Kommt ein Jude in die Vereinten Nationen …

Wer bisher nicht verstanden hat, warum Benjamin Netanjahu in Israel so beliebt ist, weil er über diesen Mann immer nur aus der europäischen Presse erfahren hat, sollte sich einmal die Zeit nehmen, nicht nur die Dinge zu lesen, die über ihn gesagt werden, sondern auch mal die Dinge, die er selber sagt. Sie zeigen nämlich, dass er ein Mann des Friedens, der Vernunft und der Zukunft ist. Die folgende Rede hielt er am 22. September 2016 in den Vereinten Nationen. Es ist eine wahrlich grandiose Rede. Ich möchte die Rede wie folgt überschreiben:

Benjamin Netanjahu erzählt von einem Witz!

Herr Präsident,
meine Damen und Herren,

was ich jetzt sage, wird Sie schockieren: Israel hat eine glänzende Zukunft in den Vereinten Nationen vor sich. Ich weiß, es muss Sie überraschen, das ausgerechnet von mir zu hören, da ich Jahr für Jahr an diesem Podium gestanden und die Vereinten Nationen für ihre obsessive Voreingenommenheit gegenüber Israel gescholten habe. Die UNO hat jedes schonungslose Wort verdient, bedenkt man das schändliche Tun der Generalversammlung, im vergangenen Jahr zwanzig Resolutionen gegen den demokratischen Staat Israel verabschiedet zu haben, aber nur die Summe von exakt drei Resolutionen gegen alle anderen Länder auf diesem Planeten. Israel, zwanzig; der Rest der Welt, drei.

Und was ist mit dem Witz, der sich UN-Menschenrechtsrats nennt und jedes Jahr Israel mehr verurteilt als alle anderen Länder der Welt zusammen? In einer Welt, in der Frauen systematisch vergewaltigt, ermordet und als Sklavinnen verkauft werden, welches ist wohl das einzige Land, das die UN-Kommission dieses Jahr auserkoren hat, um es für die Behandlung von Frauen zu verurteilen? Ja, Sie haben richtig geraten: Israel. Israel! Israel, wo Frauen Kampfjets fliegen, große Unternehmen und Universitäten leiten, dem Obersten Gericht schon zwei Mal vorstanden und als Sprecherinnen in der Knesset und als Premierministerin gedient haben.

Und der Zirkus geht weiter bei der UNESCO. Die UNESCO ist als UN-Gremium damit beauftragt, das Weltkulturerbe zu erhalten. Es ist schwer zu glauben, was ich jetzt sage, aber diese UNESCO verweigerte dem jüdischen Volk tatsächlich jüngst die in 4000 Jahren gewachsene Verbindung zu seiner heiligsten Stätte, dem Tempelberg. Das ist genauso absurd, wie die Verbindung zwischen der Chinesischen Mauer und China zu leugnen.

Meine Damen und Herren,

die UNO hat einst als eine moralische Instanz begonnen, sie ist aber zu einer moralischen Farce verkommen. Sie werden jetzt vielleicht denken, wenn es in den Vereinten Nationen um Israel geht, wird sich nichts mehr ändern, aber da irren Sie sich. Sehen Sie, all das wird sich ändern und viel früher als Sie denken. Die Veränderungen werden sich auch in diesem Saal manifestieren. Wenn Sie wieder zu Hause sind, werden Ihre Regierungen schon sehr bald ihre Haltungen zu Israel verändern und das wird früher oder später dafür sorgen, dass auch Sie Ihre Wahlentscheidungen über Israel hier in den Vereinten Nationen überdenken. Immer mehr Nationen, ob nun in Asien, Afrika oder in Lateinamerika, werden Israel als starken Partner erkennen im Kampf gegen den Terrorismus von heute und im Entwickeln von Technologien von morgen.

Heute pflegt Israel diplomatische Beziehungen zu mehr als 160 Ländern. Das ist fast doppelt zu viel als zu der Zeit, da ich hier vor rund dreißig Jahren als Israels Botschafter diente. Und diese Beziehungen werden jeden Tag tiefer und intensiver. Die Führer der Welt wissen immer mehr zu schätzen, dass Israel ein starkes Land mit einem der besten Nachrichtendienste der Welt ist. Aufgrund unserer unerreichten Erfahrung und unseren bewährten Fähigkeiten im Kampf gegen den Terrorismus, suchen viele Ihrer Regierungen unsere Hilfe, um Ihre Länder sicher zu halten.

Viele streben danach, von Israels Einfallsreichtum zu profitieren, sei es nun in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen, in der Wasseraufbereitung, in der Internetsicherheit, der Verarbeitung von großen Datenmengen, der Netzwerkerweiterung oder der Entwicklung künstlicher Intelligenzen, all das Wissen, das die Welt in jeder Hinsicht verändert.

Sie sollten dies bedenken: Israel ist weltweit führend in der Wiederaufbereitung von Abwasser. Wir recyceln über 90% unseres Abwassers. Wie bemerkenswert ist das? Nun, das nächste Land auf der Liste recycelt nur etwa 20% des Abwassers. Israel ist somit eine globale Wassermacht. Wenn wir also eine durstige Welt haben, und die haben wir, dann gibt es dagegen keinen besseren Verbündeten als Israel.

Wie sieht es mit der Internetsicherheit aus? Das ist ein Thema, das uns alle betrifft. Israel macht zwar nur ein Zehntel eines Prozents der Weltbevölkerung aus, hat aber dennoch im vergangenen Jahr rund zwanzig Prozent aller weltweit privaten Investitionen im Bereich der Internetsicherheit getätigt. Verdauen Sie diese Zahl erst einmal. In der Internetsicherheit schlägt sich Israel erfolgreich satte 200 mal über seiner Gewichtsklasse. Somit ist Israel ebenfalls eine globale Internetmacht. Wenn Hacker Ihre Banken, Flugzeuge, Stromnetze und so ziemlich alle anderen Netzwerke attackieren, bietet Israel unverzichtbare Hilfe an. Die Regierungen der Welt ändern ihre Haltungen zu Israel, weil sie wissen, dass Israel ihnen helfen kann, ihre Völker zu schützen, zu ernähren und ihr Leben besser zu gestalten.

In diesem Sommer hatte ich die unglaubliche Gelegenheit, diese Veränderungen mit eigenen Augen zu sehen und zwar als ich eine unvergessliche Reise in vier afrikanische Länder tätigte. Es war der erste Afrikabesuch eines israelischen Premierministers seit Jahrzehnten. Im Laufe des heutigen Tages werde ich mich zudem mit Führern von 17 afrikanischen Ländern treffen, um darüber zu diskutieren, wie israelische Technologien helfen können, diese Länder in ihren Bemühungen zu unterstützen, die eigene Situation zu verbessern. In Afrika, ändern sich die Dinge! Auch in China, Indien, Russland, Japan ändert sich die Haltung zu Israel ebenfalls. Diese mächtigen Nationen wissen, dass Israel trotz der geringen Größe große Veränderungen in vielen, vielen Bereichen bewirken kann, die ihnen wichtig sind.

Aber jetzt werde ich Sie noch mehr überraschen. Sie werden feststellen, dass die größte Veränderung in der Haltung zu Israel anderswo stattfinden wird, nämlich in der arabischen Welt. Unsere Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien sind Stabilitätsanker im sonst so unsicheren Nahen Osten. Und daher sage ich Ihnen noch etwas: Zum ersten Mal in meinem Leben, erkennen viele andere Staaten in der Region, dass Israel nicht ihr Feind ist, sie erkennen vielmehr, dass Israel ihr Verbündeter ist! Unsere gemeinsamen Feinde sind der Iran und ISIS. Unsere gemeinsamen Ziele sind Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Ich glaube daher, dass wir in den kommenden Jahren zusammenarbeiten werden, um diese gemeinsamen Ziele in offener Zusammenarbeit zu verwirklichen.

Israels diplomatische Beziehungen erleben gerade nichts weniger als eine Revolution. In dieser Revolution werden wir jedoch nie unsere liebste Allianz und unsere tiefste Freundschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika vergessen. Sie ist die stärkste und großzügigste Nation auf der Erde.

