Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Wenn Sie mich, Gerd Buurmann, unterstützen wollen, haben Sie hier die Möglichkeit:

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

Vielen Dank.

Wenn ich Ihren Namen nennen darf, um mich bei Ihnen zu bedanken, schreiben Sie in dem Betreff der Spende einfach, dass Sie genannt werden möchten, dann werde ich das tun, gerne auch mit der Höhe der Summe, wenn Sie dies wünschen.

Sonst bleibt alles selbstverständlich anonym.

Liste der edlen Spender, die genannt werden dürfen (Stand 19. Februar 2022):

Der Hl. Bruno von Ahnatal, S.J.

Barbara Rühmann

Vielen Dank!

Vielen Dank auch bei allen, die ungenannt bleiben wollen.

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Kunst gegen Bares in Köln

Kunst gegen Bares – Jeden Montag um 19:30 Uhr im ARTheater, Ehrenfeldgürtel 127.

Der Eintritt zur Show beträgt 9,- Euro. Für den Einlass ist ein Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines aktuellen negativen Tests notwendig.

Kunst gegen Bares

Künstlerinnen und Künstler präsentieren auf der Bühne des ARTheaters ihre Talente – vom Schauspielmonolog zum Kabarettbrüller, von eigenen Gedichten bis zur Eier-Jonglage im Kopfstand – eigentlich eine typische Offene Bühne Show. Kunst gegen Bares ist die Muppet Show, nur mit Menschen statt Schweinen, Fröschen, Hunden und Bären. Alles nach dem Motto von Onkel Kermit: “Nimm, was Du hast und flieg damit!“

Das Besondere ist zudem die Form, wie die Kunst entlöhnt wird. Das Publikum entscheidet selbst, wieviel Bares die jeweilige Kunst wert ist. Vor jeder Künstlerin und vor jedem Künstler steht ein eigenes Sparschwein, in das nach Gutdünken Geld geworfen werden kann. Bei der Kunst Gegen Bares trifft Kunst auf Kapital, und alles ohne Zwischenhändler! Hier ist das Publikum Chef!

Es gibt genau sieben Regeln für die Kunst gegen Bares:

1. Zuschauer und Künstler kommen den selben Weg und sitzen zusammen im Publikum.

2. Die Künstler werden von der Moderation aus dem Publikum auf die Bühne geholt.

3. Die Präsentationszeit muss für alle Künstler gleich beschränkt sein.

4. Jeder Künstler erhält nach der Präsentation ein Sparschwein.

5. Das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren.

6. Das Geld in den Sparschweinen geht zu 100 % an die Künstler.

7. Der Künstler oder die Künstlerin mit dem meisten Geld wird zum „Kapitalistenschwein des Abends“ gekürt.

Die Kunst gegen Bares wurde im Jahr 2007 von Gerd Buurmann gegründet und hat bereits in über achtzig Städten in ganz Europa stattgefunden, neben Deutschland auch in Belgien, Spanien, Österreich und der Schweiz.

Aktuell (Stand 2022) findet die Kunst gegen Bares regelmäßig in über dreißig Städten statt. Vielleicht auch bei Dir in der Nähe.

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Schalom und Alaaf

Ein karnevalistischer Theater-Spaziergang durch das jüdische Köln von und mit Gerd Buurmann.

Erstmals wird jüdisches Leben in Köln im Jahre 321 schriftlich erwähnt. Seit dem ist sehr viel passiert in der Stadt am Rhein. Als Kind spielte der Sohn des Kantors an der Kölner Synagoge, Jaques Offenbach, Musik am Neumarkt und Simon Oppenheim spielte im Jahr 1824 und in den folgenden Sessionen die Prinzessin Venetia im Rosenmontagszug.

Treffpunkt: Gülichplatz in 50667 Köln

Karten gibt es hier. Einfach auf das Datum klicken:

Samstag, 13. August 2022 um 16h

Gerd Buurmann
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Stadtführungen mit Gerd Buurmann

Sie haben Interesse an einer Stadtführung mit Gerd Buurmann durch Köln? Hier können Sie einen individuellen Termin vereinbaren: Hier klicken!

Gerd Buurmann

„Statt einfach trockene Fakten „herunterzubeten“, sind seine Touren Darbietungen im Stil eines Straßentheaters, gleichermaßen unterhaltsam wie informativ.“ (Daniela Abels, Kölnische Rundschau, 30. Januar 2021)

Folgende Themen stehen zur Auswahl:

Schalom und Alaaf:

Erstmals wird jüdisches Leben in Köln im Jahre 321 schriftlich erwähnt. Seit dem ist sehr viel passiert in der Stadt am Rhein. Als Kind spielte der Sohn des Kantors an der Kölner Synagoge, Jaques Offenbach, Musik am Neumarkt und Simon Oppenheim spielte im Jahr 1824 und in den folgenden Sessionen die Prinzessin Venetia im Rosenmontagszug.

Heinrich Heine in Köln:

Ein bedeutender Teil des Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine spielt in Köln. Erleben Sie die Verse Heines an den originalen Schauplätzen. Heine streitet sich mit den Heiligen Drei Königen, tröstet Vater Rhein, besingt den Rheinwein und gibt noch viele weitere zum Teil urkomische Einblicke in Köln.

Unser Stammbaum:

Köln ist eine bunte Stadt. Das Eau de Cologne duftet wie Italien nach einem Sommerregen, der Kölner Dom wurde im Jahr 1965 als Moschee genutzt und die Holländer wurden mit Bier auf dem Rhein reich. Erleben Sie die vielfältige und multikulturelle Geschichte Kölns.

Alles fließt:

Die drei bekanntesten alkoholischen Flüssigkeiten Kölns sind Kölsch, Rheinwein und das Eau de Cologne. Was wissen Sie alles über diese drei Flüssigkeiten? Hier erfahren Sie feucht-fröhliche, aber auch erstaunliche Dinge.

Kabarettistische Führung:

Erleben Sie Köln von der komischen Seite. Die Stadt der ewigen Baustellen, in der Blutwurst als Kölsche Kaviar durchgeht, bietet viele Gründe zum Lachen.

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Der Loreley-Komplex

Aktueller Termin: Samstag, 16. Juli 2022 um 18:30 Uhr im Weingut Schätzle (Lehen) auf der Breisgauer Str. 52 in Freiburg im Breisgau. Der Eintritt beträgt 25,- Euro. Dazu gibt es Wein. Anmeldung unter: 0761/15552959.

