Die Kunst gegen Bares ist wieder da!

Die Kunst gegen Bares in Köln ist endlich zurück, jedoch momentan als Freilichtveranstaltung auf dem Hof vor dem Artheater.

Ab dem 12. Juli 2021 jeden Montag Open Air!

Der Beginn der Show ist im Sommer bereits um 19:30 Uhr und kostet 9,- Eintritt. Für den Einlass ist ein Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines aktuellen negativen Tests notwendig.

Kunst gegen Bares

Künstlerinnen und Künstler präsentieren auf der Bühne des ARTheaters ihre Talente – vom Schauspielmonolog zum Kabarettbrüller, von eigenen Gedichten bis zur Eier-Jonglage im Kopfstand – eigentlich eine typische Offene Bühne Show. Kunst gegen Bares ist die Muppet Show, nur mit Menschen statt Schweinen, Fröschen, Hunden und Bären. Alles nach dem Motto von Onkel Kermit: “Nimm, was Du hast und flieg damit!“

Das Besondere ist zudem die Form, wie die Kunst entlöhnt wird. Das Publikum entscheidet selbst, wieviel Bares die jeweilige Kunst wert ist. Vor jeder Künstlerin und vor jedem Künstler steht ein eigenes Sparschwein, in das nach Gutdünken Geld geworfen werden kann. Bei der Kunst Gegen Bares trifft Kunst auf Kapital, und alles ohne Zwischenhändler! Hier ist das Publikum Chef!

Es gibt genau sieben Regeln für die Kunst gegen Bares:

1. Zuschauer und Künstler kommen den selben Weg und sitzen zusammen im Publikum.

2. Die Künstler werden von der Moderation aus dem Publikum auf die Bühne geholt.

3. Die Präsentationszeit muss für alle Künstler gleich beschränkt sein.

4. Jeder Künstler erhält nach der Präsentation ein Sparschwein.

5. Das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren.

6. Das Geld in den Sparschweinen geht zu 100 % an die Künstler.

7. Der Künstler oder die Künstlerin mit dem meisten Geld wird zum „Kapitalistenschwein des Abends“ gekürt.

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Schalom und Alaaf

Die Stadtführung „Schalom und Alaaf“ von und mit Gerd Buurmann ist wieder als Präsenzführung möglich!

Gerd Buurmann geht mit Ihnen durch die Kölner Altstadt und erzählt dabei spannende, humorvolle und stets informative Geschichten über das jüdische Köln.

Senden Sie gerne eine Reservierung unter Angabe des gewünschten Termins, sowie Ihres Namens und einer Kontaktnummer per Mail an: gerdbuurmann@hotmail.de oder rufen Sie an unter: 0160 985 20 957

„Schalom und Alaaf“
Ein Spaziergang durch das jüdische Köln
mit Gerd Buurmann

Termine: Sa, 4. September 2021 um 16h

Treffpunkt: Am Fastnachtsbrunnen auf dem Gülichplatz 1-3

Der Eintritt beträgt 15,- Euro.

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„Totalausfall“ mit Gerd Buurmann

Am 22. Juli 2021 präsentiere ich meinen „Totalausfall“. Ich freue mich über einen regen Kartenvorverkauf, gerade in diesen ungewissen Zeiten. Karten gibt es hier.

„Totalausfall“
von und mit Gerd Buurmann
am Donnerstag, 22. Juli 2021 um 20 Uhr
im Atelier-Theater, Roonstr. 78 in Köln

Gerd Buurmann, 1976 im Emsland geboren, nimmt das Publikum mit auf eine urkomische Reise durch das eigenes Leben. „Totalausfall“ fällt dabei total aus dem Rahmen. Ist es Kabarett, Comedy oder Schauspiel? Es ist alles. Aber vor allen ist es großartige Unterhaltung und herrlich komisch.

„Gerd Buurmann ist einer der vielseitigsten Künstler in Köln.“ (Kölnische Rundschau)

„Gerd Buurmann wagte und meisterte zugleich den Spagat zwischen Anspruch und Nonsens, zwischen banal und fatal.“(Siegener Zeitung)

„Laut, fröhlich und ein bisschen gewöhnlich.“ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

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„Höpker und Buurmann haben Krach“

Meine liebreizende Kollegin Gudrun Höpker und ich haben wieder Krach. Wir spielen unser wunderbares Stück spielen: „Höpker und Buurmann haben Krach“.

Am Sonntag, 24. Oktober 2021 um 18 Uhr im Atelier auf der Roonstraße 78. Für Karten hier klicken.

Gudrun Höpker und Gerd Buurmann verwandeln eheliche Streitereien aus Film, Fernsehen und Literatur in einen amüsanten Theaterabend. Eine urkomische Reise in den innersten Kreis der Ehe.

Höpker und Buurmann liefern sich einen verbalen Schusswechsel. Das Publikum wird Zeuge, wie sich Adam mit Eva zankt, Kermit und Piggy streiten und wie Macbeth völlig unerwartet auf Inge Meysel trifft.

„Als eine Steigerung kaum noch möglich ist, gibt es dann auch noch „eine schrecklich nette Familie“ im Stil einer Inszenierung von Truffaut nebst Tanzeinlage von Pina Bausch. Dabei überschlägt sich Gerd Buurmann im Sinne des Wortes, legt eine Performance hin, die eine außerordentlich körperliche Herausforderung ist. Grandios! Das Publikum tobt. Und das zurecht! Hier haben zwei Vollblut-Entertainer alles gegeben!“ (Helga Wissing, Lippstädter Zeitung, 15. Dezember 2019)

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Endlich wieder Theater in Köln!

Gerd Buurmann präsentiert im Juni 2021 ein ganz besonderes Freilufttheater in der Kölner Altstadt:

„Ich weiß nicht was soll es bedeuten“ von Heinrich Heine. Ein Theaterspaziergang an Originalschauplätzen!

Im Jahr 1843 besuchte Heinrich Heine das letzte Mal Köln. Über seinen Besuch in der Domstadt hat er viele mal lustige, mal ernste und mal romantische Verse verfasst.

Gerd Buurmann geht mit Ihnen durch die Kölner Altstadt und lädt Sie ein, dabei zu sein, wenn sich Heinrich Heine im Dom mit den Heiligen Drei Königen streitet und am Rhein den alten Vater Rhein tröstet. Heinrich Heine erzählt viel über den Rheinwein, über Deutschland und was er am liebsten mit den abendländischen Königen machen würde; und der Kölner Dombauverein bekommt natürlich auch sein Fett weg.

„Zu Köllen kam ich spätabends an, da hörte ich rauschen den Rheinfluss“, mit diesen Worten von Heinrich Heine beginnt das einzigartige Freiluftheater am Reiterdenkmal auf dem Heumarkt und endet am Kölner Dom.

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ von Heinrich Heine.

Termine:
Mittwoch, 23. Juni 2021 um 20 Uhr
Freitag, 25. Juni 2021 um 20 Uhr

Treffpunkt: Reiterdenkmal auf dem Heumarkt in Köln

Der Eintritt beträgt 15 Euro.

Senden Sie gerne eine Reservierung per SMS an: 016098520957 oder per Mail an: gerdbuurmann@hotmail.de

Ihre Daten werden nach einem Monat gelöscht. Sie dienen lediglich einer eventuell notwendig werdenden Rückverfolgbarkeit.

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Töpfe im Nirgendwo

Am Sonntag, 4. Juli 2021 um 18 Uhr geht es los „Töpfe im Nirgendwo“ – Der Kunst-Talk aus der Küche mit Viktoria Burkert und Gerd Buurmann.

Seit dem Jahr 2000 verbringen Viktoria Burkert und Gerd Buurmann ihr Leben miteinander. Sie machen Kunst, erleben sie gemeinsam und reden darüber. In den entscheidenden Themen der Weltliteratur sind sie sich einig, zum Beispiel: „Marvel ist besser als DC“, „Der Film Inception ist überbewertet“ und „Kant ist lustiger als Hegel“.

