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Gerd Buurmann

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Was passiert?

Stellen Sie sich einen Platz vor, an dem es fünf verschiedene Restaurants gibt. Jedes Restaurant hat seinen eigenen wunderbaren Stil. An dem Platz herrscht kulinarische Vielfalt. Doch auf einmal kommt der Staat und verpflichtet alle Bürgerinnen und Bürger des Landes, einem Restaurant regelmäßig einen Beitrag zu überweisen.

Was passiert?

Vier Restaurants sehen sich plötzlich einem verzerrten Wettbewerb ausgesetzt. Das fünfte Restaurants ist jedoch ohne Konkurrenz. Die Kasse klingelt dort bereits, bevor ein Gast ein Gericht gegessen hat, ja, sogar bevor dort überhaupt etwas bestellt wurde.

Was passiert?

Das fünfte Restaurant kann jetzt ohne Probleme seine Gerichte günstiger anbieten. Die anderen Restaurants jedoch müssen weiterhin ausschließlich mit ihrem erwirtschaften Geld auskommen. Besserer Produkte können sie nicht einkaufen. Dem Preisdruck müssen sie jedoch dennoch folgen.

Was passiert?

Eingespart wird das geringere Einkommen durch Lohnkürzungen bei den Köchen. Die besten Köche kündigen daraufhin und gehen zu dem fünftem Restaurant, da dort nicht gespart werden muss. Ersetzt werden sie durch weniger talentierte Köche. Zudem müssen auch die Waren etwas billiger eingekauft werden, um weiterhin konkurrieren zu können. Die Qualität leidet und weniger Gäste kommen. Irgendwann gibt es nur noch vier billige Fressbuden und das fünfte Restaurant, dessen Qualität jedoch ebenfalls stetig sinkt, da es keine Konkurrenz mehr gibt.

Was passiert, wenn ich nun frage, ob es gerecht ist, dass es einen Restaurantbeitrag für das eine Restaurant gibt? Die Antwort des fünften Restaurants lautet:

„Ach Du kaltes Herz, wie kannst Du nur so eine Frage stellen? Du siehst doch, was hier los ist. Wenn wir jetzt aufhören würden, den Restaurantbeitrag zu erheben, dann gäbe es uns nicht mehr und hier wären nur noch Imbissstuben und Frittenbuden. Der Restaurantbeitrag garantiert die Qualität! Ohne den Beitrag gäbe es doch nur noch Dreck zu fressen.“

Mit dieser Antwort geht das kalte Herz nach Hause, bestellt eine Pizza, liest ein Buch und schaut im Internet ein Video von Rezo.

Als Argument für den Zwang, Rundfunkgebühren zu zahlen, wird oft angeführt, damit würde Qualität gefördert, da es sonst nur noch RTL und Sat1 zu sehen gäbe. Das Argument ist jedoch Quatsch. Das Gegenteil stimmt. Das Privatfernsehen in Deutschland ist nur deshalb so schlecht, weil es die Zwangsgebühren gibt!

Statt aber die Gebühren abzuschaffen denkt die Parteichefin der CDU lieber über eine Regulierung des Internets nach, während zeitgleich der Rundfunkbeitrag erhöht wird, weil immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten der öffentlich-rechtlichen Anstalten in Rente gegangen sind.

Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern fließt heute immer weniger Geld in Produktionen, da immer mehr Geld in der Bürokratie versickert. Der WDR ist mittlerweile eine Rentenkasse mit angeschlossenem Sendebetrieb.

Die Qualität des deutschen Fernsehens ist nur deshalb so mäßig, weil es Rundfunkgebühren gibt!

***

Auszug aus dem Artikel: „Fünf Gründe, warum der Zwang zum Rundfunkbeitrag falsch ist“

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Heute ist ColognePride in Köln

Der ColognePride wird seit 1991 vom Kölner Lesben- und Schwulentag e. V. (KLuST e. V.) veranstaltet und ist die größte Demonstration für die Gleichstellung und Gleichberechtigung homosexueller Liebe in Europa.

