Sigmar Gabriels Kettensägenmassaker

„Ein früherer SPIEGEL-Redakteur feierte seinen Geburtstag mit Weggefährten – und Rechtsradikalen. Ich finde: Die bürgerlichen Eliten sollten für Demokratie einstehen, anstatt an ihr zu sägen! Der Fall #Matussek ist dafür ein weiteres Negativbeispiel.“

Das schreibt Sigmar Gabriel.

Am 24. März 2017 schrieb eben dieser Sigmar Gabriel auf Twitter:

„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen. Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina.“

Sigmar Gabriels Freund Abbas sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Ein deutscher Politiker nennt einen erklärten Judenhasser seinen Freund, obwohl er öffentlich von der Vernichtung aller Juden schwärmt. Er tut dies sogar in Amt und Würden eines deutschen Ministers. Vielleicht sollte ein solcher Politiker lieber schweigen, wenn ein deutscher Journalist ein privates Fest mit Freunden feiert, die der Politiker nicht mag.

Es gibt einige Aussagen von Matthias Matussek, Erika Steinbach, Jan Fleischhauer und Reinhold Beckmann, die ich nicht teile, über manche Thesen ärgere ich mich sogar, manchmal sogar massiv, aber niemals habe ich von diesen Gästen Taten und Worte gesehen, die sie für mich zu Personae non gratae machen.

Was ich aber noch schlimmer finde als alle oben genannten Gäste, sind Menschen, die ihre Mitmenschen aufgrund ihrer Freundschaften ächten und sogar die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Gäste anschreiben, um von ihnen zu verlangen, sie mögen doch bitte Stellung beziehen und die Angestellten aufgrund ihrer Freunde sanktionieren.

Sag mal geht’s noch?

Ich bin Jahrgang 1976. Ich wurde somit zwanzig Jahre nach dem Ende der McCarthy-Ära geboren. Zweiundvierzig Jahre später finde ich mich in Deutschland in genau solcher Ära wieder. In einer Atmosphäre der „Zweiten Braunen Angst“ wird in das Privatleben von Journalisten hineingeschnüffelt und ihre Freundschaften skandalisiert.

Ich hab einige Freundschaften, die weit zurück reichen. Einige meiner Freundinnen und Freunde haben sehr abenteuerliche Lebenswege eingeschlagen. Manche Entscheidungen bedaure ich sehr. Freundschaften wären aber keine Freundschaften, wenn sie über politische Differenzen zerbrächen.

Als ich noch jung war, kam es öfter vor, dass mich auf einer Party ein guter Freund in die Küche bat, um dort unter vier Augen und der Garantie des Mantel der Verschwiegenheit zu gestehen, dass er schwul sei. „Aber bitte, sag es niemanden“, hörte ich dann. „Ich habe Angst davor, dass die Leute davon erfahren. Ich möchte nicht, dass ich auf der Arbeit oder im Dorf Probleme bekomme.“

Seit Jahren ist mir ein solches Gespräch nicht mehr passiert, bis ich vor einigen Wochen ernsthaft von einem guten Schauspielkollegen zur Seite genommen wurde, der mir gestand, die AfD gewählt zu haben. „Aber erzähl es niemandem. Ich habe Angst, dann mein Engagement zu verlieren.“

Ich war schockiert von seiner Angst, auch etwas von der Wahlentscheidung, die ich daher kritisierte, nicht aber von der Homosexualität, die ich vollumfänglich unterstütze. Heute lebe in wieder einem Land, in dem Menschen Angst haben, ihre politische Präferenz offen zu gestehen, weil sie dadurch befürchten, auf eine schwarze Liste zu geraten. Diese Angst, macht mir Angst.

Menschen, die das Gefühl haben, dass ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird, stellen eine Gefahr dar und zwar unabhängig davon, ob sie nun recht haben oder nicht. Menschen, die zum schweigen verdammt sind, die sich nicht mehr trauen, ihre Bedenken und Ängste zu artikulieren, die verdrängen, verleugnen und unterdrücken, werden irgendwann explodieren.

Matthias Matussek ist gläubiger Katholik. Jesus hat mit Huren, Sündern und politisch Geächteten abgehangen. Dagegen ist Matusseks Gästeliste gar nichts. Sigmar Gabriels Freund jedoch würde Jesus verfolgen, wenn er heute noch leben würde, einzig und allein weil er Jude ist.

Vielleicht sollte ein Mann, der mit einem politischen Amt in Deutschland versehen ist und einen Judenhasser seinen Freund nennt, die Fresse halten, wenn ein deutscher Journalist im privaten Umfeld seine Freunde empfängt und bewirtet.

Und wenn Sigmar Gabriel wirklich findet, dass bürgerliche Eliten für Demokratie einstehen sollten, anstatt an ihr zu sägen, dann sollte er das lieber mal seinem Parteigenossen und aktuellen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier sagen, der am 11. Februar 2019 der judenhassenden, frauenverachtenden und schwulenmordenden Regierung im Iran „herzliche Glückwünsche“ aussprach und betonte: „Auch im Namen meiner Landsleute.“

Wenn wir daher vom Sägen an der Demokratie sprechen möchten, dann haben Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel schon längst die Kettensäge rausgeholt.

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110 Antworten zu Sigmar Gabriels Kettensägenmassaker

  1. Wunderbarer Schlagabtausch hier. In mehrfacher Hinsicht interessant, spannend, vielsagend, anregend. Danke und Kompliment an die Beteiligten. Bestätigt aber auch: Schlagabtausch führt selten zur Verständigung, viel öfter zur Verhärtung. Und allzuoft geht es vom Hölzchen aufs Stöckchen, weg vom jeweiligen Thema (hier: Buurmanns Artikel). Aber wenn wir als Linke, Rechte, Grüne, Liberale, Konservative, Christen, Muslime, Juden, Atheisten, Fleischesser, Veganer usw. usf. friedlich miteinander auskommen wollen, gibt es zur Verständigung keine Alternative. Vielleicht sollten wir es doch wenigstens hin und wieder (auch) mit klärenden Gesprächen versuchen (s. meine Anregung weiter unten in einer Antwort an Ben).
    @Ben: Wer bestimmt (und nach welchen Maßstäben), was Anstand und „gesunder Menschenverstand“ sind – und was (angeblich) nicht? Und wie stellen Sie sich die „Ächtung“ der angeblich Unanständigen und Unvernünftigen vor? Publikations- und Berufsverbot? Verbannung (wohin)? Landverschickung? Umerziehungslager? Psychiatrie? Langjährige/lebenslange Haft oder gar Todesstrafe? Gab’s alles schon, gibt es teilweise immer noch. Hat nur mit Freiheit, Demokratie und Menschenrechten nichts zu tun.
    Schönen Sonntag allerseits!

  2. Ben schreibt:

    @A.S.
    „Wieso sollte es eine schamlose Dreistigkeit sein, wenn sich jemand anders einschätzt als ich denjenigen einschätze? Dann hat man halt zwei Meinungen. Das ist bei politischen Bewertungen völlig normal und auch der Grund für parlamentarische Streitkultur“

    Wenn jemand ganz offensichtlich die Wahrheit verdreht, dann ist das eine schamlose Dreistigkeit.
    Wenn ich mich für die Planwirtschaft und ein Einparteiensystem aussprechen würde würde ich erwarten das andere Liberale mich rauswerfen und mich nicht hinstellen und sagen: Was habt Ihr denn? so definiere ich nun mal Liberalismus, wir können doch hier verschiedene Meinungen haben und ich dennoch im Club bleiben! Das ist doch Demokratie!
    Nein, das ist kranker Schmutz

    „Dass die Achse regelmäßig Meinungen veröffentlicht, die ihnen nicht passen, ist erlaubt.“

    Habe ich etwa behauptet die Achse habe gegen das Gesetz verstossen?

    „Bizarrste Trumpanbetung ist übrigens auch erlaubt.“

    Auch dies habe ich nicht bestritten. Ich habe Sie allerdings unmissverständlich gebeten dies einzuordnen. Was ist von Leute zu halten die dies tun?

    „Ich halte Trump auch nur für einen Verbalrüpel, aber nicht für einen schlechten Präsidenten, auch wenn ich mit einigem nicht einverstanden bin. Bin ich deshalb für Sie jetzt ein Schuft der geächtet gehört oder können Sie die Meinung akzeptieren?“

    Doch, das kann ich akzeptieren. Nicht akzeptieren kann ich es wenn Achse-Autoren uns erzählen Trump sei kein Lügner und vorgeben noch nie etwas gehört zu haben das Nahe legt Trump habe charakterliche Defizite, niemand sollte das.
    Wenn sich einer hinstellt und offenkundigen Stuss erzählt ( ACHTUNG !!! NUR EIN BEISPIEL ) wie etwa: „Meiner Meinung nach waren die Nazis Liberale“, dann gibt es da nur eine einzige richtige Antwort: Da ist die Tür, Affenmensch

    „Denken Sie also nicht das Anhänger von etwa jüdischen Weltverschwörungstheorien geächtet gehören?
    Ähnlich wie bei Steinhöfel und der Würde Andersdenkender, wieder eine Behauptung, die ich nicht gemacht habe. Wir reden gerade nicht über Anhänger von jüdischer Weltverschwörungstheorien. Derartige Verleumdungen sind unanständig und ich verbitte mir ein für alle mal in die Nähe derartiger Subjekte gerückt zu werden wenn ich über die Achse oder Broder schreibe. Soviel Grundanstand können Sie hoffentlich aufbringen.“

    Und auch hier habe ich nichts dergleichen behauptet. Wieder verdrehen Sie alles. Sie waren es der mich in die Nähe des Faschismus gestellt hat. Ich habe gesagt das es Menschen gibt mit Ansichten die derart schäbig sind das diese Menschen geächtet gehören. Sehen Sie das auch so?

    Habe ich behauptet Broder würde niemals ein Foto von sich machen lassen mit jemandem der nicht seiner Meinung ist? Nein. Was ich sage ist das der bei der AfD so gut aufgehoben ist wie bei keiner anderen Partei. Denken Sie jemand bei der FDP begeistert sich so für Broder wie Frau Weidel?

    Hier eine Liste von englischsprachigen Instituten die den Klimawandel als Fakt betrachten, vor den Konsequenzen warnen und Handlungsbedarf reklamieren:

    National Academy of Sciences (NAS)
    National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)
    NASA’s Goddard Institute of Space Studies (GISS)
    Environmental Protection Agency (EPA)
    The Royal Society of the UK (RS)
    Canadian Meteorological and Oceanographic Society (CMOS)
    UN’s Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)

    Dennoch stellt sich ein Trump hin und sagt: Ich glaube es nun mal einfach nicht.
    Genauso wie viele andere ignoranten Menschen die fast alle sehr weit rechts stehen.
    Für Trump haben die Chinesen den Klimawandel erfunden. Jetzt eine schwierige Frage:
    Was diktiert der gesunde Menschenverstand? Wem glauben?