Der Loreley-Komplex ist mehr als nur ein Vortrag. Es ist eine lyrische Reise durch Deutschland und tief hinein in die deutsche Seele. Was bedeutet es, deutsch zu sein? Dieser Frage nähert sich Gerd Buurmann mit Gedichten von Heinrich Heine und einigen eigenen originellen Gedanken. Wenn Sie Interesse an diesem Vortrag haben, melden Sie sich einfach unter gerdbuurmann@hotmail.de oder telefonisch unter: 016098520957

„Auf den Spuren von Heinrich Heine – Zwei Stunden hat Gerd Buurmann seine Zuhörer in den Bann gezogen. „Das war super, das war einmalig, das war mehr“, so der Zuruf der Gäste, die im Stehen applaudierten. (…) Sein spektakulärer Parforceritt durch Deutschland mit dem Wintermärchen war eine imposante Klarstellung der Haltung des Lyrikers.“ (Bettina Schaller, Badische Zeitung, 8. September 2021)

Gerd Buurmann verkörpert brillant den kritischen jüdischen Autor Heinrich Heine. (…) Heines/Buurmanns Interpretation von „Deutschland. Ein Wintermärchen“ ist durchschlagend.“ (Olaf Neopan Schwanke, Siegener Zeitung, 8. Februar 2020)

„Gerd Buurmann ist ein großartiger Mann und Visionär. Er sprengt Grenzen und baut Brücken. Er kämpft für Menschenrechte, kämpft für Chancengleichheit und steht bei Ungerechtigkeiten auf und weist nicht nur drauf hin. Er tut etwas dagegen. Er ist ein großartiger Künstler.“ (Lea Tunes, Rapperin, 14. November 2019)

„Heute Macbeth, morgen Jago, übermorgen Kermit, der Frosch. Gerd Buurmann (1976 im Emsland geboren) ist einer der vielseitigsten Künstler in Köln.“ (Barbro Schuchardt, Kölnische Rundschau)

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Der Nathan-Komplex

Der Nathan-Komplex ist mehr als nur ein Vortrag. Es ist ein Kammerspiel über eine zweitausendjährige Beziehung zwischen Christen und Juden mit Texten von Heinrich Heine, William Shakespeare und einigen eigenen originellen Gedanken. Wenn Sie Interesse an diesem Vortrag haben, melden Sie sich einfach unter gerdbuurmann@hotmail.de oder telefonisch unter: 016098520957

„Mit Humor und viel Einfühlungsvermögen versteht es Gerd Buurmann, die Dinge auf den Punkt zu bringen, den Menschen zu vermitteln, sie zum Denken anzuregen. Wir schätzen seine Arbeit, sein Engagement sehr.“ (Chana Bennett und Abraham Lehrer im Namen der Synagogen-Gemeinde Köln)

„Rhetorisch gut strukturiert und mit Hilfe schauspielerischer Einlagen, schaffte Gerd Buurmann es, das komplizierte Thema Antisemitismus auf eine so eingängige und anschauliche Art und Weise darzulegen, dass man in den Gesichtern seiner Zuhörer förmlich sehen konnte, wie sie von Buurmanns Worten zum Nachdenken angeregt wurden.“ (Marc Neugröschel, Hebrew University, Jerusalem)

„Gerd Buurmann ist ein exzellenter Schauspieler, der es versteht, selbst alte, vielleicht sogar antiquierte Texte so zu präsentieren, dass man das Heutige erkennt und die zutiefst menschliche Figur des Dargestellten mitfühlt. Kassische Texte, politische innere Erdbeben und logische Erkenntnis daraus präsentiert er mit Humor und Leichtigkeit. So muss Herzensbildung, so muss Wahrheit sein.“ (Sandra Kreisler, Musikerin und Künstlerin)

„Gerd Buurmann konfrontiert das Publikum aber nicht nur mit triftigen Argumentationen und wenig bekannten Fakten, er zieht es auch emotional in seinen Bann, wenn er sich binnen Sekunden und ohne Kostümwechsel in Shakespeares Shylock verwandelt und so die Zuschauer schmerzlich nah an einem jüdischen Schicksal teilnehmen lässt.“ (Dr. Karl Thönnissen, Volkshochschule Aachen)

„Vorträge über Antisemitismus haben Konjunktur. Gerd Buurmann macht es anders. Ebenso unverhofft wie kurzweilig erzählt er mit glänzender schauspielerischer Leistung über zweitausend Jahre Kulturgeschichte. Der Nathan-Komplex ist vieles. Er wehrt Fehlinterpretationen von Heine ab, lässt zweifeln, aber auch hoffen. Gerd Buurmann ist geistreich. Man muss ihn sehen.“ (Lasse Stodollick, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Bodensee-Region)

„Mit dem „Nathankomplex“ ist Gerd Buurmann etwas Einzigartiges gelungen, das es in Deutschland und womöglich in ganz Europa so noch nicht gibt: die Erklärung für den Judenhass und den Antizionismus, untermalt mit Auszügen aus Gedichten von Heinrich Heine; hauptsächlich aber mit „Nathan der Weise“ und Shylock. Gerd Buurmann brillierte in seinem jüdischen Kammerspiel mit schauspielerischer Hochkunst, bestehend aus jüdischem Humor à la Woody Allen, melancholischen Heine-Versen, kunstvoller Rede und mit wortgewaltigen Shakespeare-Einlagen. (…) Mit großem schauspielerischem Talent, Stand-Up-Comedy-Einlagen und mit Liebe zu historischen und theologischen Details verknüpfte Gerd Buurmann seine Erkenntnisse, vor allem die über das Judentum, zu einem spannenden anderthalbstündigen Thriller.“ (Simone Schermann, Jüdische Rundschau, Oktober 2021)

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Alles Liebe
und Danke für Ihre Unterstützung,
Gerd Buurmann

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Wer checkt die Fakten der Faktenchecker?

Sogenannte Faktenchecks bestehen größtenteils aus semantischen Tricks, um in Überschriften Tatsachen scheinbar zu widerlegen. Vor allem in Bezug auf Donald Trump gab es viele solcher böswilligen Verdrehungen.

Oft sind Faktenchecks nichts weiter als reine Vernebelungen von Fakten, um der eigenen Agenda zu genügen. Hier ein paar Beispiele aus eigener Erfahrung.

In der Folge 231 des Podcasts Indubio unter dem Titel „Was ist los in Amerika“ berichtete ich davon, dass Joe Biden für ein ehemaliges Mitglied des Ku-Klux-Klans, nämlich für Robert Byrd, im Jahr 2010 eine Lobrede bei seiner Beerdigung gehalten hatte. Daraufhin schickten mir einige Leser in geradezu triumphierender Weise einen Faktencheck von Reuters zu, der diese Schlagzeile hat:

„Faktencheck: Robert Byrd, der von Joe Biden bei der Beerdigung gepriesen wurde, war kein KKK Grand Wizard“

„Es stimmt nicht, was Du sagst. Robert Byrd war nicht im Ku Klux Klan“, warfen mir die Menschen vor, die mir diesen „Faktencheck“ geschickt hatten. Ich las also den Faktencheck von Reuters und fand dort diese vermeintliche Richtigstellung:

„Byrd war kein Grand Wizard des Klans. Er war jedoch ein ehemaliger Organisator und Mitglied des KKK. (…) In den frühen 1940er Jahren rekrutierte Byrd 150 Personen in West Virginia, um eine Dependance des KKK zu gründen. Joel L. Baskin, der Grand Wirard der mittelatlantischen Region, kam, um das Kapitel zu organisieren. Baskin war beeindruckt von Byrds Fähigkeiten und ermutigte ihn, sich in der Politik zu engagieren. Byrd wurde einstimmig zum „exalted cyclops“ ernannt, was bedeutete, dass Byrd der höchste Offizier im örtlichen Klan war. Zu den Verantwortlichkeiten für diese Rolle gehörten das Leiten von Meetings und das Initiieren neuer Mitglieder.“

