiden. In anderen LĂ€ndern werdet ihr zurecht umgebracht.“

Lieber Marcus Prinz von wo auch immer,

ich komme aus einer Familie, bei der noch die Urgroßeltern zum Gesinde gehörten. Daher von Gesinde zu Adel: Ganz nĂŒchtern möchte ich fragen, wie Sie es finden, wenn jemand sagen wĂŒrde:

„Adelige sind eklig. Euch sollte man die Köpfe abschneiden. In anderen LĂ€ndern wurdet ihr zurecht umgebracht.“

Was meinen Sie? Klingt das gut in Ihren adeligen Ohren?

Man sagt ja immer, „Adel verpflichtet“. Bei Ihren Aussagen sehe ich jedoch, dass es im Keller beim Gesinde anstĂ€ndiger zugeht als beim Adel.

Ich bin mal wieder richtig froh, in einer demokratischen Republik zu leben und liebe eine Drag Queen deutlich mehr als einen Dreck Prinzen.

HochachtungsnĂŒchtern,

BĂŒrger Gerd Buurmann

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Der heiße Brei #5 – Reitschuster

Gerd Buurmann und Bernd Gast im GesprÀch mit sich selbst.

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Dirks Corona Logbuch #4

Dirk Gebhardt ist einer der hinreißendsten und komischsten Menschen, die ich kenne. Am 27. MĂ€rz 2021 fiel bei ihm ein Corona-Schnelltest positiv aus. FĂŒr Tapfer im Nirgendwo schreibt er nun sein Corona-Logbuch. Klicken Sie hier fĂŒr Teil 3.

Logbuch einer Erkrankung – Sternzeit 080432,7

Wie zuletzt berichtet wollte das Gesundheitsamt meine Kontaktpersonen benannt bekommen. DafĂŒr verwies man mich auf die Seite www.rhein-sieg-kreis.de. Dort kann man dann auf „Kontaktpersonen melden“ gehen und los geht es. Erst muss man versichern, nicht zu lĂŒgen und auch die Datenschutzhinweise zu lesen.

Dann erst muss man versichern, getestet worden zu sein. Dann möchte der Kreis Daten von mir als Erkranktem und zwar Name, Adresse, Telefonnummer und Geschlecht, (ja, divers ist eine wÀhlbare Option).

Nachdem man das angegeben hat, fragt das Formular noch viele andere Dinge ab.

Danach wird man nach den Kontaktpersonen befragt. Es wird von mir verlangt, die folgenden Felder auszufĂŒllen:

Und noch diese Informationen:

Ich verstehe ja das Ansinnen des Gesundheitsamts, dass die Kontaktpersonen identifiziert werden mĂŒssen, aber dass das alles Pflichtfelder sind, das wundert mich doch sehr. Ich weiß doch die Privatadresse meiner Arbeitskolleg*innen gar nicht. Das geht mich auch nichts an. Habe ich ĂŒberhaupt die Befugnis, diese Daten zu erheben und rauszugeben?

Kurz frage ich mich, ob ich jetzt spontan Außendienstmitarbeiter beim Einwohnermeldeamt geworden bin. Verlangen die tatsĂ€chlich von mir, diese Daten zu erheben? Das kann ja nicht sein. Aber wenn ich nicht alle Pflichtfelder ausfĂŒlle, lĂ€sst mich das Formular nicht weiter machen. Also entweder ein vollstĂ€ndiger Datensatz oder es geht nicht weiter. Da bin ich als alter Datenschutzfreund doch einigermaßen verwundert.

Fragen wir doch mal beim mir als Ansprechpartner genannten BĂŒrgertelefon nach. Die werden es ja wissen, denke ich mir.

Erster Anruf am 31.03.2021 15:00 Uhr: „Leider sind alle Mitarbeiter im GesprĂ€ch – bitte rufen Sie spĂ€ter wieder an.“

Zweiter Anruf, auch 31.03.2021 16:15 Uhr: „Leider sind alle Mitarbeiter im GesprĂ€ch – bitte rufen Sie spĂ€ter wieder an.“

Die Anrufe drei bis vierundzwanzig (Sie ahnen es sicher bereits): „Leider sind alle Mitarbeiter im GesprĂ€ch – bitte rufen Sie spĂ€ter wieder an.“

Osterpause.  Wenn der Herr am Kreuz sterben und wiederauferstehen kann, wird sich die Pandemie ja bitte auch mal zurĂŒckhalten können. Es wird erstmal nicht gearbeitet, am BĂŒrgertelefon!

Anrufe 25 – 36 verliefen bislang nicht anders als zuvor. Oh doch, am Donnerstag wechselte die Ansage zu: „Leider sind alle Mitarbeiter im GesprĂ€ch. Sie finden viele Informationen auch auf der Seite des Rhein Sieg Kreises.“ (Wir erinnern uns, dort wurden die Fragen aufgeworfen, die ich gerne beantwortet haben wollte.)

Mittlerweile habe ich ein bisschen das GefĂŒhl, dass mir der berĂŒhmte Passierschein A38 fehlt und ich stelle mir vor, dass im BĂŒrgertelefon lediglich zwei stattliche Damen sitzen, Gisela und Barbara, die erstmal genĂŒsslich ein StĂŒck Bienenstich verspeisen und auf das klingelnde Telefon mit folgendem Satz reagieren: „Gisela, wir sind in einer Pandemie und nicht auf der Flucht! Der Bienenstich geht bitte vor!“

Ich bin frustriert.

Fortsetzung folgt!

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(TINDG)

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Schnee im April

Ein neues Lied von Viktoria Burkert.

Lied und Text: Viktoria Burkert * Kamera: Gerd Buurmann * Schneeaufnahmen: Mel * Copyright: Viktoria Burkert

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Eine kleine Frage in dieser Zeit

Stell’ Dir vor, ich hĂ€tte einen COVID-19 Test gemacht und der Befund wĂ€re negativ. Jetzt stehe ich vor Dir und sage Dir, dass ich COVID-19 negativ bin. Ich sage Dir aber auch, dass ich Dir den Befund nicht zeigen möchte, weil ich nicht in einer Welt leben möchte, in der ich beweisen muss, dass ich ungefĂ€hrlich bin. WĂŒrdest Du mir glauben? WĂŒrdest Du mich rein lassen? Vertraust Du mir?

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