Blog gegen Bares

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Linker Judenhass – Eine Geschichte der Verharmlosung 

Laut einer im Juli 2016 veröffentlichen Studie der Freien Universität Berlin ist Judenfeindlichkeit unter Linksextremen in Deutschland weit verbreitet. Laut der Untersuchung stimmen 34 Prozent der von den Wissenschaftlern zuvor als Linksextremisten eingestuften Personen der Behauptung zu, Juden hätten in Deutschland „zu viel Einfluss“. Unter Personen, die als Linksradikale eingestuft wurden, waren es noch 16 Prozent. Auch über alle politischen Einstellungen hinweg habe die Zustimmung zu diesem Statement mit 10 Prozent im Vergleich recht hoch gelegen. Der Behauptung, Juden seien „geld- und raffgierig“ stimmten 13 Prozent der Linksradikalen und 34 Prozent der Linksextremen zu.

Die Studie macht ebenfalls sichtbar, dass ein Teil der sich als äußerst rechts bezeichnenden Personen einige linksextreme Einstellungen übernimmt und mit anderen – tradierten rechten – Anschauungen kombiniert. Die Verharmlosung des linken Judenhasses ist weit verbreitet. Kaumn jemand weiß, dass der Begriff „Antisemitismus“ von einem linken Politiker erfunden wurde, um Judenhass zu rechtfertigen.

Bevor das Wort Antisemitismus auftauchte, sprach man von Antijudaismus. Der Hass auf Juden wurde in Europa lange von Christen geprägt. Sie nannten Juden Kindermörder, verfolgten sie und griffen ihre Synagogen an. Einer der bekanntestes Einpeitscher des Antijudaismus‘ war Martin Luther. In seiner Abhandlung „Über die Jüden und ihre Lügen“ erklärte er:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ forderte er:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Mit der Aufklärung nahm der christliche Antijudaismus ab. Seinen Platz nahm der Antisemitismus ein. Antisemiten erklärten Juden zu einer minderwertigen Rasse, nannten Juden Kindermörder, verfolgen und ermordeten sie und griffen ihre Synagogen an.

Die Ideologie des Antisemitismus’ geht auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und war erklärter Atheist. Wilhelm Maar war links, demokratisch und er hasste Juden!

In Maars linker Überzeugung waren die Juden schuld am Liberalismus, weil sie sich den jüdisch konnotierten Kapitalinteressen verschrieben hätten. In Berlin erschien im Februar 1879 seine Propagandaschrift “Der Sieg des Germanenthums über das Judenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet”, die noch im selben Jahr zwölf Auflagen erlebte. In dieser Schrift grenzt sich Marr deutlich von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreiben. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Benutzung des Begriffs „Antisemitismus“. Marr prägte wesentliche Klischees und Schlagworte. Er legte 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

Wilhelm Marr gehört zu jenen aufgeklärten Demokraten, die zwar auf Gott und den König verzichten konnten, nicht aber auf den Judenhass. Mit pseudo-wissenschaftlicher Akribie wurde der Judenhass intellektuell rehabilitiert und dabei brutalisiert. War es bei dem religiösen Judenhass noch möglich, dass ein Jude Christ werden konnte, um der Verfolgung zu entgehen, war der Jude für den Antisemiten ein ewiger Jude und dadurch nur noch durch die physische Vernichtung zu entfernen.

Als der Antisemitismus aufkam, kannten viele Menschen nur den klassischen Antijudaismus. Sie sahen den Antijudaismus nicht mehr als große Gefahr an. Das Christentum hatte schließlich seine absolute Macht eingebüßt und in Deutschland wurden Juden sogar Ende des 19. Jahrhunderts vollwertige Bürger des Deutschen Kaiserreichs. Der Antisemitismus könnte wüten, weil er fahrlässig unterschätzt wurde.

Unterschätzt wird heute die neue Form des Judenhasses. Es ist der Antizionismus! Antizionisten erklären Juden zu einem Volk, das nichts aus dem Holocaust gelernt haben soll. Antizionisten nennen Juden Kindermörder, verfolgen und ermorden sie und greifen ihre Synagogen an. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation. Wieder findet sich dieser neu definierte alte Hass auf Juden besonders in linken Kreisen. Wieder wird dieser Hass maßlos unterschätzt!

Die hysterische Kritik an Israel ist nichts weiter als blanker Judenhass, weil an Israel kritisiert wird, was bei allen anderen Ländern der Welt ignoriert wird. Israel wurde von den Vereinten Nationen öfter mit kritischen Resolutionen bedacht, als alle anderen Nationen zusammen. Israel ist für viele der Jude unter den Staaten. Sie hassen Israel nicht aufgrund eines bestimmten Handels, sondern weil Israel überhaupt handeln kann, egal wie! Es ist die pure Existenz Israels, die nicht erwünscht ist.

So wie der Antijudaismus einst von Christen ausging, so hat der Antizionismus heute in der muslimischen Gemeinschaft einen willigen Vollstrecker. Die muslimische Hamas zum Beispiel hat nicht nur einen Hass auf Israel, sondern fordert zudem die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Hamas peitscht ihre Feinde ein und schießt seit Jahren immer wieder und oft täglich tausende Raketen in Richtung Israel ab, um so viele Kinder, Frauen, Zivilisten, Schulen, Hospitäler, Atomkraftwerke und Heime wie möglich zu treffen. Statt aber Israels Recht auf Selbstverteidigung zu verteidigen, wird von vielen Leuten erwartet, Israel solle mit den Judenhassern verhandeln. Wie aber verhandelt man mit einer Terrororganisation, die alle Juden vernichten will? Soll Israel dieser Organisation etwa auf halbem Weg entgegenkommen?