Robert Byrd war also doch ein engagiertes, überzeugtes und erfolgreiches Mitglied im Ku-Klux-Klan. Er hatte lediglich nicht einen gewissen Titel inne. Reuters macht daraus die folgende Schlagzeile, wohl wissend, dass kaum jemand den Text darunter liest:

„Faktencheck: Robert Byrd, der von Joe Biden bei der Beerdigung gepriesen wurde, war kein KKK Grand Wizard.“

Die Faktenchecker nutzen semantische Tricks

In der Indubio-Folge über die USA erklärte ich ebenfalls, dass die Gründer des Ku-Klux-Klans Demokraten waren. Dies führte dazu, dass mir dieser „Faktencheck“ der USA Today zugeschickt wurde, in dem in der Schlagzeile steht:

„Faktencheck: Demokratische Partei gründet nicht den KKK.“

„Siehst Du,“ schrieb mir jemand, bezugnehmend auf diesen Artikel, „die Demokraten haben doch nicht den KKK gegründet“. Erstaunt über diese Behauptung las ich in den Artikel hinein und fand dort diesen Satz:

„Der KKK wurde von Demokraten gegründet, aber nicht von der Partei.“

Auch hier haben wir es somit mit einem ganz billigen, semantischen Trick zu tun, der diesen historischen Fakt zu vernebeln sucht:

Im 19. Jahrhundert kämpften die Demokraten der Konföderierten Staaten unter dem demokratischen Präsidenten Jefferson Davis für den Erhalt der Sklaverei, während sich die Republikaner unter Abraham Lincoln massiv für die Abschaffung der Sklaverei einsetzten. Alle ersten schwarzen Abgeordneten der USA waren Republikaner: Hiram Revels, Benjamin S. Turner, Robert DeLarge, Josiah Walls, Jefferson Long, Joseph Rainey und Robert B. Elliott.

Nachdem die Sklaverei abgeschafft war, gründeten sechs Offiziere der unterlegenen Konföderation der Demokraten am 24. Dezember 1865 in Tennessee eine Miliz zur Verfolgung von Schwarzen und Republikanern. Der Name der Miliz ist Ku-Klux-Klan. Die Mitglieder waren Rassisten, Judenhasser und Demokraten wie zum Beispiel George W. Gordon, Edwar D. White, John W. Morton und Robert Byrd.

Der Faktencheck aber widerlegt in der Schlagzeile etwas, das niemand behauptet hat, nämlich dass die Demokratische Partei als Organ den Ku-Klux-Klan gegründet hat, wohl wissend und es im Text sogar zugebend, dass Mitglieder und Angehörige der Demokraten den Klan gegründet haben. Aber wer liest schon weiter als die Überschrift?

Lesen Sie den ganzen Artikel auf der Achse des Guten.

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Malcolm Ohanwe vs. Geschwister Scholl

Malcolm Ohanwe ist ein deutscher Journalist. Seit Herbst 2019 ist er einer der Moderatoren der ARD-alpha-Sendung Respekt, einem Reportage- und Bildungs-Format über „demokratische Grundwerte“. Seit 2020 arbeitet er ebenfalls als Autor für Deutschlandfunk Kultur. Seit Januar 2021 ist er zudem einer der Reporter des Auslandsjournal-Formats #trending vom ZDF. Zudem twittert er viel. Am Vormittag des 7. August twitterte er: „Gaza gilt als besetzt & was anderes zu behaupten, ist infam und fake news.“ Hinzu setzte er einen Link zu einem Artikel des Auswärtigen Amtes aus dem Jahr 2019, in dem es heißt: „Die palästinensischen Gebiete (Ost-Jerusalem, Westjordanlan und Gaza) und der Golan sind seit 1967 von Israel besetzt.“

Auch wenn das Auswärtige Amt etwas anderes behauptet, seit dem Jahr 2005 ist der Gazastreifen nicht mehr von Israel besetzt, sondern wurde der palästinensischen Verwaltung übergeben. Nachdem Israel all seine Soldaten abgezogen hatte, wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Nach dem Abzug Israels übernahm die Hamas die Macht im Gazastreifen. In der Gründungscharta der Hamas vom 18. August 1988 heißt es:

“Artikel 7: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!”

“Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. (…) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit.”

“Artikel 15: Wenn unsere Feinde islamische Länder usurpieren, ist der Djihad eine bindende Pflicht für alle Muslime.“

Bei solch klaren Worten in der Gründungscharta verwundert es nicht, dass am 19. Oktober 2017 der Gaza-Chef der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas, Jahia al-Sinwar, bei einem Treffen mit Jugendlichen in Gaza das erklärte Ziel der Zerstörung Israels mit diesen deutlichen Worten bekräftigte: „Es geht nicht darum, ob wir Israel anerkennen oder nicht, sondern um die Frage, wann wir es auslöschen und seine Existenz beenden.“

Es wundert bei dieser Deutlichkeit auch nicht, dass im Gazastreifen gerne mal das Hakenkreuz genutzt wird. Bei einem Angriff auf Israel im April 2018 zum Beispiel wurde an der Grenze zu Israel ein Hakenkreuz zwischen zwei palästinensischen Fahnen gehisst.

Diese Symbolik zeigt, dass im Gazastreifen die Taten der Nationalsozialisten gefeiert werden. Statt nun ausführlich über diese Grausamkeiten im Gazastreifen zu berichten, schrieb der öffentlich-rechtlich finanzierte deutsche Journalist Malcolm Ohanwe am Nachmittag des 7. August 2022: „Wer denkt, es ist OK Zivilist*innen egal welcher Herkunft oder Nationalität mit Raketen zu töten, kann meiner Seite komplett fernbleiben. Hier geht es darum, die illegale und brutale über Jahrzehnte andauernde Besatzung, die noch immer von einigen geleugnet wird, darzustellen.“

Mit dieser Aussage hat kein Israeli, der die Unabhängigkeitserklärung Israels ernst nimmt, ein Problem, denn dort heißt es: „Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.

Führende Politiker in Israel haben sich diesem Aufruf zum Frieden stets vepflichtet gefühlt, wie zum Beispiel Benjamin Netanjahu, der im Jahr 2016 erklärte: „Wenn Eltern das Leben ihrer eigenen Kinder nicht respektieren, wie sollen sie das Leben ihrer Nachbarn respektieren können? Wir müssen alle Kinder lieben! Kinder sollten niemals zu Gewalt und Hass aufgefordert werden. Schließen Sie sich meiner Forderung an, alle Kinder zum Frieden zu erziehen.

Dennoch kommt es leider immer wieder zu zivilen Opfern, weil die Hamas weiterhin zur Zerstörung Israels und zur Vernichtung des jüdischen Volkes aufruft und den Worten durch Raketenangriffe und Terroranschläge immer wieder Taten folgen lässt, gegen die sich Israel verteidigen muss.

