Breaking the Silence

Auf dem Blog Times of Israel habe ich diesen Bericht gefunden und übersetzt:

Ich werde jetzt ebenfalls mein Schweigen brechen. Mein Name ist Tuvia Book. Ich habe in der israelischen Armee gedient. Ich bin das ganze Gerede über mich leid. Ich kann nicht länger schweigen. Daher habe ich beschlossen, das Schweigen zu brechen.

Ich diente im Libanon, im Gazastreifen, sowie in Judäa und Samaria. Ich kämpfte als Soldat in Einheiten an der Front. Ich war zudem viele Jahre im Reservedienst tätig. Ich durchlebte ein hartes Training und nahm an vielen Kursen in der Armee teil. Ich war Teil zahlreicher militärischer Operationen in sämtlichen Bereichen unseres Staates, aber auch über seine Grenzen hinweg.

Hiermit erkläre ich, noch nie einen „illegalen Befehl“ erhalten zu haben.

Ich habe nie an einer Aktion teilgenommen, bei der unschuldige Zivilisten absichtlich geschadet wurden. Jedes Briefing, das ich vor jeder Mission erhielt, egal wie klein oder groß die Mission auch war, betonte stets die Bedeutung der Einhaltung der Werte der israelischen Verteidigungskräfte. Ich bin sehr stolz auf meinen Dienst und auf all jene, die mit mir gedient haben. Ich hatte das Privileg, mit den Besten der Besten des Volkes Israels zu dienen.

Ich bin stolz auf unseren Staat und auf seine offene Demokratie. Ich meine, dass es Mittel und Wege gibt, über den Staat Israel zu sprechen und seine Meinung zu sagen, über das, was in der israelischen Armee passiert. Der Weg besteht jedoch nicht darin, Lügen zu verbreiten oder finanzielle Unterstützung von ausländischen Staaten und Organisationen zu beziehen, die lediglich den Namen des Staates Israels, sowie seine Armee und seine Bürger durch den Schlamm ziehen wollen.

Es gibt genug Raum, um die israelischen Verteidigungskräfte zu kritisieren, aber die Kritik sollte fair und ehrlich geäußert werden. Das heißt, alle bekannten Informationen und Bezugsquellen sollten den Ermittlungsbehörden der israelischen Armee zugänglich gemacht werden, damit sie ihre Arbeit ehrlich und treu tun können und alle Fälle untersuchen, die die Grenzen des Geistes der israelischen Armee überschritten haben.

Die Nichtregierungsorganisation „Breaking the Silence“, die finanzielle Unterstützung von internationalen Organisationen empfängt, von denen einige ganz offen Israels Existenzrecht bestreiten, funktioniert nicht auf diese Weise. Ein großer Teil ihrer Anschuldigungen sind anonym und ohne identifizierbare Informationen. Zudem wurden die Anschuldigungen nie den Untersuchungsstellen der israelischen Armee zugänglich gemacht, sondern direkt an internationalen Gremien übertragen, die zum Teil offen feindlich gegen Israel eingestellt sind. Der Anspruch dieser Organisation ist nicht eine kooperative Untersuchung, sondern die unkontrollierte Verbreitung bösartiger Geschichten über Israel im Ausland.

Kürzlich, bei einem Besuch einer israelischen Luftbasis von einer Gruppe aus den Vereinigten Staaten von Amerika, traf ich einen F15 Piloten, der im vergangenen Sommer siebzehn Missionen gegen ein Ziel in Gaza geflogen war, die allesamt abgebrochen wurden. Ein Teilnehmer fragte, ob die Abbrüche nicht frustrierend gewesen seien. Der Pilot antwortete jedoch:

„Es war nicht frustrierend! Es ist das Beste an der israelischen Armee, dass sie es nicht gestattet, unschuldige Zivilisten gezielt anzugreifen. Ich hätte nie mit den Folgen dieser Maßnahme für den Rest meines Lebens leben können.“

Während meines Dienstes an der Front habe ich stets in dem Geiste gehandelt, unschuldige Zivilisten nicht zu schaden. Ich hätte eher mich getötet als unschuldige Zivilisten, um dann damit leben zu müssen.

