Endlich wieder Theater in Köln!

Gerd Buurmann präsentiert im Juni 2021 ein ganz besonderes Freilufttheater in der Kölner Altstadt:

„Ich weiß nicht was soll es bedeuten“ von Heinrich Heine. Ein Theaterspaziergang an Originalschauplätzen!

Im Jahr 1843 besuchte Heinrich Heine das letzte Mal Köln. Über seinen Besuch in der Domstadt hat er viele mal lustige, mal ernste und mal romantische Verse verfasst.

Gerd Buurmann geht mit Ihnen durch die Kölner Altstadt und lädt Sie ein, dabei zu sein, wenn sich Heinrich Heine im Dom mit den Heiligen Drei Königen streitet und am Rhein den alten Vater Rhein tröstet. Heinrich Heine erzählt viel über den Rheinwein, über Deutschland und was er am liebsten mit den abendländischen Königen machen würde; und der Kölner Dombauverein bekommt natürlich auch sein Fett weg.

„Zu Köllen kam ich spätabends an, da hörte ich rauschen den Rheinfluss“, mit diesen Worten von Heinrich Heine beginnt das einzigartige Freiluftheater am Reiterdenkmal auf dem Heumarkt und endet am Kölner Dom.

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ von Heinrich Heine.

Termine:
Mittwoch, 16. Juni 2021 um 20 Uhr
Donnerstag, 17. Juni 2021 um 20 Uhr
Mittwoch, 23. Juni 2021 um 20 Uhr
Freitag, 25. Juni 2021 um 20 Uhr

Treffpunkt: Reiterdenkmal auf dem Heumarkt in Köln

Der Eintritt beträgt 15 Euro.

Die momentane Situation rund um Corona macht es nötig, dass die Aufführung nur unter vorheriger Reservierung stattfinden kann.

Senden Sie eine Reservierung unter Angabe des gewünschten Termins, sowie Ihres Namens, Ihrer Adresse und einer Kontaktnummer per SMS an: 016098520957 oder per Mail an: gerdbuurmann@hotmail.de 

Ihre Daten werden nach einem Monat gelöscht. Sie dienen lediglich einer eventuell notwendig werdenden Rückverfolgbarkeit.

Veröffentlicht unter Nachrichten | Kommentar hinterlassen

Endlich wieder Stadtführung: Schalom und Alaaf

Die Stadtführung „Schalom und Alaaf“ von und mit Gerd Buurmann ist endlich wieder als Präsenzführung möglich!

Gerd Buurmann geht mit Ihnen durch die Kölner Altstadt und erzählt dabei spannende, humorvolle und stets informative Geschichten über das jüdische Köln.

Die momentane Situation rund um Corona macht es nötig, dass eine Stadtführung nur unter vorheriger Reservierung stattfinden kann.

Senden Sie eine Reservierung unter Angabe des gewünschten Termins, sowie Ihres Namens, Ihrer Adresse und einer Kontaktnummer per SMS an: 016098520957 oder per Mail an: gerdbuurmann@hotmail.de

Ihre Daten werden nach einem Monat gelöscht. Sie dienen lediglich einer eventuell notwendig werdenden Rückverfolgbarkeit. Hier die möglichen Termine:

„Schalom und Alaaf“
Ein Spaziergang durch das jüdische Köln
mit Gerd Buurmann

Termine:
Sa, 19. Juni 2021 um 16 Uhr
So, 20. Juni 2021 um 11 Uhr
So, 20. Juni 2021 um 14 Uhr

Treffpunkt: Am Fastnachtsbrunnen auf dem Gülichplatz 1-3

Der Eintritt beträgt 15,- Euro.

Veröffentlicht unter Deutschland, Judentum, Kunst, Literatur, Theater | Kommentar hinterlassen

Unterstützen Sie Gerd Buurmann

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler, Blogger, Comedian, Schauspieler oder Meinungsmacher unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl via PayPal.

Wenn Sie finden, ein Text oder ein Kunstwerk von mir hat sie so wach gemacht wie eine Tasse Kaffee oder so munter wie ein Glas Bier, dann geben Sie gerne 2,- Euro.