    • A.S. schreibt:

      Wo ist das die offene Verdrehung von Wahrheit? Es geht um Deutungsfragen, nicht um Wahrheit. Wir beide sind uns einig, dass Broder nicht links ist. Wir wissen aber nicht wie Broder Links sein definiert. Manche halten schon den Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit für ein linkes Alleinstellungsmerkmal. Andere denken, gegen Antisemitismus zu sein sei Links. Wieder andere glauben (vielleicht Broder auch), das Einsetzen für individuelle Freiheitsrechte sei Links.
      Für mich z.B. sind individuelle Freiheitsrechte und Links unvereinbar, schließlich setzen sich Linke immer nur für Gruppenrechte ein, auch wenn sie auf kosten persönlicher Freiheit gehen. Aber das sind eben alles Deutungsfragen, keine Fragen von Wahrheit. Es ist immer brandgefährlich wenn Menschen ihre Deutung zur Wahrheit erklären.

      Broder hat übrigens weder Planwirtschaft gefordert, noch (in rechter Richtung) einen Ahnenpass, Volkshomogenität oder Ähnliches. Er spricht einfach an, was aus seiner Sicht z.Z. hier schiefläuft. Und das sind momentan nun mal linke Traumthemen. Die Sozialhaushalte explodieren, ungehinderte Einwanderung in die Sozialsysteme wird toleriert auch wenn dabei gelogen wurde, Atomenergie, Kohleenergie und Verbrennungsmotoren sollen abgeschafft werden, die Differenzierung des Bildungssystems wird untergraben, uvm. Das sind alles auch Sachen, die auch die meisten AfDler umtreiben und diese überhaupt erst dazu gebracht haben eine neue Partei zu gründen. Das diese neue Partei mehr und mehr Richtung nationalkonservativ wandert, ändert doch nichts daran, dass die genannten Probleme sowohl rechtskonservative und liberale beidermaßen beschäftigen können.

      Ich kenne keine Äußerung, die Broder als Liberalen disqualifizieren würde. Gegenbeispiele werden gerne genommen. Aber eines vorne weg: Von Alice Weidel gemocht zu werden disqualifiziert nicht.
      Überhaupt ist Liberal dadurch definiert, dass man die Rechte des Individuums ins Zentrum stellt, nicht dadurch, dass man keinen Applaus von Rechts bekommt.

      Zur Klarstellung: Natürlich gibt es Positionen, die kein Gegenargument verdienen, sondern einen sofortigen Gesprächsabbruch. Aber der Streitpunkt ist, ab wann das soweit ist.
      Wer den widerlichen Anschlag in Neuseeland mit Greta in Verbindung bringt disqualifiziert sich komplett.
      Wer einem ins Krankenhaus geprügeltem ein Nazi hinterherwirft ebenfall.
      Wer Greta „verhaltensgestört“ nennt ist unfreundlich, sagt aber angesichts ihrer Vita („Im Alter von elf Jahren durchlebte sie eine depressive Phase und hörte vorübergehend auf zu sprechen und zu essen.“) nichts falsches.

      Zum Klimawandel sag ich nix mehr, sonst wird das ganze zu viel. Dieser Disput würde ein eigenes Forum verdienen.

      • Ben schreibt:

        Ich gebe mich ohnehin geschlagen.

        Wir wissen nur mal eben nicht wie Broder links sein definiert, also kann alles sein.
        Nur weil man sehr viele sehr, sehr rechte Sachen sagt und eine äußerst rechte Seite betreibt oder bei einer sehr, sehr rechten Partei begeistert empfangen wird sagt das noch gar nichts. kann man so oder so deuten.
        Und wer sagt das Trump nicht lügt oder wer behauptet noch nie was gehört zu haben was nahe legt Trump habe charakterliche Defizite, mein Gott, ist wie Sie schon sagen eine Deutungsfrage. Sagt gar nix aus. Hat mit Wahrheit nix zu tun.
        Ist eben so oder so. Oder genau anders herum. Kann man so deuten. Oder auch nicht.

        • A.S. schreibt:

          Ich wäre durchaus zufrieden, wenn Sie mit dem Wort Wahrheit vorsichtiger umgingen.
          Wenn Trump behauptet bei seiner Inauguration wären mehr Menschen gewesen als bei Obama ist das Blödheit oder Lüge, auf jeden Fall nicht der Wahrheit entsprechen. Das kann man prüfen.
          Wenn Broder sich als links einschätzt und wir ihn nicht, ist das nicht so leicht.
          Was mich interessieren würde: Wie definieren Sie links, was ist das entscheidende Kriterium?

  3. Ben schreibt:

    Hier der richtige Link zum Klimawandel

    • Ben schreibt:

      Irgendwie funktioniert bei diesem Link das copy + paste nicht.
      Wer zu diesem Thema seinen Horizont erweitern möchte möge bei youtube nach

      13 Misconceptions About Global Warming

      suchen

  4. Brathering schreibt:

    Ben: „Wer sich so äußert, wer so seinem Hass freien Lauf lässt, der gehört auch geächtet.“

    Schwere Zeiten für Hamas, den Iran und Abbas hier bei TiN.
    Also natürlich nur, wenn Ben Zeit hat Hamas und Co. für ihren Hass ebenso inhaltlich intensiv in die Pfanne zu hauen, wie Broder, Buurmann und Steinhöfel für Ihren.

    Und wenn es dann doch nur wieder zu kritischen Texten über Siedlungen reicht, dann nicht wegen dessen, was man unberechtigterweise denken und ihm vorwerfen könnte, sondern weil das Andere schweigend geächtet wird.

    PS: Wer im Glashaus sitzt schmeißt natürlich mit Steinen nicht auf Steinhöfel sondern auf Stinkhoefel.

  5. Ben schreibt:

    @ A.S.
    „Sie werfen anderen Schmutz a la Goebbels vor und verlinken etwas mit „Stinkhoefel“?
    Ist das Ihr Ernst?“

    So einfach ist. Herr Steinhöfel ( eben erst eine für Ihn typische, also unterirdisch schäbige Aussage gelesen und sofort wieder aus dem Gedächtnis gelöscht ) ist ein grundanständiger Mensch der stets die Würde Andersdenkender beachtet. Mehr noch, eine verfolgte Unschuld dem Unrecht angetan wird. Wie der Spaßvogel Akif Pirincci. Wer den nicht mag ist nämlich ein Rassist.

    Genau wie der Obama in Amerika die Rassenspannungen verschärft hat.

    Leben Sie weiter in Ihrer verdrehten Welt, ignorieren weiter alles was nicht in Ihr Weltbild passt und zerreissen Sie sich auch weiter das mal wie alle die nicht ganz weit rechts stehen in einer Phantasiewelt und in einem Paralleluniversum leben. Hass, Rechtsradikalismus, Demagogie gibt es bei uns nicht.

    Aber hören Sie um Gottes willen auf sich als Liberale zu bezeichnen, stehen Sie dazu rechts zu sein

    • A.S. schreibt:

      Wo soll man da anfangen? Zum Glück ist Wochenende …..
      Herr Steinhöfel ..) ist ein grundanständiger Mensch der stets die Würde Andersdenkender beachtet.
      Hab ich nicht geschrieben, ist also Ihre Phantasie. Sie wissen nicht was ich von Steinhöfel halte. Ich habe mich zu Ihrer Doppelmoral geäußert, dass sie einerseits jemanden als Stinkhöfel bezeichnen lassen und anderen Göbbels vorwerfen. Sie machen selber genau das was sie anderen Vorwerfen, nämlich Menschen, die Ihnen nicht passen, die Würde absprechen.
      Sie schließen also aus das Herr Broder so einen barbarischen Schwachsinn von sich gegeben hat
      Nein, ich habe nach einem Zitat gefragt weil ich keine Äußerung Broders in diese Richtung kenne. Würde ich das ausschließen hätte ich eben nicht nach einem Zitat gefragt.
      Sollte ich dies belegen können, würden Sie zustimmen das dies eine schamlose Wahrheitsverdrehung darstellt?
      Probieren Sie es aus. Ich verspreche eine klare Antwort.
      Auch wenn ich finde das Radikale, Demagogen, Wahrheitsverdreher, Fanatiker und Anti-Anstandsaktivisten geächtet werden sollten ist bestimmt nicht alles korrekt was AfDlern angetan wird.
      Immerhin etwas, auch wenn der erste Teil klar faschistische Züge hat. Wer soll denn bestimmen wer Radikal, Demagoge, Wahrheitsverdreher, Fanatiker und Anti-Anstandsaktivist ist? Sie alleine? Ein Wahrheitsministerium? Lesen Sie ein Geschichtsbuch, dann sollte Ihnen klar werden was passiert wenn man Menschen aufgrund ihrer Meinung (nicht Taten, Meinung!!) ächten will. Für Ihr Verständnis der Gefahr: Wollen Sie Ächtung auch dann haben, wenn die AfD mal einen Innenminister stellen sollte?

      Und zuletzt: Wenn Sie sich beleidigt fühlen, weil andere Leute andere Definitionen von LIberal haben als Ihre Affekte, dann haben Sie ein echtes Problem.

      • Ben schreibt:

        Hier die Selbsteinschätzung Broders


        „Immerhin etwas, auch wenn der erste Teil klar faschistische Züge hat. Wer soll denn bestimmen wer Radikal, Demagoge, Wahrheitsverdreher, Fanatiker und Anti-Anstandsaktivist ist? Sie alleine?“

        Nein, Fakten und der gesunde Menschenverstand.Sie tun so als würde ich willkürlich jeden dessen Nase mir nicht passt diffamieren. Sem ist nicht so, wenn ich etwas von mir gebe, dann weil es einen guten Grund gibt.

        Wer den Klimwandel „kritisch“ sieht und sich schon bei der ersten Rückfrage zeigt das der von der Materie null Ahnung hat und dies einfach nur so sieht weil er sehr weit rechts steht ist schlicht ignorant, siehe hier https://www.youtube.com/watch?v=9lD29jqH078
        Diese Leute haben keine Ahnung, wissen aber das die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler – also Leute die Ahnung haben – und reden trotzdem von Klimaideologen und Klimahysterie. Eine kranke und gefährliche Geisteshaltung.

        Vielleicht haben Sie mitbekommen das die Bewegung der Flat Earther in den USA im Aufwind ist. Wenn sich einer hinstellt und sagt das seiner Meinung nach die Erde flach sei, dann muss so einer ein Idiot genannt und verächtlich gemacht werden.

        Wenn uns einer von der jüdischen Weltverschwörung erzählt, sollte der nicht auch geächtet werden? Was würden Sie so einem sagen wenn der weint Faschisten hätten ihm übel mitgespielt nur weil er eine unliebsame Meinung habe?

        Wie mache ich fest ob einer ein Wahrheitsverdreher ist? Ich gucke ganz einfach ob einer die Wahrheit verdreht, etwa wenn Autoren der Achse uns erzählen die hätten noch nie eine Nachricht gehört die Nahe legt Trump habe charakterliche Defizite oder das Trump nicht lüge sondern uns tiefere Wahrheiten erzählt über die er ethische Gefühle transportiere.

        Wann nenne ich jemanden einen Fanatiker? Etwa wenn sich jemand wie Akif Pirincci äußert

        Wann ist einer ein Demagoge? Etwa wenn sich einer hinstellt und erzählt besagter Akif Pirincci sei ein ganz normaler Typ, einfach nur ein Spaßvogel und wer gegen Ihn ist der sei ein Rassist.

