„Es gibt keine Religionsverfolgung in Bethlehem!“

Im Februar 2017 war die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu Gast in Bethlehem. Mit dabei hatte sie eine Spende über 66.000 Euro aus der Kölner Bürgerschaft für die Sanierung der Geburtskirche in Bethlehem. Im Rahmen der Reise wurden auf der Facebookseite von Henriette Reker ein paar Äußerungen getätigt, die mich zu ein paar Nachfragen inspirierten. Ich fragte daher nach, wer ihrer Meinung nach die Stadt Bethlehem besetzt hält und wie sie zu der Religionsverfolgung unter der Fatah und zu Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas steht, in der die Vernichtung aller Juden weltweit gefordert wird. Ich erhielt folgende Antwort vom Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Hervorhebung durch Tapfer im Nirgendwo):

Die Kölner Partnerstadt Bethlehem in der Westbank ist zusammen mit Ost-Jerusalem und Gaza seit 1967 von Israel besetzt. So heißt es zum Beispiel auf der jeglicher Ideologie unverdächtigen, lediglich geltendes Völkerrecht wiedergebenden Website des Auswärtigen Amts, die auch Maßstab der Beziehungen der Stadt Köln zu den Partnerstädten Bethlehem und Tel Aviv-Yafo ist: ‚Die Palästinensischen Gebiete (Ost-Jerusalem, Westjordanland und Gaza) sind seit 1967 von Israel besetzt. Die Bundesregierung unterscheidet strikt zwischen dem Gebiet des Staates Israel und den Palästinensischen Gebieten. Dabei legt die Bundesregierung den Verlauf der israelischen Staatsgrenze vom 5. Juni 1967 (Grüne Linie) zu Grunde. Dies gilt auch mit Bezug auf Jerusalem‘.

Wie die internationale Staatengemeinschaft und die europäischen und internationalen Kommunalverbände unterstützt auch die Stadt Köln die Zwei-Staaten-Lösung aus Israel und Palästina, zwei demokratische, souveräne und in sicheren Grenzen existierende Staaten. Seit Jahrzehnten bemüht sich die internationale Staatengemeinschaft um eine friedliche, beiden Völkern gerecht werdende Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts, bislang leider ohne erkennbaren Erfolg.

Die Stadt Köln hat unzählige Male erklärt, dass das Existenzrecht des Staates Israel nicht verhandelbar ist und dass sie Gewalt und Terror, egal von welcher Seite ausgeführt, als Mittel der Politik ablehnt. In Bethlehem leben seit Jahrhunderten Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen friedlich zusammen. Es gibt in Bethlehem ebenso wenig eine Juden- oder Religionsverfolgung wie in Tel Aviv. Auch das zeichnet beide Kölner Partnerstädte aus.

Im Rahmen ihrer städtepartnerschaftlichen Beziehungen zur israelischen Partnerstadt Tel Aviv-Yafo und palästinensischen Partnerstadt Bethlehem bemüht sich die Stadt Köln seit vielen Jahren auf kommunaler und bürgerschaftlicher Ebene um eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts. Sie kooperiert dabei mit zahlreichen anderen Städten sowie Menschenrechts- und Friedensorganisationen in Deutschland, Europa und weltweit.“

Wir halten fest, die Stadt Köln erklärt: Gaza ist von Israel besetzt und in Bethlehem gibt es keine Religionsverfolgung.

Im Jahr 2005 wurde unter Ariel Scharon jedoch der gesamte Gazastreifen von israelischen Siedlungen und Militärstützpunkten geräumt. Seitdem lebt kein einziger Jude mehr im Gazastreifen. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Auf deutsch sagt man, seitdem ist die Gegend „judenrein“. Der Abzug der Juden wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”.

In Bethlehem regiert die Fatah. Mufti Muhammad Hussein wurde von Mahmud Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie”. Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Hussein folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.’“

Zu ägyptischen Journalisten sprach Mahmut Abbas diesen Satz:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Es gibt aber keine Religionsverfolgung in Bethlehem, sagt die Stadt Köln. Alles wie in Tel Aviv! Vermutlich ist das Presseamt der Stadt Köln auch davon überzeugt, dass Homosexuelle in Bethelehm so sicher leben können wie in Tel Aviv.