Natürlich können Sie meine Werke auch wie Champagner oder einen edlen Rotwein behandeln, aber zögern Sie nicht, auch einfach mal nur den Preis einer Dose Cola zu überweisen. Als Pfand bekommen sie prickelnde Texte zurück. Versprochen.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Sollten Sie kein PayPal-Konto besitzen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto. Meine Kontodaten erhalten Sie von mir via Mail oder Telefon. Kontaktieren Sie mich einfach:

gerdbuurmann@hotmail.de
016098520957

Alles Liebe
und Danke für Ihre Unterstützung,
Gerd Buurmann

Veröffentlicht unter Nachrichten | Kommentar hinterlassen

Die Gesichter des neuen israelischen Kabinetts

Das sind die Gesichter des neuen israelischen Kabinetts unter dem amtierenden Ministerpräsidenten Naftali Bennett und dem alternierenden Ministerpräsidenten Jair Lapid.

Es ist ein für den gesamten Nahen Osten einzigartig diverses Kabinett.

Das aktuelle Kabinett Israels ist divers in der politischen Ausrichtung, denn von links bis rechts sind die verschiedensten Parteien vertreten, sowohl Sozialdemokraten, Linke, Zentristen als auch Nationalkonservative. Das Kabinett ist ebenfalls divers in der Volkszugehörigkeit, denn auch arabische Konservative sind vertreten. Es ist zudem divers in der Religionszugehörigkeit. Juden, Muslime und Säkulare sind Teil des Kabinetts. Zudem ist das Kabinett divers in Sachen Geschlechter, Hautfarbe und sexueller Orientierung. Selbst viele europäische Regierungen sind nicht derart vielfältig wie die aktuelle Regierung in Israel.

Trotzdem wette ich: In Zukunft wird Israel von den Vereinten Nationen weiterhin mehr kritisiert als alle anderen Länder des Nahen Ostens zusammen. Ich wette sogar, dass Israel in Zukunft weiterhin öfter kritisiert wird als Nordkorea, China und der Iran.

Selten habe ich mir mehr gewünscht, eine Wette zu verlieren, aber viel Hoffnung auf eine Niederlage habe ich nicht.

Veröffentlicht unter Israel | 2 Kommentare

Auserwählt und Ausgegrenzt

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner ist eine umfassende und doch auf neunzig Minuten komprimierte Dokumentation über die Wurzeln des aktuellen Judenhass‘ im Europa des frühen 21. Jahrhunderts. Diese Dokumentation kommt aus dem Jahr 2017. Aus heutiger Sicht ist die Doku eine Warnung vor eben jenem Judenhass der heute, im Jahr 2021, in Deutschland wütet.

Die Dokumentation macht klar: Ein großer Teil der Menschen, die heute für Ausschreitungen gegen Juden und jüdische Einrichtungen verantwortlich sind, wären niemals „den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Es lohnt sich, die Dokumentation heute (wieder) zu schauen:

Der Film beleuchtet den aktuellen Antisemitismus in Europa. Es werden europäische Philosophen, Komponisten und Schriftsteller gezeigt, die sich über die Jahrhunderte negativ über Juden geäußert haben, sowie Zitate aus christlichen Werken präsentiert, die in europäischen Gotteshäusern zum Judenhass angestiftet haben. Ein besonderer Fokus wird auf Martin Luther gerichtet, auf dessen judenfeindliche Schriften sich später die Nazis beriefen. In der Dokumentation wird Julius Streicher gezeigt, der unter den Nazis das judenfeindliche Hetzblatt Der Stürmer herausbrachte und seinen Hass mit diesen Worten rechtfertigte:

„Antisemitische Presseerzeugnisse gab es in Deutschland durch Jahrhunderte. Es wurde bei mir zum Beispiel ein Buch beschlagnahmt von Dr. Martin Luther. Dr. Martin Luther säße heute sicher an meiner Stelle auf der Anklagebank. In dem Buch „Die Juden und ihre Lügen“ schreibt Dr. Martin Luther, die Juden seien ein Schlangengezücht, man solle ihre Synagogen niederbrennen, man soll sie vernichten.“

Wie sehr der christliche Judenhass des Mittelalters noch immer Europa vergiftet, zeigt die Dokumentation anhand einer Rede von Mahmud Abbas am 23. Juni 2016 im Parlament der Europäischen Union.

