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Journalistin in Nordirland erschossen

Die nordirische Journalistin Lyra Catherine McKee hatte vor noch nicht mal drei Wochen ihren 29. Geburtstag gefeiert. Am 18. April 2019 wurde sie erschossen.

Lyra McKee veröffentlichte mehrere Beiträge über den Nordirlandkonflikt. Die erste große Veröffentlichung war ein Blogeintrag aus dem Jahr 2014 mit dem Titel „Brief an mein 14-jähriges Ich“. In diesem Brief schreibt sie über die Herausforderungen des Aufwachsens als homosexuelle Frau in Belfast. Der Brief wurde später zu einem Kurzfilm gemacht.

Am 18. April 2019 wurde McKee bei Ausschreitungen in der Gegend von Creggan in Derry, Nordirland, erschossen.

Nach Polizeirazzien kam es zu Ausschreitungen. Jugendliche sprengten Benzinbomben und verbrannten zwei Fahrzeuge. Die Polizei teilte mit, ein Schütze habe auf Polizeibeamte geschossen und McKee, die in der Nähe eines gepanzerten Landrover der Polizei stand, soll dabei getroffen worden sein. Handyaufnahmen zeigen einen maskierten Schützen, der vermutlich Mitglied der „Neuen IRA“ ist.

McKee wurde in einem gepanzerten Landrover der Polizei ins Hospital gebracht, wo sie starb. Die britische Premierministerin Theresa May bezeichnete den Mord als „schockierend und sinnlos“. Sie sagte, McKee „starb mit großem Mut bei der Arbeit“.

Der irische Premierminister Leo Varadkar erklärte: „Unsere Solidarität gilt sowohl den Menschen in Derry als auch der gesamten Journalismusgemeinschaft. Wir können nicht zulassen, dass diejenigen, die Gewalt, Angst und Hass verbreiten wollen, uns in die Vergangenheit zurückziehen.“

Die Vertreter der wichtigsten politischen Parteien in Nordirland, DUP, Sinn Féin, UUP, SDLP, Alliance Party und Green Party, veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Ermordung von McKee verurteilten und als „einen Angriff auf alle Menschen dieser Gemeinschaft und Angriff auf den Frieden und die demokratischen Prozesse“ bezeichneten. Sie sagten auch, es sei „sinnlos und vergeblich, die in den letzten zwanzig Jahren erzielten Fortschritte zu zerstören, denn sie besitzen die Unterstützung der überwältigen Mehrheit aller Menschen.“

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Das Musical „The Book of Mormon“ vom 6. bis 17. November 2019 im Musical Dome in Köln

Das Musical „The Book of Mormon“ gehört mit neun Antoinette Perry Auszeichnungen für exzellentes Theater zu den erfolgreichsten Theaterstücken der USA. Es ist ein Stück über die Macht der Hoffnung, die selbst in dem absurdesten Glauben liegen kann.

Geschrieben und Komponiert wurde „The Book of Mormon“ von den beiden Erfindern der Zeichentrickserie „South Park“, Trey Parker und Matt Stone, sowie von dem Komponisten Robert Lopez, der ebenfalls das mehrfach ausgezeichnete Musical „Avenue Q“ schuf.

„The Book of Mormon“ nimmt Bezug auf die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und erzählt die Geschichte zweier junger Missionare, die in ein abgelegenes Dorf im Norden Ugandas gesandt werden, wo ein brutaler Warlord die Bevölkerung unterdrückt. Mit einer unfassbar komischen Naivität verbunden mit einem atemberaubenden Optimismus versuchen die beiden jungen Missionare, in einer grausamen Welt die Vorzüge der eigenen Religion anzupreisen.