Israel muss jeden Krieg gewinnen! Nach zehn Kriegen muss es 10:0 stehen. Ein 9:1 ist nicht möglich. Nur ein verlorener Krieg bedeutet, dass Israel nicht mehr existiert. Israel lebt seit seiner Gründung in einer permanenten Sudden Death Situation. Der Gegner kann ruhig einen Krieg nach dem anderen verlieren; Israel aber muss jeden Krieg gewinnen. Israel hat daher kein Interesse an einen Krieg. Israel ist eine marktwirtschaftliche Demokratie und wäre lieber von Geschäftspartner umgeben als von Feinden.

Der Antizionismus blendet das alles aus. Der Antizionismus wird in Deutschland so fahrlässig unterschätzt wie einst der Antisemitismus. Der Antijudaismus hatte einst mit Luther seinen bedeutendsten deutschsprachigen Unterstützer. Der Antisemitismus hatte in Hitler seinen besten Verbündeten. Heute wütet der Antizionismus. Wie wird sich Deutschland wohl diesmal entscheiden? Diether Dehm von der Partei Die Linke hat sich bereits entschieden und trumpft mit dieser Definition von Antisemitismus auf:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

In Deutschland beginnt Antisemitismus laut Diether Dehm also erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist vermutlich eine Ordnungswidrigkeit! Der Antizionismus wird heute so verharmlost wie einst der Antisemitismus. Manch einer fordert sogar einen „unverkrampften Umgang mit Israel“.

Noch unverkrampfter? Israel ist in Deutschland das am meisten kritisierte Land. Kritik an Israel ist in Deutschland nicht nur möglich sondern Mainstream. 65% sind laut einer durch die WELT am 4.11.2003 veröffentlichen Umfrage der EU der Meinung, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstelle. 65% in Europa finden Israel somit bedrohlicher als sämtliche national-islamistischen Diktaturen.

Im Jahr 2004 stimmten bei einer Umfrage der Landeszentrale für politische Bildung 38,4% der in Deutschland Befragten der Aussage zu: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“ Wieviel unverkrampfter soll es denn bitte noch werden? Wenn das die deutsche Verkrampfung ist, was passiert dann erst, wenn sich die Deutschen locker machen?

Der Umgang mit Israel ist unverkrampft genug, besonders bei dem Publizisten Jakob Augstein, der immer wieder betont, „im Zweifel links“ zu sein und bei internationalen Analysen schon mal gerne jüdische Strippenzieher ins Spiel bringt:

„Wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin dessen Willen.“ (Spiegel)

So denkt es im linken Augstein: Der Jude kommandiert, der Deutsche beugt sich, und was am schlimmsten ist:

„Israel bekommt das, was es will. Und dafür muss Israel nicht einmal zahlen.“ (Spiegel)

Mit diesem linken Herz am rechten Fleck wundert es nicht, dass Jakob Augstein einst den Schriftsteller Günter Grass zum Heiligen erklärte, der wie Jesus die Last der Israelkritik für uns alle auf sich genommen hat:

„Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.“ Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen.“ (Spiegel)

Für Jakob Augstein steht fest: Israel will Krieg und bedient sich dazu ständig der jüdischen Lobby in Amerika und instrumentalisiert sogar das deutsche schlechte Gewissen wegen des Holocausts:

„Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs.“ (Spiegel)

Das sind die Überzeugungen vieler Linke von heute: Israel ist unser Unglück! Mit diesem Hass können viele Islamisten etwas anfangen. Sie sind fest davon überzeugt, dass die Welt friedlich wäre, wenn nur alle den Islam annehmen würden. In einer erst jüngst gehaltenen Predigt des Sheich Ibrahim Madhi in der Sheik ‘Ijlin Moschee befasst sich der Redner mit einer Hadith-Stelle, in der Mohammed die perfekte Welt erst nach dem Tod aller Juden verorten kann.

Mohammed sagt dort: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.”

Als die Nazis ihren mordenden Judenhass propagierten, ging Heinrich Himmler ein Bündnis mit Teilen des Islams ein, u.a. mit dem Mufti Al Husseini. Dieses Bündnis wird noch heute von islamischen Organisationen als heilig angesehen, der Hitlergruß ist gängige Praxis bei der Hamas wie bei der Hisbollah, wie man hier sehen kann. Mehrere islamische Staaten, unter ihnen Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen sind stolz darauf, „judenfrei“ zu sein. Sie haben geschafft, woran Hitler gescheitert war.

Die brutalsten judenfeindlichen Ausschreitungen in Europa haben mittlerweile einen islamistischen Hintergrund. Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Am 8. Juli 2014 griff ein arabischer Mann ein 17-jähriges jüdisches Mädchen auf einer Straße in der Nähe des Pariser Nordbahnhof tätlich an und sprühte ihr Pfeffer-Spray ins Gesicht. Im gleichen Monat wurde ebenfalls in Paris ein Brandanschlag auf eine Synagoge verübt. Im selben Monat kam es in vielen Städten Deutschland zu Demonstrationen, bei denen die Vergasung von Juden gefordert wurde. Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, drei der Opfer waren Kinder. Im Jahr 2014 wurden in Brüssel im Jüdischen Museum drei Menschen durch einen Islamisten ermordet. Im gleichen Jahr riefen Islamisten auf deutschen Straßen dazu auf, Juden zu vergasen! Im Dezember 2014 wurde ein junges jüdisches Paar bei Paris von drei Muslimen überfallen, weil sie Juden waren. Die 19-jährige Frau wurde vergewaltigt. Im Januar 2015 mordete ein Terrorist in einem koscheren Supermarkt in Paris. All diese Taten wurden motiviert von diesen Worten:

“Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!”

Was klingt wie eine Rede von Joseph Göbbels ist in Wirklichkeit viel jünger. Die Worte wurden am 28. Februar 2010 auf Al-Aqsa TV von einem Minister der Hamas gesprochen. Die Worte sind an alle Muslime gerichtet. Die Hamas wurde in Gaza zur stärksten Partei gewählt und fordert laut Artikel 7 der eigenen Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Philosophin Judith Butler erklärt dazu:

„Es ist extrem wichtig, Hamas und Hisbollah als soziale, progressive Bewegungen zu verstehen, die zur Linken gehören, die Teil der globalen Linken sind.“

Die „soziale, progressive Bewegungen“ vergiftet derweil die Kinder. Im arabischen Fernsehen ruft das lustige Hamas-Häschen Assud Kinder zum Krieg gegen Ungläubige auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu essen.

