Der ewige Flüchtling

Neutralität ist nicht nur ein Fremdwort im Diskurs rund um den Nahostkonflikt, sie ist sogar zu so einer Minderheitensprache geworden, dass nicht einmal mehr die Helden der Feder, ganz gleich welchen Ranges und welcher Partei auch immer, es merken, wenn ihre Berichterstattungen nur so vor Einseitigkeiten strotzen.

Exemplarisch für die Einseitigkeit, die nicht mehr als solche wahrgenommen wird, möchte ich einen Begriff anführen, der im Diskurs des Nahostkonfliktes mittlerweile als neutrale Vokabel benutzt wird: “Flüchtling”. Ich werde nun zeigen, dass dieser Begriff nur dann logisch benutzt werden kann, wenn der einen Seite etwas zugestanden wird, das der anderen Seite verwehrt wird.

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme ihres unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte.

Im Zuge dieses Krieges kam es zu zwei Flüchtlingsströmen. Der eine Strom bestand aus 500.000 Flüchtlingen, der andere aus 850.000 Flüchtlingen. Interessanterweise ist im heutigen Diskurs rund um den Nahostkonflikt meistens nur noch von dem 500.000 Menschen umfassenden Flüchtlingsstrom die Rede, was schon ein erstes Anzeichen für das Verschwinden des Neutralitätsgebotes ist. Beginnen wir also mit diesen 500.000 Flüchtlingen.

Als im Jahre 1948 Israel gegründet wurde, erklärte die arabische Welt Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren, verließen 500.000 Menschen ihre Heimat; und das obwohl die meisten von ihnen nicht dazu gezwungen wurden, jedenfalls nicht von israelischer Seite – im Gegenteil: Israel bot den Arabern sogar an zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an. Mittlerweile gibt es 1.250.000 arabische Israelis. Es kann somit ohne Probleme gesagt werden, dass viele arabische Flüchtlinge in Wirklichkeit Auswanderer waren, was zeigt, dass das Wort “Flüchtling” eher ein Kampfbegriff ist als eine neutrale Vokabel.

Schauen wir uns nun die oft vergessenen 850.000 Flüchtlinge an: Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während somit in Israel heute 190% so viele Araber leben wie 1948, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, leben in den arabischen Ländern heute nur 0,9% so viele Juden wie 1948. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

Es ist doch interessant, dass in diesem Zusammenhang sehr oft von Vertreibung und Völkermord die Rede ist, damit allerdings nicht die Reduzierung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern auf 0,9% gemeint ist, sondern die beinah Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel. Spätestens hier wird deutlich, dass der Begriff “Flüchtling” eine politische Kampfvokabel ist.

Was geschah nun mit den 850.000 jüdischen Flüchtlingen? Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause, und jene, die Hilfe benötigten im Umgang mit ihrer neuen Flüchtlingssituation, fanden spätestens 1951 bei den Vereinten Nationen Unterstützung. Im Jahr 1951 nahm nämlich die UNHCR-Behörde ihre Tätigkeit auf. Das Hochkommissariat ist mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftragt und ist auch im Bereich der humanitären Hilfe tätig. Die Behörde ist Nachfolgeorganisation des Flüchtlingskommissariats des Völkerbundes. 1954 sowie auch 1981 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis und 1986 mit dem Balzan-Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern ausgezeichnet, da sie erfolgreich dafür sorgt, aus Flüchtlingen wieder Bürger zu machen. Der UNHCR ist somit offensichtlich eine gut funktionierende Behörde. Warum also versagt sie im Umgang mit den arabischen Flüchtlingen?

Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 500.000 Flüchtlingen und Auswanderern mittlerweile über 4,7 Millionen Flüchtlinge geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute Bürgerrechte besitzen, sind die 1,25 Millionen israelischen Palästinenser. Warum also versagt der UNHCR in diesem Fall? Die Antwort ist so einfach wie verwunderlich: weil er für die Palästinenser nicht zuständig ist.

Die palästinensischen Flüchtlinge sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet: UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein temporäres Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Der Hauptsitz des Hilfswerkes war zunächst Beirut, wurde 1978 aufgrund der Unruhen im Libanon nach Wien und 1996 weiter nach Gaza verlegt.

Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, bleibt die UNRWA bestehen. Warum? Was unterscheidet den palästinensischen Flüchtling von allen anderen Flüchtlingen dieser Welt? Warum ist dieser Flüchtling anders als alle anderen Flüchtlinge?

Die Antwort ist im Selbstverständnis der beiden Flüchtlingsbehörden zu finden. Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Palästinenser in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt:

Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die palästinensischen UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus.

Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, können palästinensische Flüchtlinge laut UNRWA Flüchtlinge gebären.

Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung palästinensischer Flüchtlinge in ihrem Gastland.

Zudem erhält die UNRWA drei Mal so viel finanzielle Unterstützung von der UN wie der UNHCR und beschäftigt dreißig Mal so viele Mitarbeiter.

Der Chefredakteur der französischen Zeitschrift „Valeurs Actuelles“, Michel Gurfinkiel, notiert:

„2008 unterstützte die UNRWA 4,5 Millionen [palästinensische] Flüchtlinge bzw. deren Nachkommen. Dafür standen ihr 24.000 hauptberufliche Helfer, zu 99% Palästinenser, zur Verfügung. Ihr zweijähriges Budget betrug 1,09 Milliarden Dollar. Das macht etwa 500 Millionen Dollar jährlich. Im selben Jahr verfügte der UNHCR für alle anderen ‚Flüchtlinge, Verschleppten und Heimatlosen’ dieser Erde – also für 32,9 Millionen über 116 Länder und 5 Kontinente verstreute Personen – über nur 6.260 hauptberufliche, aus zahlreichen Ländern stammende Helfer. Sein jährliches Budget belief sich 2008 auf 1,09 Milliarden Dollar, 2009 auf 1,1 Milliarden Dollar. Mit anderen Worten, ein Drittel des UN-Gesamtbetrags zugunsten der Flüchtlinge und 79,3 % des Hilfspersonals gingen 2008 an eine einzige einschlägige Bevölkerung oder 12,0 % aller Flüchtlinge: die Palästinenser.“

Während also der UNHCR mit weit weniger Mitteln erträgliche Lösungen für zig Millionen Flüchtlinge gefunden hat, konnte die UNRWA bisher mit deutlich mehr Mitteln keinem einzigen palästinensischen Flüchtling zu einer Staatsbürgerschaft verhelfen. Im Grunde gibt es bisher nur ein einziges Gebilde, das dafür sorgt, dass Palästinenser Menschen mit Bürgerrechten werden: Israel!

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, das die Menschenrechte der Palästinenser garantiert.

1,25 Millionen arabische Israelis gibt es bisher. Was aber ist aus den 500.000 Arabern geworden, die Israel verlassen haben? Sie leben in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben.

Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 500.000 Flüchtlingen 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge geworden. 4,7 Millionen Menschen, denen unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt wird. 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge, die nicht das Glück haben, zu den 1,25 Millionen Palästinensern zu gehören, die in einem Land leben, das mit ihrem Wunsch auf Freiheit verbündet ist: Israel!

Bis auf Israel scheint sich niemand wirklich um das Wohl der Palästinenser zu sorgen. Warum? Welches Interesse können die arabischen Länder haben, Palästinenser zu ewigen Flüchtlingen zu verdammen? Eine Antwort hat der Präsident Ägyptens schon am 1. September 1960 gegeben: “Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der UN sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit die arabischen Regime die besetzten jüdischen Gebiete räumen.

Wem diese Forderung zu radikal ist, der muss eingestehen, dass sie ebenso radikal ist, wenn es um palästinensische Flüchtlinge geht. Die ständige Rede von palästinensischen Flüchtlingen ist nichts als pure Einseitigkeit, die jedoch leider zum Mainstream geworden ist.

Der ewige palästinensische Flüchtling nutzt nur einer Gruppe: den Feinden Israels.

Ralph Galloway, ein ehemaliger Vorsitzender der UNRWA, hat im August 1958 selbst behauptet: “Die arabischen Länder wollen das Flüchtlingsproblem nicht lösen. Sie wollen es als offene Wunde behalten, als einen Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel. Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.”

Den arabischen Führern und nicht wenigen Nahostexperten ist das Wohl der Palästinenser egal. Israel nicht! Was Israel den Palästinensern bisher angeboten hat, hat noch keine arabische Nation jemals den Palästinensern geboten. Die meisten Bürgerinnen und Bürger Israels wissen halt aus eigener Erfahrung, wie gefährlich es ist, wenn die Umwelt einen zum ewigen Flüchtling abstempelt.

***

Mein besonderer Dank gilt Matthias Stöhr für das Korrekturlesen.

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153 Antworten zu Der ewige Flüchtling

  1. Eliyah schreibt:

    Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, dass die Menschenrechte der Palästinenser garantiert.

    Das ist ein s zu viel im dass.

  2. Martin Lürßen schreibt:

    Da kann ich mich Eliyah nur anschliessen. Habe selten eine so gute Zusammenfassung der Misere gelesen.

  3. poolzone schreibt:

    Applaus Herr Buurmann. So einfach kann es also sein: Nicht der Jude ist an allem schuld, sondern der Araber.
    Simcha Flapan würde sich im Grab umdrehen…

    • hansi schreibt:

      Simcha Flapan würde sich im Grab umdrehen…

      weil er zugeben müsste dass er keine Mythen aufgedeckt sondern geschaffen hat!

    • Aristobulus schreibt:

      Wie Poolzone da den Antisemitismus umdreht und ihn Buurmanns Artikel verkehrtrum unterlegt, das soll wohl schlau intendiert sein, ist aber nur ein denkwürdig dämlicher Versuch.

      • hansi schreibt:

        oder mit Poolzones Worten: Ist der Jude Schuld wird es kompliziert,
        ist der Araber schuld, lass man gut sein.

        Wie heisst es so schön: Hat der Jude erst recht Recht gibt es erst recht Schläge!

      • poolzone schreibt:

        Nö. Dämlich wäre es bei einem Streit zwischen zwei Parteien einer Partei die alleinige Schuld am Streit zu geben und sich dabei auf die Aussagen der anderen Partei zu verlassen.

        • Martin Lürßen schreibt:

          Genau das ist ja das Anliegen Burmanns. Denn bisher wird die Schuld ja ausschließlich bei den Israelis gesehen.

          • poolzone schreibt:

            Dann muss ich Herrn Buurmann falsch verstanden haben. Der Absatz, beginnend mit “Als im Jahre 1948 Israel gegründet wurde…” sagt meiner Meinung nach aus, dass die meisten Palästinenser freiwillig bzw. ausschließlich durch das Handeln der geeinten arabischen Macht ihre Heimat verlassen haben.
            Zu diesem Thema gibt es etliche Bücher, die die oft propagierte Behauptung einer jüdischen Untätigkeit dahingehend wiederlegen und mit dem angeblichen panarabischen Bündnis aufräumen.

          • Aristobulus schreibt:

            “Aufräumen”? Nichts da. Sie beziehen sich auf einschlägige Bücher, weil die Ihnen in den Kram passen. Von jüdischer Untätigkeit kann vollends keine Rede sein, es waren die Israelis, nicht “die Juden”, Sie Taktierer vom wohlfeilen Ufer.

            Ob Sie nun verdrehen oder abwiegeln oder nicht, wen interessiert’s? Die Israelis mussten sich seit ’48 fünf- bis sechsmal gegen Angriffskriege verteidigen, und der nächste kommt bestimmt.
            Das werden Sie dann anders sehen. Nu, wenn’s schee macht.

          • A.mOr schreibt:

            „Wenn man einen Arsch rasiert und glattpoliert, dann stinkt er immer noch aus seinem Loch.“ (dba)

          • poolzone schreibt:

            Auch wenn es Ihnen nicht passt. Aber es gab zur Zeit des israelischen Unabhängigkeitskriegs nunmal keine panarabischen Interessen. Die arabischen Staaten waren zerstritten und verfolgten ihre eigenen Ziele.
            Ihr zweiter Punkt bzgl. einer israelischen statt jüdischen Untätigkeit ist deswegen schon Blödsinn, weil es bedeuten würde der Krieg hätte seinen Ursprung ausschließlich nach der Staatsgründung. Und selbst wenn es so wäre, wären die israelischen Handelnden trotzdem Juden gewesen.

