Das Paradies ist ein Gefängnis

Der Mensch ist ein Wesen, das sich immer vorstellen kann, dass es auch anders sein könnte, vielleicht sogar besser. Diese Vorstellungsgabe kann der Mensch nicht abschalten, nicht mal durch einen Blackout.

In den 80er Jahren verfilmte die BBC die Geschichte „Die dreibeinigen Herrscher“. Sie spielt in einer Zukunft, in der es keinen Krieg, keine Umweltverschmutzung und keine Pandemie gibt. Die Menschen leben gesund und mit sich und der Natur in Frieden. Die Welt ist ein Paradies.

Der Grund für dieses Paradies ist eine außerirdische Zivilisation, die von den Menschen „Dreibeiner“ genannt wird. Sie herrschen über die Menschheit und sorgen dafür, dass jeder Mensch, wenn er erwachsen wird, eine Weihe erhält, die darin besteht, dass eine Kappe am Gehirn installiert wird, die jegliche Inspiration, Neugier und Kreativität abschaltet und damit auch die Fähigkeit zur Revolution und Gewalt nimmt. Frei ist der Mensch nicht mehr. Dafür herrschen Frieden und Sicherheit auf Erden.

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Ich habe mir alles kulturell angeeignet

Ich habe mich mal in meinem Leben umgeschaut. Alles, aber wirklich alles, was ich benutze, habe ich nicht selbst erfunden. Ich habe mir alles angeeignet. Meine Sprache, die Werkzeuge, mein ganzes Wissen, alles habe ich mir angeeignet. Was also soll ich jetzt machen?

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Der woke Reagan-Attentäter

„Ich glaube an Frieden, Liebe, Gerechtigkeit, LGBTQ-Rechte, Abtreibungsrechte, Tierrechte, Rassenmischung, Verbot von Angriffswaffen, Teilen des Reichtums, Green New Deal, Black Lives Matter, Gefängnisreform und guten Rock’n’Roll. Treten Sie der John Hinckley-Gemeinschaft bei.“

Das schrieb John Hinckley am 25. Juli 2022 auf Twitter.

Wer ist dieser woke John Hinckley?

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Warum die Natur nicht „gut“ ist

In der letzten Folge meines Podcasts Indubio unter dem Titel „Ein Endsieg für das Atom“, habe ich das romantische Naturverständnis der Grünen kritisiert und erklärt, die Natur sei nicht gut. Hier möchte ich näher darauf eingehen, was ich damit gemeint habe.

Wenn der Mensch krank wird, verlässt er sich nicht auf die Natur, sondern er ruft nach der Vernunft der Medizin. Wenn ihm Unrecht widerfährt, sehnt er sich nicht nach der Herrschaft der Natur, sondern er verlangt nach der Vernunft des Gesetzes. Wenn der Mensch jedoch einen anderen Menschen unterdrücken will, dann nimmt er die Natur zur Hand.

Es ist allzu gerne und oft die Natur, die zur Begründung einer Unterdrückung herangezogen wird. Ob es nun die „Natur des Schwarzen“, die „Natur des Weibes“ oder die „Natur des Juden“ ist, immer geht es darum, einer Gruppe von Menschen mit Verweis auf die Natur Rechte vorzuenthalten.

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Eine persönliche Erinnerung zum 100-sten Geburtstag von Georg Kreisler

Am 18. Juli 2022 wäre Georg Kreisler 100 Jahre alt geworden. David Serebryanik erinnert und bedankt sich.

Es war vor zwanzig Jahren in Karlsruhe. Ich war zu Besuch bei meiner damaligen Freundin und sie fragte mich eines Abends, ob ich eigentlich Georg Kreisler kenne. Ich verneinte. Da holte sie eine Kassette (für die Jüngeren – das, was nach der LP, aber vor der CD als Spotify diente), steckte sie in das alte Grammophon und da erklang die bissige, scharfe, ironische, blinzelnde und blitzeschlagende Stimme. Die Stimme sang von einem Triangelspieler und dann, glaube ich, von einem Opernboogie.