(Applaus im Saal)

Unsere unzertrennliche Verbindung mit den Vereinigten Staaten von Amerika geht über Parteien und Politik hinaus. Sie zeigt sich vor allem in der überwältigenden Solidarität, die Israel unter dem amerikanischen Volk erfährt, eine Unterstützung, die sich zur Zeit auf einer Rekordhöhe befindet und für die wir sehr dankbar sind.

Die Vereinten Nationen prangern Israel an. Die Vereinigten Staaten unterstützen Israel. Eine zentrale Säule dieser Unterstützung bei den Vereinten Nationen ist Amerikas konsequente Verteidigung Israels. Ich schätze Präsident Obamas Engagement für diese langjährige US-Politik. Um genau zu sein, das einzige Mal, dass die Vereinigten Staaten während der Obama-Präsidentschaft ein Veto im UN-Sicherheitsrat einbrachten, war es ein Veto gegen eine anti-israelische Resolution aus dem Jahr 2011. Wie Präsident Obama zu Recht auf diesem Podium erklärte, Frieden kommt nicht von Erklärungen und Resolutionen der Vereinten Nationen.

Ich glaube, der Tag ist nicht mehr fern, da Israel sich auf viele, viele weitere Länder verlassen können wird, die dann mit uns und zu uns unter den Vereinten Nationen stehen. Langsam, aber sicher, finden die Zeiten, da UN-Botschafter reflexartig Israel verurteilten, ein Ende.

Meine Damen und Herren,

die automatische Mehrheit gegen Israel, die sich heute noch regelmäßig in der UNO einstellt, erinnert mich an die unglaubliche Geschichte von Hiroo Onada. Hiroo war ein japanischer Soldat, der im Jahre 1944 auf die Philippinen versetzt wurde. Dort lebte er im Dschungel, ernährte sich von der Umgebung und entzog sich mehrfach Festnahmen. Er ergab sich erst im Jahr 1974, rund 30 Jahre nachdem der Zweite Weltkrieg bereits zu Ende war. Jahrzehnte weigerte sich Hiroo zu glauben, dass der Krieg vorbei war. Während sich Hiroo im Dschungel versteckte, schwammen japanische Touristen in Pools amerikanischer Luxushotels in der Nähe von Manila. Schließlich erbarmte sich ein ehemaliger Kommandant Hiroos und konnte ihn davon überzeugen, aus seinem Versteck zu kommen. Erst da legte Hiroo seine Waffen nieder.

Meine Damen und Herren,
verehrte Delegierte aus so vielen Ländern,

ich habe heute eine Nachricht für Sie: Legen Sie Ihre Waffen nieder. Der Krieg gegen Israel bei den Vereinten Nationen ist zu Ende!

Einige von Ihnen wissen es vielleicht noch nicht, aber ich bin zuversichtlich, eines Tages, in nicht allzu ferner Zukunft, werden auch Sie die Meldung von Ihrem Präsidenten oder von Ihrem Premierminister erhalten, dass der Krieg gegen Israel in den Vereinten Nationen vorbei ist. Ja, ich weiß auch, es könnte noch ein Sturm vor der Ruhe kommen. Ich habe hier nämlich wieder die Absicht vernommen, dass später dieses Jahres hier in der UNO wieder gegen Israel agitiert werden soll. Aber glaubt hier wirklich jemand ernsthaft, dass Israel die Vereinten Nationen über Sicherheitsfragen und nationale Interessen Israels bestimmen lassen wird? Wir werden die Versuche der Vereinten Nationen, Israel Bedingungen zu diktieren, nie akzeptieren, denn wir wissen um die Geschichte der Feindseligkeit der Vereinten Nationen gegenüber Israel! Der Weg zum Frieden führt durch Jerusalem und Ramallah, nicht durch New York.

Aber unabhängig davon, was in den nächsten Monaten passieren wird, ich habe vollstes Vertrauen, dass sich in den kommenden Jahren das gute Ansehen Israels unter den Nationen der Welt auch auf das Ansehen Israels unter den Nationen in diesem Saal auswirken wird. Ich habe sogar so viel Zutrauen, dass ich vorhersage, in einem Jahrzehnt von heute wird ein israelischer Premierminister hier stehen, wo ich jetzt stehe und den Vereinten Nationen applaudieren.

Aber jetzt frage ich Sie: Warum müssen wir ein ganzes Jahrzehnt warten? Warum wollen Sie weiter Israel verleumden? Vermutlich, weil einige von Ihnen noch nicht begriffen haben, dass die obsessive Voreingenommenheit gegenüber Israel nicht nur ein Problem für mein Land ist, sondern auch ein Problem für Ihre Länder. Wenn die UNO nämlich so viel Zeit damit verbringt, die einzige liberale Demokratie im Nahen Osten zu verurteilen, hat sie viel weniger Zeit, um Krieg, Krankheit, Armut, Klimawandel und all die anderen ernsten Problemen zu adressieren, die diesen Planeten plagen.

Oder haben Sie das Abschlachten einer halben Million Syrer mit Ihrer Verurteilung Israels verhindert? Das Israel, das Tausende von verletzten Syrern in Krankenhäusern aufgenommen und behandelt hat. Darunter ist ein Feldlazarett, das meine Regierung auf der Golanhöhe entlang der Grenze zu Syrien gebaut hat. Haben Sie all den an Kränen aufgehängten Homosexuellen im Iran durch Ihre Verunglimpfung Israels geholfen, dem Israel, wo Homosexuelle stolz in unseren Straßen marschieren und in unserem Parlament dienen? Ich bin stolz darauf, dass sie auch in meiner Likud-Partei sind. Haben Sie den hungernden Kinder in der brutale Tyrannei Nordkoreas mit Ihrer Dämonisierung Israels geholfen, Israel, dessen landwirtschaftliches Wissen den Hunger in Entwicklungsländern bekämpft?

Je früher die Obsession der Vereinten Nationen mit Israel endet, umso besser. Es ist besser für Israel, besser für Ihre Länder und besser für die Vereinten Nationen selbst!

Meine Damen und Herren,

wenn schon die Gewohnheiten der Vereinten Nationen schwer aussterben, sterben palästinensische Gewohnheiten noch viel schwieriger aus. Präsident Abbas hat gerade von diesem Podium aus die Balfour-Deklaration angegriffen. Er bereitet momentan eine Klage gegen Großbritannien vor, aufgrund der Erklärung von 1917. Das ist fast 100 Jahren her. Da steckt mal jemand in der Vergangenheit fest! Die Palästinenser können genauso gut den Iran für die Erklärung Nebukadnezars verklagen, der es uns Juden erlaubte, unseren Tempel in Jerusalem vor 2500 Jahre wieder aufzubauen. Oder wo wir schon mal dabei sind, warum bringen die Palästinenser nicht direkt eine Sammelklage gegen Abraham ein, weil er ein Grundstück in Hebron kaufte, wo die Väter und Mütter des jüdischen Volkes vor 4000 Jahren begraben wurden?

(Stille im Saal)

Sie lachen nicht? Es ist nicht absurder als die britische Regierung für die Balfour-Deklaration zu verklagen! Meint er das ernst? Das wird ernst genommen hier?

Präsident Abbas greift die Balfour-Deklaration an, weil sie das Recht des jüdischen Volkes zu einer nationalen Heimstätte in dem Land Israel anerkennt. Die Vereinten Nationen unterstützten die Errichtung eines jüdischen Staates im Jahr 1947, weil sie unser historisches und moralisches Recht an einem Land in unserer Heimat anerkannten. Doch heute, fast 70 Jahre später, weigern sich die Palästinenser immer noch, dieses Recht anzuerkennen. Sie erkennen weder unser Recht auf eine Heimat an, noch unser Recht auf einen Staat und eine eigene Gesetzgebung. Sie erkennen nichts an! Die anhaltende palästinensische Weigerung, den jüdischen Staat in irgendeiner Grenze anzuerkennen, ist der wahre Kern des Konflikts. Sie sehen, in diesem Konflikt geht es nicht um die Siedlungen. Darum ging es nie.

