Annexion? Für mich ist es eine Befreiung!

Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, in dem das Gesetz Israels gilt, ist ein gewonnener Quadratmeter.

Unter dem israelischen Gesetz kann ich jeder Religion angehören, die Regierung kritisieren, unabhängig von meinem Geschlecht frei meine Meinung sagen und werde ich für homosexuelle Handlungen nicht verfolgt.

Ich bin für Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt, oder irgendein Gott habe irgendeinen bärtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt aufzuteilen. Ich bin für Israel, weil es das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen.

Warum soll ich es kritisieren, wenn es im Nahen Osten bald mehr Orte gibt, wo ich, so wie ich bin, ohne Angst vor Verfolgung leben kann?

Der Ort muss nicht nur Israel sein. Statt Israel zu kritisieren und ständig nur voller Hass und Neid auf den kleinen jüdischen Staat zu blicken, könnten sich die Nachbarn auch ein Beispiel an Israel nehmen und etwas für das eigene Volk lernen.

Jedes Land, das Frieden schließt mit mir, mit Andersgläubigen, Kritikerinnen, Komikern, Homosexuellen und vor allem mit Israel, findet meine Unterstützung. Der Ort kann meinetwegen sogar Palästina heißen. Ich werde die Fahne gerne zu den Klängen der freien Musikerinnen und Musiker des Landes schwenken.

Diese friedliche und respektvolle Absicht gibt es bei den Feinden Israels jedoch zur Zeit nicht. Daher feiere ich jeden gewonnen Quadratmeter im Nahen Osten, wo das Gesetz Israels Anwendung findet. Manche nennen es Annexion. Ich nenne es Befreiung!

Ich bin nämlich auf der Seite des Landes, das mich nicht verfolgt und Menschen nicht aufgrund ihres Lebensstils tötet. Nennt mich ruhig egoistisch, aber Menschenrechte nehme ich persönlich.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke („Gehirne am Strand“), sowie Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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18 Antworten zu Annexion? Für mich ist es eine Befreiung!

  1. HM schreibt:

    Jetzt erst habe ich verstanden. Bisher war mir nicht klar warum die israelische Regierung über eine Gebietserweiterung nachdenkt.
    Die Schwulen und Lesben schützen und den Frauen zur Gleichberechtigung verhelfen, das sind die Gründe. Da ist dann ja noch richtig, Gebietsmäßig, Potential. Wenn das die Jordanier, Syrer, Iraker, Russen, Pakistani, Inder, Bulgaren etc. bloß nicht zu früh mitbekommen….
    Bisher kannte ich nur den Begriff „Groß Israel“, die damit verbundene Geographie war mir nicht bekannt,…aber wenn´s für das „Gute“ ist……“Vorwärts marsch“

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Als Kölner bin ich sehr froh über manche temporäre Annexion der Franzosen. Für die Freiheit ging es vermutlich nicht anders.

      • HM schreibt:

        …genau ! Und in Venezuela geht´s um gesellschaftliche Gerechtigkeit.
        Mensch, Buurmann, wie in allen Staaten und deren politischen Entscheidungen geht es um Interessen und nie um Moral.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Mag sein, aber die Moral nehme ich als Bonus für meine Entscheidung der Zugehörigkeit.

          • HM schreibt:

            Wer die Moral als Handlungsmotivation (miss) braucht., dikutiert nicht, wer nicht diskutiert, zweifelt nicht. Aus diesem Holz sind Eiferer geschnitzt. Einige von den „Wissenden“ rennen mit Sprengstoffgürteln durch die Welt und vernichten z.B. Zeitungredaktionen.

        • HM schreibt:

          „Als Kölner bin ich sehr froh über manche temporäre Annexion der Franzosen. Für die Freiheit ging es vermutlich nicht anders.“
          Welche französische Annexion hat Ihnen die Freiheit gebracht????

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ende des 18. Jahrhunderts beendeten die Franzosen die Regierung durch den Kölner Rat, der unter anderem im Jahr 1424 verfügt hatte, alle Juden für immer aus der Stadt zu vertreiben. Erst mit den Franzosen durften sie zurückkehren. Die Franzosen brachten noch andere Prinzipien der Freiheit.

          • HM schreibt:

            Ah, diese Sache um 17hundertund, ja davon zeren wir bis heute, gerade wir beiden Kölner.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ja, das tun wir wirklich. Der Ort der vernichteten jüdischen Gemeinde ist heute noch eine Baustelle. Jetzt wird dort endlich ein Museum errichtet, um an das jüdische Leben zu erinnern, das vernichtet wurde und von den Franzosen zurückgeholt wurde, bevor die Nazis mit ihrer Vernichtung begangen. Nach 1945 gab es dann wieder, wenn auch nicht in Köln, aber an anderen Orten eine notwendige französische Besatzung.

          • HM schreibt:

            „Nach 1945 gab es dann wieder, wenn auch nicht in Köln, aber an anderen Orten eine notwendige französische Besatzung.“

            Aber doch bitte nicht, damit Juden sich sicher fühlen konnten. Doch nicht nach den Erfahrungen mit dem Vichy-Regime und den anderen franz. Kollaborateuren.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Genau, nicht wegen denen, sondern wegen der restistance.

          • HM schreibt:

            „Genau, nicht wegen denen, sondern wegen der restistance.“

            Die Resistance hatte sich der Rettung von Juden verschrieben??

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Nicht alle, vielleicht wenige, aber alle hatten sich dem Kampf gegen Nazis verschrieben. Find ich prinzipiell gut, aber vielleicht finden Sie doch noch was zu meckern. Wohl an!

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Nicht falsch verstehen, ich mag Ihr Sticheln. 🙂

          • HM schreibt:

            Das ehrt sie lieber Buhrmann, dass sie diese wenn man es mal so bezeichnen darf Wettkampf Härte aushalten. Andererseits gleicht es nicht ihrem mangelhaftes wissen was historische Sachverhalte angeht aus.

  2. hypermental schreibt:

    Das sehe ich genauso.

    • Nestor Machno schreibt:

      Das sieht jeder so, der bis drei zaehlen kann. Und nun rechnen Sie mal nach, wie es um die mathematischen Kenntnisse in der Welt bestellt ist!

  3. caruso schreibt:

    Ganz ganz prima, lieber Gerd! Bin absolut deiner Meinung. — Ich finde den Begriff „Annexion“ auch aus einem anderen Grund falsch. Es geht nicht darum, sondern um Wiedervereinigung. Um nichts anderes. Denn annektieren kann man nur ein Land, das rechtmäßig jemand anderem gehört. Das ist aber bei diesen „umstrittenen“ Gebieten nicht der Fall.
    lg
    caruso
    die urzeitliche Hexe

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