Ich sage „glaube ich“, weil ich mich an den weiteren Verlauf des Abends nur dunkel erinnere. Als ich wieder zu mir kam, sagte mir meine Freundin, ich sei vor Lachen zu Boden geflogen, dann zu der Decke gefallen, dann drehte ich mich im Kreise 739 mal und fiel tot zu Boden.

Ich erstand nach circa einer Woche auf und ebenfalls erstand mir sofort einige CDs von diesem unerklärbarem, düster-funkelnden und bis ins Jenseitige absurden Mann, der seit jenen Tagen mich durch mein Leben begleitet. Und das Leben, welches danach begann, kann ich nur schwer mit dem Leben, das ich davor lebte, nur sehr bedingt, vergleichen. Es tanzte, schaukelte, purzelbäumte in mir unentwegt.

(Später, einige Zeiten später, begann es auch zu weinen, ich konnte dieses Weinen deutlich hören und noch später auch fühlen).

Ich war jung und liebte die Musik, deswegen konnte ich mir nicht sofort alle seine CDs und Bücher leisten, (auch gab es eigentlich so gut wie keine in den bekannten CD-Läden, ausser beim Beck in München). Also stöberte ich in allen möglichen Internetplattformen, fragte bei Freunden, brannte mir unerlaubterweise Kopien. Kurz und gut – ich bin zu einem absoluten und bedingungslosen Fan geworden.

… Alle diese Jahre waren Sie mit mir, grosser Meister.

… Alle diese Jahre lachte und weinte ich zu Ihrer Musik

… Alle dieser Jahre wusste ich, da beweist er,
Georg Kreisler, der Welt ihr strahlendes Missgeschick und ihr komisches Glück.

… Durch die schwersten Jahre begleiteten Sie mich und zeitweise, so schien es mir, hielten mich bei der Hand,

…Und als ich auseinander fiel, da sagten Sie zu mir, so schien es mir, „na dann fällst halt auseinand.

Aber der, der da oben sitzt und lacht und weint und wieder lacht, wird dich schon zammenschrauben, also gib fein Acht! –

Oder gib Neun, mach einen Neuen aus dir – Hauptsache sei vorsichtig mit dem Klavier….“

Also so, oder anders, will ich meine Liebe zu Ihnen ausdrücken. Und es gelingt und es geling mir nicht. Die einige wenigen Treffen und Gespräche mit Ihnen, die sind mir mit das teuerste, was ich hab! Ich sende Ihnen, wenn es nur irgend möglich, einen Gruss dorthin, nach oben, oder links oder rechts oder irgendwann – zu Ihnen, der Sie da sitzten und dem Gott seine wundervolle Musik vorlesen.

Sie fehlen mir sehr!

Ihr Fan
David Serebryanik

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(TINDS)

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Wenn Judenhass gestoppt wird

Vor genau 46 Jahren, in der Nacht zum 4. Juli 1976 wurde in einer militärischen Befreiungsaktion von israelischen Sicherheitskräften auf dem Flughafen von Entebbe in Uganda die einwöchige Entführung eines Passagierflugzeugs der Air France durch palästinensische und deutsche Terroristen beendetet. Daher heute dieser Artikel.

Ich war gerade mal fünf Wochen alt, als Juden von Deutschen selektiert wurden. Sie wurden selektiert, um getötet werden zu können. Unter den Selektierten waren auch Kinder. Ich wurde am 22. Mai 1976 geboren.

Am 27. Juni 1976 wurde Flug 139 der Air France, der von Tel Aviv nach Paris führen sollte, nach einer Zwischenlandung in Athen entführt. Es waren zwölf Besatzungsmitglieder und zweihundertachtundfünfzig Fluggäste an Bord. Die Entführer nannten sich „Kommando Che Guevara“, benannt nach dem Mann, dessen Gesicht noch heute auf vielen T-Shirts und an vielen Bars zu sehen ist.

Einige Terroristen gehörten zu der Volksfront zur Befreiung Palästinas. Zwei Terroristen waren Deutsche. Ihre Namen waren Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Sie gehörten zu den Revolutionären Zellen. Gemeinsam zwangen sie die Piloten der Air France Maschine den Flughafen Entebbe in Uganda anzufliegen, da dort die Terroristen durch das Regime Idi Amins unterstützt wurden.

