Martin Lejeune schreibt mir

Martin Lejeune hat mir geschrieben:

Sehr geehrter Herr Buurmann,

bitte nehmen Sie sich einige Minuten Ihrer kostbaren Zeit, um mich anzuhören. Ihre Internet-Publikation auf Tapfer im Nirgendwo zeigt mir, dass Sie mich für einen Zweifler am Holocaust halten. Dem ist nicht so. Am 5. November 2016 sagte ich live vor 266.548 Zuschauern ab Minute 03:44:

„Erdogan hat keine 6 Millionen Juden ermordet – so wie es Hitler getan hat!“

Am 20. Juni 2016 bejahte ich ausdrücklich den Holocaust in einem Video vor dem Holocaust-Mahnmal in Berlin. Ab Minute 01:30 sage ich:

„Der Holocaust war ein schlimmes Verbrechen. Sechs Millionen oder mehr Juden wurden heimtückisch ermordet von den Deutschen.“

Und ab Minute 00:20 halte ich in die Kamera das von mir gelesene und
geschätzte Buch „Zeugnisse des Holocaust“, verfasst von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, die ich bereits mehrmals besuchte und ich bestätige den Mord an sechs Millionen Juden.

In meiner Entschuldigung (für meine unbedachten Äußerungen) vom 1. Dezember 2016 sage ich:

„Man kann und sollte so etwas Schreckliches wie den Völkermord an den Juden nicht bezweifeln.“

Anbei erhalten Sie den vollständigen Wortlaut meiner Entschuldigung vom 1. Dezember 2016.

Mit freundlichen Grüßen,
Martin Lejeune

***

Lieber Martin Lejeune,

es freut mich, dass auch Sie erkannt haben, dass ihre Einlassungen im November 2016 wirr waren. Sie erklärten die Brände in Israel zu einer „Strafe Gottes“, sagten, Sie könnten nicht wünschen, dass Juden davon verschont bleiben und taten sogar kund, an der Existenz des Holocausts zweifeln zu müssen! Im November 2016 feierte Sie das Feuer in Israel so, wie Nazis einst die Brände im November 1938 feierten. Heute schreiben Sie:

„Ich bin ein Mensch mit Gefühlen und ich habe mich in meiner Rede von dem Leid gegen die Palästinenser, ausgeübt durch die Zionisten, überwältigen lassen.“

Die Zionisten sind also schuld, dass Sie dazu überwältigt wurden, die Existenz des Holocaust in Zweifel zu ziehen?

Herr Lejeune, nein! Was Sie schreiben, ist widerlich. Sie haben es gesagt, weil Sie es sagen wollten. Niemand hat Sie dazu verleitet. Es war Ihre Entscheidung! Sie sind Journalist. Worte sind Ihr Beruf! Hören Sie auf, nach einem Sündenbock zu suchen. Die Nazis haben auch gesagt, die Juden hätten sie mit ihrer Art dazu gezwungen, sie so zu behandeln, wie sie sie behandelt haben. Sie schreiben weiter:

„Ich möchte allen Bürgern jüdischen Glaubens meine Hand reichen und gemeinsam mit ihnen arbeiten gegen Judenhass, gegen Antisemitismus und gegen Zionismus.“

Wie großzügig von Ihnen. Sie reichen Juden also die Hand, aber nur wenn sie gegen den Zionismus arbeiten, den Sie mal ganz nebenbei mit Judenhass gleichsetzen. Zionismus ist die Bewahrung des jüdischen Nationalstaats und somit nichts weiter als israelischer Patriotismus. Einem Juden zu sagen, man sei nur für Juden, wenn sie gegen den Zionismus arbeiten, ist wie einem Deutschen sagen, man sei nur für Deutsche, wenn sie gegen Deutschland arbeiten. Eleganter wurde Israel und zionistischen Juden selten das Existenzrecht abgesprochen.

