Arbeiten Judenhasser für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge?

Sehr geehrte Damen und Herren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge,

ein gewisser Omed Yarzada aus Frankfurt am Main gibt auf seiner Facebookseite an, als Dolmetscher für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu arbeiten.

Auf seiner Facebookseite erklärt er ebenfalls, dass alle Muslime gegen israelische Zionisten kämpfen sollten, dass man Juden foltern sollte, indem man ihnen schwere Steine an die Hoden bindet und dass Israelis „wieder vergast“ werden sollten und „in die Gaskammern“ gehören.

Arbeitet dieser Mann tatsächlich als Dolmetscher für Sie?

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

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Mittlerweile hat sich Omed Yarzada umbenannt. Er heißt jetzt Omedjan Yar Zad Jan. Seine Meinung hat sich nicht geändert.

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Die Antwort des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge:

Sehr geehrter Herr Buurmann,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich Ihnen als eine Sprecherin des Bundesamts Folgendes mitteilen kann:

Auf Grund der antisemitischen Äußerungen einer Person, die in ihrem Facebookprofil das Bundesamt als Arbeitgeber nennt, möchten wir klarstellen: Das Bundesamt distanziert sich ausdrücklich von jeder Form von Rassismus. Zum konkreten Fall: Dolmetscher sind beim Bundesamt nicht angestellt, sondern werden auf freiberuflicher Basis gebucht. Besagte Person wurde kurzzeitig gebucht und war für das Bundesamt letztmalig im Jahr 2016 tätig und hatte auch zuvor kaum Einsätze. Die Eintragung des Arbeitgebers im Facebookprofil obliegt jedem Nutzer selbst, der Arbeitgeber hat hierauf keinen Einfluss.

Ich hoffe, diese Informationen helfen Ihnen weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

E. A.

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Ich bin wütend!

Ich bin wütend, aber so richtig wütend, denn auf der Homepage des Auswärtigen Amts lese ich folgende Stellungnahme:

„Wir verurteilen die heimtückische Ermordung von drei Mitgliedern einer israelischen Familie im besetzten Westjordanland. Auch die gewaltsamen Auseinandersetzungen, die drei Menschenleben und so viele Verletzte gefordert haben und die Ost-Jerusalem und andere Orte des Westjordanlands erschütterten, verurteilen wir. Gewalt gegen Menschen ist durch nichts zu rechtfertigen. Wir trauern mit den Familien der Opfer und sind in Gedanken bei den Angehörigen.

Wir rufen alle Seiten auf, ihren Beitrag zu leisten, die Situation zu de-eskalieren, und nicht denjenigen das Wort zu überlassen, die zur Gewalt aufrufen oder diese in Kauf nehmen.

Es ist dringend nötig, Gesprächskanäle nicht abreißen zu lassen und den Parteien Raum zu geben, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, die – unter Wahrung des Status Quo am Tempelberg/Haram al-Sharif – den Sicherheitsbedürfnissen aller Seiten und der Bedeutung der heiligen Stätten für die drei monotheistischen Religionen Rechnung trägt.“

Diese Stellungnahme veröffentlichte das Auswärtige Amt einen Tag nachdem ein Terrorist in ein Haus in Halamisch in Samaria eingedrungen war, um dort zu morden. Er fiel über eine Familie her, die am Tisch saß und die Geburt eines Kindes feierte. Mit einem Messer bewaffnet schlachtete er in bestialischer Weise den 70-jährige Yosef Salomon, seinen 36-jähriger Sohn Elad und seine 46- jährige Tochter Chaya ab. Ein Soldat, der gerade den Dienst beendet hatte, hörte die Schreie, rannte zum Haus, schoss durch ein Fenster auf den Terroristen und verwundete ihn.

Eine Woche vorher, am 14. Juli 2017, wurden zwei israelische Polizisten in unmittelbarer Nähe des Tempelberges von Terroristen erschossen. Die Waffen hatten sie offenbar in die heilige Stätte geschmuggelt. Die israelische Regierung ließ daraufhin Metalldetektoren an den Eingängen des Tempelberges aufstellen. Diese Sicherheitsmaßnahme nahmen weitere Terroristen zum Anlass, auf dem Tempelberg in Jerusalem gewalttätige Unruhen auszulösen, bei denen über 200 Menschen verletzt wurden und drei Menschen ums Leben kamen.

Die Terroristen wurden von Mahmud Abbas persönlich aufgefordert, diese Anschläge zu verüben, indem er zu einem „Tag des Zorns“ aufgerufen hatte. Was er mit Zorn meinte, war jedem klar, der die Rede kannte, die am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah von Mufti Muhammad Hussein gehalten wurde, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hatte. Mufti Muhammad Hussein sprach in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Abbas persönlich sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten. Genau diesen Judenhasser bezeichnet der Chef des Auswärtigen Amts, Außenminister Sigmar Gabriel, als seinen Freund. Am 24. März 2017 schrieb er auf Twitter:

„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen.“

Auf Nachfrage von Tapfer im Nirgendwo erklärte das Auswärtige Amt:

„Präsident Abbas ist für die Bundesregierung ein Partner für Frieden und Stabilität in der Region.“

Ein erklärter Judenhasser ist für das Auswärtige Amt ein „Partner für Frieden“. Die Frage ist nur, was für ein Frieden gemeint ist. Wer fordert, dass Juden verschwinden müssen, meint keinen Frieden mit Juden schließen. Wer brüllt, “Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft“, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden. Genau diesen Frieden von Juden meint Abbas. Ihn stört die pure Existenz von Juden und gegen sie kämpft er. Sein deutscher Freund Sigmar Gabriel unterstützt ihn dabei.

Juden, die siedeln und Häuser bauen, sind jedoch kein Problem! Sie sind es nicht in Israel, nicht in Amerika und nicht in Europa. Sie sollten es auch nicht in den Ländern des Nahen Ostens sein. Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis, sondern gelebte Demokratie. Die Fatah und die Hamas sehen das jedoch anders.

Am 28. Februar 2010 sagte der stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Die Gründungscharta der Hamas fordert laut Artikel 7 die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes weltweit. Dort steht:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Es verwundert daher nicht, dass die Hamas die Abschlachtung der jüdischen Familie in Samaria umgehend als „heldenhaft“ bezeichnet hat. Was aber macht das Auswärtige Amt? Es erklärt: „Gewalt gegen Menschen ist durch nichts zu rechtfertigen.“

Das Auswärtige Amt erklärt somit, dass die Gewalt des israelischen Soldaten, der den Terroristen in Halamisch gewaltsam ausgeschaltet hatte und somit verhinderte, dass die jüdischen Kinder in dem Haus abgeschlachtet wurden, durch nichts gerechtfertigt ist. Laut Auswärtigem Amt hätte sich die Familie abschlachten lassen müssen. Dann nämlich hätte das Auswärtige Amt trauern können.