          • Aristobulus schreibt:

            Ach so, die Juden wieder. Na, dann.
            Ihre Bücher, welche auch immer, und dabei die schlechtesten, haben Sie also auch schlecht durchgelesen. Sonst wüssten Sie, dass es ‘panarabische Interessen’ seit Mohammeds Zeiten gibt, verstärkt seit den Hoffnungen auf den Madhi im 19. Jahrhundert, und erst Recht gibt es sie seit den arabischen Nationalismen in den zwanziger Jahren. Mal von Sayyid Qutb gehört? Von der Moslembruderschaft?

            Arabische Staaten sind übrigens meist zerstitten, ach Neuigkeit. Einer bringt den Anderen um, ganz platt gesagt (“die Regeln von Hama”). Folglich müssen da die Menschen leiden.

            Der Krieg von ’48 hatte seinen Ursprung in der Weigerung der arabischen Staaten, die sich einig waren, Israel nicht anzuerkennen. Woraufhin sie sofort vereint angriffen.

            À propos, was wollen Sie hier? Das Pferd ab initio aufzäumen? Jaja, fangen Sie man ab 1948 an. Sobald man Sie widerlegt hat, bestreiten Sie das Pogrom von 1929. Dann bezweifeln Sie, dass es Antisemitismus gibt. Lassen Sie’s bleiben

          • Silke schreibt:

            ist ein bißchen verwirrend und ich hab’s obendrein beim Einkaufen gehört, aber so viel habe ich mitgekriegt. Die Iraker (Kurden, Shiiten, Sunniten und vielleicht die anderen auch) haben gemeinsam einen Aufstand hingekriegt. Daraufhin waren sich die Westler in Cairo? sicher, daß die auch Einigkeit hinkriegen würden und planten entsprechend.

            Auch wenn dieser ein bißchen anfängerisch wirkt, bin ich doch bei solchen Vorträgen immer verblüfft, wie nie wir etwas von dem hören, was die Franzosen so trieben, aber daß Churchill Ländergrenzen mit’m Lineal gezogen hat, das wissen und sagen alle.

            http://thehistorynetwork.org/blog/2011/11/07/1109-the-formation-of-iraq-part-2-gertrude-bell/

            The Formation of Iraq Part 2: Gertrude Bell

            (ich habe ne biografie von ihr gelesen http://www.amazon.de/Desert-Queen-Extraordinary-Gertrude-Adventurer/dp/0753802473/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1326409351&sr=8-4

            Sas für’n Dorschenanner. So etwas hat es natürlich später nie mehr nirgendwo gegeben.

          • Aristobulus schreibt:

            Hahaaa, daraufhin wird er erstmal lang und länger überlegen müssen, wie Du das in dem Zusammenhang meintest, denn er geht wahrscheinlich von der ergeborenen Natur aller arabischer Ataaten (der sogenannten) aus, wohingegen Israel bekanntlich ein künstlich geschaffenes Gebilde auf fremdem Boden sei.
            Abstreiten wird er’s, weil er es sich nicht bewusst macht

          • Aristobulus schreibt:

            Staaten

            [man sollt' nicht mitten in der Nacht was über Staaten tippen, das ergibt dann leicht n Attentat ]

          • poolzone schreibt:

            Sie haben keine Ahnung von welcher Literatur ich spreche, wissen aber ganz genau, dass es schlechte Literatur ist und ich sie zudem nicht gut gelesen habe. Aaaachsooo!

            Mal abgesehen davon, dass ich den Autor oben aufgeführt habe, frage ich mich wie kindisch jemand diskutieren kann. So wie Sie argumentieren sollte man Israel einen Heiligenschein verpassen und Sie, ob Ihrer unantastbaren Allwissenheit (über sämtliche Jahrhunderte und Regionen hinweg), mit einem Nobelpreis für Universalwissen auszeichnen. Lächerlich!

          • poolzone schreibt:

            Da weder Sie Amor, noch Sie Aristobulus Fakten liefern, weshalb das Buch denn nicht ernst zu nehmen sein soll, werte ich Ihre Kommentare als schrilles Gekeife um von ebenjener Argumentationslücke abzulenken.

            PS: Ich finde es übrigens sehr schade, dass solche Diskussionen stets in Beschimpfungen oder eher unwürdigen Gepfolgenheiten münden.

          • Aristobulus schreibt:

            War ohnehin klar, was Sie wie werten würden wollen mögen oder täten konnten. Usf.

          • A.mOr schreibt:

            → poolzone
            „…weder Sie Amor, noch Sie Aristobulus Fakten liefern…“
            Was nutzt es einem Heuchler und Nix-Versteher Fakten zu liefern, wo er seine eigenen „Fakten“ doch längst mit dem verbalen Schwert durch die Gegend haut? Sie sind nicht an Wahrheit interessiert, sondern nur daran, uns, Israel, den Juden den Strick zu drehen…
            Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld, Troll!

          • poolzone schreibt:

            Schlachtfeld? Wir sehen uns garantiert nicht auf einem Schlachtfeld. Allerhöchstens auf dem Schlachtfeld der Worte. Und darauf sind Sie offenbar zu schwach, um mit Argumenten gewinnen zu können. Fatzke!

          • A.mOr schreibt:

            Ehrlichbn, ich habe nach Ihnen auf dem Schlachtfeld gesucht. Wer suchet der findet, hier sind Sie also! Alles munter? Und nun weiter mit Geschichtsklitterung? T- :roll: :P

          • A.mOr schreibt:

            Der einzige, der sich hier als zwar „böse“ Lächerlichkeit aufführt, das ist eine ‘poolzone’.
            Was auch immer Sie gelesen haben mögen, die Art und Weise ihrer Argumentation ist schlicht verräterisch, und daß sogenannte „Wissenschaftler“ (manchmal sogar jüdischer Herkunft) solchen Schund schreiben, der ihre Karikatur zu bestätigen geeignet ist, das liegt auf der Hand.

            Sie haben ein vorgefaßte Meinung.
            Das ist daran gut zu erkennen, daß Sie sie von sich geben.

            Diese Art von „Wissen“ ist uns nur allzubekannt. Ob nun eloquent oder primitiv vorgetragen.

          • Aristobulus schreibt:

            Nu, lieber A.mOr, er hat halt ein Buch von einem Simcha Lapan gelesen (heißt das nich ‘läppische Freude’?, es dünkte mir so) und er glaubt nun, alles zu wissen.
            Vor paar Jahren ging doch was durch die Presse (ach, durch die geht immer Einiges, oben hinein und unten raus), da soll eine israelische ex-Ministerin gesagt haben, dass man mit den arabischen Staaten anno ’48 hätte verhandeln können. Oder so. Wenn’s das denn war. Eine einzige ex-Ministerin von wer weiß wie vielen sonst wohl ganz Vernünftigen hat das irgendwo gesagt. Vielleicht wegen des Wetters, zu heiß oder so? Die deutsche Presse stürzte sich auf die Prominentenmeinung. Die mehr zu sagen nicht hatte, auch nicht darüber, und balde ward sie vergessen.

            Das Missverhältnis in puncto Bücher ist ja noch viel krasser. Es gibt wahrscheinlich aberhunderte. Da ist für jeden was dabei. Wer’s krass will, liest dann Gideon Levy, Amira Hass, oder, wenn er dazu einen schlechten Geschmack hat, liest er Abraham Melzern. Und wer’s ganz krass will, liest halt die Protokolle der Weisen.

          • Silke schreibt:

            apropos – ich lese gerade Abba Eban Personal Witness – ich bin jetzt kurze Zeit nach der UNO-Resolution – welch ein haarsträubendes Durcheinander – und später kommen dann Historiker und tun was sie müssen, sie fertigen Kurzfassungen an, gestalten Rote Fäden usw.

            Doris Lessing hat im Goldenen Notizbuch den Versuch gemacht, ihre Protagonistin einen einzigen Tag mit allem aufzuschreiben und ist natürlich gescheitert. Somit hat also auch Abba Eban schon zwangsweise auswählen müssen, genauso wie es Golda Meir, Moshe Dayan, Teddy Kollek und Menachem Begin getan haben, um nur die zu nennen, die ich gelesen habe. Und dann ist da Yaacov Lozowick’s Plädoyer Right to Exist und der faßt zusammen, wie es ein gelernter Historiker eben so tut und obwohl mir vieles in Eban’s Buch jetzt ganz neu ist, finde ich hat Lozowick einen guten Roten Faden gesponnen.

            Andere spinnen Rote Fäden aus anderem Material und da gibt es ja wohl reichlich. Wem soll man glauben? Bei Lozowick bin ich überzeugt, daß er zur Unehrenhaftigkeit nicht fähig ist, somit glaube ich seinem Buch. Falls Fehler drin sind, sind es keine gewollten.

            Bücher, die der arabischen Sicht Glaubwürdigkeit verschaffen wollen, leiden von vornherein unter dem Handicap, daß praktisch nix in den arabischen Archiven zugänglich ist – und was ist ein Historiker ohne Archiv?

          • Aristobulus schreibt:

            Wohingegen grad jetzt in den letzten Jahren (odr schon länger) dieser Ansatz mit dem Narrativ in Mode gerät, so etwas Postmodernes, nach dem man die Wahrheit irgendwie im Bauch fühlt, und wehe, Du kritisierst oder bezweifelst meine, damit diskriminierst Du mich dann.
            In Mode ist auch Querdenkerei, die nirgendwohin führt (etwa Solvoj Zizek, dieser Ausbund von ressentimentgeladenem Fantasismus, oder Robert Misik, der auch andauernd sowas macht, von nichts eine Ahnung habend. Selbst Götz Aly, der ungleich mehr weiß, macht bei Umwegen, nur weil sie Umwege sind, immer wieder mal mit).

            Und da ist diese Mode der Flucht in Paralleluniversen, in denen es keinen Boden mehr unter den Füßen gibt. Etwa die Behauptung, die im letzten Jahr bei Philosophen grassierte, dass die Opfer der Schoah als Muslime starben. Doch! Wurde so geschrieben. Wer weiß, in wie vielen Proseminaren einer dann drüber quatschte. Weil einer der Philosophen mal davon gehört hatte, dass der Lager-Slangausdruck für einen Fast-schon-Toten “Muselmann” war… und sie nahmen es Ernst und wollten nichts verstehen, drehten es sogar ins Gegenteil

          • Silke schreibt:

            auch die Narrativ-Mode bringt gute Sprösslinge hervor, in dem sie die Stimmen von Zeitzeugen in all ihrer möglicherweise fehlerhaften Erinnerung kurz vor Ultimo noch angefangen hat zu retten.

            Ich bin gerade mit einem Gespräch fertig, das eigentlich bekannte Tatsachen in neue Ebenen des Grauens katapultiert. Ich hoffe sehr, daß das Buch dem Niveau des Gesprächs entspricht.

            http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/zwoelfzweiundzwanzig/201111/165557.html

          • Aristobulus schreibt:

            Da hast Du Recht, Silke – ja, sofern man sich bei den Narrativen im klaren ist, dass sie mehr den Erzählenden selbst als die Sache abbilden. Manche Narrative sind dann sehr merkwürdig, etwa die auch Gaucksche Aussage, “man hat ja von nix gewusst”, oder “Opa war kein Nazi” (ein gleichnamiges Buch über den deutschen Narrativ, kennst Du bestimmt).

            Über das Thema Deiner Inforadio-Seite gibt es eine Zeugenaussage aus der Baracke 10… “Flora Neumann: Erinnern, um zu leben” – noch antiquarisch zu belommen. Ich kannte die Autorin gut. Sie musste Mengele über sich ergehen lassen.
            – Dieser Narrativ bildet die Wirklichkeit ab, jedoch der andere, beschönigender- oder abstreitenderweise, verweigert sich meist. Wie soll man das bloß verstehen?

      • A.mOr schreibt:

        Aristobulus (schreibt: Januar 13, 2012 um 4:25 am )
        (Scusi, da oben ist’s so eng geworden, also etwas runter „zu Poden“!)

        „…Mode der Flucht in Paralleluniversen…“ Da sprichst Du wirklich was gescheites an.
        Ich soch Dir, mit „Paralleluniversen“ sollte man sich nie „modisch“ oder sonstwie „expertisch“ aufführen, wenn man nicht selbst in solchem geboren ist, naturgegeben sozusagen geschieht das dann jedoch erst garnicht….
        Wenn die Leute nur wirklich verstehen könnten, welchen Blödsinn sie von sich geben, die Schamesröte würde ihnen die Knie wacklig werden lassen. Ganz so, wie eben die physische Konsistenz von Wackelpudding dem Gehalt ihrer Rede entspricht.
        Paralleluniversum, das ist eine ganz andere Dimension, und mit der Philosophie ist es ein stückweit so wie mit der Religion, man kann sie nicht erlernen (auch nicht mit Doktorsummacumlaude), wenn man nicht bereit ist, selbst der Sinn der Sache zu sein. Wie war noch diese hübsche, ja treffende Beschreibung, die eine Freundin von uns abgab/rezitierte: „Religiöse Menschen wissen dass Gott sie beschützt, Extremisten meinen Gott beschützen zu müssen.“ Eine Philosophie für sich.

