Stadtführungen mit Gerd Buurmann

Sie haben Interesse an einer Stadtführung mit Gerd Buurmann durch Köln? Hier können Sie einen individuellen Termin vereinbaren: Hier klicken!

„Statt einfach trockene Fakten „herunterzubeten“, sind seine Touren Darbietungen im Stil eines Straßentheaters, gleichermaßen unterhaltsam wie informativ.“ (Daniela Abels, Kölnische Rundschau, 30. Januar 2021)

Folgende Themen stehen zur Auswahl:

Schalom und Alaaf:

Erstmals wird jüdisches Leben in Köln im Jahre 321 schriftlich erwähnt. Seit dem ist sehr viel passiert in der Stadt am Rhein. Als Kind spielte der Sohn des Kantors an der Kölner Synagoge, Jaques Offenbach, Musik am Neumarkt und Simon Oppenheim spielte im Jahr 1824 und in den folgenden Sessionen die Prinzessin Venetia im Rosenmontagszug.

Heinrich Heine in Köln:

Ein bedeutender Teil des Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine spielt in Köln. Erleben Sie die Verse Heines an den originalen Schauplätzen. Heine streitet sich mit den Heiligen Drei Königen, tröstet Vater Rhein, besingt den Rheinwein und gibt noch viele weitere zum Teil urkomische Einblicke in Köln.

Unser Stammbaum:

Köln ist eine bunte Stadt. Das Eau de Cologne duftet wie Italien nach einem Sommerregen, der Kölner Dom wurde im Jahr 1965 als Moschee genutzt und die Holländer wurden mit Bier auf dem Rhein reich. Erleben Sie die vielfältige und multikulturelle Geschichte Kölns.

Alles fließt:

Die drei bekanntesten alkoholischen Flüssigkeiten Kölns sind Kölsch, Rheinwein und das Eau de Cologne. Was wissen Sie alles über diese drei Flüssigkeiten? Hier erfahren Sie feucht-fröhliche, aber auch erstaunliche Dinge.

Kabarettistische Führung:

Erleben Sie Köln von der komischen Seite. Die Stadt der ewigen Baustellen, in der Blutwurst als Kölsche Kaviar durchgeht, bietet viele Gründe zum Lachen.

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Der Loreley-Komplex

Der Loreley-Komplex ist mehr als nur ein Vortrag. Es ist eine lyrische Reise durch Deutschland und tief hinein in die deutsche Seele. Was bedeutet es, deutsch zu sein? Dieser Frage nähert sich Gerd Buurmann mit Gedichten von Heinrich Heine und einigen eigenen originellen Gedanken. Wenn Sie Interesse an diesem Vortrag haben, melden Sie sich einfach unter gerdbuurmann@hotmail.de oder telefonisch unter: 016098520957

„Auf den Spuren von Heinrich Heine – Zwei Stunden hat Gerd Buurmann seine Zuhörer in den Bann gezogen. „Das war super, das war einmalig, das war mehr“, so der Zuruf der Gäste, die im Stehen applaudierten. (…) Sein spektakulärer Parforceritt durch Deutschland mit dem Wintermärchen war eine imposante Klarstellung der Haltung des Lyrikers.“ (Bettina Schaller, Badische Zeitung, 8. September 2021)

Gerd Buurmann verkörpert brillant den kritischen jüdischen Autor Heinrich Heine. (…) Heines/Buurmanns Interpretation von „Deutschland. Ein Wintermärchen“ ist durchschlagend.“ (Olaf Neopan Schwanke, Siegener Zeitung, 8. Februar 2020)

„Gerd Buurmann ist ein großartiger Mann und Visionär. Er sprengt Grenzen und baut Brücken. Er kämpft für Menschenrechte, kämpft für Chancengleichheit und steht bei Ungerechtigkeiten auf und weist nicht nur drauf hin. Er tut etwas dagegen. Er ist ein großartiger Künstler.“ (Lea Tunes, Rapperin, 14. November 2019)

„Heute Macbeth, morgen Jago, übermorgen Kermit, der Frosch. Gerd Buurmann (1976 im Emsland geboren) ist einer der vielseitigsten Künstler in Köln.“ (Barbro Schuchardt, Kölnische Rundschau)

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Der Nathan-Komplex

Der Nathan-Komplex ist mehr als nur ein Vortrag. Es ist ein Kammerspiel über eine zweitausendjährige Beziehung zwischen Christen und Juden mit Texten von Heinrich Heine, William Shakespeare und einigen eigenen originellen Gedanken. Wenn Sie Interesse an diesem Vortrag haben, melden Sie sich einfach unter gerdbuurmann@hotmail.de oder telefonisch unter: 016098520957

„Mit Humor und viel Einfühlungsvermögen versteht es Gerd Buurmann, die Dinge auf den Punkt zu bringen, den Menschen zu vermitteln, sie zum Denken anzuregen. Wir schätzen seine Arbeit, sein Engagement sehr.“ (Chana Bennett und Abraham Lehrer im Namen der Synagogen-Gemeinde Köln)

„Rhetorisch gut strukturiert und mit Hilfe schauspielerischer Einlagen, schaffte Gerd Buurmann es, das komplizierte Thema Antisemitismus auf eine so eingängige und anschauliche Art und Weise darzulegen, dass man in den Gesichtern seiner Zuhörer förmlich sehen konnte, wie sie von Buurmanns Worten zum Nachdenken angeregt wurden.“ (Marc Neugröschel, Hebrew University, Jerusalem)

„Gerd Buurmann ist ein exzellenter Schauspieler, der es versteht, selbst alte, vielleicht sogar antiquierte Texte so zu präsentieren, dass man das Heutige erkennt und die zutiefst menschliche Figur des Dargestellten mitfühlt. Kassische Texte, politische innere Erdbeben und logische Erkenntnis daraus präsentiert er mit Humor und Leichtigkeit. So muss Herzensbildung, so muss Wahrheit sein.“ (Sandra Kreisler, Musikerin und Künstlerin)

„Gerd Buurmann konfrontiert das Publikum aber nicht nur mit triftigen Argumentationen und wenig bekannten Fakten, er zieht es auch emotional in seinen Bann, wenn er sich binnen Sekunden und ohne Kostümwechsel in Shakespeares Shylock verwandelt und so die Zuschauer schmerzlich nah an einem jüdischen Schicksal teilnehmen lässt.“ (Dr. Karl Thönnissen, Volkshochschule Aachen)

„Vorträge über Antisemitismus haben Konjunktur. Gerd Buurmann macht es anders. Ebenso unverhofft wie kurzweilig erzählt er mit glänzender schauspielerischer Leistung über zweitausend Jahre Kulturgeschichte. Der Nathan-Komplex ist vieles. Er wehrt Fehlinterpretationen von Heine ab, lässt zweifeln, aber auch hoffen. Gerd Buurmann ist geistreich. Man muss ihn sehen.“ (Lasse Stodollick, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Bodensee-Region)

„Mit dem „Nathankomplex“ ist Gerd Buurmann etwas Einzigartiges gelungen, das es in Deutschland und womöglich in ganz Europa so noch nicht gibt: die Erklärung für den Judenhass und den Antizionismus, untermalt mit Auszügen aus Gedichten von Heinrich Heine; hauptsächlich aber mit „Nathan der Weise“ und Shylock. Gerd Buurmann brillierte in seinem jüdischen Kammerspiel mit schauspielerischer Hochkunst, bestehend aus jüdischem Humor à la Woody Allen, melancholischen Heine-Versen, kunstvoller Rede und mit wortgewaltigen Shakespeare-Einlagen. (…) Mit großem schauspielerischem Talent, Stand-Up-Comedy-Einlagen und mit Liebe zu historischen und theologischen Details verknüpfte Gerd Buurmann seine Erkenntnisse, vor allem die über das Judentum, zu einem spannenden anderthalbstündigen Thriller.“ (Simone Schermann, Jüdische Rundschau, Oktober 2021)

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Die Kunst gegen Bares ist wieder da!