Der Konflikt tobte schon Jahrzehnte vor der ersten Siedlung, als Judäa, Samaria und Gaza noch allesamt in arabischer Hand waren. Seit die Westbank und der Gazastreifen in arabischer Hand sind, werden wir aus diesen Gebieten angegriffen, wieder und wieder und wieder. Als wir alle 21 Siedlungen im Gazastreifen aufgaben und uns gänzlich selbst aus den letzten Winkeln Gazas verabschiedeten, bekamen wir nicht Frieden aus dem Gazastreifen. Wir bekamen Tausende von Raketen, die aus dem Gazastreifen auf uns abgefeuert wurden. Dieser Konflikt tobt, weil die Siedlungen, die die Palästinenser nicht anerkennen, folgende Namen tragen: Haifa, Jaffa und Tel Aviv.

Die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Siedlungen ist eine reale Frage. Sie kann und muss in Verhandlungen gelöst werden. Aber in diesem Konflikt ging es nie um Siedlungen oder um die Errichtung eines palästinensischen Staats. Es ging immer schon um die Existenz eines jüdischen Staates in irgendeiner Grenze.

Meine Damen und Herren,

Israel ist bereit, ich bin bereit, über sämtliche endgültigen Fragen zu verhandeln, bis auf eine Sache: Ich werde nie über unser Recht verhandeln, einen eigenen und einzigen jüdischen Staat zu haben.

(Anhaltender Beifall im Saal)

Wow, anhaltender Beifall für den Premierminister von Israel in der UN-Generalversammlung? Die Veränderung kommt früher als ich dachte.

Hätten die Palästinenser im Jahr 1947 zu dem jüdischen Staat Ja gesagt, hätte es nie einen Krieg gegeben und somit auch keine Flüchtlinge und keinen Konflikt. Sobald die Palästinenser zu einem jüdischen Staat Ja sagen, werden wir in der Lage sein, diesen Konflikt ein für allemal zu beenden. Nun, genau hier liegt die Tragödie. Die Palästinenser sind nicht nur in der Vergangenheit gefangen, ihre Führer vergiften sogar die Zukunft. Ich möchte Sie einmal bitten, sich den Tag eines 13-jährigen palästinensischen Jungen vorzustellen. Nennen wir ihn Ali.

Ali wacht vor der Schule auf. Er geht zu seiner Fußballmannschaft trainieren, benannt nach Dalal Mughrabi, einem palästinensischen Terroristen, der für den Mord an 37 Israelis in einem Bus verantwortlich ist. Danach geht Ali zur Schule und nimmt dort an einer Veranstaltung teil, finanziert vom palästinensischen Bildungsministerium zu Ehren Baha Alyans bei, der im vergangenen Jahr drei israelische Zivilisten ermordet hat. Auf seinem Weg nach Hause, geht Ali an eine hoch aufragende Statue vorbei, die erst vor ein paar Wochen von der palästinensischen Behörde errichtet wurde, um Abu Sukar zu ehren, der eine Bombe im Zentrum von Jerusalem zur Detonation gebracht, bei der 15 Israelis getötet wurden. Ali kommt nach Hause und schaltet den Fernseher ein. Er sieht ein Interview mit dem hochrangigen palästinensischen Beamten Jibril Rajoub, der sagt, dass, wenn er eine Atombombe hätte, er sie noch heute über Israel hochgehen lassen würde. Ali schaltet das Radio an und hört Präsident Abbas Berater, Sultan Abu al-Einein, der Palästinenser dies erklärt: „Schlitzt die Kehlen der Israelis auf, wo Ihr sie findet.“ Daraufhin überprüft Ali sein Facebookprofil und sieht dort einen kürzlich erschienenen Beitrag von Präsident Abbas‘ Fatah-Partei, wo das Massaker an elf israelische Athleten bei den Olympischen Spielen in München als eine „Heldentat“ feiert. Auf YouTube, sieht Ali dann einen Clip von Präsident Abbas selbst, der sagt: „Wir begrüßen jeden Tropfen Blut, der in Jerusalem verschüttet wird.“ Das ist ein direktes Zitat. Beim Abendessen fragt Ali seine Mutter, was passiert, wenn er einen Juden getötet und dafür in ein israelisches Gefängnis muss. Hier ist, was ihm die Mutter erzählt. Sie sagt, dass er dafür Tausende von Dollar jeden Monat von der Palästinensischen Behörde bekommt. Genauer gesagt sagt sie ihm, desto mehr Juden er tötet, desto mehr Geld bekommt er. Ach ja, und wenn er aus dem Gefängnis kommt, so sagt sie, bekommt Ali noch einen guten Job in der Palästinensischen Behörde.

Meine Damen und Herren,

das ist alles real! Es passiert jeden Tag, die ganze Zeit. Leider ist Ali kein Einzelfall. Er repräsentiert Hunderttausende von palästinensischen Kindern, die jeden Moment mit Hass indoktriniert werden, jede Stunde. Das ist Kindesmissbrauch!

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind würde dieser Gehirnwäsche unterzogen. Stellen Sie sich vor, wie schwer es für einen kleinen Jungen oder ein kleines Mädchen ist, aus dieser Kultur des Hasses auszubrechen. Manche schaffen es, aber viel zu viele schaffen es nicht. Wie kann irgendeiner von uns erwarten, dass junge Palästinenser den Frieden unterstützen, wenn ihre Führer ihre Gedanken für den Frieden vergiften? Wir in Israel tun das nicht! Wir erziehen unsere Kinder zum Frieden. Wir haben erst vor kurzem ein Pilotprogramm gestartet, meine Regierung hat das getan, um das Studium der arabischen Sprache für jüdische Kinder obligatorisch zu machen, damit wir einander besser verstehen können, um gemeinsam Seite an Seite in Frieden leben zu können.

Natürlich gibt es in Israel, wie in allen Gesellschaften, auch Extremisten. Aber unsere Antwort auf diese Extremisten macht den Unterschied! Nehmen Sie nur den tragische Fall von Ahmed Dawabsha. Ich werde nie vergessen, wie ich nur wenige Stunden nach dem Angriff Ahmed im Krankenhaus besuchte. Ein war ein kleines Kind, ein Baby und war schwer verbrannt. Ahmed war das Opfer einer schrecklichen Tat eines jüdischen Terroristen. Er lag bandagiert und bewusstlos, während israelische Ärzte rund um die Uhr daran arbeiteten, ihn zu retten.

Keine Worte können der Familie dieses Jungen Trost bringen. Dennoch, als ich an seinem Bett stand, sagte ich zu seinem Onkel: „Das ist nicht unser Volk. Das ist nicht unser Weg.“ Ich ordnete daraufhin außerordentliche Maßnahmen an, um Ahmeds Angreifer vor Gericht zu bringen. Heute sitzen die jüdischen Bürger Israels, die beschuldigt werden, den Angriff auf die Familie Dawabsha begangen zu haben, im Gefängnis und erwarten ihren Prozess.

Einige werden nun sagen, diese Geschichte zeige, dass beide Seiten ihre Extremisten hätten und beide Seiten gleichermaßen verantwortlich seien für diesen scheinbar endlosen Konflikt. Aber Ahmeds Geschichte beweist tatsächlich das genaue Gegenteil. Es zeigt die tiefen Unterschiede zwischen unseren beiden Gesellschaften. Während die israelische Führung Terroristen verurteilt, und zwar alle Terroristen, Araber und Juden gleichermaßen, feiern palästinensische Führer ihre Terroristen. Während in Israel die handvoll jüdischer Terroristen in Gefängnissen sitzen, bezahlen die Palästinenser Tausende von Terroristen unter ihnen. Daher rufe ich Präsident Abbas auf: Sie haben die Wahl! Sie können weiterhin den Hass schüren, wie Sie es heute getan haben, oder Sie können endlich gegen den Hass vorgehen und mit mir daran arbeiten, Frieden zwischen unseren beiden Völkern zu schaffen.

Meine Damen und Herren,

ich höre das Gemurmel. Ich weiß, dass viele von Ihnen den Frieden aufgegeben haben. Aber ich möchte, dass Sie wissen: Ich habe den Frieden nicht aufgegeben. Ich bleibe der Vision von Frieden verpflichtet, basierend auf zwei Staaten für zwei Völker. Ich glaube, so stark wie nie zuvor, dass die Veränderungen in der arabischen Welt uns eine einmalige Gelegenheit bieten werden, diesen Frieden zu verwirklichen.