Aufgrund Israels Fähigkeit, sich gegen die Vernichtung von Juden zu wehren, eskaliert der Konflikt. Eine Situation eskaliert immer erst dann für beide Seiten, wenn sich die eine Seite dagegen wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden. Deeskalation heißt für Israel, aufhören, sich zu verteidigen, aufhören zu sein. Eskalation heißt, gegen die Vernichtung zu kämpfen, heißt zu leben.

Solange Israel vernichtet werden soll und sogar Angriffe auf Israel gestartet werden, ist Eskalation gut, denn solange der Konflikt eskaliert, existiert Israel. Solange eine Eskalation droht, können sich Juden verteidigen. Das bedeutet, solange der Konflikt eskalieren kann, leben Juden. Es gibt nur einen Weg, die Eskalation zu verhindern: Die Hamas muss mit seinem Hass aufhören.

Am Abend des 6. August 2022 fragte sich Malcolm Ohanwe auf Twitter: „Frage mich wie sich Deutsche, Franzosen oder Belgier verhalten würden, wenn sie Jahrzehnte lang unter illegaler Besatzung leben würden.“

Ich bin Deutscher, ich kann nicht für die Belgier und die Franzosen sprechen, aber als Deutscher kann ich sagen, dass ich über die Besatzung Deutschlands ab 1945 sehr dankbar bin. Es kommt nämlich immer auf die Besatzer an und auf jene, die besetzt werden. So wie die Nazis damals die Feinde jedes aufgeklärten Deutschen waren, so sind die Eiferer von der Hamas heute die Feinde jedes aufgeklärten Arabers. Es ist die Hamas, die arabische Kinder als Schutzschilde missbraucht. Die Kinder sterben, weil die Hamas sie in den Tod schickt. In Israel aber bieten Bunker allen Bürgerinnen und Bürgern Schutz vor den Raketen, unabhängig vom kulturellen Hintergrund. Nur eine bedingungslose Kapitulation der Hamas und all ihrer Sympathisanten wird das Sterben auf beiden Seiten beenden!

Die Hamas feuert immer wieder Raketen auf Israel ab oder lässt es zu, dass verbündete Terrororganisationen wie der Islamische Dschihad Israel vom Gazastreifen aus angreifen. Dennoch versorgte Israel den Gazastreifen weiterhin mit Wasser, Essen, Medizin und Strom. Israelischen Hospitäler heilen die Wunden der Menschen, egal woran sie glauben.

Deutschland wurde einst von den Alliierten befreit. Vorher musste das Land aber bekriegt werden. Heute lebt Deutschland in Frieden mit seinen ehemaligen Feinden und ist mit ihnen sogar verbündet. Auch Gaza muss befreit werden.

Die Geschichte Deutschlands zeigt, der Hass auf Juden muss ernst genommen werden. Ein großer Teil der Deutschen hasste Juden damals so wie heute ein großer Teil der Araber Juden hasst. Damals stellten sich nur wenige Aufrichtige dem Hass der Nazis entgegen. Die Geschwister Scholl gehörten dazu. Sie schrieben in ihrem dritten Flugblatt:

„Unser heutiger „Staat“ aber ist die Diktatur des Bösen. „Das wissen wir schon lange“, höre ich Dich einwenden, „und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.“ Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben, bis eines Tages nichts, aber auch gar nichts übrigbleiben wird als ein mechanisiertes Staatsgetriebe, kommandiert von Verbrechern? Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden, wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat. Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.“

Diese Worte gelten heute für das von der Hamas geknechtete Volk:

„Opfert nicht einen Pfennig bei Straßensammlungen (auch wenn sie unter dem Deckmantel wohltätiger Zwecke durchgeführt werden). Denn dies ist nur eine Tarnung. In Wirklichkeit kommt das Ergebnis weder dem Roten Kreuz noch den Notleidenden zugute.“

Die Geschwister Scholl waren klar in ihrer Ansage: Ein deutsches Volk, das sich nicht selbstständig von den Nazis befreien kann, verdient es, unterzugehen und wie Staub zerstreut zu werden. Es liegt heute ganz in den Händen des Volkes von Gaza. Wenn sich die Menschen in Gaza nicht selbstständig von den Barbaren, Schlächtern und Mördern, die sich selbst stolz in die Tradition der Nazis stellen, befreien können, kann es für Gaza irgendwann vielleicht die Antwort geben, die es für die Nazis in Deutschland gab.

Der Untergang der Nazis wurde vom deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker später eine Befreiung genannt. Gaza kann ebenso befreit werden. Im ersten Flugblatt der Geschwister Scholl heißt es:

„Vergesst nicht, dass ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!“

Mit der Hamas wird das palästinensische Volk zu Grunde gehen. Der Hass der Hamas und all ihrer Sympathisanten ist für das Sterben und Leid im Nahen Osten verantwortlich. Die Hamas wirft Raketen auf israelische Kinder oder lässt es zu, dass Israel von verbündeten Terrororganisationen angegriffen wird und versteckt sich hinter arabischen Kindern. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir soll es in wenigen Worten auf den Punkt gebracht haben:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Israel will den Krieg nicht. Israel will Freiheit und Frieden. Und so wie ich als Deutscher heute frei bin, kann auch Palästina einst frei sein und zwar frei von der Hamas und frei von allen Verbündeten der Hamas.

Das geht jedoch nicht ohne eine bedingungslose Kapitulation der Hamas und all ihrer Sympathisanten. Kapitulieren muss der gesamte Teil des palästinensischen Volkes, der für den Krieg gegen Israel so jubelt wie die Deutschen einst für den totalen Krieg Hitlers jubelten. Da im Gazastreifen Hitler verehrt wird, zitiere ich nun aus dem vierten Flugblatt der Geschwister Scholl, werde die Worte allerdings auf die momentane Situation im Gazastreifen leicht abändern:

„Obgleich wir wissen, dass die nationalislamistische Macht militärisch gebrochen werden muß, suchen wir eine Erneuerung des schwerverwundeten palästinensischen Geistes von innen her zu erreichen. Dieser Wiedergeburt muss aber die klare Erkenntnis aller Schuld, die das palästinensische Volk auf sich geladen hat, und ein rücksichtsloser Kampf gegen die Hamas und seine allzuvielen Helfershelfer, Parteimitglieder, usw. vorausgehen. Mit aller Brutalität muss die Kluft zwischen dem besseren Teil des Volkes und allem, was mit dem Nationalislamismus zusammenhängt, aufgerissen werden. Für die Hamas und ihre Anhänger gibt es auf dieser Erde keine Strafe, die ihren Taten gerecht wäre.

Aber aus Liebe zu kommenden Generationen muss nach Beendigung des Krieges ein Exempel statuiert werden, dass niemand auch nur die geringste Lust je verspüren sollte, Ähnliches aufs Neue zu versuchen. Vergesst auch nicht die kleinen Schurken dieses Systems, merkt Euch die Namen, auf dass keiner entkomme! Es soll ihnen nicht gelingen, in letzter Minute noch nach diesen Scheußlichkeiten die Fahne zu wechseln und so zu tun, als ob nichts gewesen wäre!

