Gerd Buurmann auf Instagram

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„So wie sich einige Juden benehmen, ist es kein Wunder, dass es Judenhass gibt.“

„So wie sich einige Juden benehmen, ist es kein Wunder, dass es Judenhass gibt.“

Es gibt tatsächlich Menschen, die das sagen. Es gibt allerdings noch mehr Menschen, die das denken. Nicht alle aber trauen sich, diesen Satz so deutlich zu formulieren. Manchmal aber, wenn sie sich gar zu sicher fühlen, konstruieren sie komplizierte Sätze, die genau das zum Ausdruck bringen.

Michael Kellner ist der Geschäftsführer des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Bethlehem. Im Februar 2018 fühlte er sich besonders sicher. Nachdem der Kölner Stadt-Anzeiger über wachsenden Judenhass an Kölner Schulen berichtet hatte, setzte er sich hin und schrieb einen Leserbrief, in dem er nicht nur den Judenhass in Deutschland relativierte, sondern am Ende sogar Juden eine Mitschuld an dem Klima gab, in dem sich dieser Hass ausbreitet. Am 15. Februar 2018 druckte der Kölner Stadt-Anzeiger diesen Brief.

Zu Beginn des Leserbriefs kritisierte Michael Kellner zunächst die Art und Weise, wie der Deutsche Bundestag das Thema Judenhass angeht, denn der habe in einer Studie zu Antisemitismus in Deutschland „nur Juden“ befragt und so werde „nicht deutlich, ob es sich bei vielen Antworten nicht eher um einen ganz alltäglichen Rassismus und Fremdenhass handelt.“

Als ich diese ersten Sätze des Leserbriefs las, verstand ich zunächst nicht, warum Michael Kellner diese merkwürdige „Differenzierung“ vornahm, vor allem weil es ja eigentlich um Judenhass an Kölner Schulen geht, aber schon ein paar Sätze später, wurde mir alles klar. Michael Kellner zitiert in seinem Leserbrief nämlich zwei Männer, die sich dagegen aussprechen, den Antisemitismus isoliert zu betrachten. Kellner schreibt: „Deshalb plädieren sie für einen Antirassismusbeauftragten.“

Es ist schon sehr abenteuerlich, wenn ausgerechnet der Geschäftsführer der Städtepartnerschaft Köln-Bethlehem mit einer vermeintlichen „Differenzierung“ dafür wirbt, Rassismus und Antisemitismus miteinander zu vermengen, wissend, dass es Judenhass sowohl in Köln, als auch in Bethlehem gibt und zwar nicht nur an den Schulen, sondern überall. Judenhass kennt keinen Unterschied zwischen Hautfarben.

In Bethlehem werden Juden verfolgt. Dort regiert nämlich die Fatah und am Tag der 47-Jahr-Feier dieser Partei sprach Mufti Muhammad Hussein, den Parteiführer Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende unmissverständlichen Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

In Bethlehem grassiert ein mörderischer Judenhass. Terroristen, die Juden ermordet haben, werden in Bethlehem gefeiert und geehrt. Familienangehörige von Selbstmordattentätern bekommen stattliche Renten und an Schulen in Bethlehem werden judenfeindliche Thesen gelehrt. All das ist bekannt. Der Geschäftsführer des Städteparnerschaftsvereins Köln-Bethlehem aber hat nichts besseres zu tun, als sich gegen eine dezidierte Analyse des Grenzen, Kulturen und Hautfarben übergreifenden Judenhass auszusprechen.

Wer Antisemitismus und Rassismus zusammen analysieren möchte, versteht nicht, dass auch Menschen, die selbst Opfer von Rassismus werden, die größten Judenhasser sein können. Man braucht sich nur einmal anschauen, wer in den letzten Jahren auf deutschen Straßen folgende Parolen gerufen hat:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Hamas, Hamas, Juden ins Gas“

Man braucht auch nur mal an Schulen zu fragen, welche Schülerinnen und Schüler das Wort „Jude“ als Schimpfwort führen. Man kann auch auch mal die jüdischen Schüler fragen, die in den letzten Jahren von deutschen Schulen genommen werden mussten, weil sie dort als Juden bedroht wurden, wer genau sie bedroht. Ein nicht geringer Teil der Menschen, die heute in Deutschland einem brutalen Judenhass frönen, nennen Deutschland nicht ihre Heimat und haben eine Herkunft, die sie selbst zum Opfer von Rassismus macht. Michael Kellner weiß das alles. Er bezieht sich in seinem Leserbrief sogar ausgerechnet auf einen Artikel, der sich mit Judenhass an Kölner Schulen beschäftigt.

Nachdem Michael Kellner für einen „Antirassismusbeauftragten“ geworben hat, kommt er in seinem Leserbrief mit einer handfesten Lüge um die Ecke. Er schreibt, in Palästina kenne man israelische Soldaten nur als jüdische Soldaten und behauptet: „Palästinenser sind vom Militärdienst ausgeschlossen. Also sprechen sie von Juden, wenn sie Israelis meinen. Sie als Antisemiten zu bezeichnen ist nicht richtig.“

Das ist falsch! In Israel gilt die Wehrpflicht. Allerdings gibt es verschiedene Gruppen, die von der Wehrpflicht ausgenommen sind, zum Beispiel schwangere Frauen und charedische Jeschiwa-Studenten. Auch israelische Araber sind nicht zum Wehrdienst verpflichtet, weil Israel seine arabischen Bürgerinnen und Bürger schützen möchte. Israel weiß schließlich aus eigener schmerzlicher Erfahrung, dass Juden- und Israelhass innerhalb der arabischen Gesellschaft sehr verbreitet ist. Deshalb schützt der Staat Israel seine arabischen Bürgerinnen und Bürger, indem er sie nicht in die Gefahr zwingt, mit ihrem familiären Umfeld in Konflikt zu geraten, wenn sie den Dienst an der Waffe für Israel leisten. Allerdings steht jedem arabischen und somit auch jedem palästinensischen Israeli ein freiwilliger Dienst in der israelischen Armee offen.

