ach ja, der Sinn des Lebens

Viktoria Burkert und Gerd Buurmann prÀsentieren:

„… ach ja, der Sinn des Lebens“ am Freitag, 25. September 2020 um 20h im inSide CafĂ©, Am Rinkenpfuhl 46 in Köln.

In ihrem zweiten abendfĂŒllenden Programm beantworten Stand-Up Comedian Gerd Buurmann und Liedermacherin Viktoria Burkert die wichtigsten Fragen ĂŒberhaupt:

Was ist der Sinn des Lebens? Wann wird aus Verliebtsein Liebe? Was machen wir hier eigentlich? Und warum hast du mich entfreundet?

In Comedy-Bits und vielen lustigen Liedern erkunden sie die Tiefen des menschlichen Lebens und Zusammenlebens, feiern das Absurde im AlltĂ€glichen und das AlltĂ€gliche im Außergewöhnlichen und geben darĂŒber hinaus auch noch einen humorvoll-intimen Einblick in ihre eigene langjĂ€hrige Beziehung.

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Der Nathan-Komplex auf YouTube

Das Kammerspiel mit Vortrag „Der Nathan-Komplex“ von Gerd Buurmann fand am Dienstag, den 15. September 2020, um 19.30 Uhr im Friedrich-Ebert-Gymnasium in Bonn statt.

Der Vortrag wurde von der DIG AG Bonn aufgezeichnet und kann fĂŒr eine Woche auf YouTube angeschaut werden:

Der Vortrag ist jedes Mal etwas anders. Wenn Sie den Vortrag einmal live erleben wollen, können Sie Gerd Buurmann buchen unter: gerdbuurmann@hotmail.de

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler oder Betreiber von â€žTapfer im Nirgendwo“ unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

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Lieder von Viktoria Burkert

Meine wunderbare Frau, Viktoria Burkert, hat bisher drei Lieder auf Tapfer im Nirgendwo vorgestellt.

„Die Ballade von Herrn Gruber“

„Hetero“

„Alles verloren“

Sollten Ihnen dieser Lied gefallen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto (Produzent) oder nutzen Sie PayPal.

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Schreiben Sie als Verwendungszweck gerne „Viktoria“, denn dann können Sie hier sehen, wieviel Geld Viktoria Burkert bisher mit ihrer Kunst verdient hat.

Viktoria Burkert hat bisher eingenommen:

215,- Euro (Aktueller Stand, wird stets aktualisiert.)

Sollten Sie nicht anonym spenden wollen, sondern öffentlich, geben Sie bei der Überweisung bitte ebenfalls deutlich an, dass Ihr Name genannt werden darf.

Bisher spendeten öffentlich: Elfriede SchĂŒer,

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Theater in Zeiten von Corona – Gerd Buurmann lĂ€dt ein!

Erleben Sie Theater in Form eines Stadtspaziergangs.

Erleben Sie in Zeiten von Corona Theater an der frischen Luft und lernen dabei Köln neu kennen. Gehen Sie mit Gerd Buurmann auf einen dramatischen und komödiantischen Spaziergang durch Köln.

Gerd Buurmann prÀsentiert:
Ein Theater-Spaziergang durch Köln
mit Texten von Heinrich Heine

Termine: Sonntag 13. September und Sonntag, 11. Oktober um 13h und 16h.

Treffpunkt: Kreuzblume vor dem Kölner Dom, Kardinal-Höffner-Platz 1

Kontakt per Telefon: 0160 985 20 957 / Kontakt per Mail: gerdbuurmann@hotmail.de

Gerd Buurmann geht mit Ihnen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln durch Köln und prĂ€sentiert dabei an OriginalschauplĂ€tzen Texte von Heinrich Heine. Sie erleben, wie sich Heine mit den heiligen drei Königen am Kölner Dom prĂŒgelt, wie er mit Vater Rhein redet und was er sonst noch so alles in Köln erlebt und gegessen hat. Dazu erfahren Sie noch eine Menge spannende Geschichten ĂŒber die Stadt.

Preis: 20,- Euro pro Person.

(Bilder: Ruth Wennemar)

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Aethervox Ehrenfeld mit Gerd Buurmann

Jeden Donnerstag erscheint eine Folge des Podcasts Aethervox Ehrenfeld von Christian Schneider. Jeden Donnerstag heißt es: â€žGossip, Rants und ‎Lebenshilfe. Aus Köln.“

Hier gibt es alle frei verfĂŒgbaren Folgen mit Gerd Buurmann:

Am 6. August 2020 erschien Folge 326 mit Gerd Buurmann: FOLGE 326 – Hofnarr

Am 11. Juni 2020 erschien Folge 318 mit Gerd Buurmann: FOLGE 318 – Legion

Am 16. April 2020 erschien Folge 310 mit Gerd Buurmann: FOLGE 310 – Androhung von Gewalt

Am 28. MĂ€rz 2019 erschien Folge 255 mit Gerd Buurmann: FOLGE 255 – Golan Heights

Am 7. April 2016 erschien Folge 92 mit Gerd Buurmann: FOLGE 92 – Tapfer im Nirgendwo

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Kunst gegen Bares 2020

Gerd Buurmann prÀsentiert:

Kunst gegen Bares mit Hildegart Scholten und Gerd Buurmann
jeden Montag um 20 Uhr
im ARTheater, EhrenfeldgĂŒrtel 127 in Köln

Die Show in der Kunst und Kapital aufeinander treffen.

KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler prĂ€sentieren auf der BĂŒhne des ARTheaters ihre Talente – vom Schauspielmonolog zum KabarettbrĂŒller, von eigenen Gedichten bis zur Eier-Jonglage im Kopfstand – eigentlich eine typische Offene BĂŒhne Show. Kunst gegen Bares ist die Muppet Show, nur mit Menschen statt Schweinen, Fröschen, Hunden und BĂ€ren. Alles nach dem Motto von Onkel Kermit: “Nimm, was Du hast und flieg damit!“

Das Besondere ist zudem die Form, wie die Kunst entlöhnt wird. Das Publikum entscheidet selbst, wieviel Bares die jeweilige Kunst wert ist. Vor jeder KĂŒnstlerin und vor jedem KĂŒnstler steht ein eigenes Sparschwein, in das nach GutdĂŒnken Geld geworfen werden kann. Bei der Kunst Gegen Bares trifft Kunst auf Kapital, und alles ohne ZwischenhĂ€ndler! Hier ist das Publikum Chef!

Es gibt genau sieben Regeln fĂŒr die Kunst gegen Bares:

1. Zuschauer und KĂŒnstler kommen den selben Weg und sitzen zusammen im Publikum.

2. Die KĂŒnstler werden von der Moderation aus dem Publikum auf die BĂŒhne geholt.

3. Die PrĂ€sentationszeit muss fĂŒr alle KĂŒnstler gleich beschrĂ€nkt sein.

4. Jeder KĂŒnstler erhĂ€lt nach der PrĂ€sentation ein Sparschwein.

5. Das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren.

6. Das Geld in den Sparschweinen geht zu 100% an die KĂŒnstler.

7. Der KĂŒnstler oder die KĂŒnstlerin mit dem meisten Geld wird zum „Kapitalistenschwein des Abends“ gekĂŒrt.

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UnterstĂŒtzen Sie Gerd Buurmann

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, KĂŒnstler, Blogger, Comedian, Schauspieler oder Meinungsmacher unterstĂŒtzen wollen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl via PayPal.

Wenn Sie finden, ein Text oder ein Kunstwerk von mir hat sie so wach gemacht wie eine Tasse Kaffee oder so munter wie ein Glas Bier, dann geben Sie gerne 2,- Euro.

NatĂŒrlich können Sie meine Werke auch wie Champagner oder einen edlen Rotwein behandeln, aber zögern Sie nicht, auch einfach mal nur den Preis einer Dose Cola zu ĂŒberweisen. Als Pfand bekommen sie prickelnde Texte zurĂŒck. Versprochen.

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Sollten Sie kein PayPal-Konto besitzen, ĂŒberweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto. Meine Kontodaten erhalten Sie von mir via Mail oder Telefon. Kontaktieren Sie mich einfach:

gerdbuurmann@hotmail.de
016098520957

Alles Liebe
und Danke fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung,
Gerd Buurmann

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Der Witz ist ein VerrĂ€ter!

Bei Humor hört der Spaß auf.