Als im Mittelalter die Pest wütete und viele Christen daran starben, erhoben sie den Vorwurf der Brunnenvergiftung gegen Juden. Der Vorwurf fiel nicht zufällig auf Juden, denn lange zuvor waren in ganz Europa sogenannte Judenbilder verbreitet worden, die den sozial ausgegrenzten Juden Heimtücke, Schadenzauber und Verschwörungen gegen die Christenheit zugeschrieben hatten. Außerdem wurden Juden aufgrund ihrer religiös verankerten Hygienevorschriften oft weniger von Epidemien getroffen als die übrige Stadtbevölkerung. Statt aber die Schuld bei sich selbst zu suchen und dem Versäumnis, sauberes Wasser zu erschließen, verfolgten Christen Juden. Das war das Mittelalter. Heute ist es nicht viel anders!

Am 23. Juni 2016 war Mahmud Abbas zu Gast im Parlament der Europäischen Union. Er nutzte seine Rede, um zu schauen, ob das Parlament anfällig ist für judenfeindliche Propaganda und verbreitete die mittelalterliche Lüge vom brunnenvergiftenden Juden, indem er behauptete, es gäbe gewisse Rabbiner, die beauftragt hätten, Brunnen zu vergiften. Der Brunnenvergiftervorwurf von Abbas war natürlich eine Lüge, wie Abbas persönlich zwei Tage später einräumte, aber Abbas hatte die Gewissheit, dass Judenhass in Europa noch immer funktioniert. Am Ende der Rede gab es nämlich stehenden Applaus vom Parlament.

Die Dokumentation zeigt ebenfalls Demonstrationen der Neuen Rechten, bei denen die übelsten Verschwörungstheorien verbreitet werden. Den Machern der Dokumentation wird dort erklärt, hinter den Vereinigten Staaten von Amerika stünde eine geheime Macht, nämlich die amerikanisch-zionistische Weltverschwörung und überhaupt sei der Zionismus eine Geldmafia, die das Leid der Welt befördert, um daran zu verdienen. Ein Demonstrant sagt sogar: „Alles was in den ‚Protokollen der Weisen von Zion‘ steht, hat sich ja bisher bewahrheitet. Also selbst wenn das eine Fälschung wäre, dann hat sich da jemand ziemlich coole Gedanken gemacht und war ein guter Prophet!“

„Die Protokolle der Weisen von Zion“ ist eine judenfeindliche Hetzschrift, die sich unter den Nazis hoher Beliebtheit erfreute und heute noch in der Gründungscharta der Hamas zitiert wird, in der die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit in Artikel 7 gefordert wird. Es wundert daher nicht, dass die Macher der Dokumentation bei der Demonstration der Neurechten in Berlin auf den Redner Fuad Afane treffen, der ins Mikrofon brüllt, er sei „bekennender Antizionist“.

Die Dokumentation beschäftigt sich ebenfalls mit der Verbindungen zwischen der deutschnationalen und der palästinensischnationalen Bewegung und legt erstaunliche Parallelen offen. Es wird berichtet von Mohammed Amin al-Husseini, der als Mufti von Jerusalem von Adolf Hitler ideologisch und finanziell unterstützt wurde. Mohammed Amin al-Husseini baut unter anderem die bosnisch-islamische Einheit der Wehrmacht und Waffen-SS mit auf, sorgte für die Auslieferung mehrerer tausend Juden an das Deutsche Reich und half mit bei Radio Zesen, einem staatlichen Radiosender des Deutschen Reichs auf persisch und arabisch, der die Ideologie des Nationalsozialismus im arabischen Raum verbreitete.