        Wann ist einer ein rückgratloser Wurm? Wenn man wie Herr Buurmann sowas als unbequeme Wahrheit bezeichnet.

        Kurz: Gesunder Menschenverstand. Finden Sie das klar faschistisch?

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Gesunder Menschenverstand ist echt nah dran am Gesunden Volksempfinden.

          • Ben schreibt:

            Nein, es ist nicht nah dran, es ist das genaue Gegenteil davon.

            Sie wissen ganz genau das in einer Welt in der Anstand und gesunder Menschenverstand die höchsten Güter darstellen Antisemiten ebenso wie Kommunisten, Islamisten, Nazis und so weiter keine Chance hätten.
            Dennoch haben Sie und Ihre Freunde sich ganz bewusst dafür entschieden das genaue Gegenteil davon zu propagieren

        • A.S. schreibt:

          Puh. Also Broder selber sagt nichts dazu ob er sich als Links sieht, aber immerhin redet der Moderator darüber.
          Dann hier die Antwort:
          Broder ist nach meiner Meinung kein bisschen Links.

          als würde ich willkürlich jeden dessen Nase mir nicht passt diffamieren. Sem ist nicht so, wenn ich etwas von mir gebe, dann weil es einen guten Grund gibt.

          Es wirkt schon etwas willkürlich. Begründung: Es ging um die Achse und Steinhöfer oder Buurmann. Sie unterstellen denen irgendwelche Ismen und begründen das damit, dass es Irre wie die Flat Earther gibt oder Verrückte die an eine jüdische Weltverschwörung glauben? Was soll der Unsinn?
          Da könnte ich ihnen auch vorwerfen ein Kinderficker zu sein und als Begründung anführen, dass es Missbrauch in der katholischen Kirche gibt. Wäre ähnlich sinnvoll.
          Und Ihr gesunder Menschenverstand zeigt einen Mangel an demselben.
          Ist ihnen nicht klar, dass gesellschaftliche Ächtung immer exakt gegen die machtpolitisch unterlegene Gruppe verwendet wird um Kritik zu unterbinden? Und das gesunder Menschenverstand eben nicht objektiv ist.
          Erkennbar an einfachen Fragen:
          Wo zieht der gesunde Menschenverstand die Grenze zwischen berechtigter Israelkritik und Antisemitismus?
          Wo zieht der gesunde Menschenverstand die Grenze zwischen berechtigter Islamkritik und Islamfeindlichkeit die Religiöse Grundrechte abspricht?
          Erlaubt es der gesunde Menschenverstand auf das Faktum zu verweisen, dass wir uns geologisch im Ausklang einer Eiszeit befinden oder ist das schon ächtungswürdiger Rechtspopulismus?
          Erlaubt es der gesunde Menschenverstand auf das Faktum zu verweisen, dass der Meeresspiegel seit Tausenden Jahren ansteigt oder ist das schon ächtungswürdiger Rechtspopulismus?

          • Ben schreibt:

            „Puh. Also Broder selber sagt nichts dazu ob er sich als Links sieht, aber immerhin redet der Moderator darüber.
            Dann hier die Antwort:
            Broder ist nach meiner Meinung kein bisschen Links.“

            Wie bewerten Sie den Umstand das er sich selbst so einordnet?
            Können Sie hier keine schamlose Dreistigkeit und Wahrheitsverdrehung erkennen?
            Was sagt das über Herrn Broder aus?

            „Es wirkt schon etwas willkürlich. Begründung: Es ging um die Achse und Steinhöfer oder Buurmann. Sie unterstellen denen irgendwelche Ismen und begründen das damit, dass es Irre wie die Flat Earther gibt oder Verrückte die an eine jüdische Weltverschwörung glauben?“

            Er wirkt für Sie nur willkürlich weil es Ihnen nicht gefällt. Den oben genannten Herren habe ich keineswegs irgendwelche Ismen unterstellt, ich bin da schon sehr konkret geworden. Das etwa mehrere Autoren der Achse eine bizarrste Trumpanbetung an den Tag legen, wie bewerten Sie das? Was sagt das über die Achse aus?
            Denken Sie nicht das wenn man da mitmacht das dies etwas über einen aussagt?
            Oder kann man aus Versehen bei der Achse landen, sowie Broder aus Versehen bei der AfD zur Tür rein ist wo der vielleicht doch zur FDP wollte?

            „Ist ihnen nicht klar, dass gesellschaftliche Ächtung immer exakt gegen die machtpolitisch unterlegene Gruppe verwendet wird um Kritik zu unterbinden“

            Doch, dagegen empfehle ich ja gerade den gesunden Menschenverstand und Anstand.
            Denken Sie also nicht das Anhänger von etwa jüdischen Weltverschwörungstheorien geächtet gehören?

            Natürlich kann man sich auch schon mal irren, aber was empfehlen Sie als Ersatz für den gesunden Menschenverstand? Wie finden Sie schneidet die Achse bezüglich Anstand und Aufrichtigkeit ab?

            Noch mal: Glauben Sie das Kuschelfoto von Herrn Broder wäre eben so gut zustande gekommen bei den Grünen, der FDP oder der Union?

            „Erlaubt es der gesunde Menschenverstand auf das Faktum zu verweisen, dass wir uns geologisch im Ausklang einer Eiszeit befinden oder ist das schon ächtungswürdiger Rechtspopulismus?
            Erlaubt es der gesunde Menschenverstand auf das Faktum zu verweisen, dass der Meeresspiegel seit Tausenden Jahren ansteigt oder ist das schon ächtungswürdiger Rechtspopulismus?“

            Nein, das ist es nicht. Auch auf die Gefahr hin das Sie mich als einen abgehobenen arroganten Typen ansehen der Sie belehren und Ihnen vorschreiben will was Sie zu denken haben:

            Die überwältigende Mehrheit der Leute die sich mit dieser Materie auskennt kommt zu einem klaren Urteil. Ist es für Sie kein Beweis das ein Mensch dumm ist wenn der besagte Mensch – der auch noch zugibt keine Ahnung davon zu haben – einfach sagt:
            „Glaube ich nicht und nichts kann mich davon überzeugen“.
            Haben Sie das Video der rechten Ikone Candace Owens geguckt?

            Sind die Wissenschaftler Klimaideologen und Klimahysteriker und diese hole Fritte nicht?
            Ganz offensichtlich sind es doch die ( fast immer rechten ) Ideologen die die Wissenschaft bestreiten. Das macht einen nicht zum Freidenker, sondern zum Honk.
            Denken Sie wirklich das die Rechtsradikalen richtig liegen und alle anderen falsch?

            Hier noch ein Film den Sie sich angucken sollten sofern Sie sich wirklich für die Fakten interessieren

          • A.S. schreibt:

            Wieso sollte es eine schamlose Dreistigkeit sein, wenn sich jemand anders einschätzt als ich denjenigen einschätze? Dann hat man halt zwei Meinungen. Das ist bei politischen Bewertungen völlig normal und auch der Grund für parlamentarische Streitkultur.
            Dass die Achse regelmäßig Meinungen veröffentlicht, die ihnen nicht passen, ist erlaubt. Macht das die Autoren zu geächteten?
            Bizarrste Trumpanbetung ist übrigens auch erlaubt. Ich halte Trump auch nur für einen Verbalrüpel, aber nicht für einen schlechten Präsidenten, auch wenn ich mit einigem nicht einverstanden bin. Bin ich deshalb für Sie jetzt ein Schuft der geächtet gehört oder können Sie die Meinung akzeptieren?

            Denken Sie also nicht das Anhänger von etwa jüdischen Weltverschwörungstheorien geächtet gehören?
            Ähnlich wie bei Steinhöfel und der Würde Andersdenkender, wieder eine Behauptung, die ich nicht gemacht habe. Wir reden gerade nicht über Anhänger von jüdischer Weltverschwörungstheorien. Derartige Verleumdungen sind unanständig und ich verbitte mir ein für alle mal in die Nähe derartiger Subjekte gerückt zu werden wenn ich über die Achse oder Broder schreibe. Soviel Grundanstand können Sie hoffentlich aufbringen.

            Glauben Sie das Kuschelfoto von Herrn Broder wäre eben so gut zustande gekommen bei den Grünen, der FDP oder der Union?

            Zum Schluss: Eine Mehrheit der Forscher hat die Existenz von Bakterien abgelehnt, eine Mehrheit der Gelehrten hat das heliozentrische Weltbild abgelehnt, eine Mehrheit der Forscher hat die Unschärferelation abgelehnt. Auch Wissenschaft kennt ihre Moden. Wissenschaft ist nicht demokratisch, Wissenschaft lebt nicht von Mehrheitsentscheidungen von Postenträgern, sondern von Überprüfbarkeit der Thesen. Dazu gehört auch der Umgang mit Gegenargumenten.
            Und wenn der Hinweis auf der Eiszeit, oder auch, dass geologisch das CO2 der Temperatur hinterhergelaufen ist anstatt voraus, keine Argumente auslöst sondern Ausgrenzungsversuche, dann darf ich skeptisch sein.
            Das bezieht sich jetzt nicht auf Sie, als Laien kann man von und beiden die Argumente nicht erwarten. Aber auch von den Pop-Klimatologen Schellnhuber und Latif kommt da ja nix.

  6. Ben schreibt:

    @ A.S.
    „Offensichtlich nehmen wir Broder sehr unterschiedlich war.“

    Nein, wir nehmen Herrn Broder genau gleich wahr. Der Unterschied zwischen uns ist einfach das Sie seine Demagogie, seine grenzenlose Verachtung für alles was nicht rechts ist gut finden.

    „Laut Ihnen hält er sich für einen Linken (das Zitat würde ich gerne mal sehen) obwohl er offen mit der Linken gebrochen hat. Ich halte ihn für einen Liberalen und habe das oben begründet. “

    Dann hat sich das für Sie irgendwie ergeben das der im Bundestag bei der AfD gelandet ist?
    Eine kuriose Laune des Schicksals? Warum ist es nicht die FDP geworden? Glauben Sie genau so gut hätte ein Kuschelfoto mit Frau Beer entstehen können?

    Sie schließen also aus das Herr Broder so einen barbarischen Schwachsinn von sich gegeben hat indem er sich und die Achse als links bezeichnet hat. Sollte ich dies belegen können, würden Sie zustimmen das dies eine schamlose Wahrheitsverdrehung darstellt? Würde dies Ihre Einstellung ändern?

    Auch wenn ich finde das Radikale, Demagogen, Wahrheitsverdreher, Fanatiker und Anti-Anstandsaktivisten geächtet werden sollten ist bestimmt nicht alles korrekt was AfDlern angetan wird. Doch wenn die oben genannten fortfahren mich zu beleidigen indem die sich als Liberale ausgeben dann ist es meine oberste Priorität von der eigenen Haustür zu kehren.