Wenn zwei Menschen nicht den gleichen Sinn von Humor haben, stehen sie sich so unversöhnlich gegenĂŒber wie Menschen, die an unterschiedliche Götter glauben. So wie Fundamentalisten einander vorwerfen, nicht an den richtigen Gott zu glauben, werfen sich Menschen mit unterschiedlichen Humorvorstellungen vor, einen schlechten oder gleich gar keinen Humor zu haben. Humor und Religionen sind wie FĂŒrze: Man glaubt, nur die der Anderen stinken.

Es gibt Menschen, die haben Humor und Ironie und dann gibt es jene, die bevorzugen den Spott mit Gesinnungsgarantie. Sie verlangen nach dem Scherzkeks, der ein Feindbild zum Auslachen erwĂ€hlt. Sie wollen eine Horde sein und gemeinsam schenkelklopfend auslachen. Sie brauchen ein Feindbild. FĂŒr sie ist das Lachen ein ZĂ€hnezeigen. Sie wollen mit ihren Witzen vernichten. Nicht selten findet sich diese Form des vernichtenden Spotts im Karneval und Kabarett.

Mitlachen statt Auslachen ist die Kunst.

Alle Menschen haben Meinungen, das ist nichts besonderes, aber nicht alle haben ein feines GespĂŒr fĂŒr Humor oder ein ausgeprĂ€gtes Gehör fĂŒr Harmonie. Alle Menschen haben Überzeugungen, aber nicht alle sind Komponisten oder Humoristen. Wenn ich wĂ€hlen muss zwischen Ideologie und Witz, wĂ€hle ich den Witz, denn eine Überzeugung hat jeder, Sinn fĂŒr Humor jedoch nicht. Das gilt fĂŒr jeden kunstschaffenden Menschen: Mach, was Dich besonders macht. Eine Meinung hat jeder. Das macht auch Dich nicht besonders. Deine Kunst macht Dich besonders!

Es gibt Komiker, die zeigen mit dem Finger auf andere und es gibt Komiker, die zeigen mit dem Finger auf sich.

Jeder Mensch gibt Grund zu lachen, denn Menschen haben Ideologien, Religionen und Überzeugungen und die sind immer auch saukomisch. Es ist absolut berechtigt, darĂŒber Witze zu machen! Wenn jemand glaubt, ich beleidigte ihn, nur weil ich ĂŒber den Koran, das Evangelium, ein Manifest, Marx, Mohammed oder Jesus lache, dann soll er sich beleidigt fĂŒhlen. Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze ĂŒber seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Ideen!

Lachen ist keine freiwillige Sache.

Ein Mensch hört nicht einen Witz, sortiert ihn in seine Schubladen ein und entscheidet dann, ob er lacht. Wenn ein Witz gut ist, muss man lachen. Man kann gar nicht anders. Die Frage „Darf man darĂŒber lachen?“ ist daher absurd. Man lacht, weil man lachen muss! Man kann sich hinterher zwar schĂ€men, gelacht zu haben, so wie man sich schĂ€mt, in aller Öffentlichkeit eine Erektion bekommen zu haben, aber die Scham hilft nicht weiter. Das Lachen lĂ€sst sich nicht unterdrĂŒcken. Man kann höchstens hinterher lĂŒgen und sagen, man habe das ĂŒberhaupt nicht komisch gefunden, so wie manche ihre SexualitĂ€t verleugnen.

Das Lachen ist vom Willen entkoppelt wie die Lust.

Wenn jemand einen Witz macht, ĂŒber den man nicht lachen kann, dann lohnt es sich, die Ohren zu öffnen. Wenn nĂ€mlich andere lachen, dann wird es deren erogenen Lachmuskeln offenkundig stimuliert haben. Welches Recht haben wir, diesen Menschen das Lachen zu verbieten? Der Humor der Anderern ist keine krankhafte Perversion. Man muss den Humor nicht teilen, aber fĂŒr jede humoristische Spielart gibt es eine Zielgruppe.

Lachen ist Urlaub vom Leid. Lachen hilft, mit Dingen fertig zu werden und nicht zu verzweifeln.

Ein Comedian sucht nicht nach der universellen Wahrheit, sondern nach dem einzigartigen Lacher. Diese Suche ist stets auch ein Tanz am Abgrund des guten Geschmacks und jeder Comedian stolpert mal oder fliegt gehörig auf die Schnauze. Humor lebt von wilden Gedanken, von GrenzĂŒberschreitung und Unangepasstheit. Wer auf einer BĂŒhne ist und fĂŒr den Witz steht, betreibt Hochleistungssport. Die BĂŒhne ist stets Ausnahmezustand.

Dem Humor freien Lauf zu lassen, ermöglicht dem GegenĂŒber einen tiefen Blick in die eigene Seele, vor allem in die unbewussten Flecken dieser Seele und jede Seele hat Flecken. Schon oft habe ich mich durch mein Lachen verraten.

Der Witz ist ein VerrÀter!

Darum gehört der Witz auch zu den ersten Dingen, die Diktaturen verbieten.

Lachen ist gefÀhrlich!

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Ein radikales PlĂ€doyer fĂŒr Meinungsfreiheit

„Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafĂŒr einsetzen, dass Du es sagen darfst.“

Dieser Satz wird oft fĂ€lschlicherweise Voltaire zugeschrieben. Er stammt jedoch von Evelyn Beatrice Hall (1868 – 1956). Sie war eine englische Schriftstellerin und verwendete den Satz in ihrer im Jahr 1903 erschienen Biografie „The Life of Voltaire“ als Illustration der Philosophie von Voltaire. Die Behauptung, der Satz stamme von Voltaire, ist somit falsch, aber durch die Meinungsfreiheit geschĂŒtzt.

Oft höre ich, Meinungsfreiheit schließe keine Hassreden und Falschaussagen ein, aber genau das tut sie. Es ist die exakte Definition von Meinungsfreiheit, dass auch falsche Meinungen geĂ€ußert werden dĂŒrfen.

Es gibt kein Zuviel an Meinungsfreiheit. Entweder gibt es Meinungsfreiheit oder es gibt sie nicht. So einfach ist das!

Es gibt jedoch ein Zuviel an Angst und ein Zuviel an Beleidigtsein. Gegen Meinungen, die schmerzen, mögen sie nun schmerzen, weil sie wahr sind oder weil sie unwahr sind, hilft nur die Gegenrede als zivilisierte Form der Verteidigung.

Eine Beleidigung, die in die Richtung eines Menschen gefeuert wird, beleidigt den Menschen nur, wenn er die Beleidigung in seinem Kopf annimmt. Eine Faust oder eine Kugel jedoch, die in die Richtung eines Menschen abgefeuert wird, verletzt oder durchlöchert den Kopf unabhÀngig von der Haltung des Menschen. Wer eine Beleidigung nicht hört, lebt. Wer eine Kugel nicht hört, stirbt. Das ist der Unterschied.

Wer glaubt, ein Mensch sei eine Gefahr, weil er spricht, glaubt auch, eine Frau sei eine Gefahr, wenn sie ohne Verschleierung aus dem Haus geht.

Die Zensur ist fĂŒr die Redefreiheit das, was der Schleier fĂŒr die Rechte der Frau ist. Jede Frau darf selbst entscheiden, ob sie einen Schleier tragen möchte, so wie jeder Mensch selbst entscheiden darf, ob und zu was er oder sie schweigen will. Es darf keinen Zwang geben, weder fĂŒr den Schleier noch fĂŒr den Mantel des Schweigens.

Meinungsfreiheit gilt auch fĂŒr die Hassrede! Sonst mĂŒsste der Koran schon lĂ€ngst verboten worden sein, denn da stehen einige deutliche Aufrufe zur Gewalt drin.

Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie sehen in eine Kneipe einen Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie wĂŒrden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trĂŒge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten wĂ€re. Sie wĂŒrden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen und er wĂŒrde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrĂŒĂŸen, weil das unter Hassrede fĂ€llt. Sie wĂŒrden ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das GesprĂ€ch auf ein Thema fĂ€llt, bei dem Sie plötzlich merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spĂ€t. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben. Alles nur, weil ein Verbot des Hakenkreuzes und des Sagens von „Heil Hitler“ Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist.

Ich möchte wissen, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet.

Meinungsfreiheit ist ein prĂ€ventiver Schutzmechanismus. Nur durch die Artikulation der Gedanken lerne ich das Innere eines Menschen kennen und kann so rechtzeitig entscheiden, ob ich mich vor ihm schĂŒtzen sollte oder von ihm lernen kann. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden.