Die Demonstration geht zurück auf den Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür. In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 wehrten sich im Stonewall Inn auf der New Yorker Christopher Street die Menschen gegen ihre Kriminalisierung. Der Widerstand ging als Stonewall-Aufstand in die Geschichte ein.

Seit 1991 wird in Köln jährlich Anfang Juli mit Demonstrationen und Feiern an diesen Aufstand erinnert. Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar Bilder meiner Teilnahme der letzten Jahre.

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Heute vor 19 Jahren

Heute ist der 4. Juli 2019. Es ist der Tag der Amerikanischen Unabhängigkeit. Für mich ist aber heute ein noch viel wichtigerer Tag.

Heute vor 19 Jahren, am 4. Juli 2000 in den frühen Morgenstunden, küssten sich meine Frau und ich zum ersten Mal. Seit dem sind wir ein Paar.

Diesen Tag feiere ich jetzt einfach mal mit Bildern der letzten Jahre.

Viktoria, Du bist meine Heimat, meine Liebe, meine beste Freundin, mein Hauptgewinn!

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Bleiben Sie am Ball!

Eine schöne Mail, die mich sehr gefreut hat.

Lieber Gerd Buurmann,

normalerweise gehöre ich nicht zu denen, die regelmäßig Blog-Beiträge kommentieren oder deren Autoren anschreiben.

Aber jetzt muss ich Ihnen doch einfach mal DANKE sagen. Es ist wirklich gut, dass es Ihren Weblog gibt. Tag für Tag kommentieren Sie den um sich greifenden Antisemitismus in seinen unterschiedlichsten Ausdrucksformen. Das erfordert Mut, muss man ja leider schon wieder sagen. Ihr Kommentar zu Jakob Augstein hat mir jedenfalls echt gut getan. Viel zu oft schlucke ich meinen Ärger und meine Wut über derartige Ausfälle einfach runter. Sie halten den Kopf hin und machen sich damit nicht nur Freunde. Dafür bewundere ich Sie!

Also nochmals vielen Dank! Bleiben sie am Ball!

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This is not antifa. This is fa!

Journalist Andy Ngo was assaulted by Antifa protestors in Portland, Oregon on June, 29th.

It’s frightening to see how many people are turning to fear, insecurity, hatred and violence. I would have expected such violence from the Klu Klux Klan. I expected fascists to act this way, but it’s the so-called anti-fascists.

„If we allow people to be removed from public discourse by force, and although I may loathe their statements, believe me, Gerd, we Jews will be the next ones to go.“

Those were the words of my host father, Jim Davidson, a successful lawyer in the United States of America. I owe him. My conversations with him impressed me. His warning impressed me.

How should I know that those who attacking Andy Ngo may not attack me in the future because they think I represent a danger? I don’t know! But, I know my host father was right. Jews are always the next ones, if not the first ones. On October 27, 2016, Jews were removed from a London university because the police could no longer guarantee for their safety. When the police arrived at the scene, they witnessed a terrible scenario of Jew hatred:

The approximately 25 students attending the lecture had to lock themselves together with their lecturer Hen Mazzig in a small room while a violent mob was forming outside. A student described the situation as follows:

“There was a lot of shouting and banging on the door. We were all afraid, but we were trying to concentrate on the lecture. It was insane. Despite the door banging, Hen continued to speak of peace. That was really very nice, because we were united and sang a song of hope despite the noise from outside.”

The lecturer, Hen Mazzig, who was invited as a humanitarian affairs commissioner, later said, “I was surprised that they targeted my message of peace and coexistence. It was really hard to talk above all the noise.”

When some of the mob managed to pry open a window, the police knew that violence impended. However, the 20 police officers weren’t enough to control the Jew-hating mob. Instead, the ones being attacked were removed from the university grounds. Hen Mazzig was forced to leave the university with his students through a narrow corridor of hate-filled people who shouted at them: “Shame on you!”