        Mag sein, ein wenig quergedacht? :P

  4. AndreasTT schreibt:

    Chapeau! Dieser Beitrag ist sämtlichen sog. Israelkritikern dringend zur Lektüre empfohlen.
    Ich habe ihn mir gleich gesichert, um ihn bei den Mitbürgern einzusetzen, die sich informieren und nicht nicht nur ihre Ressentiments ausleben wollen.
    …oder man photoätzt ihn auf Metallfolien, um ihn dann den zeitgenössischen Antisemiten um die Ohren zu hauen ;-)
    …da meiner Erfahrung nach diesen mit Argumenten nicht beizukommen ist …leider :-(

  5. peter schreibt:

    “Der ewige palästinensische Flüchtling nutzt nur einer Gruppe: den Feinden Israels.”

    Nicht ganz korrekt: Er nutzt auch denjenigen Beamten, denen er – unabhaengig von ihrer Einstellung – in der UNRWA ein sicheres Poestchen verschafft. Die UNRWA hat ein Budget von 2,1 Milliarden Dollar (Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/UNRWA – zum Vergleich: Das ist laut http://www.unicef.org/about/execboard/files/2011-ABL2_Institutional_Budget_for_2012-2013-ODS-English.pdf mehr als doppelt soviel wie das Budget von UNICEF!!!). Das duerfte sich schon lohnen, wenn man bedenkt, was fuer ein notorischer Korruptions-, Verschwendungs- und Verutreuungssumpf die UNO ist.

    • quisa schreibt:

      @Peter: In der Tat, den Aspekt sollte man nicht außer Acht lassen. Auch wenn UNHCR allgemein weltweit sehr wichtige und unverzichtbare Arbeit leistet haben natürlich die Mitarbeiter auch immer ein Interesse daran, dass ihr Arbeitsplatz bestehen bleibt.
      Ich habe mal für 6 Monate bei einer NGO in Südafrika gearbeitet, die Lobbyarbeit für die Interessen von Flüchtlingen betreibt. Dort arbeiten größtenteils Menschen, die selbst als Flüchtlinge nach Südafrika gekommen sind. Im Rahmen von Fundraisingaktionen für verschiedene Projekte wurde von Verantwortlichen des UNHCR deutlich gemacht:
      Wir werden euch in dieser Hinsicht nicht unterstützen, sonst würden wir ja schließlich unseren eigenen Job aufs Spiel setzen…lol…aber so ist das eben.

      @Gerd: Der Nahostkonflikt ist nicht unbedingt mein Spezialgebiet, von daher eine Frage:
      Ist es wirklich so, dass die 850.000 Juden aus den Arabischen Ländern alle vertrieben wurden bzw. politische FLÜCHTLINGE sind? Also Menschen, die das Land aufgrund politischer Verfolgung durch den Staat oder auch nichtstaatliche Gruppen verlassen mussten? Oder fallen unter die 850.000 auch Migranten, die eher freiwillig emigrierten, weil es von nun an die Möglichkeit gab, im neuen Staat Israel zu leben? Gab es in den Jahrzehnten nach der Gründung Israels in all den arabischen Staaten gezielte politische Verfolgung oder gab es auch Länder, in denen es von seiten des Staates zwar keine Verfolgungen gab, die Juden aber aus Gründen des hohen Antisemtismus sich verständlicherweise zur FLucht entschlossen?
      Thanks

      • Yael schreibt:

        Allein 700 000 mussten während des Unabhängigkeitskrieges flüchten. Das die es nicht freiwillig taten, kann man sich denken.

        http://www.hagalil.com/archiv/2010/03/04/arabische-juden-2/

        “So gab es grausame Pogrome gegen die Juden. Während eines solchen Pogroms (bekannt unter dem Namen „Farhud“), das sich an den Shavuot-Feiertagen des Jahres 1941 ereignete, wurden 135 getötet und Hunderte verletzt. In Libyen wurden im November 1947 133 Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet und 400 verwundet. Im jemenitischen Aden wurden im selben Monat 100 getötet und Unmengen mehr verletzt. Nach der Gründung des Staates Israel wurden über Nacht Massen von Juden aus Ägypten vertrieben. Diese und andere Pogrome, die tatsächlich in jedem arabischen Staat stattfanden, führten letztlich zu illegalen Massenhinrichtungen von Juden. Die Juden ließen ihr Land und ihren Besitz zurück sowie das Eigentum ihrer uralten jüdischen Gemeinden: Schulen, Synagogen, Krankenhäuser, Prophetengräber und mehr. Die arabischen Regierungen übernahmen all das Eigentum und benutzten es für ihre Bedürfnisse. [...]”

        http://www.david.juden.at/kulturzeitschrift/70-75/74-becker.htm

        • Silke schreibt:

          wie schön, wie wunderschön, daß noch jemand außer mir diesen unverzichtbaren Blog empfiehlt.

          und als Zusammenfassung empfehle ich das hier aus Yaacov Lozowick “Right to Exist”
          Seite 110:
          “All of the Jews of the Arab world left their homes, effectively implementing an exchange of population such as was standard elsewhere in the late 1940s.”

          Außerdem sollte man immer im Hinterkopf behalten, daß arabische Archive weitestgehend unzugänglich sind und wir, so lange sich das nicht ändert, den Flüchtlingen glauben müssen und die sagen wohl in ihrer überwältigenden Mehrheit, daß sie nicht freiwillig gegangen sind.

          Es gibt auch noch eine Seite “A Picture a Day”, wo es immer wieder Bilder auch von diesen verschwiegenen Flüchtlingen zu sehen gibt. Viele, viele, viele kamen mit nix, weil ihre vorherigen Heimatländer ihnen nicht erlaubt haben, ihren Besitz mitzunehmen.

          http://www.israeldailypicture.com/

          und als Kurzfassung von dem riesigen Thema gibt es natürlich das Dany Ayalon Video

          • Yael schreibt:

            Und Quisa, helfen dir die Links weiter oder war das nur eine rhetorische Frage? Eine Reaktion wäre schon schön gewesen.

          • quisa schreibt:

            Hallo, danke ich werde mir die alle noch durchlesen. Wenn ich sie alle durchgegangen habe, werde ich auf jeden Fall noch ein Feedback geben. Ich muss jetzt erst noch weiterarbeiten….

          • quisa schreibt:

            Hallo, ich habe den Artikel aus dem haGalik und den aus dem David jetzt gelesen. Beide Artikel bringen viele Informationen zur Situation der arabischen Juden. Zwar weiß man, dass Juden in den Jahren nach der Gründung Israels aus den arabischen Ländern geflohen sind, dennoch hört man nur sehr sehr wenig darüber in detaillierter Form. Unbestreitbar ist wohl, dass diese Menschen als Flüchtlinge zu bezeichnen sind. DIe FOrderung an arabische Staaten nach Entschädigungsleistungen für diese Flüchtlinge ist absolut verständlich und auch zu unterstützen. Gerade wie Zvi Gabai es ausdrückt, klingt diese Forderung auch sehr diplomatisch.
            Es stellt sich natürlich die Frage, ob man die berechtige Forderung an arabische Staaten nach Entschädigung für die arabischen Juden mit in Verhandlungen mit Palästina einbeziehen könnte, da es sich dabei um völlig andere Staaten handelt, auf deren Entscheidungen Palästina keinen direkten Einfluss hat.
            Es sollte auf jeden Fall auf eine Entschädigung der jüdischen Flüchtlinge gedrängt werden. Angesichts der Zerstittenheit der einzelnen arabischen Staaten könnte ich mir allerdings vorstellen, dass es sehr schwierig ist, diesbezüglich zu einem einheitlichen und verbindlichen Ergebnis zu gelangen.

          • quisa schreibt:

            Nicht so ungeduldig sein, bitte;)

  6. andreh schreibt:

    der blog-beitrag ist ein augenöffner, natürlich nur, wenn man nicht krampfhaft die augen geschlossen hält.

    @quisa, schade das ihnen, wie üblich, nichts zu den zuständen der palis in den arabischen flüchtlingslagern einfällt, dafür aber die frage in den raum werfen (müssen), ob denn bei den hunderttausenden jüdischen flüchtlingen nicht doch auch welche freiwillig gegangen sind, als ob das irgendwas ändern würde. genauso könnten sie hervorheben, dass ja bei machtergreifung der nazis der jud am anfang noch freiwillig gegangen ist, auch hier gilt, als ob das irgendwas ändert. für mich entlarvend diese konstruierte fragestellung, verschleiert durch scheinbar echtes interesse…..

    • quisa schreibt:

      Danke für die Analyse, Herr Dr. Psych Andreh, aber Sie liegen mal wieder falsch. Natürlich ist auch jemand Flüchtling, wenn er durch nicht staatliche Akteure verfolgt wird bzw. möglicherweise bedroht wird und der Heimatstaat nicht in der Lage ist ihn/sie zu schützen. Und zwar ist dies auch entsprechend der offiziellen internationalen Flüchtlingskonvention so bestimmt. Ich habe in keinster Weise ausgedrückt, dass Personen, die durch nicht-staatliche Akteure oder Furcht vertrieben sind, keine Flüchtlinge seien. Nicht hinter jeder Interessensfrage muss gleich eine politische Positionierung stehen, lieber Andreh. Sie können daher mit Ihren paranoiden Unterstellungen gerne aufhören…
      Die Frage danach, ob einige der Personen auch reguläre “Migranten” anstatt “Flüchtlinge” waren, bezog sich darauf, ob einige evtl. aus anderen Gründen als der Angst vor Verfolgung emigrierten, beispielsweise aus idealistischen Gründen.
      Ich kam darauf, weil neulich in einer TV-Sendung über Marokko behauptet wurde, es habe dort angeblich keinerlei Drohungen gegen Juden gegeben und diese seien aus anderen Gründen nach Israel gegangen. Ich war da höchst skeptisch und kann mir das um ehrlich zu sein nicht ganz vorstellen, aber nachprüfen konnte ich das bislang noch nicht. Daher meine Frage, ob hier zufällig jemand passende Artikel kennt.
      Danke auch nochmal für die gerade geposteten Links

      • Aristobulus schreibt:

        Quisa, bei http://jewishrefugees.blogspot.com (der Link steht schon weiter oben) könntest Du was finden.
        Ein Freund von mir ist Marokkaner aus Rabat, er musste mit seiner Familie 1959 fliehen: Nicht aus Idealismus (das wäre Aliah), sondern aus Angst vor Verfolgung und wegen der Verfolgung selbst, denn das lässt sich nicht voneinander trennen. Sie hatten dort seit Jahrhunderten gelebt.

        • quisa schreibt:

          Danke für den Link, Aristobulus! Mir erschien die Geschichte darüber, dass es in Marokko keinerlei Verfolgungen und Drohungen gab, doch etwas unglaubwürdig.

          “sondern aus Angst vor Verfolgung und wegen der Verfolgung selbst, denn das lässt sich nicht voneinander trennen. ”

          Da stimme ich absolut mit dir überein. Die begründete Furcht vor Verfolgung ist bereits ein absolut nachvollziehbarer Grund für eine Flucht. Leider wird dies noch immer von vielen Mitarbeitern der EInwanderungsbehörden rund um den Globus nicht so gesehen, obwohl dies bereits eine Begründung ist, jemanden seinen Flüchtlingsstatus anzuerkennen.

      • andreh schreibt:

        ich liege bei ihnen (politisch), quisa, immer genau richtig, dass ist es, was sie dann so auf die palme bringt. leider gehen die anderen nicht darauf ein, hier wird erst gebrüllt, wenn einer “scheiss jude” sagt, man lässt sich halt doch gern besäuseln.

        ich wiederhole gerne nochmal den kern meiner kritik an ihrer “frage” indem ich sie zitiere (mit einer erweiterung in klammern, die deutlich machen soll, worauf ich hinaus will):

        quisa “Die Frage danach, ob einige der Personen auch reguläre „Migranten“ anstatt „Flüchtlinge“ waren, bezog sich darauf, ob einige evtl. aus anderen Gründen als der Angst vor Verfolgung (aus Deutschland im Jahre 1933) emigrierten, beispielsweise aus idealistischen Gründen.”