Wenn es Leuten schlecht geht, flĂŒchten sie. Manche flĂŒchten in andere LĂ€nder, andere flĂŒchten in Ideologien. Einige LĂ€nder und Ideologien sind gut, andere weniger. Wer das Äußern einer Meinung verbietet, sorgt lediglich dafĂŒr, dass die Meinung nur noch gedacht wird. Aber nur weil ich jemanden nicht mehr höre, heißt das nicht, dass er die Sache nicht mehr denkt. Die Meinung wird lediglich erst sichtbar, wenn sie sich zu einer Handlung entwickelt hat. Dann aber ist es oft zu spĂ€t.

Andere Meinungen auszuklammern, ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die HĂ€nde vor die Augen hĂ€lt und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man wĂŒrde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie BĂŒcher zu verbrennen!

Es gibt Menschen, die sind so frei von jedem Zweifel und so sicher, auf der richtigen Seite des Lebens zu stehen, dass sie Gewalt rechtfertigen oder billigend in Kauf nehmen, um ihre Gewissheit zu manifestieren. Jeder Mensch lÀuft Gefahr, in das Schussfeld dieser Selbstgerechtigkeit zu geraten.

„Wehret den AnfĂ€ngen“ brĂŒllen diese gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die AnfĂ€nge einer Zukunft, die sie aus ihrer Angst konstruieren. Aus Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Vermutung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitĂ€ren Denkens, die Gewalt ĂŒber Gedanken als PrĂ€ventivschlag ermöglicht.

Das Verbieten von Meinungen ist stets ein PrĂ€ventivschlag! Kann so ein PrĂ€ventivschlag gerechtfertigt sein? Bei der Verleihung des Böll-Preises sagte Herta MĂŒller einst:

„Wenn Hassparolen spazieren gehen, dann geht auch irgendwann ein Messer spazieren.“

Wer mit diesem Satz Meinungen verbieten möchte, muss auch fĂŒr ein Verbot des Korans plĂ€dieren, denn unzĂ€hlige Terroristen sind mit den Parolen des Korans spazieren gegangen, bevor sie zum Messer griffen.

Messer gehen jedoch nicht spazieren, weil vorher Parolen spazierten, sondern weil jene, die die Parolen grölen, die Messer bereits in ihren Hosen haben, um sie in genau dem Moment herauszuholen, da sie in der Lage sind, die Parolen der Anderen zum Schweigen zu bringen. Und die Menschen gleich mit. Das Problem ist nicht die Meinungsfreiheit, sondern der Wille der Hassenden, die Meinungsfreiheit mit Gewalt abzuschaffen. Gedanken verschwinden nicht, nur weil sie nicht mehr gesprochen werden.

Aus Worten werden Taten. Das stimmt. Aber Worte mĂŒssen nicht gesprochen werden, um zu Taten zu werden. Es reicht, wenn sie gedacht werden. Daher bringt es gar nichts, Taten dadurch verhindern zu wollen, dass man die Artikulation der Worte verbietet. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Wer die Artikulation von gewissen Worten verbietet, verhindert dadurch nicht, dass die Worte zu Taten werden. Er verhindert jedoch, dass die Tat rechtzeitig erkannt und gebannt werden kann.

Nur wer die brutalen Gedanken hört, kann sich wehren. Das Verbieten von Worten bringt rein gar nichts! Der Mensch, der in den Augen eines anderen Menschen ein Schwein ist, bleibt fĂŒr ihn ein Schwein, auch wenn er es nicht mehr sagen darf und auch das Messer in der Hose verschwindet nicht, wenn einem der Mund verboten wird.

Worte können zu Taten werden. Gerade deshalb mĂŒssen die Worte artikuliert werden dĂŒrfen.

Das Problem in der Zeit des Nationalsozialismus war nicht, dass „Der StĂŒrmer“ zu erwerben war, sondern die Tatsache, dass sich die Nationalsozialisten zunĂ€chst die persönliche und spĂ€ter auch die staatliche Gewalt nahmen, andere Meinungen und Zeitungen zu verbieten, die ohne Probleme die Ideologie der NSDAP hĂ€tten entlarven können.

Die Nationalsozialisten nutzen nicht die Meinungsfreiheit, um das Messer zu ziehen, sondern sie zogen die Messer, um die Meinungsfreiheit zu attackieren!

Nichts fĂŒrchten jene, die Unrecht haben, mehr als die Meinungsfreiheit! Darum erklĂ€rten auch die Nationalsozialisten in ihrem 25-Punkte-Program unter Punkt 23:

„Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewußte politische LĂŒge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung, die einen zersetzenden Einfluß auf unser Volksleben ausĂŒbt und die Schließung von Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoßen.“

Aufgrund des „Gemeinwohls“, Meinungen kriminalisieren, Veranstaltungen schließen, BĂŒcher verbieten und Zeitungen abschaffen. Das ist die Gedankenwelt der Nazis. Sie lĂ€sst sich so zusammenfassen: „Wenn die LĂŒge spazieren geht, geht irgendwann auch die Zersetzung spazieren.“

Da trinke ich lieber englischen Tee mit Evelyn Beatrice Hall als diesen deutschen Muckefuck.

***

Ich hatte nicht immer diese radikale Haltung zur Meinungsfreiheit. Die Haltung kam mit der Erfahrung. Wenn Sie mein persönlicher Weg zur radikalen Meinungsfreiheit interessiert, lesen Sie auch: „Der Artikel 5 Club“

(Foto: Maxi Gstettenbauer)

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Wie lange kann ein US-PrĂ€sident maximal im Amt sein?

Viele glauben, der PrĂ€sident der Vereinigten Staaten von Amerika könne nur fĂŒr maximal acht Jahre im Amt sein, aber das stimmt nicht. Theoretisch sind zehn Jahre möglich.

Bevor nun einige Leserinnen und Leser Schnappatmung bekommen, kann ich sie beruhigen, Donald Trump hat diese Möglichkeit nicht mehr. Er kann tatsĂ€chlich nur noch insgesamt acht Jahre das Amt ausfĂŒllen. Wie aber sind zehn Jahre möglich? Ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Joe Biden wird zum nĂ€chsten PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewĂ€hlt und auf den Tag genau zwei Jahre spĂ€ter tritt er aus dem Amt zurĂŒck; in dem Fall wĂŒrde seine Vize-PrĂ€sidentin Kamala Harris nachrĂŒcken und PrĂ€sidentin werden. Im 22. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika steht:

No person shall be elected to the office of the President more than twice, and no person who has held the office of President, or acted as President, for more than two years of a term to which some other person was elected President shall be elected to the office of the President more than once.

„Niemand darf mehr als zweimal zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt werden. Niemand, der lĂ€nger als zwei Jahre der Amtszeit, fĂŒr die eine andere Person zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt worden war, das Amt des PrĂ€sidenten innehatte oder dessen GeschĂ€fte wahrnahm, darf mehr als einmal in das Amt des PrĂ€sidenten gewĂ€hlt werden.“

Da Kamala Harris in dem angefĂŒhrten Beispiel nicht als PrĂ€sidentin gewĂ€hlt wurde und sie nur zwei Jahre PrĂ€sidentin war, dĂŒrfte sie sich tatsĂ€chlich noch zwei Mal zur PrĂ€sidentin wĂ€hlen lassen und könnte somit zehn Jahre Amtszeit erreichen. Kamala Harris kann somit zehn Jahre schaffen.

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Der kotzende Koch

In einem Podcast von radioeins des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) diskutierten drei Stunden lang zwei MĂ€nner miteinander und gefielen sich dabei schrecklich selbst. Einer der beider MĂ€nner erklĂ€rte, es gehe ihm „am Arsch vorbei, ob das Zigeunerschnitzel heißt oder Mohrenwirt“. Er erfreute sich auch an dem N-Wort, nutze es trotzig und betonte, die Menschen, die sich darĂŒber echauffieren, seien „alles Pisser“ und „meistens Frauen“, die „schlecht gefickte, miese, hĂ€ssliche Schabracken“ seien, die mal einen „Schwanz“ zu sehen bekommen sollten.

Dieser ganze MĂŒll ist von der Meinungsfreiheit gedeckt, aber warum muss ich fĂŒr diesen Dreck zahlen?

Der RBB ist eine öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt. Es ist mir somit nicht gestattet, diesem Hass mein Geld zu verweigern. Ich muss diesen Mist bezahlen. Mit einem letztendlich durch die Gewalt des Staates durchgesetzten Zwang, muss ich GebĂŒhren fĂŒr den Sender, der diese Show finanziert hat, abdrĂŒcken. WĂ€re ich eine Frau, es wĂŒrde mich fertig machen, dass ich nicht nur von zwei MĂ€nnern sexistisch beleidigt und verbal erniedrigt werde, sondern auch noch gezwungen werde, diese Beleidigungen und Erniedrigungen zu bezahlen. Wenn es noch einen weiteren Grund gegen den Zwang zum Rundfunkbeitrag brauchte, dann wurde er hier eindrucksvoll erbracht.