Herr Lejeune,

wenn Sie es mit Ihrer Entschuldigung ernst meinen, dann bitten Sie jene Menschen um Verzeihung, die Sie beleidigt und verletzt haben. Sie haben die Gefühle von Zionisten verletzt. Wer sagt, er arbeite gegen Zionismus, arbeitet gegen einen ganzen Staat, nämlich Israel. Wer jedoch gegen einen ganzen Staat arbeitet, der diskrimiert diesen Staat! Sie, Herr Lejeune, beleidigen jeden Menschen, der sich für Israel einsetzt.

Sie können von Israel halten, was Sie wollen, aber wenn Sie dem Land Israel grundlegende Regeln des Anstands und des Umgangs miteinander verweigern, wenn Ihr Hass Sie soweit treibt, dass Sie Dinge über Menschen sagen, die man über keinen Menschen sagen sollte, egal was sie getan haben, dann kann ich in Ihnen nichts anderes erkennen, als einen Mann, der so sehr hasst, dass er seine Menschlichkeit verliert.

Wenn Sie es mit Ihrer Entschuldigung ernst meinen, dann bitten Sie bei jenen Menschen um Verzeihung, denen Sie den Feuertod gewünscht haben und zwar ohne wenn und ohne aber, ohne Einschränkung und ohne Hintertürchen. Die Bitte um Entschuldigung muss lauten:

„Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger Israels und auch alle Zionisten um Verzeihung.“

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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„Vergesst Broder und Buurmann nicht!“

Am 1. Dezember 2016 ging diese Aussage online:

„Vergesst Broder nicht! Aber widersprecht ihm (und Gerd Buurmann), kritisiert ihn und sagt ihm ins Gesicht, dass es nicht nur lächerlich, sondern sogar verdachterregend ist, wenn einer immer so tut, als könne er kein Wässerchen trüben und erst recht, wenn ein Kollektiv so tut!! Die Juden wollen bei jeder Hochzeit die Braut sein und bei jedem Begräbnis die Leiche. Es kann doch nicht sein, dass auch nur die leiseste Kritik an Juden oder an jüdischer Kultur oder sogar nur die Ansicht, es gebe „typisch jüdische“ Denkmuster, ständig als Antisemitismus geschmäht und abgestempelt wird.“

Sie kommt von diesem Mann. Ich lass das mal unkommentiert stehen.

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„Nacht mit Bär“

Eine junge Künstlerin bricht erst zusammen und dann auf. Eine Bibliothekarin sieht ihren Lebenstraum in Gefahr. Ein Mann möchte mehr als das, was ist. Ein Kriegsfotograf baut Gebilde aus Ästen und Nägeln. Willy Brandt läuft weg. Und Hans Meiser beißt. Und ein Bär versucht, jemandem das Leben zu retten. Ein Stück über die Suche nach dem Glück und den einen großen Aufbruch im Leben, der möglich ist oder wäre.

„Nacht mit Bär“
von Viktoria Burkert
im THEATER TIEFROT
Dagobertstaße 32, Köln

mit Gerd Buurmann, Hanne Hartmann, Patricia Fanroth, Thorsten-Kai Botenbender und Antonio Ruiz Tamayo
Regie: Viktoria Burkert
Musik: Markus Schimpp
Fotos und Installation: Antonio Ruiz Tamayo
Bühne: Boris Siuda

Aktuelle Termine:
Fr, 02. Dezember 2016 um 20.30 Uhr (Uraufführung)
Sa, 03. Dezember 2016 um 20.30 Uhr
So, 04. Dezember 2016 um 19.30 Uhr

Hier können Sie Karten reservieren.

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The bigot and the justice

Reputation of an anti-Semite saved in German court ruling. Holocaust survivor court-ordered to shut up about anti-Semitism.

„Abraham Melzer is notorious for his anti-Semitic remarks.“

Charlotte Knobloch, President of the Jewish Community of Munich and Upper Bavaria, is not allowed to utter that sentence in public without risking a quarter million euro fine or six months‘ imprisonment. A Munich district court issued a ruling on November 30, 2016 which stated that although Abraham Melzer made anti-Semitic comments, he’s not an avid anti-Semite. Charlotte Knobloch was obliged to bear the costs of the proceedings.