Die Kunst gegen Bares in Köln ist endlich zurück. Jeden Montag um 19:30 Uhr im ARTheater, Ehrenfeldgürtel 127.

Der Eintritt zur Show beträgt 9,- Euro. Für den Einlass ist ein Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines aktuellen negativen Tests notwendig.

Kunst gegen Bares

Künstlerinnen und Künstler präsentieren auf der Bühne des ARTheaters ihre Talente – vom Schauspielmonolog zum Kabarettbrüller, von eigenen Gedichten bis zur Eier-Jonglage im Kopfstand – eigentlich eine typische Offene Bühne Show. Kunst gegen Bares ist die Muppet Show, nur mit Menschen statt Schweinen, Fröschen, Hunden und Bären. Alles nach dem Motto von Onkel Kermit: “Nimm, was Du hast und flieg damit!“

Das Besondere ist zudem die Form, wie die Kunst entlöhnt wird. Das Publikum entscheidet selbst, wieviel Bares die jeweilige Kunst wert ist. Vor jeder Künstlerin und vor jedem Künstler steht ein eigenes Sparschwein, in das nach Gutdünken Geld geworfen werden kann. Bei der Kunst Gegen Bares trifft Kunst auf Kapital, und alles ohne Zwischenhändler! Hier ist das Publikum Chef!

Es gibt genau sieben Regeln für die Kunst gegen Bares:

1. Zuschauer und Künstler kommen den selben Weg und sitzen zusammen im Publikum.

2. Die Künstler werden von der Moderation aus dem Publikum auf die Bühne geholt.

3. Die Präsentationszeit muss für alle Künstler gleich beschränkt sein.

4. Jeder Künstler erhält nach der Präsentation ein Sparschwein.

5. Das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren.

6. Das Geld in den Sparschweinen geht zu 100 % an die Künstler.

7. Der Künstler oder die Künstlerin mit dem meisten Geld wird zum „Kapitalistenschwein des Abends“ gekürt.

Unterstützt vom Kulturamt der Stadt Köln.

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Unterstützen Sie Gerd Buurmann

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Wenn Sie finden, ein Text oder ein Kunstwerk von mir hat sie so wach gemacht wie eine Tasse Kaffee oder so munter wie ein Glas Bier, dann geben Sie gerne 2,- Euro.

Natürlich können Sie meine Werke auch wie Champagner oder einen edlen Rotwein behandeln, aber zögern Sie nicht, auch einfach mal nur den Preis einer Dose Cola zu überweisen. Als Pfand bekommen sie prickelnde Texte zurück. Versprochen.

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Alles Liebe
und Danke für Ihre Unterstützung,
Gerd Buurmann

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Wenn ein vorsorgliches Töten „leider“ nicht möglich ist

Thomas Umbehaue schreibt seit über zehn Jahren als Lokalreporter für den Stadtspiegel Essen. Für gewöhnlich berichtet er über Dinge, die in Essen und Umgebung passieren. Dabei hat er es zu einer erstaunlichen Reichweite geschafft. Laut eigener Aussage schaffte er im letzten Jahr den „Sprung von 10.000 Lesern auf 1.000.000.“

Am 23. November 2021 präsentierte er seinen Leserinnen und Leser eine ganz besondere Glosse. Unter der Überschrift „ENDLICH MAL KLARTEXT – Geimpft, Genesen oder Gestorben das sind die Aussichten für den Winter“ stellte er die Frage, ob nicht die Impfungen gegen Corona durch Polizeibeamte erfolgen sollten. Man hätte zum Beispiel bei „den Demos der ewig gestrigen (…) die Personen doch schon zusammen und könnte direkt ohne Termin Impfungen durchführen.“

Seine Glosse beendet er mit den Worten: „Keulen, wie bei der Vogel oder Schweinegrippe ist ja leider nicht möglich.“

Unter dem Keulen versteht man das vorsorgliche Töten von Tieren, um die Weiterverbreitung von Seuchen zu verhindern.

Das ist ja mal richtig komisch. Nicht nur erklärt Thomas Umbehaue Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, zu Tieren, er findet es auch schade, dass man sie nicht vorsorglich töten kann, um die Verbreitung von Corona einzudämmen.

Selten so gelacht!

Mittlerweile wurde diese Glosse vom Netz genommen.

Kurt Tucholsky sagte einst, Satire dürfe alles. Natürlich darf auch Thomas Umbehaue jeden Witz machen, egal wie geschmacklos er ist. Ich darf aber auch auf diese Geschmacklosigkeit reagieren. Wie nur finde ich die richtigen Worte? Ich versuche es mal so:

Thomas Umbehaue ist kein Kurt Tucholsky. Sein Humor lässt sogar vermuten, dass er geistig eher bei jenen Gestalten zu finden ist, gegen die Kurt Tucholsky am Ende seines Lebens angeschrieben hat.

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Inzidenzwert in Köln sinkt

In Köln sinkt die Inzidenzzahl massiv!

Die ausgiebigen Kölner Karnevalsfeierlichkeiten vom 11. November liegen exakt zwei Wochen zurück und der Inzidenzwert in Köln fällt. Lag er am 23. November noch bei 331,9 Punkten, so wird er am 25. November von der Stadt Köln mit 288 angegeben.

Der Inzidenzwert in Köln ist somit in nur zwei Tagen um über 40 Punkte und somit in dieser kurzen Zeit um über 12% gefallen.

Allerdings wird aus einigen Kreisen behauptet, es handele es sich dabei um einen Fehler, weil angeblich keine neuen Infektionsfälle angeben worden seien. Es sollen aufgrund eines Übermittlungsfehlers an einem ganzen Tag sogar null Nullinfektionen gemeldet worden seien.

In dieser sehr heiklen Zeit würde Köln doch bestimmt keine falsche Zahl kommunizieren, oder? Bei so einer verheerenden Panne hätte die Stadt Köln doch gewiss am 25. November 2021 verantwortungsvoll folgendes kommuniziert.

„Die Inzidenzzahl liegt bei 331,9 (Quelle: RKI, Stand: 23. November 2021, aktuelle Daten liegen aufgrund einer Panne nicht vor).“

Die Stadt Köln würde doch keine falsche Zahl kommunizieren, vor allem dann nicht, wenn sie aufgrund eines Fehlers so massiv gesunken ist und dadurch einen falschen Trend suggeriert. Das würde Köln doch niemals tun, oder?

Quelle: Stadt Köln

Doch!

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Das Evangelium nach Corona

Und Jesus nahm das Brot, verteilte es unter den Geimpften und sprach: „Die Weitergabe an Personen, die weder geimpft oder genesen sind, ist nicht erlaubt.“

Wort des lebendigen Gottes:

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Da machte sich auf auch Josef, dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten keinen Impfausweis für die Herberge.