Oberst Richard Kemp ist ein herausragender britischer Militärexperte. Er war Kommandant der britischen Streitkräfte in Afghanistan. Er hat festgestellt:

„Die israelische Armee hat größere Schritte als jede andere Armee in der Geschichte der Kriegsführung unternommen, um den Schaden an unschuldigen Zivilisten in einer Kampfzone zu minimieren.“

Die Realität der israelischen Armee ist somit das genaue Gegenteil von dem, was durch „Breaking the Silence“ und ihre Nichtregierungsorganisationen behauptet wird.

Den Ausführungen von Tuvia Book möchte ich hinzufügen: Die Ausstellung „Breaking the Silence“ bricht kein Schweigen, sondern stimmt lediglich in den lauten Chor der einseitigen Israelkritiker ein. Die Ausstellung sollte daher besser „Joining the Choir“ heißen!

„Breaking the Silence“ ist eine Ausstellung, in der anonyme Aussagen zusammengetragen wurden, die das Verhalten der israelischen Armee auf das Schärfste kritisieren. Die Austellung ist radikal einseitig und verurteilt ausschließlich Israel. Zu der Tatsache, dass Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas die Vernichtung aller Juden fordert und regelmäßig auf Israel Raketen abgefeuert werden, schweigt die Ausstellung. Mehrere Vorwürfe von Augenzeugen, in der Ausstellung würden auch Lügen verbreitet, wurden von den Organisatoren nicht widerlegt!

Ausgerechnet diese Ausstellung sollte im Zusammenhang der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der deutsch-israelischen Beziehungen und dem 55. Jahrestag des Schüleraustauschs zwischen Köln und seiner israelischen Partnerstadt Tel Aviv gezeigt werden. Das ist kölsche Gastfreundschaft: Zum Jahrestag wollte Köln in das Festessen seiner Partnerstadt Tel Aviv brechen! Ich wundere mich über die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Tel Aviv, die sich so devot ankotzen lassen wollten!

Der damalige Oberbürgermeister Jürgen Roters hatte jedoch noch ein Einsehen und sagte das Brechen zum Jubiläum ab. Joachim Frank vom Kölner Stadt Anzeiger war über diese Entscheidung sehr erzürnt und schrieb:

„Im richtigen Leben wäre jetzt von „Betteln um Schläge“ die Rede.“

Jawohl, wer das Kotzen ins Festessen der jüdischen Stadt Tel Aviv absagt, bettelt geradezu nach Schlägen! Frank erklärte zudem , die Absage „bestärkt zum einen den klassischen antisemitischen Topos, dass „die Deutschen immer einknicken, wenn die Israelis Druck machen“ und fordert „zwingend einen Plan B“. Da bricht aber jemand gerne!

Die Schau wird laut Kölnischer Rundschau in einem „angemessenen Kontext“ im Frühjahr 2016 in Köln zu sehen sein! Gegen Israel kotzt Köln halt gern, zur Not im angemessenen Kontext.

Frieder Wolf ist der Leiter des Kölner Büros für internationale Angelegenheiten. Ja, Köln leistet sich einen eigenen Außenminister!

Mein guter Freund Tuvia Tenenbom besuchte jüngst diesen kölschen Außenminister in seinem Büro, nachdem Frieder Wolf sich als Mann vorgestellt hatte, der seine Aufgabe darin sähe, Juden zu retten. “Ein Judenretter”, dachte sich Tuvia und entschied: “Ich möchte sehen, wie das Büro eines städtisch angestellten Judenretters in Köln aussieht.” Tuvia ging also ins Büro von Frieder Wolf und war überrascht über das Bild, das er prominent plaziert im Büro des kölschen Außenministers vorfand: Frieder Wolf zusammen mit Mahmud Abbas von der Fatah!

“In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.”

Diesen Satz sprach Mahmut Abbas im Juli 2013 zu überwiegend ägyptischen Journalisten. Mit “Israelis” meint Abbas ausschließlich Juden. Er meint nicht die knapp 1,6 Millionen Isralis, die Muslime sind. Sie dürfen sich selbstverständlich in einem möglichen Palästina aufhalten. Mufti Muhammad Hussein wurde von Abbas zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt und erklärte zur 47-Jahr-Feier der Fatah:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Mahmud Abbas unterschreibt Todesurteile für Menschen, die nichts anderes getan haben, als Grundstücke an Juden zu verkaufen. Zudem lässt Abbas Straßen nach Menschen benennen, die als “Märtyrer” möglichst viele Juden ermordet haben.