        “einige personen”, “reguläre migranten”, andere gründe”…., was spielt das für eine rolle (damals, heute, hier und dort)? die frage ist für mich sehrwohl politisch eingefärbt.

        und jetzt dürfen sie gerne wieder persönlich werden, erwarten sie aber keine weitere antwort…….

        • Silke schreibt:

          andreh

          da Du gern Unterstützung möchtest, natürlich habe ich quisa’s Frage als genauso scheinheilig und tendenz gefärbt verstanden wie Du. Und bestätigt wurde das als er/sie im Nachschlag mit der Marokko ausm Fernsehen Geschichte rausrückte.

          Leider kennt man seine Pappenheimer nur allzu gut, denen es nur darum geht, Israel was am Zeug zu flicken. Leider gibt eszu viele quisas im Netz und manchmal fehlt die Zeit und auch die Energie, darum habe ich meine Links als Antwort zu hansi reingestellt, weil ich z.B. nicht erwarte, daß quisa, Versprechen hin, Versprechen her, sich schlau machen wird und wenn, dann ganz bestimmt nicht bei Quellen, denen ich zu vertrauen gelernt habe.

          Schau Dir das Beispiel von Tim und Ebitus an – wollen wir ne Wette abschließen, daß keiner mit seinem oder seinen Pauschal-Anklage-Fällen je rüberkommen wird?

          Sie haben’s probiert, ihren Müll abgelassen und damit ist’s gut. Nu sitzen se zuhause im Lehnstuhl und lachen sich ins dämliche Fäustchen.

          • hansi schreibt:

            Silke,

            Sie haben’s probiert, ihren Müll abgelassen und damit ist’s gut. Nu sitzen se zuhause im Lehnstuhl und lachen sich ins dämliche Fäustchen…

            Auch ein Lehnstuhl schützt nicht vor Dekubitus …..

          • Aristobulus schreibt:

            Silke, Quisa hat nachgefragt, nicht?, er liest sich jetzt ein. Der fragt nach. Find ich gut. Andere tun das nicht, denn die wissen schon alles…

          • Silke schreibt:

            falls ich mich geirrt haben sollte, werde ich mich gern entschuldigen, aber tut mir leid, die Art der Frage berührt mich als allzu wohl bekannt. Falls Quisa die Ausnahme sein solte, würde mich rundum freuen.

          • Silke schreibt:

            Hier ist eine Teilentschuldigung.

            Ich habe gerade mal überprüft, wie es mit Marokko war, denn abgesehen von dem was sich, vermutlich dank Ausstrahlung des Frühlings, als Entwicklung abzeichnet, galt Marokko als judenfreundlich. Es soll in Fez sogar eine Plakette zur Erinnerung an Maimonides geben, wobei offenbar verschwiegen wird, daß Maimonides lt. Sherwin Nuland’s Biografie alldorten angeklagt wurde, ein heimlicher Jude zu sein. Nur das Zeugnis eines Freundes, er sei ein echter Muslim, soll ihn gerettet haben.

            http://en.wikipedia.org/wiki/Jewish_exodus_from_Arab_and_Muslim_countries#Morocco

            Es gibt natürlich andere Info-Seiten, aber ich fange nun mal gern bei Wikipedia an, weil da schon jemand fleißig Links gesammelt hat.

            Im Detail kenne ich mich, s.o., auch nicht aus, ich verlasse mich da auf Infos der beiden Flüchtlinge, die ich “kenne”.

            In Anbetracht all dessen habe ich Wikipedia nach Marokko befragt und diese Seite gefunden, die, zumindest auf den ersten Blick, keine deutsche Entsprechung zu haben scheint. In der Tat wenn ich auf Deutsch frage, wird mir als Erstes zum Thema der bereits oben verlinkte Text angeboten.

            http://www.david.juden.at/kulturzeitschrift/70-75/74-becker.htm

            Und das ist die Teilentschuldigung. Diese mittlerweile auf Anglo überall zu findenden Infos haben es noch nicht richtig über die Sprachbarriere geschafft.

          • quisa schreibt:

            @Silke: Da du dich hier sehr sachlich ausdrückst, nehme ich das von mir gestern Abend zu dir gesagt selbstverständlich ebenfalls zurück:)
            Nochmal, ich habe gar nicht behauptet, in Marokko habe es keine Verfolgungen von Juden gegeben. Im Gegenteil, ich habe gesagt, dass ich da eher skeptisch bin und ich mir das NICHT ganz vorstellen kann.
            Und nach einigem recherchieren in dem mir von Aristobulus empfohlenen, sehr interessanten Link, revidiert sich auch das Image des damals angeblich eher judenfreundlichen Marokkos.

            http://www.santacruzsentinel.com/opinion/ci_18633104

            Diese Erfahrungsbericht eines marokkanischen Juden, der 1961 als Kind aus dem Land geschmuggelt werden musste, vermittelt ein ganz anderes Bild, das so gar nichts mit dem Bild des judenfreundlichen Marrokos gemeinsam hat.

          • Silke schreibt:

            und hier ist noch ein Beleg, daß die Sprachbarriere “gut” funktioniert. Das Buch gibt es offenbar immer noch nicht auf Deutsch, dabei hat es sofort nach seinem Erscheinen 2010 ein lebhaftes Echo gefunden und bataween hat auf Point of No Return Links von vermutlich allen Besprechungen. Es scheint, daß alle ziemlich davon angetan waren, auch die Flüchtlinge.

            Martin Gilbert ist Churchill’s offizieller Biograf und wer einen Eindruck von ihm will, hier ist der auf book tour mit einer lecture über die “Righteous”

            http://www.uctv.tv/search-details.aspx?showID=6965

            und sagt sehr Interessantes sowohl zum Papst als auch zu den Polen. Zum Papst gibt es irgendwo ein Op-Ed von Gilbert, in dem er sagt, so lange die Archive nicht offen seien, könne man nix Endgültiges sagen.

            In Ishmael’s House: A History of Jews in Muslim Lands [Gebundene Ausgabe]

            Ich weiß nicht, was in Aristobulus Link drinsteht, aber bis zum “Frühling” muß Marokko sich deutlichst von seinen Nachbarn in bezug auf Juden/Israelis unterschieden haben, behaupten Elder of Ziyon und einige meiner Co-Kommentatoren.

          • Yael schreibt:

            Ich glaube schon, dass du dich geirrt hast, Silke. Ich bin nicht oft einer Meinung mit Quisa, aber seine oder ihre Frage (ich weiß gar nicht, ob er ein Mann oder eine Frau ist) war reines Interesse.

          • quisa schreibt:

            Danke Yael! Ich diskutiere mit dir und Aristobulus immer sehr gerne, auch wenn wir nicht sehr oft einer Meinung sind. Btw, ich bin keine Frau…

          • quisa schreibt:

            @Silke und andreh:
            sorry, aber ihr beiden macht euch wirklich langsam lächerlich. Bitte nenne mir einen Satz, wo ich Israel ans “Zeug flicken” will? Ich habe weiter unten zudem gesagt, dass auch bereits die Angst vor Verfolgung ein Grund ist, als Flüchtling anerkannt zu werden…
            Meine Frage bzgl. der jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern war aus Interesse und weiter unten seht ihr außerdem, dass ich einige der geposteten Links bereits gelesen habe und diese auch sehr interessant finde. Wie gesagt, ich habe mich bislang eher weniger mit dem Nahostkonflikt befasst (es gibt auch noch andere Regionen auf diesem Planeten) und daher nach Informationen darüber gefragt.
            Und bitte, bei meiner Frage bzgl. der Fernsehsendung zu Marokko, in der die Behauptung aufgestellt wurde, es habe dort keine Verfolgungen gegeben, hae ich gesagt, dass ich mir dies NICHT vorstellen kann!!

            Könnt Ihr beide nicht lesen oder überlest Ihr gezielt das, was nicht zu dem Stempel, den Ihr einer Person aufgedrückt habt, passt?
            Sorry, aber mit Leuten wie euch (Andreh und Silke) ist echt keine vernünftige Konversation möglich. Von Personen, die von euch einen Stempel bekommen, lest ihr scheinbar echt nur die Hälfte, den Rest interpretiert ihr irgendwie rein, so dass es in euer Bild passt. Dann kommen Beschimpfungen und Stereotypisierungen (es gibt viele quisas, solche wie quisa etc.)
            Also, besser mal ordentlich lesen anstatt rumzupöbeln und Parolen zu schwingen, ohne überhaupt vorher mal richtig gelesen zu haben, was der/die angepöbelte Person überhaupt geschrieben hat.

          • Aristobulus schreibt:

            Silke und Andre machen sich ja todsicher nicht lächerlich, Quisa, bloß indem sie Dir misstrauen.
            Andre hat sich seine Meinung gebildet, als Du wegen der anderen Broderzitate nicht rüberkamst. Du kamst dann doch mit denen rüber – hast jene zumindest nicht mehr rundweg abgestritten.
            Und Silke (deren Meinung Du niemals als lächerlich bezeichnen solltest, 1) überhaupt!, 2), weil sonst womöglich eine Inspiration aus Elders Blog naht und 3) nach Dir schnappt nach allen Regeln der Kunst und 4) Dich dann auslacht nach allen Regeln produktiver Fiesheit, und beides wünsch ich kaum einem unter dem Monde, auch Dir nicht, nichtmal womöglich, denn ich pflege unter allerlei weiteren Velleitäten grad so den nächtlichen Glauben, dass Du sooo übel gar nicht bist) – zurück also zum Thema: Silke ist skeptisch, wenn es um bestimmte Arten von Fragen geht, dass die scheints objektiv gestellt werden, die aber eine Ansicht oder ggflls. Absicht mitschwingen lassen im Raum.

            So ich zur Nacht, der dunklen

          • Ebitus schreibt:

            Das ist nicht richtig, Silke. Denn ich bin kein Israelhasser. Denn ich habe kein Müll abgelassen. Denn mich kotzt diese Geschichte genau so an. Diese Story ist nicht nur in Deutschland von den Medien hochgeputscht worden, sondern Weltweit, einschließlich Israel. Selbst israelische Medien (Zeitungen, TV, Radio) haben oft genug darüber berichtet und ihren Unmut über solch ein Urteil geäußert. Mittlerweile gibt es eine wikipedia über Rape by deception. Es stimmt auch, was Yael weiter unten schreibt, dass später rauskam, dass dieser Mann doch die Frau vergewaltigt hat. Das Urteil war ein Deal zwischen den Parteien: Rape by deception, 18 Monate.

          • Aristobulus schreibt:

            Das verstehe ich jetzt nur auf die alte Bahnhofsche: Gestern meinten Sie (es steht weiter unten), dass dieser Fall ja ein anderer sei als der, den ein gewisser Tim fälschlich & verfälscht gegen das israelische Gericht gedreht hat.
            Es gibt jedoch nur EINEN Fall.
            Und welchen amderen Fall meinten Sie womit?

          • Ebitus schreibt:

            Ja, es gibt nur den einen Fall. Tim und Silke meinen den ein und den selben Fall. Ich meinte, dass es in den Medien als 2 verschiedene aufgetreten ist (nur in Israel, weltweit war keine Korrektur vorhanden). Tim stellt es so dar, dass sich einem Unwissendem die Nackenhaare hochstellen. Silke hat den Fall komplett dargestellt, so sieht aus wie 2 unterschiedliche.
            Selbst in Israel ist der Mist fälschlicherweise durch die Medien gelaufen.

          • Silke schreibt:

            Danke für die Butter bei die Fische.

            Der Fall ging zuerst als Rape by Deception durch die Medien, mußte er ja auch, das war ja der Deal, um die mental labile Frau zu schonen.

            Es gibt in Israel für gewisse Fälle ein Schweigegebot und Vergewaltigungsopfer dürfen anonym bleiben. Deshalb wohl konnte das vor sich hinschmoren.

            So wie Victor seinerzeit den Fall recherchiert hat, hat das Gericht Menschlichkeit gegenüber der Frau gezeigt und als unerwartete Folge wohl schlechte Hasbara produziert.

            Im Zusammenhang mit einem Brouhaha rund um den New Israel Fund habe ich gelernt, daß es ungeheuer wichtig ist, bei allen Fällen, die Israel’s Rechtsstaatlichkeit und seiner Demokratietreue am Zeug flicken wollen, mit der Lupe ach was dem Elektronenmikroskop hinzuschauen, bevor man sie als gegeben annimmt. Aber Achtung als altgediente Bürokratin muß ich Dir sagen, daß das meiste was Journalisten zumindest hierzulande über irgendwelche Abläufe, bei denen Sesselfurzer ne Rolle spielen Märchen sind.