Palästinenser sind somit nicht vom Militärdienst ausgeschlossen. Sie sind nur von der Wehrpflicht ausgenommen, und zwar aus dem selben Grund, aus dem auch schwangere Frauen und charedische Jeschiwa-Studenten ausgenommen sind, nämlich um sie zu schützen! Dieser Fakt macht die Lüge von Michael Kellner besonders infam.

Selbstverständlich wissen die Menschen in den Ländern und Gebieten, die an Israel grenzen, dass alle Bürgerinnen und Bürger Israels zwar nicht die gleichen Pflichten haben, aber sehr wohl die gleichen Rechte. Sie wissen auch, dass es israelische Soldaten gibt, die Araber, Christen, Palästinenser und homosexuell sind. Sie können es zumindest wissen, wenn der Hass nicht ihren Verstand umnebelt hat. Die, die es nicht wissen wollen oder es verleugnen, nennen ihre Feinde „Jude“, so wie es manche Schülerinnen und Schüler an Kölner Schulen auch tun. Das Wort „Jude“ ist für sie ein Schimpfwort. Sie hassen Juden. Deshalb ist jeder Mensch, den sie hassen, für sie auch ein „Jude“.

Die Kinder, die Juden hassen, wurden in diesem Hass erzogen. Überall in der Welt werden arabische Kinder zum Hass auf Juden erzogen, vor allem im Kinderprogramm. Das lustige Hamas Häschen, das am liebsten Juden ißt, ruft Kinder zum Krieg gegen Ungläubige auf. Die Hamas Maus lässt Kinder Lieder über Mord und Totschlag gegen Juden singen. Die Hamas Biene wiederum freut sich, wenn Juden geschlagen werden. Hochglanzvideos stimmen Kinder auf Selbstmordanschläge ein und zeigen ihnen, dass sie in den Himmel kommen, wenn sie Juden töten. All diese Sendungen sind über das Internet auch in Deutschland zu empfangen. Nicht wenige Kinder und Jugendliche, die in Deutschland Juden hassen, sind mit diesem Kinderprogramm aufgewachsen.

Nachdem Michael Kellner eifrig relativiert und gelogen hat, endet sein Leserbrief mit dem Vorwurf, jemand, der hierzulande Veranstaltungen durchführe, die die Politik Israels kritisieren, werde von „jüdischen und christlich-jüdischen Kreisen“ sehr oft in die antisemitische Ecke geschoben: „Diese Kritik verweigert sich einer Differenzierung, wenn es um den Staat Israel geht. Wen wundert es, wenn in der Bevölkerung eine Verwirrung entsteht, die dem Antisemitismus durchaus Vorschub leistet?“

Da ist er also, der Satz, umständlich eingeleitet, etwas verklausuliert, mit einer Lüge garniert und unübersehbar. Der letzte Satz des Leserbriefs von Michael Kellner ist nichts weiter als eine Variation von: „So wie sich einige Juden benehmen, ist es kein Wunder, dass es Judenhass gibt.“

Sehr geehrter Michael Kellner,

nein, nicht jeder, der Israel kritisiert ist ein Antisemit. Mohammad Zoabi zum Beispiel kritisiert, dass arabische Israelis nicht zum Wehrdienst eingezogen werden:

„Heute, da ich sehe, dass meine arabischen Nachbarn bereit sind, mich zu töten, bin ich bereit, für Israel zu kämpfen. Nicht weil ich ein böser Mensch bin, sondern weil ich ein Mensch bin und das Recht habe, mich und mein Land zu verteidigen. Ich möchte der israelischen Regierung daher einen Rat geben: Führt den verpflichtenden Wehrdienst auch für arabische Israelis ein! Das fordere ich nicht, um den israelischen Arabern zu schaden, sondern damit sie merken, was es heißt, Israeli zu sein und was es heißt, jeden Tag mit der Gefahr von außen umgehen zu müssen. Unsere Soldaten, unsere mutigen, jungen Soldaten sind da draußen und sehen sich der ständigen Gefahr der Vernichtung ausgesetzt. Sie sind nicht da draußen, weil sie böse sind, sondern weil sie leben wollen!“

Trotz seiner Kritik ist Mohammad Zoabi kein Antisemit, im Gegenteil, er sagt über sich selbst: „Ich bin ein stolzer israelischer, zionistischer, arabischer Moslem.“

Deshalb, Herr Kellner,

nein, nicht jeder, der Israel kritisiert, ist ein Antisemit. Aber jemand, der Lügen über Israel und Juden verbreitet und dabei von „jüdischen Kreisen“ fabuliert, ist ein Antisemit. Und genau das haben Sie getan!

Ich kann nur sehr hoffen, dass weder die Stadt Köln, noch irgendeine andere Organisation mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem eine Zusammenarbeit pflegt, solange Sie im Vorstand sind, denn Ihr Leserbrief auf einen Bericht über Judenhass an Kölner Schulen, in dem sie von „jüdischen Kreisen“ phantasieren, während Sie eine Lüge über Juden und Israel verbreiten, spricht für eine gefährliche Inkompetenz. Darum widerspreche ich Ihnen nicht nur vehement, sondern sage ganz klar:

Sie sind es, der in der Bevölkerung eine Verwirrung provoziert, die dem Antisemitismus durchaus Vorschub leistet!