    Da kommt meine Kritik an anderem Abschaum, etwa in Venezuela oder Saudi-Arabien zugegeben etwas kurz

  7. Kanalratte schreibt:

    Wir leben in einer Zeit in der moderat rechte Positionen immer mehr zu rechtsradikalen Positionen verklärt werden und das mit Absicht. Z.B. gilt eine Skepsis gegenüber dem Islam mittlerweile als Rechtsradikal oder zumindest Rechtspopulistisch (es gibt sogar jetzt Versuche alle Islamkritiker mit Attentätern wie dem von Christchurch in Verbindung zu bringen) und wer es wagt die derzeitigen Klimahysterie in Deutschland zu hinterfragen wird ebenfalls in dieser Ecke verordnet. Wer ein Europa ohne Nationalstaaten ablehnt, Grenzen schützen und Einwanderung reglementieren möchte, ist ebenso ein Rechtspopulist oder gleich gar Rechtsradikal. Dabei sind das größenteils Positionen die vor 20 Jahren noch von SPD-Leuten vertreten wurden.

    • A.S. schreibt:

      Man hat damals auch versucht eine Verbindung zwischen Broder und Breivik zu ziehen, nur weil Broder in dessen Gagaschrift erwähnt wurde. Das auch Mohammend und Jesus erwähnt wurden haben die Volldeppen ignoriert. Wie immer wenn es gegen Räääächts geht wurden Doppelmaßstäbe geschaffen.
      Das dieses permanente Zusammenkleben von Gewälttätern mit Nichtgewalttätern gerade das Gift ist, das die Gesellschaft spaltet, scheint der gesamten Gutmenschenfraktion völlig zu entgehen. Wer sorgt denn dafür, dass jeder muslimische Dönerbudenbesitzer immer in Sippenhaft für Gewalttäter genommen wird? Das sind diejenigen, die nach jedem Anschlag die friedliche Mehrheit beschwören und damit eine sprachliche Trennung zwischen Gewalttäter und anderen unmöglich machen.

      • Kanalratte schreibt:

        Das sehe ich auch so. Dadurch dass man für den ideologischen Kampf gegen Rechts Nicht-Gewalttätige gerne mit den Gewalttätigen vermischt, verschwindet die Distanz zwischen den beiden Gruppen. Gerade jetzt versuchen viele Linken wieder alle rechten Positionen mit solchen Anschlägen wie in Neuseeland in Verbindung zu bringen. Ein leider typisches-menschliches Verhalten, das die Linken (die sich häufig selbst nicht daran halten) hingegen sehr gerne bei den Rechten anprangern wenn Muslime Terror verüben. Es gibt Leute auf der rechten Seite (wie bei allen politischen Richtungen) an denen prallt der Hass ab und es gibt Leute die fühlen sich dadurch noch mehr in die Ecke gedrängt und solidarisieren sich dann mit Extremisten oder im schlimmsten Fall sogar mit solchen Attentätern.

        Und nein, die Reaktionen auf der rechten Seite sind auch nicht besser, als bei den Linken. Wenn ich mir machen Kommentare von AfD-Leuten zum Terroranschlag anschaue, wird mir übel.

        Ich empfinde es als große Heuchlerei wenn Menschen die angeben gegen Gewalt zu sein solchte Taten nur dazu nutzen um verbal gegen den politischen Gegner zu schießen. Es sollte der Gesellschaft in erster Linie darum gehen Gewalt zu verurteilen. Stattdessen werden lieber politische Grabenkämpfe ausgetragen.

        • A.S. schreibt:

          Der Kampf um die Deutungshoheit über den Anschlag läuft schon. Ein Beispiel ist Harald Laatsch (AfD) der in Twitter u.a. folgendes schreibt:
          Unfassbare Tat! Den Angehörigen und Verletzten gilt mein Beileid. Der Täter von #Christchurch #Neuseeland rechtfertigt seine Tat mit Überbevölkerung und Klimaschutz. Die Klimapanikverbreiter tragen Mitverantwortung für diese Entwicklung #GretaThunbergg
          Unfassbar widerwärtiger Blödsinn. Der Rest der AfD ist auffallend still.
          Beim nächste Islamistischen (oder Linken) Anschlag wird es wieder umgekehrt sein.

          Ich empfinde es als große Heuchlerei wenn Menschen die angeben gegen Gewalt zu sein solchte Taten nur dazu nutzen um verbal gegen den politischen Gegner zu schießen. Es sollte der Gesellschaft in erster Linie darum gehen Gewalt zu verurteilen. Stattdessen werden lieber politische Grabenkämpfe ausgetragen.
          Unterschreibe ich.

    • Thomas Schweighäuser schreibt:

      Ja, das ist wirklich unsere größte Sorge, dass man jetzt seine „Skepsis gegenüber dem Islam“ nicht mehr adäquat zum Ausdruck bringen kann. ES soll doch Leute geben, die halten „pi-news“ oder David Berger für rechtsradikal.
      Man kann es auch wie die Achse-Leserin Margit Broetz formulieren: „Solche idiotischen Aktionen schaden allen, besonders denen, die den Islam kritisch sehen und seine Vereinbarkeit mit aufgeklärten demokratischen Gesellschaften bezweifeln! Wieder einmal wird es den Moslems zu leicht gemacht, sich als Opfer zu präsentieren, was sie hier ausnahmsweise ja sind!“ Denn das ist das größte Verbrechen, das der Mörder begangen hat: dass er es den Opfern zu leicht gemacht hat, sich als Opfer zu präsentieren.

      Aber weil nichts so dumm ist, als dass es nicht auch dümmer geht, faselt da einer von „Doppelmaßstäben“ und schreibt „Sippenhaft“, wenn er „Sippenhaftung“ meint, und halluziniert, „muslimische Dönerbudenbesitzer“ würden allein deswegen derartig haftbar gemacht, weil es Menschen gebe, die „nach jedem Anschlag die friedliche Mehrheit beschwören und damit eine sprachliche Trennung zwischen Gewalttäter und anderen unmöglich machen“.
      Es ist, mit Verlaub gesagt, der reine Irrsinn.

      Und wem jetzt noch nicht übel ist, der kann ein besonders gelungenes Beispiel für Meinungsvielfalt aus dem Hause Springer bewundern.
      Welt.de befragt einen Terrorismusexperten, ob man denn das Video des Mörders zeigen sollte. Der antwortet: „Denn bei jeder Anschlagsdarstellung im Netz oder in Zeitungen muss man natürlich auch bedenken, dass es nicht nur die normalen Menschen abstößt, sondern die Radikalen durchaus weiter radikalisiert. Meine persönliche Meinung ist, dass solche Dinge nicht gezeigt werden müssen.“
      Beim Radikalisieren müssen die Radikalen aber nicht lange suchen, nebenan, bei bild.de gibt es das Video zu sehen und der Chefredakteur erklärt auch, warum: „Nun zeigen wir auch Bilder und Sequenzen aus dem Video, das der rechtsextreme Terrorist von Christchurch während seiner abstoßenden Tat anfertigte. Wir zeigen diese Bilder ganz bewusst. Wir glauben, dass wir diese Bilder zeigen müssen. (…) Journalismus muss zeigen, was geschehen ist. (…) Erst die Bilder verdeutlichen uns die erschütternde menschliche Dimension dieser Schreckenstat.“
      Denn was so ein Mord bedeutet, wird erst klar, wenn man ihn genau studiert.
      Was für eine Kreatur.

  8. Ben schreibt:

    @ A.S.
    „Die Achse ist liberal und lässt ein breites Spektrum an Meinungen zu, auch wenn sich rechtskonservativa da tummeln.“

    Nehmen wir mal die Einstellung der Achse zu Donald Trump und dem Klimawandel.
    Meinen Sie nicht das deren Ansichten sehr, sehr, sehr viel stärker mit dem rechten Rand kompatibel sind als mit liberalen Positionen oder diesen sogar diametral entgegenstehen?

    Wie schätzen Sie die Zusammenarbeit zahlreicher Achse-Aktivisten bei den sogenannten „freien“ Medien, also Journalistenwatch, P.I. News, Philosophia Perennis und so weiter ein?

    Bei der Achse des Guten wurde die Liberale Jugendbewegung http://apollo-news.net/
    als klassische Liberale Seite promotet. Sehen Sie das auch so?

    Und zuletzt: Wie denken Sie schneidet die Achse des Guten in Bezug auf alten Tugenden wie
    etwas Anstand und Aufrichtigkeit oder Fairness und Sachlichkeit ab?

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Ist das hier ein Prozess?

      • Ben schreibt:

        Nein, ich frage jemanden nach seiner Meinung der eine äußerst steile These von sich gegeben hat.
        Wenn auch nur die geringste Aussicht bestünde von Ihnen vernünftige Antworten zu erhalten hätte ich natürlich Sie gefragt

      • Mit „Ben“ als Staatsanwalt und Richter in einer Person. Der Angeklagte wird gerade vernommen. Alles, was er sagt (schreibt), kann gegen ihn verwendet werden. Und das Urteil steht bereits fest.

        • A.S. schreibt:

          Und der Angeklagte freut sich schon daruf, dass Ben demnächst einräumen muss, dass Liberal für ihn heißt, dass jeder seine Feindbilder zu übernehmen hat.
          Letztlich hat er das bereits gesagt, er weiß es nur noch nicht.

          • Ben schreibt:

            Was heißt Feindbild? Ich bin gegen Lügen, Hetze, Radikalismus, Hass und Fanatismus.
            Nennen Sie das ruhig linksgrünen Empörialismus oder wie immer Sie wollen.

            Sie werden also den Dialog ablehnen?

        • Ben schreibt:

          Keine Sorge, zu keinem Zeitpunkt habe ich in Erwägung gezogen Sie einer Bestrafung zuzuführen. Warum also keine der Fragen beantworten? Ich stehe grundsätzlich immer zur Verfügung fragen zu beantworten – sofern meine Gegenfragen ebenfalls beantwortet werden

    • A.S. schreibt:

      Das ist typisch links.
      Die erwähnten Übergriffe von Links gegen Rechts werden einfach übergangen (und damit ignoriert) und es geht weiter mit der Feindbildpflege.

    • A.S. schreibt:

      Und: Liberal ist liberal ist liberal.
      Liberal heißt leben und leben lassen und damit auch Andersdenkende zu akzeptieren, auch wenn man mit denen nicht einer Meinung ist.
      Broder redet mit jedem. Exakt das ist liberal. Und wenn er an Leute mit merkwürdigen Positionen kommt geigt er ihnen die Meinung wenn er das für nötig hält.

      • Ben schreibt:

        Ich rede doch auch mit Ihnen – das ist nach Ihrer eignen Aussage liberal.
        Leider tun Sie und Herr Buurmann das nicht. Was sagt uns das?
        Sie halten Herrn Broder also für liberal?

        • Kanalratte schreibt:

          Henryk Broder ist das geistige Zentrum der Rechten und Konservativen in Deutschland und eine der wenigen großen politischen Stimmen die dieses Land noch hat.

          • Ben schreibt:

            Eben war Broder noch ein Liberaler, jetzt sagen Sie er sei das geistige Zentrum der Rechten und Konservativen in Deutschland.

            Was sagt Broder selbst?