Ab Sonntag machen Sie es öffentlich und live aus ihrer Küche, immer mit dabei, ein Gast. Der erste Termin ist: Sonntag, 4. Juli um 18 Uhr. Zu Gast sind Patricia Fanroth und Markus Schimpp.

Wer zuschauen möchte, hat zwei Perspektiven zur Auswahl. Ihr könnt entweder aus der Sicht von Viktorias Instagram-Profil oder aus der Sicht von Gerds YouTube-Kanal zuschauen. Schaltet Euch einfach am Sonntag um 18 Uhr dazu:

Viktoria auf Instagram

Gerd auf YouTube

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Alles Liebe
und Danke für Ihre Unterstützung,
Gerd Buurmann

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Liebe Medien, nennt sie die Unsportlichen!

Dies ist Bitte an alle, die über die Olympischen Spiele berichten: Bitte verzichten Sie bei Berichten über unsportliches Verhalten von Olympiateilnehmern und Olympiateilnehmerinnen auf die Nennung der Namen!

Es gibt zum Beispiel keinen Grund, den Namen des algerischen Judoka zu nennen, der sich geweigert hat, gegen Tohar Butbul anzutreten, weil er Israeli ist.

Nennt den Namen des Israelis, wie ich es getan habe, aber sprecht auf der anderen Seite nur von einem algerischen Judoka und seinem algerischen Trainer.

In Kommentaren können Sie noch weiter gehen. Dort können Sie diese Typen die algerischen Unsportlichen, die algerischen Respektlosen oder die algerischen Attentäter auf den Olympischen Geist nennen.

Alles ist besser, als das Nennen ihrer Namen. Löscht ihre Namen!

Bitte teilen Sie diese Bitte auf den sozialen Netzwerken aller Medien, die die Namen dieser respektlosen, unsportlichen Attentäter auf den Olympischen Geist nennen.

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Kennen Sie Tohar Butbul?

Tohar Butbul ist ein israelischer Judoka. Er tritt in der Gewichtsklasse unter 73 kg an. Er holte unter anderem bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2019 und bei den Europameisterschaften im Jahr 2021 die Silbermedaille.

Bei den Olympischen Spielen in Tokio wäre Tohar Butbul eigentlich im Erstrundenkampf auf einen algerischen Judo-Kämpfer gestoßen, aber dieser weigerte sich, gegen einen Israeli anzutreten.

Der Name dieses algerischen Judo-Kämpfers soll hier nicht erwähnt werden, denn seine Unsportlichkeit hindert mich daran, seinen Namen zu erwähnen. Der algerischen Trainer, dessen Namen auch nicht erwähnt werden soll, rechtfertigt die unsportliche Entscheidung mit diesen Worten:

„Wir hatten kein Glück bei der Auslosung. Wir haben einen israelischen Gegner bekommen und deshalb mussten wir unsere Teilnahme zurückziehen. Wir haben die richtige Entscheidung getroffen.“

Der algerische Unsportliche selbst erklärt:

„Wir haben hart dafür gearbeitet, um an den Spielen dabei zu sein, aber die palästinensische Sache ist größer als das. (…) Meine Haltung in der palästinensischen Frage ist konsequent und ich lehne eine Normalisierung ab, und wenn es mich diese Abwesenheit von den Olympischen Spielen kostet. Allah wird es kompensieren. (…) Wir werden die israelische Flagge nicht anerkennen und uns damit nicht die Hände beflecken.“

Ist das noch Tokio 2021 oder schon Berlin 1936?

Nachtrag: Das algerische Olympische Komitee erkannte dem Unsportlichen und seinem Trainer am folgenden Tag die Akkreditierung ab und ordnete ihre Rückreise an. Die Internationale Judo-Föderation teilte mit, das Verhalten des Unsportlichen stehe „im totalen Gegensatz zur Philosophie“ des Verbandes.

(Foto: Tohar Butbul)

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Eine Reaktion auf alle, die mich diffamieren

Immer wieder bekomme ich harsche Reaktionen von Menschen, die gereizt sind, weil ich es gewagt habe, sie darauf hinzuweisen, dass auch in ihren eigenen Reihen Strukturen zu finden sind, die Antisemitismus möglich machen.

Am heftigsten spüre ich diesen Gegenwind, wenn ich meine Kritik an etablierte Parteien, Organisationen und Amtsträger richte. Wenn ich allein daran denke, was mir vor einiger Zeit meine Kritik in Richtung der SPD für Schmähungen eingebracht hat, bin ich gelassen, gegenüber dem Dreck, der aus Ecken kommt, in denen zwar manch ein Schmierfink hockt, der aber keinerlei Amt und Würden hat, um mir wirklich schaden zu können.

Schmähungen von machtloser Seite interessieren mich nicht. Sie verletzen mich nicht. Sie interessieren mich nicht mal. Ich trete im Machtgefüge nicht nach unten. Ich kritisiere nach oben, Menschen die Macht haben, Parteien, die regieren und Organisationen, die staatlich finanziert werden.

All diese Instanzen können mir wirklich schaden, aber das hindert mich nicht, meine Kritik zu äußern. Wer Macht hat, muss Kritik aushalten.

Verleumdungen von unten packen mich nicht an. Verleumdungen aus vermeintlich anständigen Kreisen treffen mich dafür viel mehr.

„Wenn wir den Antisemitismus wirklich besiegen wollen, dann müssen wir bereit sein, auf die dunklen Seiten unseres eigenen Herzens zu schauen.“

Diese Worte stammen von Elie Wiesel. Für mich bedeutet diese Forderung folgendes:

Wenn es schon Antisemitismusbeauftragte in Deutschland gibt, dann sollte jede Partei einen eigenen Antisemitismusbeauftragten haben und die einzige Aufgabe dieser Person sollte darin besteht, den Antisemitismus in der eigenen Partei zu benennen und zu bekämpfen.

Es gibt Antisemiten, die felsenfest davon überzeugt sind, nichts gegen Juden zu haben und doch unterstützen sie eine Politik, die für Juden gefährlich ist oder werden kann. Sie befinden sich in einer Kultur, in der entscheidende und gefeierte Persönlichkeiten ihrer eigenen Kultur-Geschichte mit höchst judenfeindlichen Aussagen aufgefallen sind, zum Beispiel Martin Luther und Voltaire. In einem solchen Umfeld kann es passieren, dass in bestgesinnter Absicht eine judenfeindliche Politik befördert wird.

Menschen mit Regierungsverantwortung tragen, wie das Wort schon sagt, deutlich mehr Verantwortung als eine Partei, die nur die Position der Opposition kennt. Daher ging meine Kritik in den letzten Jahren auch oft an Parteien, die schon mal im Bund oder in einem Land in Regierungsverantwortung waren.

Sigmar Gabriel von der SPD, der einst Außenminister Deutschlands war und den Judenhasser Mahmud Abbas öffentlich seinen „Freund“ genannt hat, Martin Schulz von der SPD, der eine Rede, die die bösartige Legende von jüdischen Brunnenvergiftern zum Inhalt hatte, als „inspirierend“ bezeichnet hat, Claudia Roth von den Grünen, die sich fröhlich mit Judenhassern gezeigt hat und Jürgen Möllemann von der FDP, der gegen Israel hetzte, tragen alle deutlich mehr Verantwortung als die Figuren der AfD, die von einem „Mahnmal der Schande“ reden und vom „Vogelschiss in der Geschichte“ faseln.

Es macht einen großen Unterschied, ob eine zutiefst und überall kritisierte Opposition sich im Wort vergreift oder ob eine mit politischer Entscheidungsmacht versehene Instanz durch Worte und Taten Fakten schafft. 

Wenn ein deutscher Außenminister einen Judenhasser seinen Freund nennt, dann verblasst alles, was die Opposition von sich gibt, besonders, wenn der Außenminister einer Partei angehört, die ich mal gewählt habe, während die Opposition einer Partei angehört, die ich nicht gewählt habe.