Die Hamas Mickey Mouse wiederum lässt Kinder Lieder über die heldenhafte Tat des Attentats singen.

Es gibt auch Hochglanzvideos, die den Terrorismus glorifizieren:

Dies sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom, sondern kindgerechter Alltag in einer Medienlandschaft, die Juden nur als Affen, Mörder und Kakerlaken zeigt, wie dieser ZDF-Bericht beweist.

Das ist der Antizionismus von heute und er wird entweder gnadenlos unterschätzt. Am 28. November 2015 liefen sechs in gespestigem Weiß gekleidete willige Vollstrecker der linken BDS-Bewegung über den Weihnachtsmarkt von Bremen auf der Suche nach jüdischen Produkten. Auf ihren Kostümen stand:

Inspektion
Kennzeichnungspflicht
von Waren aus den illegalen
israelischen Siedlungen

Der Weihnachtsmarkt in Bremen erinnert (wie alle Weihnachtsmärkte der Welt) an ein jüdisches Paar, das vor gut zweitausend Jahren einen Jungen in einer Krippe in Bethlehem zur Welt gebracht hat. Bethlehem wird heute von der sogenannten palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet. Heute wären Maria und Josef für viele Menschen nichts weiter als illegale jüdische Siedler, die dort nichts zu suchen haben und Jesus wäre ein illegaler Siedlerjunge und würde keine Sympathien bekommen. Die Vereinten Nationen würden vermutlich Resolutionen gegen Maria und Josef verhängen und deutsche Dichter würden Jesus kritisieren, weil es gesagt werden muss und man das ja wohl noch sagen darf!

Wären die willigen Vollstrecker konsequent gewesen, sie hätten den ganzen Bremer Weihnachtsmarkt boykottiert, denn es gibt ihn nur, weil ein jüdisches Siedlerpaar vor zweitausend Jahren nach Bethlehem gezogen ist! Stattdessen zogen die willigen Vollstrecker durch Karstadt und Rossmann, immer auf der Suche nach illegalen jüdischen Produkten. Auf Verdacht markierten sie dort alle israelischen Produkte, die sie finden konnten. Auf den Papierfähnchen stand:

Vorsicht!
Das Produkt könnte aus einer illegalen israelischen Siedlung stammen.

In Bonn marschierten am gleichen Tag drei in weißen Schutzanzügen gekleidete linke Trupps in das Geschäft Galeria Kaufhof und nahmen dort die Produkte ganz genau unter die Lupe. In ihren Händen hielten sie Formulare auf denen zu lesen war: „Deutsche Zivilgesellschaft – Inspektion der Produkte israelischer Unternehmen“. Auf den Zetteln standen die Namen diverser israelischer Unternehmen mit Angabe der Herkunft und dem Barcode, sowie einer Spalte mit dem Vermerk „Verdacht“. In dieser Spalte galt es für die willigen Vollstrecker einzutragen, ob die Waren in dem Geschäft gefunden wurden. Die deutschen Zivilinspektoren gingen mit einer geradezu gespenstigen bürokratischen Genauigkeit vor. Auf einer Homepage der willigen Vollstrecker wurde später veröffentlicht:

„Dabei wurden eine Reihe von Waren gefunden, die in den Besetzten Gebieten hergestellt worden sind oder sein könnten.“

Es reichte somit schon der Veracht, der Konjunktiv, um eine Ware als illegal zu markieren!

In Hamburg marschierten am selben Tag willige Vollstrecker in die Geschäfte Edeka Struve und Budni und machten durch ihr Verhalten klar, ob nun Antijudaismus, Antisemitismus oder Antizionismus, in allen drei Fällen ist die Definition von Judenhass gleich. Henryk M. Broder hat es auf die einfache Formel gebracht:

“Ein Judenhasser ist, wer an Juden kritisiert, was er an anderen Menschen nicht kritisiert.”

Am 9. November 1969, dem bewusst gewählten Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938, platzierte der sich selbst als links bezeichnende Albert Fichter eine Bombe mit einem Zeitzünder im Jüdischen Gemeindehaus Berlin. Sie sollte während einer Gedenkveranstaltung zu den Novemberpogromen explodieren, was wegen einer überalterten Zündkapsel nicht geschah. Nach einem Gutachten der Sprengstoffexperten der Berliner Polizei, die einen Nachbau zur Explosion brachten, hätte die Bombe „das Haus zerfetzt“ und mehrere hundert Teilnehmer der Gedenkveranstaltung getötet.

Die linke Gruppierung Tupamaros West-Berlin rechtfertigte den versuchten Anschlag in einem Flugblatt, das in der Szenezeitschrift Agit883 erschien, als Auftakt einer westdeutschen Kampagne gegen den Zionismus und den Staat Israel. Ein paar Jahre später selektierten deutsche Linke Juden, um sie töten zu können. Unter den Selektierten waren auch Kinder!

Am 27. Juni 1976, wurde Flug 139 der Air France, der von Tel Aviv nach Paris führen sollte, nach einer Zwischenlandung in Athen entführt. Es waren zwölf Besatzungsmitglieder und zweihundertachtundfünfzig Fluggäste an Bord. Die Entführer nannten sich „Kommando Che Guevara“, benannt nach dem Mann, der noch heute die Herzen vieler Salonrevoluzer höher schlagen lässt. Einige Terroristen gehörten zu der Volksfront zur Befreiung Palästinas und zwei Terroristen waren Deutsche. Sie gehörten zu den Revolutionären Zellen. Ihre Namen waren Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Gemeinsam zwangen sie die Piloten der Air France Maschine den Flughafen Entebbe in Uganda anzufliegen, da dort die Terroristen durch das Regime Idi Amins unterstützt wurden.