            In seiner ihm eigenen, grenzenlosen Schamlosigkeit sagt er er sei ein Linker (!) und die Achse des Guten eine linke (!!!) Seite. Wie bewerten Sie das? Was sagt uns das über Herrn Broders Charakter aus und wie wie seine Ansichten bewerten sollten?

          • Kanalratte schreibt:

            Ich habe das bewusst ein bisschen übertrieben. Broder wird das sicherlich nicht ganz so sehen. Soweit ich das beurteilen kann hat sich Henryk Broder im Laufe seines Lebens vom Linken zu einem mehr oder weniger klassischen Rechten gewandelt. Dass man sich aber in Deutschland nicht gerne als „Rechts“ bezeichnet ist leider auch nachvollziehbar, wenn hierzulande „Rechts“ immer sofort mit Rechtsextrem gleichgesetzt wird. Deshalb bezeichne ich mich gerne selbst als Rechts um dem entgegenzutreten.

        • A.S. schreibt:

          @Ben
          Leider tun Sie und Herr Buurmann das nicht. Was sagt uns das?
          Ich rede doch auch mit Ihnen, was soll das also?
          Sie halten Herrn Broder also für liberal?
          Ja. Aus Wiki:
          Leitziel des Liberalismus ist die Freiheit des Individuums vornehmlich gegenüber staatlicher Regierungsgewalt, er richtet sich gegen Staatsgläubigkeit, Kollektivismus, Willkür und den Missbrauch von Macht bzw. Herrschaft.
          Broder schimpft und meckert, verteilt Varbalhaue wo er kann und macht sich über alles und jeden lustig. Aber er versucht niemandem das Wort zu verbieten (anders als Linksgrüne, bei denen heißt das „keine Plattform geben“), lehnt gesetzliche Denkverbote ab (z.B. die Strafbarkeit von Holocaustleugnung), hält größte Stücke auf die individuelle Freiheit (im Unterschied zu Linken und Rechten Kollektivisten), z.B. wer wen auf seine Geburtstagsfeier einlädt. Da gäbe es noch mehr, aber Broder erfüllt die Kriterien.

          Gegenfrage:
          Warum gehen Sie so konsequent auf die erwähnten Übergriffe von Links gegen Rechts NICHT ein? Da drängt sich doch der Eindruck auf, dass sie Ereignisse, die ihrem Weltbild (nur Rechts ist demokratiefeindlich) widersprechen einfach ignorieren möchten.

          • Ben schreibt:

            Weder schimpft noch meckert Broder, und er verteilt auch keine Verbalhaue. Sein Stil ist geprägt davon ( alles was nicht rechts ist ) herabzuwürdigen und zu beleidigen. Würde eine Zeitung oder ein Fernsehsender mit der selben Boshaftigkeit und Niedertracht über Israel berichten würde jedermann, also der Broder & Co. so verhasste Mainstream dieses Medium als klar antisemitisch bezeichnen.

            Ihn einen Lügner zu nennen wäre nicht gerecht, Broder ist schon lange eher ein Wahrheitsverdreher.

            Noch mal meine Frage: Das er sich selbst einen Linken (!) und die Achse des Guten eine linke (!!!) Seite bezeichnet, wie bewerten Sie das? Was sagt uns das über Herrn Broders Charakter aus und wie wie seine Ansichten bewerten sollten? Warum nennen Sie Ihn trotzdem einen Liberalen?

            Warum ich hier nicht die Linken kritisiere?
            In dem Moment in dem ich von Linken so beleidigt werde wie Broder, Buurmann & Co,,
            also wenn sich irgendwann eine widerliche, geisteskranke, kommunistische Affenbande als liberal ausgibt, dann können die sich genauso warm anziehen

          • A.S. schreibt:

            Offensichtlich nehmen wir Broder sehr unterschiedlich war.
            Laut Ihnen hält er sich für einen Linken (das Zitat würde ich gerne mal sehen) obwohl er offen mit der Linken gebrochen hat. Ich halte ihn für einen Liberalen und habe das oben begründet. Sie halten ihn für einen Wahrheitsverdreher, liefern aber keine Begründungen oder Belege für die Behauptung. Was sagt das jetzt über unsere Charaktere aus?

            Warum ich hier nicht die Linken kritisiere?
            In dem Moment in dem ich von Linken so beleidigt werde wie……

            Solange nur andere Menschen ins Krankenhaus geprügelt werden, Kinder in Sippenhaft für ihre Eltern genommen werden, Autos abgefackelt werden, Bomben gezündet werden, Mordanleitungen auf Indymedia veröffentlicht werden, uvm., solange schweigen Sie also.
            Aber wenn Sie von Linken beleidigt werden und/oder (wird aus ihrem Satz nicht ganz klar) linke Kommunisten sich als Liberal bezeichen, dann gehts zu weit?
            Denken Sie wirklich so, dass ihnen ungenehmen Verwendung von Liberal schlimmer ist als Sippenhaft für Schulkinder oder Bomben legen?
            Was sagt das jetzt über ihren Charakter aus?

          • „Warum ich hier nicht die Linken kritisiere?
            In dem Moment in dem ich von Linken so beleidigt werde wie……
            Solange nur andere Menschen ins Krankenhaus geprügelt werden, Kinder in Sippenhaft für ihre Eltern genommen werden, Autos abgefackelt werden…“

      • Thomas Schweighäuser schreibt:

        „Broder redet mit jedem.“ Fake-News, wie immer. Wenn man sich das Video zur Anhörung vor dem Petitionsausschuss (es ging um die alberne „Erklärung 2018“) anschaut, so ist dort zu sehen, wie Broder eine Abgeordnete der Linken anpampt, er rede nicht mit der SED.

        Was die Liberalität der Achse anbelangt, so versteht z.B. Dushan Wegner seine Leser („Auch in Europa gibt es extremistische Positionen, die Demokratie heimlich oder öffentlich verachten und die Gewalt als legitimes Mittel der Auseinandersetzung ansehen. (…)
        Ob nur ein Faustschlag gegen den politischen Gegner oder ein Terroranschlag mit Dutzenden Toten, keine Idee rechtfertigt es, der Idee wegen einem anderen Menschen auch nur ein Haar zu krümmen.“) und seine Leser verstehen ihn (z.B. Thomas Dornheck: „Seitdem Mohammedaner zu Hunderttausenden in dieses Land einreisen und meine Werte und meine Heimat verachten, ist mir herzlich egal, wenn mal Mohammedaner sterben. (…) Und sie nehmen in der Mehrzahl nur und mehren den Reichtum eben nicht. Deswegen tut mir nichts und niemand leid. Ich möchte damit nicht belästigt werden.“, z.B. Archi W Bechlenberg: „Dieser Terroranschlag kam wie bestellt. (…) Man wird diese brutalstmögliche Barbarei allen in die Schuhe schieben, die berechtigte Kritik an der Ausbreitung des Islams üben. Gut möglich, dass sich das Verbrechen von Christchurch in seinen Konsequenzen als eine Art 9/11 im Dienst des Islams erweisen wird.“ oder z.B. Petra Wilhelmi: „Nun, mir kommt das alles etwas zwielichtig vor. Bei der NSU war auch alles so zwielichtig und die Akten darüber sind für sehr, sehr lange Zeit verschlossen worden. Die wahren Hintergründe des Anschlages auf die Moschee werden wir wohl nie erfahren. Es passt einfach viel zu gut. (…) Irgendwie stinkt das Ganze.(…) Wenn das in Schweden oder Frankreich passiert wäre, dann würde ich sofort glauben, was offiziell erzählt wird, aber dort … Eigenartig.“).
        Relativierungen, Rechtfertigungen eines Massenmordes, Verschwörungstheorien.
        Echter Liberalismus halt.

        • A.S. schreibt:

          Die Linke war es, die im Petitionsausschuss jede Beteiligung an der Diskussion verweigert hat und das von Anfang an.
          Sie drehen die Situation mal wieder komplett rum. Sie sind ein Lügenbeutel.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Na, dann bin ich doch lieber ein Lügenbeutel, als ein Broderfan, der dessen großen Auftritt, bevor er seine Tournee durch die faschistischen Vorzimmer Europas antrat, noch nicht gesehen hat.
            Sei’s drum.
            Und wie geht es Ihnen sonst so?

          • A.S. schreibt:

            Offensichtlich haben Sie Broder großen Auftritt nicht gesehen. Reden aber darüber. Und das sagt alles über Sie aus.

    • Kanalratte schreibt:

      Nur weil man die künstliche Klimahysterie (a.k.a. die apokalyptische Endzeitstimmung der Medien) nicht mitmacht, ist man nicht am rechten Rand. Das Problem ist dass in der heutigen Zeit ein Widerspruch gerne als Rechts(radikal) bezeichnet wird um sich nicht damit auseinandersetzen zu müssen. Vertritt man genau das Gegenteil der heutigen Leitmeinung in Deutschland – und das nichtmal in radikaler Art und Weise – ist die Wahrscheinlichkeit als Rechtspopulist dargestellt zu werden sehr sehr hoch. Von Jahr zu Jahr wird der gesellschaftlich legitime Meiungskorridor in Deutschland immer enger gezogen, bis irgendwann jeder der davon abweicht ein Neo-Nazi ist. Ganz krass wird es wenn bloße Pro-Israelische Kommentare schon als rechtsradikaler und islamophober Tabubruch gelten und man deswegen bei Twitter und auf anderen Internetseiten gesperrt wird, wie es mir schon passiert ist.

      • Das fängt schon mit dem Sprachgebrauch an: Wer bezweifelt, dass der Mensch in nennenswertem Umfang das Klima beeinflußt, wird als „Klimaleugner“ bezeichnet und ausgegrenzt. Bewußt angelehnt an „Holocaust-Leugner“. In Österreich hat mal ein linksgrüner „Sozialwissenschaftler“ sogar die Todesstrafe für „Klimaleugner“ gefordert. Und im Stil von Orwells „Großem Bruder“ geht es auch, wenn Israel als „Apartheidstaat“ verteufelt wird, der mit „Nazi-Methoden“ Araber unterdrücke. Die inzwischen weltweite Öko- und Klimahysterie und der Hass gegen den jüdischen Staat zeigen, wie stark das Propaganda-Gift wirkt. Frei nach Goebbels: „Tausendmal wiederholte Lügen werden zu Wahrheiten!“.

        • Ben schreibt:

          Sie, Ihre Gesinnungsgenossen und die Broderlinge sind also einfach nur skeptische Zeitgenossen, fernab vom rechten Rand, die Zweifel hegen und sich um eine sachliche Diskussion bemühen?

          Das, mein Freund, ist Orwell.

          Broderlinge nennen die Umweltpolitik der SPD etwa Ökofaschismus.
          DAS ist widerlicher Scmutz a la Goebbels.

          Oder hier ein gutes Beispiel für die Debattenkultur die Broder, Buurmann und Co. in diesem Land wieder erfolgreich etabliert haben, vom großen Freiheitskämpfer Steinhöfel

          https://www.salonkolumnisten.com/stinkhoefel/

          Wer sich so äußert, wer so seinem Hass freien Lauf lässt, der gehört auch geächtet.

          Darum sind Sie auch kein Israelfreund.