Charlotte Knobloch wrote that sentence on September 23, 2016 in a private e-mail to the Catholic Social Association KKV Hansa and to the Archbishopric of Munich and Freising, on account of Mr. Melzer being invited to talk about present-day hysteria concerning accusations of anti-Semitism. Because the association withdrew its invitation to Mr. Melzer, Abraham sued Ms. Knobloch.

Charlotte Knobloch was judged because she, a survivor of the Holocaust, had explained in an e-mail what anti-Semitism means to her and who, in her opinion, is notorious for such anti-Semitism. Consequentially, Jews like Charlotte Knobloch will have to reconsider if and how they criticize hatred of Jews in Germany. If an accusation of anti-Semitism can result in a prison sentence, then things look bleak in Germany.

The presiding judge Petra Grönke-Müller stated that what Charlotte Knobloch wrote in her e-mail was not offensive but rather a personal insult. It should “be borne in mind that especially in the context of the Nazi dictatorship and the Holocaust, as well as the personal histories of both parties, and the Jewish origin of the complainant, who’s known to make anti-Semitic comments, that such insults were intended to disparage and compromise the complainant’s reputation.“

Wait a minute, did I understand that correctly? Because Charlotte Knobloch is a Holocaust survivor, her characterization of a person as „notorious for making anti-Semitic remarks“ is particularly suited to disparage and compromise the complainant’s reputation because he is Jewish? In other words: If Charlotte Knobloch had the nerve to survive the Holocaust, then she should think about why, to whom and how she opens her mouth on the subject of Jew-hatred.

The judge acknowledged that Abraham Melzer had indeed made anti-Semitic comments, but Charlotte Knobloch “quoted a comment back from the year 2009″. Therefore, in light of Ms. Knobloch’s present accusatory comment, “it can not be inferred that the complainant may be an avid anti-Semite, especially since the quote and the defendant’s accusation are far apart in time.“

Wait a minute, did the judge say that Abraham Melzer’s anti-Semitic comments were negligible. That sounds a bit like a little anti-Semitism is harmless, especially if enough time has passed! That’s a scandal that exceeds my worst fears.

Earlier, on November 26, 2016, I wrote: „I feel uneasy about a statement concerning anti-Semitism made on October 8, 2014 by the very same judge in the press office of the Munich regional court:

‚An avid anti-Semite in Germany is someone who, with conviction, makes an anti-Semitic comment which cannot to be viewed separately from the historical events of 1933-45’”

That statement from the year 2014 was formulated during a court case involving Jutta Ditfurth and Jürgen Elsässer. The publisher of the conspiracy theory magazine “Compact” filed a complaint against the politician Jutta Ditfurth, because she called him an “avid anti-Semite” in an interview on the German television station “3sat” on April 16, 2014. Elsässer stated in court that that was „a baseless accusation“ and a „killer argument“ formulated with intent to “destroy my reputation“, since no one is willing to co-operate with an „avid anti-Semite“. Jürgen Elsässer uses no less than words like “kill” and “destroy”, and then quotes the chief editor of the magazine “Focus”, Helmut Markwort:

„Calling a German an anti-Semite is the greatest possible defamation, because it associates racial hatred, mass murder, Auschwitz (…). Anti-Semite is a killer word which leads to social and political marginalization.“

The judge, following this line of argumentation, explained to Jutta Dirfurth that a person is an anti-Semite only if that person holds a positive view of Nazism. The judge concluded that the term „avid anti-Semite“ was „beyond the tolerable“, adding, „It’s a knockout argument. Such a branding results in permanent banishment.” That definition coincides astonishingly with the definition Diether Dehm, a member of the Left Party, once dared:

„Anti-Semitism had become what it really is: a mass-murdering beast. And that is why we must not allow the definition of anti-Semitism to be overblown. Anti-Semitism is mass murder and only mass murder!“

In Germany, the definition of anti-Semitism is now limited to the gassing of six million Jews. Anything less is merely a misdemeanor! Those who dare to define anti-Semitism run the risk of being prosecuted by a German court.

Charlotte Knobloch had merely expressed her personal opinion concerning a public person to an event organizer in a private e-mail. She didn’t force anyone to cancel an invitation. This kind of opinion has now been criminalized in Germany by a court of law.