Mit der Flugzeugentführung sollte die Freilassung von insgesamt dreiundfünfzig Inhaftierten aus Gefängnissen in Israel, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz erpresst werden. Darunter waren auch Mitglieder von zwei deutschen Terrororganisationen, nämlich der Roten Armee Fraktion um Andreas Baader und Ulrike Meinhof und der Bewegung 2. Juni. Außerdem forderten die Entführer fünf Millionen US-Dollar von der französischen Regierung für die Rückgabe des Flugzeuges.

Die Passagiere wurden in der alten Transithalle des Terminals von Entebbe als Geiseln gehalten, wo sie in Juden und Nicht-Juden selektiert wurden. Die Selektion wurde von den Deutschen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann vorgenommen, die anhand der israelischen Papiere, aber auch aufgrund vermeintlich jüdischer Namen die Menschen selektierten. So wurden auch einige Passagiere fälschlicherweise als Juden identifiziert. Nach der Selektion wurden die Juden als Geiseln gehalten und die übrigen Menschen freigelassen. Ein Überlebender des Holocausts zeigte Wilfried Böse bei der Selektion seine eintätowierte Häftlingsnummer, um ihn so an die Selektion in den Konzentrationslagern erinnern. Wilfried Böse erklärte daraufhin, er sei kein Nazi, sondern Idealist.

„Ich bin kein Nazi. Ich bin Idealist!“

Das war damals. Heute sitzen die Idealisten in den Vereinten Nationen. Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. In einer manischen Fixiertheit auf nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis auf der Erde, sehen die Vereinten Nationen ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss. Während 99,9% der Welt mit Milde beäugt werden, werden 0,1% selektiert.

Bei der 59. Jahressitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen wurde nur Israel für die Verletzung von Frauenrechten verurteilt! Der Weltfußballverband FIFA wiederum, der die Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr in Katar stattfinden lässt, wo regelmäßig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige gefoltert und ermordet werden, diskutierte Ende Mai 2015 ernsthaft darüber, ausgerechnet Israel aus dem Verband auszuschließen.

Am 15. November 2019, nachdem Israel bereits über Tage massiv mit Raketen angegriffen worden war, verabschiedeten die Vereinten Nationen acht Resolutionen gegen Israel und keine einzige andere Resolution gegen irgendein anderes Land in der Welt.

Es ist eine Selektion, wenn die Vereinten Nationen ausschließlich Israel tadeln.

Es ist Selektion, wenn Jürgen Todenhöfer ausschließlich Israel die Schuld am Leid in Gaza gibt.

Es ist Selektion, wenn ausschließlich zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen wird.

Es ist Selektion, wenn Israel aus der documenta 15 Milliarden in Kassel besonders behandelt wird.

Es ist eine Selektion, ausschließlich Israel einen Apartheidsstaat zu nennen, obwohl es das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem es keine Apartheid gibt.

Es ist eine Selektion, ausschließlich von „illegalen jüdischen Siedlern“ zu sprechen, aber alle anderen Siedler, die nicht jüdisch sind, nicht als illegal zu bezeichnen.

All das ist Selektion, aber die Selektierer nennen es Idealismus!

Es gibt jedoch einen Staat, der diesem Idealismus Einhalt gebietet. In der Nacht zum 4. Juli 1976 befreite Israel fast alle Juden aus den Fängen der Geiselnehmer in Entebbe und rettete ihr Leben.

Als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Selektion von Juden von deutscher Hand geplant und durchgeführt wurde, gab es noch kein Israel. Im Jahr 1941 trafen sich der Großmufti von Jerusalem und der Führer von Nazideutschland in Berlin, um über die “Endlösung der Judenfrage” zu diskutieren. Al-Husseini wollte das Land, über das er zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden.

Nach dem Treffen der beiden „Idealisten“ fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Judenvenichtung gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, so bald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei.