Ich lobe Präsident el-Sisi von Ägypten für seine Bemühungen, Frieden und Stabilität in unserer Region zu fördern. Israel begrüßt den Geist der arabischen Friedensinitiative und begrüßt einen Dialog mit den arabischen Staaten, um einen größeren Frieden zu befördern. Ich glaube zudem, um einen breiten Frieden für alle zu erreichen, müssen die Palästinenser ein Teil der Verhandlungen werden. Ich bin bereit, sofort Verhandlungen zu beginnen, um Frieden zu erreichen und zwar heute, nicht morgen, nicht nächste Woche, heute!

Vor einer Stunde sprach Präsident Abbas hier. Wäre es nicht besser, wenn wir, statt aneinander vorbei zu reden, miteinander reden würden? Präsident Abbas, statt hier bei den Vereinten Nationen in New York gegen Israel zu reden, lade ich Sie herzlich ein, in der Knesset in Jerusalem zum israelischen Volk zu sprechen. Ich spreche im Gegenzug gerne zum palästinensischen Parlament in Ramallah.

Meine Damen und Herren,

während wir in Israel den Frieden mit all unseren Nachbarn suchen, wissen wir auch, dass der Frieden keinen größeren Feind kennt als die Kräfte des militanten Islams. Die blutige Spur dieses Fanatismus‘ zieht sich durch alle Kontinente, die hier vertreten sind. Sie läuft durch Paris und Nizza, Brüssel und Bagdad, Tel Aviv und Jerusalem, Minnesota und New York, von Sydney bis nach San Bernardino. So viele haben bereits unter dieser Barbarei gelitten: Christen und Juden, Frauen und Homosexuelle, Yeziden und Kurden und viele, viele andere. Den höchsten Preis aber zahlen die unschuldigen Muslime. Hunderttausende von ihnen wurden unbarmherzig geschlachtet, Millionen zu verzweifelten Flüchtlingen verdammt, zig Millionen brutal unterjocht. Die Niederlage des militanten Islam wird ein Sieg für die ganze Menschheit sein, aber vor allem ein Sieg für die vielen Muslime, die ein Leben ohne Angst suchen, ein Leben in Frieden und Hoffnung.

Um die Kräfte des militanten Islams zu besiegen, müssen wir sie unnachgiebig bekämpfen. Wir müssen sie in der realen Welt bekämpfen und in der virtuellen Welt. Wir müssen ihre Netzwerke zerstören, ihre Finanzierungen kappen und ihre Ideologie diskreditieren. Wir können sie besiegen und wir werden sie besiegen. Mittelalterlichkeit passt nicht in die Moderne. Hoffnung ist stärker als Hass. Freiheit ist stärker als Angst. Wir schaffen das!

Meine Damen und Herren,

Israel schlägt diese schicksalshafte Schlacht gegen die Kräfte des militanten Islam jeden Tag. Wir schützen unsere Grenzen vor ISIS, wir verhindern, dass kriegsentscheidende Waffen an die Hisbollah im Libanon geschmuggelt werden, wir vereiteln palästinensische Terroranschläge in Judäa und Samaria, bekannt als Westbank, und wir halten die Hamas von Raketenangriffen aus Gaza ab.

Das ist der selbe Hamasterror, der sich grausam, unglaublich grausam, weigert, uns drei unserer Bürger auszuliefern, sowie die Leichen der zwei gefallenen Soldaten Oron Shaul und Hadar Goldin. Hadar Goldins Eltern, Leah und Simcha Goldin, sind heute hier bei uns. Sie haben nur eine Bitte: Ihren geliebten Sohn in Israel begraben zu können. Alles, worum sie bitten, ist diese einfache Sache: Sie wollen in der Lage sein, das Grab ihres gefallenen Sohns Hadar in Israel besuchen zu können. Die Hamas weigert sich. Sie könnte sich nicht weniger interessieren. Ich flehe Sie an, sich an die Seite der Familie zu stellen, zu uns, mit allem, was in unserer Welt anständig ist, um gegen die Unmenschlichkeit der Hamas anzugehen, denn die Hamas ist unanständig und barbarisch. Die Hamas bricht jede menschliche Regel, die im Buche steht. Haut der Hamas dieses Buch um die Ohren!

Meine Damen und Herren,

die größte Bedrohung für mein Land, für unsere Region und letztlich für unsere ganze Welt ist und bleibt das militante islamische Regime im Iran. Der Iran fordert offen Israels Vernichtung, droht den Ländern im Nahen Osten und fördert den Terror weltweit. In diesem Jahr hat der Iran im offenen Bruch der Resolutionen des Sicherheitsrates Raketen abgefeuert. Der Iran geht aggressiv gegen den Irak, Syrien und Jemen vor. Der Iran ist der vorderste Unterstützer des weltweiten Terrorismus‘ und baut sein globales Terrornetzwerk aus. Das Terrornetzwerk umspannt mittlerweile alle fünf Kontinenten. Der springende Punkt ist daher, die Bedrohung des Irans, die uns alle betrifft, ist nicht hinter uns, sie liegt noch vor uns. In den kommenden Jahren müssen wir unsere vereinten Kräfte nachhaltig gegen die iranischen Aggressionen und den iranischen Terror bündeln. Wieder ein Jahr näher an den Tag, da die Atombeschränkungen für den Iran aufgehoben werden, lassen Sie mich eins klar sagen: Israel wird es dem terroristischen Regime im Iran niemals erlauben, Atomwaffen zu entwickeln, nicht jetzt, nicht in einem Jahrzehnt, niemals!

(Beifall im Saal)

Meine Damen und Herren,

ich stehe heute vor Ihnen in einer Zeit, da Israels Ex-Präsident Shimon Peres, um sein Leben kämpft. Shimon ist einer von Israels Gründerväter, einer seiner kühnsten Staatsmänner und einer seiner angesehensten Führer. Ich weiß, Sie schließen sich alle meinem und dem Genesungswunsch des ganzen israelischen Volks an: Refuah shlemah, Shimon! Auf eine baldige Genesung.

Ich habe stets Shimons grenzenlosen Optimismus bewundert. Mich erfüllt die selbe Hoffnung. Ich bin voller Hoffnung, weil Israel in der Lage ist, sich selbst gegen jede Bedrohung zu verteidigen. Ich bin voller Hoffnung, weil die Tapferkeit unserer kämpfenden Männer und Frauen unübertroffen ist. Ich bin voller Hoffnung, weil ich die Kräfte der Zivilisation kenne, die letztlich immer über die Kräfte des Terrors triumphieren. Ich bin voller Hoffnung, denn im Zeitalter der Innovation, floriert Israel, die Nation der Innovation, wie nie zuvor. Ich bin voller Hoffnung, weil Israel unermüdlich daran arbeitet, die Situation all ihrer Bürger zu verbessern, für Juden, Muslime, Christen, Drusen, für alle gleich. Und ich bin voller Hoffnung, da ich trotz aller Neinsager glaube, dass wir in Israel einen dauerhaften Frieden mit allen unseren Nachbarn schmieden können.

(Beifall im Saal.)

Meine Damen und Herren,

ich bin zuversichtlich, über das, was Israel schaffen kann, weil ich gesehen habe, was Israel bisher geschafft hat. 1948 war das Jahr der israelischen Unabhängigkeit. Unsere Bevölkerung umfasste damals 800.000 Menschen. Unser wichtigstes Exportgut war Orangen. Die Leute sagten damals, wir seien zu klein, zu schwach, zu isoliert, zu demographisch unbedeutend, um zu überleben, geschweige denn zu gedeihen. Die Skeptiker lagen damals falsch in Sachen Israel. Und die Skeptiker liegen in Sachen Israel noch heute falsch! Israels Bevölkerung hat sich verzehnfacht. Unsere Wirtschaft hat sich vervierzigfacht. Heute ist unser größtes Exportgut die Technologie, israelische Technologie, welche weltweit Computer, Handys, Autos und vieles mehr ans Laufen bringt.

