US-Politikerin ruft zum Boykott einer politischen Talk-Show auf

Die amerikanische Kongressabgeordnete Rashida Tlaib hat zum Boykott der politischen Talk-Show „Real Time with Bill Maher“ des Senders HBO aufgerufen, weil ihr nicht gefiel, was der Moderator dort gesagt hatte.

„Real Time with Bill Maher“ ist eine Mischung aus Stand Up Comedy und politischer Talk Show und ist für die herbe Kritik in Richtung von Donald Trump bekannt. Der Gastgeber der Show, Bill Maher, ist besonders für seine Dokumentation „Religulous“ bekannt, in der er mit beißendem Spott über diverse Religionen berichtet.

Anfang August 2019 bezeichnete Bill Maher die Kapagne BDS als „bullshit purity test“ („beschissener Reinheitstest“). Er machte auf die Verfolgung und Vertreibung von Juden in mehreren arabischen Ländern aufmerksam und zitierte ein paar Aussagen von Mitgliedern und Unterstützern von BDS, in denen Israels‘ Existenz in Frage gestellt und Juden als geldgierig charakterisiert wurden. Er zitierte ebenfalls die Kongressabgeordnete Ilhan Omar, die einst erklärt hatte, Israel würde die Welt hypnotisieren.

All dies war zu viel für Rashida Tlaib, weshalb sie nun zum Boykott der Show aufruft. Alles nur wegen dieser Szene:

Warum ruft Rashida Tlaib zum Boykott der Show auf? Weil sie weiß, dass die dort angesprochenen Fakten zutreffen und diese schlichten Wahrheiten ihr Narrativ vom bösen Israel in Gefahr bringen.

Es ist spannend zu sehen, wie das Publikum im Studio ungewöhnlich still wird, als Bill Maher die Runde mit dem Fakt der massenhaften Vertreibung und Verfolgung von Juden in arabischen Ländern konfrontiert. Ein großer Teil des Publikums scheint diese Fakten vorher noch nie gehört zu haben. Bill Maher betont:

„Irgendwie wird diese Seite niemals repräsentiert in den amerikanischen Medien. Das finde ich sehr merkwürdig.“

Es ist tatsächlich so. Selbst in der Medienlandschaft des Landes, das als größter Verbündeter des Staates Israels bezeichnet werden darf, finden sich immer wieder eine Menge Auslassungen, die dafür sorgen, dass die Nation Israel als einseitige Verursacherin des Konflikts erscheint. Darauf angesprochen kann Carl Hulse von der New York Times nur spekulieren, dass diese Einseitigkeit vielleicht darauf zurückzuführen sei, dass viele Demokraten verärgert seien über die israelische Regierung und einige ihrer Reden („still very mad“).

Rashida Tlaib bezeichnet Israel als Apartheid-Staat und unterstützt die BDS Kampagne. Sie hat somit ein enormes Interesse daran, dass die Fakten, die Bill Maher präsentiert hat, keine große Öffentlichkeit finden.

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Liebe Leserinnen und Leser von Tapfer im Nirgendwo,

bitte helfen Sie mit, dass die Fakten, die Bill Maher angesprochen hat, gehört werden. Im Folgenden präsentiere ich ein paar Artikel, die auf Tapfer im Nirgendwo erschienen sind. Bitte teilen und verbreiten Sie diese Artikel besonders dort, wo sie von „Israelkritikern“ gelesen werden.