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Déjà-vu: Heinrich Heine und der jüdische Mottowagen

Ein Aufruf zu mehr jüdischer Provokation von Simone Schermann.

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…

So beginnt die erste Strophe des Lore-Ley-Gedichts von Heinrich Heine. Und auch fast 200 Jahre später trifft es genau das, was ich mich frage, als Jüdin in Deutschland, als deutsche Historikerin am heutigen Rosenmontag. Blicke ich auf Düsseldorf, bin ich verblüfft vom tragisch-traurigen Scheitern des ersten jüdischen Mottowagens im Düsseldorfer Straßenkarneval.

Tatsächlich ein Novum: In der Geschichte der Bundesrepublik hat es einen jüdischen Mottowagen im Karneval das bis dato nicht gegeben. Am 12.2.2018 sollte sich das ändern. Endlich? Normalität, wenn deutsche Juden auch lustig sind?

Jedenfalls entschied man sich in der Jüdischen Gemeinde zu Düsseldorf für folgendes Motto: „Heinrich Heine, geboren 1797 in Düsseldorf“. Mit dem Zusatz: „Wir feiern den größten jüdischen Sohn unserer Stadt.“

?

Staunend verglich ich den jüdischen Mottowagen mit den anderen, nichtjüdischen, „normalen“. Sind auch die dermaßen hintergründig witzig, dass man Ironie und Satire mit dem Mikroskop suchen muss und trotzdem nicht findet? Vielleicht ist Heine ja das Motto 2018 und das ist lustig und ich bin nur nicht up to date?

Doch da gibt es einen Wagen mit der „schwarzen Witwe“ Merkel. Eine mordende Spinne, die ihre Konkurrenten aussaugt. Es findet sich auch ein Schulz, der sich selbst durch den Fleischwolf dreht. Gezeigt wird gar ein russischer Bär, der es Donald Trump mit genüsslichem Grinsen gehörig von hinten in den Arsch besorgt. Das ist Karneval!

Doch was ist mit dem Heine-Wagen? Wo ist da auch nur der Hauch eines kritischen Tons, die Karikatur, der Witz, ja die Provokation im jüdischen Themenwagen? Es gibt ihn nicht. Er ist einfach nicht da. Man kann nicht einmal trotzdem lachen.

Schnitt.

Wien vor 120 Jahren: Theodor Herzl provozierte das etablierte Judentum in Wien mit seinem Theaterstück „Das Neue Getto“. Er kritisierte ihre Art des Mimikry, ihren Versuch zu scheinen, was sie nicht sind, nur um irgendwie von der Mehrheitsgesellschaft akzeptiert zu werden.

Und genau das ist dieser Themenwagen: Mimikry, Anpassung, Appeasement, ja Unterwürfigkeit. Er ist lieb und brav, alles, bloß kein Karnevalswagen. Ohne jeglichen Witz und Pepp, ohne ein Fünkchen Provokation, ohne Risches – kurz gesagt, ein Nicht-Themenwagen. Sein wahres Motto ist: „Schaut, was wir für Deutschland getan haben. Heinrich Heine ist doch auch Jude und sogar in Düsseldorf geboren. Habt uns doch bitte endlich lieb.“

Verständlich die Besorgnis der Funktionäre der jüdischen Gemeinde Düsseldorfs. Bei Juden und Politik muss man nicht nur sehr auf Fettnäpfchen achtgeben, denn das ist schon ein Fettnapf an sich. Was also tun?

Das Fehlen von allem, woran sich irgendjemand stoßen könnte, scheint ein Symptom der Situation der Juden in Deutschland. Wenn selbst der viel beschworene jüdische Humor völlig versagt, wird es nicht nur traurig, sondern ernst. Es wurde entschieden, den Spielraum, der hier auch dem Jüdischen „gestattet“ war, einfach nicht zu nutzen. Einen Nicht-Themenwagen zu schicken ist schlimmer, als gar keinen zu schicken. Dieser ist quasi unsichtbar, nicht da. Die Juden sind gar nicht wirklich da – und schon gar nicht lustig.

Wir lernen also folgendes: Juden in Frankreich und Schweden verlassen wegen antisemitischer Gewalttaten das Land. Und Deutschland? Ein jüdischer Nicht-Themenwagen, ein „neues Getto“ auf Rädern, in dem die jüdische Provokation, die Polemik und die Stänkerei weggeschlossen ist, eine Anbiederung, die sich schon darüber freut, wenn Leute am Straßenrand „Shalom“ rufen.

Karneval ist aber kein schwacher, blinder Narr, der seinen Kopf wiegt, seufzt, bedauert und den christlichen Vermittlern nachgibt. Karneval ist in die Fresse! Und genau das traut sich der jüdische Wagen nicht. Würde die christliche Mehrheit etwa jüdische Stänkerei übel nehmen? Interessiert es uns Juden? Warum? Zum Karneval gehören Trommeln, alberne Geckerei und das Gequäk der quergehalsten Pfeife.