„Wir trauern mit den Familien der Opfer und sind in Gedanken bei den Angehörigen.“

Deutsche Ämter lieben es zu trauern, besonders um tote Juden. Sie nämlich widersprechen nicht. In Deutschland findet das Judentum seit Jahrzehnten hauptsächlich in Gedenkstunden statt. In Schulen taucht das Judentum deutlich öfter im Geschichtsunterricht auf, als im Philosophie-, Ethik-, Religions- oder Gesellschaftskundeunterricht. Juden sind Gespenster. In Deutschland hat sich das Bild des Juden als ewiges Opfer derart verfestigt, dass Juden mittlerweile nur noch als Opfer akzeptiert werden. Juden, die sich wehren, werden kritisiert. Das Auswärtige Amt schreibt:

„Wir rufen alle Seiten auf, ihren Beitrag zu leisten, die Situation zu de-eskalieren.“

Diese Aufforderung Deutschlands an Israel, den Konflikt zu de-eskalieren, ist an Widerwärtigkeit kaum noch zu überbieten.

Natürlich eskaliert der Konflikt, weil sich Juden seit 1948 als Soldaten eines eigenen Landes gegen die Vernichtung wehren können. Aufgrund dieser Möglichkeit der militärischen Verteidigung eskaliert die Auseinandersetzung, weil die Situation immer erst dann für beide Seiten eskaliert, wenn sich die eine Seite wehrt, von der anderen Seite ausgerottet zu werden. Deshalb mögen viele Deutsche Israel nicht. Sie mögen lieber jene Juden, die sich so schön vernichten lassen. Ohne Auschwitz gäbe es den Soundtrack von „Schindlers Liste“ nicht und das wäre wirklich schade, denn den hören Deutsche so gerne, weil der so schön traurig ist.

De-eskalieren heißt für Israel, aufhören, sich zu verteidigen, denn nur tote Juden sind gute Juden, verbrannte Wohlfühljuden quasi. Die lebendigen Juden nerven nur. Darum kann das Auswärtige Amt auch ohne Probleme zeitgleich mit der einen Hand einen Kranz für tote Juden an einem Mahnmal abwerfen und mit der anderen Hand einen kritischen Aufruf gegen Israel verfassen, nicht obwohl, sondern weil es denn Holocaust gab. Das Auswärtige Amt hat aus dem Holocaust gelernt, nämlich Israel zu kritisieren, gerade als Deutsche, damit sich die Juden im Nahen Osten so benehmen, wie sie es in Deutschland gelernt haben, nämlich als Opfer. Gewalt gegen Menschen ist nämlich durch nichts zu rechtfertigen, sagt der deutsche Freund von Abbas.

Die Hamas und die Fatah erklären, dass man nicht palästinensisch und jüdisch sein kann, so wie die Nazis einst behaupteten, es wäre nicht möglich, deutsch und jüdisch zu sein. So wie Hitler einst das Deutsche Reich „judenrein“ machen wollte, wird heute Gaza „judenrein“ gemacht. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas der Hitlergruß.

Letztendlich scheiterten die Nazis mit ihrem Versuch, Europa “judenrein” zu machen. Die Hamas jedoch ist bisher sehr erfolgreich. Alle Jude wurden im Jahr 2005 innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Es folgten heftige innerarabische Kampfhandlungen vereinzelter arabischer Klans und der Bewegungen Hamas und Fatah untereinander. Viele Hundert arabische Zivilisten verloren ihr Leben. Seit der Vertreibung der Juden aus Gaza wird Israel ununterbrochen und teilweise täglich mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen. Das ist der Status Quo und das Auswärtige Amt erklärt:

„Es ist dringend nötig, Gesprächskanäle nicht abreißen zu lassen und den Parteien Raum zu geben, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, die – unter Wahrung des Status Quo am Tempelberg/Haram al-Sharif – den Sicherheitsbedürfnissen aller Seiten und der Bedeutung der heiligen Stätten für die drei monotheistischen Religionen Rechnung trägt.“

Im Jahr 2017 gilt an einigen Tagen in der Woche für den Tempelberg, was im Jahr 1942 für Parks in Deutschland galt: „Nicht für Juden!“ Der Zugang zum Tempelberg ist über elf Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Alle Tore werden von Angestellten einer sogenannten Frommen Stiftung des Islams (Waqf) überwacht, da der Zutritt dort nur Muslimen erlaubt ist. Sollten Zweifel bestehen, müssen ausländische Muslime ihre Zugehörigkeit zum Islam belegen. Andersgläubigen ist der Zutritt nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt. Das Betreten ist dort nur nach scharfen Sicherheitskontrollen außerhalb der Gebetszeiten möglich. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Der Felsendom darf nur von Muslimen betreten werden! Verboten sind zudem das Mitbringen von Büchern und Kultgegenständen und das Abhalten von Gebeten anderer Religionen. Wenn Juden den Tempelberg betreten, werden sie nicht selten bedroht.

Auch Christen können auf dem Tempelberg Probleme kriegen.

Der Gazastreifen ist jeden Tag im Jahr „judenrein“. Von dort aus wurden in den letzten Jahren über 7500 Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert, alle in der erklärten Absicht der Charta der Hamas, das jüdische Volk zu vernichten. Die Fatah und die Hamas ehren Judenmörder als Märtyrer und unterstützen die Familien von Judenmördern finanziell. Das ist der Status Quo. Er besteht aus einem versuchten Völkermord und aus ethnischer Säuberung. Das Auswärtige Amt findet diesen Status Quo jedoch bewahrenswert und kritisiert Israel, wenn es das anders sieht. Abbas ist schließlich Gabriels Freund!

Was wäre wohl los, wenn der Vatikan jeden christlichen Feiertag Muslimen den Zutritt ins Land verweigern würde oder wenn Juden und Muslime am Sonntag den Platz vor dem Kölner Dom nicht betreten dürften? Was würde das Auswärtige Amt dann machen?

Aber ich weiß schon, dass ist was ganz anderes. Juden sind nämlich immer was ganz anderes. Juden müssen perfekt sein! Ein israelischer Politiker wird bereits kritisiert, wenn er kein Nathan der Weise ist. Ein arabischer Politiker jedoch wird bereits gelobt, wenn er kein Adolf Hitler ist. Er kann dann sogar Freund des deutschen Außenministers sein.

Judenhass lässt sich ganz einfach definieren: Ein Judenhasser kritisiert und verurteilt an Juden, was er bei allen anderen Menschen durchgehen lässt! Auf das aktuelle Auswärtige Amt unter Sigmar Gabriel trifft diese Definition jedenfalls zu, denn laut aktueller Stellungnahme muss sich das jüdische Volk in Israel entscheiden, wie es von Deutschland gesehen werden möchte: Tot und gemocht oder lebendig und gehasst.

Das ist die deutsche Stellungnahme zum Judenmord. Ich bin richtig wütend!

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Was das Auswärtige Amt auch hätte sagen können:

„Wir verurteilen die Terroranschläge gegen Juden und Israelis in Jerusalem und Halamisch und fordern sämtliche arabischen Regierungen in der Region auf, die Terroranschläge zu verurteilen, sie zu bekämpfen und die israelische Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft anzunehmen, um in gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk einen Beitrag bei den Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

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„Du Jude!“

An deutschen Schulen ist das Wort „Jude“ ein Schimpfwort.

