„Nimm, was Du hast und flieg‘ damit!“

Diese schöne Mail erhielt ich letzten Dienstag:

„Hallo lieber Herr Buurmann,

ich war gestern mit ein paar Freundinnen bei Kunst für Bares zu Besuch und ich muss sagen, dass ich das Konzept wirklich großartig finde und es ein super schöner Abend war. Danke an dieser Stelle auch nochmal an Sie, dass Sie jungen Künstlern so ermöglichen zu wachsen und zu lernen.“

Ich freue mich sehr, dass mein im Jahr 2007 erdachtes Theaterkonzept Kunst gegen Bares mittlerweile so vielen Menschen eine Bühne bietet, auf der es Anerkennung und Geld gibt. Ich freue mich, dass das Konzept schon in über achtzig Städten europaweit Anwendung findet von Berlin bis Eupen, von Hamburg bis Palma.

In Köln findet die Kunst gegen Bares in der Moderation von Hildegart Scholten und mir jeden Montag im ARTheater statt. Danke an Frau Scholten für das entscheidende Mitaufbauen.

Kunst gegen Bares das bedeutet: Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Talente – vom Schauspielmonolog zum Stand Up, von eigenen Gedichten bis zur Eier-Jonglage im Kopfstand. Kunst gegen Bares ist die Muppet Show, nur mit Menschen statt Schweinen, Fröschen, Hunden und Bären. Alles nach dem Motto von Onkel Kermit: “Nimm, was Du hast und flieg damit!“

Das Besondere an dem Konzept ist die Form, wie die Kunst entlöhnt wird, denn das Publikum entscheidet selbst, wieviel Bares die jeweilige Kunst wert ist. Vor jeder Künstlerin und vor jedem Künstler steht ein eigenes Sparschwein, in das nach Gutdünken Geld geworfen werden kann.

Bei der Kunst Gegen Bares trifft Kunst auf Kapital, alles ohne Zwischenhändler!

Es gibt genau sieben Regeln für die Kunst gegen Bares:

1. Zuschauer und Künstler kommen den selben Weg und sitzen zusammen im Publikum.

2. Die Künstler werden von der Moderation aus dem Publikum auf die Bühne geholt.

3. Die Präsentationszeit muss für alle Künstler gleich beschränkt sein.

4. Jeder Künstler erhält nach der Präsentation ein Sparschwein. (Es kann eine zusätzliche Sau für alle zusammen aufgestellt werden. Sie muss Kommunistenschwein heißen.)

5. Das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren.

6. Das Geld in den Sparschweinen geht zu 100 % an die Künstlerinnen und Künstler.

7. Der Künstler oder die Künstlerin mit dem meisten Geld wird zum „Kapitalistenschwein des Abends“ gekürt.

Bei der Kunst gegen Bares wird das Publikum ernst genommen. Daher nimmt das Publikum hier auch die Kunst ernst, möge sie von einem Profi kommen oder von einem Anfänger.

Staatlich subventionierte Theater bekommen ihr Geld überwiegend von jenen Menschen, die nicht ins Theater gehen und denen das Geld über Steuern abgenommen wurde. Diesen Theatern kann das Publikum egal sein, denn sie haben ihr Geld schon, ganz gleich ob Gäste kommen oder nicht. Die Kunst gegen Bares jedoch nimmt nur Geld von jenen Menschen, die auch wirklich ins Theater kommen. Hier ist das Publikum Chef!

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