Wir schweigen nicht, wir sind Euer böses Gewissen; die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe!

Malcolm Ohanwe findet weniger deutliche Worte, wenn es um die Regierung in Palästina geht. Am Mittag des 7. August 2022 schrieb er: „Palästinas Regierungen sind korrupt, homophob, unterdrücken die eigenen Leute. Viele sprechen auch von einer doppelten Besatzung wenn man so will. Die Palästinensischen Leader gehören ebenfalls scharf angeprangert für ihre zahlreichen Menschenrechtsverletzungen an Zivilist*innen.“

Nein, die Hamas gehört nicht nur angeprangert. Die Hamas gehört besiegt und abgeschafft. Bevor das nicht passiert ist, werde ich Israel nicht kritisieren. Malcolm Ohanwe aber kritisiert Israel und benimmt sich dabei wie jemand, der bei einer Geiselnahme, bei der bereits einige Geiseln erschossen wurden, sowohl die Geiselnehmer als auch die Geiseln aufruft, besonnen zu handeln und alles dafür zu tun, dass die Situation nicht eskaliert.

Zu verlangen, man müsse Israel in der momantanen Situation kritisieren, kommt der Forderung gleich, einen Menschen zu kritisieren, der mit dem Tod bedroht wird. Solange ein Mörder eine Knarre an den Kopf einer Geisel hält, kritisiere ich nicht die Geisel, egal, was sie in ihrem Laben alles getan hat. Wer möchte, dass ich die Geisel kritisiere, muss erst mal für ihre Sicherheit sorgen und dafür, dass die geladene Pistole von ihrem Kopf verschwindet.

Wer möchte, dass ich Israel kritisiere, muss erst mal dafür sorgen, dass die Vernichtungsdrohungen aufhören und vor allem die immer wieder daraus resultierenden Angriffe, Anschläge, Bombardements und Morde. Manchmal frage ich mich, ob Malcolm Ohanwe im Jahre 1944 auch die Aufständischen im Warschauer Ghetto kritisiert hätte.

Natürlich macht Israel Fehler. Es ist Krieg. Im Krieg werden immer Fehler gemacht. Israel möchte den Krieg mit seinen Nachbarn jedoch nicht. Israel will Freiheit und Frieden. Für Israel ist jeder Tod eines Menschen, der in dem Krieg sein Leben lassen muss, ein Fehler. Für Israel ist es jedoch leider unausweichlich, diese Fehler zu begehen, denn wenn Israel seine Waffen niederlegt, gibt es am nächsten Morgen kein Israel mehr. Ein Israel ohne Fehler ist ein totes Israel.

Wenn aber die die Hamas ihre Waffen niederlegt, wird am nächsten Morgen Frieden. Die Hamas will aber keinen Frieden. Die Hamas will Krieg. Die Hamas möchte so viele Juden wie möglich töten. Am 28. Februar 2010 erklärte der stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen!“

Die Hamas feuert regelmäßig Raketen in Richtung Israel ab und toleriert keinen einzigen Juden im Land. Der Gazastreifen ist „judenrein“. Allein in den letzten Jahren wurden tausende Raketen und Granaten aus Gaza auf Israel abgefeuert. Alle wurden abgefeuert in dem Wunsch, soviele Juden wie möglich zu töten. Die Hamas feuert noch heute immer wieder Raketen in Richtung von israelischen Schulen, Kindergärten, Synagogen, Moscheen, Kirchen und Krankenhäusern ab und der einzige Grund, warum dieser Bombenhagel nicht zum Völkermord führt, ist der Verteidigungsanlage von Israel geschuldet, die die beste Verteidigungsanlage der Welt ist. Die deutliche Mehrheit aller Rakten konnten abgefangen werden.

Im Gazastreifen kommen deutlich mehr Menschen um. Das heißt aber nicht, dass Israel bösartiger ist, nein, die Hamas ist lediglich schwächer. Schwäche ist jedoch keine moralische Eigenschaft! Schwäche ist gut, wenn es jene trifft, die morden wollen.

Israel versucht, soviele zivile Tote wie möglich zu vermeiden. Das ist jedoch sehr schwer, weil die Hamas ihre Waffen und Raketen in Kindergärten, Moscheen und Krankenhäuser lagert und die Zivilbevölkerung ganz bewusst als Schutzschild für ihre Waffen missbraucht. Israel nutzt Waffen, um die Bevölkerung zu schützen, die Hamas jedoch benutzt Menschen, um ihre Waffen zu schützen. Die Hamas wirft ihre Kinder vor Raketen und fesselt das eigene Volk an Bomben. Es ist bemerkenswert, dass Israel bei all diesem Horror den Krieg immer noch so präzise führt, dass nicht noch viel mehr Menschen dabei sterben. Man zeige mir nur ein Land auf der Welt, dass bei ähnlicher Bedrohung so umsichtig reagiert wie Israel.

Aber keine noch so große Umsicht kann Fehler vermeiden, wenn man den Krieg nicht wünscht. Die Hamas aber wünscht den Krieg. Deshalb kann man nicht sagen, die Hamas mache Fehler. In der perversen Logik der Hamas machen sie alles richtig. Die Hamas will den Krieg und liebt den Tod und Israel sieht sich mit dieser perversen Logik konfrontiert, die darauf abziehlt, das jüdische Volk zu vernichten. Israel muss sich verteidigen, in einem Krieg, den Israel nicht will und macht dabei notgedrungen Fehler.

Malcolm Ohanwe liebt es, diese Fehler zu kritisieren. Am späten Abend des 6. August 2022 schrieb er auf Twitter: „Es ist immer dasselbe. Wenn Israel tagtäglich Völkerrecht bricht, Palästinenser auf offener Straße von Polizei kaputt geschlagen werden, Journalisten von Militärs gezielt niedergeschossen werden, sind die Formulierungen wage. Den Terror aus Gaza aber kann man glasklar benennen.“

Ja, ich kann den Terror in Gaza glasklar benennen, ohne sie mit den Fehler Israels aufzurechen, denn für mich gilt: Ich bin auf der Seite derer, die Fehler machen, weil sie den Krieg nicht wollen und nicht auf der Seite derer, die alles richtig machen, weil sie den Krieg stiften. Ich bin da inhaltlich näher an den Geschwister Scholl dran als an Malcolm Ohanwe.

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Das Paradies ist ein Gefängnis

Der Mensch ist ein Wesen, das sich immer vorstellen kann, dass es auch anders sein könnte, vielleicht sogar besser. Diese Vorstellungsgabe kann der Mensch nicht abschalten, nicht mal durch einen Blackout.

In den 80er Jahren verfilmte die BBC die Geschichte „Die dreibeinigen Herrscher“. Sie spielt in einer Zukunft, in der es keinen Krieg, keine Umweltverschmutzung und keine Pandemie gibt. Die Menschen leben gesund und mit sich und der Natur in Frieden. Die Welt ist ein Paradies.