Mit so einem Mann hat sich der „Judenretter“ des kölschen Außenministeriums ablichten lassen, vermutlich weil die Endlösung der Judenrettung selten in schönere Worte gepackt wurde.

Ich durfte den „Judenretter“ auch einmal persönlich kennenlernen, nachdem ich Anzeige gegen einen Mann erstattet hatte, der vor dem Kölner Dom Juden als Kinderbluttrinker dargestellt und die Hamas, die in ihrer Charta die Vernichtung aller Juden fordert, als „legitimen Widerstand“ bezeichnet hatte. Meine Anzeige fand nationale und internationale Beachtung. Das Simon-Wiesenthal-Center schaltete sich ein und applaudierte meiner Anzeige. Sogar die Partnerstadt von Köln, Tel Aviv, erwarte eine Erklärung von Köln, ob dieser Toleranz gegenüber Antisemitismus.

Als ich in das Büro für internationale Angelegenheiten einberufen wurde, dachte ich noch, ich würde ein Lob von der Stadt erhalten, ob meines Eintretens gegen Judenhass, aber ich wurde bitter enttäuscht. Der kölsche Außenminister erklärte mir, dass ich aufpassen solle, was ich über Köln sagte und wenn ich weiter schlecht über die Stadt spräche, ich es mit ihm zu tun bekommen würde. Ja, der „Judenretter“ fand meinen Antisemitismusvorwurf schlimmer als den Antisemitismus selbst. Der Ruf der Stadt war ihm wichtiger als eine Stadt ohne Judenhass. Das ist gelebte Außenpolitik!

Bethlehem ist ebenfalls Partnerstadt der Stadt Köln. Im Gegenzug zu Tel Aviv sind in Bethlehem nicht alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt! Dort gibt es keine Religionsfreiheit und keine Meinungsfreiheit. Frauen und Männer sind in Bethlehem nicht gleichberechtigt. In Tel Aviv findet die größte Parade für Schwule und Lesben im Nahen Osten statt. In Bethlehem werden Schwule und Lesben verfolgt. In Tel Aviv leben viele Muslime. In Bethlehem sind jüdische Israelis verboten. Bethlehem ist lebensgefährlich für Juden. Nazis würden sagen: „Bethlehem ist judenrein!“ Eine Ausstellung über den virulenten Judenhass und den kriegerischen Fundamentalismus in der von der palästinensischen Autonomiebehörde besetzten Stadt Bethlehem ist in Köln nicht geplant. Da bricht Köln kein Schweigen!

Köln bricht das Schweigen nur in eine Richtung und auch nur, um den Staat Israel, sowie seine Armee und seine Bürger durch den Schlamm zu ziehen. Das macht Köln gerne möglich!

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31 Antworten zu Breaking the Silence

  1. jan schreibt:

    Und welche Parteien unterstützen die Juden in Köln so?Na?

    Auch wunder ich mich immer wieder das unter Israel Artikeln so wenig widerspruch kommt-habe bestimmt schon 1-200 mal Israel in den Kommentarspalten verteidigt,oft als einziger.
    Interessiert es die Juden in Deutschland nicht?
    Könnte sein-ein Armenier schrieb einmal das selbe über sein Volk in Deutschland.Niemand ausser ihm schriebt Kommentare wenn mal wider Lügen verbreitet werden.

  2. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  3. echsenwut schreibt:

    Nun, H. Dr. Book ist ja kein „normaler, israelischer Bürger“. Er hat sich in Israel und darüberhinaus längst einen Namen als Standartenträger der Regierung Israels gemacht und ist beständiger Blogger bei „The Times of Israel“. Er hätte seiner Sache ganz sicherlich erheblich mehr genutzt, wenn er auf das letzte Drittel seiner „Ausführungen“ verzichtet und sich auf seine Behauptungen, er habe nie „illegale Befehle“ erhalten, reduziert hätte. Aber diese drastischen, letzten Absätze hatten mich argwöhnisch gemacht und wenige Klicks später zeigte sich: er ist ein Troll der israelischen Regierung. Meinungsmanipulation sollte ein bisschen geschickter gemacht werden, sonst kippt sie, wie im Fall Book, ins Gegenteil um.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @echsenwut

      Können Sie den Vorwurf der „Meinungsmanipulation“ konkret belegen oder müssen wir uns mit Ihrem Argwohn zufrieden geben, wegen der „drastischen, letzten Absätze“?