(…)

Zu einem hohen Fest zog Jesus hinauf nach Jerusalem. Am Schaftor waren fünf Hallen in denen lagen viele Kranke. Es war aber dort ein Mensch, der war ungeimpft. Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er ungeimpft war, sprach er zu ihm: „Du verstopfst hier die Betten, du egoistischer, unsolidarischer Tyrann. Wahrlich ich sage dir: Selber Schuld. Hättest du dich doch nur impfen lassen. Krepier doch!“

(…)


Und Jesus ging auf einen Berg und seine Jünger schalteten sich aus dem Home Office dazu. Er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: „Selig sind, die erklären, geimpft zu sein. Selig sind die Unversöhnlichen; denn sie erhöhen die Impfquote. Selig sind, die Ungeimpfte ausgrenzen; denn sie gefallen Gott. Selig seid ihr, wenn ihr Menschen schmäht, wenn sie sich nicht an die Anti-Corona-Maßnahmen halten.“

(…)

Früh am nächsten Morgen kam Jesus in den Tempel. Da brachten die Schriftgelehrten ihm eine Frau, die nicht geimpft war, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: „Meister, diese Frau ist nicht geimpft. Was sagst du, was sollen wir tun?“ Jesus richtete sich auf und sprach zu ihnen: „Wer unter euch geimpft ist, der werfe Steine auf sie, denn sie hat Schuld auf sich geladen. Dank ihr droht der nächste Winter im Lockdown.“

(…)

Und als Jesus gekreuzigt wurde, sprach ein Mann, der neben ihm am Kreuze hing: „Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!“ Und Jesus sprach zu ihm: “Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Himmelreich sein. Denn wir hängen hier im Mindestabstand von 1,5 Meter, so wie es geschrieben steht.“

Lasset und singen, wie wir es im letzten Jahr taten:

„Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dann ruft das Ordnungsamt, denn es ist ein Verstoß gegen die Coronaschutzmaßnahmen.“

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Danke Adam Sandler!

Eine musikalische Danksagung von Jens Eike Krüger.

Es wäre leichter vor meiner Tür stände jetzt ein Sack Zement, als der, der da grad steht in Tränen und im Unterhemd, der jetzt auf meiner Couch liegt und erst in drei Tagen geht und gerade nur aus einer Bettdecke und einem Arm besteht, mit dem er abwechselnd ein Eis und eine Fernbedienung hält und sich daran krallt, wenn Mama am Telefon erzählt, dass noch viele Mädchen kommen und viele Mädchen gehen und die Jungs von heute einfach alles viel zu kritisch sehen.

Du bist wieder mal alleine, Deine Mum ist eine MILF, manchmal ist es gut, wenn man weiß, dass nichts hilft. Wo immer grad ein Mädchen ist, wird sie von wem anderen verführt und wir schauen Filme mit Adam Sandler, weil man dabei nichts spürt.

Und wir saßen da als Teenager zwischen Big Daddy und Mr. Deeds, als uns ein Soundtrack offenbarte, was es für Gefühle gibt. Heute wirkt alles weit weniger energetisch auf dem schmalen Grad zwischen Pathos und pathetisch.

Du bist wieder mal alleine, Deine Mum ist eine MILF, manchmal ist es gut, wenn man weiß, dass nichts hilft. Wo immer grad ein Mädchen ist, wird sie von wem anderen berührt und wir schauen Filme mit Adam Sandler, weil man dabei nichts spürt.

Wir sind die Letzten der Kommune und wir ziehen hier niemals aus, bis die Bullen uns hier raus ziehen, aus diesem Lichspielhaus. Sieben Milliarden Euro und weder Herz noch Plot dahinter und wir könnten anderen danken, aber wir danken Adam Sandler, denn wir haben das große Rad gesehen, es lässt sich nicht vermeiden, Leben bedeutet Fühlen, und Fühlen bedeutet Leiden. Wir sind noch keine Hinduisten, aber das hier ist ein Sampler. Andere haben ihren Yogi – wir haben Adam Sandler.

Danke Adam. Danke Adam Sandler!

Hier steht ein armer Junge, wo einmal eine Band war. Wir suchen Wege aus dem Samsara mit Adam Sandler.

Live-Version des Songs. Aufgenommen in der Hertzkammer. Mit Artur Schulz (Gitarre) und Moritz Gröger (Drum). Online gestellt ganz besonders für Viktoria Burkert.

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(TINJEK)

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Tattoo

Eine musikalische Trauerrede von Cassy Carrington.

Die Tattoos auf Deiner Haut hab ich mir oft angeschaut, Dich gefragt, woher die Bilder sind, nicht geahnt, dass unsere Zeit verrinnt. Und dann hast Du mir viel erzählt von Reisen um die ganze Welt und Menschen, denen Du begegnet bist und die Du immer noch vermisst. Jetzt gibts keine Worte mehr und auch Deine Wohnung, die ist leer. All die alten Fotos von Dir und so ein Gefühl, Du wärst noch hier.

Ganz ohne was zu sagen, bist Du auf die größte Reise gegangen, wünschte Du könntest mir berichten, denn auf Deiner Haut war noch so viel Platz für neue Geschichten.

Wenn unser Lied erklingt oder ich das alte Ticket wiederfind’ vom Konzert, auf dem wir waren, erkenne ich das Glück in all den Jahren. Bei uns lief es nicht immer rund. Gestritten haben wir uns oft, egal und später viel darüber gelacht, ganze Nächte zum Tag gemacht. Jetzt gibts keine Worte mehr und auch Deine Wohnung, die ist leer. All die alten Fotos von Dir und so ein Gefühl, Du wärst noch hier.

Ganz ohne was zu sagen, bist Du auf die größte Reise gegangen, wünschte Du könntest mir berichten, denn auf Deiner Haut war noch so viel Platz für neue Geschichten.

Und hätte ich ein Tattoo, das Motiv, das wärst Du.

Text, Schnitt und Videoproduktion: Cassy Carrington | Musik: Stefan Rebelski | Produktion: Stefan Rebelski | Mixing & Mastering: Moritz Meyer | Regie: Joseph Vicaire | Kamera: Conny Beißler | Licht: Jan Backhaus | Videokonzept: Joseph Vicaire & Cassy Carrington

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(TINCC)

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Droht ein Sanitarismus?

Ab dem 15. November 2021 gilt in Österreich ein Lockdown für Ungeimpfte. Menschen, die nicht geimpft sind, dürfen das Haus dann nur noch aus dringenden Gründen verlassen.

Österreichs Kanzler Alexander Schallenberg kritisiert die in seinen Worten „beschämend niedrige Impfquote“ seines Landes und rechtfertigt die Anordnung damit, so die Impfbereitschaft zu erhöhen. Schallenberg erklärt, die Österreicher müssten sich darauf einstellen, dass der Aufenthalt außerhalb der Wohnung kontrolliert wird und bei Zuwiderhandlung empfindlich hohe Geldstrafen drohen. Die neue Anordnung Österreichs lässt sich so zusammenfassen:

Wer das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung dadurch gefährdet, dass er sich aus Impfscheu einer geregelten Impfung hartnäckig entzieht, obwohl er impffähig ist, wird mit Lockdown, Impferziehung und einer empfindlichen Geldstrafe bestraft.

(Sollte Ihnen dieser Wortlaut bekannt vorkommen, so lesen Sie weiter, denn sie werden gleich erkennen, woher er Ihnen bekannt vorkommt.)

Eine staatliche Diskrimierung von gesunden Menschen, nur aufgrund ihrer Weigerung, eine körperliche Behandlung an sich vornehmen zu lassen, beunruhigt mich persönlich mehr, als krank zu werden.

Wer nicht geimpft ist, ist dadurch nicht automatisch krank. Ein ungeimpfter Mensch kann lediglich erkranken und dann potentiell für andere Menschen gefährlich werden. Es handelt sich bei der Anordnung aus Österreich somit um einen Präventivschlag, also um eine Offensive in der defensiven Absicht, einer möglichen Gefahr zuvorzukommen.

Mit der neuen Anordnung wird der freie Wille des Menschen gebrochen und seine Möglichkeit zur Solidarität durch ein Überwachen und Strafen ersetzt. Genauso agierte die DDR. Im Strafgesetzbuch der DDR fand sich unter Paragrafen 249 dieser Wortlaut:

§ 249. Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit durch asoziales Verhalten.