(Translation: William Wires / Picture: Wikipedia – Thaidigsmann)

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Die Zionisten sind schuld! Auch an der Holocaustleugnung.

Martin Lejeune bereut. Er bereut sogar so sehr, dass er zum Holocaustmahnmal gegangen ist, um dort ein Video zu drehen, das er am Nachmittag des 1. Dezember 2016 auf Facebook stellte. In dem Video sagt er:

„Ich entschuldige mich von ganzem Herzen für meine unbedachten Äußerungen zu den Waldbränden in Palästina. Ich freue mich, dass das Feuer mittlerweile wieder unter Kontrolle ist. Gott Sei Dank haben die Waldbrände kein einziges Menschenleben gekostet. Ich bin auch der türkischen Feuerwehr sehr dankbar, daß sie geholfen hat, die Waldbrände zu löschen. Ich entschuldige mich auch von ganzem Herzen für meine Rede, in der ich das Leid bezweifelte, das unseren jüdischen Mitmenschen in der Nazizeit angetan wurde. Man kann und sollte so etwas Schreckliches wie den Völkermord an den Juden nicht bezweifeln.“

Da scheint wohl jemand dem Martin Lejeue erklärt zu haben, dass er richtig großen Mist gebaut hat und Probleme mit der deutschen Justiz bekommen wird, da er im November 2016 folgende Videobotschaft online gestellt hatte, nachdem Israel von verheerenden Bränden heimgesucht worden war, die über 75.000 Menschen zur Flucht gezwungen hatten:

„Jetzt mal ein Punkt. Wir hatten ja diesen Holocaust. Da sollen ja sechs Millionen Menschen, sechs Millionen Juden umgebracht worden sein, auf schrecklichste Art und Weise. Jetzt frage ich mich aber, warum sind die Juden und die Israelis jetzt so unmenschlich mit den Palästinensern, die sie, wie ich es alles gerade aufgeführt habe, in die Gefängnisse stecken, denen sie das Wasser wegnehmen, denen sie die Häuser wegnehmen, ihr Land? Wenn wirklich sechs Millionen Juden umgekommen sein sollen, dann darf ich doch annehmen, dass die, die das Leid erfahren haben sollen, doch etwas menschlicher umgehen mit den Palästinensern. Das sehe ich aber leider nicht. Und wenn es so ist, wie es leider gerade geschieht, dass die Juden so unmenschlich sind zu den Palästinensern, dann müssen bei mir zumindest leider Zweifel entstehen, ob die Juden wirklich so ein Unglück erlebt haben, weil sonst müssten sie sich wirklich mehr einfühlen und mehr Empathie zeigen für die Palästinenser. Und daher auch meine Hoffnung, dass das große Feuer in Israel die Palästinenser, also die Christen und die Muslimen, verschont. Und ich kann mir leider im Augenblick nicht wünschen, dass die Juden von diesem Feuer verschont werden, weil sie so unmenschlich umgehen mit den Palästinensern.“

Ein wahrlich wirrer Monolog, der von Holocaustleugnung bis zum Judenhass alles dabei hat. Martin Lejeune erklärte die Brände in Israel sogar zu einer „Strafe Gottes“! Feuer gehörte schon immer zu den Lieblingswaffen der Nazis. Im November 2016 feierte Martin Lejeune das Feuer in Israel so, wie Nazis einst die Brände im November 1938 feierten und Facebook erklärte, das alles verstoße nicht gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook. Da ich aber wissen möchte, ob das alles gegen die Gemeinschaftsstandards von Deutschland verstößt, also gegen das Strafgesetzbuch, habe ich Anzeige gegen Martin Lejeune erstattet. Von dieser Anzeige scheint er jetzt erfahren zu haben, denn er fährt im reumütigen Ton und mit großen Augen vor dem Holocaustmahnmal stehend fort:

„Ich bin ein Mensch mit Gefühlen und ich habe mich in meiner Rede von dem Leid gegen die Palästinenser, ausgeübt durch die Zionisten, überwältigen lassen.“