      • echsenwut schreibt:

        Gern! Googlen Sie sich doch bitte mal den „Goldstein-Bericht“, der vom UN-Sonderbeauftragten Goldstein anlässlich des vorletzten Massakers im Gaza-Streifen angefertigt worden ist. Die darin beschriebenen Untersuchungsergebnisse decken sich „1:1“ mit den Berichten von „Breaking The Silence“. Es ist nur noch als der stahlharte Versuch von Meinungsmanipulation zu werten, wenn Book jetzt die längst dahingegangene Legende von der „moralischsten Armee der Welt“ bemüht.
        Auch neben Goldstein und BTS existieren zahllose Berichte von Befehlen, nach welchen israelische Soldaten ganz bewusst und zielgerichtet auf Wehrlose, auf Zivilisten, Kinder und alte Menschen feuern sollten.

        • Dante schreibt:

          Es ist nur noch als der stahlharte Versuch von Meinungsmanipulation zu werten,…

          Oder eines Gegensteuerns gegen eine massive Meinungsmanipulation.

          …wenn Book jetzt die längst dahingegangene Legende von der “moralischsten Armee der Welt” bemüht.

          Ob Legende und längst dahingegangen, ist doch sehr fraglich, wenn die Feinde Israels es nötig haben, Bilder, die in Wahrheit einen misshandelten Juden zeigen, als Bilder eines misshandelten Arabischpalästinensers zu präsentieren.
          Auch wenn ich den Wahrheitsgehalt israelischer Verlautbarungen nicht objektiv einschätzen kann, der israel“kritischer“ Verlautbarungen und Berichte ist relativ leicht einzuschätzen, weil die Manipulationen nicht gut getarnt werden (müssen, da sie gern geglaubt werden). Außerdem sagen Israels Feinde zuweilen ganz offen, worum es ihnen wirklich geht, und das ist keinesfalls ein Zusammenleben von Juden und Arabern in Frieden und Freiheit, sondern könnte weiter davon nicht entfernt sein.

          • echsenwut schreibt:

            Es ist tatsächlich nicht wirklich einfach, einen nüchtern-objektiven Sachstand zu erheben. Und ich wiederhole mich gern: auch der palästinensischen Seite ist immer dann nur sehr stark eingeschränkt zu vertrauen, sobald die Hamas und das Büro von Abbas ins Spiel kommen. Allerdings hebt eine wahre Flut an Material, Zeugenaussagen, Fotos, Filme und Berichte von neutralen Menschen an, die den Glaubwürdigkeitszeiger in Richtung Palästina drücken. Was ist davon zu halten, wenn ein BRITISCHER Minister ganz offen davon spricht, dass mindestens die Hälfte aller „Messerattacken“ keine waren und begleitend dazu Videos auftauchen, auf welchen israelische Soldaten knieenden Palästinensern ein Messer mit dem Befehl zuwerfen, es aufzuheben – und dabei mit dem Gewehr auf ihren Kopf zielen … ? Die Materialien hierzu stammen weder von einer Hamas noch von sonst irgendeiner Organisation, sondern von einfachen Zivilisten, Passanten, die rein zufällig ihre handycamera auf das Geschehen gerichtet hatten.
            Man muss sehr fein aufpassen: nicht jeder, der Israels Regierung kritisiert, ist ein Feind Israels oder gar der Juden! Längst nicht alles, was von den Betonköpfen, den Extremisten Israels (also Israels wirklich erbittertsten Feinden!) als „Antisemitismus!“ gebrandmarkt wird, ist auch welcher. Ich kann ein Lied davon singen.
            Zur Zeit werden alle (!), die sich mit tatsächlichen Friedensbemühungen auseinandersetzen, von beiden Seiten in Grund und Boden geschrieen. Die friedlichen und dialogbereiten Juden und Muslime werden von ihren jeweiligen Extremisten auseinandergehalten und bedroht. Friedensaktivisten und Besatzungskritiker unter Israelis werden als „Verräter!“ niedergeschrieen, Muslime mit der gleichen Absicht zum Frieden ebenfalls. Und das, obschon diese beiden die einzige und wahrhaft letzte Hoffnung für Israel und seiner Nachbarschaft sind!