            Falls Du Dich in NGO-Monitor einlesen würdest, würdest Du feststellen, daß es eine ganze Szene gibt, die unbedingt was beweisen will und es graust mich, es zu sagen, es ist auch deutsches Steuergeld, das diese Leute unterstützt.

            Unser Außenministerium z.B. sagt, ja es unterstützt, aber es gibt keine Liste, das entscheidet jede Abteilung für sich allein. Es gibt rund 400 Abteilungen und wenn die nicht NGOs unterstützen sondern nur Projekte (was ich Grund habe anzunehmen), dann haben wir hier den feinsten Fall wie man etwas in vollem Licht versteckt.

            Zuletzt gab’s diesen Fund und das Goethe-Institut kriegt nach meinem letzten Stand sein Geld vom Außenministerium welches aus Steuermitteln finanziert wird.

            She was sponsored by the Goethe-Institut visitor programme.

            http://elderofziyon.blogspot.com/2011/12/museum-of-palestinian-propaganda.html

            We will make an effort to show many sides. But every national museum has a specific, limited perspective. That is the case all over the world, perhaps with the exception of Germany, where the museums deal very critically with their own history. But for us, the main priority is to portray something like a Palestinian identity.

  7. Tim schreibt:

    Naja wieviel Bürgerrechte in Israel Palästinenser haben, sieht man an dem Fall:

    Eine Jüdin schläft mit einem Pali, der sich als Jude ausgibt…alles kein Problem, bis sich herausstellt das der angeblliche Jude doch kein Jude ist.

    Was vorher einvernehmlicher Sex war, ist dann auf einmal Vergewaltigung.

    Das sagt nicht viel, aber alles über diesen Staat aus.

    • Silke schreibt:

      Link bitte!!!! oder Maul halten!!!

      Denn das war ja vermutlich der Fall, in dem die Jüdin zusammengeschlagen von ihrem “Verehrer” in nem Treppenhaus aufgefunden wurde? und das Gericht sich auf einen Deal eingelassen hat, um die hilfsbedürftige Frau zu schonen?

      http://en.wikipedia.org/wiki/Rape_by_deception#Israel

      und hier ist ein ausführlicher Blog Post dazu.

      http://victorshikhman.blogspot.com/2010/09/israeli-rape-by-deception-case-now-with.html

      • Aristobulus schreibt:

        Wuah. So kann’s gehen, ein widerlicher Tim postet Widerliches, jedoch Du, Silke, weißt sofort, was los ist und was der Typ damit wollte, weil Du neben dem Elder und Lozowick und jewishrefugees usf. usf. auch den guten Victor Shikhman liest.
        Bin arm- und beeindruckt

        • Ebitus schreibt:

          Leider hat Tim recht. Der Fall, den Silke beschreibt, ist ein anderer.
          Das Problem dabei ist, dass Tim das eine Urteil nimmt um Israel zu verstehen. Er stellt es so dar, dass alle so reagieren würden, wie Silke.
          Das sagt tatsächlich nicht viel über Israel aus, aber doch sehr viel über Tim…

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Wenn der Fall, den ich nicht kenne, sich wie folgt verhält, dass sich eine Person eine sexuelle Beziehung mit einer religiösen Person erschleicht, weil sie der religiösen Person vorlügt, zur selben Gemeinschaft zu gehören, also sich mit Absicht eine sexuelle Beziehung ergaunert, dann dürfte dies für alle demokratischen Gerichte ein zu verhandelnder Fall sei. So unverständlich ich es finde, wenn Christ nur mit Christ, Muslim nur mit Muslim oder Jude nur mit Jude schlafen kann, (aber natürlich nur wenn jeweils einer weiblich ist ;-) so sehr habe ich zu akzeptieren, dass ein Gericht entscheidet, dass es eine Diskussion wert ist, ob es legal ist, einen Menschen zum Sex zu verleiten unter Verheimlichung einer Tatsache, von die der verführende Part weiß, dass sie eine sexuelle Vereinigung ausschließt.

          • quisa schreibt:

            Das Ergaunern einer sexuellen Beziehung ist moralisch sicherlich verwerflich, dennoch finde ich hat sich der Staat aus sexuellen Beziehungen seiner Bürger herauszuhalten, so lange kein durch Gewalt oder Erpressung erzwungener Sex mit im Spiel ist.
            Der Staat als Moralwächter darüber, ob jemand beim Aufbau einer sexuellen Beziehung einer wenig geschwindelt hat, hat schon was totalitäres an sich…lol

          • Silke schreibt:

            ach und postkoitale Gewalt ist OK ???

          • quisa schreibt:

            Ich habe mich mit meiner Ansicht nicht auf den o. g. Fall bezogen, den habe ich noch gar nicht gelesen. Es ging lediglich um meine Meinung zu folgendem von Gerd:
            “so sehr habe ich zu akzeptieren, dass ein Gericht entscheidet, dass es eine Diskussion wert ist, ob es legal ist, einen Menschen zum Sex zu verleiten unter Verheimlichung einer Tatsache, von die der verführende Part weiß, dass sie eine sexuelle Vereinigung ausschließt.”

          • Aristobulus schreibt:

            ( … und ein Gericht ist NICHT der Staat!, ein israelisches Gericht ist unabhängig, Drei-Gewaltenteilung und so. Indem ein Gericht spricht, sagt der Staat NICHTS. )

          • quisa schreibt:

            ok, da hast du Recht, da habe ich mich falsch ausgedrückt

          • Aristobulus schreibt:

            ah, danke. Das muss man ganz sauber auseinanderhalten

          • quisa schreibt:

            Das stimmt, das muss man klar auseinanderhalten. Ich bezog mich auch nicht auf den oben diskutierten Fall zu Israel (zu dem habe ich jetzt noch gar nichts gelesen), sondern meinte das ganz allgemein. Ich bezog mich dabei auf diese Aussage von Gerd:
            “so sehr habe ich zu akzeptieren, dass ein Gericht entscheidet, dass es eine Diskussion wert ist, ob es legal ist, einen Menschen zum Sex zu verleiten unter Verheimlichung einer Tatsache, von die der verführende Part weiß, dass sie eine sexuelle Vereinigung ausschließt.“
            Ich finde nicht, dass das Erschleichen von Sex unter Vorspielung falscher Tatsachen irgendwie illegal sein sollte oder durch ein Gericht bestraft werden sollte. Natürlich ist das nicht anständig, aber so lange der Sex nicht durch Gewalt oder auf sonstige Art erzwungen wird, kann diesbezüglich kein Strafurteil ausgesprochen werden. Wenn es illegal sein soll, unter Vorspielung falscher Tatsachen sexuelle Leistungen zu erhalten, dann müsste man wohl viele Strafurteile aussprechen, beispielsweise sich beim Kennenlernen eines potenziellen Partners ins rechte Licht zu rücken oder seinen Charakter etwas anders darzustellen (z. B. fleißiger als er ist) , als er eigentlich ist. So etwas ist menschlich und wohl auch ganz normal. Da sollten meiner Meinung keine Gerichtsurteile oder Gesetze eingreifen, soviel Liberalismus habe ich mir dann doch bewahrt. Da könnte man auch sagen, der Staat könne das Fremdgehen oder andere Unstimmigkeiten in einer Beziehung gesetzlich regeln.
            Wie gesagt, bei Sex haben gerichtliche Urteile und Gesetze nur eine ROlle zu spielen, wenn der Sex unfreiwillig ist bzw. auf irgendeine Weise erzwungen wird (nicht aber wenn er sich erlogen wird, der Sex ist dann schließlich immer noch freiwillig), wenn der andere Part dadurch unwissentlich mit einer Krankheit infiziert wird oder wenn Minderjährige im Spiel sind.
            Das ist meine persönliche Meinung dazu.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Freiwillig?
            Hier ist Ihr Widerspruch!
            Wie kann ein Mensch einem Umstand freiwillig zustimmen, der ihm verheimlicht wird?
            Die Zustimmung kann dann nicht freiwillig geschehen.

          • Aristobulus schreibt:

            Wie entscheidend die Vorspiegelung falscher Tatsachen in dem Fall sein können, steht doch in Heirich Heines Almansor, nicht? Er hat sie rumgekriegt, weil er dort als Scheich gilt. Er ist aber ‘nur’ ein Jude. Zum Schluss enthüllt er es – um die Dame, die Juden hasst, zu demütigen. Das gelingt. – Tja, wie wohl das schwedische Strafrecht die Sache sähe?

          • A.mOr schreibt:

            quisa
            „…hat sich der Staat aus sexuellen Beziehungen seiner Bürger herauszuhalten, so lange…“

            Bekloppt, oder was?!!
            Wenn die Frau sich an das Gericht wendet, um Gerechtigkeit zu erfahren, dann soll sich das Gericht da raushalten???

          • quisa schreibt:

            @A.mor: Nochmal, es ging um dieses Zitat, NICHT um den oben diskutierten Fall:
            “so sehr habe ich zu akzeptieren, dass ein Gericht entscheidet, dass es eine Diskussion wert ist, ob es legal ist, einen Menschen zum Sex zu verleiten unter Verheimlichung einer Tatsache, von die der verführende Part weiß, dass sie eine sexuelle Vereinigung ausschließt.“
            Es ging mir grundsätzlich um die Frage, wenn jemand sich Sex unter der Vorspielung falscher Tatsachen erschleicht, ist das verwerflich, aber dafür sollte niemand vom Staat bestraft werden.
            Wenn Gewalt im Spiel ist, oder die Androhung von Gewalt oder Erpressung, jemand auf irgendeine Art und Weise zu unfreiwilligem Sex gezwungen wird, ist das natürlich was
            anderes. Gleiches gilt dafür, wenn Minderjährige mit im Spiel sind. Vorspielung falscher Tatsachen gehört höchstens noch bestraft, wenn dies Konsequenzen für die Gesundheit des anderen Parts haben könnte, bspw. einer HIV-Infektion
            Aber alleinig für die Vorspielung falscher Tatsachen sollte meiner Meinung NIEMAND bestraft werden. Das würde wohl auch eine gigantische Prozesslawine nach sich ziehen, schließlich ist ein solches Verhalten leider nicht ganz unüblich

          • quisa schreibt:

            @A.mOr: Du sagst: “Bekloppt, oder was?!!”
            Das ist ja wirklich nur allzufern von angelsächsischer Debattenkultur. Ich habe meine persönlich Ansicht darüber geäußert, wie ich die Beziehung von Sex, Gesetzen und Gerichtsurteilen sehe.
            Nur weil du anderer Meinung bist, muss ich nicht “Bekloppt” sein

          • quisa schreibt:

            @Gerd Buurmann: Ich werde hier meine Antwort zu Ihrem letzten Beitrag geben: “Freiwillig?
            Hier ist Ihr Widerspruch!
            Wie kann ein Mensch einem Umstand freiwillig zustimmen, der ihm verheimlicht wird?
            Die Zustimmung kann dann nicht freiwillig geschehen.”

            Nun, mir war schon bewusst, dass solch eine Frage kommt. Meiner Meinung nach ist der Mensch für seinen Körper und mit wem er sexuelle Handlungen eingeht, selbst verantwortlich. Er hat die Freiheit, darüber zu bestimmen, mit wem er Sex hat oder nicht. Wenn man einen anderen Menschen kennenlernt, ihn interessant findet, verlässt man sich auf sein Gefühl. Auch wenn ich der Person nicht vertraue, habe ich noch immer die Freiheit, “nein” zum Sex zu sagen. Natürlich ist es ein schreckliches Gefühl, wenn man sieht, eine Person hat mein Vertrauen missbraucht. Mein Gefühl hat mich dann getäuscht, ich bin enttäuscht. Dennoch habe ich mich frei dazu entschlossen, Sex mit der Person zu haben. Irgendetwas muss ich ja dann an der Person attraktiv gefunden haben, unabhängig von dem, was sie mir an Informationen vorenthalten hat. Man entscheidet sich ja für Sex mit einer Person, wegen dem Gesamtbild, was man von der Person hat und nicht nur wegen dem Sachverhalt, der vorgetäuscht wurde (Geld, eine Religion, ein toller Job etc.)
            Zwischenmenschliche Beziehungen sind kein Vertrags- oder Geschäftsverhältnis. Lügen in einer solchen sozialen Beziehung zerstören das Vertrauensverhältnis, das kann kein Gericht wieder reparieren. Der Umgang mit einem Vertrauensbruch in einer sozialen
            Beziehung sollte von den Partnern eigenverantwortlich selbst geklärt werden, so lange es nicht um Sachgüter geht. Sie sind kein Fall für ein Gericht wie beispielsweise der Bruch eines Geschäftsvertrages
            WIe wäre es denn dann mit dem typischen Aufreisser, der in den CLub geht, mit tollen Klamotten den Eindruck erweckt, er habe viel Geld und den Mädels erzählt, wie toll und erfolgreich er sei. EIne Dame entscheidet sich eigenverantwortlich, Sex mit ihm zu haben. Dann stellt sich heraus, dass er eher weniger erfolgreich ist. SOll Sie ihn dafür etwa wirklich anzeigen können. Ich denke nicht, ein wenig Urteilsvermögen und eigenverantwortliches Handeln sollte man den Menschen schon zutrauen

          • Silke schreibt:

            wenn einer der beiden einer endogamen (ist das Wort richtig, Aristobulus?) Religion angehört und diese Tatsache bekannt ist, dann ist das was anderes als wenn einer mit dem Schlüssel von nem geliehenen Auto lockt. Dann hat das mindestens die Qualität von nem Eheversprechen.