Mediale Reichweite ist Macht. Je mehr Reichweite ein Mensch hat, umso mĂ€chtiger ist er. Wer die Macht hat, Teil des Sprachrohrs der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zu sein, bekommt dadurch extrem viel Reichweite. Der RBB hat diesen zwei MĂ€nnern ein Megaphon in die HĂ€nde gedrĂŒckt. Wer so eine Macht inne hat, kann damit anderen Menschen empfindlich schaden. Hier wurde Frauen Schaden zugefĂŒgt.

Jede Person darf sagen, was sie will, ich bin Mitglied im Artikel 5 Club. Jeder Mensch darf ebenso entscheiden, wen er in seinen vier WĂ€nden zu Wort kommen lĂ€sst. Ich habe mich daher dazu entschieden, in meinem kleinen Raum Tapfer im Nirgendwo zwei beeindruckenden Frauen mein kleines Megaphönchen zur VerfĂŒgung zu stellen, in der Hoffnung, dass noch ein paar Menschen mehr ihre klugen und wichtigen Worte zu hören bekommen.

Es ist nicht viel, was ich tun kann. Mein Blog hat deutlich weniger Reichweite als der RBB, aber dafĂŒr ist mein Blog garantiert gewaltfrei finanziert.

Tapfer im Nirgendwo prĂ€sentiert ein paar Zitate von Isabel Rohner und Regula StĂ€mpfli aus „Die Podcastin“ vom 17. September 2020. Ich habe sie gekĂŒrzt und die Namen der beiden MĂ€nner gelöscht, da ich nicht finde, dass sie in diesem Zusammenhang genannt werden sollten. Ich möchte, dass diese beiden Namen verbreitet werden: Isabel Rohner und Regula StĂ€mpfli.

laStĂ€mpfli: „Ab Stunde zwei manifestiert sich so unfassbarer Frauenhass, Rassismus und Homophobie mit einem Schenkelklopfen und MĂ€nnergegröle, wie ich es im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oder an Stammtischen noch nie gehört habe. Der Mann grĂ€bt in der ĂŒbelsten braunen Suppe antifeministischer, rassistischer und homophober Beschimpfungen. Die FĂ€kalsprache der beiden ist zutiefst menschenverachtend. Was passiert ist auf radioeins geht ĂŒberhaupt nicht. Mir ist immer noch ĂŒbel und ich bin einfach zutiefst beunruhigt, wie auch radioeins reagiert hat. Sie entschuldigen sich und radioeins schreibt: ‚Die veröffentlichten Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen und können ohne Kontext nicht verstanden und bewertet werden.‘ Es sei eine satirische Überspitzung. Was genau ist der Kontext, den der eine Mann explizit als öffentlichen darstellt, wenn der andere Mann berechtigten Studien um Sichtbarmachung und Teilhabegerechtigkeit als ‚völlig scheißegal‘ bezeichnet und rassistische, homophobe Begriffe mehrmals mit FĂ€kalsprache und pornografischer Gewaltsprache, also sexistischer Gewalt belegt?“

Die Rohnerin: „Nur, weil sich zwei Personen Satiriker nennen, ist das, was sie machen nicht Satire. Wenn ich einen Koch engagiere, der mag ganz berĂŒhmt sein, einen ganz großen Namen haben und der kotzt in einen Suppenteller, ist das, was er mir serviert, keine gute KĂŒche. Was mich aber noch viel mehr Ă€rgert, auch verletzt, mich auch daran erinnert an die schreiende Ungerechtigkeit auch unserer privilegierten Welt in der Schweiz und in Deutschland, ist, dass das ganze von einem öffentlich-rechtlichen Sender gefördert, gepuscht und finanziert wurde. Das sind Stammtischparolen und auch am Stammtisch nicht in Ordnung, aber das war kein Stammtisch. Das war mediale, große BĂŒhne und verdammte Axt, es ist bezahlt mit meinen GebĂŒhren. Ich habe radioeins geschrieben: Diesen antifeministischen Totalaussetzer könnt ihr nur damit wieder gutmachen, indem ihr feministische Projekte, feministische Stimme mal genauso unterstĂŒtzt wie die beiden Schenkelklopferjungs.“

laStĂ€mpfli: „Ich bin wahnsinnig verletzt. Ich habe gemerkt, ich war blockiert, einen Tag lang mindestens. Es wirkt immer noch nach, meine kreative Lust, meine Freude, nicht nur an unserem Podcast, sondern an unserem Wirken, wir haben beide tolle Teams, wir machen so viel. Im Kleinen hier ist schon so viel verĂ€ndert, aber auch im Staat, in kulturellen Projekten, in politischen Projekten, die ich mitberate. Es war gerade ein ganz wichtiger, ein guter Flow und stĂ€ndig kommen diese MedienmĂ€nner rein und hauen uns ihre PrĂŒgel so rum und ‚Hahaha, halt die Klappe‘. Ich merke, ich bin außer mir.“

Die Rohnerin: „Radioeins bewirbt diesen Podcast mit ‚Zwei Titanen des gesprochen Wortes“. Die nennen die Zwei Titanen des gesprochenen Wortes. Was soll das denn sein, dieses gesprochene Wort. Das ist Kotze!“

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Nein, nein, nein und nein!

„Es wird keine separaten FriedenvertrĂ€ge zwischen Israel und der arabischen Welt geben. Ich möchte Ihnen das allen absolut klar machen. Ich habe einige berĂŒhmte Politiker in Israel gehört, die hin und wieder sagen: >Nun, die arabische Welt ist heute in einem anderen Zustand. Wir mĂŒssen nur auf sie zugehen. Wir können einige Dinge mit der arabischen Welt erarbeiten und dann werden wir mit den PalĂ€stinensern verhandeln.< Nein, nein, nein, und nein! Ich kann ihnen das versichern, sogar bestĂ€tigt sogar in den letzten Woche, da ich mit FĂŒhrern der arabischen Gemeinschaft gesprochen habe. Es wird keine separaten FriedensvertrĂ€ge mit der arabischen Welt geben, ohne eine palĂ€stinensische Entwicklung und einen palĂ€stinensischen Frieden.“

Das erklĂ€rte John Kerry im Jahr 2016 als damaliger Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika unter Barack Obama.

Nun, John Kerry lag falsch, falsch, falsch und falsch.

John Kerry glaubte nicht an einen separaten Frieden, aber andere taten es. Und sie erhielten Frieden.

Am 15. September 2020 wurde ein Friedensvertrag zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten vor dem Weißen Haus in Washington in Anwesenheit von Donald Trump, durch Israels MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu und dem Außenminister der Emirate, Abdullah bin Said al-Nahjan, unterzeichnet. Am selben Tag wurde ein Friedensvertrag mit Bahrein durch Abdullatif bin Raschid al-Sajani unterzeichnet.

Abdullah bin Said al-Nahjan sagte zur Unterzeichnung:

„Ich stehe heute hier, um eine Hand zum Frieden auszustrecken und eine Hand zum Frieden zu erhalten. In unserem Glauben sagen wir: Oh Gott, du bist Frieden und von dir kommt Frieden. Die Suche nach Frieden ist ein angeborenes Prinzip, doch Prinzipien werden effektiv verwirklicht, wenn sie in Maßnahmen umgesetzt werden (
) Wir erleben bereits heute einen Wandel im Herzen des Nahen Ostens, der weltweit Hoffnung schenken wird (
) Wir erleben heute einen neuen Trend, der einen besseren Weg fĂŒr den Nahen Osten schaffen wird.“

Damit steht er in SolidaritÀt mit der UnabhÀngigkeitserklÀrung Israels, in der steht:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstĂ€ndigen jĂŒdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen BemĂŒhungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Im selben Jahr, als John Kerry erklÀrte, es könne keine separaten FriedensvertrÀge zwischen Israel und der arabischen Welt geben, erklÀrte der MinisterprÀsident Israels, Benjamin Netanjahu, vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen:

Aber jetzt werde ich Sie noch mehr ĂŒberraschen. Sie werden feststellen, dass die grĂ¶ĂŸte VerĂ€nderung in der Haltung zu Israel anderswo stattfinden wird, nĂ€mlich in der arabischen Welt. Unsere FriedensvertrĂ€ge mit Ägypten und Jordanien sind StabilitĂ€tsanker im sonst so unsicheren Nahen Osten. Und daher sage ich Ihnen noch etwas: Zum ersten Mal in meinem Leben, erkennen viele andere Staaten in der Region, dass Israel nicht ihr Feind ist, sie erkennen vielmehr, dass Israel ihr VerbĂŒndeter ist!“

Benjamin Netanjahu sagte im Jahr 2016, die arabische Welt könne eine natĂŒrliche VerbĂŒndete Israels werden, denn unsere gemeinsamen Ziele sind Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Ich glaube daher, dass wir in den kommenden Jahren zusammenarbeiten werden, um diese gemeinsamen Ziele in offener Zusammenarbeit zu verwirklichen.

