Warum ich nicht „Free Palestine“ rufe

Am 25. Oktober 2021 wurde ein 36-jähriger Mann in Berlin-Spandau auf einem Gehweg am Altstädter Ring von drei Männern beinahe umgebracht, weil er sich trotz ihrer aggressiven Aufforderung geweigert hatte, laut „Free Palestine“ (Freiheit für Palästina) zu rufen. Die unbekannten Täter schlugen den Mann zusammen und traten mehrfach auf ihn ein, auch immer wieder auf den Kopf des Mannes. Nachdem Zeugen einen Rettungswagen alarmiert hatten, wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht, wo er in Lebensgefahr schwebte.

Ich rufe nicht „Free Palestine“!

Das heißt nicht, dass ich mich gegen Freiheit für die Menschen in Palästina ausspreche, das mache ich nicht, im Gegenteil.

Ich fordere Freiheit von der menschenverachtenden Hamas im Gazastreifen, die Oppositionelle und Andersgläubige verfolgt, Frauen unterdrückt, Homosexuelle hinrichtetet und Kinder zu Soldaten missbraucht. Ich fordere Freiheit für die Menschen im Gazastreifen, die nicht wollen, dass ihre Hospitäler, Schulen und Kindergärten weiterhin als Waffenlager und Raketenabschussrampen missbraucht werden für Waffen, die abgefeuert werden, um die in der Gründungscharta der Hamas verankerte Forderung zur Vernichtung aller Juden zu exekutieren.

Freiheit für Palästina von der Hamas!

Ich fordere Freiheit von Mahmud Abbas, der zwar im Jahr 2005 zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt wurde, sich aber, da seine Legislaturperiode am 9. Januar 2009 endete, seitdem ohne Legitimation an der Macht hält.

Freiheit für Palästina von der Fatah!

Ich fordere aber eine Freiheit Palästinas im Frieden mit Israel. Ich fordere nämlich auch:

Freiheit für Israel!

In Israel gilt das israelische Gesetz. Israel ist der einzige Ort im Nahen Osten, wo Menschen nicht verfolgt werden, egal welcher Religion sie angehören, welches Geschlecht sie haben, wem sie lieben und welche Meinung sie sagen. Ich bin für Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt, oder irgendein Gott habe irgendeinen bärtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt aufzuteilen, sondern weil Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen. Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, der sich ein Beispiel an Israel nimmt, ist ein gewonnener Quadratmeter. Darum fordere ich:

Palästina, schließe Frieden mit Israel!

Unter der Hamas und der von Mahmud Abbas geführten Fatah werde ich Gerd Buurmann verfolgt, wenn ich dort so leben möchte wie in Deutschland. In Israel lebe ich so wie ich bin in Freiheit! Warum soll ich daher ausgerechnet Israel kritisieren, ein Land, das mich leben lässt, wie ich möchte und nicht viel mehr all die Gebiete, die mich verfolgen, weil ich so bin, wie ich bin?

Ich kritisiere Palästina, weil Palästina nicht frei ist!

Dass Palästina nicht frei ist, hat viele Gründe. Israel ist keiner davon, im Gegenteil. Israel fordert seit seiner Unabhängigkeitserklärung ein freies Palästina, dass in Frieden mit Israel erlebt. In der Unabhängigkeitserklärung heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Mahmud Abbas sagte einst etwas ganz anderes: „In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Freiheit für Palästina vom religiösen Hass!

Weder die Hamas noch die Fatah wollen Frieden. In Israel aber wird der Frieden gelebt und verteidigt. In Israel leben über 1,6 Millionen Muslime friedlich mit Juden zusammen. Muslime und Juden sind dort Nachbarn. Sie sind einander Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Politiker, Polizistinnen, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie. Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute.

Der Gazastreifen jedoch ist „judenrein“. Kein einzige Jude darf dort leben. Als im Jahr 2005 die Hamas im Gazastreifen die Macht übernahm, wurden alle Juden vertrieben. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Ein Minister der Hamas brachte die eigene Politik 2010 mit diesen Worten auf den Punkt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah im Süden des Gazastreifens:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Im Gazastreifen wird die Flagge Palästina immer wieder stolz in Verbindung mit dem Hakenkreuz gezeigt.

Ich fordere Freiheit für Palästina vom Judenhass!

Im Oktober 2021 zeigte sich in Deutschland der Hass Palästinas in seiner ganzen Brutalität. Für dieses Palästina werde ich niemals Freiheit fordern, im Gegenteil. Für das Palästina, für das am 25. Oktober 2021 drei Männer in Berlin-Spandau einen anderen Menschen auf offener Straße fast ermordet hätten, fordere ich:

Nieder mit diesem Palästina!

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Stadtführungen mit Gerd Buurmann

Sie haben Interesse an einer Stadtführung mit Gerd Buurmann durch Köln? Hier können Sie einen individuellen Termin vereinbaren: Hier klicken!

„Statt einfach trockene Fakten „herunterzubeten“, sind seine Touren Darbietungen im Stil eines Straßentheaters, gleichermaßen unterhaltsam wie informativ.“ (Daniela Abels, Kölnische Rundschau, 30. Januar 2021)

Folgende Themen stehen zur Auswahl:

Schalom und Alaaf:

Erstmals wird jüdisches Leben in Köln im Jahre 321 schriftlich erwähnt. Seit dem ist sehr viel passiert in der Stadt am Rhein. Als Kind spielte der Sohn des Kantors an der Kölner Synagoge, Jaques Offenbach, Musik am Neumarkt und Simon Oppenheim spielte im Jahr 1824 und in den folgenden Sessionen die Prinzessin Venetia im Rosenmontagszug.

Heinrich Heine in Köln:

Ein bedeutender Teil des Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine spielt in Köln. Erleben Sie die Verse Heines an den originalen Schauplätzen. Heine streitet sich mit den Heiligen Drei Königen, tröstet Vater Rhein, besingt den Rheinwein und gibt noch viele weitere zum Teil urkomische Einblicke in Köln.