Meine Damen und Herren,

die Zukunft gehört jenen, die innovativ sind. Das ist der Grund, warum die Zukunft Ländern wie Israel gehört. Israel möchte Ihr Partner sein, diese Zukunft zu formen. Daher rufe ich Ihnen allen zu: Arbeiten Sie mit Israel zusammen, umarmen Sie Israel, träumen Sie mit Israel. Träumen Sie von einer Zukunft, die wir gemeinsam gestalten, eine Zukunft der atemberaubenden Fortschritte, eine Zukunft der Sicherheit, des Wohlstands und des Friedens, eine Zukunft der Hoffnung für die ganze Menschheit, eine Zukunft, in der Israel selbst bei den Vereinten Nationen, selbst in diesem Saal, aufgenommen wird, um unverbrüchlich seinen rechtmäßigen Platz unter den Nationen einzunehmen.

Vielen Dank.

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74 Antworten zu Kommt ein Jude in die Vereinten Nationen …

  1. Pingback: Kommt ein Jude in die Vereinten Nationen … | alfred_brockofblogwordpress

  2. Ralf Weber schreibt:

    Hier in Sachen UN und Israel von jemanden, der wirklich Erfahrung damit hat:

    http://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/ban-kritisiert-voreingenommenheit-gegenueber-israel/

    Und hier gibt es doch sehr konkrete Hoffnungen (wir dürfen nicht immer gleich dem ersten Schein urteilen):
    http://juedischerundschau.de/mike-pence-katholikal-und-ein-grosser-freund-israels-135910653/

  3. Pingback: Benjamin Netanjahu und die deutschen Friedensfreunde | Mission Impossible

  4. Pingback: Netanjahu erzählt einen Witz – Das Blog von Stefan O. W. Weiß

  5. Pingback: Bibi, mein Premier! | Die 13 Blumen

  6. Antonius Theiler geb.1941 schreibt:

    Richtig oder Falsch?

    Aus der Rede von Benjamin Netanjahu bei der UN.

    Meine Damen und Herren,

    wenn schon die Gewohnheiten der Vereinten Nationen schwer aussterben, sterben palästinensische Gewohnheiten noch viel schwieriger aus. Präsident Abbas hat gerade von diesem Podium aus die Balfour-Deklaration angegriffen. Er bereitet momentan eine Klage gegen Großbritannien vor, aufgrund der Erklärung von 1917. Das ist fast 100 Jahren her. Da steckt mal jemand in der Vergangenheit fest! Die Palästinenser können genauso gut den Iran für die Erklärung Nebukadnezars verklagen, der es uns Juden erlaubte, unseren Tempel in Jerusalem vor 2500 Jahre wieder aufzubauen. Oder wo wir schon mal dabei sind, warum bringen die Palästinensiser nicht direkt eine Sammelklage gegen Abraham ein, weil er ein Grundstück in Hebron kaufte, wo die Väter und Mütter des jüdischen Volkes vor 4000 Jahren begraben wurden?

    (Stille im Saal)
    Sie lachen nicht?

    Richtig oder Falsch?

    Grüße aus Dobl
    Antonius Theiler

    Können Hebräer dankbar sein?

    Ist euch die Bibel noch was wert?
    Wenn keiner sich um sie was schert.
    Steht nicht von Cyrus da was drin?
    Knechtschaft kommt da in den Sinn.

    Die Perser wurden zur Gotteshand.
    Nach Babylon er Cyrus rasch gesandt.
    Dort war das Bibelvolk in großer Not.
    Die Knechtschaft war fast schon ihr Tod.

    Man würde nicht kennen ihre Schrift.
    Ja die Bibel, die Tora, es gäbe sie nicht.
    Die Weltgeschichte hätte ein anderes Gesicht
    Und die Hebräer wären nicht beim jüngsten Gericht.

    Doch hat der Herr die Hilf geschickt.
    Die Pein war zu Ende, vergesst es nicht.
    Aus Persien kam die Befreiungsmacht.
    Sie hat auch den Tempel mit Schmuck bedacht.

    Dies muss das Hebräervolk bekennen.
    Und sich nicht neu ins Chaos verrennen.
    Die Völker der Erde sind alle gleich,
    wenn zum Berg des Herrn sie ziehen.
    Keiner den Worten Jesajas kann entfliehen.
    Diese Geschichte hält nicht Ochs und Esel auf.
    Es ist doch der gottgegebene Weltenlauf.

    Von Antonius Theiler.

  7. ceterum censeo schreibt:

    Der Mann hier hat auch etwas zu sagen. Besonders am Schluß zum Thema Israel, und was von Forderungen nach Entgegenkommen und Teilung des kleinen Landes zu halten ist. Nichts als Grauen und Tod war und ist seit jeher von den „Rechtgläubigen“ zu erhoffen.

  8. Jo schreibt:

    Lieber Blogbetreiber und liebe Leser,

    ich habe diese Rede gelesen, dank eines Artikels (H.M.Broder) auf achgut.com und danke zuerst dem Übersetzer hier für seine sicher anstengende, aber wichtige Arbeit.

    Zuerst: die Rede von Netanyahu ist eine wirklich selten gute, ja ich möchte sagen, excellente Rede und es ist typisch für unsere Lückenpresse, dass sie keine nennenswerte Beachtung fand.
    Natürlich kann nicht jede Rede vor der UN im Wortlaut in der dt. Presse gedruckt oder gesendet werden.
    Aber vor dem Hintergrund, dass es sich beim Thema Israel/Palästina um einen grundlegenden Konflikt für die ganze Welt handelt, wäre zumindest eine simple Information mit ggf. Verweis auf nähere Details an anderer Stelle zu erwarten gewesen.

    Ich muss weiter zugeben, dass ich sicher nicht vollumfängliches – und neutrales – Wissen über alle relevanten Details dieses Konflikts bis hin zu ihren historischen Grundlagen habe.
    Ich habe allerdings einiges gelesen (von den Büchern Scholl-Latours bis klassische Geschichtsliteratur) und informiere mich durchaus abseits der Lückenmedien – wie ich hoffe, meist seriös.

    Weiter muss ich zugeben, dass sich meine Ansichten zum Staat Israel im Laufe der Jahre doch auch geändert haben, d.h. meine anfänglich pro-palästinensische Haltung ist einem objektiveren Blick gewichen – tja, Lesen bildet und die Realität hierzulande tut ein Übriges.

    Ich kann und will die Sachlage des Konfliktes bzw. meine Einschätzung hier nicht ausführlich darstellen. Trotzdem ein paar kurze Gedanken:
    Ich halte zwar die Rede insgesamt für brilliant und auch in weiten Teilen überzeugend und glaubwürdig. Trotzdem lasse ich mich nicht blenden und mir die Sicht auf ebenso viele Widersprüche zum hier Gesagten vernebeln.
    Netanyahu hat sicher recht, was das israelische Selbstbestimmungsrecht und das Sähen von Hass ggü. dem jüdischen Volk von muslimischer Seite anbelangt. Israel hat das Recht sich zu verteidigen und auch präventiv tätig zu werden.
    Auch über den Terrorismus bzw. dessen Abwehr bin ich weitgehend mit Israel einverstanden.

    Nicht einverstanden bin ich jedoch damit, die ab den 1960er Jahren (auch wenn ich um den arabischen Angriffskrieg weiß) immer weitergehende Flächeneroberung arab. Territoriums als Nicht-Teil des Problems zu benennen.
    Wie soll den – bei Akzeptanz einer 2-Staatenlösung – ein palästinensischer Staat ausschauen und lebensfähig sein? Okay, er will verhandeln, aber warum entstehen dann immer neue jüdische Siedlungen? Damit werden doch Tatsachen geschaffen, die jedem israelischen MP zukünftig – bspw. bei Verhandlungen – innenpolitisch auf die Füße fallen.
    Über die Art und Weise, wie ausnahmslos alle Palästinenser in Israel und den besetzten Gebieten alltäglich von israelischen Behörden behandelt werden, habe ich u,a. in Büchern von Angelika Schrobbsdorf – selbst eine Halbjüdin und länger in Israel lebend – gelesen. Sie erscheint mir eine glaubhafte und nicht ideologisierte Zeitzeugin gewesen zu sein. Wenn also paläst. Kinder dies jeden Tag erleben, ist das zwar nicht vergleichbar mit dem von Netanyahu genannten Kind in Gaza, aber eben auch für eine Annäherung nicht hilfreiches Vorgehen.