          Sie haben sich also mit dem Klimawandel auseinandergesetzt und sind zu welchem Schluss gelangt?

          • A.S. schreibt:

            Sie werfen anderen Schmutz a la Goebbels vor und verlinken etwas mit „Stinkhoefel“?
            Ist das Ihr Ernst?

          • Kanalratte schreibt:

            Der Mann heißt doch sicherlich nicht Stinkhöfel?

          • @Ben: 1) Sie schließen arg voreilig von dem, was Broder, Buurmann und Steinhöfel schreiben, auf mich. Wenn ich etwas verlinke und/oder twittere, dann heißt es nicht, dass ich dem ganz oder auch nur teilweise zustimme – sondern zunächst einmal nur, dass ich es für lesens-/hörens-/sehenswert halte. Aus welchen Gründen auch immer; und sei es „nur“ zur Information. Wenn Sie meine jeweilige Meinung erfahren wollen, statt mit Unterstellungen zu arbeiten, dann müßten Sie schon jeweils konkret nachfragen. Was Sie ausnahmsweise mal zum Schluß Ihres Angriffs auf mich tun. Damit kommen wir zu
            2) und zu meiner Antwort, so kurz wie möglich:
            Klimawandel gab’s schon immer und wird es wohl immer geben. Läßt sich weder leugnen (kein auch nur halbwegs vernünftiger Mensch tut das) noch ändern. Menschengemacht (weil wir Treibhausgase ausstoßen)? Wohl kaum – und wenn doch, dann nur zu einem unwesentlichen Teil. Denn: Wie haben es bloß die Frühmenschen mit der Eiszeit geschafft? Keine Autos, keine Kraftwerke, keine Flugzeuge, keine Industrie – und doch änderte sich das Klima immer wieder. Greta, hilf!
            Ich vertiefe das an dieser Stelle nicht, weil es in Buurmanns Artikel und den meisten Kommentaren hier um ein ganz anderes Thema geht. Davon sollten wir nicht ablenken. Die Vielzahl und Vielfalt der Beiträge läßt mich jedoch zu der Frage/Anregung kommen, ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, wenn es zu diesem lebendigen Blog wenigstens hin und wieder (auch) einen Gesprächskreis gäbe. Persönlich läßt sich manches doch besser diskutieren als schriftlich. Missverständnisse und künstliche Gegensätze können leichter ausgeräumt werden und Konflikte lassen sich da festmachen, wo sie in der Sache wirklich vorhanden sind. Bin gespannt, ob und ggf. wie diese Idee aufgegriffen wird.

  9. Freund-Feind-Denken: Kontaktschuld
    Darf man als SPIEGEL-Redakteur an einer Geburtstagsfeier teilnehmen, zu der auch Menschen mit rechter oder sogar rechtsradikaler Gesinnung eingeladen sind? Kolumne von Jan Fleischhauer
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/mitrechtenfeiern-kontaktschuld-kolumne-von-jan-fleischhauer-a-1257762.html
    Siehe dazu auch die Debatte auf
    https://unbesorgt.de/ich-weiss-was-du-letzten-samstag-getan-hast/

    • Thomas Schweighäuser schreibt:

      Fleischhauer ist ja noch peinlicher als Beckmann: „Manchmal entwickeln sich Menschen, die man lange kennt, in eine Richtung, die sie einem für immer entfremdet. Ich halte Matussek für einen Wirrkopf. Ich habe ihn politisch nie ernst genommen.“ Da wird ihn der Matussek zum 70. wohl nicht mehr einladen. Dann kommen eben nur noch Identitäre, räumen das Kartoffel-Büffet ab und nörgeln dann: „Hats koa Eiernockerln mit grünem Salat?“ Zwischendurch singt Reinhold Beckmann, damit der Gastgeber was zum Nachdenken hat, Lieder von Heinz-Rudolf Kunze, die er ins Deutsche übersetzt hat.

      Inhaltlich ist Fleischhauers Text auch belanglos: privat ist eine Feier nicht, wenn sie freiwillig öffentlich dokumentiert wird. Keiner der Anwesenden hat sich gegen die Veröffentlichung seines Bildes gewehrt.

    • Ben schreibt:

      Herr Letsch von unbesorgt.de ist auch einer von diesen falsch verstandenen Liberalen der sich wundert warum man ihn mit dem rechten Rand in Verbindung bringt.

      Vor einigen Monaten hatte der festgestellt das der Trump nicht mag – ohne zu wissen warum. Darauf hatte der scharf nachgedacht und die Erklärung gefunden: Trump ist das Opfer einer kommunistischen Hetzkampagne der Mainstreammedien.

      Von der Sorte, also geisteskranker Schmutz, sind sämtliche seiner Gedankengänge, ebenso wie die Umgebung in die er sich begeben hat

  10. Ludwig schreibt:

    Werter Herr Buurmann, Ihre Polemik und etliche Kommentare dazu liefern mal wieder die bekannten Beispiele für Framing-Ansätze und Empörungspopulismus der Neuen Rechten.

    Faszinierend in diesem Kontext finde ich allerdings diesen Absatz:

    Menschen, die das Gefühl haben, dass ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird, stellen eine Gefahr dar und zwar unabhängig davon, ob sie nun recht haben oder nicht. Menschen, die zum schweigen verdammt sind, die sich nicht mehr trauen, ihre Bedenken und Ängste zu artikulieren, die verdrängen, verleugnen und unterdrücken, werden irgendwann explodieren.

    Hier wechseln sie zu einem Narrativ der Empfindsamkeit und plädieren für mehr Empathie, Respekt und Kompromissbereitschaft gegenüber den Anliegen der Neuen Rechten. Sie treten demnach für Appeasement ein, eine Strategie also, die Sie für die Lösung anderer Konflikte bekämpfen.

    Andere Optionen, beispielsweise mehr gesellschaftliche und staatliche Repression oder eine wohl abgewogene Containment-Strategie, die auf eine Mischung aus Abschreckung und politische Lösungen setzt, sind in diesem konkreten Fall viel wirksamer, meine ich.

    Wieso glauben Sie, die deutsche Gesellschaft und die Bundesrepublik sollten ausgerechnet gegenüber den Neuen Rechten eine Appeasement-Strategie verfolgen?

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Es ist keine Appeasement-Strategie.

      • Ludwig schreibt:

        Was eine „Appeasement-Strategie“ ist, mag jeder selbst überprüfen: https://www.google.com/search?q=appeasement+site%3Atapferimnirgendwo.com

        Wieso sollten die Bundesdeutschen Ihrer Meinung nach den Konflikt mit den Neuen Rechten nicht genauso robust austragen, wie Sie, werter Herr Buurmann, es für Auseinandersetzungen mit dem Islam, den Palästinesern oder dem Iran fordern?

        Da fehlen mir weiterhin überzeugende Argumente.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Sollen Sie. Genauso.

          • Ludwig schreibt:

            „Genauso,“ hieße nach meinem Verständnis der Buurmann‘schen Polemiken darauf zu setzen, dass mehr Gewalt automatisch zu besseren Lösungen führt, gegen Neurechte in Dunkeldeutschland, „genauso“ wie gegen Palästinenser in Judäa, Samaria und Ost-Jerusalem.

            @A.S., ich bin kein blinder Bellizist, wie es Herr Buurmann möglicherweise ist, und finde es unnötig, so weit wie sein „Genauso“ zu gehen. Mein Eindruck ist, bereits die Aussicht auf eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz, ein paar Wasserwerfer und eine etwas konsequentere Repression gegen politische Straftäter in der virtuellen Welt haben recht fruchtbare Denkprozesse in der neurechten Bewegung bewirkt.

            Gesellschaftliche Ausgrenzung, wie im Fall von Matussek und Co., flankiert die etwas gesteigerte staatliche Repression und verleiht ihr zusätzliche Wirksamkeit. Die Zunahme hypermoralisierender, neurechter Empörungsstürme und rechtspopulistischer Opferdiskurse sehe ich übrigens als Indikator für die Wirksamkeit dieser Containment-Strategie, ebenso wie die konkreten Abgrenzungsversuche moderater Rechtspopulisten gegen den Neo-Nazi-Flügel in der AfD.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            😂 Sie sind süß. Ihr blinder Bellizist und Beelzebub.

          • A.S. schreibt:

            Repression gegen politische Straftäter
            Es ist schon gewagt so etwas zu bringen, wenn man Repressionen gegenüber Leuten fordert, die eben KEINE (!!!) Straftäter sind. Die sog. neue Rechte besteht eben nicht aus Straftätern sondern aus Bürgern, die ihre Grundrechte in Anspruch nehmen. Und es ist immer wieder irre zu sehen, dass angebliche Demokratieverteidiger Grundrechte ersetzen wollen durch Rechte, die an Gesinnung gekoppelt sind.

            Und was die Abgrenzerietis angeht:
            Das ist ein klassischer Schuss der nach hinten losgegangen ist. Mit Sarrazin hat das richtig Fahrt aufgenommen und der neuen Rechten überhaupt erst den Weg bereitet. Solange die neue Rechte die einzige politische Kraft ist, die auf Misstände der Integration und der EU hinweist, solange wird die neue Rechte wachsen.

          • Ludwig schreibt:

            Neurechte Freiheitskämpfer, ob sie nun Höcke, Sellner oder Broder heißen mögen, werter A.S., haben in Bundesdeutschland ebenso wenig ein „Grundrecht“ auf eine Nationale Revolution, wie die Palästinenser innerhalb eines jüdischen Nationalstaates ein „Grundrecht“ auf nationale Selbstbestimmung hätten oder die alte, an Sowjetrussland orientierte Linke in Westdeutschland ein „Grundrecht“ auf Weltrevolution durchsetzen konnte.

            Wenn solche Freiheitskämpfer ihr vermeintliches „Grundrecht“ auf Revolution reklamieren, dann stellen sie dem jeweiligen Staat und der Gesellschaft, die ihn trägt, die Machtfrage. Entsprechend verlagern sich die Auseinandersetzungen in einen Bereich, wo sich die politische Wirklichkeit nicht mehr einfach durch Debatten entwickelt, sondern zusätzlich durch den Einsatz von Gewalt und politischer Repression gestaltet wird.

            Die Frage welches Maß und welche Formen von Gewalt in konkreten Fällen zielführend sind und wie der Staat Gewalt gegen diese oder jene Revolutionäre einsetzen sollten, ist mit Recht wichtig und höchst umstritten. Da Sie, werter A.S., Gewalt als Mittel politischer Auseinandersetzungen meistens nur aus Opfersicht und manchmal aus der Notwehrperspektive begreifen, bezweifle ich allerdings, ob Sie solche Zusammenhänge angemessen reflektieren können.

            @Herr Buurmann, falls Sie glauben ich hielte Sie für einen „Beelzebub“, so beruht das auf Missverständnissen, für die ich mit gerne entschuldige. Als „Bellizist“ positionieren Sie sich, durch das was Sie hier auf TiN tun und lassen.