An Berliner Schulen wurden in 21 Bezirken 27 Lehrer vom American Jewish Committee interviewt. Das Ergebnis ist erschreckend: Antisemitische und islamistische Einstellungen gewinnen in Schulen an Einfluss. Manche Lehrkräfte berichteten, Unterricht zum Thema Nahost sei inzwischen aufgrund eines offenen Judenhasses „nahezu unmöglich“. Ein Lehrer berichtet:

„Im Ethikunterricht und im Geschichtsunterricht braucht man eigentlich das Thema Jude oder Judentum nicht anzusprechen, weil es dann gleich eine kleine Intifada im Klassenraum gibt.“

Ein anderer Lehrer berichtet, von Schülern schon mal diesen Satz gehört zu haben:

„Ja, der Hitler, der hat halt leider nicht alle umgebracht.“

Die Studie des American Jewish Committee erscheint einige Monate nachdem an einer Berliner Schule ein 14-jähriger Schüler über einen langen Zeitraum hinweg gemobbt wurde, weil er Jude war! Der Junge wurde geschubst, getreten und mit der Faust in den Rücken geschlagen. Mitte März 2017 wurde er sogar außerhalb der Schule an einer Bushaltestelle von zwei Schülern gewürgt und mit einer Spielzeugpistole bedroht, während andere Schüler zugeschaut und gelacht haben.

Es wird Zeit, dass wir uns dem Hass stellen. Der Hass gegen Juden wird wieder propagiert, so brutal und offen wie in Deutschland vor neunzig Jahren zwischen 1927 und 1933. Der Hass spricht jedoch nicht mehr deutsch.
Die Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland zum Hass auf Juden erzogen werden, schauen im Internet und im Fernsehen arabische Sendungen. Dort ruft das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wird gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Die Serie lief zur besten Sendezeit im Feiertagsprogramm. Sie war und ist auch heute noch in deutschen Wohnzimmern zu sehen. Im arabischen Fernsehpogrom ist der Hass gegen Juden Alltag.

Das 3-jährige Mädchen Basmallah zum Beispiel erklärte im Mai 2002 vor einem großem Fernsehpublikum, dass Juden Affen und Schweine sind, die sie nicht mag. Heute ist Basmallah 18 Jahre alt ubd somit nicht viel älter, als Eure Kinder, die eine Schule besuchen, an der ein jüdischer Junge terrorisiert wurde.

In der Gründungscharta der Hamas steht:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Bei diesem offiziellen Hass gegen Juden wundert es nicht, in Schulen Juden gemobbt werden?

Bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 zum Beispiel sprach der libanesischer Minister, Wiam Wahhab, am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Lustig, oder? Fast schon Berliner Schnauze! Hier noch ein paar andere Aussprüche, mit denen arabisch sprechende Kinder auch in Deutschland groß werden, weil sie auch in deutschen Wohnzimmern in internetfähigen Flimmerkisten zu sehen sind:

„Bevor Israel stirbt muss es gedemütigt und erniedrigt werden!“ (Khaled Meshall, Vorsitzender der Hamas am 3. Februar 2006)

„Jeder, der ein Messer, eine Waffe oder ein Auto hat und damit nicht einen Siedler oder einen Juden angreift und mehrere zehn Zionisten tötet, gehört nicht zu Palästina!“ (Fawzi Barhoum, Hamassprecher am 30. Juli 2014)

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“ (Abdallah Jarbu, stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen der Hamas am 28. Februar 2010)

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV (Ägypten), 8. Januar 2008)

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten! Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV (Katar), 9. Januar 2009)

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslime ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will.“ (Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2008)

„Die größten Feinde eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV (Ägypten), 9. Januar 2009)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

Am 9 Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Dieser ganze Hass ist mittlerweile ebenfalls auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken zu finden. Dort rufen junge Menschen massenhaft im vermeintlichen Namen Allahs und des Korans zum Hass gegen Juden auf. Sie schreiben: „Juden ins Gas“, „Hitler hat es richtig gemacht“ und „Tötet die Juden!“ Es ist genau dieser Hass, der vor einigen Monaten dazu geführt hat, dass ein wütender Mob auf offener Straße in Berlin gebrüllt hat: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“

Auch wenn der Hass dieses Mal in großen Teilen auf arabisch gepredigt wird, auf deutschen Straßen wird er wieder auf deutsch gebrüllt. Das Schweigen darf nicht wieder deutsch sein!

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Heute ist „Tag des Zorns“

Am 14. Juli 2017 wurden bei einem Anschlag in Jerusalem zwei israelische Polizisten in der Nähe des Tempelbergs ermordet. Ausgeführt wurde der Anschlag von drei jungen muslimischen Männern, die vom Tempelberg kamen und nach der Tat auch wieder in diese Richtung flohen. Polizisten, die die Verfolgung der Attentäter aufgenommen hatten, erschossen zwei der Täter. Der dritte Täter wurde zu Boden gebracht. Er sprang jedoch wieder auf und griff mit einem Messer erneut an. Daraufhin wurde auch er erschossen. Nach dem Anschlag war der Tempelberg vorübergehend gesperrt.

Das ist am 14. Juli 2017 passiert! Es ist sehr bezeichnend, wie über diesen Anschlag in den öffentlich-rechtlichen Medien Deutschlands berichtet wurde. Alex Feuerherdt schreibt:

"Keine Täter, nur eine nebulöse »Schießerei«.

Auf tagesschau.de lautet die Headline einer frühen Meldung zu den Ereignissen am Freitag: »Polizei erschießt Angreifer am Tempelberg«. Eine spätere Nachricht ist mit »Tote bei Schießerei auf Tempelberg« überschrieben. Im erstgenannten Fall bleibt offen, wer die Angreifer sind, wen sie angegriffen haben und welche tödlichen Folgen ihr Angriff hatte. Als handelndes, Menschenleben forderndes Subjekt mit Nachrichtenwert erscheinen hier ausschließlich die israelischen Polizisten. Im anderen Fall verschwimmen Täter und Opfer zu »Toten« einer »Schießerei« – so, als handelte es sich um rivalisierende, wild herumballernde Banden und als wären Angreifer und Angegriffene nicht eindeutig zu benennen. Auch beim Deutschlandfunk gibt es lediglich »mehrere Opfer« bei einer »Schießerei am Tempelberg«.

Das ZDF verwendet auf Twitter ebenfalls das unzutreffende, äquidistante Wort »Schießerei« und konterkariert damit seine zuvor getroffene Feststellung, dass es ein Attentat gab (auf wen, bleibt wiederum im Dunkeln). Dass drei Angreifer getötet wurden, findet vorrangige Erwähnung, erst danach heißt es: »Auch zwei Polizisten starben.« Das Wort »auch« unterstreicht dabei die vermeintliche Nachrangigkeit, die in völligem Gegensatz zum Tathergang steht. Zudem bleibt offen, wie die Polizisten eigentlich ums Leben kamen: War es Altersschwäche? Ein Querschläger? Friendly Fire? Oder vielleicht doch ein gezielter Mordanschlag?"

Bei diesem Anschlag von einer Schießerei zu sprechen, ist in etwa zu geschmacklos, wie nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz zu titeln: "Mehrere Tote bei einem Verkehrsunfall auf einem Berliner Weihnachtsmarkt."

Mich beunruhigt diese Art und Weise der Berichterstattung diesmal besonders, denn ich habe die schreckliche Ahnung, dass dieser Anschlag das Vorspiel zu einer Terrorwelle gegen Israel ist.