Die Frage zu Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas beantworte die Oberbürgermeisterin nicht. Ich hakte daher nach:

„Sie haben nicht erklärt, was Ihre Meinung zu Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas ist. Können Sie das noch nachholen?“

Die Stadt antwortete:

„Mit gestrigem Schreiben hat die Stadt Ihre Fragen beantwortet. Das Statement ist als abschließende Antwort zu sehen.“

Zu der Forderung der Vernichtung aller Juden sagt die Stadt Köln nichts. Sie schweigt lieber, obwohl Minister der Hamas solche Phrasen dreschen.

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Somit schweigt die Stadt Köln zu eben jenen Worten, zu denen die Stadt schon 1943 geschwiegen hatte! Ich frage mich, wer in der Stadt Köln dafür verantwortlich ist, dass solche Antworten geschrieben werden.

Der New Yorker Theaterleiter Tuvia Tenenbom besuchte jüngst den Leiter des Kölner Büros für internationale Angelegenheiten. Sein Name ist Frieder Wolf und er hatte sich bei Tuvia Tenenbom als Mann vorgestellt, der seine Aufgabe darin sähe, Juden zu retten. “Ein Judenretter”, dachte sich Tuvia und entschied: “Ich möchte sehen, wie das Büro eines städtisch angestellten Judenretters in Köln aussieht.” Tuvia ging also ins Büro von Frieder Wolf und war überrascht über das Bild, das er prominent plaziert im Büro des kölschen Außenministers vorfand: Frieder Wolf zusammen mit Mahmud Abbas!

Mahmud Abbas wurde 2005 zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Das stört Abbas jedoch nicht. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Und der Leiter des Kölner Büros für internationale Angelegenheiten hat sein Bild in seinem Büro hängen.

Da wundert es mich nicht, das Köln schweigt, wenn zur Judenvernichtung aufgerufen wird.

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10 Fragen an Angela Merkel zu ihren „Nazi-Methoden“

Sehr geehrte Bundeskanzlerin,

„Merkel, nun benutzt Du Nazi-Methoden.“

Diesen Satz sagte Recep Tayyip Erdoğan am Wochenende und fügte mit Blick auf Europa hinzu:

„Wenn sie könnten, würden sie wieder Gaskammern einrichten.“

Ich habe zehn Fragen an Sie.

1. Frage: Welcher Nazi-Methoden bedienen Sie sich konkret?

2. Frage: Werden diese Nazi-Methoden von der Europäischen Union mitgetragen?

3. Frage: Wer hindert Europa daran, Gaskammern zu bauen?

4. Frage: Gegen wen möchte die Europäische Union Gaskammern errichten?

Sollten die Ausagen von Recep Tayyip Erdoğan nicht stimmen:

5. Frage: Relativiert Recep Tayyip Erdoğan mit seinem Vergleich den Holocaust und macht er mit seiner Aussage über Gaskammern die Opfer des Holocaust verächtlich?

Sollten Sie Frage 5 mit „Ja“ beantwortet haben:

6. Frage: Sollte eine Gruppierung, in der offen der Holocaust relativiert wird und die Opfer des Holocausts verächtlicht gemacht werden, in Deutschland auftreten dürfen?

7. Frage: Wenn ein deutscher Bürger sagt, was Recep Tayyip Erdoğan sagt, wäre das dann in Ihren Augen ein Fall, der im Rahmen des Strafgesetzbuchs (§130 StGB – Volksverhetzung) untersucht werden sollte?

Und noch drei Zusatzfragen:

8. Frage: Was ist der Inhalt (in Ihren Worten) des Flüchtlingsabkommens zwischen Deutschland und der Türkei?

9. Frage: Wie wurde über dieses Abkommen abgestimmt?

10. Frage: Wie geht es dem Journalisten und deutschen Staatsbürger Deniz Yücel?

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Das Gastarbeiterkind möchte was los werden!

Ein Kommentar vor Dinçer Güçyeter

Huhu, bitte zwei Minuten Aufmerksamkeit:

Seit Monaten lesen wir in allen Medien die peinlich, akrobatistischen Sprüche von Erdogan und von den Demonstrationen seiner Anhänger in Deutschland. Wir, die immer für ein besseres Leben geschuftet haben, wir müssen uns fremdschämen. Das erwartet man von uns. Aber mit welchem Recht?