(1) Wer das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung und Sicherheit beeinträchtigt, indem er sich aus Arbeitsscheu einer geregelten Arbeit entzieht, obwohl er arbeitsfähig ist, wird mit Verurteilung auf Bewährung, Haftstrafe oder mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft.“

§249 StGB der DDR wurde als „Asozialenparagraph“ bezeichnet. Als „Asoziale“ werden heutzutage mancherorts jene Menschen bezeichnet, die sich nicht impfen lassen.

Der Sozialismus war der Versuch, eine gerechtere Welt dadurch zu schaffen, dass dem Menschen die Freiheit genommen wurde und stattdessen der Staat ermächtigt wurde, mit Gewalt gegen die unsolidarischen Zustände vorzugehen. Die Absicht war, mit Gewalt eine gerechte Welt zu schaffen. Wo immer der Sozialismus zur Staatsdoktrin erhoben wurde, war das Ergebnis eine Diktatur.

Heute soll mit staatlicher Gewalt eine gesunde Welt erschaffen werden. In einigen Ländern werden die Regierungen mit Notverordnungen ermächtigt, gegen die gesundheitsgefährdenden und unsolidarischen Zustände vorzugehen. Die Absicht all jener, die Parlamente teilweise ihrer Macht berauben, ist wie bei dem Sozialismus gut. Es geht schließlich um die Gesundheit.

Gesundheit ist gut. So wie Gerechtigkeit gut ist. Wo immer aber die Freiheit des Menschen aufgegeben wurde, um Gerechtigkeit zu erschaffen, errichtete der Sozialismus am Ende eine Diktatur, in der sich die Menschen bespitzelt haben und in allen Ecken die Angst lauerte, zu einem Asozialen erklärt zu werden. In der Verfassung der DDR stand an fünfter Stelle des sechsten Artikels:

„Militaristische und revanchistische Propaganda in jeder Form, Kriegshetze und Bekundung von Glaubens-, Rassen- und Völkerhass werden als Verbrechen geahndet.“

Klingt gut, oder? Wer ist schon ein Freund von Kriegshetze und Rassismus? Es ist doch gut, wenn all das verboten ist, oder? Nun, es war genau dieser Artikel, der es dem Regime ermöglichte, Kritikerinnen und Kritiker des Staats in Knast und Folter zu sperren.

Der Sozialismus ist eine gute Idee, aber Gerechtigkeit lässt sich nicht staatlich erzwingen, erst recht nicht, wenn die Gesellschaft in Angst und Schrecken versetzt wird und der Staat sogar dazu bemächtigt wird, die Grundrechte und die Freiheit des Menschen einzuschränken.

Was sich heute einige Staaten im Namen der Gesundheit herausnehmen, ist übergriffig. Die staatliche Übergriffigkeit im Namen der Gerechtigkeit wird Sozialismus genannt. Es wird Zeit, auch einen Begriff für die staatliche Übergriffigkeit im Namen der Gesundheit zu formulieren. Ich schlage folgenden Begriff vor: Sanitarismus.

Als der Mensch der Aufklärung aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit hinaus trat und nicht mehr blind weltlichen und geistlichen Führern folgte, sondern sich selbst zum Souverän erklärte, als er anfing, selbstbestimmt mit anderen Menschen zu handeln, da brauchte er schnell Regeln, um ein gerechtes Zusammenleben unter den freien Menschen zu ermöglichen.

Ab dem 18. Jahrhundert wurden viele sozialistische Ideen formuliert. Jedes Land nahm sich einiger dieser durchaus berechtigten Ideen an. Die Vereinigten Staaten von Amerika formulierten den „New Deal“ und in der Bundesrepublik Deutschland wurde die „Soziale Marktwirtschaft“ eingeführt. Wo immer aber die sozialistischen Ideen missbraucht wurden, um Menschen zu unterdrücken, weil sie nicht immer so perfekt sind, wie es die Ideologie verlangt, kam es zu Freiheitsberaubungen, Hausarresten, Ausgangssperren und Menschen, die sich aus Angst gegenseitig bespitzelten und bei der Exekutive verpfiffen.

Heute ist das ganze Land voller IMs der Corona Politik.

Die inoffiziellen Mitarbeiter der Corona Politik fordern ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, Papiere und Ausweise vorzulegen, bevor sie sie in ihre Lokalitäten lassen. Sie bespitzeln ihre Nachbarn und melden sie bei den Behörden. Sie maßregeln fremde Menschen und ziehen Grenzen. Sie zeigen offen ihre Treue zur Regierungspolitik, indem sie die Abzeichen ihrer Dienste für den Staat stolz präsentieren. Sie sind immer bereit!

Ich werde mein Gegenüber nicht zuallererst als potentiellen Ausbeuter und Kriegstreiber betrachten und ihn ächten, wenn er nicht das richtige Parteibuch hat. Ebensowenig werde ich mein Gegenüber als Asozialen und Virenschleuder betrachten, wenn er nicht das richtige Impfbuch hat.

„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, heiß es in der Bibel. Das Prinzip der Nächstenliebe ist wunderbar. Jedoch ist es mit der Religion wie beim Sozialismus und beim Sanitarismus. Es wird gefährlich, wenn die Ideologie zum Zwang wird. Nächstenliebe ist großartig. Missionierungen und Inquisition jedoch sind Verbrechen. Egal wie gut und richtig eine Idee auch sein mag, es gibt gewisse Taten, die dadurch nicht gerechtfertigt werden.

Es gibt keinen Grund, seinen Nächsten zu diffamieren, wenn er nicht geimpft ist oder sein will, vor allem dann nicht, wenn man selber geschützt ist, ob nun durch eine Impfung oder durch andere Maßnahmen. Ein Mensch, der sich selber schützt und für sich selbst Verantwortung übernimmt, muss seinen Nächsten zu nichts zwingen. Vor allem aber kann er die Gelassenheit haben, in seinem Nächsten nicht zunächst eine Gefahr für Leib und Leben zu sehen, sondern einen Menschen, der im Zweifel unschuldig, gesund und gut ist.

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Der Judenhass ist heute

Heute ist der 9. November 2021 und wieder setzten sich Deutsche mit ihrer Vergangenheit auseinander, jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzen sie so weit auseinander mit ihrer Vergangenheit, dass sie gar nicht mehr sehen können, was so offensichtlich ist: Der Judenhass ist heute!

Zwischen dem 9. November 2020 und dem 9. November 2021 wurden in Deutschland einige judenfeindliche Taten begangen. Ein Jude in Hamburg wurde brutal zusammengetreten. Ein Jude in Köln wurde zusammengeschlagen. In Berlin wurde ein Mensch lebensgefährlich verletzt, weil er sich geweigert hatte, „Free Palestine“ zu rufen. Dafür erklärte im letzten Jahr die Jugendorganisation der SPD ihre Solidarität mit der judenfeindlichen Fatah-Jugend. Es gab einen versuchten Brandanschlag auf die Synagoge in Ulm. Vor der Synagoge in Gelsenkirchen wurden judenfeindliche Parolen gebrüllt. Der jüdische Friedhof in Haren wurde mit Hakenkreuzen geschändet. In seiner Chatgruppe hetzte Attila Hildmann gegen Juden und Feyza-Yasmin Ayhan schrieb für das ZDF trotz des Teilens judenfeindlicher Karikaturen. Auf Flugblättern und in Zeitungen wurden judenfeindliche Klischees verbreitet.