Die Fatah-Partei von Mahmud Abbas zum Beispiel hat für heute, 19. Juli 2017, zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. Auch die Hamas hat zum Zorn gegen Israel aufgerufen. Was das bedeutet, wird klar, wenn man sich anschaut, was Abbas und die Hamas so alles predigen. Abbas sagte eins:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als "heldenhaft". Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas' Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten.

Muhammad Abu Shahala wurde zum Tode verurteilt, weil er sein Haus an einen Juden verkauft hat. Laut einer Regelung der Fatah und der Hamas ist es Palästinensern verboten, Land an Juden zu verkaufen.

Am 28. Februar 2010 sagte der stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Die Gründungscharta der Hamas fordert laut Artikel 7 die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes weltweit. Dort steht:

"Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!"

Diese Leute rufen jetzt zum Zorn gegen Juden und Israel auf. Das sollte uns alle beunruhigen! Hier wird ein Krieg fortgeführt, den das Römische Reich vor zweitausend Jahren begann.

Nach der Zerschlagung des jüdischen Volkes im Jahr 135, gaben die Römer dem Gebiet Judäa einen neuen Namen: Palästina. Damit wollten sie jeglichen Bezug des Gebiets zum jüdischen Volk verwischen, um die Juden vertreiben zu können. Die Leugnung der Wichtigkeit des Judentums für Jerusalem war somit das Vorspiel zur Vertreibung und Verfolgung des Judentums.

Jerusalem war in der alten Geschichte der Stadt bisher lediglich für das jüdische Volk eine Hauptstadt. Jerusalem ist so jüdisch wie die Chinesische Mauer chinesisch ist! Das palästinensische Volk jedoch ist eine Erfindung der Römer! Ein palästinensische Volk konstituierte sich sogar erst im Jahr 1967 unter Jasir Arafat. Davor gab es keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur, kein palästinensisches Staatsoberhaupt und kein palästinensisches Volk! Es gab lediglich eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die einzig und allen durch den Umstand vereint wurden, dass sie in einem Gebiet lebten, das von den Römern einst Palästina genannt wurde, um die jüdische Geschichte zu leugnen. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „Palästinenser“ sogar oft als Synonym für „Jude“ benutzt! In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts gab es in Jerusalem ein sogenanntes palästinensisches Orchester. Es bestand ausnahmslos aus Juden. Wie also konnte es geschehen, dass heute ein hybrides Volk der Palästinenser existiert, das sich dadurch auszeichnet, dass Juden nicht dazugehören?

Zur Klärung dieser Frage muss erst einmal betont werden, dass der mit Abstand größte Teil Palästinas im heutigen Jordanien liegt. Weitere Gebiete Palästinas sind der Golan, der Gazastreifen, das Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich im heutigen Israel. Alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind Palästinenser im Sinne dieser Gebietsbeschreibung! Im 20. Jahrhundert wurden jedoch Juden aus der Gruppe der „Palästinenser“ vertrieben, so wie Juden einst aus der Gruppe der „Deutschen“ vertrieben wurden.

Nach dem 1. Weltkrieg und durch den Untergang des Osmanischen Reiches wurde das Gebiet, das die Römer "Palästina" nannten, herrschaftslos. Ab 1922 verwaltete dann der Völkerbund das Gebiet. Alle Menschen, die in dem Gebiet lebten, wurden fürderhin als Palästinenser bezeichnet, mochten sie nun christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch sein. Heute gibt es in Palästina die unterschiedlichsten Länder. Aber nur ein Land ist demokratisch: Israel! 1948 wurde Israel von Juden gegründet. Sie glaubten an die Möglichkeit einer friedlichen Demokratie im Nahen Osten. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

An dem Tag, an dem diese Erklärung verlesen wurde, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Menschen ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten. Israelis sind somit die freiesten Palästinenser der Welt!

Sie sind die einzigen Palästinenser, die einen Regierungschef haben, der innerhalb einer Demokratie legitim gewählt wurde. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Demokratisch kann Jordanien somit nicht genannt werden, allein schon deshalb nicht, weil alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, in Jordanien Bürger zweiter Klasse sind. In Syrien sind die Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselte die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und ließ sie dort verhungern. In Gaza herrscht heute die Hamas. Sie wurde zwar gewählt, aber nach der Wahl tauschte sie sofort Demokratie gegen Staatsterror aus. Seitdem herrscht die Hamas in Gaza ohne Legitimation. In kaum einem Gebiet der Erde werden Palästinenser brutaler unterdrückt als in Gaza.

Die Hamas erklärt, dass man nicht palästinensisch und jüdisch sein kann, so wie die Nazis einst behaupteten, es wäre nicht möglich, deutsch und jüdisch zu sein. So wie Hitler einst das Deutsche Reich „judenrein“ machen wollte, wird heute Gaza „judenrein“ gemacht. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas der Hitlergruß.

Letztendlich scheiterten die Nazis mit ihrem Versuch, Europa “judenrein” zu machen. Die Hamas jedoch ist bisher sehr erfolgreich. Alle Jude wurden im Jahr 2005 innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Es folgten heftige innerarabische Kampfhandlungen vereinzelter arabischer Klans und der Bewegungen Hamas und Fatah untereinander. Viele Hundert arabische Zivilisten verloren ihr Leben. Seit der Vertreibung der Juden aus Gaza wird Israel ununterbrochen und teilweise täglich mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen.

Es ist heute im Nahen Osten wie in Europa damals. Obwohl Juden schon in "Palästina" lebten bevor es Muslime gab, erklären Muslime heute Juden zu illegalen Siedlern im Nahen Osten und manifestieren so den muslimischen Anspruch auf Jerusalem, der vor 1400 Jahren mit brutaler Waffengewalt erstritten wurde und seither durch radikale Intoleranz gegenüber anderen Religionen aufrechterhalten wird.

Im Jahr 2017 gilt an einigen Tagen in der Woche für den Tempelberg, was im Jahr 1942 für Parks in Deutschland galt: "Nicht für Juden!" Der Zugang zum Tempelberg ist über elf Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Alle Tore werden von Angestellten einer sogenannten Frommen Stiftung des Islams (Waqf) überwacht, da der Zutritt dort nur Muslimen erlaubt ist. Sollten Zweifel bestehen, müssen ausländische Muslime ihre Zugehörigkeit zum Islam belegen. Andersgläubigen ist der Zutritt nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt. Das Betreten ist dort nur nach scharfen Sicherheitskontrollen außerhalb der Gebetszeiten möglich. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Der Felsendom darf nur von Muslimen betreten werden! Verboten sind zudem das Mitbringen von Büchern und Kultgegenständen und das Abhalten von Gebeten anderer Religionen. Wenn Juden den Tempelberg betreten, werden sie nicht selten bedroht.

Auch Christen können auf dem Tempelberg Probleme kriegen.

Der Gazastreifen ist jeden Tag im Jahr "judenrein". Von dort aus wurden in den letzten Jahren über 7500 Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert, alle in der erklärten Absicht der Charta der Hamas, das jüdische Volk zu vernichten. Die Fatah und die Hamas ehren Judenmörder als Märtyrer und unterstützen die Familien von Judenmördern finanziell. Das ist versuchter Völkermord und ethnische Säuberung.