1961 kamen die ersten “mobilen Arbeitsreserven“. Sie wurden in die Vorstädte gesteckt, sollten die Schwerstarbeit verrichten und so schnell wie möglich das Land verlassen. Aber es waren “Menschen“, die kamen. Und sie blieben. Ja, die Säulen des Wirtschaftswunders sind tatsächlich geblieben. Die Fließbände bei Mercedes und Krupp wurden immer schneller. Akkord, Akkord! Am besten zwölf Stunden am Tag. Kein Wochenende. Der Hunger der Industrie und Bergwerke wurde immer grösser.

Nach 38 Jahren in einer Automobilfabrik durfte meine Mutter mit vier Prothesen und mit einem tauben Ohr in Rente. Die Rentenkasse wollte nicht mehr als 900 Euro zahlen. Der Chef hat ihr damals einen Strauss in die Hand gedrückt und hat sich für die jahrelang „friedliche Zusammenarbeit“ bedankt. Mutter war an dem Tag richtig stolz. Oft hörte ich von ihr, wie dankbar sie dieser Firma war. Warum, fragte ich sie immer wieder. „Du kennst die Armut nicht,“ war ihre Antwort. „Meine Kinder mussten nicht die Krümeln zählen wie ich in meiner Kindheit.“

Was sie in all den Jahren sehr bedrückt hat, war die Haltlosigkeit. Sie war nirgendwo Zuhause. Das hat man ihr so eingeredet. In Deutschland ist sie bis heute eine Migrantin und in der Türkei ist sie die Deutschländerin. Aber sie hat es geschafft. Mit ihrem gesparten Geld hat sie für ihre Kinder ein Haus aus dem Jahr 1890 gekauft. Manchmal nervt mich dieses Haus. Verstopfte Rohren. Feuchter Keller. Undsoweiter. Wenn ich jedoch mit dem Klagelied beginne, hat sie eine Antwort parat:

„Wenn du heute noch an der Drehbank wärst, hättest du dir was besseres kaufen können. Aber du wolltest ja Künstler werden. Ich wollte nicht, dass meine Enkelkinder unter der Brücke enden.“

Heute, im Jahr 2017, fragt man uns Deutschtürken vorwurfsvoll – und das letzte Wort möchte ich unterstreichen – was wir über die Politik von Erdogan denken. Tja, was sollen wir schon denken? Nicht wir müssen unsere Beziehung zu Erdogan erklären! Frau Merkel macht doch immer wieder auf goldenen Bänken Kaffeeklatsch mit ihm. Auch die deutsche Waffenindustrie investiert Milliarden in die Türkei. Wir sollen uns erklären? Mutter sagte letztens:

„Jahrelang haben wir für eine bessere Zukunft geschuftet und jetzt werden unsere Kinder wegen diesem Biest unter die Lupe genommen!“

Ich, das Gastarbeiterkind, habe eine Heimat; diese nennt sich Köln, wenn ich dort im Proberaum arbeite und Nettetal, wo ich an meinem Schreibtisch sitze oder mit meinen Kindern auf dem Trampolin hüpfe. Was anderes hab ich nicht!

Dieser Verdacht, jeder Türke sei ein Erdogan-Anhänger, verbreitet sich ganz schön geschmeidig. Mit welchem Recht? Ich hab genug urdeutsche Freunde, Nachbarn, Kollegen. Sie sind für mich auch keine Menschen, die sich erstmal rechtfertigen müssen, keine Nazis zu sein. Sie sind meine Freunde, Kollegen, Nachbarn, einfach Menschen, mit denen ich gerne Zeit verbringe.

Ich könnte mich hier totschreiben, aber das müsste genügen! Ich backe gleich mit meiner Tochter den Apfelkuchen nach altdeutschem Rezept, dazu den türkischen Tee, aber ohne Rosinen und Zimt. Alles nach eigener Schnauze.

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Open letter from Gerd Buurmann to Imam Taha Sabri

Dear Imam Taha Sabri,

Three months after a terrorist attacked a Berlin Christmas market, you stood in front of the Kaiser Wilhelm Memorial Church where the attack took place and said: „I refuse to categorize this incident of terror as Islamist or Islamic.“

It may sound hard, but your refusal doesn’t matter to me! It doesn’t matter how you or I categorize terror. For my part, I’d call the terrorists assholes. But, it’s not up to me. And it’s not up to you either. What the terrorists say and do is the problem!!