Unser Stammbaum:

Köln ist eine bunte Stadt. Das Eau de Cologne duftet wie Italien nach einem Sommerregen, der Kölner Dom wurde im Jahr 1965 als Moschee genutzt und die Holländer wurden mit Bier auf dem Rhein reich. Erleben Sie die vielfältige und multikulturelle Geschichte Kölns.

Alles fließt:

Die drei bekanntesten alkoholischen Flüssigkeiten Kölns sind Kölsch, Rheinwein und das Eau de Cologne. Was wissen Sie alles über diese drei Flüssigkeiten? Hier erfahren Sie feucht-fröhliche, aber auch erstaunliche Dinge.

Kabarettistische Führung:

Erleben Sie Köln von der komischen Seite. Die Stadt der ewigen Baustellen, in der Blutwurst als Kölsche Kaviar durchgeht, bietet viele Gründe zum Lachen.

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„Haben Sie auch noch ein paar sportliche Fragen in petto?“

Direkt nach dem 4:0 Sieg Bayerns gegen Hoffenheim am 23. Oktober 2021 interviewte der Sky-Reporter Patrick Wasserziehr den Bayern-Spieler Joshua Kimmich am Spielfeldrand. Dabei stellte Wasserziehr keine einzige Frage zu dem Spiel, sondern unterzog den Spieler einem fünf-minütigen Verhör, warum er sich nicht impfen lasse. Er ließ den Spieler deutlich wissen: „Ich bin anderer Meinung als Sie. Das sage ich ganz ehrlich.“

Joshua Kimmich blieb wären des ganzen Interviews sachlich und höflich. Er erklärte, einfach für sich und Langzeitstudien abwarten zu wollen. Er sei sich seiner Verantwortung bewusst, halte sich natürlich an die Hygienemaßnahmen und würde sich mindestens alle drei Tage testen lassen. Er sagte, jeder solle für sich die Entscheidung treffen und wenn sich jemand impfen lassen wolle, man alles tun solle, dass er sich impfen lassen kann. Er fügte hinzu, es sei „ein bisschen schade“, dass die Debatte zu einer Spaltung innerhalb der Gesellschaft geführt habe: „Es gibt nur noch geimpft oder nicht geimpft.“

Joshua Kimmich sprach sich für mehr Respekt in der Debatte aus: „Aber ich glaube auch, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren. Vor allem, solange man sich an die Maßnahmen hält.“

Der Reporter ließ nicht locker und bohrte immer tiefer, bis Joshua Kimmich fragte: „Haben Sie auch noch ein paar sportliche Fragen hoffentlich in petto?“

Was ist bloß passiert? Sportreporter fragen nicht mehr, wie es im Spiel war, im Restaurant wird nicht mehr gefragt, was es sein darf und im Theater wird nicht mehr gefragt, ob man hereinspazieren möchte. Überall wird jetzt die immer gleiche erste Frage gestellt: „Sind Sie geimpft?“

Um die Stadien, Gaststätten, Theater, Kneipen und anderen kulturellen Einrichtungen wurden millionenfach Grenzen errichtet. Überall wird gefragt, bevor man eintreten darf: „Kann ich Ihre Papiere sehen? Sind Sie geimpft?“

Der Mensch ist dem Mensch ein Grenzsoldat geworden.

Vielleicht sollten wir in Zukunft, einfach nur, um zu zeigen, dass es nicht gut ist so, wie es gerade ist, die Frage nach dem Impfstatus zunächst einmal mit dieser Gegenfrage beantworten:

„Haben Sie auch noch ein paar sportliche Fragen in petto?“

Auch im Netz und auf den sozialen Netzwerken empfehle ich, diesen Satz immer dann zu posten, wenn wieder eine Debatte über den Impfstatus eines Individuums geführt wird. Einfach nur, um zu zeigen, dass da was falsch läuft in der Debatte. Gerne kann auch dieses Bild massenhaft verwendet und geteilt werden:

Möge die Frage von Joshua Kimmich zum Leitspruch werden für alle, die im Menschen gegenüber nicht nur eine Gefahr für Leib und Leben sehen, sondern einen Mitmenschen, dem man vertrauen kann.

Die Frage soll der Leitspruch werden für alle, die nicht nur überleben wollen, sondern leben.

***

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Let’s go Brandon!

Überall in den Vereinigten Staaten taucht seit einigen Tagen der Spruch „Let‘s go Brandon“ auf.

#LetsGoBrandon ist ein Trend auf den sozialen Netzwerken.

Überall in den Vereinigten Staaten erklingen die Sprechchöre: „Let‘s go Brandon!“

Was hat es damit auf sich?

Seit Wochen kommt es bei Veranstaltungen in den Vereinigten Staaten von Amerika immer wieder zu Sprechgesängen, bei denen „Fuck Joe Biden“ gesungen wird. Anfang Oktober 2021 lag die Zustimmungsquote des Präsidenten Joe Biden bei 42%.

Zum Vergleich, hier die durchschnittlichen Bewertungen der letzten Präsidenten: Ronald Reagan: 53% / George H. Bush: 61% / Bill Clinton: 55% / George W. Bush: 49% / Barack Obama: 48% / Donald Trump: 41%

Als bei einem Nascar-Rennen in Alabama im Oktober 2021 der Fahrer Brandon Brown den Sieg holte, interviewte die NBC-Journalistin Kelli Stavast den Sieger. Während des Interviews waren im Hintergrund die Sprechchöre „Fuck Joe Biden“ zu hören. Kelli Stavast aber erklärte, die Menschen würden „Let‘s go Brandon“ rufen.

Nun haben sich viele Menschen, die gegen Joe Biden demonstrieren, diesen Spruch zu eigen gemacht und dokumentieren ihren Unmut über den 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, indem sie laut „Let‘s go Brandon“ rufen.

Es gibt sogar bereits einige Lieder rund um „Let‘s go Brandon“.