Ich erkenne erfolgreiche Verbreitung meiner Artikel daran, dass ich vermehrt hasserfüllte Mails bekomme und meine Internetseiten massiv gemeldet werden. Bitte sorgt dafür, dass ich besonders viele Meldungen abbekomme. Daran erkenne ich nämlich, dass meine Argumente Wirkung zeigen. Schont mich nicht! 🙂

Setzt dem Aufruf zum Boykott eine bewusste Verbreitung und Vervielfältigung entgegen. Hier beispielhaft ein paar Artikel zum Teilen:

Auszug aus „Eine Marlene Dietrich des Islams“:

„1948 lebten in Marokko 265.000 Juden. Im Jahr 2001 waren es 5.700. 1948 lebten in Tunesien 105.000 Juden. Im Jahr 2001 waren es 1.500. 1948 lebten in Jemen 55.000 Juden. Im Jahr 2001 waren es zweihundert. 1948 lebten in Algerien 140.000 Juden. Im Jahr 2001 waren es null.

Die Länder Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen erklären heute stolz, dass überhaupt keine Juden mehr in ihrem Land leben. Auch die Hamas und die Fatah betonen immer wieder ihre Absicht, keinen Juden in einem möglichen Palästina zu akzeptieren. Vor der Staatsgründung der Bundesrepublik Deutschland gab es diese Absicht auch in Nazi-Deutschland. Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen haben den Traum Hitlers verwirklicht und die Hamas arbeitet daran.“

Auszug aus „BDS – Eine Kampagne des Hasses“:

„In Israel leben 1,7 Millionen Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben. BDS ruft zum Boykott dieser Muslime auf.

In Israel sind Muslime die Nachbarn von Juden. Sie sind ihre Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordnete, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute. All diese Muslime werden von der weltweit agierenden Kampagne des Hasses BDS diskriminiert.“

Auszug aus „Das ist die Hamas“:

„In der Gründungscharta der Hamas heißt es im Artikel 7:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah im Süden des Gazastreifens:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Im April 2018 wurde in Gaza die Hakenkreuzflagge gehisst.“

Auszug aus „Die volle neutrale Einseitigkeit“:

„Wenn es um den Nahostkonflikt geht, wird stets Neutralität angemahnt. Diese Neutralität gibt es jedoch nicht. Der ganze Diskurs ist durchtränkt von Begriffen, die zwar mittlerweile als neutral verstanden werden, aber in Wirklichkeit einseitig gegen Israel Partei ergreifen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar dieser Begriffe.“

Zum Schluss empfehle ich die Texte zum Thema „Apartheid“ von Hillel Neuer, Ari Lesser, Muhammed Zoabi und Mosab Hassan Yousef:

„Wo ist die Apartheid“ von Hillel Neuer
„Israel soll ein Apartheidsstaat sein?“ von Ari Lesser
„Unterstützt Israel“ von Muhammed Zoabi
„Sie schüren die Flammen des Konflikts“ von Mosab Hassan Yousef

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Goldener Orwell für den Deutschlandfunk

Am 10. August 2019 stürmten vier Angreifer in Uniformen gekleidet auf die israelische Grenze zu. Sie trugen Kriegswaffen bei sich, wie Sturmgewehre, eine Panzerfaust und mehrere Handgranaten. Als israelische Soldaten auf den Angriff reagierten wurde eine Granate auf die Soldaten geworfen. Bei dem Angriff konnten alle vier Angreifer unschädlich gemacht werden. Sie wurden getötet.

Der Deutschlandfunk berichtet über diesen Angriff so:

Vermutlich hätte der Deutschlandfunk über den Aufstand im Warschauer Ghetto wie folgt berichtet:

Polen – Über hundert Deutsche in Warschau von jüdischen Truppen getötet.

Den Kniefall von Willy Brandt würde der Deutschlandfunk heute vermutlich so kommentieren:

Warschau – Deutscher Bundeskanzler geht vor jüdischem Militarismus in die Knie. Keine Kritik in Richtung der jüdischen Truppen.

Ab und zu vergibt Tapfer im Nirgendwo den Goldenen Orwell an sogenannte Qualitätsmedien für „israelkritische“ Berichte, die dem Parteislogan aus George Orwells Roman „1984“ alle Ehre machen: „Krieg ist Frieden!“ Unbedingte Voraussetzung für den Goldenen Orwell war die ideologische Verdrehung einer Nachricht in ihr genaues Gegenteil, zum Wohle des besseren Einfügens in das gefestigte „israelkritische“ Weltbild.