Die Zionisten sind also schuld, dass Martin Lejeune dazu überwältigt wurde, den Holocaust zu leugnen. Darauf muss man erst mal kommen! Martin Lejeune konkretisiert:

„Unterschwellig hat bei mir die Behauptung Israels, dass Zionismus mit dem Judentum gleichzusetzen wäre, gewirkt. Aber: Nicht alle Juden sind für den Zionismus. Es gibt Juden, die gegen den Zionismus sind. Es gibt zum Beispiel die Juden für den gerechten Frieden im Nahen Osten. Das sind Menschen jüdischen Glaubens, die gegen den Zionismus sind. Ich möchte allen Bürgern jüdischen Glaubens meine Hand reichen und gemeinsam mit ihnen arbeiten gegen Judenhass, gegen Antisemitismus und gegen Zionismus.“

Wie großzügig von Martin Lejeune. Er reicht Juden die Hand, wenn sie gegen den Zionismus arbeiten, den er mal ganz nebenbei mit Judenhass gleichsetzt. Zionismus ist die Bewahrung des jüdischen Nationalstaats und somit nichts weiter als israelischer Patriotismus. Einem Juden zu sagen, man sei nur für Juden, wenn sie gegen den Zionismus arbeiten, ist wie einem Deutschen sagen, man sei nur für Deutsche, wenn sie gegen Deutschland arbeiten. Eleganter wurde Israel und zionistischen Juden selten das Existenzrecht abgesprochen. Martin Lejeune fährt fort:

„Das Judentum hat – wie das Christentum und der Islam – fruchtbare Botschaften der Nächstenliebe. Ich mag das Gebot der Nächstenliebe. Das Gebot der Nächstenliebe stammt sogar aus der Tora des Judentums. (Lev 19,18 EU): „An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin JHWH.“ Im Koran steht: Vers 32 aus der Sure 5: „Wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Menschheit, und wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Menschheit.“

Mensch Martin, da greifst Du jetzt aber ganz tief in die Trickkiste der Verarsche. Die fünfte Sure wird gerne zitiert, wenn die angebliche Friedfertigkeit des Korans bewiesen werden soll, aber es zeugt schon von einer ungeheuerlichen Chuzpe, ausgerechnet diese fünfte Sure als Zeugnis des Friedens im Koran anzuführen. Der von Martin Lejeune zitierte Vers steht nämlich in einem Zusammenhang, der alles andere als friedlich ist:

„Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einen Menschen das Leben hält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach beginnen viele von ihnen Ausschreitungen im Lande. Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden und dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.“

Ich übersetze mal:

„Wir haben den Juden verordnet, wer tötet, tötet eine ganze Welt. Für Euch aber gilt, wenn jemand ein Unheil im Lande anrichtet, dann hackt ihnen die Hände und Füße ab.“

„Unheil im Lande“, na das ist ja mal etwas, wie soll ich sagen, vage, um nicht zu sagen, durchaus interpretationsfähig und auslegungsbedürftig. Weniger vage, ja geradezu konkret wird der Koran, wenn es darum geht, was mit jenen Leuten geschehen soll, die „Unheil im Lande“ anrichten: Vertreibung, Kreuzigung oder wechselweise Hände und Füße ab, je nach Stimmungslage und ortsüblicher Tradition. Ich sag mal so, wenn ich beweisen müsste, dass der Koran ein Buch des Friedens ist, ich würde ganz sicher nicht diese Stelle zitieren, denn sie ist alles andere als friedlich, ja, geradezu barbarisch brutal. Aber Martin Lejeune nimmt halt alles, war er finden kann und er bittet um Verzeihung:

„Ich bin ein Mensch, der Fehler gemacht hat und im Sinne der Nächstenliebe um Verzeihung bittet. Ich treffe und interviewe regelmäßige Juden, und ich habe Juden als Freunde. Ich bitte alle diese Menschen, deren Gefühle ich verletzt habe, um Verzeihung.“