Der Grund für dieses Paradies ist eine außerirdische Zivilisation, die von den Menschen „Dreibeiner“ genannt wird. Sie herrschen über die Menschheit und sorgen dafür, dass jeder Mensch, wenn er erwachsen wird, eine Weihe erhält, die darin besteht, dass eine Kappe am Gehirn installiert wird, die jegliche Inspiration, Neugier und Kreativität abschaltet und damit auch die Fähigkeit zur Revolution und Gewalt nimmt. Frei ist der Mensch nicht mehr. Dafür herrschen Frieden und Sicherheit auf Erden.

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Ich habe mir alles kulturell angeeignet

Ich habe mich mal in meinem Leben umgeschaut. Alles, aber wirklich alles, was ich benutze, habe ich nicht selbst erfunden. Ich habe mir alles angeeignet. Meine Sprache, die Werkzeuge, mein ganzes Wissen, alles habe ich mir angeeignet. Was also soll ich jetzt machen?

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Der woke Reagan-Attentäter

„Ich glaube an Frieden, Liebe, Gerechtigkeit, LGBTQ-Rechte, Abtreibungsrechte, Tierrechte, Rassenmischung, Verbot von Angriffswaffen, Teilen des Reichtums, Green New Deal, Black Lives Matter, Gefängnisreform und guten Rock’n’Roll. Treten Sie der John Hinckley-Gemeinschaft bei.“

Das schrieb John Hinckley am 25. Juli 2022 auf Twitter.

Wer ist dieser woke John Hinckley?

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Warum die Natur nicht „gut“ ist

In der letzten Folge meines Podcasts Indubio unter dem Titel „Ein Endsieg für das Atom“, habe ich das romantische Naturverständnis der Grünen kritisiert und erklärt, die Natur sei nicht gut. Hier möchte ich näher darauf eingehen, was ich damit gemeint habe.

Wenn der Mensch krank wird, verlässt er sich nicht auf die Natur, sondern er ruft nach der Vernunft der Medizin. Wenn ihm Unrecht widerfährt, sehnt er sich nicht nach der Herrschaft der Natur, sondern er verlangt nach der Vernunft des Gesetzes. Wenn der Mensch jedoch einen anderen Menschen unterdrücken will, dann nimmt er die Natur zur Hand.

Es ist allzu gerne und oft die Natur, die zur Begründung einer Unterdrückung herangezogen wird. Ob es nun die „Natur des Schwarzen“, die „Natur des Weibes“ oder die „Natur des Juden“ ist, immer geht es darum, einer Gruppe von Menschen mit Verweis auf die Natur Rechte vorzuenthalten.

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Eine persönliche Erinnerung zum 100-sten Geburtstag von Georg Kreisler

Am 18. Juli 2022 wäre Georg Kreisler 100 Jahre alt geworden. David Serebryanik erinnert und bedankt sich.

Es war vor zwanzig Jahren in Karlsruhe. Ich war zu Besuch bei meiner damaligen Freundin und sie fragte mich eines Abends, ob ich eigentlich Georg Kreisler kenne. Ich verneinte. Da holte sie eine Kassette (für die Jüngeren – das, was nach der LP, aber vor der CD als Spotify diente), steckte sie in das alte Grammophon und da erklang die bissige, scharfe, ironische, blinzelnde und blitzeschlagende Stimme. Die Stimme sang von einem Triangelspieler und dann, glaube ich, von einem Opernboogie.

Ich sage „glaube ich“, weil ich mich an den weiteren Verlauf des Abends nur dunkel erinnere. Als ich wieder zu mir kam, sagte mir meine Freundin, ich sei vor Lachen zu Boden geflogen, dann zu der Decke gefallen, dann drehte ich mich im Kreise 739 mal und fiel tot zu Boden.

Ich erstand nach circa einer Woche auf und ebenfalls erstand mir sofort einige CDs von diesem unerklärbarem, düster-funkelnden und bis ins Jenseitige absurden Mann, der seit jenen Tagen mich durch mein Leben begleitet. Und das Leben, welches danach begann, kann ich nur schwer mit dem Leben, das ich davor lebte, nur sehr bedingt, vergleichen. Es tanzte, schaukelte, purzelbäumte in mir unentwegt.

(Später, einige Zeiten später, begann es auch zu weinen, ich konnte dieses Weinen deutlich hören und noch später auch fühlen).

Ich war jung und liebte die Musik, deswegen konnte ich mir nicht sofort alle seine CDs und Bücher leisten, (auch gab es eigentlich so gut wie keine in den bekannten CD-Läden, ausser beim Beck in München). Also stöberte ich in allen möglichen Internetplattformen, fragte bei Freunden, brannte mir unerlaubterweise Kopien. Kurz und gut – ich bin zu einem absoluten und bedingungslosen Fan geworden.

… Alle diese Jahre waren Sie mit mir, grosser Meister.

… Alle diese Jahre lachte und weinte ich zu Ihrer Musik

… Alle dieser Jahre wusste ich, da beweist er,
Georg Kreisler, der Welt ihr strahlendes Missgeschick und ihr komisches Glück.

… Durch die schwersten Jahre begleiteten Sie mich und zeitweise, so schien es mir, hielten mich bei der Hand,

…Und als ich auseinander fiel, da sagten Sie zu mir, so schien es mir, „na dann fällst halt auseinand.

Aber der, der da oben sitzt und lacht und weint und wieder lacht, wird dich schon zammenschrauben, also gib fein Acht! –

Oder gib Neun, mach einen Neuen aus dir – Hauptsache sei vorsichtig mit dem Klavier….“

Also so, oder anders, will ich meine Liebe zu Ihnen ausdrücken. Und es gelingt und es geling mir nicht. Die einige wenigen Treffen und Gespräche mit Ihnen, die sind mir mit das teuerste, was ich hab! Ich sende Ihnen, wenn es nur irgend möglich, einen Gruss dorthin, nach oben, oder links oder rechts oder irgendwann – zu Ihnen, der Sie da sitzten und dem Gott seine wundervolle Musik vorlesen.

Sie fehlen mir sehr!

Ihr Fan
David Serebryanik

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Wenn Judenhass gestoppt wird

Vor genau 46 Jahren, in der Nacht zum 4. Juli 1976 wurde in einer militärischen Befreiungsaktion von israelischen Sicherheitskräften auf dem Flughafen von Entebbe in Uganda die einwöchige Entführung eines Passagierflugzeugs der Air France durch palästinensische und deutsche Terroristen beendetet. Daher heute dieser Artikel.

Ich war gerade mal fünf Wochen alt, als Juden von Deutschen selektiert wurden. Sie wurden selektiert, um getötet werden zu können. Unter den Selektierten waren auch Kinder. Ich wurde am 22. Mai 1976 geboren.

Am 27. Juni 1976 wurde Flug 139 der Air France, der von Tel Aviv nach Paris führen sollte, nach einer Zwischenlandung in Athen entführt. Es waren zwölf Besatzungsmitglieder und zweihundertachtundfünfzig Fluggäste an Bord. Die Entführer nannten sich „Kommando Che Guevara“, benannt nach dem Mann, dessen Gesicht noch heute auf vielen T-Shirts und an vielen Bars zu sehen ist.