          • Dante schreibt:

            Allerdings hebt eine wahre Flut an Material, Zeugenaussagen, Fotos, Filme und Berichte von neutralen Menschen an, die den Glaubwürdigkeitszeiger in Richtung Palästina drücken.

            Die bloße Masse überzeugt mich nicht. Es gibt ja auch weitaus mehr Judenhasser als Juden auf der Welt, und mit ‚weitaus mehr‘ meine ich ein bis zwei Zehnerpotenzen.

            Was ist davon zu halten, wenn ein BRITISCHER Minister ganz offen davon spricht, dass mindestens die Hälfte aller “Messerattacken” keine waren…

            Warum sollte ausgerechnet ein Vertreter der Ex-Mandatsmacht, die gegen die Teilung Palästinas gestimmt hat, die lautere Wahrheit verkünden? Und selbst gesehen hat er das, was er beschreibt, auch nicht.
            Und warum sollten die Israelis so etwas Törichtes tun wie Messerattacken zu faken?

          • Dante schreibt:

            Man muss sehr fein aufpassen: nicht jeder, der Israels Regierung kritisiert, ist ein Feind Israels oder gar der Juden!

            Habe ich auch nicht behauptet. Es waren aber auch nicht alle oder auch nur die meisten Deutschen in den 1930er und 1940er Jahren glühende Judenhasser, und dennoch kam es zur Shoah. Nicht zuletzt übrigens dadurch, dass viele Balten und Ukrainer durchaus glühende Judenhasser waren.

          • Dante schreibt:

            Die friedlichen und dialogbereiten Juden und Muslime werden von ihren jeweiligen Extremisten auseinandergehalten und bedroht.

            Es gibt ein paar wichtige Unterschiede. Was in Israel Extremisten sind, ist bei den Arabischpalästinensern Mainstream. Und israelische Extremisten belassen es im Normalfall beim Beschimpfen. Tödliche Gewalt ist die Ausnahme, sonst würde z. B. Zimmermann nicht mehr leben. Bei den Arabischpalästinensern ist sie die Regel, und selbst ein arabischer Israeli muss sich vor seiner Familie in Acht nehmen, wenn er Israel befürwortet.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @echsenwut: „Aber diese drastischen, letzten Absätze hatten mich argwöhnisch gemacht …“

      Da gerade von drastischen Absätzen die Rede ist, präsentiere ich die Anschauungen eines Echsenhirns: „Die Extremisten um Netanyahu wissen längst, dass sie ihr “Groß-Israel” nie erleben werden. Ihre feuchten Träume von einem ethnisch gesäuberten Faschistenstaat zielen ins Leere, ihre Brutalitäten bleiben ohne Erfolg.“
      Zu finden auf:
      https://echsenwut.wordpress.com/

      • Philipp schreibt:

        Der ethnisch gesäuberte Faschistenstaat ist genau das, wovon Abbas träumt. Und genau den wird er nicht bekommen, weil er zu blöd ist, sich auch nur 5 Minuten als „friedliebend“ zu verstellen.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Philipp: „…, weil er (Abbas) zu blöd ist, sich auch nur 5 Minuten als “friedliebend” zu verstellen.“

          Immerhin ist Abbas nicht zu blöd, um irgendwelche Echsen zu überzeugen. Deren Verstand überragt er jederzeit.

          • echsenwut schreibt:

            Ach herrjeh! 😀 Sie haben mir wohl persönlich übelgenommen, Herr Geschwulst, dass ich die üblen, miesen und brutalen Kräfte in Israel auf meinem blog als „Geschwür“ bezeichne? Ooooch ….. das tut mir jetzt aber leid.
            „Gutartig“ bedeutet übrigens keineswegs, dass ein Geschwulst eine Zierde wäre.

