Gerd Buurmann nimmt Abschied

Zum Februar 2011 werde ich die künstlerische Leitung des Severins-Burg-Theaters abgeben. Es waren drei wunderschöne und vor allem inspirierende Jahre, voller Kreativität, Neugier und Mut zum Experiment. Das Deutschlandradio beschreibt es so:

„Gerd Buurmann ist Schauspieler, Autor, Regisseur, Entertainer, Sänger und bei Bedarf auch Barmann. Alles im Severins-Burg-Theater in Köln, in dem er mit 33 Jahren künstlerischer Leiter ist. In den letzten zwei Jahren hat er die kleine Bühne in einen angesagten Kulturort verwandelt.“

Einige Produktionen des Severins-Burg-Theaters sind so erfolgreich geworden, dass sie ausgelagert werden mussten, da das kleine Severins-Burg-Theater die Menge der Zuschauer nicht mehr fassen konnte. Das Theaterkonzept „Kunst gegen Bares“ zum Beispiel lockt jeden Montag so viele Gäste an, dass es mittlerweile im ARTheater in Ehrenfeld stattfindet. Zudem hat es die „Kunst gegen Bares“ geschafft, erfolgreich nach Mannheim und Hamburg verkauft zu werden. Im nächsten Jahr werden unter anderem noch Trier, Leverkusen und Heidelberg folgen. Das WDR 5 Magazin Scala nennt die von mir gegründete „Kunst gegen Bares“ sogar „eine kleine Erfolgsgeschichte“.

Auch die Inszenierung „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine, die Tobias Weber gemeinsam mit mir schon vor meiner Leitung des Theaters im Januar 2007 präsentiert hat, füllt noch heute die Ränge des Severins-Burg-Theaters und hat unter anderem in Essen und Niederdollendorf erfolgreich gastiert. Mit Schmiesters „Macbeth“ wiederum wurde das Severins-Burg-Theater nach Berlin eingeladen.

Im Severins-Burg-Theater wurden König Lear, Macbeth und Shylock von Burkhard Schmiester zum heutigen, bedeutsamen Leben erweckt; Mareike Marx hat mit ihren hinreißenden Inszenierungen „Die kleine Meerjungfrau“ und „Peterchens Mondfahrt“ Kinderherzen höher schlagen lassen; Ali Jalaly hat uns mit „Dem letzten der feurigen Liebhaber“ zum Lachen, mit „Tanz im Paradies“ zum Nachdenken und „Mit brennender Geduld“ zum Weinen gebracht. Seine Inszenierung „Mit brennender Geduld“ bescherte uns sogar eine Nominierung zum Kölner Theaterpreis.

Im Severins-Burg-Theater wurde philosophiert und gestritten, politische Podiumsdiskussionen gehörten zum Bestandteil des Spielplans wie philosophische Vorträge, Literaturveranstaltungen und Comedy Nächte. Ganze 30 Hausproduktionen wurden in den letzten drei Jahren realisiert, darunter sogar neun Uraufführungen. Das Severins-Burg-Theater war ein wunderbarer Raum zur Erweckung kreativer Ideen.

Nach drei Jahren jedoch ist selbst der schönste Raum abgespielt. Wie sagte schon Hermann Hesse so passend in seinem Gedicht „Stufen“:

„Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

Allerdings sang auch schon unsere Trude Herr:

„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier!“

Ich bin mir sicher, dass ich Köln erhalten bleiben werde, ob nun im ARTheater mit der „Kunst gegen Bares“ oder an anderen Spielorten. Ich habe noch viele Ideen und freue mich auf eine ungewisse Zukunft, ganz nach dem Motto des größten Theaterschaffenden aller Zeiten, Kermit der Frosch, der da einmal sagte:

„Nimm was Du hast und flieg damit!“

Jetzt gilt es nur noch Danke zu sagen, Danke, an all jene, die die letzten drei erfolgreichen Jahre des Severins-Burg-Theaters ermöglicht haben.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

PS: Man sieht sich!