Die Weltöffentlichkeit schaute weg, als Juden in Europa verfolgt und ermordet wurden. Erst als der Rest der Welt selbst Opfer Deutschlands wurde, schritt die Weltöffentlichkeit ein! Heute schaut die Welt wieder weg, wenn es gegen Juden geht. Die ganze Welt? Nein!

Ein kleines Land schaut nicht weg. Israel!

Als in der Mitte des 20. Jahrhunderts 850.000 Juden aus der arabischen Welt vertrieben wurden, nahm Israel die Juden auf.

Als Juden in Entebbe selektiert wurden, befreite Israel sie.

Jedes Mal, wenn Israel mit Raketen angegriffen wird, die in der Absicht abgefeuert werden, so viele Juden wie möglich zu töten, fängt Israel diese Raketen ab. Zu manchen Zeiten fliegen diese Raketen wochenlang mehrmals am Tag. Wenn Juden entführt werden, nutzt Israel all sein Wissen zur Befreiung der Menschen und Israel wird niemals die als Idealismus getarnte Selektion von Juden der Vereinten Nationen akzeptieren.

Für Juden gibt es heute zwei Alternativen. Sie können als Opfer von Judenhass geliebt werden oder sie werden kritisiert und gehasst, weil sie sich wehren.

Wenn ich mich entscheiden muss zwischen ‚tot beliebt‘ und ‚lebendig unbeliebt‘, ich wähle lebendig!

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Pro-Israel-Demonstration in Kassel

„An einem der heissesten Tage des Jahres, am Brückentag-Wochenende, haben sich Menschen aus ganz Deutschland, darunter viele Nicht-Juden, auf den Weg nach Kassel gemacht, um gegen Judenhass auf der Documenta zu protestieren. Das ist nicht selbstverständlich und gibt mir die Kraft weiterzumachen, unbeirrt und mit allem Engagement.

Pro-Israel-Demonstranten haben nicht den Ruf gefährlich zu sein, die Mini-BDS-Gegendemo brauchte keinen Polizeischutz. Geschützt werden müssen nur Juden und ihre Unterstützer. Gut, dass die Polizei dafür gesorgt hat, aggressiv anmutende Israelhasser, die unsere Kundgebung stören wollten und uns lauthals beschimpften, von uns fernzuhalten.

Unsere Stimmung war wieder herzlich, freundschaftlich und voller good vibrations. Dieses „we are family“-Gefühl ist unbeschreiblich, macht Mut und gute Laune. Danke an alle Mitstreiter, es ist so gut, dass es Euch gibt!“

Das schrieb Malca Goldstein-Wolf am 18. Juni 2022 kurz vor Mitternacht, nachdem sie auf der von ihr mitorganisierten Demonstration „#documenta: Keine Bühne für Antisemitismus mit unseren Steuergeldern! Stoppt BDS!“ in Kassel war.

Bei der Demonstration waren rund 150 Menschen anwesend. Da der Antisemitismus-Beauftragte von Hessen, Uwe Becker, nicht dabei sein konnte, las Malca Goldstein-Wolf sein Statement vor:

„Lassen Sie mich zwei Aussagen gleich an den Anfang stellen: Wer Guernica und Gaza in eine Reihe stellt, befördert den israelbezogenen Antisemitismus; und wer die antisemitische BDS-Bewegung unterstützt, sollte keine öffentlichen Bühnen mehr in der Zukunft erhalten.

In den zurückliegenden Wochen ist es der documenta fifteen leider nicht vollständig gelungen, den von ihr selbst erzeugten Eindruck zu widerlegen, man würde dem israelbezogenen Antisemitismus mit Hilfe mindestens eines künstlerischen Beitrags mittelbar ein Podium ermöglichen. Trotz aller Bemühungen, gerade auch der Hessischen Landesregierung, bleibt der Eindruck bestehen, dass seitens der documenta leider nicht konsequent genug die notwendige Abgrenzung zu Akteuren und Erscheinungsformen des israelbezogenen Antisemitismus erfolgt.