            Ich stamme noch aus ner Zeit, wo man sich versprach, daß man heiraten würde, so etwas schief ginge.

          • quisa schreibt:

            Meiner Meinung nach ist das nichts anderes. Einer ist auf den Schlüssel vom geliehenen Auto reingefallen, eine auf den, der vortäuscht, der große Romantiker zu sein und sich tatsächlich als der Sportschau-guckende Langweiler entpuppt. Dann gibt es vielleicht noch das nun zur Buddhistin gewordene Hippiemädchen, die fällt auf jemanden rein, der vorgibt ein besonders interessanter und spiritueller Buddhist zu sein, obwohl er tatsächlich doch nur ein nicht-praktizierender Christ ist.
            Alles drei sind traurige Geschichten. Alle drei Opfer der Lügen haben sich auf ihr eigenes Urteilsvermögen verlassen und wurden leider getäuscht. EIn Grund sauer zu sein, absolut verständlich. Aber absolut kein Fall für ein Gericht.
            Religion ist in einer säkularen Gesellschaft Privatsache ebenso wie die freie Entscheidung zu einem One-Night-Stand mit dem porschefahrenden Aufreisser.
            Wenn ich den Sex mit dem Porschefahrer genossen habe, mich aber im Nachhinein beschmutzt fühle, weil ich herausfinde, dass der Porsche nur geliehen ist, dann ist das dumm, aber eine Sache mit der ich selber umgehen muss (oder evtl. in THeraphie gehen kann).
            Wenn ich als Hippiemädchen den Sex mit dem angeblich spirituellen Buddhisten, in den ich verliebt war, genossen habe, mich aber im Nachhinein plötzlich beschmutzt fühle, weil ich herausfinde, dass er in WIrklichkeit der langweilige, nicht praktizierende “spießige Christ” von Nebenan ist, dann ist das dumm, aber eine Sache mit der ich selber umgehen muss oder eben durch eine Therapie.
            In all diesen Fällen sollte es so sein, dass ich den Menschen allgemein aus der Mischung der Gesamtheit seiner Merkmale interessant finde, er mich anzieht, nicht aber nur weil ich dachte, er fährt einen Porsche oder er sei ein toller Buddhist. Nein, weil ich auch sein Lächeln toll fand oder die Art wie er sich bewegt, oder vielleicht auch einfach nur seine Optik. Wenn sich natürlich rausstellt, dass er mich bzgl. eines dieser Merkmale angelogen hat, dann kann ich ihn höchstwahrscheinlich nicht mehr lieben. Dennoch hat mich der Sex mit diesem Menschen, den ich selbst attraktiv fand und für den ich mich aus freien Stücken entschieden habe vorher nicht schmutzig fühlen lassen. Kann sein, dass ich mich nun unrein fühle, obwohl mir auch andere Merkmale, wie etwa sein Lächeln, gefallen haben. Dann kann ich diesen Menschen verfluchen, nicht aber vor Gericht schleppen.
            Wenn ich mich als Christin, Jüdin oder Muslimin in jemanden verliebe, der vorgibt meiner Religion anzugehören, dann verliebe ich mich diesen Menschen als ganzes. Wenn ich mit diesem Menschen Sex habe, dann genieße ich diesen auch, weil mir andere Aspekte an diesem Menschen gefallen, weil ich ihn mag, weil er mir gefällt.
            Wenn er sich plötzlich als Lügner rausstellt und gar nicht meiner Religion angehört, dann bin ich enttäuscht von diesem Menschen und trenne mich aller Wahrscheinlichkeit nach von ihm. Wenn mir meine Religion aber nun diktiert, ich muss mich nun schmutzig fühlen, weil ich Sex mit dieser nicht meinem Glauben angehörenden Person hatte, dann bin ich meiner Meinung nach ein OPFER meiner Religion. Natürlich sollte ich die Freiheit haben mich dann ewig Schmutzig zu fühlen anstatt vielleicht zu sagen: Ok, der Typ war ein A…und vergiss ihn.
            EIn Gerichtsurteil sollte aber meinen Opferstatus gegenüber der eigenen Religion nicht noch bestätigen. (Es ist recht, du bist nun für immer verschmutzt aber immerhin wurde der andere bestraft)
            Religion sollte Privatsache sein. Wenn mir meine Religion verbietet, mit jemanden eine Beziehung einzugehen, nur weil er nicht meiner Religion angehört, obwohl ich den Menschen toll und anziehend finde, dann bin ich ein Opfer meiner Religion. Natürlich soll ich die Freiheit haben, Opfer meiner Religion zu sein, dieser Opferstatus sollte aber nicht noch durch Gerichtsurteile oder Gesetze unterstützt und gefördert werden.

          • Silke schreibt:

            quisa

            Jude sein ist mehr als ne Religion haben

            und das nicht erst seit die Nazis das so beschlossen haben

            Das Argument, daß Jude sein nur aus die Religion haben besteht, ist eins, das gern zu äußerst perfiden Zwecken eingesetzt wird, z.B. um Israel sein Recht als jüdischer Staat abzuerkennen.

            Und es geht nicht ums Schmutzig fühlen – Schmutzig fühlen ist was für Romantiker

          • quisa schreibt:

            @Silke: Dass JUden als weltweit immer wieder verfolgte und dem Vernichtungswillen anderer ausgetzten Gemeinschaft das Recht auf einen eigenen Staat haben, der ihnen Schutz gewährt, ist eindeutig.

            Ich kenne mich mit dem Judentum leider zu wenig aus, aber wenn du sagst es ist mehr, als nur eine Religion zu haben, will ich dem nicht widersprechen. Gerd sprach oben von Religion, deshalb habe ich auch diesen Begriff benutzt.
            Ich bin aber persönlich für mich dennoch der Meinung, dass mir der…sagen wir Lebensweg?… nicht grundsätzlich verbieten können sollte, eine Beziehung mit jemandem einzugehen, nur weil dieser/diese eine andere Art und Weise zu leben gewählt hat.
            Ich sehe das für mich persönlich so. Ich könnte das nicht. Wenn jemand einen solchen Lebensweg allerdings wählen möchte, so soll es ihm selbstverständlich freigestellt sein. Dieser Lebensweg aber sollte noch immer Privatsache bleiben. Wenn also jemand vorgetäuscht hat, diesen Lebensweg zu gehen, um sexuelle Leistungen zu erhalten, dann ist das höchst verwerflich. Dennoch sollte es nicht an einem öffentlichen Gericht sein, ein Strafurteil deswegen auszusprechen, weil jemand es vorgetäuscht hat, diesen Lebensweg zu haben. Das Gericht damit also quasi die Regeln des von mir persönlich frei gewählten Lebensweges in seine Rechtssprechung einbezieht.
            WIe gesagt, ich beziehe mich damit nicht auf den diskutierten Fall in Israel, wenn da Vergewaltigungen etc. mit im Spiel waren, ist das natürlich was anderes.
            Ich sehe dies selbstverständlich von einem sehr eurozentristischen Weltbild. Ich sage dies; geprägt durch europäische Gesellschaftsmodelle, wie es nach meiner Auffassung funktioieren sollte. Das beziehe ich auch auf eher mitteleuropäische Gesellschaften.
            Wenn das in Israel anders funktionieren sollte, auch weil das Judentum in der Gesellschaft sicherlich eine ganz andere Rolle spielt, ist das natürlich etwas anderes, ein solches Gerichtsurteil sehr viel eher nachvollziehbar

          • Aristobulus schreibt:

            Silke, endogam, ja schon… wenngleich ein Kind aus dieser Verbindung ohnehin Jude (weil von einer jüdischen Mutter) wäre, auch indem die Wahl des Vaters exogam erfolgt war. – Hm. Vielleicht sollte man es besser mit Volksgruppen und dem äußeren Konflikt aufziehen: Das Zusammenleben von jüdischen und arabischen Israelis ist schwierig, zumal es zwischen Israelis und Arabern draußen dauernd Krieg gibt, weil sie Israel nicht anerkennen und es dauerhaft bedrohen. Wenn dann ein Araber vorgibt, Jude zu sein, um mit einer Jüdin zu schlafen, ist das einfach gravierend.

          • A.mOr schreibt:

            „…einfach gravierend…“ Genau.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Die Polizei werde ich, wie immer in solchen Momenten selbstverständlich informieren.

          • Yael schreibt:

            @Gerd
            Ich habe Strafanzeige gestellt. Du hast hier alles gelöscht, daher denke ich, dass sich die Polizei an dich wenden wird, denn die werden hier jetzt nichts mehr finden.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich bin gerade bei der Polizei.

          • Aristobulus schreibt:

            Hasloche un Broche für Dich…

          • Silke schreibt:

            Also Ebitus dann bitte mal Butter bei die Fische

            Von was für ner Art von Vergewaltigung reden wir hier? Einer im rechtlichen Sinn oder einer, die ne Gruppe hier oder da für eine solche hält?

            Im rechtlichen Sinn scheint Rape by deception ein sehr seltenes Vorkommnis zu sein – also einfach so behaupten und ein ganzes Land anklagen geht nicht.

            Z.B. für Schweden ist einvernehmlicher Sex ohne Benutzung des vereinbarten Kondoms anscheinend Vergewaltigung im RECHTLICHEN Sinne, bei uns ist es nur eine gigantische Schweinerei von Seiten des Mannes. Keine Ahnung, ob frau es schaffen würde, das vor Gericht zu zerren. Schweden verlangen Assange’s Auslieferung darum.

            Also bitte präzise

          • Silke schreibt:

            Tim beschreibt keinen FALL, er erhebt eine pauschale unbelegte Beschuldigung.

          • Yael schreibt:

            Ich habe weiter unten verlinkt, dass es sich bei diesem Fall tatsächlich um eine Vergewaltigung gehandelt hat. Er lügt einfach. Die Geschichte, so wie in Dtl. aufgebauscht wurde, stimmt so eben nicht.

    • Martin Lürßen schreibt:

      Nun, der “Gute” hat sich unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen Geschlechtsverkehr erschlichen. Etwas über den Staat würde es nur aussagen, wenn bei einem Fall, in sich ein Jude als Nichtjude ausgäbe, anders geurteilt würde.
      So sagt es bisher nur etwas darüber aus, das schmierige Beischlaferschleicher ordentlich eins an die Waffel kriegen – was gut ist.

    • Yael schreibt:

      Wahnsinn, nur ist das vom britischen Mandat übernommen wurden und dieses Gesetz gibt es auch in anderen Ländern wie z.B. den USA. Im Übrigen hat sich herausgestellt, dass es tatsächlich eine Vergewaltigung war, also von wegen freiwillig.
      Aber dass Sie nicht weiter darüber recherchieren, sagt viel über Sie aus, über Ihren Hass auf Israel. Schönen Tag noch.

      http://rungholt.wordpress.com/2010/09/07/wetten/

      • Yael schreibt:

        Der Kommentar ging an den Heini Tim.

      • Yael schreibt:

        Aus dem Link, damit deutlich wird, dass es sich um eine Vergewaltigung gehandelt hat:

        Und so ist es denn auch, wir haben nur die eine Seite der Geschichte gehört – die des Manns, Sabbar Kashur. Er wischte die Anklage der Vergewaltigung mit den Worten vom Tisch: sie wollte es auch. Und das hat niemand überprüft. Heutzutage sollte das eigentlich nicht reichen, wenn es um Fälle sexueller Gewalt geht. Aber die Rassismuskarte trumpfte die Vergewaltigungskarte, und es dauerte eine ganze Weile, bis der Fall in seiner Gänze bekannt wurde.