Hier eine kleine Auswahl einiger Artikel über judenfeindliche Aktionen des letzten Jahres:

Im November des Jahres 2020 wurde bekannt, dass in einem bislang nicht näher einzugrenzenden Tatzeitraum mehrere Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof durch das Einritzen von mehreren Hakenkreuzen geschändet wurden. Einige Beschädigungen könnten nach Bewertung der Spuren an den Grabmählern bereits mehrere Monate alt sein. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. (Jüdischer Friedhof in Haren geschändet)

Ende November 2020 verabschiedete die Jugendorganisation der SPD (Jusos) auf ihrem virtuellen Bundeskongress einen Antrag, in dem sie sich solidarisch mit der Palästinenserorganisation Fatah-Jugend erklärte. Der führende Politiker der Fatah ist Mahmud Abbas sagte einst: „In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“ (Nicht alle in der SPD sind so)

Am 4. Dezember 2020 tauchte das Flugblatt in Köln auf. Darauf wird behauptet, Bundeskanzlerin Angela Merkel sei eine „polnischstämmige Jüdin“. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Außenminister Heiko Maas werden als Juden bezeichnet. Über den Virologen Christian Drosten wird behauptet, er sei, „dem Phänotyp nach ebenfalls Jude“. Das Flugblatt endet mit der hetzerischen Aussage: „Je mehr Juden in Politik und Medien, desto übler die Zustände!“ (Ein formaljuristisches Verfahren)

Patrick Bahners ist Journalist, schreibt und wirkt unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und erklärte im Dezember 2020 auf Twitter, der israelbezogene Antizionismus sei eine Erfindung, „um Kritik am Zionismus zu skandalisieren.“ (Patrick Bahners: „Der israelbezogene Antisemitismus wurde erfunden, um Kritik am Zionismus zu skandalisieren.“)

Am 31. März 2021 schrieb Attila Hildmann vom „Judenabschaum“ und führte aus, Juden seien keine Menschen, sondern Parasiten. Am selben Tag wandte er Jens Spahn eine „jüdische Pharmatunte“. Am 4. April 2021 behauptete Attila Hildmann, der Holocaust sei eine von Juden erfundene Lüge. Er nannte den Holocaust sogar die „schlimmste Kriegslüge der Menschheitsgeschichte“ und führte aus, den Deutschen träfe keine Schuld. Am selben Tag schrieb er stolz, er sei Nationalsozialist. (Holocaustleugnung, Judenhass und weiterer Dreck von Attila Hildmann)

Im Mai 2021 wurden in der Nähe der Synagoge von Gelsenkirchen von einem aufgebrachten Mob judenfeindliche Parolen gebrüllt. (Deutschland 2021)

Dies sind Bilder einer Demonstration in Köln am 15. Mai 2021 auf dem Heumarkt. Es wurde versucht, eine Israelfahne zu verbrennen. Ein Mann wurde von den Ordnungskräften aufgefordert, seine Israel-Fahne zu verstecken, um nicht zu provozieren; ein anderes Bild von einer Frau jedoch, auf dem die Israel-Fahne ebenfalls zu sehen war, durfte bleiben, allerdings wurde die Israel-Fahne dort auch in negativer Weise dargestellt. Der Einsatzleiter erklärt: „Wir wollen nicht eskalieren.“ (Demo in Köln – 15. Mai 2021)

„Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch klug.“ Mit diesem Satz ist ein Artikel von Malte Lehming für den Berliner Tagesspiegel überschrieben. Der Artikel erschien am 1. Juni 2021 nachdem in Berlin drei junge Menschen von Demonstranten umringt, beschimpft, angegriffen und verletzt worden waren, weil zwei von ihnen einen Davidstern trugen. Nach dem Angriff erhielten sie von der Polizei den Ratschlag, künftig am „Tag der Nakba“ bei einer Demonstration von Palästinensern auf jüdische Symbole zu verzichten. (Der Neue Lehming für Gebotenes Verhalten in der Öffentlichkeit)

Auf die Synagoge in Ulm wurde heute morgen, am 5. Juni 2021, ein Brandanschlag verübt. Verletzt wurde niemand. (Brandanschlag auf Ulmer Synagoge)

Am Schabbat, 20. August 2021 wurde in Köln gegen 23:30 Uhr ein 18-jähriger Mann, der eine Kippa trug, durch einen judenfeindlichen Angriff schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei wurde dem jungen Mann in einem Park am Kaiser-Wilhelm-Ring von einer Gruppe, bestehend aus ungefähr zehn jungen Männern, die Kippa vom Kopf gerissen. Laut Angaben wurde das Opfer antisemitisch beleidigt, geschlagen und getreten. Bei dem Angriff wurde ihm ein Gesichtsknochen gebrochen. Zwei mutmaßliche Täter im Alter von 18 und 19 Jahren konnten aufgrund von Aufnahmen einer Videoüberwachung festgenommen werden. „Dabei handelt es sich um einen Deutschen und einen Deutschtürken“, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei. Weitere Details zu den Verdächtigten nannte die Polizei nicht. Die Verdächtigten wurden vernommen und dann wieder freigelassen. (Judenfeindlicher Angriff in Köln)

Am 18. September 2021 wurde in Hamburg ein 60-jähriger Jude an einer Mahnwache für Israel und gegen Judenhass mit einem Faustschlag ins Gesicht schwer verletzt. Zuvor hatte der Angreifer den Mann judenfeindlich beleidigt. Der Mann musste schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. (Das Schweigen hilft den Tätern)

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ZDF ist völlig überrascht. Für das Comedy-Format „Barrys Barbershop“ hat der Sender die Autorin Feyza-Yasmin Ayhan engagiert und muss nun erkennen, dass sie eine islamische Aktivistin ist, die einigen problematischen Überzeugungen anhängt. Zu den Aktionen von Feyza-Yasmin Ayhan gehört unter anderem die Verbreitung einer antisemitischen Karikatur, auf der ein Jude mit Hakennase dargestellt wurde. Zudem hat sie auf einer Veranstaltung einer Organisation, die der judenfeindlichen Hamas nahesteht, passend zur Gründungscharta der Hamas, wo die Vernichtung aller Juden weltweit gefordert wird, das Ende des Staates Israel gewünscht. (Kleider machen Leute)

Am 25. Oktober 2021 wurde ein 36-jähriger Mann in Berlin-Spandau auf einem Gehweg am Altstädter Ring von drei Männern beinahe umgebracht, weil er sich trotz ihrer aggressiven Aufforderung geweigert hatte, laut „Free Palestine“ (Freiheit für Palästina) zu rufen. Die unbekannten Täter schlugen den Mann zusammen und traten mehrfach auf ihn ein, auch immer wieder auf den Kopf des Mannes. Nachdem Zeugen einen Rettungswagen alarmiert hatten, wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht, wo er in Lebensgefahr schwebte. (Warum ich nicht „Free Palestine“ rufe)

Die Gegenwart von heute wird die Vergangenheit von morgen sein. Anstatt ständig nur Kränze für tote Juden abzuwerfen, während die lebendigen Juden vor allem in Israel kritisiert werden, weil sie sich nicht einfach so abschlachten lassen wollen, sollten wir den lebendigen Juden etwas mehr Solidarität zeigen und den Judenhass von heute bekämpfen, statt nur den von früher zu bewältigen. Vielleicht sparen wir uns in den nächsten Jahren einfach mal ein paar Kränze für tote Juden und laden dafür öfter lebendige Juden ein. Juden lieben nämlich das Leben. Sie stoßen sogar darauf an: Lechaim!

Bereits am 9. November 2017 erschien ein Artikel unter dem Titel „Der Judenhass ist heute“.

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Dann bin ich halt U

Tapfer im Nirgendwo präsentiert „Dann bin ich halt U“ von Viktoria Burkert.

Sorry, dass ich wieder in der Oper eingeschlafen bin, ich hab dir doch gesagt: Geh da nicht mit mir hin, nimm lieber den Lutz mit, hab ich gesagt, weil der Lutz im Gegensatz zu mir Oper mag. Du wedeltest die Karten vor meinem Gesicht herum und sagtest: Jetzt sei doch nicht dumm! Das sind die allerbesten Sitzplätze im Haus, für Hochkultur geb ich gern was aus.