We can’t ignore the fact that the terrorists see themselves as Muslims. They even see themselves as true Muslims, who feel justified in murdering for Islam. They cut off heads, stone women, hang homosexuals, kill Jews, ignite bombs and drive trucks into crowds, all in the name of Islam. For anyone who believes that Islam means peace, those Muslims who wage war and kill people in the name of Allah must be much worse than all those who burn copies of the Koran or criticize Islam.

Every time, anywhere, someone criticizes Islam, lampoons Mohammed, or makes a silly film about Muslims, the outcry in the Islamic world is enormous. Worldwide, Muslims go to the barricades. If Islamists, referring to Allah, humiliate humanity with their deeds, the outcry in the Muslim World should be a lot louder!

I’m German. I’m very aware of the National Socialist era when Jews, homosexuals and many other people were murdered. At that time there were certainly some decent Germans, but from 1933 to 1945 the Nazis set the tone – and the Nazis were Germans! Not all Germans were guilty, but they were and are responsible for the Nazis! Not all Muslims are guilty, but all Muslims share responsibility for the Islamists!

Dear Imam,

Muslims’ problems aren’t cartoonists, critics, homosexuals, Jews and lampooners. Muslims have a problem with those who call themselves Muslim and spread hatred and violence in the name of Allah. Just as the Nazis are a German problem, today’s Islamists are a problem for Muslims! So, you, as an imam, should rather explain to the terrorists and their sympathizers the meaning of جهاد!

Don’t preach to law-abiding Muslims or to me what Islam means. Don’t waste time explaining Islam to those mourning the victims of terrorists. The survivors and their friends and families are certainly not worrying about the public image of Islam, and it’s definitely not their task to ensure that Islam is placed in a favorable light.

Please preach to the multitude of Muslims who use Islam to attack the values of modern society. Do not coerce me or terrorist victims to study Islamic texts. Just leave us alone. I want to live in a world where it’s of no importance what I think about the Koran. Don’t talk to me!

Talk to those who hate me in the name of the Koran.

***

Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Offener Brief von Gerd Buurmann an Imam Taha Sabri

Lieber Imam Taha Sabri,

drei Monate nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt erklärten Sie vor der Gedächtniskirche: „Ich weigere mich, diesen Terror als islamistisch oder islamischen Terror zu bezeichnen.“

Es mag für Sie jetzt hart klingen, aber Ihre Weigerung ist mir egal! Es ist egal, wie Sie oder ich den Terror bezeichnen. Ginge es nach mir, würde ich die Terroristen als Arschlöcher bezeichnen. Es geht aber nicht nach mir. Es geht auch nicht nach Ihnen. Es geht nach den Terroristen! Sie sind das Problem!

Wir können nicht ignorieren, dass sich die Terroristen selber als Muslime bezeichnen. Sie verstehen sich sogar als wahre Muslime, die berechtigt sind, für den Islam zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle, töten Juden, zünden Bomben und fahren mit LKWs in Menschenmengen, alles im Namen des Islams. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen diese Muslime, die im Namen Gottes Kriege führen und Menschen morden, schlimmer sein als alle, die den Koran verbrennen oder den Islam kritisieren.

Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um ein vielfaches lauter sein!

Ich bin Deutscher. Ich weiß von der Zeit des Nationalsozialismus als Juden, Homosexuelle und viele andere Menschen vernichtet wurden. Es gab zu der Zeit zwar auch anständige Deutsche, aber von 1933 bis 1945 gaben die Nazis den Ton an – und die Nazis waren Deutsche! Nicht alle Deutsche waren schuldig, aber sie waren und sind verantwortlich für die Nazis! Nicht alle Muslime sind schuldig, aber alle Muslime sind verantwortlich für Islamisten!

Lieber Imam,

das Problem der Muslime sind nicht Karikaturisten, Kritiker, Homosexuelle, Juden und Spotter. Das Problem der Muslime ist jeder, der sich Muslim nennt und im Namen seines Gottes Hass sät und Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams! Den Terroristen und ihren Sympathisanten solltet Sie den جهاد erklären!