Die Einheimischen zeigen sich jedoch wenig interessiert an dem amerikanischen Kult. Sie haben nämlich mit Hungersnöten, AIDS und rituellen Vergewaltigungen, denen auch viele Kindern und Säuglingen ausgesetzt sind, genug eigene Probleme. Als jedoch die Klitoris der jungen Frau Nabulungi Hatimbi verstümmelt werden soll, erkennt sie in der Erzählung des Missionars Arnold Cunnigham ihre letzte Hoffnung auf ein besseres Leben. Sie singt das Lied „Sal Tlay Ka Siti“, da sie so den Stadtnamen Salt Lake City versteht:

„Meine Mutter hat mir einmal von einem Ort mit Wasserfällen erzählt, wo Einhörner fliegen und es kein Leiden und keine Schmerzen gibt, wo gelacht wird, statt zu sterben. Ich dachte immer, sie hätte es sich ausgedacht, um mich in schmerzhaften Zeiten zu trösten. Aber jetzt weiß ich, dass dieser Ort echt ist. Jetzt weiß ich, wie der Ort heißt: Sal Tlay Ka Siti! (…)

Sal Tlay Ka Siti ist der perfekteste Ort der Welt. Die Fliegen beißen sich nicht in Deine Augäpfel und das menschliche Leben hat einen Wert. Der Ort ist kein Märchen. Er ist so real wie es nur geht. Es ist ein Land, in dem das Böse nicht existiert: Sal Tlay Ka Siti.

Du hattest recht, Mama. Du hast nicht gelogen. Der Ort ist echt und ich werde fliegen. Ich bin auf dem Weg. Bald wird das Leben nicht mehr so beschissen sein. Jetzt hat die Erlösung einen Namen: Sal Tlay Ka Siti.“

Das Lied gehört zu den emotional aufwühlendsten Momenten des Musicals. Auf der einen Seite lacht man, weil man weiß, was Stadt Salt Lake City ist, auf der anderen Seite weint man, weil man spürt, dass ausgerechnet die Religion der Mormonen die letzte Hoffnung ist, die die junge Frau hat, um die Kraft zu finden, sich gegen die frauenverachtende Politik der Genitalverstümmelung wehren zu können.

Dabei wird aber nicht übersehen, dass Missionierungen immer auch im Zusammenhang standen mit Kolonialisierung. In dem Lied „I am Africa“ wird der zu Rassismus mutierte gutmenschliche Anspruch, die „armen Menschen in Afrika“ zu retten, in brutalst komischer Weise dargestellt. Weiße Männer singen „Wir sind Afrika“:

„Ich bin Afrika. Mit der Kraft des Geparden erklingt meine Muttersprache.Wir sind Afrika! Wir sind der Herzschlag Afrikas, mit dem Nashorn, dem Erdmännchen und dem edlem König der Löwen. Wir sind die Winde der Serengeti. Wir sind der Schweiß des Dschungelmannes. Wir sind die Tränen von Nelson Mandela. Wir sind die verlorenen Jungen des Sudan. Ich bin Afrika, So wie Bono bin ich Afrika. Ich flog hier rein und wurde eins mit diesem Land! (…)

Wir sind das einzige Afrika. Und das Leben, das wir leben, ist primitiv und stolz! Wir sind Afrika! Wir sind das tiefste, dunkelste Afrika! Wir sind die Felder und fruchtbaren Wälder. Gut ausgestattet! Wir sind Afrika! Wir sind der Sonnenaufgang in der Savanne, ein Affe mit einer Banane, eine Stammesfrau, die keinen BH trägt. Afrikaner sind Afrikaner, aber wir sind Afrika!“

Selten wurde gutmeinender Rassismus brillanter persifliert. Dennoch wird keine Figur im Stück verurteilt und das ist die besondere Stärke des Musicals. „The Book of Mormon“ macht sich zwar massiv über Menschen und ihre Überzeugungen lustig, und persifliert die Naivität im Glauben im Allgemeinen und die Kultur der Mormonen im Besonderen, aber das Stück lässt keinen Augenblick einen Zweifel daran, dass die Religion der Mormonen auch nicht alberner ist als jeder andere Religion auch.