Jetzt steh ich hier im Abendkleid im Foyer und du sagst, es tut dir total weh, dass ich immer so indifferent gegenüber allem bin, was dich berührt. Und ich frag: Berührt? Du hast weder geweint noch gelacht, du hast doch gar nichts gespürt. Und du sagst: Innerlich. Und ich sag: Fick dich. Und was ’n toller Abend! Außerdem hab ich nur geschlafen, das hat keiner mitbekommen. Und du sagst: Doch alle! Das war peinlich! Und ich sag: Weißt du, durch dich hat der Begriff Kulturelle Szene gerade ne neue Bedeutung angenommen.

Wir holen unsre Mäntel und gehen vor die Tür und ich frag mich, was wird das hier mit dir und mir? Es hat geregnet und die Straße glitzert nass und ich fragt dich: Gehn wir jetzt noch was trinken oder was? Du sagst, du hast zwar nen Tisch reserviert bei Giovanni für uns zwei, aber weil ich mich immer so daneben benehme ist es jetzt vorbei. Und ich frag: Vorbei? Meinst du diesen Abend oder uns so generell? Und du sagst: Generell. Und ich sag: Ach super, das ging dann doch ziemlich schnell! Dann wünsch ich dir noch ein schönes Leben, Glück und die Liebe obendrauf, ich muss dann jetzt auch los – oh, der Rewe hat noch auf!

Ich dreh mich um, will gehen, doch da legst du nochmal nach und sagst: Ich kann halt nicht mit jemandem zusammen sein, der echte Kunst nicht mag. Ich frag: Was meinst du mit echter Kunst? Du sagst: Na, ernste Kunst, nicht nur Unterhaltung. Ich sage: Ach so, dieses alte Lied, du meinst die E- und U-Spaltung! Da geh ich jetzt nicht weiter drauf ein, denn ich find das ziemlich blöd, ich mach mich auf zum Rewe und ich singe dieses Löd …

Dann bin ich halt U und du bist E, weißt du, mir tut das gar nicht mal so weh, einfach mal einzugestehn, dass gute Kunst nicht bedeutet zu leiden.

Dann bin ich halt U und du bist E, wenn mich was mich berührt, dann sag ich halt ne, und mir ist es ganz egal, ob alle anderen sagen: Du, das ist jetzt aber total intelligent.

Dann bin ich halt U und du bist E, wenn du diese Einteilung brauchst, ist das okay, aber ich kann zum Beispiel den ganzen Tag die Sonaten von Paul Hindemith hörn und zugleich die Avengers gut finden und zwar alle 24 Filme außer vielleicht „Ant Man“ und „Hulk“ mit Edward Norton.

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(TINVB)

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Kennen Sie Winsome Sears?

Es gibt für Frauen immer noch unzählige Möglichkeiten, die erste Frau an gewissen Positionen zu werden. Winsome Sears hat es in ihrem Leben gleich mehrmals geschafft.

Foto: Wikipedia

Winsome Earle Sears wurde am 11. März 1964 in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston geboren und wurde im Alter von sechs Jahren von ihrem Vater in die USA geholt. Ihr Vater war in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewandert, um dort ein neues Leben für sich und seine Familie zu beginnen. Laut Aussage seiner Tochter sei er mit nur 1,75 Dollar angekommen und soll jeden Job angenommen haben, den er finden konnte, während er gleichzeitig seine Ausbildung fortsetzte.

Winsome Sears wuchs in der Bronx von New York City auf. Als junge Frau diente sie als Elektrikerin bei den United States Marines, obwohl sie noch keine Staatsbürgerin war. Sie erklärt:

„Als ich zum Marine Corps kam, war ich noch Jamaikanerin. Aber dieses Land hatte so viel für mich getan, ich war bereit, für dieses Land zu sterben.“

Nach ihrem Studium betrieb Sears ein Obdachlosenheim und Frauenhaus. Im November 2001 begann sie ihre politische Karriere und kandidierte für den 90. Bezirkssitz im Abgeordnetenhaus von Virginia. Damit starte sie eine Karriere, in der sie oft die Erste wurde.

Sie wurde die erste Veteranin und die erste eingebürgerte Delegierte, die im Abgeordnetenhaus diente. Sie wurde Vizepräsidentin des Bildungsauschuss’ von Virginia und wurde zur Präsidentin der Abteilung für Veteranenangelegenheiten und des statistischen Amtes der USA ernannt. Sears war zudem die Vorsitzende der Schwarzen Amerikaner für die Wiederwahl von Präsident Donald Trump.

Am 2. November 2021 wurde Winsome Sears als erste schwarze Frau zur Vizegouverneurin Virginias gewählt. Bei ihrer Siegesrede in der Wahlnacht erklärte: „Mir fehlen zum ersten Mal in meinem Leben die Worte. Was Sie hier sehen, ist der amerikanische Traum.“

Winsome Sears hat mehrfach Geschichte geschrieben.

Allerdings ist es ihr nie darum gegangen: „Ich bin nicht angetreten, um Geschichte zu schreiben. Ich wollte sie nur besser hinterlassen, als ich sie vorgefunden habe. Und Dank Eurer Hilfe werden wir das schaffen.“

In ihrer Siegesrede betonte sie: „Ich sage Euch, hier seht hier den amerikanischen Traum.“ Sie fügte hinzu: „Falls Ihr es nicht bemerkt habt, ich bin schwarz und war mein ganzes Leben lang schwarz, aber darum geht es hier nicht.

Zu der momentanen politischen Lage in den USA erklärt sie: „Es gibt einige, die und spalten wollen, aber das dürfen wir nicht zulassen.“

Für Winsome Sears ist es zwar klar, dass es Rassismus gibt, aber ebenso klar ist es für sie auch, dass kein Land für Menschen aller Hautfarben so viele Möglichkeiten bereit hält, wie die Vereinigten Staaten von Amerika: „Wir haben nicht nur einmal, sondern zweimal einen schwarzen Präsidenten gewählt, und hier bin ich der lebende Beweis.“

Winsome Sears ist eine glühende Verteidigerin des zweiten Verfassungszusatzes der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie ist somit eine Anhängerin des Rechts, Waffen zu besitzen. Im April 2021 veröffentlichte sie auf Twitter mehrere Fotos, auf denen sie stolz und stark mit einer Waffe zu sehen ist.

Auf die Frage, warum sie das Recht auf Waffenbesitz so vehement verteidigt, erklärte sie:

„Hier ist das Ding. Harriet Tubman trug eine Waffe und wenn sie gut genug für sie war, dann ist sie gut genug für mich. Aber hier ist die andere Sache, die die meisten Leute nicht wissen, dass sich die Gesetze zur Waffenkonfiskation zuerst gegen Schwarze richteten. Aber wir haben das Recht, Waffen zu besitzen. Es ist unser Recht des zweiten Verfassungszusatzes und wir geben sie nicht auf.“

Wer ist diese Harriet Tubman, die Winsome Sears hier erwähnt?

Harriet Tubman war eine amerikanische Freiheitskämpferin. Sie wurde um das Jahr 1820 im US-Bundesstaat Maryland geboren und wuchs als Sklavin auf. Im Jahr 1849 entfloh sie der Sklaverei und half unter dem Codenamen Moses mehrere Sklaven bei der Flucht. Im Amerikanischen Bürgerkrieg arbeitete sie als Krankenschwester, Köchin und Kundschafterin für die Nordstaaten unter dem republikanischen Präsidenten Abraham Lincoln.