          • A.S. schreibt:

            Was ist denn dass jetzt wieder?
            Sie schreiben als würden Höcke, Sellner oder Broder mit Fackeln und Mistgabeln durch die Straßen laufen und versuchen gewaltsam die Rechtsordnung zu stürzen. Das, werter Ludwig, macht die Antifa die sie offenkundig gerne becchweigen.
            Höcke, Sellner oder Broder halten sich an Gesetze (Sellner wurde gerade komplett freigesprochen wobei ich keine Ahnung habe von was….., ein Verfahren gegen Höcke wurde eingestellt).
            Höcke spinnt zwar, aber er ist in einer Partei und stellt sich mit dieser zur Wahl und lässt den Bürger entscheiden ob er einen Mitgestaltungsauftrag bekommt oder nicht. Das, werter Ludwig, ist das Gegenteil von Revolution.
            Sie betreiben orwellsche Sprachverdrehung.

        • Kanalratte schreibt:

          Seit wann wird die Auseinandersetzung mit dem Islam, den Palästinensern und dem Iran in Deutschland robust ausgetragen? Ein besseres Beispiel für Appeasement kann man gar nicht bringen. Wie wäre es wenn die Gegenseite mal ihre Hausaufgaben macht?

    • A.S. schreibt:

      Andere Optionen, beispielsweise mehr gesellschaftliche und staatliche Repression oder eine wohl abgewogene Containment-Strategie, die auf eine Mischung aus Abschreckung und politische Lösungen setzt, sind in diesem konkreten Fall viel wirksamer, meine ich.

      Und wie genau sieht das aus? Kommt z.B. jemand, der keine Einwanderung in die Sozialsysteme will, dann ins Umerziehungslager? Und wenn die Umerziehung scheitert, was soll dann passieren?

      • Ben schreibt:

        Sowas kommt dabei raus wenn man für bare Münze nimmt was Broder und Co. von sich geben: Die Grünen sind autoritär, der Mainstream totalitär und geisteskrank. Herr Buurmann vermutet ebenfalls das man ihn in ein Lager stecken will wenn man ihm wiederspricht

        • A.S. schreibt:

          Das ist keine Antwort. Die Frage bleibt wie gesellschaftliche und staatliche Repression dann in der Praxis ausschauen sollen. Und, ab wann die Repressionen losgehen sollen. Das man sich an geltendes Recht hält reicht möchtegernStasi-Faschos wie Ludwig anscheinend nicht aus.
          Versuche Andersdenkende im außerpolitischen Bereich zu sanktionieren hat es schon einige gegeben.

          • Ben schreibt:

            Sind Sie besorgt der Mainstream könnte Sie bald sanktionieren wenn Sie von Ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen?
            In der Achse des Guten kann man lesen das es faktisch keine freie Meinungsäußerung mehr gibt in diesem Land. Wie bewerten Sie dies?

          • A.S. schreibt:

            Noch gibt es freie Meinungsäußerung und auch auf der von mir sehr geschätzten Achse gibt es Unsinn. Die Achse ist liberal und lässt ein breites Spektrum an Meinungen zu, auch wenn sich rechtskonservativa da tummeln.
            Zum Thema:
            Wenn Verdi Anleitungen heraus gibt wie Arbeitskollegen aufgrund ihrer politischen Position angeschwärzt werden sollen, wenn Straßenbahnfahrer entlassen werden weil sie bei einer AfD Veranstaltung ihren VGN Ausweis nicht ablegen (Bei einer SPD Veranstaltung wäre das nicht so gewesen), wenn in Medien offen darüber diskutiert wird wie man mit AfD-Lehrern umgehen soll (ohne das diese ein Fehlverhalten begehen!!), wenn AfD-Leute aus Kinos fliegen, auf offener Straße angegriffen werden (Magnitz war kein Einzelfall), deren Autos abgefackelt werden, Bomben vor deren Büros gezündet werden, deren Kinder aus Schulen geschmissen werden, sie Privat ausgeschnüffelt und dann erpresst werden (Höcke), man ihnen im Bundestag die gleichen Rechte verwehrt (Viezepräsidentin…), dann stimmt hier etwas nicht.
            Und wenn dann ein Ludwig diesen Zustand als Apeasement bezeichnet und gesellschaftliche und staatliche Repression fordert, dann muss man darin den Aufruf zum Faschismus sehen.

          • Kanalratte schreibt:

            Dass man bloße Meinungen immer mehr versucht einzuschränken ist doch längst Realität. Seitdem Heiko Maas das NetzDG eingeführt hat sind die meisten konservativen und rechten Stimmen auf Twitter durch die Methode „Shadowban“ verschwunden, sodass dort die Linken mittlerweile fast unter sich sind. Twitter hat aus Angst vor dem Staat im Laufe des letzten Jahres einfach mal vorsorglich alle rechtsgerichteten Twitter-User ins digitale Abseits manövriert.

  11. American Viewer schreibt:

    Extrem-Blockwart Böhmermann ging auf Twitter noch heftiger ab.

    (Anmerkung: Selbst Jakob Augstein war das am Ende zuviel, so dass er den unlustigen „Comedian“ am Ende fragte, ob er eigentlich noch alle Latten am Zaun hat).

    Hier Böhmis Ausraster, wirklich pures Gold:

    Fragen an @DerSPIEGEL:
     
    1. Hatte die Chefredaktion von DER SPIEGEL vorab Kenntnis von dieser Zusammenkunft und/oder davon, dass mehrere Mitglieder der Redaktion an dieser Feier teilnehmen?
     
    2. Wie bewertet die Chefredaktion des SPIEGEL die Teilnahme seiner Redakteure an der beschriebenen Veranstaltung?
     
    3. Inwieweit ist, nach Ansicht der Chefredaktion des @DerSPIEGEL, das private Erscheinen eines SPIEGEL-Redakteurs bei der beschriebenen „Geburtstagsfeier“ mit den journalistischen, ethischen und professionelles Standards des SPIEGEL vereinbar?
     
    4. Gab es in der Vergangenheit andere „Privatveranstaltungen“ mit ähnlicher Gästeliste, an denen Redakteurinnen oder Redakteure von @DerSPIEGEL teilgenommen haben oder sind zukünftig welche geplant?

    P.S.: Dass SPIEGEL-Mitarbeiter Jan Fleischhauer wiederholt in der Vergangenheit Teilnehmer derartiger Zirkusveranstaltungen war und auch weiterhin sein wird, ganz frei, unabhängig und unberührt von der Haltung der @DerSPIEGEL Chefredaktion, wird vorausgesetzt.
     
    Wir würden uns gerne als seriöses, unabhängiges und überparteiliches Nachrichtenmagazin, dessen Redakteure privat mit Neonazis Party machen, am Markt positionieren.
     
    Wer hätte ahnen können, dass Matthias Matussek Freunde hat?
     
    Seid Ihr noch meine Freunde oder nur noch meine Kontakte?
     
    Wer hätte das gedacht: Die Normalisierung von Unrecht fühlt sich ganz normal an.
     
    Wer meint, dass das öffentliche Hinterfragen ethischer und professioneller Standards im Journalismus kein Job für Comedians ist, DER SOLL ES VERDAMMT NOCHMAL BITTE SELBER MACHEN COMEDIANS WOLLEN LIEBER NUR WITZCHEN MACHEN ABER IHR HÄNGT HALT MIT NAZIS AUF PARTIES RUM

  12. Zeckenzange schreibt:

    Siggi leidet an PTS; sein Dad war ja bekanntlich Voll-Nazi. Da nimmt es nicht wunder, sich als Voll-Mitglied der Antifaschistischen Einheitsfront DEs beweisen zu wollen, auch wenn man dafür in die Scheiße greift: nicht immer, aber immer öfter.(wie im Fließtext aufgelistet).

  13. Aus aktuellem Anlaß:
    Deutschlands „Kampf gegen Antisemitismus“ trägt Früchte: Arabische Terroristin soll in Kreuzberg auftreten
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/rasmea-odeh-verurteilte-terroristin-soll-in-kreuzberg-auftreten/24095070.html

  14. Thomas Schweighäuser schreibt:

    Es gibt nichts Billigeres, als bei Sozialdemokraten Heuchelei zu diagnostizieren. Wer nicht bereit ist, jede erdenkliche Lüge zu glauben und jeden erdenklichen Verrat mitzumachen, ist auch nicht in dieser Partei.
    Und so glaubt wohl auch Gabriel allen Ernstes, die „bürgerlichen Eliten“, die sich auf Matusseks Party tummelten, würden im Falle des Falles pfeilgrad für ihre bürgerliche Demokratie einstehen – das hat bereits 1933 nicht geklappt.
    Ein Schauer wohligen Entsetzens muss die Anwesenden eine Zeitlang durchlaufen haben, als da mitten unter ihnen ein Nazischläger stand, bevor doch die erwartbare Erleichterung sich einstellte: ist doch auch nur ein Mensch, wenn auch mit etwas gewagter Frisur und noch gewagteren Ansichten, aber hey, man muss doch auch wissen, was auf einen zukommt.
    Stolz zitierte der ebenfalls anwesende Klonovsky einige Tage später, dass er über Beckmann geschrieben hatte, dieser sei kein Mann, sondern ein in die Jahre gekommener Junge, der „niemals etwas anderes tun“ würde, „als dem jeweils herrschenden Zeitgeist zu dienen“. Das ist das Problem: Beckmann hat gedient, indem er den Rechten etwas vorgesungen hat, und anstatt zu erklären, dass entweder er oder der Klonovsky kommen könne, nie aber beide zusammen, hat er brav mitgemacht.
    Das Problem sind nicht die Faschisten, das Problem sind die Leute, die meinen, nie etwas verpassen zu dürfen. Auch nicht den Faschismus.

    • Leopard schreibt:

      Hierzu ist anzumerken, dass Hitler nur relativ wenige Menschen für seine Ideologie oder gar seinen Judenhass begeistern konnte. Sein Judenhass war für ihn eigentlich immer mehr Hindernis als Hilfe.
      Was Hitler schuf, waren jede Menge Anhänger, Fans sozusagen, die aber nicht alle seine Ansichten teilten. Sie funktionierten quasi wie Follower bei Facebook oder Twitter, die einzelne Aussagen von jemandem liken, ohne allem was diese(r) schreibt zuzustimmen. Bei Hitler gab es da für viele genug zu liken, die Hauptanliegen der Deutschen waren ja die Weltwirtschaftskrise mit ihrer Massenarbeitslosigkeit und der Versailler Vertrag. „Gut dass es Hitler gibt, der bewegt was, durch den werden wir den Versailler Vertrag los und kriegen wieder Arbeit,“ war die Grundhaltung, „nur schade dass er was gegen Juden hat.“ Niemand konnte natürlich ahnen, dass sich Hitler als Massenmörder entpuppen würde.

      • Thomas Schweighäuser schreibt:

        “ Niemand konnte natürlich ahnen, dass sich Hitler als Massenmörder entpuppen würde.“ Vor allem, dass er das alles allein geschafft hat und dabei keine Helfer hatte. Der Mann war echt ein Tausendsassa. Und niemand hatte „Mein Kampf“ gelesen, niemand seinen Reden zugehört…Es ist wirklich bizarr, wie lange sich Lügen halten können und wie lange sie noch geglaubt werden.
        Und dass „niemand“ etwas ahnen konnte, dagegen spricht schon allein die Tatsache, dass Mann, Brecht und viele Juden so bald wie möglich das Land verließen.