Was wäre wohl los, wenn der Vatikan jeden christlichen Feiertag Muslimen den Zutritt ins Land verweigern würde oder wenn Juden und Muslime am Sonntag den Platz vor dem Kölner Dom nicht betreten dürften? Es gäbe einen Aufschrei!

In diesem Fall auf dem Tempelberg in Jerusalem jedoch vermisse ich den Aufschrei seit Jahren. Und in genau dieses Schweigen hinein wurde nun zum Zorn gegen Israel aufgerufen. Ich bin mehr als nur beunruhigt!

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Spontane Gedanken zur gestrigen Maischberger Sendung

„Das war eine unüberlegte Kurzschlussreaktion, getrieben von dem Wunsch, in der Sendung den Ausgleich der Seiten wiederherzustellen. Es war ein Fehler, den ich bedauere.“ (Sandra Maischberger)

Warum Bosbach vor laufender Kamera bei Maischberger das Studio verlassen hat, ob es verständlich war und ob Jutta Ditfurth Recht hatte oder nicht, all das sind spannende Fragen, aber der eigentliche Skandal der Veranstaltung ist der:

Nachdem Bosbach gegangen war, forderte Maischberger Ditfurth auf, ebenfalls das Studio zu verlassen und zwar aus Gründen der Parität.

Das ist das Ergebnis, wenn Menschen glauben, einem höheren Auftrag zu dienen. Wer glaubt, er sei der „Anwalt der Zuschauer“ und fest davon überzeugt ist, keinen Marktinteressen unterworfen zu sein, wer Menschen zwingt, ihre ach so gute Arbeit zu bezahlen, der wirft auch Menschen in einer Kurzschlussreaktion raus, wenn ihre pure Existenz der Erfüllung des guten Zwecks im Wege steht.

Nicht, dass man mich falsch versteht, ich habe nichts dagegen, dass eine Gastgeberin einen Gast rauswirft. Es sagt viel über die Gastgeberin und etwas über den Gast aus. Es ist aber unanständig, dieses Hausrecht anders als mit eigenen Interessen und Befindlichkeiten zu erklären, ja sogar zu glauben, den Rauswurf für einen höheren, besseren Zweck zu vollführen. So ein Verhalten kenne ich von der Kirche, die einst Menschen zwang, ihr einen Zehnten zu zahlen, weil sie erklärte, so von der Welt und ihren Sünden und Interessen derart befreit zu sein, dass sie so unabhängig und frei vom irdischen Druck das Wahre und Gute erkennen und für eine bessere Welt wirken könne. Viele Christen zahlten gerne diese Zehnten.

Es ist immer wieder amüsant, wenn Leute erklären, dass sie Dinge, zu denen sie gezwungen werden, gerne tun. Zum Gernetun gehört die Möglichkeit, es nicht tun zu müssen!

Nicht anders als die Kirche verhalten sich heute die öffentlich-rechtlichen Anstalten. Sie behaupten: Wir müssen vom Druck des Marktes befreit sein und darum dürfen wir Dich zwingen, uns Geld zu geben, weil wir so das Gute schaffen. Wenn wer stört, dann fliegt er eben raus. Nicht, weil wir es können und wollen, nein, weil wir einem höheren Zweck dienen! Wer nicht zahlt, wird saktioniert. Wir sind die Guten!

Hier tritt das Widerliche an dem tiefen Glauben an die eigene Besserheit, die sich in dem in meinen Augen verfassungswidrigen Rundfunkstaatsvertrag manifestiert, offen zu Tage, so offen, dass sogar Maischberger selbst es erkannte und tat, was jede Person tut, die nicht wirklich was an der Situation ändern möchte: Sie bedauerte! 

Es ist daher egal, ob Jutta Ditfurth Recht hat oder nicht, dass sie sitzen geblieben ist, verdient unser aller Respekt. Diesen Respekt kann ihr jeder zollen, sogar der, der ihre politische Haltung zutiefst verabscheut. Man kann ihr diesen Respekt sogar zollen, selbst wenn man zweifelt, ob sie selbst, mit einer ähnlichen Macht wie die ARD versehen, nicht auch Leute aus dem Diskurs entfernen würde.

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Darf sie das?

„Kleine Titten sind wie Flüchtlinge: Sie sind nun mal da, aber eigentlich will man sie nicht.“

Mit diesem Post auf Facebook löste Sophia Thomalla im Herbst des Jahres 2016 einen wahren Shitstorm aus. Wieder einmal zeigte sich, dass viele Menschen in Deutschland nicht nur humorlos sind, sondern selbstgerechte Kleininquisitoren. In lautstarker Empörung über diesen Post machten sich in nur wenigen Stunden tausende von Bescheidwissern über Sophia Thomalla her, geißelten ihren vermeintlichen Menschenhass und schaukelten sich in ihrer eigenen Selbstgerechtigkeit hoch. Nicht selten nutzten sie dabei frauenfeindliche Begriffe wie „Fotze“ und „Schlampe“, die zur Besserung einfach mal hart rangenommen werden sollte. Auf ihrer Facebook-Seite fand ein wahrhafter Moralkeulengangbang statt, eine Besserwisserbukkake sozusagen.

Dabei musste die Aussage erst negativ verstanden werden, um sich so darüber aufregen zu können. Die eigene Interpretation einer fremden Aussage hat aber zunächst nichts mit der Sprecherin zu tun, denn zu jeder Aussage gibt es immer verschiedene Interpretationen. Der Satz, „Ich will Flüchtlinge nicht“, zum Beispiel, kann zwei völlig verschiede Bedeutungen haben. Der Satz kann bedeuten, „ich will keine Flüchtlinge, weil sie Flüchtlinge sind“, aber auch, „ich will keine Flüchtlinge, weil ich nicht will, dass es Flüchtlinge gibt“. In der zweiten Interpretation ist der Satz somit nichts anderes als eine Variation dieser Aussage: „Man muss die Fluchtursachen bekämpfen!“

Jede Aussage hat immer verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Man sollte sich daher davor hüten, Menschen moralisch danach zu beurteilen, wie man selbst ihre Aussagen verstanden hat. Statt Menschen nach Worten zu beurteilen, sollte man sie lieber an ihren Taten messen! Hat Sophia Thomalla sich da irgendwas vorzuwerfen? Ist sie bekannt dafür, nachts auf ihrer Couch zu liegen und Taten gegen Flüchtlinge zu planen?

Selbst wenn Sophia Thomalla den Satz so gemeint hat, dass man keine Flüchtlinge will, weil sie Flüchtlinge sind, so hat sie damit noch lange nicht gesagt, dass wir Flüchtlingen nicht helfen sollten, sondern lediglich, dass es viele Menschen gibt, die sagen, „Das wird mir alles zu viel, ich will das nicht, das macht mir Angst“. Es ist durchaus verständlich, so zu denken. So wie es verständlich ist, keine kleine Titten haben zu wollen. Das heißt aber nicht, dass sich eine Frau deshalb die Brüste vergrößern wird! Es heißt auch nicht, dass es nicht auch verständlich ist, wenn jemand keine großen Titten haben will oder keinen kleinen Penis oder einen großen oder krummen, dicken, dünnen oder was weiß ich.