Tubman nutzte verschiedene Methoden, um Menschen aus der Sklaverei zu befreien. Sie benutzte Verkleidungen, um unerkannt zu bleiben und Lieder, um auf Gefahren hinzuweisen, unter anderem „Go Down Moses“ und „Bound For the Promised Land“. Mit dem Tempo der Lieder zeigte sie an, wo Gefahren lauerten und wo nicht. Bei ihren Rettungsmissionen hatte sie zum Schutz stets eine kleine Pistole dabei. Während des Bürgerkriegs trug sie immer ein Scharfschützengewehr bei sich.

In dieser Tradition sieht sich auch Winsome Sears, weshalb sie den zweiten Verfassungszusatz so vehement verteidigt. Dort heißt es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“

Der zweite Verfassungszusatz ist im Grunde eine radikale Form der Gewaltenteilung, denn er gibt jedem Bürger und jeder Bürgerin die Möglichkeit, sich effektiv und zur Not auch mit Waffengewalt gegen Übergriffe und Tyrannei zu schützen, besonders gegen Übergriffe von Seiten der Regierung. Der zweite Verfassungszusatz macht allen Politikerinnen und Politikern der USA klar, dass das Volk wahrhaft souverän ist. Jedem Versuch der Unterdrückung und Einschränkung der Souveränität kann das Volk im äußersten Fall sogar mit einem bewaffneten Widerstand begegnen. Gerade für Menschen, die aufgrund der eigenen Familiengeschichte nur allzu gut wissen, zu welchen Gräueltaten eine staatliche Regierung fähig ist, ist das Recht auf Waffenbesitz ein wichtiger Schutz gegen staatliche Tyrannei.

Eine bewaffnete schwarze Frau ist keine Sklavin!

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Solidarität mit Mohammed Ali Slim

Am Abend des 1. Novembers 2021 schrieb Mohammed Ali Slim auf Twitter, seine Onkel hätten ihn besucht, um mit ihm über die Karikatur „reden zu wollen“, die er auf Twitter veröffentlicht hatte. Es handelt sich dabei um diese Karikatur:

Mohammed Ali Slim schreibt:

„Als ich mich im Badezimmer einschließen wollte, stürmten sie rein und konfrontierten mich zur Karikatur. Zum Glück schaffte ich es, das Fenster zu öffnen und Hilfe zu rufen. Meine Hilferufe, hörten wohl die Nachbarn und riefen die Polizei. Ich danke der Polizei für das schnelle Eintreffen und für die Sicherheit die wir hier in diesem Land haben. Leider ist das nicht genug. Es muss mehr passieren. Religiöse Fataniker dürfen nicht die Oberhand gewinnen! In diesem Land herrscht „Gesetz vor Gott“ und nicht „Allah vor deutsches Gesetz“. Als gläubiger Muslim sage ich: Man kann gläubig sein, aber man muss sich vorher im Klaren sein, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu achten und sie wahren.“

Immer wieder bekommt Mohammed Ali Slim bedrohliche Anrufe und Zuschriften, so wie diese:

„In meiner Religion müssen Leute wie du hingerichtet werden. Du bist zwar nicht Teil meiner Religion aber deine Existenz verletzt meine Religion. Also sollten wir dich steinigen.“

„Dich zu töten ist halal.“

„Möge Allah dich vernichten.“

Fick Dich Allah in Deinen Mund, in Deinen Arsch, in Deine Fotze!

Das Musical „The Book of Mormon“ gehört mit neun Antoinette Perry Auszeichnungen für exzellentes Theater zu den erfolgreichsten Theaterstücken aus den USA. Es ist ein Stück über die Macht der Hoffnung, die selbst in dem abstrusesten Glauben liegen kann. Die Religion, die in diesem Stück am meisten veralbert wird, ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch als Mormonen bekannt.

In einem Lied des Musicals klagen ugandische Dorfbewohner über ihre Sorgen und Nöte, die so schlimm sind, dass ihre Situation nur noch mit dem ständigen, ekstatischen Rufen eines Sprichwortes zu ertragen ist: „Hasa Diga Eebowai!“ Auf deutsch bedeutet das: „Fick Dich Gott!“

Hier ein Teil des Liedes in deutscher Übersetzung.

Es gibt nicht genug zu essen. Hasa Diga Eebowai! Menschen verhungern in den Straßen. Hasa Diga Eebowai! Es hat seit Tagen nicht mehr geregnet. Hasa Diga Eebowai! Achtzig Prozent von uns haben AIDS. Hasa Diga Eebowai! Junge Frauen werden beschnitten, die Klitoris wird ihnen weggeschnitten, wir aber schauen in den Himmel und rufen: Hasa Diga Eebowai!

Wenn die Welt dich runterzieht und da ist niemand, dem Du die Schuld geben kannst, erhebe Deinen Mittelfinger zum Himmel und verfluche seinen elenden Namen. Wenn Gott Dich in Deinen Hintern fickt, fick ihn zurück in seine Fotze!

Falls Ihr nicht mögt, was wir sagen, versucht einfach mal, ein paar Tage hier zu leben. Seht all Eure Freunde und Familie sterben! Hasa Diga Eebowai! Fick Dich! Fick Dich Gott in Deinen Mund, in Deinen Arsch, in Deine Fotze!

Auf arabisch bedeutet Gott „Allah“. „Hasa Diga Eebowai“ bedeutet somit auch „Fick Dich Allah“.

Was würde wohl geschehen, wenn auf dem Broadway so über Muslime gesungen werden würde wie über Christen? Es kämen gewiss viele muslimische Onkel in Badezimmer, um mal ein ernstes Wort zu sprechen. Köpfe würden rollen, so wie Köpfe schon angeschnitten wurden von Leuten, die es gewagt haben, den Islam so zu behandeln wie zum Beispiel das Christentum.

Es gibt bessere und schlechtere Kulturen. Wenn ich die Werte, die in islamisch beherrschten Ländern eingefordert werden, mit den Werten des Westens vergleiche, ist meine Meinung klar. Der Westen ist besser. Meinungsfreiheit ist besser. Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist besser. Die Freiheit der Kunst, der Wissenschaft und der Religion ist besser. Und ja, auch die Mormonen sind momentan im Durchschnitt besser als der Islam.

Die Mormonen sind besser, weil sie keine Ausschreitungen provozieren, keine Fahnen verbrennen, keine Todesurteile ausrufen und keine Morde verüben, nur weil ihr Glaube verarscht wurde. Die offizielle Antwort der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf das Musical ist von einer beeindruckenden Gelassenheit geprägt. Es wurde umgehend erklärt, das Stück “The Book of Mormon” könne zwar für einen Abend unterhalten, das wahre Buch Mormon jedoch würde das ganze Leben durch Jesus verändern. Die Autoren des Musicals, Trey Parker und Matt Stone, kommentierten diese Reaktion wie folgt:

“Das ist eine coole, amerikanische Antwort auf eine Verarsche – ein großes Musical, das in ihrem Namen erschaffen wurde. Bevor die Kirche reagierte, kamen ein Menge Leute zu uns und fragten: “Haben Ihr keine Angst davor, was die Kirche sagen wird?” Trey und ich sagten bloß: “Sie werden cool bleiben.” Und die Leute sagten: “Nein, werden sie nicht. Sie werden protestieren.” Und wir sagten: “Nein, werden sie nicht, sie werden cool bleiben.” Wir waren somit nicht von der Reaktion der Kirche überrascht. Wir glaubten an sie.”

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind auch besser als jedes vom Islam beherrschte Land. Es gibt Länder, die besser sind als andere Länder. Es gibt Länder, denen man näher steht als anderen. Auch Mohammed Ali Slim steht manchen Ländern nähern als anderen. Ganz besonders solidarisch zeigt er sich mit einem Land in dem zwanzig Prozent aller Bürgerinnen und Bürger dem Islam angehören: Israel.