Mit der Flugzeugentführung sollte die Freilassung von insgesamt dreiundfünzig Inhaftierten aus Gefängnissen in Israel, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz erpresst werden. Darunter waren auch Mitglieder von zwei deutschen Terrororganisationen, nämlich der Rote Armee Fraktion um Andreas Baader und Ulrike Meinhof und der Bewegung 2. Juni. Außerdem forderten die Entführer fünf Millionen US-Dollar von der französischen Regierung für die Rückgabe des Flugzeuges.

Die Passagiere wurden in der alten Transithalle des Terminals von Entebbe als Geiseln gehalten, wo sie in Juden und Nicht-Juden selektiert wurden. Die Selektion wurde von den Deutschen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann vorgenommem, die anhand der isralischen Papiere, aber auch aufgrund vermeintlich jüdischer Namen die Menschen selektierten. So wurden auch einige Passagiere fälscherlicherweise als Juden identifiziert. Nach der Selektion wurden die Juden als Geiseln gehalten und die übrigen Menschen freigelassen. Ein Holocaustüberlebender zeigte Wilfired Böse bei der Selektion seine eintätowierte Häftlingsnummer, um ihn so an die Selektion in den Konzentrationslagern erinnern. Wilfried Böse erklärte daraufhin, er sei kein Nazi, sondern Idealist.

Heute bin ich vierzig Jahre alt und die Idealisten selektieren aller Orten. Obwohl in den letzten Jahrzehnten übelste Menschheitsverbrechen in Ruanda, Kambodscha, Srebrenica stattgefunden haben und in Saudi-Arabien, Nord-Korea und im Iran Menschen in absoluter Unterdrückung leben, haben die Vereinten Nationen mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet als gegen alle anderen Nationen zusammen! In einer manischen Fixiertheit auf nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis auf der Erde, sehen die Vereinten Nationen ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss. Während 99,9% der Welt mit Milde beäugt werden, werden 0,1% selektiert. Bei der 59. Jahressitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen wurde nur Israel für die Verletzung von Frauenrechten verurteilt! Der Weltfußballverband FIFA wiederum, der die Fußballweltmeisterschaft 2022 an Katar vergeben hat, wo regelmäßig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige gefoltert und ermordet werden, diskutierte Ende Mai 2015 ernsthaft darüber, ausgerechnet Israel aus dem Verband auszuschließen.

Es ist eine Selektion, wenn die Vereinten Nationen ausschließlich Israel tadeln.
Es war eine Selektion, als Günter Grass Israel zur größten Gefahr für den Weltfrieden erklärte.
Es ist eine Selektion, wenn Jakob Augstein oder Jürgen Todenhöfer ausschließlich Israel die Schuld am Leid in Gaza geben.
Es ist eine Selektion, ausgerechnet Israel einen Apartheidsstaat zu nennen, obwohl es das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem es keine Apartheid gibt.
Es ist eine Selektion, wenn im Radio behauptet wird, die deutschen Medien seien tendenziell israelfreundlich.
Es ist eine Selektion, immerzu nur von „illegalen jüdischen Siedlern“ zu sprechen, aber alle anderen Siedler, die nicht jüdisch sind, nicht als illegal zu bezeichnen.
Es ist eine Selektion, ausschließlich zum Boykott israelischer Produkte aufzurufen.

Es ist Selektion, aber sie nennen es Idealismus, linken Idealismus. Und er wird nach wie vor gefährlich verharmlost.

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Sag ich mal so

Ich habe eine neue Geschäftsidee: Burkas, Burkinis und Kopftücher, auf denen Mohamed-Karikaturen gedruckt sind.

Neben der Burkini- und Kopftuchdebatte sollte nicht der sexistische, westliche Verschleierungszwang vergessen werden. Facebook zum Beispiel zwingt nur Frauen, ihre Nippel zu verschleiern.

Mit der Burka ist es wie mit der Abtreibung, man kann dagegen sein und dennoch gegen ein staatliches Verbot!

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Burkiniverbot in Israel

Stellen Sie sich mal vor, aus Israel erreichten uns Bilder von bewaffneten Männern der Staatsgewalt, die eine muslimische Frau am Strand dazu zwingen, ihren Burkini auszuziehen? Der Aufschrei wäre riesig! In Europa geschieht gerade genau das!

In Deutschland leben rund fünf Prozent Muslime. In Israel leben über zwanzig Prozent Muslime! Wenn in Deutschland eine Moschee gebaut werden soll, gehen unzählige Deutsche auf die Straße und demonstrieren dagegen. Wenn ein Muezzin in Deutschland von einem Minarett zum Gebet rufen möchte, sehen „deutsche Patrioten“ das Ende des Abendlandes nahen. In einigen Gebieten Europas ist die muslimische Religionspraxis vom Minarett zum Gebet zu rufen sogar verboten. In Israel gehören Moscheen zur Selbstverständlichkeit! Dort ruft der Muezzin ganz selbstverständlich zum Gebet. Als ich das letzte mal in Israel war, im Schatten eines Minaretts gelassen ein Bier trank und hörte, wie der der Muezzin rief, erklärte mir Moslem, der erst jüngst in Deutschland war, dass das Leben in Israel für einen Moslem deutlich Mal besser sei als das Leben in Deutschland, wo Muslime als radikal Fremde angesehen würden. Israelis, so sagte er, verstünden Muslime besser als Deutsche.

Tatsächlich ist das Leben für Muslime in Israel besser als in Deutschland. In einer repräsentativen Umfrage der Harvard Kennedy School unter dem Professor Todd L. Pittinsky wurden Araber zu ihrer Beziehung zu Israel befragt. 77 Prozent der arabischen Palästinenser erklärten, dass Sie in keinem anderen Land lieber leben möchten als in Israel. Die Antwort überrascht nicht, denn Muslime und Araber werden in Israel deutlich besser behandelt als in Deutschland.