Einige Terroristen gehörten zu der Volksfront zur Befreiung Palästinas. Zwei Terroristen waren Deutsche. Ihre Namen waren Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Sie gehörten zu den Revolutionären Zellen. Gemeinsam zwangen sie die Piloten der Air France Maschine den Flughafen Entebbe in Uganda anzufliegen, da dort die Terroristen durch das Regime Idi Amins unterstützt wurden.

Mit der Flugzeugentführung sollte die Freilassung von insgesamt dreiundfünfzig Inhaftierten aus Gefängnissen in Israel, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz erpresst werden. Darunter waren auch Mitglieder von zwei deutschen Terrororganisationen, nämlich der Roten Armee Fraktion um Andreas Baader und Ulrike Meinhof und der Bewegung 2. Juni. Außerdem forderten die Entführer fünf Millionen US-Dollar von der französischen Regierung für die Rückgabe des Flugzeuges.

Die Passagiere wurden in der alten Transithalle des Terminals von Entebbe als Geiseln gehalten, wo sie in Juden und Nicht-Juden selektiert wurden. Die Selektion wurde von den Deutschen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann vorgenommen, die anhand der israelischen Papiere, aber auch aufgrund vermeintlich jüdischer Namen die Menschen selektierten. So wurden auch einige Passagiere fälschlicherweise als Juden identifiziert. Nach der Selektion wurden die Juden als Geiseln gehalten und die übrigen Menschen freigelassen. Ein Überlebender des Holocausts zeigte Wilfried Böse bei der Selektion seine eintätowierte Häftlingsnummer, um ihn so an die Selektion in den Konzentrationslagern erinnern. Wilfried Böse erklärte daraufhin, er sei kein Nazi, sondern Idealist.

„Ich bin kein Nazi. Ich bin Idealist!“

Das war damals. Heute sitzen die Idealisten in den Vereinten Nationen. Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. In einer manischen Fixiertheit auf nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis auf der Erde, sehen die Vereinten Nationen ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss. Während 99,9% der Welt mit Milde beäugt werden, werden 0,1% selektiert.

Bei der 59. Jahressitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen wurde nur Israel für die Verletzung von Frauenrechten verurteilt! Der Weltfußballverband FIFA wiederum, der die Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr in Katar stattfinden lässt, wo regelmäßig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige gefoltert und ermordet werden, diskutierte Ende Mai 2015 ernsthaft darüber, ausgerechnet Israel aus dem Verband auszuschließen.

Am 15. November 2019, nachdem Israel bereits über Tage massiv mit Raketen angegriffen worden war, verabschiedeten die Vereinten Nationen acht Resolutionen gegen Israel und keine einzige andere Resolution gegen irgendein anderes Land in der Welt.

Es ist eine Selektion, wenn die Vereinten Nationen ausschließlich Israel tadeln.

Es ist Selektion, wenn Jürgen Todenhöfer ausschließlich Israel die Schuld am Leid in Gaza gibt.

Es ist Selektion, wenn ausschließlich zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen wird.

Es ist Selektion, wenn Israel aus der documenta 15 Milliarden in Kassel besonders behandelt wird.

Es ist eine Selektion, ausschließlich Israel einen Apartheidsstaat zu nennen, obwohl es das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem es keine Apartheid gibt.

Es ist eine Selektion, ausschließlich von „illegalen jüdischen Siedlern“ zu sprechen, aber alle anderen Siedler, die nicht jüdisch sind, nicht als illegal zu bezeichnen.

All das ist Selektion, aber die Selektierer nennen es Idealismus!

Es gibt jedoch einen Staat, der diesem Idealismus Einhalt gebietet. In der Nacht zum 4. Juli 1976 befreite Israel fast alle Juden aus den Fängen der Geiselnehmer in Entebbe und rettete ihr Leben.

Als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Selektion von Juden von deutscher Hand geplant und durchgeführt wurde, gab es noch kein Israel. Im Jahr 1941 trafen sich der Großmufti von Jerusalem und der Führer von Nazideutschland in Berlin, um über die “Endlösung der Judenfrage” zu diskutieren. Al-Husseini wollte das Land, über das er zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden.

Nach dem Treffen der beiden „Idealisten“ fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Judenvenichtung gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, so bald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei.

Die Weltöffentlichkeit schaute weg, als Juden in Europa verfolgt und ermordet wurden. Erst als der Rest der Welt selbst Opfer Deutschlands wurde, schritt die Weltöffentlichkeit ein! Heute schaut die Welt wieder weg, wenn es gegen Juden geht. Die ganze Welt? Nein!

Ein kleines Land schaut nicht weg. Israel!

Als in der Mitte des 20. Jahrhunderts 850.000 Juden aus der arabischen Welt vertrieben wurden, nahm Israel die Juden auf.

Als Juden in Entebbe selektiert wurden, befreite Israel sie.

Jedes Mal, wenn Israel mit Raketen angegriffen wird, die in der Absicht abgefeuert werden, so viele Juden wie möglich zu töten, fängt Israel diese Raketen ab. Zu manchen Zeiten fliegen diese Raketen wochenlang mehrmals am Tag. Wenn Juden entführt werden, nutzt Israel all sein Wissen zur Befreiung der Menschen und Israel wird niemals die als Idealismus getarnte Selektion von Juden der Vereinten Nationen akzeptieren.

Für Juden gibt es heute zwei Alternativen. Sie können als Opfer von Judenhass geliebt werden oder sie werden kritisiert und gehasst, weil sie sich wehren.

Wenn ich mich entscheiden muss zwischen ‚tot beliebt‘ und ‚lebendig unbeliebt‘, ich wähle lebendig!

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Pro-Israel-Demonstration in Kassel

„An einem der heissesten Tage des Jahres, am Brückentag-Wochenende, haben sich Menschen aus ganz Deutschland, darunter viele Nicht-Juden, auf den Weg nach Kassel gemacht, um gegen Judenhass auf der Documenta zu protestieren. Das ist nicht selbstverständlich und gibt mir die Kraft weiterzumachen, unbeirrt und mit allem Engagement.

Pro-Israel-Demonstranten haben nicht den Ruf gefährlich zu sein, die Mini-BDS-Gegendemo brauchte keinen Polizeischutz. Geschützt werden müssen nur Juden und ihre Unterstützer. Gut, dass die Polizei dafür gesorgt hat, aggressiv anmutende Israelhasser, die unsere Kundgebung stören wollten und uns lauthals beschimpften, von uns fernzuhalten.

Unsere Stimmung war wieder herzlich, freundschaftlich und voller good vibrations. Dieses „we are family“-Gefühl ist unbeschreiblich, macht Mut und gute Laune. Danke an alle Mitstreiter, es ist so gut, dass es Euch gibt!“

Das schrieb Malca Goldstein-Wolf am 18. Juni 2022 kurz vor Mitternacht, nachdem sie auf der von ihr mitorganisierten Demonstration „#documenta: Keine Bühne für Antisemitismus mit unseren Steuergeldern! Stoppt BDS!“ in Kassel war.