Meine Entscheidung, besonders vor der eigenen Tür und in den Ecken der Macht zu kehren, hat mir einige Diffamierungen eingebracht. Es gibt sogar Menschen, einige von ihnen mit politischen Ämtern versehen, die behaupten, ich sei auf der Seite ihrer Feinde und zwar auf der Seite jener hasserfüllten Menschen, die nicht müde werden, mich persönlich zu bedrohen. Aber das ist wohl der Preis. Ich bin bereit, ihn zu zahlen.

In jeder Partei gibt es politische Strömungen, die für Juden gefährlich sind. Es gibt jedoch Menschen, die verurteilen Antisemitismus nur dort, wo es sie selber nicht betrifft. Sie wollen lediglich gut dastehen. Sie wollen zeigen, wie gut sie sind, indem sie andere Menschen verurteilen. Ginge es ihnen wirklich darum, die zum Teil unerträgliche Situation für Juden in diesem Land zu bekämpfen, sie würden das tun, was Elie Wiesel von uns verlangt, nämlich in die dunklen Herzen der eigenen Seelen zu schauen.

Es ist ekelerregend, wenn Menschen, die der AfD nahestehen, nach einem Angriff auf Juden darauf hoffen, der Anschlag möge aus dem islamischen Umfeld kommen, nur um dann laut zu lamentieren, während sie bei anderen Angriffen auf Juden schweigen. Es ist erbärmlich, wenn Menschen, die dem Islam angehören, jede Auseinandersetzung mit ihrem Glauben als Ideologie von sich weisen, wenn ein Angriff auf Juden von dem Täter selbst mit den Lehren des Islams gerechtfertigt wurde. Es ist selbstgerecht, wenn linke Politikerinnen und Politiker einen Anschlag auf eine Synagoge ausnahmslos dafür nutzen, gegen eine rechte Partei zu hetzen.

Beim Kampf gegen Antisemitismus müssen wir verstärkt auf jene Instanzen schauen, die mit politischer Macht ausgestattet sind.

Ein Gericht, das in einem Anschlag auf eine Synagoge „kein Anhaltspunkt für eine antisemitische Tat“ erkennen kann, eine Polizei, die eine Wohnung in Duisburg stürmt, um eine Israelfahne zu entfernen, islamische Länder, in denen Juden von Staats wegen verfolgt werden und eine Organisation wie die Vereinten Nationen, die Israel öfter kritisiert und verurteilt als alle anderen Länder der Welt zusammen, all diese Instanzen schaffen in Worten und Taten ein Klima, in dem Judenhass gedeihen kann. Diese Instanzen müssen kritisieren werden, weil sie sind mit einer gewissen Macht ausgestattet sind.

Es ist nicht leicht, auf die eigene Nachbarschaft und tief in das eigene Herz zu schauen, aber es ist notwendig. Der Kampf gegen Judenhass ist kein Instrument der eigenen moralischen Selbsterhöhung, es ist stets auch eine schmerzhafte Selbstkritik.

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Häagen-Dazs oder Ben & Jerry’s

Ben & Jerry’s hat via Twitter angekündigt: „Wir glauben, dass es nicht mit unseren Werten vereinbar ist, dass Ben & Jerry’s Eiscreme in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) verkauft wird.“

Was genau meint Ben & Jerry’s mit dem Begriff “besetzte palästinensische Gebiete“?

Meint Ben und Jerry‘s damit vielleicht die West Bank? Von diesem Ort wird schließlich behauptet, Israel halte ihn seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 besetzt oder würde dort „illegale Siedlungen“ bauen. In der deutschen Sprache wird dieses Gebiet auch Westjordanland bezeichnet, was schon zeigt, wer bis 1967 die Hoheit über dieses Land hatte: Jordanien.

Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 wurde es von Jordanien besetzt und 1949 völkerrechtswidrig annektiert. Nur Großbritannien und Pakistan haben die jordanische Hoheit über das Westjordanland jemals anerkannt. Von diesem Gebiet aus wurde Israel 1967 angegriffen, und kein Recht der Welt kann dem Staate Israel ernsthaft sein Recht auf Verteidigung absprechen.

Bevor die West Bank im Jahr 1949 von Jordanien annektiert wurde, war sie allgemein als Palästina bekannt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es eine palästinensische Regierung und Verwaltung gab. Es gab schließlich nicht einmal den Ausdruck „palästinensisches Volk“. Im Jahr 1949 wurde der Begriff „Palästinenser“ vielerorts sogar als Synonym zu Jude verwendet. Als Begriff für ein arabisches Volk der Palästinenser hielt das Wort erst sehr viel später Einzug in den Nahostdiskurs und gehört seitdem zu den vielen angeblich neutralen, aber in Wahrheit sehr einseitigen, Propagandavokabeln.

Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der seit 1922 das Gebiet verwaltete, das Land und alle dort leben Menschen, ob christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch, beschrieb. Auf der Konferenz von Sanremo im Jahr 1920 wurde das Gebiet an Großbritannien übertragen mit dem Auftrag zur Realisierung des Völkerbundmandats für Palästina. Auftrag des Mandats, das am 24. Juli 1922 ratifiziert wurde, war die Hilfe zur „Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“. Zu dieser Entscheidung kam es, nachdem das Reich, das vorher über das Gebiet geherrscht hatte, untergegangen war. War es Palästina? Nein. Es war das Osmanischen Reich.

Im Ersten Weltkrieg unterlag das Osmanische Reich den alliierten Mächten, was dazu führte, dass im Namen des Völkerbundes das Osmanische Reich aufgeteilt wurde, um neue unabhängige Länder zu etablieren. Selbstverständlich konnte bei dieser Entscheidung nicht der jüdische Teil der Bevölkerung übergangen werden, der schon seit biblischen Zeiten in dem Gebiet lebt. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und der Diskriminierung, besonders auch durch muslimische Machthaber (die bekanntesten Pogrome an Juden durch Muslime in der Zeit sind die Nabi-Musa-Unruhen, die Unruhen in Jaffa und das Massaker von Hebron), forderten viele Juden unter dem Begriff Zionismus schließlich nichts weiter ein, als das Recht, das für alle anderen Menschen der Welt selbstverständlich war und ist: Sie beanspruchten Sicherheit in den Grenzen einer selbstverfassten Nation. Sie beanspruchten Unabhängigkeit. Sie beanspruchten Land.

Der damalige britische Außenminister Arthur James Balfour unterstützte den Wunsch der Zionisten und schrieb einen Brief für „die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“, der als Balfour-Deklaration in die Geschichte einging. Der Völkerbund nahm sich dieses Ansinnens an und wählte ein Gebiet, in dem diese „nationale Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“ entstehen sollte. Das Gebiet umfasste dabei nicht einmal 0,5% des ganzen arabischen Raums.

Im Jahr 1947, also nach dem Zweiten Weltkrieg, bei dem sich die Situation von Juden im Nahen Osten noch mehr verschlechtert hatte, (unter anderem verbündete sich der Mufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, mit Adolf Hitler im gemeinsamen Anstrengen, alle Juden der Welt zu vernichten), wurde ein Teilungsplan der Vereinten Nationen, der Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, vorgelegt, in dem sich die jüdische Seite schließlich sogar mit nur einem Viertel des eh schon kleinen Gebiets zufrieden gab:

Die restlichen drei Viertel gingen zu zwei Dritteln an das halbautonome Emirat Transjordanien, aus dem später das heutige Land Jordanien wurde. 75 Prozent des Gebiets Palästina gehört somit heute zu Jordanien. In der Logik von Ben & Jerry‘s dürften sie dort eigentlich keine Eiscreme hin verkaufen, da sie ja glauben, dass es nicht mit ihren Werten vereinbar ist, dass Ben & Jerry’s Eiscreme in den besetzten palästinensischen Gebieten verkauft wird. So weit aber geht Ben & Jerry’s dann doch nicht. In Amman gibt es diverse Orte wo es Ben & Jerry‘s zu kaufen gibt.

Wie wäre es mit einer neuen Geschmacksrichtung? Ben and Jerry‘s Yummi Swastika Double Standard!