„Ich will das nicht“, ist erstmal ein ganz gewöhnlicher und verständlicher Satz. Es ist menschlich, etwas mal auch nicht zu wollen. Wer ist noch nie an einem Penner vorbeigegangen, hat ihm keinen Euro gegeben und stattdessen gedacht, „Geh arbeiten“? Wer ist noch nie an einem Glatzkopf vorbei gegangen und hat gedacht, „Nazis raus“? Wer hat noch nie bei kleinen und großen Anschlägen gedacht, „Welcome refugees“?

Vielleicht war der Eintrag von Sophia Thomalla auch nur ein spaßiger Test und ein Spiel mit den Ängsten der Leute. Es ist in der Natur des Menschen, Angst vor dem Fremden zu haben. Der Humor gibt uns jedoch die Möglichkeit, mit unseren Ängsten in Berührung zu kommen und sie im geschützten Raum des Lachens zuzulassen. Statt mit Zorn und Verachtung auf die eigenen Schwächen zu reagieren, hilft der Humor, sich selbst zu erkennen und zu lachen, vor allem über die eigenen schlechten Seiten. Selbsthass wird so im Keim erstickt und das ist gut so, denn kaum eine Kraft kann zerstörerischer auf andere Menschen wirken als der Selbsthass. Es ist eine Binsenweisheit, aber wahr: Wer sich nicht selber liebt, kann andere nicht lieben! Darum ist es gut, wenn wir gemeinsam über unsere Schwächen lachen!

Leider siegt bei vielen Menschen die politische Haltung über den Sinn für Humor. Wenn diese Menschen lachen, dass ist es kein Mitlachen, sondern ein Auslachen. Ihre Finger zeigen stets auf andere, nie auf sich selbst. Wenn diese Menschen wählen müssen zwischen recht haben und lustig sein, wählen sie recht haben. Mir ist Sophia Thomalla lieber, denn sie hat mich zu lachen gebracht, über mich, über sie, nicht über Flüchtlinge!

Es passiert immer wieder, dass Menschen niedergemacht werden, wenn sie einen Witz machen. Als ich zum Beispiel vom Tod von Roger Cicero erfuhr, war ich zunächst unendlich traurig. Dann aber fand ich einen Twitterkommentar von Niels Ruf und musste lachen:

„2 roger cicero-tickets zum halben reis abzugeben“

Für mich war sofort klar, der Witz von Niels Ruf geht gegen den Tod, dem Arsch, und nicht gegen Roger! Es war ein Witz geboren aus dem Wissen um die Sterblichkeit. Dieses Wissen ist für die besten Witze verantwortlich, die jemals gemacht wurden. Sie werden jedoch nicht selten wegen der Angst vor der Sterblichkeit als skandalös und geschmacklos empfunden.

Aufgrund des Witzes hatte Niels Ruf sofort einen Scheißesturm am Arsch. Nicht wenige fühlten sich bemüßigt, die Ehre von Roger Cicero zu rächen und schlugen dabei verbal auf Niels Ruf ein, statt die Zeit besser dafür zu nutzen, um einen großartigen Sänger zu betrauern. Trauer ist ein extremes Gefühl und lässt sich nicht zügeln. Kaum irgendwo wird mehr geweint, aber auch gelacht als bei Beerdigungen. Wenn jemand auf einer Beerdigung anfängt zu lachen, kann man den Sarg hochkant stellen! Trauer nämlich nicht anderes als Freude. Es ist Freude über das, was war!

Jeder geht mit Trauer anders um. Niels Ruf hatte sich entschieden, im Angesicht der Sterblichkeit zu lachen. Nichts daran war beleidigend! Niels Rufs Kommentar ging nicht gegen die Person Roger Cicero, noch gegen sein Schaffen und schon gar nicht gegen seine Familie und Freunde. Die hatten eh besseres zu tun, als Niels Rufs Twitternachrichten zu lesen und zu befühlen. Sie trauerten.

Niels Rufs Spruch ging ausschließlich gegen den Tod. Dennoch stürmte die Scheiße gegen Niels Ruf. Der Shitstorm bestand unter anderem aus Sprüchen wie diesen: „Du hättest besser sterben sollen!“

Um gegen einen Witz über den Tod zu protestieren, wurde der Wunsch nach dem Sterben eines Menschen formuliert. Wäre gegen diesen Spruch auch wieder scheissegestürmt worden, hätte die Scheisse im unendlichen Regress gestürmt.

Warum eigentlich hat Scheiße so einen schlechten Ruf? Scheiße ist gut! Scheiße ist Dünger. Aus Scheiße wird wieder Leben. Wenn aber zu viele Ärsche auf ein Feld scheißen, dann wächst dort nichts mehr! Es ist eine Frage der Dosis. Es ist ein Unterschied, ob eine Blume gegossen wird oder ob eine Sturmflut über eine Blume kommt.

Ich fand die Reaktion auf Niels Rufs Kommentar weitaus geschmackloser als den eigentlichen Kommentar und mich beunruhigt der heilige Zorn der Bescheidwisser, der gegen Sophie Thomalla geschleudert wurde, deutlich mehr als ihr Eintrag auf Facebook. Vor diesem Tugendterror habe ich Angst, weil er Menschen aburteilt und zu unwürdigen Personen degradiert, gegen die dann all das geschleudert werden darf, was die Bescheidwisser sonst so verabscheuungswürdig finden.

Wenn ich sterbe, und jemand macht einen Witz gegen mich und löst dadurch einen Shitstorm aus, dann kritisiert bitte nicht den, der mich verarscht und vielleicht sogar beleidigt hat, sondern all jene Vollpfosten, die glauben, für mich sprechen zu dürfen, obwohl ich gerade erst gestorben bin!

Ein besonders krasser Fall des Hasses der Hassverurteiler ist der Shitstorm, der im März 2015 gegen Money Boy losgetreten wurde, als er am Tag der Flugzeugkatastrophe der Germanwings-Maschine 4U9525 folgende Aussagen auf Facebook tätigte.

Die Reaktionen der Empörung zeigen, wie es um die Empörten bestellt ist:

„Du bist echt das letzte Stück Scheisse. Hoffentlich kannst du keine Kinderzeugen“

„Gott, bist du ein Hurensohn!“

„du spacken bist eine schande für die ganze menschheit.“

„egal wer stirbt nimmst du die leute auf den arm, und das hat nichts mit meinungs- oder redefreiheit zu tun, das ist einfach nur krank.“

„und wenn du vollhonk dich über andere beschwert, die haben dann wohl keine meinungs- und redefreiheit?
das merkt man schon einmal wie die drogen dich dumm im kopf machen.“

„So etwas nennst du Meinungsfreiheit??? Du bist eine armselige Kreatur. Für deine Äußerung sollten die Angehörigen den Arsch aufreißen und dein dummes Maul polieren.“

„Du bist krank!!! Und echt ekelhaft,was Leute alles machen damit man über Sie redet“

„Wie sehr ich mich für Menschen wie dich schäme!! In solch einem Augenblick solche abgrundtief verhöhnenden Worte in den Mund zu nehmen und auch noch öffentlich zu posten ist viel mehr als geschmacklos und dafür sollte man dich eigentlich verklagen!“