Als die Macher sich in den Gazastreifen aufmachen, um zu schauen, ob noch Spuren des von Deutschland propagierten Hasses auf Juden zurückgeblieben sind, machen sie eine fürchterliche Entdeckung: Noch immer wird im Gazastreifen und in der palästinensischen Autonomie der Hass auf Juden durch Gelder aus Deutschland und Europa finanziert. Das ist die wohl erschreckendste Erkenntnis der Dokumentation! Gelder von Brot für die Welt, Misereor und der Europäischen Union werden im 21. Jahrhundert benutzt, um im Nahen Osten Judenhass zu finanzieren. Die Dokumentation zeigt zudem, wie Gelder aus Europa und von den Vereinten Nationen benutzt werden, um arabische Kinder zu missbrauchen, indem sie dazu gezwungen werden, als Schutzschilde zu fungieren. Besonders nachhaltig bleiben dabei die Bilder aus Gaza im Gedächtnis.

Die Dokumentation beschäftigt sich ebenfalls mit Palästinensern und Arabern, die von Menschen aus Europa boykottiert und bedroht werden, wenn sie sich weigern, gegen Israel zu wirken. Es ist einer der am schwierigsten zu ertragenden Momente der Dokumentation, einem Palästinenser zuzuhören, der in Frieden mit Juden lebt und davon berichtet, wie ihm von Menschen aus Europa das Leben zur Hölle gemacht wird, weil er sich weigert, Israel zu hassen.

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Die Dokumentation zeigt, wie dieser Hass in die arabische Welt exportiert wurde und heute nach Europa zurückkehrt und zwar in Form von einer brutalen und durch europäische Organisationen finanzierten Kritik an Israel, die vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Veröffentlicht unter Antisemitismus | 2 Kommentare

Friedensnobelpreisträgerin Annalena Baerbock

Mein Name ist Gerd Buurmann und ich bin Friedensnobelpreisträger!

Im Jahr 2012 wurde der Friedensnobelpreis an die Europäische Union vergeben und da ich im Jahr 2012 Mitglied der Europäischen Union war und es nach wie vor bin, wurde dieser Preis somit auch an mich vergeben.

Solltest auch Du Mitglied der Europäischen Union sein, kannst auch Du Dir „Friedensnobelpreisträger“ auf Deine Visitenkarte drucken lassen.

Auch Annalena Baerbock kann sich dies in ihren Lebenslauf hineinschreiben, natürlich genderspezifisch modifiziert. In dem Fall würde sie damit nicht einmal lügen.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Veröffentlicht unter Spaß | 5 Kommentare

Brandanschlag auf Ulmer Synagoge

Auf die Synagoge in Ulm wurde heute morgen, am 5. Juni 2021, ein Brandanschlag verübt. Verletzt wurde niemand.

Polizeisprecher Wolfgang Jürgens erklärt, der flüchtige Täter habe vor der Synagoge eine Flüssigkeit aus einer Flasche ausgeleert und im Anschluss angezündet. Ein Zeuge der Tat verständigte umgehend die Feuerwehr. Der Brand konnte nach nur wenigen Minuten gelöscht werden. Es entstand ein Sachschaden an einer Glasscheibe und an der Steinfassade. Brandspuren sind zu erkennen.

Der Ulmer Rabbiner Shneur Trebnik spricht von einer geplanten Tat und einem gezielten Angriff. Er möchte aber aufgrund des heutigen Ruhetages Schabbat keine weiteren Angaben machen, da es einen Gottesdienst abzuhalten gilt. Die Jüdische Gemeinde in Ulm möchte den Gottesdienst auf jeden Fall stattfinden lassen, auch um ein Zeichen zu setzen.

Veröffentlicht unter Nachrichten | 2 Kommentare

Töpfe im Nirgendwo

Am Sonntag, 6. Juni 2021 um 18 Uhr geht es los „Töpfe im Nirgendwo“ – Der Kunst-Talk aus der Küche mit Viktoria Burkert und Gerd Buurmann.

Seit dem Jahr 2000 verbringen Viktoria Burkert und Gerd Buurmann ihr Leben miteinander. Sie machen Kunst, erleben sie gemeinsam und reden darüber. In den entscheidenden Themen der Weltliteratur sind sie sich einig, zum Beispiel: „Marvel ist besser als DC“, „Der Film Inception ist überbewertet“ und „Kant ist lustiger als Hegel“.