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, obwohl es nicht einmal 20% des anfänglich in Aussicht gestellten Landes war. Die arabische Seite jedoch verweigerte die Annahme ihres unabhängigen Landes. Stattdessen engagierte sie sich zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien in einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels.

Als im Jahre 1948 Israel gegründet wurde, erklärte die arabische Welt Israel den Vernichtungskrieg. In dieser Zeit fanden auch viele schreckliche Pogrome in muslimischen Ländern gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden. Viele Angriffe auf Israel wurden auch von der durch Jordanien extra zur Vernichtung Israel annektierten West Bank unternommen. Im Sechstagekrieg 1967 brachte Israel dieses Gebiet unter Kontrolle und konnte so die Angriffe aus dieser Region beenden. Seitdem hält sich das Gerücht, Israel hielte dieses Land besetzt, ein Gebiet, das vorher von Jordanien in der Absicht, Israel zu vernichten, annektiert worden war und das in der Zeit des Mandats durch den Völkerbund für eine jüdische Nation vorgesehen war.

Wenn wir uns somit die Geschichte der Region anschauen, die Ben & Jerry’s als „besetztes palästinensisches Gebiet“ bezeichnet, so sehen wir, dass dort erst das Osmanische Reich geherrscht, dann der Völkerbund verwaltet, dann Jordanien annektiert und dann Israel das Gebiet unter Kontrolle geholt hat. Wie kann man Ben & Jerry’s da guten Gewissens von „besetzten Gebieten“ sprechen? Von wem hält Israel das Land besetzt? Von Jordanien, das es zur Vernichtung Israel annektiert hat? Vom Osmanischen Reich, das es nicht mehr gibt? Von wem?

Der größte Teil Palästinas ist unter jordanischer Kontrolle. Warum stört dass Ben & Jerry’s nicht? Was ist der Unterschied zwischen Jordanien und Israel? Israel ist ein jüdisches Land. Das scheint Ben & Jerry’s zu stören. Ich schlage daher eine weitere neue Geschmacksrichtung vor: Ben & Jerry’s AntiseMint. Ich habe im Netz sogar schon ein Design gefunden:

Übrigens, erst im Jahr 1988 gab Jordanien seinen Anspruch auf einen kleinen Teil Palästinas auf. Dieser Teil ist heute als West Bank bekannt. Seit 1993 werden Teile des Gebiets von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet ohne gültige Erklärung, die Existenz Israels anzuerkennen. Im Jahr 2005 wurde Mahmud Abbas zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Abbas sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas Regierung stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten.

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Partei von Abbas sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Die Regierung von Abbas ist vollkommen illegitim. Es hat nie eine völkerrechtliche Anerkennung der Annexion des palästinensischen Gebietes durch Jordanien gegeben. Die arabische Seite hatte 1947 das Angebot der Vereinten Nationen auf einen eigenen Staat abgelehnt. Das Osmanische Reich existiert nicht mehr. Es gibt daher nur einen Vertrag, der die momentane Situation regelt: Das Völkerbundmandat.

Wenn es somit Besatzer in diesem Konflikt gibt, dann sind es Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde.

Warum aber spricht Ben & Jerry’s nicht bei Jordanien oder der palästinensischen Autonomiebehörde von illegalen Besatzern? Weil Ben & Jerry‘s von einer typischen Doppelmoral besessen sind. Sie verlangen von der israelischen Seite etwas, was sie von den anderen Parteien nicht erwartet. Für das Verhalten, den jüdischen Staat anders zu behandeln, als alle anderen Staaten, von Juden mehr zu verlangen, als von allen anderen Menschen, gibt es eine Bezeichnung: Antisemitismus!

Dem Kampf gegen Antisemitismus hat der US-amerikanische Unternehmer Reuben Mattus ein wunderbares Denkmal gesetzt. Im Jahr 1961 gründete er zusammen mit seiner Frau Rose in New York die Speiseeisfirma Häagen-Dazs.

Reuben Mattus wurde am 5. März 1921 an Bord der SS Vestris nach New York geboren. In den USA stieg er früh in das Speiseeisgeschäft seines Onkels ein. In Brooklyn lernte er seine spätere Ehefrau Rose Vesel kennen. Im Jahr 1936 heirateten sie in New York. Im Jahr 1961 gründeten sie ein eigenes Unternehmen für Eiscreme und nannten es Häagen-Dazs.

Auf die Frage, was Häagen-Dazs bedeute, erklärte Reuben Mattus es sei ein Kunstwort, das an Dänemark erinnern solle, weil Dänemark als einziger europäischer Staat die Juden während des Zweiten Weltkriegs gerettet habe: „Das einzige Land, das die Juden während des Zweiten Weltkriegs rettete, war Dänemark, so setzte ich einen komplett fiktiven dänischen Namen zusammen und ließ ihn registrieren.“

Auch heute noch, werden Juden in manchen Ländern dieser Welt diskriminiert und verfolgt. Es gibt Länder und Gebiete, in denen keine Juden leben dürfen. Der Gazastreifen zum Beispiel ist ein Gebiet das, um ein grausames deutsches Wort zu verwenden, „judenrein“ ist. Es gibt zudem eine Menge Länder, die lassen keine Israelis Land. Es gibt sogar Länder, die lassen keine Menschen ins Land, wenn sie in Israel waren.

Mehrere Länder haben gegen mich ein Einreiseverbot ausgesprochen, weil ich in Israel war. So ein Pech! Ich kann nicht das bunte Nachtleben Libyens erleben. Die Schwulen- und Lesbenszene im Sudan muss auch ohne mich auskommen. Ich kann nicht mit Feministinnen im Auto um die Blocks von Saudi Arabien ziehen. Und das alles nur, weil ich in Israel war! Syrer können mich zu Hause besuchen, ich jedoch nicht mehr Syrer in ihrem Haus.

Ben & Jerry’s aber kritisiert Israel. Dabei ist Israel ein Land, dass allen Juden bedingungslos Schutz zusichert. Heute ist Israel das, was Dänemark im Zweiten Weltkrieg war, ein sicherer Hafen für Juden.

Häagen-Dazs hat einem sicheren Hafen für Juden ein Denkmal gesetzt. Ben & Jerry’s jedoch boykottiert heute einen sicheren Hafen für Juden. In der Zeit, in der Dänemark Juden Schutz bot, gab es ebenfalls viele Menschen, die zum Boykott von Juden aufriefen. Sie sahen so aus:

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Unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler

Ohne Stern findet man heutzutage als Opfer einfach nicht mehr statt. Wer was auf sich hält, klebt sich einen gelben Stern auf die Brust.

Jeder erlebt seinen ganz privaten Holocaust. Der Trend geht mittlerweile sogar zum Zweitholocaust.

Auf einer Demonstration vor einigen Jahren für ein Nachtflugverbot, wurde ein Plakat hochgehalten, auf dem folgendes zu lesen war:“Wir Blankenfelder leben wie im KZ. Werden von zwei Seiten vergast + verlärmt, dank Platzek & Co.”

Der ehemalige Kölner Kardinal Meisner hielt am Tag der Heiligen Drei Könige im Jahr 2005 eine Predigt, in der er über Schwangerschaftsabbrüche sprach und diese Worte wählte: „Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“

Der Ökonomie-Professor Hans-Werner Sinn erklärte im Jahr 2008: „In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.“

Im Jahr 2009 sagte Bischof Walter Mixa: „Es hat diesen Holocaust sicher in diesem Umfang mit sechs Millionen Getöteten gegeben. Wir haben diese Zahl durch Abtreibungen aber bereits überschritten.

Der vatikanische Kurienkardinal Renato Martino erklärte im Jahr 2010: „Schauen wir uns die Lebensbedingungen im Gaza-Streifen einmal an: Das ähnelt immer mehr einem riesigen Konzentrationslager“

Im selben Jahr behauptete eine Büroangestellte, die Atmosphäre in ihrem Büro sei schlimmer als das Vernichtungslager Auschwitz: „Kein Jude in diesem Land musste jemals solche seelischen Qualen erleiden wie ich.”