        Das Opfer ist eine Frau, die durch sexuelle Gewalt in der Jugend traumatisiert ist, die in Prositution abgerutscht ist, und die darum vor Gericht nicht als glaubwürdig galt – obwohl ärztliche Untersuchungen eindeutig zeigten, daß sie vergewaltigt worden war (der Vergewaltiger hat sie nackt in einem Treppenhaus zurückgelassen). Die Frau ist wohl psychisch labil, weswegen sich ihre Anwälte auf einen Kompromiß einließen. Die Anklage sollte auf „rape by deception“ runtergestuft werden, aber der Angeklagte sollte eine Haftstrafe dafür bekommen.

        Aber es ist typisch für Israelhasser wie diesen Tim, dass sie die ganze Wahrheit letztendlich verschweigen.

        • Martin Lürßen schreibt:

          Ich glaube eher, das es eher bezeichnend für die Ignoranz, gepaart mit Verblendung durch Vorurteile, von Tim und seinesgleichen ist. Ich nehme nicht mal an, das er den echten Tatbestand kannte.
          Die “Israel=Rassismus”, “Palis/Araber/etc= edle Wilde” Denkweise ist halt inzwischen leider jahrzehntelang eingeübt.

          • Martin Lürßen schreibt:

            Um mich zu ergänzen: Und wird medial in gradezu volksverhetzender Art und Weise verbreitet.

          • Yael schreibt:

            Leider hat die deutsche Presse, die auf eine solche Story aus Israel scharf war, den wahren Tatbestand nicht korrigiert bzw. darüber berichtet, als klar war, dass der Fall ganz anders lag. Nichts davon las man mehr. Das macht es Ignoranten und Israelhassern ziemlich leicht.
            Dass Leute wie Tim den wahren Sachverhalt nicht kannten und kennen wollen, glaube ich auch, wozu auch, wenn deren Urteil über den Staat Israel schon feststeht.
            Denn nur mit ein klein bisschen Recherche im Internet kann man es erfahren.

          • A.mOr schreibt:

            „Leider hat die deutsche Presse,… “

            Nu, das isses eben, immer und immer, und raus kommen dabei die „Tims“…
            Dabei haben diese Leute vor der eigenen Haustür wirklich genug Schwierigkeiten, aber…

            „Leider hat die deutsche Presse,… “

            Leiderleider…

            Ob das allerdings einen “Tim” anspricht, das weiß nur ein “Tim”.
            In dem Fall nicht “leider”, aber “gute Besserung” kann man wohl mal wünschen…

        • Silke schreibt:

          Also das ist so albern und vollkommen unwahrscheinlich, daß ich das jetzt nicht überprüfe, sondern nur mit ner Posterserie kontere. (ich vermute es geht um den ganz außerordentlich komplizierten Fall der Jüdin, die aus Israel rausgeheiratet und noch mehr hat. Aber den erinnere ich als so verworren, daß damit vermutlich Juristen auf Jahre ihren Spaß haben werden.

          http://elderofziyon.blogspot.com/p/eoz-posters-for-apartheid-week.html

          und da A.mOr ja fußball-affin zu sein scheint, wähle ich das hier aus der Serie

  8. Silke schreibt:

    Quisa
    11.01.2012 11.05

    Ich habe das, was Du da sagst, jetzt 2x gelesen. Also wenn Dir einer ein Auto andreht und Dich über den einen Tatbestand belügt, der Dich vom Kaufen abhalten würde. Du also das Auto kaufst, dann kannst Du später nicht zu Gericht, weil das ja so häufig vorkommt?????

    Und egal wie zwischenmenschlich das ist, wenn 2 Menschen sich auf Sex einigen (was in diesem Fall ja nicht der Fall war) aber wenn, dann ist das neben allem Emotionalen und Hormonellen auch eine Art Vertragsschluß.

    Ich glaube die schöne Sitte/rechtliche Regelung gibt es nicht mehr, daß wenn einer sich den Beischlaf mit Hilfe von Eheversprechen erschlichen hat, daß er dann beim Bruch des Eheversprechens ein Kranzgeld (so hieß das glaube ich) zahlen mußte.

    Gut die Vergewaltigung fehlt, aber ansonsten ist da doch Justiziables für falsche Tatsachen gewesen, oder?

    • Aristobulus schreibt:

      Er/sie kauft sich das Auto, Silke. Den Sex aber nicht… ich hab mal wieder keine Ahnung, weil weder Jurist, noch einer sein wollend ;), ob Sex mittlerweile einklagbar ist, also Sache oder Dienstleistung – oder nichts davon.
      Hoffentlich isses nichts davon

      Bei Vergewaltigung ist es wohl anders, die ist eine Straftat.

      • Silke schreibt:

        es geht nicht ums Kaufen, es geht ums Vertrag schließen. Ein Vertrag besteht aus Angebot und Annahme.

        • Silke schreibt:

          ja aber wenn das Angebot betrügerisch ist, dann ist die Annahme hinfällig

          • quisa schreibt:

            @Silke: Beim Sex werden aber normalerweise vorher keine Verträge geschlossen, anhand der sich das vorher vereinbarte schriftlich festgelegt wird, Sex ist keine Dienstleistung, wenn dafür nicht bezahlt wurde. (Mich würde interessieren wie das eigentlich in Ländern ist, in denen Prostitution als Gewerbe vollkommen anerkannt ist? Da müsste normalerweise die Polizei dann jenen verfolgen, der nach dem Sex ohne zu bezahlen davongelaufen ist. Hm, fände ich eigentlich gut, das würde Prostituierte aus der Abhängigkeit von Zuhältern reißen, die hierzulande wohl dafür zuständig sind)

            Weiter oben kommt noch eine Antwort zu deinem anderen Kommentar.

          • Silke schreibt:

            Schriftform ist nur für wenige Verträge zwingend vorgeschrieben und dann gibt es da noch das weite Feld der konkludenten Handlungen, die u.U. ebenfalls Verbindliches ind ie Welt setzen können.

            Aber ist es nicht interessant, daß die Möglichkeit einer Schwangerschaft so uninteressant für Dich ist?

            Na ja iss ja auch eher Frauensache nich wahr! und da sollte sich der seinen Spaß haben wollende Mann doch lieber keinen Kopp drum machen.

          • quisa schreibt:

            NUn, für den Fall einer Schwangerschaft gibt es ja bereits Gesetze, dafür muss bzw. sollte zumindest theoretisch dann auch Mann und Frau aufkommen. Wenn sie Sex haben und keine Kinder haben wollen müssen sie eigenverantwortlich geeignete Vorkehrungen treffen, also verhüten.
            Verhütung ist Aufgabe beider Partner. Auch wenn Frau ohne Wissen des Mannes die Pille absetzt ist er noch immer in der Verpflichtung für ein mögliches Kind

          • Silke schreibt:

            Gerhard Amendt hat lang ist’s her mal untrsucht, wie gut es ungewollten Kindern geht, aber macht ja nüscht, man hat ja das Gesetz und zur Not soll die Alte eben ne Abtreibung machen.

            Auch bei sorgfältigster Verhütung kann mal was schief gehen.

            Bei allem Spaß an der Freud bleibt, daß Sex auch eine ernste Sache ist.

        • quisa schreibt:

          Huch, sorry, mein “exakt!!” bezog sich auf die Aussage von Aristobulus eins weiter oben…

    • quisa schreibt:

      @Silke: Ich finde Religion ist Privatsache und kein Geschäftsvertrag, bei dem es um sachliche Werte geht.
      Ganz allgemein und unabhängig von der Religion (die längere Version dieser Mail noch etwas weiter oben):
      Wenn ich mich als Christin, Jüdin oder Muslimin in jemanden verliebe, der vorgibt meiner Religion anzugehören, dann verliebe ich mich diesen Menschen als Ganzes. In die Gesamtheit seiner verschiedenen Merkmale. Wenn ich mit diesem Menschen Sex habe, dann genieße ich diesen auch, weil mir neben der Religion auch andere Aspekte an diesem Menschen gefallen, weil ich ihn mag, weil er mir gefällt.
      Wenn er sich plötzlich als Lügner rausstellt und gar nicht meiner Religion angehört, dann bin ich enttäuscht von diesem Menschen und trenne mich aller Wahrscheinlichkeit nach von ihm. Wenn mir meine Religion aber nun diktiert, ich muss mich nun schmutzig fühlen, weil ich Sex mit dieser nicht meinem Glauben angehörenden Person hatte, dann bin ich meiner Meinung nach ein OPFER meiner Religion. Natürlich sollte ich die Freiheit haben mich dann ewig schmutzig zu fühlen anstatt vielleicht zu sagen: Ok, der Typ war ein A…und vergiss ihn.
      EIn Gerichtsurteil sollte aber meinen Opferstatus gegenüber der eigenen Religion nicht noch bestätigen. (Es ist recht, du bist nun für immer verschmutzt aber immerhin wurde der andere bestraft)
      Religion sollte Privatsache sein. Zudem: Wenn mir meine Religion verbietet, mit jemanden eine Beziehung einzugehen, nur weil er nicht meiner Religion angehört, obwohl ich den Menschen toll und anziehend finde, dann bin ich ein Opfer meiner Religion. Natürlich soll ich die Freiheit haben, Opfer meiner Religion zu sein, dieser Opferstatus sollte aber nicht noch durch Gerichtsurteile oder Gesetze unterstützt und gefördert werden.

      • Silke schreibt:

        die “Liebe” (zumindest die zwischen Mann und Frau) birgt immer das “Risiko”, das dabei neues Leben entsteht und das allein spricht dem entgegen, daß sie reine Privatsache sein kann, denn aller-zumindest jenem/r potentiellen Dritten gegenüber ist man/frau etwas schuldig.

        Das mit der “reinen” Privatsache ist was für in zurecht geträumten Weltbildern Lebende.

        Angeblich soll Napoleon diesen dämlichen weil unrichtigen Spruch abgelassen haben, aber schon zu seiner Zeit gab es vielleicht kein “internationales Recht” aber Regeln der Kriegsführung, die eben genau nicht “alles” erlaubten.

        Und Deine Version von Opfer-Sein unterschreibe ich natürlich erst recht nicht. Die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft bringt in aller Regel Vorteile, erfordert aber auch immer Kompromisse. Die als Opfer zu klassifizieren ist reinster Unsinn.

        Frauen auf ner griechischen Insel, die ihren Familien genehme Ehen geschlossen hatten, konnten ihre Kinder in einem Netzwerk gegenseitiger Hilfestellung großziehen, was ihnen im Alltag viel mehr “selbst bestimmte” Zeit bescherte als ne von allem befreite Urbane in ner 3-Zimmer-Wohnung auch nur erträumen konnte. Andererseits hatte die Urbane Dinge, die für die Insulanerin unerreichbar waren. Aber wenn man/frau gewählt hat, hat man eben gewählt und soll damit aufhören, um das verpaßte Gras auf der anderen Seite vom Zaun zu jammern.

        http://www.zitate-online.de/literaturzitate/allgemein/18883/im-krieg-und-in-der-liebe-ist-alles-erlaubt.html

  9. shaze86 schreibt:

    Ich habe zwar keine Ahnung von dem historischen Hintergrund, finde aber den Artikel gut. Da, er deutlich macht, dass die israelischen Nachbarstaaten den Palästinenser gezielt keine Rechte gibt.

  10. andreh schreibt:

    oh, hat tim im (scheinbar) anonymen raum noch mehr seiner ideologischen verkrampftheit preisgegeben?! und hat gar drohungen ausgesprochen?! erbärmlich.

  11. Martin Lürßen schreibt:

    Huch? Irgendwie fehlt mir jetzt der Kontext. Worum ging’s?

  12. Pingback: Mein Jason Voorhees | Tapfer im Nirgendwo

  13. Silke schreibt:

    quisa
    Januar 13, 2012 um 7:53 pm

    da waren nicht “Vergewaltigungen etc. mit im Spiel”. Das war Vergewaltigung plus ne ordentliche Portion Gewalt – also nicht “mit” oder gar Teil oder sonst was Einschränkendes.

    und was sollen Deine Auslassungen zu europäisch, mitteleuropäisch usw. usf.

    was kommt als Nächstes? Germanisch?