Die über Wochen schon kritisch bewertete Gruppe „The Question of Funding“ bestärkt mit ihrem Beitrag „Guernica Gaza“ die Kritik zusätzlich. Die künstlerische Gleichsetzung der Verbrechen des faschistischen Deutschen Reiches während des spanischen Bürgerkrieges mit den Handlungen der israelischen Armee lässt kaum Zweifel an der Absicht der Künstlerinnen und Künstler in der Diffamierung Israels zu. Wer Guernica und Gaza in eine Reihe stellt, befördert den israelbezogenen Antisemitismus im Gewande der Kunstfreiheit – und dies muss sich, The Question of Funding‘ zuschreiben lassen.

Es liegt an der documenta, sich für den weiteren Verlauf der Ausstellung umso deutlicher gegen jegliche Form des Antisemitismus zu positionieren und auch Grenzen der Kunstfreiheit aufzuzeigen. Es braucht gerade im Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus ein höheres Maß an Sensibilität. Wir haben in unserem Land leider eine Salonfähigkeit des israelbezogenen Antisemitismus, der gefährliche Orte der Verbreitung von Judenfeindlichkeit schafft, da der Antisemitismus zu wenig Gegenwehr erfährt, wenn er als falsch verstandene Form von Kunst- oder Meinungsfreiheit im Kontext des Nahost-Konfliktes daherkommt. Es braucht endlich eine klare Abgrenzung gegenüber Akteuren und Erscheinungsformen dieser Ausprägung des Antisemitismus.

Mit der Unterstützung oder geäußertem Verständnis für die antisemitische Boykottbewegung BDS, der Diffamierung Israels als Apartheidstaat oder der pauschalen Verurteilung dieses Landes muss endlich Schluss sein. Wer die antisemitische BDS-Bewegung unterstützt, sollte keine öffentlichen Bühnen mehr in der Zukunft erhalten.“

„Wer Israel einen Apartheid-Staat nennt, lügt“ steht auf dem Schild. Eine ausführliche Erklärung zu dieser Aussage finden Sie auf Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „Israel ist kein Apartheid-Staat“.

„Nein zum Judenhass. Nein zum BDS“ steht auf dem Plakat. Eine ausführliche Erklärung zu dieser Aussage finden Sie auf Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „BDS – Eine Kampagne des Hasses“.

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BDS und documenta fifteen – Entscheiden Sie selbst!

In diesem Artikel wird es nicht darum gehen, ob man Künstlerinnen und Künstler, die der BDS-Kampagne nahe stehen, mit deutschen Steuergeldern eine subventionierte Plattform geben sollte. Dieser Artikel wird lediglich erklären, worum es bei BDS geht. Danach können Sie sich eine eigene Meinung zu BDS bilden und entscheiden, ob Sie die documenta fifteen in Kassel mit einem Besuch beehren wollen.

In Israel sind Muslime und Juden Nachbarn. Sie sind einander Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordnete, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute.

All diese Menschen werden von der weltweit agierenden Kampagne des Hasses BDS diskriminiert.

Der Name BDS steht für „Boycott, Divestment and Sanctions“BDS wendet sich gegen ganz Israel und kulturell gegen alles, was israelisch ist. Die Politik von BDS lässt sich auf diese Formeln bringen:

„Kauft nicht bei Israelis!“
„Israel ist unser Unglück!“
„Kein Dialog mit Israel!“

Mit einer Person, die man boykottiert und mit der man nicht redet, kann man keinen Frieden schließen. BDS will keinen Frieden!

Über zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Sie leben in Frieden, Nachbarschaft, Gleichberechtigung, Toleranz und Respekt mit Juden leben. Sie sind alle Israelis und somit auch Ziel der Diskrimierung von BDS. Die Kampagne fordert dazu auf, diese Muslime zu boykottieren und zu sanktionieren, sowie jede Form der Unterstützung mit diesen Muslimen zu kappen.

BDS fordert dazu auf, Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben, so zu behandeln, wie Juden von Judenhassern behandelt werden.

Von allen Ländern der Welt, in denen über zwanzig Prozent der Bevölkerung Muslime sind, ist Israel das Land, in dem die Muslime am freiesten sind. Dennoch boykottiert BDS dieses Land und nicht die vielen anderen Länder, in denen Muslime diskriminiert, verfolgt und getötet werden, wenn sie beispielsweise homosexuell sind, zu einem anderen Glauben konvertieren, die eigene Regierung kritisieren oder Allah in Frage stellen.