Bei „The Book of Mormon“ jagt ein Hit den nächsten. In „Hello“ singt ein Chor der Missionare, wie Mormonen von Haus zu Haus ziehen, um Menschen das Buch Mormon näher zu bringen.

In „Turn it of“ singen die Mormonen darüber, wie sie ihren sündenhaften Gedanken umgehen, was ist einer herrlich schulen Stepptanznummer endet.

In „All American Prophet“ wird die Geschichte der Mormonen so herrlich verarscht, dass man kurz überlegt, diesem wunderbar absurdem Glauben nicht einfach beizutreten.

Der größte Hit des Musicals aber ist „Hasa Diga Eebowai“. In diesem Lied klagen ugandische Dorfbewohner über ihre Sorgen und Nöte, die so schlimm sind, dass ihre Situation nur noch mit dem ständigen Rufen eines Sprichwortes zu ertragen sind: „Hasa Diga Eebowai!“ Sie singen:

„Es gibt nicht genug zu essen. Hasa Diga Eebowai! Menschen verhungern in den Straßen. Hasa Diga Eebowai! Es hat seit Tagen nicht mehr geregnet. Hasa Diga Eebowai! Achtzig Prozent von uns haben AIDS. Hasa Diga Eebowai! Junge Frauen werden beschnitten, die Klitoris wird ihnen weggeschnitten. Wir aber schauen in den Himmel und rufen: Hasa Diga Eebowai!“

(„Hasa diga Eebowai“ bedeutet übrigens „Fick Dich Gott“.)

„Wenn die Welt dich runterzieht und da ist niemand, dem Du die Schuld geben kannst, erhebe Deinen mittleren Finger zum Himmel und verfluche seinen elenden Namen! Wenn Gott Dich in Deinen Hintern fickt, fick ihn zurück in seine Fotze!

Falls Ihr nicht mögt, was wir sagen, dann versucht einfach mal, ein paar Tage hier zu leben. Seht all Eure Freunde und Familie sterben! Hasa Diga Eebowai! Fick Dich! Fick Dich Gott in Deinen Mund, in Deinen Arsch, in Deine Fotze!“

Auf arabisch bedeutet Gott „Allah“. „Hasa Diga Eebowai“ bedeutet somit auch „Fick Dich Allah“.

Was würde wohl geschehen, wenn so über Muslime gesungen werden würde? Wenn ich mir das vorstelle, kann ich nicht ernsthaft behaupten, es gäbe nur verschiedene Kulturen. Nein, die menschlichen Kulturen sind nicht nur verschieden. Sie sind auch unterschiedlich! Es gibt bessere und schlechtere Kulturen!

Meinungsfreiheit. Besser!
Gleichberechtigung der Geschlechter. Besser!
Kunstfreiheit. Besser!
Freiheit der Wissenschaft. Besser!
Religionsfreiheit. Besser!
USA. Besser!
Mormonen. Besser!

Mormonen sind besser, weil sie keine Ausschreitungen provozieren, keine Fahnen verbrennen, keine Todesurteile ausrufen und keine Morde verüben, nur weil ihr Glaube verarscht wurde. Die offizielle Antwort der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf das Musical ist von einer beeindruckenden Gelassenheit geprägt. Die Kirche erklärte offiziell, das Stück “The Book of Mormon” könne zwar für einen Abend unterhalten, aber das wahre Buch Mormon würde das ganze Leben durch Jesus verändern. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage schaltete sogar Werbeanzeigen in den Programmheften des Musicals mit diesen Slogans:

„Das Buch ist immer besser.“
„Sie haben das Stück gesehen … jetzt das Buch gelesen.“

Die Autoren des Musicals, Trey Parker und Matt Stone, kommentierten die Reaktion der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wie folgt:

“Das ist eine coole, amerikanische Antwort auf eine Verarsche – ein großes Musical, das in ihrem Namen erschaffen wurde. Bevor die Kirche reagierte, kamen ein Menge Leute zu uns und fragten: “Haben Ihr keine Angst davor, was die Kirche sagen wird?” Trey und ich sagten bloß: “Sie werden cool bleiben.” Und die Leute sagten: “Nein, werden sie nicht. Sie werden protestieren.” Und wir sagten: “Nein, werden sie nicht, sie werden cool bleiben.” Wir waren somit nicht von der Reaktion der Kirche überrascht. Wir glaubten an sie.”