John Kerry sagte zu den Worten dieses „berĂŒhmten Politikers“ aus Israel: „Nein, nein, nein und nein!“

Als Donald Trump die Botschaft der Vereinigten Staaten nach Jerusalem verlegte und die Stadt als Hauptstadt Israels anerkannte, behauptete Kerry:

„Das wird eine Explosion geben – eine absolute Explosion in der Region, nicht nur im Westjordanland und vielleicht sogar in Israel selbst, sondern in der gesamten Region.“

Kerry hatte Recht. Es gab eine Explosion. Eine Explosion des Friedens.

Immer wieder wurde Benjamin Netanjahu als Hardliner bezeichnet, weil er hart auf der Linie verharrte, dass Frieden möglich ist, wenn Israel nur fest zu seinen Werten steht:

„Ich habe stets Shimon Peres grenzenlosen Optimismus bewundert. Mich erfĂŒllt die selbe Hoffnung. Ich bin voller Hoffnung, weil Israel in der Lage ist, sich selbst gegen jede Bedrohung zu verteidigen. Ich bin voller Hoffnung, weil die Tapferkeit unserer kĂ€mpfenden MĂ€nner und Frauen unĂŒbertroffen ist. Ich bin voller Hoffnung, weil ich die KrĂ€fte der Zivilisation kenne, die letztlich immer ĂŒber die KrĂ€fte des Terrors triumphieren. Ich bin voller Hoffnung, denn im Zeitalter der Innovation, floriert Israel, die Nation der Innovation, wie nie zuvor. Ich bin voller Hoffnung, weil Israel unermĂŒdlich daran arbeitet, die Situation all ihrer BĂŒrger zu verbessern, fĂŒr Juden, Muslime, Christen, Drusen, fĂŒr alle gleich. Und ich bin voller Hoffnung, da ich trotz aller Neinsager glaube, dass wir in Israel einen dauerhaften Frieden mit allen unseren Nachbarn schmieden können.“

John Kerry sagte „Nein“ zu dem Traum von Benjamin Netanjahu. Donald Trump sagte „Ja“ zu diesem Frieden. Deshalb wurde ein Frieden Israels mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und mit Bahrein RealitĂ€t. Frieden ist möglich, man muss nur bereit sein, „Ja“ zu sagen.

John Kerry war US-amerikanischer Außenminister unter Barack Obama. Sebastian Hesse, Korrespondent aus Washington fĂŒr die ARD, erklĂ€rte zu Donald Trump und dem Friedensvertrag:

„Emotional strĂ€ubt sich alles in mir, diesem Mann den Friedensnobelpreis zu gönnen. Rational muss ich aber kleinlaut eingestehen, dass er ihn jetzt schon mehr verdient hĂ€tte als sein außenpolitisch ĂŒberschĂ€tzter VorgĂ€nger Obama.“

Es ist schon traurig, dass eine ĂŒbertriebene emotionale Abneigung Menschen dazu bringt, sich zu strĂ€uben, statt sich ĂŒber Frieden zu freuen.

Vielleicht sollte manch ein Fundamentalist mal in sich gehen und darĂŒber nachdenken, wie er seinen fanatischen Hass auf Donald Trump und Benjamin Netanjahu ĂŒberwinden kann. Wer nĂ€mlich viermal „Nein“ gesagt hat zu einem Frieden, der dann doch möglich wurde und wer sich dann noch nicht einmal freuen kann, wenn dieser Frieden geschlossen wird, der ist das wahre Friedenshindernis.

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Eine fragwĂŒrdige Aussage von Ralf Stegner

„Donald Trump dominiert derzeit Schlagzeilen mit eher fragwĂŒrdigen BeitrĂ€gen zur Nahostpolitik …“

Diesen Satz veröffentliche Ralf Stegner am Morgen des 16. Septembers 2020. Erst ein paar Minuten vorher war Israel mehrfach aus dem Gazastreifen angegriffen worden. Überall im SĂŒden Israels heulten die Sirenen und MĂ€nner, Frauen und Kinder schreckten aus ihren TrĂ€umen auf und eilten in die Bunker.

Die Menschen, die Israel an dem Morgen angegriffen hatten, wollen keinen Frieden. Ein Frieden ist jedoch möglich.

WÀhrend die Regierung im Gazastreifen Juden abgrundtief hasst und den Staat Israel vernichten möchte, haben die Regierungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Bahrein mit Israel Frieden geschlossen.

Der Friedensvertrag zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde am 15. September 2020 um 13:37 Uhr vor dem Weißen Haus in Washington in Anwesenheit von US-PrĂ€sident Trump, durch Israels MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu und dem Außenminister der Emirate, Abdullah bin Said al-Nahjan, unterzeichnet. Am selben Tag wurde ein Friedensvertrag mit Bahrein durch Abdullatif bin Raschid al-Sajani unterzeichnet.

Abdullah bin Said al-Nahjan sagte zur Unterzeichnung:

„Ich stehe heute hier, um eine Hand zum Frieden auszustrecken und eine Hand zum Frieden zu erhalten. In unserem Glauben sagen wir: Oh Gott, du bist Frieden und von dir kommt Frieden. Die Suche nach Frieden ist ein angeborenes Prinzip, doch Prinzipien werden effektiv verwirklicht, wenn sie in Maßnahmen umgesetzt werden (…) Wir erleben bereits heute einen Wandel im Herzen des Nahen Ostens, der weltweit Hoffnung schenken wird (…) Wir erleben heute einen neuen Trend, der einen besseren Weg fĂŒr den Nahen Osten schaffen wird.“

Damit steht er in SolidaritÀt mit der UnabhÀngigkeitserklÀrung Israels, in der steht:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstĂ€ndigen jĂŒdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen BemĂŒhungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

FĂŒr Ralf Stegner ist das alles „fragwĂŒrdig“.

Auch fĂŒr die Hamas ist das „fragwĂŒrdig“. Die GrĂŒndungscharta der Hamas fordert in Artikel 7 die Vernichtung des gesamten jĂŒdischen Volkes weltweit und erklĂ€rt in Artikel 13 den ewigen Krieg gegen Israel bis zu der totalen Vernichtung. Die Hamas möchte so viele Juden wie möglich töten:

„Überließen uns die Juden PalĂ€stina, wĂŒrden wir dann beginnen, sie zu lieben? NatĂŒrlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns PalĂ€stina zurĂŒck geben. Weil sie UnglĂ€ubige sind!“ (Qatar TV, 9. Januar 2009)

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen!“ (Abdallah Jarbu, stellvertretender Minister fĂŒr religiöse Stiftungen der Hamas am 28. Februar 2010)

Diese Hamas hat am frĂŒhen Morgen Israel angegriffen, weil sie einen Frieden mit Israel fragwĂŒrdig findet und zur selber Zeit twitterte Ralf Stegner: „Donald Trump dominiert derzeit Schlagzeilen mit eher fragwĂŒrdigen BeitrĂ€gen zur Nahostpolitik …“

Wenn ein Frieden fragwĂŒrdig wird, ist man dem Hass verfallen.