Der Deutschlandfunk hat mit seiner brutalen Schlagzeile diese Ehrung mehr als verdient.

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Der Deutschlandfunk hat seine Schlagzeile erklärt und damit alles noch viel schlimmer gemacht. Die Erklärung finden Sie hier.

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#MyPalestinianSitty

Under this new hashtag, photos and stories of Palestinian grandmothers are published to support US representative Rashida Tlaib, who dropped her plans to visit her grandmother, Sitty Muftiya, in the area west of Jordan in order to boycott Israel.

Tlaib had asked to visit her 90-year-old grandmother after Israel had initially banned her and another Democrat congressman from entering the country. However, when Israel suspended the ban for humanitarian reasons, she changed her mind, saying she didn’t want to be brought to her knees.

Since that decision, images and stories have been shared with the hashtag #MyPalestinianSitty.

When on November 29, 1947, on behalf of the United Nations General Assembly, both the Israeli and the Arab populations were offered the establishment of independent states by a two-thirds majority, the Israeli side accepted the offer, while the Arab side refused an independent country. Instead, a joint war with Egypt, Saudi Arabia, Jordan, Lebanon, Iraq and Syria was launched to destroy the newly founded state of Israel.

This war resulted in two streams of refugees. One stream consisted of 500,000 refugees, the other of 850,000 refugees. Let us first look at the larger group of refugees.

In the course of that war of extermination against Israel – which continues to this day in many Arab states -, 850,000 Jews were expelled from their Arab homelands. They were deprived of their property and citizenships. Since then, several Arab nations have perfected their expulsion policies to such an extent that not a single Jew remains, for example Libya and Algeria.

Compared to 1948, only 0.9% of the Jewish population is currently living in the Arab world. What about Israel? Has the Arab population declined in Israel like the Jewish people in the Arab world? No, the Arab population has almost doubled.

Today there are almost twice as many Arabs living in Israel as in 1948, and are full citizens of a democratic country. Let us therefore take a look at the 500,000 Arab refugees.

When Israel was founded in 1948, the Arab world declared a war of extermination against Israel. In the course of this war, the Arab population was promised a victorious return once the Jewish state was destroyed. 500,000 people left their homeland, although most of them were not forced, at least not by the Israeli side. On the contrary, Israel even offered the Arabs to remain and become full citizens of the new country. 160,000 Arabs accepted the offer.

There are now 1,250,000 Arab Israelis. It’s evident that Arab refugees were in fact emigrants who listened to anti-Jewish propaganda. The word „refugee“ in that context is just a propaganda tool.

Therefore, I’d like to direct a few questions to the Sittys who left Israel: Why did you leave Israel? Did you hope that Israel would be destroyed so that you could return? That hope is not very different from an attitude which was dominant in Germany seventy years ago!

Dear Sittys,

You’re really ideologically not so different from the Nazis, who had declared Jews illegal settlers in Europe.

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Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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#MyPalestinianSitty

Der 17. August 2019 ist der Geburtstag eines neuen Hashtags: #MyPalestinianSitty

Unter diesem Hashtag werden Fotos und Geschichten palästinensischer Großmütter veröffentlicht, um die US-amerikanische Abgeordnete Rashida Tlaib zu unterstützen, die ihren Plan, ihre Großmutter Sitty Muftiya im Gebiet westlich von Jordanien zu besuchen, fallen ließ, um Israel zu boykottieren.

Tlaib hatte zwar um einen Besuch bei ihrer 90-jährigen Großmutter aus humanitären Gründen gebeten, nachdem Israel für sie und eine andere demokratische Kongressabgeordnete ein Einreiseverbot erlassen hatte, als Israel jedoch aus menschlichen Gründen das Verbot aussetzte, änderte sie ihre Meinung mit der Begründung, sie wolle sich von Israel nicht in die Knie zwingen lassen.

