Christen essen Juden auf!

Wer Juden öffentlich hassen möchte, muss nur das Wort Jude gegen Israeli tauschen und schon kann er auf der antisemitischen Orgel Toccata und Fuge spielen.

Die schwedischen Zeitung Aftonbladet behauptete zum Beispiel im Jahr 2009, israelische Soldaten würden Körper palästinensischer Kinder ausweiden, um sich an ihren Organen zu vergehen. Es war der typische Ritualmordvorwurf, der in Europa über die Jahrhunderte gegen Juden vorgebracht wurde. Im 21. Jahrhundert gibt es diesen Vorwurf immer noch. Man sage nur Israel statt Jude. Viele europäische Medien nahmen den Vorwurf der schwedischen Kolleginnen und Kollegen auf und berichteten ebenfalls.

Der Ritualmordvorwurf hat in der christlichen Welt eine lange Geschichte. Damals wurde behauptet, Juden würden das Blut christlicher Kinder benutzen, um ihre Rituale zu begehen. Heute wird behaupten, Israelis würden die Organe palästinensischer Kinder für ihre finsteren Zwecke nutzen.

Jahrhundertelang wurde behauptet, Juden bräuchten Christenblut für ihr Mazzebrot. Dabei sind es die Christen selbst, die Judenblut für ihre Messen brauchen.

Laut katholischem Selbstverständnis wandeln sich bei der Eucharistie die Hostie und der Wein in das Fleisch und Blut des Juden Jesus. Diese Wandlung vollzieht sich wahrhaft und der Substanz nach, eine Transsubstantion eben. Nach der Eucharestie sind die Hostie und der Wein nicht nur symbolisch Jesu Fleisch und Blut, sondern wahrhaft. Das ist die katholische Lehre, von großen Philosophen des Christentums wie Thomas von Aquin gelehrt und im Jahre 1992 von Papst Johannes Paul II im Katechismus der Katholischen Kirche bestätigt.

Die katholische Hostie ist somit im
Sinne des Katechismus der Substanz nach aus Judenfleisch gemacht und der katholische Messwein ist Judenblut. Während also der Vorwurf, Juden würden Christenblut für ihre Mazzebrot verwenden eine reine Erfindung der Judenhasser ist, geben Katholiken sogar selbst zu, jeden Sonntag Judenblut und Judenfleisch für ihre Rituale zu verwenden.

Das ist das der Substanz nach Komische an dieser realen und brutalen, christlichen Grausamkeit des Hasses auf Juden.

Projektion wird das in der Psychologie genannt. Der Begriff Projektion bezeichnet einen Abwehrmechanismus und umfasst das Übertragen und Verlagern eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche und Impulse, die im Widerspruch zu eigenen oder gesellschaftlichen Normen stehen können, auf andere Personen oder Menschengruppen, in diesem Fall auf Juden.

In der Psychoanalyse geht der Begriff Projektion auf Sigmund Freud zurück. Er war Jude, wie Jesus. Sowohl die Psychoanalyse als auch das Christentum gehen somit auf einen Juden zurück. Die Christen haben noch einiges zu verarbeiten.

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