          • Dante schreibt:

            Eine Geschwulst (Tumor) ist ein Zuviel an Gewebe, ein Geschwür (Ulcus) ein Zuwenig. Es sind also zwei verschiedene Paar Schuhe, und die fälschliche Bezeichnung von bösartigen Tumoren als „Krebsgeschwür“ mag damit, dass bei Krebs auch Geschwüre auftreten können, was sie aber nicht weniger fälschlich macht.
            Das nur zur Begriffsklärung.
            Wenn wir im Bild bleiben, bestimmte Kräfte innerhalb Israels also als Geschwür oder besser als Geschwulst bezeichnen, frage ich, wo in der arabischpalästinensischen Politik überhaupt nichttumoröses Gewebe zu finden ist.
            Dort sieht eine Krebsoperation seit den Zeiten al-Husseinis so aus, dass man alles wegschneidet und – wirft, was nicht zum Tumor gehört.

        • echsenwut schreibt:

          Sie haben nicht unrecht. Abbas ist für Palästina eine Fehlbesetzung. Er hat sich jahrelang von Netanyahu erpressen und kaufen lassen. Leider wächst Palästina momentan keine taugliche Führungsriege heran, die in produktive und konstruktive Gespräche mit Israel gehen könnte. Auch die Hamas kann dieses Loch nicht stopfen; die Gewaltverliebtheit einiger ihrer Einheiten und ihr eigener Faschismus ist der der israelischen Regierung ebenbürtig und daher abzulehnen.

          • Dante schreibt:

            Auch die Hamas kann dieses Loch nicht stopfen;…

            Das wäre auch physikalisch unmöglich. Löcher sind ungeeignet, Löcher zu stopfen, besonders wenn sie selbst größer sind, als die zu stopfenden selbst.

            … die Gewaltverliebtheit einiger ihrer Einheiten und ihr eigener Faschismus ist der der israelischen Regierung ebenbürtig und daher abzulehnen.

            Abgesehen davon, dass die Aussage über die israelische Regierung nicht stimmt (die HaSSmas verhält sich zu Likud wie die NSDAP zur CDU): Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass Faschismus nicht eo ipso abzulehnen, sondern nur deshalb, weil er dem angeblichen der israelischen Regierung ebenbürtig sei?
            Das wäre wohl typisch für den heutigen „Antifaschismus“…

          • Dante schreibt:

            Der Absatz

            Das wäre auch physikalisch unmöglich. Löcher sind ungeeignet, Löcher zu stopfen, besonders wenn sie selbst größer sind, als die zu stopfenden selbst.

            ist nur versehentlich als Zitat markiert.

      • echsenwut schreibt:

        Vielen Dank für Ihren Link – ich selbst mag keine Eigenwerbung und hätte ihn deshalb hier nicht hereingesetzt. Erklären Sie mir bitte, was an diesem Absatz von mir „drastisch“ sein soll und was in seinem Inhalt an der Wahrheit vorübergeht. Ganz im Gegensatz zu Book kann ich jedes einzelne Wort mit Unmengen an Material belegen. Wo sollen wir anfangen? Vielleicht beim von mir benutzten Wort „Faschismus“?
        Ein Wink – und ich präsentiere Ihnen allein dafür Berge an objektivem Material.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @echsenwut: „Ganz im Gegensatz zu Book kann ich jedes einzelne Wort mit Unmengen an Material belegen. Wo sollen wir anfangen?“

          Fangen Sie doch einfach mal mit eigenen Worten und kurzen prägnanten Nachweisen an, statt „mit Unmengen an Material“.
          Welche Äußerungen Netanyahus enthalten den klaren Beweis, dass er einen „ethnisch gesäuberten Faschistenstaat“ errichten will?

    • Dante schreibt:

      Wieso? Meinungsmache gegen Israel kann ja plump wie sonstwas sein, die wird trotzdem akzeptiert. Tuvia Grossman ziert noch heute als von einem israelischen Polizisten misshandelter Arabischpalästinenser irgendwelche Colaflaschen in der arabischen Welt, obwohl schon seit kurz nach seiner Misshandlung bekannt ist, dass er ein jüdischer Amerikaner war, der von Arabern misshandelt und von dem ebenfalls abgebildeten Polizisten gerettet worden war.
      Ich für meinen Teil rechne mittlerweile nach, wenn mir ein Antizionist erzählt, dass Zwei mal Zwei gleich Vier ist.