Seit dieser Entscheidung werden Bilder und Geschichten mit dem Hashtag #MeinePalästinensischeSitty geteilt.

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme ihres unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte.

Im Zuge dieses Krieges kam es zu zwei Flüchtlingsströmen. Der eine Strom bestand aus 500.000 Flüchtlingen, der andere aus 850.000 Flüchtlingen. Schauen wir uns zunächst die größere Flüchtlingsgruppe an.

Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges vieler arabischer Staaten gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass dort kein einziger Jude mehr lebt, zum Beispiel Libyen und Algerien.

Heute leben in der arabischen Welt nur noch 0,9% so viele Juden wie 1948. Wie sieht es in Israel dort? Ist das arabische Volk dort fast völlig verschwunden wie das jüdische Volk in der arabischen Welt? Nein, es hat sich sogar fast verdoppelt.

In Israel leben heute fast doppelt so viele Araber wie 1948 und noch dazu als vollwertige Bürgerinnen und Bürger eines demokratischen Landes. Schauen wir uns daher die 500.000 arabischen Flüchtlinge an.

Als im Jahre 1948 Israel gegründet wurde, erklärte die arabische Welt Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren, verließen 500.000 Menschen ihre Heimat; und das obwohl die meisten von ihnen nicht dazu gezwungen wurden, jedenfalls nicht von israelischer Seite – im Gegenteil: Israel bot den Arabern sogar an zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an.

Mittlerweile gibt es 1.250.000 arabische Israelis. Es kann somit ohne Probleme gesagt werden, dass viele arabische Flüchtlinge in Wirklichkeit Auswanderer waren, die auf judenfeindliche Propaganda gehört haben. Das Wort „Flüchtling“ ist in diesem Zusammenhang daher oft ein Kampfbegriff.

Diese Frage geht an alle Sittys, die Israel verließen, obwohl es möglich gewesen wäre, dass sie Bürgerinnen Israels werden: Warum habt Ihr Israel verlassen? Habt Ihr gehofft, Israel möge vernichtet werden, damit Ihr zurückkehren könnt? Diese Hoffnung hat es vor über siebzig Jahren schon mal gegeben: in Deutschland!

Liebe Sittys,

Ihr seid ideologisch nicht weit entfernt von den Nazis, die einst in Europa Juden zu illegalen Siedlern erklärten.

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Ein paar Worte zum Einreiseverbot

Israel wollte die Einreise der US-amerikanischen Abgeordneten Rashida Tlaib und Ilhan Omar verbieten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begründete die Entscheidung damit, dass die beiden Frauen sich für Gesetze zum Boykott Israels einsetzen. Netanjahu erklärt, Ziel ihres Besuchs sei es, „Israel Schaden zuzufügen“ und fügt hinzu: „Deshalb hat der Innenminister beschlossen, ihren Besuch nicht zu erlauben, und ich als Ministerpräsident unterstütze seine Entscheidung.“

Als Rashida Tlaib erklärte, sie wolle nur ihre kranke Großmutter besuchen, hob Israel das Verbot auf. Daraufhin weigerte sich Rashida Tlaib jedoch, Israel zu besuchen.

Die ganze Angelegenheit nimmt geradezu absurde Züge an. Der ARD-Chefredakteur Rainald Becker verstieg sich sogar zu einem geradezu grenzwertig antisemitischen Kommentar:

Für Rainald Becker scheint es keinen anderen Grund für Israels Entscheidung zu geben, als ein büttelhaftes Verhalten. Lassen wir daher die Botschaft Israels in Deutschland zu Wort kommen:

„Kein Land respektiert die #USA und den Kongress mehr als #Israel. Als freie & lebhafte Demokratie ist Israel offen für Kritiker & Kritik mit einer Ausnahme: israelisches Recht verbietet jenen die Einreise, die zu Israels Boykott aufrufen.“