Die Mehrheit der Juden in Deutschland ist heute so brav wie die deutschen Frauen vor hundertfünfzig Jahren. Die Polemikerin Hedwig Dohm schrieb im Jahr 1872:

„Nie sah die Welt eine ehrbarere, bescheidenere Bewegung als diese deutsche Frauenbewegung. Eine Menschenklasse, die sich bemüht, in demütigen Wendungen zu beweisen, dass eigentlich kein ausreichender Grund vorhanden sei, sie Hungers sterben zu lassen! Eine Klasse, die um ihre Existenz wie um ein Almosen bettelt! – Wahrhaftig, ein stolzerer Sinn empört sich gegen dieses Übermaß von Bescheidenheit.“

Der jüdische Nicht-Themenwagen atmet den Geist dieser Bescheidenheit. Hedwig Dohm aber forderte mehr Stolz:

„Der Stolze mag missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken, der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn.“

Zurück zu Heine. Dieser große deutsche Schriftsteller war durchaus politisch radikal. Er hatte Deutschland lediglich aus Unzufriedenheit mit den politischen Verhältnissen den Rücken gekehrt. Wer Heine kennt, weiß um seine Liebe zu Deutschland, kennt seinen beißenden Spott, seine Provokationen. Und was macht die jüdische Gemeinde in Düsseldorf? Sie ist brutaler zu Heine als der Wagen mit dem Trump-beglückenden Putin es je sein könnte, denn sie kastriert Heine, indem sie ihn zum jüdischen Sohn ohne Attribute verdrehen.

Lassen wir Heinrich Heine das letzte Wort:

Ich hatte einst ein schönes Vaterland, Der Eichenbaum wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft. Es war ein Traum. Das küsste mich auf deutsch und sprach auf deutsch – Man glaubt es kaum, wie gut es klang – das Wort: „Ich liebe dich. – Es war ein Traum.“

***

Tapfer im Nirgendwo präsentiert weitere Zitate von Heinrich Heine, um zu zeigen, was für ein brillanter Stänkerer er war, eine Stänkerei, die sich die jüdische Gemeinde im Jahr 2018 im Düsseldorfer Karneval verkniffen hat. Heine wäre mit Sicherheit über die Düsseldorfer Bescheidenheit enttäuscht gewesen, wenn nicht gar entsetzt.

Über Katholiken:

“Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”

Über Protestanten:

“Aber wer soll da Wunder tun, dacht ich, als ich mal in Hamburg eine protestantische Kirche besah, die zu der ganz kahlen Sorte gehörte, wo nichts als braune Bänke und weiße Wände sind und an der Wand nichts als ein schwarz Täfelchen hängt, worauf ein halb Dutzend weiße Zahlen stehen. Du tust dieser Religion vielleicht unrecht, dacht ich wieder, vielleicht können diese Zahlen ebensogut ein Wunder tun wie ein Bild von der Mutter Gottes oder wie ein Knochen von ihrem Mann, dem heiligen Joseph, und um der Sache auf den Grund zu kommen, ging ich gleich nach Altona, und besetzte eben diese Zahlen in der Altonaer Lotterie, die Ambe besetzte ich mit acht Schilling, die Terne mit sechs, die Quaterne mit vier und die Quinterne mit zwei Schilling. Aber, ich versichere Sie auf meine Ehre, keine einzige von den protestantischen Nummern ist herausgekommen. Jetzt wußte ich, was ich zu denken hatte, jetzt dacht ich, bleibt mir weg mit einer Religion, die gar nichts kann, bei der nicht einmal eine Ambe herauskömmt – werde ich so ein Narr sein, auf diese Religion, worauf ich schon vier Mark und vierzehn Schilling gesetzt und verloren habe, noch meine ganze Glückseligkeit zu setzen?”

Über Juden und Christen:

“Welcher Recht hat, weiß ich nicht –
Doch es will mich schier bedünken,
Daß der Rabbi und der Mönch,
Daß sie alle beide stinken.”

Über religiöse Menschen:

„Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,
Aufopfrung und Wiederfinden
Dort oben, in jener besseren Welt,
Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ew’gen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.“

Über den Kommunismus:

“Dieses Bekenntnis, dass die Zukunft den Kommunisten gehört, dieses Bekenntnis machte ich im Ton der Besorgnis und äußersten Furcht, und -ach! das war keineswegs Verstellung!

Wahrhaftig, nur mit Schauder und Schrecken denke ich an die Zeit, da diese finsteren Bilderstürmer zur Herrschaft gelangen werden; mit ihren schwieligen Händen werden sie erbarmungslos alle Marmorstatuen der Schönheit zerbrechen, die meinem Herzen so teuer sind; sie werden all jene Spielereien und phantastischen Nichtigkeiten der Kunst zerschmettern, die der Dichter so liebte; sie werden meine Lorbeerhaine zerstören und dort Kartoffeln anpflanzen; die Lilien, die weder spinnen noch arbeiten und doch ebenso herrlich gekleidet waren wie der König Salomo in seiner Pracht, sie werden ausgerissen werden aus dem Boden der Gesellschaft, es sei denn, sie nehmen die Spindel zur Hand; die Rosen, jene müßigen Bräute der Nachtigallen, wird das gleiche Geschick treffen; die Nachtigallen, jene unnützen Sänger, werden vertrieben werden, und – ach! – mein Buch der Lieder wird dem Gewürzkrämer dazu dienen, Tüten zu drehen, in die er den armen alten Frauen der Zukunft Kaffee und Tabak schütten wird.

Ach! Ich sehe all dies voraus, und ich bin von einer unaussprechlichen Traurigkeit ergriffen, wenn ich an den Untergang denke, mit dem das siegreiche Proletariat meine Verse bedroht, die mit der ganzen romantischen Welt vergehen werden.
Und dennoch, ich bekenne es mit Freimut, übt eben dieser Kommunismus, so feindlich er allen meinen Interessen und Neigungen ist, auf meine Seele einen Reiz aus, dem ich mich nicht entziehen kann; zwei Stimmen erheben sich in meiner Brust zu seinen Gunsten, zwei Stimmen, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen wollen, die vielleicht im Grunde nur teuflische Einflüsterungen sind – aber was immer sie seien, ich bin davon besessen, und keine Macht der Teufelsbeschwörung kann sie bändigen.