Jeder fünfte Bürger in Israel ist Moslem und Mohammed Ali Slim erklärt, er sei „ein gläubiger Moslem, der sich zu Israel bekennt.“

Mit dieser Aussage ist er nicht allein. Es gibt viele Muslime, die sich offen zu Israel bekennen. Einige von ihnen sind sogar stolze, israelische Patrioten. Hier ein paar Beispiele:

Mohammad Zoabi:

„Mein Name ist Mohammad Zoabi. Ich bin ein stolzer israelischer, zionistischer, arabischer Moslem. Israel ist die Hoffnung für Demokratie. Ernsthaft! Israel ist das Licht in der Dunkelheit. Israel ist der Himmel inmitten der Hölle. Ich sage das nicht, um irgendeines unserer Nachbarländer zu beleidigen, überhaupt nicht, aber das ist nun mal die Tatsache. Schaut Euch Syrien an. Es ist einfach nur beschämend, was dort geschieht. Syrien ist gerade mal nur hundert Kilometer von meinem Haus entfernt, von dem Ort, an dem ich gerade stehe und dort werden die Menschen getötet. Menschen werden dort verfolgt, nur weil sie Freiheit fordern. Das ist beschämend! Homosexuelle werden im Iran und in Saudi-Arabien hingerichtet, nur weil sie schwul geboren wurden. Das ist beschämend!

Noor Dahri:

„Mein Name ist Noor Dahri. Ich bin ein britisch-pakistanischer und muslimischer Zionist. Es gibt dadurch keinen Widerspruch in meiner Identität. Zionismus bedeutet schlicht, das Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung in seiner alten Heimat anzuerkennen. Das jüdische Volk wird von einem Großteil der muslimischen Welt wegen ihrer Volkszugehörigkeit, ihrer Religion und ihrem Land irrational verachtet. Ich aber habe erkannt, dass Juden und Israelis eine der friedlichsten Nationen der Welt sind. Seit der Staatsgründung im Jahr 1948 waren sie immer gezwungen, ihren Staat zu verteidigen. Die Geschichte zeigt, dass Israel sich nicht nur im Kampf verteidigt hat, sondern auch Frieden angeboten und territoriale Zugeständnisse an jene Nachbarn gemacht hat, die zuvor ihre Zerstörung gefordert hatten. Es wurde immer wieder bewiesen, dass Israel bereit ist, umstrittenes Land auszutauschen, solange sich ihre Feinde nur auf einen anhaltenden Frieden einigen konnten. Israel hat noch viel mehr Kompromisse vorgeschlagen, die jedoch allesamt von den Palästinensern und den anderen benachbarten arabischen Staaten ausgeschlagen wurden. Zionismus ist eine friedliche Ideologie, die andere dazu bringen soll, die Realität Israels als legalen und legitimen Staat für das jüdische Volk zu akzeptieren. Muslime sollten die politische Ideologie des Zionismus nicht fürchten oder verleumden. Sie sollten nicht die Flammen religiösen Hasses oder religiöser Konflikte anfachen.“

Sara Zoabi:

„Mein Name ist Sara Zoabi. Ich bin Araberin, Muslimin, Israelin und stolze Zionistin von Nazrat Ilit. Ich bin Araberin, weil ich Araberin bin. Ich bin Muslimin, weil ich Muslimin bin. Und ich bin Zionistin, weil ich an das Recht des jüdischen Volkes an einen eigenen Staat glaube, den Staat Israel, das Heilige Land. Wir leben hier im Paradies. Im Vergleich mit anderen arabischen Länder ist das hier der Garten Eden. Für mich gibt es kein anderes Heimatland als Israel. Ich habe keine andere Flagge. Welcher Ort ist besser als Israel? Hier kann ich tun, was ich in keinem anderen arabischen Land tun kann. Ich bin mir sicher, wie ich hier lebe, ist es nicht mal einem Prozent der Araber in den arabischen Nachbarländern vergönnt, aber hundert Prozent aller israelischen Araber leben so!“

Kothar:

„Mein Name ist Kothar. Ich bin 24 Jahre alt und komme aus dem Dorf Drijat im Negev. Ich gehöre zu einer 13-köpfigen religiösen Familie. Mein Vater arbeitet als Lehrer, während meine Mutter zu Hause bleibt. Ich arbeite als Lehrerin in einer israelischen Schule. Es gibt viele andere Araber wie mich, die in Israel leben und arbeiten. Sie haben Freude am Leben, arbeiten, passen sich an und haben keine Probleme hier. Wenn Menschen Israel boykottieren, dann boykottieren Sie mich und alle anderen Araber, die hier leben und arbeiten. Ich liebe meine Arbeit, die Freude meiner Kinder und ihre Liebe zu mir. Und ich liebe meine Kollegen und den Spaß mit ihnen und das freundliche Umfeld, das sie bieten. Ich genieße das alles und bin sehr glücklich darüber, erleben zu können, wie Kinder die arabische Sprache sprechen, die ich ihnen beibringe. Ich lebe seit sechs Jahren in Be’er Sheva in einem Apartment zusammen mit zwei jüdischen Mitbewohnerinnen. Wir sind sehr glücklich hier und es wäre wirklich hart für mich zu gehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, irgendwann einmal zu gehen. Boykotts werden uns nur trennen und verletzen. Nur wenn wir zusammenarbeiten, können wir Frieden in unsere Zeit bringen.“

Mosab Hassan Yousef:

„Mein Name ist Mosab Hassan Yousef. Ich bin in Ramallah als Mitglied der Hamas aufgewachsen. Ich richte meine Worte an die palästinensische Autonomiebehörde, die von sich behauptet, die „alleinige legitime Vertretung“ des palästinensischen Volkes zu sein. Ich frage: Woher nehmen Sie diese Legitimität? Das palästinensische Volk hat Sie nicht gewählt, und es hat Sie nicht dazu veranlasst, von Ihnen vertreten zu werden. Sie haben sich selbst ernannt! Sie entführen palästinensische Studenten vom Campus und quälen sie in Ihren Gefängnissen. Sie quälen Ihre politischen Konkurrenten. Das Leiden des palästinensischen Volkes ist das Ergebnis Ihrer egoistischen politischen Interessen. Sie sind der größte Feind des palästinensischen Volkes. Würde Israel nicht existieren, hätten Sie niemanden, dem Sie Schuld zuschieben könnten. Übernehmen Sie Verantwortung für die Ergebnisse Ihrer eigenen Handlungen. Sie schüren die Flammen des Konflikts, um Ihre eigene missbräuchliche Macht zu erhalten. Sie benutzen sogar diese Plattform, um die internationale Gemeinschaft und die palästinensische Gesellschaft zu täuschen, um ihnen weiszumachen, Israel sei für die Probleme verantwortlich, die Sie selbst erschaffen haben.“

Mohammed Ali Slim ist wie die hier zitierten Männer und Frauen ein muslimischer Demokrat. Er erklärt:

„Mein Islam hat keine Angst vor Kritik, vor Karikaturen und auch nicht vor Satire. Als muslimischer Demokrat muss man die Spannung zwischen Meinungsfreiheit und Religion aushalten, wenn man in einer freien demokratischen Gesellschaft leben will.“

Ja, in einer Demokratie muss man Spannungen zwischen Meinungsfreiheit und Religionen aushalten. Es gehört jedoch auch zu einer Demokratie, dass man sich dort furchtlos und frei in Solidarität vereinigen kann. Ich erkläre daher:

Ich solidarisiere mich mit Mohammed Ali Slim. Er hat meine ganze Unterstützung, wenn es darum geht, sein Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit zu verteidigen.

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