Ralf Stegner ist ein Hardliner, dem der Frieden vollkommen egal ist, wenn er nicht seiner eigenen Agenda entspricht. Gut, dass Benjamin Netanjahu nicht so extremistisch denkt wie Ralf Stegner. Netanjahu erklÀrte bereits vor einigen Jahren:

„Unschuldigen und armen PalĂ€stinensern wurde lebenswichtige Hilfe, die verschiedenste LĂ€nder auf der ganzen Welt gespendet hatten, verweigert. Die Hamas nutzt diese gestohlenen Mittel nun, um eine Kriegsmaschine aufzubauen, die Juden ermorden soll. Das palĂ€stinensische Volk hat Besseres verdient! Darum bekunde ich heute mein tiefes MitgefĂŒhl mit den unschuldigen PalĂ€stinensern und mit den LĂ€ndern, die es gut gemeint haben und großzĂŒgig finanzielle Mittel gespendet haben, um ihnen zu helfen.“

„PrĂ€sident Abbas, ich weiß, es ist nicht einfach. Ich weiß, es ist schwer. Aber wir schulden es unseren Völkern, es nochmal zu versuchen, es immer wieder zu versuchen, denn gemeinsam, wenn wir tatsĂ€chlich verhandeln und damit aufhören, darĂŒber zu verhandeln, ob wir ĂŒberhaupt verhandeln sollen, wenn wir uns tatsĂ€chlich hinsetzen und versuchen, diesen Konflikt zwischen uns zu lösen, uns einander anerkennen und einen palĂ€stinensischen Staat nicht als Sprungbrett fĂŒr eine weitere islamistische Diktatur im Nahen Osten verwenden, sondern als ein Land, das in Frieden neben dem jĂŒdischen Staat leben möchte, wenn wir das tatsĂ€chlich tun, dann können wir bemerkenswerte Dinge fĂŒr unsere Völker erreichen.“

Was die Welt braucht, sind mehr Politikerinnen und Politiker, die an den Frieden glauben und weniger Hardliner wie Ralf Stegner, fĂŒr die ein Frieden ein eher fragwĂŒrdiger Beitrag zur Nahostpolitik ist.

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Alles verloren

Tapfer im Nirgendwo prĂ€sentiert „Alles verloren“ von Viktoria Burkert.

Ich hab alles verloren, was man verlieren kann,
nicht nur nen SchlĂŒssel oder nen Handschuh oder nen Lieblingsschal,
obwohl das auch ganz schön blöd ist,
wenn man diese Dinge verliert (oder alle auf einmal),
denn dann steht man draußen und friert.

Ich hab alles verloren, was man verlieren kann,
und es fĂŒhlt sich an, ich weiß nicht wie, ein Bildungsroman,
in dem der Held alle wegstĂ¶ĂŸt und sich dann fragt:
Warum bin ich allein?
Und er glaubt, das muss so sein – nein.

Ich hab alles verloren, was man verlieren kann,
und jetzt wo wirklich alles weg ist,
denk ich nicht nochmal daran,
nochmal alles anzuhÀufen,
denn ich weiß ja jetzt was passiert –
man hat es und wartet darauf, dass man’s wieder verliert.

Und weise wirst du nie, sorry,
nur einer der nicht tanzen kann tanzt,
und weil er immer wieder hinfÀllt,
wird er zum TĂ€nzer,
und dann sagt er: Komm, tanz mit,
es ist alles so einfach.

Ich hab alles verloren, was man verlieren kann,
und ganz egal, was ich alles glaubte,
heute glaub ich nur noch daran,
dass wenn du etwas wirklich frei lÀsst
und es kommt dann zu dir zurĂŒck,
dann ist es auch nicht deins,
dann hattest du bloß GlĂŒck.

Und weise wirst du nie, sorry,
nur einer der nicht tanzen kann tanzt,
und weil er immer wieder hinfÀllt,
wird er zum TĂ€nzer,
und dann sagt er: Komm, tanz mit,
es ist alles so einfach.

Und schöner wird es nie, sorry,
das sind jetzt schon die guten alten Tage,
an die wir uns irgendwann mal erinnern,
wenn fast keine Zeit mehr bleibt,
es ist wirklich so einfach,

alles zu verlieren, was man verlieren kann,
dann ist es weg, dann tut’s noch weh,
du hÀngst halt noch dran,
bis du endlich einsiehst,
und das ist schon komisch irgendwie,
was du verlieren kannst, das hattest du nie.

Und schöner wird es nie, sorry,
das sind jetzt schon die guten alten Tage,
an die wir uns irgendwann mal erinnern,
wenn fast keine Zeit mehr bleibt,
es ist wirklich so einfach.

Und heile wirst du nie, sorry,
doch kannste aus dem Schmerz jetzt was machen,
lachen und einfach irgendwo beginnen,
denn du bist nicht mehr allein,
siehste, so einfach kann es sein.

Musik und Text: Viktoria Burkert * Arrangement: Markus Schimpp * Produktion: Gerd Buurmann * Copyright: Viktoria Burkert

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(TINVB)

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MĂŒnster und die Angst vor Gewalt

FĂŒr September 2020 hatten der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der UniversitĂ€t MĂŒnster und das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) einen Vortrag ĂŒber die anti-israelische Kampagne BDS geplant. Drohbriefe sorgten jedoch fĂŒr eine Absage der Veranstaltung.

Der Vortrag hĂ€tte eigentlich in einer LokalitĂ€t auf der Warendorfer Straße in MĂŒnster stattfinden sollen, aber deren Betreiber stornierten ihre Raumzusage, da sie „durch den Ton und Inhalt von Zuschriften“, die sie erhalten hatten, eine GefĂ€hrdung der Veranstaltungsteilnehmer nicht ausschließen konnten. Zudem wĂ€re bei etwaigen Gegendemonstrationen die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln nicht zu gewĂ€hrleisten gewesen: „Ein Sicherheitskonzept war nicht umsetzbar.“

Die DIG MĂŒnster erklĂ€rt, sie seien „schockiert ĂŒber das Ausmaß an Druck“, der auf die LokalitĂ€t ausgeĂŒbt worden sei.

Der Ausmaß des Drucks ist nicht neu. Am 27. Oktober 2016 zum Beispiel wurden ein Gastredner aus Israel und sein Publikum aus der University College London entfernt, da die Polizei nicht mehr fĂŒr ihre Sicherheit garantieren konnte.

Rund fĂŒnfundzwanzig Studentinnen und Studenten hatten sich gemeinsam mit ihrem Dozenten Hen Mazzig in einem kleinen Raum eingeschlossen, wĂ€hrend sich draußen ein gewalttĂ€tiger Mob formierte. Eine Studentin beschrieb die Situation wie folgt:

„Es gab viel Geschrei und viele schlugen gegen die TĂŒren. Wir alle hatten Angst, aber wir versuchten uns, auf den Vortrag zu konzentrieren. Es war wahnsinnig. Trotz der SchlĂ€ge von draußen sprach Hen weiter von Frieden. Das war wirklich sehr schön, denn wir waren vereint und sangen das Lied der Hoffnung trotz des LĂ€rms von draußen.“

Der Dozent Hen Mazzig, der als Beauftragter fĂŒr humanitĂ€re Angelegenheiten eingeladen war, erklĂ€rte spĂ€ter: „Ich bin ĂŒberrascht, dass sie ausgerechnet meine Botschaft des Friedens und der Koexistenz anvisiert haben. Es war wirklich schwer, ĂŒber den ganzen LĂ€rm zu sprechen.“

Hen Mazzig ist Jude, Israeli und schwul. Das sind drei Eigenschaften, die sowohl von der Hamas als auch der Fatah verfolgt werden. Die Verantwortlichen der palĂ€stinensischen Bewegung machen keinen Hehl daraus, dass „Free, Free Palestine“ nichts anderes bedeutet als: Tötet die Juden, vernichtet Israel und richtet die Homosexuellen hin. Die Demonstranten rufen somit: „From the river to the sea Palestine will be free of jews, Israelis and gays!“

Schon zwei Mal musste die Veranstaltung von Hen Mazzig im Vorfeld abgesagt werden, da die Sicherheit nicht gewĂ€hrleistet werden konnte. Am 27. Oktober 2016 schließlich fand die Veranstaltung statt. Sie endete jedoch in einem gewalttĂ€tigen Chaos.

Als es einigen im Mob gelang, ein Fenster gewaltsam zu öffnen, war der Polizei klar, dass die Gewalt explodierte. Da jedoch nur rund 20 Polizeibeamte anwesend waren und der judenhassende Mob zu groß war, konnte nicht gegen den Mob vorgegangen werden. Stattdessen wurden die 25 Angegriffenen aus der UniversitĂ€t entfernt. Hen Mazzig beschreibt die Situation wie folgt:

„Nach einem GesprĂ€ch mit der Polizei wurde ich von der Polizei weggefĂŒhrt. Mir wurde gesagt, ich solle so schnell wie möglich laufen. Ich hatte mehr Angst als bei meinem IDF-Dienst.“

Als Hen Mazzig mit den Studierenden die UniversitĂ€t verlassen musste, waren sie gezwungen durch eine lange Gasse von hasserfĂŒllten Menschen zu gehen, die auf sie einbrĂŒllten. Immer wieder schlugen die Worte „SchĂ€mt Euch“ auf sie ein.