    Zweitens – und das ist mein Hauptkritikpunkt – habe ich Widerspruch zu seinen Aussagen gegenüber der islamischen Republik Iran.
    Dieses Land hat – anders als die von Netanyahu so überbordend gelobten USA (nachvollziehbar, wenn man weiß, welchen Einfluss jüdische Lobbyorganisationen in den USA haben), noch kein Land angegriffen. Iran selbst wurde in den 1980er Jahren Ziel eines Angriffs von S. Husseins Irak unter tatkräftiger Unterstützung der USA. Es lohnt dazu sich näher zu informieren was bspw. ein G. Friedmann dazu aus US- Sicht erklärt.
    Man kann über die Politik des Iran sicher unterschiedlicher Auffassung sein und die Unterstützung des Iran für die Hisbollah in Libanon ist für den jüdischen Staat sicher ein relevantes Sicherheitsrisiko. Jedoch sagt Netanyaho, dass der Iran aktuell Irak, Syrien und Yemen angreift und dort Terror unterstützt: das wissen hoffentlich alle hier interessierten Leser etwas besser. Der Iran bzw. seine Revolutionsgarden kämpfen auf Bitten des gewähltem Präsidenten Assad an der Seite der regulären syrischen Armee mit Unterstützung der Russen gegen IS und al Nusra.
    Die Welt hat incl. der USA und Russland bzw. China ein Atomabkommen mit Iran geschlossen und es ist das Recht Irans, Nuklearenergie zivil zu nutzen. Es wäre aus Sicht des Iran sogar legitim, sich atomar zu bewaffnen. Kein Schutz der eigenen Sicherheit ist wirkungsvoller, als atomares Abschreckungspotential zu haben – siehe Nordkorea. Und wenn ich Chef im Iran wäre und sehe, wo die USA überall „tätig“ wurden, dann verstehe ich die Sorgen, die sich Iran macht.
    Zumal dort in den 1950er Jahren ja bereits ein demokratisch gewählter Präsident von der CIA und dem britischen Dienst weggeputscht wurde.
    Iran und Israel sollten also ebenso miteinander verhandeln und zu friedlichen Beziehungen übergehen.
    Im Yemen hat das Vorbild an Demokratie Saudi Arabien einen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen.
    Israel hat – vielleicht aus sicherheitstaktischen Erwägungen heraus – an seiner Grenze zu Syrien (Golan) lange Zeit IS- und Nusrakämpfer medizinisch versorgt- tlw. sogar auf israelischen Gebiet.

    Wenn wir also objektiv bleiben wollen, so wärmen wir uns nicht ausschließlich an der brillianten Rede, sondern hinterfragen trotzdem kritisch die Widersprüche.
    Ich verstehe die israelischen Sicherheitsbedürfnisse – sie sind existenziell.
    Noch nachvollziehbarer werden diese inzwischen, weil wir hier in Deutschland und Europa dank Fr. Merkel und Konsorten, ja die kulturelle Bereicherung durch islamische Gäste in Form von Terror und muslimischer- religiöser Ideologie bzw. deren Machtanspruch ganz real kennenlernen dürfen. Das hat Israel jeden Tag 24/7.

    Ich hoffe, dass die Mitforisten hier, diese Worte nicht falsch verstehen, sondern als eine Meinung eines Israel grundsätzlich wohlgesonnen Menschen, der aber weiß, dass es nicht nur die eine Wahrheit gibt. Hoffe, auf sachliche Reaktionen 🙂

  9. A.mOr schreibt:

    Man könnte meinen, daß es zugeneigter Leserschaft zur Pflichtkür wird sich hier bei Gerd Buurmann für die Übersetzung zu bedanken.

    Wenn man allerdings bedenkt, daß wir solche Überstzung nirgends sonst(??) haben, dann erst kann man einmal mehr die Arbeit von Gerd hoch schätzen!

    Danke dafür, Gerd!

    Und ja, auch schon einige Male anerkannt hier, eine hervorragende Rede (mal wieder) von Bibi!

  10. Onkel Dapte schreibt:

    Großartig, einfach großartig!
    Ich vergleiche diese Rede mit dem Gestammel von Merkel. Mir kommen die Tränen, ich kann sie nicht unterdrücken.

  11. Qwertzuiopü schreibt:

    Die Einladung an Abbas in der Knesset zu sprechen halte ich für eine ausgesprochen gute Idee.

    Habe mir die Rede nur als Übersetzung durchgelesen, aber das sind wirklich ganz andere Töne als ich bislang aus den Medien kannte.

  12. Eitan Einoch schreibt:

    Netanjahus Rede zeigt, dass der Zionismus eine wichtige Lektion verinnerlicht hat. Moralische Appelle an den Rest der Welt sind Zeitverschwendung. Worauf es ankommt, wenn man als (kleiner) Staat überleben will, ist a) eine kriegs- und siegfähige Armee und vor allem b) ökonomische Stärke. Israel wird nicht überleben, weil der Welt etwas an der israelischen Demokratie oder dem jüdischen Volk liegt – beides geht ihr am Arsch vorbei -, sondern weil sie handfeste ökonomische Interessen an Israel hat. Allein aus diesem Grund wird der nahöstliche Tigerstaat nicht fallengelassen. Sogar die meisten Staaten der Arabischen Liga haben sich daher mit Israels Existenz klammheimlich arrangiert. Israel tut also gut daran, möglichst viele Handelsbeziehungen aufzubauen, Nischen auf dem Weltmarkt zu ergattern und bereits etablierte Geschäftspartnerschsften zu pflegen.

    • „Sogar die meisten Staaten der Arabischen Liga haben sich daher mit Israels Existenz klammheimlich arrangiert.“ Klar, weil sie Sich vor der Atombombe fürchten. Aus liebe arrangieren sich nur Zionisten mit Zionisten

  13. Couponschneider schreibt:

    Bibbi sollte den Friedensnobelpreis bekommen.

  14. Ralf Weber schreibt:

    Dieser Artikel ist auch sehr ernüchternd und ruft auf zur ehrlichen Bestandsaufnahme:

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article158337366/Der-Judenhass-in-den-Vereinten-Nationen-ist-masslos.html

  15. Eitan Einoch schreibt:

    Ich hoffe, Netanjahu behält Recht.

  16. Katja Triebel schreibt:

    Hat dies auf Katja Triebel rebloggt und kommentierte:

    Eine unglaublich gute Rede! Chapeau Herr Netanjahu!

  17. Heimchen am Herd schreibt:

    Man stelle sich mal vor, unser Kommentator Ben, der sich so wunderbar in der
    israelischen Politik auskennt, wäre an Stelle von Benjamin Netanyahu an
    der Regierung…

    OMG…Israel würde es nicht mehr geben, Israel wäre von der Landkarte verschwunden!

    Also Ben, überlasse das Regieren lieber Menschen, die etwas davon verstehen!
    Menschen wie Netanyahu!

    • Ben schreibt:

      Natürlich Heimchen…
      Friedensprozess = Ende Israels

      • Heimchen am Herd schreibt:

        Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren die Dummen!
        Bedauerlicherweise bekommen die Dummen immer viel Zuspruch und
        die Klugen werden immer kritisiert!

        Israel ist immer der Böse und die Palis sind immer die Opfer!
        Und der größte Hetzladen ist die UNO !

        Deutschland zahlt hohe Beiträge zur größten Antisemiten-Organisation auf dem Erdball. In diesem Jahr sind es 158,5 Millionen US-Dollar, die vom deutschen Steuerzahler zur UNO fließen. Mehr zahlen nur die USA, Japan und China für den Antisemiten-Club. 2014 hat die UNO-Generalversammlung 23 Verurteilungen ausgesprochen, davon 20 gegen Israel. Das selbe Spielchen im Jahr 2015.

        • Ben schreibt:

          Leider sind die Diktaturen auf der Welt zahlenmäßig deutlich im Vorteil und 60 moslemische Staaten auf der Welt die asozialer Weise immer gegen Israel stimmen machen solche Abstimmungen möglich…
          Das bedeutet aber noch lange nicht das die UN eine Antisemiten-Organisation ist.
          Und wenn der israelische Botschafter Danny Danon behauptet Generalsekretär
          Ban ki-moon ermuntere zum Terror gegen Juden ist der nicht ganz dicht in der Birne

          • Heimchen am Herd schreibt:

            „Das bedeutet aber noch lange nicht das die UN eine Antisemiten-Organisation ist.“

            Doch Ben, das ist sie! Und wir sollten keinen Cent mehr in diese korrupte
            Verbrecher-Organisation stecken! Mit unserem Geld finanzieren wir die PLO
            und die Hamas. Sowie diverse NGO-Organisationen, die allesamt Israel
            erheblich schaden!