Ab Sonntag machen Sie es öffentlich und live aus ihrer Küche, immer mit dabei, ein Gast. Der erste Termin ist: Sonntag, 6. Juni um 18 Uhr. Zu Gast ist Dirk Gebhardt.

Wer zuschauen möchte, hat zwei Perspektiven zur Auswahl. Ihr könnt entweder aus der Sicht von Viktorias Instagram-Profil oder aus der Sicht von Gerds YouTube-Kanal zuschauen. Schaltet Euch einfach am Sonntag um 18 Uhr dazu:

Viktoria auf Instagram

Gerd auf YouTube

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Veröffentlicht unter Kunst | Kommentar hinterlassen

Der Neue Lehming für Gebotenes Verhalten in der Öffentlichkeit

„Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch klug.“

Mit diesem Satz ist ein Artikel von Malte Lehming für den Berliner Tagesspiegel überschrieben. Der Artikel erschien am 1. Juni 2021 nachdem in Berlin drei junge Menschen von Demonstranten umringt, beschimpft, angegriffen und verletzt worden waren, weil zwei von ihnen einen Davidstern trugen. Nach dem Angriff erhielten sie von der Polizei den Ratschlag, künftig am „Tag der Nakba“ bei einer Demonstration von Palästinensern auf jüdische Symbole zu verzichten.

Ratschläge sind auch Schläge.

Für Malte Lehming steht zwar fest, dass in einer idealen Welt Menschen jeglicher Religion überall sicher, friedlich und gewaltfrei leben können sollten, er gibt aber zu bedenken, dass der Rat der Polizei, durchaus begründet gewesen sei, denn die drei Männer hätten „common sense“ und „Realitätsbewusstsein“ besitzen sollen:

„Sie sollten eine Situation bewerten und verstehen können. Sie sollten unterscheiden können zwischen erlaubten und klugen Handlungen. Rechtmäßiges und Gebotenes sind nicht immer deckungsgleich.“

Ja, manchmal ist es einfach nicht klug, Jude zu sein. Jedenfalls ist es nicht klug, stolz jüdische Symbole zu tragen.

Ich frage mich, ob der Tagesspiegel irgendwann den „Neuen Lehming für Gebotenes Verhalten in der Öffentlichkeit” herausgibt. Dort wird man dann erfahren, welche Dörfer in Deutschland ein kluger Mensch mit dunkler Hautfarbe nicht betreten sollte, welche Parkanlagen für Frauen Tabu sind und in welchen Vierteln homosexuelle Männer besser nicht Händchen halten.

All diese No-Go-Areas gibt es. Es braucht keinen Malte Lehming, um die potentiellen Opfer daran zu erinnern. Sie wissen selber ganz genau um diese gefährlichen Orte. Dieses Wissen ist Teil ihrer alltäglichen Überlebensstrategie.

Es ist daher völlig daneben, wenn Malte Lehming schreibt, es sei vielleicht „keine gute Idee, im Antifa-T-Shirt auf eine Reichsbürger-Veranstaltung zu gehen. Oder einen AfD-Stand direkt vor dem besetzten Haus in der Rigaer Straße aufzubauen.“

Ich möchte darauf mal mit dem „Neuen Buurmann für Freiheit und Verantwortung“ antworten:

Das Tragen des Symbols der AntiFa darf und muss überall in Deutschland möglich sein. Ebenso muss die AfD überall sicher die Meinung äußern können. Das gilt für alle Menschen. Jede Frau darf ihr Aussehen in äußerst provokanter und rücksichtsloser Art und Weise zur Schau. Sie muss sich nicht unter einem Ganzkörperschleier verstecken. Sie kann tragen, was sie will. Niemand darf in Deutschland gezwungen werden, einen Stern zu tragen und jeder muss immer und überall die Möglichkeit haben, einen Stern zu tragen.