Tapfer im Nirgendwo hat ein paar Lieder übersetzt. Es sind es teilweise sehr explizite Sätze:

Loza Alexander textet:

„Let‘s go Brandon – Du weißt was sie wirklich sagen. Und ich sage es mit einer Leidenschaft, während ich im Aston abzische. Niemand mag seinen Arsch, oder? Er versucht zu vertuschen, aber sag ruhig den Leuten „Let‘s go Brandon“, denn wir wissen, was sie wirklich sagen. Du kannst den Gesang in jedem Beitrag hören. Niemand will diesen Kommie, weil wir nicht in China sind. Jeder hasste Trump und jetzt wollen sie endlich eine Leiche haben. Das ist, was sie bekommen dafür, dass sie uns wie in „Squid Game“ behandeln. Grünes Licht, Mandat, als wäre er verrückt. Jetzt wachen die Leute bei all dem auf. „Let’s go Brandon“, aber wir alle wissen, was der Spruch bedeutet.“

Forgiato Blow textet:

Amerikaner rufen: „Let’s go Brandon“. Patrioten rufen: „Let’s go Brandon“. Die Medien, sie versuchen uns zum Narren zu halten. Du weißt, sie hat auch „Fuck Joe Biden“ gehört. Schlafmütze Joe hat keine Unterstützung. Der Ich-höre-Dich-Biden sollte besser vor Gericht erscheinen. Fake News versuchen die Wahrheit zum Schweigen zu bringen. Wir, das Volk, versuchen, die Jugend zu retten. Ich nehme keinen Impfstoff. Ich fliege nicht nach Südwesten. Frag mich gar nicht erst. Und ich trage keine Maske, sie sind ekelig. Und all ihr Liberalen, versucht es besser, mich zu belästigen. Ihr weißt, wir haben versucht, den Diebstahl zu stoppen. Sie oder ich, Republikaner, nehmt die rote Pille. Jetzt schreit die ganze Welt: „Fuck Joe Biden“.

Bryson Gray textet:

„Jemand muss es tun. Ich halte eine Trommel, als wäre ich Nick Cannon. Die Pandemie ist nicht real, sie haben es nur geplant. Wenn Du Fragen stellst, fangen sie an, Dich zu verbannen. Biden hat sagt, die Impfung stoppe die Ausbreitung. Es waren Lügen.

Du bist so woke, aber hast Deine Augen nicht auf? Diese Politiker sind Dämonen, nur in Verkleidung. Schau Dir Kyrie Irving und Nicki Minaj an. Schau Dir Australien an. Das kommt als nächstes, wenn wir nicht aufstehen. Hör auf, einzuwilligen, dass sie unsere Rechte nehmen. Es ist Zeit, sich zu wehren.

Republikaner stimmen für Waffengesetze. Das ist es einfach, was ich nicht trauen kann. Wenn Du Fragen zur Impfung stellst, dann blocken sie Dich. Hier geht es um Kontrolle. Das weiß jeder. Jeder willigt ein, wägt die Vor- und Nachteile ab. Ich brauche kein Flugzeug, ich bin einfach auf die Straße gegangen. Ich mache, was ich will, ich kann meine Seele nicht verkaufen.

Der Markt steht kurz vor dem Absturz. Das ist es, was Du gewählt hast. Das Land zu ruinieren, ich denke, das ist das Ziel. Du fährst den Schildern nach, ich nehme enge Straßen. Ich bin ein Mann Gottes, ich kann niemals aufgeben. Und es ist klar, dass der Mann ein Wrack ist. Jetzt sind die Taliban eine Bedrohung, stehen uns im Nacken und singen: „Tod Amerika“.

Kaum bist Du Präsident, singen sie: „Tod Amerika“. Hör zu, ich glaube nicht, dass Du zuhörst. Lass es mich klar machen: Behalte Deine Hände besser bei Dir. Das Zeug ist komisch. Ich wünschte, ich könnte mit Dir mal zum Spielen in den Hinterhof gehen. Klau den Ball. Du kannst die Impfung nehmen, ich fürchte Gott, ich habe keine Angst vor Menschen. Ich bin im zehnten Gang, glaub mir, wir sind bereit zu raufen.

Das einzige Spiel, das Joe beherrscht, ist Fummeln. Ich denke, wir alle wissen, dass er zum Mittagessen weg ist, dass dieser Typ zelten gegangen. Ich bin Christ, wie soll ich es also sagen? „Let‘s go Brandon!“

Patrioten auf der Straße machen Alarm. Sie jagen uns, weil wir die Wahrheit sagen. Schlage den Pädo nieder. Lass uns die ganze Jugend retten. Medien lügen. Ignoriere all das Weinen. Sie bauen besser zurück, aber nur die Taliban. Piloten streiken, aber für Joe ist das irrelevant. Sie öffnen die Grenze, verlieren die ganze Ordnung. Sie spalten uns, um sie wissen, dass wir nie gewinnen.

Aber wir haben uns vereint, wir hier in den Stadien. Jeder singt es. CNN verleumdet. Biden kollabiert. Und die Demokraten stehlen es. Wir schauen uns Joe an. Können wir eine Rückerstattung bekommen? Wie wäre es mit ein paar gemeinen Tweets? Joe ist ein Gauner und er weiß, wie man täuscht. F.J.B. ist das Motto in diesen Straßen. Sing es mit mir.“

YouTube hat das Video zu diesem Lied auf der Platform von Bryson Gray gelöscht.

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Wir sind alle kontrovers

„Zum Thema, ob man auch mal „kontroverse“ Meinungen aushalten müsse, habe ich als Journalist beim @ZDF-Format „13 Fragen“ meine Einschätzung geteilt. „Kontrovers“ ist ein Code, ein Euphemismus für Nazis. Es geht da um freie „Debattenkultur“ für ein bestimmtes Klientel.“

Das schrieb Malcolm Ohanwe am 21. Oktober 2021 auf Twitter.

Malcolm Ohanwe hat Unrecht!

Das Wort „kontrovers“ setzt sich aus den lateinischen Worten „contra“ für „entgegen“ und „versus“ für „gerichtet“ zusammen. „Kontrovers“ bedeutet somit zunächst einmal nur „entgegengerichtet“.