BDS richtet sich auch nicht gegen all die Länder, in denen Christen und Juden verfolgt werden, sondern nur gegen Israel, wo Juden, Christen und Muslime die gleichen Rechte haben.

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem alle Bürgerinnen und Bürger sicher in einer Demokratie leben, die es ihnen erlaubt, schwul oder lesbisch zu sein. Gegen diese Menschen richtet sich BDS!

Israel ist das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Die israelische Regierung ist somit die einzige auch von Muslimen und Arabern demokratisch gewählte Vertretung eines Landes im Nahes Osten. Gegen diese Demokratie hetzt BDS.

Ein Judenhasser kritisiert an Juden Dinge, die er bei Nicht-Juden durchgehen lässt. BDS tut genau das. BDS schweigt zu sämtlichen barbarischen Unmenschlichkeiten der Welt, kritisiert aber Israel, weil das Land nicht perfekt ist.

Für BDS muss Israel übermenschlich sein, um existieren zu dürfen. Für den Rest der Menschheit reicht es, menschlich zu sein. Ein israelischer Politiker wird bereits verteufelt, wenn er kein Heiliger ist. Ein arabischer Politiker jedoch wird schon zum Heiligen erklärt, wenn er kein Teufel ist.

Israel ist zwar nicht perfekt, aber es gibt kein Land, das es bei vergleichbarer Gefahr besser macht als Israel. BDS reicht das nicht.

Für BDS ist nur ein perfekter Jude ein guter Jude und nur die guten Juden dürfen bleiben. Das ist die Kampagne des Hasses, für die BDS steht.

Und jetzt entscheiden Sie selbst, wie sie zu BDS stehen und ob Sie die documenta fifteen in Kassel besuchen möchten.

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Stadtführungen mit Gerd Buurmann

Sie haben Interesse an einer Stadtführung mit Gerd Buurmann durch Köln? Hier können Sie einen individuellen Termin vereinbaren: Hier klicken!

Gerd Buurmann

„Statt einfach trockene Fakten „herunterzubeten“, sind seine Touren Darbietungen im Stil eines Straßentheaters, gleichermaßen unterhaltsam wie informativ.“ (Daniela Abels, Kölnische Rundschau, 30. Januar 2021)

Folgende Themen stehen zur Auswahl:

Schalom und Alaaf:

Erstmals wird jüdisches Leben in Köln im Jahre 321 schriftlich erwähnt. Seit dem ist sehr viel passiert in der Stadt am Rhein. Als Kind spielte der Sohn des Kantors an der Kölner Synagoge, Jaques Offenbach, Musik am Neumarkt und Simon Oppenheim spielte im Jahr 1824 und in den folgenden Sessionen die Prinzessin Venetia im Rosenmontagszug.

Heinrich Heine in Köln:

Ein bedeutender Teil des Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine spielt in Köln. Erleben Sie die Verse Heines an den originalen Schauplätzen. Heine streitet sich mit den Heiligen Drei Königen, tröstet Vater Rhein, besingt den Rheinwein und gibt noch viele weitere zum Teil urkomische Einblicke in Köln.

Unser Stammbaum:

Köln ist eine bunte Stadt. Das Eau de Cologne duftet wie Italien nach einem Sommerregen, der Kölner Dom wurde im Jahr 1965 als Moschee genutzt und die Holländer wurden mit Bier auf dem Rhein reich. Erleben Sie die vielfältige und multikulturelle Geschichte Kölns.

Alles fließt:

Die drei bekanntesten alkoholischen Flüssigkeiten Kölns sind Kölsch, Rheinwein und das Eau de Cologne. Was wissen Sie alles über diese drei Flüssigkeiten? Hier erfahren Sie feucht-fröhliche, aber auch erstaunliche Dinge.

Kabarettistische Führung:

Erleben Sie Köln von der komischen Seite. Die Stadt der ewigen Baustellen, in der Blutwurst als Kölsche Kaviar durchgeht, bietet viele Gründe zum Lachen.