Sexisten fühlen sich durch Frauen provoziert. Frauen sind aber nicht das Problem, sondern die Sexisten. Schwarze erzeugen bei Rassisten erheblichen Unmut. Schwarze sind aber nicht das Problem, sondern die Rassisten. Judenhasser hassen Juden. Juden sind aber nicht das Problem, sondern die Judenhasser.

Ein Anschlag auf eine Moschee ist keine überzogene Kritik am Islam. Ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim ist keine überzogene Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik. Überall in Deutschland dürfen Einrichtungen dieser Art stehen. Angriffe auf jüdische Einrichtungen und jüdische Menschen sind immer zu verurteilen und überall dürfen sie stehen und leben. Es ist klug und geboten, diese Freiheit zu verteidigen.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Veröffentlicht unter Antisemitismus, Deutschland, Liberalismus | 13 Kommentare

Facebook sperrt Malca Goldstein-Wolf

Im Mai 2021 schrieb Malca Goldstein-Wolf folgendes auf Facebook:

„Ismail Hanija, HAMAS-Führer sendet ❤️liche Grüße aus Gaza und bedankt sich bei Heiko Maas und dem deutschen Steuerzahler für 40 weitere Millionen €. Endlich kann sein Palast renoviert werden. Allahu Akbar!“

Für diese harmlose und im Kern berechtigte Kritik sperrte Facebook Malca Goldstein-Wolf für sieben Tage.

Was rechtfertigt diese Sperrung?

Malca Goldstein-Wolf hat lediglich mit dem Mittel der zynischen Ironie kritisiert, dass Deutschland für den Gazastreifen rund 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. Es heißt zwar, das Geld wäre ausnahmslos in humanitäre Zwecke geflossen, man darf jedoch nicht vergessen, dass im Gazastreifen die Hamas herrscht, die in ihrer Gründungscharta von 1988 im dreizehnten Artikel die Zerstörung Israels fordert und im siebten Artikel sogar die komplette Vernichtung des jüdischen Volkes. Bei solch einer eindeutigen Verfassung muss die Frage erlaubt sein, ob nicht vielleicht doch ein Teil der deutschen Gelder benutzt wird, um die in der Gründungscharta geforderte Vernichtung aller Juden zu finanzieren. Die Frage ist besonders berechtigt in einem Monat wie Mai 2021, in dem Tausende Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert wurden.

Nachdem Malca Goldstein-Wolf wieder freigeschaltet war, veröffentlichte sie einen Kommentar, in dem sie erklärte, queere Menschen, die sich für Palästina einsetzen, seien vergleichbar mit Hühnern, die sich für Kentucky Fried Chicken einsetzen. Für diesen Kommentar wurde sie erneut von Facebook gesperrt. Warum?

Es ist kein Geheimnis, dass homosexuelle und queere Personen in der palästinensischen Autonomie und vor allem im Gazastreifen verfolgt, eingekerkert und ermordet werden. Die Sperrungen von Malca Goldstein-Wolf sind daher ein Witz. Im Gegensatz zu den Witzen von Malca Goldstein-Wolf ist dieser Witz von Facebook jedoch unangemessen und geschmacklos.

Gegen Malca Goldstein-Wolf wird ein digitaler Zermürbungskrieg geführt.

Malca Goldstein-Wolf ist eine Frau, die durch ihr Engagement schon sehr viel im Kampf gegen Judenhass erreicht hat. Es ist unter anderem ihr zu verdanken, dass der WDR eine Zusammenarbeit mit dem Musiker Roger Waters beendete, nachdem sie dem Intendanten davon überzeugen konnte, dass Roger Waters antisemitische Vorurteile und Hass gegen den Staat Israel schürt. („Der Artikel hätte in dieser Form nicht veröffentlicht werden dürfen“)

Malca Goldstein-Wolf schreibt öfter als Gastautorin auf Tapfer im Nirgendwo. Wenn immer es ihre Zeit erlaubt, demonstriert sie gegen Judenhass, wie im Sommer 2018 bei einer Demonstration in Bochum („Wir werden nicht schweigen“) oder im Herbst 2018 bei einer Demonstration in Köln, auf der sie sogar körperlich angegriffen wurde („Diese Ausstellung spaltet“).