Ich behaupte, bei “The Book of Islam” würde das alles ganz anders aussehen. Eine Komödie über den Koran ist unvorstellbar, selbst auf dem Broadway in New York. Da sage ich: „Hasa Diga Eebowai!“

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Frohe Festtage!

Heute ist Freitag, 19. April 2019.

Christen begehen heute Karfreitag. Ich wünsche daher allen Christen einen ruhigen Tag der Einkehr und für die kommenden Tage ein frohes Fest der Auferstehung. Für Euch ist dieses Lied der Army of Lovers:

Juden kommen heute zum Seder zusammen. Ich wünsche daher allen Juden einen frohen Tag der Freiheit und für die kommenden Tage eine schöne Zeit mit der Familie und Freunden. Für Euch ist dieses Lied der Army of Lovers:

Allen, die heute nichts feiern, wünsche ich einen wunderschönen Freitag im Frühling und viele weitere Tage in Frieden und Liebe. Für Euch ist dieses Lied der Army of Lovers:

Und all jenen, die besessen sind von den Army of Lovers, wünsche ich einen wilden Army of Lovers Tag. Für Euch ist dieses Lied der Army of Lovers:

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Allahu Akbar, da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt.

Die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales hat wieder gezwitschert:

„Allahu Akbar“ wird für viele Gefühlsregungen verwandt. Wie oft hab ich als Kind meine Mom rufen hören: „Allahu Akbar bist du stur“. Beim Spaziergang entlang der Corniche rufen Männer fröhlich Frauen zu: „Allahu Akbar, bist du schön“.

Leck mich am Arsch, da muss man erst mal drauf kommen! Ich könnte auch sagen, „Allahu Akbar, da muss man erst mal drauf kommen“, denn „Leck mich am Arsch“ wird auch für viele Gefühlsregungen verwandt. Es gab sogar mal Zeiten, da wurde von jedem Hans und Franz und zu so ziemlich jeder Gelegenheiten „Heil Hitler“ gerufen.

„Heil Hitler, iss den Teller leer.“
„Heil Hitler, ist das voll hier.“
„Heil Hitler, Du bist die schärfste Braut zwischen Maas und Memel.“
„Heil Hitler, bring schon mal die Kinder ins Bett, Magda.“

Zudem fällt auf, dass Sawsan Chebli hier überlaut nichts zu dem Sexismus sagt, wenn Männer Frauen hinterherallahuakbaren. Vermutlich haben einige Männer auch in der berüchtigten Kölner Silvesternacht 2015/16 „Allahu Akbar, bist Du schön“ gerufen.

Im Oktober 2017 war Chebli deutlich sensibler in Sachen Sexismus. Da schrieb sie:

Unter Schock – Sexismus

Vorfall: Ich sollte heute Morgen eine Rede halten. Vier Männer sitzen auf dem Podium. Ich setze mich auf den reservierten Platz in die erste Reihe. Vorsitzender vom Podium aus: „Die Staatssekretärin ist nicht da. Ich würde sagen, wir fangen mit den Reden dennoch an.“ Ich antworte ihm aus der ersten Reihe: „Die Staatssekretärin ist da und sitzt vor Ihnen. Er antwortet: „Ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind Sie auch so schön.“ Ich war so geschockt und bin es immer noch. Ich bin jedenfalls ans Pult: „Sehr geehrter Herr Botschafter a.D., es ist schön, am Morgen mit so vielen Komplimenten behäuft zu werden.“ Im Saal herrschte Totenstille. Dann habe ich meine Rede abwechselnd in deutscher und englischer Sprache frei gehalten. Es war ein internationales Forum.