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Der Nathan-Komplex

Aktueller Termin: So, 6. November 2022 um 13:30h in der IKG Baden-Baden (4. Etage) auf der Sophienstr. 2 in Baden-Baden.

Der Nathan-Komplex ist mehr als nur ein Vortrag. Es ist ein Kammerspiel über eine zweitausendjährige Beziehung zwischen Christen und Juden mit Texten von Heinrich Heine, William Shakespeare und einigen eigenen originellen Gedanken. Wenn Sie Interesse an diesem Vortrag haben, melden Sie sich einfach unter gerdbuurmann@hotmail.de oder telefonisch unter: 016098520957

„Mit Humor und viel Einfühlungsvermögen versteht es Gerd Buurmann, die Dinge auf den Punkt zu bringen, den Menschen zu vermitteln, sie zum Denken anzuregen. Wir schätzen seine Arbeit, sein Engagement sehr.“ (Chana Bennett und Abraham Lehrer im Namen der Synagogen-Gemeinde Köln)

„Rhetorisch gut strukturiert und mit Hilfe schauspielerischer Einlagen, schaffte Gerd Buurmann es, das komplizierte Thema Antisemitismus auf eine so eingängige und anschauliche Art und Weise darzulegen, dass man in den Gesichtern seiner Zuhörer förmlich sehen konnte, wie sie von Buurmanns Worten zum Nachdenken angeregt wurden.“ (Marc Neugröschel, Hebrew University, Jerusalem)

„Gerd Buurmann ist ein exzellenter Schauspieler, der es versteht, selbst alte, vielleicht sogar antiquierte Texte so zu präsentieren, dass man das Heutige erkennt und die zutiefst menschliche Figur des Dargestellten mitfühlt. Kassische Texte, politische innere Erdbeben und logische Erkenntnis daraus präsentiert er mit Humor und Leichtigkeit. So muss Herzensbildung, so muss Wahrheit sein.“ (Sandra Kreisler, Musikerin und Künstlerin)

„Gerd Buurmann konfrontiert das Publikum aber nicht nur mit triftigen Argumentationen und wenig bekannten Fakten, er zieht es auch emotional in seinen Bann, wenn er sich binnen Sekunden und ohne Kostümwechsel in Shakespeares Shylock verwandelt und so die Zuschauer schmerzlich nah an einem jüdischen Schicksal teilnehmen lässt.“ (Dr. Karl Thönnissen, Volkshochschule Aachen)

„Vorträge über Antisemitismus haben Konjunktur. Gerd Buurmann macht es anders. Ebenso unverhofft wie kurzweilig erzählt er mit glänzender schauspielerischer Leistung über zweitausend Jahre Kulturgeschichte. Der Nathan-Komplex ist vieles. Er wehrt Fehlinterpretationen von Heine ab, lässt zweifeln, aber auch hoffen. Gerd Buurmann ist geistreich. Man muss ihn sehen.“ (Lasse Stodollick, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Bodensee-Region)

„Mit dem „Nathankomplex“ ist Gerd Buurmann etwas Einzigartiges gelungen, das es in Deutschland und womöglich in ganz Europa so noch nicht gibt: die Erklärung für den Judenhass und den Antizionismus, untermalt mit Auszügen aus Gedichten von Heinrich Heine; hauptsächlich aber mit „Nathan der Weise“ und Shylock. Gerd Buurmann brillierte in seinem jüdischen Kammerspiel mit schauspielerischer Hochkunst, bestehend aus jüdischem Humor à la Woody Allen, melancholischen Heine-Versen, kunstvoller Rede und mit wortgewaltigen Shakespeare-Einlagen. (…) Mit großem schauspielerischem Talent, Stand-Up-Comedy-Einlagen und mit Liebe zu historischen und theologischen Details verknüpfte Gerd Buurmann seine Erkenntnisse, vor allem die über das Judentum, zu einem spannenden anderthalbstündigen Thriller.“ (Simone Schermann, Jüdische Rundschau, Oktober 2021)

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