„Wie traurig, solche Menschen wie dich in unserer Gesellschaft zu haben!“

„Dreckiger Mistkörper wärst du lieber drauf gegangen !!! Ich hoffe irgendwer von den Verwandten kriegt dich und prügelt dir die scheisse aus dem Leib!!!“

„du hässliches respektloses Stück scheise.“

„Und jeder der deiner Meinung ist, soll daran verrecken!“

„Moneyboy du dreckiger hurensohn ! Wenn ich dich sehe Pass auf was passiert wenn ich dich sehe du Bastard !!!!“

„Wie abartig bist du eig? Aber so einen wie dir, sollte man mal die Fresse polieren. Hoffe du verlierst auch mal einen geliebten Menschen. Und dann werde ich mal Witze drüber reißen. Mal schauen, ob du dann noch lachst. Am liebsten würde ich dein Leben gegen das der toten Passagiere eintauschen. Du Vollspasti.“

„du bist jetzt Volksfeind Nr.1 das Verspreche ich dir. Solltest du dich auf die Straße trauen dann möge dir Gott helfen….“

„WER SAGT AUCH TODESSTRAFE FÜR MONEYBOY?!“

„lass die Welt mit deinem Abschaum von Wesen in Frieden.“

„Du bist ein Hurensohn. Deine Musik ist genauso Hässlich wie deine Fresse, solche Witze zu machen nur damit man über dich berichtet ist lächerlich du Hurensohn, sei mal ehrlich welcher Esel hat deine Mutter gefickt.“

„Erschießt die Fotze!“

Bei der Empörung gegen Money Boy war wirklich alles dabei: Sexismus, Behindertenfeindlichkeit, Nationalismus. Es ist offensichtlich ein sehr erhabenes Gefühl, sich moralisch überlegen zu fühlen.

Dabei ist Money Boy eine Kunstfigur. Dahinter steckt der Österreicher Sebastian Meisinger, dessen Diplomarbeit in Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien folgenden Titel trägt: „Die Rezeption aggressiver und sexistischer Songtexte und deren Effekte auf jugendliche Hörer“. In der Arbeit wird die Vermischung von Sexualität und Gewalt im Gangsta-Rap, sowie die Erniedrigung von Frauen und Homosexuellen kritisch betrachtet, jedoch schlussendlich erklärt, dass das Hören dieser Musik keinen unmittelbaren und schädlichen Einfluss auf das Verhalten der Hörer habe. In der Diplomarbeit werden folgende Dinge konstatiert:

„Für viele Jugendliche ist Musik nicht bloß ein Medium, sondern eine Lebenseinstellung.“ (Seite 39)

„Musik hilft Jugendlichen bei der Bewältigung alltäglicher Probleme.“ (Seite 40)

„Vor diesem Hintergrund sind die im Hiphop vorherrschenden negativen weiblichen Stereotypen, die Degradierung und sexuelle Objektivierung von Frauen, sowie das Bild des aggressiv und gewalttätigen Mannes, besonders kritisch zu betrachten.“ (Seite 41)

„In ihren Texten nehmen die Akteure häufig auf ihre Potenz und Virilität Bezug. Die Selbstüberhöhung der eigenen Potenz, sowie Verweise auf die eigenen Geschlechtsorgane, sind typische Elementen des Battle-Raps.“ (Seite 83)

„Mitglieder der HipHop-Szene bedienen sich dieses Jargons, auch wenn sie mit anderen kommunizieren.“ (Seite 88)

Money Boy ist eine radikale Überzeichnung aller Klischees der HipHop-Szene. Money Boys Grammatik ist gewöhnungsbedürftig, seine Nutzung von Anglizismen auf haarsträubendste Weise willkürlich und seine Texte nicht selten hanebüchen:

„Ich hab hunderttausend Scheine, grün wie ein Ochsenfrosch,
Ja, ich bin ein Gangster, so wie Räuber Hotzenplotz.
Check das aus, yo,
Du bist so dünn, Du kaufst bei C&A einen Kindergürtel,
Ich hab Marijuhana, grün wie ein Ninja Türtel.“

Leider beging Money Boy in der Folge des Shitstorms den Kardinalfehler der Comedy. Er entschuldigte sich:

Okay, zugegeben, die Entschuldigung war vermutlich auch nichts weiter als 1 weiterer Beweis seinen Humors, aber manchmal entschuldigen sich Comedians wirklich. Luke Mockridge zum Beispiel entschuldigte sich im Juli 2016 für diesen Tweet auf Twitter:

„Und ich Depp laufe durch die Stadt und stupse Menschen mit Down-Syndrom an weil ich hashtags falsch lese #Pokemongo“

Als daraufhin ein Moralkeulengangbang und eine Besserwisserbukkake über ihn kam, tat er das einzig Falsche. Er entschuldigte sich:

„Der internationale Arschpokal geht an mich. Wollte keinen beleidigen und mich auch nicht über Menschen mit Behinderung lustig machen. Es war lediglich ein Wortwitz ohne Zielscheibe. Ich bin kein schlechter Mensch, nur manchmal ein sehr dummer. Bin um eine Erfahrung reicher und um Summe X aufgrund einer anonymen Spende ärmer.“

Ja, Luke Mockridge ist manchmal ein dummer Mensch. Es war zum Beispiel dumm von ihm, sich zu entschuldigen. Damit gab er nämlich all den Empörten Recht. Sie hatten aber nicht recht! Luke hatte nicht über Behinderte gelacht, sondern über sich selbst, seine Dummheit und über die Begriffe, in denen er denkt. Luke ist ein guter Freund von mir. Er ist herzensguter Mensch. Aber selbst, wenn man ihn nicht persönlich kennt, glaubt irgendwer wirklich, Luke sitzt mit einem T4-Shirt in seinem dunklen Keller auf seinen Millionen, summt das Horst-Wessel-Lied und denkt darüber nach, wie er am besten gegen Behinderte hetzen kann?

Luke kam nichts weiter als ein Gag in den Sinn und er ließ ihn raus. Das ist sein Job. Er ist Stand Up Comedian! Er ist stets auf der Suche nach einem Gag, überall, auch dort wo es weh tun kann. Lachen ist Urlaub von schlechten Gedanken. Alles, was ein Stand Up Comedian sagt, ist der steten Suche nach dem Witz geschuldet, nicht der Suche nach einer universellen Wahrheit oder einer Ideologie. Ein Stand Up Comedian will, dass die Menschen lachen, über sich, über die eigenen Schwächen, aber auch über die eigenen schlechten Seiten. Manchmal ist ein Gag faul, aber das gehört dazu. Ein Ei muss erst aufgeschlagen werden, um sicher zu wissen, ob der Inhalt faul ist.