Klar, ich erlebe immer wieder Sexismus. Aber so etwas wie heute habe auch ich noch nicht erlebt.

Wie hätte Sawsan Chebli damals wohl reagiert, wenn der Vorsitzende fröhlich vom Podium aus gerufen hätte:

„Allahu Akbar, ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind Sie auch so schön.“

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Hätte die Tagesschau das erwähnen müssen?

Am 13. April 2019 zeigte die Tagesschau ab Minute 8 dieses Bild:

Sehr geehrte Tagesschau,

leider lassen Sie in Ihrer Nachricht eine Menge unerwähnt und ermöglichen es daher ihren Zuschauerinnen und Zuschauern nicht, sich ein informiertes Bild von der Situation zu machen. Sie lassen vor allem den Judenhass unerwähnt.

Die Gründungscharta der Hamas verlangt die vollständige Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes, sowie die Zerstörung des Staates Israels. In Artikel 7 heisst es:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Hätte die Tagesschau das nicht wenigstens erwähnen müssen?

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah im Süden des Gazastreifens:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Hätte die Tagesschau das nicht wenigstens erwähnen müssen?

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt:

„Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk.“

Hätte die Tagesschau das nicht wenigstens erwähnen müssen?

Im April 2018 wurde in Gaza die Hakenkreuzflagge gehisst:

Hätte die Tagesschau das nicht wenigstens erwähnen müssen?

Die Tagesschau hat all das nicht erwähnt. Warum? Ist es nicht wichtig? Würde die Tagesschau bei den Nationalsozialisten auch zu dem Judenhass schweigen?

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Zu der Fatah gibt es ebenfalls ein paar Fragen. Mahmud Abbas sagte einst: „In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten.

Am 1. Mai 2018 hielt Abbas vor dem Palästinensischen Nationalrat eine judenfeindliche Rede, in der er den Juden die Schuld am Holocaust gab. Er erklärte, die Vergasung der Juden sei eine Reaktion auf das „soziale Verhalten“ der Juden gewesen. Dazu zählte er unter anderem das Verleihen von Geld.

Hätte die Tagesschau all das nicht auch wenigstens erwähnen müssen? Wie stehen all diese Worte und Taten der Fatah in Zusammenhang mit der verkürzten Behauptung, die Fatah lasse sich auf Friedensverhandlungen ein und strebe eine Zweistaatenlösung an?

Warum schweigt die Tagesschau zum Judenhass?

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Chebli, der Mond und Israel

Die israelische Raumsonde Bereshit (Im Anfang) scheiterte beim Landeversuch auf dem Mond und zerschellte. Damit wurde für die kleine Nation die Hoffnung zerschlagen, als vierte Nation der Welt nach den USA, Russland und China auf dem Erdtrabanten zu landen. Die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, kommentierte den Absturz wie folgt:

„To the moon and beyond? Nein. Weder Frieden noch Mond.“

Bei einem solchen Tweet frage ich mich, was Sawsan Chebli wohl geschrieben hätte, wenn Bereshit erfolgreich gelandet wäre. Vermutlich hätte sie irgendwas von einer illegalen jüdischen Besatzung auf dem Mond gefaselt und Deutschland aufgefordert, sich dafür stark zu machen, diesen Akt der Aggression bei den Vereinten Nationen verurteilen zu lassen.

Ein paar Tage vorher schrieb Sawsan Chebli folgende Zeilen auf Twitter:

„Nehme es am Samstag mit nach Israel. Da herrscht dann hoffentlich eine andere Welt.“

Eine andere Welt! Darunter macht es Sawsan Chebli nicht. Eine andere Regierung reicht ihr im Falle von Israel nicht. Es muss gleich eine ganz andere Welt sein.

Wer so über ein kleines Land schreibt, gibt sich nicht viel Mühe, die eigene Verachtung zu verbergen. Warum die SPD dieses Verhalten ignorierend durchgehen lässt, bleibt ein Geheimnis dieser Partei.