Das ist die schlichte und nüchterne Realität: Israel behält sich das Recht vor, Menschen nicht einreisen zu lassen, die die Aktion BDS unterstützen. BDS steht für „Boycott, Divestment and Sanctions“. Die Aktion wendet sich politisch gegen ganz Israel und kulturell gegen alles, was israelisch ist. Die Politik von BDS lässt sich auf diese drei Formeln bringen:

„Kauft nicht bei Israelis!“
„Israel ist unser Unglück!“
„Kein Dialog mit Israel!“

Mit einer Person, die man boykottiert und mit der man nicht reden will, kann man keinen Frieden schließen. BDS will keinen Frieden!

In Israel leben 1,7 Millionen Muslime friedlich mit über sechs Millionen Juden zusammen. BDS ruft zum Boykott dieser Juden und Muslime auf. BDS fordert dazu auf, diese Menschen zu boykottieren und zu bestrafen (sanktionieren), sowie jede Form der Unterstützung mit diesen Muslimen zu kappen (Divestment). BDS fordert somit dazu auf, Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben, so zu behandeln, wie Juden von Judenhassern behandelt werden.

Die Gründungscharta der Hamas fordert die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes (Artikel 7) und die Zerstörung Israels (Artikel 13). Minister der Hamas rufen zur Vernichtung aller Juden auf, die sie öffentlich, auf Plätzen, in Moscheen und im Fernsehen, als Ungeziefer und Bakterien bezeichnen, deren Kehlen durchgeschnitten und Familien ermordet gehören. BDS richtet sich ganz bewusst nicht gegen diesen Hass.

BDS richtet sich stattdessen gegen das Land, das beschlossen hat, staatliche Krankenhäuser mit Gebetsräumen für alle Religionen ausstatten zu lassen, nachdem ein Muslim erfolgreich beim Obersten Justizgerichtshof des Landes geklagt hatte, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv im Freien beten musste. Juden im Gaza-Streifen, in Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen haben keinen eigenen Gebetsraum in Krankenhäusern, sie haben nicht mal eine Aufenthaltserlaubnis dort. In diesen Regionen ist es verboten, Jude zu sein. Die Länder sind nämlich allesamt „judenrein“!

BDS richtet sich ausschließlich gegen das Land, in dem die damals 19-jährige Araberin aus der nördlichen Hafenstadt Akko, Lina Mahul, die israelische Ausgabe von „The Voice“ gewann. BDS richtet sich aber nicht gegen das Gebiet, in dem Mohammed Assaf die arabische Version von DSDS (Arab Idol) mit einem Lied gewann, in dem er hoffnungsfroh über das Ende Israels sang.

BDS richtet sich gegen das einzige Land im Nahen Osten, in dem Muslime sicher in einer Demokratie leben, die es ihnen erlaubt, schwul oder lesbisch zu sein. Sie haben die gleichen Rechte, wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger des Landes, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Hautfarbe.

Israel ist das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Die israelische Regierung ist somit die einzige auch von Muslimen und Arabern demokratisch gewählte Vertretung eines Landes im Nahes Osten. Gegen diese Demokratie hetzt BDS. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. BDS schweigt dazu!

Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, sind in Jordanien Bürger zweiter Klasse. BDS schweigt!

In Syrien sind alle Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselt die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und lies sie dort verhungern. BDS schweigt!

BDS richtet sich ausschließlich gegen Israel und somit auch gegen die dort lebenden Muslime und Juden, die in Frieden miteinander leben.