SpĂ€ter schrieb Hen Mazzig auf Twitter: „Der Campus war eine Kriegszone und die Straßen sind der sichere Ort. Ich bin raus. Mein Gott.“

Eine solche Kriegszone befĂŒrchteten die Betreiber des Lokals in MĂŒnster – und das nicht ohne Grunde. Tapfer im Nirgendwo prĂ€sentiert eine kleine Auswahl von Aufnahmen, die allesamt zeigen, wie Menschen niedergeschrien, bedroht oder aus HörsĂ€len vertrieben werden, nur weil sie eine pro-israelische Haltung haben oder einfach nur Juden sind.

Musiker werden in der Royal Albert Hall in London niedergebrĂŒllt, weil sie Israelis sind:

Ein Mensch wieder an einer UniversitĂ€t niedergebrĂŒllt, weil er ein Israeli ist:

Ein Mann wird an einer UniversitĂ€t niedergebrĂŒllt, weil er Israeli ist:

Ein Mann beleidigt einen Menschen und brĂŒllt ihn an, weil er Israeli ist:

Ein Konzert wird gestört, weil die Musiker Israelis sind:

An der UniversitĂ€t von Chicago wird ein Politiker niedergebrĂŒllt, weil er Israeli ist:

Auch in Washington wurde er niedergebrĂŒllt:

Israelis werden niedergebrĂŒllt und beleidigt:

Unter „Allahu Akbar“-Rufen wird der KĂŒnstler Lars Vilks attackiert, mit der BegrĂŒndung, er arbeite fĂŒr „die Zionisten“:

Judenhass auf Berliner Straßen, ab Minute 0:45 richtig widerwĂ€rtig:

Ab Minute 2:57 wird gerufen: „Tod den Juden. Adolf Hitler!“:

FĂŒr Juden und Israelis sind UniversitĂ€ten, KonzertsĂ€le, VortragsrĂ€ume und Straßen in Europa zu Kriegszonen geworden. Manchmal werden sie sogar von der Polizei entfernt, weil sie nicht mehr fĂŒr ihre Sicherheit garantieren kann.

In MĂŒnster wurde mit der Androhung von Gewalt ein Vortrag der Deutsch-Israelischen Gesellschaft verhindert. Die Angst vor einem Mob hat somit in MĂŒnster ĂŒber die AusĂŒbung von Grundrechten entschieden. Ein Mob debattiert nicht. Ein Mob skandiert und grenzt aus. Und immer wieder sind es Juden oder deren Freundinnen und Freunde, die ausgegrenzt werden.

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Der Islam verdient einen Mindesthohn

September 2020: In Pakistan, Ägypten, in der TĂŒrkei oder im Iran, in vielen islamischen LĂ€ndern gehen Muslime zu Tausenden auf die Straßen, um gegen das französische Satireblatt Charlie Hebdo zu protestieren.

Am 7. Januar 2015 wurde ein großer Teil der Redaktion von Charlie Hebdo ausgelöscht, weil sie Bilder von Mohammed gezeichnet hatten. Zur selben Zeit wurden vier MĂ€nner von einem Komplizen der Terroristen ermordet, weil sie jĂŒdisch waren. Der Komplize ging in einen jĂŒdischen Supermarkt, nahm dort Geiseln und tötete vier davon. Danach rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: “Haben Sie das GeschĂ€ft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

Am 2. September 2020 begann im Pariser Justizpalast der Prozess rund um diese AnschlĂ€ge. Zum Prozessbeginn druckte Charlie Hebdo die Karikaturen von Mohamed erneut ab. Diese Wiederveröffentlichung hat in vielen muslimischen LĂ€ndern zu Protesten gefĂŒhrt. In Pakistan wurden die Demonstrationen von der islamischen Partei Tehreek-e-Labbaik angefĂŒhrt und das iranische Außenministerium erklĂ€rte, jegliche respektlose Darstellung von Mohammed sei „absolut inakzeptabel“.

Es ist schon bemerkenswert, wie still die muslimische Welt ist, wenn im Namen Mohameds geschĂ€ndet und gemordet wird, aber wie laut eben diese muslimische Welt werden kann, wenn ĂŒber Mohamed gelacht wird.

Kennen Sie dieses Kunstwerk?

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Es heißt „Piss Christ“ und stammt aus dem Jahr 1987. Es wurde von dem amerikanischen KĂŒnstler Andres Serrano gemacht und zeigt ein Kruzifix, das in einem Glas mit Urin schwimmt. Das Kunstwerk war Gewinner des „Awards in the Visual Arts“. Der Wettbewerb wurde vom Center for Contemporary Art’s organisiert und wurde mit staatlichen Mitteln gefördert.

Der KĂŒnstler wurde nicht ermordet! „Piss Christ“ wurde sogar von der amerikanischen Regierung mit 15.000 Dollar gefördert.

Stellen wir uns mal vor, es gĂ€be auch einen „Piss Mohammed“. Arabische Minister wĂŒrden ein Kopfgeld auf den KĂŒnstlern ausgelobt. Botschaften und Flaggen wĂŒrden niedergebrannt. Die amerikanische Regierung wĂŒrde aufgefordert werden, das Kunstwerk zu verdammen und das deutsche Feuilleton wĂ€re außer sich vor Wut.

Am 11. September 2012 wurde der amerikanische Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Mitarbeiter in Bengasi von einem aufgebrachten Mob ermordet. Aufgebrachte Islamisten stĂŒrmten in Kairo die Mauer der amerikanischen Botschaft und rissen die US-Flagge herunter. Als Grund fĂŒr die Tat gaben sie an, durch den Film „Innocence of Muslims“ beleidigt worden zu sein. Viele deutsche Medien verurteilten daraufhin nicht den Anschlag sondern den Film. Jörg Lau zum Beispiel schrieb in der Zeit:

„Zu dem Film, der den Anlass fĂŒr den Mord an Stevens hergegeben hat, fĂ€llt mir nichts ein. Die Redefreiheit zu verteidigen, kann nicht heißen, dass man diesen Schwachsinn auch verteidigen muss. NatĂŒrlich handelt es sich um eine gezielte Hassattacke (…) Denn in unseren Zeiten hat auch ein solcher unspeakable idiot die Möglichkeit, die Welt in Brand zu stecken.“

Stefan Kornelius schrieb in der SĂŒddeutsche Zeitung sogar, der Film sei mindestens genauso schlimm wie der Anschlag:

„Es ist mĂŒĂŸig, hier nach TĂ€tern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, islamistische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurĂŒckgezahlt.“

Als Reaktion auf den Film produzierte die amerikanische Regierung einen Entschuldigungsfilm, kaufte Sendezeit in Pakistan und ließ die Entschuldigung dort senden. In dem Film betonte die damalige Außenministerin Hillary Clinton, die Regierung der USA habe mit dem „islamfeindlichen“ Video “absolut nichts” zu tun. Sie fĂŒgte hinzu: “Wir lehnen den Inhalt und die Botschaft absolut ab.” Der Spot endet mit dem US-Wappen, um den offiziellen Charakter des Spots zu unterstreichen.

In einer weiteren Stellungnahme bezeichnete Hillary Clinton den Film als „widerlich und verwerflich“ und fĂŒgte hinzu: „Es scheint eine zutiefst zynische Absicht zu haben, eine große Religion zu verunglimpfen und Wut zu provozieren.“

Es ist völlig gleichgĂŒltig, ob „Innocence of Muslims“ ein guter oder schlechter Film ist, der Film geht nicht geschmackloser mit Muslime um, als manche Kabarettisten und Comedians mit Amerikanern, Frauen oder Christen. „Innocence of Muslims“ hat Muslime nicht mehr beleidigt als das Satiremagazin Titanic Christen beleidigt. Wer auch nur andeutet, die Filmemacher könnten eine Mitschuld tragen an den Morden in Libyen, fĂŒhrt die Ideologie der islamistischen Fundamentalisten im Feuilleton fort.