Auf einer Internetseite der Partei „Die Linke NRW“ wurde im Jahr 2012 kurzfristig behauptet: ”Hartz IV ist die Fortsetzung der Menschenvernichtung des III. Reiches.”

Als im Jahr 2014 eine Giraffe im Zoo von Kopenhagen getötet wurde, erklärte die Schriftstellerin Joyce Carol Oates: „Ich kann immer noch nicht begreifen, warum der dänische Zoo die schöne junge gesunde Giraffe getötet hat. Ja, sie hatten „Gründe“, so wie die Nazi-Ärzte.“

Im selben Jahr erklärten vierunddreißig Hollywoodgrößen, darunter der Regisseur Oliver Stone und der Schauspieler Dustin Hoffman: „In den 30er Jahren waren es die Juden. Heute sind es die Scientologen.“

Ebenfalls im Jahr 2014 stellte die Tierschutzorganisation PETA fest: „Es war falsch, Juden zu töten. Genauso FALSCH ist es, dass jedes Jahr (allein in Deutschland) über 1.000.000.000 Tiere für die Fleischindustrie getötet werden.”

Im Jahr 2019 behauptete die amerikanische Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez: „Die Vereinigten Staaten betreiben Konzentrationslager an unserer südlichen Grenze, und genau das sind sie – sie sind Konzentrationslager.“

Im selben Jahr sagte die amerikanische Sängerin Linda Ronstadt„Ich war mir an dem Tag, da Trump es ankündigte, sicher, dass er gewählt werden würde, und ich sagte, es wird so werden wie bei Hitler und die Mexikaner sind die neuen Juden.“

Im selben Jahr äußerte sich der Psychiater Julio Rosas wie folgt: „Trump ist in diesem Jahrhundert eine so zerstörerische Person wie Hitler, Stalin und Mao im letzten Jahrhundert. Er kann für viel mehr Millionen Tote verantwortlich sein als sie es waren.“

Im Jahr 2020 schrieb ein selbsternannter Impfgegner auf Facebook: „Vor 87 Jahren fing man an, Menschen mittels Gas zu töten. Heute fängt man damit an, Menschen unter Zwang zum impfen. Vor 87 Jahren wurden Menschen gezwungen, sichtbar einen Stern zu tragen. Heute sollen Menschen einen Immunitätsausweis tragen.“

Im selben Jahr stellte die Psychiaterin Brandy X. Lee diesen Vergleich auf: „Donald Trump ist kein Adolf Hitler. Hitler verbesserte wenigstens das tägliche Leben seiner Anhänger, hatte Disziplin und verlangte mehr von sich selbst, um den Respekt seiner Anhänger zu gewinnen. Selbst bei der gleichen Pathologie gibt es unterschiedliche Kompetenzgrade.“

Im Jahr 2021 kritisierte der Facharzt Sucharit Bhakdi die Impfstrategie des Staates Israels mit diesen Worten: „Das Volk, das geflüchtet ist aus diesem Land, aus diesem Land, wo das Erzböse war und haben ihr Land gefunden, haben ihr eigenes Land verwandelt in etwas, was noch schlimmer ist als Deutschland war, so unfassbar.“

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Sucharit Bhakdi hat nicht mehr alle Flammen in der Hölle!

Unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler!

Es gab in der Vergangenheit schon die abenteuerlichsten Vergleiche mit den Verbrechen des Nationalsozialismus‘. Auf einer Demonstration vor einigen Jahren für ein Nachtflugverbot, wurde ein Plakat hochgehalten, auf dem folgendes zu lesen war: “Wir Blankenfelder leben wie im KZ. Werden von zwei Seiten vergast + verlärmt, dank Platzek & Co.”

Der ehemalige Kölner Kardinal Meisner hielt am Tag der Heiligen Drei Könige im Jahr 2005 eine Predigt, in der er über Schwangerschaftsabbrüche sprach und diese Worte wählte: „Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“

Der Ökonomie-Professor Hans-Werner Sinn erklärte im Jahr 2008: „In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.“

Der vatikanische Kurienkardinal Renato Martino erklärte im Jahr 2010: „Schauen wir uns die Lebensbedingungen im Gaza-Streifen einmal an: Das ähnelt immer mehr einem riesigen Konzentrationslager“

Im selben Jahr behauptete eine Büroangestellte, die Atmosphäre in ihrem Büro sei schlimmer als das Vernichtungslager Auschwitz: „Kein Jude in diesem Land musste jemals solche seelischen Qualen erleiden wie ich.”

Auf einer Internetseite der Partei „Die Linke NRW“ wurde im Jahr 2012 kurzfristig behauptet: ”Hartz IV ist die Fortsetzung der Menschenvernichtung des III. Reiches.”

Als im Jahr 2014 eine Giraffe im Zoo von Kopenhagen getötet wurde, erklärte die Schriftstellerin Joyce Carol Oates: „Ich kann immer noch nicht begreifen, warum der dänische Zoo die schöne junge gesunde Giraffe getötet hat. Ja, sie hatten „Gründe“, so wie die Nazi-Ärzte.“

Im selben Jahr erklärten vierunddreißig Hollywoodgrößen, darunter der Regisseur Oliver Stone und der Schauspieler Dustin Hoffman: „In den 30er Jahren waren es die Juden. Heute sind es die Scientologen.“

Ebenfalls im Jahr 2014 stellte die Tierschutzorganisation PETA fest: „Es war falsch, Juden zu töten. Genauso FALSCH ist es, dass jedes Jahr (allein in Deutschland) über 1.000.000.000 Tiere für die Fleischindustrie getötet werden.”

Im Jahr 2019 behauptete die amerikanische Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez: „Die Vereinigten Staaten betreiben Konzentrationslager an unserer südlichen Grenze, und genau das sind sie – sie sind Konzentrationslager.“

Im selben Jahr sagte die amerikanische Sängerin Linda Ronstadt: „Ich war mir an dem Tag, da Trump es ankündigte, sicher, dass er gewählt werden würde, und ich sagte, es wird so werden wie bei Hitler und die Mexikaner sind die neuen Juden.“

Im selben Jahr äußerte sich der Psychiater Julio Rosas wie folgt: „Trump ist in diesem Jahrhundert eine so zerstörerische Person wie Hitler, Stalin und Mao im letzten Jahrhundert. Er kann für viel mehr Millionen Tote verantwortlich sein als sie es waren.“

Im Jahr 2020 schrieb ein selbsternannter Impfgegner auf Facebook: „Vor 87 Jahren fing man an, Menschen mittels Gas zu töten. Heute fängt man damit an, Menschen unter Zwang zum impfen. Vor 87 Jahren wurden Menschen gezwungen, sichtbar einen Stern zu tragen. Heute sollen Menschen einen Immunitätsausweis tragen.“

Im selben Jahr stellte die Psychiaterin Brandy X. Lee diesen Vergleich auf: „Donald Trump ist kein Adolf Hitler. Hitler verbesserte wenigstens das tägliche Leben seiner Anhänger, hatte Disziplin und verlangte mehr von sich selbst, um den Respekt seiner Anhänger zu gewinnen. Selbst bei der gleichen Pathologie gibt es unterschiedliche Kompetenzgrade.“

Heute schreiben wir das Jahr 2021 und in diesem Jahr kritisiert Sucharit Bhakdi die Impfstrategie des Staates Israels mit diesen Worten: „Das Volk, das geflüchtet ist aus diesem Land, aus diesem Land, wo das Erzböse war und haben ihr Land gefunden, haben ihr eigenes Land verwandelt in etwas, was noch schlimmer ist als Deutschland war, so unfassbar.“

Im Jahr 2021 erklärt ein Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie in Deutschland, die Impfstrategie Israels sei schlimmer als Pogrome, Dachau, Josef Mengele, Massenerschießungen, Auschwitz und Gaskammern. Schauen wir uns mal den Satz im Kontext an. Ich habe die Worte so abgetippt, wie er sie im Redefluss gesagt hat.