Bei der Demonstration waren rund 150 Menschen anwesend. Da der Antisemitismus-Beauftragte von Hessen, Uwe Becker, nicht dabei sein konnte, las Malca Goldstein-Wolf sein Statement vor:

„Lassen Sie mich zwei Aussagen gleich an den Anfang stellen: Wer Guernica und Gaza in eine Reihe stellt, befördert den israelbezogenen Antisemitismus; und wer die antisemitische BDS-Bewegung unterstützt, sollte keine öffentlichen Bühnen mehr in der Zukunft erhalten.

In den zurückliegenden Wochen ist es der documenta fifteen leider nicht vollständig gelungen, den von ihr selbst erzeugten Eindruck zu widerlegen, man würde dem israelbezogenen Antisemitismus mit Hilfe mindestens eines künstlerischen Beitrags mittelbar ein Podium ermöglichen. Trotz aller Bemühungen, gerade auch der Hessischen Landesregierung, bleibt der Eindruck bestehen, dass seitens der documenta leider nicht konsequent genug die notwendige Abgrenzung zu Akteuren und Erscheinungsformen des israelbezogenen Antisemitismus erfolgt.

Die über Wochen schon kritisch bewertete Gruppe „The Question of Funding“ bestärkt mit ihrem Beitrag „Guernica Gaza“ die Kritik zusätzlich. Die künstlerische Gleichsetzung der Verbrechen des faschistischen Deutschen Reiches während des spanischen Bürgerkrieges mit den Handlungen der israelischen Armee lässt kaum Zweifel an der Absicht der Künstlerinnen und Künstler in der Diffamierung Israels zu. Wer Guernica und Gaza in eine Reihe stellt, befördert den israelbezogenen Antisemitismus im Gewande der Kunstfreiheit – und dies muss sich, The Question of Funding‘ zuschreiben lassen.

Es liegt an der documenta, sich für den weiteren Verlauf der Ausstellung umso deutlicher gegen jegliche Form des Antisemitismus zu positionieren und auch Grenzen der Kunstfreiheit aufzuzeigen. Es braucht gerade im Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus ein höheres Maß an Sensibilität. Wir haben in unserem Land leider eine Salonfähigkeit des israelbezogenen Antisemitismus, der gefährliche Orte der Verbreitung von Judenfeindlichkeit schafft, da der Antisemitismus zu wenig Gegenwehr erfährt, wenn er als falsch verstandene Form von Kunst- oder Meinungsfreiheit im Kontext des Nahost-Konfliktes daherkommt. Es braucht endlich eine klare Abgrenzung gegenüber Akteuren und Erscheinungsformen dieser Ausprägung des Antisemitismus.

Mit der Unterstützung oder geäußertem Verständnis für die antisemitische Boykottbewegung BDS, der Diffamierung Israels als Apartheidstaat oder der pauschalen Verurteilung dieses Landes muss endlich Schluss sein. Wer die antisemitische BDS-Bewegung unterstützt, sollte keine öffentlichen Bühnen mehr in der Zukunft erhalten.“

„Wer Israel einen Apartheid-Staat nennt, lügt“ steht auf dem Schild. Eine ausführliche Erklärung zu dieser Aussage finden Sie auf Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „Israel ist kein Apartheid-Staat“.

„Nein zum Judenhass. Nein zum BDS“ steht auf dem Plakat. Eine ausführliche Erklärung zu dieser Aussage finden Sie auf Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „BDS – Eine Kampagne des Hasses“.

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BDS und documenta fifteen – Entscheiden Sie selbst!

In diesem Artikel wird es nicht darum gehen, ob man Künstlerinnen und Künstler, die der BDS-Kampagne nahe stehen, mit deutschen Steuergeldern eine subventionierte Plattform geben sollte. Dieser Artikel wird lediglich erklären, worum es bei BDS geht. Danach können Sie sich eine eigene Meinung zu BDS bilden und entscheiden, ob Sie die documenta fifteen in Kassel mit einem Besuch beehren wollen.

In Israel sind Muslime und Juden Nachbarn. Sie sind einander Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordnete, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute.

All diese Menschen werden von der weltweit agierenden Kampagne des Hasses BDS diskriminiert.

Der Name BDS steht für „Boycott, Divestment and Sanctions“BDS wendet sich gegen ganz Israel und kulturell gegen alles, was israelisch ist. Die Politik von BDS lässt sich auf diese Formeln bringen:

„Kauft nicht bei Israelis!“
„Israel ist unser Unglück!“
„Kein Dialog mit Israel!“

Mit einer Person, die man boykottiert und mit der man nicht redet, kann man keinen Frieden schließen. BDS will keinen Frieden!

Über zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Sie leben in Frieden, Nachbarschaft, Gleichberechtigung, Toleranz und Respekt mit Juden leben. Sie sind alle Israelis und somit auch Ziel der Diskrimierung von BDS. Die Kampagne fordert dazu auf, diese Muslime zu boykottieren und zu sanktionieren, sowie jede Form der Unterstützung mit diesen Muslimen zu kappen.

BDS fordert dazu auf, Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben, so zu behandeln, wie Juden von Judenhassern behandelt werden.

Von allen Ländern der Welt, in denen über zwanzig Prozent der Bevölkerung Muslime sind, ist Israel das Land, in dem die Muslime am freiesten sind. Dennoch boykottiert BDS dieses Land und nicht die vielen anderen Länder, in denen Muslime diskriminiert, verfolgt und getötet werden, wenn sie beispielsweise homosexuell sind, zu einem anderen Glauben konvertieren, die eigene Regierung kritisieren oder Allah in Frage stellen.

BDS richtet sich auch nicht gegen all die Länder, in denen Christen und Juden verfolgt werden, sondern nur gegen Israel, wo Juden, Christen und Muslime die gleichen Rechte haben.

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem alle Bürgerinnen und Bürger sicher in einer Demokratie leben, die es ihnen erlaubt, schwul oder lesbisch zu sein. Gegen diese Menschen richtet sich BDS!

Israel ist das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Die israelische Regierung ist somit die einzige auch von Muslimen und Arabern demokratisch gewählte Vertretung eines Landes im Nahes Osten. Gegen diese Demokratie hetzt BDS.

Ein Judenhasser kritisiert an Juden Dinge, die er bei Nicht-Juden durchgehen lässt. BDS tut genau das. BDS schweigt zu sämtlichen barbarischen Unmenschlichkeiten der Welt, kritisiert aber Israel, weil das Land nicht perfekt ist.

Für BDS muss Israel übermenschlich sein, um existieren zu dürfen. Für den Rest der Menschheit reicht es, menschlich zu sein. Ein israelischer Politiker wird bereits verteufelt, wenn er kein Heiliger ist. Ein arabischer Politiker jedoch wird schon zum Heiligen erklärt, wenn er kein Teufel ist.

Israel ist zwar nicht perfekt, aber es gibt kein Land, das es bei vergleichbarer Gefahr besser macht als Israel. BDS reicht das nicht.

Für BDS ist nur ein perfekter Jude ein guter Jude und nur die guten Juden dürfen bleiben. Das ist die Kampagne des Hasses, für die BDS steht.

Und jetzt entscheiden Sie selbst, wie sie zu BDS stehen und ob Sie die documenta fifteen in Kassel besuchen möchten.

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