#Orlando – We will never forget you

Ein Video von queerblick.

Das Video basiert auf den SMS-Verkehr zwischen Eddie Justice und seiner Mutter Mina während des Anschlags in Orlando am 12. Juni 2016.

Eddie (2:06): Mommy ich liebe dich

Eddie (2:06): Sie schießen im club.

Mina (2.06): Gehts dir gut?

Eddie (2.07): Bin gefangen auf der toilette.

Mina (2.07): Welcher club?

Eddie (2:07): Pulse. Innenstadt. Ruf die polizei.

Eddie (2.07): Ich werde sterben.

Mina (2:08): Ich rufe sie jetzt an.

Mina (2:08): Bist du noch da?

Mina (2:08): Antworte verdammt nochmal

Mina (2:08): Ruf sie an

Mina (2:08): Ruf mich an.

Eddie (2:39): Ruf sie an mommy

Eddie (2:39): Jetzt.

Mina (2:39): Ist wer verletzt?

Eddie (2:42): Viele. Ja.

Mina (2:42): Ist die polizei da?

Mina (2:42): Schreib mir bitte

Eddie (2:46): Nein. Bin immer noch auf der toilette.

Eddie (2:46): Er hat uns.

Eddie (2:46): Sie müssen uns hier raus holen.

Mina (2:49): Die polizei ist jetzt drin

Mina (2:49): Sag bescheid, wenn du die polizei siehts.

Eddie (2:49): Schnell

Eddie (2:50): Er ist hier bei uns auf der toilette.

Eddie (2:50): Frauentoilette ists

Mina (2:50): Ist der mann bei euch auf der toilette?

Eddie (2:51): Ja

Eddie (2:51): Er ist ein terror

Mina (2:51): Bist du verletzt?

Mina (2:52): Bleib da er mag keine schwulen leute

Mina (2:53): Schreib mir bitte

Mina (2:54): Ich liebe dich

Mina (2:54): Mach nichts. Bleib in deckung

Mina (2:54): Baby schreib mir

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8 Antworten zu #Orlando – We will never forget you

  1. Thomas ex Gotha schreibt:

    Kein Mord eines Verrückten ist grausam genug, als dass sich nicht noch ein anderer Verrückter findet, um die Toten zu instrumentalisieren. „Kommt lieber unter der Brücke vor und stellt euch mit euren Schildern vor die nächste Moschee! Ist ja nicht weit. Erkennt, wer eure Feinde sind und nehmt den Kampf an! Sonst habt ihr keine Chance,“ rät „cc“ den Schwulen und Lesben und klärt sie darüber auf, dass die einzige Quelle des Hasses, der ihnen entgegenschlägt, der Islam ist. Hat man damit geklärt, wer der „Feind“ ist, bleibt der Begriff des „Kampfes“ noch vage, aber auch davon wird uns dieser Kriegsheld vorm Computer bestimmt irgendwann Kunde geben.

  2. American Viewer schreibt:

    Vielleicht ist diese SMS-Schreiberei auch bezeichnend für Teile der heutigen Generation. Anstatt zu versuchen seine schreckliche Situation zu verbessern – oder wenigstens nicht zu verschlechtern, schreibt das Opfer massenweise hochriskante SMS auf seinem Handy. Das erinnert mich stark an die Situationen die Jesse Hughes in „Surrendering to Death“ schildert.

  3. American Viewer schreibt:

    Die meisten Menschen werden diesen Terroranschlag schon innerhalb der nächsten Wochen wieder vergessen haben, so wie es bei Vorfällen dieser Art immer abläuft. Warum sollte es dieses Mal anders sein?

  4. Heimchen am Herd schreibt:

    Das ist das Furchtbarste, was die Mutter und ihr Sohn durchmachen mussten!
    Wäre es einer meiner Söhne gewesen, ich würde daran zerbrechen!

    Das Video ist sehr bewegend!

  5. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Dieses Video ist ein Kunstwerk! Schrecklich, dass es entstehen musste.

    • ceterum censeo schreibt:

      Ja schon. Aber was nützt es? Überhaupt nichts! We will never forget you. Und die Nächsten werdet ihr auch nicht vergessen, und die übernächsten , usw. Bis kein Schwuler und überhaupt kein Ungläubiger mehr übrig ist. Kommt lieber unter der Brücke vor und stellt euch mit euren Schildern vor die nächste Moschee! Ist ja nicht weit. Erkennt, wer eure Feinde sind und nehmt den Kampf an! Sonst habt ihr keine Chance. Eure Feinde lachen über Jes suis -Bildchen. Sie haben gejubelt nach dem Massenmord.

      • Eitan Einoch schreibt:

        Leider sehr treffend ausgedrückt.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @ceterum censeo: „Ja schon. Aber was nützt es?“

        Alles zu seiner Zeit, @ceterum censeo. Hier geht es einfach nur um Trauer, die schon dadurch nützt, dass sie gelebt wird.

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