Zu jeder Meinung gibt es immer auch das genaue Gegenteil. Für dieses genaue Gegenteil ist die andere Meinung stets kontrovers.

Die meisten Menschen tendieren dazu, jene Personen, deren Meinungen sie nicht teilen, als polemisch und undifferenziert zu bezeichnen. Sie werfen ihnen vor, die Themen zu verflachen. Menschen, mit denen sie einer Meinung sind, halten sie hingegen für intelligent und sympathisch. Das ist vermutlich der Grund, warum Kontroversen eher als schlecht gelten.

Ich mag Kontroversen und Menschen, die ihre Interessen und Meinungen offen artikulieren. Leute jedoch, die behaupten, objektiv, differenziert und neutral zu sein, sind mir suspekt.

Die selbstsicher Differenzierten erinnern mich an Fundamentalisten, die behaupten, alles verstanden zu haben. Sie begegnen ihren Mitmenschen mit Überheblichkeit. Kritik ist für sie sofort Polemik und ein Witz direkt eine Beleidigung. Jedes kontroverse Wort erklären sie zur Hetze. Malcolm Ohanwe erklärt Menschen, die sich für die Meinungsfreiheit auch für kontroverse Meinungen stark machen, zu Nazis.

Wer andere Menschen zu Nazis erklärt, rechtfertigt damit im Grunde den Einsatz von physischer Gewalt, denn Nazis sind Verbrecher und gehören gestoppt.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurden Menschen zu Hexen, Schwarzmagiern, Kinderfressern, Brunnenvergiftern und Teufelsanbetern erklärt, wenn man Gewalt gegen sie rechtfertigen wollte. Sie wurden verbrannt, weil sie für das gute Leben und die reine Menschheit angeblich gefährlich waren. Heute werden die Gegner des einzig wahren Glaubens sofort zu Nazis erklärt, denn das Wort „Nazi“ steht für das Böse schlechthin.

Heute sehen die Menschen überall Nazis, so wie die Menschen früher überall Hexen sahen. Es ist ein Wahn, geboren aus der Überzeugung, dem einzig wahren, guten Glauben anzugehören. Dieser Wahn ermöglicht Gewalt als Präventivschlag über Gedanken. Malcolm Ohanwe sieht sogar schon in dem Wort „kontrovers“ ein Code der Nazis.

Kontroversen sind wichtig!

Wenn es Leuten schlecht geht, flüchten sie. Manche flüchten in andere Länder, andere flüchten in Ideologien. Einige Länder und Ideologien sind gut, andere weniger. Wer sich das Äußern einer Meinung verbittet, sorgt lediglich dafür, dass die Meinung nur noch gedacht wird. Aber nur weil ich jemanden nicht mehr höre, heißt das nicht, dass er die Sache nicht mehr denkt. Die Meinung wird lediglich erst sichtbar, wenn sie sich zu einer Handlung entwickelt hat. Dann aber ist es oft zu spät.

Zuhören ist ein präventiver Schutzmechanismus. Nur so lerne ich einen Menschen kennen und kann rechtzeitig erkennen, ob ich mich vor ihm schützen sollte.

Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden!

Andere Meinungen ausklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen.

Wir sind alle kontrovers für irgendwen!

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Die Stadt Köln hat geantwortet

Am 15. Oktober 2021 stellte ich folgende Frage an die Stadt Köln bezüglich der Religionsfreiheit:

„Hiermit bitte ich um Klärung der Frage, in welcher Zeit der Woche ich den folgenden Aufruf laut via elektronischer Verstärkung durch die Straßen und über die Dächer Kölns erschallen lassen darf:

„Allah ist nicht groß! Ich glaube, dass es keinen Gott gibt, auch nicht Allah. Ich erkläre, dass Mohammed kein Gesandter Gottes war. Lasst das Gebet! Auf zum besten Zweifeln! Auf zur Ketzerei! Allah ist nicht groß! Es gibt keinen Gott, auch nicht Allah.“

Am 21. Oktober 2021 erhielt ich folgende Antwort:

„Guten Tag Gerd Buurmann,

vielen Dank für Ihre Anfrage an die Stadt Köln bezüglich des Modellprojekts.

In Deutschland stellt die Religionsfreiheit ein Grundrecht dar. Es ist in Artikel 4 des Grundgesetzes verankert.

Durch europäisches Recht ist die Religionsfreiheit durch die Charta der Grundrechte der Europäischen Union gewährleistet.

Völkerrechtlich und gemäß internationalem öffentlichem Recht ist Deutschland u. a. aufgrund der Europäischen Menschenrechtskonvention zum Schutz der Religionsfreiheit verpflichtet. Gleichzeitig herrscht in Deutschland die Trennung zwischen Staat und Religion. Niemand darf verpflichtet werden, seine religiöse Überzeugung zu offenbaren und niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder zur Teilnahme an religiösen Übungen gezwungen werden (Art. 140 GG i.V.m. Art. 136 Abs. 3 und 4 WRV).

Seit vielen Jahren ist der Islam, wie viele andere Religionen auch, ein fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft. Die ersten Moscheen sind in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden. Seit den 1980er Jahren sind Moscheen insbesondere in Städten entstanden, die einen hohen Zuzug von Menschen muslimischen Glaubens zu verzeichnen hatten. Nach aktuellen Schätzungen leben derzeit circa 4,4 bis 4,7 Millionen Muslim*innen in Deutschland. Deshalb wurde und wird die Frage nach der Erlaubnis der Gebetsrufe an den Moscheen bundesweit immer wieder diskutiert. Bereits während der Einschränkungen zur Corona-Pandemie sind Muezzinrufe innerhalb des Stadtgebietes täglich zur Mittagszeit und während des Ramadans 2020 ebenfalls täglich zur Mittagszeit geduldet worden. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Köln entschlossen, ein zunächst auf zwei Jahre befristetes Modellprojekt durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen / Im Auftrag

Ihr Diversity-Team

Meine Antwort lautet:

Sehr geehrtes Diversity-Team,

Vermutlich ist Ihnen ein bedauerlicher Fehler unterlaufen, denn Sie haben mir eine Mail geschickt, die offensichtlich für jemanden anderes bestimmt war, da dort meine Frage nicht beantwortet wird. Ich hoffe, Sie können noch ausfindig machen, für wen diese Antwort eigentlich gedacht war.