In Israels Metropolen demonstrieren nicht jede Woche zehntausend Menschen gegen eine Islamisierung und lassen dabei jeden Anstand fahren, wie es in Dresden und Leipzig an der Tagesordnung ist. In Deutschland wurden in den letzten Monaten unzählige Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Länder wie Polen und Ungarn erklären, Muslime seien unerwünscht. Grenzen werden geschlossen und die Möglichkeit von Schießbefehlen an Grenzen von Politikerinnen der AfD ins Spiel gebracht. Zur selben Zeit werden auf Politiker Anschläge verübt. In Chemnitz wurde Sprengstoff gegen ein Parteibüro der AfD geworfen und in Arnsberg auf ein Parteibüro der AfD geschossen. In Karlsruhe wurde sogar auf einen Menschen geschossen, weil er Werbung für die AfD gemacht hatte.

Am 19. Februar 2016 stellten sich in einem kleinen Ort in Sachsen, der sich Clausnitz nennt, über hundert Deutsche einem Bus mit Flüchtlingen in den Weg und grölten „Weg mit Euch!“ In dem Bus befanden sich auch Kinder. Sie weinten, weil ihnen der Zorn des Mobs brutal entgegenschlug. Erwachsene Menschen bedrohten Kinder und riefen dabei „Wir sind das Volk!“

Stellen Sie sich mal vor, diese Bilder kämen aus Israel. Dabei wird Israel von Terroristen deutlich stärker bedroht als Europa. In Israel wüten und morden Terroristen und erklären, ihre Taten im Namen Allahs zu begehen. Das bedeutet für Israel jedoch nicht, muslimischen Staatsbürger ihre Grundrechte zu nehmen. In Israel können und dürfen muslimische Staatsbürger alles tun, was ihre jüdischen Mitbürger auch tun können. In Deutschland sieht das anders aus. Dort werden Christen gegenüber Muslimen staatlich bevorzugt und zwar aufgrund eines Staatsvertrags, der am 20. Juli 1933 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem damaligen Deutschen Reich unter Adolf Hitler abgeschlossen wurde.

Obwohl sich Israel seit über sechzig Jahren mit Krieg und Terror konfrontiert sieht, hat Israel an den Prinzipien der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit festgehalten. Das ist einzigartig! Noch nie in der ganzen Menschheitsgeschichte hat es ein demokratisches Land gegeben, das in seiner Existenz bedroht war und sich über Jahre hinweg gegen die erklärten Versuche zur kriegerischen Vernichtung des Volkes wehren musste, ohne dabei die eigene Demokratie abzuschaffen. In Europa gibt es eine in die Nähe kommende Bedrohung erst seit ein paar Monaten. Dennoch kam es in Europa bereits jetzt zu einer beispiellosen Eskalation der Gewalt und zu einer Abschaffung von aufklärerischen Prinzipien. Das Burkiniverbot ist da nur ein Tropfen auf einem heißen Stein.

Ein Burkiniverbot in einem Land, in dem der Staat das Gewaltmonopol hat, bedeutet in letzter Konsequenz: Ein bewaffneter Mann darf eine wehrlose Frau dazu zwingen, sich in aller Öffentlichkeit zu entkleiden. Kein aufgeklärter Staat kann das gut heißen und es ist egal, an was für einen rückständigen Glauben die Frau festhält oder welchen durchgedrehten Propheten sie verehrt. Das geht einfach nicht! Sexismus kann nicht mit Gewalt gegen Frauen bekämpft werden. Es ist ein geradezu hilfloser Akt einer vollkommen überforderten Polizei.

Immer öfter offenbart sich in Deutschland die Hilflosigkeit der Polizei, die ihrerseits von der Politik eingelassen wurde. In der Silvesternacht 2015/16 verlor die Kölner Polizei kurzfristig die Kontrolle über den Kölner Hauptbahnhof, so dass es zu unzähligen Gewalttaten kam, zum großen Teil in sexualisierter Form. Trotzdem erklärte die Kölner Polizei in einem Polizeibericht vom 1. Januar 2016 noch, die Kölner Nacht sei „friedlich“ und „entspannt“ gewesen. Eine ähnlich spektakuläre Fehleinschätzung findet man in einem Bericht der Essener Polizei vom 18. Juli 2014, in dem eine Demonstration als „friedlich“ bezeichnet wird, in der Hakenkreuze gezeigt wurde, Hitlers Taten gegen Juden gefeiert wurden und unter anderem „Scheiß Jude, brenn!“ gebrüllt wurde.

Im Oktober 2015 wiederum verlor die Kölner Polizei kurzzeitig die Kontrolle über eine rechtsradikale Demonstration. Ein Bild von der Demonstration zeigt einen umgeworfenen Polizeibus und drumherum zum Teil vermummte Männer.

Am 12. Juli 2014 war die Polizei in Frankfurt so überfordert, dass sie hasserfüllten Demonstranten sogar ein Polizeiauto mit Lautsprecher zur Verfügung stellte, damit sie “Kindermörder Israel” brüllen konnten. Neben dem Polizeiauto lief ein Mann mit einem Schild herum, auf dem geschrieben stand: „Ihr Juden seid Bestien“

Deutschland hat ein Problem mit sich selbst. Auf westdeutschen Straßen brüllt der islamische Terror, dass Juden verbrannt werden sollen und auf ostdeutschen Strassen brüllt der deutsche Terror, dass Ausländer raus sollen. Wie wird Deutschland mit dieser Gefahr umgehen?

Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Frieden aufrecht zu halten, ist keine Kunst. Israel jedoch vollführt ein Kunstwerk, denn dort werden rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien aufrecht erhalten, obwohl sich das kleine Land seit seiner Gründung im Krieg befindet, an dessen Ende die „radikalen“ Feinde das ganze jüdische Volk ausrotten wollen, während die sogenannten „moderaten“ Feinde nur die Vernichtung des Staates Israel im Auge haben.