Martin Lejeune hat eigentlich nur die Gefühle von Zionisten verletzt. Sie sind die einzigen Juden, die er beleidigt hat und denen er den Tod gewünscht hat. Diese Juden nimmt er aber ausdrücklich aus seiner Entschuldigung heraus, die daher nichts weiter ist als leeres Geschwätz, so wie diese Aussage:

„Ich möchte Rassismus und Diskriminierung auf meinen Sozialen Medien-Seiten keine Plattform bieten und daher bitte ich nochmals ausdrücklich auf meinen Seiten keine rassistischen oder diskriminierenden Inhalte zu posten.“

Wer sagt, er arbeite gegen Zionismus, arbeitet gegen einen ganzen Staat, nämlich Israel. Wer jedoch gegen einen ganzen Staat arbeitet, der diskrimiert diesen Staat! Martin Lejeue hat eine Entschuldigung verfasst, die keine ist. Meine Anzeige bleibt daher bestehen!

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Martin Lejeune zweifelt, ob es den Holocaust gegeben hat und wünscht sich, dass Juden verbrennen

„Jetzt mal ein Punkt. Wir hatten ja diesen Holocaust. Da sollen ja sechs Millionen Menschen, sechs Millionen Juden umgebracht worden sein, auf schrecklichste Art und Weise. Jetzt frage ich mich aber, warum sind die Juden und die Israelis jetzt so unmenschlich mit den Palästinensern, die sie, wie ich es alles gerade aufgeführt habe, in die Gefängnisse stecken, denen sie das Wasser wegnehmen, denen sie die Häuser wegnehmen, ihr Land? Wenn wirklich sechs Millionen Juden umgekommen sein sollen, dann darf ich doch annehmen, dass die, die das Leid erfahren haben sollen, doch etwas menschlicher umgehen mit den Palästinensern. Das sehe ich aber leider nicht. Und wenn es so ist, wie es leider gerade geschieht, dass die Juden so unmenschlich sind zu den Palästinensern, dann müssen bei mir zumindest leider Zweifel entstehen, ob die Juden wirklich so ein Unglück erlebt haben, weil sonst müssten sie sich wirklich mehr einfühlen und mehr Empathie zeigen für die Palästinenser. Und daher auch meine Hoffnung, dass das große Feuer in Israel die Palästinenser, also die Christen und die Muslimen, verschont. Und ich kann mir leider im Augenblick nicht wünschen, dass die Juden von diesem Feuer verschont werden, weil sie so unmenschlich umgehen mit den Palästinensern.“

Das sind die Worte des deutschen Journalisten und Islamkonvertiten Martin Lejeune. Spannend sind die Füllwörter, die er benutzt und vor allem, wo sie auftauchen. Daher der ganze Sermon jetzt noch einmal, aber diesmal mit den Füllwörtern:

„Jetzt mal ein Punkt. Wir hatten ja diesen, äh, äh, Holocaust, äh. Dieser Holocaust, da sollen ja, äh, sechs Millionen Menschen, sechs Millionen Juden, äh, umgebracht worden sein, ja, auf schrecklichste Art und Weise. Jetzt frage ich mich aber, warum sind die, äh, Juden und die Israelis jetzt so unmenschlich mit den Palästinensern, die sie, wie ich es alles gerade aufgeführt habe, in die Gefängnisse stecken, denen sie das Wasser wegnehmen, denen sie die Häuser wegnehmen, ihr Land? Wenn wirklich, äh, sechs Millionen Juden also umgekommen sein sollen, dann darf ich doch annehmen, dass die, die das Leid, äh, erfahren haben sollen, doch etwas menschlicher umgeht mit den Palästinensern. Weil, das sehe ich aber leider nicht. Und wenn es so ist, wie es leider gerade geschieht, dass die, äh, Juden so unmenschlich sind zu den Palästinensern, dann müssen bei mir zumindest leider Zweifel entstehen, ob die Juden wirklich so ein Unglück erlebt haben, weil sonst müssten sie sich wirklich mehr einfühlen und mehr Empathie zeigen für die Palästinenser. Und daher auch, äh, meine Hoffnung, das, äh, große Feuer in Israel die Palästinenser, also die Christen und die Muslimen, ähm verschonen. Und ich kann mir leider im Augenblick nicht wünschen, dass das die Juden von diesem Feuer, äh, verschont werden, weil sie so unmenschlich umgehen mit den Palästinensern.“