Können Sie mir bitte meine Frage beantworten? Sie lautet: Ich bitte um Klärung der Frage, in welcher Zeit der Woche ich den folgenden Aufruf laut via elektronischer Verstärkung durch die Straßen und über die Dächer Kölns erschallen lassen darf:

„Allah ist nicht groß! Ich glaube, dass es keinen Gott gibt, auch nicht Allah. Ich erkläre, dass Mohammed kein Gesandter Gottes war. Lasst das Gebet! Auf zum besten Zweifeln! Auf zur Ketzerei! Allah ist nicht groß! Es gibt keinen Gott, auch nicht Allah.“

Gerade für all die Menschen, die im Namen des Islams verfolgt, unterdrückt, gequält und erniedrigt wurden, kann es durchaus etwas bedeuten, wenn wir in unserer weltoffenen Stadt auch diesen Biographien Rechnung tragen. So werden auch die Interessen der hier unter dem Islam leidenden Menschen vertreten und ihre individuelle Geschichte mit dem Islam akzeptiert.

Menschen, die unter einem fundamentalistischen Islam leiden, viele von ihnen hier geboren, sind fester Teil der Kölner Stadtgesellschaft. Wer das anzweifelt, stellt die Kölner Identität und die individuellen Leidensgeschichten infrage. Wenn wir in unserer Stadt neben dem Ruf des Muezzins auch den Ruf der Kritiker des Islams hören, zeigt das, dass in Köln Vielfalt geschätzt und gelebt wird.

Meine Frage lautet: Wann darf die in Wort und Ton laut verstärkte, regelmäßige und friedlich vorgetragene Ablehnung des Islams über Köln erklingen?

Alles Liebe, 
Gerd Buurmann

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Privilegien abschaffen!

„Der neue #Rechtsdrift der Union: Was Leute wie Wolfgang #Bosbach und ⁦@_FriedrichMerz⁩ meinen, wenn sie von einem „schlanken“ ÖRR sprechen: Kritischen Journalismus von #Monitor, #Panorama oder ⁦@zdfmagazin⁩ abschaffen.“

Das schrieb Georg Restle am 21. Oktober 2021 auf Twitter.

Georg Restle hat Unrecht!

Kritischer Journalismus soll nicht abgeschafft werden. Es geht lediglich darum, den Macherinnen und Machern von Monitor, Panorama und anderen öffentlich-rechtlichen Sendungen die Waffe zu nehmen, mit der sie andere Menschen zwingen, ihren Journalismus zu bezahlen.

Nicht der kritische Journalismus der öffentlich-rechtlichen Sendern soll abgeschafft werden, sondern die Gewalt, die von diesen Sendern ausgeht.

Das letzte Mittel jeder staatlichen Forderung ist die Gewalt. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Der deutsche Staat hat mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten einen Vertrag geschlossen, der es den Anstalten erlaubt, alle deutschen Bürgerinnen und Bürger mit Waffengewalt zur Finanzierung zu zwingen. Ich plädiere für deutlich mehr staatlichen Pazifismus in dieser Angelegenheit.

Kritischer Journalismus ist auch ohne Gewalt möglich. Viele Zeitungen, Sender, Blogs und andere Medien beweisen es tagtäglich.

Diverse Formate nicht öffentlich-rechtlicher Art sind ebenfalls kritisch. Ob nun bei ARD, ZDF oder auf anderen freien Formaten, überall werden Menschen kritisiert, vorgeführt und teilweise veralbert. Die freien Medien zwingen die kritisierten, vorgeführten und veralberten Menschen jedoch nicht dazu gezwungen, diese Behandlung auch noch selbst zu bezahlen, die öffentlich-rechtlichen schon.

Jede Sendung darf mit jedem Menschen hart ins Gericht gehen, aber jeder Sender sollte wenigstens den Anstand haben, die in die Mangel genommene Person nicht auch noch dazu zu zwingen, für diese Behandlung zu bezahlen.

Die öffentlich-rechtlichen Sender zwingen angegangene Menschen dazu, die mediale Waffe zu finanzieren, mit der sie konfrontiert werden. Zu fürchten haben diese Sender nichts, denn die konfrontierte Person verfügt gar nicht über die medialen Mittel, sich effektiv verteidigen zu können. Der öffentlich-rechtliche Sender ist stärker. Dafür sorgt der Staat. Der Rundfunkbeitrag finanziert die Angreifer, nicht die Angegriffenen.

Die öffentlich-rechtlichen Sendungen sind privilegiert. Sie werden mächtiger gemacht als andere kritische Journalisten.

Mediale Reichweite ist Macht. Je mehr Reichweite ein Mensch hat, umso mächtiger ist er. Wer die Macht hat, Teil des Sprachrohrs der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zu sein, bekommt dadurch extrem viel Reichweite. Durch das öffentlich-rechtliche Systeme werden Megaphone an ausgewählte Akteure verteilt, die dann dadurch Millionen Follower auf Twitter, Facebook, Instagram und anderen sozialen Netzwerken generieren können und dadurch ihre Macht ausbauen. Wer eine solche Macht inne hat, kann damit anderen Menschen empfindlich schaden. Niemand sollte diese Macht haben.

Es geht also darum, den öffentlich-rechtlichen Akteuren ihre Privilegien der Macht zu nehmen, vor allem, weil sie sich ihre Privilegien mit Zwang von allen finanzieren lassen, die nicht privilegiert sind.