Sagen Sie daher nicht mir, was der Islam bedeutet. Sagen Sie es auch nicht den rechtschaffenden Muslimen. Vergeuden Sie keine Zeit damit, Menschen, die um die Opfer von Terroristen trauern, die behaupten, ihre Taten im Namen des Islams begangen zu haben, zu erklären, was der Islam bedeutet. Diese Leute haben ganz andere Probleme. Sie müssen sich nicht um das Image des Islams sorgen und schon gar nicht ist es die Aufgabe der Opfer und ihrer Angehörigen, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht steht.

Gehen Sie zu den viel zu vielen Muslimen, die den Islam nutzen, um gegen unsere modernen Werte zu hetzen. Zwingen Sie weder mich noch die Opfer der Terroristen zum Islamunterricht. Ich will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Ich möchte in einer Welt leben, in der es egal ist, was ich vom Koran halte. Reden Sie daher nicht mit mir!

Reden Sie mit jenen, die mich im Namen des Korans hassen.

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Offener Brief von Gerd Buurmann an den Kölner Express

Sehr geehrte Redaktion des Express,

in Ihrer heutigen Ausgabe fand ich folgende Empfehlung für Israelreisende:

„Israel unterdrückt die Palästinenser im besetzten Westjordanland – Urlaub in Israel ist ein Erlebnis, aber Geschmackssache für kritische Reisende.“

Im Gegensatz zu der Hamburger Morgenpost haben Sie wenigstens auf das Wort „brutal“ verzichtet:

„Israel unterdrückt die Palästinenser im besetzten Westjordanland brutal – Urlaub in Israel ist ein Erlebnis, aber Geschmackssache für kritische Geister.“

Ich bitte Sie dennoch, mir zu schreiben, wie genau Ihrer Meinung nach die Unterdrückung aussieht?

In jedem Gebiet, das von Israel kontrolliert wird, herrscht das israelische Gesetz und ist somit ein Ort im Nahen Osten, wo ich als homosexueller Mensch nicht verfolgt werde, jeder Religion angehören darf und frei meine Meinung sagen kann, ohne Angst vor Verfolgung oder Tod. Nicht Israel unterdrückt im Westjordanland Menschen, sondern all die mörderischen, verrückten und faschistoiden Führer der Hamas und der Fatah. Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, der sich ein Beispiel an Israel nimmt, ist ein gewonnener Quadratmeter!

In Israel hatte jüngst ein Muslim beim Obersten Justizgerichtshof erfolgreich geklagt, weil es in einer Klinik in Tel Aviv keinen muslimischen Gebetsort gab. Die Regierung Israels entschied darauf, die sechs größten medizinischen Zentren des Landes in Jerusalem, Tel Haschomer, Haifa, Tel Aviv, Beerscheba und Petak Tikva anzuweisen, binnen eineinhalb Jahren Gebetsräume für Muslime einzurichten. Das Gesundheitsministerium hatte bereits 2011 beschlossen, an staatlichen Kranken­häusern Gebetsräume für alle Religionen zu verordnen. Schon vor Einreichung der Klage hätten Kliniken in Haifa und in Tel Aviv muslimische Gebetsräume eingerichtet.

Im Jahr 2016 gewann Lina Mahul, eine 19-jährige Araberin aus der nördlichen Hafenstadt Akko die israelische Ausgabe von „The Voice“.

In Israel herrscht Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit und Wissenschaftsfreiheit. Die größte und einzige Parade für Schwulen, Lesben, Trans und Queers findet in Israel statt. Egal mit wem du schläfst, woran du glaubst und welches Geschlecht Du hast, in Israel stehen dir alle selbst die höhchsten Ämter offen.

Im israelischen Fernsehen wurde vor einiger Zeit ein Test mit versteckter Kamera unternommen, um zu schauen, wie die Menschen in Israel auf Diskriminierung reagieren. Ein Tankstellenverkäufer, weigerte sich, Araber zu bedienen. Die Gäste reagierten wie folgt:

Schauen wir uns mal in den palästinenschischen Gebieten um und zwar dort, wo Israel nicht kontrolliert.

Im Gaza-Streifen haben Juden nicht nur keinen Gebetsraum in Krankenhäusern sondern gar keine Aufenthaltserlaubnis. Gaza ist stolz darauf, „judenrein“ zu sein. Jude sein ist in diesen Ländern und Gebieten schlicht und einfach verboten!

Die Fatah und die Hamas sprechen allen Palästinensern, die sich systemkritisch, schwul, lesbisch, westlich, aufgeklärt oder feministisch geben, die elementarsten Grundrechte ab.