Denn die erste dieser Stimmen ist die der Logik. Der Teufel ist ein Logiker! sagte Dante. Ein fürchterlicher Syllogismus hält mich umstrickt, und wenn ich diesen ersten Satz nicht widerlegen kann, ›dass alle Menschen das Recht haben zu essen‹, so bin ich gezwungen, mich allerlei anderen Folgerungen zu unterwerfen. Wenn ich daran denke, so laufe ich Gefahr, den Verstand zu verlieren. Ich sehe alle Dämonen der Wahrheit mich im Triumph umtanzen, und schließlich bemächtigt sich meines Herzens eine großmütige Verzweiflung, und ich rufe aus: sie ist schon seit langem gerichtet, verurteilt, diese alte Gesellschaft! Möge die Gerechtigkeit ihren Lauf nehmen! Möge sie zerbrochen werden, diese alte Welt, wo die Unschuld zugrunde ging, wo die Selbstsucht gedieh, wo der Mensch vom Menschen ausgebeutet wurde! Mögen sie von Grund auf zerstört werden, diese übertünchten Grabstätten, in denen die Lüge und die Verderbnis herrschen! Und gesegnet sei der Gewürzkrämer, der einst aus meinen Geschichten Tüten drehen wird, um Kaffee und Tabak für die armen, alten Weiber hineinzuschütten, die sich vielleicht in unserer jetzigen Welt der Ungerechtigkeit eine solche Annehmlichkeit haben versagen müssen – Fiat Justitia, Pereat Mundus!

Die zweite der beiden gebieterischen Stimmen, die mich umstricken, ist noch mächtiger und noch infernalischer als die erste, denn sie ist die des Hasses, des Hasses, den ich gegen eine Partei hege, deren schrecklicher Gegner der Kommunismus und die aus diesem Grunde unser gemeinsamer Feind ist. Ich spreche von der Partei der so genannten Repräsentanten der Nationalität, von jenen falschen Patrioten, deren Vaterlandsliebe in nichts anderem besteht als in einer idiotischen Abneigung gegen das Fremde und gegen die Nachbarvölker, und die jeden Tag ihre Galle verspritzten… “

Über Aachen:

“Zu Aachen langweilen sich auf der Straß’
Die Hunde, sie flehn untertänig:
“Gib uns einen Fußtritt, o Fremdling, das wird
Vielleicht uns zerstreuen ein wenig.”

Ich bin in diesem langweil’gen Nest
Ein Stündchen herumgeschlendert.
Sah wieder preußisches Militär,
Hat sich nicht sehr verändert.

Es sind die grauen Mäntel noch
Mit dem hohen, roten Kragen –
(Das Rot bedeutet Franzosenblut,
Sang Körner in früheren Tagen.)

Noch immer das hölzern pedantische Volk,
Noch immer ein rechter Winkel
In jeder Bewegung, und im Gesicht
Der eingefrorene Dünkel.

Sie stelzen noch immer so steif herum,
So kerzengerade geschniegelt,
Als hätten sie verschluckt den Stock,
Womit man sie einst geprügelt.”

Über Köln:

“Die steinernen Häuser schauten mich an,
Als wollten sie mir berichten
Legenden aus altverschollener Zeit,
Der heil’gen Stadt Köllen Geschichten.

Ja, hier hat einst die Klerisei
Ihr frommes Wesen getrieben,
Hier haben die Dunkelmänner geherrscht,
Die Ulrich von Hutten beschrieben.

Der Cancan des Mittelalters ward hier
Getanzt von Nonnen und Mönchen;
Hier schrieb Hochstraaten, der Menzel von Köln,
Die gift’gen Denunziatiönchen.

Die Flamme des Scheiterhaufens hat hier
Bücher und Menschen verschlungen;
Die Glocken wurden geläutet dabei
Und Kyrie eleison gesungen.

Dummheit und Bosheit buhlten hier
Gleich Hunden auf freier Gasse;
Die Enkelbrut erkennt man noch heut
An ihrem Glaubenshasse.”

Über Göttingen:

„Die Stadt selbst ist schön, und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht.“

Über die deutsche Sprache:

„Er (Heines Vater) redete den Dialekt Hannovers, wo, wie auch in der südlichen Nachbarschaft dieser Stadt, das Deutsche am besten ausgesprochen wird. Das war ein großer Vorteil für mich, daß solchermaßen schon in der Kindheit durch meinen Vater mein Ohr an eine gute Aussprache des Deutschen gewöhnt wurde, während in unserer Stadt selbst jenes fatale Kauderwelsch des Niederrheins gesprochen wird, das zu Düsseldorf noch einigermaßen erträglich, aber in dem nachbarlichen Köln wahrhaft ekelhaft wird. Köln ist das Toskana einer klassisch schlechten Aussprache des Deutschen, und Kobes klüngelt mit Marizzebill in einer Mundart, die wie faule Eier klingt, fast riecht.

In der Sprache der Düsseldorfer merkt man schon einen Übergang in das Froschgequäke der holländischen Sümpfe. Ich will der holländischen Sprache beileibe nicht ihre eigentümlichen Schönheiten absprechen, nur gestehe ich, daß ich kein Ohr dafür habe. Es mag sogar wahr sein, daß unsere eigene deutsche Sprache, wie patriotische Linguisten in den Niederlanden behauptet haben, nur ein verdorbenes Holländisch sei. Es ist möglich.“

Über deutsche Patrioten:

„Deine Fahne gefällt mir nicht mehr,
Die altdeutschen Narren verdarben
Mir schon in der Burschenschaft die Lust
An den schwarzrotgoldnen Farben.”