Dass es um Macht geht, erkennt man vor allem an der Art, wie die Mächtigen reagieren, wenn man ihnen ihre Privilegien wegnehmen will. Ein typisches Argument der Verteidiger des Zwangs zum Rundfunkbeitrag lautet zum Beispiel, ohne die öffentlich-rechtlichen Sender würde alles noch viel schlimmer werden. Genau dieses Argument ist besonders aus toxischen zwischenmenschlichen Beziehungen bekannt, wo es die Mächtigen und Brutalen sind, die immer wieder behaupten: „Ohne mich wird es Dir noch viel, viel dreckiger gehen.“

Der Inhalt und die Qualität der Sendungen Monitor und Panorama ist völlig irrelevant zur Beurteilung der Rechtmäßigkeit des öffentlich-rechtlichen Systems. Selbst ein edler König macht den Absolutismus nicht erstrebenswert. Sogar ein Fürst mit den schönsten Kleidern und Gedichten macht mich nicht zum Untertan. Ein Mann kann der beste Liebhaber der Welt sein, er kann die besten Qualitäten haben, wenn er mein Nein nicht akzeptiert, ist und bleibt es eine Vergewaltigung.

Deshalb, lieber Georg Restle, tun Sie bitte nicht so, als ginge es darum, kritischen Journalismus abzuschaffen. Darum geht es nicht! Ich bin auch ein kritischer Journalist und ich werde nicht abgeschafft, wenn der Zwang zum Rundfunkbeitrag fällt.

Es geht um Ihre Privilegien. Es geht um die Gewalt, die genutzt wird, um Sie mächtig zu machen. Wir beide sind kritische Journalisten, aber Sie pressen mir Geld ab und ich Ihnen nicht. Darum geht es.

Wer einen Menschen mit Gewalt dazu zwingt, seinen kritischen Journalismus zu bezahlen, sollte wenigstens den Anstand haben, die Kritik an diesen Zwang nicht zu diffamieren. Nichts anderes tun Sie, Herr Reste, aber, wenn Sie behaupten, den Kritikerinnen und Kritikern des Rundfunkbeitrags ginge es darum, kritischen Journalismus abzuschaffen.

Es geht lediglich darum, Ihnen die Privilegien zu nehmen, mit denen Sie kritischen Journalismus und Kritik an Ihrem Journalismus diffamieren.

Würde ich bei Monitor arbeiten, ich würde mit diesen Worten enden: „Georg Restle ist ein alter, weißer, mit Gewalt privilegierter Mann, der seine Macht nutzt, um Kritiker*innen zu diffamieren.“

***

Ich zwinge niemanden, mich zu finanzieren. Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, aber aus freien Stücken in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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„Eintritt nur für Geimpfte“

Durch die Maßnahmen im Kampf gegen Corona befinde ich mich zum ersten Mal in meinem Leben in Räumen, die gesunde Freundinnen und Freunde von mir nicht betreten dürfen, weil sie als minderwertig und schädlich angesehen werden. Das erste Mal in meinem Leben erlebe ich eine Spaltung in der Gesellschaft, in der die eine Seite glaubt, die andere Seite sei für sie durch ihre bloße Existenz lebensgefährlich. Das gilt es erstmal zu verdauen.

Ich mache es keiner Gaststätte, keinem Theater und keinem Club zum Vorwurf, wirtschaftlich überleben zu wollen. Nach den Monaten der Lockdowns, Ausgangsperren und Distanzierungen geht es für alle Orte, an denen sich Menschen treffen, um in Gemeinschaft etwas zu erleben, um die pure Existenz. Dennoch, ich muss es einfach sagen, es fühlt sich für mich falsch an, in einer Blase zu sitzen, in der nur gegen COVID-19 geimpfte oder an Corona genesene Personen gestattet sind.

Ich bin geimpft. Für mich stehen alle Orte offen. Ich kann alle Räume betreten, unabhängig davon ob nun die 3G- (getestet, genesen oder geimpft), die 2G- (genesen oder geimpft) oder die 1G-Regel (geimpft) gilt. Als geimpfter Mensch kann ich sogar Corona positiv sein und dennoch jeden Raum betreten. Für Menschen, die nachweislich Corona negativ sind, gilt dies nicht, jedenfalls nicht, wenn sie nicht geimpft sind.

Es fühlt sich falsch an!

In der Gesellschaft, in der ich mich gerade befinde, kann ich meine Freiheit nicht genießen. Ich habe zwar wieder Theaterstücke gesehen, gefeiert, getanzt, gegessen, getrunken und gelacht, kann wieder Kunst, Kultur und Gemeinschaft genießen und dennoch ist da dieses ungute Gefühl: Verdammt nochmal, es ist falsch, was wir da machen.

Es ist nicht falsch, weil wir endlich wieder unser altes Leben zurückhaben wollen, es ist auch nicht falsch, weil wir uns sicher fühlen wollen; es ist falsch, weil wir nicht zurückkehren in unser altes Leben, sondern weil wir in ein neues Leben hineingeschlittert sind, das nur scheinbar sicher ist, aber dafür umso ausgrenzender und unmenschlicher. In der schönen, neuen Welt, in der wir uns nun befinden, werden Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder ausgegrenzt, weil sie nicht geimpft sind. An immer mehr Orten hängen Schilder an den Eingängen: „Eintritt nur für Geimpfte“ / „Kein Zutritt für Ungeimpfte

Ungeimpfte Menschen werden ausgegrenzt, jedoch nicht, weil sie eine Gefahr darstellen oder weil sie infiziert oder krank sind, sondern weil ihre Körper als defizitär angesehen werden. Menschen, die nachweislich gesund sind, die einen aktuellen, negativen Test vorweisen können, werden nicht reingelassen. Kranke und infizierte Menschen jedoch werden reingelassen, wenn sie geimpft sind.

Gesunde Menschen werden ausgegrenzt.

Ungeimpften Menschen werden mangelnde Solidarität, Egoismus und andere Gemeinheiten vorgeworfen. Sie werden ausgegrenzt, weil sie mit ihrer ganz persönlichen medizinischen Entscheidung, die sie zum Teil in Absprache mit ihren Ärztinnen und Ärzten gefällt haben, vielleicht riskieren, bei einer Infektion einen schwereren Krankheitsverlauf zu haben und dann Intensivbetten zu belegen.