„Wenn sie immer noch sagen, ich möchte mich impfen lassen, dann ist es ihre Sache. Das ist in Ordnung. Dann können sie aber, versuchen sie nicht, Zwang auszuüben. Dieser Zwang wird ausgeübt. Es wird ausgeübt in Israel. Es wird ausgeübt in vielen anderen Ländern schon, kommt es schon, und wenn ihr nicht aufpasst, kommt es hier, so schnell, so schnell, dass ihr nicht wisst, was euch getroffen hat, schneller als der Blitz. Und wenn ihr so indolent seid und nicht aufsteht und sagt, „Nein, mit uns macht ihr das nicht“, dann ist es um euch geschehen und dann werdet ihr auch nicht die Möglichkeit haben zu flüchten.

Israel! Israel kann nicht mehr flüchten. Das Land ist zu. Das wird hier passieren. Und ich wurde mal gefragt von einem Amerikaner, was ich zu Israel zu sagen habe. Ich hatte: Für mich, die Israelen dieses Volk, das ich mehr bewundert habe als irgendein anderes Volk auf der Welt. Ich war ein Judenbewunderer. Ja, du weißt, ich bin Musikliebhaber, Kunstliebhaber. Die größten Geister waren die Juden. Es tut mir leid, wenn ich euch das sagen muss. Ja, es tut mir leid, ich bin Buddhist. Ja, ich verehrte sie. Ich bin, du hast meine Schallplattensammlung gesehen, ich bin diesen jüdischen Musikern nachgereist, um eine Unterschrift von ihnen zu bekommen. Isaac Stern, David Oistrakh, ja, hunderte von Kilometern bin ich gereist, um sie zu hören, um ein Autogramm zu holen. Ich habe sie verehrt. Und jetzt machen sie das!

Das Volk, das geflüchtet ist aus diesem Land, aus diesem Land, wo das Erzböse war und haben ihr Land gefunden, haben ihr eigenes Land verwandelt in etwas, was noch schlimmer ist als Deutschland war, so unfassbar.

Und dann habe ich den Amerikanern gesagt: Das ist das Schlimme an den Juden, sie lernen gut. Es gibt kein Volk, das besser lernt als sie, aber sie haben das Böse jetzt gelernt und umgesetzt. Und deswegen ist Israel jetzt living hell, die lebende Hölle. Und ich habe den Amerikanern gesagt: Und wenn ihr nicht aufpasst, wird Amerika auch die lebende Hölle sein. Und ich sage euch jetzt: Euer Land wird verwandelt in die lebende Hölle, wenn ihr nicht bald aufsteht.“

Ich habe zwar in meinem Leben kein Studium beendet, die einzigen Diplome, die ich besitze, sind Abi und Führerschein, und dennoch höre ich diesen Experten und denke mir: „Mensch, der Bhakdi hat nicht mehr alle Flammen in der Hölle.“

Zunächst einmal, Sucharit Bhakdi hat Recht, Isaac Stern und David Oistrakh waren hervorragende Musiker. Zum Beweis hier zwei Beispiele ihrer Fertigkeiten:

Sucharit Bhakdi hat aber Unrecht, wenn er sagt: „Und jetzt machen sie das!“ Isaac Stern ist im Jahr 2001 gestorben und David Oistrakh im Jahr 1974. Sie haben viel gemacht in ihrem Leben, aber ganz gewiss haben sie nicht die israelische Impfstrategie entwickelt.

Die Grenze zwischen Verehrung und Stalking ist sehr fließend. Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Menschen kennengelernt, die erst erklärt haben, Juden zu lieben, nur um ein paar Jahre später zu erklären, die Juden hätten aus ihrer Vergangenheit nichts gelernt und wären heute schlimmer als die Nazis. Die Grenze zwischen einem Philosemiten und einem Antisemiten ist fließend. Sucharit Bhakdi hat sie mühelos übersprungen.

Antisemitische Vorurteile und Stereotype finden sich überall. Ich habe sie von links und von rechts vernommen. Juden werden sowohl für den Kommunismus, als auch für den Kapitalismus verantwortlich gemacht, für den Sozialismus und den freien Markt, für Corona und für den Impfstoff, für Sexismus und Feminismus, für Rassismus und Liberalismus, für einfach alles und das Gegenteil.

Egal, welcher Gesellschaft, Bewegung, Partei oder Organisation ich angehöre, es wird Judenhasser unter den Mitgliedern geben. Deshalb plädiere ich seit Jahren dafür, dass Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Judenhass zu bekämpfen, sich diese Worte von Elie Wiesel zu Herzen nehmen: „Wenn wir den Antisemitismus wirklich besiegen wollen, dann müssen wir bereit sein, auf die dunklen Seiten unseres eigenen Herzens zu schauen.“

Bevor sich eine Partei zu sehr auf den Antisemitismus in einer anderen Partei fokussiert, sollte diese Partei in ihr eigenes Herz schauen.

Ich bin geimpft, aber ein strikter Gegner jeder staatlichen Impfpflicht. Ich bin zudem ein Kritiker vieler Maßnahmen, die in den letzten Monaten mit staatlichem Zwang exekutiert wurden. Kritikerinnen und Kritiker wie mich gibt es überall auf der ganzen Welt, es gibt sie in jedem Land, in jeder Religion und in jedem Volk, auch in Israel.

Israel anders zu behandeln, als jedes andere Land der Welt und dann auch noch zu behaupten, Israel sei schlimmer als Nazi-Deutschland, ist eine judenfeindliche Entgleisung, die zwar durch die Meinungsfreiheit gedeckt, aber durch nichts, was Verstand hat, zu rechtfertigen ist.

Es gibt Antisemiten in allen Gruppen. Es gibt Antisemiten, die großartige Musik machen oder exzellente Sportlerinnen sind. Einige Antisemiten können komplexe mathematische Probleme lösen, andere sind Philosophieprofessoren, exzellente Hirnchirurginnen, sozialistische Kämpferinnen, christliche Reformatoren oder ausgezeichnete Schriftstellerinnen. Es ist daher unerheblich, ob ein Antisemit in seinem Metier ein Meister oder ein Stümper ist. Antisemitismus gehört überall bekämpft, möge er nun von Richard Wagner, Martin Heidegger, Karl Marx, Martin Luther, Lieschen Müller, Max Mustermann oder eben Sucharit Bhakdi kommen.

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Apartheid and Rashida Tlaib

Dear Rashida Harbi Tlaib,

My name is Gerd Buurmann. I am living in Germany. Today I read this tweet of yours:

What are you talking about?

Over 1.6 million Muslims live peacefully with Jews in Israel.

This is not apartheid!

In Israel, Muslims and Jews are neighbors. They are work colleagues, teachers, lawyers, judges, politicians, policewomen, firemen, soldiers, cooks, sexual partners and much, much more. They laugh, live, eat, cry and argue with each other. They share the same country. They are connected to the trees, rivers, mountains, seas, lakes, towns, villages and deserts of their homeland, which they often include in their prayers. They are one family! Some are distant relatives, others trusted friends.

This is not apartheid!

The founding charter of Hamas demands the annihilation of the entire Jewish people (Article 7) and the destruction of Israel (Article 13). In mosques and on television Hamas ministers call Jews bacteria which should be exterminated and vermin whose throats should be cut and whose families should be murdered.

That’s apartheid!

Wiam Wahhab, a Lebanese government minister, declared on July 4, 2010 on Al-Jadid/New TV:

„I support Germany in politics and Brazil in sport. I like the way Brazil plays football, but I like the Germans because they hate the Jews and burned them.“

That’s apartheid!

Lebanon is one of the countries that have imposed a travel ban on me, Gerd Buurmann, just because I previously dared to travel to Israel. In addition to Lebanon, Syria, Kuwait, Yemen, Libya, Saudi Arabia and Iran reserve the right not to let people cross their borders if they are Jewish or visited Israel. Many of those countries are proud to have driven the Jews out of their countries. They are proud of their genocide. These countries also persecute homosexuals. In Iran, Yemen and Saudi Arabia, homosexuality can result in a death sentence. In Saudi Arabia, women are not allowed to drive cars or leave the house unveiled and without a man’s permission.