FĂŒnf Tage nach einem Mordversuch auf Kurt Westergaard, der eine Mohammed Karikatur fĂŒr die Jyllands Posten gezeichnet hatte, schrieb Eugen Röttinger von der SĂŒdwestpresse:

„Westergaard wollte bewusst provozieren. Und er provoziert, fern jeder Verantwortung unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit, munter weiter: FĂŒr ihn sponsort pauschal der Islam den Terror. Er ist mindestens (sic!) so verblendet wie sein AttentĂ€ter. Deshalb sind beide gefĂ€hrlich.“

Nach dem mörderischen Anschlag auf die KĂŒnstler von Charlie Hebdo schrieb Bernd Matthies im Tagesspiegel, an dem Vorwurf, der getötete Chefredakteur von Charlie Hebdo, StĂ©phane Charbonnier, sei ein sturer Dickkopf gewesen, der seine Redaktion in den Tod getrieben habe, sei „irgendwie was dran“. Matthies fĂŒgte hinzu, die Redaktion Charbonniers habe „zur Eskalation beigetragen“, indem sie „auf jeden Protest, jede Drohung und schließlich den Brandanschlag 2011 mit neuem, schĂ€rferem Spott“ geantwortet habe.

Dieser Vorwurf Matthies klingt wie der Vorwurf an eine vergewaltigten Frau, sie habe mit ihrer Kleidung zur Vergewaltigung beigetragen. So jedenfalls sehen es auch islamische Fundamentalisten, die ihre Frauen, wenn ĂŒberhaupt, nur verhĂŒllt aus dem Haus gehen lassen.

Im Mai 2015 unterzeichneten hundertvierzig Autorinnen und Autoren einen offenen Brief, der sich gegen die Entscheidung des Verbands PEN aussprach, das Magazin Charlie Hebdo mit dem PEN/Toni and James C. Goodale Freedom of Expression Courage Award fĂŒr Freie Meinung auszuzeichnen.

Der Brief erklĂ€ret, es sei zwar â€œklar und unbestritten”, dass der Mord von zwölf Menschen in den RedaktionsrĂ€umen von Charlie Hebdo â€œwiderlich und tragisch” sei und das Karikaturen â€œsicherlich nicht durch Gewalt oder Mord” zu beantworten seien, aber, (immer dieses aber), Sie seien auch â€œbesorgt”, weil â€œTeile der französischen Bevölkerung, die an den Rand gedrĂ€ngt wurden, durch das Erbe des französischen Kolonialismus geprĂ€gt sind und einen großen Prozentsatz frommer Muslime enthalten”, die Karikaturen von Charlie Hebdo als â€œweitere DemĂŒtigung” ansehen könnten, gemacht, um â€œnoch mehr Leid zu verursachen”. Die Unterzeichnenden bezeichnen die Karikaturen als anti-islamisch, anti-Maghreb und anti-arabisch.

Das Recht auf Spott ist ein Menschenrecht, vor allem, wenn sich der Hohn gegen Herrschende richtet. Mit ĂŒber 1,6 Milliarden Muslimen auf der Welt und mit diversen LĂ€ndern, die nach der Scharia leben, ist der Islam eine der mĂ€chtigsten Ideologien der Welt. Der Islam herrscht. Diesen Herrscher mit beißendem Spott zu kritisieren, vor allem in Anbetracht der brutalen und unmenschlichen Verbrechen, die im Namen dieser Religion zum Teil von Staats wegen begangen werden, ist aufklĂ€rerische Pflicht.

Eines der erfolgreichsten Musicals des Broadways ist „The Book of Mormon“. Es hat neun Antoinette Perry Auszeichnungen fĂŒr exzellentes Theater erhalten. In dem StĂŒck werden Mormonen bis auf das Ă€ußerste verarscht! Das bekannteste Lied des Musicals heißt: „Hasa Diga Eebowai!“ Es bedeutet: „Fick Dich Gott!“ und wird von Bewohnern eines durch einen brutalen Warlord unterdrĂŒckten Dorfs gesungen.

Der Text des Liedes lautet ĂŒbersetzt so:

„Es gibt nicht genug zu essen.
Hasa Diga Eebowai!
Menschen verhungern in den Straßen.
Hasa Diga Eebowai!
Es hat seit Tagen nicht mehr geregnet.
Hasa Diga Eebowai!
80 Prozent von uns haben AIDS.
Hasa Diga Eebowai!
Junge Frauen werden beschnitten, die Klitoris wird ihnen weggeschnitten.
Wir aber schauen in den Himmel und rufen:
Hasa Diga Eebowai!

Wenn die Welt dich runterzieht und da ist niemand, dem Du die Schuld geben kannst, erhebe Deinen mittleren Finger zum Himmel und verfluche seinen elenden Namen! Wenn Gott Dich in Deinen Hintern fickt, fick ihn zurĂŒck in seine Fotze!

Falls Ihr nicht mögt, was wir sagen,
Versucht einfach mal, ein paar Tage hier zu leben.
Seht all Eure Freunde und Familie sterben!
Hasa Diga Eebowai!
Fick Dich!

Fick Dich Gott in Deinen Mund, in Deinen Arsch, in Deine Fotze!
Fick Dich Gott in Deinen Mund, in Deinen Arsch, in Deine Fotze!
Fick Dich Gott in Deinen Mund, in Deinen Arsch, in Deine Fotze!“

Was wĂŒrde wohl geschehen, wenn so ĂŒber Allah gesungen werden wĂŒrde?

Niemand kann ernsthaft behaupten, es gÀbe lediglich verschiedene Kulturen. Kulturen sind nicht einfach nur verschieden, sie sind unterschiedlich! Es gibt bessere und schlechtere Kulturen.

Wenn ich die Werte der Scharia mit den Werten des Westens vergleiche, ist meine Meinung klar:

Meinungsfreiheit. Besser!
Gleichberechtigung der Geschlechter. Besser!
Kunstfreiheit. Besser!
Freiheit der Wissenschaft. Besser!
Religionsfreiheit. Besser!
Mormonen. Besser!

Ja, Mormonen sind besser. Weil sie keine Ausschreitungen provozieren, keine Fahnen verbrennen, keine Todesurteile ausrufen und keine Morde verĂŒben, nur weil ihr Glaube verarscht wird. Mormonen tolerieren „The Book of Mormon“. Eine Komödie ĂŒber den Koran hingegen ist unvorstellbar, weil man befĂŒrchten muss, ermordet zu werden, wenn man das Falsche ĂŒber den Islam sagt.

Die offizielle Antwort der Mormonen-Kirche auf das Musical war von einer beeindruckenden Gelassenheit geprĂ€gt. Die offizielle Kirche der Mormonen erklĂ€rte, das StĂŒck „The Book of Mormon“ könne zwar fĂŒr einen Abend unterhalten, das wahre Buch Mormon jedoch wĂŒrde das ganze Leben durch Jesus verĂ€ndern. Die Autoren des Musicals, Trey Parker und Matt Stone, kommentierten diese Reaktion wie folgt:

„Das ist eine coole, amerikanische Antwort auf eine Verarsche – ein großes Musical, das in ihrem Namen erschaffen wurde. Bevor die Kirche reagierte, kamen ein Menge Leute zu uns und fragten: „Haben Ihr keine Angst davor, was die Kirche sagen wird?“ Trey und ich sagten bloß: „Sie werden cool bleiben.“ Und die Leute sagten: „Nein, werden sie nicht. Sie werden protestieren.“ Und wir sagten: „Nein, werden sie nicht, sie werden cool bleiben.“ Wir waren also nicht von der Reaktion der Kirche ĂŒberrascht. Wir glaubten an sie.“

Bei „The Book of Islam“ hĂ€tte das anders ausgesehen. Islamisten hĂ€tten Flaggen verbrannt, Botschaften gestĂŒrmt, getobt, gewĂŒtet, gemordet und die SĂŒddeutsche, die Zeit und die amerikanische Regierung hĂ€tte VerstĂ€ndnis gezeigt. Dieses VerstĂ€ndnis fĂŒr den Islamismus ist purer Rassismus.

WĂ€hrend bei Christen allgemein davon ausgegangen wird, dass die Mehrheit sehr wohl mit harscher Kritik und sogar mit Beleidigungen des eigenen Glaubens leben kann, wird beim Islam wird so getan, als mĂŒssten aus Sorge um den Religionsfrieden Teile der aufgeklĂ€rten Freiheit aufgegeben werden. Das ist die Logik der Fanatiker und Rassisten. Der Islam aber verdient wie alle anderen Religionen auch einen Mindesthohn.

Wer Muslimen nicht das selbe zumuten will wie Christen, ist ein Rassist.

Wer nach EinschrÀnkungen der Meinungs- und Kunstfreiheit ruft, weil Muslime angeblich nicht ertragen können, was Christen selbstverstÀndlich ertragen, ist ein Rassist.

Wer in Muslimen nur Menschen erkennt, die gar nicht anders können, als marodierend die Straßen zu stĂŒrmen, wenn Mohammed auch nur dargestellt wird, ist ein Rassist.

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