I can well imagine why Hen Mazzig was targeted. He is Jewish, Israeli and gay. These are three characteristics that both Hamas and Fatah hate! The leaders of the Palestinian movement make no secret of the fact that “Free, Free Palestine“ is a slogan to murder Jews, destroy Israel and execute homosexuals. This kind of hate erupts frequently. A few years ago, musicians were shouted down at the Royal Albert Hall in London because they were Israelis:

Israelis are shouted down and driven from lecture halls:

Concerts are disrupted because the musicians are Israeli:

Artists such as Lars Vilks are attacked in lecture halls:

For Jews and Israelis, universities, concert halls and lecture rooms in Europe and America have now become war zones. They are even removed by the police because they can’t guarantee their safety.

I know the motivation of the troublemakers. It is self-pride and arrogance that drives them to dictate to others what they were allowed to hear. They shout: “Beware the beginnings!“ But the beginnings they mean are nothing but the beginnings of a future that they construe. They take other people hostage on account of their own fears. This, however, is the root of totalitarian thinking which allows for force over thought.

It’s characteristic of those aggressors to shout down other people and denounce them as Nazis! For them, the term Nazi is merely an insult which they always scream when they want to silence an opponent. They don’t care about the fact that they trivialize true Nazism, offend Jews and ultimately question the Holocaust. They feel morally superior. Every one is supposedly a Nazi except themselves!

Even if one is disgusted by another person’s ideas, they cannot attack him. Free speech means that all speech is free, even the speech you hate.

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Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Toda Raba!

Ein Brief des Dankes von der Synagogen-Gemeinde Köln.

Toda Raba!

Lieber Gerd,

im Namen des gesamten Vorstandes der Synagogen-Gemeinde Köln möchten wir uns für deine gelungene Moderation zum Israel-Tag 2019 bedanken.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren hast du mit deinem detaillierten und fundierten Wissen, deinem Humor und mit viel Einfühlungsvermögen hervorragend durch das Bühnenprogramm geführt und so die Besucher des Israel-Tags Köln 2019 auf eine Reise nach „Israel“ mitgenommen.

Ein Ziel des Israel-Tags Köln ist es, Israel in seiner Vielfältigkeit darzustellen, um Vorurteilen und Vorbehalten gegenüber Juden und Israel entgegenzuwirken und so auch im Kampf gegen Antisemitismus auf dieser Ebene aktiv zu sein. Mit dir als Moderator haben wir eine verlässliche Vertrauensperson an der Seite, deren Engagement in die Kölner Stadtgesellschaft und über die Grenzen Köln hinaus strahlt.

Für dein Engagement und deine Integrität möchten wir unseren Respekt und Dank aussprechen und freuen uns bereits auf deine Moderation des Israel-Tags Köln 2020.

Mit den allerbesten Grüßen und einem herzlichen Schalom
Synagogen-Gemeinde Köln

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Ganz nach unten getreten

Am 29. Juni 2019 wurde die EMMA-Cartoonistin Franziska Becker mit der Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbunds ausgezeichnet. So wie es im 19. und 20. Jahrhundert reaktionäre Heldinnen und Helden der Feder gab, die die Schriftstellerin Hedwig Dohm dämonisierten, weil sie es gewagt hatte, frei zu denken und radikal zu spotten und dabei sogar vor Religionen nicht zurückschreckte, so rasten auch heute einige Leute in den sozialen Netzwerken des 21. Jahrhunderts aus und verurteilen Franziska Becker, weil sie es in ihren reichhaltigen Werk gewagt hat, eine Religion zu kritisieren. Jakob Augstein zum Beispiel schreibt:

Dazu kann ich nur sagen: In einer prädominant muslimischen geprägten Kultur antimuslimische Karikaturen zu machen, ist im wahrsten Sinne des Wortes lebensmüde.