Trotz dieser beispiellosen Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit in Zeiten des Krieges auf nationalem Boden, wird Israel kritisiert, ausgerechnet auch von Deutschland und Europa, die gerade zeigen, wie sie mit anderen Religionen umgehen, wenn sie nur gedenken, unangenehm zu werden. Viele deutsche Kritiker geben Israel neunmalkluge Vorschläge und behandeln das Land wie ein gewöhnliches westeuropäisches Land, ganz so, als mache es keinen Unterschied, ob sich ein Land im Frieden befindet oder in einem Krieg, an dessen Ende die Feinde nur die totale Vernichtung des Landes akzeptieren können.

Es ist so verdammt leicht, Israel zu kritisieren, wenn man in Frieden lebt. Deutschland ist jedoch ein Land, in dem Juden von muslimischen Terroristen bedroht werden, weil sie Juden sind; Muslime von muslimischen Terroristen bedroht werden, weil sie angeblich keine wahren Muslime sind; Deutsche gegen Muslime hetzen, weil sie angeblich keine wahren Deutschen sind; Christen Privililegien genießen, die andere Religonsgemeinschaften in Deutschland nicht haben; Anschläge auf Politiker verübt werden, weil sie angeblich Nazis sind; Anschläge auf Flüchlingsheime verübt werden, weil dort angelich nur Terroristen hausen und Frauen gezwungen werden, am Strand ihren Burkini auszuziehen. Eine denkbar schlechte Ausgangsposition, um Israel Ratschläge zu erteilen!

Die CSU forderte in einem Leitantragsentwurf zu einem Parteitag im Dezember 2014, dass sich Migranten auch zu Hause auf Deutsch unterhalten sollen. Im Entwurf hieß es:

„Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie Deutsch zu sprechen.“

Wäre Deutschland Israel, Markus Rosch von der ARD wäre ausgetickt und in vielen Zeitungen hätte gestanden:

Rassistischer Apartheidsstaat Deutschland!

Stellen wir uns daher einfach mal vor, Deutschland wäre Israel. Die Aktionsgruppe BDS riefe zu dieser Aktion auf!

Um es gleich vorweg zu sagen, wir haben nichts gegen Deutsche, einige unserer besten Freunde sind Deutsche, aber was gerade in Deutschland passiert, muss deutlich kritisiert werden. Gerade unter Freunden muss Kritik erlaubt sein!

Wer die deutsche Regierung kritisiert, sagt damit noch nichts über das deutsche Volk aus und schon gar nicht über alle Deutsche. Wir bejahen das Existenzrecht von Deutschland, müssen jedoch gestehen, dass für uns die Vierteilung Deutschlands nach 1945 ein Schritt in die richtige Richtung war. Wir sagen ganz bewusst als Nachfahren von Deutschen, die den Krieg überlebt haben: Wir fordern ein Deutschland in den Grenzen von 1987, eine Zwei-Staaten-Lösung!

Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!

Die Politik Deutschlands ist ein permanenter Bruch von internationalen Verträgen. An Karfreitag zum Beispiel ist allen Moslems in vielen Bundesländern das öffentliche Tanzen und Feiern verboten, damit sie die Christen nicht stören. In den Ostgebieten des Landes um die Städte Rostock und Leipzig, die die Bundesrepublik widerrechtlich besetzt hält, gibt es sogar sogenannte No-Go-Areas, wo es für Muslime gefährlich ist zu leben. Die Politik unternimmt nichts dagegen! Stattdessen gießt der Falke von der SPD, Thilo Sarrazin, noch Öl ins Feuer.

Im Bundesverfassungsgericht ist kein einziger Moslem zu finden und im Parlament ist zwar eine christliche Partei vertreten, aber keine einzige muslimische Partei. In Deutschland hat die christliche Partei mit am längsten regiert. In vielen staatlichen Schulen in Deutschland wird christliche Religionslehre propagiert und benotet! Wenn irgendwo in Deutschland eine Moschee gebaut wird, gehen die Deutschen auf die Straße und demonstrieren, während rund um die Uhr überall im Land die Kirchenglocken läuten. Fast zweitausend Jahre nach dem Tod von Jesus, haben die Deutschen den Mord an den Juden immer noch nicht vergessen und veranstalten jeden Sonntag Gedenkveranstaltungen. Irgendwann muss aber auch mal ein Schlussstrich gezogen werden!

Währenddessen müssen sich Menschen, die in das Land einwandern möchten, einem Staatsbürgerschaftstest unterziehen. Deutschland ist ein einziges Apartheisregime wie einst Südafrika. Deutschland lässt zusammen mit dem großem Satan EU eine Mauer auf afrikanischem Boden bauen, um Menschen an die Einreise zu hindern. Die Schikanen an den Grenzposten sind unmenschlich und menschenverachtend. Zudem bauen deutsche Staatsbürger auf spanischem Boden immer mehr deutsche Siedlungen. Auf Mallorca gibt es sogar schon Ortschaften, wo nur noch deutsch gesprochen wird. Die genuin spanische Bevölkerung wurde vertrieben!

In der Verfassung des Bundeslandes Hessen steht sogar noch die Todesstrafe! Bei all diesen Verbrechen ist es angebracht von einem staatlichen Terrorismus zu sprechen. Daher fordern wir:

Boykott Deutschland!

* Kauft keine Waren Made in Germany!

* Verweigert deutschen Professorinnen und Professoren die Universitäten!

* Stört Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen von deutschen Künstlern!

* Demonstriert, wenn irgendwo eine deutsche Mannschaft bei einem Sportturnier antritt!

* Überzeugt internationale KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, nicht in Deutschland aufzutreten!

Wir bejahen das Existenzrecht von Deutschland, aber das Land hat uns lange genug im Würgegriff gehalten. Wenn Frau Merkel in Athen anruft, beugt sich dort der politische Wille und sie führt Brüssel am Nasenring durch die europäische Arena. Deutschland ist ein Pulverfass in der ganzen Europäischen Union und die größte Gefahr für den Weltfrieden!