Wenn wir alle Menschen ausgrenzen würden, die aufgrund ihrer persönlichen Entscheidungen eine höhere Wahrscheinlichkeit riskieren, Intensivbetten zu belegen, dann müssten wir eine Menge Menschen ausgrenzen. Raucher zum Beispiel, dürften nicht mehr in Gaststätten gelassen werden, und zwar unabhängig davon, ob sie in der Gaststätte rauchen. Es reicht, dass sie irgendwie, irgendwo, irgendwann rauchen, weil sie damit eine höhere Wahrscheinlichkeit riskieren, auf einer Intensivstation zu landen und einen Platz wegzunehmen.

Einen Menschen, der gesund ist, nicht in einen Laden zu lassen, weil er ungeimpft ist, ist genauso wie einen Raucher nicht reinzulassen, obwohl er drinnen gar nicht rauchen würde.

Auch dicken Menschen müssten wir den Eintritt in sämtliche Lokalitäten verwehren. Sie sind zwar nicht ansteckend, so wie Menschen, die kein Corona haben nicht ansteckend sind, aber ihre Art zu leben sorgt nunmal dafür, dass sie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auf einer Intensivstation landen und dann vielleicht einem krebskranken Menschen den Platz wegnehmen. Wenn der krebskranke Mensch jedoch ein Raucher ist, dann ist er wieder selber Schuld an seiner Misere und mindestens so egoistisch wie der Dicke.

Nun kann man einwenden, dass die Ungeimpften nicht reingelassen werden, um sie vor Ansteckungen durch die Geimpften zu schützen, allerdings erschließt sich mir diese zwanghafte, ungefragte und mannigfaltige Hilfe auch nicht. Hilfe durch Ausgrenzung? Sollte nicht jeder Mensch selbst entscheiden können, was er mit seinem Körper macht?

Wenn Du keine Autonomie über Deinen eigenen Körper hast, lebst Du nicht in einem freien Land.

Diese ganze Diskussion um Menschen, die anderen Menschen einen Platz auf der Intensivstation wegnehmen, ist vollkommen unmenschlich. Ein Freund von mir hatte kürzlich einen Unfall, weil er zu betrunken war. Er wurde in die Ambulanz gefahren. Als ich dort mit ihm saß, sah ich eine Menge Menschen, die medizinische Hilfe brauchten und fast alle waren dort, weil sie irgendwann vor der akuten Situation eine nicht ganz so kluge Entscheidung gefällt hatten. Nicht selten waren die letzten Worte von Menschen: „Glaub mir, das hält.“

Es gibt Männer, die klettern auf wacklige Stühle, um eine Glübbirne einzuschrauben. Es gibt Frauen, die setzen sich in geräderte Maschinen, um in teilweise atemberaubender Geschwindigkeit durch die Gegend zu heizen. Es gibt Leute, die saufen und rauchen, andere spritzen sich Substanzen. Oft ist es der Druck der Gruppe, der sie dazu verleitet. „Ach komm schon, einer geht noch rein.“ / „Glaub mir, Du wirst es mögen!“

Ich lebe heute in einer Welt, in der sich ein gesunder Mensch, der in Freiheit kulturell leben will, spritzen lassen muss. Er muss das sogar überall nachweisen. Menschen, die sich zum ersten Mal begegnen, fragen sich gegenseitig den Impfstatus ab und wollen Impfausweise sehen. Der Mensch ist dem Menschen ein Grenzsoldat gewesen. Überall gibt es Grenzposten.

An den Eingängen von Theatern und Gaststätten wird nicht mehr „Willkommen“ gesagt oder „Hereinspaziert“, sondern erst einmal gefragt: „Sind sie geimpft?“

Bisher kannte ich die Verpflichtung, mich impfen zu lassen nur, wenn ich in fremde Länder reiste. Dann aber überquerte ich auch Grenzen, die von Menschen in Uniformen bewacht wurden, von Soldatinnen und Soldaten. An solchen Grenzen kann sogar geschossen werden.

Seit einigen Wochen lebe ich in einem Land, in dem es solche Grenzen, die keine ungeimpfte Menschen reinlassen, auch um Kneipen, Restaurants, Clubs, Theater und anderen Lokalitäten gibt. Es ist der massivste Bau von Grenzen in kürzester Zeit, den ich je erlebt habe. Alle neue Grenzen zusammengenommen, sind länger als die Grenze zwischen Mexiko und den USA.

Noch vor einem Jahr hatte ich es nicht einmal erlebt, dass jemand nachweisen musste, gegen Masern geimpft zu sein, um in ein Theater zu dürfen. Nie musste eine Person bezeugen, gegen Röteln geimpft zu sein, um eine Bar betreten zu dürfen. Das Alter war das einzige Ausschlusskriterium. Für Kinder gelten besondere Schutzverpflichtungen. Erwachsene Menschen sind aber keine Kinder.

Clubs, an denen Türsteher gesunde, nüchterne, höfliche Menschen abgewiesen haben, weil ihnen ihr körperlicher Zustand nicht gefiel, habe ich stets vermieden. Heute jedoch gibt es leider keine Ausweichmöglichkeiten mehr. Heute gilt der menschliche Körper als schändlich, wenn er nicht nicht behandelt wurde. Der menschliche Körper, der vor zwei Jahren noch ausreichte, ist heute mangelhaft und muss verbessert werden, nicht zum Wohle des Menschen selbst, sondern zum Wohle der ganzen Menschheit. Der Impfstatus wird zur persönlichen Wertung des Menschen, auf dessen Grundlage der Staat sogar Freiheitsrechte einschränken kann.

Am Körper des Menschen wird Politik gemacht. Der Zustand des Körpers entscheidet, ob gewisse Rechte eingeschränkt werden dürfen.