Muhammad Abu Shahala wurde zum Tode verurteilt, weil er sein Haus an einen Juden verkauft hat. Laut einer Regelung der Fatah und der Hamas ist es Palästinensern verboten, Land an Juden zu verkaufen.

Am 28. Februar 2010 sagte der stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach unter anderem Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum „geistigen Führer der palästinensischen Autonomie“ ernannt wurde:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Die Gründungscharta der Hamas fordert laut Artikel 7 die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes weltweit. Der Führer des Hasses ist jedoch nicht auf der Liste. Auf der Liste ist der Jude, der sich gegen diesen mörderischen, rassistischen, jundenfeindlichen Hass und Vernichtungswillen verteidigt. Die Hamburger Morgenpost nennt die Weigerung, sich abschlachten zu lassen, schlicht „brutal“ und rät den „kritischen“ deutschen Geistern ab, nach Israel zu reisen, weil die Juden dort auf den erklärten Wunsch der Judenhasser nach einem Auschwitz 2.0 nicht so reagieren, wie sie es für richtig halten. Übrigens, trotz all des Hasses erklärt Israel in seiner Unabhängigkeitserklärung:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Im Mittelalter ermordeten Christen Juden, weil sie die Fake News glaubten, Juden würden Brunnen vergiften und Kinder rituel ermorden. Heute glauben es Muslime. Am 31. März 2012 führte Dr. Sallah Sultan als Präsident des Zentrums für Islamforschung in Gaza aus:

„Die Juden haben zum Beispiel diesen französischen Doktor Toma getötet, der Juden umsonst behandet hat, um die Lehren des Christentums zu verbreiten. Obwohl er ihr Freund war und sie von ihm profitiert haben, haben sie ihn an einem ihrer Feiertage entführt und geschlachtet, zusammen mit einer Schwester. Sie haben Matzebrot aus ihrem Blut gemacht. Sie machen das jedes Jahr. Die Welt muss davon erfahren!“

Dieser Hass wird im Gazastreifen gelehrt. Dort herrscht die Hamas. Sie warf in den letzten sechs Jahren über 7000 Raketen auf Israel ab und lehrt in Schulen Kindern und in Moscheen Erwachsenen den Hass auf Juden.

Es gibt knapp 1,694,000 Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben. Sie sind die Nachbarn, Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordneten, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr von Juden. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander, nicht nur weil sie miteinander leben wollen, sondern weil sie miteinander leben müssen. Sie teilen sich die selbe Heimat. Sie sind in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute. 1,694,000 Muslime sagen Ja zu Juden und reichen die Hand zum Frieden.

Der Express spricht aber lieber von israelischer Unterdrückung. Warum?

Jeder fünfte Israeli ist ein Moslem und 77 Prozent dieser Muslime geben laut einer repräsentativen Umfrage der Harvard Kennedy School an, in keinem anderen Land lieber leben zu wollen, als in Israel! Es gibt kaum ein anderes Land auf der Welt, das von Muslimen so geschätzt wird.

Mahmud Abbas wurde 2005 Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde. Seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht.

Deshalb frage ich:

Wie sieht die Unterdrückung der Palästinenser aus? Ist es Unterdrückung, wenn Schwule, Juden und Nicht-Muslime nicht verfolgt werden? Sollte Israel sich aus allen Gebieten zurückziehen und so die Menschen im Stich lassen, die für individuelle Freihheitsrechte stehen? Welchen Geschmack muss man Ihrer Meinung nach haben, um Israel zu mögen?

Ich bin für Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt, oder irgendein Gott habe irgendeinen bärtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt einzuteilen, sondern weil Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen.

Ist es nur eine Geschmacksache zu unterscheiden zwischen Ländern, die mich leben lassen, wie ich möchte und Regimen, die mich verfolgen, weil ich so bin, wie ich bin?

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Hey, salak kafa R.T. Erdogan, bana bak,

Amanyadaki toplanma, örgütlenme hakki senin ve fasist güruhun hakki degildir.

Bu hak sadece alman anayasasina göre alman vatandaslarina aittir. Bu hakki kendine göremezsin.

Eger bu yasa senin icinde gecerli olsaydi seni tutuklamamiz gerekirdi, cünkü alman anayasasina göre sen bir anayasa düsmanisin.

Sevgi ve saygilarimla,
Gerd Buurmann

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