That’s apartheid!

Israel equips state hospitals with prayer rooms for all religions after a Muslim successfully filed a lawsuit with the country’s Supreme Court because he could only pray outside of a clinic in Tel Aviv. Jews in Gaza, Algeria, Saudi Arabia, Jordan and Libya don’t have their own prayer rooms in hospitals; they’d hardly be granted a residency permit! It is forbidden to be Jewish in those regions. The countries are all „judenrein“!

That’s apartheid!

Israel is the only country in the Middle East where Muslims live safely in a democracy that allows them to be gay or lesbian. They have the same rights as all other citizens of the country, regardless of gender or skin color. Israel is the only country in the Middle East where citizens can elect and, above all, change their government. The Israeli government is therefore the only government in the Middle East which is democratically elected by Muslims and Arabs.

That’s not apartheid!

Mahmud Abbas became president of the Palestinian Authority in 2005, but his term of office ended on January 9, 2009. Since then, he has held power without legitimacy. BDS is silent on that issue! Jordan is a monarchy with Islam as its state religion and Sharia law as its national law. All Palestinians who do not belong to Islam are second-class citizens in Jordan. BDS is silent on that issue! In Syria all Palestinians are disenfranchised and locked up in camps. In January 2014, the Syrian army encircled Palestinians in a camp and let them starve.

That’s apartheid!

A Jew hater criticizes those things about Jews that he gives non-Jews a pass on. An Israeli politician is already demonized if he’s not a saint. An Arab politician, however, is already declared a saint if he is not the devil. Israel is required to be superhuman in order to have permission to exist. For the rest of the world it’s enough to simply be human. Billions are spent to find Jews who are not perfect, only in order to demonize them: Look here, the Jews!

Countless journalists, correspondents, European and American organizations are on the road in Israel just to photograph, film and collect stories that show Jews as not perfect. Those photos, films and stories are regularly broadcast by state-sponsored and supported media, so that the majority are led to believe Israel to be the greatest threat to world peace and by and large no better than its Jew-hating neighbors.

Despite the continuous and relentless war that has been going on since 1948 against Israel, with the aim of wiping out the entire country and its population, Israel has adhered to all the basic principles of a democratically constituted society. This is unique in history.

Why don’t you praise Israel?

Israel may not be perfect, but there is no country in the world that has performed better under similar circumstances.

Why do you constantly criticize Israel?

Please do not point out to me all the mistakes Israel has made. Don’t list all the misdemeanours Israel is said to have committed. I am well informed. I read the same newspapers you read. I watch the same TV programs you watch. Just explain to me why you criticize Israel specifically more than any other country in the world.

Criticism of Israel and Judaism is certainly allowed. Much criticism of the Israeli government comes from within Israel itself. In many countries Israel is certainly the most criticized nation, be it from free or unfree countries, be it from Germany or Iran. The United Nations has criticized Israel more often than all the other countries combined: from North Korea to America, from Russia to Afghanistan.

Why do you spend so much time with criticisms which are endlessly repeated?

Only 0.1% of the total world population consists of Israelis. In these 0.1% the United Nations sees a people that must be given special attention. The other 99.9% of the world are basically given clemency. So either Israel is a state more vicious than North Korea, Russia, China, Venezuela, Germany, Hungary, Afghanistan, Saudi Arabia, Qatar, Iran, the USA and all other countries of the world combined or the United Nations has a problem with the Jew among nations.

If anything is superfluous, then even more criticism in the direction of Israel. What needs more attention are those regimes where criticism can be and is punished with violence and death.

Why don’t you rather criticize those regimes where critics are persecuted?

There’s already enough criticism of Israel which is merely repetitive. However, there is a lack of criticism of the behavior and actions of Israel’s enemies. Indeed, that criticism can result in violence and even death in some parts of the world.

I am for Israel, not because I believe that somebody first set his foot in the sand somewhere, or because some God invited some bearded man for a coffee to discuss dividing up the world, but because Israel is the only country in the Middle East in which women and men have equal rights; homosexuality is recognized by the state; opinion, art and science are free; no religion is discriminated against, and Jews neither have to be better nor worse than all other people.

Every square meter in the Middle East that takes Israel as an example is one square meter of humanity gained.

So why are you demonizing the country that lets me live as I am and fail to criticize all the countries where I am persecuted because I am the way I am?

Alles Liebe,
Gerd Buurmann, Germany

If you want to support me, Gerd Buurmann, in my work as an actor or author of „Tapfer in Nirgendwo“, you are welcome to donate any amount you choose to my PayPal account.

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„Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“

„Ich heiße Sharuz Shalicar, bin zwanzig Jahre alt, komme aus Berlin und bin Jude!“

Mit diesen Worten stellt sich der Autor des Buches „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ vor, allerdings lange, bevor er das Buch überhaupt schreiben sollte.

Als Ayre Sharuz Shalicar diesen Satz sprach, saß er in einer bundesdeutschen Kaserne, um seinen Wehrdienst für Deutschland anzutreten. Er schreibt:

Am ersten Tag hatte ich das Gefühl, dass ich überhaupt nicht in die Bundeswehr passte. Außer mir waren höchstens fünf von den über hundert Soldaten, mit denen ich im gleichen Gebäude schlafen musste, schwarzhaarig. Und ich hatte wieder den Eindruck, dass ich komisch angeguckt wurde. Wahrscheinlich dachte man, dass ich Türke oder Araber bin. Manche Blicke schien mich zu fragen, was ich dort zu suchen hätte. Nie zuvor war mir so bewusst geworden, dass ich in Deutschland lebte. Ich kannte ja kaum Deutsche. Plötzlich saß ich im selben Boot mit vielen jungen Männern, die alle Stefan, Christian, Thomas, Andreas und Markus hießen.“

Über seinen Wehrdienst schreibt er:

„Ich diente meine zehn Monate in der Bundeswehr ab und wurde nicht ein einziges Mal wegen meine Religion angesprochen. Ich hörte auch niemanden Witze darüber machen, noch stellte sich jemand gegen mich, weil er nicht mit einem Juden zusammen sein wollte.“

Für Ayre Sharuz Shalicar ist diese Feststellung bemerkenswert. Wer das Buch liest, versteht warum.

Die Stelle findet sich im letzten Drittel des Buchs und was der Leser bis dahin zu lesen bekommen hat, ist die kompromisslose Beschreibung einer gewalttätigen Realität in Deutschland, von der noch heute viel zu viele Menschen in diesem Land nichts wissen wollen.

Ich bin ungefähr so alt wie Ayre Sharuz Shalicar. Wenn er von seiner Kindheit und seiner Jugendzeit berichtet, erzählte er von einer Zeit, in der auch ich groß geworden bin, allerdings ist mir das Umfeld, von dem er berichtet, vollkommen fremd. Shalicar beschreibt seine Jugend in Berlin, wo er fast ausschließlich mit muslimischen Freunden abhängt. Lange Zeit wissen seine Freunde gar nicht, dass er Jude ist. Auch für Shalicar selbst ist das Judentum nicht sonderlich wichtig. Er möchte einfach nur Fußball spielen, sprühen, Musik hören, Mädchen abchecken und abhängen.

Shalicars Eltern waren aus dem Iran nach Berlin gezogen. Deshalb halten ihn viele seiner Freunde für einen Muslim. Sie können sich gar nichts anderes vorstellen. Als er innerhalb der Community immer öfter mit abfälligen Bemerkungen über Juden konfrontiert wird, fasst er schließlich den Mut und steht zu seinem Jüdischsein. Gerade die Momente, wo der junge Shalicar sich als Jude „outet“, sind besonders eindringlich, weil er in diesen jungen Jahren selber noch gar nicht weiß, was es überhaupt bedeutet, Jude zu sein oder was „jüdisch sein“ überhaupt auszeichnen soll.