 

Sehr geehrte Kulturredaktion,
Verehrte Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Freundinnen und Freunde,

zum Februar 2011 werde ich die künstlerische Leitung des Severins-Burg-Theaters abgeben. Es waren drei wunderschöne und vor allem inspirierende Jahre, voller Kreativität, Neugier und Mut zum Experiment. Das Deutschlandradio beschreibt es so:

„Gerd Buurmann ist Schauspieler, Autor, Regisseur, Entertainer, Sänger und bei Bedarf auch Barmann. Alles im Severins-Burg-Theater in Köln, in dem er mit 33 Jahren künstlerischer Leiter ist. In den letzten zwei Jahren hat er die kleine Bühne in einen angesagten Kulturort verwandelt.“

Einige Produktionen des Severins-Burg-Theaters sind so erfolgreich geworden, dass sie ausgelagert werden mussten, da das kleine Severins-Burg-Theater die Menge der Zuschauer nicht mehr fassen konnte. Das Theaterkonzept „Kunst gegen Bares“ zum Beispiel lockt jeden Montag so viele Gäste an, dass es mittlerweile im ARTheater in Ehrenfeld stattfindet. Zudem hat es die „Kunst gegen Bares“ geschafft, erfolgreich nach Mannheim und Hamburg verkauft zu werden. Im nächsten Jahr werden unter anderem noch Trier, Leverkusen und Heidelberg folgen. Das WDR 5 Magazin Scala nennt die von mir gegründete „Kunst gegen Bares“ sogar „eine kleine Erfolgsgeschichte“.

Auch die Inszenierung „Deutschland. Ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine, die Tobias Weber gemeinsam mit mir schon vor meiner Leitung des Theaters im Januar 2007 präsentiert hat, füllt noch heute die Ränge des Severins-Burg-Theaters und hat unter anderem in Essen und Niederdollendorf erfolgreich gastiert. Mit Schmiesters „Macbeth“ wiederum wurde das Severins-Burg-Theater nach Berlin eingeladen.

Im Severins-Burg-Theater wurden König Lear, Macbeth und Shylock zum Leben erweckt; Mareike Marx hat mit ihren hinreißenden Inszenierungen „Die kleine Meerjungfrau“ und „Peterchens Mondfahrt“ Kinderherzen höher schlagen lassen; Ali Jalaly hat uns mit „Dem letzten der feurigen Liebhaber“ zum Lachen, mit „Tanz im Paradies“ zum Nachdenken und „Mit brennender Geduld“ zum Weinen gebracht. Seine Inszenierung „Mit brennender Geduld“ bescherte uns sogar eine Nominierung zum Kölner Theaterpreis.

Im Severins-Burg-Theater wurde philosophiert und gestritten, politische Podiumsdiskussionen gehörten zum Bestandteil des Spielplans wie philosophische Vorträge, Literaturveranstaltungen und Comedy Nächte. Ganze 30 Hausproduktionen wurden in den letzten drei Jahren realisiert, darunter sogar neun Uraufführungen. Das Severins-Burg-Theater war ein wunderbarer Raum zur Erweckung kreativer Ideen.

Nach drei Jahren jedoch ist selbst der schönste Raum abgespielt. Wie sagte schon Hermann Hesse so passend in seinem Gedicht „Stufen“:

„Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

Allerdings sang auch schon unsere Trude Herr:

„Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier!“

Ich bin mir sicher, dass ich Köln erhalten bleiben werde, ob nun im ARTheater mit der „Kunst gegen Bares“ oder an anderen Spielorten. Ich habe noch viele Ideen und freue mich auf eine ungewisse Zukunft, ganz nach dem Motto des größten Theaterschaffenden aller Zeiten, Kermit der Frosch, der da einmal sagte:

„Nimm was Du hast und flieg damit!“

Jetzt gilt es nur noch Danke zu sagen, Danke, an all jene, die die letzten drei erfolgreichen Jahre des Severins-Burg-Theaters ermöglicht haben.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

PS: Man sieht sich!

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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