„Fatal ist mir das Lumpenpack,
Das, um die Herzen zu rühren,
Den Patriotismus trägt zur Schau
Mit allen seinen Geschwüren.

Schamlose schäbige Bettler sind’s,
Almosen wollen sie haben –
Ein’n Pfennig Popularität
Für Menzel und seine Schwaben!“

Über den Penis:

„Gott, der Schöpfer der Natur,
Warum schuf er einfach nur
Das skabröse Requisit,
Das der Mann gebraucht, damit
Er fortpflanze seine Rasse
Und zugleich sein Wasser lasse?
Teurer Freund, ein Duplikat
Wäre wahrlich hier vonnöten,
Um Funktionen zu vertreten,
Die so wichtig für den Staat
Wie fürs Individuum,
Kurz fürs ganze Publikum.
Eine Jungfrau von Gemüt
Muß sich schämen, wenn sie sieht.
Wie ihr höchstes Ideal
Wird entweiht so trivial!
Wie der Hochaltar der Minne
Wird zur ganz gemeinen Rinne!
Psyche schaudert, denn der kleine
Gott Amur der Finsternis,
Er verwandelt sich beim Scheine
Ihrer Lamp – in Mankepiß.“

Über seine Feinde:

„Ich habe die friedlichste Gesinnung. Meine Wünsche sind: eine bescheidene Hütte, ein Strohdach, aber ein gutes Beet, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der Tür einige schöne Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glücklich machen will, läßt er mich die Freude erleben, daß an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden. Mit gerührtem Herzen werde ich ihnen vor ihrem Tode alle Unbill verzeihen, die sie mir im Leben zugefügt – Ja, man muß seinen Feinden verziehen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt worden.

Ich bin nicht vindikativ – ich möchte gern meine Feinde lieben; aber ich kann sie nicht lieben, ehe ich mich an ihnen gerächt habe – dann erst öffnet sich ihnen mein Herz. Solange man sich nicht gerächt, bleibt immer eine Bitterkeit im Herzen zurück.“

Über seine eigene Leserschaft:

“Selten habt ihr mich verstanden,
Selten auch verstand ich euch,
Nur wenn wir im Kot uns fanden,
So verstanden wir uns gleich.”

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Ahed Tamimi – Ein Fall von Kindesmissbrauch (und nur ein Fall unter vielen)

Am 13. Februar 2018 begann der Prozess gegen die 17-jährige Ahed Tamimi. Die Anklageschrift enthält insgesamt zwölf Punkte. Ihr werden unter anderem Angriffe auf Soldaten und der Aufruf zu Anschlägen vorgeworfen.

Seit ihrer Kindheit ist Ahed Tamimi für ihre Auftritte in Bildern und Videos bekannt, in denen sie israelische Soldaten konfrontiert und provoziert, um so eine Eskalation herbeizuführen, die dann dafür genutzt werden kann, im Propagandakrieg gegen Israel geschickt geschnittene Bilder zu erzeugen, die genutzt werden können, um Israel zu dämonisieren und den Terror- und Vernichtungskrieg gegen Israel als berechtigten Widerstand aussehen zu lassen. Der Tod des Mädchens wird dabei von den Eltern und Vormündern billigend in Kauf genommen.

Die eigenen Kinder als Soldaten im Propagandakrieg zu missbrauchen, hat Methode. Das folgende Video zeigt einen Vater, der seinen kleinen Sohn zu israelischen Soldaten schiebt und dabei schreit, sie sollen ihn erschießen. Der Vater ist bereit, seinen Sohn als Märtyrer zu opfern. Die Kameras stehen bereit, in der Hoffnung, den Moment einzufangen, da das Kind getötet wird. Die israelischen Soldaten allerdings bringen dem Jungen Liebe entgegen.

Die abscheuliche Tat des Vaters ist kein Einzelfall. Die Hamas betreibt sogenannte Ferienlager, in denen Kindern beigebracht wird, den Tod mehr zu schätzen, als das Leben. Das palästinensische Erziehungsministerium in Ramallah organisiert Veranstaltungen für Schüler, bei der Terroristen geehrt werden, die Juden ermorden. Rund um Israel werden Selbstmordkindergartenlager betrieben, in denen der Hass auf Juden gelehrt wird. Überall in der Gesellschaft werden arabische Kinder zum Hass auf Juden erzogen, vor allem im Kinderprogramm. Das lustige Hamas Häschen, das am liebsten Juden ißt, ruft Kinder zum Krieg gegen Ungläubige auf. Die Hamas Maus lässt Kinder Lieder über Mord und Totschlag gegen Juden singen. Die Hamas Biene wiederum freut sich, wenn Juden geschlagen werden. Hochglanzvideos stimmen Kinder auf Selbstmordanschläge ein und zeigen ihnen, dass sie in den Himmel kommen, wenn sie Juden töten. Die Seelen all dieser Kinder werden gebrochen. Sie sind Opfer von Kinderschändern!

Auch Ahed Tamimi wurde in diesem Umfeld groß. Sie wurde von ihren Eltern und Vormünder missbraucht. Sie ihren Eltern zurückzugeben, würde bedeuten, sie in die Hände jener Menschen zu übergeben, die aus ihr eine Kindersoldatin gemacht haben. Ahed Tamimi ist Opfer einer Indoktrination geworden, die in Deutschland einst als Bund Deutscher Mädel bekannt war. In der Zeit der Nationalsozialisten war dieser Bund der weibliche Zweig der Hitlerjugend. Dafür zu kämpfen, dass Ahed Tamimi in solche Verhältnisse zurückgegeben wird, ist eine Kollaboration mit Kindesmissbrauch. Jeder Mensch, der Filme teilt, in denen Ahed Tamimi oder andere Kinder zu sehen sind, um damit die Geilheit nach Bildern zu befriedigen, in denen Israel als Teufel erscheint, macht sich schuldig daran, Filme zu teilen, in denen Kinder mißbraucht werden.