        • Eitan Einoch schreibt:

          Wenn die Klugen nachgeben, sind sie am Ende die Dummen.

  18. Ben schreibt:

    @Gutartiges Geschwulst
    „Ich bleibe der Vision von Frieden verpflichtet, basierend auf zwei Staaten für zwei Völker.“
    Es sei denn es ist Wahlkampf und die Prognosen sind schlecht, dann ändert Netanjahu kurz vor Torschluss seine Meinung – um gleich am übernächsten Tag wieder seine Meinung zu ändern.
    Das er damit um kurzfristig einen Vorteil zu bekommen die Geschäftsgrundlage zu seinen Partnern im Westen zerstört hat scheint ihn nicht zu kümmern.
    Was hat er Anfang des Jahres für einen unfassbaren Quatsch von sich gegeben. Die Nazis hatten eigentlich nicht vor die Juden umzubringen, erst die Araber haben die auf die Idee gebracht. Nicht nur das er sich selbst damit zum Narren gemacht hat, sein offenkundiges Ziel war es das Klima noch weiter runter zu ziehen.
    Zudem nehme ich es ihm übel das er sich gerne attestiert unermüdlich für den Frieden zu arbeiten, dabei macht er rein gar nichts.
    Auch nicht gut ist seine fehlende Scheu die extreme Rechte in die Regierung aufzunehmen und damit Salonfähig zu machen

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Ben: „Was hat er Anfang des Jahres für einen unfassbaren Quatsch von sich gegeben. Die Nazis hatten eigentlich nicht vor die Juden umzubringen, erst die Araber haben die auf die Idee gebracht.“

      So unsinnig diese Aussage auch sein mag, welchen Bezug hat sie zum Friedensprozess im Nahen Osten? Würden die Palästinenser weniger Raketen auf Israel abschießen, wenn Netanjahu das nicht gesagt hätte? Außerdem diskutieren wir hier die obenstehende Rede Netanjahus, nicht seine früheren Reden.

      @Ben: „Nicht nur das er sich selbst damit zum Narren gemacht hat, sein offenkundiges Ziel war es das Klima noch weiter runter zu ziehen.“

      Nachweise also! Inwiefern hat sich „das Klima“ durch diese Aussage verschlechtert?

      @Ben: „Auch nicht gut ist seine fehlende Scheu die extreme Rechte in die Regierung aufzunehmen und damit Salonfähig zu machen“

      Auch hier die Frage: Welchen nachweisbaren Einfluss hat das auf den Friedensprozess? War die Hamas israelfreundlicher als die „extremen Rechten“ noch nicht in der Regierung saßen?

      • Ben schreibt:

        @Gutartiges Geschwulst:
        Sie sehen ernsthaft keine Diskrepanz wenn Premierminister Netanjahu sagt das er sich unermüdlich für den Frieden einsetzt und behauptet den Holocaust haben die Juden den Arabern zu verdanken?

        Oder das eine solche Aussage zu noch mehr Hass führt und der eine oder andere äußerst rechte Israeli Lust bekommt arabische Minderjährige abzufackeln?

        Natürlich fügt er dem Land Schaden zu wenn er wunderbare Reden über seinen Kampf für den Frieden hält und zugleich erklärte Friedensgegner in sein Kabinett holt und haufenweise Parlamentarier mit Ministerposten bedenkt die durch rechtsextreme Hasstiraden aufgefallen sind.

        Nichts kann die Hamas israelfreundlicher machen, aber daraus dem Umkehrschluss zu ziehen das auch keine Aktionen seinerseits den Friedensprozess noch schwieriger machen ist unsinnig

        Israel ist auf dem besten Wege ein Paria-Staat zu werden der in einem Atemzug mit dem Iran und Nordkorea genannt wird, da kann Bibi auch noch so schöne Reden halten

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Ben: „Sie sehen ernsthaft keine Diskrepanz wenn Premierminister Netanjahu sagt das er sich unermüdlich für den Frieden einsetzt und behauptet den Holocaust haben die Juden den Arabern zu verdanken? Oder das eine solche Aussage zu noch mehr Hass führt und der eine oder andere äußerst rechte Israeli Lust bekommt arabische Minderjährige abzufackeln?“

          Abgesehen davon, dass Sie offenbar noch immer nicht das Thema begriffen haben (Netanjahus Rede vom 22. September 2016 vor den Vereinten Nationen), merken Sie nicht, dass Sie hier dauernd, wenngleich mit unterschiedlicher Wortwahl, die selben Behauptungen wiederholen?
          Wenn Netanjahus Politik den Friedensprozess tatsächlich verschlechtert hat, dann erbringen Sie doch endlich den Nachweis dafür! Ihre bisherigen Kommentare sind pure Spekulation.
          Nebenbei gesagt: Falls „der eine oder andere äußerst rechte Israeli Lust bekommt arabische Minderjährige abzufackeln“, schickt ihn der israelische Staat dafür ins Gefängnis, statt ihm einen gut bezahlten Märtyrerstatus zu verschaffen.
          Übrigens hat Netanjahu niemals gesagt: „Den Holocaust haben die Juden den Arabern zu verdanken.“

          @Ben: „Israel ist auf dem besten Wege ein Paria-Staat zu werden der in einem Atemzug mit dem Iran und Nordkorea genannt wird, …“

          Wenn Israel „in einem Atemzug mit dem Iran und Nordkorea genannt wird“, dann nur von äußerst primitiven Lügnern und Dummköpfen. In Israel werden weder schwule Jungen aufgehängt noch verschwinden Oppositionelle massenweise in Gefangenenlagern.

  19. Tourix schreibt:

    Bemerkenswerte Rede. Vielen Dank für die Übersetzung.

  20. nussknacker56 schreibt:

    Danke für die Übersetzung. Netanjahu ist ein hervorragender Redner, der seine Talente nicht für nichtssagendes Geblubber verschwendet sondern sie benutzt, Dinge auf den Punkt zu bringen – ganz im Gegensatz zu sehr vielen seiner Kritiker, mit deren Seriösität es, trotz behaupteter positiver Bilanz, keineswegs zum Besten bestellt ist.

  21. Sophist X schreibt:

    Bei der Gelegenheit möchte ich mal einen kleinen Witz erzählen: Steinmeier.

  22. Heimchen am Herd schreibt:

    Benjamin Netanyahu ist ein Glücksfall für Israel! Ich liebe ihn!
    Ich verfolge alle seine Aktivitäten und habe seine Seite abonniert!

    Hier das Neueste von ihm:
    PM Netanyahu at „Israeli Technology and Innovation for Africa“ Event

    Und das ist seine Seite:

    https://www.youtube.com/channel/UC4XJnRPZjXhgvVMhXKNSJvQ

  23. tapferimnirgendwo schreibt:

    Hat dies auf Tapfer im Nirgendwo rebloggt und kommentierte:

    BITTE ALLE MITMACHEN! Fällt Euch auf, dass die gestrige Rede von Benjamin Netanjau vor der UN-Generalversammlung kaum ein mediales Echo in der deutschen Presse hat? Woran liegt das? Weil mit dieser Rede der Hass gegen Israel nicht länger aufrecht erhalten werden kann? Darum, liebe Leserinnen und Leser von „Tapfer im Nirgendwo“, geht auf die Seiten der Nachrichten, Magazine, Zeitschriften und Zeitungen und bombardiert die Seiten mit dieser Rede Netanjahus. TEILT DIES! Damit die Hasser hören müssen, was sie nicht hören wollen, nämlich das Israel den Frieden will!

    https://tapferimnirgendwo.com/2016/09/23/kommt-ein-jude-in-die-vereinten-nationen/

  24. caruso schreibt:

    Vielen Dank für die Übersetzung der großartigen Rede!!! Ich hätte davon sonst kaum etwas erfahren, ich kann ja nicht Englisch. Großer Dank!
    lg
    caruso

  25. G. Hammel schreibt:

    Ein Mann des Friedens – ein Mann der Vernuft – ein Mann mit Realitätssinn – ein Mann voller Optimismus – ein echt guter Politiker, die es eher selten gibt !