Mit dieser Meinung stehen wir nicht alleine da. Sogar in Deutschland gibt es mutige Deutsche, die sich gegen die deutsche Politik stellen. Auf einer Demonstration von Anti-Deutschen hörten wir jüngst: „Deutschland von der Karte streichen, Polen muss an Frankreich reichen.“

Wir stehen zum Existenzrecht Deutschlands, aber wenn schon Deutsche das Existenzrecht Deutschlands in Frage stellen, muss sich Deutschland die Frage gefallen lassen, ob es vielleicht selbst Schuld trägt an der momentanen Situation.

Israel ist mit dieser Kritik seit Jahrzehnten konfrontiert. Einige dieser überzogenen Kritiken werden sogar von europäischen Regierungen und dem Europäischen Parlament formuliert. Die „Israelkritiker“ sagen, Israel sei ein Apartheidsstaat und eine Besatzungsmacht, Israel habe Menschen vertrieben und betreibe eine illegale Siedlungspolitik. Sie behaupten, Israel habe einen bösen Falken an der Regierung.

All diese Aussagen sind schlimmstenfalls gelogen, bestenfalls tendenziös, aber immer einseitig und hasserfüllt. Der Hass trägt Früchte. Israel wird boykottiert, israelische Professoren und Professorinnen werden von Universitäten vertrieben, Theaterstücke, Konzerte und Lesungen von Israelis werden gestört, Sportveranstaltungen mit israelischen Mannschaften werden bedroht und internationale Künstler und Wissenschaftler aufgerufen, Israel zu meiden.

So wie seit Jahrhunderten Judenhasser an Juden nur das Schlechte erkennen können, so erkennen die Antizionisten heute an Israel nur das Schlechte. Die Juden in Israel sind heute aber nicht schlimmer als die Juden in Europa vor hundert Jahren. Der tendenziöse, einseitige und hasserfüllte Blick ist heute jedoch so falsch wie damals und je mehr Europa und Deutschland mit dem Terror konfrontiert wird, der Israel seit dem Bestehen des Landes bedroht, werden die Menschen hier erkennen, dass es falscg war, Israel so massiv zu kritisieren, denn Israel hat es besser gemacht als Europa und statt das Land zu kritisieren, sollten wir lieber mehr von dem Land lernen, denn sonst wird mit Europa das passieren, was die Islamisten mit Israel seit 1948 versuchen.

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Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Honestly Concerned. Vielen Dank!

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Sag ich mal so

Mit der Burka ist es wie mit der Abtreibung, man kann dagegen sein und dennoch gegen ein staatliches Verbot!

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Ein Verbot von „Hate Speech“ geht zu Lasten der Gehassten

Wer Hate Speech verbietet, verbietet damit nicht Hate Thoughts!

Nur weil ich jemandem verbiete, etwas zu sagen, hört er nicht auf, dieses Etwas auch zu denken. Sein Hass wird durch ein Verbot von Hate Speech nicht gemindert.

Ein Verbot von Hate Speech führt jedoch dazu, dass der Hass erst sichtbar wird, wenn es zu einer Handlung gekommen ist. So offenbart erst der Hate Act den Hass. Dann aber ist es oft zu spät!

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in eine Kneipe und da sitzt ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen, er würde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrüßen, weil das unter Hate Speech fällt, Sie würden erst ein wenig small talken, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben und alles nur, weil ein Verbot des Hakenkreuzes und ein Verbot von Hate Speech Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist, nämlich ein gottverfluchter Nazi. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet.

Ein Verbot von Hate Speech beraubt mich um einen wichtigen präventiven Schutzmechanismus, nämlich das Innere eines Menschen zu erkennen, in dem ich ihn einfach nur beobachte, ihn mir anschaue.

Ein Verbot von Hate Speech geht somit zu Lasten der Gehassten, weil sie so den Hater nicht rechtzeitig erkennen und sich vor ihm schützen können. Hate Speech ist Meinungsfreiheit, die dem Gehassten mehr nutzt als dem Hassenden.

Ein Verbot von Hate Speech macht uns blind für das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht. Wer alles ausklammert, was ihm nicht gefällt, wer Menschen ausschließt, weil sie vermeintliche oder tatsächliche Hate Speech begehen, wird eines Abends gegen 18 Uhr bei der ersten Prognose erschrocken aus dem Sessel fallen, weil er erkennen muss, dass in der geheimen Wahlkabine viel zu viele Menschen ihre Hate Thoughts in ein defintives Kreuz verwandelt haben.

Man hat all diese Menschen nicht kommen sehen, man konnte sich nicht mit ihnen auseinandersetzen, konnte ihnen nicht entgegentreten, ihnen nicht widersprechen, nicht laut zeigen, was richtig ist, alles nur, weil sich diese Menschen nicht zu erkennen geben durften. Sie vermehrten sich im Verbotenen, im Verborgenen, im Geheimen.

Hate Speech zu verbieten ist so effektiv, wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und dann glaubt, die Gefahr sei verschwunden.

Übrigens, aus dem gleichen Grund bin ich auch gegen ein Verbot des Kopftuchs.

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Es ist kein weiter Weg von Pokémon Go bis zum Holocaust, jedenfalls nicht für Slavoj Žižek.

„Hat Hitler den Deutschen nicht das Fantasiebild seiner nationalsozialistischen Ideologie beschert, durch dessen Raster sie überall ein besonderes Pokémon – „den Juden“ – auftauchen sahen, das sie mit einer Antwort auf die Frage versorgte, wogegen man zu kämpfen habe?“

Schlechte Vergleiche sind schlimmer als Hitler!