Die Bilder, die erstellt wurden, um Propaganda gegen Israel und Juden zu machen, sollten nicht geteilt werden, um Israel zu kritisieren, sondern, um die grausame Politik zu entlarven, die nötig ist, um solche menschenverachtenden Bilder zu produzieren. Was sehen Sie zum Beispiel in diesem Bild?

Sehen Sie einen israelischen Soldaten, der einen palästinensischen Jungen zusammengeschlagen hat? Ähnliches sah wohl auch die New York Times und schrieb unter dem Bild: „Ein israelischer Polizist und ein Palästinenser auf dem Tempelberg“ Das stimmt jedoch nicht! In Wirklichkeit sehen wir einen jungen Juden, der von Arabern zusammengeschlagen wurde und einen israelischen Polizisten, der ihm zur Hilfe eilt. Der Junge heißt Tuvia Grossman und der Polizist heißt Gideon Tzefad.

Man sieht eben, was man sehen will! Was sehen Sie auf diesem Bild?

Sehen Sie einen israelischen Soldaten, der ein kleines Mädchen quält? Ich hoffe nicht, denn das ist falsch! Sie sehen einen Ausschnitt aus einem propagandistischen Straßentheater, in dem der Hass auf Israel gefördert wird. Dennoch kursiert dieses Bild tausendfach bei vielen „Israelkritikern“ als Beweis für angebliche israelische Unmenschlichkeit. Ebenso wie dieses Bild:

Unter dem Motto „Long live Palestine“ wurde dieses Bild massenhaft im Internet geteilt. Dazu wurde geschrieben: „Palästina blutet. Ein weiters Kind wurde von Israel gekillt. Ein weiter Vater trägt sein Kind zu Grabe.“ In Wirklichkeit aber zeigt das Foto ein armes Mädchen, dass bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.

Aheds Seele zu heilen, ihr Herz vom Hass zu befreien, wird nicht leicht sein. Vielleicht ist sie verloren. Ganz sicher aber ist sie verloren in den Händen jener, die aus ihr eine Kindersoldatin des Propagandakriegs gemacht haben. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir soll einst gesagt haben:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

All diesem Hass wurde Ahed Tamimi entrissen. Ihre Festnahme durch israelische Kräfte dürfte das menschlichste sein, was ihr bisher in ihrem jungen Leben widerfahren ist. Der Hass steckt jedoch tief in ihrem Herzen. Er hat ihre Seele zerfressen. Man kann nur hoffen, dass sie sich aus diesem Hass befreien kann.

Der Hass, der die Seele von Ahed Tamimi zerfresset hat, ist übrigens auch in Deutschland zu empfangen. In Deutschland finden täglich Kindesmissbräuche statt, nicht selten religiös untermauert. Und die deutsche Mehrheit schaut bei diesem islamischen Kindesmissbrauch weg, so wie allzu oft auch bei den katholischen Schandtaten.

Es wundert daher nicht, dass an deutschen Schulen das Wort „Jude“ ein Schimpfwort ist. Im Jahr 2017 wurden an Berliner Schulen in 21 Bezirken 27 Lehrerinnen und Lehrer vom American Jewish Committee interviewt. Das Ergebnis ist erschreckend: Antisemitische und islamistische Einstellungen gewinnen in Schulen an Einfluss. Manche Lehrkräfte berichteten, Unterricht zum Thema Nahost sei inzwischen aufgrund eines offenen Judenhasses „nahezu unmöglich“.

Ein Lehrer berichtet: „Im Ethikunterricht und im Geschichtsunterricht braucht man eigentlich das Thema Jude oder Judentum nicht anzusprechen, weil es dann gleich eine kleine Intifada im Klassenraum gibt.“

Ein anderer Lehrer berichtet, von Schülern schon mal diesen Satz gehört zu haben: „Ja, der Hitler, der hat halt leider nicht alle umgebracht.“

Die Studie des American Jewish Committee erschien einige Monate nachdem an einer Berliner Schule ein 14-jähriger Schüler über einen langen Zeitraum hinweg gemobbt wurde, weil er Jude war! Der Junge wurde geschubst, getreten und mit der Faust in den Rücken geschlagen. Mitte März 2017 wurde er sogar außerhalb der Schule an einer Bushaltestelle von zwei Schülern gewürgt und mit einer Spielzeugpistole bedroht, während andere Schüler zugeschaut und gelacht haben.

Ein Abiturient im Berliner Wedding berichtet davon, dass er sich auf dem Pausenhof und in der Kantine von einigen seiner Mitschülerinnen und Mitschülern folgende Dinge anhören musste.