Ein weiters Beispiel für empörte Wichser, die mit ihren Moralkeulen in die Gesichter anderer spritzen, ist Amina Yousaf von der Juso-Hochschulgruppe der Georg-August Universität in Göttingen, die einen Auftritt von Chris Tall am 20. Januar 2016 an ihrer Universität verhindern wollte, weil er ihrer Meinung nach einer Universität unwürdig sei. Sie berief sich dabei auf seine Nummer „Darf er das?“

Amina Yousaf erklärte, es sei nicht in Ordnung, dass „weiße Männer entscheiden, ob sexistische oder rassistische Witze lustig sind“. Hier versteht Amina Yousaf ein grundlegendes Prinzip von Stand Up nicht. Chris Tall entscheidet nicht, was lustig ist! Ein Stand Up Comedian erzählt lediglich, was er lustig findet und die Menschen im Publikum können dann entscheiden, ob sie es auch lustig finden! Warum etwas lustig ist, ist schwer zu erklären. Humor ist Humor ist Humor. Einem Menschen abzusprechen, Witze zu gewissen Themen zu machen, nur weil er weiß und männlich ist, also das Geschlecht und die Hautfarbe zum Ausschlusskriterium zu machen, ist sexistisch und rassistisch!

Chris Tall ist ebenfalls ein Freund von mir. Er ist ein wunderbarer Mensch wie Luke. Okay, sein Penis ist klein, aber sein Herz ist groß! Wer nicht sieht und erkennt, dass sein ganzes Wesen gegen Rassismus und Sexismus gerichtet ist, hat ein kleines Hirn! Für eine Universität ist das eher ein Manko.

Warum glauben so viele Menschen, Sophia Thomalla wolle Flüchtlinge auslachen, Niels Ruf Roger Cicero, Money Boy die Opfer eines erweiterten Suizids, Luke Mockridge Behinderte und Chris Tall schwarze Männer? Kann es vielleicht an einer Kunstform liegen, die sich dem Auslachen verschrieben hat? Wenn diese Kunstform sich entscheiden muss, zwischen Ideologie und Witz, entscheidet sie sich für Ideologie. Die Kunstform heißt deutsches Kabarett.

Der deutsche Kabarettist ist ein Scharfmacher, der der Horde ein Feindbild präsentiert, das ausgelacht werden darf. Es ist ein Ausgrenzen mit Spaß und eine Inquisition mit Schenkelklopfen. Es ist immer mehr ein Auslachen als ein Mitlachen. Der Finger zeigt stets auf die Anderen. Wer die jeweils Anderen sind, hängt von der Gemütslage der Gesellschaft ab. Ganz sichere Adressen sind jedoch stets “die da oben”, die dummen Amerikaner (hohohoho), die CDU (hihihi) oder, wenn man ganz besonders aufmüpfig sein will, Israel (uuuhhhhh).

Nur weil Kabarettisten oft mit dem Lachen andere degradieren, heißt das noch lange nicht, dass Sophia Thomalla, Niels Ruf, Luke Mockridge, Chris Tall und Money Boy mit ihren Witzen ebenfalls andere verletzten wollen. Sie sind keine Kabarettisten!

Es gibt da diese fade Erklärung, ein guter Kabarettist trete nie nach unten, aber die Aussage allein ist schon arrogant. So bestimmt der Kabarettist nämlich, wer unten ist. Er selbst ist natürlich über alles. Es ist eine sehr perfide Form der Selbstüberhöhung im Büßergewand und absolut chauvinistisch. Kein Wunder, dass es so wenig Frauen im Kabarett gibt.

Wer eine Gruppe bestimmt, über die man keine Witze machen darf, übt damit Diskriminierung an dieser Gruppe. Jeder hat das Recht, verarscht zu werden! In der Comedy gibt es kein oben und unten. Es gibt nur lustig oder nicht lustig. Wenn jemand was nicht lustig findet, reicht ein einfaches Nichtlachen. Eine moralische Aburteilung eines Menschen wegen eines Witzes ist höchst unentspannt! Zudem ist ein Witz der denkbar dümmste Ort für eine Debatte. Es herrscht viel zu oft ein heiliger Ernst im Humor. Das ist echt traurig! Es ist traurig, wenn die politische Haltung über den Sinn für Humor siegt.

Da der Artikel nun endet, beantworte ich schon mal die Frage, die eh kommt: „Gehen etwa auch Judenwitze?“

Ja, auch Judenwitze gehen in Ordnung, so lange sie lustig sind. Wie das geht, zeigt Lisa Lampanelli:

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„Damit ich dies realisieren kann, brauche ich Sie!“

Sarah Shishechian habe ich gestern kennengelernt. Sie hat gerade ihr Abitur gemacht und möchte nun ein soziales Jahr absolvieren. Dafür sucht sie jedoch noch ein paar Förderinnen und Förder. Wer Interesse hat, kann sich bei ihr melden. Ihre Mailanschrift steht am Ende der folgenden Vorstellung:

Hallo! Mein Name ist Sarah Shishechian und ich bin 18. Jahre alt. Meine Mama, jüdischstämmig aufgewachsen in Moskau und mein Vater, in Teheran geboren, verliehen mir schon frühzeitig ein tiefgreifendes Empfinden für die Zeitlosigkeit von Geschichte.

Mit dem Erwerb des Abiturs geht es für mich in die Vereinigten Staaten von Amerika (Chicago), wo ich über die gemeinnützigen Organisation Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) e.V. meinen Friedensdienst bei Selfhelp Home for the Aged leisten werde. Selfhelp Home betreut vor allem Opfer des Nationalsozialismus, d.h. ehemalige Emigranten und Emigrantinnen aus Europa, die zwischen 1933 und 1945 in die USA kamen, bzw. Überlebende des Holocausts. Selfhelp hat darüber hinaus seine Zielgruppe auf die größere amerikanische jüdische Gemeinde erweitert.

Meine Aufgabe wird vor allem im “visiting“ liegen, mit den Einwohnern des Altenheims ins Gespräch zu kommen und ihnen generell im alltäglichen Leben behilflich zu sein. Wir sollten Verantwortung für die Vergangenheit tragen, diese Sühne den Opfern des Nationalsozialismus und Angehörigen nahebringen und eine Brücke zwischen Ängsten, Vorurteilen und Barrieren ihrer und unsererseits bauen, sodass sich alte und neue Generationen begegnen und in Dialog treten. Nicht, weil wir selber unbedingt schuldig sind, sondern weil uns die Menschlichkeit und Solidarität verbindet und uns verantwortlich fühlen lässt.

Damit ich dies realisieren kann, brauche ich Sie!

Die Organisation bietet 180 Projektplätze für Freiwillige in 13 verschiedenen Ländern an. Jeder Freiwillige trägt zur Finanzierung seines Freiwilligenjahres etwas bei und sucht mindestens 15 Patinnen und Paten, die ihn mit einer monatlichen Spende von 15 Euro während des Freiwilligenjahres unterstützen. Damit möchte ASF allen Freiwilligen ermöglichen, einen Dienst zu machen, ohne selbst einen hohen Eigenbeitrag aufbringen zu müssen. Darüber hinaus dient die Suche nach Paten auch der Öffentlichkeitsarbeit, sodass die Idee der Freiwilligendienste bekannter wird.

Für den Patenbeitrag bekommen Sie eine Spendenbescheinigung, durch die Sie die Spenden von den Steuern absetzen können. Außerdem würden Sie jährlich 2 Berichte über meinen Aufenthalt bekommen.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen liebend gerne unter folgender Mail zur Verfügung: sarahshishi@freenet.de

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