Ein wahrlich wirrer Monolog, der viel bietet und auch schon die Ruhrbarone auf den Plan gerufen hat. Von Holocaustleugnung bis zum Judenhass ist alles dabei. Es wundert daher nicht, dass viele seiner gläubigen Brüder und Schwestern auf Facebook ins gleiche Horn des Hasses blasen. Auf Seiten wie „Islam Fakten“ freut sich ein hasserfüllter Mob über die zerstörerischen Flammen, die Israel im November 2016 heimsuchten und über 75.000 Menschen zur Flucht zwangen. Folgende Kommentare verbreiteten sich wie ein Lauffeuer auf Facebook:

„Scheiß Juden“
„Israel soll brennen“
„Verbrennt Ihr Hurensöhne“
„Möge Allah diese Juden erniedrigen und zerstören“
„Weil es im Koran steht“
„Juden BBQ in Palästina“
„Verreckt ihr Bastards“

Martin Lejeune erklärte die Brände in Israel sogar zu einer „Strafe Gottes“. Feuer gehörte schon immer zu den Lieblingswaffen der Nazis. Im November 2016 feierte Martin Lejeune zusammen mit seinen gläubigen Brüdern und Schwestern das Feuer in Israel so, wie Nazis einst die Brände im November 1938 feierten. Für den Fall, dass jemand fragt: Laut Facebook verstößt das alles natürlich nicht gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook.

Da ich wissen möchte, ob das alles gegen die Gemeinschaftsstandards von Deutschland verstößt, also gegen das Strafgesetzbuch, habe ich mal Anzeige erstattet.

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Charlotte Knobloch und mir wird „das Maul gestopft“

Nach dem Urteil gegen Charlotte Knobloch feiert Abraham Melzer und schickt mir folgende Mail:

„Warum mit so viel Schaum vor dem Mund? Sie ärgern sich? Gut so! Ich freue mich. Frau Knobloch soll nur weitergehen, meinetwegen bis zum Bundesgerichtshof oder sogar bis zum Europäischen Gerichtshof. Genau das wollen wir, dass endlich das höchste europäische Gericht Leuten wie Ihnen und Knobloch und allen anderen das Maul stopft. Sie sind sowieso ein kleines Licht und wer interessiert sich schon für Sie? Sie können brüllen, beleidigen und auch noch kotzen, wen kümmert es?“

In einer späteren Mail schrieb er:

„Ja, ich habe ihr das Maul gestopft und manch anderen auch. Es war auch höchste Zeit. Meinen Sie nicht auch? Oder wollen Sie, dass nur eine kleine Gruppe von Zionisten in unserem Land bestimmen darf wer Antisemit ist?“

In einer anderen Mail erklärt er:

„Da sieht man wie dumm, oberflächlich und widerlich manche Politiker sind. Volker Beck, der Oberzionist, interpretiert das Urteil gegen Knobloch, wie ein Kind im Kindergarten: Antisemitismus soll man, darf man und muss man kritisieren, nur was Antisemitismus ist und wer ein Antisemit ist bestimmen nicht mehr Knobloch und Volker Beck, oder Broder und Buurmann.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Abraham Melzer mir geschrieben hat. Schon vor ein paar Monaten kontaktierte er mich, um mir mitzuteilen, ich sei ein „Arsch“ und ein „Hetzer“.

„Sie sind ein dummer Hetzer, der keine Ahnung hat, was er schreibt.“

„Wundert mich, dass ein Arsch wie Sie das Wort „Salam“ benutzt.“

Die Mails bekam ich, nachdem ich drei Fragen an die Mitglieder des Europäischen Parlaments geschickt hatte. Irgendein MdEP muss daraufhin beschlossen haben, die Geheimwaffe Melzer auf mich loszulassen.

Ich habe diese netten Beleidigungen natürlich sofort in meine Rubrik „Hassmails“ aufgenommen.

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