Es sind diese Beschreibungen, die es mir als Leser, der seine Kindheit im verschlafenen, katholischen Emsland verbracht hat, erlauben, den jüdischen Autor aus Berlin zu verstehen, auf zwar auf der tiefen Ebene der kindlichen Naivität, die uns alle verbindet. Shalicar gelingt es in der Erzählung seiner Kindheit und Jugend, mal die Töne der kindlichen Naivität und dann wieder die Töne des jugendlichen Zorns zu treffen.

Wenn Shalicar seine Eltern oder sich fragt, „warum“, dann schwingt darin die ganze Bandbreite des Wortes „warum“ mit, von hilflos bis zornig, von traurig bis ratlos.

Der junge Shalicar hat kein Interesse an Gott oder an einer Religion. Er versteht nicht mal ansatzweise, was das Judentum ausmacht. Und doch ist da etwas, das in ihm geradezu eingeritzt ist, eine Sache, die er nicht unter Kontrolle hat, der er sich nicht entziehen kann, nämlich dass so viele Menschen um ihn herum Juden hassen und er einer ist.

Eine Identität ist auch immer etwas, das einem eingeritzt wird, das erkennt man beim Lesen dieser Biografie schmerzhaft. Es ist ironischerweise auch ein Messer, das den Tiefpunkt in der Biografie markiert. Shalicar beschreibt entwaffnend ehrlich, seinen Absturz in die bewaffnete Kriminalität und beschreibt auch den schrecklichen Moment, wo er einem Menschen ein Messer in den Körper gerammt hat.

Shalicar beschreibt die Realität seiner Jugend in einer kriminellen „Türkengang“, in der Außenseiter und Opfer von Feindbildern selbst zu Tätern werden. Er beschreibt schonungslos ehrlich seine persönlichen Niederlagen und Fehltritte. Hier verfasst ein Mann nicht eine schillernde Biographie über sich, sondern er schreibt eine ehrliche Auseinandersetzung mit sich. Hier schreibt ein מענטש.

Das Deutschland, in dem Shalicar als Jude angepöbelt, verfolgt, bedroht, angegriffen und geschlagen wurde, ist ein Berliner Stadtteil, in dem dieser Hass nicht von Leuten kam, die „Stefan, Christian, Thomas, Andreas und Markus“ heißen. Dieser Judenhass ist allgegenwärtig und alltäglich. Dennoch findet sich dieser Judenhass in keiner Polizeistatistik wieder, da die deutsche Polizei für den jugendlichen Iraner Shalicar keine Instanz war, mit der er kooperieren wollte.

Beim Lesen des Buchs „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ stellte ich mir die Frage, warum in Deutschland schon wieder bei Judenhass weggeschaut wird.

Nicht nur beim muslimischen Judenhass wird in Deutschland weggeschaut. Nach seinem Wehrdienst geht der Autor zur Universität und wird dort direkt mit einer weiteren Form des Antisemitismus konfrontiert, nämlich mit dem linken Antizionismus.

Der Autor beschreibt zudem seine Schwierigkeiten mit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, wo eine europäische, russische Form des Judentums gelebt wird, die nichts mit seiner Lebensrealität zu tun hat. Sogar die Muslime auf der Straße, mit denen er sich prügelt, sind ihm popkulturell näher als manch ein russischsprechender Jude in einer Berliner Synagoge. Die größte Stärke der Biografie besteht darin, dass der nicht-jüdische Leser diese Absurdität und dieses Gefühlschaos irgendwie verstehen kann.

Ich rate dringend, diese Biografie zu lesen. Sie gehört für mich schon jetzt zu jenen jüdischen Biografien, die man in Deutschland gelesen haben sollte.

PS: Janica ist eine wundervolle Frau. Das Buch ist auch eine Liebeserklärung des Autors an seine ehemalige Jugendliebe. Es ist die Ehrlichkeit des Autors mit sich, seinen Schwächen, Fehlern, Ängsten und seinen Gefühlen, die das Buch so lesenswert macht.

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Offener Brief an Michael Blume, Antisemitismus-Beauftragter von Baden-Württemberg

Sehr geehrter Herr Dr. Blume,

als Antisemitismus-Beauftragter des Landes Baden-Württemberg, finanziert Sie der deutsche Steuerzahler, um Judenhass zu bekämpfen.

Als ich seinerzeit Ihre Kooperation mit der fragwürdigen Organisation JUMA (jung, muslimisch aktiv), deren Mitarbeiterin mit Kopftuch und Maschinengewehr vor dem Berliner Holocaust-Mahnmal posierte, kritisch hinterfragt habe, haben Sie mir nicht geantwortet, sondern mir stattdessen fälschlicherweise vorgeworfen, Ihre muslimische Ehefrau thematisiert zu haben, die ich nirgendwo mit nur einem Wort erwähnt hatte. Stattdessen haben Sie, der Antisemitismus-Beauftragte, sogar einen Tweet geliked, in dem man mir mein „Jüdischsein“ abgesprochen hat und mich sodann auf Facebook und Twitter blockiert.

Als Sie den Tweet eines Facebook-Users geliked haben, der schrieb : „Zionisten, Nazis und Radikale sollen sich schnell aus meiner Freundschaftsliste verabschieden ….!!!“, haben Sie behauptet, der User hätte seinen Post im Nachhinein verändert.

Anhand des Screenshots des Bearbeitungsverlaufs konnte man Ihnen das Gegenteil beweisen. Wieder blieben Sie eine Antwort schuldig, weshalb Sie dem Vergleich zwischen Zionisten und Nazis tatsächlich zugestimmt haben.

Auf Ihren Austausch mit einem Twitter-Account, das eine antisemitische Karikatur gepostet hat, auf dem nicht nur der israelische Journalist Benjamin Weinthal als „unterste Schublade“ bezeichnet wurde, sondern auch ein Schuh mit israelischer Flagge abgebildet war und symbolisierte, dass offenbar nicht nur Weinthal, sondern auch Israel für den Zeichner „unterste Schublade“ ist, von Weinthal angesprochen, haben Sie als Antisemitismus-Beauftragter nicht etwa die Karikatur kritisiert, sondern den jüdischen Journalisten als „right-wing-activist“ diffamiert. Eine Antwort auf seine Frage blieben Sie dem Journalisten schuldig.

Auch meine Frage, ob Sie Antisemitismus-Beauftragter aller Juden sind oder nur derjenigen, die Ihnen genehm sind, ließen Sie unbeantwortet.

Herr Blume, als Amtsträger eines von öffentlichen Geldern finanzierten Posten, sollten Sie es als Ihre Aufgabe betrachten, kritische Fragen, auch die von Ihnen scheinbar unliebsamen Juden, souverän zu beantworten.

Wie sollen Juden einem Antisemitismus-Beauftragten vertrauen, der wiederholt befremdlich handelt, auf Kritik nicht faktenbezogen reagiert, sondern beleidigt und trotzig zum persönlichen Angriff ausholt?

Sind Sie diesem Amt gewachsen, sind Sie dieses Amtes würdig, Herr Blume?

Bekämpfen Sie jede Form von Antisemitismus oder dient Ihr Posten nur als Kosmetik, um das politische Gewissen zu beruhigen?

Mit irritierten Grüßen, Malca Goldstein-Wolf

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https://www.paypal.me/gerdbuurmann

(TINMGW)

***

Nachtrag: Ein Leser von Tapfer im Nirgendwo hat gebeten, dass diese Stellungnahme von Michael Blume aus dem Jahr 2019 auf dieser Seite veröffentlicht wird. Dem komme ich gerne nach:

„Troll-Accounts mit Fallen und nachträglichen Textänderungen erlebe ich leider immer wieder. Entsprechend habe ich unmittelbar nach dem ersten Hinweis diesen Account blockiert und meine auch schriftlich (auch im Bericht gegen Antisemitismus) mehrfach bekräftigte Position erneut öffentlich klargestellt: Antizionismus halte ich für Antisemitismus und eine Gleichstellung des Zionismus mit menschenverachtenden Ideologien lehne ich ohne Wenn und Aber strikt ab.“

Ich frage mich allerdings, wie ein Mann, der so klar in seinen Worten sein kann, in seinen Taten so daneben liegen kann, wie in diesem Fall.

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