Ein wichtiges Mittel von Malca Goldstein-Wolf im Kampf gegen Judenhass ist Facebook. Mit diesem sozialen Netzwerk erreicht sie viele Menschen und organisiert so ihre aufklärerischen Aktionen gegen Judenhass. Das wissen ihre Gegner. Darum versuchen sie mit allen Mitteln, sie zu entwaffnen, indem sie ihre Veröffentlichungen auf Facebook melden, in der Hoffnung, dass sie gesperrt wird.

Es gibt ein grundlegendes Problem bei Facebook. Dort werden Einträge gelöscht, wenn sie gemeldet werden. Diese Methode hat jedoch einen großen Fehler. Es gibt über 2,1 Milliarden Christen und über 1,6 Milliarden Muslime auf der Welt. Aber es gibt nicht mal 16 Millionen Juden. Es ist viel leichter, eine große Anzahl von Muslimen oder Christen zu finden, die sich durch eine Aussage beleidigt fühlen und mag sie auch noch so harmlos sein, als eine große Anzahl von Juden, die sich durch eine Aussage beleidigt fühlen und mag sie auch noch so brutal sein.

Immer wieder kommt es bei Facebook vor, dass vollkommen akzeptable Kritik am Islam gelöscht wird und die Kritiker mit langen Sperren belegt werden, während offen judenfeindliche Aussagen nicht gelöscht werden.

Malca Goldstein-Wolf soll durch massives Melden mundtot gemacht werden. Es ist ein wahrer Zermürbungskrieg, der gegen sie geführt wird. Ihre wichtigste Waffe im Kampf gegen Hass und Fundamentalismus ist das freie Wort und die Möglichkeit, die Worte zu veröffentlichen. Ein Meldemob tut nun alles, ihr diese Waffe zu entreißen und Facebook macht sich zum willigen Vollstrecker dieses Mobs.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Veröffentlicht unter Deutschland, Palästina | 1 Kommentar

Holocaustleugnung, Judenhass und weiterer Dreck von Attila Hildmann

Es ist unfassbar, was Attila Hildmann über Telegram veröffentlicht. Tapfer im Nirgendwo zitiert aus Dokumentationsgründen ein paar der heftigsten Hassbotschaften dieses Mannes. Bitte lesen Sie nur weiter, wenn Sie starke Nerven haben, denn es folgt rechtsextremer und judenfeindlicher Dreck in deutscher Sprache.

Es folgen Dokumente des Judenhass’, der Holocaustleugnung und von Vernichtungsphantasien. Über 100.000 Menschen folgen diesem Mann.

Es folgt eine notwendige Dokumentation über den aktuellen Judenhass. Darüber darf nicht geschwiegen werden. Schaut Euch diesen Hass an. Er ist real!

Am 31. März 2021 schrieb Attila Hildmann vom „Judenabschaum“ und führte aus, Juden seien keine Menschen, sondern Parasiten. Am selben Tag wandte er Jens Spahn eine „jüdische Pharmatunte“.

Am 4. April 2021 behauptete Attila Hildmann, der Holocaust sei eine von Juden erfundene Lüge. Er nannte den Holocaust sogar die „schlimmste Kriegslüge der Menschheitsgeschichte“ und führte aus, den Deutschen träfe keine Schuld. Am selben Tag schrieb er stolz, er sei Nationalsozialist.

Am 28. April 2021 betonte Attila Hildmann, Antisemit zu sein, sei keine Beleidigung, sondern eine absolute Auszeichnung in der von ihm so bezeichneten „verjudeten Welt“.

Am 29. April 2021 drohte Attila Hildmann, die Juden hätten keine Chance, denn „die Judenrepublik“ werde „vom deutschen Boden runter gefegt“. Der Eintrag endet mit den Worten: „Jude, du bist ein feiger Wurm und am Ende, glaub mir!“

Ab 13. Mai 2021 schrieb Attila Hildmann, die schlimmsten Feinde der Muslime, „gleich nach Satan“, seien die Juden.