      • echsenwut schreibt:

        Das ist richtig! Es gibt auch unter den Opfern in Palästina einige Organisationen, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen und sie so lange biegen, bis sie ihnen in den Kram passt. Es gibt aber eine ausreichende Menge objektiv und nüchtern arbeitender Rechercheure, damit man solchen „publizistischen Tretminen“ entgehen kann – ganz wie im Hinblick auf Israel selbst ja auch. Dazu zählt dann eben auch ein Book als Extremist, der sein „gebrochenes Schweigen“ recht scheinheilig zum Manipulationsversuch nutzt.

  4. HM schreibt:

    Es ist sehr schön zu lesen, das dieser Soldat nie in einem moralischen Konflikt gekommen ist.
    Einige seiner Kollegen hatten dieses Glück wohl nicht.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/rebellion-israelische-armee-entlaesst-kritische-piloten-1115278.html
    Eventuell war das auch ein Auslöser tiefgreifende Veränderungen vorzunehmen…eventuell…
    Ein einzelner Erfahrungsbericht eignet sich nun nicht wirklich zur Generalisierung.

  5. A.mOr schreibt:

    Den Ausführungen von Tuvia Book möchte ich hinzufügen: Die Ausstellung “Breaking the Silence” bricht kein Schweigen, sondern stimmt lediglich in den lauten Chor der einseitigen Israelkritiker ein. Die Ausstellung sollte daher besser “Joining the Choir” heißen!

    So ist es.

    Diese besonders perfide Organisation richtet schon sehr lange, viel zu lange, erheblichen Rufschaden an, und ich bin mir ziemlich sicher, daß hiermit auch erst viele „Israelkritiker“ geschaffen wurden, die den üblichen Verleumdungen keinen Glauben schenken wollten.

  6. Sophist X schreibt:

    “bestärkt zum einen den klassischen antisemitischen Topos, dass „die Deutschen immer einknicken, wenn die Israelis Druck machen“

    In der Tat. Das Verschieben einer Präsentation darüber, welche Brunnen der Jude jüngst vergiftet hat, bestärkt diesen klassischen Topos. Also her mit den Austellungen übers jüdische Brunnenvergiften, damit der Antisemitismus keine Nahrung bekommt.

  7. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Der Deutsche kümmert sich nun mal gern um Juden. Er mag Juden gerne helfen und deshalb Juden vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Natürlich besonders in Israel, denn da gibt es viele Junden, die einfach machen was sie für richtig halten. Juni 2016

    Dienstag, 07.06.2016 Köln:
    Vortrag und Diskussion „Israels Zukunft – ein binationaler Staat!? Martin Buber und seine Vision für Israel“ – mit Micha Brumlik (Publizist, u.a. Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille 2016), 19 Uhr, Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24 b, Kosten: 5 EUR, VA: Melanchthon-Akademie in Koopeartion mit Kölnischer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
    Kontakt: Ev. Melanchthon Akademie, Kartäuserwall 24 b, 50678 Köln, Tel.: 0221/931803-0, Fax: 0221/311025
    E-Mail: info(at)melanchthon-akademie(Punkt)de
    Internet: http://www.melanchthon-akademie.de

    • A.mOr schreibt:

      Köln?
      Es geht auch anders, zB Juden helfen Juden. Da weiß man, was man richtig macht. 😉 ZB so: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24238

    • HM schreibt:

      Sempronius Densus Bielski schreibt:
      Dezember 30, 2015 um 6:38 vormittags

      „Der Deutsche kümmert sich nun mal gerne um Juden“

      Danke, vielen vielen Dank. Bevor Sie mir die Augen öffneten spürte ich diese innere Leere. Jetzt ist mir klar, was fehlte und was auch meine Berufung ist…so als einer von DEN DEUTSCHEN..und so…
      So sind die doch, weiß man doch. Aber eines sollten Sie bedenken. Buurman meint es
      wirklich nicht böse…

Seid gut zueinander!

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