    • Silke schreibt:

      und noch was: Juden haben ein Recht auf ihren eigenen Staat, das war die Auffassung von vielen Beteiligten schon lange vor dem 2. Weltkrieg und zwar, zumindest nach Churchill’s Auffassung, nicht wegen ihres Verfolgtwerdens, sondern weil er hoffte, daß die Araber, die ihm viel Sorgen bereiteten, sich Juden zum Vorbild nehmen würden und mit ihren eigenen Staaten, dem was er sicher war, was Juden auf die Beine stellen würden, nacheifern würden wollen. (ich weiß nicht mehr in welchen der bis jetzt rund 3000 Seiten Churchill ich das gefunden habe, doch habe ich es mir gemerkt, weil wenn man nur ein bißchen von Israel’s Geschichte weiß und a bisserl was von Verwaltung versteht, man anfängt an Wunder zu glauben, wenn man sieht, was die da auf die Beine gestellt haben. Ich glaube, ne Menge Mitteleuropäer könnten da ne Menge lernen.). Und da gab es da ja noch die Balfour-Declaration und die San-Remo Resolution und als Letztes kam hinzu, daß Israel ein vollgültiges Mitglied der Vereinten Nationen wurde und Mitglied kann da nur werden, wer ein Staat ist. Großer Punkt!!!

      Die die argumentieren, daß das Recht der Juden auf diesen Staat aus ihrem Verfolgtsein besonders während WK2 resultiert (was falsch ist) öffnen die Tür zu allem was die diversen terrorunterstützenden Palästinenserorganisatonen gern als herrschende Meinung durchsetzen möchten, woraus dann alle möglichen äußerst absurden Forderungen abgeleitet werden, die sich aber locker alle unter der Überschrift “ins Meer mit ihnen” subsumieren lassen, wobei das noch die freundlichste Variante ist.

      • Silke schreibt:

        ach und noch was – was das “weltweit” anlangt: soweit mir bekannt ist, sind Juden weder in Indien noch in China noch in Japan und vermutlch im ganzen dortigen Raum bis runter nach Australien nicht verfolgt worden. Nix weltweit – Judenverfolgung ist ein verbreitetes “Hobby” von Europäern, gern auch Mitteleuropäern, Russen und in arabischen Staaten.

        • quisa schreibt:

          ok, da hast du natürlich Recht, sicherlich nicht überall.
          Antisemitismus gibt es aber noch in weitaus mehreren Staaten oder Regionen, die du nun genannt hast, wenn auch sicherlich weniger “traditionell verwurzelt”.
          Auch im christlichen Sub-Sahara-Afrika habe ich leider nicht wenig antisemithisches mitbekommen und soviel ich weiß ist dies mittlerweile in Lateinamerika auch ein Problem.
          Ich weiß auch gar nicht wie es in den hauptsächlich muslimisch geprägten Staaten Südostasiens so aussieht, also Indonesien und Malaysia?

      • quisa schreibt:

        ok, danke durch diese Fakten habe ich wieder einiges dazugelernt….

      • quisa schreibt:

        @Silke: Dass das Recht der Juden auf einen eigenen Staat schon vor WK 2 bewusst war, wusste ich bereits.
        Die Fakten, die du hier sonst gebracht hast, sind mir neu aber dadurch habe ich wieder etwas gelernt…

    • quisa schreibt:

      Ich sagte damit lediglich, dass meine Auffassung zum Thema “Verhältnis Religion und Rechtssprechung” sehr von dem Gesellschaftsmodell geprägt ist, wie es im gegenwärtigen Mitteleuropa vorherrscht, wesentlich geprägt durch Frankreich und die USA (natürlich mit Nuancen zwischen den einzelnen Staaten) Damit habe ich keine Wertung getroffen. Im Gegenteil, damit habe ich lediglich mein Bewusstsein darüber ausgedrückt, dass meine Sichtweise auf dieses Thema natürlich auch subjektiv sein kann. Mit Germanisch oder was du mir hier sonst unterstellen willst, hat das nix zu tun.
      Du bist irgendwie immer so schnell gereizt;)

      Da in dem von dir geschilderten Fall Vergewaltigung und Gewalt vorlag, ist das Urteil doch eindeutig, so habe ich es genau auch gemeint….

    • Aristobulus schreibt:

      … Quisas Ausführungen find ich insofern okay, indem es dabei einfach nur mal so um einvernehmlichen Sex ginge. Der kommt ja vor, und faktisch, mehr potentiell, ist ein Jeder ein freier Mensch.
      Es geht jedoch im Hintergrund dann doch um mehr, und das schwingt hinten mit, nicht?, Schwangerwerden, wie Du schriebst, oder eine HIV-Ansteckung fahrlässigerweise, dann ist die Freiheit perdü. Oder bei Sex mit Untergebenen oder gar Abhängigen. Dann fällt der Vorhang, und es geht vor’s Gericht.

      • Silke schreibt:

        als ich jung war, konnte frau von Sex noch leicht schwanger werden und zumindest in meinem Umfeld war unbekannt, wie man an ne Abtreibung käme, ne sichere schon gar nicht. Geschlechtskrankheiten hatten aber dank Antibiotika keinen Schrecken mehr und das blieb auch so weit ins Pillenalter hinein. (Gut auch die beste Verhütung kann mal versagen, aber das blendeten wir aus.)

        Mal so einfach Sex, wenn da einer kam, bei dem “man sich so einfach hinlegen mußte” war gefahrlos geworden, glaubten wir, und hatten auch guten Grund, es zu glauben. Dann kam Aids und sagte, wir hätten da wohl Mutter Natur unterschätzt.

        Aber vielleicht ist ja heutzutage Kondomgebrauch das sine qua non in den Kreisen, die dem Lockeren zuneigen.

  14. Silke schreibt:

    @Aristobulus
    Januar 13, 2012 um 10:17 pm

    Ja Opa war kein Nazi, davon habe ich viel gehört, doch was den Welzer insgesamt so reitet ist mir äußerst unklar. Einersetis sagt er von seinem neuen Buch mit Söhnke Neitzel über die Abhörprotokolle von kriegsgefangenen Soldaten, so war halt Krieg, so ist halt Krieg, andererseits erinnere ich ihn, wahrscheinlich von irgendwann im Nachtstudio, daß wenn es zu Israel kommt, jedes das ist halt so in seinem Wortschatz fehlt.

    Ich weiß nicht, was die Juden, die mir im Laufe meines Lebens persönlich begegnet sind, erlebt haben, man sprach nicht oder fast nicht drüber, aber wenn ich in der Personalabteilung so einen Pass kriegte, wo geboren in Deutschland drin stand, dann war der Grund meistens, daß sie es irgendwie, so wie von Stefan Heym beschrieben, bei Nacht und Nebel geschafft hatten. Andere weigerten sich privat, deutsch zu sprechen. Da gab’s nix zu fragen. Mein holländischer Kollege als ich in Den Haag war und den Test anscheinend bestanden hatte, hat mir erzählt, daß sie ihn damals mitten auf der Straße auf dem Weg von oder zur Arbeit mit nix als ner Aktentasche geschnappt und deportiert haben. Keine Nachricht an die Familie, nix. So weit ich weiß, war er nicht mal Jude. Ich könnte Seiten und Seiten von solchen Vignetten schreiben und dann waren da immer die Kollegen, die rochen. Zum Glück ist in Deutschland Politik am Arbeitsplatz verboten und somit kann man die volle Pulle bei den Einschlägigen vermeiden, wenn man dafür sorgt, daß das Thema nie aufkommt. Und da man die Leute ja über die Jahre kennt, kann man nur staunen, wie zuverlässig irgendwelche Schlüsselsätze den ganzen Rest signalisieren. Vielleicht nicht genau die Definition von Anti-Semitismus aber das was ich die Überzeugung nenne, daß “ihr” nicht blutet wie “wir”. (Ich weiß das Stück wird gehaßt, aber ich habe es nur einmal im Fernsehen gesehen und danach gehörte all mein Mitgefühl ohne jede Einschränkung Shylock)

    Und ja, das iss alles nix im Vergleich dazu Mengele überlebt zu haben und das in diesem Kontext Schlimmste ist, daß das Buch gestern sowohl bei amazon als auch bei libri erst beim zweiten Suchen auftauchte. Es wird wohl nicht viele Leser(innen) finden. Wie auch, wenn kein Tamtam drum arrangiert wird. Ich lade massenweise LiteraturbesprechungsPodcasts runter. Das ist das erste Mal, daß das Buch bei mir aufgetaucht ist und das war schon am 19.11.11 (erschienen ist’s am 11.11. – wenn unsereins wenigstens das Mitleid mit den Toten ernst nehmen würde, dann müßte das Buch auf allen Kanälen sein, denn der Autor präsentiert es gut und der Verlag ist kein kleiner) Aber wenn Welzer, der Gutmensch, dann iss es auf allen Kanälen.

    Und jetzt habe ich sogar den Namen von dem israelischen Historiker vergessen, der ein Buch geschrieben hat über die Straßen in deutschen Städte, wo sie da überall “was” gewußt haben MÜSSEN. irgendwas mit B a – Blastman oder so ähnlich. Fakten in der Besprechung, bei denen es einen dann nur noch friert.

    • Silke schreibt:

      Du fragst wie soll man das nur verstehen – dabei ist es ganz einfach, es sind die Opfer, die die Täter so weit gebracht haben und drum sind die Täter die eigentlich zu Bedauernden.

      (sarc alert)

      • Aristobulus schreibt:

        Yep, so wie etwa dieser sog. Tim, der sich so erschrecklich über die Krummnasen echauffieren muss, dass er sie am liebsten allesamt mim’ Knüppel erschlüge (http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/hassmails/), und er sieht sich als Vollstrecker der öffentlichen Meinung, also als Funktionsträger. Der bedauert sich selbst überaus, ach, dass die jüd. Lügenmäuler ihn so weit gebracht haben… vielleicht wäre ohne die ein ganz ordentlicher Berufsschüler oder Müllkutscher aus ihm geworten.

        • Silke schreibt:

          … und vergiss nicht, daß er bei allem “anständig” geblieben ist.

          Die ganz alltägliche Variante des Phänomens gibt’s übrigens am Anfang von Tom Sawyers – aber irgendwie erinnere ich Tante Polly in meiner deutschen Ausgabe als noch viel stärker unter ihrer Pflicht leidend, strafen zu müssen.

          Every time I let him off, my conscience does hurt me so,
          and every time I hit him my old heart most breaks.

          http://www.gutenberg.org/cache/epub/74/pg74.txt

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  16. Joel schreibt:

    „2008“, notiert der Chefredakteur der französischen Zeitschrift “Valeurs Actuelles”, Michel Gurfinkiel (“Naqba/ La somme et le reste”, 14. Mai 2010), „unterstützte die UNRWA 4,5 Millionen [palästinensische] Flüchtlinge bzw. deren Nachkommen. Dafür standen ihr 24.000 hauptberufliche Helfer, zu 99% Palästinenser, zur Verfügung. Ihr zweijähriges Budget betrug 1,09 Milliarde Dollar. Das macht etwa 500 Millionen Dollar jährlich.
    Im selben Jahr verfügte der UNHCR für alle anderen ‚Flüchtlinge, Verschleppten und Heimatlosen’ dieser Erde – also für 32,9 Millionen über 116 Länder und 5 Kontinente verstreute Personen – über nur 6.260 hauptberufliche, aus zahlreichen Ländern stammende Helfer. Sein jährliches Budget belief sich 2008 auf 1,09 Milliarde Dollar, 2009 auf 1,1 Milliarde Dollar.
    Mit anderen Worten, ein Drittel des UN-Gesamtbetrags zugunsten der Flüchtlinge und 79,3 % des Hilfspersonals gingen 2008 an eine einzige einschlägige Bevölkerung, oder 13,9 % aller Flüchtlinge: die Palästinenser.“

    • Aristobulus schreibt:

      “… ein Drittel des UN-Gesamtbetrags zugunsten der Flüchtlinge und 79,3 % des Hilfspersonals gingen 2008 an eine einzige einschlägige Bevölkerung, oder 13,9 % aller Flüchtlinge: die Palästinenser.” !!

      Danke, Joel. Kaum zu glauben immer, eigentlich GAR nicht zu glauben!, und doch ist es so. Die herbeifantasierten ‘Opfer der Juden’ stehen auf der Empfängerliste ganz, ganz, ganz oben.
      Schade, dass ich nicht weiß, wie man hier ganz große und ganz fette Buchstaben einstellt.

    • A.mOr schreibt:

      ;) Darf ich assistieren?

      “Die Palästinenser“(…)
      Die herbeifantasierten ‘Opfer der Juden’ stehen auf der Empfängerliste ganz, ganz, ganz oben.

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