Die SPD schwieg auch, als Sawsan Chebli auf den österreichischen Kanzler reagierte, nachdem jener den amtierenden Premierminister Israels zu einer erfolgreichen, demokratischen Wahl gratuliert hatte. Sie nutzte ihre Zeilen, um Israel zu kritisieren.

Zwischen all diesen Tweets liegen nur wenige Tage. Kein anderes Land wird von Sawsan Chebli derart in den Fokus und in die Kritik genommen. Dies stößt so übel auf wie die Grammatik in diesem Fall:

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Geistreich

„Vorträge über Antisemitismus haben Konjunktur. Gerd Buurmann macht es anders. Ebenso unverhofft wie kurzweilig erzählt er mit glänzender schauspielerischer Leistung über zweitausend Jahre Kulturgeschichte. Der Nathankomplex ist vieles. Er wehrt Fehlinterpretationen von Heine ab, lässt zweifeln, aber auch hoffen. Judenfeindschaft hat Traditionen, weiß Buurmann. Sie setzt jahrhundertealte Topoi fort, ist in der christlichen Kultur und den Gepflogenheiten der internationalen Staatengemeinschaft zu identifizieren. Diesen Umstand hat auch das Konstanzer Publikum goutiert. Man müsse die eigene Position zu Israel überdenken, hieß es dort. Die ältere deutsche Sprache hält für Buurmann einen Begriff bereit: Gerd Buurmann ist geistreich. Man muss ihn sehen.“

Dies schrieb Lasse Stodollick, nachdem er meinen „Nathan-Komplex“ in Konstanz gesehen hatte. Sollten Sie Interesse an dem Vortrag haben, erreichen Sie Gerd Buurmann per Mail: gerdbuurmann@hotmail.de

Der Nathan-Komplex
Ein Theater-Vortrag und Kammerspiel von Gerd Buurmann

„Mit Humor und viel Einfühlungsvermögen versteht es Gerd Buurmann, die Dinge auf den Punkt zu bringen, den Menschen zu vermitteln, sie zum Denken anzuregen. Wir schätzen seine Arbeit, sein Engagement sehr.“ (Abraham Lehrer und Chana Bennett im Namen der Synagogen-Gemeinde Köln)

Mit seinem Vortrag „Der Nathankomplex“ nähert sich Gerd Buurmann auf kultur-historische Weise der Frage nach den Gründen für das schwierige christlich-jüdische und das nicht minder schwierige deutsch-israelische Verhältnis. Marc Neugröschel von der Hebrew University in Jerusalem schreibt:

„Gerd Buurmann ist es mit seiner gewinnenden Art gelungen, die Menschen im Publikum für die antisemitische Doppelmoral zu sensibilisieren, die zu einseitigen Verurteilungen des Staates Israel führt. Rhetorisch gut strukturiert und mit Hilfe schauspielerischer Einlagen, schaffte er es, dieses komplizierte Thema auf eine so eingängige und anschauliche Art und Weise darzulegen, dass man in den Gesichtern seiner Zuhörer förmlich sehen konnte, wie sie von Buurmanns Worten zum Nachdenken angeregt wurden.“

Gerd Buurmann untersucht dabei besonders drei jüdische Charaktere, die die abendländische Kultur besonders geprägt haben: Jesus, Shakespeares Shylock und Lessings Nathan der Weise. Dr. Karl Thönnissen von der VHS Aachen erklärt:

„Gerd Buurmann eröffnet in seinem Vortrag über den „Nathankomplex“ neue und erhellende Perspektiven auf das schwierige deutsch-jüdische Verhältnis: Er konfrontiert das Publikum aber nicht nur mit triftigen Argumentationen und wenig bekannten Fakten, er zieht es auch emotional in seinen Bann, wenn er sich binnen Sekunden und ohne Kostümwechsel in Shakespeares Shylock verwandelt und so die Zuschauer schmerzlich nah an einem jüdischen Schicksal teilnehmen lässt.“

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