        • Leopard schreibt:

          Erstmal muss man dazu feststellen, dass Hitler durch das, was er versprach – und auch erreichte – erstmal wie ein Messias wirkte. 1938 gab es quasi Vollbeschäftigung, der Versailler Vertrag war quasi revidiert, sogar ohne Krieg – wer hätte das 1933 für möglich gehalten? Wie ich angedeutet habe, fiel z.B. genug Menschen auch Hitlers Judenhass sauer auf, aber in den ersten Jahren hielten sich Hitlers Exzesse in Grenzen – wir müssen uns hier vergegenwärtigen, dass z.B. der Holocaust/Shoa noch nicht begonnen hatte. Übrigens hatte sich Hitler mit der „Nacht der langen Messer“ 1934 auch einiger der unliebsamsten Gestalten in der SA, etwa Edmund Heines, entledigt.
          Menschen gehen für einen Messias natürlich oft sehr weit – das lässt sich in jeder Sekte und auch in der Politik beobachten – und es gab natürlich auch in Deutschland genug Antisemiten. Die meisten Hitler-Anhänger blendeten die negativen Aspekte von Hitlers Herrschaft eher aus, oder sprachen ihn intuitiv davon frei. Ein Beispiel dafür war der greise Generalfeldmarschall August von Mackensen, der einerseits Hitler bewunderte, aber auch wiederholt gegen das Wüten der SA oder Kriegsgräuel hinter den deutschen Linien in Polen protestierte. Aber dank seiner Popularität konnte sich Mackensen da mehr erlauben als ein Durchschnittsbürger…
          „Mein Kampf“ habe ich – übrigens auf Vorschlag eines israelischen Freundes – selbst mal angelesen, es ist nahezu unlesbar.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            „in den ersten Jahren hielten sich Hitlers Exzesse in Grenzen – wir müssen uns hier vergegenwärtigen, dass z.B. der Holocaust/Shoa noch nicht begonnen hatte.“ Und immer noch ist es der Hitler, der das alles alleine macht, auch die nur begrenzten „Exzesse“, also den Bau der Konzentrationslager, politische Morde und die Nürnberger Gesetze, an denen die arischen Volksgenossen, denen „Hitlers Judenhass sauer aufstieß“ nicht allzuviel auszusetzen hatten und kritiklos hinnahmen, dass ihre Nachbarn zu Menschen zweiter Klasse wurden.
            Aber weiter:
            „Übrigens hatte sich Hitler mit der „Nacht der langen Messer“ 1934 auch einiger der unliebsamsten Gestalten in der SA, etwa Edmund Heines, entledigt.“ Und? Was änderte das? Brutale Nazi-Schweine töteten brutale Nazi-Schweine, um Machtkämpfe unter brutalen Nazi-Schweinen zu entscheiden. Hat es irgendeinem ihrer wirklichen Opfer das Leben gerettet?

          • Kanalratte schreibt:

            Der Holocaust wurde weniger wegen dem real-existierenden Judenhass in Deutschland ausgeführt, sondern eher aus der Treue der deutschen Bevölkerung zu Adolf Hitler. Wie sollte man sonst erklären dass Judenhass in Deutschland während der 20er Jahre nicht sonderlich stark ausgeprägt war, mit der Machtergreifung durch Adolf Hitler aber ganz plötzlich auf ein scheinbar nicht mehr zu bremsendes Niveau katapultiert wurde. Man kann es nur damit erklären dass die Menschen ganz fest an die Ideen Hitlers gelaubt haben und dafür das Opfer des Judenmordes in Kauf nahmen. Hitlers NSDAP ist eine der wenigen Polit-Sekten die es bisher in der Geschichte geschafft haben die Macht über einen Staat zu erlangen. Und seit Jonestown weiß man dass Menschen für ihren Sektenführer sogar auf Kommando Gift schlucken. Don’t drink the Kool-Aid!

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Legenden, Legenden:
            Es gab keinen Judenhass in Deutschland, und alles, was die Deutschen taten, taten sie nur aus Treue zum Führer. Beleg? Nun das liegt daran, dass der „Judenhass in Deutschland während der 20er Jahre nicht sonderlich stark ausgeprägt war“, und also nur von rechten Gangs jüdische Politiker ermordet wurden, weiter war nichts:
            „Auf der anderen Seite, waren die Zeichen der Krise vor Allem im Erstarken des Antisemitismus erkennbar, der zu dieser Zeit brutaler wurde als je zuvor. Die Ernennung des Juden Walter Rathenau zum Außenminister Deutschlands im Jahre 1922 und seine Ermordung durch antisemitische deutsche Nationalisten wenige Monate später, zeigten deutlich sowohl den Erfolg der Juden in dieser Zeit als auch die schwere Bedrohung ihrer Zukunft.“ (https://www.yadvashem.org/de/holocaust/about/introduction/weimar-republic.html)
            Auf seine Deutsche lässt „Kanalratte“ nichts kommen.

          • Thomas Schweighäuser schreibt:

            Deutschen…im letzten Satz.

    • HM schreibt:

      „….würden im Falle des Falles pfeilgrad für ihre bürgerliche Demokratie einstehen….“

      Nun, werter Schweighäuser, die politische Ideologie, die Sie favorisieren, lässt nicht gerade erwarten, daß sich in Ihnen der pfeilgerade Demokrat verbirgt.
      Insofern reichen sich die politischen Ränder denn doch wiedermal die Hände.

    • Kanalratte schreibt:

      Was hat denn die SPD Anfang der 30er Jahre getan um zu verhindern dass ihre vorwiegend protestantischen Wähler scharenweise zur NSDAP übergelaufen sind?

  15. A.S. schreibt:

    Die bürgerlichen Eliten sollten für Demokratie einstehen, anstatt an ihr zu sägen! Der Fall Gabriel ist dafür ein weiteres Negativbeispiel.
    Wenn die Elite denkt wie Straßendemonstranten kommt hat das Desaster heraus, das wir z.B. in Berlin erleben müssen. Die Politnasen der letzten und aktuellen Regierung müssen mal erwachsen werden und kapieren, dass z.B. Greta (Zöpfe – laut der Amadeo Antonio Stiftung wahrscheinlich rechtsradikale Eltern) gegen sie demonstriert.

  16. rogerletsch schreibt:

    Zu dem Thema, das mich wirklich fassungslos machte, hab ich auch noch was beigesteuert. Ein Freund sagte mir gerade, da könne man in jeder Zeile das Messer zwischen meinen Zähnen lesen. Ich weiß überhaupt nicht, wovon er redet. 😉
    https://unbesorgt.de/ich-weiss-was-du-letzten-samstag-getan-hast/

    • Thomas Schweighäuser schreibt:

      Blöd, wenn man von „Privatheit“ spricht, wenn derjenige, dessen Geburtstagsfeier angeblich privat bleiben sollte, zahlreiche Bilder dieser Geburtstagsfeier öffentlich machte, um zu demonstrieren, wie sich die bürgerliche Mitte an die Rechten ranwanzt.

      „Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben“, schrieb Adorno, und Letsch ist, auch wenn er die Landessprache nicht völlig beherrscht, ein guter Deutscher.

      • Leopard schreibt:

        Adorno war selbst dem Autoritären verhaftet, er war ein Mensch, der nie gelernt hat sich zu wehren. Auch während der 68er bestand seine Reaktion auf rebellierende Studenten im Hörsaal darin, die Polizei zu rufen. Vielleicht projiziere Adorno seine eigene Sehnsucht nach Autorität auf andere…eben Kind bleiben, ohne infantil zu bleiben.

  17. Mella Ell schreibt:

    Und früher hab ich mich immer gefragt, aus welchem Umfeld und mit welcher Sozialisation all die freiwilligen Blockwarte herkamen. Die Herren Gabriel und Böhmermann haben mir bei dieser Frage geholfen. :-((

    Matussek in dieser Schmierentragödie als Fähnchen-im-Wind der Kategorie „Mitläufer“.
    Ich denke (hoffe!), den wird kein Gastgeber so bald wieder einladen.

  18. Blüten des linksgrünen Empörialismus:

    • rogerletsch schreibt:

      Ach, da isser ja verlinkt, mein Artikel! 😀

    • Ben schreibt:

      Sie wissen schon das Herr Gabriel weder bei der Linken noch bei den Grünen ist?
      Warum schreiben dennoch von linksgrünen Empöralismus?

      Und warum ziehen Sie sich so einen Begriff „Empöralismus“ aus dem Arsch?

      Ich beantworte die Fragen gerne selbst: Weil Sie eine rechtsradikale Hohlbirne sind

      • A.S. schreibt:

        Wer weder bei den Linken noch den Grünen ist kann also nicht linksgrün gepolt sein?
        Gut zu wissen.
        Dann gilt: Wer nicht bei der NSDAP ist kann nicht nazi-gepolt sein. Das ist nicht meine Behauptung, das folgt aus Ben-Logik.

        • Ben schreibt:

          Für Leute wie Sie – und auch die Achse – ist alles was nicht AfD-mäßig rechts ist linksgrün

          • A.S. schreibt:

            Gysi würde ich nicht als Linksgrün bezeichnen obwohl der sicher nicht AfD-mäßig rechts ist. Falls Sie das überfordert denken Sie mal nen Monat darüber nach ob außerhalb ihres Verstanden es noch eine Welt zwischen Für und Gegen geben kann.

        • Ben schreibt:

          „Wer weder bei den Linken noch den Grünen ist kann also nicht linksgrün gepolt sein?“

          Habe ich das behauptet? Nein.
          Können Sie mir sagen was an der Kritik von Sigmar Gabriel linksgrün gewesen sein soll?

          • A.S. schreibt:

            Es ist ein Wesensmerkmal heutigen linksgrünen Denkens, Andersdenkenden automatisch Demokratiefeindlichkeit zu unterstellen. Exakt macht Siggi.

      • Ihre Wortwahl richtet sich selbst. Ich widerstehe der Versuchung, ähnlich niveaulos zu antworten: 1) Die SPD versteht sich selbst als links und will allzuoft noch grüner sein als die sog. Ökopartei. 2) Wer Politik aufmerksam verfolgt, erkennt schnell, dass „Empörialismus“ sehr gut trifft, was in den von mir verlinkten Artikeln zu Recht beanstandet wird. In der Kürze liegt die Würze. 3) Danke an A.S. für seine Antwort hier und an Gerd Buurmann für sein unermüdliches Engagement.

  19. Citoyenne schreibt:

    Das ist ein toller Beitrag, Herr Buurmann!

  20. caruso schreibt:

    „Wenn wir daher vom Sägen an der Demokratie sprechen möchten, dann haben Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel schon längst die Kettensäge rausgeholt.“
    Genau so ist es! D könnte sich für beide in Grund und Boden schämen. Und das wäre noch immer zu wenig.
    lg
    caruso
    die urzeitliche Hexe

  21. bm98600 schreibt:

    Die einzig richtige Empfehlung für Gabriel, bravo

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