    • Ben schreibt:

      Abseits von schönen Worten das er unermüdlich er für den Frieden arbeitet, was hat Netanjahu in der Praxis in den letzten zehn Jahren als Ministerpräsident getan um den Friedensprozess voran zu bringen?
      Gar nichts.
      Die Rede eines Politikers als Beleg für seine guten Absichten zu werten ist vollkommen naiv

      • Dante schreibt:

        Wie bringt man angesichts von Gegnern, die kein Jota von ihrer Politik der Vernichtung abrücken, sondern diese noch immer weiter verschärfen und ihre Kinder in diesem Geist erziehen, einen Friedensprozess voran?

        • Ben schreibt:

          Dann soll Bibi aber auch nicht so einem Quatsch verzapfen von der Bereitschaft zu schmerzlichen Zugeständnissen und israelischer Großzügigkeit wie vor dem US Kongress wenn der nicht bereit ist zu liefern

          • Dante schreibt:

            Angesichts des Hasses ist es schon ein schmerzliches Zugeständnis, sich nicht wie Russland oder die Türkei gegenüber deren jeweiligen Gegnern zu verhalten.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @Ben: „Netanjahu in der Praxis in den letzten zehn Jahren als Ministerpräsident getan um den Friedensprozess voran zu bringen? Gar nichts.“

        Werden Sie doch einfach mal konkret! Was hätte er tun sollen?

        • Jan schreibt:

          Wie immer bezeichnend, wie all die Deppen über diese Frage die Nase rümpfen.
          Und nie eine Antwort wissen.

        • Ben schreibt:

          Wie wäre es mit einem konkreten Teilungsplan?

          Zumindest sollte er keinen Quatsch erzählen

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ben: „Wie wäre es mit einem konkreten Teilungsplan?“

            Genauer bitte! Es gab einen Teilungsplan, der von arabischer Seite abgelehnt wurde.

            @Ben: „Zumindest sollte er keinen Quatsch erzählen“

            An welcher Stelle seiner Rede hat er denn Quatsch erzählt?

          • ceterum censeo schreibt:

            ??? Bevor dieses Land in seiner jetzigen Form entstand, haben die Juden einseitig immer wieder Teilungen zugestimmt, bis es nur noch ein Fitzelchen auf der Landkarte geblieben ist, welches man jetzt schon kaum noch gegen die Millionen Hyänen, die es umzingeln, verteidigen kann. Jeden Juden, ob Mann, Frau oder Kleinkind schlachten sie ab, sobald sich die Gelegenheit ergibt, um alsbald von ihren Mithyänen als Helden gefeiert zu werden.
            Wer eine Teilung dieses popeligen Landstriches fordert, ist entweder dumm, Antisemit oder dummer Antisemit.
            Gute Nacht.

        • Eitan Einoch schreibt:

          Was hätte er tun sollen?

          Hamas in die Steinzeit zurückbomben!!!

      • Leo Jäger schreibt:

        Was haben die Palästinenser in den letzten zehn Jahren für den Frieden getan?

      • bevanite schreibt:

        Richtig, das Beste was man über Bibi sagen kann ist, dass unter ihm der mehr oder weniger prekäre Status quo nicht weiter eskaliert ist. Aber nur weil weltweit jede Menge antizionistische Vollpfosten unterwegs sind, heißt das nicht, dass man kritiklos alles toll finden muss, was Bibi sagt und macht. Der Mann ist schließlich unter seinen Landsleuten auch nicht unumstritten.

        • A.mOr schreibt:

          bevanite,

          vielleicht gibt es noch mehr zu sagen unter der Kategorie „das Beste von Bibi“, aber was Du sagst ist immerhin schon besser als das, was man über viele andere Politiker sagen könnte. Gerade auch bei Politikern von solchen Ländern, die sich mit ‚BDS‘, zB., in ein Boot setzen, oder sonstwie antiisraelische Kampagnen unterstützen…

          Bibi hat auch Kritiker (auch prominente) in Israel, wohl wahr. Ansonsten wäre es auch eher verdächtig? Zumindest könnte man, wenn’s so wäre, in Deutschland davon ausgehen, daß man „Diktatur!“ riefe. Nein? Weil Deutschland hat doch gelernt was es heißt Deutscher zu sein, oder? Der Deutsche unter den Nationen eben.
          Ein „drunter und drüber“. 😉

          Allerdings, daß man Bibi (in Deutschland) nicht kritisieren dürfe -wer schießt denn scharf deshalb?- solches ist doch nur eine durchschaubare Schutzbehauptung um in aller Regel Schmutz, und nichts weiter, „auf den Juden“ werfen zu können.
          (Vorsichtshalber angemerkt, bevanite, das lese ich jetzt so bei Dir nicht raus.)

          Und warum man sich hier -extern- auf interne Kritik in Israel bezieht, wahrscheinlich noch ohne zu wissen wovon man eigentlich spricht(? Hauptsache: „Alibi-Juden“?), auch das erschließt sich mir nicht. Mein Verdacht: Ablenkung.
          Und in diesem Falle ohnehin kann ich dann auch nicht erkennen, inwiefern das die brilliante Rede von Bibi (vorliegend) diskreditieren sollte.

          Und daß man Bibi für einen „Maulhelden“ halten könnte, hm…, kann sein, daß man solches aus Deutschland zu einem unangenehmen Überdruß schon gewohnt ist?
          Warum dafür die Israelis ankreiden?

  26. David schreibt:

    Augenfällig ist der Vergleich mit unserer herumsalbadernden Merkel und dem unsäglichen Gauck. Was sind dies doch für unglaublich schwache, inhatlsleere Nummern!

  27. Jan schreibt:

    Eine mitreißende Rede, die wieder mal klar macht, worum es eigentlich geht, und die einen bewundernswerten Optimismus ausstrahlt. Aber wie realistisch ist dieser? Die Lügner, Hasser und Hetzer werden weiterhin leichtes Spiel haben und das Heft nicht aus der Hand legen.

  28. Citoyenne schreibt:

    Vielen herzlichen Dank für die Übersetzung! Netanjahus Rede ist – wie immer – großartig!

    • kunstschaffende schreibt:

      Eine fantastische Rede! Und gegen die Barbarei muss gekämpft werden! Und auch die Verteidigung dagegen ist völlig legitim! Die Befürworter und diejenigen, die meinen man könnte diese Ideologie mit Toleranz und Verhandlungen ruhigstellen, die können ihren Kopf ja zur Verfügung stellen!

      Israel macht das einzig Richtige, es macht sich nie mehr zu Opferlämmer!

      A.B.Sch

  29. D.M.Ackermann schreibt:

    …lade ich Sie ein, in der Knesset in Jerusalem zum israelischen Volk zu sprechen. Ich spreche im Gegenzug gerne zum palästinensischen Parlament in Ramallah…
    Wäre das nicht wenigstens eine Erwähnung in unseren Medien wert?.

  30. Ebse schreibt:

    Hallo Herr Buurmann, danke für die Übersetzung.

  31. Anonymous schreibt:

    Eine fantastische Rede! Ob sich so etwas noch einmal wiederholen wird? Wenn die UN-Generalsekretärin ANGELA MERKEL heißt und auf einen Wink eines islamischen Vertreters hin Netanjahu zuerst verwarnt (wegen „Sarkasmus“) und ihm dann schließlich das Mikrofon abdreht?

  32. skl schreibt:

    Ich kann Netanjahu nicht leiden, hätte ihn auch nicht gewählt. Wer einmal zu Glenn Beck geht (ja, der Typ von Fox News damals, mit den Nazi-Tourettes) und sich der religiösen Rechten (auch im eigenen Land) annähert, ist bei mir unten durch. Aber die hier zitierte Rede ist großartig!

  33. Unbesorgt schreibt:

    Große Rede! Unterschreibe jedes Wort. Spar Dir den zweiten Teil der Übersetzung, Gerd. Netanjahu war auch so gut zu verstehen. Was wohl die pal. Delegierten so eifrig notiert haben?

  34. Antje Aging schreibt:

    Ja, großartig!
    Danke!

Seid gut zueinander!

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