Am 20. Mai 2021 erklärte Attila Hildmann Donald Trump zu einem Juden, der Teil einer jüdischen „pädophilen Judensekt“ sei.

Am 27. Mai 2021 erklärt Attila Hildmann, Robert Habeck, sei ein „dreckiger roter Judenparasit“ und nannte ihn zudem „Untermensch“, „jüdischer Abschaum“ und „Müll“. Auch Annalena Baerbock, Volker Beck, Boris Palmer und weitere grüne Politiker*innen werden von Attila Hildmann massiv beleidigt. Auch Politikerinnen und Politiker anderer Parteien werden Ziel seines Hasses, darunter Armin Laschet, Angela Merkel und viele mehr.

Am 27. Mai 2021 erklärt Attila Hildmann die BRD sei „eine jüdische Pestbeule am Deutschen Reich“ und müsse „rausgeschnitten werden aus dem deutschen Volkskörper“.

Neben Worten, gibt es bei Attila Hildmann auch immer wieder Zeichnungen und Bilder von Juden, die mit Kopfschlüssen ermordet, von deutschen Stiefeln in Öfen getreten und an Hakenkreuzgalgen aufgehängt werden.

Wer ist dieser Attila Hildmann?

Attila Klaus Peter Hildmann ist ein deutscher Koch, der sich in seiner beruflichen Tätigkeit auf die vegane Küche spezialisiert hat. Mit seinen Botschaften auf Telegram befindet sich Attila H. auf einer Linie mit Adolf H. Möge uns in ferner Zukunft der Tag erspart bleiben, an dem ein Verharmloser sagen wird: „Es war nicht alles schlecht unter Attila Hildmann. Er hat die Sojawurst erfunden.“

Das stimmt nämlich nicht!

Die Sojawurst hat Konrad Adenauer erfunden, jedenfalls erhielt er am 26. Juni 1918 ein britisches Patent auf eine Sojawurst; und wo wir schon einmal dabei sind: Die erste öffentliche Autobahn in Deutschland ist auch nicht von den Nazis gebaut worden. Die erste Autobahn ist die heutige A555 zwischen Köln und Bonn. Sie wurde nach dreijähriger Bauzeit vor der Machtübernahme der Nazis am 6. August 1932 durch den damaligen Kölner Oberbürgermeister eröffnet. Raten Sie mal, wie dieser Oberbürgermeister hieß? Richtig, es war Konrad Adenauer!

Was die Autobahn für Hitler, ist die Sojawurst für Hildmann.

Konrad Adenauer war Kölner. Ich erwähne das, weil ich auf der Seite von Attila Hildmann auch dieses Bild gefunden habe.

Genau dieses Bild wurde jahrelang vor dem Kölner Dom gezeigt. Ich hatte damals eine Anzeige gegen den Mann erstattet, der dieses Bild und weitere judenfeindliche Pamphlete jahrelang im Rahmen einer Installation im öffentlichen Raum dem Publikum auf der Domplatte präsentierte.

Die Kölner Staatsanwaltschaft wies meine Anzeige jedoch ab. Für die Kölner Staatsanwaltschaft war die Karikatur nämlich nicht antisemitisch, sondern lediglich „Israel-kritisch“. Die dargestellte Person auf der Karikatur sei kein Jude, sondern lediglich ein Israeli, erklärte die Staatsanwaltschaft und führte aus:

„Typisch für antijüdische Bilddarstellungen zu allen Zeiten ist die Verwendung von bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen. Dabei werden insbesondere Gesichtsmerkmale überzeichnet, um den Juden als hässlich, unansehnlich und rassisch minderwertig erscheinen zu lassen (jüdische „Krummnase“, etc.) Einer solchen Bildsprache wird sich vorliegend nicht bedient.“

Mit anderen Worten: Keine Krummnase – Kein Jude – Kein Antisemitismus!

Ich bin mal gespannt, ob es in Deutschland auch heute eine Justiz gibt, die selbst in Attila Hiltmann keinen Judenhass glaubt, erkennen zu können.

Veröffentlicht unter Antisemitismus | 10 Kommentare