Ein Judenhasser kritisiert an Juden Dinge, die er bei Nicht-Juden durchgehen lässt. BDS tut genau das. BDS schweigt zu sämtlichen barbarischen Unmenschlichkeiten der Welt, kritisiert aber Israel, weil das Land nicht perfekt ist. Für BDS muss Israel übermenschlich sein, um existieren zu dürfen. Für den Rest der Menschheit reicht es, menschlich zu sein. Ein israelischer Politiker wird bereits verteufelt, wenn er kein Heiliger ist. Ein arabischer Politiker jedoch wird schon zum Heiligen erklärt, wenn er kein Teufel ist. Dieser Hass gibt Milliarden aus, um Juden zu finden, die nicht perfekt sind, nur um dann rufen zu können: Seht her, die Juden!

Unzählige Journalisten, Korrespondenten, europäische und amerikanische Organisationen sind in Israel unterwegs, nur um Bilder zu schießen, Filme zu fangen und Geschichten zu sammeln, die zeigen, dass Juden nicht perfekt sind. Diese Bilder, Filme und Geschichten werden dann nicht selten von staatlich geförderten und unterstützten Medien von der ARD bis zur BBC in kurzen Abständen abgefeuert, so dass dann die Mehrheit glaubt, Israel sei die größte Gefahr für den Weltfrieden und im Großen und Ganzen auch nicht besser als seine judenhassenden Nachbarn. Zu diesen Jägerinnen gehören auch Rashida Tlaib und Ilhan Omar. Letztere erklärte einst:

„Israel hat die Welt hypnotisiert. Möge Allah die Menschen erhellen und sie befähigen, die bösartigen Taten Israels zu erkennen.“

Mittlerweile hat sie für diesen Kommentar um Verzeihung gebeten. Dennoch lässt sie weiterhin keine Gelegenheit aus, gegen Israel zu hetzen, während sie zu den Taten gegen Israel schweigt.

Mit großer Geste wird die Entscheidung Israels kritisiert, unterstützende Personen der israelfeindlichen BDS-Kampagne eine Einreise zu verweigern. Dass mehrere Länder keine Juden in Land lassen, wurde und wird von diesen Menschen nicht kritisiert. Sogar ich habe mehrere Einreiseverbote. Der Libanon zum Beispiel gehört zu den Ländern, die ein Reiseverbot gegen mich ausgesprochen haben, nur weil ich es gewagt habe, das Land Israel zu bereisen. Neben dem Libanon, behalten es sich Syrien, Kuwait, Jemen, Libyen, Saudi-Arabien und der Iran vor, keine Menschen ins Land zu lassen, wenn sie Juden sind oder freiwillig in Israel waren. Viele Länder erklären stolz, alle Juden aus ihren Ländern vertrieben zu haben. Sie sind stolz auf ihren Völkermord.

Diese Länder verfolgen ebenfalls Homosexuelle. Im Iran, im Jemen und Saudi-Arabien werden Homosexuelle sogar getötet. In Saudi-Arabien dürfen Frauen keine Autos fahren und nicht unverschleiert und ohne Erlaubnis eines Mannes das Haus verlassen. Diese Länder betreiben Apartheid der übelsten Sorte. Gegen all diese Länder richtet sich BDS nicht!

Ich kann nicht das bunte Nachtleben Libyens erleben. Die Schwulen- und Lesbenszene im Sudan muss auch ohne mich auskommen. Ich kann nicht mit Feministinnen im Auto um die Blocks von Saudi Arabien ziehen. Und das alles nur, weil ich in Israel war! Syrer können mich zu Hause besuchen, ich jedoch nicht mehr Syrer in ihrem Haus! BDS schweigt dazu!

Es ist schon sehr bezeichnend, dass jetzt überall massiv kritisiert wird, dass Israel zwei Menschen aufgrund ihrer negativen Äußerungen zu Israel die Einreise verweigert hat, während seit Jahren laut dazu geschwiegen wird, dass mehrere Länder Millionen Menschen die Einreise verweigern, weil sie Juden sind oder in Israel waren.

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Wer macht mit?

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Антисемитизм в Германии

Репортаж об антисемитизме в Германии. С 17-ой минуты экспертное мнение Герда Бюрманна (Gerd Buurmann) по данной проблеме.

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