„Ihr seid Kindermörder!“
„Euch sollte man die Köpfe abschneiden.“
„Hitler war gut!“
„Hitler hat die Juden umgebracht! Er war ein guter Mann!“

Die Kinder, die so reden, hassen andere Kinder, weil sie Juden sind. Sie hassen Juden, weil es ihnen so beigebracht wird. Der Hass ist überall, auch im Sport. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 erklärte ein libanesischer Minister„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Die deutsche Schule, an der der jüdische Abiturient den Hass auf Juden am eigenen Leib verspüren musste, reagierte auf den Hass auf sehr eigenartige Weise. Sie gab dem Schüler „ein paar Sonderrechte“, wie es genannt wurde. Dem Schüler wurde zugestanden, „dass er zu Pausen nicht auf den Hof muss, weil man ihn da angreifen könnte.“

Eine deutsche Schule gibt Juden sogenannte „Sonderrechte“, weil sie nicht in der Lage ist, gegen Judenhass vorzugehen. Das ist nichts anderes als das Einknicken vor Kindesmissbrauch. In Deutschland werden arabische Kinder massenhaft von ihren Vormündern missbraucht. In der Folge dieses Missbrauchs, leben jüdische Kinder in Angst um Leib und Leben und was machen deutsche Schulen? Sie unternehmen nichts gegen den Kindesmissbrauch an arabische Kinder, aber führen die jüdischen Kinder einer besonderen Behandlung zu.

Warum schauen so viele Deutsche wieder weg? Vor wem haben sie diesmal Angst?

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Filmkritik – „Aufbruch ins Ungewisse“

Solange in Deutschland Filme nur aus guten Absichten gemacht werden und nicht aus gutem Können, solange Filme sittlich bildende Erziehungsanstalten sein müssen, solange eine öffentlich-rechtliche Fräulein Rottenmeier der guten Absichten mit der Peitsche des Bildungsauftrags im Nacken Filme produziert, wird der deutsche Film das bleiben, was er ist, nämlich ein nur zu durchsichtiger und langweiliger Versuch von politisch festgefahren Ideologen, ihre eigene Weltsicht in Form von gerade mal ausreichender Wort- und Bild-Ästhetik in die Hirne der Zuschauer zu hämmern. Dabei kann die Ideologie noch so gut sein, ein Film darf nicht nur Vehikel der Überzeugung der Auftraggeber sonst. Sonst ist es keine Kunst, sondern nur Propaganda.

Lesen Sie meine Kritik zu dem Film „Aufbruch ins Ungewisse“ auf der Achse des Guten. Hier klicken.

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Lynch-Humor zu Karneval

Am Rosenmontag lief auf der ARD die Show „Karneval in Köln 2018“. Dort erzählte Guido Cantz einen Witz, dessen Pointe darin bestand, Donald Trump mit Benzin zu übergießen, ihn anzuzünden und sich daran zu erfreuen. Sein deutsches Karneval-Publikum goutiert den Lynch-Lacher mit Applaus.

Erste Reaktionen im Netz:

„Was für ein ekelhafter Witz inklusive Lizenz zum Lynchen! Man nenne mir bitte andere Politiker, über die im öffentlich-rechtlichen TV solche „Witze“ gemacht werden dürfen, ohne dass es (zurecht) einen Eklat gibt.“ (Fabian Zeh)

„Der Unterschied zwischen Trump und Erdogan? Über Trump kann man solche Witze machen!“ (Gerd Buurmann)

„Der Unterschied zwischen Trump und Cantz? Trump ist ansatzweise komisch.“ (Torsten Schlosser)

„Durch sowas muss man als Politiker durch. Alkohol + Redefreiheit = Narrenfreiheit.“ (Roger Letsch)

„Bei Trump werden sich hierzulande wohl nur marginal wenige Deutsch-Amerikaner von derartigen Witzen angegriffen fühlen. Trump-Bashing ist bequemer Konsens. Würden hingegen derartige Witze über Erdogan gemacht werden, handelte man sich weitere Verachtung eines nicht geringen Anteils von in Deutschland lebenden Türken ein. Die leicht vorherzusehenden diplomatischen Konsequenzen – auch angesichts aktuell bestehender Flüchtlingdeals – täten ein Übriges.“ (Carsten Stumpe)

„Auch wenn man nach meiner Meinung (fast) alles verarschen darf, es ist immer wieder auffällig: Verarscht werden Institutionen und Personen, von denen die „Komiker“ nichts zu befürchten haben. Da können sie mal ohne Konsequenzen Grenzen überschreiten und sich als kritische Geister und Helden feiern lassen. Witze über Erdogan, den Islam oder sogar Mohammed – selten oder Fehlanzeige. Das erfordert nämlich Mut.“ (Torsten Gittel)

„Guido Cantz sagte in einem Interview der Bunten am 2. August 2014 auf die Frage, wo für ihn der Spaß aufhöre: ‚Wir diskutieren ständig im Team, wie weit wir gehen können. Natürlich liegt es auch im Auge des Betrachters. Für mich persönlich: Wenn Tränen fließen oder jemand ernsthaft schockiert ist. Da ist die Grenze erreicht. Und natürlich darf auch niemand körperlich traktiert werden.‘ / Och jetzt. Kommt aber schon drauf an, wer es ist, oder? Unglaubliche Figuren laufen da im Staatsfernsehen herum.“ (Klaus Stein)

„Ich saß bei meiner Oma auf der Couch, habe mit ihr die schreckliche Sitzung anschauen dürfen und wusste nicht, was ich schlimmer finden sollte: stumpfen Antiamerikanismus und Mordgelüste gegen Trump, mieseste sexistische Witze, Sozialchauvinismus gegen alle prekären Schichten und die Dummheit von „Kevin und Chantalle“, homophobe Ressentiments gegen alles und jeden oder die „Eingeborenen“-Kostüme inklusive Blackface und Knochen in der Afroperücke im Publikum.“ (Daniel Destroi)

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Weiberfastnacht im Iran

Wenn Sie wissen wollen, warum meiner bescheidenen Meinung nach im Iran gerade ein traditionellerer Karneval gefeiert wird als in Köln, dann lesen Sie meinen Artikel auf der Achse des Guten. Hier klicken!

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