Außerdem sind Muslime keine Minderheit. Der Islam ist weltweit die zweitgrößte Religionsgemeinschaft der Welt mit ungefähr 1,6 Milliarden Mitgliedern. Nach dem Christentum ist der Islam auch in Deutschland die zweitgrößte Religionsgemeinschaft des Landes. Der Islam macht zwar nur fünf Prozent der Bevölkerung aus, aber die Zeugen Jehovahs nur 0,2%. Wann hat sich das letzte Mal ein Zeuge Jehovas in Deutschland über Spott in Richtung seines Glaubens lautstark beschwert? Welcher Komiker lebt in Gefahr, weil er Klopf-Klopf-Witze über Zeugen Jehovas macht?

Die Mormonen machen machen nur 0,05% der deutschen Bevölkerung aus und sind somit eine verschwindend geringe Minderheit. Trotzdem wird im November 2019 in Köln das Musical „The Book of Mormon“ aufgeführt, in dem die Mormonen radikal verarscht werden. Seit Jahren läuft das Musical erfolgreich in New York und London und wurde sogar mehrfach ausgezeichnet.

Gab es irgendwelche Ausschreitungen? Haben irgendwelche Mormonen Fahnen verbrannt? Ist ein Mormone mit einer Axt bewaffnet in das Haus des Komponisten gestürmt, um ihn zu ermorden, wie es dem dänischen Zeichner Kurt Westergaard ergangen ist, weil er eine Mohamed-Karikatur gezeichnet hatte? Haben Mormonen gedroht, das Büro der Autoren des Musicals in die Luft zu sprengen? Nein!

Obwohl es mal eine Anschlagsdrohung auf das Büro der Autoren gab, aber nicht aufgrund des Musicals „The Book of Mormon“, sondern aufgrund der TV-Serie „South Park“, die sie ebenfalls schreiben und in der sie es gewagt hatten, in einer Folge zu behaupten, unter einer gezeichneten Person im Bärenkostüm stecke Mohamed.

Die muslimische Gemeinschaft ist in einigen Bundesländern größer als die Gemeinschaft der FDP-Wählerinnen und Wähler. Sollen wir jetzt auch aufhören, über die FDP zu spotten? Sollen nur noch jene Parteien verspottet werden, die an der Macht sind? Momentan ist jede Partei im Deutschen Bundestag in irgendeinem Bundesland an der Macht bis auf die AfD. Ist es trotzdem okay, die AfD zu verspotten oder ist das jetzt schlecht, Herr Augstein? Es gibt in Deutschland deutlich mehr Westdeutsche als Ostdeutsche. Sollen die Wessis einfach mal kollektiv die Schnauze halten?

Sehr geehrter Herr Augstein,

ich spreche Sie jetzt persönlich an. Wissen Sie, was richtig geschmacklos ist? Auf die Menschen zu treten, die ermordet wurden, weil sie Bilder gezeichnet haben.

Am 7. Januar 2015 wurden Männer und Frauen von Charlie Hebdo ermordet, weil sie Karikaturen über den Islam gemacht hatten. Sie wurden ermordet, weil sie Pazifisten waren, weil sie sich dazu entschieden hatten, ihre Kritik, Wut und Angst über eine radikale Auslegung einer Ideologie nicht in körperliche Gewalt fließen zu lassen, sondern sie ganz friedlich in Spott zu bündeln. Die ermordeten Männer und Frauen von Charlie Hebdo schlugen nicht und traten nicht. Sie drohten weder mit Gewalt, noch brachen sie irgendwo ein. Sie zeichneten bloß. Sie spotteten. Sie lachten. Die Männer und Frauen von Charlie Hebdo entschieden sich für einen friedlichen Widerstand.

Diesen friedlichen Widerstand haben Sie mit Füßen getreten, Herr Augstein!

Sie haben ganz nach unten getreten. Sie treten auf die Leichen jener Menschen herum, die ermordet wurden, weil sie friedlich zeichneten, statt physische Gewalt anzuwenden. Sie haben in die Gräber pazifistischer Widerstandskämpfer getreten.

Herr Augstein, ich bin so wütend, dass mein Körper bebt. Aber ich greife nicht zur Gewalt, ich schreibe. Und selbst in der Schrift halte ich mich zurück, denn was ich gerade über Sie denke, schreibe ich lieber nicht auf.

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