Slavoj Žižek hat explizit Pokémon Go mit der Massenvernichtung von Juden in Verbindung gebracht, nicht ohne vorher einen Abstecher in die Angst vor Araber zu wagen. Slavoj Žižek behauptet, bei Pokémon Go fände sich folgendes öffentlich inszeniert:

„Der „große Andere“ – das dichte symbolische Gewebe des Wissens, Erwartungen, der Vorurteile und so weiter – in der alltäglichen Wirklichkeitserfahrung ständig die Lücken unserer Wahrnehmung ausfüllt. Denn „projiziert“ ein westlicher Rassist nicht genau in diesem Sinne einen Komplex von Vorteilen und Erwartungen, wenn er auf der Straße unversehens auf einen Araber trifft? Und ist seine Wahrnehmung des armen Arabers dadurch nicht eine sehr spezielle?“

Slavoj Žižek schreibt weiter, Pokémon Go führe durch die Projektion virtueller Informationen auf reale Objekte „die Ideologie vor Augen, die in der Technik am Werk ist: das Gerät imitiert und materialisiert die ideologischen Mechanismen der Verkennung beziehungsweise Missachtung, von denen unsere alltäglichen Wahrnehmungen und Interaktionen überdeterminiert sind. Verhält es sich mit Pokémon Go nicht ganz ähnlich? Und hat Hitler den Deutschen nicht das Fantasiebild seiner nationalsozialistischen Ideologie beschert, durch dessen Raster sie überall ein besonderes Pokémon – „den Juden“ – auftauchen sahen, das sie mit einer Antwort auf die Frage versorgte, wogegen man zu kämpfen habe?“

Wir halten staunend und zitternd inne vor diesem philosophischen Verstand.

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Deutsches Leugnen bei den Olympischen Spielen

Thomas Bach ist ein deutscher Jurist, Sportfunktionär und seit 2013 Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. Am 21. August 2016 sprach er diese Worte zum Abschluss der Olympischen Spiele :

„Vielen Dank an alle Olympia-Athleten! Sie haben die Welt mit Ihren unglaublichen Leistungen erstaunt.

Sie haben uns gezeigt, dass es die Macht des Sports ist, die Welt zu vereinen.

Indem Sie in Freundschaft und Respekt gegeneinander antreten und in Harmonie unter einem Dach im Olympischen Dorf leben, senden Sie eine starke Botschaft des Friedens in die ganze Welt. Gemeinsam können wir weiter gehen. Gemeinsam können wir höher zielen. In unserer Vielfalt geeint sind wir stärker.“

Im Original:

„Thank you to all the Olympic athletes! You have amazed the world with your incredible performances.

You have shown us all the power of sport to unite the world.

By competing in friendship and respect, by living in harmony under one roof in one Olympic Village, you are sending a powerful message of peace to the whole world. Together, we can go further. Together, we can aim higher. United in our diversity, we are stronger.“

Diese Worte sprach Thomas Bach nach den Olympischen Spielen in Rio, obwohl in der Zeit mehrmals Israelis und Juden unter dem Olympischen Dach massiv diskriminiert wurden.

Es begann bereits am ersten Tag. Der Trainer des israelischen Segelteams, Udi Gal, berichtet auf Facebook, dass sich im Umfeld der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele Mitglieder der libanesischen Delegation geweigert hatten, mit einem Bus zu fahren, wenn sich darin Israelis befinden:

„Schande über die Olympischen Spiele 2016. Nach der Eröffnungszeremonie sollte die israelische Delegation einen Bus mit der libanesischen Delegation teilen. Als die libanesische Delegation dies bemerkte, verlangte sie von dem Fahrer, die Tür zum Bus geschlossen zu halten. Die Veranstalter versuchten daraufhin, uns auf verschiedene Busse zu zerstreuen. Ich bestand darauf, den Bus zu betreten und sagte, wenn die Libanesen nicht mit uns fahren möchten, sie selbstverständlich den Bus verlassen könnten. Als der Busfahrer daraufhin die Tür öffnete, um uns reinzulassen, versperrte uns ein Leiter des libanesischen Teams den Zutritt zum Bus.“

In Rio de Janeiro wurden Juden zerstreut, weil einige hasserfüllte Menschen nicht mit Israelis in einem Bus sitzen wollten. Das ist der gelebte olympische Gedanke, den Thomas Bach am 21. August lobte! Udi Gal jedoch schreibt:

„Wie kann es sein, dass so etwas am Abend der Olympischen Eröffnungsfeier geschieht? Spricht das nicht direkt gegen den Gedanken der Olympischen Spiele und gegen alles, wofür wir stehen? Ich kann nicht anfangen, meine Gefühle auszudrücken. Ich bin geschockt von diesem Vorfall.“

Udi Gal war geschockt. Thomas Bach ist nicht geschockt. Thomas Bach schweigt. Libanons Teamchef Salim al-Haj Nicolas schwieg nicht. Er ist stolz:

„Ich blockierte den Eingang des Busses mit meinem Körper, obwohl ich wusste, dass manche der israelischen Sportler sich vorbeidrängen wollten und auf Ärger aus waren.“

Dafür wurde er von den libanesischen Medien und in den sozialen Netzwerken des arabischen Landes als Held gefeiert, denn er handelte ganz im Sinne des ehemaligen libanesischen Ministers, Wiam Wahhab, der einst auf Al-Jadid/New TV erklärte:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Thomas Bach schweigt!

Ein weiterer Moment der Diskriminierung bei den Olympischen Spielen konnte nicht verschwiegen werden, da er live gesendet wurde: Ein ägyptischer Judoka verweigert seinem israelischen Gegner die Geste des Respekts. Die ausgestreckte Hand schlug der Ägypter brüsk aus und weigerte sich auch, sich nach dem Kampf zu verbeugen. Ein saudischer Judoka und ein syrischer Boxer traten gar nicht erst gegen einen Israeli an. War das wirklich Rio 2016 oder doch nur eine Wiederholung von Berlin 1936?

Thomas Bach erwähnte diese Diskriminierungen jedoch mit keinem Wort. Stattdessen verleugnete er sie, indem er davon faselt, die Athleten hätten in Harmonie unter dem olympischen Dach gelebt. Das Internationale Olympische Komitee entschied sich somit dazu, ausgerechnet einen Deutschen all die massiven Diskriminierungen gegen Israelis und Juden vor der ganzen Welt zu verleugnen.

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Bildnachweis: Wikipedia – Ralf Roletschek • CC BY 3.0

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