Die Impfung ist die neue Taufe. Nur mit ihr kann der Mensch seine Ursünde der Coronaanfälligkeit überwinden und zur neuen Gemeinschaft konvertieren. In dieser neuen Welt lautet die Devise: „Nur in einem geimpften Körper steckt ein gesunder Geist.“

Wenn alle Menschen geimpft sind, wird die Pandemie endemische. Mit dem notwendigen Druck bekommt man so ziemlich alles homogen. Wenn alle Menschen zum Islam konvertieren würden, gäbe es keine Religionskriege mehr. Es würde Frieden herrschen. Dennoch ist es falsch, wenn Menschen mit Druck zum Islam gezwungen werden. Wenn alle Menschen Kommunisten wären, gäbe es keine Ausbeuter mehr. Trotzdem ist es falsch, eine Ein-Parteien-Diktatur zu errichten. Es geht somit nicht darum, ob es richtig ist, an eine Religion des Friedens zu glauben oder in einer Gesellschaft der sozialen Gerechtigkeit zu leben, sondern um die Frage, ab wann die Grenze zur Unterdrückung überschritten ist, selbst wenn es um eine gute Sache geht.

Für mich ist ein erster Schritt über diese Grenze getan, wenn mit einer geradezu banalen Selbstverständlichkeit Millionen Menschen die Willkommens-Schilder an in ihren Geschäften mit der Aufschrift „Kein Zutritt für“ ersetzen.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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Paartherapie!

Mo, 1. November um 20h im ARTheater, Ehrenfeldgürtel 127 in Köln: „Paartherapie!“ Comedy und Musik von und mit dem Ehepaar Viktoria Burkert und Gerd Buurmann.

Kartenreservierung: Hier klicken!

Viktoria Burkert und Gerd Buurmann nehmen das Publikum mit auf eine humorvolle Reise in und durch ihre über zwanzigjährige Beziehung ohne Kinder, Bausparvertrag und Einbauküche, dafür mit Hund und vielen Möbeln vom Sperrmüll.

Die Kosten für das Programm werden leider nicht von der Krankenkasse übernommen, aber auf Wunsch erhalten Sie am Ende der Veranstaltung eine Teilnahmebestätigung.

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Erinnerung an die Opfer

Heute vor einem Jahr, am 16. Oktober 2020, wurde dem 47-jährigen Lehrer Samuel Paty auf offener Straße in Frankreich der Kopf abgeschnitten, weil er es gewagt hatte, den Islam zu kritisieren. Der Jahrestag des Anschlag fällt in eine Woche des muslimisch motivierten Terrors.

Am 13. Oktober 2021 tötete ein 37-jähriger Mann im norwegischen Kongsberg bei Oslo vier Frauen und einen Mann mit einem Sportbogen. Der Täter erklärte selbst, zum Islam konvertiert zu sein. Die Polizei wiederum erklärte, der mutmaßliche Täter sei bereits in den Jahren 2019 und 2020 wegen des Verdacht auf islamische Radikalisierung von norwegischen Sicherheitsbehörden überwacht worden.

Am 15. Oktober 2021 wurde der englische Abgeordnete David Amess in einer Kirche in Leigh-on-Sea in der Grafschaft Essex abgestochen. Die Polizei geht von einer islamisch motivierten Tat aus.

Der 69-jährige konservative Parlamentarier hatte sich in dem Gotteshaus östlich von London zu einem Treffen mit Bürgerinnen und Bürger seines Wahlkreises getroffen. Dort wurde er von einem 25-jährigen Mann angegriffen, der mehrmals mit einem Messer auf ihn einstach.

Ort und Tat dieses Anschlags erinnern an den 29. Oktober 2020, als drei Menschen in einer Kirche in Frankreich ermordet wurden. Bei dem Anschlag versuchte der Täter, der 60-jährigen Nadine Devillers, den Kopf abzuschneiden. Auch dem 55-jährigen Kirchendiener Vincent Loques schnitt er brutal die Kehle durch. Das dritte Opfer war die 44-jährige Frau Simone Barreto Silva, die der Mörder ebenfalls versucht hatte, mit seinem Messer zu enthaupten. Mit klaffenden Wunden schleppte sich die Frau blutend aus der Kirche, in der der Angreifer geschlachtet hatte. Trotz der Wunden schaffte sie es noch, Passanten auf der Straße im Sterben letzte Worte zu sagen:

„Dites à mes enfants que je les aime.“ („Sagen Sie meinen Kindern, dass ich sie liebe.“)

Liebe Muslime,

entschuldigt, dass ich Euch kollektiv als Mitglieder dieser Religionsgemeinschaft anspreche. Eigentlich ist mir egal, woran Ihr glaubt, aber die Männer, der die brutalen Taten begangen hat, beriefen sich bei ihren Taten auf Eure Religion.

Ich würde die Täter gerne schlicht brutale Psychopathen nennen, aber ich kann nicht ignorieren, dass sie sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für die Ehre des eigenen Glaubens zu morden.

Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert oder Mohammed verballhornt, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Muslime die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das Vielfache lauter sein.

Euer Problem sind nicht Karikaturisten, Kritiker und Spotter. Euer Problem ist jeder, der sich Muslim nennt und im Namen Eures Gottes Hass sät und Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams.

Dem Hass, dem Samuel Paty, Nadine Devillers, Vincent Loques, Simone Barreto Silva, David Amess und die fünf Menschen in Kongsberg zum Opfer fielen, ist ein institutionalisierter Hass. Er hat einen Namen, ein Buch und einen Gründer: Islam, Koran und Mohammed. So wie schwarze Menschen Opfer des Hasses werden, der Rassismus heißt, wurden diese Menschen Opfer des Hasses, der Islamismus genannt wird.

Der muslimische Hass von heute ähnelt dem deutschen Hass der Nazis. Die Nazis stürzten die Welt in einen Weltkrieg. Am Ende wurde Deutschland dem Erdboden gleich gemacht. Bewahrt Euren Glauben vor dieser blutigen Lektion. Leistet Widerstand gegen die Islamisten und Fundamentalisten. Nur so ist ein Krieg zu vermeiden.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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